Minibuche im Spessart
Sandra Hieke
24.05.2017

Der Park ruft

Wo und wie Spessarter*innen für einen Nationalpark stehen

Heute ist europaweiter Aktionstag der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke. Im Spessart hat man diesen schon mal vorgefeiert. Denn dort könnte bald der dritte Nationalpark Bayerns entstehen. Bis Ende Juli soll entschieden werden, ob rund 10 Prozent der Waldfläche des Bayerischen Spessarts zur einem Nationalpark wird. Um der Welt zu zeigen, wie sehr man sich über einen Nationalpark inmitten der jahrhundertealten Laubbäume freuen würde, haben  am vergangenen Samstag Alt und Jung genau dort ihre Botschaft deutlich gemacht: In der Nähe von bis zu 200 Jahre alten Buchen stand „Unser Herz schlägt für einen Nationalpark im Spessart“ zu lesen. 

Greenpeace-Aktivist*innen im Spessart
Aktivist*innen protestieren im Spessart für einen Nationalpark.

Auch mein Herz schlägt für einen Nationalpark im Spessart. Weil ich weiß, wie wertvoll und besonders die Waldflächen dort sind. Und weil ich weiß, wie besonders Nationalparks sind: Immer wenn ich einen besuche, bin ich ein bisschen aufgeregt. Mit einem leichten Kribbeln im Bauch freue ich mich darauf, in eine Welt eintauchen zu dürfen, die es außerhalb von großen Schutzgebieten nicht mehr gibt. 

Blick in eine Waldidylle
In Nationalparks darf Natur einfach Natur sein. 

Ob im ältesten Nationalpark Deutschlands, dem Nationalpark Bayerischer Wald, oder im kleinsten, dem Nationalpark Jasmund, ob im Nationalpark Kellerwald, für den ich mich während meiner Greenpeace-Anfänge eingesetzt habe, oder im größten an Land, dem Müritz-Nationalpark: Es gibt sie, die Pflanzen- und Tierwunderwelten Deutschlands. In Nationalparks können sie sich frei entfalten. Dort darf Natur einfach Natur sein. Stück für Stück kann sie sich dort wieder holen, was wir Menschen ihr über die Jahrhunderte genommen haben: Ihre natürliche Vielfalt, ihre Kraft, ihre Beständigkeit und ihre Schönheit, die sich dem Besucher in ihrer ganzen Wirklichkeit zeigt. 

„Es gibt sie, die Arten- und  Pflanzenwunderwelten Deutschlands. Der Spessart ist eine davon. Mit einem Nationalpark können wir diese für unsere Kinder und Kindeskinder bewahren und erlebbar machen.“
Sandra Hieke, Waldexpertin von Greenpeace

Wenn ihr Nationalparks genauso liebt wie wir und die Freunde des Spessarts unterstützen wollt, dann unterschreibt hier für einen Nationalpark im Spessart! Der Wald braucht Eure Stimme!
 

Topic
Wälder

Sandra Hieke

Sandra Hieke

Sandra Hieke ist Diplom-Forstwirtin und setzt sich für den Erhalt und Schutz von Wäldern, sowie eine ökologisch und sozial verträgliche Waldbewirts


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