Bei der BASF sind nach der Zulassung der Stärkekartoffel Amflora alle Sicherungen durchgeknallt. Nur zwei Tage, nachdem EU-Kommissar John Dalli das Go zum europaweiten Anbau der Knolle gegeben hat, hat der deutsche Chemieriese völlig die Beißhemmung verloren und angekündigt, in diesem Jahr die Zulassung zwei weiterer Gen-Kartoffeln zu beantragen.
Eine davon wird nicht erst über Umwege – sozusagen als Kollateralschaden – Lebensmittel kontaminieren, sondern soll direkt zu Fritten und Chips verarbeitet werden. Das wäre für den Verbraucher dann kein Pech, sondern „Fortuna“- das zumindest der Name der Esskartoffel, deren Gene so verändert worden sind, dass sie gegen eine Pilzerkrankung resistent ist.
Bei der zweiten Kartoffel handelt es sich dem Vernehmen nach um eine weitere Stärkekartoffel zur industriellen Nutzung. Nur zwei Tage nach der Zulassung der Amflora, die bereits eine Abfuhr der zwei führenden deutschen Stärkehersteller Emsland Stärke und Südstärke kassiert hat, redet der Konzern also bereits davon, mit der Nachfolgerin in die Startlöcher gehen.
Von diesem Plan lassen sich die BASF-Strategen vermutlich auch dadurch nicht abbringen, dass mit Italien, Ungarn, Österreich, Luxemburg und Griechenland bereits mehrere EU-Staaten erklärt haben, den Amflora-Anbau landesweit verbieten zu wollen. Auch das allenthalben empörte Medienecho ist in den Fluren der BASF offenbar ungehört verhallt.
Ich bin ja kein Marketing-Experte, aber entweder testet man bei der BASF gerade aus, wie dick die masochistische Ader ist oder man ist von akutem Größenwahn befallen und hat völlig den Bezug zur Realität verloren. Ich frage mich, ob ich das schon komisch fände, wenn ich nicht so beunruhigt wäre.
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Susan Olamai
Schrecklich.
Und ich bin sicher, es wird schlimme Auswirkungen geben… früher oder später. Die Folgen und “Langzeitwirkungen” durch solchen Pfusch und derart massives Eingreifen in die Natur werden übel sein. Aber dann ist es zu spät…
Beängstigend!
05.3.2010 um 09:36 Uhr ·
Hannes
Wirklich unglaublich was sich manche Unternehmen erlauben und rausnehmen (dürfen), wirklich traurig. Das bei BASF keiner an die Spätfolgen denkt sondern nur an Profimaximierung ist wirklich ein Armutszeugnis…aber leider wohl Gang und Gebe in der heutgigen Zeit!
05.3.2010 um 12:32 Uhr ·
Axel
Tja.. immer diese Mulinationalen Konzerne.. die entseelen die ganze Welt…
Da kann man nur noch das Beste tuen was man kann:
1. Nichts von Firmen kaufen die Gentechnik (und die allgemeine Ausbeutung der Welt) befürworten (BASF, Monsanto, Bayer, Weihenstephan u.a.(Mac Doof, Burger King, Coca Cola, Bankenkartelle u.v.a.m. ) )
2. An Protestaktionen beteidigen.
Denn der zu dem Unrecht schweigt; akzeptiert und billigt es!
05.3.2010 um 15:05 Uhr ·
Telematik2
Und was genau war jetzt nochmal so schlimm an der Genkartoffel?
Ist Gentechnik an sich schlimm?
Sollen Zuckerkranke jetzt wieder Insulin aus geschlachteten Schweinen spritzen und ggf. jämmerlich verrecken, weil das gentechnisch erzeugte Humaninsulin so verwerflich ist?
Gentechnik ist Fortschritt und Fortschritt ist unaufhaltsam, sorry!
05.3.2010 um 15:10 Uhr ·
Axel
Insulin währe bei einer naturgemäßen Ernährung der Diabetiker auch garnicht nötig!
Jede Krankheit ist (zumindest theoretisch zu fast jedem Zeitpunkt) heilbar, wenn die geistigen, die seelischen und auch die körperlichen ursachen beseitigt sind.
09.3.2010 um 18:28 Uhr ·
Telematik2
Sorry, das ist Schwachsinn, wenn man einen Typ1 Diabetes hat, kann man ohne Insulin einfach jämmerlich im hzperglzkämischen Koma krepieren…..
09.3.2010 um 20:48 Uhr
Simon Brücken
Naja, das könnte man ja auch mal differenzierter betrachten und nicht alles über einen Kamm scheren: Greenpeace wendet sich gegen die sog. “grüne Gentechnik”, Insulinproduktion ist Bestandteil der “roten Gentechnik”. An der Grünen Gentechnik ist schlimm, dass sie die Artenvielfalt gefährdet, die globale Nahrungsmittelproduktion gefährdet und monopolisiert, Bauern in Abhängigkeiten treibt, für vermehrten Chemieeinsatz und Monokulturen sorgt, unerforschte Auswirkungen (Antibiotikaresistenzen, Allergien, Organschäden) im Verzehr mit sich bringen kann und bei allen Risiken nicht Rückholbar ist und sich gegen den Verbraucherwillen stellt (und die Wahlfreiheit ist nicht hergestellt (und aufgrund von Auskreuzungsgefahren etc. kaum möglich) etc.
Also steck deinen Unsinnigen Insulin-Joker mal wieder weg, der ist aus ‘nem anderen Spiel…
“Gentechnik ist Fortschritt und Fortschritt ist unaufhaltsam, sorry!” *lach* Ach so, erklär mir noch mehr von der Welt. Grüne Gentechnik ist Blödsinn, und Blödsinn ist aufzuhalten, sorry!
05.3.2010 um 15:38 Uhr ·
Telematik2
Blödsinn ist auch niemals aufzuhalten
Wenn die Kartoffel Pilzresistent ist, hilft sie doch Schädlingsbekämpfungsmittel zu sparen.
Ausserdem erhöht sich doch die Vielfalt wenn man genetisch veränderte Lebensformen aussetzt.
Noch monopolisierter, als die Landwirtschaft schon ist, wird sie durch mehr Alternativen doch eher nicht, oder?
Muss man halt testen, ob es potentielle Schäden gibt, aber Organschäden durch Genkartoffeln????
05.3.2010 um 15:53 Uhr ·
Tobi
Dass das mit den Pestiziden nicht funktioniert hat sich ja in der Vergangenheit an diversen Getreidesorten gezeigt. Ein paar Jahre lang gehts gut und dann kippt die ganze Sache und gerät aus den Fugen.
Und was soll der Vorteil an dieser Art von Vielfalt sein??
Und Monopole werden ja wohl – wenn überhaupt -eher verstärkt durch solche Aktionen, wenn ich auch nicht recht begreife, was der Einwand mit dem Thema zu tun hat.
Das entscheidende Argument gegen die grüne Gentechnik ist und bleibt, daß es ein Vabanque-Spiel ist, bei dem keiner so genau weiß, was er da tut und das keinen erkennbaren Vorteil bietet.
In einem hast du allerdings leider (fast) Recht: Blödsinn ist scheinbar nicht aufzuhalten. Aber deswegen muss man diesen Blödsinn ja nicht feiern.
Ich habe mal wieder den Eindruck, du bist einfach mal nur wieder dafür, weil Greenpeace dagegen ist. Ist ja auch OK, solange man es begründen kann…
05.3.2010 um 16:33 Uhr ·
Telematik2
Ich weiss gar nicht, ob ich dafür bin, ich finde nur die Argumente dagegen bisher noch nicht so überzeugend…
Gentechnik ist echt teil der Welt geworden und wird überall eingesetzt – sei es bei Tierversuchen, bei Synthese von komplizierten Molekülen, sogar bei der Käseerzeugung, das “Laab” kommt längst nicht mehr aus Kälbermägen, warum nicht auch in der Landwirtschaft?
05.3.2010 um 16:39 Uhr
Tobi
Deiner Logik folgend könnte ich auch sagen “Krieg ist echt Teil der Welt geworden und wird überall eingesetzt”.
Und bevor wir hier nach Gegenargumenten suchen, soll mir erst mal einer ein Argument DAFÜR liefern.
Wobei das entscheidende Gegenargument im letzen Posting von mir genannt wurde. Alle Heilsversprechen der grünen Gentechnik, seien es Wunderernten, Hungersnotbekämpfung oder Pestizidfreiheit haben sich früher oder später in Luft aufgelöst. Ich habe nichts dagegen, wenn geforscht wird. Solange es im Labor bleibt, können die meinetwegen machen, was sie wollen. Es kann mir nur keiner erzählen, daß man das Zeug dafür auf uns alle loslassen muss. Gentechnisch manipuliertes Gewächs ist oft nicht aufzuhalten und verdrängt die natürliche Artenvielfalt. Irgendwann können wir dann nicht mehr wählen. Dann gibts nämlich kein “Bio” mehr.
Abgesehen davon ist zur Herstellung von mikrobiellem und pflanzlichem Lab keine Gentechnik notwendig und im übrigen stört mich die Verwendung von Kälbermägen auch nicht. Bist du Veganer?
05.3.2010 um 17:05 Uhr
Thomas Buiter
@Telematik2
Ich muss Dich in einem Punkt korrigieren. Nach wie vor wird der grösste Teil an Schnittkäsesorten mit Laab aus Kälbermägen hergestellt.
05.3.2010 um 17:50 Uhr
Telematik2
wie gemein, die armen Kälbchen, also Lab aus e-coli würde mir persönlich den unbeschwerteren Käsegenuss bereiten… Wie seht ihr das? Lieber kleine Kälber töten, oder etwas Gentechnik???
05.3.2010 um 19:02 Uhr
Tobi
Ja, die Welt ist hart und ungerecht.
Nochmal: Du bist also Veganer oder wenigstens Vegetarier?
Kein Fleisch? Kein Fisch? Keine Schuhe aus Leder?
Nicht, daß ich Dir das nicht glauben würde – für einen Veganer vertrittst du nur ungewöhnliche Positionen in diesem Blog;-)
Anderenfalls spar die bitte diese scheinheiligen Provokationsversuche.
Nochmal: Es gibt keinen Interessenskonflikt zwischen Gentechnik und “arme Tierchen totmachen”.
Lab ist mikrobiell oder pflanzlich vollkommen ohne Gentechnik herstellbar.
Also – wo ist das Problem?
05.3.2010 um 20:20 Uhr
Thomas Buiter
@Telematik2
Es gibt auch nicht gentechnisch-produziertes mikrobiotisches Lab.In Bio-Käse ist Genlab z.B. komplett verboten und sind oft auf der Basis von Blut hergestellt, also nicht Vegetarier geeignet.
Die Hersteller geben an, dass z.B. für echten Gouda, Parmesan ect. nur Lab aus Kälbermägen geeignet wäre. Aber es gibt Alternativen mit mikrobiotischem (gentechnikfreiem) Lab. Wer noch Milchprodukte braucht sollte beim Kauf evtl. mal nachfragen.
05.3.2010 um 20:29 Uhr
Telematik2
Ich bin kein Veganer, aber ein 2 Wochen altes Kalb töten finde ich schlimmer als eine grosse Kuh zu schlachten. Vor allem, wenn es eine Alternative gibt, die denselben Zweck erfüllt.
Ich verstehe auch nicht wieso man Gentechnik mit Krieg vergleichen soll. Ich kenne nur Fälle in denen die Gentechnik hilft, den “Schadensfall” habe ich noch nicht gesehen.
Ich glaube, ihr findet Gentechnik einfach unmoralisch – das kann ich verstehen, oder zumindest nachvollziehen – für euch ist Gentechnik so etwas wie “Frauenwahlrecht” oder “Sex vor der Ehe” – Ihr vermutet entsetzliche Verwerfungen, wenn man es zulässt, ohne das Konkretisieren zu können… Nunjah, die andern beiden Punkte hat die Gesellschaft überlebt…
Wenn der Konzern Monsato gemeine Praktiken hat, muss man gegen die Praktiken vorgehen, eher nicht gegen Grüne Gentechnik, die soll doch nur den Ertrag eine Pflanze verbessern, wieso man dagegen seien soll, auch wenn die Modifikation als “unbedenklich” eingestuft wird, hat mir hier ausser einer diffunsen “Moralvorstellung” immer noch keiner erklären können.
06.3.2010 um 08:05 Uhr
Tobi
Du sprichst also von diffusen Moralvorstellungen und findest das Schlachten von Kälbern schlimmer als das Schlachten von ausgewachsenen Kühen?
Das mußt du mir erklären…
(das mit dem Krieg war übrigens eine Analogie auf deine Logik, nicht auf Gentechnik) Auf den Quatsch zum Frauenwahlrecht usw. gehe ich jetzt mal nicht ein. Wiegesagt, die Schadensfälle wurden hier schon genannt, man muß sie auch “sehen wollen”.
Das hat mit Moral nur am Rande zu tun, eher mit Vernunft.
Zum Abschluss nochmal: Du kannst Gentechnik nicht gegen “Kälberschlachten” ausspielen, weil es mikrobielle Alternativen gibt.
Kauf Bio-Käse aus mikrobiotischer Herstellung, dann hast du weder tote Kälber, noch Gentechnik.
06.3.2010 um 11:53 Uhr
Telematik2
Ja, Tobi, was passiert denn nur wenn sich Genkartoffel und normale Kartoffel mischen schreckliches????
Ich denke da passiert gar nichts… Man darf ja auch rote Kartoffeln, Süsskartoffeln, etc. pflanzen wo man will -in Grenzen- und muss fürchten, dass sich mal was mischt….
Mir fehlt irgendie “das fürchterliche”…
06.3.2010 um 13:37 Uhr
Telematik2
@Tobi, & Kälber
Naja “Kinder” oder gar “Babys” töten finde ich irgendwie schlimmer…
Viellicht kann man Kühe auch mal so modifizieren, dass sie ohne zu kalben auch Milch geben, das wär doch dann noch “netter”, muss man wahrscheinlich auch nur ein- zwei Genorte etwas modifizieren, und raus kommt ‘ne Kuh, die immer Milch gibt – ist doch super, und nicht schrecklich, oder?
06.3.2010 um 13:40 Uhr
Tobi
@ Telematik: Deine Moralvorstellungen hast du ja jetzt hier zur Genüge kundgetan, da sind wir einfach unterschiedlicher Auffassung.
Hat aber nichts mit Gentechnik zu tun.
Zurück zum Thema: Das bedenkliche (“fürchterlich” hast du gesagt) an der Freisetzung von GVOs ist nach meinem Dafürhalten:
1. Niemand weiß, welche Veränderungen ein gentechnischer Eingriff noch so mit sich bringt. Das ist der große Unterschied zum Züchten.
Die Forschung probiert ein wenig rum und sagt dann und wann, “ach ja, das hier sieht hübsch aus, das verkaufe ich jetzt”.
In der Vergangenheit gab es da schon die absurden Folgen, mit denen niemand gerechnet hat. Für das Bienensterben gibt es z.B. noch keine schlüssige Erklärung. GVOs stehen allerdings im Verdacht, damit etwas zu tun zu haben.
2. Einmal in der Natur freigesetzt, ist der Prozess nicht mehr rückgängig zu machen. Damit auch alle Fehler.
Das bedeutet in der Quitessenz für mich: Macht was ihr wollt, aber macht es in euren Laboren und nicht da, wo ich mein Essen herhole.
06.3.2010 um 15:35 Uhr
Telematik2
*lach* Man könnte Bei Deiner Begründung tatsächlich “Freisetzung von GVOs” mit “Frauenwahlrecht” oder “Sex vor der Ehe” oder “Abschaffung der Apartheid” ersetzen und es klänge genauso diffus bedrohlich, gefährlich und besser zu vermeinden….
Du bist einfach stockkonservativ, ohne es zu merken
Ich bin da eher liberal, wenn kein Risiko abzusehen ist, machen! Kathastrophen gibts sowieso immer wieder, mir oder ohne Genpflanzen….
07.3.2010 um 08:27 Uhr
trailblazer
“Ich bin da eher liberal, wenn kein Risiko abzusehen ist, machen! Kathastrophen gibts sowieso immer wieder, mir oder ohne Genpflanzen….”
Liberal sein heißt also einfach mal loslegen und schauen, was passiert? Das kennt man ja von der Weltwirtschaftskrise…
Jetzt mal Ironie beiseite:
DIe Gefahren besonders auf Lange Sicht sind einfach noch nicht erforscht und wenn es tatsächlich irreversible Schäden geben sollte, ist es bereits zu spät. Dieses Gott-Spielen des Menschen mit den kleinsten Bausteinen ist verrückt.
Gentechnik ist nicht das selbe wie Züchtung, denn man vermischt Artfremde Gene miteinander. Das sich diese Gene unkontrolliert verbreiten kann man garnicht verhindern und liegt sogar im Interesse von Monsanto etc. – denn es geht wie immer nur um Patente und Geld – es sind nunmal Unternehmen.
Das mit “Nahrungsversorgung” argumentiert wird, um die soziale und emotionale Ader anzusprechen, ist Heuchelei. Wir haben Überproduktion, die Nahrung ist nur nicht auf die Welt verteilt.
Es wurden beispielsweise mal Kartoffeln mit dem Giftgen des Schneeglöckchens gemischt was bei Versuchstieren zu Magen- und Organismus-Schädigungen führte.
Das ist jetzt ein Fall wo die Folgen direkt sichtbar sind, was aber für Folgen für das Ökosystem als ganzes entstehen, das ist nicht abzusehen. Deswegen kann man leider nicht mal “ausprobieren”. Gen-modifizierte Organismen sind ggf. “stärker” als die “Originale” und werden nicht ausgelöscht. Die Natur wird also verdrängt und das Ökosystem gestört, in dem jede Pflanze und jedes Tier seinen Platz hat. Weniger Vielfalt heißt dann auch eine viel höhre Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und anderen Einflüssen. Siehe Baumwollplantagen mit Monsantoprodukten in Indien…
Versuchsfelder in hermetisch abgedichteten Laboren – meinetwegen. Alles andere ist ein Sprung ohne Fallschirm.
07.3.2010 um 09:45 Uhr
Telematik2
Du hast zuviele “schwarze Gedanken”..
07.3.2010 um 17:23 Uhr
trailblazer
Leider ist es so, wie es ist!
Die ökologische System haben wir ja noch nicht mal in seinen komplexen Zusammenhängen verstanden, aber trotzdem fangen einige Forscher an mit den Bausteinen allen Lebens zu spielen.
Veränderte Gene einer Mais-Sorte in Kanda finden sich jetzt auf einmal auf Wiesenkräutern und in den Darmbakterien von Bienen wieder…weil die Bienen die Pollen überallhin verteilen…beliebige Artfremde Gene werden in die freie Wildbahn verteilt und was dabei rauskommt weiß kein Mensch.
Für die Unternehmen geht es einfach nur ums Geld, das ist nunmal das Ziel einer Unternehmung. Wenn aber dabei die Natur draufgeht, ist das zu unterbinden. Da gibts keine Toleranz.
Wenn die Schwelle erstmal überschritten ist, ist nichts mehr rückgängig zu machen. Die Analogie mit dem Fallschirm leider nur zu gut.
Der Mensch meint sich immer weiter von der Natur entfernen zu müssen – fast schon krankhaft, obwohl dieses System seit Milliarden von Jahren “ausgereift” und in Balance ist.
07.3.2010 um 20:54 Uhr
INNUR
Sowas kann bei Gentechnik rauskommen:
http://www.suite101.de/content/ehec—ursache-horizontaler-gentransfer-a113234
06.6.2011 um 21:49 Uhr ·
Mahindra
sensationelle Quelle…
06.6.2011 um 22:45 Uhr
Madalin Truica
Telematik2 du hast doch keine Ahnung. Du solltest dich mal richtig informieren.
Bei den GVOs von Monsanto muss man jetzt mehr Herbizide und Insektizide sprühen als davor.
Und wie soll die Vielfalt eröht werden, wenn man gigantische Flächen Regenwald abholzt um Platz für eine neue Sorte zu schaffen. Siehe Südamerika mit Gensoja und Genmais.
Du siehst nur die angeblichen Vorteile die von den Konzernen propagiert werden. Dass Forschungen und Studien, von Monsanto, erheblich gefälscht wurden, davon weisst du auch nichts.
So etwas kann ich mir bei BASF auch vorstellen. Es geht diesen Konzernen nur ums Geld.
Der Film/das Buch von Marie-Monique Robin: Monsanto-Mit Gift und Genen ist sehr aufschlussreich. Kann ich dir nur empfehlen.
05.3.2010 um 16:29 Uhr ·
Telematik2
Also das mit dem Regenwald kann aber doch nicht damit zusammenhängen, ob ich nur eine gezüchtete oder eine genetisch Manipulierte Kartoffel anbauen will, oder?
Wenn die Neue Pflanze so schlecht ist (mehr Herbizide und Insektizide, etc..) und keinerlei Vorteile hat, dann muss man sich doch gar nicht aufregen, dann wird der Markt es doch entscheiden, oder? Dann kauft sich der Bauer die Kartoffel einmal flucht gehörig und das war’s…
05.3.2010 um 16:35 Uhr ·
Madalin Truica
Du betrachtest das Ganze sehr oberflächlich und so einfach läuft das nicht.
Dass mehr Herbizide und Insektizide gesprüht werden bedeutet für Monsanto noch mehr Geld, weil wer Monsanto GVOs kauft muss auch Monsanto Herbizide und Insektizide kaufen.
GVOs haben keine Vorteile und wie du siehst hat es der Markt immer noch nicht entschieden.
Mann kann beim Anbau von GVOs nur die Anbaufläche kontrollieren, nicht aber die Verbreitung von Pollen durch die Luft, Bienen, etc.
Die normalen Kartoffeln, Soja, etc. werden kontaminiert ob man es will oder nicht.
Schau dir den Film an oder les das Buch.
05.3.2010 um 16:55 Uhr ·
Amflora
Da stimmt mehreres nicht. Monsanto macht keine Insektizide und der Herbizidbereich bringt schon nicht mal mehr 1/3 und geht weiter zurück. Außerdem müssen die Bauern nicht Roundup nehmen. Der Gewinn kommt aus den Pflanzen, weil sie sich weltweit so gut verkaufen.
05.3.2010 um 18:02 Uhr
Tobi
Stimmt, Monsanto stellt Herbizide her.
Macht das die Sache besser?
Und stimmt auch: Bauern müssen keine Monsanto-Produkte kaufen.
Ihnen werden lediglich Angebote gemacht, die sie nicht ablehnen können.
05.3.2010 um 18:34 Uhr
Telematik2
“Kontaminiert” ist aber sehr streng. Macht das was, wenn sich die Kartoffelsorten mischen?
Ausserdem ist das ja wohl nicht im Interesse des Patentinhabers, dass sich das Gen unkontrolliert verbreitet, dann können sie es nämlich vergessen, ihr schönes Patent – Ich denke da sind “Artenschützer” und und die Patentinhaber auf einer Seite…
05.3.2010 um 19:00 Uhr
Tobi
Ja Telematik, eigentlich sollte man das denken.
Aber welche Logik vertritt Monsanto?
Die verklagen ganz einfach diejenigen Bauern, auf deren Feldern sich das “Gen-Gewächs” gegen deren Willen ausgebreitet hat.
Und weisst du auch warum?
Da haben wir den Salat: Patentverletzung!
05.3.2010 um 20:29 Uhr
Telematik2
Ja, Patente auf Gene, das finde ich jetzt z.B. ähnlich bescheuert wie Softwarepatente…
Wenn das so ist, müsste man dem Bauern auch das Recht geben, Monsato zu verklagen, wenn die eigenen Pflanzen – nennen wir es mal so – von der Genpflanze “kontaminiert” wurde, ohne dass der Bauer das wollte…
Es ist auch nicht so angemessen, denn ein- oder zwei Gene in eine Pflanze bringen, oder dort abzuschalten, macht heute ein klitzekleines Labor in 3 Monaten….
06.3.2010 um 08:10 Uhr
:-)
IG FARBEN schlägt wieder zu. und wir lassen das zu.
05.3.2010 um 17:13 Uhr ·
Madalin Truica
Telematik2 kontaminiert ist kein zu strenger Ausdruck. Das nennt man nun mal so.
05.3.2010 um 20:58 Uhr ·
Madalin Truica
Telematik2 deine Rigidität ist zum kotzen!
Als Erstes kriegst du die Definition von kontaminiert:
Kontamination oder Kontaminierung (lat. contaminatio, „Befleckung“) bezeichnet als Fremdwort allgemein eine Vermischung, Verschmelzung oder Durchdringung. Das zugehörige Adjektiv lautet kontaminiert.
und als Zweites ein konkreter Fall der zeigt das Genmanipulation sehr böse enden kann. Die Aminosäure L-Tryptophan wurde Ende der 1980er Jahre von Japanern gentechnisch manipuliert. Hier ein paar Links über die Einzelheiten:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501545.html
http://www.umweltbund.eu/deutsch/gentechnik.html
Die Erde hat Milliarden Jahre gebraucht um so zu werden wie sie jetzt ist.
Wieso glaubst du dass der Mensch mit ungefähr 50 Jahren Erfahrung in der Genmanipulation das verbessern könnte?
06.3.2010 um 15:04 Uhr ·
Telematik2
Naja, das ist aber etwas primitiv. Das war ein Reinigungsproblem und hatte nichts mit L-Tryptophan zu tun, wenn ich das richtig erinnere….
Wenn das ein Argument sein sollte, müsste man sofort alle pflanzlichen Heilmittel abschaffen und nur noch chemisch definierte Reinsubstanzen zulassen, weil man bei den Pflanzenextrakten ja nie bis auf das letzte Molekül kontrollieren kann was da drin ist…. Sorry, war zwar doof mit dem L-Tryptophan, aber als Argument gegen Gentechnik eher ungeeignet….
15.3.2010 um 13:49 Uhr ·
Madalin Truica
Die meinten, dass sich bei einem Filterwechsel etwas Schmutz eingeschleust hat.
Es hat sich dann aber rausgestellt, dass der Filter 1 oder 2 Jahre nach der ersten Erkrankung gewechselt wurde. Also konnte man es auf die Genmanipulation zurückzuführen.
Es haben schon früher ander Firmen L-Tryptophan hergestellt und bei denen gab es keinen Zusammenhang mit der Krankheit EMS, weil die ohne Genmanipulation hergestellt wurden.
15.3.2010 um 15:00 Uhr
Telematik2
Das ist einfach nur Blödsinn, -Tryptophan ist eine Aminosäure und die sieht so aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tryptophan
Sie wurde als leichtes Antidepressivum gegeben, weil sie die Vorstufe von 4-Hydroxy-Tryptamin (=Serotonin) ist, welches bei Depression nicht ausreichend in bestimmten Hirnregionen freigesetzt wird.
Wo, bitte, soll man an diesem einfachen, chemisch eindeutig definierten Molekül unterscheiden können, ob es “gentechnisch” oder nicht hergestellt wurde????
15.3.2010 um 17:37 Uhr
Madalin Truica
Um die Tryptophan-Ausbeute gegenüber der Gewinnung aus konventionellen Bakterien zu erhöhen, wurde ein artfremdes Gen in die DNS dieser Bakterien eingesetzt und dann die Substanz aus diesen gtv. Bakterien gewonnen.
Ich hab doch extra die 2 Links hinzugefügt, in denen alles genau erklärt wird.
15.3.2010 um 19:51 Uhr
Telematik2
Ja, und? Tryptofan bleibt Tryptofan, egal obs natürlich, gentechnisch oder chemisch hergestellt wird, daran gibt es aber überhaupt gar nichts zu deuteln!
Es bleibt ein Reinigungsproblem und eben kein Gentechnickproblem….
15.3.2010 um 21:55 Uhr
Madalin Truica
Eben nicht.
Im Bericht der FDA stand es auch drin. L-Tryptophan wurde dann auch vom Markt genommen. Aus irgendeinem Grund auch das L-Tryptophan von den Herstellern ohne Genmanipulation.
Wie wärs jetzt mit Árpád Pusztai. Er ist ein verdammt guter Biochemiker.
Als er von GVOs hörte, war er sehr angetan und befürwortete sie, bis er gentechnisch veränderte Kartoffeln testen sollte.
Er hatte Fütterungsstudien mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durchgeführt und die Resultate der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Ergebnisse stellten die Sicherheit genmanipulierter Pflanzen für den menschlichen und tierischen Verzehr grundsätzlich in Frage. Daraufhin wurde er gefeuert.
Hierzu ein paar Links. Bitte lesen:
http://umweltinstitut.org/gentechnik/kommerzieller-anbau/wir-mussen-die-wissenschaft-verandern—interview-mit-prof.-arpad-pusztai-186.html
http://www.sueddeutsche.de/wissen/608/442348/text/
15.3.2010 um 23:20 Uhr
Amflora
Das ist ja eine relativ alte Geschichte. Die einfachste Möglichkeit, festzustellen, ob es tatsächlich an der gentechnischen Herstellung lag, ist, mal nachzuforschen, wie die Methode heute ist. Wenn immer noch gentechnisch, dann lag es eben nicht daran sondern an Fehlern im Prozessablauf.
16.3.2010 um 13:29 Uhr
Madalin Truica
Das war vor 12 Jahren. Sind seine Ergebnisse nicht mehr gültig?
Das wichtigste an seiner Studie ist, dass sie unabhängig war. Im Gegensatz zu den Studien der Industrie. Es gab schon öfter Fälle, dass die Studien, die von der Industrie bezahlt wurden, gefälscht wurden bzw. sehr undurchsichtig waren.
Es werden für jedes noch so kleine Nahrungsergänzungsmittel ein Haufen Tests gemacht, um zu sehen ob es irgendwie schlecht ist. Wieso macht man diese Standardtests nicht auch bei GVOs bzw. wieso werden diese Tests nicht von unabhängigen, absolut durchsichtigen Instituten, die nicht von der Industrie bezahlt werden, durchgeführt?
16.3.2010 um 14:38 Uhr
Amflora
Hier haben wir es ja schon: http://portal.wko.at/?482184
Östereich (ach nee, dieses “gentechnikfreie” Land?) hat vor gut einem Jahr mit Erlaß BMGFJ-75210/0002-II/B/7/2009 eine Ausnahmegenehmigung erteilt:
“Nach Diskussion über ökonomische Aspekte einer zeitgemäßen, konventionellen Fütterung bei Schweinen und Geflügel und unter Berücksichtigung von tiergesundheitlichen Aspekten kommt die Expertengruppe einstimmig zum Schluss, dass für die beiden essentiellen Aminosäuren Threonin und Tryptophan für den Einsatz als Zusatzstoffe in Futtermitteln im Rahmen der Produktion von „gentechikfreien Lebensmitteln“ eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden soll. Eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Threonin und Tryptophan aus gentechnikfreier Herstellung scheint nicht gegeben.”
Scheint ja dann doch nicht so wild mit der Gentechnik zu sein, wenn man den Leuten es als “Bio-Öko” verkaufen kann.
Pusztais Ergebnisse waren noch nie gültig und er lebt heute davon, bei Greenpeace & Co aufzutreten. Was ist daran “unabhängig”?
16.3.2010 um 14:49 Uhr
Telematik2
“Madalain Truica”, Nein, nein, nein.
Naturgesetze sind nicht diskutierbar und nicht verhandelbar, die sind wie sie sind. L-Tryptophan ist ein definiertes Molekül, dem niemand ansehen kann, wo es herkam, es sein denn er wurde verunreinigt. Und L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die wir zum Leben brauchen und die daher in Maßen genossen nicht giftig seien kann.
Der Zusammenhang zwischen EMS und Gentechnik ist und bleibt Schwachsinn, oder sagen wir besser Wooodo, Bauernfängerei, oder was weis ich, da bestehe ich drauf!
16.3.2010 um 15:22 Uhr
Madalin Truica
@Amflora:
Was ist an den Tests von Monsanto und den Anderen unabhängig?
Wieso hinterfragst du diese Tests nicht?
16.3.2010 um 22:12 Uhr
Amflora
Das machen die Zulassungsbehörden, die prüfen jahrelang. Und sie bewerten auch Gegenmeinungen wie von Seralini. Ist alles transparent und für jeden einsehbar.
Wenn man allerdings voreingenommen an die Sache rangeht, daß man die Technologie grundsätzlich verbieten möchte, dann ist natürlich jegliche Abschätzung sinnlos.
17.3.2010 um 08:38 Uhr
Cardoso
@telematik2:
“Naturgesetze sind nicht diskutierbar und nicht verhandelbar, die sind wie sie sind”. Wow.
Wartest du täglich auf den Anruf des Nobel-Komitees?
Du solltest lieber mal einen Grundkurs in Wissenschaftstheorie machen. Nur mal so als Einstieg ein Buchtipp: Kuhn, Thomas S.: The Structure of Scientific Revolutions. Chicago 1970
Oder, weil es näher am Thema Gentechnik ist (Der Autor war Biochemiker): Chargaff, Erwin: Die Feuer des Heraklit.Stuttgart 1979
17.3.2010 um 15:01 Uhr
Telematik2
@Cardoso & @Truica
bevor wir hier solche Schwarten diskutieren, empfehle ich euch, die schulischen Versäumnisse in Physik und Chemie mal ein einem Volkshochschulkurs nachzuholen. Eine Alternative wäre, in punkto Gentechnik Experten zu vertrauen, die mehr Zeit haben, sich damit zu beschäftigen. Was ich jedenfalls hier nicht stehenlassen kann, ist wenn mir einer erzählen will, dass “gentechnisches” L-Tryptophan irgendwie schädlicher ist als natürliches, oder dass “künstliche” Vitamine schlechter wirken als natürliche. Das ist, nach allem was wir heute wissen, nämlich erst mal falsch. Wer so etwas verbreitet, der lügt bewusst oder unbewusst, zumindest ist es eine unzulässige Vereinfachung.
17.3.2010 um 16:43 Uhr
Madalin Truica
Telematik2 glaubst du ernsthaft der Mensch beherrscht die Natur und ihre Gesetze? Wir wissen sehr viel darüber, trotzdem gehen Dinge schief, obwohl wir meinen alles richtig gemacht zu haben.
Das ist doch genau wie bei den Atomkraftwerken. Die gelten auch immer als sicher und die Ingenieure und Physiker in den AKWs wissen immer was zu tun ist. Trotzdem gibt es immer wieder mehr oder weniger starke Störfälle.
17.3.2010 um 17:22 Uhr
Cardoso
Ach telematik2….Wenns dir nicht in den Kram passt, dann sind es eben “Schwarten”…Hab keine Angst: Lernen tut nicht weh. Und Wissenschaft besteht aus Diskussionen. Aber du weisst ja schon alles, hast in der Schule gut aufgepasst. Brav. Schon mal drüber nachgedacht, dass dein Schulwissen für das Erkennen komplexer Zusammenhänge nicht ausreichen könnte?
Ich zitiere mal (klar, aus dem Zusammenhang gerissen): “Gleichzeitig verändern nutzungsveränderte GVP die Situation der Risikoregulierung, also von Risikoabschätzung, Risikobewertung und Risikomanagement, fundamental, weil mindestens PMP-, aber auch manche PMI- und vielleicht einige FF-GVP aufgrund ihrer medizinisch-physiologisch wirksamen Inhaltsstoffe ein inhärentes Risiko aufweisen.” (Büro für Technikfolgen-Abschätzung des Deutschen Bundestages TAB, Arbeitsbericht Nr. 104, Juli 2005)
Extra für dich, telematik2, hier ein Glossar:
GVP=gentechnisch veränderten Pflanzen
PMP= Plant Made Pharmaceuticals
PMI = Plant Made Industrials
FF-GVP= Functional Food-GVP
Das TAB wird übrigens (falls du zufällig in der Schule gefehlt hast, als dein Physiklehrer darüber sprach) betrieben vom
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums Karlsruhe, das wiederum zur Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehört. Und, by the way, dass sind noch nicht mal DIE Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Gentechnik kritisch betrachten. Die gibts nämlich auch noch. Und, stell dir mal vor, die haben sogar die dazugehörigen Fächer studiert.
17.3.2010 um 19:49 Uhr
Telematik2
Tja, wenn man die Grundlagen der Chemie nicht respektiert, er.übrigt sich jede weitere Diskussion. Klar kann man in der Wissenschaft diskutieren, aber wenn man Fakten nicht anerkennt, ist das nur esotherisches Geschwafel
also entweder ihr akzeptiert jetzt mal langsam dass Vitamin Vitamin und Aminsäure Aminosäure ist, oder wir lassen es, dann schwafelt mal alleine weiter eure wirren Hassparolen gegen moderne Technik….
17.3.2010 um 20:07 Uhr
Knolle
oh gott, war ja klar, dass mal wieder die langhaarigen gegen den vortschritt sind.
06.3.2010 um 17:31 Uhr ·
Madalin Truica
Fortschritt schreibt man mit F
06.3.2010 um 17:54 Uhr ·
Tobi
Stimmt. Ausserdem war ich grade erst bei Frisör (schrieb man früher mit “e-u”).
06.3.2010 um 18:18 Uhr
trailblazer
haha
, zum Glück gibt es Menschen, die die Welt etwas kritischer und differenzierter betrachten als du “Knolle” 
…und das hat mit der Haarlänge relativ wenig zu tun.
06.3.2010 um 19:43 Uhr ·
R2D2
Es sind seid eh und je her Kartoffeln “genmanipuliert” worden,nur wurde es anders ausgedruckst.Die ersten Kartoffeln waren lila Farben und was essen wir heute?Alles andere nur keine lila farbenen Kartoffeln.Diese Geschrei hier ständig gegen alles neue unerforschte finde ich langsam nicht mehr schön.Es muss nicht alles schlecht sein,was Neu ist.Allerdings halte ich von den heutigen Kartoffelsorten garnichts,da sie sich kaum noch längere Zeit lagern lassen,da die Haltbarkeit nicht mehr gegeben ist.Wenn jemand “Langeweile” hat und meint er müsste eine neue Kartoffelsorte züchten,soll er doch,heisst ja noch lange nicht das sie ihm auch abgekauft wird.
07.3.2010 um 21:55 Uhr ·
Tobi
@R2D2:
Ist schon komisch: Im Energiethread nebenan werden Greenpeace & Sympathisanten als ewiggestrig gescholten und hier als feindlich gegenüber allem neuen. “Gegen alles neue” kann also irgendwie nicht stimmen.
Unddas Problem ist die Freisetzung der Kartoffel, nicht der Verkauf. Für die Verbreitung ist der Kartoffel/dem Getreide egal, wem sie/es gehört.
Und wenn Leute im Labor rumspielen und forschen, ist mir das tatsächlich egal.
PS: In Südamerika kann man lila Kartoffeln übrigens fast überall kaufen.
@Bruno: Ich habs mir kurz bei Wikipedia angeschaut und wüsste so spontan nicht, was dagegen sprechen sollte. Aber: Auch nichts was dafür spricht. Das angeführte Beispiel ist jedenfalls nicht zum Verzehr bestimmt, zeigt nur einmal mehr, wie überflüssig “Amflora” ist.
08.3.2010 um 06:19 Uhr ·
Tobi
Nachtrag: Da hat sich natürlich ein logischer Fehler eingeschichen (ist ja noch früh;-) ) Ich wollte natürlich darauf hinweisen, daß Greenpeace & Co. im Energiebereich ja GERADE das Befürworten angeblich nicht ausgereifter neuer Techniken vorgeworfen wird und ihre Gegner an dem alten Kram festhalten.
08.3.2010 um 06:24 Uhr
trailblazer
Traditionell wird “gezüchtet”, das ist etwas gänzlich anderes als Genmanipulation, weil keine Artfremden Gene aufeinander treffen.
Das “Geschrei” ist ja nicht seiner selbst willen da. Wir haben ja noch nicht mal ansatzweise verstanden, wie die Milliarden von Genen in der Natur interagieren – also kann der Mensch nicht anfangen einfach mal drauflos zu “bauen” um zu schauen, ob es gut geht.
Da ist nichts übertrieben sondern einfach nur der gesunde Menschenverstand eingeschaltet.
07.3.2010 um 23:17 Uhr ·
Telematik2
Mhhh, das stimmt ja alles so gar nicht, artfremde Gene treffen andauernd aufeinander, auch ohne Gentechnik, z.B. bei der Vogelgrippe oder Schweine Grippe, das Virus kann auch Gene von einer Art zur anderen schleppen, auch wenn da oft nichts sinnvolles bei herauskommt.
Auch gerade bei der antibiotikaresistenten Kartoffel wird der artfremde Transfer von der Kartoffel auf die Bazille bzg. Resistenzgen unterstellt.
Artfremde Gene durchmischen ist keine Erfindung der Gentechnik, das findet andauernd statt…
Du hast echt zuviele “schwarze Gedanken” und setzt m.E. zuwenig Menschenverstand ein…
Et kütt wie et kütt un et hätt noch immer joot jejange….
DAS ist gesunder Menschenverstand
08.3.2010 um 00:34 Uhr ·
trailblazer
Stimmt, wenn es um Umweltschutz geht bin ich definitiv “konservativ” im Sinne der Bewahrung eines intakten Ökosystems. Bei jeder Technologie die potentiell Auswirkungen auf das Ökosystem hat muss meiner Meinung erst 1000%ig bewiesen sein, das es keine Schädigung der natürlichen Artenvielfalt gibt. Das sehe ich hier nicht gewährleistet und das es dabei nur um Geld geht – nichts anderes – macht einen zusätzlich misstrauisch.
Da kann mich auch kein Gegenargument dieser Welt á la “das wird schon” überzeugen
Gentechnik ist quasi prädestiniert dafür, sich an den Folgen die Finger zu verbrennen…einen “zweiten Versuch” gibts bei diesen Sachen leider nicht, darum sollte man auf sie verzichten – außer in abgeschlossenen (Labor)Umgebungen.
08.3.2010 um 12:18 Uhr
Bruno Straub
In diesem Blog ist wenig los. Der Einzige, der den Bösen gibt, ist Telematic2.
Deshalb eine Frage an die Greenpeaceler und ihre Seelenverwandten: Würdet Ihr mittels Tilling hergestellte Mutanten verzehren? Oder nicht?
08.3.2010 um 00:57 Uhr ·
R2D2
Gesunder Menschenverstand?Sich unerforschten Schweinegrippeimpfstoff in den Körper injezieren lassen,ist wohl kaum gesund und meines Erachtens kriminell.Da ist für mich die Genforschung,wo “nichts” vertuscht wird,eher harmlos.Wer sich gesund ernährt,den betrifft es eh nicht,ob genmanipuliert.Würden mehr Menschen auf gesundes Essen achten,gäbe es diese ganzen Forschungen in dem Ausmaße gar nicht,weil es keiner haben wollte.Wenn Menschheit sich aber ständig manipulieren und beeinflussen lässt,ist es kein Wunder,das man ihnen fast alles unterjubeln kann.Die wenigsten schauen beim Einkauf auf die Verpackung was drin ist,Hauptsache es sieht lecker aus und der Preis stimmt,mehr nicht.Die Pflicht liegt meines Erachtens bei den Politikern,Gesetze zur Förderung der Gesundtheit des Menschen zu schaffen.Das beinhaltet für mich mehr Aufklärung,seitens der Regierung.Nur da sehe ich das Problem,das es ziemlich schwierig wird,Arbeitsplätze schaffen,Wirtschaftskrise bewältigen und das alles in dem Masse,das wir eben nicht womöglich selber zu Mittätern werden,der Umweltzerstörung,der Massentierhaltung,der Meeresverschmutzung,Überfischung und und….
Fortsetzung folgt …
09.3.2010 um 21:24 Uhr ·
R2D2
@Axel
Nichts für Ungut,aber “Jede Krankheit ist (zumindest theoretisch zu fast jedem Zeitpunkt) heilbar, wenn die geistigen, die seelischen und auch die körperlichen ursachen beseitigt sind”.
Da soltest du aber nochmal gründlich drüber nachdenken,schön wäre es wenn das so einfach wäre.
Bis dahin!
11.3.2010 um 21:09 Uhr ·
Amflora
Fortuna ist eine Cisgene Pflanze. Die Resistenz gegen die Knollenfäule wurde von Wildkartoffeln übertragen. Da keine artfremden Gene drin sind, kann es ja nach der hier vorherrschenden Meinung auch kein Problem geben.
Greenpeace wirkt auch wenig überzeugend, wenn die ebenfalls aus dem Labor stammende und mittels krebserregender Chemikalien erzeugte TILLING-Alternative zu Amflora als “konventionell” und “akzeptabel” gilt.
15.3.2010 um 08:37 Uhr ·
Bruno Straub
Auch die zweite Stärkekartoffel namens ELIANE, angeblich die bessere Alternative zur Amflora, scheint aus der Tilling-Ecke zu kommen. Herr Borgerding berichtet in einem anderen Blog:”"……ähnlichen Stärke-Haushalt aufweisen wie die BASF-Kartoffel – aber mit dem schönen Nebeneffekt keine Nebeneffekte zu haben.”"
Woher Herr Borgerding das wohl weiß?
15.3.2010 um 20:59 Uhr ·
Maria
Ich habe den Verdacht, dass der oder die ach so “liberale” Telematik2 aus der Chemieecke kommt ( zumindest mit ihr sympathisiert, aus welchem Grund auch immer), da er uns den bevorstehenden Supergau durch die Gentechnik in rosarot, und ach so harmlos darzustellen versucht.
Was ich beobachte ist die Tatsache, dass viele Menschen durch die Überflutung mit Katasthropfen, einfach überfordert sind, und längst den Mut verloren haben sich zu informieren, geschweige denn in irgendeiner Weise aktiv zu werden. Sie stecken den Kopf in den Sand und hoffen, es werde schon gutgehen, dabei verkennen sie wie ernsthaft diese Potenzierung der Gefahren für unsere Umwelt, und fortfolgend für den Fortbestand der Menschen ( ihrer selbst) ist.
Es ist allerhöchste Zeit, dass eine Vernetzung aller Organisationen, die sich für das Wohl unserer Natur und das Wohl der Menschen stattfindet, denn nur geminsam wären sie stark.
Dies wäre nichts anderes, als das was die Industrien auch tun, und die haben bekanntlich die Lobby in der Welt.
10.6.2010 um 09:18 Uhr ·
Peter Potz
EHEC
Wieso ist das kein Thema bei Euch? Es kann doch nicht nur um den Regenwald oder Gen-Gemüse gehen. Ich hätte es sehr gut gefunden, wenn auch Greenpeace-Leute sich darum kümmern würden. Es kann doch nicht sein, dass man nach fast 4 Wochen nicht weiß, wo die Erreger herkommen. Biogasanlagen könnten dafür verantwortlich sein, denn wer kontroliert, ob die Gärreste tatsächlich ausreichend erhitzt werden, bevor sie als Dünger verwendet werden.
Eure Meinung interessiert mich.
Viele Grüße
Peter
07.6.2011 um 13:26 Uhr ·
Benjamin Borgerding
Da noch nicht klar ist, wie und an welcher Stelle der Produktions- und Lieferkette es zu den Ehec-Infektionen kommen konnte, sind Rückschlüsse über den “Schuldigen” zur Zeit nicht geboten. Die besten Informationen zum Ehec-Erreger, zu Symptomen, Ansteckungsmöglichkeiten und Schutzmaßnahmen gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.
Viele Verbraucher und Verbraucherinnen sind nach wie vor sehr verunsichert, was sie einkaufen und essen können. Die Verbraucherzentrale bietet auf ihrer Seite mit einem umfassenden Frage-und-Antwort-Katalog Hilfestellung. Wichtig ist jetzt, dass Verbraucher und Verbraucherinnen schnell informiert werden. Die derzeitigen Angebote seitens der Bundesregierung reichen da nicht aus. Daher fordert zum Beispiel die Verbraucherzentrale:
1. Alle Untersuchungsergebnisse müssen zeitnah veröffentlicht werden.
2. Namen und Adresse der Anbieter von belasteter Ware müssen – wenn möglich – vom Erzeuger bis zum Handel benannt werden.
3. Fehlende Herkunftsangaben müssen geahndet werden.
4. Die Rückverfolgbarkeit muss auch für den Verbraucher sichergestellt werden. Es reicht also nicht nur die Kennzeichnung von Obst und Gemüse mit dem Herkunftsland, sondern der Verbraucher sollte nachvollziehen können, aus welchen Regionen und von welchen Erzeugern die Ware stammt.
07.6.2011 um 16:53 Uhr ·
David
Ich kann hier natürlich nicht für die Organisation sprechen, aber EHEC ist ein Krankheitserreger, der nur Auswirkungen auf den Menschen hat, nicht auf die Umwelt. Nicht dass mir die Menschen egal wären – das ist ja ebenfalls ein Grund, wieso ich aktiv bin. Aber es passt nicht in das Spektrum einer Umweltorganisation.
Außerdem ist EHEC für die Menschheit ein eher geringes Problem. Klimawandel, Atomkraft, Gentechnik etc. bedrohen viel mehr Leben, und es ist nicht so, dass wir “zuviel” auf diesen Gebieten machen würden. Wir sind dort immer noch meilenweit von der Lösung entfernt.
Außerdem würde ich sagen, dass die Panikmache um EHEC sehr viel schädlicher ist – sowohl für das Land an sich, als auch für das Maß an Lebenszeit, das dadurch verloren geht – als der Erreger selbst. Es ist wie bei Vogel- und Schweinegrippe: Eine riesige Aufregung, aber nur ein Bruchteil der Toten, die AIDS, Gelbfieber etc. jedes Jahr kosten. Konzentriert euch auf diese Krankheiten, das wäre wichtiger.
07.6.2011 um 16:08 Uhr ·
Gerd Lohrer
Lieber david,es geht ja gerade moeglicherweise um Gentechnik!
Fakt ist:E-coli Bakterien werden sehr haeufig in der Gentechnik als Traeger-
bakterien benutzt. Fakt ist auch,dass im Raum Hamburg eine ganze Reihe
von Instituten und Firmen beheimatet sind,welche sich mit Gentechnik
beschaeftigen.Auffallend ist,dass in diese Richtung ueberhaupt nicht
ermittelt wird, Vielleicht will man auch nur die Oeffentlichkeit nicht darauf
aufmerksam machen! Zumindestens ist hier das kriminalistische Prinzip,
in alle Richtungen zu ermitteln auf groebste vernachlaestigt!!
07.6.2011 um 21:40 Uhr ·