Greenpeace-Aktionstag am 22. und 23. August im OZEANEUM!

19. August 2009 · von Angela Pieske
(c) Frank Hormann/nordlicht/Greenpeace - Beim Angelspiel im OZEANEUM

Beim Angelspiel im OZEANEUM

Am kommenden Wochenende sind unsere ehrenamtlichen Greenpeace-Kollegen wieder zum Thema “Meeressschutz” vor Ort. Der aktuelle Fisch-Ratgeber wird am Stand verteilt, ebenso vertiefende Informationen zu den geplanten Meeresschutzgebieten. Für die kleinen Gäste werden Aktionen angeboten, z.B. das Angelspiel: Welchen Fisch kann ich eigentlich noch essen? Parallel kann der Besucher sich aktuelle Fimbeiträge im Kinosaal des OZEANEUMs ansehen, um vielleicht noch weitere Informationen zu erhalten.

Die Greenpeacer stehen natürlich gerne auch für Fragen zur Verfügung und das nicht nur zum Thema Meere.

Kommen Sie gerne vorbei und lassen sich informieren.
Termin: 22. und 23. August 10-18 Uhr im OZEANEUM

Die nächsten Aktionstage finden am 19. und 20. September und in den Herbstferien vom 26. – 30. Oktober statt.

Kommentare

  • Thomas Buiter

    Liebe Angela,

    wieso weist Greenpeace immer wieder auf den Fischratgeber hin, anstatt zu empfehlen überhaupt auf Fisch zu verzichten? Es wird zwar auf Einschränkungen bei der Fangart hingewiesen, doch denke ich, dass der Verbraucher dort nicht mehr unterscheidet, sondern den Fischratgeber nach Art des Fisch für bare Münze nimmt. Bei Fischarten die nach wie vor auch mit Grundschleppfischerei gefangen werden sollte eine generelle Nicht-Empfehlung dort stehen.

    Die Frage bei den Kinderaktionen :”Welchen Fisch kann ich eigentlich noch essen?” ist eigentlich eine gute Frage. Welchen Fisch kann ich beruhigt essen? Welcher Fisch ist nicht erstickt und nach langer Qual gestorben? Selbst bei gewerblicher Fischerei mit Handnetzen oder Angel, werden die Tiere nicht “waidgerecht getötet”.

    Desweiteren Langleinenfischerei als vertretbar zu bezeichnen ist eine Frechheit. Es sterben unzählige Haie und anderer unerwünschter Beifang an diesen Leinen.Eine bis zu 100km lange Fischleine mit bis zu 20.000 Haken als vertretbar zu bezeichnen ist aus meiner Sicht NICHT vertretbar.

    Liebe Grüsse

    Thomas

    20.8.2009 um 11:59 Uhr · Antworten

  • Angela Pieske

    Lieber Thomas,
    es bringt wenig die gesamte Fischerei mit Bausch und Bogen abzulehnen. mit einer solch radikalen Position hört einem bald keiner mehr zu – besonders nicht die Fischindustrie und die -anbieter wie z.B. die Supermärkte.
    Wie so oft im Leben muss man ein wenig differenzieren. So gibt es z.B. 13 Kabeljaubestände im Nordostatlantik. Deren Mehrzahl ist eindeutig in so schlechtem Zustand und wird mit so zerstörerischem Fischereigerät gefangen, dass wir vom Verzehr abraten. Es gibt aber auch noch intakte Bestände wie den in Nordnorwegen. Der wird durch eine handwerkliche, kleinskalige Küstenfischerei bewirtschaftet und wir können dem Verbraucher guten Gewissens den Verzehr empfehlen.
    Greenpeace ist keine Tierschutzorganisation und keine Anti-Fischerei-
    organisation, sondern eine Umwelt- und Anti-Überfischungsorganisation.
    Auch bei der Langleinenfischerei gilt es zu differenzieren. Die Langleinenfischerei auf Kabeljau, Schellfisch und Wolfsbarsch ist absolut nicht zu vergleichen mit der Langleinenfischerei auf Thun- oder Schwertfisch. Während die erste vergleichsweise selektiv die Zielarten fängt, ist letztere großindustriell, arbeitet mit 100 km langen Leinen mit endlos vielen Haken. Die von uns unterstützte Methode der Harpunen- und Leinenfischerei auf Schwertfisch ist hunderte von Jahren alt, komplett selektiv (i.e. einzelne Tiere werden gezielt gefangen) und verbraucht im Vergleich sehr wenig fossile Energieträger, weil kein Fischereigerät durch die Gegend geschleppt wird.

    Herzlichen Gruß
    Angela

    24.8.2009 um 16:45 Uhr · Antworten

  • Thomas Buiter

    Dann wäre es an der Zeit den Fischratgeber mit differenzierteren Fakten und nicht nur Halbwissen zu füllen.

    Liebe Grüsse

    Thomas

    25.8.2009 um 19:51 Uhr · Antworten

  • Thomas Buiter

    Ein kleiner Hinweis noch: der Link rechts zum “Riesen der Meere Blog” zielt obwohl ich darauf seit 2 Monaten hingewiesen hab immer noch ins Leere.

    Liebe Grüsse

    Thomas

    28.8.2009 um 11:53 Uhr · Antworten

  • Diana

    Meine Gedanken sind denen von Thomas sehr ähnlich. Greenpeace war für mich stets eine Organisation, die keine Kompromisse macht, die unmißverständlich und EHRLICH auf Mißstände hinweist. Momentan beschleicht mich jedoch leider das Gefühl, das auch Greenpeace Angst hat vor den mächtigen Lobbyisten und sich duckt.
    Und genau dadurch ist Greenpeace für mich unattraktiv geworden, und was möchte so eine Organisation denn tun ohne junge Mitstreiter?!

    Ich denke, dass Greenpeace für Mut, Kompromißlosigkeit und vor allem auch eine gewisse Kampfbereitschaft steht, wobei Kampfbereitschaft hier nicht misszuverstehen ist. Greenpeace will doch etwas errieichen, nicht wahr? Daran sollte sich diese Organisation endlich wieder erinnern, bevor die Greenpeacer nur noch an Ständen stehen und von allen Mächtigen und Durchschnittsmenschen
    belächelt werden!

    23.10.2010 um 11:42 Uhr · Antworten

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