Der Polizeihubschrauber kam kurz bevor die Aktivisten das Banner an den Turm gehängt haben. Ok, noch ist es nicht entrollt. Es gleicht zur Zeit eher einer rund 20 Meter langen Wurst, die paralell zur oberen Kante zwischen zwei Kletterern hängt. Es fehlen jedoch nur noch wenige Handgriffe und die Botschaft wird weithin sichtbar sein. Die Botschaft der Polizei ging dagegen im Rotorengeräusch ihres eigenen Hubschraubers verloren. Weder am Boden noch auf dem Turm konnten wir verstehen, was sie uns mitteilen wollten. Nach ein paar Runden flog der Heli dann davon… Und so hat das Christian oben auf dem Kühlturm erlebt:
“Die Sonne ist nun einmal halb um unseren Kühlturm gewandert und wir sind immer noch oben. Aber von wegen kühl: Hier oben ist’s alles andere als kühl – die Luft hier oben auf der dünnen Plattform ist wassergesättigt und je nach Windlage wechselt es zwischen Sauna und Herbstwind. Einmal bekamen wir sogar Besuch: Der Polizeiheli kam vorbei und wollte uns was sagen. Aber seine Rotoren waren lauter als sein Megaphon…
Eigentlich haben wir hier eine ganz schöne Aussicht. Viele kleine Seen rundherum – doch viele stammen aus dem Tagebau von Kohle, also trügt der idyllische Schein.”
Christian hat mir unterdessen mitgeteilt, dass unsere Leute oben auf dem Turm inzwischen sehr erschoepft sind. Kein Wunder. Fast 24 Stunden ohne richtigen Schlaf, dazu die Anspannung und die schwere Arbeit…
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[...] liegen zwischen 40 und 50 Grad. Christian beschrieb es in einem Telefonat als permanenten Wechsel zwischen Sauna und Herbstwind – je nach Windrichtung. Deswegen und weil die Botschaft nun hängt, steigen die Aktivisten in [...]