Die Ozeane verkommen zur Müllkippe, auch Nordsee und Ostsee sind schwer betroffen. Diese Erkenntnis ist nicht neu – doch jetzt scheint auch die Politik langsam zu begreifen, dass nur entschlossenes Handeln das Problem lösen kann. Spiegel Online berichtet heute über ein internes Strategiepapier der Bundesregierung, wonach die bisherigen Maßnahmen für einen internationalen Schutz der Meere vor dem Verklappen von Abfällen auf ganzer Linie gescheitert sind.
Jetzt muss die Politik endlich die Rahmenbedingungen schaffen, für
- geschlossene Stoffkreisläufe bei Kunststoffen,
- eine kostenlose Entsorgung von Schiffsabfällen in den Häfen,
- drastische Strafen für all jene, die dagegen verstoßen.
Ein großer Teil des Mülls, den der Mensch ins Meer kippt, landet in gigantischen Müllstrudeln inmitten der Ozeane. Von den dramatischen Auswirkungen konnte ich mir auf einer Expedition mit dem Greenpeace-Schiff “Esperanza” im Oktober 2006 selbst ein Bild machen. Unsere Animation zeigt, wie sich diese gigantischen Wirbel aus Müllteilchen bilden.
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Michael Mittelstädt
Sehr geehrter Herr Maack,
Das Problem Plastikmülleintrag in die Umwelt fängt letztlich vor unserer Haustür an, ein Blick an die Flussufer von Rhein und Elbe genügt da, ist also kein Problem ferner Meere im Fokus von nur ein paar Meeresfreaks. Der große Müllstrudel im Pazifik ist nur ein Teil des weltweiten Problems, wenn auch ein besonders auffälliger. Ich gehe davon aus, dass Ihnen die diversen Berichte der UNEP zu dem Problem Plastikmüll und andere durch Menschen erzeugte Meeresverschmutzung gut vertraut sind. Für damit nicht so vertraute Leser hier der Link:
http://www.unep.org/regionalseas/marinelitter/publications/default.asp
Allein der Bericht 2009 reicht schon.
Ich hatte schon früher einmal in dem Blog 1:1 Riesen der Meere im Zusammenhang mit dem International Coastal Clean Up-Day ( http://www.oceanconservancy.org/site/PageServer?pagename=icc_home ) nachgefragt, was Greenpeace Deutschland in Sachen Plastikmüllverschmutzung der Meere zu tun gedenkt, aber leider dort keine Antwort erhalten. Ich hatte damals die Idee/Erwartung geäußert, dass GP Deutschland mit seinen zahlreichen Regionalgruppen sich auch mal des Problems Plastikmüll annimmt und durch eine, besser mehrere Sammelaktionen, dagegen etwas macht. Die GP-Regionalgruppe quasi als Kristallisationskern für lokale Aktionen.
Kann man darauf hoffen, dass Greenpeace hier aktiv wird?
Nicht nur dadurch, Aktivitäten von den Politikern zu fordern, sondern mit konkreten Aktionen an Flussufern, Stränden und Küsten.
Für mich wäre das ein absolut gewaltfreier aktiver Beitrag zum Meeresschutz, der vielen Meerestieren (Wale, Delfine, Meresschildkröten, Seevögel) das Leben retten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Mittelstädt
04.2.2010 um 21:16 Uhr ·
jackyflatter
Ich antworte nicht auf diesen Beitrag.Ich habe nur gestern euren Film “Jagdzeit” bei Arte gesehen. Er war wunderbar! Ich würde sofort Greenpeace-Mitglied werden allerdings bin ich erst 9 Jahre alt. Aber am 25. Februar werde ich 10. Ich finde es schlimm wie die blöden Japaner diese sanften Riesen jagen. Ihr wart auf eurem neuen Schiff der Esperenza echte Helden. Und euer Kapitän hat die echt Abserviert. “Wir sprechen hier nur Englisch wenn sie unbedingt Japanisch sprechen wollen dann gehen sie nach Japan, aber hier nur Englisch!” Das war cool!
05.2.2010 um 18:00 Uhr ·
panda
Wie ist eigentlich die Situation bei den großen und kleineren Kreuzfahrtschiffen?
Bei mehren tausend Passagieren und Crewmitgliedern fallen doch große Mengen an Fäkalien Küchenabfällen und Müll an.
Wie gehen die Schiffe damit um? Wird das bei den nächtlichen Fahrten auf hoher See entsorgt oder nehmen die das mit in den nächsten Hafen?
Während Fäkalien im Hochseebereich wahrscheinlich unschädlich sind dürften sie in kleineren Gewässern wie der Ostsee zu einer hohen belastung führen. Und wie halten es die Flußkreuzfahrer?
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08.2.2010 um 17:40 Uhr ·
Anka
Hallo Panda,
die Kreuzfahrtschiffe haben eigene Müllverbrennungsanlagen an Bord. So einfach ist es nun heutzutage doch nicht. Nicht alles ist grau und schwarz.
Liebe Grüsse
Anka
10.2.2010 um 04:46 Uhr ·
ingo noker
brauche für meine tochter informationen über robben im wltmeer dnke
09.2.2010 um 21:42 Uhr ·
Thomas Buiter
Hi Ingo,
wenn Du etwas konkreter wärst würde ich Dir gerne weiterhelfen. Andere sicher auch.
Gehts um Bestände, Nahrungsverhalten, Feinde oder was anderes ? Das Gebiet Robben kann u.U. riesig sein.
Passend zu Olympia ist es auch Sinnvoll auf das kanadische Robbenmorden hinzuweisen.
Liebe Grüsse
Thomas
10.2.2010 um 00:02 Uhr ·