Wieder UF6-Exporte nach Russland

07. Dezember 2009 · von Benjamin Borgerding

Die Katze lässt das Mausen nicht: AREVA will wieder Atommüll nach Russland bringen. Während sich das Medieninteresse auf Kopenhagen fokussiert, hat der französische Atomkonzern in der Nacht von Sonntag auf Montag einen mit Uranhexafluorid (UF6) beladenen Güterzug in den Hafen von Cherbourg in Nordfrankreich geschickt. Endgültiges Ziel der Fracht: Russland. Gerade mal zwei Monate ist es her, dass AREVA für diese Exportpraxis ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war.

„Aus den Augen, aus dem Sinn!“ Offenbar glaubt man bei AREVA, dieses Prinzip wäre nicht nur auf Atommüll anwendbar.

yannick

Auf der Strecke nach Cherbourg wartet jedoch einer, der nicht vergessen hat, dass Areva die russische Stadt Sewersk als riesige Freiluftdeponie für seinen Atommüll missbraucht – wie der ARTE-Dokumentarfilm „Albtraum Atommüll“ kürzlich in schockierenden Bildern belegen konnte.

Yannick Rousselet, Energie-Campaigner bei Greenpeace Frankreich, hat sich an die Schienen festketten lassen, um AREVAs Rückkehr zum „business as usual“ (Link entfernt, da Seite nicht mehr online) zu verhindern:

Sicherheitskräfte konnten seine Fesseln erst am Morgen lösen und ihn fortbringen. Der Zug mit dem Atommüll aus einem Areva-Werk in Pierrelatte kam mit erheblicher Verspätung in Cherbourg an.

Nach offiziellen Berichten ließ AREVA bislang insgesamt 33.000 Tonnen Uran nach Russland schaffen, davon 23.540 Tonnen abgereichert. Nur 3090 Tonnen wurden wiederaufgearbeitet und zurück nach Frankreich gebracht. Der Rest lagert in Containern unter freiem Himmel, direkt neben der Wiederaufarbeitungsanlage in Sewersk und via Google Earth für jedermann sichtbar. AREVA ist nicht der einzige Konzern, der sich auf diese Weise des Müllproblems entledigt hat. Auch die deutschen Konzerne E.ON und RWE haben Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Gronau nach Russland bringen lassen.

Skandalös ist der jüngste Atommüllexport nicht zuletzt deswegen, weil AREVA damit ein Moratorium missachtet, das nach den Enthüllungen der letzten Monate einen vorläufigen Stopp der Exporte festgesetzt hatte. Von Umweltminister Jean-Louis Borloo wurde zudem eine Inventarisierung der Materialien und Abfälle veranlasst, die beim Kreislauf nuklearer Brennstofffe anfallen. Die Ergebnisse sollen im Januar veröffentlicht werden.

Kommentare

  • Jonas

    Mal wieder eine ziemliche Dreistigkeit.

    In anderer Sache: Biblib B wurde wieder angefahren, obwohl die Tauglichkeit des Notfallsystems von einigen Experten angezweifelt wird. Stellungnahmen konnte das Fernsehmagazin Kontraste von den mittlerweile unter CDU-Herrschaft stehenden Ministerien nicht bekommen.
    http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_03_12/roettgen_verhindert.html

    08.12.2009 um 14:15 Uhr · Antworten

  • HeinzHaber

    Zitat Helmut Schmidt über die Kernenergie:
    Es gibt “keine Energie und nichts auf der Welt ohne Risiken, nicht einmal die Liebe”
    http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article551303/Helmut-Schmidt-SPD-wird-Atomausstieg-kippen.html
    Sollen die Experten weiter zweifeln, hauptsache wir bekommen CO2 armen Strom.
    Sobald die EE mehr als die jetzt 10% abdecken kann man das mit dem Abschalten ja nochmal diskutieren, JETZT hiesse es MEHR CO2, wer das will wegen eines virtuellen Risikos, der macht sich am Klimawandel mit Schuld, das ist nämlich ein reales Problem

    09.12.2009 um 02:22 Uhr · Antworten

  • C. Schmidt

    Strom aus AKWs ist mit der Emission von 64-130 g / kWh CO2 verbunden.
    Das ist alles andere als CO2-frei!! Die einzige wirkliche Lösung des Problems sind Erneuerbare Energiequellen. Deren Ausbau aber wird vor allem durch AKWs verhindert, auch weil AKWs eine ineffiziente Stromwirtschaft bedingen, Pumpspeicher belegen und zentrale Strukturen bedingen.

    Die Kernkraft kann die Probleme nicht lösen, auch weil sie nicht ausgebaut werden kann. Sie steht aber der einzig nachhaltigen Lösung im Weg!

    Daher gehören die AKWs abgeschaltet. Vor allem ist die Freisetzung radioaktiver Isotope ein dringendes Problem – und ebenfalls eines – mit dem wir uns HEUTE auseinandersetzen sollten.

    09.12.2009 um 10:25 Uhr · Antworten

    • Heinz Haber

      Aus Kernkraftwerken kommt überhaupt kein CO2, oder?
      der Rest der Emissionen wäre vollkommen vermeidbar so wie auch die “Emissionen” von Wind, Wasser- und Solaranlagen vollständig vermeidbar wären.
      Die einzigen unvermeidbaren Emissionen produzieren Bio-Kraftstoffanlagen. Besonders schädlich und nicht durch Bilanzrechnungen neutralisierbar sind die Schwefel- und Stickoyde.
      Die Strahlenbelastung durch Biokraftsoffanlagen ist für die Umwelt höher als die Belastung durch Kernreaktoren pro Kilowattstunde und nur die unvermeidbaren direkten Emissionen berücksichtend. (Natürlich ist die von der Umwelt abschottbare Strahlenbelastung durch KKW höher und natürlich ist diese Abschottbarkeit mit Risiken behaftet, aber, wie Helmut Schmidt schon sagte…. s.o.)

      09.12.2009 um 12:45 Uhr · Antworten

      • C. Schmidt

        a)
        Ihr Argument ist einfach nur dämlich. Und das wissen Sie auch. Bitte skizzieren Sie doch Ihre Vorstellung mal genauer..*rofl* Im übrigen gehen die meisten ernstzunehmenden Studien davon aus, dass die Energiebilanz für Uran in gut 10-15 Jahren negativ sein wird. D.h. ich muss mehr Energie zur Gewinnung aufwenden – als ich im AKW gewinnen kann. Dabei ist der Erntefaktor eines AKWs gegenüber den EE ja heute bereits eher mies.

        b)
        Das Sie ausgesprochen faktenbefreit und saudämlich argumentieren, dass wissen wir bereits. Da kann man auch nicht mehr nett bleiben. Biokraftstoff ist zwar überhaupt nicht das Thema, aber Sie haben ja klare Feindbilder – Hauptsache “Bio” bzw. Erneuerbar ist schlecht. Dafür ist Ihnen kein Argument zu dumm.

        Welchen Biokraftstoff, welche Konversionstechnik, welche Biomasse: was ist gemeint, Mc Fly?

        Sie lieben ja Verallgemeinerungen…;)

        Aber – Biokraftstoffanlagen eine “Strahlenbelastung” zu unterstellen – ist geradezu haarsträubender Unsinn. Also – wie Sie das für eine Bioethanolanlage hinbekommen – ich bin gespannt. Im übrigen wird zB bei der Ethanolproduktion im Produktionsprozess weder Schwefel noch Stickoxyd frei.

        Und bei der späteren Verwendung im mobilen Sektor eben auch nicht mehr – als durch fossile Kraftstoffe.

        ???

        c)
        Sie können die Strahlenbelastung durch AKWs nicht abschotten. Sie können die Abluft nicht mal vollständig reinigen.
        Das Enlagerproblem ist nicht gelöst – und in Bezug auf die Aufbereitung ist Ihre Aussage blanker Hohn.

        Richtig lustig wird Ihre Aussage aber – wenn man sich den uranhaltigen Staub und die riesigen Abraumhalden zB in Nigeria mal so vor Augen führt.

        09.12.2009 um 17:37 Uhr

      • Heinz Haber

        Man merkt, dass Sie nicht der Helmut sind :-)
        Bei einer Pelletsheizung habe ich Stickoxyde, Schwefelsäure und Radioaktivität im Rauch (von C14, Tritium, Kalium, Phosphat, Uran, etc…., alles im Holz drin)
        Biogas ist bzgl. S und N auch nie ganz sauber, C14 und Tritiumemissionen bleiben in jedem Fall…

        09.12.2009 um 18:44 Uhr

      • C.Schmidt

        Man merkt auch – dass Sie nichts mehr merken.

        Also, Pelletsheizungen sind keine “Biokraftstoffanlagen”.
        Das jede Biomasse allerdings auch in Spuren Schwermetalle enthält – und somit zB auch Uran nachgewiesen werden kann: geschenkt.

        Es handelt sich dabei allerdings um Teil eines natürlichen Kreislaufes – und nicht um eine zusätzliche Freisetzung.

        Zudem sind die meisten dieser Stoffe nicht dampfflüchtig und konzentrieren sich in der Asche auf. Ihre angeblichen Emissionen sind ein schlechter Scherz.

        Sie wollen wieder nur ablenken und relativieren. Das wahre Problem ist die Kernenergie und die mit in der Prozesskette verbundenen Emissionen von radioaktiven Isotopne: beim Abbau, der Aufbereitung, dem Betrieb der AKWs, der Wiederaufarbeitung und wie wir sehen – auch bei der Endlagerung.

        10.12.2009 um 12:05 Uhr

      • HeinzHaber

        Üblicherweise vergammelt Holz und brennt nicht ab, das ist kein natürlicher Kreislauf wenn man Biomasse verbrennt oder vergast.In Biogas ist immer H2S und NH3 was zu H2SOx und NOx verbrennt…
        Und diese Bilanzen stehen ja fest, selbst aus Kohlekraftwerken tritt mehr Radioaktivität aus als aus KKWs und Kohle war lange von der Kosmischen Strahlung abgeschirmt, so dass es viel Zeit unter der Erde gab für das Abstrahlen der Nuklide gab…
        Dass Schwermetalle nicht Dampfflüchtig sind, konnte man in Tschernobyl gut beobachten, da ist nur CO2 durch verbrennendes Graphit ausgetreten und sonst gar nichts, oder???

        10.12.2009 um 22:23 Uhr

      • C. Schmidt

        ROFL

        Muss ich Ihnen erklären, wie moderne Rauchgasreinigungstechnik funktioniert?
        Sorptionsverfahren, Gewebe- oder Elektrofilter und Zyklon halten so gut wie alles zurück. Die TA-Luft ist das weltweit strengste Regelwerk. Gerade Entschwefelung und Entstickung sind doch heute Standard. Nichtsdestotrotz liegt der Fokus in der internationalen Energie- und Klimapolitik nicht umsonst vor allem auf der Freisetzung von CO2 – aus fossilen Quellen.

        Biomasse enthält schon initial deutlich geringere Anteile an problematischen Stoffen. Letztlich wird nur das freigesetzt, was vorher auch akkumuliert worden ist.

        Der Großteil dieser Stoffe wäre auch durch Verwesung wiederum dem Kreislauf zugeführt worden.

        Aber ja: Verbrennung ist ein oxidativer Prozess – wobei unerwünschte Stoffe entstehen. Ein irgendwie geartetes Problem mit Schwermetallen kann höchstens dadurch konstruiert werden, weil durch die thermochemische Konversion eben auch eine Volumenreduktion stattfindet. Somit “konzentrieren” sich solche Stoffe in den Aschen auf (2 % des ursprünglichen Volumens). Die meisten Schwermetalle finden sich in den Flugaschen, daher werden diese deponiert. Unter dem Strich – leistet die Biomassenutzung also einen Beitrag zur Bodengesundheit.

        Ich empfehle Ihnen zu diesem Thema das Buch von Herrn Kaltschmitt – Energie aus Biomasse

        Der Vergleich mit Kohle ist irrsinnig, da die Gehalte an zB Schwefel DEUTLICH geringer sind. Im Rahmen eines Umweltgutachtens wird ja jedes Biomassekraftwerk durchleuchtet – man darf einfach auch nicht vergessen, dass die Volumen- und Rauchgasströme neben völlig anderen Problematiken und stofflich-chemischen Zusammensetzungen bei fossilen Großkraftwerken um den Faktor 100 – 1000x größer sind.

        Der Vergleich mit Tschernobyl ist nicht statthaft – da es dort wohl weder einen optimalen Verbrennungsprozess – noch eine Rauchgasreinigung gab…;) Und wie Sie ja wahrsecheinlich nicht wissen, ist ein optimaler Ausbrand der beste Garant zur Unterbindung unerwünschter Emissionen…

        Festzuhalten bleibt: Ihre Argumentation ist völlig lächerlich – und auch nur als Nebelkerze geeignet von den Problemen der Kernenergie abzulenken. Ich bin kein Freund von Kohlekraftwerken – aber das dort mehr Strahlung freigesetzt werden soll – lässt sich auch nur dann halten, wenn man die Abluft aus dem Normalbetrieb der AKWs als Vergleichsgröße heranzieht. Wenn man die Prozesskette betrachtet – und die Wiederaufarbeitung mit in die Rechnung aufnimmt – ist die Behauptung nur noch eines: FALSCH. und zwar gewaltig! :)

        11.12.2009 um 17:00 Uhr

      • HeinzHaber

        Ihre Massenpostings auf meine Kommentare sind anstrengend, ich habe unten geantwortet

        11.12.2009 um 19:04 Uhr

  • Ole

    man kann nich nur an CO2 denken
    die luft is ja nich das einzige problem
    wenn solche container an nur einer stelle n leg haben,dann is die umgebung
    verseucht,das widerum tötet menschen und tiere!!!

    09.12.2009 um 18:23 Uhr · Antworten

    • Heinz Haber

      wenn der container dicht hält bis man das Zeug vergräbt, oder wiederaufbereitet ist es keine Gefahr…
      Nur ein Restrisiko, aber die gibts überall, vielleicht haut uns bald der Iran eine Atombombe aufs Dach, dann strahlts auch, ich finde letzteres Risiko realer und wahrscheinlicher

      09.12.2009 um 18:41 Uhr · Antworten

      • C. Schmidt

        Und wenn nicht? Ist ja ne tolle Idee quasi Giftgas durch halb Europa zu schaukeln – und niemandem Bescheid zu geben! :)

        Ah, Sie haben wieder so eine tolle Idee: Wiederaufarbeitung? Das ist ja für mich neu. Skizzieren Sie das doch mal etwas genauer – und vor allem frag ich mich: warum machen die das dann nicht? Und wenn man dann 1 % weiterhin nutzt – wo bleiben die anderen 99 %.

        Tolles Restrisiko! Und morgen fällt uns vielleicht der Mond auf den Kopf..*rofl*

        Noch leerer und dümmer konnten Sie wohl nicht argumentieren? :)

        11.12.2009 um 17:06 Uhr

      • HeinzHaber

        ganz einfach, es passiert wie immer nichts, keine Technik ist so sicher wie die Kerntechnik, es sind schon mehr Menschen von Solardächern gefallen oder von Windrädern gefallen als in KKWs gestorben (nämlich keiner).
        Der “Atommüll” hat schon mehr todkranken Menschen das Leben gerettet (z.B. in Form von Ibritumomab-Tiuxetan-Yttrium 90) als dadurch geschädigt worden. Kernenergie ist die Einzige Technik, die mehr Leben schenkt als dass sie Tote verursacht….
        Da können Sie trollen, schlechtrechnen, wie sie wollen und das mit dem Biokraftstoff ist genauso ein Lügenmärchen, welche Pelletsheizung und welche biogasgetriebene VW-Lichtblickanlage hat wohl diese Filter???
        Filter lohnen sich nur bei grossen Kraftwerken, die wollen Sie nicht… Die kleinen stinken und verpesten die Umwelt trotz “Bio” und -leider leider- sondern auch radioaktive Stoffe ab, mehr als AKWs, weil Radioaktivität teil der Natur ist.

        11.12.2009 um 19:02 Uhr

      • C. Schmidt

        Herr Haber, wenn man Sie mal ein paar Tage alleine lässt, trollen Sie ja noch schlimmer als vorher! Haben Ihre Pfleger alle schon Weihnachtsurlaub?

        Also, die Folgen nach Tschernobyl bedeuteten >100.000 Tote – sowie statistisch signifikant angestiegende Krebsraten, Säuglingssterblichkeit und Missbildungen. So, jetzt gibt es soetwas wie die Strahlentherapie – mit ein paar Erfolgen gegen Krebs – und sicherlich dem einen oder anderen geheilten Patienten. Ohne das jetzt vollständig negieren zu wollen. dürfte dem geneigten Leser sicherlich auffallen, wie grotesk Ihre dümmliche Behauptung ist, die Kernenergie “heile” quasi mehr Menschen, als dadurch zu Schaden kommen. Mal abgesehen von Havarien und der gewaltigen Freisetzung von Strahlung in der Wiederaufarbeitung – und im Normalbetrieb der AKWs – ist Ihre Behauptung angesichts der Folgeschäden durch den Uranbergbau – oder der Opfer uranhaltiger Munition in Krisengebieten (eine “moderne Entsorgungspraxis” die noch dazu ganze Gebiete langfristig verseucht!) derartig abstrus – und menschenverachtend – dass einem da quasi die Worte fehlen.

        Ohne das Thema Biokraftstoff durchkauen zu wollen, dürfen Sie mir gerne erklären, was Pelletsheizungen mit Stromproduktion zu tun haben sollen – bzw. welche Schadstoffe ein Biogas-BHKW so freisetzt…??? Vor allem, weil es im wärmegeführten Betrieb nur geringfügig mehr Gas verbraucht – als ein Erdgasbrennwertkessel – der sonst im Einsatz gewesen wäre…? Also, ich bin gespannt!

        Ihre dahingerotzen Bröckchen, die völlig aus der Luft gegriffen und sinnlos aneinandergereiht sind – beweisen doch mal wieder nur eines: Wie wenig Ahnung von der Materie Sie haben – und wie verbissen Sie argumentieren.

        Haber, bei Ihnen frage ich mich wirklich immer wieder – ob Sie wirklich so beschränkt und dämlich sind, wie Sie vorgeben – oder aber ob das eher so etwas wie Satire sein soll? Für diesen Fall – meinen Respekt! :)

        20.12.2009 um 20:59 Uhr

      • Bruno Straub

        Prima, H. Schmidt ist wieder da. Dachte schon, er wäre beim ROFLn zu Tode gekommen.

        20.12.2009 um 21:39 Uhr

      • Schmidtchen

        Tja, angesichts soviel Ignoranz und unfreiwilliger Komik: knapp war’s. Aber der Herr wollte wohl die Welt nicht den Dummen überlassen.

        21.12.2009 um 13:44 Uhr

      • Heinz Haber

        1) Es sind nicht >100.000 Menschen in Tschernobyl gestorben
        2) Strom aus Pellets? Kein Problem!
        http://www.sunmachine.com/
        und Ohne Filter…
        Ansonsten finde ich Ihre Antworten wenig amüsant – Sie sind falsch und beleidigend! In jedem anderen Forum hätte man Sie längst herausgeworfen, aber hier beleidigen Sie ja im Sinne der Hauptleserschaft und gegen eine ungeliebte Minderheit, da wird das wohl toleriert.

        21.12.2009 um 15:40 Uhr

  • Mateo

    Die Atom-Lobby bei Greenpeace

    Zu den Opferzahlen der Tschernobyl Katastrophe:

    http://www.ippnw.de/atomenergie/atom-gesundheit/tschernobylfolgen/kurzfassung.html

    und hier zu der “sicheren Kernenrgie”

    http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/berichte/jb_kf_2008.html

    Für sie allerdings uninteressant. Wie heisst es doch:
    “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”

    27.12.2009 um 23:37 Uhr · Antworten

    • Mateo

      Ups, da ist was schief gegangen..

      28.12.2009 um 16:48 Uhr · Antworten

  • Heinz Haber

    und? kommt kein Kernenergieskandal passend zum Verhandlungsbeginn?
    So etwas wie vorgestern von irgend so einem Umweltverein, dessen Namen ich verdrängt habe:
    “Wenn alle 17 Kernreaktoren in Deutschland auf einmal in die Luft fliegen sind ganz viele Menschen in Deutschland von den Folgen betroffen, daher ist es ein Verbrechen wenn man weiterhin, bla bla bla”
    Wenn NICHTS käme fände ich das SEHR spannend. Vielleicht ist das dann ein konstruktiver Beitrag zu dem Energiekonzept, welches die Bundesregierung bis zum Herbst erarbeiten will…. Ich glaube nämlich, Herr Röttgen ist ziemlich grün bewegt…

    21.1.2010 um 10:54 Uhr · Antworten

    • Simon Brücken

      Hatten wir das nicht schon die Lektion >Korrektes Zitieren<? Also bitte nacharbeiten, ich glaube kaum, dass der obige Part in Anführungszeichen die Verlautbarung irgeneines "Umweltvereins" ist. Aber schon dass Sie "dessen Namen .. verdrängt habe[n]" zeigt mal wieder anschaulich ihre furchtbare und unsachliche Art zu diskutieren. Danke für den erneuten Beleg.

      21.1.2010 um 14:30 Uhr · Antworten

  • Telematik2

    Siiiiimon, aber nicht wieder beleidigt, sein, wenn ich Dich als “Troll” einsortiere, ne?
    Im Prinzip hatter doch Recht, wieviele Presseerklärungen zu Atomanlagen gabs vor der Wahl, gabs nach der Wahl? Und jetzt zwei Tage vor den ersten Gesprächen wieder so eine “Rechnung”…. Da will uns doch wer vera***en und Stimmung machen, und das obwohl noch gar kein Karnevall ist :-)

    21.1.2010 um 15:42 Uhr · Antworten

    • Tobi

      @ Telematz: Ich glaube du hast nicht wirklich verstanden was ein Troll ist:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29

      ————-
      Ist doch logisch, das Greenpeace u.Ä. VOR der Wahl Kampagne gegen Atomkraft macht, oder?
      Niemand behauptet etwas anderes!
      Was ist daran verwerflich?
      Oder hast du schonmal erlebt, das z.B. Parteien ihren Wahlkampf NACH der Wahl machen?

      21.1.2010 um 16:54 Uhr · Antworten

    • Simon Brücken

      Teeeeeelematik. Ich war nicht beleidigt, es war nur nicht zutreffend und ein alberner Versuch meine Beiträge in die Tonne zu treten. Es ist ja gar nicht nötig, dass wir Ökos jetzt Stimmung gegen Atomkraft machen. Das macht die Atomindustrie in Gronau gerade selber und zeigt, dass es eben doch nicht beherrschbare Risiken gibt. Mit dem Glück, dass das gerade wieder mal glimpflich ausging. Ich will nicht warten bis das anders aussieht, von der Abfallproblematik und dem volkswirtschaftlichen Schaden wurch die Atomindustrie mal abgesehen…
      Im übrigen, es mag durchaus sein dass irgend so ein Umweltverein irgendwas verbreitet, was auch mal blödsinnig sein kann. Aber wenn wir uns damit auseinandersetzen (wollen/sollen/müssen), dann doch auch bitte mit den genauen Eckdaten: Wer hat was wann gesagt? Nicht mehr verlange ich oben.

      22.1.2010 um 10:21 Uhr · Antworten

      • Heinz Haber

        weil in Gronau einem Arbeiter etwas Uranhexoflourid über den Arm gelaufen ist?
        Des wegen ist Atomenergie nicht kontrollierbar?
        Ihnen ist nicht zu helfen.
        Das mit dieser Meldepflicht für Zwischenfälle ist so ein bischen wie der “Judenstern” im dritten Reich… Die totale Stigmatisierung eines Industriezweiges – jeder Zwischenfall wird publiziert – nur in der Kernenergie. Wieviele Menschen sich in Chemiewerken Flussäure über die Pfoten geissen steht nirgendwo, erfährt keiner. Ich habe einen Bekannten, dessen Mutter ist an Xyladecor gestorben, das hatte sie irrtümlicherweise in Innenräumen verwendet und eine toxische Knochenmarkszersetzung war die Folge… Xyladecor gibts immer noch. Der Mann aus Gronau ist wohlauf, trotzdem will der Herr Brücken deswegen jetzt wieder ganz schnell aussteigen oder die Brennelementefabrik zumachen.
        Meines Erachtens eine volkommene Fehleinschätzung des Gefahrenpotentials.

        22.1.2010 um 16:02 Uhr

      • Tobi

        Haber!
        “Judenstern”???
        Das ist ja wohl nicht dein Ernst!
        In einer Debatte über Atomkraft mit Nazivergleichen zu kommen ist zwar nach Godwin’s Law früher oder später wohl unvermeidlich, zeugt aber dennoch von deiner Verantwortungslosigkeit und mangelnden Ersthaftigkeit.
        Was im übrigen auch für das Prinzip gilt, den einen Schwachsinn (Atomkraft) mit dem anderen existierenden Schwachsinn (gefährliche Chemikalien) zu rechtfertigen.
        Hier bedienst du dich auch mal wieder in der für dich typischen Art und Weise einem undurchsichtigen Gemenge aus Polemik und Halbwahrheiten.
        Man stirbt nicht an Folgen der Anwendung von “Xyladecor”(Handelsmarke), sondern von Lindan (Inhaltsstoff).
        Demnach macht es auch keinen Sinn, “Xyladecor” zu verbieten.
        Lindan wird hingegen hierzulande nicht mehr angewendet.
        Auch solltest du unterscheiden können zwischen Gefahren die durch regelgerechte Anwendung entstehen (Kernspaltung) und durch Bedienungsfehler (Innenanwendung von giftigen Lacken).
        Spätestens hier wird dem geneigten Leser der Blödsinn deiner Analogie bewusst.
        Zu guterletzt sei noch erwähnt, daß es hier nicht um den Einzellfall geht, sondern um den alltäglichen Einzelfall, der erst die Einrichtung einer Meldepflicht nötig macht. Und ich bin mir sicher, daß der gute Herr Brücken auch vorher schon aussteigen wollte. Im übrigen fragen wir den Mann aus Gronau dann am besten wohl mal in 20 Jahren, ob er dann immernoch wohlauf ist, wie do so schön zynisch schreibst.
        Bei erneuerbaren Energien habe ich jedenfalls noch nichts von Meldepflicht gehört, nur bei Atomkraft und einigen tödlichen Krankheiten.
        Diese Analogie hingegen gefällt mir widerum.

        22.1.2010 um 19:08 Uhr

      • Telematik2

        Aber du siehst doch wie der Simon wie so ein hypnotisiertes Kanninchen auf den kleinen Zwischenfall abfährt… Diese bescheuerte Meldepflicht trägt sicherlich zur Ablehnung der Kernkraft in den Umfragen wesentlich bei, was vollkommen widersinnig ist, weils die sicherste Technik zu Energierzeugung ist…
        Meldepflicht für auseinanderfliegende Windräder und undichte GAS-KWK-Minikraftwerke – alle immer in der Tagesschau – das wäre fair!

        22.1.2010 um 23:42 Uhr

      • Boh ey

        Tobi, Lindan ist Hexachlorcyclohexan, das wurde als “Jacutin” direkt auf die Haut geschmiert gegen Scabies (Krätze), dieser Inhaltsstoff wird die Dame eher nicht umgelegt haben….

        22.1.2010 um 23:46 Uhr

      • Tobi

        @Telematik: Ich sehe hier vorallem zwei Herren (oder Damen) die Äpfel mit Birnen vergleichen und mit abenteuerlichen Vergleichen versuchen, Atomkraft zu verharmlosen.
        Ein zerstörtes Windkraftrad mit radioaktiver Verseuchunggleichzusetzen,
        ist doch ziemlich lächerlich, das merkst du hoffentlich selber.
        Und wie gesagt, hier “fährt” niemand “auf einen kleinen Zwischenfall ab”, sondern dieser “kleine Zwischenfall” ist eben nur ein Beispiel in einer langen, langen Reihe von Vorkommnissen. Für Windräder gibt es jedenfalls keine Meldepflicht.
        ————————–
        @ Boh Ey:
        Schade, das jemand der so wenig Ahnung hat, immer so laut schreit. Lindan gegen Krätze?
        Cool, ich versuche mal Quecksilber gegen Husten.
        Aber du bist vermutlich zu jung, um das zu wissen;-)

        Lindan war und ist ein Inhaltsstoff von Holzschutzmitteln und Pestiziden.
        Erst informieren, dann loströten.

        Lese und staune:
        http://www.enius.de/schadstoffe/lindan.html

        23.1.2010 um 10:07 Uhr

      • Simon Brücken

        Hihihi, ich ahnte schon, dass das kommt. Ich will doch den Zwischenfall nicht hochstilisieren. Wollte vor allem nur aussagen, dass gar nicht die Ökos die Schlagzeilen machen müssen, die Haber erwartet, sondern dass die Atomindustrie das ganz alleine schafft. Wir haben es eben mit einer potentiell sehr gefährlichen Technologie zu tun und wie gesagt, ich will nicht warten bis es nicht mehr nur “in Gronau … etwas Uranhexoflourid über den Arm…” ist. Aber Haberlein hat das wieder so geärgert, dass er zu seinem zweiten Öko/Nazi-Vergleich in diesem Forum greifen muss und entblößt innerhalb weniger Tage mal wieder seine Unarten der Streitkultur. Da wird versucht offensichtlichen Unfug durch noch mehr Unfug zu überdecken, wie Tobi dankenswerter Weise oben bereits erläutert hat. Der arme Telematik muss sich jetzt dann auch über Unfairness der angeblich sichersten Technik gegenüber aufregen, was ich sehr niedlich finde. Wenn man sich nicht in der Vergangenheit auch bereits aufgeregt hätte, hätten wir vermutlich auch in Deutschland Reaktoren vom Three-Mile-Island-Typ die uns um die Ohren geflogen wären. Die “Hysterie” hat also für steigende Sicherheit (bei bleibendem Restrisiko mit verheerenden Folgen und zusätzlich gigantischen Abfallbergen und volkswirtschaftlichen Schäden) gesorgt.
        Mit amüsierten Grüßen, das hypnotisierte auf Zwischenfälle in Atomanlagen total abfahrende Karnikel

        23.1.2010 um 10:35 Uhr

      • Boy Ey

        @Simon – die Hysteriker sitzen halt überall
        @Tobi
        Vielleicht kann Dich dieser Link ja doch mal belehren
        http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn92.html
        ich vermute, du hasst von allen Umweltthemen soviel Ahnung wie von Lindan????

        24.1.2010 um 23:22 Uhr

      • Tobi

        In deinem Link ist von Todesfällen die Rede.
        Genau das hast du angezweifelt und genau das habe ich gesagt.
        Das es in homöopathischen Dosen auch als Medikament (von dem in deinem Link übrigens deutlich abgeraten wird) Anwendung findet, war mir neu. Aber das spricht ja nicht gegen die Tatsache, daß es als Holzschutzmittel in der Vergangenheit zu ähnlichen Krankheits- und Todesfällen geführt hat wie Asbest. Und diese Tatsache ist so dermaßen unstrittig, daß ich sie nicht mit dir diskutiere. Zumal es doch sehr weit vom eigentlichen Thema führt.

        PS: Die Tatsache, daß du mir hier doch einen Link rausgesucht hast, obwohl du mich ja angeblich nicht ernstnimmst, deute ich mal so, daß du die Beweise in der anderen Diskussion ganz einfach nicht liefern kannst.

        24.1.2010 um 23:42 Uhr

      • Heinz Haber

        Lieber Herr Tobi
        dieser kleine Ausflug zum Thema Lindan zeigt wohl jedem Leser, wie undifferenziert Ihre Auffassungsgabe hier ist und es liegt der Verdacht nahe, dass Ihre Mutmassungen zum Thema Kernenergie, mit denen SIe mich hier gequält haben, ein ähnlich tönernes Fundament haben.
        1) In dem Link steht, dass Lindan neurotoxisch ist.
        2) Die Frau ist aber an einer Knochenmarksapalsie gestorben, das Knochenmark hat mit den Nervensystem erst mal nichts zu tun
        3) Asbest macht wieder andere Schäden, die Asbestfasern setzen sich in der Lunge fest und erzeugen langfristig ein Pleuramesotheliom, was ein ziemlich tödlicher Tumor ist.
        4) Homöopathisch, wiederum, wird eine viel zu hohe Substanzverdünnung bezeichnet, die Wirkmechanismen im chemischen Sinne nahezu ausschliesst. Da Jacutin aber Parasiten auf und in der Haut tötet, kann man die Verdünnung nicht als homöopathisch bezeichnen.
        Nach Ihren Ausführungen hier, kann ich “Boh Ey” nur beipflichten, Sie sind in Ihren Aussagen nicht ernst zu nehmen!

        25.1.2010 um 09:18 Uhr

      • Simon Brücken

        Ihr seid so lustig. Wer keine Ahnung von Lindan hat, hat also keine Ahnung von Atomenergie (womit ich nicht behaupten will, Tobi habe keine Ahnung. Ich kann das nicht bewerten, ich habe davon nämlich keine Ahnung. Das ist doch auch bloß eine Scheindiskussion und ein Ablenkungsmanöver…)
        Aber wenn wir uns auf dem Level weiterbewegen, such ich mir jetzt auch mal was raus, was Leitwissen ist. Ähm, nehmen wir “Metamorphe Fazies”. Wer davon keine Ahnung hat, hat auch sonst keine! (Ohoh, Haber hat ja Ahnung von allem, hab ich vergessen…)

        25.1.2010 um 11:18 Uhr

      • Tobi

        Werter Heinz,
        da du mich in deiner gewohnt charmanten Art persönlich angehst, will ich dir auch antworten:
        1) Richtig. Und da steht wortwörtlich “Todesfälle”. Nichts anderes habe ich behauptet.
        2) Mag sein, daß der Fall deiner Bekannten anders gelagert war, kann ich schlecht beurteilen. Fakt ist, das Lindan gesundheitsschädlich bis tödlich ist.
        3) Der Asbest-Vergleich bezog sich auch nicht auf die Wirkungsweise, sondern den Fakt, daß seine Verwendung am Bau zu Kranheit und Tod führte. Wie Lindan.
        4) Danke für den Exkurs zum Thema Homöopathie, jetzt weiß ich endlich mal was das ist;-)
        Das du dich an solcher Wortklauberei aufhältst und solche Ablenkungsmaneuver (wie die ganze Chemie-Geschichte) startest, verdeutlicht mal wieder, daß du an einer ernsthaften Auseinandersetzung nicht interessiert bist.

        Um zum Thema Atomenergie zurückzukommen: Mutmaßungen verbreitet hier meistens einer, und das bist und bleibst nunmal du, wie dir jetzt schon von mehreren Seiten bestätigt wurde.

        Und auf belegte Zahlen von “Boh Ey” oder “Boy Ey” oder wie auch immer, warte ich wohl bis zum Sanktniummerleinstag.
        Aber ich freue mich doch sehr, daß ihr, die ihr mich ja alle nicht ernst nehmt, euch trotzdem immer so viel Mühe gebt,mir die Welt zu erklären.
        Danke dafür!

        25.1.2010 um 13:25 Uhr

      • Stephan

        Lieber Heinz,
        ich bin jetzt mal wieder beim Thema Atomkraft….
        1. Du vergleichst meldepflichtige Ereignisse mit Judensternen? Du vergleichst also die Verfolgung und Vernichtung einer religiösen Minderheit mit dem Melden von (möglicherweise) sicherheitsrelevanten Ereignissen in Atomanlagen an eine “unabhängige” Aufsichtsbehörde, was dem Schutz der Bevölkerung dient? Gehts noch?

        2. Dem Mann sind nicht nur ein paar Gramm UF6 über den Körper gelaufen. Überleg doch mal, was das bedeutet. Das Zeug ist nicht nur radioaktiv, sondern was viel schlimmer ist: Es ist hochgiftig! Im Körper macht es die Niere kaputt. Und bei dem Arbeiter wurde schon Uran im Blut nachgewiesen. Uran ist ein Alphastrahler. Gegen Alphastrahlung kann man sich zwar gut abschirmen, das bringt allerdings nichts, wenn das Zeug im Körper drin ist. Die biologische Wirksamkeit ist 20mal höher als bei der Gammastrahlung, die z.B. aus Castoren rauskommt.
        Also ich will nicht in dessen Haut stecken!

        mfg
        Stephan

        25.1.2010 um 17:48 Uhr

      • Telematik2

        Stephan, das hat er nicht gemacht. Der Stern hat keinen vernichtet. Er hat stigmatisiert wie die Meldepflicht die Kernenergie stigmatisiert. Derartige Unfälle gibts in der chemischen Industrie am laufenden Band, und da stribt auch mal jemand. Das ist genauso schrecklich, es wird aber nie so eine Welle gemacht.
        Alles was Du zu 2 sagst ist meines Wissens nach nicht eingetroffen. Also geh woanders jammern….

        25.1.2010 um 21:37 Uhr

      • Stephan

        Lieber Telematik2,
        ein sehr sachlicher Beitrag. Ich versuch hier mit Argumenten zu diskutieren und nicht zu “jammern.”
        Sag mir mal bitte, wo in der chemischen Industrie Uranhexaflourid einfach mal so *laufend* ausläuft und jemanden kontaminiert!
        Und was ich zu 2 behauptet habe, ist eingetroffen, auch wenn es deines Wissens nach nicht so ist. Eine einfache Suchanfrage bei Google mit den Wörtern Uran, Urin, Gronau fördert das sofort zu Tage, z.B. hier:
        http://www.sueddeutsche.de/T5X38s/3192809/Uran-im-Urin-nach-Stoerfall-in-Gronau.html

        Also bitte, eine Google-Anfrage ist doch wohl nicht zu viel verlangt, bevor man hier behauptet, das wäre “meines Wissens nach nicht eingetroffen.”

        mfg
        Stephan

        P.S.: Lass doch bitte diesen absolut dämlichen Vergleich! Der Stern hat Menschen stigmatisiert. Atomkraft ist eine Technik, noch dazu eine Technik, die sehr gefährlich ist und gegen Leute wie ich zurecht z.B. vor der Einfahrt der AKWs demonstrieren, das ist doch unvergleichbar!

        25.1.2010 um 22:06 Uhr

      • Tobi

        @Telematik2: Du machst es nur noch schlimmer!
        Über dein Dummschwätz zu Atomkraft und Chemie kann ich ja noch lachen, aber das hier ist ne ganz andere Kiste.
        Du diskreditierst damit nicht zuletzt auch deine Position, wenn du dich an dieses ultimative Armutszeugnis der Diskussionskultur ranhängst.
        Jemand der argumentiert, wie du argumentierst und auf derart infame Weise Parallelen zwischen Judenverfolgung und Meldepflicht für atomare Betriebe rchtfertigt, gehört – ganz unabhängig von seinen sonstigen Ansichten – aus diesem Forum ausgeschlossen.
        Vermutlich ist dir die Tragweite deiner Äußerungen aber nicht bewusst.

        25.1.2010 um 22:07 Uhr

  • Telematik2

    Doch doch, Tobi, ICH habe das schon verstanden :-)

    21.1.2010 um 17:03 Uhr · Antworten

  • F.Roth

    Hallo zusammen,
    angesichts der ungelösten Endlagerfrage würde mich interessieren, wie Greenpeace und die hier Diskutierenden zu der Idee stehen, den europäischen Atommüll in ohnehin verstrahlten Gebieten wie z.B. Tschernoby/Ukraine endzulagern.
    Ohne das als Argument für ein “weiter so” verstanden wissen zu wollen, würde dies in meinen (Laien-)Augen wie eine vernünftige Lösung aussehen, die der Ukraine zudem dringend benötigte Aufbauhilfen beschaffen könnte.
    Ich wundere mich, dass diese naheliegende Möglichkeit nirgendwo diskutiert wird.

    MfG,
    F.Roth

    27.1.2010 um 18:08 Uhr · Antworten

    • Boh Ey

      Ein guter Platz für den Atommüll wäre die Antarktis
      -Menschenleer
      -Erdbebensicher
      -Wasserfrei (nur Eis)

      Lagerung am besten Rückholbar, denn der Müll von heute kann Schatz für morgen sein…

      27.1.2010 um 23:20 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Gute Idee, meine ich ernst.
        (Hat, glaube ich Heinz Haber (“der richtige”) vor Jahrenden schon vorgeschlagen)

        27.1.2010 um 23:33 Uhr

      • Heinz Haber

        Das stimmt, Mist das wäre jetzt mein Part gewesen…
        Naja, ich kann aber den Link des Interviews nachliefern:
        http://www2.manfredgregor.de/punbb/viewtopic.php?id=988

        28.1.2010 um 08:48 Uhr

  • Stephan

    Lieber F. Roth,
    erstmal danke für einen richtig sachlichen Beitrag! Das macht mehr Spaß, darauf zu antworten, als auf Telematik2 und Co.

    ich persönlich lehne das ab, und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Fehlende Eignung
    Bevor man sowas überlegt, sollte man erstmal wissen, ob es dort überhaupt eine entsprechende geologische Beschaffenheit gibt. Wenn es dort z.B. im Boden keinen abgeschlossenen Bereich gibt, in den kein Wasser eindringen kann, dann haben wir das nächste Asse-Desaster….
    2. “Nationale” Verantwortung
    Da wir hier in Deutschland den Atommüll produzieren, unsere Energiekonzerne vom billigen Atomstrom profitieren und wir durch deren höhere Gewinne auch die ein oder andere Million höhere Steuereinnahmen haben, sollten wir auch unseren eigenen Atommüll bei uns lagern und wir sollten dafür verantwortlich sein.
    3. Umweltstandards
    In der Ukraine sind die Umweltstandards doch viel geringer. Wer garantiert uns dort so eine gute Überwachung z.B. von Radioaktivitätsaustritt. Oder wer garantiert uns, dass es da unzugänglich für Terroristen gemacht wird? Den Atommüll könnte man schließlich “wiederaufarbeiten” und könnte dadurch Plutonium für Atombomben gewinnen. Außerdem ist die Ukraine momentan ein instabiles Land, das auch innerlich zerissen ist.
    4. Menschen
    Tschernobyl ist schon verstrahlt, ja. Und dort im Umkreis leben und arbeiten auch Menschen. Allein in den AKWs in Tschernobyl arbeiten mehrere 100 Menschen. Also wo soll man das da lagern, ohne die zu gefährden?

    Weiter will ich mal nicht ausführen, ich denke, das reicht, meinen Standpunkt deutlich zu machen, bin aber da gerne zur Diskussion bereit :)
    Ich komme natürlich insgesamt zum Schluss, dass es aus momentaner Sicht einfach kein sicheres Endlager gibt und wir deshalb als erstes mal schauen sollten, dass wir keinen Müll mehr produzieren, dann kann man auch überlegen, was man mit der schon produzierten Menge Atommüll macht.

    mfg
    Stephan

    27.1.2010 um 21:26 Uhr · Antworten

  • Impuras

    Es geht schon wieder los. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) würde es begrüßen wenn weiterer Atomabfall nach Russland verbracht wird. Übrigens auch die Firma Urenco hat ein derartiges Verfahren angewendet um sich vom strahlenden Atommüll zu trennen. Wenn Deutschland als auch die Firma Urenco sich Ihrer Verantwortung stellen würde müsste der dort verbliebene Atommüll zurück nach Deutschland transportiert werden. Das wäre der Preis für das Betreiben der deutschen AKW´s. Weiteren Atommüll nach Russland zu verbringen wäre weder rechtlich noch ethisch vertretbar.

    11.11.2010 um 22:29 Uhr · Antworten

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