Monsanto stellt Verfahren ruhig

18. Februar 2010 · von Benjamin Borgerding

“Peng!”

Ein ziemlich lauter Knall dürfte heute durch die Korridore des Landwirtschaftsministeriums gefegt sein. Es war der Moment, als Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Hutschnur geplatzt ist. Der Grund: Jemand hatte der Ministerin soeben folgende Nachricht gesteckt:

Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat das Klageverfahren des Gentechnik-Herstellers Monsanto gegen das Anbauverbot seiner gentechnisch veränderten Maissorte MON810 ruhend gestellt.

„Ruhend gestellt?“ wird die Ministerin gewütet haben, „aber wir hätten doch gewonnen!”

Kurzer Rückblick: Frau Aigner hatte im April 2009 zu Recht einen Anbaustopp für MON810 verhängt, um Mensch und Umwelt vor den unkalkulierbaren Risiken des Gengewächses zu schützen. Per Eilverfahren hat Monsanto daraufhin beim Verwaltungsgericht Braunschweig versucht, das Verbot zu kippen – ohne Erfolg. Beobachter der Klage sind davon ausgegangen, dass das nun anstehende Hauptsacheverfahren das Verbot ein weiteres Mal bestätigt hätte.

Stattdessen ist das Verfahren nun „ruhend gestellt“ und man erfährt:

Im Hauptsacheverfahren haben nun beide Parteien – Monsanto und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) – das Zurückstellen des Verfahrens beantragt.

Im Klartext: Hinter dem Rücken der Ministerin haben Emissäre des Konzerns und der gentechnikfreundlichen BVL kurzerhand beschlossen, die Sache „außergerichtlich zu erörtern“. Das BVL ist auf Bundesebene für die Zulassung der Gen-Saat zuständig und dem Landwirtschaftsministerium unterstellt. Mit dem Zurückstellen des Verfahrens hat die Behörde Ministerin Aigner damit öffentlich und in feinster Brutus-Manier düpiert.

Monsanto ist es gelungen, ein Urteil mit deutlicher Signalwirkung zu verhindern. Der schwarzgelbe Koalitionsvertrag erklärt, dass die Haltung der Bundesregierung bezüglich MON810 vom Ergebnis des Hauptsacheverfahrens abhängig ist. Mit anderen Worten: Wäre die Klage von Monsanto abermals und wie erwartet abgewiesen worden, wäre MON810 erstmal vom Tisch gewesen. Der Deal zwischen Monsanto und BVL konnte dies in letzter Minute abwenden.

Stephanie Toewe von Greenpeace rät der Ministerin zu beherztem Einschreiten:

Ilse Aigner darf sich jetzt nicht durch den Koalitionsvertrag gebunden fühlen, nach dem sie den Gen-Pflanzen-Anbau fördern soll. Im Gegenteil, sie muss nun beweisen, dass sie ein eigenes Profil hat und sich weder von Monsanto noch ihrer Behörde an der Nase herumführen lässt.

Kommentare

  • Ingrid Klär

    Haben die Menschen von Monsanto keine Kinder, Enkelkinder, die vielleicht in Zukunft auch Genfrei leben möchten?????

    18.2.2010 um 20:02 Uhr · Antworten

    • Dennis

      @Ingrid Klär
      Möchte mich nicht zu Monsanto äussern, aber ihre Wortwahl ist völlig FALSCH.
      Da weder meine, noch ihre Kinder, Enkelkinder genfrei leben können!

      >Haben die Menschen von Monsanto keine Kinder, Enkelkinder, die vielleicht in >Zukunft auch Genfrei leben möchten?????

      25.2.2010 um 14:16 Uhr · Antworten

      • trailblazer

        sicher können sie das…angesichts der extremen Überproduktion in der EU.
        Die weltweite Nahrungsproduktion reicht vollkommen aus, um die gesamte Welt zu ernähren…nur ist es wie mit dem Geld/Wohnstand – es ist alles in der westlichen Welt konzentriert und ungleich verteilt.

        Die Aussage “ohne Gentechnik können wir uns nicht ernähren bzw. überleben” ist ein Spiel mit der Angst der Menschen und reine Augenwischerei. Es geht wie immer ums Geld und nicht ums Überleben.

        25.2.2010 um 16:03 Uhr

      • Tobi

        Ich glaube, Dennis wollte zaghaft auf den Unterschied “Gene” und “Gentechnik” hinweisen. “Gen-frei” macht nunmal einfach keinen Sinn.
        Sowie wir nicht ohne Atome leben könne, weil wir uns leider den Naturgesetzen beugen müssen;-)

        25.2.2010 um 16:36 Uhr

  • Johann Carduck

    Es wird Zeit das den Konzernen und ihre politischen Unterstützer klar gemacht wird das Wir in Deutschland keine gentechnisch manipulierten Pflanzen weder im Freiland noch unter Glas haben wollen.
    Deshalb keine Wählerstimmen für Parteien die Gentechnik unterstützen.

    18.2.2010 um 20:27 Uhr · Antworten

  • Boh Ey

    Mein Gott, was für eine schwachsinnige Bauernfängerei…
    Wir manipulieren die Gene von Tieren und Pflanzen seitdem wir Ackerbau und Viehzucht betreiben, kein einziges unserer Nutztiere und Nutzpflanzen kommt genau so in der Natur vor. Obs nun durch Züchtung oder durch direktes Umschreiben der Gene passiert ist doch wohl furzegal! Ich bin jedenfalls froh dass für mein Käsebrot heute kein Kalb mehr zerlegt und kein Kälbermagen mehr zermahlen werden muss und das das Laab gentechnisch erzeugt wird. Und wenn man eines Tages mal eine Kuh hinbekommt, die Milch gibt, ohne dass sie andauernd Kalben muss, hört das Töten in der Milchindustrie noch ein wenig mehr auf…. Gentechnik ist Fortschritt. Diese Ängste sind primitive Urängste und vollkommen unbegründet….

    18.2.2010 um 22:14 Uhr · Antworten

    • Tobi

      @ Boh Ey: Naja, das du den Unterschied zwischen Züchtung und Genmanipulattion nicht verstehst, wundert mich nach deinen fortwährend unqualifizierten Kommentaren zum Thema Atom auch nicht weiter.
      Soso, die Kälber liegen dir also am Herzen… Vegetarier, ja?
      Du gefällst dir in der “Troll”-Rolle, oder?

      19.2.2010 um 00:32 Uhr · Antworten

    • bum krueger

      Sie glauben wohl Gott spielen zu können?

      Das Gegenteil ist der fall. Profitgier steckt dahinter. Da werden zum Beispiel unfruchtbare Pflanzen gegent (neues Wort). Was soll das? Bindung an den Hersteller.
      Ihr könnt mit Erbgut nicht umgehen. Wenn sie meinen durch Studieren Intelligenz zu haben, irren sie. Sie haben keine. Intelligenz ist, keinem Individuum, auch nicht der Flora auf der Erde zu schaden. Das können sie nicht erfüllen. Also sind sie dumm. Sie haben nicht gelernt zu denken, sie haben in der Schule nachgeplappert, was andere vorgegeben haben. Ein auswendiglerner. Denken sie die Genmanipulation zu ende und sie werden die Finger davon lassen. Vielleicht schaffen sie das ja! Sie sind auch einer der meint: Die Aufgabe des Menschen ist es, sich im Weltraum fortzupflanzen. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie sollten die Erde lieben, denn was man liebt zerstört man nicht. Darüber sollten sie nachdenken……………….
      Webmaster. weltwache.de

      27.2.2010 um 08:05 Uhr · Antworten

  • Boh Ey

    Wo bitte ist denn der Unterschied zwischen Züchtung und Genmanipulation??? Letzteres geht schneller, ansonsten sehe ich da wenig Differenzen

    19.2.2010 um 00:55 Uhr · Antworten

    • Simon Brücken

      Es kann doch nicht sein, dass wir dir hier jeden Pups erklären müssen? Lies mal ‘n Buch bevor du hier rumkrakeelst.
      In meiner unendlichen Engelsgeduld: Versuch zuhaus mal beim Züchten Schnittlauch und Kartoffel zu kreuzen. Falls es dir gelingt (Pellkartoffeln mit Schnittlauchverfeinertem Quark sind keine Kreuzung), hättest du sogar annähernd recht mit deiner Vermutung, Züchtung und Genmanipulation seien das gleiche. Zudem gibt es noch große Unterschiede, ob ich gentechnisch veränderte Organismen freisetze, oder im Labor rumhantiere.
      Ach, und frag mal kurz bei Percy Schmeiser nach, oder bei Vandana Shiva, was die zu unberechtigten Urängsten hinsichtlich der Gentechnik sagen…
      Herrje…

      19.2.2010 um 09:57 Uhr · Antworten

      • Heinz Haber

        Herr Brücken, sie glänzen wie immer durch grosse Unwissenheit.
        Dies ist hier nicht mein Thema, ich bin hier nur durch Zufall draufgestossen. Aber sie glauben gar nicht wie viele “gentechnische” Experimente die Natur ganz alleine macht. Auch das Vermischen von Genen zwischen ganz verschiedenen Arten ist z.B. dank Viren ein natürlicher Vorang der ohne Grenzen stattfindent und durchaus keine Seltenheit. Es läuft lediglich auf anderen Zeitskalen ab als die Gentechnik, aber die Ergebnisse sind in jeder Hinsicht vergleichbar. Die Übertragung von Schnittlauchgenom in das einer Kartoffel ist auch auf natürlichem Wege denkbar…

        19.2.2010 um 16:38 Uhr

      • jannis

        Der Mensch erzwingt die Verbreitung von gentechnisch manipulierten Pflanzen/Tieren, die er selbst zusammengebastelt hat und wovon er (trotz seines SEHR kleinen Wissens ueber das Thema) denkt, es waere gut. In der Natur passiert das per Zufall, und nur wenn es sinnvoll ist, setzt es sich durch, sonst “stirbt” die Genmanipulation.
        Wenn der Mensch jedoch ein wenig dazulernt und merkt das die Manipulation doch nicht so gut war, kann er es nicht mehr Rueckgaengig machen.

        P.S. Warum meckerst du eigl die ganze Zeit an allem rum, Heinz Haber? Ist es einfach nur das Problem, dass die FDP nicht weiss wie man ein Forum/Blog erstellt, wo du dich mit Gleichgesinnten unterhalten kannst?

        19.2.2010 um 21:02 Uhr

      • Boh Ey

        Wieso sollte eine “sinnlose” Genmanipulation nicht auch wieder aussterben??? Die Genmanipulation hebt doch nicht die Gesetze der Evolution auf!

        20.2.2010 um 08:24 Uhr

      • Simon Brücken

        Ach Haber, ich hab sie gar nicht vermisst. Wer hier durch Unwissenheit glänzt sei ja mal dahingestellt. Es ist wie immer sehr interessant, dass sie natürlich zu allem und jedem alles wissen. Und vor allem haben sie immer so schnuckelige Vergleiche, die die Folgen unbeherrschbarer Techniken so putzig verniedlichen, aber an allen Ecken und Enden hinken. Trallala, die Natur überschreitet Artgrenzen (in recht seltenen Fällen über Jahrtausende), also machen wir das auch mal im großen Stil und verbreiten den Murks überall, koste es was es wolle. Hauptsache denen bei Monsanto geht es gut. Artensterben, Nahrungsmitteloligopole, Monokulturen, vermehrter Pestizideinsatz, abhängige Bauern, Auskreuzung… alles nur so alberne von Ökos herbeigeredete irrationale Ängste wie Super-GAUs, Läukamie, Endlagerproblematik, etc. Sie sind so knuffig Technik- und Großkonzerngläubig, es ist eine wahre Freude.
        Ach, wenn doch alles von dem, was Sie so schreiben die Wahrheit ist, warum noch mal schreiben Sie nicht unter Ihrem richtigen Namen?

        20.2.2010 um 20:29 Uhr

      • Boh Ey

        Du schreibst unter Deinem echten Namen? Du bist aber sehr von Dir überzeugt :-)

        22.2.2010 um 20:58 Uhr

  • Invalid

    Warum entscheiden sich Verantwortliche für das Leid unzähliger Tiere und Menschen durch Manipulation, Sollen Tiere und Menschen vernichtet werden? Die Risiken sind bekannt und werden bewusst eingegangen, dieser Wahnsinn darf nicht forgeführt werden!

    20.2.2010 um 02:47 Uhr · Antworten

  • Invalid

    Laut einer UNO Studie verursachen und bewirken Großkonzerne billionenschwere Umweltkosten, werden die zukünftigen Studien zu einem Ergebnis kommen dass Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Massenmord an Tieren und Menschen begangen haben und begehen, schön brav bei den Wahlen von BürgerInnen gewählt, um kurzfristige Interessen zu befriedigen? Haben die Tiere während der Menschheitsgeschichte jemals einen solchen Wahnsinn betrieben wie wir Menschen?

    20.2.2010 um 03:21 Uhr · Antworten

    • Boh Ey

      jA; SICHER
      Jedes Tier frisst soviel es kann, tötet so gut es geht und breitet sich rücksichtslos aus…Auch jede Pflanze breitet sich aus so gut sie kann…
      Jedes Lebewesen mach das, das einzige Lebewesen, was darüber etwas nachdenkt ist der Mensch..
      Nimm den ach so schützenswerten Wal, ein riesiger umherschwimmender Massenmörder, der quasi industriel mit einer art riesigen Reuse unendlich viel Krill verschlingt und tötet….

      20.2.2010 um 08:22 Uhr · Antworten

  • Silvermondfee

    ahhh ja,
    ich nehme mal an du willst damit andeuten, dass Tiere, die es nicht besser wissen und instinktiv handeln genauso böse und schlimm sind wie wir Menschen, obwohl wir über die Konsequenzen unseres Handelns informiert sind. Der klassische Vergleich zwischen Mord und Totschlag.

    20.2.2010 um 10:33 Uhr · Antworten

  • Invalid

    Wir Menschen haben doch viele Alternativen!

    20.2.2010 um 16:10 Uhr · Antworten

  • Harald

    irgendwie überrascht mich das gar nicht. das ist eben Deutschland, das Land der Lügner und Gauner. wenigstens in der Ebene der Justiz und Regierung.

    20.2.2010 um 20:14 Uhr · Antworten

  • Alban_der_Weise

    @Boh Ey
    Dir möchte ich empfehlen, das Du Dir ein sinnvolles Hobby wie z.B. die Imkerei zulegst.
    Warum?
    Das würde dazu führen, dass Du Dich intensiv mit der Natur und ihren gegenseitigen Abhängigkeiten, aber auch mit ihren subtilen Veränderungen von Jahr zu Jahr auseinandersetzen würdest bzw. müsstest.
    Nach 3-4 Jahren der Bienenhaltung – so bin ich überzeugt – würdest Du Deine Meinung und Dein Verständnis von der Natur grundlegend geändert haben.

    21.2.2010 um 18:33 Uhr · Antworten

  • Jörg Eberhardt

    Würde der Gesetzgeber die Konzerne für angerichtete Schädenen Haftbar machen
    gebe es viele Diskusionen nicht.Denn die Konzerne kennen die Risiken sehr gut!

    23.2.2010 um 12:53 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    “alles nur so alberne von Ökos herbeigeredete irrationale Ängste wie Super-GAUs, Läukamie, Endlagerproblematik, etc. Sie sind so knuffig Technik- und Großkonzerngläubig, es ist eine wahre Freude.”

    Völlig richtig.

    Unsere allwissenden Boh Ey und Heinz Haber scheinen leider zu vergessen, dass es auch hier nur wieder darum geht einem Konzern, der bereits 90% aller Saatmittel weltweit vertreibt, weitere Monopole zu sichern und die Bauern abhängig zu machen durch Saatgut, das immer wieder neu erworben werden muss. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass beispielsweise keinerlei Ersparnisse bei der Schädlingsbekämpfung erzielt werden, wie es immer wieder gepriesen wird.

    In der Natur befindet sich alles in einer natürlichen Balance, nur der Mensch meint es würde nichts passieren, wenn man einem Organismus Artfremde Gene einsetzt. Ein so komplexes System wie das Ökosystem wird der Mensch nie vollständig kennen, geschweige denn beherrschen können.
    Diese Wissenschafts- und Konzerngläubigkeit kann einen nur in Erstaunen versetzen.

    Es ist wie mit der Atomenergie: Gibt es mal ernsthafte Probleme ist es bereits zu spät und alle zahlen, nur nicht die Verursacher. Das ist absurd.

    23.2.2010 um 13:43 Uhr · Antworten

    • Heinz Haber

      Wie schon gesagt, das ist nicht so mein Thema, aber Sie vergessen, dass es in Deutschland bis zur Erfindung des Kunstdüngers noch regelmässig Hungersnöte gab. Das mit dem Gleichgewicht können Sie einfach vergessen – dafür müssen Sie unsere Republik entvölkern, damit das funktionert, wir sind kein Flächenstaat. Wir sind auf Industrieprodukte angewiesen. Kontrolle über den Ackerbau hatten die Konzerne übrigens schon vor der Gentechnik durch die Entdeckung der “Hybridpflanzen”, die sowohl besonders Leistungsfähig sind, wie auch den kleinen Vorteil haben, dass die sich ohne Neukauf nicht vermehren lassen….

      23.2.2010 um 15:58 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    “Das mit dem Gleichgewicht können Sie einfach vergessen – dafür müssen Sie unsere Republik entvölkern, damit das funktionert, wir sind kein Flächenstaat.”

    …bislang hat es ja auch ohne Gentechnik funktioniert, dann wird das auch weiter funktionieren, zumal wir eine riesige Überproduktion haben.

    Beim Thema Monsanto kenne ich mich nun gerade etwas aus.
    ““Hybridpflanzen”, die sowohl besonders Leistungsfähig sind, wie auch den kleinen Vorteil haben, dass die sich ohne Neukauf nicht vermehren lassen”
    Das ist nämlich genau das Problem. Zum einen lässt es sich nur einmal aussähen, zum anderen zwingt Monsanto die Bauern in irrwitzige Lizenzverträge, die besagen, dass jeder, der Monsanto Arten aussäht, Lizenzgebühren zahlen muss. Da sich die Pflanzen aber über den Wind mit regulären Sorten kreuzen wird jeder Bauer verklagt, auf dessen Feldern sich die “Monsanto-Gene” wiederfinden. Dafür hat Monsanto extra Privatdetektive, die sich in den USA bereits zu einer regelrechten Agrar-Gestapo entwickelt hat und das Klima zwischen den Farmern ist dort mittlerweile so giftig, dass sich die Leute gegenseitig anzeigen. Es ist ein einziger Wahnsinn, der in Sachen Effizienz und Erträge rein garnichts bringt. Denn zusammen mit den Maissorten gibts dann gleich das passende Insektenschutzmittel von Monsanto dazu und das ist das eigentliche Produkt um das es geht.

    Es geht schlicht darum die Bauern zu knebeln, sie abhängig zu machen und die eigenen Profite hochzuschrauben.

    Und zum Thema unabschätzbare Folgen:
    Eine Baumwollesorte von Monsanto wurde in Indien Millionen Bauern aufgeschwatzt, die sich jetzt reihenweise selbst umbringen, weil sie aufgrund der horrenden Lizenzpreise pleite gehen und keinerlei Ertragszuwächse haben – die Sorte ist völlig unvorhergesehen gegen einen bestimmten Schädling völlig ungeschützt, der sich jetzt genüsslich durch sämtliche Plantagen frisst…so kanns kommen.

    23.2.2010 um 16:35 Uhr · Antworten

    • Heinz Haber

      Das klingt in der Tat etwas unangenehm….

      23.2.2010 um 20:55 Uhr · Antworten

  • Tautropfen

    Ich hoff doch sehr Herr Haber dass Sie brav jeden Tag die von Ihnen
    hochgepriesenen GVO’s auf dem Teller haben; gedüngt und gespritz!
    Für die Weltbevölkerung ist es absolut nicht nötig. Dank der vielen
    “Errungenschaften” der Lebensmittelzuatzstoffe erübrigt sich doch die
    Debatte der hungerleidenden Überbevölkerung.
    Hier geht es ausschliesslich um Profit, nicht um das Wohl von Natur und
    Leben!
    Hungersnöte ohne Kunstdünger; geniale Werbung um das Zeug an den
    Mann zu bringen und nebenbei tonnenweise die Überproduktion irgendwo
    zu entsorgen.
    Und wenn jemand denkt dass Monsanto und Konsorten Gutes im Schilde
    führen ….. der glaubt vielleicht auch an den Klapperstorch.
    Kurzfristiges Denken ohne Weitblick und Einschätzung der Folgen;
    warum wohl haben sich die Multis eine eigene Samenbank zugelegt???

    25.2.2010 um 21:37 Uhr · Antworten

  • ingrid riederer

    Diese Geldhaie und kriminellen Lobbyisten bringen es noch mit ihrer Bestechlichkeit und ihrer Gier so weit ,dass man hier nichts mehr essen kann-ohne krank zu werden!!!!Dieses Verwaltungsgericht arbeitet mit den Verbrechern zusammen und handelt total verantwortungslos!!!!!Was sitzen da nur für schreckliche Menschenverachter herum !!!

    26.2.2010 um 15:36 Uhr · Antworten

  • Bassa Selim

    ‘Oh wie werde ich triumphieren wenn sie (Monsanto) euch zum Richtplatz führen und die Hälse schnüren zu, schnüren zu (den Käufern von M-Saatgut oder anderen Hypbrid-Erzeugnissen) so würde heute vielleich Mozart seine ‘Entführung aus dem Serail’ texten. – Man oh man hier geht es doch nicht um das Wohl der Menschheit – siehe Indische Bauern – sondern ums Geschäft. Das manipulierte Saatgut ist patentfähig!!!! Wenngleich m.W. das Europäische Patentamt München nach scharfen Interventionen davon ‘zunächst Abstand genommen hat. Wenn man es einm gekauft hat, gibt es kein ‘eigenes’ Saatgut mehr, sondern nur den Nachkauf bzw. Lizenzabgabe bei M.!!!!!! Vielleicht hat man das verschwiegen oder sie haben es einfach nicht verstanden oder waren gierig, was uns auch bei anderen Neuprodukten teilweise hereinlegt. … Als KInd habe ich beim Onkel noch in der Scheune Korn gesehen, das er von der Ernte für die nächste Aussast aufgehoben hat wie vor Jahrtausenden… Aber diese eingebaute Pflicht zum Nachkauf hat den Indischen und vielen anderen Bauern weltweit das Weiterleben unmöglich gemacht, weil sie schon zum Erstkauf Kredit aufnehmen mußten. Die Werbung und vielleicht ein Landwirtschaftberater hat es ihnen reingetrieben…. ‘Sprieskorn’, das keimfähig ist kauft man heute im Bioladen, man testet die Keimfähigkeit in einer feuchten Schale.
    Industriekorn (Hybrid) beim Fachhandel. Kommt etwas beim Anbau dazwischen ist man bankrott, da steckt das Wort Bank drin. Man kann nur mit den Füssen abstimmen, wo immer das geht.

    27.2.2010 um 19:45 Uhr · Antworten

Kommentar schreiben

Pflichtfeld

Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht

optional

Trackbacks

Permalink

Dieser Blogbeitrag ist unter folgender Adresse dauerhaft erreichbar:
http://blog.greenpeace.de/blog/2010/02/18/monsanto-stellt-verfahren-ruhig/trackback/