Olympia for ever

12. Februar 2010

Das Klima mag sich ändern, Olympia bleibt bestehen. Heute starten in Vancouver die 21. Olympischen Winterspiele. Während die Sportler noch die richtigen Bedingungen für Höchstleistungen vorfinden, arbeitet Kanada fieberhaft daran, diese Bedingungen zu verändern. Der Ölsandabbau in der  Provinz Alberta ist dafür hervorragend geeignet. Wie die Winterspiele der Zukunft aussehen könnten, zeigen zwei kleine Videos unserer niederländischen Greenpeace-Kollegen.

Zum 14. Mal: Wer ist wie grün in der Elektronikbranche?

08. Januar 2010

In Las Vegas ist seit heute die Messe für Unterhaltungselektronik eröffnet. Pünktlich zum Start liegt auch der 14. Guide to Greener Electronics von Greenpeace vor. Wer in der Branche ist nun wie grün? Kurzfassung: Auf den vorderen Plätzen finden wir Sony Ericsson und Nokia, auf Platz 5 – inzwischen angegrünt – Apple. Weit abgeschlagen im signalroten Bereich Dell und Lenovo.

Die meisten Unternehmen im Guide hatten zugesagt, bis Ende 2009 PVC und bromierte Flammschutzmittel (BFR) aus ihren Produkten zu entfernen. Wer das Versprechen nicht einlöste, erhielt Minuspunkte. Für Samsung führten sie zum Absturz von Platz 2 auf Platz 7. Apple dagegen konnte auf diesem Feld Pluspunkte für sich verbuchen. Hewlett Packard war zu spät dran, aber immerhin: Anfang Januar brachte der Elektronikhersteller Geräte auf den Markt, die vollkommen frei sind von PVC und BFR.

“Es ist an der Zeit, weniger zu reden und mehr zu tun, damit PVC und BFR aus den Geräten verschwinden”, sagt Casey Harrell von Greenpeace International. “Apple, Sony Ericsson und Nokia gewinnen dieses Spiel. Aber die anderen Unternehmen sorgen dafür, dass Verbraucher und Umwelt immer noch verlieren.” So ist es.

Das Ranking im Detail:

9af31d8af67.3 Nokia – bleibt an erster Stelle mit guten Ergebnissen bei der Reduktion gefährlicher Chemikalien, verliert aber Punkte bei Energie.

6.9 Sony Ericsson – steigt im Ranking durch erstklassige Wertung bei der Reduktion gefährlicher Chemikalien auf, ist jedoch beim Recycling noch schwach.

5.3 Toshiba – erzielt gute Ergebnisse bei der Reduktion gefährlicher Chemikalien, muss aber die bevorstehende Verpflichtung zum stufenweisen Ausstieg bis März 2010 erfüllen.

5.3 Philips – verliert Punkte, weil das Unternehmen es versäumt, sich für ein Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien einzusetzen.

5.1 Apple – verbessert sich weiter, schneidet am besten bei der Reduktion gefährlicher Chemikalien sowie bei den Elektronikschrott-Kriterien ab.

5.1 LG – verbessert zwar sein Ergebnis, kassiert jedoch weiterhin Minuspunkte dafür, dass das Unternehmen den Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien vor sich her schiebt.

5.1 Sony – bleibt am gleichen Punktestand mit besserem Ergebnis bei Energie, muss sich aber mehr für ein Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien engagieren.

5.1 Motorola – verliert Punkte wegen des fehlenden Engagements für ein Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien.

5.1 Samsung – stürzt enorm ab, weil das Unternehmen seine Verpflichtung zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien nicht eingehalten hat.

4.7 HP – verbessert seine Position, weil sich das Unternehmen deutlich für die Reduktion globaler Treibhausgasemssionen einsetzt, muss sich aber noch mehr für ein Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien engagieren.

4.5 Acer – unverändertes Ergebnis, aber Acer unterstützt das Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien.

4.5 Sharp – verliert Punkte wegen mangelhafter Informationen zur Reduktion gefährlicher Chemikalien und setzt sich auch nicht für entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen ein.

3.9 Dell – schneidet bei den Energiekriterien schlechter ab als beim letzten Mal und kassiert Minuspunkte, weil das Unternehmen den Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien auf 2011 verschoben hat.

3.5 Fujitsu – verbessert sich, weil das Unternehmen die Reduktion globaler Treibhausgasemssionen unterstützt und aufgrund eigener Emissionsreduktionsziele.

2.5 Lenovo – erzielt das gleiche Ergebnis wie beim letzten Mal, erhält jedoch Minuspunkte, weil der Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

2.4 Microsoft – verliert Punkte und versäumt es, sich für ein Gesetz zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien einzusetzen.

1.4 Nintendo – bleibt mit gleicher Punktzahl an letzter Stelle.

Für weitere Informationen sei der Artikel von Greenpeace International empfohlen: Some companies really do make greener electronics.

Behörden läuten nächste Runde ein

16. November 2009

Die letzten Nachrichten aus dem Camp: Nach der überwältigenden Unterstützung durch die Gemeinden am Sonntag und der Rücknahme des Räumungsbefehls sind die Behörden jetzt zur nächsten Einschüchterungsrunde übergegangen. Die internationalen Aktivisten, die im Camp bleiben durften oder auf dem Rückweg dorthin waren, werden auf der Polizeiwache von Kerinci festgehalten. Diesmal führen die Behörden die Immigrationsgesetze an: Bei Spionageverdacht kann ein Ausländer festgenommen werden.

Außer den Greenpeacern sind auch zwei Journalisten mitgenommen worden. Sie werden jetzt alle verhört. Das Forstministerium hat als offiziellen Grund angegeben, die Festgenommenen hätten nur Touristenvisa. Das ist falsch. Alle haben Geschäftsvisa.

Die Leute aus der Gemeinde versammeln sich wieder im Camp. Sie sind zornig, weil die Aktivisten von der Polizei festgehalten werden. Sie stehen geschlossen hinter Greenpeace.