Die Situation hat sich mittlerweile gewandelt. Die Aktivisten waren fleißig und haben in der Zwischenzeit den Totenkopf fertiggestellt und auch die Banner durch gemalte Buchstaben ersetzt. „Greenpeace: Atomkraft schadet Deutschland” ist über dem Totenkopf in schwarzen Lettern zu lesen.
Neben der Reaktorkuppel befindet sich ein Kran, auf dem sich das eingetroffene Sondereinsatzkommando der Polizei in Stellung bringt und auf die Räumung vorbereitet.
15.10 Uhr. Oh, just in diesem Moment sind die ersten Polizisten über die Rückseite auf der Spitze der Kuppel angekommen! Die Aktivisten sitzen friedlich auf dem Boden und leisten keinen Widerstand während die Polizisten beginnen, das errichtete Material abzubauen. Scheint als wäre die Aktion hiermit beendet. Aber dauern wird’s wohl noch etwas, bis die letzten wieder auf dem Erdboden ankommen…
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Cielo
Hey!
Herzlichen Glückwunsch zu dieser absolut gelungenen Aktion.
Gruß
Cielo
22.6.2009 um 16:20 Uhr ·
Tina
Super, tolle Aktion.
So einfach gelangt man auf das SUPER gesicherte KKU
22.6.2009 um 16:26 Uhr ·
N.Brendler
Hallo Tina,
ich weiß ja nicht was du du unter einem “SUPER” gesichteren KKU verstehst, aber auf das Gelände des KKU zu gelangen ist nicht viel schwerer als auf das Gelände des Weißen Haus in Washington zu kommen, man muß nur über den Zaun springen. Vom Gelände selbst aus hätten die Aktivisten nur Gebäude und Einrichtungen erreichen können die in JEDEM Kraftwerk, egal ob Atom- oder Kohle, gleich sind. Ein besondere Sicherung des Geländes über ein normales Maß hinaus besteht also nicht.
Genau wie beim Weißen Haus ist es nämlich nicht das Gelände oder die Außenseite des Gebäudes was gegen Eindringlinge speziell gesichert werden muß, sondern das was sich innerhalb des Gebäudes befindet.
Und da würden sich jedem, egal ob friedlicher Aktivistler oder bewaffneter Terroristen, eine Menge an Sicherheitssystem und bewaffnete Sicherheitskräfte entgegenstellen um dies wirksam verhindern.
22.6.2009 um 16:59 Uhr ·
Martin
gelungene Aktion,
zeigt wie sicher die Kraftwerke wirklich sind,
sehr medienwirksam,
genau so etwas ist nötig um der Öffentlichkeit Risiken aufzuzeigen.
22.6.2009 um 17:07 Uhr ·
Lars
Super,
Ich hoffe das die Kosten euch in Rechnung gestellt werden…..
22.6.2009 um 17:40 Uhr ·
Georg
Hallo Lars,
Du meinst “Ich hoffe, dass die Kosten euch in rechnung gestellt werden …”. Übernimmst Du im Gegenzug die Kosten für die Endlagerung des Atommülls, sagen wir so für die nächsten 250.000 Jahre? Selbst wenn es beim Thema Atomausstieg um Geld und Kosten ginge: Nicht Proteste gegen Atomenergie oder Castor-Transporte verursachen der Gesellschaft Kosten, sondern die Atomindustrie privatisiert Gewinne und Subventionen und sozialisiert die Kosten (s. zum Beispiel Asse), auch für Dich, lieber Lars. Zum Glück gehts bei dem Thema aber nicht um Kosten, sondern umd die Beendigung einer höchst gefährlichen Technologie, die mehr Schaden als Nutzen bringt und zudem aufgrund ihrer Irreversibilität gegen jede Form der Nachhaltigkeit und das Vorsorgeprinzip verstößt.
22.6.2009 um 17:53 Uhr ·
JohnGleur
@Lars Ich hoffe die Kosten für die Spätfolgen der AKW werden uns von unseren Kindern nicht in Rechnung gestellt!
Super Aktion GP! Endlich mal wieder Schlagzeilen. Hoffe vor der Wahl kommt noch mehr davon!
22.6.2009 um 17:55 Uhr ·
Sören Herbst
Großartige Aktion, herzlichen Glückwunsch! Keine Chance den Atom-Verlängerern!
22.6.2009 um 18:57 Uhr ·
Dennis Meyer
Ich hoffe ihr werdet ordentlich zur rechenschaft gezogen. So ein schwachsinn. Was soll den der scheiß. Das bringt doch garnicht. Ich wünsche euch allen das ihr eines Tages mal ohne Strom rumsitzt und die Däumchen dreht. Dann werdet ihr wieder ankommen “OH nein warum haben wir kein Strom” oder ihr werdet euch beschwehren das der Strom so teuer ist. Und woran wird das liegen? Nicht an der Kernkraft sondern an den Teuren Strom von Wind- oder Solaranlagen oder wir kaufen den Strom ausem Ausland der auch aus Kernkraft besteht. Ist euch wohl nicht klar. Sollte euch mal zu denken geben.
22.6.2009 um 19:42 Uhr ·
Nils
Korrelieren da etwa Verstand und Rechtschreibschwäche?! Informiere Dich mal und denke ein wenig tiefgründiger!
22.6.2009 um 19:59 Uhr ·
Simon Markmann
Wir decken hier in Deutschland etwa ein Drittel des Strombedarfes mit Kernenergie (Ja Kernenergie, denn es werden Kerne und keine Atome gespalten). In der Bildzeitung beschweren sich Millionen von Menschen über den Strompreis (etwa 21 ct/kWh).
Denk euch nun mal die Kernkraftwerke weg. Was würdet ihr sagen wenn der Energieversorger eurer Wahl plötzlich 2,40 € für die kWh haben möchte ? Das ist euch auch nicht recht. Oder wollt ihr statt eines Kernkraftwerkes 40.000 Windmühlen in eurem Garten stehen haben ? Jeder der der Meinung ist, dass man in der Nähe von Kernkraftwerken schneller Krebs bekommt der sollte sich mal ein wenig mehr mit der Physik beschäftigen oder einfach aufhören die Bildzeitung zu lesen.
Und wenn ihr doch Angst habt, dann stellt euch ein paar Esoteriksteine vor den Fernseher denn der ist Wesentlich gefährlicher als das Kernkraftwerk auf der anderen Seite des Flusses.
Nicht immer nur meckern und Demonstrieren sondern auch mal über Lösungen nachdenken, denn Windkraftanlagen oder den Strom aus dem Ausland beziehen sind keine Lösungen!
22.6.2009 um 20:30 Uhr ·
John S.
@Simon Markmann Die Mär das wir von der Kernenergie abhängig sind ist so alt wie die Kernenergie selbst. Und Alternativen wie z.B. desertec.org werden von der Atom-Lobby schlecht geredet und ausgebremst.
Ich kann das Gesülze von euch Pro-Atom-Trollen echt nicht mehr hören.
j.
22.6.2009 um 20:51 Uhr ·
Simon Markmann
Für mich persönlich ist Kernenergie meine Zukunft, mein Einkommen und meine Job. Wir lernen in der Schule von neutralen Personen und auf Schulungen die Gesetze der Physik. Klar. Abhängig machen von der Kernkraft ist Falsch da auch diese Rohstoffe begrenzt sind aber es ist eine Umweltfreundliche Alternative, wenn man sich über die Endlagerung Gedanken machen würde! Unser Problem ist die Bevölkerung die zum Großteil sehr schlecht aufgeklärt ist und Grundsätzlich sagt das Kernenergie schlecht ist.
22.6.2009 um 21:14 Uhr ·
Stolter
Mal ganz im ernst,mir ist Deutscher Atomstrom lieber als eingekaufter aus Osteuropa oder aus Frankreich!!!Wie hoch sollen die Lebenshaltungskosten denn noch steigen wenn wir Strom einkaufen müssen!Denkt ihr da auch mal drüber nach.Womit wollt ihr denn den Strombedarf decken?Mit Wind,Wasser oder Sonne?Geht doch gar nicht!!!Schon mal überlegt das die Aluprofile für Photovoltaikanlagen in der Herstellung ne Menge Strom verbrauchen bis sie überhaupt Aluprofile sind![Greenpeace-Blog: Dieser Satz wurde wegen beleidigender Äußerungen gelöscht] Und Georg,wer hat in den nächsten 250000 Jahren irgendwas so tief unter der Erde verloren?Dir ist schon klar das das nicht nur Atommüll ist was dort Eingelagert werden soll.Es ist auch strahlender Abfall aus der Medizin usw.Anstatt solcher Aktionen solltet ihr echte alternativen bieten!!!Ich für meinen Teil habe keinen Bock in ner Holzhütte zu leben und in ein Loch zu scheißen.Wenn euch Ökos das glücklich macht,bitte!So gute Nacht,ich muß nämlich morgen Arbeiten
in einem ATOMKRAFTWERK!!!
22.6.2009 um 21:58 Uhr ·
Simon
Hi ich kann hier einigen Beitraägen nur zustimmen denn man sieht hier das die meisten Leute einfach keine Ahnung haben wisst ihr eig wie dick die Reaktorwand ist und wie dick die Betonwand ist auf der ihr da rumstolziert seid?? Da kann ein Flugzeug drauffliegen un das teil steht immer noch (ohne das da Löcher entstehen) und mal im Ernst wie hättet ihr reagiert wenn die Polizei da durchgegriffen hätte ihr hättet dann ja auch palaver geamcht!! Also
Und nochmal was zur entsorgung Die Brennstäbe werden in Glas eingegossen das einzige was da verstrahlt wird is das Glas sons nichts die meisten Dinge die austreten (also durch das Glas ) sind Stoffe die eine wesentlcih geringere Halbwertzzeit haben (30 Jahre) als das Uran selbst !!!!
22.6.2009 um 22:25 Uhr ·
Manuel
Und was hat die Aktion gebracht? Man hat euch wirksam gezeigt das Ihr im Äußeren Sicherungsbereich keinen Schade anrichten könnt…in den Inneren Sicherungsbereich kommt Aufgrund sehr Guter Sicherheitstechnik und Fachkräfte niemand ohne Zutrittsberechtigung…das weiß jeder der schonmal in einem AKW war oder arbeitet…so konntet Ihr nix anrichten außer bisl Farbe zu verschwenden…
22.6.2009 um 22:28 Uhr ·
Christoph
@Simon: Was die Dicke der Betonwände betrifft, wenn ich die Infos dazu richtig gelesen habe, wissen sogar die Betreiber, dass die Betonwände nicht dick genug sind, um einen gezielten Flugzeugabsturz in jedem Fall zu überstehen.
22.6.2009 um 22:53 Uhr ·
Markus
Also ich finde die Aktion gelungen. Es war offensichtlich notwendig, unserer Kanzlerin, die als ehemalige Umweltministerin offensichtlich mehr ihre Steuereinnahmen und Parteispenden durch die Lobbyverbände der Atom-Industrie als die Sicherheit der Menschen im Auge hat, zu zeigen, dass diese AKWs schleunigst vom Netz müssen. Da passt esauch ins Bild, dass der niedersächsische Umweltminister von der Partei der Besserverdienenden in einer ersten Stellungnahme nur die Märchen der Atomlobby und deren gutverdienenden Managern nachgeplappert hat.
Es wird Zeit für mehr alternative Energie.
Macht so weiter mit Eurem friedlichen Protest.
22.6.2009 um 22:55 Uhr ·
Pilot
wir haben heute luftbilder von der aktion gemacht
http://www.ol-luftbilder.de/galerie.php?fid=54
22.6.2009 um 22:57 Uhr ·
N.Brendler
@Christoph
Wenn das alles so klar ist, wo sind dann die unwiederlegbaren Beweise (Berechnungen) darüber das die Stahlbetonhülle einen Aufprall nicht überstehen würde? Warum wird immer nur gesagt das es nicht sicher sei und auf die Folgen verwiesen aber niemals wirkliche Beweise präsentiert?
22.6.2009 um 23:16 Uhr ·
Jörn Anders
Es werden doch hoffentlich auch Fotos von der gelungenen grafischen Fertigstellung der Protestaktion auf dem halben maroden Kernkraftei veröffentlicht werden. Oder lässt e.on in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den GREENPEACE-tag wieder durch eine Leiharbeiterkolonne übertünchen? Wenn sie klug sind, lassen sie es bei Tageslicht von – tariflich – regulär bezahlten Kräften tun – und stellen es GREENPEACE auch nicht in Rechnung. Machen lassen wird es e.on sowieso, weil mancherlei Erfahrung zeigt, dass dort, wo schon ein “tag” ist, binnen kürzester Zeit weitere folgen. und natürlich gilt für e.on auch weiterhin: sauber bleiben.
22.6.2009 um 23:50 Uhr ·
m. hein
Greenpeace WAR mal ein toller Verein!!!
Ich habe viel gespendet und unterstützt, doch jetzt ist das Maß voll.
Ich bin nicht länger Mitglied in diesem Kindergarten.
Das sollten andere auch tun die ein gesunden Menschenverstand haben.
Mehr kann und will ich nicht mehr sagen, vielleich nur eins: Wenn das Ding nicht nach hinten los geht.
23.6.2009 um 00:27 Uhr ·
Miralys
Es ist erschreckend, wie erfolgreich die Atomlobby ist. Atomstrom ist nur deshalb so billig, weil die Bundesregierung diesen mit riesigen Beträgen subventioniert. Dass die Stromversorgung zusammenbrechen wird, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, ist schlicht und einfach gelogen. Deutschland exportiert mehr Strom als es importiert. Wenn Stromausfälle passieren, liegt es an den maroden Leitungen, nicht an der Strommenge.
Warum ist denn niemand bereit ein Atomkraftwerk zu versichern? Warum gründen Firmen wie Eon Trägergesellschaften mit beschränkter Haftung, denen die Atomkraftwerke gehören? Damit im Fall des Gaus “nur” der Atomkraftbesitzer insolvent geht, nicht aber Eon. Weil niemand die Kosten bei einem Gau tragen könnte. Niemand außer wir alle zusammen, und das nicht nur mit unserem Geld.
Selbst wenn keines der Atomkraftwerke in die Luft geht, aus welchem Grund auch immer, sauber ist der Strom niemals. Bei der Förderung des Urans (das übrigens auch nicht mehr all zu lange reichen wird), passieren selbst in “zivilisierten” Ländern wie Australien Dinge, die die Atomlobby lieber geheimhält.
Die Endlagerung ist nach wie vor ungeklärt.
Selbstverständlich wird Greenpeace die Rechnung tragen. Doch es ist sehr wichtig das Thema wieder in den Vordergrund zu rücken. Und wenn sonst keiner zuhört, muss es auf diese Weise geschehen.
Außerdem: Es wurde keiner Verletzt, es wurde nichts beschädigt, es wurde”nur” ein wenig Farbe angebracht. Warum regt Ihr Euch so auf?
23.6.2009 um 07:23 Uhr ·
Marcus
@ M.Hein: Und nach so vielen Jahren “Mitgliedschaft” hast Du erst jetzt entdeckt, dass dieser Verein nicht nur verhandelt und diskutiert, sondern, wenn es angebracht ist, auch mal einem AKW auf´s Dach steigt? Das mag glauben wer will. Oder ist das Ganze eher ein Fake-Beitrag zur Stimmungsmache aus dem anderen Lager??
23.6.2009 um 08:47 Uhr ·
Manuel
Soviel zum Tehma Sicherheit…: Die Kuppel besteht aus 2 Meter Stahlbeton und hält einen Absturz eines Flugzeuges ganz sicher stand. Ebenfalls sind die SZL (Standortzwischenlager) Erdbebensicher und so gebaut das es einen Flugzeugabsturz übersteht…
Und der Zaun der den Äußeren Sicherungsbereich umzäunt, soll nur das Eindringen Bemerken und Erschweren, so das genug Zeit bleibt um den Inneren Sicherungsbereich zu sichern…und da kommt dann niemand rein…das weiß jeder der sich im einen Kernkraftwerk auskennt…
23.6.2009 um 10:21 Uhr ·
Manuel2
@ m.hein: Glaubst du ernsthaft, dass dir irgendjemand deine Geschichte abnimmt?
@ Manuel: man sollte nicht nur der Union-Propaganda glauben und auch mal Unabhängigen bzw. den Betreibern selbst zuhören! Unterwasser hält keinen Absturz einer halbwegs großen Maschine aus, geschweige den eines vollgetankten A380, was wohl kaum ein AKW aushält!
jetzt hab ich genug kritisiert und da hier sowieso schon fast alles gesagt wurde, erspare ich mir meinen Kommentar.
23.6.2009 um 11:22 Uhr ·
Louis
Sollte das Atomkraftwerk wirklich so unsicher sein wie Greenpeace behauptet, dann kann man wohl Greenpeace als Teil eines möglichen terroristischen Anschlags bezeichnen, da sie den Terroristen unmißverständlich das Ziel weisen. Ich denke, man sollte die sogenannten “Aktivisten” als das bezeichnen, was sie wirklich sind: Als Einbrecher und Helfer des Terrorismus!
Hätten wir keine Großkraftwerke und eine entwickelte Industrie würden wir heute noch unser Korn in Windmühlen mahlen, Hungersnöte haben und bei Kerzenlicht sitzend im Winter frieren. Wenn Greenpeace das will, bitte! Ich glaube die meisten Eurpäer wollen das nicht. Umweltschutz ja, aber kein Mittelalter!
Unseren Wohlstand haben wir durch die Industrialisierung, nicht durch Utopien! Den Wohlstand zu erhalten und auf eine stabile Energieversorgung zu verzichten passen nicht zusammen. Und wer da sagt, mit Wind und Sonne einen Industriestaat zu versorgen, der lügt!
23.6.2009 um 13:56 Uhr ·
Tobias Staufenberg
Der Journalist Christoph Risch hat heute beim Wiesbadener Kurier einen guten Überblicksartikel über Studien zum Schutz von Atomkraftwerken vor Flugzeugabstürzen veröffentlicht: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/7009710.htm
Der Tenor ist hier – insbesondere im Bezug auf die ältesten Atommeiler, zu denen auch Untereser gehört – deutlich so, dass Flugzeugabstürze für deutsche Atomkraftwerke sehr wohl eine Gefahr darstellen.
Desweiteren hat Greenpeace mit der Studie “Klimaschutz PlanB” vor zwei Jahren ein Konzept vorgelegt, das belegt wie sich die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 40% senken lassen und ein vorgezogener Ausstieg aus der Atomenergie bis 2015 zu realisieren sind. Kernpunkte sind dabei der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz.
Es geht also sehr wohl ohne AKWs.
Kurzfassung der Studie gibt´s hier: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Klimaschutz_PlanB_kurz.pdf
@Louis:
Auch wir wollen kein Energiemittelalter, sondern einen verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dies schließt auch die Rücksicht auf kommende Generationen ein. Oben genannte Studie zeigt auf wie. Ohne zu lügen!
23.6.2009 um 16:36 Uhr ·
Louis
@Tobias Staufenberg:
Ich habe mir die Studie durchgelesen. Darin nennt Greenpeace drei Kernpunkte, die zum Ziel führen sollen:
1. Energieeinsparung
2. Kraft-Wärme-Kopplung
3. Erhöhung der “Förderung” erneuerbarer Energien
zu 1.: Jeder, der über den angeblich so hohen Strompreis klagt, ist bestrebt Strom einzusparen. Gleiches gilt für Benzin und Diesel sowie Gas zum Heizen. Bitte schauen Sie sich an, was das in der Vergangenheit gebracht hat: Jedenfalls keine Einsparung des Nettoverbrauchs in deutschen Haushalten. Die erreichten Einsparungen wurden durch DSL-Router, 2000 W-Staubsauber und Klimageräte wieder aufgezehrt! Mein Vorschlag: Verbieten wir den Schnickschnack, 1970 hat ein 500 W-Staubsauger und die Teppichbürste auch zu sauberen Wohnzimmern geführt!
zu 2.: Kraft-Wärme-Kopplung ist eine gute Idee! Aber Greenpeace schreibt selbst in der Studie, dass es nur dann funktioniert, wenn man GLEICHZEITIG Stom und Wärme erzeugt! Was man nicht so direkt schreibt ist, dass wenn man die Wärme nicht benötigt – und das ist außer im Winter immer der Fall – die Effizienz solcher Anlagen unvertretbar schlecht wird.
Außerdem: Wenn Greenpeace Kraft-Wärme-Kopplung sagt, meinen sie immer eine gasbasierte Erzeugung. Davon abgesehen, dass man die auch mit Atomkraft machen kann (das wird aber permanent verschwiegen) frage ich mich, wo 2020 das ganze Erdgas herkommen soll. Zu dieser Zeit werden die deutschen Quellen und die Felder in der Nordsee erschöpft sein. Es bleiben noch Rußland und der arabische Raum. Da nach Greenpeace´ Definition Uran und Kohle schlecht ist, sind wir also 2020 hauptsächlich von diesen beiden Regionen abhängig sein. Das sind nebenbei bemerkt auch noch die Regionen, aus denen unser Erdöl kommt! Eine tolle Lösung!
zu 3.: Die sogenannte “Förderung” erneuerbare Energieen ist keine Förderung, sondern eine Subvention. Nennen sie es doch bitte beim richtigen Namen! Ich habe prinzipiell nichts gegen Subventionen, aber sie müssen überschaubar und bezahlbar bleiben. Und sie sollten in Relation zum Nutzen stehen. Die Subvention für Wind- und Sonne haben wir jetzt schon seit vielen Jahren. Noch immer sind beide Techniken nicht in der Lage ohne Zuschüsse auf dem Markt zu bestehen. Die Photovoltaik wird sogar nie gegen andere erneuerbare Erzeugungsarten wie Wind und Wasser bestehen können Das ist Physik und hat nichts mit den bösen Großkonzernen zu tun! Greenpeace fordert sogar diese Dauerzahlungen zu erhöhen. Schon heute sind ca. 40 % der Stromkosten Steuern und Abgaben. Aber der dumme Deutsche wird es schon zahlen.
Fazit: Wer wirklich denkt, dass in der oben genannten Studie ein Weg zu finden ist, das Klima zu schützen, glaubt an eine Utopie. Es klingt schön, funktioniert aber nicht – nicht in Deutschland und schon gar nicht in Ländern wie China oder den USA.
Da ich der Meinung bin, dass es bei Greenpeace auch Leute gibt, die den Dreisatz beherrschen und was von Psychologie verstehen bleibe ich dabei: IHR LÜGT!
23.6.2009 um 18:21 Uhr ·
Stefan
In Plan B lügt Greenpeace nicht, aber dafür geht Greenpeace von äußerst optimistischen (um nicht zu sagen unrealistischen) Prämissen aus.
Beispiel:
Seite 145:
„Der Strombedarf der Haushalte lässt sich daher bis 2020 um knapp ein Viertel reduzieren.“
Theoretisch ja klar, praktisch aber eher unwahrscheinlich
Wie unrealistisch die Prämissen sind schreiben die Autoren in der Studie sogar selbst:
Seite 44, 3. Absatz:
„Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Strombedarf in den letzten Jahren deutlich stärker als erwartet angestiegen ist. Die erschließbaren Effizienzpotentiale und die darüber erzielbare Reduktion des Strombedarfs sind jedoch stark abhängig von den jeweils angesetzten Randbedingungen (z.B. den Energiepreisen). In der vorliegenden Studie werden, abweichend von den Randbedingungen anderer Studien und Potentialabschätzungen, maximaler politischer Wille und optimierte (ordnungs-)politische Randbedingungen vorausgesetzt.“
23.6.2009 um 19:58 Uhr ·
jo
@Luis
man kann sicher über den Inhalt und die Vielzahl von Studien, welche die Machbarkeit des Austiegs aus der Kohle- und Atomkraft darlegen, lange diskutieren.
Allerdings trifft es nicht zu, das erneuerbare Energien im klassischen Sinne des Begriffes “Subvention” gefördert werden. (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Subvention) Bei der Photovoltaik ist der Förderung z.B. degressiv, d.h. sie sinkt mit der Zeit. Außerdem werden Atomkraftwerke ja auch subventioniert, was AKW-Befürworter gern verschweigen. So kassieren die AKW-Betreiber aus den Rückstellungen, die für die Entsorgung und Rückbau von AKW’s gebildet werden müssen, jede Menge Zinsen. Und dafür zahlen sie nicht einmal Steuern, während der Staat z.B. bei den Rentnern genau hinschaut, wieviel sie gespart haben und ggf. Zinsabschlagssteuer kassiert. Ist das gerecht? Ist es gerecht, das Menschen in Uranabbaugebieten erkranken, nur weil hierzulande einige Konzerne Riesenprofite einfahren wollen? Ist es gerecht, das der Steuerzahler für die Sanierung des Atommülllagers Asse aufkommen muß und nicht die Energiekonzerne, welche den Schlamasel verursacht haben?
Was die Notwendigkeit von Einsparungen angeht, stimme ich gern zu. Das könnte man so reglen, wie z.B. in Japan mit dem sog. “Toprunner-Gesetz”. Dies bewirkt eine Senkung des Stromverbrauchs von Haushaltsgeräten und anderer elektronischer Geräte. Solche Vorschriften mögen aber die Stromkonzerne hierzulande nicht. Woran kann das wohl liegen?
24.6.2009 um 00:26 Uhr ·
Stefan
Lieber Louis,
leider sind in Deinem Beitrag ein paar falsche Behauptungen.
1.Natürlich zahlen Energiekonzerne auf die Erträge aus Ihren Rückstellungen Steuern
2. Natürlich werden Erneuerbare Energien massiv subventioniert. Damit sich die Leuten eine Solaranlage aufs Dach bauen, muss man Ihnen aktuell 42 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Strom an der Börse kostet 6 Cent. Das mag zwar nach Wikipedia keine Subvention sein (da diese Differenz zum Marktpreis nicht direkt vom Staat gezahlt wird), aber der Staat zwingt alle Bürger über eine Umlage diese “Förderung” zu zahlen. Faktisch ist das also eine Subvention. (Und um das Argument gleich vorweg zu nehmen: AKWs werden nicht subventioniert. Sie wurden jedoch in der Vergangenheit mit sehr beträchtlichen Forschungszuschüssen bedacht).
3. Das tatsächliche Schlamassel in Asse haben nicht die Energieversorger verursacht, sondern die (staatliche!) Helmholtz-Gesellschaft als damaliger Betreiber des Versuchsbergwerks bzw. das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde.
4. Top-Runner ist eine sehr gute Idee, die übrigens auch von Energieversorgern unterstützt wird. E.ON macht sogar momentan eine große Energiespartour durch Deutschland: http://www.eon-energiesparen.de Da arbeiten doch auch normale Menschen mit Familie. Für Energieverschwendung ist da sicherlich keiner.
24.6.2009 um 11:21 Uhr ·
Tobias Staufenberg
@Louis:
Auch wenn auf deinen letzten Beitrag schon eingegeangen wurde, möchte ich dennoch kurz etwas zu deinen drei Punkten anmerken:
zu 1.)
D´accord! Energiesparen fängt bei jedem Einzelnen von uns an. Ein paar Anregungen gibt´s hier: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Verbraucherratgeber_Klimaschutz.pdf
zu 2.)
Nach unserer Studie Plan B werden die absoluten Gasmengen nur um mximal 7,5 Prozent erhöht. Das birgt keine Risiken und lässt genug Zeit offen, um eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien umzusetzen, was mittel- bis langfristig das Ziel sein muss.
zu 3.)
Es geht nicht um eine Subvention der Erneuerbaren, sondern um eine Anschubfinanzierung bis zum Erreichen der sogenannten Netzparität. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Preis für Strom aus erneuerbaren Quellen konkurrenzfähig wird, also mit dem regulären Strompreis gleichzieht. Diese Netzparität wird für Solarstrom bereits 2012 erwartet:
http://www.epochtimes.de/articles/2009/06/05/453915.html
http://www.heise.de/tp/blogs/2/138170
Es geht also durchaus anders. Man muss nur wollen.
Herzliche Grüße,
Tobias
24.6.2009 um 11:33 Uhr ·
jo
@Stefan,
1. Woher stammt die Information, das die Energiekonzerne auf die Erträge aus Ihren Rückstellungen Steuern zahlt? Bereits 1997 hat das Bundesfinanzministerium die Angelegenheit zur Diskussion gestellt. Das deutsche Atomforum hat es seinerzeit strikt abgelehnt, das die Erträge aus den Rückstellungen besteuert werden. Daher hätte ich gern mal die entsprechende Rechtsvorschrift gewußt, wo man nachlesen kann, wie die Erträge aus den Rückstellungen der Stromkonzerne besteuert werden.
2. Es stimmt, das die Helmholtz-Gesellschaft war bis vor kurzem Betreiber von Asse war. Angeliefert hat den Müll jedoch die Atomindustrie, obwohl Asse kein offizielles Endlager ist. Insoweit sind beide verantwortlich. Aber das klären in den nächsten Monaten sowieso die Gerichte bzw. der Untersuchungsausschuß im niedersächsichen Landtag.
3. Die Energiespartour von E.O.N ist in erste Linie eine PR-Aktion, genauso wie
die “Klimaunterschriften-Aktion” von Vattenfall. Würde E.O.N diese Sache wirklich ernst meinen, dann würden sie auf den Neubau von Kohlekraftwerken verzichten und ihr Geld in Maßnahmen zur Energieeffizienz stecken.
24.6.2009 um 11:50 Uhr ·
Tina
Diese ganzen Atombefürworter sollte man mal in eine Wohnsiedlung direkt am Kernkraftwerk einquatieren. Da können sie dann fröhlich mit ihren kleinen Kindern leben, im Garten an der frischen Luft neben dem Kraftwerk.
Und abends den Kindern Gute-Nacht-Geschichten erzählen vom günstigen Strom aus dem Werk.
Wir wohnen in der Nähe und alle Leute, die ich jetzt treffe hier in der Gegend, sind erschrocken, wie leicht Greenpeace auf den Reaktor kam.
Dieser friedliche Protest hat die Leute doch endlich wieder einmal wachgerüttelt.
Es besteht einfach gar kein vernünftiger Grund, dieses uralte Kraftwerk nicht vom Netzt zu nehmen.
25.6.2009 um 16:54 Uhr ·
Tim Schmitt
@Tina:
Warum sollte es ein Problem sein, in der Nähe eines KKWs zu leben? Es kommt keinerlei Strahlung, die auch nur im Ansatz gefährdent sein könnte, aus einem Reaktor in die Umwelt.
Zum Vergleich: wenn du ein Paar mal im Jahr zum röntgen gehst, erhält der Körper eine höhere Strahlendosis, als wenn man neben einem KKW lebt!
25.6.2009 um 18:39 Uhr ·
Stochelo
@Tina:
Also wenn da soooooooooo gefährlich ist?!, warum ziehst Du den
nich weg!, oder ist deine Gesundheit Dir das nicht wert?.
25.6.2009 um 19:13 Uhr ·
Hagstrom
Klar, neben einem AKW würde ja jeder gerne wohnen.
Sag das mal all den Familien, die so nah an einem AKW wohn(t)en, dass ihre kleinen Kinder Leukämie bekommen haben.
Ich weiß, ein Zusammenhang konnte auch durch wissentschafltiche Szudien nicht eindeutig belegt werden. Die Leukämie-Rate bei kleinen Kindern in AKW-nähe ist bloß trotzdem höher.
Wieviele Spitzenpolitiker und Stromkonzernbosse wohnen denn bitteschön in der Nähe eines AKW’s? Die haben darauf nämlich auch keinen Bock…
Und dabei hat Deutschland doch die sichersten Atmokraftwerke der Welt…..sogar für Tagestouristen.
http://i397.photobucket.com/albums/pp60/TheFamilydf2/KKU_1.jpg
http://i397.photobucket.com/albums/pp60/TheFamilydf2/KKU_2.jpg
Und nein, dass ist keine Ironie oder Sarkasmus….sondern schon Galgenhumor.
25.6.2009 um 19:19 Uhr ·
Daniel
MoinMoin, aus Nordenham!!
Also, ich wohn so ca. 7KM vom AKW Unterweser entfernt! Bis jetzt keine schlechten erfahrungen gemacht, ausser, das mein Vater dort sein geld verdient
25.6.2009 um 21:07 Uhr ·
Tim Schmitt
@Hagstrom:
Nein, diese These ist nicht bewiesen, da es keinerlei Studien über Leukämieraten in der Nähe anderer Kraftwerke gibt., schlechtes Argument. Außerdem wird die Umgebung ständig im Bezug auf Dosisleistung überwacht und es wurden meines Wissens noch keine schädlichen Werte festgestellt. Nirgendwo in Deutschland!
25.6.2009 um 21:42 Uhr ·
Hagstrom
@Tim Schmitt:
Oh wow, schlechtes Argument!
Ich sagte doch, dass es in einer wissenschaftlichen Untersuchung NICHT bewiesen werden konnte das die Leukämiefälle durch die AKW’s in der Nähe bedingt sind.
Nur tritt bei Kindern trotzdem in der Nähe von AKW’s eine erhöhte Leukämierate auf!
Dann sag mal den Familien die betroffen sind und teilweise ihre Kinder beerdigen mußten, dass es keine schädlichen Werte gibt und alles überwacht wird und das Wohnen in Nachbarschaft zu einem Kernkraftwerk ‘ne feine Sache ist.
Mag ja alles vielleicht auch ‘ne reine Glaubenssache sein, aber die Atomwirtschaft hat bei mir dank ihrer Lügen (und die ganz aktuelle ist ja die über die Asse hier in Niedersachsen) jedes Vertrauen verspielt. Ich glaube denen nicht und bin dann auch nicht bereit im guten Glauben auf das was die als Sicherheit bezeichnen zu vertrauen.
25.6.2009 um 23:20 Uhr ·
Hagstrom
@Tim Schmitt:
Ach ja, vielleicht interessiert dich ja diese Studie vom Bundesamts für Strahlenschutz:
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/erhoehte_leukaemierate_bei_kindern_durch_akw/
25.6.2009 um 23:28 Uhr ·
Tim Schmitt
Es sterben auch anderswo Kinder, aber das soll hier nicht das Thema sein.
Sicher ist, dass es wohl noch keine großartigen Fakten zur Auswirkung geringer Strahlendosen gibt. Aber bedenke bei dem Thema, dass wir pro Jahr etwa 1 Milisievert Strahlendosis auf natürlichem Wege absorbieren, welche man eben nicht verhindetn kann. Hätte die Strahlung direkten Einfluss auf die Krebsrate, müsste selbst im Schwarzwald eine erhöhte Leukämierate festgestellt werden, da dort die Untergrundstrahlung höher als in Restdeutschland ist.
Dann müssten auch Stewardessen / Stewards, Pilotinnen und Piloten sowie Bergsteiger eine erhöhte Krebsrate aufweisen, da die Dosis mit zunehmender Höhe über zunimmt. Ob dies der Fall ist, kann ich nicht genau sagen, ich gehe aber davon aus, dass es nicht so ist.
Im Bezug auf diese Thematik ist noch Forschungsarbeit nötig. Aber kenne wir den Einfluss, den laute Rotorblätter von Windkraftanlagen auf den Menschen haben, geschweigedenn die Elektromagnetischen Felder, die von den Generatoren ausgehen, auch wenn sie eher schwach sind. De elektromagnetische Strahlung von Handys soll ja angeblich gefährlich sein…
Die Sache Asse ist extrem unglücklich verlaufen und hat sicher einiges an Vertrauen gekostet, vollkommen richtig. Aber ein Endlager wird benötigt, egal wie. Und ins Weltall können wir die Abfälle nicht schießen, dies ist klar. Ansonsten bleibt eben nur ein Unterirdisches Endlager, wie Asse eben eine theoretische Möglichkeit war. Aktuell ist es der Schacht Konrad, der stark im Gespräch ist und der auch ab etwa 2013 radioaktive Abfälle aufnehmen soll.
26.6.2009 um 14:37 Uhr ·
Hagstrom
@ Tim Schmitt:
Wow, ich staune mal gerade wie einfach du Leukämie bei Kleinkindern abtust.
Richtig, es ist konnte (noch) nicht unwiederbringlich nachgewiesen werden, wodurch die erhöhte Leukämierate in AKW-Nähe nun verursacht wird.
Fest steht aber nunmal, dass es sie gibt!
Und deshalb wiederhole ich: Schonmal mit Eltern geredet, deren Kind betroffen ist oder sogar daran gestorben ist? [Ein kleiner Hinweis mal: Bitte für die DKMS typisieren lassen. Ist ganz einfach und kann Leben retten. Danke]
Und welche Eltern wollen dann noch überhaupt in der Bähe eines AKW wohnen? Da machst du es dir mit deiner Aussage, dass es kein Problem sein sollte in der Nähe eines AKW zu leben aber etwas leicht.
Die Sache mit der Asse hat einiges an Vertrauen gekostet? Das ist ja eine noch sehr wohlwollende Formulierung. Wenn man als Bürger seit Jahrzehnten belogen und getäuscht wurde, dann ist da zumindest bei mir absolut kein Vertrauen mehr vorhanden und darüber dürfen sic die Verantwortlichen dann auch nicht beklagen!
“Aber ein Endlager wird benötigt, egal wie.” 0.0 Egal wie??? Wow, das würde dann doch wohl die eben erwähnten Täuschungen und Lügen mit einschliessen, oder?
Sorry, aber ein “egal wie” ist ja wohl ein Schlag ins Gesicht aller Menschen in der betroffenen Region, die sich zu recht Sorgen um ihr Sicherheit, Gesundheit und auch Existenz (u.a. Landwirtschaft) und die ihrer Kinder machen.
Natürlich brauchen wir ein Endlager. Da kommen wir nunmal nicht mehr drum rum.
Aber wenn, dann sollte es auch so sicher wie absolut möglich sein und das schließt dann auch eine Landesweite und unvoreingenommen Suche mit ein. Und in diese Fall sind erhöhte Kosten für mich mal kein Argument, da es um die Sicherheit der Menschen geht. Und ein Bergwerk, dass sich dann nach 10, 15 oder mehr Jahren als dann doch nicht so sicher entpuppt verursacht dann im Nachhinein noch höhere Folgekosten.
Ein Wort noch speziell zum KKU. Mein Opa hat damals den Bau miterlebt und schon da gesagt: “Von sowas kann nichts Gutes ausgehen.”
Sicherlich nur eine Meinung. Die eines Mannes, der nicht studiert war oder groß was von Physik verstand. Aber eine Meinung lange vor Tschernobyl, Atomendlagersuchen, Castortransporten und dem Skandal um die Asse.
In diesen 30 Jahren hat es die Atomindustrie nicht geschafft alle Menschen von der Sicherheit und Problemlosigkeit der Kernenergie zu überzeugen. Im Gegenteil muß ich sagen, wenn ich da nur wieder auf die Asse verweise.
Und diese tolle Greenpeace-Aktion hat das alles für mich nur massiv Unterstrichen und in erschreckender Weise verdeutlicht, auch wenn es am KKU selbst in den 30 Jahren keine bekannten Störfälle gegeben haben mag.
26.6.2009 um 15:13 Uhr ·
Tim Schmitt
Der Ausdruck “egal wie” war nicht so gemeint, wie er logischerweise von dir interpretiert wurd, da habe ich mich im Ausdruck weit vergriffen, absolut richtig. Klar ist, dass man das Lager so sicher wie irgendwie möglich machen muss. Dazu müssen aber bestimmte Kriterien erfüllt sein, die wohl in der Region Niedersachsen / Sachsen-Anhalt in zufriedenstellendem Maß erfüllt werden. Den Perfekten Standort wird es sicher nicht geben, also muss man bei den Auswahlkriterien ein Paar abstriche zulassen, die man mit beulichen und technischen Maßnahmen natürlich ausgleichen muss.
Die Betreiber, die zuständigen Behörden und auch die Bundesregierung haben es über Jahrzehnte hinweg verpasst, die Bevölkerung über die Kernenergie aufzuklären, das kann man auch nicht in den nächsten 5 Jahren nachholen. Dieser Prozess muss im Physikunterricht in der Schule beginnen. Aber bei der jetzigen “Elterngeneration” sitzt die Angst einfach zu tief, als dass man sie noch wegbekommen könnte.
Die Greenpeace Aktion halte ich im Vergleich zu dir als absolut gar nicht toll! Die Aktivisten könne von Glück reden, dass das Wachpersonal nicht nach Vorschrift gehandelt hat und Schusswaffen benutzte, was sie in solchen Fällen dürfen! Vor allem wirft sie ein sehr schlechtes Licht auf diese Organisation.
Dass dein Großvater ähnliches vor 30 Jahren bereits prophezeit hat, heißt nicht viel. Es kann genauso Zufall gewesen sein, dass es ähnlich eintrat. Die Bildung spielt dabei gar keine Rolle. Eine Meinung darf, und vor allem sollte man haben, egal ob man Prof. Dr. Dr. heißt oder Schreinergeselle ist.
Die Leukämiefälle will ich nicht einfach mal so nebenanschieben, das wäre absolut falsch. Dieses Schicksal ist für jeden, den es betrifft einfach nur schrecklich, die Fälle aber ohne Beweis einfach so auf die Kernenergie zu schieben, halte ich für voreilig. Indizien sind da, aber noch lange keine Beweise. Wenn es solche gibt, muss man sich Gedanken über weitergehende Sicherheitsmaßnahmen machen, die dieses Risiko soweit wie möglich ausschließen.
Was Castortransporte deiner Auflistung der Problemfälle zu suchen haben, ist mir aber schleierhaft.
26.6.2009 um 16:03 Uhr ·
Hagstrom
@ Tim Schmitt:
Castortransporte habe ich deshalb mit angeführt, weil sie jedesmal massiven Widerstand in der Bevölkerung und durch viele andere, und leider nicht immer gewaltfreie, Demonstraten behindetr werden und nur unter einem massiven Polizeiaufgebot zu bewerkstelligen sind. Das kostet nicht nur sehr viel Geld, sondern die Polizisten sind davon auch alles andere als begeistert, zumal die sich auch sehr unwohl fühlen in der Nähe so eines Castortransportes. Dazu gab es im übrigen auch schon Untersuchungen und Auseinandersetzungen vor Gericht, weil Beamte sich unverhältnismäßig hoher Strahlung ausgesetzt sahen.
Frag mal betroffene Polizisten dazu. Sehr viele stehen von der Einstellung her dem gewaltlosen Widerstand in der Bevölkerung näher als dem staatliche Auftrag den sie durchsetzten müssen, denn die wollen selbst auch nicht mit Atommüll in der Nähe leben.
Ich will jetzt nicht immer wieder auf den Leukämiefällen rumreiten, aber wenn du sagst “Indizien sind da, aber noch lange keine Beweise.” dann machst du es dir aber doch sehr einfach.
Nicht das ich das bestreiten würde! Ich habe ja selber darauf hingewiesen. Nur ist es nunmal so, dass das in AKW-Nähe häufiger Auftritt. Selbst ohne dafür jetzt ausdrücklich einen Schuldigen zu nennen, du glaubst doch selbst nicht, dass das werdende oder junge Eltern beruhigt. Insofern finde ich es doch etwas leichtfertig für wie unproblematisch du das Wohen in der Nähe eines Kernkraftwerks hälst.
Deine fehlenden Beweise sind für Betroffene kein Trost und können auch sicherlich nicht die Ängste von vielen nehmen, wenn die Häufung solcher Fälle nunmal vom BfS belegt ist.
Wenn du von den bestimmten Kriterien sprichst, die wohl in der Region Niedersachsen / Sachsen-Anhalt in zufriedenstellendem Maß erfüllt werden, meinst du mit Sachsen-Anhalt dann Morsleben???
Dann schau dir bitte mal diesen Beitrag von Frontal 21 an und hör mal gut zu was u.a. der Präsident vom Bundesamt für Strahlenschutz dazu sagt!
Wenn du das als zufriedenstellend bezeichnest, dann bitte schön. Aber wunder dich nicht wenn es sehr viele Menschen doch ganz anders sehen.
So überzeugt man besorgte Bürger nicht und beweißt Sicherheit.
26.6.2009 um 16:43 Uhr ·
Hagstrom
Sorry, hab den Link zu dem ZDF-Beitrag vergessen:
http://www.ae-o.de/703.html
26.6.2009 um 16:44 Uhr ·
Tim Schmitt
Klar haben Eltern Sorgen um ihre Kinder, wäre auch komisch, wenn dies nicht der Fall wäre. Ich habe auch nicht gesagt, dass die KKWs sicher nichts damit zu tun haben. Es ist weder nachgewiesen, dass sie einen Einfluss darauf haben, noch ist nachgewiesen, dass dies nicht der Fall ist.
Der Fall Morsleben hat nur teilweise etwas mit dem BfS zu tun, da Morsleben von der Regierung der ehemaligen DDR zum Endlager ausgewählt wurde und nicht vom BfS.
Welche geologischen Voraussetzungen dort genau gegeben sind, oer eben nicht, kann ich nicht sagen, da ich mich mit dieser Thematik nicht hundertprozentig auskenne. Spekulieren bringt auch nichts.
Dass es mehrere Meinungen über das Leben in der Nähe eines KKWs gibt, ist absolut verständlich, da es noch keine zweifelsfrei nachgewiesenen Fakten gibt, bzw. gewisse Studien noch nicht gänzlich abgeschlossen sind, welche wichtige Informationen liefern könnten. Ich für meinen Teil könnte beruhigt in der Nähe eines KKWs leben. Dies hängt aber stark mit der Einstellung der Kernenergie zusammen.
Dass sich Polizisten nicht über die Sicherungseinsätze bei Castortransporten freuen, weiß ich. Ich lebe nichtmal 30 Meter Luftlinie von der Strecke entfernt, welche bei jedem Transport genutzt wird und habe mich auch bereits mit Polizisten darüber unterhalten. Rein Wissenschaftlich gesehen, ist die Strahlung, welche aus den Castoren herauskommt, nicht wesentlich höher, als die natürliche Untergrundstrahlun und somit nach aktuellem Wissensstand nicht schädlich.
Aber mir haben einige der uninformierten Kernkraftgegner versichert, dass sie spüren, wie Strahlungsteilchen ihren Körper durchboren. Leider habe ich, außer dir in diesem Blog, noch keinen Gegner getroffen, mit dem man sachlich über dieses Thema diskuttieren kann.
Der gewaltlose Wiederstand, den die meisten Demonstranten ausüben, ist ein Grundbestandteil der Demokratie. Dieser ist nicht nur erlaubt, sondern oftmals notwendig. Wenn dieses Recht eingeschränt werden würde, wäre es der Tod der Demokratie. Aber da es immer irgendwelche Leute gibt, die sich an Gleisen anketten oder randalieren, müssen solche Transporte eben geschützt werden.
26.6.2009 um 16:56 Uhr ·
Hagstrom
Dann lebst du noch dichter an der Castorstrecke, als ich am KKU.
Öhm, hast du dir den Frontal 21-Beitrag schon angeguckt?
Da geht es u.a um die Sicherheit, um die ausufernden Kosten und die Art und Weise wie dort von Seiten der Politik dazu verfahren wurde.
Und was der Präsident des BfS vor Ort zur Sicherheit von Morsleben sagt haut mich jedenfalls schon ziemlich um. Interessant auch zu sehen, dass zumindest einige Unionspolitiker die Lage dort und Kernenergie allgemein gönzlich anders einschätzen als man es vom Parteiprogramm her vermuten könnte.
Und die Art und Weise wie alles nach der Wende in Morsleben abgelaufen ist, sowohl seitens der Atomwirtschaft und der Politik finde ich im höchsten Maße unanständig….und das ist noch milde formuliert.
Natürlich arbeitet die Atomwirtschaft, wie es numal so ist in der Wirtschaft, profitorientiert. Wenn man allein diesen ZDF-Beitrag sieht, mag man aber leicht glauben, dass das vielleicht doch nicht der beste Weg um Umgang mit radioaktivem Materialien ist. Und dann kann man auch leicht befürchten, dass Sicherheit womöglich auch hinter Profitstreben zurückstecken muß.
Kernkraftwerke sind absolut sensible Sicherheitsbereiche. Und spätestens nach dem 11 September muß man auch auf AKW’s Anschläge zumindest einkalkulieren.
Dabei geht es nichteinmal nur um die Leben und die Gesundheit der Bürger, sondern auch um die Versorgungssicherheit unserer Industrie mit Energie. Die möglichen wirtschaftlichen Einbußen bei massiven Energieausfällen (und seien sie noch zu unwahrscheinlich) könnten auch katastrophal sein.
Für all das haben die Energiekonzerne auch die Verantwortung. Und nach all den aufgeführten Beispielen kann ich wirklich nicht erkennen, dass sie dieser Verantwortung nach entprechend handeln.
Inwieweit der Staat vielleicht besser für die notwendige Sicherheit sorgen sollte, wäre dann sicher auch noch diskussionswürdig.
Aber so wie es bisher war und immer noch ist sehe ich bei der Atomwirtschaft ein Gewinnstreben gegenüber dem die Sicherheit der Bevölkerung untergeordnet ist. Das ist für mich unakzeptabel.
Es geht hier letztendlich im Extremfall nicht um Shareholdervalue und Gewinnmaximierung (zumal die Energiekonzerne hier auch nach wie vor beinahe eine Monopolstellung haben), sondern um die Sicherheit und Gesundheit und auch das Vermögen (=Steuern) aller Bürger dieses Landes.
Da müssen auch besonders hohe Maßstäbe angelegt werden. Das ist leider einfach nicht der Fall und ich finde das beklagenswert.
26.6.2009 um 17:22 Uhr ·
Tim Schmitt
Dass man Anschläge, welche mit dem 11.September vergleichbar sind in die Sicherheitsplanungen miteinbeziehen muss ist absolut korrekt. Das Problem bei älteren Kraftwerken ist einfach, dass dies nicht immer ohne weiteres möglich ist. In diesem Fall wären Neubauten eine sinnvolle Alternative. Aber solche Vorhaben scheiter an vielfältigen Dingen. Protesten der Bevölkerung, Genehmigungsverfahren, allgemeine deutsche Bürokratie. Die Kernenergie ist mittlerweile eher zum Spielball der Politik in Wahlkampfphasen geworden, als zu einer ernsthaften öffentlichen Diskussion. Ich bin mir nicht einmal wirklich sicher, ob Greenpeace nicht ein wenig Stimmung im Wahljahr machen wollte und deshalb eine solche Aktion gebracht hat, aber das ist natürlich reine Spekulation.
Natürlich ist die Energiewirtschaft wie alles auf dieser Welt schon längt kommerzialisiert und nur der Kontostand bzw. der Aktienwert zählt. Dennoch sind die deutschen KKWs weltweit die sichersten, ohne wenn und aber. So sollte es auch mit einem Endlager werden. Es müssen zwingend alle möglichen Maßnahmen, welche der Sicherheit dienen ach genutzt werden. Deshalb würde ich persönlich den Schacht Konrad klar bevorzugen, da dieser wohl die optimalsten Bedingungen der 3,5 potentiellen Kandidaten bietet. 3,5 weil Asse nur ein Forschungsprojekt war/ist welches sich im Rückbau befindet und Morsleben wohl eher weniger den Vorstellungen im Bezug auf Sicherheit entspricht. Der Staat ist soweit ich weiß für die Endlagerung zuständig, sollte aber von den KKW-Betreibern unterstützt werden, vor allem finanziell. Die Kosten, die für ein solches Endlager anfallen sind natürlich enorm, wobei sie auch notwendig sind, um es vernünftig sichern zu können.
Den Beitrag konnte ich mir bisher leider noch nicht ansehen, werde dies aber im Laufe des abends nachholen.
26.6.2009 um 19:59 Uhr ·
Hagstrom
Der Beitrag ist nur knapp über 8 Minuten. Schau ihn dir dann mal an.
Ich geb dir bei so manchem recht, wie z.B. auch den Kosten und das sich die KKW-Betreiber da beteiligen sollten.
Nur sieht die Realität, siehe eben den ZDF-Beitrag, doch ganz anders aus.
26.6.2009 um 20:08 Uhr ·
Tim Schmitt
Na irgendwie will der Blog grad nicht so wie ich es will…
Ich denke, dass das BfS einen ordentlichen Platz für das Lager finden wird, sieht auch stark nach Schacht Konrad aus.
Was vielleicht in naher Zukunft das Problem der Endlagerung erheblich verkürzen könnte, wäre der Beschuss langlebiger Radionuklide mit Neutronen, welche zu einer Umwandlung in kurzlebige führen würde. Wird aber zur Zeit erst erforscht und befindet sich sozusagen noch in der Pubertät. Durch diese Technologie ließen sich erhebliche Kosten einsparen und das Material wäre um ein Vielfaches schneller abgebaut.
Das Problem, weshalb sich die Betreiber wohl nicht an den Kosten beteiligen werden, ist wohl die rechtliche Lage, nach der sich der Staat verpflichtet, selbst für die Endlagerung zu sorgen. Alleine die Zwischenlagerung liegt in der Verantwortung der Betreiber.
Es wird viel auf die kommende Regierung ankommen. Bis zu den Wahlen wird in diesem Bereich wohl nichts mehr passieren. Auch die Zukunft der Kernenergie wird sich wohl in den Wahlen im September entscheiden. Bei schwarz-gelb zumindest Laufzeitverlängerungen, bei rot-grün Ausstieg. Nach dre nächsten Wahlperiode ist es für einen Rücktritt vom Ausstieg zu spät, dann ist das Thema beendet, oder der Rücktritt vom Ausstieg ist beschlossene Sache. In Zweiterem Fall werden wohl die älteren KKWs trotzdem stillgelegt, aber dann vielleicht durch neue ersetzt.
Da der Blog grad nicht will, könntest du mir den Link nocheinmal posten. Ich sehe grad nur deinen letzten Beitrag. Danke
26.6.2009 um 20:20 Uhr ·
Louis
Für die, die so viel auf die Aussagen von Herrn König als Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz geben:
Herr König ist Ingenieur für Stadtentwicklung! Da stellt sich natürlich die Frage was ihn dazu befähigt, diesen Job auszuüben… Die Antwort: Als wir eine Rot-Grüne Regierung hatten, hat man den Grünen-Politiker König auf den Posten gesetzt! Das ist so, als wenn man ein Mitglied der Vegetarier-Partei zum Präsidenten des Instituts für Nutztierzüchtung macht! Das führt dazu, dass eine wissenschaftliche Arbeit ohne politische Färbung nicht mehr möglich ist. Herr König ist sogar so von sich eingenommen, dass er permanent anerkannten Wissenschaftlern widerspricht!
So ist es auch zu erklären, dass die Autoren der Kinderkrebsstudie die Interpretation ihrer Studie von einigen grünen Politikern und Technokraten als falsch bezeichnen, aber das ließt man selten in unseren Medien. Die Studie kommt u.a. auch zu dem Schluss, dass die Atomkraft nicht die Ursache für das Auftreten von Leukämie bei Kindern ist.
Wenn die Atomkraftwerke Leukämie erzeugen, dann dürfte es in Polen und Österreich ja kein Leukämie geben, denn dort gibt es auch keine AKW! Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht die persönlichen Einzelschicksale in Abrede stellen. Aber man sollte vielleicht auch akzeptieren, dass AKW nicht an allem Schuld sind, was man nicht erklären kann.
Nochmal zu Hr. König und seiner Eignung: Angenommen ihr habt Schmerzen in der Brust. Wem würdet ihr glauben: Dem Herzchirurgen, der euch untersucht und sagt, es ist nichts Ersthaftes oder einem ehemaligen Politiker, der jetzt Chef des Krankenhauses ist und euch Angst macht, wenn ihr euch nicht operieren lasst werdet ihr sterben. Es ist eure Entscheidung!
In diesem Sinne sollten auch die Statements von Personen betrachtet werden, die als abgehalfterte Politiker (unabhängig welcher Partei) Chefs von (ehemals) renommierten wissenschaftlichen Institutionen wurden.
29.6.2009 um 16:23 Uhr ·