Bäume und Wälder

09. April 2010 · von Andrej Mischerikow

Der Frühling ist da, der Winter ist vorbei. Während der Winterzeit bekommen wir immer wieder Anfragen wie diese:

mir ist aufgefallen, das in diesem Winter sehr viele Bäume gefällt wurden. Ganze Waldstücke verschwinden, oder werden sehr stark ausgedünnt. Besonders auf dem Land wird wahllos alles gefällt. Auch jahrhundert alte Bäume mit riesigen Durchmessern. Was kann man da tun?
Auch ärgert mich die Werbung von Tetrapack bzgl. nachwachsener Rohstoff Holz. So schnell wie die Wälder zur Zeit in Deutschland verschwinden, können die Bäume gar nicht nachwachsen.

Natürlich freuen wir uns über das Engagement, aber grundsätzlich muss man darauf hinweisen, dass Bäume sowieso nur ausserhalb der Vegetationszeit gefällt werden dürfen, also im Winter. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass das während dieser Jahreszeit eben auch besonders auffällt.
Es gibt für jedes Bundesland (teilweise auch für jede Gemeinde) unterschiedliche Vorschriften für den Schutz der Bäume. Wenn also jemand der Meinung ist, dass irgendwo in Deutschland sinnlos gefällt wird, dann müsste sie oder er sich an die im jeweiligen Bundesland zuständige Behörde wenden, am besten über die Gemeinde oder eine der Unteren Naturschutzbehörden.
Greenpeace ist ja eine internationale Umweltschutzorganisation. Wir waren zwar aktiv zum Nationalpark Kellerwald in Hessen, aber das ist einer der letzten grossen unberührten Laubwälder Europas. Unser Thema sind die Urwälder der Erde. Wenn also die Antworten der Gemeinden nicht zufriedenstellen, dann sollte man sich an eine der Natur- und Umweltschutzorganisationen wenden, die zu regionalen Themen arbeiten, z.B. an den Bund für Umwelt und Naturschutz oder an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
So. Und zu Tetra Pak: Uns ärgert das auch. Aber nicht nur uns. Viele Menschen, die den Spot mit dem Hasen Bob gesehen haben, haben dazu ihre Meinung geschrieben. Ob das Greenwashing ist oder nicht, überlassen wir den Zuschauerinnen und Zuschauern.

Kommentare

  • Die Ortsgruppen von Greenpeace sind aber in Sachen heimischer Wald tätig. Die Ortsgruppe Frankfurt hat schon geholfen den bayrischen Wald “aufzuräumen”, als nach einem Sturm viel Bruchholz herum lag.

    Man kann viel mehr tun, als zur Zeit getan wird. Auch fehlt oft die Unterstützung der örtlichen Behörden. Zur Zeit bin ich Einzelkämpfer, bedeutet, der Weg zum schwarzen Block der Waldläufer ist vorgezeichnet – dem Wald zuliebe.

    Mein Kampf

    Schönes Wochenende Euch allen.

    10.4.2010 um 08:09 Uhr · Antworten

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