Vattenfall, Krümmel und der TÜV

16. Juli 2009 · von Viktoria Thumann

Eins fügt sich zum anderen. Wer sich vorgestern noch fragte, wie nach zwei Jahren Stillstand und umfassenden technischen Prüfungen nach nur zwei Wochen Betriebsdauer erneut ein Zwischenfall im Kraftwerk Krümmel passieren konnte, bekommt mit den Enthüllungen der taz vielleicht eine Antwort.

So ist an einem Maschinentrafo ein Kontrollgerät nicht installiert worden. Bei Vattenfall wurde dieses Versäumnis heruntergespielt. Laut Konzern-Sprecherin Barbara Meyer-Bukow war das Gerät für das Anfahren des Reaktors “nicht relevant”.

Der Konzern verkündete in einem Zwischenbericht,  Sachverständige und Gutachter hätten “keine Beanstandungen gegen die Betriebstüchtigkeit” des Trafos vermerkt.

Der TÜV hingegen scheint das anders zu sehen. Dessen Gutachter haben laut taz die Betriebstüchtigkeit des beschädigten Transformators “nicht uneingeschränkt bestätigt”. Vielmehr hätten sie ihre Abnahme an die Bedingung geknüpft, dass eine neue Sicherheitseinrichtung installiert werde.

Interessant. Noch vor weniger als einer Woche hatte Vattenfalls Vorstandsvorsitzender Tuomo Hatakka großspurig erklärt, dass der Konzern in der Kernenergie starken Wert auf höchste Sicherheit legen würde.

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