Der Betrieb von Atomkraftwerken ist volkswirtschaftliche Idiotie. Ihr Weiterbetrieb bedeutet mit unseren Lebens- und Zukunfts-Chancen russisches Roulett spielen.
Dieses Zitat stammt nicht von Greenpeace sondern von Mitgliedern der CDU/ CSU. Genauer: Es steht im Grundsatzpapier der Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK).
Dem Glücksspiel mit der Gesundheit Tausender muss ein Ende bereitet werden. Aus diesem Grund hat die CDAK dazu aufgerufen, die große europäische Kundgebung an diesem Wochenende in Colmar (Elsaß) gegen das AKW Fessenheim zu unterstützen. Das AKW Fessenheim ist eines der unsichersten Atomkraftwerke Frankreichs. Es liegt im erdbebengefährdeten Rheingraben – ein Fakt, der auch ohne die wiederholt auftretenden Störfälle und das stattliche Alter von 32 Jahren für ein sofortiges Abschalten des AKW spricht.
Die Mitglieder der CDAK „sind überzeugte Anhänger und Vertreter der bei Gründung von CDU und CSU geltenden Grundsätze“. Doch messen sie dem „christlich“ im Parteinamen durchaus eine Bedeutung zu und teilen die pro-Atom-Einstellung vieler ihrer Parteigenossen nicht.
Die Union wird ihrem Anspruch, Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu machen, nur dann gerecht, wenn sie umgehend den Ausstieg aus der atomaren Sackgasse ermöglicht. Deshalb befürworten wir den raschen Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger und eine dezentrale Energieversorgung in kommunaler Verantwortung.
Angela Merkel wäre gut beraten, sich in der Frage nach einer Laufzeitverlängerung mit den Mitgliedern der CADK kurzzuschließen. Diese haben das Grundgesetz nämlich nicht nur genau studiert, sondern sich auch damit auseinandergesetzt, was seine Auslegung im Bezug auf Atomkraft bedeutet.
TweetDie körperliche Unversehrtheit von Menschen (Artikel 2 Grundgesetz) darf nicht weiter auf dem Altar der Profitinteressen einer verschwindend kleinen Minderheit von Betreibern nuklearer Anlagen geopfert werden.











Hans Kolpak
Ist das ein Chor, der uns auf die Fortsetzung der großen Koalition aus Union und SPD einstimmen will? Ich bin gespannt, wie Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel mit dem CDAK umgehen wird.
02.10.2009 um 19:26 Uhr ·
Heinz Haber
naja, da selbst der Greenpeace Ökostrom die Restlaufzeitverlängerung zu seiner Existenzsicherung ein wenig braucht:
http://blog.greenpeace.de/laufzeitverlangerung-laengst-nicht-beschlossen/trackback/
werden wir sie schon bekommen CDAK hin- oder her….
02.10.2009 um 21:50 Uhr ·
Hans Jonas
Herr Haber,
die ständige Wiederholung ihrer Thesen macht sie nicht glaubwürdiger.
Bitte machen Sie sich mal Gedanken, welche Grundüberlegungen die grundsätzliche Ablehnung der Atomkraft rechtfertigen könnten. Sie sind doch ein kluger Kopf? Und denken Sie dann darüber nach, welche dieser Grundüberlegungen mit ihrer Weltanschauung scheinbar nichts zu tun haben…
mit freundlichen Grüßen,
“Hans Jonas”
03.10.2009 um 10:19 Uhr ·
Heinz Haber
Tja, aber wat noch nich geht, dat geht noch nicht…
Wär ja schön mit den Erneuerbaren Energien, es ist aber erst mal eine Vision, die noch nicht umsetzbar ist- es ist ja keine These von mir, sondern ein Beobachtung, dass Greenpeace faktisch Atom- und Kohlestrom liefert, da Östereich 3x mehr Strom importiert aus Deutschland als exportiert nach Deutschland, was faktisch heisst, all die schöne Wasserkraft die Greenpeace formal verkauft gar nicht zu uns ‘rüber fliesst… Grundüberlegung und Weltanschauung muss sich halt immer mal mit der Realität konfrontieren lassen….
03.10.2009 um 11:30 Uhr ·
Greg
Von Ihren Zahlenspielereien weiß ich nichts. Naturlich kann ich Äpfel und Birnen solange in einem Korb zusammenwerfen bis ich Apfel-Birnen-Brei hab.
Welchen Zweck hat denn der Wechsel zu einem Ökostromanbieter hat? Es hat auch eine politische Aussage. Der kritische Verbraucher solch durch seinen Handeln einen Soll-Zustand herbeiführen, anstatt den Ist-Zustand hinzunehmen.
Sie beklagen hier, dass der Soll-Zustand noch nicht eingetreten ist und kommen so zur Konklusion, dass das ganze Ziel zu verwerfen sei (nämlich der verstärkte Umstieg auf eine Energieform, von der NICHT nur unsere Generation profitiert und die Gefahren und Umweltschäden und verbrauchten Ressourcen dann ein Problem der nächsten Generation ist).
Um diese Argumentation in sich schlüssig zu machen, brauchen sie aber noch jede Menge falscher implizit angenommene Prämissen…
Viel Glück dabei.
03.10.2009 um 13:29 Uhr ·
HeinzHaber
Mir ist klar, dass Sie von der Realität der Stromlieferungen nichts wussten. Dieser Realität steht eine Zahlenspielerei entgegen, nämlich der “Kauf” von Wasserkraft aus einem Land, dass u.a. wegen dem Ausstieg aus der Kernenergie selber nicht mehr genug Strom hat und gar nicht exportieren kann, weil es importieren muss, weil sonst die Lichter in Österreich ausgehen. Der Ankauf dieses “Ökostroms” bleibt also die Zahlenspielerei – sich für Eneuerbare Energien bemühen finde ich gut, aber man muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben, auch Sie, wenn wir vorzeitig abschalten, dann müssen wir wie Österreich den Strom importieren, z.B. von Tschechien, oder von Frankreich- schauen Sie sich die Karte an, die ich in dem anderen Thread verlinkt habe, die Länder mit Atomkraft können exportieren, die ohne importieren – das ist die Realität, heute, an der und mit der müssen wir arbeiten, religiöser Fanatismus ändert da nichts – nicht mal bei der CDU…
03.10.2009 um 14:11 Uhr
Jonas
Herr Haber,
Sie kritisieren hier Greenpeace Energy, weil angeblich nur Strom zugekauft wird, der dann an anderer Stelle durch Atomstrom ersetzt wird. Dass mag bei Anbietern wie Eon Green oder sonstwas sein, aber GPE garantiert, dass innerhalb von 5(?) Jahren Neuanlagen für jeden der Kunden stehen. Es wird also aktiv der Ausbau betrieben.
03.10.2009 um 17:18 Uhr
Greg
Das schönste an Ihren dauernden Äußerungen ist doch, lieber Herr Haber, dass so so tun, als müßten sich diejenigen Rechtfertigen, welche nicht den Planeten ausplündern sondern Alternativen aufzeigen wollen.
Das Gegenteil ist der Fall. Die Befürworter einer schädliche, gefährlichen Technik sollten sich rechtfertigen müssen.
Eine Sache noch, weil heute Feiertag ist und ich noch besseres zu tun hab:
“Trying to have a conversation with you would be like arguing with a dining room table.” (Barnsy Frank)
03.10.2009 um 13:40 Uhr ·
HeinzHaber
Sie plündern den Planeten genauso wie ich, sie haben nur eine weisse Weste dabei an und ignorieren die Tatsachen. Und Sie müssen beweisen, dass sie es besser oder genausogut ohne Atomkraft können, ich muss nichts beweisen, denn die Atomkraftwerke arbeiten und liefern viel billigen Strom mit wenig Risiken und Schäden IN DEUTSCHLAND! Und Österreich ist ein super Beispiel dafür, dass Sie mit Ihren Vorstellungen zum Scheitern verurteilt sind, die haben abgeschaltet und importieren tschechischen Atomstrom, ich denke da stehen auch Reaktoren vom Tschernobyltyp herum – das ist das wahrscheinliche Ergebnis auch für uns wenn die 17 deutschen AKWs vom Netz gehen, oder was machen wir besser als die Österreicher?
03.10.2009 um 14:16 Uhr
HeinzHaber
Okay, weil Feiertag ist, habe ich nachgeschaut, stehen nur russische Druckwasserreaktoren in der Tschechei, also alles halb so wild.
Und noch ein Schlaues Zitat dagegen “Manche Menschen haben einen Horizont mit dem Radius null und nennen das ihren Standpunkt” – und zum beidseitigen Horizonterweitern schreibe ich hier herum und nicht im RWE-Blog
03.10.2009 um 14:26 Uhr
Alex
Hallo zusammen,
Sie sollten sich mal die Gesamtkraftwerksleistung in Deutschland anschauen und den davon selbst genutzten und den exportierten Stromanteil, Hr. Haber. Bisher haben Sie lediglich die Stromlücken-Legende der Kraftwerksbetreiber vertreten. Wenn Sie schon bei den Tatsachen bleiben und nicht nur Lobbyarbeit für die Betreiber leisten wollen, dann würden Sie schnell feststellen, dass wir uns in Deutschland das Abschalten der alten Kraftwerke leisten können, ohne gleich im Nachbarland einkaufen zu müssen.
Fr. Merkel spricht von Brückentechnologie, und genau das tun wir, wenn wir langsam aussteigen, wie geplant. Die Brücke wird nicht stabiler, wenn wir Biblis/Krümmel und andere gefährliche Kraftwerke weiter am Netz lassen. Offizielle Zahlen ergeben dadurch einen zusätzlichen Nettogewinn von ca € 40. Milliarden für die Betreiber in den kommenden Jahren. Also Gewinne auf Kosten der Weiterentlwicklung Erneuerbarer Energien ? Haben Sie Aktien von RWE und E.On ? Na dann weiter so….
03.10.2009 um 15:09 Uhr ·
HeinzHaber
Das verstehe ich nicht, die 17 AKWs sichern unsere Grundlast, welches CO2-Neutrale Kraftwerk soll das bitte übernehmen?
Weder Windkraft noch Photovoltaik sind Grundlastfähig, Sollen wir mehr Gas verbrennen? Haben Sie Solar- oder Windindustrie-Aktien, oder selber in eine Dachanlage investiert, dass sie deren “Übertreibungen” glauben…
Schauen Sie sich mal die Windenergieeinspeisekurve an:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Windstromeinspeisung.PNG&filetimestamp=20051204205301
Wie wollen Sie damit Grundlast ersetzen?
Was anderes steht durch EE nicht in relevanter Grösse zur Verfügung – ich habe wie die Schwarz-Gelbe Regierung eingesehen, dass der EE-Ausbau noch etwas länger dauert, Sie träumen noch?
03.10.2009 um 15:16 Uhr ·
Jonas
Lieber Herr Haber,
ich habe Sie bereits wiederholt auf die Studien zum Kombikraftwerk hingewiesen, die sie wiederholt ignoriert haben und statt dessen immer mit ihrer Grundlast ankommen, die sich angeblich nicht erfüllen lasse. Vielleicht sollten Sie die einfach mal lesen…
03.10.2009 um 17:16 Uhr
HeinzHaber
Wo haben Sie auf das Kombikraftwerk hingewiesen???
Ich kenne die Studie, Sie wohl nicht, da steht das was ich hier schreibe- die Speicherkapazität für Strom in Deutschland beträgt 7 Gigawatt, das ist schon heute viel zu wenig, da bei maximaler Windkraftwerksleistung irgendwas zwischen 25 und 30 Gigawatt anfallen, das heisst, der Ausbau der erneuerbaren Energien ist schon jetzt netztechnisch am Ende – wir müssen zu Starkwindzeiten den Strom entweder verwerfen oder zu Spottpreisen exportieren! Das kann man nur noch retten durch Gaskraftwerke, die die Schwachwindzeiten überbrücken und CO2 heraushauen, es gibt sonst keine Möglichkeit den konventionellen Kraftwerkspark zu reduzieren, die anderen Kraftwerke sind nicht so schnell regulierbar. Das Gas produziert aber mehr CO2 als die Atomkraftwerke jetzt und ist schlechter als die Braunkohleverbrennung weil wir kein Gas haben, wir müssen das Importieren und wir importieren schon jetzt eine Billionen Kilowattstunden Gas pro Jahr, und uns hat auch schon mal jemand den Hahn abgedreht. Die einspringenden Gaskraftwerke lösen das Problem auch nicht vollständig – schauen Sie sich die Windeinspeisekurfe an – die Zeiten mit Peakleistung sind total selten, wenn Sie keine Windkraft verwerfen wollen, müssen Sie 80-90% mit Gasverbrennung machen… Natürlich gibt es weitere EE-Quellen, die leisten aber entweder keine relevanten Beiträge (Photovoltaik, Geithermie) oder sind nicht ausbaubar (Wasserkraft, Biokraftstoffe), Weil die boomende WIndkraftindustrie das weiss, gibt es diese merkwürdigen “Kernkraft ist zu teuer” und “Kernkraft produziert CO2 ohne Ende” Rechnungen, die alle ziemlich Käse sind….
Aber eine Lösung ist das leider nicht, ohne Stromspeicher ist der Ausbau der EE quasi am Ende- weil das nicht ideologisierte Menschen die rechnen können wissen, ist nicht nur die “Atomkraftlobby” für die Restlaufzeitverlängerung sondern auch ein grosser Teil der Bevölkerung, die aber wohl oft einem Beruf nach gehen oder wie ich sogar Kinder haben und daher nicht so dolle Aktionen und Demos machen können wie Sie hier…
03.10.2009 um 19:59 Uhr
Stefan Ziegler
Auch durch ständiges Wiederholen wird Falsches nicht wahrer. Es gibt
keine Stromlücke!
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3850
Auch nicht in Österreich. Ich zitiere Wikipedia…
“Stromimporte stammen traditionell zum Großteil aus Tschechien (40 % mit Stand 2003) und Deutschland (53 %),
wobei diese meist niedriger sind als die Exporte.” Das war offensichtlich auch im ersten Halbjahr 2009 so.
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Energiewirtschaft
http://oesterreich.orf.at/stories/391502/
Dazu ist auch folgender Link interessant.
http://www.contratom.de/wissen/argumente/irrtum/5.php
Man sieht also, es geht wieder mal einzig und allein ums Geld verdienen!
Atomkraft bleibt gefährlich und vor allem teuer.
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomkraft-kostet-258-milliarden-euro/
Schöne Grüße
Stefan
04.10.2009 um 07:15 Uhr
HeinzHaber
Und das ist doch auch “merkwürdig”, oder? Überall wird jetzt festgestellt, dass Kernkraft sich nicht lohnt, und dass man deswegen abschalten soll, aber dass die Konzerne mit den längeren Laufzeiten Gewinne erzielen wird genauso akzeptiert – wie kann man mit dieser Diaschisis eigentlich leben, wie kann man beides gleichzeitig glauben? Es wäre doch viel schöner, wir lassen die Meiler noch was laufen fordern aber massive Aufwendungen in die EE – was wir benötigen sind effiziente Stromspeicher, um z.B. die Windkrafteinspeisung glattzubügeln, um Versorgungssicherheit aufbauen zu können, wenn Solarstrom von Desertec kommt, etc… Also warum nicht 20 von den 40 Mrd Nettogewinn der Laufzeitverlängerung in die Erforschung des letzten notwendigen Bausteins für EE stecken? Sobald wir Stromspeicher haben, können wir Republik und Nordsee zupflastern mit Windrädern – was soll diese Ideologisierte “DAGEGEN”-Haltung bringen?
03.10.2009 um 15:41 Uhr ·
Michse
“Also warum nicht 20 von den 40 Mrd Nettogewinn der Laufzeitverlängerung in die Erforschung des letzten notwendigen Bausteins für EE stecken?”
Als ob die Konzerne uns ihr kostbarstes Gut geben würden um deren Konkurrenz zu stärken. Abgesehen davon ist der Preis inakzeptabel hoch.
04.10.2009 um 16:46 Uhr
Heinz Haber
Welcher Preis denn bitte?
Der Atomstrom kostet 2,65 cent/KWh und ist damit DEUTLICH billiger als jewede Erneuerbare Energie
Das bischen mehr Müll als ohne Restlaufzeitverlängerung macht den Müllberg auch nicht substantiell anders
Und ohne Stromspiecher bleiben die Erneuerbaren Energien ein Treppenwitz, den man bald wieder vergessen kann – jedenfalls in Deutschland – wer soll den Windstrom denn in der Form hier
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Windstromeinspeisung.PNG&filetimestamp=20051204205301
eigenltich verwenden? Alle Flauten mit CO2 lastiger Gasverbrennung füllen? Doch ein paar Lebensmittel verbrennen? Ein paar Staudämme bauen? Ich wiederhole die Fragen, weil ich hier nie ne Antwort bekomme- Sie wissen es einfach nicht, Sie sind nur “dagegen” – fühlt man sich dann gut????
04.10.2009 um 20:15 Uhr
Benjamin Borgerding
In Anbetracht der staatlichen Födergelder der Atomkraft von einer billigen Energie zu sprechen, ist extrem kurzsichtig. Greenpeace hat erst kürzlich einen Report veröffentlicht, der das verdeutlicht. Wer auch nur bei einer Tonne strahlendem Atommüll von “bisschen Müll” spricht, verniedlicht vor dem Hintergrund der ungelösten Endlagerfrage die Gefahren in zynischer Weise.
Die Erneuerbaren als Treppenwitz zu bezeichnen, zeugt angesichts des rasanten Wachstums der letzten Jahre von Ignoranz. Das Problem, das sie sehen, ist offenbar, dass die Energie, die von Erneuerbaren geliefert wird, Schwankungen unterliegt. Wenn – wie von Ihnen gefordert – viele Grundlastkraftwerke am Netz bleiben, kann das tatsächlich problematisch werden, auch deswegen, weil zuviel Strom produziert wird.
Während in Ihren Augen die Erneuerbaren das Problem darstellen, sind es für uns die Grundlastkraftwerke. Wir sind überzeugt, dass sich in Zukunft nicht die Erneuerbaren an die Grundlastkraftwerke anpassen müssen, sondern das genau das Problem ist, dass sich die Grundlastkraftwerke nicht an die Erneuerbaren anpassen können, weil sie sich nicht dynamisch regulieren lassen. Das ist der Systemkonflikt, der mittlerweile in einer Reihe von Publikationen beschrieben wurde. Dass eine Umstellung auf Erneuerbare mit Atom- und letztlich auch Kohleausstieg machbar ist, zeigte zuletzt die Untersuchung “Weichenstellung für eine nachhaltige Stromversorgung” vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), ebenso wie der “Plan B: 2050” von Greenpeace und zuletzt auch die Studie “Umweltschutz und Versorgungssicherheit” vom Umweltbundesamt (UBA).
Wie fadenscheinig die Panikmache vor der Stromlücke ist, zeigt in gewisser Weise auch, dass am Sonntag FDP-Vize Andreas Pinkwart den Energieversorgern damit drohte, man könne sich das mit dem Atomausstieg noch mal überlegen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet:
Es wird deutlich, dass Laufzeitverlängerung lediglich ein politischer Trumpf ist, tatsächlich notwendig ist sie keineswegs.
Sie sehen also: Aus unserer Perspektive sind wir sehr wohl “dafür”.
Für uns sind Sie dagegen.
05.10.2009 um 13:03 Uhr
Heinz Haber
In Anbetracht der Tatsache, dass die Rot-Grüne Regierung das endzulagernde Volumen pro Reaktor von einstmals 10 m^3 radioaktiven Abfall plus 3 m^3 heissen radioaktiven Abfall durch Verbot der Wiederaufarbeitung mal eben erhöht hat auf 45 m^3 heissen radioaktiven Abfall finde ich Ihre Sorge um die Müllmenge etwas unverständlich, wo sie sich nun beileibe nicht für Wiederaufarbeitung eingesetzt haben.,,
Der Treppenwitz ist, dass auch Sie um den heissen Brei reden, Sie wollen die Grundlastkraftwerke wegnehmen, weil die “stören” Aber verschweigen lieber auch was Sie stattdessen brauchen, ich ergänze es mal hier freundlicherweise- Sie brauchen Gaskraftwerke! Sie wollen Atomkraft gegen Gasverbrennung tauschen – was bitte ist daran Nachhaltig? Und wieso sind Schröder und Fischer Gaslobbyisten geworden und was haben Sie mit den Gasfirmen zu tun?
Und schon wieder zitieren Sie diese unsägliche Studie “Umweltschutz und Versorgungssicherheit” vom Umweltbundesamt (UBA), laut der wir 2050 15% Energie aus “erneuerbaren Quellen” importieren sollen – dass das vielleicht auch die Lebensmittel seien könnten, die die in Guatemala verhungernden Kinder gerade nicht zum Essen bekommen, weil die Regierung lieber Biokraftstoffe exportiert- nein – da sind Sie natürlich auch “gegen”- Sie machen sich das Leben schon sehr einfach… Genauso einfach wie sie hier vom Stromimporteuer Österreich Wasserkraft verkaufen, die niemals in Deutschland ankommt, weil 3 mal soviel Atom- und Kohlestrom in die andere Richtung geflossen ist, zumindest 2008
Wie schon gesagt, es gibt keine Stromlücke, aber wie die 23% CO2-freier Atomstrom morgen erzeugt werden, das bleibt hinter sehr dunkelen CO2-Schwaden verborgen….
05.10.2009 um 13:43 Uhr
Michse
Diese “Wiederaufarbeitung” dient doch nur der Gewinnung von Plutonium und vervielfacht den verstrahlten Müll.
07.10.2009 um 17:34 Uhr
Oh, verrutscht
Das Gegenteil stimmt: die Wiederaufarbeitung reduziert 45m^3 heissen Müll auf
10m^3 kalten Müll + 3m^3 heissen Müll
Seit das 2005 verboten wurde, ist also jedes Jahr 15 mal mehr heisser hochradioaktiver Abfall angefallen als voher – stört aber keinen, haben ja die “Guten” beschlossen…
07.10.2009 um 21:38 Uhr
Viktoria Thumann
Her Haber, da sich Ihre Argumentation wiederholt und Sie Reaktionen nicht zur Kenntnis zu nehmen scheinen, verweise ich auf eine Antwort von Benjamin Borgerding am 16.09.2009
Die beiden Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield pumpen jeden Tag zusammen rund zehn Millionen Liter radioaktive Abwässer in den Ärmelkanal und die Irische See. Diese Strahlung ließ sich nicht nur in der Deutschen Bucht und der Ostsee, sondern sogar in der kanadischen Arktis und vor der Küste Sibiriens nachweisen. Messungen um die Abwasserrohre zeigten: Allein der Meeresboden rund um die Rohre enthält so viel Plutonium, dass schon nur diese entnommenen Bodenproben nach deutschem Recht als Kernbrennstoff einzustufen sind.
08.10.2009 um 11:16 Uhr
Heinz Haber
Wenn das so ist, ist das schlecht, aber das können wir nicht beeinflussen, da die WAA in Wackserdorf und die MOX-Anlage in Hanau nicht in Betrieb gegangen sind bzw stillgelegt wurden.
Im Regelbetrieb werden die Radioaktiven Abfälle aber so verdünnt, dass sie unwesentlich werden. Sie sollten nicht verschweigen, dass z.B. Uran auch natürlicherweise im Meer, im Grundwasser, im Boden, etc. vorkommt.
Ihre Aufgabe ist es sicherlich auf solche Misstände hinzuweisen, die man dann verbessern kann, aber ein Ausstieg ist niemals eine Verbesserung.
08.10.2009 um 13:19 Uhr
Michse
Dem Ausstieg folgt aber ein geringerer Bedarf an Uran und damit gibt es weniger Anreiz das Zeug überhaupt aus dem Boden zu holen. Folge: weniger radioaktives Material im Lebensbereich der Menschen.
08.10.2009 um 14:18 Uhr
Heinz Haber
Das ist ein Denkfehler,
je stärker die Kernenergie genutzt wird, desto energieärmer wird das Uran, bis es schliesslich in stabile Elemente zerfallen ist. Langfristig reduziert die Kernenergie die auf der Erde vorkommende Radioaktivität, kurzfristig nimmt sie zu (was ja auch der Sinn der Geschichte ist, man will die Energie ja freisetzen und nutzen). Schon die nächste Reaktorgeneration (Generation IV) soll zusammen mit der Transmutation das Uran soweit abbrennen, das kaum noch was übrig bleibt und man den Rest “nur” noch um die tausend Jahre aufheben muss. Dort könnte man dann auch unseren langlebigen “Müll” weiter abbrennen. Aber Deutschland ist aus dieser Forschung ausgestiegen und hat da keinen Einfluss mehr, ebenso wie es aus der WAA ausgestiegen ist und keinen Einfluss auf die Sauberkeit der Prozesse hat.
Zusammengefasst:- es wird Radioaktivität aus dem Boden geholt, verbrannt und wieder vergraben (und zwar weniger)
UND
Dem Ausstieg folgt eine “Stromlücke” die zu füllen ist, irgendwie. DIe EE sind noch nicht so weit, da sie unstet sind und keine Speicher zur Abpufferung aktuell zur Verfügung stehen – muss man noch bauen – wie und wo und ob ist unklar
DAHER
heisst Ausstieg jetzt MEHR CO2
08.10.2009 um 14:30 Uhr
Heinz Haber
Das Deutsche Atomformum kommt übrigens in Übereinstimmung mit der (alten) Bundesregierung auf 12,8 Mrd Euro Stattl. Subventionen für Atomenergie, was knapp die hälfte von dem ist, was die EE alleiene an direkten STrommehrkosten verursacht haben – “radikale” Zahlen zu den EE sind nirgendwo zu finden, weil ja keiner dagegen ist- wie Sie auf die zwanzigfache Menge an Atomsubventionen kommen bleibt auch insofern fragwürdig, als dass ja wirklich viele Länder neue AKWs bauen und die Laufzeiten der alten verlängern, so ruinös kann’s eigentlich nicht sein….
05.10.2009 um 14:03 Uhr
Jonas
Es gehen mehr Atomkraftwerke vom Netz als ans Netz gehen. Ihrer Argumentation folgend kann es so gut dann ja nicht laufen…
05.10.2009 um 14:45 Uhr
Heinz Haber
wo denn bitte?
es werden vor allem mal Laufzeiten verlängert und neue gebaut und neue geplant…
Sogar im Iran
05.10.2009 um 15:04 Uhr
Michse
Bitte Lesen:
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml
Darin kann mal sehr viele Kosten finden.
04.10.2009 um 22:36 Uhr
HeinzHaber
Und jetzt?
Das sind all die Übertreibungen einer 30, fast 40 Jahre alten Ideologie zusammengefasst…
Dennoch sterben an Kohle viel mehr Menschen
Und an der Förderung der Rohstoffe für Solarzellen, die ja so Kupfer und Aluminiumhungrig sind, gehen auch viele Menschen zu Grunde, weil diese auch nicht liebevoller als der Uranabbau funktioniert. Dass Techniken Risiken haben, heisst nicht dass man sie lassen muss, denn bevor wir Menschen diese Techniken beherrscht hatten, hatte kaum einer der hier mitdiskutiert eine Überlebenschance..
Kernenergie bleibt die gesündeste Technik zur Stromgewinnung;
http://www.ier.uni-stuttgart.de/publikationen/pb_pdf/Endbericht_Projekt_FKZ_A204_04.pdf
Seite 187
dicht gefolgt von der Windenergie, wenn es Stromspeicher gäbe…
04.10.2009 um 23:42 Uhr
Michse
“Das sind all die Übertreibungen einer 30, fast 40 Jahre alten Ideologie zusammengefasst…”
Das sind alles Übertreibungen oder nur zum Teil? Beispiele wären nett.
“Dennoch sterben an Kohle viel mehr Menschen”
Greenpeace möchte ja auch dass mit der Verbrennung von Kohle aufgehört wird!
05.10.2009 um 11:45 Uhr
Heinz Haber
Okay, für Sie die schönste Übertreibung nochmal hier zusammengefasst:
http://www.reaktorpleite.de/
klingt dramatisch, oder? Radioaktivität tritt aus dem THTR in Hamm Üntrop aus, schlimm schlimm schlimm
bis heute denken die Anwohner, sie wurden verstrahlt und es gibt ja so viele Krebsfälle da – der HORROR
http://www.youtube.com/watch?v=FTA44fuTX44
aber was kam da wirklich heraus?
90 Megabequerel Radioaktivität
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13517686&top=SPIEGEL
und jetzt die Auflösung, der Witz und der Trauerfall:
z.B. für eine Kochenuntersuchung bekommt man im Krankenhaus etwa die 8-Fache Menge Strahlung INS BLUT GESPRITZT, eine Person bekommt die 8-Fache Strahlendosis, die aus dem THTR als schnellflüchtiges Heliumgas ausgetreten war (lassen Sie mal einen Heliumballon los und beobachten Sie, was er macht) für eine Knochenszintigraphie ins Blut…
http://www.radiologie24.de/downloads/sklettszintigraphieinfo.pdf
Deswegen wurde er dann von der SPD-Regierung ins Aus manövriert und hat nie mehr eine Betreibsgenehmigung bekommen und weil der Prototyp finanziell uninteressant war haben auch die EVUs nicht drauf gedrängt ihn weiter zu verfolgen -die Vorteile waren:
Keine Kernschmelze möglich
Quasie unbregrenzter Brennstoffvorrat (Thorium ist 5x Häufiger als Uran)
Hoher Wirkungsgrad durch hohe Temperaturen
Kann sogar zur Stahlerzeugung und zur ÖL-Synthese verwendet werde…
Der Wahnsinn, oder????
Und heute bezeichen ihn Menschen als “Dinosaurier aus der Vorzeit”
05.10.2009 um 12:54 Uhr
HENK VAN AMSTERDAM
BEI DIE MANIFESTTION IN COLMAR WAR EIN SUPER SLOGAN VAN DIE CDA-LEUTEN:
UNSERE KINDERN SOLLEN LACHEN UND NICHT STRAHLEN.
IST DAS NICHT SUPER?
03.10.2009 um 22:56 Uhr ·
Heinz Haber
toll
04.10.2009 um 00:20 Uhr ·
Meiner
2,65 ct/kWh? Hmm, komisch. Bei meinem regonialen Anbieter kostet mich die kWh Atom- / Kohlestrom 20,47 ct/kWh. Der von mir bezogene Ökostrom kostet 21,40 ct/kWh. Ich frage mich nur, wo für mich als Verbraucher der ungeheure Kostenvorteil beim Atomstrom bleibt? Bei mir ist er noch nicht angekommen! Das Argument, dass durch den Atomstrom der Preis günstiger wird, zieht bei mir nicht mehr.
Aber wie ich Ihre Aussagen hier verfolgt habe, haben Sie bestimmt gleich eine tolle “pro Atom” Antwort für mich parat, bei der ich dann auch ne Menge Geld sparen kann
05.10.2009 um 13:11 Uhr ·
Heinz Haber
Nö, zu Geldgier fällt mir auch nichts weiter ein…
05.10.2009 um 13:15 Uhr ·
Meiner
Stimmt, die Geldgier der großen Energieversorger
Und von denen behaupten Sie, die würden freiwillig 50 % ihrer Gewinne in die EE investieren? Sie machen sich hier selber zur Witzfigur …
05.10.2009 um 13:41 Uhr
Heinz Haber
Ich vertraue da ganz auf die Gier, wenn man sagt -ihr bekommt 50%, oder nix- was sagen die “gierigen” EVUs dann wohl????
Im Gegensatz zu vielen “Ökologen” können die nämlich noch ganz gut rechnen…
05.10.2009 um 13:46 Uhr
Simon Brücken
Herr Haber,
könnten Sie denn bitte mal darlegen, wie sie sich die (deutschlandweite/weltweite) Energieversorgung vorstellen? Atomkraft schafft es weltweit gerade mal 2% der benötigten Energie bereit zu stellen. Selbst wenn sie es schafen würden, die AKW im relevanten Zeitraum der nächsten Jahre zu verdoppeln (und wie sollte das zu schaffen sein) wären wir bei lächerlichen 4%, was dem Klima noch nicht all zu viel bringen würde, aber dafür sorgt, dass (günstiges) Uran wesentlich früher zur Neige geht.
Ich verstehe zwar, dass sie die Meiler laufen lassen wollen (auch wenn ich das für unsinnig halte), aber damit haben Sie ja noch lange nicht die BRD versorgt. Sie wollen dann eine “neue Generation” von AKW und THTR, die unsere komplette Energieversorgung übernehmen sollen? Und die Erneuerbaren fallen unter den Tisch? Wie soll das ganze denn ihrer Meinung nach aussehen? Bislang reden Sie vor allem alle anderen Konzepte schlecht, Ihres würde ich ja mal gerne hören…
Gruß
07.10.2009 um 09:38 Uhr ·
Heinz Haber
Hallo Herr Brücken,
zunächsteinmal stelle ich wie Sie fest, dass wir zur Zeit noch auf Gedeih und Verderb von fossilen Energieträgern abhängig sind. Ich sehe wie Sie das Ende dieser Energiequelle nahe, weil sie sich einerseits erschöpfen könnte, weil sie andererseits das Klima in unangenehmer Weise beeinflussen könnte. Aber ich möchte eines richtigstellen – ich bin NICHT gegen erneuerbare Energien, ich sehe nur auch hier Grenzen, die wir nicht so schnell überwinden können, das heisst ich bin pessimistischer als Sie- Für England hat sich mal ein Wissenschaftler die Mühe gemacht es “ernsthaft” durchzurechnen:
http://www.withouthotair.com/
Er musste feststellen, es reicht nicht….
Das vermuten ganz viele Wissenschaftler, es reicht für Flächenländer wie USA oder Russland – so eben gerade, aber sicher nicht für uns.
Wir leben also über unsere Verhältnisse – und dann stelle ich mir die Frage darf ich nur die beiden natürlichen Kernreaktoren nutzen (Erdkern: Wärme durch Spaltungsprozesse, Sonne: Wärme durch Fusion)?
Nein! Ich denke “wir” dürfen mehr, ich denke wir müssen einfach alles versuchen und keine CO2-arme Energiequelle auslassen, wenn wir es ohne Kathastrophe schaffen wollen von den Fossilen Quellen rechtzeitig loszukommen. Die Kernenergie kann unvorstellbare Kräfte freisetzen und Thorium kommt noch 5x häufiger als Uran vor – es ist rechnerisch denkbar, unsere Öl-Wirtschaft so weiterlaufen zu lassen und das Öl mit THTRs zu synthetisieren, sogar Stahlkochen geht damit- all die Probleme auf die die EE wirklich keine Antwort haben (wie soll man Eisen verhütten ohne Kohle? Wie sollen Autos fahren, das klappt doch alles noch nicht mit den Akkus) – könnte die Kernenergie beantworten – man muss nicht alles damit machen, aber man sollte sich dem nicht verschliessen – ohne fossile Träger haben wir ein echtes massives Energieproblem – sogar die Windkraft wird ohne Gasturbinen quasi nutzlos. International wird das auch so gesehen, sogar Greenpeacevertreter unterstützen schon hier und da die Kernenergie – die Grünen haben einige Austritte von Kernkraftbefürworten zu verkraften.
Ich will nicht im Wahnsinn enden, ich möchte das meine Kinder auch noch Stom haben und Auto fahren könen, wenn es kein Öl mehr gibt.
07.10.2009 um 11:28 Uhr ·
Heinz Haber
Falsch
durch die Wiederaufarbeitung werden 45m^3 heisser Müll reduziert auf
10m^3 kalter Müll + 3m^3 heisser Müll
Seit das 2005 verboten wurde, ist also jedes Jahr 15 mal mehr heisser hochradioaktiver Abfall angefallen als voher – stört aber keinen, haben ja die “Guten” beschlossen…
07.10.2009 um 21:35 Uhr ·