Eine Stromversorgung ganz ohne fossile Energieträger und Atomkraft – wie soll das funktionieren? Die Frage wird auch in vielen Kommentaren hier im Greenpeace-Blog heiß diskutiert. Dass es möglich ist – und sogar mit heute schon verfügbarer Technik – und wie es geht, das zeigt das neue Greenpeace-Konzept “Erneuerbare Energieversorgung 24/7” (und in Englisch die Langfassung).
Eine Energieversorgung ausschließlich mit Erneuerbaren Energien funktioniert schon heute – bisher allerdings nur in kleinräumigen Lösungen. Sollen Industrieregionen und ganze Länder oder sogar Kontinente mit Erneuerbaren versorgt werden, muss das aktuelle System der Stromverteilung und -übertragung umgebaut und angepasst werden. Denn das Stromnetz, wie wir es heute in Deutschland nutzen, wurde zum großen Teil vor 40 bis 60 Jahren entwickelt. In anderen Ländern ist es häufig noch älter. Das Internet und seine Möglichkeiten lagen beim Aufbau noch in weiter Ferne.
Heute gibt es schlaue Stromzähler und Schaltstellen, die eine Echtzeitmessung und -regulierung der Netze ermöglichen. Vorhersagen für Windstärken und Sonnenscheindauer haben eine hohe Treffsicherheit erreicht, Strom aus Erneuerbaren kann wie im Desertec-Konzept auch für Großverbraucher produziert werden und die Zahl der regenerativen Kraftwerke wächst und wächst. Um all das sinnvoll miteinander kombinieren zu können, muss das EU-weite Stromnetz nur um rund vier Prozent ausgebaut werden. Laut Greenpeace-Konzept sind das etwa 6000 Kilometer Kabel, die neu verlegt werden und gut 10.000 Kilometer Kabel technisch aufgerüstet werden müssen.
Eine entsprechende Modernisierung der Netze in Deutschland verlangt Investitionen bis 2050 von insgesamt rund 209 Milliarden Euro, das sind jährlich rund 5 Milliarden Euro. Umgelegt auf den Strompreis bedeutet dies Mehrkosten von 0,15 Cent pro Kilowattstunde, also weniger als 1 Prozent.
Ist Es wird Zeit, dass die Politik jetzt die richtigen Signale setzt, um den notwendigen Umbau zu starten.
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Manuel
Ich möchte nicht kleinlich sein, aber im letzten Satz muss aus dem “ist” ein “es” werden.
Im Spiegelartikel von vor ein paar Tagen standen die 209 Milliarden für die gesamte EU. Und für Deutschland haben sie 1 Milliarde Euro geschrieben. Aber das natürlich nicht auf die Kilowattstunde runtergerechnet, das wäre ja eine zu kleine Zahl
. Aber wer hat denn Recht? Hat Spiegel mal wieder falsch irgendwo abgeschrieben?
21.11.2009 um 00:47 Uhr ·
Heinz Haber
Also das klingt ganz spannend.
!) so eine Demandschaltung vertragen würde ohne, dass es seinen Nutzen einbüsst… (PC-nein, Fön? nein, Waschmaschine/Spülmaschine.. Begrenzt…., Wäschetrockner, eher nicht, Bülgeleisen? Nein, Fernseher?) Mir fällt kein on demand Gerät ein, kann mir jemand helfen?
Ich frage mich gerade, welches meiner Elektrogeräte ausser vielleicht der Heizung (Wärmepumpe- CO2 neutral, dank schwachlast-Atomstrom
Und stellt sich noch die Frage, womit stellen Industrie und Verkehr ihre Energie herstellen?
(z.B. Prozesswärme, Stahlindustrie, LKWs)
Wurden auch die 1 Billionen Kilowattstunden GAS, die Deutschland pro Jahr verbraucht und die bis 2050 wahrscheinlich nicht mehr aus Russland kommen können (erschöpft) mit eingerechnet?
hmm vielleicht ist es noch nicht ganz ausreichen?
(Ich daher lieber doch nicht auf die Erforschung der Kernfusion verzichten wollen, aber die gilt ja auch als “erneuerbare Energie”…)
22.11.2009 um 19:31 Uhr ·
LSD
@Heinz Haber:
“Mir fällt kein on demand Gerät ein, kann mir jemand helfen?”
Kühlschränke, Boiler, Öfen sind thermische Speicher, die bereits im Netz vorhanden sind. Zukünftig könnten auch Elektroautos im großen Maße zum DSM beitragen (car-2-grid). Und natürlich sind auch Wasch- und Spülmaschinen mögliche Geräte, bei denen man einstellt, man hätte gerne in den nächsten 6 oder 12 Stunden saubere Wäsche und Geschirr und der Smartmeter guckt, wann es eine günstige Energieversorgung in diesem Zeithorizont gibt.
Ein Umdenken der Verbraucher wird aber auf jeden Fall von Nöten sein. Es ist ja nicht damit geholfen, dass 3 Leute in Deutschland nur dann TV gucken, wenn gerade Wind weht. Aber wenn alle oben beschriebenen Geräte so intelligent vernetzt sind, kann das echt was bringen.
23.11.2009 um 09:53 Uhr ·
HeinzHaber
Kühlschränke, die ohne Wind nicht arbeiten? Hmmm…
Das mit der Waschmaschine, ist wenn man berufstätig ist und Kinder hat nicht so abwartbar… Ebenso die Spülmaschine….
Ich glaube, ausser Heizung gibts da nichts…
Boiler und Elektroöfen sollte man sowieso abschaffen….
Den Backofen kann man nicht wetterabhängig betreiben….
Eine Automobilfabrik kann bei Flaute auch eher keine Pause machen…
Also doch an Energiespeichern forschen… Adiabatische Druckluftspeicher sind ganz spannend: 70% Wirkungsgrad, wenig Kosten – mehr gibts leider noch nicht in industriell nutzbarem Rahmen. Theoretisch könnten Supraleiter ganz spannend werden – übrigens ein Anknüpfungspunkt zur Fuisonsforschung, für beides braucht man dicke supraleitende Spulen, die viel Energie aufnehmen…
23.11.2009 um 13:06 Uhr
Carsten S.
Atomstrom: 65g CO2 / kWh
Das ist nicht CO2-frei.
Kühlschränke / Gefriertruhen, vor allem Kühlhäuser haben daher heute schon günstige Contracting-Verträge – und werden dann einfach mal vom Netz getrennt. Ist bereits heute auch einfach sehr viel wirtschaftlicher als ein GuD-Kraftwerk o.ä.
Ausserdem gilt, das gerade zentrale Großkraftwerke und insbesondere AKWs – mehr Reserveleistung brauchen als dezentrale Lösungen wie zB WEA.
Das ist absolut unstrittig.
23.11.2009 um 13:31 Uhr ·
HeinzHaber
1) Atomstrom hat MAXIMAL 65g in einer Studie, üblicherweise wird zwischen 2 und 30g angegeben, das ist vergleichbar mit wind und wasserkraft und viel besser als photovoltaik! Also Bitte nicht schon wieder gegen den schönen billigen Atomstrom meckern, ich nehme ihn für unsere Heizung ab, wenn ihn sonst keiner braucht
2) Ich habe kein Kühlhaus und wollte auch keins bauen. Es
Den letzten Satz verstehe ich irgendwie nicht, wer braucht Reserveleistung?
Man muss auch nach den Abbildungen in der Arbeit damit rechnen, dass es TAGEWEISE flaute und schlechtes Wetter geben kann, nicht ein paar Stunden – den Kühlschrank möchte ich sehen, der entsprechen der Windertragskurve kühlt und die Speisen kalt hält, ich tippe mal so ein Teil braucht kältespeicher, dickwandige Isolierungen, und darf Stromlos nicht geöffnet werden und kosten 3000€ aufwärtz und ist in der gesamt CO2-Bilans schlechter als ein Gaskühlschrank
23.11.2009 um 14:05 Uhr
C. Schmidt
1)
Ihre Darstellung ist falsch.
“Im Auftrag der Australischen Regierung haben die Wissenschaftler Marcela Bilek, Clarence Hardy und Manfred Lenzen der Universität in Sydney (November 2006) die Studie “Life-Cycle Energy Balance and Greenhouse Gas Emissions of Nuclear Energy in Australia” erarbeitet. In der sorgfältig recherchierten und dokumentierten 181-seitigen Arbeit wird für den geplanten Abbau von Erzen mit einem Urangehalt von lediglich 0,15% eine Belastung des Atomstroms mit 65 g CO2/kWh ermittelt. Schon in wenigen Jahren werden die meisten Kernkraftwerke Brennstoffe aus noch wesentlich schlechteren Erzen mit etwa 0,04 bis 0,08% Urangehalt beziehen müssen.”
Solarstrom liegt bei 60 g / kWh und Wind bei 12 g / kWh.
Weiter heisst es, dass die Energiebilanzbei noch niedrigeren Abbaugraden schon bald negativ sein wird. “Nach den Berechnungen von Storm van Leeuwen und Smith liegt sie bei einem Urangehalt von etwa 0,01-0,02%. Nicht die natürliche Verfügbarkeit von spaltbaren Uran-238-Atomen, sondern der Energiebedarf zur Gewinnung derselben wird das Zeitalter der Kernenergie beenden. Der Arbeit von Peter Diehl (2006) ist zu entnehmen, dass diese Energiegrenze auch bei einem sehr moderaten Ausbau der Kernkraft schon 2030 erreicht werden könnte.”
Mal abgesehen davon, dass Kernenergie wirklich teuer ist – und kein AKW ohne massive Subventionen und Staatsgarantien gebaut werden würde, zeigt es sich einmal mehr, aus welchem Grunde kaum noch welche gebaut werden. Billiger Atomstrom ist ein Märchen: Der neue EPR in Okiluoto wird noch keinen einzigen EUR Gewinn abgeworfen haben – im Jahre 2030 – und er wird unter solchen Bedingungen keine Chance haben jemals die notwendigen Mittel für seinen Rückbau einzufahren.
Das schöne an der Kernenergie ist gerade – sie erledigt sich von selbst. Nur mit den deutschen Schrottmeilern – müssen wir Dank der Dummheit und Ignoranz von Menschen wie Ihnen, Herr Haber – sowie der Gier einiger anderen Menschen – wohl noch eine Weile leben.
Quellen:
Jan Willem Storm van Leeuwen und Philip Smith: Nuclear power – the energy balance, 2005, http://www.stormsmith.nl.
Marcela Bilek, Clarence Hardy und Manfred Lenzen: Life-Cycle Energy Balance and Greenhouse Gas Emissions of Nuclear Energy in Australia, 2006, http://www.dpmc.gov.au/umpner/docs/commissioned/ISA_report.pdf.
Peter Diehl: Reichweite der Uran-Vorräte der Welt, 2006, http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/
user_upload/themen/atomkraft/uranreport2006_lf .pdf.
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
2)
Ich habe Ihnen bereits erläutert, dass wir bei einer Reserveleistung im Kraftwerkspark von gesetzlich verankerten 25 % garantiert so bald kein Probelm mit fluktuierenden Energiequellen haben werden.
Die Erneuerbaren Energien bestehen ja nicht nur aus Windenergie, allen Studien zufolge liegt allein das wirtschaftlich nutzbare Potential der Biomasse bei 10 % PEV in D. Deutlich mehr als die Kernenergie. BGA und Biomassekraftwerke wären ja regelbar, oder etwa nicht?
Zudem stellt sich für Windenergie die Frage höchstens dann, wenn der Fokus künstlich auf eine kleine räumliche Ausdehnung eingeengt wird. Windenergie ist gut prognostizierbar – sogar über Tage, geschweige denn über den Zeitraum einiger Stunden. Es gibt grossraeumig keine windarmen Zeiten. Solange die Erde sich dreht und die Sonne da ist, gibt es immer Wind. Das Windangebot ist dabei ausgesprochen stabil und vorhersagbar, nur eben nicht auf den Quadratkilometer und die Minute genau. Der Diplomphysiker Gregor Czisch vom ISET in Kassel hat ein Modell vorgestellt, wie der europaeische und mediterrane Strombedarf zu ca. 95% aus Windenergie zu decken ist, ohne wesentliche Zusatzkosten und mit voller Versorgungssicherheit. Dafuer ist allerdings der Abschied von der energietechnischen Kleinstaaterei erforderlich.
Wir wollen mal festhalten, dass die Integration von 30-40 % Windkraft daher kein größeres Problem darstellen sollte.
In Wirklichkeit müssen eine Menge Regelleistung und Reserveleistungen für anfällige AKWs vorgehalten werden. Ich zitiere den Spiegel im Folgenden, nur um auch mal daraufhinzuweisen, dass 95 % Verfügbarkeit eine Mär ist…;)
“Von wegen fast immer am Netz: Die deutschen Atomkraftwerke stehen wegen Nachrüstungen oder technischer Probleme bis zu rund 30 Prozent ihrer Betriebszeit still. Den Negativrekord hält der Pannenreaktor Brunsbüttel.”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661036,00.html
Sie werden jetzt wieder unken, man habe ja nur die Laufzeiten in die neue Legislaturperiode retten wollen – und klammern dabei wohlwissend aus, dass es zB gerade in Frankreich noch schlimmer aussieht:
“Im Atomland Frankreich zeigt sich die Stromlücke: Ein Drittel der Anlagen ist schrottreif. Jetzt muss klimafeindlicher Kohlestrom aus Deutschland her. Und man setzt auf Risiko.”
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomland-ist-abgebrannt /
23.11.2009 um 23:29 Uhr
Heinz Haber
1) WIe gesagt, je nachdem wem man so glaubt.. es gibt Zahlen zwischen 2 und 65 g CO2…. Für Photovoltaik gibts ähnliche Spannweiten von 60 aufwärts…
2) Selbst Greenpeace sieht Bedarf an Stromspeichern und sieht ein Regelproblem bei der Windenergie – es gibt wohl nur einen der ständige (heisse) Luft um sich hat
Schönen Nachmittag noch…
24.11.2009 um 15:55 Uhr
C. Schmidt
1) Es lässt sich eben nur nicht wegdiskutieren, dass sich die Werte für Kernenergie drastisch verschlechtern werden. Und die Gründe, aus denen die Werte für Kernenergie differenzieren – liegt wie beschrieben – auf der Hand: je nach untersuchtem Erzgrad. Da wir heute noch die Restbestände des kalten Krieges nutzen, sind die Werte noch niedriger – aber bereits in einigen Jahren sieht das anders aus.
Bei neuen Kraftwerksprojekten – die ja nach ihrer Meinung 60 Jahre laufen sollen *rofl* (nach meiner Meinung mind 40 Jahre laufen müssen für ein wirtschaftliches Ergebnis) ist das eine schlechte Prognose.
2) Sie neigen zum simplifizieren. Jede Energieinfrastruktur Bedarf Regelenergie. Insofern besteht hier doch kein Wiederspruch. Es ist auch keine Frage, dass je nach räumlicher Betrachtung sich ein Bedarf für Windenergie ergaben wird. Vor allem wenn wir alle gerade auf diesem Gebiet und trotz EU und der bindenden Abkommen zu einem Energie Binnenmarkt hier auf Kleinstaaterei beharren möchten.
Wer national 40% Windstrom ins Netz integrieren möchte, wird sich durchaus etwas einfallen lassen müssen. Wasserstoffsynthese und Speicherung zum Beispiel – immer noch billiger als Atomstrom…:)
24.11.2009 um 18:29 Uhr
Heinz Haber
Ach SIE schon wieder
Lesen hilft!
Wasserstoffsynthese wird in der englischen Form des Papiers behandelt und verliert auf ganzer Linie gegen die Adiabatischen Druckspeicher…..
Ich hab doch gar nichts zur Kernenergie gesagt, regen Sie sich nicht so auf, die stirbt doch sowieso aus, da muss man doch nichts mehr verbieten – gaaaanz ruhig bleiben
24.11.2009 um 21:15 Uhr
C. Schmidt
Ach Gottchen, Haber!
Wasserstoff verliert auf der ganzen Linie??? *rofl*
Das würde ich nicht so sehen, zwar sind die Umwandlungsverluste deutlich höher – und auch die Kosten, aber ein Vorteil ist gravierend: in einem einzigen unterirdischen Speicher können Sie quasi den gesamten Energiebedarf D für eine Woche vorhalten. Nette Option in Bezug auf die Autarkie von unseren russischen Freunden. Und Spitzenlastlieferung rechnet sich sogar. Wenn Sie sich die Vattenfall-Regelzone mal so anschauen, wo eine Menge WEA regelmässig abgeschaltet wird – dann ist das dort eine sehr interessante Alternative.
Interessant ist auch, wieviel Wasserstoff unser Erdgasnetz so verträgt…;)
25.11.2009 um 09:20 Uhr
C. Schmidt
Und witzigerweise steht das Konzept von Enertrag dann heute bei Heise…:)
http://www.heise.de/tp/blogs/2/146610
25.11.2009 um 09:35 Uhr
Heinz Haber
Am Wasserstoffspeicher steht ein Preis pro Kilowattstunde ‘dran
einfach mal lesen.
H2 ist eine schöne Idee – aus dem letzten Jahrhundert…
25.11.2009 um 10:59 Uhr
C. Schmidt
Klar ist das eine eher teure Technologie, wer bestreitet dies?
Aber in Brandenburg durchaus wirtschaftlich, wenn man bedenkt, dass die Alternative die Abschaltung der WEA wäre.
Auch strategisch durchaus eine Option im Rahmen nationaler Energiepolitik.
Sie müssen lernen, dass dezentral eben auch bedeutet, standortangepasste Technologien zu entwickeln. Was an einem Ort sinnvoll und wirtschaftlich ist – muss dies nicht zwangsweise an einem anderen Ort auch sein. Sie hätten die Welt gerne einfach – ich weiss…;)
25.11.2009 um 11:44 Uhr
C. Schmidt
Doch noch nicht im Bettchen?
Jaja, die Medizin. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wissen wohl nur Sie – auch wenn ich den erwähnten Missstand durchaus verstehe.
Deswegen darf sich kein Arzt mehr kritisch zur Kernenergie oder zur Problematik niedriger Strahlendosen äussern. Nie wieder. Keiner. Basta.
27.11.2009 um 23:37 Uhr
C. Schmidt
PPS: Macht ihr Kommentar vom 27.11.2009 um 22:50 Uhr eigentlich für irgendjemanden einen Sinn?
Mal abgesehen von der fragwürdigen Semantik – habe ICH die von Ihnen angesprochene C14 Problematik nirgendwo angesprochen oder zitiert…?!
Aber für Sie nochmal folgendes Zitat aus jenem offiziellem Dokument ganz deutlich:
“Frühere Sicherheitsstudien für Kugelhaufenreaktoren müssen aus heutiger Sicht als zu optimistisch angesehen werden.”
28.11.2009 um 00:03 Uhr
Heinz Haber
Das macht für alle die Sinn, die die Originalarbeit von Herrn Moormann kennen, oder dann mal durch gelesen haben statt einfach copy&past von einer horrorseite zu machen
28.11.2009 um 20:56 Uhr
C. Schmidt
Fazit 1:
Und wiederum, keine Belege oder Argumente. Das wäre ja jetzt die Stelle für Erklärungen gewesen, ihr Plattform! *rofl* Mensch Haber, für jemanden, mit Ihrem Sendungsbewusstsein doch mal wieder etwas mager…*rofl*
Fazit 2:
Ich hab bestimmt nicht vor, jedes Papier der Atomlobby zu lesen, zumal Sie darauf auch nicht eingehen würden. Mein Dokument der EON Kernkraftwerke zur Regelfähigkeit des SWR hat ja auch nicht in Ihr anscheinend eher beschränktes Weltbild gepasst…*rofl*
Ich hab offen gestanden nicht vor, meine Zeit an atavistische Steinzeittechnologie zu vergeuden, sondern bin hinreichend damit beschäftigt, Deutschlands energiepolitische Zukunft zu gestalten: und die wird erneuerbar sein – da können Sie sicher sein.
Ich würde aber nichts posten, ohne es gegenzuchecken, und die Argumente sind doch alle in der Zusammenfassung der Arbeit genannt. PDFs haben darüberhinaus so schöne Suchfunktionen, mit den man diese schnell “scannen” kann. Ihr Darstellung der Sachverhalte ist in meinen Augen etwas verzerrt – die Kritik auf Reaktorpleite absolut berechtigt.
Lesen hilft – verstehen – und vor allem “verstehen wollen” aber wohl auch – Herr Haber. Und da hängt’s dann wohl bei Ihnen.
29.11.2009 um 19:48 Uhr
Heinz Haber
Ich hab ne suuuper Idee:
Versuchen Sie doch mal, die Iraner, von Ihren Ideen zu überzeugen! Das könnte gut für Deutschland und die Welt sein
29.11.2009 um 23:55 Uhr
C. Schmidt
ROFL
Jetzt müssen schon die Iraner herhalten.
Ihnen gehen wohl die Argumente aus?!
Im übrigen ist wohl eines klar: Um die Produktion von Strom geht es den Iranern nicht. Und das “Proliferation” durchaus als Gegenargument wider die Nutzung der Kernenergie gelten darf – dürfte ja selbst Ihnen klar sein…;)
30.11.2009 um 01:28 Uhr
Heinz Haber
Sie habe es erfasst, all das Böse, was Sie der Kernenergie anlasten findet im Iran gerade statt, egal ob wir “abschalten” oder nicht:
Proliferation
Bombenbau
GauGefahr (Israel hat schon mal Kerntechnische Anlagen im Iran bombadiert)
Also – auf Herr Schmidt, Ihr Typ wird verlangt
und sagen Sie den Iranern doch gleich auch, dass die Reaktoren sowieso nie funktionieren- vielleicht ist das sogar der Freibrief für die Nato, weil Herr Schmidt gesagt hat, dass die Reaktoren sich nicht lohen ist das ein aggerssiver Akt und die Bomber dürfen losfliegen…
30.11.2009 um 12:09 Uhr
Tobi
LKWs mit nuklearem Reaktor? Interessant…
23.11.2009 um 20:26 Uhr ·
Heinz Haber
-Der THTR konnte z.B. zur Benzinsynthese eingesetzt werden – insofern – ja

-Ein Elektro-LKW wäre auch denkbar, mit Windkraft / Atomstrom
-Mit einer Isotopenbatterie könnte ein LKW 30 Jahre lang ohne Unterbrechung fahren es gäbe aber ein gewisses Unfallrisiko, so das das vielleicht nicht so schlau ist…
24.11.2009 um 08:35 Uhr
C. Schmidt
ROFL
Es gab einen THTR???
Ich lieg schon wieder am Boden…
Aber ansonsten – rein technisch ist das kein Problem. Es gab sogar Flugzeuge in der Erprobung. In den 50ern und 60ern glaubten die Menschen, dass wir heute alle mit atomaren Flugautos den Traum unbegrenzter Freiheit leben würden.
Aber natürlich waren das damals nicht etwa Probleme der Abschirmung – oder der Kontamination im Falle eines Unfalls (oder gar die schnöde Unwirtschaftlichkeit) – sondern bestimmt wieder wir Atomgegner, die Herrn Haber seine feuchten Träume durchkreuzt haben.
Dieser Posting von Ihnen Herr Haber zeigt nur wiederum ihre etwas infantile Einstellung zur Kernenergie. Naiv ist da quasi harmlos ausgedrückt…
24.11.2009 um 18:22 Uhr
Heinz Haber
Nur so zur Erklärung
ich habe davon abgeraten LKWs mit Plutoniumbatterien zu bauen…
unf Flugzeuge? Ich weiss ja nicht…
Es gab mal Herzschrittmacher mit Isotopenbaterie und einige gibts noch heute, die sind super, halten 30 Jahre lang – leider werden die nicht mehr hergestellt, die Industrie baut jetzt Batterien ein und freut sich auf den Verkauf eines neuen Gerätes alle 3-7 Jahre, und alle 3-7 Jahre wird der Patient jetzt aus “Sicherheitsgründen” einmal neu aufgeschitten.
Aber das nur am Rande, um Gottes Willen keine Kernenergiediskussion mehr mit C.Schmidt…
24.11.2009 um 21:21 Uhr
C. Schmidt
Nur mal so zur Erklärung:
Es gibt keinen THTR – und es gab auch nie einen.
Der Rest Ihrer Beiträge hat ähnliches Niveau. Mensch Haber, nehmen Sie Ihre Medikamente endlich wieder!!
25.11.2009 um 09:08 Uhr
Heinz Haber
Es gab nie einen THTR-OK, alles Klar -und tschüss!
25.11.2009 um 10:57 Uhr
C. Schmidt
Achso, Sie meinen diesen überaus erfolgreichen PROTOTYPEN, den man nach bereits !!! 6 !!! Jahren endgültig stillgelegt hat??? *ROFL*
Wie lange ist der denn überhaupt im Betrieb gewesen?
Tschüssikowski, Herr Haber!
25.11.2009 um 11:39 Uhr
C. Schmidt
Ich möchte das nochmal spezifizieren:
ca. 16.000 Betriebsstunden in 6 Jahren entspricht einer Verfügbarkeit von grandiosen 31 % !!!
Und das Fazit hätte wohl so gelautet: Pleiten, Pech und Pannen. Störfälle und Freisetzung radioaktiven Materials – damit wurden Schlagzeilen gemacht. Ihr Lieblingsmeiler ist eine Investitionsroutine, eigentlich hat nichts funkioniert, mehr als 8000 Brennstäbe wurden quasi im Betrieb zerstört. Und diese Probleme wurden selbst in 20 Jahren weiterer Forschung bis heute nicht gelöst.
Ihr THTR-300 konnte gar nichts – geschweige denn Benzin synthethisieren, wovon Sie in Ihrem Wahn fabulieren. Herr Haber, Sie erzählen Märchen! Schauergeschichten aus der Technikhistorie…:)
25.11.2009 um 12:01 Uhr
C. Schmidt
EDIT:
…die Ruine war gemeint…*lach*
Routine hat man dabei im Atomgeschäft allerdings: Kalkar, THTR, etc. pp.
25.11.2009 um 12:02 Uhr
Heinz Haber
Er war voll Funktionstüchtig als er zerlegt wurde, was aus politischen Gründen geschah:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13517686&top=SPIEGEL
26.11.2009 um 06:26 Uhr
C. Schmidt
Verschwörungstheorien, Herr Haber?!
Das Ding war Schrott. Die Technik hat im Lastbetrieb nie funktioniert – die Probleme mit den Brennstäben sind heute dieselben wie damals.
Dann waren da noch Störfälle, die Verseuchung der Umwelt mit radiaktiven Stoffen – und vor allem ein kriminelles Verhalten der Betreiber.
Aber in Ihrer rosa eingefärbten Atomwelt wird der harte Boden der Realität ja sanft durch Ignoranz abgefedert. Herr Haber, Ihre Vorstellung hier wird immer lustiger.
26.11.2009 um 08:55 Uhr
Heinz Haber
Das ist nachweislich Blödsinn,
ich kenne einen der vollkommen frustrierten Konstrukteure, wenn der ihren Text lesen würde, würde er wahrscheinlich etwa so reagieren wie Buzz Aldrin, der Zweiflern seine Mondbetretung “beweist”:
http://www.youtube.com/watch?v=ZOo6aHSY8hU
Obwohl er nicht mehr ganz so gut auf den Beinen ist wie Buzz
26.11.2009 um 11:27 Uhr
Heinz Haber
Eigentlich habe ich ja auf “verseuchung der Umwelt” gewartet und mir schon gestern die Antwort herausgesucht: Aber ist so langweilig, wenn man immer schon vorher weiss wass Sie schreiben:
Die “Verseuchung” bestand in einem AUstritt von 90 Megabequerel…
Wenn SIe beim Arzt eine Szintigraphie ein PET oder ein SPECT bekommen, spritzt man Ihnen bis zu 1000 Megabequerel ins Blut… Das heisst, dass ihr Urin danach mehr strahlt als das was aus dem THTR damals rausgekommen ist, sie sind dann also ein wandelnder Störfall, davon laufen gerade heute in Deutschland wohl deutlich über Tausend herum und “verstrahlen” unsere Kanalisation und die Flüsse…..
Und nur wegen diesem Quatsch wurde der THTR von der Landesregierung NRW “ermordet”….
26.11.2009 um 11:31 Uhr
C. Schmidt
Komischerweise fällt Ihnen nur ein einziger Störfall ein. Der IPPNW sieht das wiederum etwas anders, gerade die Krebsrate im Umkreis ist beachtlich. Aber für Sie wiederum nur Verschwörungstheorien…*rofl*
Klar, die Landesregierung hat 5 Milliarden investiert – der Rückbau dürfte nochmals mindestens eine Kosten – und das nur wegen des einen Störfalls. Dabei sind genügend weitere dokumentiert:
http://www.reaktorpleite.de/index.php/die-thtr-pannenserie.html
Nach neuen Informationen sollen es ja sogar 12.000 zerstörte Brennelemente sein: Ihr THTR hat super funktioniert.
Dolles Ei, Herr Haber!
26.11.2009 um 12:16 Uhr
Heinz Haber
Störfall ist übrigens etwas anders als Betriebsstörung – aber das verstehen Sie nie…
Er hat super funktioniert! (kleine Problemchen gabs, war ja ein Prototyp)
und die Vorteile
-keine Kernschmelze möglich
-erbrütet sich nahezu unerschöpflich aus dem 5x häufiger als Uran vorkommenden Thorium neuen Brennstoff
-Prozesswärme zur
Eisenverüttung
Öl&Gas-Synthese (“die Versöhnung von Kohle und Atom”)
Chemische Industrie
Heizung
kurz – saubere, billige Kernenergie für alle Primärenergiebedürfnisse im Überschuss
Und Herr Pikwart wollte einen neuen bauen!
Und er war seiner Zeit 30 Jahre Voraus…
Ich kann damit leben, dass Sie das anders empfinden… auch wenns wehtut… Aber das Volk bekommt die Regierung die es verdient, und mein Auto fährt auch ohne Baum…
26.11.2009 um 12:38 Uhr
C. Schmidt
Da ich mich an Ihren Schmerzen ja nicht weiden möchte, darf ich vllt wie folgend unkommentiert zitieren?
Hinweisen möchte ich mit Blick auf diesen Bericht – auf die erhöhten Krebsfälle in der Umgebung – und die von vielen Stellen geäusserte Vermutung es sei doch deutlich mehr an radioaktiven Stoffen freigesetzt – und vertuscht worden.
Deutlich wird ein unausgereiftes Konzept, dass letztlich von der Politik zwar im Schatten von Tschernobyl – aber aus gutem Grunde (s.u.) – beerdigt worden ist.
Ein Beweis ist in meinen Augen auch, dass in Südafrika an dieser Technik (die ja veräussert worden ist) seit knapp 20 weiteren Jahren erfolglos weitergeforscht wurde.
http://www.reaktorpleite.de/index.php/htr-studie-2008—r.-moormann.html
Inhärente Störfälle und Radioaktivitätsabgaben bei HTR-Linie
August 2008
Eine neue Untersuchung (1) des Wissenschaftlers Rainer Moormann über den Betrieb des 1988 stillgelegten Thorium Hochtemperaturreaktors (THTR) AVR in Jülich stellt nicht nur die gesamte bisherige offizielle Sicherheitsarchitektur dieser Reaktorlinie in Frage, sondern erschüttert die Aussagen der internationalen Atomgemeinde über die Vorzüge der neuen Generation IV-Reaktoren in ihren Grundfesten.
Bemerkenswerterweise kommt diese Kritik von einem Wissenschaftler, der bereits seit vielen Jahren regelmässig im Rahmen des Forschungszentrums Jülich an der HTR-Linie forscht und hierzu publiziert (2). In bisher nie gekannter Offenheit werden in dieser “sicherheitstechnischen Neubewertung” erstmals erhebliche Probleme bei dem Betrieb und dem gegenwärtigen Rückbau des Allgemeinen Versuchsreaktors (AVR) in Jülich offengelegt und erhebliche radioaktive Kontaminationen thematisiert. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:
1. Viele Sicherheitsprobleme im AVR wurden bisher verschwiegen.
“Diese Arbeit befasst sich vorwiegend mit einigen unzureichend veröffentlichten aber sicherheitstechnisch relevanten Problemen des AVR-Betriebes.”
2. Der Rückbau bringt es an den Tag: Es fanden innerhalb der Anlage bedeutend höhere Kontaminationen als vorausberechnet statt. Radioaktiver Graphitstaub ist “mobil”.
“Der AVR-Kühlkreislauf ist massiv mit metallischen Spaltprodukten (Sr-90, Cs-137) kontaminiert, was zu erheblichen Problemen beim gegenwärtigen Rückbau führt. Das Ausmaß der Kontamination ist zwar nicht exakt bekannt, aber die Auswertung von Spaltproduktablagerungsexperimenten lässt darauf schließen, dass diese Kontamination zum Betriebsende einige Prozent eines Coreinventars erreichte und damit um Größenordnungen über Vorausrechnungen und auch ganz erheblich über den Kontaminationen in großen LWR liegt. Ein bedeutender Anteil dieser Kontamination ist an Graphitstaub gebunden und damit in Druckentlastungsstörfällen teilweise mobil, was in Sicherheitsbewertungen zukünftiger Reaktoren zu berücksichtigen ist.”
3. Unzulässig hohe Coretemperaturen sind die Ursache für hohe Freisetzungen.
“Dabei ergab sich, dass die Kontamination des AVR-Kühlkreislaufs nicht wie früher angenommen in erster Linie durch unzureichende Brennelementqualitäten verursacht wurde sondern durch unzulässig hohe Coretemperaturen, welche die Freisetzungen erheblich beschleunigten. Die unzulässig hohen Coretemperaturen wurden erst 1 Jahr vor dem endgültigen AVRBetriebsende entdeckt, da ein Kugelhaufencore bisher nicht instrumentierbar ist. Die maximalen Coretemperaturen im AVR sind zwar weiterhin unbekannt, aber sie lagen mehr als 200 K über berechneten Werten. (…) Gegenwärtig sind zuverlässige Vorausrechnungen von Coretemperaturen im Kugelhaufen
nicht möglich.”
4. Der Dampferzeuger wurde während des Betriebes geschädigt.
“Außerdem wurden azimuthale Temperaturdifferenzen am Corerand von bis zu 200 K gemessen, welche vermutlich auf eine Leistungsschieflage zurückzuführen sind. Heißgassträhnen mit Temperaturen über 1100°C, welche den Dampferzeuger geschädigt haben könnten, wurden gelegentlich oberhalb des Cores gemessen.”
5. Der AVR-Betrieb war unsicher und unzuverlässig. Folglich sind diese negativen Sicherheitseigenschaften auch bei zukünftigen Generation IV-Reaktoren zu erwarten.
“Einen sicheren und zuverlässigen AVR-Betrieb bei Prozesswärme-tauglichen Gasaustrittstemperaturen, wie er als Basis der Kugelhaufen-VHTR-Entwicklung im Generation IV Projekt unterstellt wird, hat es daher nicht gegeben.”
6. HTR-Kugelbrennelemente können den Austritt von Radioaktivität nicht verhindern. Ein Mythos wird als Lüge entlarvt.
“Die AVR-Kontaminationsprobleme hängen auch damit zusammen, dass intakte HTR-Brennelemente nicht als fast vollständige Barriere für metallische Spaltprodukte angesehen werden können, wie sie es für Edelgase sind. Metalle diffundieren im Brennstofffkern, in den Beschichtungen und im Graphit. Ein Durchbruch durch diese Barrieren findet im Langzeit-Normalbetrieb statt, wenn bestimmte, Spaltprodukt-spezifische Temperaturgrenzen überschritten werden. Hier liegt eine ungelöste Schwachstelle von HTR vor, die es bei anderen Reaktoren nicht gibt.”
7. Es findet eine unkontrollierte (!) Verteilung radioaktiver Nuklide über den gesamten Kühlkreislauf statt.
“Eine andere HTR-Schwachstelle, welche zu den AVR-Kontaminationen beigetragen hat, liegt darin begründet, dass sich die aus den Brennelementen freigesetzten Nuklide im HTR unkontrolliert über den gesamten Kühlkreislauf verteilen. Wegen der hohen Ablagerungsraten von chemisch reaktiven Spaltprodukten in HTR-Kühlkreisläufen kann nämlich die aus den Brennelementen freigesetzte Aktivität nicht über eine Reinigungsanlage entfernt werden, wie es im LWR Standard ist.”
Kommentar: Jetzt wissen wir also, warum die Betreiber des THTR Hamm sich nach seiner Stilllegung so heftig gegen unsere Forderung nach einem Nuklidkataster gewehrt haben. Ein zusätzliches Desaster wäre offensichtlich und publik geworden!
8. Wassereinbrüche fanden statt. Diese müssen durch zusätzliche Vorrichtungen in Zukunft ausgeschlossen werden.
“Bei Wassereinbrüchen muss zudem das Eindringen von flüssigem Wasser in den Kugelhaufen, wie es bei einem AVR-Störfall vorkam, konstruktiv ausgeschlossen werden um einen möglichen positiven Void-Koeffizienten der Reaktivität mit Reaktivitätsexkursion zu verhindern.”
9. Ein gasdichtes Containment (Sicherheitsbehälter) fehlt ganz, ist aber unbedingt notwendig.
“Kriterien für eine maximal tolerable akkumulierte Aktivität im HTR-Kühlkreislauf wurden auf der Basis deutscher Verordnungen für Auslegungsstörfälle sowie aufgrund von Anforderungen aus Wartung und Rückbau entwickelt. Die Anwendung dieser Kriterien auf Kugelhaufenreaktoren führt zum Schluss, dass ein gasdichtes Containment auch dann erforderlich ist, wenn keine überhöhten Coretemperaturen unterstellt werden.”
10. Der Autor diskutiert in seiner Studie, ob im Interesse der Sicherheit in Zukunft grundsätzlich von Heißgastemperaturen abgesehen werden sollte. Mit anderen Worten: Der in der Generation IV besonders favorisierte Very-High-Temperature Reactor (VHTR) bereitet besonders viele Probleme, die erst noch gelöst werden müssen. Ein “sehr umfangreiches F + E-Programm” wäre hierzu unverzichtbar, bevor weitere Schritte eingeleitet würden.
11. Die Weiterentwicklung des Kugelhaufenreaktors wird sehr teuer und deswegen sollten ökonomische Risiken zuvor exakt abgeschätzt werden. Lohnt sich der riesige Aufwand überhaupt?
“Ein umfangreich instrumentierter experimenteller Kugelhaufenreaktor wäre zur Lösung dieser Probleme unverzichtbar. Bevor ein F+E-Programm dieser Größe begonnen wird sollte eine Machbarkeitsstudie einschließlich Aufwandsabschätzung durchgeführt werden, um das ökonomische Risiko dieser Entwicklung zu quantifizieren.”
12. Alle bisherigen HTR-Sicherheitsstudien waren unzureichend und in ihren Schlussfolgerungen viel zu optimistisch.
“In Hinblick auf auslegungsüberschreitende Störfälle sind Sicherheitsprobleme bei Lufteinbruch/Corebrand noch nicht hinreichend gelöst. Eine vergleichende Sicherheitsstudie von Kugelhaufen-HTR, Block-HTR und Generation-III LWR wäre hilfreich, um eine zuverlässigere Aussage zur Sicherheit gegenwärtiger Kugelhaufen-HTR-Konzepte zu bekommen: Frühere Sicherheitsstudien für Kugelhaufenreaktoren müssen aus heutiger Sicht als zu optimistisch angesehen werden.”
Nach der Veröffentlichung dieser kritischen Studie im Rahmen des Forschungszentrums Jülich kann es nur eine Forderung geben: Keinen Euro mehr für die HTR- und Generation IV-Forschung; kein Bau des PBMR in Südafrika, der genau die angesprochenen Probleme haben würde!
Horst Blume
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*Anmerkungen:*
1. Rainer Moormann: “Eine sicherheitstechnische Neubewertung des Betriebs des AVR-Kugelhaufenreaktors und Schlussfolgerungen für zukünftige Reaktoren”. Berichte des Forschungszentrums Jülich, 4275. ISSN 0944-2952.
Die Studie als PDF-Datei vom Server der Zentralbibiliothek des Forschungszentrum Jülich
2. Bisherige Publikationen von Rainer Moormann zur HTR-Problematik:
1999: Moormann, Hinssen, Latge: “Oxidation of carbon based materials for innovative energy systems (HTR, fusion reactor): status and further needs”. Aufsatz in einem Buch. 11 Seiten.
1999: Moormann, Schenk, Verfordern: “Source term estimation for small sized HTRs; a German approach Proceedings of the 1st Meeting Survey on Basic Studies in the Field of High Temperature Engineering (including Safety Studies)”. Aufsatz in einem Buch. 9 Seiten.
2004: Kühn, Hinssen, Moormann: “Differences between the oxidation behaviour af A3 fuel element matrix graphites in air and in steam and its relevance on accident progress in HTRs”. Proceedings of the ICAPP 04, Pittsburg, USA
2004: Moormann, Hinssen, Kühn: “Oxidation behaiviour of an HTR fuel element matrix graphite in oxygen compared to a standard nuclear graphite”. In: Nuclear Engineering and Design, 277 (2004), S. 281-284
26.11.2009 um 14:10 Uhr
C. Schmidt
Der AVR ist nicht der THTR in Hamm, keine Frage. Aber die generellen Probleme sind alles so eben auch dort aufgetreten.
Das Problem aller Kugelhaufenreaktoren sind die Brennelemente.
Und dieses Problem wurde bis heute nicht gelöst!
26.11.2009 um 14:27 Uhr
Heinz Haber
Und wieder hatte ich die Antowort vor Ihrem Posting abgesetzt, die ist aber wohl wegen einem ungehörigen Link kassiert worden…
also nochmal
Da Deutschland ausgestiegen sind machen jetzt andere weiter
http://httr.jaea.go.jp/eng/index_top_eng.html
Noch sind die aber nicht so weit wie wir in den 80ern
aber der Weg ist klar
und dann hatte ich geschrieben, Sie können ja mal nach Japan fahren sich vor den HTTR stellen und brüllen “Ich weiss dass Du nicht funktionieren kannst” und sie dazu angehalten, vor Männern in langen Kleidern aufzupassen – und ein Link auf ein Samureifoto eingefügt, das wohl eine irgendwie blöde Seite war und dann wurde das Posting zweimal kassiert und dann dachte ich wenn man Trolle füttert werden sie immer grösser, also lassen wirs, aber – um ihre grossartige copy&paste Aktion vor Reaktorpleiten.de zu belohnen schreibe ich es jetzt nochmal hier…
26.11.2009 um 17:34 Uhr
C. Schmidt
Das es Prototypen gibt weiss ich. Die Anlage in Japan hat gerade so mal das Niveau des AVR in Jülich. Das Konzept ist allerdings bislang eher grandios gescheitert…
Warum man allerdings in Südafrika / China noch nicht so weit sein sollte – ist mir unklar. Die Technologie war seinerzeit meines Wissens dorthin verscherbelt worden.
Fakt ist, dass alle Anlagen bislang dieselben Probleme haben. Und es mag ja C&P gewesen sein, aber auf die systemimmanenten Probleme hinsichtlich der Brennelemente gehen Sie wiederum gar nicht ein. Das finde ich bezeichnend.
Was bleibt ist Ihr atomesoterischer Optimismus.
27.11.2009 um 00:33 Uhr
Heinz Haber
Der THTR war am Schluss stabiler am Netz als es jemals ein WIndkraftwerk bisher gewesen ist – wo nehmen Sie Ihren Optimismus her?
Smartgridphantasien lassen sich mit jeder unsteten Energiequelle realisieren auch mit dem pbmr der übrigens planmässig 2012 ans Netz gehen soll.
Diese Betriebstörungsliste (hier klemmt ein Ventil, da fällt ein Nagel aus der Wand, etc.. ist doch typisch bei Prototypen und führt meinst zu PLANBAREN Energieschwankungen – damit isser dann in der Prototyphase genauso weit wie ein “fertigens” WIndkraftwerk, nur dass beim Reaktor das Endziel der stabile Einspeisung erreichbar ist)
Das Japanische Projekt arbeitet an einer anderen Baustelle, dort geht es darum nukleare Prozesswärme für chemische Reaktionen direkt nutzbar zu machen, auch die kommen gut voran. Diese Option wurde beim AVR und THTR in den 80ern als sich der Ölpreis wieder entspannte schon sehr frühzeitig aufgeschoben…
27.11.2009 um 09:09 Uhr
C. Schmidt
1) Sie wollen oder können offensichtlich nicht verstehen, das Grundlast ein atavistischer Begriff ist – und Erneuerbare Energien / Smart Grids der Zukunft aufgrund eines komplexen Netzmanagements problemlos eine höhere Versorgungssicherhiet als durch zentrale Großkraftwerksstrukturen bieten werden.
2) Die kleinen Mängel eines Prototypen? Sie gehen auf die eigentliche Kritik gar nicht ein?! Was ist denn nun mit den Brennelementen?
3) Super. Da Helium bei höheren Temperaturen genutzt wird, ist natürlich die Nutzung von Prozessdampf/energie möglich. Eine wirklich riesige Innovation. Auch die Japaner haben die systemimmanenten Probleme nicht lösen können, die sich eben ganz eindeutig bei der Übertragung des Konzepts vom AVR auf den THTR 300 gezeigt haben.
Fazit: Inhaltsleeres Geplärre. Warum toben Sie sich nicht bei Kernenergie.de etc aus? Dort finden Sie bestimmt genug Gleichgesinnte, mit denen Sie Ihre feuchten Träume einer atomaren Zukunft austauschen können. Hier finden Sie leider aufgeklärte und zum Denken fähige Individuen, die Ihre Phantastereien und Lügen in Frage stellen. Schonen Sie doch lieber Ihr schwaches Herz ein wenig…*rofl*
27.11.2009 um 16:48 Uhr
Heinz Haber
1) Grundlast ist kein atavistischer Begriff, das Erneuerbare Energien / Smart Grids der Zukunft aufgrund eines komplexen Netzmanagements problemlos eine höhere Versorgungssicherhiet als durch zentrale Großkraftwerksstrukturen bieten werden müssen Sie erst mal beweisen, ich halte das für grossen quatsch. Es wird empfindlicher, es wird ein nichtlienares system, das können Sie prinzipbedingt nicht kontrollieren, es sei Denn Sie installieren ausreichend Dämpungselemente (=Speicher)
2) Die kleinen Mängel eines Prototypen! Die Brennelemente sind Graphitkugeln, was für Probleme? aus C14 kann man mit einer Neutronenquelle (Reaktor) C15 machen, das zerfällt in etwa 3 Sekunden zu stabilem Stickstoff, dann ist das weg, wenn man die Lagerung scheut. Dass soviele “Brennelemente” Kaputtgegangen sind, war ein Problem fehlender Führungsrinnen der Absorberstäbe, die kann man z.B. aus Wolfram leicht nachrüsten, man wollte die Vermeiden, damit nichts schmelzen kann, im AVR gings gut in THTR nicht ganz gut, aber Graphit sublimiert bei über 3000° Wolfram schmilzt auch erst bei > 3000° kein unlösbares Problem- es bleibt dabei und das wurde mehrfach getestet, im THTR kommts prinzipbedingt niemals zur Kernschmelze
3) Super. Da Helium bei höheren Temperaturen genutzt wird, ist natürlich die Nutzung von Prozessdampf/energie möglich. Eine wirklich riesige Innovation. – Jawohl dem ist nicht hinzuzufügen!
Fazit: Sie schreiben Inhaltsleeres Geplärre.
Schonen Sie doch lieber Ihr schwaches Herz ein wenig…*rofl*
“Hier finden Sie leider aufgeklärte und zum Denken fähige Individuen”
Stimmt und Sie finde ich darüberhinaus hier auch
Und immer muss ich “Ihre Phantastereien und Lügen in Frage stellen”.
27.11.2009 um 17:34 Uhr
C. Schmidt
Herr Haber,
1) Sie wissen was Netzmanagement ist? Ich bezweifle das. Im Endeffekt ändert sich ja kaum etwas…;)
Mal abgesehen davon, dass es genügend Studien gibt, die unter der Prämisse Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit klar positive Aussagen zu Szenarien mit Anteil der Windenergie >30% liefern, mal abgesehen von einer kompletten Entzerrung des Problems in einer größeren räumlichen Dimension (in der ja auch bereits heute aufgrund internationaler Abkommen Regelenergie ausgetauscht wird!!!!) – mal abgesehen von diesen Argumentationspfaden, ist eindeutig anhand der heutigen Kraftwerksstruktur belegbar, dass eben z.B. 30 % Windenergie gar kein Problem sein kann!
- gesetzlich ist die Vorhaltung von 25 % Reserveleistung über Jahrespeak Pflicht. Vor allem – wir die Reserve ja für die störanfälligen AKWs auch gebraucht…;)
- für die Bereitstellung der Regelleistung reichen Mittellastkraftwerke aufgrund der guten Prognostizierbarkeit des Windaufkommens.
- heute stehen etwa 6 % Windenergie knapp 10 % regelbarer Biomasse gegenüber. Das EEG forciert eine Entwicklung in diese Richtung. Deutlich wird doch anhand dieser Zahlen und der Prognostizierbarkeit, dass es das von den EVU lancierte Problem eigentlich nicht gibt. Oder nur dann, wenn diese ihre gesetzlichen Verpflichtung zum Ausbau der Netze nicht nachkommen. Denn eines ist unstrittig – diesen notwendigen Netzausbau haben wir alle eh schon bezahlt. Und idR würde dezentral erzeugte EE die Netze sogar deutlich entlasten. Auch ein Grund, aus dem die EVU ihre Cash Cows nun gerne abstossen wollen…*rofl*
2)
Zu dem Rest Ihres Postings gehe ich mal lieber nicht mehr ein, zumal es kaum noch verständlich ist – man weiss irgendwie nie – wo ein Zitat anfängt bzw. aufhört.
Letztlich ist das Problem der Brennelemente nie gelöst worden, vor allem hat man plötzlich eine Menge radioaktiver Isotope im gesamten Kreislauf (durch Abrieb) – was auch eine Ursache für die Mutmaßungen des IPPNW hinsichtlich weiterer Freisetzung von Strahlung durch den THTR ist.
Der IPPNW mag ja nicht Ihr Freund sein, aber mal abgesehen von der Reputation empfinde ich die Darlegungen bislang meist sehr glaubhaft dargestellt und belegt. Jeder darf ja mal selbst überlegen, ob die 40 Toten der IEA – oder doch eher die knapp 100.000 Toten des IPPNW durch die Havarie in Tschernobyl realistischer sind. Bei zehntausenden Liquidatoren, die mit !!Kunststoffschürzen!! direkt am Reaktor arbeiten mussten…
Und die von mir zitierte Quelle von reaktorpleite.de müssen Sie ebenso nicht mögen, nur ist das ein ziemlich fundierter Bericht von einem ausgesuchten Experten des Forschungszentrums Jülich.
Die Originalstudie findet sich hier:
http://juwel.fz-juelich.de:8080/dspace/handle/2128/3136
Mag sich doch jeder ein eigenes Bild machen. Zumal vorhergehende Studien, zB des Öko Institutes ebenso massive Kritik geäussert haben.
27.11.2009 um 21:16 Uhr
Heinz Haber
Den Jülicher Originalbericht habe ich weiter unten schon erwähnt, der endet halt anders und fordert einen zweiten AVR. Ausserdem glänzt er auch nicht durch Sachlichkeit, der Autor regt sich z.B. über das entstehende C14 der Brennstäbe auf, da sie den wohl gar nicht gelesen haben, verstehen Sie meine Antwort nicht, naja – sie sind halt ein unbelehrbarer Mensch, der grosse Maschinen nicht mag.
Auch hier noch eine kleine Rechnung:
Im THTR waren 135 Tonnen Brennstoff und davon vielleicht 100 Tonnen Kohlenstoff verbaut – von denen ein wenig durch den Neutronenbeschuss in das C14 umgewandelt wurde, was den Autor des Artikels so nervös macht (HWZ ca. 5000a, der nächste Schritt ist dann C15 und das zerfällt in weniger als 3 Sekunden zu stabilem Stickstoff und ist weg) hätte man den THTR damit aber seine 60 Jahre laufen lassen hätte er dabei soviel Energie freigesetzt, dass ich der Welt damit 54 Tonnen C14 in Form von ausgestossenem CO2 erspare – damit sehen Sie wie idiotisch alleine dieser Kritikpunkt ist, man hätte also bezüglich C14 nach Betriebsende sogar dann noch eine negative (stahlungsärmere) Bilanz, wenn man den “verstrahlten” Kohlenstoff danach einfach verbrennt und durch den Schorstein jagt..
Aber da Sie den Originalartikel, der auch schon schlecht gemacht war (um etwas Knete von der rot Grünen Regierung abzusahnen, was nicht geklappt hat), nicht kennen, hilft Ihnen das sicher auch nicht weiter…
27.11.2009 um 22:50 Uhr
Heinz Haber
Sie sind ein so unlogischer Mensch…
Was denn nun Netzausbau oder Netzentlastung? Sie brauchen Netzausbau für Smartgrid.
10% Biomasse ist auch gelogen, es waren 3,6% im Jahre 2008
Windkraft hingegen 6,3%
Photovoltaik übrigens nur 0,6 über diese Investitions- und Subventionsruine schweigen Sie sich auch tod…
Sie reden verqueres Zeug, Sie lügen, Sie diffamieren, Sie beleidigen mich – ich würde da gerne ein Zitat des von Ihnen vielleicht geschätzen Ex-Aussenminsters Fischer anbringen, “Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein…”
in diesem Sinne Gute Nacht
27.11.2009 um 23:04 Uhr
Heinz Haber
Tut mir leid irgendwann platzt mir der Kragen und dann noch IPPNW zitieren, da laufe ich grün an und muss mich übergeben
Keine Bevölkerungsgruppe verstrahlt soviele Menschen wie die Ärzte, wirklich niemand inklusive Atomindustrie, und auch noch aus niederen kommerziellen Erwägungen- das Röntgengerät muss abbezahlt werden also RANG machen wir noch schnell ein Bild. cCT ist Billiger als cMRT als ZUMMM einmal tausend Jahre Tschernobyl auf die Glocke, was solls denn (Jahresbelastung Tschernobyl bei uns 0,01 mSv, Belastug Spiral cCT: 10 mSV).
Und diese PENNER regen sich über saubere Kernenergie auf, da kann man nur WAAAAAHHHHNSINNIG werden….
27.11.2009 um 23:18 Uhr
C. Schmidt
1) Netzausbau und Entlastung ist kein Widerspruch. Eine bessere Vernetzung kann durchaus zu kürzeren Transportwegen führen – um das mal so auszudrücken.
2) Der Bundesverband Bioenergie nennt für 2008 einen Wert von 4,5 % – ich verwechsle das manchmal mit der Endenergie – Sie werden mir verzeihen hoffe ich…;) Apropo, die Potentiale liegen bei >10 % – allein Reststoffpotentiale liegen bei 3 % !! PEV !!. Im übrigen ändert das an meiner Aussage recht wenig….;)
3) Photovoltaik ist dann immer so ihr Beissreflex? Wie ein kleines Kind…*lach*
Ich habe keine Stange für PV gebrochen. Das ist Industriepolitik. Aber ganz ehrlich – selbst PV ist bei einer Bewertung nach Vollkosten billiger als Kernenergie…*rofl*
4) Ich diffamiere und beleidige Sie?
Mal ganz im ernst – Herr Haber, Sie argumentieren gar nicht. Ich würd Sie auf 60+ Jahre schätzen – ein Kind einer Generation, deren Träume und Visionen gerade scheitern. Tja, Perry Rhodan hat kein Raumschiff der Arkoniden auf dem Mond gefunden – der Herr Nachbar hat kein nukleares Flugauto in der Garage – und die Kernenergie spielt weltweit eine unrühnliche – aber letztlich bedeutungslose Rolle, trotz beispielloser F&E und Subventionen… Es tut mir leid für Sie – die Welt hat sich nicht so wie von Ihnen gewünscht entwickelt – Technik und Innovation sind einen anderen Weg gegangen: die Irrwege der Kernenergie sind Geschichte. Realität ist eben nicht jedermanns Sache – und Sie sollten sich manche Dinge einfach mal eingestehen – anstatt bösen Verschwörungstheorien und Dolchstosslegenden Ihrer geliebten Atomindustrie nachzuhängen. Herr Haber, ich beleidige Sie nicht, wenn ich mich über Ihre Faktenresistenz und Ihren realitätsfernen Optimismus hinsichtlich atomarer Allheilmittel amüsiere. Mir geht’s ganz einfach wie allen anderen hier – es ist eher eine Mischung aus Mitleid und “nicht-ernst-nehmen-können”.
In diesem Sinne – eine gute Nacht…:)
27.11.2009 um 23:34 Uhr
C. Schmidt
Doch noch nicht im Bettchen?
Jaja, die Medizin. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wissen wohl nur Sie – auch wenn ich den erwähnten Missstand durchaus verstehe.
Deswegen darf sich kein Arzt mehr kritisch zur Kernenergie oder zur Problematik niedriger Strahlendosen äussern. Nie wieder. Keiner. Basta.
PS: Mea culpa für den Doppelpost, ich glaube die Kommentarfunktion ist einfach etwas überfordert…;)
27.11.2009 um 23:39 Uhr
Heinz Haber
Aber aber ich bin doch logischerweise 97 Jahre alt
Die Ärzte sollen einfach mal vor der eigenen Türe kehren und keine Doppelmoral aufbauen – bei 10 mSv schickt man einen AKW-Arbeiter nach Hause, evakuiert Landstriche und ein Arzt haut das dem Patienten aus Kostengründen auf die Birne. Typischerweise verbrät man das zum Beispiel der 25jährigen jungen Patientin die sich nachts in einer neurologischen Klinik mit schlimmen Kopfschmerzen vorstelllt und dann aber meisst nichts hat. Die bekommt nach der kurzen Frage “sind Sie schwanger” – motiviert durch in ihren Löchern lauernden Anwälten, die sofort losklagen, wenn der Arzt sie ohne Bild nach Hause jagt, diese 10 mSv verplättet, die Medizin verdoppelt die natürliche Strahlenbelastung im Schnitt für jeden von uns – weils billiger und schneller als ein MRT ist, und dann gehen ein paar von den Ärzten -nämlich die besonders bescheuerten, die sich durch den Strahlenschutzkurs trotz 100%em Unwissen hindurchgemogelt haben- am Sonntag gegen die Kernkraft demonstrieren als Ablasshandlung sozusagen, ich weiss nicht wie alt und verkrustet Sie sind, ich bekomme die Hasskappe auf, wenn ich das sehe..
IhrnNetzgeschwurbel bleibt unlogisch, wenn ich was entlaste, muss ich es nicht ausbauen. Das ist zwingende Logik, aber der wiedersetzen Sie sich ja konsequent in Ihrem magischen zwanghaften Denken. Aber Sie können meckern wie Sie wollen, die weltweite Nutzung der Kernenergie verhindern auch Sie nicht.
Fakt ist Braun-, Stein-Kohle und Kernenergie tragen jeweils 1/4 der Stromerzeugung- ich finde erstmal muss die Kohle weg und durch EE ersetzt werden, dann meinentwegen die Kernenergie, wenn das andere geklappt hat und so richtig was gegen genau dieses Vorgehen können Sie nicht sagen…
28.11.2009 um 11:51 Uhr
Heinz Haber
upps
zu schnell getippt, sorry
hier fehlt eindeutig die editierfunktion für so Legastheniker wie mich…
22.11.2009 um 19:32 Uhr ·
Linda Görgen
Ich vermisse hier klare Worte zur Krise in der Entsorgungsszene, die durch den Austritt des DSD aus dem Branchenverband offenkundig geworden ist:
http://www.premiumpresse.de/dsdwirft-ex-partnern-unverantwortliches-marktverhalten-vor-verbleibendebdsd-mitglieder-beteiligen-sich-nicht-an-selbstverpflichtung-derbranchenpartner-PR626791.html
Da mit der Selbstverpflichtung von VFW und Redual nichts wird, muss wohl die Politik die Lücken der Entsorgungsverordnung und in der Kontrolle der Entsorgung schließen.
23.11.2009 um 15:35 Uhr ·
Jan Haase
Liebe Linda,
ich antworte dir an dieser Stelle als Verantwortlicher für das Blog, weil dein Beitrag thematisch sehr vom Inhalt des Blogeintrags abweicht und ich beim besten Willen keinen Zusammenhang zum Stromnetz entdecken kann.
Damit in all den Diskussionen unsere User im Greenpeace-Blog den Überblick behalten, achten wir darauf, dass die Kommentare weitestgehend themenbezogen sind. Wir weisen daher Kommentatoren darauf hin, wenn ihr Beitrag nicht im Zusammenhang mit den Kategorien steht.
Wir wollen auch in Zukunft nicht jedes Thema im Greenpeace-Blog diskutieren. Unserer Meinung nach haben die User von knackigen Diskussionen zu ausgewählten Themen meist mehr, als von einem Kramladen aus allem.
23.11.2009 um 18:38 Uhr ·
Micaela
…find ich ich. Der ganze Kram muss doch ordentlich entsorgt werden: ob Atommüll oder Kunststoffverpackungen. Wir haben eine große Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen, das wird immer wieder vergessen. Also: Schluss mit Atomstom und mit den Schiebereien im Müllmarkt!
23.11.2009 um 15:42 Uhr ·
Micaela
Nachtrag: Habe mal kurz geschaut, was Linda Görgen da genau meint.
“Industrie unterläuft zentrale Bestimmungen der neuen Verpackungsverordnung: Jedes dritte Unternehmen verweigert vorgeschriebene Angaben zu Menge, Art und Entsorgung der lizenzierten Verpackungen – Länderbehörden verzichten auf Kontrolle und laden so zum Betrug auf Kosten der Umwelt ein – Nach ersten Stichproben mahnt Deutsche Umwelthilfe 44 Unternehmen ab – DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch fordert Bundesländer auf, das hochwertige Recycling von Verpackungen durch „systematische Kontrollen und Sanktionen bei Gesetzesverstößen“ sicherzustellen” (http://www.duh.de/pressemitteilung.html?tx_ttnewstt_news=1957)
Das klingt ja dramatischer als ich dachte. Jetzt ist es umso wichtiger, den Pfuschern das Handwerk zu legen. Wer schon Selbstverpflichtungen nicht unterzeichnet, der besch… überall.
23.11.2009 um 16:10 Uhr ·
Jonas
Ich habe mir die Studie jetzt noch nicht genauer angeschaut. Sie würde aber genau die Lücke füllen, die ich schon häufiger bei den Studien kritisiert habe. Plan B hat ja auch immer nur mit Bilanzen gerechnet, aber dass dies überhaupt möglich und erlaubt ist, nicht gezeigt.
Ich hoffe, dass die Studie dies ausfüllt.
23.11.2009 um 22:22 Uhr ·
Esser
Greenpeace:
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EF2D19D63437A46EBA91EF70E94508FC5~ATpl~Ecommon~Scontent~Atype~Epro.html#ProContraArea
was jetzt?
24.11.2009 um 16:31 Uhr ·
Thomas Buiter
Zitat:”
Heinz Haber
Am Wasserstoffspeicher steht ein Preis pro Kilowattstunde ‘dran
einfach mal lesen.
H2 ist eine schöne Idee – aus dem letzten Jahrhundert…”
Entstammt die Kernenergie nicht auch dem letzten Jahrhundert?
Für mich stellt Sich die Frage, warum nicht am Wasserstoffprojekt festgehalten wurde? Evtl. war die Öl-Lobby in den 80ern einfach zu stark aber nun sollte das Forschungsgeld endlich mal dahin kommen wo es hingehört. Kernenergie hatte seine Zeit, aber die läuft ab. In spätestenst 60 Jahren ist brauchbares Uran eh nicht mehr bezahlbar. Ebensowenig ist der Energiebdarf dieses Planeten durch Windkraft zu befriedigen. Solange wir es nicht schaffen die Kernfusion hinzubekommen müssen wir schonende Quellen finden. Warum wird nicht in die seit jahrzehnten diskutierten Gezeitenkraftwerke investiert oder in anderer Nutzung der Wasserkraft? Mir kommt es so vor,als würden alle Seiten (NGOs, Energieerzeuger) auf Zeit spielen, die wir nicht haben. Funktionierende AKWs sollten meiner Meinung nach nur solange weiterlaufen, bis wir die Energie aus erneuerbaren Quellen in adequaten Mengen erhalten können. Wir könnten schon viel Energie im eigenen Haus einsparen, wenn jeder nur eine kleine Solarzelle für Warmwasser auf dem Dach installieren würde.
Liebe Grüsse
Thomas
25.11.2009 um 15:52 Uhr ·
Heinz Haber
Man hat das wasserstoffprojekt verlassen, weil Wasserstoff so schlecht handhabbar ist.
-1/3 des erzeugten Wasserstoffes geht an Energie für die Kompression und Verflüssigung wieder ‘drauf
-Die Substanz ist hochflüchtig und kaum festzuhalten, sogar die Saturn V-Rakte hat zwischen Start und zweiter Zündung aus dem Orbit zum Mond eine wesentliche Menge Wasserstoff aus den Tanks einfach ausgegast…
25.11.2009 um 15:57 Uhr ·
C. Schmidt
Die Konversion ist natürlich mit Verlusten behaftet.
Der Vorteil ist aber, dass im Falle der EE keine Ressourcen verbraucht werden. Für Lasttäler und Spitzen kann das spannend werden.
Zum Thema Speicherung kann ich nur sagen, das Wasserstoff fleissig diffundiert – aber dies nur bei hoher Konzentration tut. Dh 20-30 % Beimischung zum Biogas (Stadtgas) ist kein Problem.
Auf der anderen Seite hat man in Bezug auf die Speicherung heute andere Ansätze und ist m.W. deutlich weiter. Aber so spannend find ich das Thema auch nicht, als das ich es intensiv begleitet hätte. Es ist eine Option – eine Blume in einem bunten Strauss an Technologien im Bereich der EE.
Und vor allem – ist es immer noch günstiger als Kernenergie – und vor allem auch bereits heute einsetzbar. Ganz anders als Fusion, Mutation, Brüter und THTR…*rofl*
25.11.2009 um 16:32 Uhr
C. Schmidt
Ausserdem würde Linde oder Daimler wohl kaum von einem “verlassen” oder aufgeben des Projektes sprechen…;)
25.11.2009 um 16:33 Uhr
Heinz Haber
Der Kommentar war abzusehen, der selber Herr Schmidt, der im letzten Blog das explosive flüssige Natrium in schnellen Brütern als prinzipiell nicht handhabbar bezeichnet, hat wenn es um EE geht kein Problem damit, die zigtausendfache Menge ebenso schwer handhabaren hochexplosiven Wasserstoffs quasi zum Nulltarif irgendwo abzulagern…. Ich hatte diesen meinen Kommentar schon vorgeschrieben.
Fakt ist, eine grossindustriellen Nutzung des Wasserstoff-Kreislaufes ist bisher zu vertretbaren kosten nicht realisiert worden.
25.11.2009 um 19:22 Uhr
C. Schmidt
a) Habe ich das nicht behauptet. Mag ja sogar “handhabbar” (steht das so im Duden??) sein – das Problem ist, dass Brüter nicht die Lösung des schon bald akuten Rohstoffproblems Ihrer geliebten AKWs sein können. Es gibt keinen einzigen mit positiver Brutrate. Ihre Ausführungen dazu waren im übrigen völlig merkbefreit.
b) Vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Wasserstoff wird also nicht industriell genutzt? Linde wird Ihnen da etwas anderes erzählen. Technisch sehe ich da eigentlich kaum Probleme, die stabile Lagerung ist aufwändig aber möglich. Zudem ist es wie in meinem Link angegeben zB für das von mir angezeigte Projekt gar nicht zwingend notwendig. Die Kostenseite habe ich nie negiert, daher ist es auch in meinen Augen zurzeit eher eine Nischenlösung.
Aber eine – die in manchen Konstellationen wie im Projekt von Enertrag aufgezeigt – durchaus sinnvoll sein kann.
c) Argumentieren Sie eigentlich jemals sachlich? Dummes Rummgeschwurbel ist wirklich langweilig – überraschen Sie mich mal: mit Fakten! In unserer letzten “Diskussion” sind noch soviele Fragen von Ihnen nicht beantwortet worden: sehr schade…*rofl*
25.11.2009 um 21:32 Uhr
Heinz Haber
1) ist immernoch falsch
2) Nutzung bestreite ich nicht, nur finanzierbarkeit – 7 cent/kwh ist zu teuer
3) ja, immer.
25.11.2009 um 23:54 Uhr
C. Schmidt
1) Es ist falsch, dass es keinen Brüter mit positiven Brutraten gibt? Richtig ist – es gibt keinen. Nicht einen einzigen. Null.
Sie hatten beim letzten Mal ja noch nicht mal das Problem verstanden…*rofl*
Im Gegensatz zu Ihnen, habe ich detaillierte Fakten geliefert – und Ihnen da wohl einiges erklären müssen.
Verweigert sich der kümmerliche Rest Ihres Verstandes immer noch so erfolgreich der Realität? *rofl*
2) 7 ct / kWh ? Das wäre ja ein SChnäppchen verglichen mit teurem Atomstrom nach Vollkosten!
3) Na, dann bin ich ja mal gespannt, wie Sie mir erklären wollen, dass AKWs zum Lastfolgebetrieb geeignet sind…*rofl* Vor allem bin ich immer noch gespannt, wie diese ominöse Regelfähigkeit zum französischen Kraftwerkspark passt? Mindestens 40 % Überkapazität – und müssen trotzdem Regelenergie importieren…*rofl* So sieht die Wahrheit aus…!
26.11.2009 um 08:50 Uhr ·
Heinz Haber
Sie wiederholen sich…
ich verweise auf
http://blog.greenpeace.de/flugel-gestutzt-statt-auf-die-beine-geholfen/#comments
26.11.2009 um 11:45 Uhr ·
C. Schmidt
Witzigerweise bringen Sie dort keinen Nachweis, ja nichtmal ein Argument.
Sie gehen nichtmal auf meine dort ausführlich geschilderte Problematik der Brüter ein.
Sind Sie wirklich so ignorant oder happerts am Intellekt?
26.11.2009 um 12:11 Uhr
Heinz Haber
lesen hilft…. normalerweise
26.11.2009 um 12:14 Uhr
Simon Brücken
Herr Haber,
dann halten Sie sich doch bitte mal an Ihre Tipps. Während andere sich hier die Finger wund tippen und Ihnen die Argumente um die Ohren hauen, kommen von Ihnen immer die gleichen Phrasen. Kein Wunder, dass Sie die Postings schon fertig vorliegen haben. Da zeigt sich Ihre Diskussionskultur: Sie gehen nicht auf Argumente der Gegenseite ein und bringen nur immer und immer wieder den selben Quark. Sie haben schon einige Male angedeutet, die Diskussion leid zu sein und zu verlassen. Niemand hält Sie davon ab. Es ist nicht übersehbar, dass Sie ein wenig kleinlauter geworden sind und Ihnen die Argumente ausgehen (weshalb sie sich des bei weitem nicht zutreffenden Troll-Bildes bedienen). Jetzt fortwährend vorgefertigte (alte) Postings voller Hoffnungen in nicht funktionierende Technologien zu verbreiten wird Ihnen da nicht helfen. Weder die eher grundsätzlichen Argumente zur Nachhaltigkeit und der nicht möglichen Klimarettung durch Atomkraft noch die Argumente technischer Einzelheiten, die Atomkraft (und Ihre Wundertechnologien) für die künftige Energieversorgung als unbrauchbar und unnütz und zudem noch gefährlich entlarven können Sie widerlegen. Sie bemühen sich ja auch gar nicht. Lassen Sie’s doch einfach.
Die Bühne war Ihre, der Vorhang fällt, ich applaudiere auch ein wenig (wegen Durchhaltevermögen).
Grüße
27.11.2009 um 09:00 Uhr ·
Heinz Haber
Also wenn mir hier jemand den geballten Schwachsinn von Reaktorpleiten.de per copy und paste als Antwort an den Kopf klatscht, dann muss man schon sehr wahrnehmungsverändert sein um an eine solche wie die ihrige Einschätzung zu kommen.
Da steht was von angeblich gestiegenen Krebsraten um den THTR- und weiterer zum Himmelschreiender Unsinn – Sie haben recht, dann gebe ich irgendwann auf, da helfen dann irgendwann nur noch Tabletten – denn 1% der Bevölkerung hat ein Psychose – früher waren es Marien und Teufelserscheinungen heute ist es Elektrosmog und Verstrahlung, in dem sich das Fremdbeinflussungserleben manifestiert…
27.11.2009 um 09:15 Uhr ·
Simon Brücken
1. reaktorpleiten.de versus kernenergie.de
2. copy und paste versus copy und paste plus bereits vorgefertigte einträge
3. von ihnen als himmelschreiender Unsinn deklariertes versus von mir als himmelschreiender Unsinn deklariertes
hmmm, ihre Einschätzung zum Geisteszustand der Diskussionsteilnehmer müssten Sie somit wohl auch auf sich beziehen.
Mir geht es hier nicht um die technischen Einzelheiten (eines THTR Prototypen), da mag man über einiges streiten können (nicht, dass ich da vieles als fraglich sehe, aber wir könnten uns mit Studien und Gegenstudien bewerfen, falls Sie welche haben). Aber an einigen Stellen (etwa Regelbarkeit von AKW) sprechen die Fakten eindeutig gegen Sie, so dass ich mal in Frage stellen möchte, wer hier letztlich wahrnehmungsverändert ist. Meine grundsätzlichen Fragen beantworten Sie ja schlicht nicht sondern flüchten sich in Ablenkungsmanöver, verdehen wiederholt meine Aussagen, missverstehen (absichtlich) falsch, unterstellen mir und anderen Lobbyismus,Trollereien und Psychosen, stellen Goebbels-Vergleiche an und ähnliche Entgleisungen.
Das ist alles andere, nur keine Streitkultur und zeigt für mich, dass Sie auf verlorenem Posten stehen, wenn Sie sich vermehrt solcher instrumente bedienen müssen. Argumente fehlen.
Übrigens: Wenn copy und paste als zitierfunktion mit Quellenangabe genutzt wird, weiß ich nicht, warum das per se schlecht ein soll…
27.11.2009 um 09:41 Uhr ·
Heinz Haber
Okay, wenn das Ihrem Nivea entspricht, sind nur 3 Mausklicks
Zitat von http://www.buerger-fuer-technik.de/
Technik der Hochtemperaturreaktoren – Konstruktion, Bau,
Inbetriebnahme und Betrieb des 15 MW AVR-Jülich und des 300 MW THTR-Schmehausen (Hamm-Uentrop)
von Dr. Urban Cleve/Dortmund, April 2009
Der AVR in Jülich mit 45 MW thermisch und 15 MW el. war von 1967 über 20 Jahre in Betrieb mit einer Zeitausnutzung von 67,2 %. Als Brennstoff dienten Uran-235 und als Brutstoff Th-232, die in sog. coated particles und dann in Grafitkugeln mit etwa 6 cm Durchmesser im Reaktor waren. Die Kugeln konnten während des Betriebes eingebracht und ausgebracht werden. Die Bruchrate der Kugeln war <0,01 %. Die coated particles zeigten ein gutes Rückhaltevermögen für die gebildeten Spaltprodukte und Edelgase (wie Krypton-85 und Xenon-133). Der Heliumkreislauf zeigte mit Temperaturen bis zu 950 0C , auch bei Kugelbruch keine erhöhte Radioaktivität.
Mit diesem Reaktor wurde bewusst der 1. GAU in der Geschichte betrieben (Abschaltung der Kühlgasgebläse bei 850 0C wobei keine Reaktivität austrat und der Vorgang sicher beherrscht wurde, Dieser Versuch ist nachzulesen in einem Leserbrief トVerpasste Entwicklung im Kernkraftwerksbau“ von Dr.-Ing. Urban Cleve, Dortmund. FAZ 22.07.2008, und auch veröffentlicht bei http://www.buerger-fuer-technik.de unter Leserbrief 4. Kernenergie.
Der Versuch wurde nach 10 Jahren im Jahr 1977 mit dem gleichen ausgezeichneten Ergebnis wiederholt. In China hat im Jahr 2005 in dem dort gebauten Versuchs-Pebblebed-Reaktor HTR 10 (10 MW)der gleiche Versuch stattgefunden mit dem gleichen Ergebnis
Aufgrund der positiven Erfahrungen in Jülich wurde dann der THTR 300 mit 300 MW el.Leistung in Schmehausen gebaut. Dieser Prototyp war 16.000 Stunden erfolgreich in Betrieb.
Im Jahr 1986 wurde als Folge des Tschernbyl-Unglücks in vielen Teilen Deutschland eine erhöhte Radioaktivität festgestellt. Vom Freiburger Ökoinstitut wurde behauptet, dass die Radioaktivität um den THTR-300 durch diesen verursacht sei, was sich nachher als Falschmeldung herausstellte.
Damit begann dann das Kesseltreiben gegen den THTR 300, der dann 1988 stillgelegt wurde.
Die vielfach geäußerte Behauptung, der THTR sei wegen technischer Pannen eingemottet worden, ist schlichtweg falsch. Ursache für die Stilllegung waren die enormen Kostensteigerungen durch den in Deutschland üblichen bürokratischen Aufwand für die Anlage, die die Betreibergesellschaft nicht mehr tragen konnte und die auch das Land NRW nicht bereit war zu tragen. In dieser Zeit war Johannes Rau Ministerpräsident in NRW. Bei der Stilllegung im Jahr 1988 war die Anlage technisch intakt und hätte jederzeit innerhalb von 3 Tagen wieder angefahren werden können.
Der THTR könnte auch in Deutschland wieder eine Renaissance erleben, wenn man nur wollte. Einsatzgebiete wären neben der Stromerzeugung:
* Die Nutzung der Hochtemperaturwärme in der Mineralölindustrie und in der Chemie.
* Die direkte Wasserspaltung in Wasserstoff und Sauerstoff.
*
* Bei einem Wiederaufleben der THTR-Technologie sollte:
* – am Sicherheitskonzept sollte nichts geändert werden.
* – Der Spannbeton-Druckbehälter hat sich bewährt
– Die Grafiteinbauten und die Grafitkugeln haben sich bewährt
– Es wird neuer Kernbrennstoff erbrütet, der für mehrere 100 Jahre reichen würde.
Zur Zeit wäre noch fachkundiges Ingenieurpersonal in Deutschland vorhanden.
….
und? Jetzt sind Sie sicher überzeugt, oder?
27.11.2009 um 10:58 Uhr ·
Heinz Haber
neh, bitte nicht – das können Sie nicht vergleichen.
Kernenergie.de mit reaktorpleiten.de vergleichen ist unfair.
Kernenergie.de können Sie vielleicht mit dieser Greenpeace Seite vergleichen… Da stecken auf beiden Seiten Experten dahinter. Bei Reaktorpleiten.de eher nicht.
Also wenn an den Krebsfällen um Hamm-Üntrop was ‘dran wäre, meinen Sie das stünde nur auf Reaktorpleiten.de, meinen Sie das echt? Meinen Sie dann gäbe es noch die THTR Betreibergesellschaft? Die wären dann weg untergeganen an Schadensersatzforderungen… Sie glauben das trotzdem? Muss ich mir Sorgen machen?
Und sie betreiten immernoch dass man Kernkraftwerke regeln kann? Na dann prost Mahlzeit…
27.11.2009 um 09:58 Uhr ·
Simon Brücken
jaja, Sie nehmen nur Bezug auf das,was ihnen gerade in den Kram passt. Klar, dass Sie erneut die Regelbarkeit ansprechen, das haben Sie an anderer Stelle breits dikutiert mit dem Ergebnis: Regelbar so naja, vor allem zu wenig und zu langsam (erst recht nach oben) und für die EE nach wie vor ziemlich unbrauchbar. Das müssen wir nicht nochmal dikutieren!
Und das Kernforschungszentrum Jülich als Quelle find ich jetzt nicht so unmöglich. Kernenergie.de halte ich eben für extrem fragwürdig. Sie vergleichen kernenergie.de mit greenpeace.de und bezichtigen die Greenpeace-Experten der Lüge. Muss ich dann dementsprechend auch kernenergie.de werten?
Interessanterweise geht in der Atomindustrie trotz diverser Schäden für die Allgemeinheit (etwa Asse) keiner wegen Schadenersatzforderungen unter. Verluste werden sozialisiert. Und von Seiten der Konservativen wird auch immer ein Schutzmäntelchen bereitgehalten, schon alleine, um sich mitzuschützen.
Aber der THTR, Hamm-Uentrop, das sind doch Nebenschauplätze…
Sie schrieben “Also wenn an den Krebsfällen um Hamm-Üntrop was ‘dran wäre, meinen Sie das stünde nur auf Reaktorpleiten.de (…)?”
Also, wenn ihre tollen Atomtechnologien alles retten, meinen Sie nicht die Dinger stünden nicht nur als vereinzelte Teile schlecht funktionierender Raritäten der Technikgeschichte von Sammlerwert irgendwo rum?
27.11.2009 um 11:01 Uhr ·
Heinz Haber
-Nö gut regelbar ist die Konsequenz, aber diesen Schlagabtausch mit Herrn Schmidt liest sich eh keiner ganz durch, daher versuche ich knapper zu werden
-die KFA ist indierekte Quelle- Reaktorpleiten zitiert ein paar Veröffentlichungen von der KFA, die aber alle enden mit “Wir brauchen einen neuen Forschungsreaktor um noch dies oder das “sicherer” zu machen” – Das Resümee der Arbeiten wurde dann aber bei Reaktorpleiten geändert.
-Weder Greenpeace noch Kernenergie.de lügen, die “Übertreiben” vielleicht beide etwas in die eine oder andere Richtung, lassen aber mit sich reden und stemmen sich nicht total gegen Fakten (jedenfalls mein Eindruck).
-Die Atomindustrie hat mit Asse wenig zu tun, Asse war immer unter staatlicher Kontrolle -und da soll ich nichts von Göbbels erzählen, wenn Sie immer diese Verhaltensstrukturen kopieren? Es gibt einen Schuldigen, dem wird alles angelastet und auf den wird immer eingedroschen, das hatten wir halt schon mal….
-Zum THTR der war seiner Zeit 30 Jahre voraus. Wie Herrmann Oberth mit seinem Buch “Die Rakete zu den Planetenräumen” da hätten Sie in den 20gern ihr Argument auch gegen die Raketenforschung ablassen können.
Der THTR war gescheitert, weil Uran/Öl/Kohle/Gas noch so billig sind, das wird sich bald irgendwann ändern, einige Länder wissen das und beforschen das Konzept weiter, andere ignorieren es oder können es nicht besser…
27.11.2009 um 11:24 Uhr ·
Heinz Haber
Ergänzung: Sie schauen immer auf Energiebilanzen und sagen dann “Die Solarzelle rechnet sich nach soundsoviel Beitriebsjahren weil sie dann ihre Erzeugungsenergie wiedergebracht hat” ähnliches für Windräder, aber das ist halt “Übertrieben”- denn um eine Solarzelle zu bauen müssen Sie die Energie erstmal speichern (und den Speicher bauen) da verschwindet schon mal ein grosser Anteil wieder – und dann müssen Sie die Energie in _geeigneter_ Weise zuführen. Wenn SIe einen Bleiakku vollgeladen habe können Sie damit noch kein Milligramm Eisenerz zu Stahl verwandeln, da brauchen Sie immernoch den Hochofen und die Kohle – Die Probleme der Energiegewinnung ohne Fossile Brennstoffe sind viel komplizierter, als das bischen Haushaltsstrom, was hier verbrennungsfrei erzeugt werden soll. Daher sind wir momentan überhaubt gar nicht in der Lage auf irgend einen CO2-freien Enegieträger zu verzichten, im Gengenteil wir brauchen noch viel mehr davon und zwar ohne die von Ihnen geforderten “Denkverbote” in Richtung Kernenegie – können Sie das irgendwie verstehen?
27.11.2009 um 11:35 Uhr ·
Simon Brücken
Können Sie sich gefälligst mal angewöhnen Anführungszeichen richtig zu verwenden. Sie erwecken in den obigen Beiträgen den Eindruckmich zu zitieren. Was aber nicht der Fall ist. Wiedermal verdrehen Sie und scheren hier eifach alle über einen Kamm. Und sie verteidigen mal wieder ihren Göbbels-Vergleich und unterstellen mir dessen Verhaltensstrukturen zu kopieren! Das reicht jetzt wirklich! Von dem, was sie in dem nachfolgenden Satz suggerieren wollen (?) ganz zu schweigen.
“Den Schlagabtausch mit Herrn Schmidt liest sich eh keiner ganz durch, daher versuche ich knapper zu werden” Ach so. Deshalb lassen Sie die Argumente weg und wiederholen leere Phrasen…
Und ihre alberne Angst vor dem Denkverbot. Ich lade die ganze Zeit zum Denken ein! Keiner verbietet hier das Denken. Ich empfehle nur eine andere Richtung als die atomare Sackgasse.
Zudem leugnen Sie beständig das vielfach nachgewiesene Potential Erneuerbarer Energien (auch mit wenigen Speichern aufgrund von weiträumiger Verteilung/intelligenter Netze).
Natürlich hat die Atomindustrie mit der Asse zu tun. Da liegt auch Müll von denen. Das der Laden unter staatlicher Aufsicht steht und stand, stützt doch nur meine Deckmäntelchen-These.
Herrjemine…
27.11.2009 um 13:10 Uhr
Heinz Haber
Ich will die Erneuerbaren Energien aber nicht verbieten
Die Kernenergie wurde verboten ebenso die Kernforschung.
Das Forschungszentrum in Karlsruhe hat darum GEBETTELT an den Gereration IV-Reaktoren mit eigenen Projekten teilnehmen zu können und wie sieht es aus? Deutschland ist ‘draussen, so sieht es aus!
Ich leugne auch nicht das Potential von EE, aber jetzt erklären SIe mir doch mal wie sie ohne Kohle industriell Stahl erzeugen wollen… mit Biomasse? Mit Holzkohle?
Irgendwie habe Sie auch mit Asse zu tun, wenn Sie schon mal eine Nuklearmedizinische Untersuchung bekommen haben, kann nämlich sein, dass dann irgendwas was für Ihre Untersuchung notwendig war und dann weg musste in Asse liegt, und nun? Was soll das? Es geht doch darum wer verantwortlich war, oder????
Das Wort “Atomare Sackgasse” ist ein nachweislich falscher, ideologischer Begriff, auch wenn Sie sich vergleiche zu anderen Ideologien verbitten- zumindest die kotrollierte Kernfusion würde alles unsere Energieprobleme für immer lösen…
27.11.2009 um 13:43 Uhr
Heinz Haber
Sie nehmen übrigens auch “nur Bezug auf das,was ihnen gerade in den Kram passt.”
(direktes Zitat – besser so?)
ich vermisse hier echt die Editiertfunktion, wenn ich mich aufrege tippe ich immer zu schnell…
27.11.2009 um 14:03 Uhr
C. Schmidt
Sie sind ein echter Scherzkeks.
a) Wird die Erforschung der Kernenergie auch in D heute noch massiv gefördert. Und das obwohl es seit Jahrzehnten keine wirklichen Fortschritte gibt. Das ist echt eine Lachnummer – wenns nicht so traurig wäre. Mit dem EPR wird nun ein Konzept der 90er verwirklicht: nach 20 Jahren!!! So innovativ ist das…*rofl* Wenn man auf der anderen Seite mal schaut, was die EE – zumeist aus eigener Kraft – in dieser Zeit geleistet haben!! Wenn man sich gerade die Entwicklung der WEA in dieser Zeit anschaut…
b) Zeigen Sie mir einen bestehenden Leistungsreaktor, der Prozessenergie für die Stahlindustrie bereitstellen kann! Es funktioniert doch für solche Prozesse noch nicht mal im Prototypen vernünftig. Wer würde wohl auch das Risiko eingehen, neben einem vermutlichen Pannenreaktor noch eine weitere Milliarde zu verbuddeln…*rofl* AKWs sind die unsichersten Kraftwerke überhaupt – ein Blick nach Frankreich reicht da doch – dort steht ein Drittel der Gesamtkapazität…
Ihre Argumentation ist totaler Irrsinn und an Realitätsverzerrung kaum zu überbieten!
Und ja, ich kann durchaus mit Biomasse-HKWs (Holzpellets) entsprechende Temperaturen und Dampfdrücke erreichen. Zweifeln Sie das etwa an? *rofl*
Was denken Sie, wieviele HKWs (Biomasse / Reststoffe) bereits heute Prozessenergie liefern. Ein Blick ins TEHG kann da Wunder wirken. Gerade im Bereich Chemie / Zellstoff und Lebensmittel wird verstärkt auf EE gesetzt. Wirkt wohl auch Wunder, wenn mit dem nächsten EVU über Konditionen oder Kraftwerksbeteiligungen gesprochen wird…:)
27.11.2009 um 21:28 Uhr
Heinz Haber
Der EPR ist zu alt? Ja! Da ist der Forschungsbedarf!
Klar kann man mit Holzkohle Stahl kochen, nur – soviel haben wir von dem Zeug nicht… Das haben die Menschen gemacht, bevor die Steinkohle entdeckt wurde – nu schauen Sie mal in die Geschichte, wieviele aufwendige Stahlkonstruktionen vor Entdeckung der fossilen Brennstoffe so entstanden sind – SIE Scherzkeks
kleiner Tipp Ein Ural-Pellet (aus dem Brennstab) hat den Heizwert von knapp 20.000 Litern Öl – naaaahhh? Bewegt sich was in Ihrem Hirn?
27.11.2009 um 22:39 Uhr
C. Schmidt
Ich hab wohl einen Nerv getroffen..:)
Das ist kein Forschungsbedarf – sondern Steinzeittechnologie für’s Museum. Fortschrittliche Technik können Sie sich gerne mal ansehen – ich würde Ihnen z.B. gerne mal eine E-82 zeigen…:) WEA brauchen gar keinen “Brennstoff”…:) Daher hat eine WEA auch einen Erntefaktor (je nach Standort) von 10-50 – während ein AKW irgendwo zwischen 0,3 und 0,5 liegt. Diesen Punkt haben Sie verloren, Herr Haber! *rofl*
Aber mal im ernst, das sind theorethische Erwägungen. Für Sie ist der THTR bzw. VHTR offensichtlich das Allheilmittel. Wie so oft in Bezug auf die Kernenergie liegt die avisierte “Marktreife” so im Bereich von “50 Jahren” – bei ungeklärter Wirtschaftlichkeit. Es ist müssig sich darüber zu streiten: wegen meiner können Sie gerne weiter träumen. Nur – ich verstehe eines nicht ganz, gemäß der vollmundigen Versprechungen Ihrer Atompropheten müssten wir ja bereits heute – ähm entschuldigung – in ebenso etwa 50 Jahren – über die Kernfusion verfügen. Welchen Sinn Ihr geliebtes Konzept dann noch macht – ist mir unklar…*rofl*
27.11.2009 um 23:14 Uhr
Jonas
Einmal eine Bitte an C. Schmidt und Heinz Haber: Bitte haltet euch doch an grundlegende Regeln bei Diskussionen zwischen zivilisierten Menschen. Mittlerweile ist ja der Anteil von Argumenten zu persönlichen Beleidigungen unter 50%. Damit wird die Diskussion wirklich uninteressant bzw. lächerlich zu lesen.
Also, etwas mehr Sachlichkeit. Weitermachen
30.11.2009 um 18:37 Uhr ·
C. Schmidt
Lieber Jonas,
wenn Du mir zeigst, wo
a) Herr Haber sachlich diskutiert oder
b) ich ihn beleidige
dann denk ich drüber nach. Ich würde meinen Diskussionsstil eher als humorvoll verstehen wollen, angesichts der bitteren Tatsache, dass sich bei meinem geschätzten Kontrahenten die letzte Synapse aus Scham und Ekel ins Nirvana verabschiedet hat…*rofl*
Angesichts der bewussten Falschdarstellung, der moralischen Verwerfungen und Tatsachenleugnung bei Herrn Haber – bin ich doch ausgesprochen nett…:)
30.11.2009 um 20:41 Uhr ·
Heinz Haber
“Angesichts der bitteren Tatsache, dass sich bei meinem geschätzten Kontrahenten die letzte Synapse aus Scham und Ekel ins Nirvana verabschiedet hat…*rofl*”
<-hier!
30.11.2009 um 21:34 Uhr
Bruno Straub
Sehr geehrter Herr Schmidt,
ich bin zwar nicht der liebe Jonas, sondern der böse Bruno, glaube aber eine Ihrer Frage beantworten zu können. Wenn Sie wissen wollen, wer hier wen beleidigt, durchsuchen Sie doch einfach diese Seite nach einem der nachfolgenden Begriffe:
“dumm, infantil, naiv, feuchte Träume, Ignoranz, Lüge, haperts am Intellekt, Phantasterei”
03.12.2009 um 21:19 Uhr
Simon Brücken
Hallo Bruno!Ja, weder Haber noch Schmidt sind hier zimperlich. Aber “Ignoranz”, “Lüge” und “Phantasterei” finde ich schon noch vertretbar (Beides wird von beiden Seiten verwendet).
Herr Haber, sich obig jetzt als Opfer zu präsentieren ist jedoch auch etwas peinlich, nachdem Sie im Blog Greenpeace-Experten und mich mit Göbbels verglichen haben und mir, Herrn Schmidt und anderen Geisteskrankheit attestieren etc.
Auch von mir jedoch die Bitte an beide Seiten, auf Beleidigungen zu verzichten.
03.12.2009 um 21:58 Uhr ·
Heinz Haber
Sehr geehrter Herr Brücken,
sie verkürzen da einige Sachverhalte, ich habe Sie niemals als Göbbels bezeichnet, ich habe auf Prinzipien der Propaganda hingewiesen, die von Herrn G. formuliert wurden und die ich meine hier wiederzuerkennen. Ich finde es sehr bezeichnend, dass gerade eben in einer Fernsehdiskussion im ZDF die sebsternannte Umwelt-Aktivistin Hanna Poddig aber genau denselben Sermon in 30 Sekunden Redezeit gebetsmühlenartig automatisiert herunterbetet, den mir Herr Schmidt hier um die Ohren hauen will und der zumindest teilweise nachweislich falsch ist.
Bezüglich der Geisteskrankheit habe ich hier lediglich die Kriterien für “Wahn” dargelegt, die allgemein nachschaubar sind. Sollte ich irgendwo direkt beleidigend geworden sein, entschuldige ich mich aber dafür.
04.12.2009 um 00:24 Uhr ·
Carsten Schmidt
Herr Haber,
unten habe ich nochmals einige offene Punkte aufgeworfen. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mir sogar die Mühe gemacht strittige Punkte durch Primärliteratur zu belegen. Sie hingegen haben – wenn überhaupt mal – direkt Herr Vahrenholt / RWE aus einem Zeitungsartikel zitiert.
Ich finde es witzig und bezeichnend, dass Sie sich nun ständig selbst als angeblichen “Sieger” ehren müssen, obwohl Sie die Diskussion meist am Ende mangels stringenter Argumentation oder Belege aufgeben mussten. Zu einigen Fragen habe ich mehrmals nachgefragt – und Sie konnten keine Antworten liefern.
Herr Brücken hat schon recht, Sie haben die Diskussion von vorneherein totalitär geführt und den argumentativen Pfad sehr früh verlassen.
In meinen Augen sollten Sie mal aufhören hier rumzuheulen und auf die unten angegebenen offenen Fragen eingehen. Ich verspreche Ihnen auch, so lange Sie sich redlich mühen – werde ich Ihrem sensiblen Gemüt keinen Schaden mehr zufügen…:)
Ansonsten kann ich Ihre letzten Postings nur noch als Realsatire verstehen.
04.12.2009 um 09:24 Uhr
Simon Brücken
Herr Haber,
Sie schrieben: “ich habe Sie niemals als Göbbels bezeichnet”
Das habe ich auch nicht behauptet, ich schrieb “verglichen”, und das habens Sie:
“(…) da soll ich nichts von Göbbels erzählen, wenn Sie immer diese Verhaltensstrukturen kopieren?”
Sie schrieben: “Bezüglich der Geisteskrankheit habe ich hier lediglich die Kriterien für “Wahn” dargelegt, die allgemein nachschaubar sind.”
Ein Beispiel dafür: “Sie haben recht, dann gebe ich irgendwann auf, da helfen dann irgendwann nur noch Tabletten – denn 1% der Bevölkerung hat ein Psychose – früher waren es Marien und Teufelserscheinungen heute ist es Elektrosmog und Verstrahlung, in dem sich das Fremdbeinflussungserleben manifestiert…”
Der Versuch, sich zu retten, man habe ja nur die allgemein nachschaubaren Kriterien für Wahn dargelegt ist schon wirklich schwach. Sie unterstellen, ihrem Dikussionspartner sei nur noch mit Tabletten zu helfen.
Zudem zitieren sie Joschka Fischer (“Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein A…”). Richtig, direkt beleidigend werden Sie nicht. Sie bleiben indirekt, über Vergleiche, unzusammenhängende Zitate (in denen dass entscheidende Wort ausgelassen wird) und stellen psychatrische Diagnosen. Deshalb ist ihre Entschuldigung auch nichts wert.
04.12.2009 um 10:08 Uhr
Heinz Haber
“Von Göbbels erzählen” ist mitnichten “als Göbbels bezeichen”, oder?
Dass 1% eine Psychose hat ist Fakt
Ebenso ist Fakt, dass die religiösen Inhalte zurückgehen und die eher technischen zunehmen. Das sind Tatsachen, keine Beleidigungen
04.12.2009 um 10:51 Uhr
C. Schmidt
Herr Straub,
die Argumente sind einfach ausgetauscht, Herr Haber geht auf wesentliche Punkte einfach nicht ein. Er beantwortet weder abschliessend aufgeworfene Fragen zur Regelfähigkeit, weil selbst das EON Papier da sehr dünn ist und die bestehenden Probleme thematisiert.
Auf die Frage, warum die Franzosen angesichts einer Kraftwerksreserve von >40 % und der angeblichen Regelfähigkeit der AKWs massiv Regelenergie einkaufen müssen, geht er auch lieber nicht ein.
Zu den EE hat er einen bunten Blumenstrauss: PV ist zu teuer, Wind weht nicht, etc. pp. Das kriegt man dann abwechselnd um die Ohren gehauen: ob’s passt oder nicht. Auf Diskussionen zum Netzmanagement, verschiedene Studien (zB auch der DENA) oder gar technologische Entwicklungen (CP Werte bei WEA, Nabenhöhen, Offshore) zur Verstetigung der Windenergie z.B.: wiederum kein Statement.
Mal abgesehen davon, dass Bergleute für billige Kohle – oder die Menschen zB im Niger für noch billigeres Uran sterben dürfen: wenn auf seiner Stromrechnung ein Cent für die EE auftaucht…;) Da ziehen dann auch keine Argumente – und die massiven Subventionen der Kernenergie, z.B. aktuelle des EPR werden nicht mal kommentiert. Was wiederum zeigt, dass ihm diese Tatsachen bekannt sind.
Herr Haber macht sich seine Welt, wie diese ihm gefällt. Die Realität ist: es gibt keinen THTR, der über das Prototypenstadium hinausgekommen wäre, es gibt keinen Brüter mit positiven Brutraten, es gibt keine Fusion, keine Mutation, kein Uran aus Meerwasser – oder was immer sich jemand mit völliger Technikgläubigkeit und idelogisch klarer Marschrichtung seit 40 Jahren so sehnlichst herbeiwünscht.
Wenn eine !! OECD !! Studie (nein, das ist keine Umweltorganisation
) klar darlegt, dass es in Biblis B Probleme gibt, wischt er dies mit einem Basta weg.
Und Sie nennen das dann Diskussion?
Aber steigen Sie doch gerne in eine sachliche Diskussion mit ein. Ich werde dabei nicht dümmer und würde mich freuen. Auf dem dünnen Eis, auf dem Herr Haber sich bewegt – braucht er glaube ich auch jede Unterstützung.
Man kann sich ja immer darüber streiten – ob verbale Entgleisungen angebracht sind, aber ich finde angesichts der völligen Ignoranz darf man auch mal deutliche Worte finden. Ich kann ja umgekehrt auch damit umgehen und beschwere mich nicht…;)
03.12.2009 um 23:59 Uhr ·
Heinz Haber
Aber Herr Schmidt, ich wollte Ihnen doch hier das letzte Wort lassen. Jetzt bitten Sie mich um weitere Stellungnahmen?
1) Franzosen: Die Franzosen waren bisher immer netto-Stromexporteuer, und haben jetzt Enpässe, sie rüsten aber nach und bauen einen neuen EPR
2) EE: das ist schlicht falsch, da habe ich Statements gebracht, die gefallen Ihnen nur nicht. Mein Statement ist, die EE haben noch Hausaufgaben um ihre unsteten Quellen zu verstetigen, sonst können sie nicht weiter expandieren, weil die Sörwirkung aufs Netz sonst immer mehr zunimmt.
3) Es sterben auch Bergleute für Kupfer und andere Rohstoffe, die die zahlreichen dezentralen EE-Wandler im Übermass verschwlingen, daher ist das klagen über Abbaubedingungen nur bedingt hilfreich in der Energiedebatte.
4) Dass die Kernenergie massiv Subventioniert wird ist schlicht falsch, die erneuerbaren werden massiv Subventioniert in einer exponentiell ansteigenden Kurve – bisher (2000-2009) etwa 28 Mrd, im nächsten Jahr kommen etwa 12-13 Mrd hinzu (in EINEM JAHR) – und dass ist nur der direkte Anteil, Greenpeace will dann noch mehr als 200 Mrd für den Netzumbau haben
5) Was es gibt oder nicht, scheint sie bei den EE nicht zu stören, da reden Sie davon was man bauen könnte, warum wenden Sie nicht die gleiche Diktion bei der Kernergie an.
6) Was glauben Sie, wieviele Studien es über Biblis gibt? Wenn man etwas nachrüsten muss, wird das gemacht, auch Biblis produziert doch etwa 1 Mio Euro Reingewinn pro TAG, da sollte Kohle über sein, für ein paar Eimer Beton, wenn man die braucht. Das es geht hat die Industrie beweisen, in nullkommanichts wurden Zwischenlager vor jedes KKW gebaut, als es notwendig wurde. Sie wollen keine Sicherheitsdebatte, sie wollen das Spiel mit der Angst, das spiele ich nicht mit.
SO – SIe wollten es so!
04.12.2009 um 11:04 Uhr ·
Carsten Schmidt
Um nicht auf Ihrem Niveau zu verkümmern – nachfolge ein Statement zum ersten Punkt, der Rest wird erstmal warten müssen. Leider ist es nicht so einfach, wie von Ihnen immer behauptet. Ich hab den text gerade vorgeschrieben – ich hoffe es funktioniert mit dem Einfügen – und bitte eventuelle Umbrüche zu entschuldigen.
1) Frankreich
Frankreich hat ca. 80 % Atomstrom und etwa 15 % Wasserkraft, die Jahreshöchstlast lag bei etwa 80 GW, demgegenüber stehen m.W. etwa 120 GW Erzeugungskapazität.
Was bedeutet dies? Frankreich hat irrational große Erzeugungskapazitäten (50% über Jahreshöchstlast), die überdies nicht regelfähig sind. AKWs werden tw. über das Wochenende abgeschaltet, die Leistungsregelung erfolgt über das Abfahren des Dampfes über Kühleinrichtungen – den Rest müssen Importe und Pumpspeicherwerke liefern. Gerade im Winter (bzw. generell eher morgens bzw. mittags) sinkt die Erzeugung aus Wasserkraft und die künstliche Nachfrage nach Strom als Heizenergie aus AKWs steigt.
Während im Sommer oder in der Nacht die Überkapazitäten aus franz AKWs für einen Cent in die Schweiz gehen (Pumpspeicherwerke) – müssen gerade im Winter enorme Mengen Regelleistung aus dem Ausland importiert werden – für Preise von bis zu einem Euro.
Daraus folgende Implikationen:
a) AKWs sind nicht regelfähig, der Beweis ist recht einfach zu führen: trotz einer Überkapazität von 50 % Kraftwerksleistung wird trotzdem teure Regelenergie eingeführt.
b) Atomenergie braucht Speichertechnologien in großem Umfang – wie zum Beispiel Pumpspeicherwerke. Zum einen zur Aufnahme der Produktion in Schwachlastzeiten und zur Abgabe in Starklastzeiten. Daher braucht Atomenergie deutlich mehr Speicherkapazität als die EE.
Dies ist einer der zentralen Gründe, aus denen der Weiterbetrieb der AKWs auch in D den Ausbau der EE strukturell behindert.
c) Frankreich zeigt, wie hoch die Reserveleistung sein muss – mit 50 % der Erzeugerkapazität Minimum deutlich mehr als dezentrale Erzeuger. Witzigerweise scheint diese gewaltige Reserveleistung zurzeit nicht mal zu reichen, da bereits 30% der AKWs in Frankreich stillstehen.
d) Der Export von Überschüssen aus französischen AKWs – sowie der Import von Regelleistung beweist, dass der Austausch im europäischen Übertragungsnetzen funktioniert. Dieser Austausch ist sogar auf europäischer Ebene gesetzlich abgesichert. Nur bei Konzepten der EE – zum Beispiel in Bezug auf den Verbund weiträumiger EE-Erzeugungskapazitäten: da soll es dann nicht funktionieren?!
Der EPR wird in Flamanville gebaut werden. Obwohl Sarkozy ansonsten bei allen Tyrannen dieser Welt herumtingelt um den EPR anzubieten wie sauer Bier. Und weil man in Frankreich auch mittlerweile eingesehen hat, dass die eigene Energieerzeugung unflexibel, unwirtschaftlich und insgesamt nicht zukunftsfähig ist –wurden alle anderen Neubauprojekte abgeblasen, stattdessen wird nun nur ein einziger EPR gebaut. Auf der anderen Seite haben die Franzosen mittlerweile ehrgeizige Pläne zum Ausbau der EE.
Fazit: Frankreich zeigt das Scheitern einer auf Kernenergie ausgerichteten Energieerzeugung und die Abhängigkeiten, die daraus entstehen. Den immer wieder zitierten billigen Strom gibt auch nur aus zwei Gründen: Erstens – wurde alle AKWs auf Staatskosten gebaut – und zweitens ist die fiskalische Belastung in Frankreich deutlich niedriger.
Nach Vollkosten der Erzeugung (ohne externe Effekte) würde Atomstrom sonst zwischen 8-10 ct / kWh liegen – auch in Frankreich.
04.12.2009 um 13:27 Uhr
Bruno Straub
Was mich interessieren würde:
Wieviel Kohle/Gas hat Frankreich in 2008 für die Stromproduktion verbraucht? Wieviel Deutschland?
Was bedeutet das im CO2 – Ausstoß?
Wer weiß das?
04.12.2009 um 20:57 Uhr
C. Schmidt
Welch eine provokante Frage…:)
Offen gestanden mag ich mir nicht die Mühe machen, bei einem Vergleich der CO2-Emissionen wird natürlich Frankreich – ich meine sogar um den Faktor 10 – besser abschneiden.
Ich empfinde die Fragestellung als unfair, insbesondere – weil die Vorteile hinsichtlich der Klimarelevanz – durch andere umwelt- und gesundheitsbeeinträchtigende Faktoren in meinen Augen überkompensiert werden (Risiko einer Havarie mal aussen vorgelassen).
Dazu kommen zwei weitere Faktoren:
Die statistischen Annahmen der CO2 Freisetzung für Kernenergie in der Prozesskette basieren auf alten Zahlen. Ich habe hier immer 64 g / kWh angegeben – in Wirklichkeit ist das das untere Ende! Und für eine Nutzung mit schlechteren Erzgraden in der nahen Zukunft (>5Jahre) werden es dann bis zu 130 g / kWh sein. Zudem wird bei zentralen Grokraftwerken immer der Kühlturm aussen vor gelassen – dabei ist das kein unwessentlicher Faktor.
Abschliessend möchte sich hier sicherlich kaum jemand für Kohle – oder insbesondere Braunkohlekraftwerke aussprechen oder befürworten: eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung sieht anders aus. Entsprechende Studien gibt es ja nun auch genug. Ich hoffe in den nächsten Tagen dazu etwas schreiben zu können – leider wird das wiederum etwas umfangreicher sein müssen.
Im Anschluss möchte ich noch die folgenden Studien zitieren hinsichtlich der CO2 Relevanz der Kernenergienutzung:
- Auf einen Mittelwert von 60 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (KWh) Strom kommt eine Studie der Universität Sydney in Australien (2006). Die Spannweite der Werte: 10 bis 130 Gramm pro KWh.
-Das deutsche Öko-Institut errechnete 1997 CO2-Werte zwischen 34 und 160 Gramm pro KWh.
-Der holländische Wissenschaftler Jan Willem Storm van Leeuwen bezifferte 2005 den CO2-Ausstoss auf 90 bis 140 Gramm pro KWh.
Das Problem beim Atom: Vor allem der aufwändige Abbau des Urans verbraucht viel elektrische Energie, fossile Treibstoffe, Chemikalien, usw. Je geringer der Urangehalt des Gesteins, desto mehr.
05.12.2009 um 12:42 Uhr ·
Bruno Straub
Natürlich war die Frage nach dem CO2-Ausstoß provokant, – Sie waren nämlich gerade dabei, die “Stromversorgungsphilosophie” unseres Nachbarn einseitig und pauschal herabzuwürdigen. Unfair war sie m.E. nicht, denn Aspekte wie CO2-Ausstoß und auch Versorgungssicherheit kann man doch nicht einfach ignorieren.
05.12.2009 um 21:15 Uhr ·
C. Schmidt
Tja, Herr Straub, wenn das alles ist…;)
a) zeigen meine Ausführungen oben doch gerade eindeutig die Probleme einer einseitig auf Kernenergie ausgerichteten Struktur auf: Versorgungssicherheit sieht nun wirklich anders aus.
Kühlwasserprobleme im Sommer oder die ständigen Ausfälle von Blöcken habe ich noch gar nicht ausreichend “gewürdigt”.
Das Thema “Versorgungssicherheit” ist angesichts der ungeklärten Rohstofffrage für die Zukunft zudem geradezu aberwitzig – noch dazu, weil auch F (geschweige denn D) auf Importe angewiesen ist.
b) Ist die CO2-Reduktion durch AKWs allenfalls eine nette Propagandalüge und bezieht sich auf den Konversionprozess im AKW selbst. Vorgelagerte Prozesse sind wie dargestellt keinesfalls CO2-frei – und nachgelagerte Prozesse (endlagerung) werden gar nicht miteinbezogen. Wenn man von heutigen Erzgraden ausgeht – sieht’s schon ganz anders aus – für die Zukunft kann und wird die Atomkraft keine Rolle hinsichtlich der CO2-Reduktion spielen können.
c) Die einzige nachhaltige Konversion ist Erneuerbar: und AKWs behindern den Ausbau.
Ich habe im übrigen die Situation bei unserem Nachbarn nicht herabgewürdigt – sondern vor allem die meist nicht bekannten Strukturen und damit verbundenen Implikationen erläutert. Die Probleme der Kernenergie in F Kann man auch noch weitergehend darstellen…;) Von euch Atomapologeten wird doch ansonsten immer Frankreich angeführt – als ein Quell günstiger Energie – alles andere wird negiert. Und als letztes Argument kommt dann die CO2-Lüge…;) Vor allem – als wenn wir hier bei Greenpeace Schuld an den Kohle- oder sogar Braunkohlekraftwerken wären…;) Natürlich geht die benötigte Importregelenergie aus solch schmutzigen Kraftwerken auch nicht in die französische Statistik mit ein…;)
06.12.2009 um 21:24 Uhr
Bruno Straub
Ich habe gelernt:
1.) AKW sind CO2-Schleudern. Und um bei Frankreich zu bleiben: Die Feststellung, dass Frankreich seit Jahrzehnten eine drastisch bessere CO2-Bilanz als Deutschland hat und auch auf absehbare Zeit haben wird, ist eine nette Propagandalüge.
2.) Elektrische Energie mag in Frankreich zwar deutlich billiger sein; das liegt aber nicht an der Verwendung von Kernkraft, sondern daran, dass die Regierung den Strompreis subventioniert. (M.E. nicht gerade dumm. Wäre so eine Art (intelligentes) Wachstumsbeschleunigungsgesetz, schon 1980 auf den Weg gebracht)
3.) Die Brennstoffversorgung französischer AKW steht auf tönernen Füssen. Die Versorgungssicherheit deutscher Kraftwerke mit Steinkohle, Gas und (igitt) Braunkohle ist deutlich höher.
4.) Frankreich zeigt das Scheitern einer auf Kernenergie ausgerichteten Energieerzeugung.
07.12.2009 um 10:20 Uhr ·
Bruno Straub
Ich fürchte, wir haben das Thema dieses Blogs aus den Augen verloren. Das Thema lautet “Das Stromnetz des 21. Jahrhunderts” und nicht “Pro/Contra Atomkraft”.
Also, ich finde die Studie ganz ordentlich. Hoffentlich hat Greenpeace nicht allzuviel bezahlt, denn so richtig Neues steht ja wohl nicht drin. Mit einem Baukasten aus “Grids, Supergrids, SuperDupergrids, Intelligenz, Speichern, Smarten Systemen” kann sich eigentlich Jeder jede Lösung zusammenbasteln, zumal bis 2050 noch viel Zeit ist. Und ob das 209 Milliarden oder 1,209 Billiarden kostet, ist doch ziemlich egal.
Ich fürchte Probleme bei der Umsetzung: Nicht bei/mit den Ingenieuren, sondern bei/mit den Politikern und allen, die meinen, genau zu wissen, was für das Klima, evt. noch für Deutschland und die EU gut ist.
Mein Vorschlag: Fördern wir massiv die Entwicklung von Übertragungs-und Speichertechnologien, bauen wir großtechnisch 1 Sonnenkraftwerk in der Sahara nebst HGÜ nach Italien/Spanien, bauen wir großtechnisch 2 Luft/Wasserstoff/Wasauchimmer-Speicher, lassen wir unsere Politiker ein Modell für die EU-weite “Netzbesitzerschaft” und unterschriftsreife Verträge mit dem?/den? Betreiber(n) ausarbeiten. Und wenn das alles halbwegs steht, schalten wir unsere AKW ab. Aber bitte nicht vorher.
07.12.2009 um 21:52 Uhr ·
MJ
Hi,
ich arbeite im Moment an einem Projekt und komm nicht so ganz weiter: wir wollen in Nicaragua im ländlichen Bereich einige Dörfer und Familien mit kleinen Biogasanlagen unterstützen, um sie regional unabhängiger zu machen und die Schafhaltung in der Gegend (Biogasanlage zur Kühlung der Produkte) zu fördern. Allerdings brauchen wir dazu recht kleine Anlagen, die trotzdem funktionieren, stabil und sicher sind und nicht zu viel kosten.
Ich finde im Internet immer nur so Riesenanlagen, aber es muss doch auch irgendwo Angebote für kleinere Alagen geben. Kann mir da jemand weiterhelfen?
07.1.2010 um 11:30 Uhr ·
toben
Hallo, habe heute einen tollen Artikel gefunden, der hier passt, http://www.aufkurs88.com/2010/03/17/%E2%80%9Ethe-strata%E2%80%9C-mit-eingebauter-windturbine/ In London gibt es ein Haus das von Windenergie lebt. Sollte man nach machen.
18.3.2010 um 00:56 Uhr ·