In französischer Mission

12. März 2010 · von Jan Haase

Unser Außenminister Guido Westerwelle auf Dienstreise in Südamerika – da fragen sich seit Tagen viele, wessen Interessen er dort eigentlich vertritt:

Auffällig sind Westerwelle und die FDP derzeit aber eher durch ihre diskussionswürdige Mitnahme-Mentalität – was sowohl Reisegefährten als auch Parteispenden betrifft

beschreibt ein Kommentar im Hamburger Abendblatt das Kernproblem. Das gilt wohl auch für das Delegationsmitglied Ulrich Gräber. Der Geschäftsführer des Nuklearkonzerns Areva NP hat nach der Reise im Wirtschafts-Tross des Außenministers Grund zum Feiern. Westerwelle hat laut Gräber bei einem Treffen mit dem brasilianischen Industrieminister Miguel Jorge ein altes Abkommen zum Bau von acht Atomkraftwerken in Brasilien «voll bestätigt». Der Atommanager erwartet, dass der Vertrag über den Weiterbau des Atommeilers Angra 3 jetzt schnellstens unter Dach und Fach gebracht wird. Dem Auftrag hatte die schwarz-gelbe Regierung im Januar eine Hermesbürgschaft von bis zu 2,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Gräber erzählte mitreisenden Journalisten, dass Westerwelle sich bei der Regierung in Brasilia massiv für die deutsche Atomwirtschaft starkgemacht habe. Die deutsche Atomwirtschaft? Areva gehört zu rund 90 Prozent dem französischen Staat. An der deutschen Tochter Areva NP ist zwar zurzeit noch die Siemens AG mit 34 Prozent beteiligt. Doch der Konzern lebt mit Areva quasi in Scheidung. Er wird seinen Anteil wohl noch dieses Jahr an die Franzosen zurückgeben – gestritten wird nur noch darüber, wie viel Areva an Siemens überweisen muss.

Hat das Westerwelle niemand vorher gesagt? Hat sich der deutsche Außenminister aus Unwissenheit zum Büttel der französischen Atom-Wirtschaftspolitik gemacht? Oder war ihm das egal, Hauptsache er kann irgendetwas für die Atomwirtschaft tun…

Ulrich Gräber wird sich nach der für ihn so erfolgreichen Reise vermutlich erstmal bei seiner Lobbyorganisation, dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM), für die Unterstützung seiner Arbeit bedanken. Der VBM ist der größte Parteispender der Bundesrepublik – seine bisher letzte Überweisung in Höhe von 150.000 Euro ging am 07. Juli 2009 an die FDP.

Kommentare

  • Andreas Kolb

    um mal was richtig zu stellen:

    Areva NP GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das zu 66% der französischen Areva und zu 34% Siemens gehört. Deutsches Unternehmen = Geld für den deutschen Staat. Also ein ganz klares Interesse für die deutschen diese Projekte zu fördern.

    Und mal abgesehen davon, wie man zur Kernenergie steht:
    Die Brasilianer bauen die Kraftwerke sowieso, ob mit oder ohne Unterstützung aus Europa (sofern sie es finanzieren können).

    Kleiner Tip am Rande:

    Etwas mehr Sachichkeit und dafür weniger Emotion würde Eure Artikel glaubwürdiger machen.

    14.3.2010 um 23:40 Uhr · Antworten

    • Taleteller

      Ich war mir eigentlich sicher, dass Siemens die Anteile an Areva abgeben will. Liegt am Verlauf des Projektes zum Bau des EPR in Okiluoto: ein Desaster – dass Areva vermutlich > 3 Milliarden EUR kosten wird.

      Stattdessen sucht Siemens nun die Kooperation mit Rosatom. Der Markt im Osten ist groß: dort müssen viele AKWs wenigstens einigermaßen in Stand gehalten werden.

      Neubauten wie der EPR allerdings – sind aufgrund der desaströsen Rentabilität kaum erfolgsversprechend.

      Der Artikel beweist ein ums andere Mal, wie schlecht es um die AKW-Industrie steht: ohne dass staatlicherseits noch Geld mitgebracht und jegliches Risiko übernommen wird, geht gar nichts.

      25.3.2010 um 18:40 Uhr · Antworten

  • Telematik2

    Hmmm, Brasilien ist ein Flächenland, mit etwa 1/10 der Einwohnerdichte der BRD…
    Brasilien hat dauerheisse Zonen, Wasserkraft, Wind in einem Maße von dem selbst Herr Röttgen nur träumen kann…
    Wieso baut Brasilien eigentlich die Kernenergie aus? Weil das ein Entwicklungsland ist, und da nur doofe Buschmänner wohnen, die noch nicht gemerkt haben, wo es lang geht?
    Oder könnte es daran liegen, dass sie nach einer billigen, stabilen Energiequelle für die überwiegend arme Bevölkerung suchen und sich die Erneuerbaren Energien schlichtweg nicht leisten können?
    Nebenbei – ist es Zufall, dass Harz4 und das Erneuerbare Energiengesetz etwa gleichzeitig kamen? Oder treibt letzteres einfach die Industrie aus dem Land, so dass der Sozialstaat nur noch Harz4 als Antwort auf Armut übrig hatte?
    Vielen Dank für diesen Blogbeitrag, ich frage mich wirklich immer mehr, welches Land gerade auf dem “Holz”-weg ist…

    15.3.2010 um 08:43 Uhr · Antworten

    • Marc

      Das gleiche schaffen wir auch in Afrika. Da muss wohl ein langes Brainstorming voraus gegangen sein, um auf die glorreiche Idee zu kommen Atom anstatt Sonne zu nuten. Wer sich mehr darüber nachzulesen möchte: http://www.eco-log.de/kerngedanken-2-hallo-afrika/

      16.3.2010 um 11:57 Uhr · Antworten

      • Telematik2

        Tja die Afrikaner leben halt jetzt schon von der Hand in den Mund und erleben täglich, wie verlassen man ist, wenn sich auf Mutter Natur verlässt… Darauf haben die einfach keinen Bock mehr, das wird unsere in Plüschsesseln herumlungernde Toskanafraktion erst mal wieder mühsam lernen müssen….

        16.3.2010 um 23:36 Uhr

      • Simon Brücken

        ..und jetzt wirf du noch mal jemandem unzulässige Vereinfachungen vor. So ein Quark.

        17.3.2010 um 16:48 Uhr

      • Telematik2

        Du bist gerne dazu eingeladen, eine Gegentheorie aufzustellen, warum der Rest der Welt gerade wieder anfängt Kernkraftwerke zu bauen :-)
        Also irgendwas ausser “alle bekloppt” oder “alle von der Atommafia unterwandert”, diese Erklärungsmodelle wurden hier schon zu genüge ausgebreitet….

        17.3.2010 um 17:01 Uhr

      • Simon Brücken

        Wie wäre es denn, wenn wir’s mal recherchieren. Meine Gegentheorie: Jemand will ‘nen Haufen Geld mit ‘nem Atomreaktor verdienen, die Politik ist schnell zu überzeugen, fertig.

        17.3.2010 um 18:55 Uhr

      • Telematik2

        Aha, man kann mit Kernenergie nen Haufen Geld verdienen… Warum? Ist Bank überfallen denn nicht sozialverträglicher? Oder liegts daran dass man damit soooo billig viel Strom machen kann?

        17.3.2010 um 20:11 Uhr

      • Simon Brücken

        Ja, ne Bank überfallen ist sozielverträglicher, aber weniger einträglich. Es liegt vor allem daran, dass die Folgekosten etc. sozialisiert werden und staatlich meist massiv subventioniert wird. Die Konzerne müssen eben die wahren Kosten nicht zahlen, dürfen Gewinne aber behalten.

        19.3.2010 um 22:05 Uhr

      • Schnecke

        Das “alle” Welt “wieder” AKWs baut ist eine völlig faktenresistente Behauptung.

        Wegen ein paar Planungen nun die Renaissance auszurufen ist blanker Hohn, vor allem, weil sich die Bedingungen mal abgesehen vom Emissionshandel nicht wirklich verbessert haben.

        Ich behaupte: ohne dicke Subventionen, Staatsgarantien und billige Kredite gibt’s keine AKWs. Und angesichts der momentanen Finanzkrise stell ich mir das wir´klich lustig vor.

        By the way: die Citigroup wird solche AKWs wohl nicht finanzieren…;)

        https://www.citigroupgeo.com/pdf/SEU27102.pdf

        28.3.2010 um 20:56 Uhr

    • Taleteller

      Mit dem Bau von Angra 3 wurde 1984 begonnen. Unter der damaligen Militärregierung, was m.E. nicht unbedingt für ein solches Projekt spricht.

      Damals waren die Erneuerbaren Energien noch nicht soweit.

      Die Forbes spricht im Bezug auf die Wirtschaftlichkeit der Atomenergie und dem Atomabenteuer des US Stromwirtschaft von “der größten Katasstrophe seit dem Vietnam Krieg”, EdF Vorstände äussern sich negativ über die Finanzierbarkeit der AKWs – und immer weniger Regierungen sind bereit und in der Lage, die AKWs mit der Übernahme der Risiken (Bürgschaften) und Zinsverbilligungen (um nur einige Subventionen zu nennen) weiterhin künstlich am Leben zu halten.

      Ein Projekt wie Angra 3 – das aufgrund der Wirtschaftlichkeit eingestellt wurde – ein projekt mit einer Bauzeit von nachher mehr als 30 Jahren, als Erfolg zu Feiern: das ist neu. Wirklich. Die Atomlobbyisten in diesem Forum sind kreativ, respekt – das muss ich zugeben. Offensichtlich verdienen die Konzerne immer noch gut genug dank staatlicher Förderung, dass das Koks nicht ausgeht…;)

      25.3.2010 um 18:51 Uhr · Antworten

  • Gandalf

    Ich würde an eurer Stelle nicht dauernd auf den Subventionen herumreiten, der Schuss geht nämlich auch nach hinten los, da regenerative Energien auch in hohem Maße subventioniert werden.
    Was das Thema Neubauten von KKWs angeht gibt es für mich nur eine Erklärung: Es gibt einige Staaten, die ihre Klimaschutzziele einhalten möchten und gleichzeitig ihre eigene elektrische Energie zu haben, anstatt sie zu importieren, wie es Deutschland machen muss, wenn die KKWs abgeschaltet werden. Das können einige Statistiken belegen und ist ein Fakt. Auffallend ist für mich hierbei nur eines: Deutschland steht mit seiner Meinung international alleine da. Frankreich baut, Finnland baut, Großbritannien plant, die Schweiz baut, usw. Nur Deutschland steigt aus.

    26.3.2010 um 17:12 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Goethe sagt: “Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.”
      Deswegen vielen Dank für Deinen Beitrag in diesem Forum
      Da in Borsele in den Niederlanden die Reaktorlaufzeit schon auf 60 Jahre verlängert wurde, und auch dort sogar ein neuer Block gebaut werden soll (näher gehts ja gar nicht) hilft unser Ausstieg nach 32 Jahren in Puncto Sicherheit, etc. nämlich genau gar nichts…. Alles nur der Versuch die Jugendträume von inzwischen sich an Schaltstellen in unserer Gesellschaft positioniert habenden frustrierten alt-68n zu realisieren, sonst hat der Ausstiegsgedanke keinerlei Sinn mehr….

      28.3.2010 um 07:40 Uhr · Antworten

    • Tobi

      Hallo Gandalf,
      nur daß die Subventionen für AKW (ich benutze jetzt mal nicht den Propaganda-Begriff KKW, sonst denkt noch jemand, ich meine Kohlekraftwerke;-) ) ein klitzekleines bißchen höher sind und schon seit Jahrzehnten gezahlt werden, wohingegen die Anschubfinanzierung für EEG langsam runtergefahren werden.
      Falsch an deiner Behauptung ist, daß Deutschland im Falle des Ausstiegs Strom importieren müsste. Die Stromlücke ist eine moderne Sage. Deutschland könnte lediglich etwas weniger Strom exportieren. Solltest Du anderer Meinung sein, würde ich mich freuen, deine Statistik zu sehen.

      Naja und was Finnland angeht, die haben sich ja grade mächtig verhoben…
      Du magst Recht haben, daß derzeit mehr Länder bauen, als aussteigen, (wenngleich Deutschland nicht “allein” ist) aber draus die Schlussfolgerung zu ziehen, daß das auch vernünftig ist, halte ich für falsch.
      Es ist ja kein Zufall, daß Detschland in der Entwicklung von EEG auf vielen Gebieten weltweit führend ist.


      Telematik (oder soll ich sagen “Heinz”?) beschränkt sich derweil in Haberscher Manier darauf, sich über eine “Veschwörung” seines ideologischen Feindbildes der (inzwischen wohl pansionierten) “68er” aufzuregen, anstatt einen sinnvollen Beitrag zu leisten, aber das kenne ich ja nicht anders von ihm.

      28.3.2010 um 09:41 Uhr · Antworten

      • Telematik2

        Hallo Tobi,
        willst Du mich auch ausschliessen lassen von dem Forum?
        Willst Du lieber alleine bleiben?
        Du bist ja ein “lupenreiner Demokrat” ich gratuliere!

        28.3.2010 um 22:17 Uhr

    • Schnecke

      Alleine 400 Milliarden Subventionen über die europäischen EURATOM Verträge – das ist ein Ausmaß der Subvention, das Abseits der Atomkraft völlig unbekannt ist.

      Unterm Strich haben die Betreiber in Deutschland ihre AKWs mehr oder weniger geschenkt bekommen.

      Während die sogenannten Subventionen der EE sich mehr oder weniger aufs EEG beschränken – und dieses ist weniger eine Subvention, sondern bietet den EE-Betreibern Investitionssicherheit in einem anaonsten völlig wettbewerbsverzerrtem Monopolmarkt.

      28.3.2010 um 20:51 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Hallo Schnecke, die 400 Mia Förderung sind ja wirklich sensationell. Kannst Du kurz aufschlüsseln, wieviel davon auf Deutschland entfällt? Und wer das zahlt: Die EU oder der Bund? Ziere Dich nicht! Du kannst ruhig ins Detail gehen!

        28.3.2010 um 21:15 Uhr

      • Schnecke

        Bruno, Du forderst eine Transparenz, die so leider nicht zu bekommen ist. Dies Manuskript nennt die Hintergründe und Zahlen aber zumeist recht kompakt. Selbst die 400 Milliarden EUR sind nur die Spitze des Eisberges. Die Betreiber haben kein einziges AKW jemals aus eigener Tasche bezahlt.

        http://www.ecotrinova.de/downloads/090422euratommanuskriptzumvortragklausschramme.pdf

        Weitere Links zu Auratom – und wie hinter den Kulissen die zukünftigen AKWs subventioniert werden sollen:

        http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/atompolitik/euratom-eu-kommission-mochte-atomenergie-wieder-hoffahig-machen-89.html

        http://netzwerk-regenbogen.de/eurato070325.html

        http://www.g-o.de/wissen-aktuell-1611-2004-09-24.html

        29.3.2010 um 22:43 Uhr

      • Bruno Straub

        Schnecke, ich glaube, Du willst uns veralbern: Die 400 Mia Förderung sind, wenn die Zahl überhaupt stimmt, (in Europa) für Forschung, Kredite und Bürgschaften ausgegeben worden.
        Mit Deiner Feststellung, dass “”Die Betreiber kein einziges AKW jemals aus eigener Tasche bezahlt haben”", liegst Du wahrscheinlich richtig. Das gilt aber auch z.B. für Offshorewindparks und Co. Und selbst kleine PV-Anlagen werden offensichtlich auf Pump gekauft, – die KfW und die EEG-(Rendite) -Garantie machen es problemlos möglich.

        30.3.2010 um 20:59 Uhr

      • Schnecke

        “Schnecke, ich glaube, Du willst uns veralbern: Die 400 Mia Förderung sind, wenn die Zahl überhaupt stimmt, (in Europa) für Forschung, Kredite und Bürgschaften ausgegeben worden.”
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        400 Mialliarden EUR über Euratom = ich hab nie was anderes gesagt?
        Und – das ist noch nichtmal alles. Den Links zufolge fehlen sogar noch einige hundert Mialliarden.

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        “Mit Deiner Feststellung, dass “”Die Betreiber kein einziges AKW jemals aus eigener Tasche bezahlt haben””, liegst Du wahrscheinlich richtig. Das gilt aber auch z.B. für Offshorewindparks und Co. Und selbst kleine PV-Anlagen werden offensichtlich auf Pump gekauft, – die KfW und die EEG-(Rendite) -Garantie machen es problemlos möglich.”

        Nein, das ist ein Unterschied – und zwar ein beträchtlicher.

        Zudem: welche Offshore Windparks genau meinst Du?

        Letztlich ist eines Fakt: selbst wenn ich die EEG-Umlage und alle anderen Förderungen einbeziehe, bekommen die EE selbst heute noch höchstens 10-205 der Subventionen. Der Rest ging – und geht – in die fossilen Energien. Und dort zu einem großen Anteil in die Kernenergie.

        EURATOM ist eine einzige Schweinerei, nichts anderes.

        31.3.2010 um 12:54 Uhr

      • Bruno Straub

        Liebe Schnecke, bevor wir aneinander vorbeireden: Wenn einer (nämlich der Staat) einem Investor verspricht, für jede kWh 40 Cent zu zahlen, bzw. zahlen zu lassen, obwohl das “Zeug” nur 5 Cent wert ist, sind die 35 Cent dann eine “Förderung”, eine “Subvention”, oder was meinst Du?

        31.3.2010 um 22:40 Uhr

      • trailblazer

        Der Staat zahlt nicht, sondern er hat die Energieversorger verpflichtet dies zu tun.
        2 Cent von insgesamt 22 cent pro kwh sind wirklich peanuts und summieren sich für den durchschnittlichen Haushalt auf 6 EUR pro Monat. So viel sollte einem eine saubere und sichere Zukunft wert sein!

        Die Erzeugerkosten für Strom liegen bei etwa 5 Cent im Durchschnitt, wie du bereits sagst…jetzt kann man ja mal ausrechnen, was mit dem Rest des Geldes passiert, wenn der Strom 22 cent kostet.
        Nicht umsonst haben die Stromkonzerne ihre Gewinne verdreifacht in den letzten Jahren. Das die EEs Preistreiber wären, ist also Quatsch und schlicht gelogen von den Energieversorgern.

        Die garantierte Einspeisevergütung ist eine Förderung einer nachhaltigen Energieerzeugung, die von der großen Mehrheit den Menschen und der Politk gewollt ist. Im Gegensatz zu Fossilen Kraftwerken und AKWs.

        01.4.2010 um 10:23 Uhr

      • Bruno Straub

        @Schnecke
        “”Die große Mehrheit der Menschen”" dürfte massiv verdummt werden. Immerhin glauben angeblich deutlich mehr als 50% der Deutschen, daß wir bis 2020 die Energiewende geschafft haben. Und das, das ist der größte Witz, dank Photovoltaik!
        “”Die große Mehrheit der Menschen”" dürfte auch nicht wissen, was die EE, allen voran die PV, wirklich kosten. Statt den Leuten die (irreführenden) “nur 6 Euro monatlich” vorzurechnen, sollte man ruhig die Wahrheit sagen…

        01.4.2010 um 15:06 Uhr

      • Bruno Straub

        … sorry, gemeint war @trailblazer

        01.4.2010 um 15:09 Uhr

    • Schnecke

      Gandalf, Du musst mir wirklich mal erklären – wie bei einem Anteil der Kernenergie von etwa 20 % – staatl. lt EnWG verordneter Überkapazität von 25 % über Jahreslastspitze – bei uns das Licht ausgehen soll? :)

      Dieses Märchen ist längst widerlegt – und wird auch durch die tausendste Wiederholung nicht wahrer.

      Ausserdem sind wir genauso wenig international isoliert: ausser den Franzosen baut doch so gut wie niemand AKWs.

      Das sind die Fakten.

      28.3.2010 um 20:59 Uhr · Antworten

      • Tobi

        @ Schnecke: Naja, wenn Du Dir das mal so anschaust, sinds wohl leider nicht nur die Franzosen:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Nuclear_power_worldwide-2009.svg

        28.3.2010 um 21:09 Uhr

      • Bruno Straub

        Hallo Schnecke, mal abgesehen von der Neubaufrage, kennst Du Länder, die gebrauchstüchtige AKW abschalten wollen?

        28.3.2010 um 22:11 Uhr

      • Schnecke

        @Tobi

        AKWs können in einem auf konkurrenz beruhenden Markt nicht bestehen: das sagen sogar führende Manager von EdF. Sie bedürfen also massiver staatlicher Subvention – und Staatsgarantien. Die Frage ist, ob und in welchem Umfang sich dies selbst die atomfreundlichen Staaten noch werden leisten können. Ich sehe viel Propaganda – aber kaum wirklich konkrete Projekte. Die Neubauprojekte verlaufen zudem allesamt desaströs.

        @Bruno
        Aus obigen Gründen wird natürlich versucht, die Betriebsgenehmigung für bestehende Anlagen zu verlängern. Immerhin sind es gerade die Kapitalkosten – und weniger (wenn auch in zunehmenden Maße) die Rohstoffkosten, die letztlich die Gestehungskosten eines AKWs bestimmen.

        Zwei weitere Faktoren spielen hier hinein:

        1) PeakUran ist Realität, die jetzt im Bau befindliche Generation an AKWs wird mit Lieferengpässen und Preissteigerungen rechnen müssen.

        2) Stilllegung bedeutet unkalkulierbare Kosten für den Rückbau. Hierfür sind zwar Rücklagen gebildet worden; neben Zweifeln, ob deren Höhe ausreichen wird, sind diese insbesondere (da nicht zweckgebunden) investiv in operative Geschäft eingebunden.

        Da ist ein Weiterbetrieb anscheinend attraktiver. Eigentümlich ist, dass ein Verweis auf sicherheitsrelevante Implikationen hochkomplexer und in die Jahre gekommener Technik von der angeblich so technik-affinen Atomlobby nicht zur Kenntnis genommen werden will. Soetwas gibts in keiner anderen Branche. Wäre absolut indiskutabel – und ich möchte auch darauf verweisen, dass AKWs im bisherigen Mittel in einem Alter von deutlich <25 Jahre in Rente geschickt wurden.

        Jedem, der im Kraftwerksbau zu Hause ist – MUSS klar sein, dass die Sicherheit darunter leidet. Und das abseits aller konstruktiven Mängel (Containment) deutscher Reaktoren und sicherheitsrelevanter Zugeständnisse im Rahmen des Atomkonsens.

        Jedem muss klar sein, dass darüberhinaus – infolge eines ungeklärten Entsorgungskonzeptes genehmigungsrechtlich sofort alle AKWs stillgelegt werden müssten.

        29.3.2010 um 23:01 Uhr

      • Telematik2

        @Schnecke
        “Peak Uran” soll wohl aussagen, wir hätten schon mehr als die Hälfte des Urans gefördert und stünden am Ende, das ist falsch. Die Förderung wurde zurückgefahren, da Reserven und Sprenköpfe aus dem kalten Krieg “weg” mussten.
        Gibt es eigentlich etwas schöneres als im Sinne von “Schwerter zu Pflugscharen” aus alten Atombomben, die unsere Existenz bedroht haben, billigen Atomstrom zu machen?
        Was wäre bitte Dein Gegenvorschlag für die vielen Sprengköpfe die USA und Russland jetzt zusätzlich unschädlich machen wollen? In Kisten verpacken und dem iran verkaufen?

        02.4.2010 um 10:06 Uhr

      • Schnecke

        @Telematik
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        “Peak Uran” soll wohl aussagen, wir hätten schon mehr als die Hälfte des Urans gefördert und stünden am Ende, das ist falsch. Die Förderung wurde zurückgefahren, da Reserven und Sprenköpfe aus dem kalten Krieg “weg” mussten.
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        Was ein dummer Kommentar: alle Studien sagen da leider das Gegenteil. Es ist viel mehr so, dass plötzlich abgerüstet wurde, wenn man wieder Uran brauchte. Russland war ja auch auf Devisen durchaus stark angewiesen.

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        Gibt es eigentlich etwas schöneres als im Sinne von “Schwerter zu Pflugscharen” aus alten Atombomben, die unsere Existenz bedroht haben, billigen Atomstrom zu machen?
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        Lüge 1: Atomstrom ist die teuerste Konversionsform, deutlich teurer als die EE, ja sogar PV – wenn man externe Effekte berücksichtigt.

        Lüge 2: Wenn, dann bitte “Schwerter zu vergifteten Flúgscharen. Atomstrom ist nämlich dreckig und bedroht unsere Existenz durch marode AKWs vermutlich in weit größerem Maße als eine Atombombe in einem Bunker.

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        Was wäre bitte Dein Gegenvorschlag für die vielen Sprengköpfe die USA und Russland jetzt zusätzlich unschädlich machen wollen? In Kisten verpacken und dem iran verkaufen?
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        Uran wie anderen gefährlichen Müll behandeln – abreichern und wieder schön brav bei dir unterm Haus verbuddeln. Passiert ja nix.

        03.4.2010 um 17:34 Uhr

      • Telematik2

        Wieso darf mich eine “Schnecke” eigentlich so beschimpfen, “dumm” nennen und zweifelhafte Hypothesen hervorbringen (wie: Kernenergie sein teurer als EE, oder die Supermächte rüsten ab, weil das Uran alle ist) ohne dass das sanktioniert wird? Weil sie auf der “richtigen” Seite sitzt für dieses Forum?
        Also ich finde meinen Kommentar nicht dumm. Ich halte es für eine gute Idee, Uran 235 in Kernreaktoren zu spalten und so dem Waffenbau zu entziehen und ich bestreite, dass Kernenergie teurer ist als EE: Beweis: der Rest der industrialisierten Welt baut neue Reaktoren und erforscht die Generation IV-Systeme…. Es ist sehr unwahrscheinlich dass alle andern Menschen “dumm” sind

        03.4.2010 um 22:46 Uhr

      • Telematik2

        Achso – und selbstverständlich ist auch unter meinem Haus Uran, genauso wie “über” Asse2 – um mal mit dem nächsten Märchen etwas aufzuräumen – ich zitiere:

        Leserbrief zum Bericht ”Staatsversagen – Die Räumung der ASSE
        wäre das nächste Glied in einer Kette von Fehlentscheidungen“
        von Dr. Lutz Niemann, FAZ vom 19.01.2010 gedruckt 31.01.2010

        Radioaktive Stoffe sind ein Teil der Natur

        In der ASSE lagern als wesentliche Abfallmengen je ca. 100 Tonnen Uran und Thorium sowie ca. 10 kg Plutonium, verteilt über 125 000 Fässer. In den Fässern sind die Abfälle wiederum eingegossen in Bitumen oder Beton. Nun sind radioaktive Stoffe ein Teil der Natur, es gibt sie überall. So sind in dem Deckgebirge über dem Endlager von einem halben Kubikkilometer Volumen (1/2 km Tiefe und der Fläche 1km mal 1km) 4000 Tonnen Uran, 12 000 Tonnen Thorium und 3 500 Tonnen Kalium-40 enthalten, wie sich aus der mittleren Konzentration dieser Elemente in der Erdkruste errechnen lässt. Es werden also die Abfälle in der Tiefe durch die hundertfache Menge an radioaktiven Stoffen im Deckgebirge zugedeckt. Ähnliches gilt für die Menge an Radioaktivität, gemessen in Becquerel. Warum sollten die Abfälle unten im Endlager gefährlicher sein als die darüber in der Erdkruste enthaltene 100-fach größere Menge an radioaktiven Stoffen und an Radioaktivität?

        Aus der ASSE wurde durch den Kaliabbau etwa so viel Radioaktivität heraus geholt (einige zehn hoch zwölf Becquerel), wie durch die Endlagerung der Abfälle wieder hinein gebracht wurde (wenn man nur die langlebigen Nuklide betrachtet).

        Trotzdem gibts auch bei uns im Garten Schnecken…

        03.4.2010 um 22:50 Uhr

  • trailblazer

    Wenn andere vom Hochhaus springen, müssen wir das noch lange nicht tun.

    Beim Ausstieg aus der Kernkraft geht es nicht nur um Sicherheit und die ungelöste Endlagerfrage, sondern auch darum ob wir weiter eine zentrale Stromversorgung mit Großkraftwerken haben wollen, an denen nur 4 große Anbieter durch ihre Monopole verdienen.

    Speziell Atomkraft steht den Erneuerbaren im Weg, da sie durch ihren Grundlaststrom die Netze schon jetzt verstopft und nicht kurzfristig regelbar ist, wie es für die schwankenden Erneuerbaren nötig ist.

    Mit Atom- und Kohlekraft verbaut sich Deutschland seine Zukunft. Kohle wird wegen des Klimaschutzes auslaufen müssen und Kernkraft trägt weltweit gerade mal 2,5% zur Stromversorgung bei, ist also auch KEIN Klimaschutz.
    Im Umkehrschluss heißt das, dass überall auf der Welt Erneuerbare Energien-Technologie zum Einsatz kommen werden, weil sie am Ende die billigste, sicherste und unabhängigste Energiequelle sind.
    Wer sich frühzeitig auf diesem Markt positioniert und die entsprechende Technik verkaufen kann, der wird in riesigem Maße profitieren…Deutschland ist auf einem gute Wege, Schwarz-Gelb ist aber dabei, dass alles kaputt zu machen.

    Die Wende hin zu Erneuerbaren bedeutet auch einen kompletten Wandel der Versorgung, weg von großen Monopolisten, hin zu Millionen Einspeisern und Verbrauchern – quasi eine Demokratisierung des Energiemarktes die über Zeit nach Schätzungen von Wirtschaftsleuten zu billigeren Strompreisen als heute führen wird…gerade deswegen sperren sich die Energieriesen ja ;)

    Die EEG-Umlage beträgt ab diesem Jahr nach einer Verdoppelung gerade mal 2 Cent/Kwh. Gemessen am Gesamtpreis von 22 Cent sind das Peanuts und gerade mal 6 Euro im Monat für einen durchschnittlichen Haushalt. Soviel sollte jedem die Zukunft wert sein.

    Das es bei der derzeitigen Entwicklung ohne Kohle-Neubauten und Abschaltung der AKWs bis 2020 keine Stromlücke gibt, kann man unter anderem beim Umweltbundesamt nachlesen. Momentan produziert Deutschland viel zu viel Strom, sodass wir auch hier im Export “Europameister” sind…

    28.3.2010 um 11:12 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Wir können das gerne noch tausendmal richtigstellen, Kernkraftwerke stehen den EE nicht im Weg, da alle deutschen Systeme auch den Lastfolgebetrieb beherrschen.
      Die EE stehen sich gerade selber im Wege, weil sie unstetig einspeisen. Wie zu erwarten liefert auch der Smart-Grind nach neuesten Studien nur Ersparnisse zwischen 1 und 11% und rechnet sich vorne und hinten nicht.
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Versorger-fuerchten-Nebenwirkungen-des-Smart-Grid-962676.html
      Den EE fehlt also nach wie vor der billige Speicher, wenn der nicht bald nachgerüstet wird, werden wir das ganze europäische Strommetz mit Starkwindexporten und Schwachwindimporten ins Wanken bringen…

      28.3.2010 um 22:23 Uhr · Antworten

      • Tobi

        Sinn eines Smart-Grid besteht vorallem im Ausgleich von Produktions- und Verbrauchsschwankungen und nicht so sehr in der Einsparung. Und wenn dabei noch gespart werden kann, umso besser.

        29.3.2010 um 09:20 Uhr

      • Schnecke

        @Telematik

        Soso, welche AKWs sind denn alle? Konkretisiere das mal.

        Fakt ist im übrigen, dass wie in Deutschland etwa 10 GW Speicherleistung haben, die heute durch die Kernenergie belegt werden.

        Entgegen deine Aussage, kann ein Atomkraftwerk nämlich nicht in Lastfolge betrieben werden. Innerhalb gewisser technischen Restriktionen mag dies gehen, aber Du kannst es zB weder schnell an noch abfahren… AKWs sind letztlich nicht in der Lage in einem modernen Netz Regelenergie bereitzustellen.

        Erschwerend kommt hinzu, dass sicherlich unter Beachtung einiger technischen Restriktionen über einige hundert MW geregelt werden kann – was zugegebenermaßen nicht wenig ist, aber: dabei werden die Brennstäbe voll beansprucht. Es wird also kein Brennstoff gespart, weswegen das in der Praxis keinen Sinn macht – und entgegen der netten Propaganda auf Kernenergie.de auch nicht praktiziert wird.

        29.3.2010 um 23:09 Uhr

      • Telematik2

        Lastfolgebetrieb ist möglich, wenn auch unökonomisch, da die Betriebskosten wesentlich höher sind als die Brennstoffkosten. Entgegen Deiner “Peak of Uran” Befürchtungen kostet der Brennstoff etwa 0,1 cent/Kilowattstunde, daher lässt man Kernkraftwerke bisher “durchlaufen” so wie man auch jede Wattsekunde der Erneuerbaren nutzt, weil da noch schlimmere Konstellationen sind: Anlagekosten: astronomisch, Brennstoffkosten: Null
        http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Feb/atw2010_02_hundt.pdf
        Bitte einfach informieren anstatt immer wieder dieselben technisch nicht haltbaren Behauptungen zu verbreiten!

        04.4.2010 um 06:56 Uhr

  • trailblazer

    So siehts aus.

    Ein MÖGLICHER Aspekt/Vorteil des Smartgrids (oder auch “Datenstrom”) ist in der Zukunft das Stromsparen, zunächst ist damit aber erstmal die Ausbalancierung der (erneuerbaren) Energiequellen gemeint.

    AKWs können nicht innerhalb von Sekunden oder Minuten ständig rauf oder runter gefahren werden, was nötig wäre. Die Betriebskosten eines AKW sind quasi gleich, egal ob es am Netz ist oder nicht, darum tun die Betreiber natürlich alles, dass es am Netz bleibt – das ist ja nur ökonomische Logik.
    Schon heute müssen viele Windturbinen angeschaltet werden, wenn der Wind mal etwas stärker weht, weil wir zusammen mit den AKWs Überkapazitäten haben und das Netz ansonsten überlastet würde. Je mehr Turbinen und Solaranlagen an Netz gehen, desto dringender wird dieses Problem…die AKWs blockieren also sehr wohl die EEs.

    Mit der in Planung und Bau befindlichen Vernetzung mit den Norwegischen Pumpspeicherwerken gibt es zudem eine Speicherlösung im großen Maßstab, an der sich alle Nordseeanrainer beteiligen, die bis spätestens 2020 fertig sein soll.
    Speichermöglichkeiten für den Eigenbedarf Zuhause (z.B. eigne PV-Anlage), werden zudem mit Hochdruck entwickelt (siehe “bloom energy server”, “ceramic fuel cells”) und natürlich “normale” Batterielösungen. Auch hier werden gerade ständig neue Typen entwickelt, die ein Mehrfaches heutiger Leistung bringen.

    Das die Technik nicht da sei, stimmt einfach nicht, wird von der Atomlobby aber ein aufs andere Mal beschworen.

    30.3.2010 um 10:26 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      es sollte natürlich heißen: “[...] Schon heute müssen viele Windturbinen abgeschaltet werden [...]” :)

      30.3.2010 um 12:50 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    Das Knackpunkt ist nicht in der Versorgungssicherheit, sondern in der wirtschaftlichen Situation für die Versorger.
    Je mehr Erneuerbare Energien ans Netz gehen und je mehr zentrale Großkraftwerke abgeschaltet werden, desto Transparenter werden die Preise und die Großversorger verlieren am Ende ihre derzeitige Funktion.
    Energieanbieter und -erzeuger werden sie nur noch in einem gewissen Rahmen sein. Vielmehr kommt ihnen die Rolle von “Verteilern” zu und der Betrieb der Infrastruktur. Damit lässt sich nur noch sehr wenig Geld verdienen und sie verlieren ihre Monopole. Nach 2020/2030 wird es technisch zudem wahrscheinlich für viele Hausbesitzer, Dörfer, viell. Städte möglich sein sich autark zu versorgen.
    Die Erneuerbaren sorgen für einen riesigen Strukturwandel und am Ende wird der Strom uns viel weniger Kosten, als er es heute tut.

    30.3.2010 um 10:31 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Lieber trailblazer, ich weiß, Du hast eine “Großversorger-Phobie”. Aber meinst Du wirklich, dass Stadtwerke, Kreiswerke, Dorfwerke, usw. billiger /wirtschaftlicher /wasauchimmer sind? Oder gar ihre Bürger auf einer Art Selbstkostenbasis mit selbstgemachtem Strom versorgen würden? Realität heute ist doch, dass (Stadt)Werke ihre Bürger bis an die Grenze der Zumutbarkeit abzocken. Egal, ob Wasser, Müll, Gas, Strom. Warum sollte sich da was ändern, wenn der Strom “selbstgemacht” wird?
      (Die Abzocke dient natürlich einem guten Zweck. Sehr beliebt: Schule, Bildung, Schule. Oder: Kita, Kindergarten, Kita)

      01.4.2010 um 20:18 Uhr · Antworten

      • Schnecke

        80% der Stadtwerke befinden sich mehr oder weniger in der Hand der EVU.

        Und ich behaupte nicht nur, sondern es ist so: regionale Versorger sind idR günstiger. Nicht jeder hat eben die >15% Renditevorstellungen der EVU.

        Viele EE-Stromanbieter sind günstiger als die großen Versorger.

        Es ist eben so, dass Wind&Co auch einfach guenstiger sind…;)

        03.4.2010 um 17:27 Uhr

    • Bruno Straub

      Zitat trailblazer:
      “”Die Erneuerbaren …… und am Ende wird der Strom uns viel weniger Kosten, als er es heute tut.”"
      Da drängt sich mir irgendwie auf:
      … Und wenn sie nicht gestorben sind, veralbern sie uns noch morgen.

      01.4.2010 um 22:15 Uhr · Antworten

      • trailblazer

        Ich kenne viele Stadtwerke die in jedem Fall günstiger sind, als die “Großversorger”.
        Auf Genossenschafts- oder Dorfebene werden sich die Menschen bestimmt nicht gegenseitig abzocken, denn sie rufen das ganze ja gemeinsam ins Leben.
        Auch Stadtwerke haben durch ihre kommunale Verankerung mehr eine Funktion im Sinne von “von den Menschen, für die Menschen”. Das da keine Billigpreise garantiert sind ist klar, denn auch die Kommunen wollen etwas Geld verdienen, doch wenn die Leute durch eine PV-Anlagen und in Zukunft Wasserstoffspeicher etc. die Möglichkeit haben sich selbst zu versorgen statt einzuspeisen/einzukaufen, werden sich besonders die finanziell sensiblen Kommunen überlegen, ob Sie hohe Preise ansetzen…auch im Sinne eines “Hausfriedens” mit den eigenen Bürgern.
        In jedem Falle sind diese Preise viel transparenter, als sie es in der Privatwirtschaft sind und die Stadtwerke sind auf ihre Kunden angewiesen – darum können sie nicht irgendwelche Phantasie-Monopol-Preise festsetzen.

        02.4.2010 um 09:47 Uhr

      • Schnecke

        Hat Herr Straub eigentlich ausser dummen Kommentaren auch mal etwas Substanz zu bieten?

        Schauen sie sich gern mal die Studien vom ISET/IWES zum Thema an – insbesondere vom Grogor Czisch. Oder gerade aktuell von der Energy Watch Group, oder oder oder

        Erneuerbare Energien sind bereits heute guenstiger, ein über Jahre durch Subventionen für fossile Energien verzerrter Monopol-Markt ist das Problem.

        03.4.2010 um 17:38 Uhr

      • Bruno Straub

        Ich lese die Beiträge hier gerne, und bei (aus meiner Sicht) besonders dumm/dreist/falschen erlaube ich mir dann einen Kommentar. Wenn Sie z.B. weiter oben schreiben, dass Euratom die AKW-Industrie mit 400 Mia gefördert hat, aber verschweigen, dass davon der größte Teil dieser “Förderung” Kredite(!) und Bürgschaften(!!) waren, dann darf man doch mal den Finger heben. Und wenn Sie jetzt hier was vom durch “”Subventionen für fossile Energien verzerrtern Monopol-Markt”" zum Besten geben, dann frage ich mich, was meint Schnecke? Vielleicht die (2?) Mia p.a., die in die Liquidierung des Steinkohlebergbaus an Ruhr und Saar gesteckt werden? Doch wohl kaum. Gibt es von der EU oder vom Bund Geld für einen “Monopolmarkt für fossile Energieen”? – Nicht, dass ich wüßte. Also, ich behaupte mal: Kohlestrom ist nicht so billig, weil er subventioniert wird, sondern “weil er es (noch) ist”. Man kann die Kohle in Australien freibuddeln, um die halbe Welt schippern, hier aufwändigst (Rauchgasreinigung!) verbrennen, Bombengewinne machen, sie ist dann immer noch drastisch billiger als ein OFFshoreKW. (Ich weiß, es gibt noch andere Aspekte …CO2, …Ressourcen plündern usw.. Aber das ist ja bitte hier nicht das Thema!!)

        03.4.2010 um 19:55 Uhr

      • Kalle

        Wo er recht hat, hat er leider nunmal recht…

        03.4.2010 um 21:08 Uhr

      • Bruno Straub

        Man könnte bei uns natürlich auch, spätestens die Emmissionszertifikate werden dafür sorgen, den KohleKW den Garaus machen. Dann braucht man die Kohle nur bis Indien zu transportieren. Ist auch billiger. Dort kann man sie dann (ohne großartige Reinigung/Entschwefelung) in Kraftwerken mit einem Luschenwirkungsgrad verbrennen …und “wir” freuen uns dann, dass “wir” x Mia t Co2 gespart haben. – Bravo Schnecke(n)!
        (Schnecke, ich weiß, ich bin ein wenig unfair, aber uns bleibt ja immer noch, wenn Deine Mär stimmt, der Nutzen des billigen EE-Stroms)

        03.4.2010 um 22:44 Uhr

  • trailblazer

    Wenn die großen Energieversorger schlau wären, würden sie sich dem Trend nicht entgegenstellen, sondern aktiv die neuen Möglichkeiten nutzen. Anbieter wie “Lichtblick” oder verschiedene Stadtwerke machen es vor, indem sie “Zuhausekraftwerke” (kleine Blockkraftwerke) im Keller von Kunden installieren, die dem Haus selber Strom + Wärme liefern und überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Wird der Plan von 100.000 Einheiten umgesetzt ersetzt alleine diese Maßnahme mehrere Großkraftwerke und dieser Strom ist auf die Sekunde genau zu steuern – daher optimal im Zusammenhang mit Wind, Sonne, etc.
    Andere Anbieter “mieten” die Dachfläche von Kunden, um dort eigene PV-Anlagen zu installieren.
    In beiden Fällen gehört die “Hardware” nicht den Hauseigentümern, sondern den Versorgern.

    Kohle und AKWs bringen den großen vier Versorgern die größten Gewinne, weil sie zwar im Bau teuer, im Betrieb aber sehr billig sind.
    Gaskraftwerke wären um einiges günstiger, sind wesentlich umweltfreundlicher (da viel effizienter als Kohle) und können zudem sehr flexibel gesteuert werden.
    …sie werden aber nicht gewollt von den Versorgern. Warum? Richtig, es geht nur ums Geld, nicht um die Versorgungssicherheit, oder andere Mythen wie “die Technik fehlt”.

    Letztendlich hat es aber jeder Hausbesitzer, jedes Dorf und jede Stadt mit seinen Stadtwerken selber in der Hand. Je mehr Menschen zu Ökostrom-Anbietern wechseln, je mehr Hausbesitzer und Dörfer sich individuell oder durch Genossenschaften autark versorgen, desto weniger brauchen wir die Kraftwerke der Großversorger. Genau diese Tendenz, die zunehmend erkannt wird, versuchen die “großen vier” zu verhindern, um ihre bisherige Position zu sichern.
    Es geht hauptsächlich um wirtschaftliche Macht und Geld, nicht um technische Probleme.

    30.3.2010 um 13:01 Uhr · Antworten

  • Telematik2

    Leute wie “trailblazer” müsste man unter grosse Plastikzelte stellen, die in der Mitte an der Spitze geöffnet sind und ein Horizontal liegendes Windrad nebst Generator besitzen, dann könnte man die ganze heisse Luft, die sie verbreiten in elektrischen Strom umwandeln…
    Wie kann man nur elementare Gundlagen von Wirschaftlichkeit so dermassen verhämen und ignorieren. Grosse Anlagen zur Erledigung einer Aufgabe sind immer immer immer günstiger als viele einzelne kleine, und es ist vollkommen egal in welchen Bereich man da geht:
    Konzerte: in einer grossen Konzerthalle wird mehr Umsatz und Gewinn gemacht als in einer kleinen, die Aufführung kann günstiger erfolgen.
    Kinos: ebenso
    Flugzeuge: Die grossen Düsenflieger angefangen bei der Boing 707 haben Flureisen für Otto Normalverbrauchter erschwinglich gemacht, kein Mensch käme auf die Idee lauter kleine Lear-Jets statt eines grossen Flugzeugs zu fordern und von irgendwelchen Machstrukturen und Monopolisten zu faseln.
    Verkehr: Bus und Zug ist effizienter als wenn man jeden Reisebedürftigen in ein einzelnes Auto steckt. Ein LKW kann effizienter Waren transportieren als 10 Lieferwagen.
    Tiere: Ein Elefant verbraucht viel weniger Energie pro Kilogramm Körpermasse wie eine Maus
    Ein Lexikon schreibt man lieber in en fettes Buch statt 100 Hefte nebeneinanderzu stellen.
    Ein Grosse Festplatte ist pro Kilobyte sowohl im Stromverbrauch wie auch im Anschaffungspreis billiger als eine kleine..
    Aber bei Kraftwerken, da soll das anders sein, die kleinen sind effizienter als die grossen – was für ein ausgemachter Irrsinn, wie kann man da vollkommen unbeirrbar und gegen jede Wirtschafltichkeitsrechnung nicht aufhören dran zu glauben….
    Bei grossen Kraftwerken kann man den Wirkungsgrad viel höher kitzeln.
    Es ist weniger Bedinpersonal erforderlich
    Die Brennstoffanlieferung gestaltet sich wesentlich unproblematischer
    Die Sicherheitsstandarts können höher geschraubt werden
    Die Entsorgung/Filterung der Reststoffe kann viel gründlicher und aufwendiger betrieben werden
    Und die Stromerzeugungskosten sind viel geringer… das ist nunmal so, ganz einfach…

    02.4.2010 um 09:39 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    Das waren viele schöne Beispiele und natürlich hast du völlig Recht :) Ich habe nie ds Gegenteil behauptet.
    Nicht umsonst werden auch Biogas-Anlagen immer größer gebaut und folgen dabei den Gesetzmäßigkeiten, die du beschrieben hast.

    Aber ein niedriger Produktionspreis nicht automatisch zu niedrigen Verkaufspreisen!
    Wenn der Erzeugerpreis bei 5 cent oder weniger pro kwh liegt, der Verkaufspreis aber (ohne EE-Umlage[2 cent]) 20 cent beträgt, was geschieht dann mit der Spanne dazwischen?
    Die Erzeuger haben ihre Gewinne wie ich bereits schrieb in den letzten Jahren verdreifacht….die niedrigen Kosten werden also nicht an die Kunden weitergegeben, sondern bescheren den Konzerne satte Gewinne.

    Die EEs funktionieren auch nach dem Prinzip von “immer größer und dadurch effizienter und günstiger”, wie man bei Biogas, Windturbinen und PV-Anlagen sieht.

    Der Unterschied ist aber, dass sie nicht nur von der Wirtschaft sondern auch von Privatleuten/Bürgern installiert und eingesetzt werden. Genossenschaften und Hausbesitzer sind nicht auf Gewinne aus. Sobald die Anlagen installiert sind, ist der Strom bei Wind und PV kostenfrei…günstiger geht es wohl nicht!

    Die Kosten für eine PV Anlage lassen sich bereits heute mit Dünnschicht-Technik aus den USA auf ein Zehntel senken.
    Wenn man sich also in 3-4 Jahren eine moderne Dünnschicht-PV-Anlage für (sehr pessimistisch) geschätzt 4000,- EUR auf das eigene Dach setzt und diese Anlage 30 Jahre lang kostenfreien Strom produziert und man dies den regulären Energiekosten eines 4-Personenhaushalts von ca. 21.000 EUR gegenüberstellt (700 EUR/Jahr * 30)….sind die EEs dann billiger? Definitiv. Selbst wenn die PV-Anlage das fünffache kosten würde, wäre sie noch billiger

    Der Preis der Großversorger wird sogar weiter steigen, denn Brennstoffe werden teuer, der Emissionshandel kommt immer mehr hinzu und schlussendlich werden sie abgeschaltet werden müssen, weil sie umweltschädlich und nicht mehr rentabel sind.

    “Größe ist also nicht alles” ;)

    02.4.2010 um 10:08 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      PV Anlagen sind jenseits jeglicher Rentabilität, sie liefern nur etwa 800 Stunden von den 8766 Jahresstunden den Maximalstrom, der bis zu 2000% subventioniert werden muss, damit sich Anschaffung und aufbau rechnet. Jede neue PV-Anlage bindet, nein vergeudet sinnlos Volksvermögen, solange es keine rentablen Stromspeicher gibt, müssen wir diesen PV-Anlagenbau stoppen und zwar am besten sofort.

      02.4.2010 um 10:13 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    Entweder liest du nicht richtig, oder du schmeißt bewusst mit falschen Schlussfolgerungen umher.
    Ich habe dir gerade vorgerechnet, dass PV in absehbarer Zeit alles andere als teuer sind. Dünnschichtmodule aus den USA kommen in aktuellen Versuchen an Effizienzen von 15% heran, stehen Siliziummodulen also in nichts nach – und sie kosten nur ein Zehntel von deren Preis.
    Selbst ohne jegliche Einspeisevergütung ist Solarstrom dann um ein vielfaches günstiger als der aktuelle Strompreis (siehe Beispiel oben).

    Wenn du für immer der Vergangenheit verhaftet bleibst und fortan in “Maximalauslastung”, “Grundlast” und zentralen Kraftwerken denkst, dann wirst du die Funktionsweise und Prinzipien Erneuerbarer Energie nicht verstehen, denn die funktionieren nun mal anders und richten sich in ihrer Energieproduktion nach den Rhythmen der Natur.
    Ich weiß nicht, wie oft ich es noch sagen muss, damit es registriert wird: Speichermöglichkeiten gibt es!!! Unser Netz wird bis 2020 mit Pumpspeicherkraftwerken in Norwegen verbunden.
    Zudem kommen mit den Zuhausekraftwerken und neuartigen Geräten wie der Bloombox und ähnlichen Geräten mit keramischen Fuel-Cells immer mehr Möglichkeiten hinzu Strom bei Bedarf jederzeit aus (Bio) Gas zu erzeugen und auch Solarstrom jederzeit in Form von Wasserstoff zu speichern – Zuhause.

    In den USA wurde zudem von mehreren Unis eine Methode entwickelt Wasserstoff hocheffizient mit (PV-) Strom herzustellen. Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit, wann entsprechende Speichergeräte für jedermann verfügbar sein werden.

    Um einen Wandel der kompletten Energieversorgung vorranzutreiben sind 2 Umlage pro Kwh nun wirklich peanuts und belasten uns kaum…der Strompreis wird dadurch jedenfalls nicht hochgetrieben. Auch das habe ich zuvor erklärt.

    02.4.2010 um 11:31 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Fakt ist, die Stromspeicher in Deutschland reichen nicht
      Dieses “Norwegen-PRojekt” ist ein Tropfen auf den Heissen Stein
      Smart-Grid ist schon wieder aus, weils nix bringt (1-14% Stromersparnis…)
      Industrie, sonstige Verbraucher, Ich und die meisten anderen Privatkunden brauchen Strom unabhängig von Wind und Sonne – das nennt sich nach wie vor Grundlast….
      nich immer labern – machen!
      nich immer auf andere meckern (Kernenergie, Kohle) – selber besser machen!

      02.4.2010 um 12:35 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    ok, wenn du es nicht glauben und wahrhaben willst, dann kann auch keine Argumentation der Welt helfen.

    Fakt ist folgendes: Sämtliche Anrainer der Nordsee vernetzen sich mit den Norwegischen Pumpspeicherkraftwerken, weil dort riesige Kapazitäten zur Verfügung stehen. Von einem “tropfen auf dem heißen Stein” kann keine Rede sein.

    Mit dem Begriff “Smartgrid” werden mehrere Sachen bezeichnet. Primär ist damit die Koordination der EE-Quellen gemeint. Stromsparen ist ein weitere mögliche Funktion durch Datenstrom, aber das ist noch Zukunftsmusik (trotzdem kann man sich schätzen, dass da mehr drin ist, als die Versorger uns glauben machen wollen).
    Durch die Vernetzung der verschiedenen EE-Quellen an verschiedenen Standorten und europaweit ist die Stromversorgung gesichert. Das ist nicht nur ein Konzept, sondern wurde durch praktische Versuche einer Uni zur Erzeugung von “Grundlast” durch ein vernetztes “virtuelles Kraftwerk” aus Wind, Sonne und Biogas längst nachgewiesen.

    All diese Sachen kannst du an vielen Stellen nachlesen, auch hier im Blog wurden Infos dazu zuhauf gepostet.
    Es ist alles technisch möglich und wird umgesetzt. Also höre bitte auf dich zu beschweren und dagegen zu predigen und falsche Vermutungen und “Fakten” zu verbreiten während du Tatsachen, die man nachlesen kann, ignorierst.

    Du MACHST offensichtlich nichts, sondern verweigerst dich und hängst weiter einem System nach, das durch die Zukunft überholt werden wird.

    02.4.2010 um 13:03 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Ach weisst Du, Papier ist geduldig.
      Noch ist nichts umgesetzt.
      Wenn Du mal ernsthaft nachrechnen würdest, wüsstest Du was ich mit “Tropfen auf den Heissen Stein meine”
      Aber mach Dir keine Sorgen, die Bundesregierung rechnet gerade ernsthaft und lässt sich bis Oktober Zeit… Und wenn kein Wunder (Wendelstein, Iter) passiert, lassen wir die Kernreaktoren nochmal 28 Jahre weiterlaufen, fahren Kohle und Gas langsam runter und bauen die EE in einem Ökonomisch sinvollen Umfang weiter aus…. Und wenn noch mehr heisse Luft in den Erneuerbaren steckt als sogar ich vermute müssen wir wohl nochmal bei der Firma Areva NP anrufen….
      Eine Schnecke kann eine Rakete nur dann überholen wenn sie jemand mitnimmt, und so in etwa überholen die EE die Kernenergie :-)

      02.4.2010 um 13:24 Uhr · Antworten

      • trailblazer

        Gas wäre eine gute Alternative, das könnte man später auch auf Biogas umstellen.

        Kohle wird um 2020 wahrscheinlich durch den Emissionshandel nicht mehr rentabel sein. Das wird spannend, was dann passiert.
        Wenn die AKW Betreiber für alle negative Folgen ihrer Technik zahlen müssten und das nicht sozialisiert würde, dann sähe der Preis da auch ganz anders aus.

        Die Zukunft wirds zeigen…

        Ich denke die EEs werden schneller kommen, als du und viele denken und billiger werden sie spätestens 2020 in jeder Hinsicht sein ;)

        Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln kann schon heute jeder. So nutzt man die Macht des Marktes, um die großen Anbieter unter Druck zu setzen. Auch das beschleunigt einen Wandel.

        02.4.2010 um 13:32 Uhr

      • Telematik2

        Biogas??? Hast Du Blähungen???
        Beachte bitte auch hier die Grössenordnungen von Angebot und Nachfrage… irgendwo in einem alten Blog stand das mal, was wir an Gas pro Jahr schon jetzt brauchen… grübel.. waren das nicht 1 Billionen Kilowattstunden pro Jahr????
        Soviel “Bio” gibts hier nicht – unglaublich – die Deutschen (achtung-ich bin Ausländer!) wollen wohl immer irgendwas vergasen, oder “End”-wasauchimmern *lach*
        Es hilft nichts, die 10 unzureichenden EE-Lösungen immer wieder aneinanderzureihen für einen Enegiehunger der Grössenordnungen darüber liegt….

        02.4.2010 um 13:39 Uhr

  • trailblazer

    Oh man :)

    …nur weil man sich etwas nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass das nicht geht.

    Ich weiß nicht wie hoch unser Gasverbrauch ist, aber sicherlich ist es viel :)

    Trotzdem gibt es sogar eine Studie die ausrechnet, dass der gesamte Gasverbrauch in Deutschland und Europa aus Biogas-Anlagen gedeckt werden könnte, wenn diese konsequent ausgebaut würden und brach liegende Agrarflächen dafür wieder in Betrieb genommen würden. Und das ohne Nahrungsmittelkonkurrenz.

    Auf einen Schlag passiert so etwas sicherlich nicht und ich denke auch, dass dies 30 Jahre dauern kann. Biomasse ist schließlich genügend vorhanden. Nicht nur Rindergülle und Energiepflanzen sondern auch Speisereste, Gräser von Weiden, Klärwerke u.a.,
    Wir verfüttern in der BRD 60% unseres Getreides an Rinder und Schweine. Viezucht ist die ineffizienste Weise Nahrungsmittel zu erzeugen und verschwendet ungeheure Ressourcen. Wenn wir nur 20% des Getreides stattdessen in Biogas verwandeln würden – dann wäre schon viel getan! 10% der Flächen liegen zudem brach.

    Alle Energie- und Umwelt-Probleme auf einmal lösen werden wir sicherlich nicht auf einen Schlag, bloß müssen wir damit jetzt anfangen und mit 100%igem Einsatz um es viell. in 30 Jahren geschafft zu haben. Das Klima wartet nicht und der AKW-Müll löst sich nicht in Luft auf.

    02.4.2010 um 13:59 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Bist Du Wahnsinng? Du Willst Lebensmittel verheizten, wegen ein bischen Atommüll, das keinem was zu Leide tut und sich im Übrigen ja eben doch mit der Zeit in Luft auflöst?
      Energiesparen ist hilfreich aber keine Lösung – schau mal Ben-Hur im ZDF, da siehst Du, wie es mit Bio-Energie geht, da rudern gerade Galerensträflinge… Können wir dann ja auch wieder machen um Öl zu sparen….
      so langsam wirst Du Menschenverachtend – wie schon gesagt – kümmer Dich um deinen Kram und lass andere in Ruhe, das gilt für Fleischesser wie KKWs. Die EE müssen sich ohne Verzicht und Entbehrung durchsetzen, sonst machen wir einfach weiter bis Kohle, Öl und Uran alle sind, was soll das Zeug denn da im Boden rumgammeln? Danach können wir doch immernoch sparen… Und ganz vielleicht klappt ja dann die Kernfusion dann können wir wieder aus dem vollen schöpfen…

      02.4.2010 um 15:42 Uhr · Antworten

      • Jan Haase

        Hallo Telematik2,

        ich möchte dich dringend bitten, deine Wortwahl und den Ton deiner Beiträge so zu wählen, dass sie unserem Verhaltenskodex hier im Blog entsprechen. Davon entfernen sie sich gerade deutlich.
        Frohe Ostern wünscht das Greenpeace-Web-Team

        02.4.2010 um 17:56 Uhr

      • Telematik2

        Naja, Lebensmittel in Biogas zu verwandeln ist auch sehr sachlich formuliert etwas was da facto wohl ein paar millionen Hungertote mehr auf dieser Welt erzeugen wird.
        Ist “euch” das denn eigentlich egal? Darf man hier fordern Essen zu vernichten? Ist das nicht menschenverachtend?
        Naja heute ist ja auch Karfreitag, somit ein dunkler Tag…
        Für ab morgen aber ebenfalls “schöne Ostern”

        02.4.2010 um 20:26 Uhr

      • Kalle

        Hallo Telematik, ich find du hast voll Recht und so, weil die armen Kinder in Afrika können ja dann das Essen von unseren Müllkippen essen, das ist dann so total nicht menschenverachtend. Und ich find das auch voll gut von dir, dass du den Ökos mal zeigst wo der Hammer hängt. Die Greenpeace Seite wäre jedenfalls um etliche Lacher ärmer ohne dich…

        03.4.2010 um 13:46 Uhr

    • Bruno Straub

      Lieber trailblazer, Du hast vollkommen recht wenn Du feststellst: “”…nur weil man sich etwas nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass das nicht geht.”"
      In Deinem speziellen Fall würde ich Dir mit auf den Weg geben: “Nicht alles, was man sich vorstellen kann, geht auch”

      02.4.2010 um 21:02 Uhr · Antworten

  • Ganjageorge Andy Günther

    Ich sehe schon ihr habt echt mal Ahnung von der Materie, da kann ich net mitreden, ich mach mir nur Gedanken, das ihr was einfaches übersehen habt während ihr euch mit Fakten und auch Unsinn beworfen habt;)
    Im Moment befinden wir uns noch immer an nem Punkt wo so gut wie alle Menschen, egal wo auf Erden, nur Konsumieren und das ohne Ziel und Verstand. Sie sind dermassen passiv, das sie immer nur warten was kommt.
    Solange bedienen sie sich am herkömmlichen nach Lust und laune. Wenns sich doch mal ändert nehmen sie eben vom neuen so viel sie wollen und immer noch vom sparen keine Ahnung.
    Wie stellt ihr euch die zukunft vor? Alles bleibt so wies is, nur sauberer wirds? Konsum als Lebenszweck der Königsklasse in der Evolution? Veränderungen müssen immer aufgezwungen werden, weil Logik und Vernunft keinen Spass machen? Die Politik bleibt weiter Diener der Lobby, der Bürger kümmert sich n scheiss, wenige denkende nehmen aktiv Anteil an den Problemen der Zeit und kämpfen gegen die Ignoranten die unberührt mit ihrer enormen Macht auf uns herunterlachen und spucken.
    Es muss sich mal was rühren, es wird zu viel geredet und zu wenig getan.
    Im jahr 2010 schnallen die meisten menschen immer noch nicht was los ist und es wird sogar wieder mehr darum gekämpft, obs nun stimmt das mit der Klimaerwärmung oder nicht.
    Mir ist das scheissegal obs stimmt, weil es mir sowieso keinen spass macht dreckiges Wasser zu trinken während ich mir Gift in die Lungen sauge. Ich mag auch keine Nahrung essen die genmutierend wirkt oder durch Qualvolle Haltung erzeugt wurde.
    Ich habs so satt den ganzen gierigen Ignoranten zuzusehen wie sie sich bereichern und dabei lächeln während Milliarden leiden.
    Nun vielleicht gehts nur mir so aba so wies jetzt ist, würde ich lieber sterben als noch weiter zu leben, weil allein bin ich schon und allein zu leben ist nix wert. Nur lieber allein als mit Vollhonks!!!!

    03.6.2010 um 05:31 Uhr · Antworten

    • Ganjageorge Andy Günther

      Abschliessend ist zu dem Kommentarwust hier nur eins zu sagen.
      Er erinnert mich irgendwie and die Weltklimakonferenz, wo Politiker sich mit Fakten zuwerfen, darüber streiten wer recht hat und sich am besten auskennt. Dann ist das Treffen auch schon am Ende angelangt, jeder befreit sich vom Kot der geflogen ist, beteuert jedem Teilnehmer seine tiefste Ehrfurcht was dessen Arbeit angeht, noch ein Abschlussphoto, viel heisser Wind steigt zum letzten mal auf und alles bleibt beim alten.
      Ihr habt ebenso viel geredet und zum Schluss gabs keine richtige Einigung. Jeder glaubt sich im Recht und macht weiter wie bisher. Viel Faktenwissen ist aba doch nicht nötig um die Erde zu retten, sonst wärs ja noch schwieriger als es eh schon ist. Die Logik hab ich vorher schon getroffen. Wer im Dreck leben will muss so weiter machen wie bisher und mäkelt an jedem Versuch der ,,Baumknutscher ,, rum, so dass Er sich gut fühlt und wer sauber in die Zukunft will muss eben ,, Bäme knutschen,, was ich persönlich den meisten Menschen bedenkenlos vorziehe!!!

      03.6.2010 um 15:33 Uhr · Antworten

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  • Womblog sagt:

    In französischer Mission…

    Von Jan Haase | Greenpeace Blog | – Unser Außenminister Guido Westerwelle auf Dienstreise in Südamerika – da fragen sich seit Tagen viele, wessen Interessen er dort eigentlich vertritt:   Auffällig sind Westerwelle und die FDP…

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