Der Engländer sagt: “Money makes the world go round”. Ein zeitgemäßes Update des Spruchs könnte lauten: “Information makes the world go round”. Im Informationszeitalter hat die IT-Branche deshalb eine besondere Verantwortung für das Schicksal der Welt – und damit auch für den Klimaschutz. Denn wer glaubt, Computer und Klimaschutz seien zwei Paar Schuhe, irrt ziemlich: IT-Lösungen – etwa im Bereich sogenannter smart grids (also intelligenter Stromnetze) – könnten die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2020 um 15 Prozent senken.
Damit es hier nicht beim Konjunktiv bleibt, veröffentlicht Greenpeace International die zweite Auflage des Firmenrankings “Cool IT Challenge” – eine Aufforderung zu mehr Klimaschutz in der IT-Branche. In dem Ranking werden vierzehn IT-Firmen nach verschiedenen Kriterien für ihr Klimaschutz-Engagement gelistet. IBM, HP und Fujitsu belegen diesmal die ersten drei Plätze. Von hundert möglichen Punkten hat aber auch Spitzenreiter IBM nur 43 erreicht. Neu dabei sind Google auf dem vierten Platz mit 32 Punkten und Panasonic auf dem letzten Platz mit acht Punkten. Es gibt bei allen Firmen also noch jede Menge Luft nach oben.
Für die Platzierung einer Firma im Ranking ist vor allem maßgeblich, ob sie IT-Lösungen anbietet, mit deren Hilfe andere Wirtschaftszweige ihre CO2-Emissionen senken können. Daneben fließen die jeweils eigenen CO2-Bilanzen der Firmen in die Bewertung mit ein. Beurteilt wird auch, wie stark sich die Firmen öffentlich für ein starkes Klimaschutzabkommen in Kopenhagen einsetzen.
Denn dort steht bei der UN-Klimakonferenz zwischen dem 7. und 18. Dezember einiges auf dem Spiel. Entschieden wird dann über verbindliche Klimaschutzziele für die Zeit nach dem Auslaufen des zur Zeit gültigen Kyoto-Protokolls im Jahr 2012. Sollte bis 2050 die Zunahme des weltweiten Temperaturmittels – verglichen mit vorindustriellen Zeiten – nicht deutlich unter 2 Grad bleiben, drohen verheerende Folgen für Mensch und Umwelt: Millionen Menschen könnten ihr Zuhause verlieren oder von Naturkatastrophen und Hungersnöten heimgesucht werden, unzählige Tierarten würden für immer von der Erde verschwinden.
Deshalb ist es wichtig, dass die Teilnehmerstaaten in Kopenhagen ein Päckchen mit rigorosen und umfassenden Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zusammenschnüren und der Welt damit ein überlebenswichtiges Weihnachtsgeschenk machen. Ein wirksames Klimaschutzabkommen in Kopenhagen muss festlegen, dass die globalen CO2-Emissionen nach 2015 nicht weiter zunehmen dürfen und im Jahr 2020 zwischen 25 und 40 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen.
Von diesen Zielsetzungen würde auch die IT-Branche profitieren. Denn für eine Umsetzung der Klimaschutzziele wären intelligente IT-Lösungen unverzichtbar – und würden lukrative Geschäftsfelder eröffnen. Diese Lösungen sind nicht immer so offensichtlich wie die bereits erwähnten smart grids. Auch unscheinbare Maßnahmen wie die Weiterentwicklung von Videokonferenzen und effizienterer Logistik- und Produktionstechnologien würden einen Beitrag leisten.
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guten tag,
durch einen zufall haben wir ihren feinen blog entdeckt
da wir (PREGAS = presse der gastronomie) uns mit gastro-news/themen befassen, werden wir bestimmt noch oft ihren blog besuchen und news auf http://www.pregas.de gerne veröffentlichen
vielen dank
PREGAS
03.11.2009 um 23:34 Uhr ·