“Das Papier datiert vom August 2009 – doch sein brisanter Inhalt ist aktueller denn je. Was verharmlosend als „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“ betitelt wurde ist nichts geringeres als die Blaupause für den Ausstieg aus dem Atomausstieg und eine Endlos-Verlängerung der Laufzeiten auch für die ältesten Schrottreaktoren. Es zeigt, dass die CDU gewillt ist, um jeden Preis die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und Gorleben als Endlagerstandort durchzudrücken. Selbst wenn dafür die Säulen des Grundgesetzes ins Wanken geraten. Es zeigt aber auch: Schon im vergangenen Jahr erklärten die CDU-Granden die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zur Atomkraft-Schicksals-Wahl.
Am 30. September, nur drei Tage nach dem schwarz-gelben Wahlsieg, schickten der damalige Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger und sein hessischer Kollege Roland Koch das Papier an Bundeskanzlerin Merkel und die Parteichefs Seehofer und Westerwelle. Das Strategiekonzept, das Greenpeace erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich macht, war bisher vertraulich. Denn es zeigt unter anderem, dass die CDU im Wahlkampf beim Thema Atomkraft offensichtlich nicht vor vorsätzlicher Wählertäuschung zurückschreckte.
Oettinger und Koch geben zu, dass eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke erstens mit erheblichen Sicherheitsmängeln sowie rechtlichen Problemen verbunden wäre und zweitens der Stromkunde im Zweifel gar nichts davon hätte, da sich eine
Kausalität von Laufzeitverlängerung und Strompreissenkung möglicherweise nicht dauerhaft nachweisen lässt… (S. 23)
Sprich: Die Energiekonzerne müssten auf ihre Riesengewinne wohl freiwillig verzichten, die Strompreise werden infolge von Laufzeitverlängerungen nicht sinken und den CDU-Wahlkämpfern war das auch bekannt. Ob Umweltminister Röttgen und Wirtschaftsminister Brüderle inzwischen wohl auch davon erfahren haben?
Der Atom-Masterplan der CDU verrät außerdem:
Auch die vermeintlich simple Veränderung des Atomgesetzes mit dem Ziel AKW Laufzeiten zu entgrenzen, scheint politisch wie rechtlich ein schlammiger Pfad. Kernfrage dabei: Wann ist der Bundesrat bei einer Änderung des Atomgesetzes Zustimmungspflichtig. Eine Beteiligung des Bundesrates würde
zu Verzögerungen bzw. zur Angreifbarkeit des Gesetzes führen (S.16)
so die Einschätzung des Papiers. Damit wird die bevorstehende Landtagswahl in NRW auch zur Atom-Wahl.
Das Papier macht klar, warum Roettgen sich dieser Tage so zurückhaltend gibt, wenn es um Laufzeitverlängerung geht. Die Taktik des CDU-Masterplans verlangt schon aus Rücksicht auf einen möglichen Verlust der Bundesratsmehrheit, Laufzeitverlängerungen als moderaten Schritt ohne „weit reichende Bedeutung“ (S. 16) darzustellen. In den vergangenen Tagen ist beinahe untergegangen, dass auch Roettgen eine Laufzeitverlängerung um acht Jahre anpeilt – das bedeutete auch ein Weiterbetrieb der alten Schrottreaktoren Biblis und Neckarwestheim-1.
In dem Papier wird auch das Thema Sicherheit von AKW behandelt. Demnach stellen vor allem ältere Reaktoren ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar:
…sicherheitsrelevante Unterschiede gibt es dort, wo durch die bestehende Anlagenkonzeption den Nachrüstungen Grenzen gesetzt waren (S. 19)
Unter anderem wird als Beispiel der nicht ausreichende Schutz gegen Flugzeugabstürze genannt. Statt aber die schnellstmögliche Abschaltung dieser unsicheren Anlagen zu fordern, hat die Union ausgetüftelt, wie man alle Reaktoren trotzdem am Netz behalten und gleichzeitig der Bevölkerung Sicherheit vorgaukeln kann. So sollen alle Meiler alle zehn Jahre einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Der Maßstab für diese Überprüfung soll sich dabei aber nicht am Stand der Technik sondern am „Stand der Nachrüstetechnik“ orientieren. Das ist, als würde man behaupten, ein zehn Jahre alter Computer wäre auf dem neusten Stand, wenn er mit dem Betriebssystem von vor zehn Jahren ausgerüstet ist.
Der CDU ist klar, dass die Zukunft der Atomenergie ganz eng an die Frage der Atommüllentsorgung geknüpft ist. Also muss ein Endlager her! Und mit Gorleben glauben sie, auch schon eins gefunden zu haben, obwohl
„das Verfahren zur Auswahl des Standortes Gorleben in Frage gestellt wird.“
Ein langwieriges Verwaltungsverfahren bei dem am Ende gar herauskommt, dass Gorleben als Endlager ungeeignet ist, will die Union um jeden Preis verhindern. Also wird in dem vorliegenden Papier vorgeschlagen, Gorleben per „Einzellfallgesetz“ (S. 24) als geeigneten Endlagerstandort festzulegen.
Das Brisante: ein Einzellfallgesetz ist nach dem Grundgesetz verboten.
Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muss das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. (Artikel 19 das Verbot des Einzelfallgesetzes. Absatz 1)
Ausgerechnet für Gorleben eine Ausnahme machen zu wollen, um sich dem Planfeststellungsverfahren zu entziehen, ist an Verantwortungslosigkeit nicht mehr zu überbieten.
Soweit ein erster Überblick zum Atommasterplan der CDU. Die Details darin sind so spannend, dass ich in den nächsten Tagen hier im Blog noch mehr darüber schreiben werde, was Greenpeace davon hält.”
Update, 18.02.2010, 17.50: Und Kochs Wählertäuschung geht aktuell weiter.











Boh Ey
In Holland laufen die “Schrottreaktoren” die Röttgen nach 40 Jahren ausschalten will 60 Jahre, USA baut auch zwei neue, Iran baut die Atombombe – Leute lasst doch mal euer Gejammer über deutsche Kernenergie bleiben, keine Energietechnik ist so sicher wie unsere Kernenergie – sind nicht neulich wieder 9 Menschen in Lüttich an einer Gasexplosion verreckt? Wie könnt ihr nur – obwohl an Kernenergie in Deutschland noch kein Mensch gestorben ist (ausser dem Typen, der beim sich-an-die-Gleise-Ketten übersehen wurde und vom Castor überrollt wurde) – und trotz Klimakathastrophe nur auf Gas statt Kernenergie setzen??? Wir brauchen jeden einzelnen Reaktor und eigentlich noch 20 mehr, um die CO2 Ziele zu erreichen, das weiss doch jeder….
18.2.2010 um 22:21 Uhr ·
Mario Oitmann
ich glaube bei deiner Meinung bist du auch gerne bereit dein Gehalt für die Milliarden Teure Räumung der Asse zu spenden und deinen Keller als neues Endlager zur Verfügung zu stellen…Atomkraft ist ja harmlos und Sauber….
Vielleicht ziehst du ja auch ins Wendland wo undichte Schächte möglicherweise
das Grundwasser verseuchen und du nicht weist ob du dir beim essen kochen
langsam den Tod in den Kopf haust…oder in den den Stader Raum, wo eine unerklärlich und abnorm hohe Krebsrate in der Bevölkerung ist….aber die kommt bestimmt nicht vom AKW….Atomkraft ist ja sicher und sauber…..
19.2.2010 um 06:23 Uhr ·
skothe
@Boh Ey vielleicht wäre die Elbmarsch am Krümmel auch ein schöner Wohnort für dich, wo die Kinder neben der ach so sicheren Kernspaltung an Leukämie verrecken..
19.2.2010 um 11:36 Uhr
Boh Ey
Asse muss nicht geräumt werden, Asse ist auch kein Werk der Atomindustrie
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/salzbergwerk-asse-ein-desaster-fuer-wen-eigentlich/
Aber wer den Wahnsinn und den Horror ausleben will, der solls halt Bezahlen, man hätte Asse einfach zumachen können und schluss..
20.2.2010 um 18:10 Uhr
Simon Brücken
Jaja, das ist dann ja wahrscheinlich die Wahrheit… ‘is ja auch gar kein Atommüll der Energieversorger in der Asse, den die da mal billig reinkippen konten. Nee. Und hätte man auch einfach zu machen können, müssen die Leute halt wegziehen, wenn sie kein Bock auf Radioaktivität im Trinkwasser haben. Tja, passiert.
20.2.2010 um 20:32 Uhr
Boh Ey
Radioaktivität von Kernreaktoren im Trinkwasser-also wie fanatisiert muss ein Mensch sein, um derartigen Humbug hier zu schreiben. Eigentlich nennt man sowas Üble Nachrede und man kassiert dafür ein Verfahren. Jetzt hätte ich aber mal gerne ganz schnell gewusst wo Bundesbürger durch Kernreaktorbedingte Radioaktivität im Trinkwasser bedroht sind?
20.2.2010 um 23:17 Uhr
Simon Brücken
*grins* Jaja, übele Nachrede, Anzeige. Versuch’s doch mal… Blödsinn. In der Asse liegt radioaktiver Abfall, vor allem der der EVUs. Es besteht die Gefahr, dass eben dieser zukünftig Grundwasser kontaminiert. Nichts anderes habe ich oben beschrieben. Wer hier fanatisiert bleibt dahingestellt. Ich finds ein wenig ulkig, dass von deiner Seite oft nichts besseres kommt, als AKW-Gegner in einen Klischeesack zu stecken und mal mit irgendwelchen Albernheiten drauf rum zu kloppen. Hier geht es nicht um Fanatismus, Dogma oder Religion. Das ist ein alberner Versuch, nicht auf die große Schattenseite der Atomkraft einzugehen: Man stelle die Gegner einfach mal als Spinner dar. Funktioniert aber nicht, weil das Endlagerproblem bleibt, weil die potentielle Gefahr bleibt und weil es weltweit massig Beispiele gibt, dass die Technik eben nicht zu 100% beherrschbar ist. Außerdem les’ ich hier immer Klimaschutz: Die Uranvorkommen reichen etwa noch 40 Jahre bei dem minimalen (knappe Hand voll %) Anteil der AKW an der Gesamtenergieerzeugung weltweit. Selbst wenn wir den Anteil der AKW verdoppeln (sprich: Uran auch nur die halbe Zeit reicht) bringt dass noch nix großes im Klimaschutz. Zudem sind AKW mit Erneuerbaren nicht vernünftig zu kombinieren. Diese Art der Energieerzeugung belastet künftige Generationen, und nur, weil bislang in Deutschland noch keins von den Dinger hoppsgegangen ist, heißt das ja nicht, dass das so bleibt. Amen.
22.2.2010 um 10:12 Uhr
Heinz Haber
Herr Brücken,
die Frage war eindeutig! Wo in Deutschland wurde durch Kernreaktoren Trinkwasser in gefährllichem Maße radioaktiv verseucht?
Ihre Antwort ist auch eindeutig: Nirgendwo.
Ob es sich also bei Ihrer Aussage, dass die Verseuchung existiere, um Hetze oder üble Nachrede handelt, sei den Mitlesern überlassen.
22.2.2010 um 11:03 Uhr
Simon Brücken
Herr Haber, entweder sie wollen’s nicht verstehen und sie fehlinterpretieren Antwaorten absichtlich. Die Nachfrage war anscheinend ein Missverständnis meiner vorherigen Ausführungen bzgl. der Asse und möglicher zukünftiger Kontamination des Grundwassers. Deshalb habe ich nochmal klargestellt, was ich meinte.
Ich habe nirgends “nirgendwo” geantwortet. Radioaktive Kontaminationen in der Nahrungskette gabs schon öfter in der Geschichte der Atomindustrie.
22.2.2010 um 14:56 Uhr
Heinz Haber
Sie sind schon wieder “unsauber” in Ihren Ausführungen. Eine “Kontamination” ist grunsätzlich von einer “Verseuchung” zu unterscheiden. Nur weil Sie eine radioaktive Substanz irgendwo messen können heisst das noch lange nicht, dass sie auch gefährlich ist. Üblicherweise vernachlässigt man diese “Kontaminationen” genau dann, wenn sie weniger als 1% der natürlichen Strahlenbelastung ausmachen. Diese Betrachtung ist in jeder Hinsicht gerechtfertigt, denn je nachdem wie oft Sie sich in geschlossenen Räumen aufhalten, Wo in Deutschland sie leben, wieviele Flugreisen Sie machen, wie oft Sie in die Berge fahren, und weitere Einflussfaktoren verändern Ihren Jahresstrahlenbelastung wesentlich deutlicher.
22.2.2010 um 16:29 Uhr
Neckarwestheimer
@Boh Ey
Guido W bist du es ?
Darf ich dich mal fragen wo du wohnst und ob du Kinder hast ?
Wenn ich aus meinem Fenster sehe, kann ich den Wasserdampf des Kühlturmes sehen , glaub mir das ist kein gutes Gefühl. Den Rest der Argumentation spare ich mir aber.
>>Wie könnt ihr nur – obwohl an Kernenergie in Deutschland noch kein >>Mensch gestorben ist
das kann ja echt nicht dein ernst sein oder ? was ist mit dem Uranabbau oder Tschernobyl, aber das lassen wir ja andere machen die ihre Gesundheit ruinieren für einen Hungerlohn.
Wie wäre es mal mit einem Allgemeinem umdenken, wie man sinnvoll mit der Energie umgeht anstatt immer mehr zu benötigen?
Es gibt tage das schäme ich mich , das ich ein Mensch bin.
19.2.2010 um 12:01 Uhr ·
Heinz Haber
Also ich habe drei Kinder und bin froh, wenn die auch noch von der Kernenergie profitieren können. Ich glaube eine sicherere, stabilere und umweltfreundlichere Möglichkeit der Energieversorgung gibt es zur Zeit nicht, das hat sogar Obama verstanden und baut neue Reaktoren.
Die Probleme um die Kernenergie sind seit langem beherrschbar.
Wenn Sie neben das Kernkraftwerk Nekarwestheim ziehen um sich zu quälen, sollten Sie mal über Ihre eigene Lebensplanung nachdenken. Ich kann an Wasserdampf nichts bedrohliches finden. Ziehen Sie doch einfach weg. Hier trifft wieder zu, was “Boh Ey” formuliert hat, die schlimmsten Gegner ziehen extra um die Anlagen um ihrem Protest einen Boden zu schaffen.
19.2.2010 um 16:24 Uhr
Neckarwestheimer
>>Hier trifft wieder zu, was “Boh Ey” formuliert hat, die schlimmsten Gegner >>ziehen extra um die Anlagen um ihrem Protest einen Boden zu schaffen.
tut mir leid, das ich nicht ihrem idealbild von atomkritiker entspreche, aber ihre argumentation greift hier nicht. ich bin schon etwas älter und das kraftwerk ist zu mir gezogen, nicht ich zu ihm.
aha nur wasserdampf…… warum gibt es dann 12,8 meldepflichtige störfälle im jahr ? mal abgesehen vom abfall. aber sie können sich sicher sein, egal wie lange die reaktoren noch laufen, davon werden ihre kinder mit sicherheit profitieren.
so ich werde nun auf mein fahrrad steigen (so wie es sich für einen öko gehört), meine filzjacke anziehen und nach hause radeln um mir ein wenig den wasserdampf anzusehen….
schönen abend noch
19.2.2010 um 17:19 Uhr
Boh Ey
Tja, wenn der Braunkohlebagger kommt, muss man auch wegziehen, wenn der Windpark kommt und das “flappen” nervt, ebenso.
Gemeinwohl geht vor Eigennutz – Du solltest aufhören, Dich und andere zu ärgern und einfach wegziehen, wenns so stört….
20.2.2010 um 08:27 Uhr
Simon Brücken
Atomkraft und Gemeinwohl? Braunkohletagebau und Gemeinwohl? Da geht nur entweder oder. Es sei dann man setzt Energierieseninteressen mit Gemeinwohlinteressen gleich, was allerdings ein massiver Trugschluss wäre…
Weder Atom- noch Kohlekraft sind nachhaltige Energieträger, weil sie künftige Generationen über Jahrhunderte mit Müll (Atommüll/CO2) und den Folgen belasten. Das ist ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden für kommende Generationen für wenige Jahrzehnte mehr oder weniger billige (weil kurzsichtig Folgekosten ausblende) Stromversorgung.
20.2.2010 um 20:39 Uhr
Holger
Das Umweltbundesamt hat heute bekannt gegeben, daß alle 17 deutschen Reaktoren vollkommen problemlos bis 2020 (also wie im Ausstiegsgesetz beschlossen) abgeschaltet und durch erneuerbare Energien ersetzt werden können! Ich denke mal die werden´s wissen.
20.2.2010 um 10:20 Uhr ·
Telematik2
Wer? Radio Eriwan???
Wie soll das in zehn jahren gehen????
Oder wollen die mehr CO2 Schleudern bauen????
Ich denke, die Kernkraftwerke dürfen erst dann abgeschaltet werden, wenn das letzte Kohlekraftwerk, das letzte Benzinauto und die letzte Gasheizung durch EE ersetzt wurde, alles andere führt zu mehr CO2 als undbedingt notwendig und ist ein Verbrechen gegen das Weltklima….
Wegen irgendwelcher irrealen Atomängste von ausgebrannten Alt-68ern anders zu handeln, halte ich für absolut inakzeptabel
20.2.2010 um 14:32 Uhr
Holger
1. Text lesen! Alle 17 Reaktoren können bis 2020 durch erneuerbare Energien – also nicht fossile Kraftwerke ersetzt werden.
2. Bundesumweltamt nicht Radio Eriwan
3. In den 68ern habe ich das Licht der Welt noch nicht erblickt. Das müssen andere gewesen sein.
4. Strahlenmüll der ein paar hunderttausend Jahre vor sich hinstrahlt… irreale atomare Ängste??? ähh hmm
20.2.2010 um 18:24 Uhr
Simon Brücken
Wegen irgendwelcher irrealen Atomphantastereien von technikgläubigen… ach Scheiße, ich hab nicht genug Klischees beisammen.
20.2.2010 um 20:43 Uhr
Tobias
Boh Ey, es war einmal ein sowjetisches Kernkraftwerk, das 1986 der ganzen Welt zeigte, dass die Kernkraft genauso sicher ist, wie die Titanic unsinkbar! Und jetzt soll mir einer erzählen, nur weil ein Kernkraftwerk deutsch ist, soll ein GAU unmöglich sein…
Ich weiß, dass er extrem unwahrscheinlich ist, aber wie oft ist in der Geschichte etwas extrem unwahrscheinliches passiert, womit niemand gerechnet hat??
Wer auf Kernkraftwerke setzt, verleugnet das Risiko, auch wenn Kernkraftwerke im normalen Betrieb sicherer sind als Kohlekraftwerke.
20.2.2010 um 18:52 Uhr ·
kleinerhobit
@ Boh Ey: Ich wohne 50 km von Bilblis weg und bin über jeden Tag froh an dem diese tickende Zeitbombe nicht am Netz ist! Und trotzdem bleibt bei mir das Licht an! Und wenn du Atomkraft so toll findest, wieviel Atommüll passt in deinen Keller? Nun ja, es muß auch ein paar Unbelehrbare geben… wir sprechen uns nach dem nächsten Störfall in Biblis. Bei der Pannenserie dort kann das nicht lange dauern.
18.2.2010 um 22:41 Uhr ·
Boh Ey
Dann zieh doch weiter weg… Welchen Unterschied macht es denn ob Biblis am Netz ist oder nicht? Glaubst Du die ziehen die Brennstäbe dann heraus und legen die zur Seite? Biblis ist nun wirklich keine Zeitbombe… Aber das war ja auch in Kalkar so, die Gegner habe sich die angrenzenden Grundstücke gekauft UM gegen den Brüter klagen zu können….
Du wirst lachen, aber es passt mehr atommüll in meinen Keller, als meine ganze Stadt in zehn Jahren erzeugen würde, wenn man ihren Strombedarf nur mit Kernenergie decken würde….
19.2.2010 um 00:52 Uhr ·
Simon Brücken
Inklusive dem abgewrackten Meiler? Krass, hast du ‘nen fetten Keller, Alter.
Wo sollen die Leute eigentlich alle hinziehen, dennen du vorschlägst wegzuziehen. Erst recht wenn wir zwischen die Atommeiler noch mehr davon setzen, wenn es nach deinen strahlendsten Träumen ginge? Ziehen die dann noch bei Dir ins Dachgeschoss, oder was? Zieh doch selber um, nach Frankreich. Müsste das Land deiner Träume sein…
20.2.2010 um 20:46 Uhr ·
Heinz Haber
Herrr Brücken,
darf ich Sie nocheinmal daran erinnern, dass man radioaktive Reststoffe einteilt nach Strahlungsintensität und Strahlungsdauer (Halbwertszeit)?
Sie lassen das bei Ihrer Propagandaschlacht gerne unter den Tisch fallen.
Für die durch Neutroneneinfang radioaktiv gewordenen Reaktormaterialien gibt es, wie Sie wissen, ein vollständiges Entsorgungskonzept, auch ohne Inanspruchnahme irgendwelcher Kellerräume!
22.2.2010 um 11:12 Uhr
Simon Brücken
Ich führe keine Propagandaschlacht. Erläutern Sie bitte das vollständige Entsorgungskonzept. Welche Endlager sind denn bitte für unsere Reaktoren gedacht? Was kostet das? Wer übernimmt die Kosten auch in den nächsten Jahrhunderten?
22.2.2010 um 14:50 Uhr
Heinz Haber
Es gibt die Möglichkeit, diese Reaktoren einfach stehen zu lassen, bis sie abgeklungen sind, die wird aber in Deutschland nicht verfolgt, oder die Endlagerung in Schacht Konrad….
22.2.2010 um 16:22 Uhr
Simon Brücken
*lach* jaja, damit sind ja alle Fragen beantwortet… Guter Witz, weil der ganze Mumpitz ja auch da rein passt. Das war ja mal ein ausführlicher Plan. Dankeschön. Wer bleibt hier unsauber, Saubemann Haber, hmm?
22.2.2010 um 17:53 Uhr
Pax
Wir brauchen schon sehr bald keinen einzigen Reaktor mehr für unsere Stromversorgung. Dafür muss eigentlich nicht mehr gestritten werden. Selbst die Politik weiß das, sie wird allerdings von der Energielobby massiv unter Druck gesetzt um einen anderen Kurs zu fahren.
In 2007 waren zeitweise etliche AKWs vom Netz, und kein Licht ging aus. Stromexportland sind wir schon seit Jahren. Da könnten wir wieder AKWs einsparen.
Den Aussagen der AKW-Lobby bezüglich der Sicherheit von AKWs, des Transports von Uran und Atommüll und der Sicherheit der Endlager sollte niemand mehr vertrauen. Sovielen Lügen, wie diesen Herren über die Lippen gehen, damit sie Tag für Tag weitere Millionen scheffeln können, kann man nicht vertrauen.
Die Wahrheit über die Atomkraft findet man in zahlreichen Studien von GP, dem UBA, dem BMU, dem BUND, dem Öko-Institut, dem Wuppertal-Institut und beim IPPNW und vielen anderen Instituten und Verbänden. Die Liste der Argumente würde diese Bühne bei weitem sprengen.
19.2.2010 um 01:45 Uhr ·
Pax
Wir könnten Endlager in den Kellern der Atomkraftbefürworter errichten. Dezentral der Müll verteilt. Und die Versicherung für Gesundheitsschäden der Anwohner werden mitgetragen. Ich bezweifel, dass die Atomkraft dann noch soviele Anhänger haben wird!!
19.2.2010 um 01:48 Uhr ·
icke
Wenn ich mich nicht irre, hat sich der Ex-Chef von Greenpaece England mittlerweile für den Erhalt der Atomkraft ausgesprochen um dem CO2 Einhalt zu gebieten. Der hat es wenigstens schon mal kapiert.
19.2.2010 um 10:52 Uhr ·
Jonas
Dieser Ex-Chef, Stephen Tindale, war danach Angestellter für PR bei npower renewables, die insgesamt 6GW an neuen Kernkraftwerken bauen wollen.
Mittlerweile unterstützt er auch die Idee des CCS, weil er meint, dass man immer mehr Heizkraft mit Strom realisieren sollte (Effizienzalptraum anyone?) und nur regenerative nicht ausreicht. Nukleare soll halt jetzt genutzt werden bis man tatsächlich die Wirksamkeit von CCS testen kann.
21.2.2010 um 22:41 Uhr ·
Silvio
Hauptsache gegen die Kernkraft, typisch Greenpeace.
Sobald jemand Atom oder Kernkraft hört, wird es doch gleich nieder geschriehen. Eure Berichte und Aussagen haben schon echt “Bild”-Charakter (Angst, Hass, usw.).
Mehr Objektivität bitte,…
19.2.2010 um 10:59 Uhr ·
Jan Haase
Hallo Silvio,
damit sich jeder selbst ein Bild von der Thematik machen kann, haben wir hier das Papier von Koch und Oettinger veröffentlicht. Und sie müssen sich an dem messen lassen, was sie im Wahlkampf öffentlich gesagt haben – nämlich dass Strom durch Laufzeitverlängerungen günstiger wird – und dem was sie selbst aufgeschrieben haben: “Insgesamt ist eine verbindliche Verpflichtung zur Senkung der Strompreise sowohl unter rechtlichen als auch marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nur schwer vorstellbar.” (S.23 des Strategiepapiers). Wo sind denn da bitte die beiden Politiker objektiv gewesen?
Und wo bitte, ist im Blogbeitrag von Heinz Smital “Angst und Hass” zu finden? Rein ideologische Formulierungen kommen hier bisher nur von dir.
19.2.2010 um 11:23 Uhr ·
Silvio
Fakt ist doch, dass die deutschen Reaktoren noch mit zu den sichersten der Welt zählen. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Zitat: “Das ist, als würde man behaupten, ein zehn Jahre alter Computer wäre auf dem neusten Stand, wenn er mit dem Betriebssystem von vor zehn Jahren ausgerüstet ist.!” oder “das bedeutete auch ein Weiterbetrieb der alten Schrottreaktoren Biblis und Neckarwestheim-1.”
Sicherheit geht vor Alles, der Meinung bin ich auch. Aber muss man die Sachen so verdrehen, dass man glauben könnte wir stehen vor einem Super-GAU?
Selbst wenn, dann wären die Anlagen dafür ausgelegt, damit sich ein Tschernobyl sich nicht noch einmal wiederholt.
19.2.2010 um 12:36 Uhr
Waldspringer
Hallo Silvio,
deinen Zeilen lesend wird mir klar, du BEKOMMST Geld von RWE und Co. oder deren Büttel…
19.2.2010 um 13:16 Uhr
Jonas
Silvio: Es ging in dem Blogpost um das Papier ranghoher CDUler, denen Wählertäuschung vorgeworfen wird von seiten GPs.
Du wirst dann GP Hysterie vor ohne irgendwelche Belege, dies wird abgewiesen und auf einige Dinge hingewiesen, die du komplett ignorierst und dann die tolle Sicherheit der AKWs lobst. So braucht man dir gar nicht antworten…
21.2.2010 um 22:45 Uhr
Fellbacher
Ich finde, es gibt überhaupt keinen Grund auf eine Technologie zu setzen, die radioaktiv verstrahlten Müll produziert, wenn es neue, saubere Technologien gibt, die keinen solchen Müll hinterlassen.
Und wenn man die Kosten für die Endlagerung, die Asse-Entrümpelung und vor allem die langfristige Demontage und Entsorgung der deutschen AKWs mit in die Kosten für Atomstrom einrechnen würde, wollte/könnte diesen Strom auch niemand mehr bezahlen.
Für mich gibt es nur zwei Gründe, am Atomstrom festhalten zu wollen: eigene finanzielle Interessen oder mangelndes Wissen. In jeden Fall aber zu wenig Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Gemeinwohl und gegenüber unseren Kindern und Enkeln.
19.2.2010 um 11:34 Uhr ·
Fabian Hauschild-Rogat
CO2-arm? daß ich nicht lache. schaut euch doch nur mal die kette der CO2 produzierenden schritte an, die man benötigt, um kernenergie erstmal herzustellen. das fängt an mit der förderung von uran und seinem transport, dem bau eines reaktors, der aufarbeitung, der kühlung, und , und, und…und dann ist da ja noch das problem mit der lagerung!!! es gibt keine unbedenkliche endlagerung!!! also, alles muss aus….!!!
19.2.2010 um 12:09 Uhr ·
Silvio
Hey Fabian,
wenn du sooo schlau bist, dann schau dir mal die CO2-Bilanz von EE an.
Du wirst wohl keine Energie der Welt finden (mit dieser dämlichen Rechnungen) die nicht CO2-behaftet ist.
19.2.2010 um 12:24 Uhr ·
Waldspringer
Hallo Silvio,
bekommst du Geld von RWE und Co.?
19.2.2010 um 12:32 Uhr
Tobi
@Silvio: Atomkraft liegt grob auf dem CO2-Level eines modernen Gaskraftwerkes. EE liegen allesamt deutlich darunter und haben den Vorteil, daß sich die CO2-Investitionen früher oder später amortisieren.
Solltest du anderer Ansicht sein, kannst du dafür doch sicher auch irgendwelche belegbaren Fakten liefern, oder?
@Waldspringer: Glaub ich nicht, die bezahlen in der Regel nur Leute, die etwas geschickter agieren;-)
19.2.2010 um 16:55 Uhr
Heinz Haber
@Tobi
Falschaussagen werden durch Wiederholungen nicht wahrer.
Die Kernkraft liegt DEUTLICH unter einem Gaskraftwerk in der CO2-Bilanz
(Auch wenn sie die Göbbels-Vergleiche nicht mögen, der hatte diese Idee zuerest, dass der Mob jede Lüge glaubt, wenn man sie nur oft genug wiederholt)
Fakt ist: Bei der Gasverbrennung fällt direkt CO2 an, unvermeidbar.
Zusätzlich gibt es vermeidbares CO2-Aufkommen beim Anlagenbau, Gasförderung, Transport, Entsorgung (wird nicht gemacht)
Bei der Kernspaltung fällt keinerlei also NULL CO2 an.
Zusätzlich gibt es vermeidbares CO2-Aufkommen beim Anlagenbau, Uranförderung, Transport, Entsorgung
Da Sie eine Millionen mal mehr Gas “Atome” verbrennen müssen um dieselbe Energiemenge zu freizusetzen wie bei der Spaltung eines Uran oder Plutoniumatoms, verliert Gas schon bei der Aufwandsbetrachtung bzgl. Brennstroffbesorgung.
Kernenergie hat ein Vermeidbares CO2 Aufkommen, etwa vergleichbar mit der Wasserkraft. Windenergie steht schlechter da (da ein Stromspeicher in die Bilanz eingerechnet werden muss), Photovoltaik viel schlechter.
Das ist Fakt!
19.2.2010 um 17:12 Uhr
Tobi
Ist es nicht. Hab aber keine Lust, das schon wieder durchzukauen.
Wer bei sich ein Informationsdefizit feststellt, kann das jederzeit nachholen, is schließlich ne Informationsgesellschaft.
19.2.2010 um 19:23 Uhr
Boh Ey
Bitter, wenn man mit seinen Falschaussagen nicht überall so landen kann, oder?
19.2.2010 um 20:37 Uhr
Tobi
Ja.
19.2.2010 um 21:24 Uhr
Wolf
Wenn hier nur Leute kommentieren würden, die das Manuscript auch vollständig gelesen haben, wäre es hier fast leer und viel mehr sachlich.
19.2.2010 um 14:39 Uhr ·
Tobi
Haste Recht, geht hier aber sowiso nur um ideologische Grabenkämpfe, da tun Fakten nix zur Sache;-)
19.2.2010 um 19:32 Uhr ·
Boh Ey
Ja, Tobi, das merkt man bei jedem Deiner Postings!!!
19.2.2010 um 20:35 Uhr
Mathias
Hallo Silvio, hallo Heinz Haber! Spart euch die Argumente! Wer es auch nur wagt, daran zu zweifeln, das Atomkraft nicht nur schlecht ist:
Ist ein schlechter Mensch.
Liebt seine Kinder nicht oder hat keine.
Wird von RWE und Co bezahlt und damit ein Lobbyist.
ect. ect. ect.
Er kann deswegen nur schlecht oder einfach blöde sein.
Nur nebenbei bemerkt die Ökolobby von BUND, Öko-Institut, dem Wuppertal-Institut, Solarworld und so weiter und so weiter zahlen intzwischen auch nicht schlecht.
Mal drüber nachdenken.
19.2.2010 um 19:07 Uhr ·
Tobi
Ja weiste Mathias, da warten doch hier alle nur drauf, daß DU ihnen endlich die Augen öffnest.
Mal ehrlich: Welchen Informationsgehalt hatte dein Posting jetzt?
Wie? … ach so… nur rumstänkern? Na dann ist ja gut.
PS: Vergleich doch mal nur die Werbeetats der vier großen Energiekonzerne in Deutschland mit dem Gesamtbudget von BUND und Wuppertal-Institut usw. …
Mal drüber nachdenken;-)
19.2.2010 um 19:28 Uhr ·
Mathias
Na weißte Tobi… genau das habe ich mit viel Sarkasmus gemeint. Wer die heilige
Kuh des Atomausstiegs nur im geringsten hinterfragte “stänkert” ! Ich würde mir mal Gedanken machen auf welchem zweifelhaften Niveau ihr eure “Diskussionen” führt. Atomkraft schlecht… wer dafür ist : Feind !
Was den Werbeetat der Energiemonopolisten angeht, so hast du sicherlich recht, aber wo ist die große Propaganda für die Atomkraft… also ich sehe sie in den Medien nicht.
Ich sehe die Atomkraft für Deutschland als eine Übergangstechnologie da m. M. derzeit notwendig für die nächsten 50 – 60 Jahre … dummes Wort da parteipolitisch CDU/FDP besetzt. Bei den Vorstellungen von CDU/FDP kannst du eher sehen wo die Werbegelder der Energieriesen hinfließen. Atomkraft nur, wenn die Gewinne zu größten Teil zur Senkung des Strompreises und in die Forschung alternativer Energien fließen: sei es Geothermie bis hin zur Kernfusion ect. und selbstverständlich nur wenn endlich eine funktionierende Aufsicht der Atomkraftwerke installiert wird. Entweder sicher und der derzeitigen Technik entsprechend oder abschalten. Ich glaube nicht das die Herren vom RWE hierrüber sehr erfreut wären. Ich erlaube mir nun mal zu bezweifeln, das unser Energiebedarf in absehbarer Zeit “erneuerbar” gedeckt werden kann. Natürlich kannst du mir das Gegenteil ausführlich vorrechnen, aber ich glaube nur der Statistik die ich selbst gefälscht habe. Denk mal darüber nach, aber das brauchst du ja nicht, denn die Atomkraft ist ja grundsätzlich schlecht! (mein Tipp : wenn du eine Religion brauchst, geh lieber in die Kirche!)
Und selbst wenn ich nochmal eine heilige Kuh schlachte: Es lebt sich ganz gut vom professionellen Umweltschutz oder glaubst du wirklich die beruflichen Umweltschützer kochen sich spartanisch ihr Süppchen im Zelt und frieren im Dunkeln ???
So genug “gestänkert” !
19.2.2010 um 22:42 Uhr
Tobi
Ja, dann bedanke ich mich für die Aufklärung und wünsche ne gute Nacht.
20.2.2010 um 02:09 Uhr
Invalid
Wie kam und kommt es dazu das Menschen welche nicht Verantwortung übernehmen können die Verantwortung übernommen haben und Entscheidungen treffen? Ich bitte hiermit Alle BürgerInnen nicht mehr wählen zu gehen, damit sich niemand mitschuldig an dem Massenmord an Tieren und Menschen macht.
20.2.2010 um 02:36 Uhr ·
Alban_der_Weise
Äußerst interressant finde ich die Tatsache, dass in der Umgebung von Berlin (Regierungssitz, Wohnort der Bundeskanzlerin), aber auch in den anderen fünf östlichen Bundesländern abgesehen von Forschungsreaktoren kein großer, produktiver Atomreaktor steht.
Vgl. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kernkraftwerke_in_Deutschland.svg&filetimestamp=20080224112957
Aufgrund dessen würde es mich einmal interessieren, wieviele Bundestagsabgeordnete in weniger als 10 km Entfernung von einem Kernkraftwerk wohnen.
Würde mich nicht wundern, wenn unterm Strich bestenfalls ein Dutzend Abgeordnete dabei herauskämen.
20.2.2010 um 15:51 Uhr ·
Boh Ey
Dafür gibt es eine denkbar einfache Erklärung, seit der Widervereinigung wurden keine neuen KKWs gebaut und Berlin liegt mitten in der “DDR”. Die “DDR”-Reaktoren waren etwa so spassig wie der Tschernobylreaktor und wurden stillgelegt, aus sehr berechtigten Sicherheitserwägungen…
20.2.2010 um 17:47 Uhr ·
Matthias
Kernkraft ist teuer und erhält die höchste Subvention (Abfall, Risiko etc. zahlen wir z.B. Asse).
Kernkraft ist nicht umweltfreundlich. Das Argument CO2 ist in etwa wie die Gummibärchenreklame “ganz ohne Fett” – natürlich, dafür aber mit ganz viel Zucker!!!
Und ist die Kernkraft sicher? Gibt es radioaktive Umweltverschmutzung? -Bei dem was ich messe eher nein, andere Dinge messe ich einfach nicht, z.B. Tritium.
Tritium kann nicht aufgehalten werden, hat etwa eine Halbwertszeit von 12 Jahren und ist im Wasser nur über kurze Strecken gefährlich.
Schaut euch mal die Tritiumbelastung von den Kraftwerksflüssen an. Wie sieht es mit dem Wasserdampf aus. Ob Tritium ein Auslöser für Leukämie ist, keiner weiß es. Es wird dazu aber auch keine Untersuchungen geben.
Die Kernkraft ist gefährlich, unnötig und ein Jobkiller -weg damit.
20.2.2010 um 17:38 Uhr ·
Boh Ey
Kernkraft ist kein Jobkiller, Kernkraft liefert billigen Industriestrom, verschwinden die KKWs, verschwindet die Industrie.So Passiert beim KKW Obrigheim – wurde zugemacht, danach die Aluhütte…
20.2.2010 um 17:59 Uhr ·
Boh Ey
Upps, verwechselt, es war das AKW Stade, was 50% seines Stroms an die Hamburger Aluminiumwerke für dort praktizierte Schmelzflusselektrolyse zur Aluminiumherstellung geliefert hat. Heute ist Stade weg und die Aluprduktion wurde ins Ausland verlegt, ebenso wurde eine Saline in Stade geschlossen, die Heissdampf vom KKW genutzt hatte.
Wohlgemerkt waren das alles UNSUBVENTIONIERTE Industriearbeitsplätze. Dank der EE habe wir nur ein paar hochsubventionierte Jobs dazubekommen…
20.2.2010 um 18:16 Uhr
dıeter
boh ey,silvio,mathias,heinz haber und gesinnungsgenossen
wo soll er denn nun hin,der atommüll?schon jetzt ist genug
plutonium in akw’s produziert worden um jeden menschen
auf der erde mehrfach zu töten und es ist keine endlagerstaette
in sicht,geschweige denn in betrieb.kann man das einfach
ausser acht lassen?
20.2.2010 um 18:59 Uhr ·
Boh Ey
Das ist einfach vollkommen übertriebene Panikmache.
Das ist auch so krass übertrieben, dass soviel Text kann ich gar nicht schreiben.
Plutonium, allerdings, ist ein Wertstoff, der in Reaktoren zur Stromerzeugung genutzt werden kann.
Es gibt viele Wege, die Menschheit “mehrfach” auszurotten… auch ohne Kernenergie
20.2.2010 um 23:06 Uhr ·
John McClane
Ist ja echt putzig wie du hier Amok läufst…
Naja, der Name “Boh Ey” lässt ja schon auf deine Diskussionskultur schließen…
21.2.2010 um 00:00 Uhr
Telematik2
Was für eine Diskussion meinst Du denn?
Hier stapeln sich nur 40 Jahre deutsche Antiatomhetze auf einem ziemlich unsachlichen Haufen übereinander…
21.2.2010 um 00:44 Uhr
Sandra
hallo zusammen,
ich will euch eigentlich nicht unbedingt bei eurem wer sind die guten/schlechten, wer hat “hirn” und wer nicht, wer zahlt besser und wer argumentiert überhaupt -stören. was mir hier allerdings fehlt: es sind bereits studien im gange, wobei haushalte so intelligent vernetzt werden, dass ein komplettes dorf eigenen strom herstellt (ohne engpässe). menschen sind dann effizient und innovativ, wenn grenzen gesetzt werden! ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN UND AUCH NICHT MEHR LESEN!!! ES IST DURCHAUS MÖGLICH BIS IN MAX. 20 JAHREN DEN STROMBEDARF AUSSCHLIESLICH AUS SAUBEREN QUELLEN ZU BEZIEHEN – OHNE ENGPÄSSE!!! die industrie sollte sich endlich mit den zukunftsforschern zusammen setzen. wir vergeuden nach wie vor viel zu viel strom. also ob atom oder kohlekraft – wir müssen an der effizienzschraube drehen und dann werden weder co2 schleudern noch atomkraftwerke den weg in unsere zukunft weisen. meint ihr nicht? ich habe mir erzählen lassen, dass vor jahrzehnten einige umweltaktivisten eine maschinensteuer forderten (damit die arbeitskraft kostenmäßig im vergleich attraktiv bleiben würde)… man stelle sich nur vor, dass wieder leute in arbeit gebracht werden und die ein oder andere maschine “abgeschafft” wird, weil der strom schlichtweg zu teuer ist
20.2.2010 um 20:40 Uhr ·
Boh Ey
Ich wollte nur nochmal daran erinnern, dass wir eine “Industrienation” sind.
Solche “brotlosen” verusche empfehle ich mal in Industriefreien Ländern zu starten – nur ich kenne leider keins, in dem die Menschen nicht verhungern, an Krankheiten verrecken, kurz, sich vermehren wie die Karnickel und sterben wie die Fliegen.
Wenn Ihnen das mehr Spass mach -auf! Ich fühle mich in einer Industrienation ganz froh und werde alles tuen, damit das hier so bleibt wie es ist….
20.2.2010 um 23:08 Uhr ·
Robert Lee
Industrienation? Wo bzw wann lebst du denn? Industrienationen sind China und Indien. Ihr seid eine Exportnation, schon klar. Waere deswegen ziemlich schlau von euch, wenn ihr Wissen exportiert, e.g. Wissen und Anlagen über erneuerbare Energie. Sonst machen das die Chinesen vor euch. Daenemark hat schon massenhaft Windanlagen in die US verkauft, da habt Ihr noch mit der Grosswindanlage Growian gespielt.
23.2.2010 um 21:01 Uhr
firestarter
Tach,
da sich ja hier eine Menge Befürworter tumtummeln,
welche die Sicherheit der deutschen AKWs so betonen
….hier mal ein statment der Bundesregierung im Oktober 2007
(damit schon Merkel-geführt) auf eine kleine parlamentarische Anfrage.
Frage:
“Gehören unsere Kernkraftwerke zu den weltweit hochmodernsten und sichersten?”
Antwort der Bundesregierung:
“Nein, sie gehören nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten.”
Frage:
“Wie bewertet die Bundesregierung die Sicherheit der AKW Krümmel und Brunsbüttel im Vergleich zu den neueren Siedewasserreaktoren”
Antwort:
“Die neueren Siedewasserreaktoren haben grundsätzlich bessere Sicherheitseigenschaften”
So meine lieben AKW-Befürworter
Kann ja jeder darüber denken wie er mag….aber es gibt kein einziges Argument, warum gerade die alten Schrottreaktoren weiterlaufen sollen.
Wenn man schon AKW-Befürworter ist, warum nicht die Reststrommengen, selbst bei einer Laufzeitverlängerung auf die neueren AKWs übertragen???
Aber nein, selbst das ist nicht im Gespräch…es wollen einfach gewisse Kreise dass auch die alten, technologisch vollkommen veralteten Reaktoren am Netz bleiben.
Die alten gehören abgeschaltet und das sofort
und wer Atomkraft befürwortet, kann sich ja für eine Laufzeitverlängerung der neueren einsetzen
…aber die um Potenzen gefährlicheren AKWs gehören sofort weg.
20.2.2010 um 22:42 Uhr ·
Boh Ey
Siedewasserreaktoren sollen sicherer sein????
Weisst Du, wovon du da redest???
Krümmel ist übrigens ein Siedewasserreaktor – prima, dann darf der also schonmal seine 60 Jahre vollmachen?
20.2.2010 um 23:10 Uhr ·
firestarter
>Siedewasserreaktoren sollen sicherer sein????
>Weisst Du, wovon du da redest???
>Krümmel ist übrigens ein Siedewasserreaktor – prima, dann darf der also >schonmal seine 60 Jahre vollmachen?
Frag nicht mich,
frag die Bundesregierung…die haben diese Antworten gegeben
20.2.2010 um 23:27 Uhr ·
trailblazer
AKWs werden nie 100% sicher sein (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,7595401,00.html) und dass die Krebsraten rund um AKWs ungewöhnlich hoch sind ist wohl auch kein Zufall.
Billig ist der Strom schon garnicht.
Seit den ersten Bauten wurde die Atomindustrie mit 40 – 200 Mrd (je nach Quelle unterschiedlich + direkte/indirekte Subventionen) gefördert.
Wenn eine EE Anlage erstmal aufgebaut ist armortisiert sie sich bei Windkraft beispielsweise sehr schnell und produziert dann quasi kostenfrei (bis auf Wartung der Anlagen). DAS ist billig.
Wir zahlen den zweiten Teil der Stromrechnung also versteckt über die Steuern und kommen erst darum zu “billigen” Preisen. Denn den Rückbau der Kraftwerke über Jahre, die Lagerung des Mülls und die Kosten von eventuellen Evakuierungen etc., das zahlen die Konzerne nicht.
Die einzigen denen die Kraftwerke nutzen, sind die Energiekonzerne, weil sie mit zentralen Kraftwerken das Energiemonopol haben und sich dumm und dusselig verdienen. Pro AKW 400-800 Mio. EUR im Jahr.
Erneuerbare sind schlicht und einfach risikolos, nachhaltig und führen zu einer Demokratisierung des Energiemarktes.
Sie bringen den Konzerne nicht so hohe Gewinne, aber alle anderen profitieren – und so sollte es sein. Keine Verschmutzung, Gewerbesteuern für die Kreise durch Windkraftanlagen, Ersparnisse der Hausbesitzer durch PV-Anlagen etc.
Das die Versorgung über EEs problemlos möglich wäre, wenn man nur endlich in bessere Stromnetze und die Anlagen investierte, ass wird von genügend Seiten und Studien gezeigt. Nicht zuletzt aktuell vom Umweltbundesamt.
Also, wer Atomkraft befürwortet lügt sich nur selber in die Tasche, denn niemand profitiert, außer EON, RWE, Vattenfall etc.
20.2.2010 um 23:50 Uhr ·
Boh Ey
Und wenn der wind mal nicht weht? Was dann?
(17,8 Mrd Euro Kernenergiesubvention sind insgesamt übrigens geflossen, die EE werden viel höher subventioniert und bringen viel weniger Strom ein…)
21.2.2010 um 00:37 Uhr ·
trailblazer
Du gehst wohl immer aus Prinzip gegen an? Aber nachfragen ist ja richtig
Wenn das ZDF 40 Mrd. sagt, ist das wohl konservativ geschätzt, denn wenn man auch indirekte Subventionen (Steuervorteile etc.) mit einrechnet ist es wohl wesentlich mehr.
Wenn mal eine Quelle der EE ausfällt wird die Balance durch andere Quellen wieder hergestellt: Solar, Biogas, Geothermie, Wasserkraft.
Wind und Solar sind nicht ständig zu 100% verfügbar können aber durch die anderen Quellen kurzzeitig ausgeglichen werden. Bei längeren/größeren Ausfällen wird durch Im- und Export von Strom durch eine EU-weites Netz (gerade beschlossen) ausgeglichen.
Wenn der Wind hier nicht weht, dann weht er in Italien oder sonstwo, mit der Sonne genauso.
Das nennt man dann das “intelligente Netz” müsste nur endlich mal mit Baumaßnahmen vorrangetrieben werden.
Zusätzlich werden dann noch Speichertechniken (Wasserstoff u.ä.) zum Ausgleich der Schwankungen gebaut, sollte es längere “Durststrecken” bei Wind und Solar geben.
Durch Windräder und Solarparks von Unternehmen verdienen hunderte Landkreise und Gemeinden statt wie jetzt nur die, wo die AKWs stehen, da liegst du also falsch.
Die EE werden nicht vom Staat subventioniert im Gegensatz zu Kohle und Atom!!!
Die Preisumlage findet ganz normal über den Strompreis statt. Der Gesetzgeber hat die Vergütungspreise nur festgeschrieben, subventioniert wird da nichts.
Natürlich sind die EEs noch teurer, was erwartet man, wenn sie erst seit wenigen Jahren intensiv gefördert werden. Mit der Zeit und Masse wird sich das ändern wie bei jedem anderen Produkt (economies of scale).
Es gibt schlicht keine Ausreden den AKWs den Vorrang zu geben, wie ich bereits oben geschrieben habe. Aus Sicherheits- und Wirtschaftlichen Gründen.
Der einzige Grund warum EON etc. den EEs gegenüber wirklich kritisch sind, ist die Tatsache, dass sie daran in Zukunft sehr viel weniger verdienen werden. Denn Sonne und Wind kosten nichts im Gegensatz zu Großkraftwerken, Steinkohle, Braunkohle, Uran, Gas und Öl!!!
Nur durch Ihre Monopolstellung und die Abhängigkeit von diesen Rohstoffen sind die Preise so, wie sie sind. Darum versuchen sie jetzt auch noch wie wild Kohlekraftwerke zu bauen, obwohl es alle Experten aus zahlreichen Gremien für völlig unsinnig halten. Schließlich werden die CO2 Emissionen immer stärker durch den EU-internen CO2 Handel verteuert – und das zahlen dann am Ende wir.
Billiger ist das also alles in keinster Weise.
Mit den EEs gibt es keine Kosten mehr für Rohstoffe und damit keine Ausreden für hohe Preise mehr. Alles was anfällt sind Bau- und Instandhaltungskosten.
Natürlich sind das riesige Anfangsinvestitionen, weil alles von Grund auf neu gebaut und strukturiert werden muss. Aber wenn es steht, dann steht es und kostet nur noch Instandhaltung.
DAS ist BILLIG und UNABHÄNGIG!
Es geht also um viel mehr als nur CO2 Ausstoß.
21.2.2010 um 01:34 Uhr
trailblazer
Grüne Energie ist endlos und die billigste die wir haben – sogar kostenfrei. Warum also sollten wir Milliarden in eine Technik investieren oder beibehalten, wenn sie nur einigen wenigen Großunternehmen nutzt.
Die grünen energien, der Umbau der Verkehrsinfrastruktur hin zu Elektromobilität etc., all das heißt bauen, entwickeln, instandhalten. Das bedeutet tausende, wenn nicht Millionen Arbeitsplätze. Neue Arbeitsplätze.
Wir haben also die Chance richtig Geld zu verdienen und diese Technik auch in andere Länder zu exportieren, denn schließlich muss dieser Umbau überall stattfinden.
Darum geht es. Den klugen Blick nach vorne und nicht rückwärtsgewandte Politik, die uns sogar finanziell und im Extremfall auch ökologisch schaden kann und wird.
21.2.2010 um 02:03 Uhr
Telematik2
40 Mrd ist übertrieben, aber die Propagande der Ökokirche ist sehr gewieft- da sind dann so “Scheinsubventionen” reingerechnet, wie z.B. angebliche Steuerersparnisse durch die Rückstellungen der Betreiber, die es aber einerseits auch z.B. in der chemischen Industrie existieren und die es andererseits ohne die Kernkraftwerke gar nicht gäbe, also hätten somit ohne Kernkraft keine müde Mark gespart..
Die Behauptung dass grüne Energie billig ist, ist eine ganz offensichtliche Lüge. Der Ökostrom wird direkt subventioniert und ist in keinster Weise konkurrenzfähig. Aber das schreibst Du ja selber, du willst alles irgendwie “umbauen”, was leider unbezahlbar ist.
Man ist von den Segelschiffen mal weggegangen, weil man auf dem Ozean bei flaute festsass. Wenn jetzt einer die Idee bekäme, man könne wieder Selgelschiffe nehmen, wenn man die Weltmeere nur mit Seilen überspannt, damit die Schiffe, die Wind haben die ziehen, die festsitzen – da würde man die Stirn runzeln….
Aber mit Stromleitungen einmal halb um den Globus soll sich der langhaarige Norddeutsche Öko auch bei Flaute die Haare fönen sollen, bei Flaute aber Sonne in Südafrika – obwohl das ebenso schwachsinnige Kosten mit sich führt….
Es ist äußerst amüsant, diese blinde Technikgläubigkeit auf der einen Seite zu vergleichen mit der fanatischen Technikfeindlichkeit bei allem was Kernenergie betrifft. Ich würde immer weiter lachen, wenn die Politiker nicht langsam anfangen würden das ernst zu nehmen….
21.2.2010 um 08:11 Uhr ·
Faktenbringer
Übrigens, Deutsche Reaktoren profitieren bereits Heute von den zahlreichen “Seilen”:
Letztes Jahr haben ganze 7 Deutsche Reaktoren gleichzeitig über einen Monat lang keinen Strom geliefert und trotzdem sind die Lichter nicht ausgegangen und trotzdem hat niemand die Stirn gerunzelt:
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=47909
Mal abgesehen davon, dass der zu 100% importierte Uranbedarf momentan bei weitem nicht durch bestehende Uranminen gedeckt werden kann:
http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/24414/
Ein neues russisches AKW wurde der Türkei für 15.35 euro cents pro kWh angeboten und ist damit verglichen mit einer neuen Windturbine nicht im geringsten konkurrenzfähig:
http://www.turkishweekly.net/news/67392/politics-key-to-russia-turkey-nuclear-plant-deal.html
Deine blinde Ignoranz ist tatsächlich äußersts amüsant.
21.2.2010 um 10:02 Uhr ·
Boh Ey
Also Verglichen mit Windkraft oder Solar, laufen Kernreaktoren wie am Schnürchen… Dass die jetzt länger angehalten wurde, sollte auch die Zeit bis nach der Wahl überbrücken, damit sie nicht zerlegt werden müssen bevor die Laufzeit verlängert wird…
Wer will den russische Reaktoren, du etwa??? Areva rechnent mit 5 cent wenn man den Meiler abbezahlen muss, ist er abbehzahlt, liegen wir bei 2,64 cen – wo war die Windkraft (ohne Speichertechnik, also nicht vergleichbar) nochmal??? *lach*
22.2.2010 um 20:54 Uhr
Boh Ey
Danke, ich wollte schon aufgeben – und ich verhaspel mich auch öfter mit dem Satzbau, wenn ich mich so aufrege…
Das Beispiel mit den Segelbooten ist sehr treffend – dass die “Ökos” dieselbe Technikgläubigkeit, die sie mir vorwerfen in viel unrealistischerer Form selber haben, hatte ich noch gar nicht bemerkt
21.2.2010 um 10:05 Uhr ·
trailblazer
Technikgläubig sind wir wohl alle und überzeugt von unseren Standpunkten, sonst hätte es ja auch keinen Sinn
Ich habe bereits geschrieben, dass es um vielmehr als nur CO2 geht, sondern darum den Energiemarkt neu zu ordnen und um Millionen Arbeitsplätze.
Sonne und Wind sind kostenfreie öffentliche Güter, da gibts keine Ausreden mehr für hohe Preise. Ökostrom IST damit kostenfrei.
Die Geräte kosten, ja, aber das sind einmalige Anschaffungskosten (ausgenommen Instandhaltung) und am Material wird weltweit mit Hochdruck geforscht und entwickelt. Das wird alles effizienter und billiger werden und in 10 Jahren, werden die Preise konkurrenzfähig sein.
Das das technisch alles möglich ist und auch bereits konkret von der EU geplant wird ist wohl mittlerweile klar. Wenn du das nicht glauben möchtest, kann ich es nicht ändern.
In Amerika wurde vor zwei Jahren vom MIT eine neue Wasserstoff Erzeugungs und Speichertechnik für EE-Pufferspeicher entwickelt die endlich effizient ist. Wenn man in diesem Bereich investiert und forscht werden die nötigen Lösungen früher oder später entwickelt wie man sieht. Für die Durststrecken wird es also über kurz oder lang auch Lösungen geben. Sowohl Speicher als auch Intelligente Netze.
Wie ich bereits geschrieben habe – und das kannst du auch überall nachlesen – werden die EEs NICHT direkt subventioniert…sondern durch das Erneuerbare-Energien-Getz über den Strompreis.
Jeder legt sich die Fakten und Studien so zurecht, wie es ihm passt – beide Seiten
Das 40 Mrd. wohl eher die Untergrenze (ohne indirekte Subventionen) ist, die ich schon an zahlreichen Stellen gelesen habe, davon gehe ICH mal aus.
Ist auch völlig gleich.
Wenn man zwei Varianten hat:
a) nützt Großunternehmen und ist nie völlig sicher
b) nützt tausenden Privathaushalten, Landkreisen und der Umwelt, ist sicher
…für welche würde man sich dann entscheiden? Die Leute haben es satt, sich von Großunternehmen verschaukeln zu lassen.
Das man über Internetposts andere Menschen nur schwer überzeugen kann, dass sehen wir ja. Insofern bringt das anscheinend nicht viel. Die Gesellschaft will keine AKWs und danach hat sich die Politik zu richten.
21.2.2010 um 10:39 Uhr
trailblazer
Und wenn mal bei uns kein Wind weht und gar keine Sonne scheint, dann wird es zunächst immer noch Kohlekraft geben, die im äußersten Notfall einspringen wird.
Früher oder später wird es aber die nötige Speichertechnik geben.
Es ist wie im Sport. Wenn man nicht daran glaubt, dann wird es von vornherein nichts.
21.2.2010 um 10:46 Uhr
Boh Ey
Aber merkts Du denn gar nicht, dass die Grüne Revolution gerade ihre Kinder Frisst? In Deutschland hält die Armut Einzug, wir haben dank Rot-Grün ein “Prekariat” 12 Millionen Menschen in der Armut. Die Idee Arbeit und Energie teuer zu halten ist gescheitert. Die EE sind unbezahlbar, die Schwerindustrie, die früher Menschen ohne Ausbildung beschäftigt hatte, wurde fortgejagt, durch immer teurere Energiekosten. Der Strom ist hier fast doppelt so teuer wie in Frankreich. Die nächsten Stufen sind noch grausamer – das “Intelligente Netz” wird ein riesiges Mangelbewirtschaftssystem werden, reiche haben immer Strom, arme nur wenn das Wetter passt. Der EE-Anlagenbau ist so undendlich teuer, dass da trotz der “kostenlosen” Energien, das ganze unfinanzierbar ist. Ausserdem ist Kernenergie und der ganze Rest auch “kostenlos”, die Brennstoffe liegen einfach herum…. So wie das Land, auf dem die EE abgegriffen werden sollen. Aber noch nie war die Bewirschaftung von Land kostenlos, somit sind EE auch nicht kostenlos – im Gegenteil, wenn wir jetzt nicht mal eine Atempause machen und die Technik vergessen, verlieren wir den Kokurrenzkampf auf allen Wirtschaftsebenen…
21.2.2010 um 20:49 Uhr
Matthias
@ Boh Ey
Hallo Boh Ey,
warum bist du so Kernkraftgläubig? Du verteidigst die Kernkraft wie anderorts Menschen ihre Religion verteidigen. Bei Religion ist es aber eine glaubenssache, bei der Kernkraft nicht. Natürlich, sie hat viele Vorteile, aber sie hat auch viele Nachteile und unbekannte Risiken. Die Rechnung müssen meine Kinder und deren Kinder zahlen, nicht ich. Dazu bin ich nicht bereit, zumal es gute Alternativen gibt. In Deutschland wurde bisher nur ein einziger Kernreaktor vollständig abgebaut (war ein ganz kleiner Forschungsreaktor). Alle beim Abbau Leitenden sind seit dem nicht mehr von der Kernkraft überzeugt.
Ich verstehe dich und dein Argumentationsabschlag nicht. Übernimmst du gerade die Rolle des advocatus diaboli? Ein ernsthaftes, kritisches Auseinandersetzen mit dem Thema sehe ich jedenfalls nicht.
21.2.2010 um 10:52 Uhr ·
trailblazer
Völlig richtig.
Es gibt schlicht keine nachhaltigen Argumente für AKWs.
siehe auch: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/740204/Erneuerbare+Energien+statt+Atomstrom#/beitrag/video/740204/Erneuerbare-Energien-statt-Atomstrom
Die Vielfalt der Erneuerbaren, Speicherung und intelligente Netze machen AKWs vollkommen überflüssig, stellen eine sichere Versorgung dar und nützen allen.
Der beschriebene Umbau des Netzes ist dafür natürlich nötig, aber technisch möglich. Ansonsten würden die Konzerne wohl kaum damit beginnen, wie sie es jetzt tun. Die investieren schließlich nicht auf gut Glück Milliarden.
21.2.2010 um 12:37 Uhr ·
Boh Ey
Umgekehrt wird ein Schuh draus, es gibt eine Antiatomreligion. Ich bin gegen keine Art der Energieerzeugung, ich denke das was wir am schnellsten reduzieren müssen ist der CO2 Ausstoss. So faule Kompromisse wie Gas statt Kernkraft – dafür bin ich nicht zu haben. Man muss sehr ideologisch verbrämt sein, all die Lebensrisiken dieser Welt geistig auszublenden bis auf das Restrisiko der Kernenergie, denn praktisch ist es die bisher “gesundeste” Technik der Stromerzeugung…. Auch wenns weh tut – und der Rest der Welt baut neue AKWs und lacht sich kauputt über Deutschland!!!!
21.2.2010 um 20:38 Uhr ·
trailblazer
“So faule Kompromisse wie Gas statt Kernkraft – dafür bin ich nicht zu haben”
“denn praktisch ist es die bisher “gesundeste” Technik der Stromerzeugung…. Auch wenns weh tut – und der Rest der Welt baut neue AKWs und lacht sich kauputt über Deutschland!!!!”
Biogas (Co2 neutral) für Atomkraft ist sicher eine Alternative und bringt tausenden Landwirten bare Münze.
ja, die anderen Ländern freuen sich, dass die Entwicklungs und Baukosten völlig aus dem Ruder laufen…das ist aber auch alles. Und wenn andere vom Hochhaus springen, müssen wir noch lange nicht springen.
“Die nächsten Stufen sind noch grausamer – das “Intelligente Netz” wird ein riesiges Mangelbewirtschaftssystem werden, reiche haben immer Strom, arme nur wenn das Wetter passt.”
Sehr interessante Phanatasien. Zur “billigen Atomenergie” hier mal ein Artikel:
http://www.europolitan.de/Wirtschaft/Branchen/Ohne-Subvention-kein-Strom/278,1543,0,0.html
Leukamie, Lagerung der Abfälle und die versteckten Kosten, all das spiegelt der Strompreis nicht wieder.
Es ist alles zum Thema gesagt. Atomstrom (und zentrale Fossil-Kraftwerke) nützt den vier großen Energiekonzernen, sonst keinem. Es geht ums Geld, und dass kann man mit AKWs und Fossil-Krafwerken nun mal sehr schön einstreichen.
Also: The power to the people – mal ganz wörtlich.
Wenn du immer noch gegenan gehst, dann kann ich dir auch nicht weiterhelfen.
22.2.2010 um 19:10 Uhr
Boh Ey
Leukämie ist eine Lüge, die Kinderkrebsstudie hat keinerlei Erlärung für die Leukämieverteilung geliefert. Sie besagt im Gegenteil, dass es NICHT an der Strahlung neben den Reaktoren liegt. Der Zusammenhang zwischen Kernreaktoren und Leukämie ist bis heute nicht erwiesen. Es handelt sich um ein weiteres kleines Stückchen Propaganda, beauftragt und bezahlt von der sich im Umweltministerium eingenisteten Antiatomkirche. Biogas ist sinnvoll, sollte man vielleicht auch aus Kuhställen gewinnen, damit dieses Methanproblem endlich weg ist, aber es liefert um Größenordnungen zuwenig Energie um Kernkraft zu ersetzen.
22.2.2010 um 20:47 Uhr
AKW SCHON HEUTE VOM NETZ
@ Boh Ey, wenn du so Kernenergiesicherheitsfeteschistisch eingestellt bist, kanns du doch nach Tschnernobly ziehen
Es ist doch so, wenn wir die AKW’s abschalten in Deutschland haben wir keine Versorgungsengpässe, was jeder immer Meint. Die ersten, bei denen das Licht ausgeht ist Italien, die von uns eine Menge Energie importieren. Und die Uranvorräte mit rentabelem Gehalt sind entlich. Die AKW’S in Deutschalnd gehörten eigendlich schon Gestern ausgeschaltet als Morgen. Wir beherschen das Nukleare Feuer nicht 100%.
21.2.2010 um 13:15 Uhr ·
dıeter
im sommer 2008 waren zwei wochen alle akw
vom netz wegen reperatur,inspektıon und zu
warmen kühlwassers.
wo ging da in deutschland der strom aus?
21.2.2010 um 18:30 Uhr ·
Boh Ey
Oh Gott, wir wollten doch CO2 sparen, schon vergessen?
Im Winter waren mal nahezu alle Windkraftwerke UND alle Solarzellen vom Netz und der Strombedarf viel höher als im Sommer – wo soll er denn dann herkommen der Strom? Na klar, wie immer,bei den Atomkraftgegnern… AUS DER STECKDOSE, oder????
21.2.2010 um 20:33 Uhr ·
Bruno Straub
“”Oh Gott, wir wollten doch CO2 sparen, schon vergessen?”"
Boh Ey, Du oder ich vielleicht. Mein Eindruck: Greenpeace will primär mal den AKW den Garaus machen. EE/CO2 sind nur ein Feigenblatt…
21.2.2010 um 22:01 Uhr ·
Zwackel
Interessante Diskussion. Wer immer noch Zweifel daran hat, dass Atomkraft echt ungefährlich und gut für die Menschen ist, sollte mal hier klicken http://inmotion.magnumphotos.com/essay/chernobyl.
22.2.2010 um 09:50 Uhr ·
Heinz Haber
Ihr Link führt leider ins Leere.
Die Frage ist aber auch nicht, ob Atomkraft ungefährlich ist. Die Frage ist, ob die Gefahren grösser sind als bei anderen Technologien mit vergleichbarer Energieausbeute und hier lautet die glasklare Antwort, die Kernenergie ist ungefährlicher als Kohle oder Öl oder Gas. Bei Vergleichbarer Energieausbeute sind an den drei fossilen Energieträgern schon deutlich mehr Menschen gestorben oder erkrankt als an der Kernenergie, und das sogar dann, wenn man Hiroshima und Nagasaki auch als Kernenergiezwischenfälle miteinrechnet.
Und da das so ist, erübrigt sich jede weitere Diskussion. Solange noch ein Kohlekraftwerk raucht, noch eine Gasturbine befeuert wird und noch ein Benzinauto herumfährt, brauchen wir nicht weiter über “Abschalten” kerntechnischer Anlagen zu diskutieren, wenn wir ehrlich sind!
22.2.2010 um 10:59 Uhr ·
Wolf
Sehr geehrter Herr Haber,
der Link führt nicht ins Leere, sie müssen einfach nur den Punkt vom Link trennen.
Im übrigen ist Ihre Antwort humanistisch gesehen eine bodenlose Frechheit und ein Schlag ins Gesicht eines jeden Strahlenopfers!
Bei ihrem Opfervergleich fehlt, daß es immer noch weitere Strahlenschäden auftreten, daß ganze Landstriche Sperrzone sind und daß alleine Tchernobylstrahlen sich weltweit auch in den USA und Japan ausgebreitet haben!
Ich wünschte, Sie müssten Ihren Standpunkt, dass Atomkraft ungefährlicher sei als konventionelle Energiequellen, den Kindern im verlinkten Kinderheim erklären.
22.2.2010 um 15:35 Uhr ·
Heinz Haber
“Tchernobylstrahlen” machen jährlich in Westeuropa 0,01 mSv aus und sind damit weniger als 1% der durchschnittlichen Strahlenbelastung die zu 2,4 mSv aus “natürlichen” Strahlenquellen und 1,0 mSv aus der Medin herrührt. Sie sollten sich nicht so sehr von diesen Horromeldungen blenden lassen, sonder nüchtern die Zahlen betrachten.
22.2.2010 um 16:25 Uhr
Wolf
Herr Haber, diese ungeprüften Zahlen können Sie den Betroffenen im Kinderheim dann gleich miterklären. Vielleicht verteilen Sie dann noch PRO-ATOMKRAFT-Buttons als Mitbringsel?
24.2.2010 um 13:15 Uhr
Heinz Haber
Hallo Herr Wolf, die Zahlen sind nicht ungeprüft, ich habe die schonmal verlinkt, wenn Sie mir ein WESTeuropäisches Heim mit WESTeuropäischen Strahlungsopfern nennen (darum gings ja), suche ich Ihnen den Link mit den 0,01 mSv nochmal raus
24.2.2010 um 16:18 Uhr
Dr.Karl-Heinz Gerber
Lieber Herr “Haber”,
“West”-Europäische Opfer gegen “Ost”-Europäische Opfer der Atomkraft gegeneinander aufzurechnen kann ja wohl nicht ihr ernst sein!
Wie pervers ist das denn?
Aus Ihren zahlreichen Beiträgen hier lässt sich aber shcließen, dass sie ohnehin nicht wirklich objektiv mit dem Thema Atomkraft/Kernkraft umgehen können.
Schöne Grüße
24.2.2010 um 19:47 Uhr
Heinz Haber
Lieber Herr Gerber,
ich rechne nichts auf… machen Sie sich doch bitte die Mühe und blättern sie den Thread zunächst nach oben, bevor sie emotional dekompensieren. Meine Antwort bezog sich auf die Behauptung es gäbe “Weltweite Tchernoblystrahlen” die gefühlt überall schlimmstes angerichtet haben sollen. Dass es in der Umgebung des Reaktors direkte und indirekte Strahlungsopfer gibt, ist mir bewusst, auch wenn es über die Zahlen Streit gibt. Leider führt jede vergleichbare Energieerzeugungstechnik bezogen auf die erzielete Enegiemenge zu mehr Toten, Sowohl bei Gas, Kohle und auch um das liebe Öl herum sind schon mehr Menschen direkt wie indirekt gestorben und diese Bilanzierung halte ich für berechtigt. Ich weigere mich, auch wenn Ihnen dies zu akzeptieren schwerfällt zu, das deutsche Denkverbot in Richtung Kernenergie hinzunehmen!
25.2.2010 um 09:20 Uhr
Dr. Karl-Heinz Gerber
Lieber Herr Haber,
es gibt doch gar kein Denkverbot! Ich persönlich halte die Risiken der Atomkraft auch für kalkulierbarer als die der Kohle, allerdings bin ich der Meinung, Sie könnten diesbezüglich ruhig ein wenig kritischer eingestellt sein und nicht alles durch die rosarote Brille sehen. Mit Verlaub – so wie Sie es tun, wurde zuletzt in den fünfziger Jahren argumentiert.
Ich habe diese Diskussion aufmerksam gelesen, keine Sorge. Leider geht es bei diesem Thema immer nur 100% dagegen, oder 100% dafür. Wenn Sie hier die Nachteile der Technologie verleugnen, und sich immerzu auf Reflexhaftes verteidigen versteifen, erweisen Sie ihrem Anliegen einen Bärendienst, denn es lässt Sie unglaubwürdig erscheinen. Seien Sie undogmatisch! Das gilt auch für die “andere Seite”.
Ich würde mich über einen sachlich-abwägenden, lösungsorientierten Ton freuen.
Ich verstehe ihren Ansatz, dem dumpfen “alles Mist” etwas entgegensetzen zu wollen, aber mit Agression erreichen Sie bei überzeugten Atomgegnern garnichts.
Nein, Kernkraft ist nicht der Teufel, aber wir müssen erkennen, dass inzwischen bessere Alternativen heranwachsen. Wann dieser Zeitpunkt der Ablöse gekommen ist, und wie die Ablöse auszusehen hat, das gilt es zu diskutieren.
Beste Grüße
25.2.2010 um 13:48 Uhr
AKW SCHON HEUTE VOM NETZ
AKW?? Ungefährlicher als Öl/Gas/Kohle
Hast du einen Meiler im Keller????
Und bei Öl/Gas/Kohle ist zwar das CO2 ein Problem, aber das Strahlt und gefährtet nicht Grundwasser und zerstört Lebensräume für 100Tausende von Jahren!!!
Und wenn kein Wind/Sonne da ist, wozu gibt es BIOMASSE!!!!!!!!
Und WASSERKRAFT!!!!!!!
Und AKW’s sind DRECKSCHLEUDERN MIT EINEM WIRKUNGSGRAD UNTER 0,2% der GESAMTENERGIE VON SPALTBAREM URAN!!!!!
22.2.2010 um 14:36 Uhr ·
Heinz Haber
Sie blenden dabei die Probleme in Kohlebergwerken aus, die Schädigungen durch Abgase, die alltäglichen Gasexplosionen in Enfamilienhäusern, die immer wieder mal ein paar Menschen töten, die tägliche Dosis Benzol die wir an der Tankstelle inhalieren, etc…
Aber Ihrem Schreibstil nach zu urteilen, sind Sie logischen Argumenten bezüglich Kernenergie nicht zugänglich.
Der Wirkungsgrad aller “Erneuererbaren” Energien, ist bezogen auf den dafür in der Sonne aufgewendeten Fusionsbrennstoff übrigens kleiner als 0,0000001%, weil die meiste Sonnenenergie sinnlos im All verschwindet. Wäre der liebe Gott ein Greapeacemitglied, gäb es wahrscheinlich keine Sonnen
22.2.2010 um 14:52 Uhr ·
trailblazer
Die Unbelehrbaren werden wohl auch unbelehrbar bleiben. Die ausführliche Argumentation gegen die AKWs habe ich bereits oben geschrieben.
Wenn man in der Nähe von Krümmel wohnt, wo es quasi im Wochentakt Störfälle gibt, dann denkt man schon ganz anders über “Sicherheit” nach. Wir können ja gerne zwei AKWs stehen lassen, dort alle Freunde der Atomkraft ansiedeln und dann zusehen, wie langsam die Leukämierate steigt. Mal sehen, was sie dann sagen.
Wenn man nur endlich mal im großen Stile anfinge zu investieren in ein “smart grid”, Speicher und den konsequenten Ausbau der EEs, dann ist aller Strom aus Fossilen und AKWs zu ersetzen. Dann erübringen sich diese Diskussionen.
Denn es geht wie ich bereits schrieb nicht nur um Null CO2 und Sicherheit, sondern auch darum, weg von Rohstoffabhängigkeit, zentralen Kraftwerken und Preismonopolen der vier großen Energiekonzerne zu kommen.
An den EEs verdienen tausende Gemeinden, Landwirte und Privateigentümer und es werden Mio. Arbeitsplätze geschaffen/erhalten, statt dass sich vier Großkonzerne an dem eigentlich “öffentlichen Gut” Energie bereichern.
Zudem kann all dieses KnowHow exportiert werden, dass ist eine riesen Chance und bedeutet keinerlei Einschränkungen, sondern das Gegenteil.
22.2.2010 um 17:17 Uhr ·
Boh Ey
Erstmal Stromspeicher entwickeln, dann meinetwegen EE ausbauen.
Bitte kein Smartgrid. Ich wüsste nicht ein Elektrogerät, dass ich bei mir noch gerne ferngesteuert von Stromkonzernen sähe.
Smartgrid heisst, die reichen kriegen immer Strom, die armen wenn das Wetter passt – nein Danke!
22.2.2010 um 20:37 Uhr ·
trailblazer
Ich möchte meine Geräte auch nicht fernsteuern lassen, aber in der Praxis wird es dann wohl so aussehen, dass man am Gerät beispielsweise einstellen kann, JA steuern lassen, NEIN sofort ausführen. Das sind Details die für das Gesamtbild erstmal unwichtig sind.
Beim “Smart grid” nimmt die Koordinierung der Energiequellen daher erstmal einen viel wichtigeren Stellenwert ein. Und die ist nötig.
23.2.2010 um 13:13 Uhr
Heinz Haber
Welches Gerät soll dass bitte sein?
Heizung (sowie bzgl. Warmwasser: Waschmaschine und Spülmaschine) wird bei mir schon i.R.d. Schwachlasttarifs “ferngesteuert”. Mir fällt kein weiteres Eletrogerät mehr ein, was ich nur bei Wind und Sonne anschalten möchte…. und was “ordentlich” Strom frisst…
23.2.2010 um 15:54 Uhr
trailblazer
Wenn das bei Ihnen so ist, dann ist das ja wunderbar
In 99% der Haushalte ist das aber nicht so.
23.2.2010 um 16:37 Uhr
Heinz Haber
Aber wofür dann das “Smart Grind” wenns schon heute geht?
Ich will meinen Stromverbrauch nicht sekundengenau dem Betreiber melden müssen und dann vielleicht noch Gerätebezogen – Die grüne Revoultion frisst ihre Kinder, merken Sie es nicht? Die aktuel verfügbaren EE-Mengen lassen sich nur in einem totalen Überwachungsstaat rationiert verteilen, ich will lieber Freiheit und Kernkraft!
23.2.2010 um 20:48 Uhr
trailblazer
Mit dem smart grid sind zwei Sachen gemeint: Koordination der Quellen und ggf. Koordination der Verbraucher, indem über das Netz/Internet neben dem Strom auch Informationen zwischen Geräten und System der Versorger ausgetauscht werden.
1) Zunächst mal steht da die Koordination der Quellen im Vordergrund. Und da wird man in seinen Freiheiten nicht eingeengt.
Ob dann evtl. noch die Geräte koordiniert werden, das ist eine Frage für die spätere Zukunft, denn schließlich müssten dafür sämtliche Geräte dafür gerüstet sein. Wenn das kommen sollte, dann erst in vielen Jahren. Und wie das im Detail gestaltet wird ist noch völlig unklar. Das ganze ist ja ein Konzept und keine Realität
23.2.2010 um 21:06 Uhr
dıeter
nochmals herr haber
wohin mit dem plutoniumabfall,für die naechsten paar hunderttausend
jahre sicher verwahrt?
22.2.2010 um 18:31 Uhr ·
trailblazer
Das einzige tragfähige Argument unser AKW Freunde pro AKW und kontra EEs scheint der Preis des Stromes zu sein. Alles andere spricht für die EEs.
Und das Preis-Argument gegen EEs ist kein wirklich Argument, denn den Gesetzen der “Economies of scale” folgend wird der Preis in 10 Jahren stark gesunken sein und unter dem jeder anderen Stromart liegen. Die Tausend anderen positiven Faktoren sind denke bereits hier zur Genüge diskutiert worden und durch zahlreiche Studien und Beiträge von Ministerien, Medien und Experten bestätigt.
Jede Energieerzeugung auf Basis eines endlichen Rohstoffs – ja, auch Uran wird nur noch einige Jahrzehnte verfügbar sein – hat schlicht und einfach keine Zukunft. Bis 2020 kann laut Bundesumweltamt sämtlicher Atomstrom durch EEs ersetzt werden und 47% des Gesamtbedarfs gedeckt werden. Zwischen 2030-2040 sind dann problemlos 100% möglich.
Das die Kohlekraftwerke bis dahin weiterlaufen müssen ist wohl leider wahr. Doch wenn der Umbau erstmal ins Rollen kommt, dann wird dieser Wandel wahrscheinlich schneller vorangehen, als bisher angenommen. Davon gehen mittlerweile auch die Berater aus dem Sachverständigen Rat aus. Die “Energielücke” gibt es laut ihnen schlicht nicht. ganz im Gegenteil, Deutschland produziert soviel Strom, dass wir Exportmeister sind:
http://www.wir-klimaretter.de/index.php?Itemid=256&id=1361&option=com_content&task=view
Der einzige Grund warum die Konzerne an AKWs festhalten, ist ihre Lizenz zum Gelddrucken. In Zukunft wird sich ihre Rolle von Energieerzeugern hin zu Energiekoordinatoren ändern, weil der Strom zum größten Teil dezentral erzeugt wird und damit lässt sich natürlich weniger Geld verdienen.
22.2.2010 um 19:59 Uhr ·
Boh Ey
Wenn nur 47% des Bedarfs gedeckt werden, brauchen wir logischerweise noch Atomstrom, oder wir “verbrennen” für die restlichen 53% noch mehr Kohlenwasserstoffe. Wie kann man sich gut fühlen wenn man solche Umweltsauereinen nachbetet.
22.2.2010 um 20:39 Uhr ·
Bruno Straub
Für Atomstrom spricht nicht nur der Preis, sondern auch seine weitgehende CO2-Freiheit. Bevor man AKWs abschaltet, sollte man deshalb erst enmal die Kohlekraftwerke vom Netz nehmen, bzw. keine neuen mehr bauen.
Dass “”den Gesetzen der “Economies of scale” folgend der Preis der EE in 10 Jahren stark gesunken sein und unter dem jeder anderen Stromart liegen wird”", halte ich für einen Schmarren. Windräder sind hightec Machinenbau. Wenn wir jetzt mal 1000 bauen, reduziert sich der Preis für die nächsten 1000 vielleicht um 10%. Ein (für meinen Geschmack viel zu großer Teil) der EE soll leider aus Biomasse gewonnen werden. Soll sich die Kuhkacke verbilligen? Oder soll der vom Landwirt zum Energiewirt mutierte Bauer für seinen Mais weniger bekommen? Oder soll auf die Felder noch mehr Kunstdünger geschmissen werden, damit die “Energie” billiger wird?
22.2.2010 um 20:44 Uhr ·
trailblazer
Alleine in den Offshore Windparks werden mehrere Tausend Anlagen aufgestellt, nach deiner Rechnung wäre das ja schon garnicht schlecht
Fakt ist, dass die Preise für Anlagen in den letzten 10 Jahren um 30% gefallen sind und parallel die Einspeisevergütungen immer weiter runter gehen. Bei Solarenergie fielen die Preise um 50% und neuartige Zellen in der Entwicklung kosten nur noch ein Zehntel durch neue Materialien. Damit wären Sie der billigste Strom überhaupt.
…diese Zukunftsrechnungen sind nicht von mir sondern von den entsprechenden Planungsstellen der Ministerien etc.
Biomasse (Strom und Gas) wird sicher seinen Platz haben aber der überwiegende Teil wird aus Wind und Sonne kommen. Auch Biomasse ist innerhalb der letzten 5 Jahre in seiner Effizienz um ein mehrfaches gesteigert worden. Und das beispielsweise eine 100%ige Gasversorgung aus Biogas in Deutschland ohne Nahrungskonkurrenz durch umsichtige Gestaltung möglich ist, hat das Umweltbundesamt auch erforscht. In Biomasse kann so ziehmlich alles verarbeitet werden von Gras bis Speiseabfällen, da gibts genug, was den Preis nicht nach oben treibt.
Das heißt: die Preise der EEs gehen runter, während es für fossile Rohstoffe immer nur nach oben gehen wird. Die Preisfrage dürfte damit geklärt sein.
Wenn dieser Umbau erstmal losgeht, dann wird sich das wie beschrieben wahrscheinlich beschleunigen (Pfadabhängigkeit), sodass die Fossilen Kraftwerke schneller abgeschaltet werden können.
Natürlich sind AKWs CO2 frei, was nicht unterschätzt werden sollte angesichts des Klimas, aber der Grund warum 75% der Bevölkerung sie nicht wollen sind die Sicherheit und die versteckten Kosten. Diese Faktoren können einfach nicht wegdiskutiert werden. Kein einziges deutsches AKW ist gesichert gegen jedwede Form von Flugzeugabsturz oder Anschlag. Da macht es einmal Boom und die Dinger werden schneller abgeschaltet als man gucken kann.
Und eine sehr lange verstrahlte Landschaft mit Tausenden Opfern bekommen wir gratis dazu. Das ist nicht irrational sondern jederzeit möglich. Die Chance ist sicherlich sehr gering, aber die Chance besteht und das reicht, um dagegen zu sein.
22.2.2010 um 21:44 Uhr ·
Bruno Straub
@trailblazer
Deine Art zu argumentieren, reizt mich irgendwie…
Also, die Anlagenpreise für Offshorewindmühlen, die neuen Hoffnungsträger, mögen sich verringert haben. Da hast Du ein Geheimwissen, über das ich nicht verfüge. Ich sehe nur die Fakten: Die “neue” Einspeisevergütung beträgt 15 Cent/kWh statt 7-8 Cent/kWh für Onshoremühlen. Hinter den Kulissen wird angeblich nachverhandelt, weil die 15 Cent nicht reichen (sollen). Also von Senkung der Einspeisegütung kann nicht der Hauch einer Rede sein.
Solarenergie = Photovoltaik(?) ist m.E. in Deutschland Schwachsinn. Kenne übrigens auch kein seriöses Konzept, in dem PV eine nennenswerte Rolle spielt. (Studien, in denen kunstvollst “nachgewiesen” wird, dass man mit nur 100 m2km Solarmodulfäche 28,9% des Energiebedarfs von Frankfurt befriedigen kann, sollte man noch nicht einmal downloaden!)
Biomasse, die übrigens entgegen Deiner (Wunsch)vorstellung in seriösen Konzepten eine (leider) große Rolle spielt, wird also, das hast Du richtig erkannt, nicht billiger…
Also, warum sollen die EE immer billiger werden?
22.2.2010 um 22:45 Uhr ·
trailblazer
Alle Produkte dieser Welt werden billiger und effizienter, je mehr man von Ihnen produziert und je mehr sie entwickelt werden, das gilt also auch für EEs einschließlich Biomasse, da hast du mich vielleicht falsch verstanden.
Photovoltaik und Windstrom machen in allen Konzepten den größten Teil der Anlagen aus und auch in Deutschland scheint genug Sonne, um hier einen entsprechenden Beitrag zu leisten und je mehr die Effizienz steigt, auch durch neuartige Bauweisen (3D) und Materialien (Polymere) die alle möglichen Arten von Sonnenstrahlungen einfangen (also auch bei Wolken), geht diese Entwicklung ständig in eine Richtung: nach vorne.
Schlussfolgerung: EEs werden nur billiger werden.
Jede neue Technik braucht Anlaufzeit und schließlich werden die EEs erst seit wenigen Jahren wirklich ernst genommen und gefördert, da kann man nicht erwarten, dass innerhalb dieser Zeit Wunder passieren und sie jetzt schon 100% konkurrenzfähig sind.
22.2.2010 um 22:59 Uhr
Bruno Straub
@trailblazer
Natürlich werden alle Güter, je mehr man davon produziert, immer billiger. Aber bevor man meint, dass deshalb auch die EE nennenswert billiger werden müssen, sollte man mal den Verstand einschalten.
Beim Windstrom erleben wir gerade einen Umbruch. Onshore ist out, vom trickigen Repowering einmal abgesehen. Also geht man auf die hohe See. Offshore machen andere auch, z.B. die Dänen. Die Deutschen machen es natürlich besonders gründlich. Sie gehen soweit vor die Küste, dass auch der grünste Grüne selbst mit einem Hochleistugsfernglas
nichts mehr sehen kann – und stoßen dabei in weltrekordverdächtige Wassertiefen vor. Das kostet natürlich was. Das zahlen wir, der Verbraucher. Das heißt, auf uns kommt jetzt und in den nächsten 10-15 Jahren die Finanzierung des Offshorewindstroms zu. Was da billiger werden soll, walte Hugo! Und in 10-15 Jahren sind die See-Windmühlen schrottig, weil korrodiert, überbeansprucht und überhaupt und so und müssen dringend repowert werden, was man mit einer entsprechenden Einspeisevergütung natürlich problemlos richten kann.- Zumal man die AKW als Preisvergleichsnormal erfolgreich liquidiert hat.
Mehr als 60% der Deutschen glauben, dass Photovoltaik einen nennenswerten/entscheidenden Beitrag zu unserer Energieversorgung bei angemessener Wirtschaftlichkeit liefern kann. Sie gehören offensichtlich zu den > 60%; ich nicht.
Dass PV, in seriösen Konzepten nach dem Windstrom die zweite Geige spielt, ist Quatsch. Sehen Sie sich mal den GP-Plan B an!
23.2.2010 um 00:36 Uhr
trailblazer
Wenn Sie an die PV nicht glauben, ist das ihre Sache. Das Thema “Glaube”, gabs ja auch schon mal weiter oben in den Posts.
Jedes Einfamilienhaus kann sich mit einer Anlage auf dem Dach schon jetzt quasi selbst versorgen. Menschen die sich gar große (zugegeben teure) Batterien dazukaufen, in abgelegenen Gegenden im Norden der USA beispielsweise, sind vollkommen autark…man brauch noch nicht einmal zusätzliche Fläche (Dächer, Fassaden, Parkplätze, Brücken, Schallschutzwände etc.). Wenn jedes geeignete Dach damit ausgerüstet würde, ließe sich 50% des Strombedarfs der BRD decken, diese Berechnen gibt es von Ecofys.
Wie sich die Offshore Anlagen schlagen, weiß man natürlich noch nicht, aber da jetzt schon zu urteilen, ist rein spekulativ.
“AKW als Preisvergleichsnormal”
Das EEs teurer als AKWs sind, ist einfach falsch.
Zu der Aussage und “Atomstrom ist billig” habe ich mal ein paar passende Beiträge von ARD und ZDF gepostet (siehe unten).
Ich bin mir sicher, sie werden auch diesmal wieder Argumente gegen die EEs finden
23.2.2010 um 00:58 Uhr
trailblazer
Die EEs entwickeln sich derzeit in einem ähnlichen Tempo, wie es Mobiltelefon und PC zuvor getan haben. Wir bewegen uns im Vergleich vom Handy mit 1m Antenne weg und in 10 Jahren wird die Welt schon ganz anders aussehen.
23.2.2010 um 01:01 Uhr
Heinz Haber
Sehr geehrter Herr trailblazer
Sie stellen hier eine sehr interessante Hypothese auf, nämlich, dass ein Einfamilienhaushalt sich mit einer PV-Anlage selber versorgen kann. Gerade wie das in der kalten Jahreszeit funktionieren soll, in der so gut wie kein Strom abgegriffen werden kann, würde mich brennend interessieren – haben Sie da auch Modellrechnungen zu? Ansonsten würde ich mal gefühlsmässig und grob überschlagend feststellen, dass das, was sie da postulieren kaum baubabar sowie sicherlich nicht finanzierbar ist. Energetisch hat das System bis zum Zusammenbruch der Anlage wahrscheinlich auch eine negive Bilanz…
Was hingegen ginge, wäre eine Isotopenbatterie für eine Enfaminilenhaus, nähme man z.B. den Alfastrahler Plutonium dafür, braucht es nur wenig Abschirmung und man könnte eine Familie 30 Jahre lang mit Wärme und Strom versorgen, auch hier wäre eine Pufferbatterie sinnvoll, die aber nur tageszeitliche Schwankungen ausgleichen müsste. Solche Isotopenbaterien sind bereits erprobt und versorgen z.B. bis heute die Voager-Sonde in der dunklen kalten Randzone unseres Sonnensystems mit Wärme und Strom.
23.2.2010 um 08:52 Uhr
trailblazer
“Sie stellen hier eine sehr interessante Hypothese auf, nämlich, dass ein Einfamilienhaushalt sich mit einer PV-Anlage selber versorgen kann. Gerade wie das in der kalten Jahreszeit funktionieren soll, in der so gut wie kein Strom abgegriffen werden kann”
Im Sommer ist das kein Problem, da können Sie jeden Hausbesitzer mit PV Anlage fragen, im Winter muss – völlig richtig – meist anderer Strom bezogen werden. Mit all den verfügbaren Quellen und einem intelligenten Netz ist das ja kein Problem. Übers Jahr gesehen gleicht sich diese Strombilanz unter günstigen Sonnenbedingungen aus, zumindest aber, kann man seine “äußere” Strommenge damit stark senken.
Wat der Bur net kennt, dat fret er nich…nur weil man mit den EEs völlig anders denken muss, in den Rhythmen der Natur, heißt dass in keinster Weise, dass das nicht machbar wäre.
“Energetisch hat das System bis zum Zusammenbruch der Anlage wahrscheinlich auch eine negive Bilanz…”
Hätten Sie sich dazu informiert, dann wüssten Sie, dass eine Solaranlage mit den derzeitigen Materialien sich nach 3 Jahren energetisch komplett amortisiert hat in der BRD.
“baubabar sowie sicherlich nicht finanzierbar ist”
Wenn die Studie besagt, dass alle “geeigneten” Dachflächen (also baulich machbar und nach Süden ausgerichtet) 50% des Stromes im Sommer Halbjahr liefern können, dann ist das also zum einen machbar, um zum anderen ist das natürlich auch finanzierbar. Es bezahlt ja nicht einer, sondern Tausende (zumeist Privat-) Leute. Und über die Jahre werden die Anlagen weiter billiger werden.
“Was hingegen ginge, wäre eine Isotopenbatterie für eine Enfaminilenhaus, nähme man z.B. den Alfastrahler Plutonium dafür”
Das ist sicherlich interessant, aber ich glaube kaum, dass sich die Menschen Nuklear-Batterien in die Häuser stellen wollen…also wird das wohl nichts. Deep-Cycle Batterien schaffen das auch so, sind nur momentan schwer zu recyclen.
Sie scheinen ja wirklich ein großer Fan der Atomforschung zu sein
23.2.2010 um 09:56 Uhr
Heinz Haber
Sehr geehrter Herr trailblazer,
Sie beantworten die Frage so, wie ich es vermutet habe.
Im Sommer liesse sich die Strommenge einsammeln, wenn auch nicht bedarfsbezogen (morgens und Abends gibts zu wenig, Mittags zuviel Solarstrom), im Winter geht es gar nicht.
Damit lässt sich also ein einzelner Haushalt eben gerade NICHT mit einem Solardach versorgen. Es sei denn sie füllen den Keller an mit Lithium- oder Bleiakkus, die für die nächtliche und winterliche Dunkelheit, einige Tausend Kilowattstunden Strom speichern, und genau das, lieber Herr trailblazer, rechnet sich energetisch gar nicht…
Ich rede hier über theoretische Möglichkeiten. Theoretisch könnte ich mir das Aufstellen von Isotopenbatterien in Kellern vorstellen, weil es energetisch möglich ist. Die Alleinversorgung eines typischen Einfamilienhaushaltes nur mit dem Solardach hingegen, ist nicht einmal theoretisch sinnvoll denmkbar…
Nun schieben sie es wieder aufs Netz, aber ihre erste Aussage, dass es ginge, mussten Sie zurücknehmen. Da im Winter auch nur ungeügend Windenergie zur Verfügung steht, sind sie bei dem Problem angelangt, das alle, die sich mit EE beschäftigen sehen, die fehlenden Stromspeicher, die uns zu der Entscheidung führen, die Kernreaktoren, als einzige CO2-arme UND in ausreichender Menge breitestehende UND jederzeit (Tag und Nach, Winter wie Sommer) kontrolliert abrufbare Energieform, solange weiterlaufen zu lassen, bis es die erforderlichen Stromspeicher gibt…
23.2.2010 um 11:54 Uhr
trailblazer
Doch natürlich, da haben Sie mich falsch verstanden. Das eine autarke Versorgung (auch wenn die Technik dafür noch sehr teuer und im Moment noch nicht sinnvoll ist) möglich ist, zeigen genügend Beispiele aus den USA. Das die dynamische Versorgung und Einspeisung weiter bestehen beleibt und die Leute sich autark versorgen werden/sollen, habe ich nicht behauptet, sondern nur aufgezeigt, dass die Bilanz von geben und nehmen mit fortschreitender Technik mindestens ausgeglichen sein kann.
Genau weil es dieses Schwankungen und Rhythmen in der Natur gibt wird das intelligente Netz aufgebaut und mit der Koppelung der Wasserkraft in Norwegen als Pumpspeicherwerke bis 2020, die gerade umgesetzt wird, wird also eine erste Speichermöglichkeit geschaffen. Durch das intelligente Netz exportieren wir unsere überschüssige Windenergie nach Spanien beispielsweise, während Spanien uns im Winter überschüssige Sonnenenergie liefert.
Wenn die Zeit reif ist, werden aber Wasserstoffspeicher (gerade in der fortgeschrittenen Entwicklung) lokal dazu kommen.
Und schließlich gibt es immer mehr Bioenergiedörfer (Biogas, Holzschnizel und PV kombiniert), die bereits 100% autark sind, sogar Überschüsse produzieren und vormachen wie es geht. Diese Anlagen – wenn Sie denn technisch gut gebaut sind – rentieren sich spätestens nach 15 Jahren und alle Mitglieder der Genossenschaften profitieren davon. Das Geld bleibt in der Region und die Anlagen werden mit Abfällen befüllt bzw. mit Anbaupflanzen, die angesichts von Nahrungsüberproduktion keine Nahrungskonkurrenz darstellen und Zusatzeinkommen für Landwirte erschließen.
23.2.2010 um 12:21 Uhr
trailblazer
achja, und das im Winter tu wenig Windkraft zur Verfügung steht ist nun mal wirklich Quatsch. Ich komme von der Küste, weiß es daher und in jeder Statistik zur Windkraft können Sie sehen, dass Windkraft im Winter bis zu doppelt soviel Strom produziert verglichen zum Sommer. Alleine da ist also schon eine Balance zwischen Wind und Sonne als nur zwei erneuerbare Quellen möglich.
Und wie schon vielfach erwähnt gibt es immer mehr Biomasse, sowie “Hauskraftwerke”, die z.B. von VW herstellt werden, die dann wiederum mit Biogas betrieben werden, dass wie bereits erwähnt, auch zu 100% in Deutschen Landen hergestellt/eingespeist werden kann, wenn nur die CDU den politischen Willen hätte.
23.2.2010 um 13:11 Uhr
Heinz Haber
Ja, aber das reicht halt nicht!
Hier nur eine Zahl: Wenn wir alles, also wirklich jede Pflanze, die im Jahr in deutschland durch Photosynthese wächst, zu 100% zu nutzenergie verwandeln könnten, würde dies gerade 50% unseres Primärenergiebedarfs decken.
23.2.2010 um 15:51 Uhr
trailblazer
Sie denken fortan in einzelnen Energiequellen, die dann nicht ausreichen. Natürlich nicht, weil die EEs im Verbund von vielen einzelnen Quellen an verschiedenen Orten genutzt werden.
Die Biomasse ist ausreichend für eine gewisse Grundlast und auch Spitzenlasten Ausgleich falls nötig und durch Hauskraftwerke, betrieben durch Biogas, können Belastungsspitzen und Grundlasten gewährleistet werden.
Diese Anlagen werden aber wie gesagt nur Teil eines vielfältigen Quellen-Mixes und eines EU-weiten Mixes sein.
Weil die Leute nicht gewohnt sind, in diesen Bahnen zu denken, fällt es anscheinend sehr schwer, sich dies als verlässlich vorzustellen.
23.2.2010 um 16:46 Uhr
trailblazer
“Wenn wir alles, also wirklich jede Pflanze, die im Jahr in deutschland durch Photosynthese wächst, zu 100% zu nutzenergie verwandeln könnten, würde dies gerade 50% unseres Primärenergiebedarfs decken.”
Die Quelle für diese Zahlen möchte ich gerne mal sehen
Wenn ein renommiertes Institut errechnet, dass auf Argarflächen entlang bestehender Gaspipelines ohne Nahrungskonkurrenz genug Biogas erzeugt werden kann, um den Deutschen Bedarf an Gas zu 100% zu decken und wenn man dann bedenkt, dass die Bioenergiedörfer aus Biomasse 100% ihrer Wärme und 250% Ihres Strombedarfs decken, dann wird das Potential dieser Technik denke ich klar.
Und Biomasse Anlagen können in beliebigen Größenordnungen gebaut werden und somit sogar kleine bis mittlere Städte autark versorgen, wenn man es darauf anlegen wollte.
Nutzpflanzen wie der Energiereiche Mais sind für Biomasse noch nicht einmal nötig. Sie liefern die höchsten Erträge…aber in Biomasse wird alles vergohren: von Speiseresten, Gras, Gülle bis hin zu Nutzpflanzen, also hauptsächlich Biomasse die unabhängig von der Anlage anfällt und ansonsten nicht genutzt würde. Sogar mit Gras können die Anlagen rentabel betrieben werden und das schon seit Jahren.
…Aber wie gesagt, Biomasse ist nur eine von vielen künftigen Quellen, die im Verbund arbeiten werden.
23.2.2010 um 17:11 Uhr
trailblazer
Zum Potential der Biomasse:
“So existieren bundesweit nur rund 1900 Biogasanlagen, während Studien zufolge allein mit Abfällen aus der Landwirtschaft mehr als 200.000 solcher Anlagen betrieben werden könnten. Durch den Anbau von Energiepflanzen auf stillgelegten Agrarflächen wäre es überdies möglich, 94 Mrd. kWh Energie zusätzlich zu erzeugen, so das Bundesumweltministerium.”
Die Dinger können quasi von jedem Dorf mit Landwirtschaft aufgestellt werden, zudem kann in jedem Klärwerk und auf jeder Müllkippe Biogas erzeugt werden.
Das das keine verlässliche Quelle wäre oder sonstwie schadete ist also falsch.
23.2.2010 um 17:54 Uhr
Heinz Haber
Bitte nennen Sie die “vielen Künftigen Quellen” und ihren möglichen Beitrag zum Primärenergiebedarf in Petejoule oder den Beitrag zur Deckung der winterlichen Solar-und Windstromlücke in GWh
vielen Dank im Voraus!
23.2.2010 um 20:43 Uhr
trailblazer
Und nochmal: es geht darum jede Art von Großkraftwerken zu verhindern, denn es geht um potentiell Mio. Arbeitsplätze und Energiemonopole.
Ich werd hier jetzt nicht weiter argumentieren, denn die Unbelehrbaren werden ihre Meinung nicht ändern. 75% der Bevölkerung sind zum Glück anderer Meinung.
22.2.2010 um 21:54 Uhr ·
Heinz Haber
Sehr geehrter Herr trailblazer,
Sie übersehen da ein paar Kleinigkeiten: Off-Shore-Parks, sind ebenso wie Desertec auch Grossanlagen. Hinzu kommt ein riesengrosses Netz mit noch mehr Monopl und Kontrollmöglichkeiten als es heute schon gibt.
75% sind auch übertrieben.
22.2.2010 um 22:08 Uhr ·
trailblazer
Uhm, nein
75% können Sie bei Emnid-Umfragen nachsehen. Die Windparks sind sicherlich Großanlagen, alles andere aber nicht
“Hinzu kommt ein riesengrosses Netz mit noch mehr Monopl und Kontrollmöglichkeiten als es heute schon gibt.”
Bei Tausenden Einspeisern, immer mehr Stadtwerken und lokalen Versorgern nimmt das Monopol der Großkonzerne und Kontrolle zu? Diese Logik kann ich mir leider nicht erschließen.
22.2.2010 um 22:28 Uhr ·
trailblazer
Und zu Desertec: dieses Projekt ist in der Tat fragwürdig, und abzulehnen aus Monopolgründen, aber auch aus Sicherheitsgründen und der Umwelt (Sandstürme) vor Ort. Auf deutschen Dächern ist genug Platz. Je billiger Solaranlagen werden und je mehr Hausbesitzer welche anschaffen, desto unnötiger werden solche Großanlagen. Die Konzerne versuchen weiter krampfhaft Ihre Marktmacht aufrecht zu erhalten.
22.2.2010 um 22:34 Uhr ·
trailblazer
Hier nochmal ein schöne Film-Zusammenfassung zum Thema
http://www.youtube.com/watch?v=YM5LqZLHNOo
und etwas ironisch, damit sich auch unsere AKW-Freunde wiederfinden;)
http://www.youtube.com/watch?v=wZAO2rOIhpg
23.2.2010 um 00:12 Uhr ·
trailblazer
sowie:
http://www.youtube.com/watch?v=OxHBvnRttcc
23.2.2010 um 00:14 Uhr ·
trailblazer
Man kann es auch einmal andersherum formulieren:
Die Erneuerbaren, mit all ihren Kosten inklusive Subventionen, repräsentieren zum ersten mal die “wirklichen” Energiekosten, denn bei Atom- und Fossilstrom werden die Umweltbelastungen nicht mit eingerechnet.
Der Marktmechanismus schert sich nicht um die Umwelt als Produktionsfaktor und die Atomindustrie kann nachweislich auch nur durch Subventionen überleben, wie es die ZV-Beiträge zeigen. Für 5 Billionen EUR Schaden im Falle des Falles eines GAUs zahlen nämlich nur die Bürger, vielleicht sogar mit ihrem Leben, die Energieversorger aber keinen Cent.
23.2.2010 um 12:30 Uhr ·
trailblazer
Ich verschiebe es mal aus dem anderen Blog:
“Heinz Haber
Oh, da sind sie schlecht informiert,
der Betreiber eines Kernkraftwerks haftet unbegrenzt mit seinem ganzen Vermögen!”
Wenn Sie mir das Gesetzt nennen, glaube ich Ihnen das gerne.
Wenn das ZDF recherchiert, dass genau das Gegenteil der Fall ist und die Atomlobby Leute im Interview auch nichts anderes sagen, dann schätze ich mal ist das korrekt, dass sie nicht haften.
…wenn er haften muss, ist es eh bereits zu spät, das nützt dann auch keinem mehr.
23.2.2010 um 16:42 Uhr ·
Heinz Haber
wie schon gesagt, das Gesetz heisst “Atomgesetz”
der Paragraph ist §31 (Link siehe unten)
23.2.2010 um 20:41 Uhr ·
trailblazer
Soviel mal zur Haftpflichtversicherung der AKW Betreiber:
“Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Dieser Betrag deckt aber weniger als 0,1% der real möglichen Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden ab.”
Herzlichen Glückwunsch wenn es soweit kommt.
23.2.2010 um 17:28 Uhr ·
Jan Haase
Hallo “trailblazer”,
bitte schreib doch zu deinen Zitaten eine Quelle dazu – bzw. setze einen Link darauf – damit allen Lesern nachvollziehbar wird, wo du deine Zahlen hernimmst.
Die Bitte geht hiermit natürlich auch an alle anderen Kommentatoren im Blog, die das im Eifer der Diskussion gerne mal vergessen.
23.2.2010 um 18:36 Uhr ·
trailblazer
mache ich in Zukunft
23.2.2010 um 18:48 Uhr
Bruno Straub
Lieber Herr trailblazer, die Quelle für: “” Wenn ein renommiertes Institut errechnet, dass auf Argarflächen entlang bestehender Gaspipelines ohne Nahrungskonkurrenz genug Biogas erzeugt werden kann, um den Deutschen Bedarf an Gas zu 100% zu decken “” sollten Sie uns aber nicht vorenthalten!
23.2.2010 um 20:40 Uhr
trailblazer
http://www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/166/166883.pdf
23.2.2010 um 22:17 Uhr
trailblazer
Wenn man wollte, könnte also die gesamte EU bis 2020 mit Biogas versorgt werden.
Zwar haben die Grünen die Studie in Auftrag gebeben, aber keine sorge, die Studie wird sogar von der CDU zitiert
23.2.2010 um 22:19 Uhr
Bruno Straub
Lieber Herr trailblazer, bevor Sie mich hier veralbern, schreiben Sie doch einfach, auf welchen Seiten sich Ihre absolut sensationelle Erkenntnis finden läßt…
23.2.2010 um 22:48 Uhr
trailblazer
oha, gereizt?
bevor Sie mich hier veralbern, schauen Sie doch einfach mal 2 posts weiter oben, da steht es nämlich
23.2.2010 um 23:00 Uhr
Bruno Straub
Lieber Herr trailblazer, ich finde oben leider nichts. Posten Sie doch bitte nochmal, auf welcher Seite sich in Ihrem Link http://www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/166/166883.pdf, Ihre sensationelle Erkenntnis, dass “” Wenn ein renommiertes Institut errechnet, dass auf Argarflächen entlang bestehender Gaspipelines ohne Nahrungskonkurrenz genug Biogas erzeugt werden kann, um den Deutschen Bedarf an Gas zu 100% zu decken “” finden läßt.
23.2.2010 um 23:23 Uhr
trailblazer
Die ironischen Untertöne können wir ja mal beiseite lassen
Sie finden die Studie nicht, oder die Aussage?
Den Link zum Download und einen passenden Beitrag von Frontal 21 gibt es hier:
http://www.gas24.de/cms/110-0-biogas-erdgas.html
Wenn Sie die Studie herunterladen können Sie ja zunächst mal die Methodik ansehen und dann einfach unter “Ergebnisse” schauen…ist ja nicht so schwierig
23.2.2010 um 23:35 Uhr
trailblazer
@Boh Ey
Zum Glück macht es sich die große Mehrheit der Bevölkerung nicht so einfach wie du, denn du scheinst ein wenig naiv oder bewusst ignorant zu sein…insofern, schönes Deutschland
23.2.2010 um 23:48 Uhr
Navara
@ Boh Ey: Wenn ich polemisch wäre, würde ich sagen: “Ist auch nur für über 18jährige.” Was genau bitte ist denn an dem Beitrag des NDR Schwachsinn? Was genau lösst bei dir den mitleidserregenden Seufzer “armes Deutschland”? Passt nicht in deine Ideologie?
23.2.2010 um 23:51 Uhr
trailblazer
Ich hab Sendung auch nur durch unseren ehrenwerten AKW Freund gefunden…und muss sagen, die zählen genau das auf, was nackte Tatsachen sind.
Damit passt es sicherlich in seine Ideologie
…denn die ist fernab jeder Realität und reine Selbsttäuschung.
23.2.2010 um 23:55 Uhr
Heinz Haber
Schauen Sie einfach mal ins deutsche Atomgesetz §31
Der Betreiber haftet unbegrenzt.
http://www.buzer.de/gesetz/6234/a86750.htm
23.2.2010 um 20:39 Uhr ·
trailblazer
Ich kenne mich im Recht im Detail nicht aus und dieser Paragraph mag erstmal klar scheinen, wie das aber alles konkret geregelt, können wir da denke ich nicht herauslesen.
Also wenn (unter anderem) eine Richtervereinigung sagt:
“Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Dieser Betrag deckt aber weniger als 0,1% der real möglichen Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden ab.”
(http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3)
…dann wird das wohl stimmen und auf Anfrage von Frontal 21 beim Atomforum wurde zumindest nicht dementiert und von RWE als ausreichend bewertet.
(http://www.youtube.com/watch?v=YM5LqZLHNOo)
23.2.2010 um 22:31 Uhr
trailblazer
Dieser Paragraph mag so erstmal klar erscheinen, wie das aber im Detail mit Versicherungen etc. geregelt wird, das ist so sicherlich nicht zu erschließen.
Wenn unter anderem ein Richterbund schreibt: “Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Dieser Betrag deckt aber weniger als 0,1% der real möglichen Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden ab.”
(http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3)
…dann werden die das wohl wissen.
23.2.2010 um 22:52 Uhr
Boh Ey
ist aber wohl falsch, das Gesetz wurde nicht geändert, der Betreibert haftet in vollem Umfang!
23.2.2010 um 23:20 Uhr
trailblazer
Ich glaube Richter wissen da besser Bescheid als du, sorry.
Und wenn wir den Haftungsfall haben ist es sowieso zuspät.
Mit mehr als max. zweistelligen Milliardenbeträgen kann eh kein Unternehmen dieser Welt jemals haften, insofern würde das auch nichts mehr helfen.
23.2.2010 um 23:29 Uhr
Navara
Na der Herr Kollege Boh Ey beschränkt sich wohl auch nur aufs nachplappern und Rauchbomben werfen. Und ist natürlich überall Experte. Na, schon achtzehn? Darf ich kurz daran erinnern, dass es hier um Täuschungsversuche der CDU geht?
23.2.2010 um 23:43 Uhr
trailblazer
Es sind hier jetzt tausend Nebenkriegsschauplätze eröffnet worden, darum mal wieder zurück zum roten Faden.
23.2.2010 um 22:39 Uhr ·
trailblazer
Das einzige Argument pro AKWs neben CO2.Vermeidung ist der Strompreis.
Das AKWs alles andere als billig sind und auch nur durch Subventionen konkurrenzfähig sind, dürfte mittlerweile jedem klar sein:
http://www.youtube.com/watch?v=YM5LqZLHNOo
http://www.youtube.com/watch?v=OxHBvnRttcc
Man steckt also für die Zeit nach 2020 in einem Dilemma:
CO2 Ausstoß oder GAU-Risiko?
Da ein GAU angesichts maroder Kraftwerke und mangelnden Schutzes gegen Anschläge und Abstürze von Flugzeugen jederzeit möglich ist und uns dann CO2 Einsparniss auch nicht mehr viel bringt, sollte der AKW-Ausstieg Priorität haben. Zumal der Müll über Tausende Jahre noch eine Gefahr für kommende Generationen ist. Was wir unseren Kindern da eingebrockt haben, kann man noch garnicht abschätzen.
Zudem behindern längere AKW-Laufzeiten massiv den Wandel des Stromnetzes hin zum dezentralen Netz.
Damit verhindern Sie eine Demokratisierung des Strommarktes, Millionen Arbeitsplätze und riese Export-Chancen für die neue Technik.
Also, AKWs weg und Gas geben beim Ausbau der EE. Dann geht der Umbau weg von den Fossil-Kraftwerken schneller als man denkt, denn wenn ein bestimmter Pfad eingeschlagen ist, lässt er sich ab einem bestimmten Punkt kaum mehr aufhalten und verstärkt sich selber.
Das eine Stromlücke droht sind auch nur hohle Drohungen der AKW Betreiber:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2008/pd08-023.htm
23.2.2010 um 22:43 Uhr ·
Bruno Straub
Wenn trailblazer schreibt:”" Das einzige Argument pro AKWs neben CO2.Vermeidung ist der Strompreis”" hat er immerhin schon zwei wichtige Argumente pro Kernkraft erkannt. Es gibt aber noch zwei weitere: AKW können Strom dann liefern, wenn er gebraucht wird, und nicht nur wenn Aiolos uns wohlgesonnen ist. (Aiolos ist der Gott der Winde, und nicht der Gott des Knofels) Und es gibt noch ein gutes Argument: AKW sind halbwegs “dezentral” über (West)Deutschland verteilt. Sie brauchen keine Supergrids, die die Offshore Windparks der Nordsee mit den Sonnenkraftwerken der Sahara verbinden.(“Irgendwo weht der Wind, scheint die Sonne immer, blah, blah”) Und sie brauchen auch keine Speicher (“Neueste Wasserstofftechnologie, blah, blah”).
Das soll nicht heißen, dass ich ein 100%-Freund der Kernkraft bin. Mich stört primär, wie undifferenziert und (teilweise!) dümmlich die Kernkraft hier in diesem Blog heruntergemacht wird. Und wenn ich dann noch sehe, wie leichtfertig/frech/ignorant hier Konzepte für EE “entwickelt” werden, schaudert es mich. Und dann drängt sich doch die Frage auf: Warum soll ich diesen -ganz vorsichtig formuliert- “Chaoten” trauen?
25.2.2010 um 22:25 Uhr ·
trailblazer
Das Ihre Argumente keine sind, habe ich Ihnen bereits zur genüge dargelegt und die Konzepte zur Versorgung durch EEs sind nicht hier im Blog entstanden, sondern eine Wiedergabe dessen, was an offizieller Stelle in Ministerien der BRD, EU, Forschungsinstituten und den Energieversorgern geplant und umgesetzt wird.
…das wird aber nicht daran ändern, dass es passieren wird.
Wenn Sie die Verantwortungsträger an diesen Stellen “leichtfertig/frech/ignorant” und chaotisch nennen wollen, können Sie das gerne tun
“Mich stört primär, wie undifferenziert und (teilweise!) dümmlich die Kernkraft hier in diesem Blog heruntergemacht wird.”
Sie argumentieren in genau dieser Weise pro-Kernkraft und anti-EE und blenden die Risiken der Kernkraft aus
Es ist doch alles gesagt. Die Kernkraft ist problemlos zu ersetzen bis 2020 und damit hat es sich hoffentlich ausgeAKWt (siehe auch Link weiter unten). Durch den Emissionshandel werden die Kohlekraftwerke – genauso wie die AKWs es noch nie waren – auch nicht mehr länger rentabel sein ohne Subventionen und dann ist der Punkt gekommen, an dem die Energieversorger dazu gezwungen sind komplett auf Erneuerbare zu setzen…und das all das technisch möglich ist, wenn man es nur umsetzt, dass ist hoffentlich auch Ihnen klar geworden.
26.2.2010 um 11:47 Uhr
trailblazer
an dieser Stelle würde ich gerne die zentralen Punkte gegen AKWs mit Quellen posten, aber scheinbar wird der Beitrag einfach nicht gespeichert…?
23.2.2010 um 22:49 Uhr ·
trailblazer
Hier nochmal etwas zum Thema der Strom würde teurer ohne AKWs und den “Kostentreiber Erneuerbare Energien”:
http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wirtschaft/detailansicht/article/190/strompreise-experten-bringen-klarheit-ueber-kostenfaktor-erneuerbare-energien.html
25.2.2010 um 15:57 Uhr ·
Bruno Straub
Herr trailblazer, vielleicht ein Mißverständnis: Jan Haase hatte Sie nicht aufgefordert, Links auf Ihre Lieblings/Problem/Wunsch-Seiten zu setzen, sondern das, was Sie in diesem Blog an “(sensationellen) Fakten” zum Besten geben, mit einer konkreten Quellenangabe zu versehen. -Ich bin sicher, Sie verstehen mich.
–
Was soll Ihr Link uns sagen? … Dass EE (fast) nichts kosten?… Kann ja sein. Aber wenn das stimmt, bei wem landen denn dann die Milliarden, die die deutschen (Privat)Endverbraucher über die EE-Umlage mit ihrer Stromrechnung bezahlen? Bei den gierigen Großkonzernen? Oder beim Hl. Vater in Rom? – Ich bin sicher, dass Sie eine eloquente Antwort wissen!
26.2.2010 um 21:28 Uhr ·
trailblazer
Ich habe schon mehrfach versucht, entsprechende Quellen zu posten, aber leider sagt mir die Blog-Software, dass der Post bereits gespeichert sei, obwohl er es nicht ist…da scheint irgendwo ein Fehler im Blog zu sein.
Einige Quellen hatte ich schon an anderer Stelle gepostet.
“bei wem landen denn dann die Milliarden, die die deutschen (Privat)Endverbraucher über die EE-Umlage mit ihrer Stromrechnung bezahlen?”
Wenn Sie diese grundlegenden Mechanismen nicht kennen, sollten Sie sich evtl. erst einmal generell näher über die EEs informieren, bevor Sie alles als sinnlos abstempeln?
Der geringe Aufpreis den die Verbraucher zahlen, kommt durch die Einspeise-Vergütung umgekehrt denen zu Gute, die eine EE-Anlage betreiben und damit sekundär den Herstellern der EE-Anlagen.
27.2.2010 um 11:02 Uhr
Investorix
Zwei grundlegende Probleme bleiben doch bei der Atomkraftnutzung:
Das erste Problem ist der Mensch selbst. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler und Selbstüberschätzungen, früher oder später, unvermeidlich. Tote im Straßenverkehr, ärztliche Kunstfehler, Finanzkrisen.
Ein schwerer Störfall bei einem Atomkraftwerk nur alle hunderttausend Jahre (auch das eine menschliche Einschätzung, s.o.)? Wie schnell tausend Jahre vorbei sein können, hat man in der Geschichte doch schon öfters gesehen.
Und die möglichen Folgen sind nahezu unbegrenzt. Wir spielen “Alles oder Nichts”.
Das zweite Problem ist der radioaktive Abfall. Die sichere Lagerung über Jahrhunderttausende ist gnadenloser (Selbst)betrug. (Etwas von Problem 1 steckt hier auch noch mit drin.)
Als Ausgleich für diese Bedrohungen wird nun eine Abschöpfung eines Teils – vielleicht der Hälfte – der zusätzlichen Gewinne (geschätzt 400 – 800 Mio. pro AKW und Jahr) für die “Energieforschung” in die Diskussion gebracht.
Das hört sich ja super an, für 2,50 – 5,00 € pro Bundesbürger und Jahr für jedes Kernkraftwerk sollen wir prinzipiell unbegrenzte Risiken tragen und die Büchse der Pandora mit noch mehr Atommüll füllen?
Ich weiß wirklich nicht, was diese Volksvertreter umtreibt und hoffe, dass dieser Wahnsinn jetzt endlich ein Ende findet.
Es läßt sich doch auch niemand für einen Euro ein paar Tage lang irgendwo auf Bahngeleise ketten – selbst wenn die Schienen rostig sind.
26.2.2010 um 12:31 Uhr ·
AKW SCHON HEUTE VOM NETZ
http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/hintergrund/atomluege102.html
26.2.2010 um 15:24 Uhr ·
trailblazer
Die NDR Seite zum Thema ist garnicht schlicht. Wäre das alles so beherrschbar und wunderbar würden die Leute sicherlich nicht so nervös werden in den Interviews oder das ganze sogar zensieren
26.2.2010 um 18:34 Uhr ·
Lulu
Richtig lecker, was die Befürworter hier wieder so von sich geben.
Welche Korinthen hier geknetet und, Verzeihung, defäkiert werden um eine Technik zu rechtfertigen, die nicht zu rechtfertigen ist.
Kommt doch lieber mal dahin zurück, um was es eigentlich geht:
Erstens:
Eine Partei veräppelt ihre Wähler, weil sie genau wissen, wie unpopulär die Maßnahmen sind, die sie durchdrücken wollen (schön bezahlt von ihrer Lobby, den Atombauern). Gut, dass wir verarscht werden ist nichts Neues, war es noch nie.
Zweitens:
Diese Herren wollen das Grundgesetz beugen, verdrehen und sich möglicherweise darum herumtricksen,um ihre Ziele zu erreichen.
Das lasst ihr euch als Demokraten einfach so bieten, ja?
Was habt ihr denn davon? Freiheitsaufgabe ist euer Preis, den ihr jetzt zahlen müsst.
Verseuchung ist der, den erst eure Kindeskinder zahlen müssen.
Aber das kann euch ja egal sein, hauptsache eure Rechner laufen mit Atomstrom. Könnt ihr stolz drauf sein, ihr Helden.
28.2.2010 um 13:32 Uhr ·
stinker
…was ist dieser -trailblazer-oder sollte es trailbläser heißen?überhaupt für ein vogel,dieses dämliche gesülze ist nicht zuertragen,soll der vogel doch seine eigene energie mit solardach und alternativen dingsda erzeugen,dann wird er spätestens wenn’s kalt und dunkel wird in der hütte,merken daß strom nicht nur aus der steckdose kommt…..spinner
05.6.2010 um 19:21 Uhr ·
Jan Haase
Hallo Stinker,
ich muss dich dringend bitten, dass du dich an unseren Verhaltenskodex (http://blog.greenpeace.de/verhaltenskodex/) hältst. Dort steht: “Meinung ist erwünscht, das gilt auch für eine kritische. Aber Achtung: Beleidigungen, Schmähungen oder Drohungen sind unerwünscht und zu unterlassen.” Bitte halte dich in Zukunft daran, da ansonsten solche Beiträge von uns gelöscht werden.
06.6.2010 um 11:30 Uhr ·
spako
Meine Meinung zu dem ganzen Atomkraft gedöns ist folgender:
Alle Leute die glauben man müsse weiterhin auf die Art von Energie setzten sind grenzenlos verantwortungslos. Denn die Probleme die dadurch entstehen werden wir alle hier wohl nicht mehr wirklich erleben. Also könnte man sagen, was solls machen wir weiter so uns geht es ja gut. Wenn man sich vorstellt,die alten Germanen vor 2000 Jahren hätten Fässer mit Atommüll überall quer über das Land verteilt eingebuddelt, dann würden wir wohl heute sagen. Wie haben die Leute in dieser Zeit so rücksichtslos leben können. Wir müssen jetzt die Suppe auslöffeln.
Ist irgendwie keine schöne Vorstellung. Also ich will nicht zu dieser Art Menschen gehören.Nochdazu gibt es ja Alternativen, wir sind auf AK keinesfalls angewiesen.
09.7.2010 um 23:50 Uhr ·