… ist meistens mehr gesagt als getan.
Das 61. Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) ist vorbei, doch das gesteckte Ziel wurde nicht erreicht: nämlich die Modernisierung des Gremiums, um die Zukunft der Wale zu sichern. Die Konferenz endete einen Tag früher als geplant. Offensichtlich war allen Beteiligten klar, dass es keinen Grund gab, das Elend noch einen Tag hinauszuzögern. Einzige Lichtblicke der Tagung sind eine Resolution zur Auswirkung des Klimawandels auf die Walbestände und die Ernennung eines neuen Vorsitzenden: Christian Maqueira aus Chile. Ansonsten wurde viel geredet und wenig Konkretes beschlossen.
Das Hauptergebnis der Tagung lässt sich so zusammenfassen: Nachdem man es während der Gespräche der vergangenen 12 Monate nicht geschafft hatte, eine Einigung über die Zukunft der IWC zu erzielen, einigte man sich nun darauf, weitere 12 Monate zu reden. Diesmal in kleinerer Runde als im vergangenen Jahr. Auch Deutschland gehört zu der Arbeitsgruppe, an der Repräsentanten aus insgesamt 12 Staaten beteiligt sind. Die Arbeitsgruppe soll einen Ausweg aus der verfahrenen Situation entwickeln. Ihre Ergebnisse stellt sie auf der 62. Jahrestagung im Juni nächsten Jahres in Agadir/Marokko vor.
Die Positionen der in der IWC aktiven Kräfte könnten gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite stehen am Walschutz orientierte Länder wie Australien, USA oder Deutschland. Diese Länder treten für eine Modernisierung des Gremiums ein, um den vielfältigen Bedrohungsfaktoren für die Wale gerecht zu werden. Dazu gehören die Beifänge in den Netzen der Weltfischerei, die allgemeine Verschmutzung der Meere, Schiffkollisionen sowie der ständig zunehmende Unterwasserlärm.
Auf der anderen Seite stehen Länder wie Norwegen, Island und vor allen Dingen Japan, die sich eine kommerzielle Waljagd im großen Stil auf ihre Fahnen geschrieben haben. Japan sichert sich mit hunderten Millionen US-Dollar, die offziell als Entwicklungshilfe an Drittweltnationen gezahlt werden, die Unterstützung vieler westafrikanischer und armer Inselnationen. So kommt eine Sperrminorität zustande, die jeden Fortschritt verhindert.
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[...] IWC auf eine Arbeitsgruppe geeinigt, die dem Gremium neues Leben einhauchen sollte. Der Grund: Die IWC ist handlungsunfähig geworden. Zu unterschiedlich sind die Positionen der Mitglieder. Bei Abstimmungen ist eine [...]