Am 19. November hat die japanische Walfangflotte ihren Heimathafen verlassen und Kurs auf das antarktische Jagdgebiet gesetzt. Offensichtlich ist sie vor einigen Tagen dort angekommen. Die ersten Wale werden geschossen, während ich diese Zeilen schreibe. Insgesamt stehen fast 1000 Großwale auf der Abschussliste, die bis März nächsten Jahres “abgearbeitet” werden soll.
Neben den 935 Minkewalen stehen 50 Finnwale und 50 Buckelwale auf der Artenliste der japanischen Harpuniere. Die Buckelwale bleiben offensichtlich fürs erste verschont, denn damit schachert die japanische Regierung auf Ebene der Internationalen Walfangkommission (IWC) um offizielle Quoten. Was für ein Wahnsinn!
Dabei dachte ich bei dem im Sommer vollzogenen Regierungswechsel, dass jetzt die Fehlentscheidungen der früheren Regierung rückgängig gemacht würden. Tatsächlich gab es dafür einige Anzeichen: ein von der neuen Regierung eingesetztes Komittee, untersucht Einsparmöglichkeiten in den Staatsausgaben und nahm dabei auch 210 Regierungsprogramme unter die Lupe.
Dabei kamen auch die Ausgaben der Übersee-Fischereikooperations-Stiftung (engl. Overseas Fisheries Cooperation Foundation, OFCF) in den Fokus. Es zeigte sich, dass die Stiftung, der Hauptgeldgeber für das Institut für Walforschung ist. Dieses Institut unterhält die japanische Walfangflotte und betreibt offiziell die wissenschaftliche Walforschung, der in den Jahren seit Bestehen des Walfangverbotes mehr als 23tausend Großwale zum Opfer fielen.
Glaubt man den japanischen Medien, dann hat die Stiftung offiziell allein im Jahr 2006 mehr als 3,5 Milliarden Yen an das Institut für Walforschung verliehen. Die Erlöse, die mit dem Verkauf des Walfleisches erzielt wurden, konnten diese Summe bei weitem nicht decken. Den Differenzbetrag zahlt der japanische Steuerzahler. Kein Wunder also, dass auf Empfehlung des Komittees die staatliche Finanzierung der Stiftung eingestellt werden soll.
Doch jetzt der Rückschlag, am Montag ließ sich der japanische Außenminister Katsuya Okada auf die Frage, ob die neue Regierung den Walfang überdenken werde mit den Worten zitieren: “Wir glauben nicht, dass ein Politikwechsel in dieser Frage notwendig ist.” Doch damit nicht genug, denn mit der Äußerung, dass “der Durchschnittsjapaner nunmal auch in der Zukunft Walfleisch konsumieren möchte”, gab der Außenminister frank und frei zu, dass es bei der japanischen Waljagd mitnichten um ein Wissenschaftsprogramm, sondern ausschließlich um eine kommerzielle Unternehmung geht.
Wir werden uns auch in den nächsten Monaten auf unsere Anti-Walfang-Kampagne in Japan konzentrieren. Dort stehen meine beiden Kollegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs nach wie vor unter Hausarrest. Die beiden hatten im Mai letzten Jahres, 23 Kilogramm Walfleisches sichergestellt und sind dazu in das Depot eines Paketdienstes eingedrungen.
Das Walfleisch wurde zusammen mit einer umfassenden Beweiskette für massive Unterschlagung von Walfleisch und Hinterziehung von Steuergeldern der japanischen Staatsanwaltschaft vorgelegt. Im November dieses Jahr, kurz vor Auslaufen der Walfangflotte, entschied das höchste japanische Gericht, dass diese Beweiskette nicht zur Entlastung der beiden japanischen Walschützer vorgelegt werden darf und ihr Verfahren unabhängig davon fortgeführt wird. Ein Skandal und ein weiterer Grund unsere Arbeit direkt in Japan fortzuführen.
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Michael Mittelstädt
Sehr geehrter Herr Maack,
Sie schreiben “Die ersten Wale werden geschossen, während ich diese Zeilen schreibe. Insgesamt stehen fast 1000 Großwale auf der Abschussliste, die bis März nächsten Jahres “abgearbeitet” werden soll.” und “Wir werden uns auch in den nächsten Monaten auf unsere Anti-Walfang-Kampagne in Japan konzentrieren.”
Ist das nicht ein wenig zu wenig?
Ich verschone Sie mit der Frage, warum die Esperanza momentan nicht im Südpolarmeer unterwegs ist. Da erwarte ich keine Antwort mehr, Verständnis dafür habe ich allerdings auch nicht.
Ich hatte Ihnen zwar die folgende Frage bereits zu Ihrem Beitrag am 20. Oktober gestellt ( http://blog.greenpeace.de/kein-durchbruch-beim-schutz-der-wale/#comments ) und keine Antwort erhalten, aber vielleicht klappt es diesmal.
Was hat Greenpeace Deutschland in den letzten beiden Jahren unternommen ound hat Greenpeace Deutschland vor, damit die deutsche Landesdelegation in der IWC die richtigen Punkte diskutiert und ernsthaft Druck ausübt?
Deutsche Regierungsvertreter werden erst bei öffentlichem Druck im Inland bei so einem Thema ernsthaft verhandeln. Ansonsten ist außenpolitisch opportunes Verhalten angesagt. Ich denke, dass Greenpeace Deutschland da einen Beitrag leisten könnte, wenn man will.
Wenn man sieht, was bezüglich Klimaschutz und Alternative Energien seitens Greenpeace Deutschland unternommen wird, sind die Aktivitäten bezüglich Meeresschutz und Meerestierschutz erschreckend unauffällig. Überfischung ist ein Thema Ihrer Kollegin Dr. Iris Menn, da kam gerade etwas. Akzeptiert. Was ist aber aus der Aktion bezüglich Meeresschutzgebiete geworden? Das würde auch den Walen und Delfinen helfen! Wo ist der Protest von Greenpeace Deutschland gegen das Walschlachten in Taiji/Japan oder gegen die norwegischen und isländischen Waljagdabsichten oder gegen das Walschlachten auf den Färöer-Inseln? Was unternimmt Greenpeace gegen die Plastikvermüllung in den Ozeanen und Lärm als Problem in den Ozeanen?
Ich finde es angesichts der zahlreichen und nicht gerade kleinen Probleme der Ozeane schon etwas seltsam, wenn hier im Blog Beiträge zum Ozeaneum unter der Überschrift “Unter den Walen träumen…” kommen. Genau das ist das Problem. Wir sollten nicht unter oder von den (Kunststoff)walen träumen, sondern aktiv werden.
Mit freundlichen Grüßen
M. Mittelstädt
17.12.2009 um 23:04 Uhr ·
Timm
Hr. Mittelstädt,
anstatt vor dem Rechner zu sitzen und den Aktivisten bzw. Hauptamtlichen von GP Vorwürfe um die Ohren zu hauen, wie wäre es stattdessen selbst aktiv zu werden.
Greenpeace hat bzgl. des Walfangs mehr erreicht als jede andere NGO.
Natürlich würde ich mir auch wünschen, dass das Thema wieder mehr publik gemacht wird, aber hier mit dem erhobenen Zeigefinger zu stehen und selbst keine konstruktiven Vorschläge zu unterbreiten, nutzt auch herzlich wenig!
FREIHEIT für Junichi und Toru!!!
18.12.2009 um 18:23 Uhr ·
Thomas Buiter
Moin Timm,
dann mach ich einmal einen Vorschlag:
hört auf andere NGOs als reine Konkurenz zum Unternehmen zu betrachten.
Was hat Greenpeace denn bezüglich des Walfangs die letzten 20 Jahre erreicht? Da würden mich ein paar Zahlen und Fakten interessieren.
Liebe Grüsse
Thomas
18.12.2009 um 18:30 Uhr
sara
ich bin ganz eure meinung !
aber dnkst du nicht das sie uns nur beruhigen wollen?!
sie tun schonn was für die wal
aber nicht GENUG!
wenn sie das wirklich wollen hätten sie schonn längst was gemacht !!!!
ICH GLAUB AN DIEEN BLÖDSIN nicht
ich glaub sie lesen sogar unsere kommntare überhaupt nicht
sie haben was besseres zutun als kinderscheiße zu lesen
ich rate euch noicht zu spenden
weil das sowieso nicht klappt und nichts ändert
Die die diese seite ergestellt haben ,haben die seite bestimmt schonn lange vergessen ,und wenn nicht schreib zurück !!! ^ ^ (glaub ich aber nicht !!!!)
I LOVE WALE<3
pS: haltet mich bitte nicht verrückt
ICH hasse leute die mich verrückt machen
ahhhhh
hihih hahaha hohoho lalalal momomo kuss<3
16.10.2010 um 16:58 Uhr ·
sara
ich bin ganz eure meinung !
aber dnkst du nicht das sie uns nur beruhigen wollen?!
sie tun schonn was für die wal
aber nicht GENUG!
wenn sie das wirklich wollen hätten sie schonn längst was gemacht !!!!
ICH GLAUB AN DIEEN BLÖDSIN nicht
ich glaub sie lesen sogar unsere kommntare überhaupt nicht
sie haben was besseres zutun als kinderscheiße zu lesen
ich rate euch noicht zu spenden
weil das sowieso nicht klappt und nichts ändert
Die die diese seite ergestellt haben ,haben die seite bestimmt schonn lange vergessen ,und wenn nicht schreib zurück !!! ^ ^ (glaub ich aber nicht !!!!)
16.10.2010 um 17:03 Uhr ·
Paula
Hallo Ihr… ich liebe Greenpeace … Traut euch doch erst mal auf dem boot zu stehen und neben einem meter hohen schiff lang zu fahren .. ich wünschte ich könnte was tuhen aber ich bin erst 13 und hoffe das fahls ich mal Kinder bekomme sie auch noch wale sehen können .. aber greenpeace ist das tollste überhaupt und ich bin “stolz” auf meine mutter das sie mir das gelehrt hatt die welt und seine mittmenschen zu respecktieren … man kann es halt nicht allen menschen recht machen … Meine mutter spendet jeden monat und ich auch bald
… green peace ihr schafft es die wale zu retten
ich glaube an euch (und viele andere Menschen … ) l
liebe grüße und viel glück … Paula
07.12.2011 um 11:39 Uhr
Helmut
@Michael
“Wir sollten nicht unter oder von den (Kunststoff)walen träumen, sondern aktiv werden.”
Walschützer einer bekannten Meeresschutzorganisation sind mit einem Schiff in der Antarktis unterwegs (ein zweites soll bald folgen), um den Tod von vielen Walen zu verhindern, während ich diese Zeilen schreibe.
Wahrend GP sich in aller Ruhe Antworten auf Deine gut formulierten Fragen einfallen lassen kann, gibt es von uns (Migaloo-Gruppe) Informationen zu der aktuellen Situation in der Antarktis morgen am 19.12.09 vor der Europa-Passage in Hamburg.
18.12.2009 um 12:45 Uhr ·
Michael Mittelstädt
@ Timm
“anstatt vor dem Rechner zu sitzen und den Aktivisten bzw. Hauptamtlichen von GP Vorwürfe um die Ohren zu hauen, wie wäre es stattdessen selbst aktiv zu werden.”
Ihr Kommentar gibt keinerlei Antwort auf meine Fragen. Wie wäre es denn mit sachlichen Antworten statt aggressiv zu werden?
18.12.2009 um 19:41 Uhr ·
Michael Mittelstädt
@Timm
bevor jetzt ein Wortkrieg losgeht, einfach erst mal lesen. Es gibt einige Stellen, an denen ich Vorschläge für Aktivitäten von Greenpeace mache und auch teilweise pro Greenpeace argumentiere. Hier nur Stellen in diesem Blog. Ich bringe nicht die diversen Blogs und Foren von Meereschutzorganisationen, in denen ich sonst noch aktiv bin und auch (positive) Hinweise zu Greenpeace-Aktionen bringe, weil keinerlei Eindruck erwecken will, hier Leute abwerben zu wollen.
Nicht jeder, der kritische Fragen stellt, ist ein Gegner von Greenpeace oder Greenpeacern. Ich glaube, dass Greenpeace unverändert wichtig ist, aber ich glaube auch, dass Greenpeace im Meeresschutz viel von dem verloren hat, was ich früher gesehen, geschätzt (und unterstützt) habe. Da ich den Zukunft der Ozeane für eines der wichtigsten Themen auf unserem begrenzten und nicht verlassbaren Planeten halte, nerve ich halt den einen/die eine oder anderen/andere.
http://blog.greenpeace.de/ich-hasse-walfleisch/#comments
http://blog.greenpeace.de/greenpeace-noch-im-ozeaneum/#comments
http://blog.greenpeace.de/eine-suppe-aus-plastik/#comments
Es gibt ein sehr schönes Zitat der Freiherrin von Ebner-Eschenbach. Aus dem Gedächtnis: Wer aufhört sich zu verbessern zu wollen, hat aufgehört gut zu sein.
In diesem Sinn schöne Festtage
M.Mittelstädt
19.12.2009 um 11:02 Uhr ·
Michael Mittelstädt
Sorry, muss natürlich heißen:
Da ich die Zukunft der Ozeane für eines der wichtigsten Themen auf unserem begrenzten und nicht verlassbaren Planeten halte, nerve ich halt den einen/die eine oder anderen/andere.
19.12.2009 um 11:27 Uhr ·
Helmut Treib
“Im Einsatz für den Schutz der Wale
Ein Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen, kommt am 14. Januar 2010 in die deutschen Kinos…..
“Auch jetzt – in diesem Moment – ist die japanische Walfangflotte im südpolaren Walschutzgebiet unterwegs, um in den nächsten Wochen und Monaten fast 1000 Großwale zu töten.”
Wer hier als Fördermitglied nicht genau hinschaut, merkt vielleicht nicht, daß hier etwas fehlt, nämlich das Greenpeace Schiff, welches -in diesem Moment- nicht im südpolaren Walschutzgebiet unterwegs ist.
Ein genialer Schachzug, einen Film über die Aktion von vor 2 Jahren zu einem Zeitpunkt in die deutschen Kinos zu bringen, zu dem der Walfang gerade in vollem Gang ist, ohne gleichzeitig selbst die Esperanza in die Antarktis zu schicken.
Aber immerhin eine gut geplante PR-Aktion, um ohne aktuell in der Antarktis neu aktiv werden zu müssen, geeignet scheint, die Spenden der Förderer weiter abschöpfen zu können.
Der Öko-Konzern Greenpeace hat den kapitalistischen Leitsatz, mit minimalem Einsatz die höchstmöglichen Einnahmen zu erzielen, anscheinend verstanden.
Die Wale werden es nicht verstehen.
Für die Ozeane
Helmut Treib
20.12.2009 um 02:11 Uhr ·
Regina
Das trägt wohl kaum zum Walschutz bei: http://www.greenpeace.de/themen/meere/nachrichten/artikel/im_einsatz_fuer_den_schutz_der_wale/
sondern sorgt eher wieder für das Gefühl den Spendern und Fördermitgliedern klarzumachen, wo ihr Geld geblieben ist.So ein Film ist natürlich ziemlich teuer und was haben die Wale davon,nichts.Das Besondere,Greenpeace Aktivisten können sich in Szene setzen und ihr Ego aufpäppeln,wie toll sie sind.Schade ist nur,das es schon 2 Jahre her ist.Was kommt als nächstes;Buch geschrieben,Film gedreht,Fortsetzung folgt,oder kann Greenpeace nochmehr daraus schöpfen?Man kommt sich immer mehr “veräppelt” vor.Langsam frage ich mich wirklich,wieviel Geld GP mit den Walen noch scheffeln will,ohne ihnen wirklich vorort zu helfen?
Ich kann nur an ein jeden Verstand appellieren,nicht blind links zu spenden,ohne sich davon zu überzeugen,ob es auch Sinn macht.
Regina
20.12.2009 um 22:59 Uhr ·
Angela Pieske
Hallo Regina,
ich möchte an dieser Stelle eines klar stellen, damit beim Leser Deines Kommentars kein falscher Eindruck entsteht:
Greenpeace hat den Film “Jagdzeit” nicht finanziell unterstützt und ist auch an der inhaltlichen Ausrichtung nicht beteiligt. Wir haben die Filmcrew lediglich mitgenommen und ihnen so die Möglichkeit gegeben, die Fahrt filmerisch zu begleiten. Der Film wurde von Arte, dem Bayerischen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk finanziert. Anfang Februar 2010 läuft der Film auf Arte und zuvor ist er in bisher 28 deutschen Städten am Start.
Vielleicht noch ein paar erklärende Worte zum Aspekt “2 Jahre nach der Antarktis-Tour”. Es ist völlig normal, dass ein Film eine Fertigstellungszeit von einem Jahr hat, dann vergehen locker noch einmal 6-12 Monate bis zum Kinostart. Der Film ist somit voll im Timing.
Und ich hoffe, dass wir viele Menschen dazu bewegen können, sich ein eigenes Bild von der Tour und von unseren Aktivitäten zu machen.
Mit herzlichen Grüßen
Angela
21.12.2009 um 11:54 Uhr ·
Jonas
Ich habe den Film gestern gesehen und mich hat er sehr überzeugt. Dort werden die Greenpeace-Aktivisten mal definitiv nicht als die großen Helden gezeigt, sondern man sieht wie unterschiedlich die Charaktere sind.
15.1.2010 um 11:35 Uhr ·
Regina
Danke Angela,für die Aufklärung,das kann Otto Normalverbraucher ja nicht wissen (o.k.dann hat GP kassiert fürs Filmteam mitnehmen,grins,auch nicht schlecht,kleiner Scherz) trotz alledem kann ich nicht erkennen,was Greenpeace zum Schutz der Wale und der Meere aktiv veranstaltet oder unterstützt.(Mit den Steinen ist ja auch schon eine Weile her)
Nicht nur,das unsere Meere vermüllt und leer gefischt werden,nein jetzt werden sie mit Chemtrails verseucht, Eisen ins Meer geleitet,Piplines gebaut und das alles mit dem Einverständins der Bundesregierung.Bald ist alles so verseucht und zerstört,das die Erde nicht mehr zu retten ist.Auch kann ich nicht verstehen,warum gegen die Aquakulturen nichts unternommen wird,da diese unsere Meere genauso verschmutzen und keinen eigenlichen Nutzen bringen.Das sind alles Sachen,wo ich denke,das ein Film über den Walfang nicht effektiv ist.
Lieben Gruß
Regina
21.12.2009 um 23:45 Uhr ·
Angela Graas
Liebe Regina, durch Zufall habe ich Eure Konversation hier mitbekommen. Ich bin die Regisseurin des Films “Jagdzeit”. Ich möchte klar stellen, dass wir Greenpeace nichts bezahlt haben, um auf der Esperanza mitzufahren – außer einen winzigen Betrag für unsere täglich Verpflegung an Bord.
Im Gegenteil, es hat lange gebraucht, um die Verantwortlichen zu überzeugen, uns mitzunehmen. Im übrigen habe ich viele Monate für diesen Film gekämpft, weil ich selbst etwas aktiv für die Wale machen wollte und ich denke, dass ein solcher Film – wenn ihn viele Leute sehen – etwas bewegen kann. Das beste Beispiel dafür ist “The Cove”- Die Bucht. Dank des Publikumserfolges in den USA fand das Delfinabschlachten dieses Jahr in Japan nicht statt. Vielleicht magst Du Dir unseren Film ja trotzdem einmal ansehen, dann weißt Du, dass es nicht darum ging, einen Werbefilm für Greenpeace zu machen. Bei diesen Film geht es darum, Menschen zu motivieren, für ihre Ideale zu kämpfen, auch wenn es nicht immer einfach ist (was Du ja scheinbar auch machst) und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit anzuregen, was in der Antarktis passiert. Und dafür ist doch jedes Mittel Recht, oder etwa nicht? Eigentlich sollten da doch alle zusammen halten…
Herzliche Grüße! Angela
25.12.2009 um 17:00 Uhr ·
Thomas Buiter
Liebe Angela,
leider ist zumindest eine Information nicht ganz korrekt:
Trotz des Filmes Die Bucht / The Cove wurden Delphine in Taiji auf die übliche brutale Weise getötet. Die Tötungsaktionen fanden nur später statt, um dem anfänglichen Medienrummel zu entgehen. Die Fischereibehörde geht davon aus, dass die komplette Quote an getöteten Delphinen erreicht wird. Als Regisseurin sollte beim Einsatz für Meeressäuger ein solches Detail allerdings bekannt sein.
Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung des Filmes hätte für Greenpeace allerdings kaum günstiger ausfallen könnnen, daher die allgemeine Skepsis.
Ich hoffe der Film zeigt auf, dass es nicht damit getan ist, sich aufzuregen und für sein schlechtes Gewissen etwas zu spenden, damit man sich danach wieder beruhigt zurücklehnen kann, denn mit dieser Einstellung haben wir schon genug/zuviele Menschen.
Liebe Grüsse
Thomas
25.12.2009 um 21:20 Uhr
Thomas Buiter
Zum Thema Taiji: http://www.atlanticblue.de/neu/atlanticblue_01.html
25.12.2009 um 21:53 Uhr
Sabrina
Ist ja nicht zu fassen dass GP mit der Esperanze nicht in der Antarktis ist!!!!!!!
Warum????
Gott sei Dank gibt es Sea Shepherd denen geht es halt nicht ums Geld, sondern versuchen alles Menschen mögliche um das Abschlachten zu verhindern!!
Einige mögen glauben SS sei zu aggressiv, aber wenigstens haben sie damit Erfolg und meiner Meinung nach ist das halt auch echter Walschutz. Denn was hat es denn für einen Sinn, mit einem Banner mal quer durchs Bild zu flitzen und es dann groß und breit in Medien zu veröffentlichen!? Davon haben die Wale nix!!!
GP wird von meiner Seite nicht mehr unterstützt sondern Sea Shephard, denn die brauchen das Geld wirklich dringend!!!!!!
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Der-Walfaenger-Krieg-eskaliert-30032845
22.12.2009 um 16:09 Uhr ·
Thomas Buiter
Liebe Sabrina,
es gibt ein paar aus der Sicht von Greenpeace gute Gründe NICHT mit der Esperanza oder einem anderen Schiff ihrer Flotte rauszufahren:
1. Die Tokio zwei – Mit deren Hilfe soll in Japan der Walfang als illegal festgestellt werden, was allerdings bei einem Yakuza-basierten Unternehmen wenig bis gar keine Aussicht auf Erfolg haben wird.
2. Greenpeace lehnt jegliche Zusammenarbeit mit “konkurierenden” NGOs ab um den Überblick zu behalten, da es den Spendentopf nur einmal zu verteilen gibt. Greenpeace lehnt es nach 1981 strikt ab mit Sea Shepherd sofern möglich auch nur in einem Satz genannt zu werden, dennoch sehe ich nie einen Widerruf einer Pressemitteilung wo es um einen Eklat im Südpolarmeer geht und fälschlicherweise Greenpeace “beschuldigt” wurde aktiv gewesen zu sein.
3. Hätte Greenpeace mit ihrer Offshore-Taktiv bei dem aggressiven Verhalten der japansichen Walfänger keine Chance auch nur im Geringsten etwas gegen das Abschlachten der Meeressäuger zu bewirken.
Warum sollte Greenpeace sich also der Lächerlichkeit preisgeben, da ist es doch wirklich sinnvoller mit der Flotte daheim zu bleiben. Ich denke für Greenpeace wird das Grund genug sein.
Liebe Grüsse
Thomas
25.12.2009 um 22:16 Uhr ·
Thomas Buiter
@ Timm, Angela oder wer sich sonst traut.
Greenpeace bleibt noch die Frage schuldig was wirklich die letzten 20 Jahre in Sachen Walfang von ihrer Seite erreicht wurde. In Zahlen sehe ich nur weit über 20.000 getötete Wale die nicht zum Leben zurückgeredet werden können.
Japan, Island und Norwegen sind gegenüber Worten leider sehr ignorant und es macht nicht den Anschein, dass sich dieses ohne ökonomische Einbüssen in absehbarer Zeit ändern wird.
Greenpeace hatte die Chance durch Kooperation den Walfang im Südpolarmeer zu beenden und hat diese Chance meiner Ansicht nach leichtfertig vertan. Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen und daher sollte man seine Kräfte konzentrieren und nicht durch ein zu weites Auffächern verwässern. Es macht keinen Sinn an 5 Fronten ein wenig zu kämpfen, denn das wird den Gegner nur stärken. Man sollte einen Kampf konzentriert an einer Front durchziehn und damit den Gegner zum Rückzug zwingen.
Den japanischen Walfang direkt in Japan zu beenden klingt zwar recht gut, wird aber nur mit einer Kampagne wo es um eine Kiste Walfleisch und zwei Angeklagte geht, dieses Ziel nicht erreichen können.Würden nur 30% der Mittel, die für den Walfang an Spenden eingenommen würden direkt in Offshore-Kampagnen investiert werden, wäre zumindest die japanische Walfangflotte am Ende und das bereits seit Jahren. Sollte Greenpeace (und damit meine ich die Chefetage) ein wirkliches Interesse daran haben den Walfang zu beenden und nicht nur Spenden damit zu sammeln, bräuchte nur die gesamte GP-Flotte zusätzlich mit einem Aufruf an andere und dem Willen zur Kooperation ins Südpolarmeer vorrücken und Japan könnte 1000 Wale pro Jahr weniger erlegen.
Nachdem dann das Ziel Japan nach 2-3 Jahren komplett abgehakt werden könnte, hätte man bei Island leichtes Spiel. Wenn dann am Ende nur Norwegen übrig bleibt, würden auch die es sich mehr als nur zweimal überlegen wieder rauszufahren mit der Aussicht einer Armada von Antiwalfangschiffen gegenüberzustehen.
Liebe Grüsse
Thomas
24.12.2009 um 00:04 Uhr ·
Michse
Immer nur schlecht reden. Durch dich kommt mir inzwischen Sea Shepherd irgendwie abstoßend vor. Kannst du nicht woanders hin gehen und was positives machen?
Kannst du nicht begreifen dass es noch andere Umweltprobleme in der Welt gibt? Größere Probleme! Greenpeace nimmt sich das Recht heraus selber die Prioritäten zu bestimmen und die Wale stehen da nicht an erster Stelle, auch wenn du dich auf den Kopf stellst oder versuchst Greenpeace zu sabotieren.
26.12.2009 um 16:48 Uhr ·
Manuel Abraas
@Michse: Ich bin mir sicher, Thomas ist sich auch der anderen Umweltprobleme in der Welt bewußt, aber jedes Jahr im Winter erleben wir hier das gleiche Trauerspiel.
Viele Worte, wenig dahinter.
Natürlich ist es Greenpeace überlassen, die Prioritäten selber zu setzen, wäre aber schön, wenn nicht immer “Geld machen” an erster Stelle stehen würde.
Weniger Gerede, mehr Aktivitäten, schon wäre vielen geholfen
In diesem Sinne, für die Ozeane
Manuel
26.12.2009 um 18:39 Uhr ·
Michse
Manuel was verstehst du unter “Geld machen”? Greenpeace e.V darf als gemeinnütziger Verein kein Geld machen, außerdem hat sich Greenpeace Richtlinien auferlegt die dies noch weiter einschränken. Der Anteil der für die Verwaltung verbraucht wird ist geringer als bei vielen anderen großen “gemeinnützigen” Organisationen.
Ich kenne selber viele Verantwortliche von Greenpeace und habe auch den Executive Director von Greenpeace International kennen gelernt und hatte meistens den Eindruck Idealisten vor mir zu haben.
Geld ist natürlich wichtig da es die Handlungsfähigkeit beeinflusst und es auch primitive um den Selbsterhalt geht.
27.12.2009 um 20:17 Uhr ·
Thomas Buiter
Lieber Michse
Und das erklärt warum 13.3 mio € der Aufwendungen 2008 (von 41.7mio) in Verwaltung, Werbung und Kommunikation gingen und nichts mit den Kampagnen zu tun hatten?
Wenn fast 1/3 der Jahresaufwendungen nicht in den Kampagnen landen hat das für mich einen recht bitteren Nachgeschmack. Ander gesagt von 100€ Spenden landen nur 60 € da wo sie hingehören. Nenne mir bitte die anderen grossen Organisationen die dort einen noch schlechteren Wirkungsgrad haben.
Liebe Grüsse
Thomas
27.12.2009 um 23:13 Uhr
Michael Mittelstädt
@ Michse,
ich denke, dass mit “Geld machen” gemeint ist, dass man mit bestimmten Themen und zugehörigen Bildern Spenden einwirbt und dann davon nur Bruchteile genau für diese Themen wieder ausgegeben werden.
Dass Greenpeace ein leistungsfähiges Fundraising unterhält und Maßnahmen dazu auch aus Spenden finanziert (woraus auch sonst) ist wohl auch unstrittig. Ich mache diesbezüglich GP prinzipiell keinerlei Vorwurf. NGOs müssen Fundraising betreiben und dazu gibt es funktionierende und nicht funktionierende Methoden. Ohne Moos ist bekanntlich nichts los. Die Sea Shepherds brauchen im übrigen auch Spenden. Über die Prozentsätze der Spendennutzung kann man sich trefflich streiten. Die Idealvorstellung ist natürlich, dass nur ganz wenige Prozent in interne Verwaltung, Werbung und Spendenaquisitionsmaßnahmen fließen und die Masse in möglichst konkrete Aktionen, Projekte und ggf. Öffentlichkeitsarbeit.
Ich finde es persönlich nicht gut, dass man bei Greenpeace in einen großen Topf einzahlen muss und nicht themenbezogen/themengruppenbezogen (entsprechend den Großthemen von Greenpeace: http://www.greenpeace.de/themen/ ) spenden kann. Viele Umweltschutzorganisationen bieten eine solche Möglichkeit. Ich hatte dazu schon mal früher bei Greenpeace Deutschland den Vorschlag gemacht, dass man das ändert, aber nur die Antwort erhalten, dass es nicht geht
@ Thomas
Aus meiner Sicht bringt Dein ständiges Kritisieren an Greenpeace nichts mehr außer dass Du den Ruf eines Dauernörglers hast (ich vermutlich auch). Wir hatten die ganze Diskussion bereits letztes Jahr im alten Blog. Die Grundaussagen waren und sind, dass Greenpeace viele Spenden mit dem Thema Waljagd einwirbt, davon aber nur geringe Anteile für konkrete Maßnahmen gegen die Waljagd ausgibt und dass man mit dem Einsatz der Esperanza zusammen mit den Schiffen der SSCS mehr erreichen könnte. Da stehen die Positionen fest, kann jeder / jede sehen wie er / sie will.
Ich habe mir in den letzten Tagen die Webseiten von Greenpeace International noch einmal angesehen. Ich habe bisher keine Stelle gefunden, an der aktuell mit Schlauchbootaktionsfotos gegen Waljagd unmittelbar Spendenwerbung betrieben wird. Dass der Film jetzt zu einem günstigen Zeitpunkt konmt, wo ist das Problem? Je mehr das Thema japanische Waljagd in den Köpfen und in der Öffentlichkeit ist, desto besser.
Man kann jetzt noch monatelang über den Ansatz mit den Tokyo Two diskutieren und ob das etwas bringt. Hatten wir alles schon. Soll jetzt jeder / jede entscheiden, ober er/sie überzeugt ist oder nicht.
Ich bin der Ansicht, dass die meeresbezogenen Probleme bei Greenpeace richtig angesprochen werden. Ich würde mir lediglich, wie bereits an anderer Stelle gesagt, wünschen, dass mehr über meeresbezogene Aktivitäten / Aktionen von Greenpeace berichtet wird. Waljagd ist für mich dabei auch nur eines von mehreren Themen.Walschutz greift schon weiter und die Meeresschutzgebiete sind für mich ein wichtiges Vorhaben von Greenpeace , das man mit Nachdruck unterstützen sollte. Ich kenne schon Deine Standardantwort: Was helfen Schutzgebiete, wenn sie nicht durchgesetzt werden. Ich denke, dass sich die Sea Shepherds da wie bei den Galapagos einbringen können.
Gruß
M. Mittelstädt
28.12.2009 um 13:30 Uhr
Manuel Abraas
@Michse: Die beiden Artikel über mir haben eigentlich schon für mich geantwortet.
Damit mich keiner falsch versteht, ich bin mir sicher, das es immer Themen gab, gibt und geben wird, bei denen Greenpeace einen wichtigen Beitrag geleistet hat, leistet und leisten wird. Aber diese Passivität rund um das Thema Walfang, mit dem man viel “Geld macht”, das ist unbegreiflich.
Und noch was, ich arbeite auch in einer gemeinnützigen Einrichtung, die dürfen auch kein “Geld machen”, ha, ha, das ich nicht lache!!!
Bis dahin
Manuel
28.12.2009 um 21:02 Uhr ·
Regina
Hallo Angela,schön das du dich hier zu Wort meldest,allerdings glaube ich persönlich nicht an Zufälle,war wohl eher Neugierde,aber egal,es freut mich das du da bist.Ich habe mir den Trailer zu deinem Film angeschaut und muss dir ehrlich sagen,das er einen Walschützer eher traurig macht,da die jetzige Zeit die Jagdzeit ist und die Esperanza nicht auf See ist,deshalb halte ich es für Vorspielung falscher Tatsachen den Film zum jetzigen Zeitpunkt zu veröffentlichen.Wäre Greenpeace aktiv auf See,fände ich es in Ordnung,auch wenn er als Werbefilm dienen würde,nur so ist er für mich “Es war einmal…..” so hilft es keinem einzigen Wal.Mittlerweile glaube ich,das GP von der letzten Expedition eine Portion Angst mitgebracht hat und der Mut fehlt nochmal rauszufahren,oder das die Kälte da draussen irgend etwas innerlich hat einfrieren lassen,auch nicht?Da war ja noch die “Ausrede”,wir arbeiten nicht mit Sea Shepherd zusammen,wir sind gewaltfrei,wobei ich dazu sagen muss,dass ich keine gewaltätige Aktion von Paul Watson in seinen letzten Expeditionen erkennen konnte.Du schreibst; Und dafür ist doch jedes Mittel Recht, oder etwa nicht? Eigentlich sollten da doch alle zusammen halten…Die,die Wale wirklich schützen wollen,halten zusammen und denen ist “jedes” MIttel recht,aber dann gibt es noch die Anderen,die versuchen zu manipulieren,den Geist zu beinflussen und schauen,wie und womit sie am meissten Geld zusammen bekommen..Wenn ich dir einen Rat geben darf,bevor man anfängt,voller Tatendrang sich für etwas einzusetzen und zu begeistern,sollte man alles hinterfragen,das für und wieder abwägen und so ziemlich alles durchspielen an Möglichkeiten, was machbar ist.
Lieben Gruss Regina,
die die laut ist und solange auf die Füsse tritt,bis Menscheit aufwacht,oder auch andere Lebewesen,Alien oder was es sonst noch hier so gibt,alles recht,nur bitteschön,Gottes Schöpfung sollte doch erhalten bleiben und nicht weiter zerstört und mit Füssen getreten werden.
Bitte so nicht,
http://www.greenpeace.de/ueber_uns/25_jahre_greenpeace_deutschland
/kinospot_alien_invasion/artikel/kinospot_alien_invasion/ansicht/video/
Danke!
26.12.2009 um 22:44 Uhr ·
Jonas
Offensichtlich gibt es unterschiedliche Definitionen von Gewalt. Ein anderes Schiff in der Antarktis zu rammen, zählt für die meisten Leute, die ich kenne, auf jeden Fall dazu.
15.1.2010 um 11:42 Uhr ·
Michse
Thomas Buiter:
Von den 13,3 Mio € die du nennst wurde der größte Teil für Kommunikation verwendet wovon der größte Teil dazu diente die Öffentlichkeit zu informieren was ein sehr wichtiger Teil der Arbeit ist.
Ich wette die japanische Regierung wird sich eher durch den Wunsch der eigenen Bevölkerung und durch den Druck den andere Informierte Gesellschaften ausüben umstimmen lassen als durch ein paar “Verbrecher” denen gegenüber man nicht das Gesicht verlieren möchte.
28.12.2009 um 13:03 Uhr ·
Thomas Buiter
@ Michse (den man ja net anders Ansprechen kann)
Ich werde nun nicht wegen der Spendenverschwendung weiter ins Detail gehen, es sei es wird gewünscht.
Deine Wette werde ich gerne halten, da es nur eine Sprache gibt, die ein Yakuza-gestütztes Unternehmen wie das ICR versteht. Ökonomischer Verlust.
Ich denke wir beiden haben keinen Zweifel daran, dass die Gesellschaften in z.B. Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, den USA und vielen anderen Nationen informiert sind was das Problem des Walfangs angeht.
Informiert sind die Bevölkerungen vieler Nationen seit etlichen Jahren wenn nicht sogar seit Jahrzehnten. Was aber fehlt ist auch nur ein Funken an Konsequenz der Regierungen. Solange Japan am Wirtschaftsroulette eine derart starke Figur macht, werden es die Deutsche wie auch andere Regierungen es kaum oder gar nicht wagen werden einen starken Wirtschaftspartner von denen sie sich über Jahrzehnte abhängig gemacht haben zu vergrellen.
Die Japaner an sich sind nach wie vor sehr Regierungstreu und werden auf absehbare Zeit nicht gegen die Regierung beim Punkt Walfang rebellieren. Selbst als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass der Walfang durch Steuergelder am Leben erhalten wird, hat es bis auf einige wenige Randnotizen der Presse kaum bzw. keine Bevölkerungswirksame Anti-Walfang-Propaganda in Japan gegeben.
Daher hab ich ein paar Fragen an Dich, vielleicht magst Du sie mir ja beantworten:
Denkst Du, dass der Walfang ohne Einsatz von Schiffen, die die Walfangquoten vereiteln, wirklich beendet werden kann?
Glaubst Du daran, dass durch die Tokio-Zwei der Walfang in Japan in seinen Grundfesten erschüttert wird?
Findest Du nicht, dass durch eine Zusammenarbeit von Greenpeace und Sea Shepherd der Walfang im Südpolarmeer bereits beendet sein könnte?
Liebe Grüsse
Thomas
31.12.2009 um 01:16 Uhr ·
Michse
Vielleicht wäre man bei einer Zusammenarbeit weiter gekommen, aber es hätte sicherlich noch nicht für ein Umdenken gereicht.
Wenn einige Staaten wirtschaftlich Druck machen würden (Ein Instrument das nicht mal für Menschenrechte genutzt wird), oder wenn man das Japanische Volk umfassen mit Informationen erreichen könnte (Haben sie freie Presse?) könnte man weiter kommen. Aber davon sind wir leider noch weit entfernt.
01.1.2010 um 19:10 Uhr
Jonas
So gering, wie du suggerierst, ist der Effekt der Tokyo-Two sicher nicht. Ihre Behandlung vor Gericht sowie die Aussicht auf 10 Jahre Gefängnis haben bereits dazu geführt, dass Japan vor den Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen zitiert wurde.
15.1.2010 um 11:44 Uhr
Regina
Lieber Michael,manchen sind die Wale so etwas von egal,genauso wie unsere Nutztierhaltung,das glaubst du nicht.Die einen lieben die Berge ,die Anderen das Meer.Das Thema Walfang ist wohl ausgiebig,seit Jahrzehnten Publik gemacht worden und getan hat sich “nichts”,so wie es Thomas schon sagt,da viel viel wirtschaftlich davon abhängt.Was nutzt es,Spenden zu sammeln,Filme zu zeigen,wenn den Walen dann doch nicht geholfen wird.Wäre doch schon schön,wenn GP mal versucht dagegen etwas zu unternehmen und den Leuten klar macht,das Meer nicht so zu zumüllen,aber GP macht “GARNICHTS”,kostet ja Geld, Zeit,Mitarbeiter.Ich denke,das GP mehr das Geld in die Forschung steckt,nämlich in die wissenschaftliche und was dabei rauskommt wird wohl nicht unbedingt immer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.Nobody is perfect,but who is nobody?
Einen friedvollen Übergang ins neue Jahr!
Regina
31.12.2009 um 23:20 Uhr ·
Michael Mittelstädt
Hallo Regina,
ebenfalls einen guten Start in das neue Jahr! Das gilt natürlich auch für die anderen Leser und Leserinnen.
Man kann das von zwei Seiten sehen. Was ist in den letzten Jahrzehnten verhindert worden und was hat sich in den letzten Jahrzehnten beim Walschutz weiter verbessert. Ich glaube, dass die Situation in der IWC ohne die die vielen engagierten Walschützer und Walschutzorganisationen heute (noch) schlechter aussehen würde. Das Moratorium der kommerziellen Waljagd hat trotz der Nichtbeachtung durch einzelne Staaten wie Norwegen und Island und des Missbrauches der wissenschaftlichen Waljagd durch Japan das Aussterben einiger Walarten zumindest hinausgezögert und uns noch eine Chance zum Handeln gegeben. Die Verhinderung der Wiederzulassung der kommerziellen Waljagd in den letzten Jahren kommt nicht von allein, da steckt viel Arbeit dahinter. Greenpeace hat da meiner Meinung nach früher (bis ca. Anfang 2008) durchaus gute Beiträge geleistet und sei es auch nur dadurch, dass GP bei den Politikern als Gesprächspartner anerkannt wird. Es gibt natürlich noch andere Organisationen, die da durch Aktionen oder Lobby- und Hintergrundarbeit sehr viel geleistet haben, aber nur wenige hatten und habe eine solche Medienpräsenz wie Greenpeace und sind daher für Politiker zumindest in Demokratien mit freien Medien ein zu beachtender Faktor. Für mich ist es auch durchaus sinnvoll, wenn große Umweltschutzorganisationen bei den großen Umweltschutzkonferenzen eigene mehr oder minder neutrale Forschungsergebnisse vorlegen. Die kosten natürlich. Filme sind in unserer Mediengesellschaft leider wichtig, letztlich arbeiten auch die Sea Shepherds massiv damit. Manchmal glaube ich, dass viele Leute nur das für wahr und wichtig halten, was im Fernsehen gezeigt wird.
Das Problem der meeresbezogenen Aktivitäten bei GP beginnt für mich nach 2006 mit dem Ende der Kampagne gegen die Tiefseegrundschleppnetzfischerei und noch stärker ab Anfang 2008 mit dem Ende des Esperanza-Einsatzes gegen die Waljagd im Südpolarmeer. Die Esperanza ist auch danach noch unterwegs im Pazifik gewesen und hat etwas gegen illegale Schlepp- und Stellnetzfischerei gemacht, aber das geht irgendwie in unseren Medien und unserer Wahrnehmung unter. Das liegt natürlich auch an uns, weil uns die blutigen Bilder von sterbenden Walen mehr betroffen machen als der industrialisierte Massenkill der Thunfische, Haie oder Tiefseefische bzw. die Piratenfischerei auf diese Arten.
Wir haben jetzt die Diskussion mit Greenpeace Deutschland und die Kritik am Vorgehen gegen die japanische Waljagd seit 2 Jahren. Irgendwie bewegen wir uns nur noch im Kreise. Ich bin für mich zum Ergebnis gekommen, dass dieses Diskutieren nichts mehr bringt. Das Greenpeace-Programm ist für mich wie die Produkte eines großen amerikanischen Softwareherstellers. Man bekommt da viele Dinge im Paket, die man eigentlich nicht will und braucht. Trotzdem kommt man manchmal um den Erwerb des Paketes nicht herum, weil ein Teil durchaus Sinn macht. Manchmal bewirkt bei dem Softwarehersteller ein Protest der Kunden etwas am Angebot. Ich sehe allerdings bei unserer Diskussion keine große Unterstützung der “Kunden” von Greenpeace, d.h. der Greenpeace-Mitglieder und -Förderer. Wir werden vermutlich keine Aussage bekommen, ob es in Folge unserer Diskussionen hier im Blog Austritte und Kündigungen von Spenden gab. Da ohnehin nicht themengebunden gespendet werden kann, ist es ohne eine neutrale Umfrage unter Greenpeace-Mitgliedern und -Förderern ohnehin Kaffeesatzleserei, warum jemand bei Greenpeace Fürdermitglied ist oder einfach nur spendet.
Wenn man sich für den Wal- und Delfinschutz einsetzen will, gibt es einige darauf spezialisierte und auch aktive Organisationen. Ansonsten muss man einfach sehen, was aus den meeresbezogenen Themen bei Greenpeace wird. Für die nicht meeresbezogenen Themen ist Greepeace mit Sicherheit immer eine Organisation, deren Unterstützung man in Betracht ziehen sollte.
Gruß
Michael
01.1.2010 um 16:20 Uhr ·
Manuel Abraas
Hallo,
eine andere uns wohlbekannte Organisation hat heute mal wieder gezeigt, wie Spendengelder effektiv eingesetzt werden!!!
Geht dieser Blog jetzt wieder in den Urlaub?
Für die Ozeane
Manuel Abrass
05.1.2010 um 22:26 Uhr ·
Yumiko
Stimmt! In dem man ein Speedboat für läppische 2 Millionen Dollar (oder warens Euro?) fahrlässig von bekanntermaßen wahnsinnigen Walfängern versenken lässt. Das hat bestimmt ganz viele Wale gerettet.
Vor dieser Aktion hat doch niemand etwas davon mitbekommen!
Naja, wer Gewalt säät…
06.1.2010 um 14:21 Uhr ·
Manuel Abraas
@Yumiko: Wenn du mal geschaut hättest, wann ich meinen Beitrag geschrieben habe, wüsstest du, das zu der Zeit die Meldung über das Rammen des Trimarans hier noch gar nicht publik war ( Wer lesen kann,ist klar im Vorteil).
Und wer hier Gewalt säät, ist doch, denke ich, eindeutig. Gucke dir die veröffentlichten Videos auf You tube oder ähnliches an, dann weisst du Bescheid.
Es sei denn, du bist an der Wahrheit nicht interessiert.
Bis dahin, alles Gute
Manuel
06.1.2010 um 16:53 Uhr
Yumiko
Lieber Manuel,
vielen Dank für die Belehrung, aber das war mir auch so klar.
Ich wollte damit zum Ausdruck gebracht haben, daß bis gestern niemand, der sich nicht sowieso selbst regelmäßig zu dem Thema informiert, wusste, dass Kapitän Watson überhaupt wieder unterwegs ist und ich mich daher an Deiner Formulierung von “effektivem Spendengeldeinsatz” gestört habe.
Damit wir uns nicht missverstehen: Ich möchte auch nicht ansatzweise für das abartige Treiben der Walfangflotte und deren politischen Unterstützer Partei ergreifen. An der Schuld des Zusammenstoßes herrscht kein Zweifel. Konsequenzen wird es wie üblich nicht geben und das macht mich wütend. Ich gönnen ihnen diesen Triumph bestimmt nicht. Diese Leute haben scheinbar genausowenig Respekt vor dem Leben anderer Menschen, wie vor dem der Tiere. Das hat ja auch die Besatzung der Arctic Sunrise schon zu spüren bekommen.
Was ich nun Frage: Warum brauche ich ein 2-Millionen-Boot, um mich in den Weg zu stellen, wenn ich doch genau weiss, wie skrupellos mein Gegner ist? Ich unterstelle dem selbstverliebten, arroganten Mr.”Krawall”Watson einfach, dass er ohne Sinn und Bewusstsein von Kosten seinen Spieltrieb auslässt. Er ist halt gerne eine “coole Sau”. Hauptsache alles in schwarz lackiert. Das mag ich nicht an ihm.
Nun – rechtfertigen muss er sich nur vor seinen Förderern, nicht vor mir.
Aber da er selbst halt auch nicht “zimperlich” ist, und ebenfalls gerne “Schiffe versenken” spielt, darf er jetzt nicht jammern, sondern muss sich das 1:0 durch die Walfänger eingestehen, wenn er ein Sportsmann ist. Daher meine Bemerkung “wer Gewalt säät…”
Liebe Grüße,
Yumiko
06.1.2010 um 21:21 Uhr
Manuel Abraas
Liebe Yumiko!
Ich glaube nicht, das sie sich “in den Weg gestellt haben”. Wenn man sich das Video von Bord der Bob Barker anschaut, sieht man, das die Shonun Maru 2 erst nach Steuerbord dreht und erst dann wieder nach Backbord driftet, als sie schon über den Bug der Ady Gil geschippert ist.
Ich unterstelle hier dem Kapitän des Harpunenbootes, das er mögliche Todesopfer in Kauf genommen hat.
Das angeblich bis gestern keiner etwas von der SSCS – Kampagne mitbekommen hat, liegt wahrscheinlich daran, das Sea Shepherd leider hier nicht so bekannt ist, wie ich es mir wünschen würde. Aber das kann sich ja jetzt ändern.
Noch ein Wort zum “Gewalt sään”: Der erste Schritt ist immer das Abfeuern einer Explosivharpune!
Was die Farbe der Schiffe betrifft, mir gefällts.
Ich habe vor Jahren mal für ein paar Monate auf einem SSCS – Schiff gearbeitet, kann daher deiner Meinung über Captain Watson überhaupt nicht zustimmen.
Wie dem auch sei, letztendlich denke ich, das wir beide das gleiche wollen, dabei sind unsere Wege dahin halt andere.
Ich habe die Hoffnung, das wir dieses gemeinsame Ziel auch möglichst bald erreichen.
Bis dahin, liebe Grüsse, für die Ozeane
Manuel
06.1.2010 um 21:56 Uhr
Yumiko
Lieber Manuel,
wie schon gesagt, auch aus Seefahrer Sicht trifft den Walfänger die Schuld. Das war Absicht, und der Trimaran hatte Vorfahrt.
Aber wenn die “Ady Gil” nicht blockieren wollte, warum hält sie sich dann dort im Bereich auf?
Das ist meine Frage, nicht mein Vorwurf.
Auch finde ich sehr bemerkenswert, dass der Kameramann des Walfängers sein Material veröffentlicht obwohl es sie nicht entlastet.
Und ob mir Kapitän Watson sympathisch ist, schwarze Piratenschiffe schön sind oder nicht, das ist ja im Ende auch egal. Ich kenne diesen Mann nur aus den Medien und wir möchten doch alle das gleiche – da stimme ich Dir zu.
Wenn Sea Shepherd erfolgreich sein sollte, freue ich mich darüber ebenso, auch wenn ich die Methoden nicht immer gut finde. Besser als nichts, währent Greenpeace mit dem Weltklima beschäftigt ist.
Ich wünsche mir vorallem, dass das sinnlose Schlachten aufhört und auch sonst niemand zu Schaden kommt.
Für die Ozeane!
Liebe Grüße,
Yumiko
06.1.2010 um 22:50 Uhr
Regina
Hallo Michael,
ich sehe das etwas anders.Ich denke man muss es in diesem Falle Greenpeace gleichtun und hartnäckug bleiben,solange schreiben und sich beschweren bis etwas passiert,wirkt doch bei GP auch,oder?Zu den Medien muss ich sagen,natürlich muss es die geben,aber wenn man bedenkt,wieviel nützliche Informationen eventuelle Reportagen oder Filme gezeigt werden,steht es in keiner Relation dem gegenüber,wieviel man mit unnützen Ballaststoff gefüttert wird.Wenn so etwas nicht kontinuirlich gezeigt wird,ist es beim nächsten Essen,Einkauf,Urlaub oder,oder schon wieder in Vergessenheit geraten.
Schönen Gruss
Regina
05.1.2010 um 23:00 Uhr ·
musume-san
see and hear,Yumiko
http://www.bild.de/BILD/news/2010/01/06/walfang-schiff/rammt-boot-von-tierschuetzern.html
06.1.2010 um 22:00 Uhr ·
Yumiko
Das habe ich gesehen. Was möchtest du mir mitteilen?
06.1.2010 um 22:54 Uhr ·
Regina
Für mich sieht es so aus,das die Japaner es umbedingt wissen wollen,wie weit sie gehen können.Was ist aus den ganzen Abkommen geworden? http://www.greenpeace.de/themen/meere/wale_ihre_gefaehrdungen/artikel/die_geschichte_der_iwc/#abschnittDerZweiteErfolgDieSchutzgebiete
Wenn die Japaner jetzt damit durchkommen,frage ich mich,was kommt als Nächstes?
Regina
06.1.2010 um 23:22 Uhr ·
Thomas Buiter
Hi Regina,
ich glaube nicht, dass Japan mit diesem offensichtlichen Mordversuch durchkommt. Ich denke die Versicherung der Ady Gil (jepp sie war/ist versichert) wird als erstes versuchen von Japan den Schaden ersetzt zu bekommen.
Leider macht Australiens Regierung ausser ein wenig heisser Luft (irgendwie erinnert mich das an wen) leider nichts im Moment obwohls ihn ihrem Hoheitsgebiet passierte.
Liebe Grüsse
Thomas
07.1.2010 um 09:26 Uhr ·
Michael Mittelstädt
Ich habe es bereits im Migaloo-Blog geschrieben, aber trotzdem auch hier.
Thomas, ich halte das für keinen Mordversuch. Erstens bedeutet Mord “Tötung aus niederen Motiven” und zweitens setzt es die Absicht des Tötens voraus. Ich glaube nach mehrfachen Ansehen der diversen Videos an keine Rammabsicht der Shonan Maru Nr. 2. Ich halte es für ein aggressiv angesetzes Manöver zum Erschrecken, das am Schluss durch eine Kombination eines falschen Steuermanövers der Shonan Maru, der späten Reaktion der Ady Gil und wohl auch Wellengangeinfluss voll daneben gegangen ist. Rein rechtlich ist es meiner persönlichen Meinung nach grob fahrlässige Körperverletzung und Sachbeschädigung, aber ich bin kein Jurist.
Gruß
Michael
09.1.2010 um 16:04 Uhr ·
Lucia Sanders
Es ist in einer solchen Situationen wenig hilfreich in der Diskussion verbal für eine möglichst undurchsichtige Situation vor Ort auf dem Meer zu sorgen – die können wir hier nur aus dem Video entnehmen – um damit die Schuldfrage hinter möglichst dichtem Nebel zu versenken.
Fakt ist, der Kurs eines Schiffes erfolgt auf Ansage des Kapitäns oder des entsprechenden Offiziers. Fakt ist weiter, wie das Video zeigt, das der Kurs eindeutig der Ady Gil zu nahe kam und Vorfahrtsregeln sowie die Regeln zum Manöver des letzten Augenblicks von den Japanern missachtet wurden.
Das bedeutet in der Summe der Kurs beinhaltet zwangsläufig einen Vorsatz! Und damit sind die damit verbundenen Auswirkungen zumindest billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar vorsätzlich eingegangen worden.
Die korrekte Benennung der Tat ( schwere Körperverletzung, Totschlag, Mord o.a. ) bleibt den Gerichten überlassen – das werden auch ihre Kommentare nicht verhindern.
09.1.2010 um 17:04 Uhr ·
Michse
Wenn sich der Kapitän nicht damit raus redet er wäre von einem LASER geblendet worden.
15.1.2010 um 11:21 Uhr
Regina
@Jonas
Sich irgendwo festketten,ist für mich auch Gewalt.Zumal es dazu führt,das je nachdem Hausfriedensbruch begangen wird,das Aktivisten “gewaltätig” oder ist das gewaltfrei meistens weggetragen wurden.Aber da weiß man dann,wo die Spenden geblieben sind,in Anwalts Schoß.
@Michse
Hin oder her,die Japaner haben in diesen Gebiet nichts zu suchen,da helfen auch die blödesten Ausreden nicht.
Was mich in den letzten Tagen gewundert hat ist,das Greenpeace irgendwie mit der IGFM verwachsen ist.Tierschutz nein,Menschenrechte ja?Walschutz jein?Ist doch eigentlich auch Tierschutz,mal dumm in den Raum gestellt?
Schönen Gruß
Regina
15.1.2010 um 23:44 Uhr ·
Tobi
@Regina:
Liebe Regina,
wenn ich dich kurz korrigieren darf: “Sich festketten” ist eindeutig keine Gewalt, (gegebenenfalls Nötigung) das geht zumindest in Deutschland auch eindeutig aus gängiger Rechtssprechung hervor.
Auch Hausfriedensbruch ist keine Gewalt sondern Hausfriedensbruch.
Wenn sich jemand wegtragen lässt, ist das natürlich ebenfalls keine Gewalt (was für eine absurde Vorstellung!), sondern ziviler Ungehorsam.
-
Wenn du glaubst zu wissen, wo die Spenden geblieben sind, irrst du dich. Anwalts- und andere Rechtsfolgekosten dürfen nicht aus Greenpeace-Spendengeldern beglichen werden. Dafür wird unabhängig in einem “Rechtshilfefond” gesammelt und die Spender spenden dann explizit dafür.
16.1.2010 um 13:01 Uhr ·
Regina
Lieber Tobi,
danke für deine Antwort.Ich finde es immer wieder schön,das man seine Fragen beantwortet bekommt.Nur die Art und Weise,wie man sie stellen muß ist äusserst kompliziert.Irgendetwas in den Raum stellen,was aller Wahrscheinlichkeit nicht richtig ist und schon wird es richtig gestellt,aber naja,mich freut´s,das Ergebnis zählt.
Und wieder ist etwas Licht in das Dunkel gekommen.
Frage mich dann nur,warum man nicht explizit für den Walschutz Spenden sammeln kann.
Lieben Gruß
Regina
16.1.2010 um 21:25 Uhr ·
Stephan
Was ich nicht ganz verstehe ist warum gehofft wird, daß das Gericht diese beiden nicht verurteilt, da egal was sie an die Öffentlichkeit gebracht haben sie immerhin ein in Japan gültiges Gesetz gebrochen haben. Ich glaube, daß sie das Richtige getan haben aber die Konsequenzen werden nicht wirklich abwendbar sein.
Ich finde es nicht schlecht was Greenpeace an direkten Aktionen macht, auch wenn ihr Schiff dabei nun zu Bruch ging. Ich denke diese Aktion hat mehr gegen den Walfang gemacht als der Versuch die Tokio-zwei von der Haft zu retten.
Weiter so und jagt die Walfänger weiterhin mit voller Kraft.
16.1.2010 um 22:57 Uhr ·
Regina
Hallo Stephan,
Greenpeace macht seit ca.2 Jahren nichts mehr gegen den WAlfang,ich glaube du verwechselt da etwas.Die Schiffe,die zur Zeit draussen sind,gehören zur Sea Shepherd Conversation.
16.1.2010 um 23:37 Uhr ·
Simon Brücken
Hallo Regina,
nur weil Greenpeace nicht im Südpolarmeer ist, heißt das nicht, dass sie nichts gegen Walfang machen.
Gruß
17.1.2010 um 00:21 Uhr ·
Regina
http://www.deepwave-blog.de/2010/01/07/japans-walfaenger-unterwegs-bleibt-greenpeace-7711055/
17.1.2010 um 02:54 Uhr ·
Stephan
Das verstehe ich jetzt aber nicht so ganz. Ok Greenpeace ist nicht in der Antarktis sondern eine andere Gruppe. Ich habe mir den Bericht auf der Deepwaveseite und den dort verlinkten Greenpeaceartikel mal durchgelesen und verstehe nicht warum dort eine Arbeit schlecht gereded wird, die Greenpeace ja anscheinend auch Jahrelang gemacht hatte. Soviel ich weiss gibt es Greenpeace in Japan schon etliche Jahre und hätte man das dann nicht auch schon viel früher wissen müssen, daß das Rausfahren in die Antarktis in der japanischen Presse negativ bewertet wurde? Kam diese Einsicht erst im direkten Zusammenhang mit der Festnahme/Anklage?
17.1.2010 um 13:59 Uhr ·
Thomas Buiter
Und wieder mal bleibt eine Frage unbeantwortet…..
24.1.2010 um 18:22 Uhr ·
musume-san
Was mir zu denken gibt,wenn jemand sagt er sei gewaltfrei,
wie kann dann ein Schiff Rainbow Warrior genannt werden?
31.1.2010 um 23:08 Uhr ·
Michael Mittelstädt
“Der Name geht auf eine indianische Prophezeiung zurück:
Wenn die Erde verwüstet wurde und die Tiere sterben, wird ein neuer Stamm auf die Welt kommen, der aus Menschen vieler Farben, Klassen und Glaubensrichtungen bestehen wird. Sie werden durch ihre Taten die Erde wieder grün machen und Krieger des Regenbogens (Warriors of the Rainbow) genannt werden. ”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rainbow_Warrior
01.2.2010 um 13:38 Uhr ·
Jazoo
Also ich kann aus eigener Erfahrung behaupten, dass GP schon gut organiesierte Aktionen auf die Beine stellt aber GP ist auch leicht von ihren Vorhaben wieder abzubringen und knickt schnell ein. Ich war selbst ein verantwortlicher bei einer großen Norddeutschen Reederei und war Live bei der Aktion am Sylter Außenriff dabei. Und nach dem sie 100 Steine geworfen hatten war die Aktion schon wieder beendet am Sylter Außenriff fand ich persönlich traurig für den Aufwand den GP im Vorfeld betrieben hat. und heute fischen viele hölländer schon wieder in diesem Gebiet ´sie haben die wenigen Stellen markiert im radar wo die Steine liegen und weiter machen die Fischer wie vorher GP hat zwar viele Idealisten aber es sind halt auch viele Schaumschläger darunter die nur wenig Aktionen bringen die was bewirken ich ich werden kein geld zu GP mehr überweisen mein Geld bekommt SP bei denen passiert wenigstens was
28.12.2012 um 04:24 Uhr ·