Die Kette ist geschlossen!

24. April 2010 · von Tobias Riedl
(c) Bente Stachowske/Greenpeace - Der Anti-Atom-Treck ist in Krümmel angekommen

Der Anti-Atom-Treck ist in Krümmel angekommen

15:56 Uhr, die Kette ist geschlossen! 120.000 Menschen. Aber das ist nicht alles. In Biblis demonstrieren zeitgleich 20.000 und in Ahaus 6000 Menschen. Insgesamt also 146.000. Die Zahlen sprechen für sich: Niemand will Atomkraft! Wenn Politiker so ein Zeichen ignorieren, sollten sie dringend einmal ihr Verständnis von Demokratie hinterfragen. Eben hat Abi Wallenstein auf der Bühne in Krümmel gespielt. Jetzt beginnt der erste Redeblock. Danach folgen weitere Bands.

15:00 Uhr: Es ist geschaft! Wir sind vor dem AKW Krümmel. Seit der Abfahrt heute morgen in Lüneburg haben sich ständig neue Menschen in den Treck eingereiht. Es war nicht mehr möglich, Trecker und Fahrräder zu zählen. Auch ein schneller Treck mit nochmal an die 50 Traktoren aus dem Wendland ist kurz vor Geesthacht zu uns gestoßen. Die letzte Etappe glich einem Volksfest! Überall Menschen, die winken, Autofahrer und Polizisten, die uns freundlich zuhupen. Hier in Krümmel steht die Kette. Allein vom AKW bis zum Pumpspeicherwerk ca. zwei Kilometer weiter stehen über 2000 Menschen. Für die Kette hätten auch 600 gereicht. Überall bunte Fahnen, lachende Gesichter. Familien mit Kindern und Hund. Alle sind gekommen. Riesentrubel, kaum möglich, das eigene Wort zu verstehen. Ein starkes Zeichen an die Regierung gegen ihre unverantwortliche Atompolitik.

Kommentare

  • Fabian

    “Insgesamt also 146.000. Die Zahlen sprechen für sich: Niemand will Atomkraft!”
    Nein, in Deutschland leben mehr als 146.000 Menschen.

    Und noch ne Frage. Was genau soll “Anti Atom” bedeuten? Will jetzt Greenpeace nach den Genen nun auch die Atome vernichten?

    24.4.2010 um 17:24 Uhr · Antworten

    • Georg

      Greenpeace will weder Gene, noch Atome, noch irgendetwas “vernichten”. Was sollen solche künstlich dumm-gestellten Kommentare. Wissen Sie wirklich nicht,was mit “Anti-Atom” gemeint ist? Ein Armutszeugnis, dass Sie meinen, so einen Mist meint hier veröffentlichen zu müssen. Wenn Sie fundierte Argumente für eine andere Meinung haben, sagenargumentieren Sie. Wenn Sie nichts weiter haben, als pseudo-schlaue Äußerungen, dass mehr als 146.000 Menschen in Deutschland leben, verschwenden Sie bitte nicht die Zeit anderer damit. Danke!

      PS Super Aktionen! Toll, dass so viele Menschen Ihre Freizeit geopfert haben, um stellvertretend für die – je nach Umfrage – 60 bis 80 Prozent der Menschen, die in Deutschland gegen die weitere Nutzung Atomenergie sind, auf die Straße zu gehen!

      25.4.2010 um 08:47 Uhr · Antworten

    • Georg

      Am 9. Mai in NRW: Atomkraft und schwarz-gelb abwählen!

      25.4.2010 um 08:51 Uhr · Antworten

  • Detlef

    Lasst uns besser die Kernenergie der Sonne nutzen! Dort klappt die Kernfusion gut. Da bleibt der Atommüll weit genug weg und unsere Enkel können das Steinsalz aus Gorleben noch auf ihr Frühstücksei streuen, ohne dass dies strahlt. Und: Sie bekommen ihr Frühstücksei nicht auf der Krebsklinik sondern hoffentlich gesund zuhause. Eine gute Perspektive, denke ich. Achtung: Bestimmte Strahlenschäden werden vererbt. Ist das nicht ein Jammer?

    24.4.2010 um 17:43 Uhr · Antworten

  • Julie

    Prima ! Die Zahlen sprechen wirklich für sich.

    Allerdings befürchte ich, dass das den Verantwortlichen
    ziemlich egal sein wird. Das Volk stört doch nur… :-(

    24.4.2010 um 17:54 Uhr · Antworten

  • Jule

    146.000 Menschen ist eine gute Zahl. Allerdings ist die Zahl zu gering, wenn man bedenkt, wieviele Menschen es sein KÖNNTEN! Leider konnte ich nicht vor Ort sein, aber ich freue mich über das Engagement der vielen Demonstranten. Es wäre zu schön, wenn sich endlich etwas bewegen würde. Aber leider glaub ich auch, dass es bei den Verantwortlichen auf taube Ohren stößt. Aber am schlimmsten finde ich, dass selbst intelligente Menschen immernoch glauben, ohne Atomstrom säßen wir im Dunkeln. Das ist einfach unverständlich und enttäuscht mich immer wieder! :-(

    24.4.2010 um 18:46 Uhr · Antworten

  • Caroline

    140.000 Menschen gegen Atomkraft – SUPER! Und ein dringendes Zeichen an Merkel, Rössler und Co. dass die einfache Deklarierung von Gorleben als Endlager nicht funktionieren wird. Warum können Politiker nicht endlich zu der Wahrheit stehen, dass niemand von Ihnen die Verantwortung für hochgiftigen Strahlenmüll über Jahrtausende weder übernehmen will noch kann?

    24.4.2010 um 19:15 Uhr · Antworten

  • Jonas

    Tja, da wäre man auch gern dabei gewesen. Musste aber dann doch zu einem Erste-Hilfe-Kurs.

    24.4.2010 um 20:19 Uhr · Antworten

  • Rainer

    Ich war heute in Biblis, und ich finde 146.000 Menschen auch zu wenig,
    Was mich aber mal interessieren würde, wie viele von den 146.000 Menschen sauberen Strom haben? Um so mehr Haushalte dem Atomstrom den Rücken kehren, um so wacher wird die Politik.

    24.4.2010 um 20:54 Uhr · Antworten

  • klara

    in schenefeld gab es ziemliche probleme beim schließen der kette, wir haben mit fahrrädern und bannern ausgeholfen.

    geht auf http://secure.avaaz.org/de/whales_under_threat/

    24.4.2010 um 20:58 Uhr · Antworten

  • kleinerhobit

    Von wegen, die Anti-Atom Bewegung macht schlapp. Da habe ich in Ahaus heute aber was anderes gesehen. Und das tat sehr gut! Ich werde wieder kommen, solange wie nötig, bis das alle AKW’s vom Netz sind!

    24.4.2010 um 22:06 Uhr · Antworten

  • Oliver

    Guten Abend.
    Ja, ich war dabei, mitten zwischen Glückstadt und Elmshorn, ein Glied der langen Kette, eines von rund 120.000, und wir haben es geschafft! :D
    Gerade erst wieder zu Hause angekommen, konnte ich mit Freuden feststellen, dass auf vielen Internetseiten von Sendern und NGO´s bereits fertige Artikel und/oder Nachrichtenfilme zugänglich sind.
    @ Fabian, 17.24 Uhr: Deinen Text bzw. deine Frage verstehst du sicherlich selbst nicht ganz und wenn doch, reicht Dein Horizont wohl nicht über Deine Nasenlänge hinaus. ;-)
    Viele Grüße an alle Atomkraftgegner.

    24.4.2010 um 22:12 Uhr · Antworten

  • Luisa

    Super Aktion!

    Leider habe ich sie verpasst…. Wann findet die nächste große Demo statt?

    24.4.2010 um 23:22 Uhr · Antworten

  • Tim

    Na dann versucht mal schön die 30% Nutzstrom zu decken bzw die über 40% Grundlastdeckung, die momentan von der Kernenergie übernommen wird.
    Wenn mal die Wolken am Himmel stehen und leider kein Wind weht, gibts dann halt kein Warmwasser oder warmes Essen.

    25.4.2010 um 00:17 Uhr · Antworten

    • Georg

      Kein Problem! Als 2007 sieben deutsche AKW vom Netz waren, hat Deutschland dennoch Strom exportiert, also mehr Strom erwirtschaftet, als benötigt. Also: die ersten sieben AKW plus den Pannenmeiler Krümmel sofort vom Netz nehmen! Der Rest kann schnell folgen. Deine Definition von “Grundlast” ist veraltet. Heute sind die erneuerbaren Grundlast (Einspeisevorrang!). Wir brauchen flexible Ergänzungen. Alte AKW und Kohlekraftwerke sind viel zu unflexibel und blockieren mit ihrem Strom die Netze für den Ausbau der Erneuerbaren. daher gilt: So schnell wie möglich, so langsam wie nötig weg damit! Übrigens musste Frankreich letztes Jahr Strom importieren: Wenn es nämlich zu heiß wird, müssen die ihre AKW runterfahren. Deinen Illusion, Atomkraft sei ein Garant von Stromlierfeung in allen Lebenslagen, ist unrealistisch. Selbst wenn AKW zuverlässig Strom liefern würden, wäre das viel zu teuer. Was alleine die Endlagerung des Atommülls für mindestsn 250.000 Jahre kostet. Hast Du Deinen Atommüll udn seine Lagerung eigentlich schon bis zum 31.12.260.000 bezahlt? Wie teuer war Deine Rechnung? ;)

      25.4.2010 um 09:11 Uhr · Antworten

      • Tim

        Das Thema Endlagerung habe ich n diversen anderen Blogs bereits mehrfach angesprochen. Daran wird geforscht. Eine Idee, die REststoffe mit Netronen zu beschießen und sie so in kurzlebigere Nuklide umzuwandeln ist aktuell in der Erprobungsphase und liefert meines Wissens nach recht vielversprechende Ergebnisse, was die Lagerungszeit erheblich reduzieren würde.
        Was die Flexibilität eines KKWs angeht gibt es da die Steuerstäbe, die eine recht gute Option zur Regulierung der Kettenreaktion bieten. Außerdem kann man noch Borsäure in die Kühlflüssigkeit zugeben, die einen weiteren Regulierungseffekt bietet.
        Des Weiteren genießen regenerative Energien in Deutschland die Einspeißungspriorität, nach der sich auch die KKW richten. Wird mehr elektrische Energie benötigt, als von regenerativen und konventionellen (Kohle, Gas) Quellen geliefert werden kann, wird dieReaktorleistung hochgefahren, wird sie nicht benötigt, wird sie heruntergefahren.
        Generell liefern KKWs in ca 90 – 95% des Jahres ihre elektrische Energie. Bei Windkraft und Solarkraftanlagen wird dieser Grad sicherlich nicht annähernd erreicht.

        25.4.2010 um 12:03 Uhr

  • Cem

    SUPER!
    selbst mit 17 jahren erkennt man doch rescht schnell wie unverantwortlich Politiker handeln.

    25.4.2010 um 01:18 Uhr · Antworten

  • Maria S

    Tja, “Atomenergie tötet” steht auf den Grünen-Plakaten
    Die Menschen die das glauben rennen auf die Strasse
    Kann ich verstehen

    Schade dass man bei uns ungestraft so herumlügen darf.

    denn gestorben ist bei uns and der Atomenergie noch keiner

    Naja, dann hetzt mal hübsch weiter, dafür werdet ich ja schliesslich bezahlt

    25.4.2010 um 07:57 Uhr · Antworten

    • Siegmund Freud

      Na, freudscher Verschreiber? Oder wer wird denn nun hier bezahlt? ;-)

      25.4.2010 um 08:53 Uhr · Antworten

    • Georg

      Ich bin nur ehernamtlich aktiv und verdiene Mein Geld durch einen normalen Vollzeit-Job.
      Das keiner an Atomkraft in Deutschland stirbt, ist eine Behauptung, die so nicht stehen bleiben kann. Es stimmt, das niemand weiß, wie viele Menschen in Deutschland an Atomkraft im “Normalbetrieb” sterben. Das hängt aber nur damit zusammen, dass Krebserkrankungen und Erbgutveränderungen polykausal sein können, Radioaktivität bei geringer Dosis chronisch, nicht akut, wirkt und Krebs daher nicht einer Ursache direkt zugeschrieben werden kann – anders als bei einem Verkehrsunfalltoten. Deshalb aber zu behaupten, es gäbe keinen krebserzeugenden Einfluss von Atomanlagen im “Normalbetrieb”, ist schlicht unwissenschaftlich. Dass es z.B. Zusammenhänge zwischen Leukämie bei Kindern und AKW gibt, bestätigt selbst das Bundesamt für Strahlenschutz.
      Außerdem: Was ist denn auf einmal mit der Globalisierung? Gelten Tote oder verstrahlte Menschen beim Uranabbau weniger, weil sie in anderen Ländern betroffen sind? Gelten Tote in der Brennelementeherstellung in Japan nicht? Was wissen Sie eigentlich über die Folgen des Uranabbaus in der ehemaligen DDR? Was über die Auswirkungen der radioaktiven Wolke von Tschernobyl – auch in Deutschland? Was wissen Sie über Atommüll, den z.B. die Franzosen einfach nach Russland abschieben?
      Zum Dritten: Unbestreitbar sind nur drei der deutschen AKW für einen Flugzeugabsturz annähernd gesichert. Seit dem 9.11. darf man aber die Gefahr eines gezielten Angriffs mit Verkehrsflugzeugen auf Atomanlagen nicht mehr einfach vom Tisch wischen.
      Zum Vierten: Auch ohne die Gefahr eines größeren Atomunfalls in Deutschland, der jederzeit möglich ist, gäbe es noch genug Gründe gegen die Nutzung der Atomenergie. Die Erblast des Atommülls für mindestens 250.000 Jahre zum Beispiel.
      Mit Ihrer Vorstellung “Die protestieren nur, weil sie uninformiert sind und Angst haben!” liegen Sie völlig falsch. Im Gegenteil: Wer sich unabhängig und umfassend informiert, wird kein stichhaltiges Argument für Atomkraft finden, außer den Gewinn von vier Großunternehmen. Wir handeln nicht aus Angst, sondern mit fundiertem Wissen und klaren Argumenten. Ich weiß auch, dass meine Chance, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, größer ist, als durch Radioaktivität. Das ist aber weder ein Argument, das zusätzliche Risiko der Radioaktivität einzugehen (oder stellen Sie sich bei Gewitter aufs Dach, weil die Cahnce, am Blitzschlag zu sterben, geringer ist, als beim Verkehrsunfall?), noch entkräftet es die zahlreichen anderen fundierten Argumente gegen Atomkraft.
      Zum Schluss: Solange die Bundesregierung behauptet, die Nutzung der AKW sei ein alternativloser Sachzwang (nichts als eine Lüge übrigens), kann sie auch z.B. dem Iran keinerlei Vorschriften machen. Eine zivile Nutzung der Atomenergie ohne die Möglichkeit der militärischen Nutzung gibt es nicht. Wieder nur Angst?

      25.4.2010 um 09:30 Uhr · Antworten

      • Tim

        Hallo Georg,
        ich denke Sie sollten in Ihren Aussagen nicht so sehr pauschalisieren. Es gibt durchaus gute Argumente FÜR die Kernenergie. Genauso wie es gute Argumente GEGEN sie gibt.
        Vor allem Ihre Behauptung bezüglich der Reaktorsicherheit halte ich für falsch. Sämtliche Reaktorkuppeln sind mit dickem Stahlbeton gebaut und sind nur die erste Sicherheitsbarriere, die ein Flugzeug durchdringen müsste. Außerdem ist die Absturzsicherheit ein recht schwammiger Begriff. Im schlimmsten Fall stürzen 10 AirbusA-380 in kurzen zeitlichen Abstand in die Anlage. Da kann dann natürlich nicht mehr viel getan werden. Aber die deutschen Kernreaktoren sind sicherlich mit die sichersten weltweit, wenn sie nicht sogar DIE sichersten sind. In dieser Thematik sollte man eher im Osteuropäischen Bereich ansetzen, und weniger in Deutschland.
        Es gib sicherlich einige Demonstranten gegen die Kernenergie, die dies eher aus Angst tun, die auf mangelnde Information zurückzuführen ist. Die Zahl dieser Menschen quantifizieren zu wollen, geht aber nicht.
        Zu der Behauptung, dass in Deutschland niemand an der Kernenergie stirbt stehe ich ähnlich wie Sie. Es gibt in jedem Arbeitsbereich Unfälle, die nicht der normalen Planung entspringen. Selbst im Baugewerbe gibt es wohl jährlich tödlich verlaufende Unglücke. So gesehen ist die Behauptung es sterbe niemand an der Kernenergie falsch. Was die Krebsthematik angeht, bin ich für mich noch unentschlossen, was ich glauben soll. Einige Mediziner werfe die Erscheinung der “Hormesis” in die Waagschale. Diese besagt, dass geringe Strahlendosen sogar gesund sind und heilend wirken. Was die Wissenschaftlichs Seite dieser These ist, kann ich nicht genau sagen. Ich weiß lediglich, dass einige Mediziner sie als wahr ansehen, manche nicht. Ein wissenschaftlicher Beweis steht aber noch aus.
        Abschließend kann man glaube ich nur noch sagen, dass die Kernenergie eine Thematik ist, die polarisiert wie kaum etwas anderes in der heutigen Welt. Entweder man ist klar FÜR die Kernenergie, oder man ist klar dagegen.
        Fakt für mich ist, dass beide Ansichten ihre existenzberechtigung haben und auch jede für sich eine Wahrheit nach außen Transportieren können. Nur durch den Dialog beider Ansichten, lässt sich diese Technologie noch sicherer und Effizienter nutzen, wie heute. Deshalb wäre mir ein konstruktiver Austausch lieber, als ständige Demonstrationen.

        25.4.2010 um 12:17 Uhr

      • Telematik2

        Hallo Tim,
        das könnte stimmen, aber in “Verlorenen Lebensjahren pro Terawattstunde” liegt die Kernenergie mit auf den beiden besten Plätzen, vieles andere, vor allem Photovoltaik kommt schlechter weg, wurde mal in irgendeinem älteren Blog hier verlinkt.
        wenn man nach “voss verlorene lebensjahre” googelt findet man eine ganze latte Links mit entsprechenden vergleichen… Diese Panik der Leute ist jedenfalls nicht nachvollziehbar…

        25.4.2010 um 22:16 Uhr

  • Georg

    Am 9.5. ist Landtagswahl in NRW. Das Ende der schwarz-gelben Landesregierung bedeutet auch ein anderes Stimmenverhältnis im Bundesrat. Dein Stimme entscheidet, ob es im Bundesrat eine Mehrheit für den Atomausstieg und die schwarz-gelbe Atompolitik gibt. Atommüll hat eien Farbe: Schwarz-gelb!
    Darum: Liebe MitbürgerInnen aus NRW: Am 9.Mai: Atomkraft und schwarz-gelb abwählen!

    25.4.2010 um 08:50 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      Da bist Du aber sowas von auf dem Holzweg….
      Der Atomausstieg wurde ohne Beteiligung des Bundesrates beschlossen.
      Entweder das Gesetz darf ohne den Bundesrat wieder kassiert werden, oder -wenn der Bundesrat dafür nötig ist- wäre er auch beim Beschluss nötig gewesen. Dann müsste es kassiert werden, weil es verfassungwidrig zustande gekommen wäre. Die Bundesregierung kann in jedem Fall und vollkommen unabhängig von der NRW-Wahl das Gesetz kassieren. Wenn NRW rot-rot-grün würde, würde nur ein jahrzehnte lang bestehender Zusand wiederhergestellt werden- der Rüttgers ist nur in NRW weil damals einfach alle die Nase voll hatten von Rot Grün….

      25.4.2010 um 22:02 Uhr · Antworten

      • Tobi

        Lieber Telematik,
        dafür, daß du dich so weit aus dem Fenster lehnst, bist du relativ schlecht informiert: Der Atomausstieg ist sehr wohl mit Zustimmung des Bundesrates zustandegekommen. Am 1.12.2002 hat der Bundesrat seine Zustimmung gegeben.

        Der Bundesrat ist immer dann mit von der Partie, wenn sich durch ein Gesetz eine “Tragweite und Bedeutung für den Vollzug durch die Länder” ergibt.
        Im Fall der AKW sind die Länder für deren Beaufsichtigung zuständig. Durch längere Laufzeiten ergeben sich logischerweise auch höhere Kosten. Es wäre zwar rein theoretisch möglich, daß durch juristische Winkelzüge (beispielsweise einer Kostenübernahme durch den Bundeshaushalt) ein Bundesratsbeschluss umgangen werden könnte, jedoch ist das höchst unwarscheinlich.

        “In jedem Fall und vollkommen unabhängig”, wie du schreibst, kann die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung jedenfalls nicht beschließen, auch wenn du das gerne hättest.

        25.4.2010 um 23:47 Uhr

      • Telematik2

        hmmm, soweit ich informiert bin hat der Bundesrat dem Ausstiegsgesetz nicht zugestimmt. Kannst Du das irgendwie belegen

        26.4.2010 um 06:23 Uhr

      • Florian Pithan

        Menschen wie Telematik2 lassen hier immer viel Informationsmüll liegen.
        Ahnung von den Themen, zu denen sie hier posten, haben sie meistens nicht.

        Ich zitiere die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages (aktueller Begriff vom 21. April 2010):

        “Für Laufzeitverlängerungen bzw. die Wiederzulassung der dauerhaften Nutzung der Atomenergie ist eine Gesetzesänderung erforderlich, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die grundsätzliche Verteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern im Bereich der Bundesauftragsverwaltung (Artikel 85 GG) wurde von der Föderalismuskommission nicht als reformbedürftig angesehen. Damit haben die Länder weiterhin die Kompetenz für den Vollzug des Atomgesetzes.
        Sie sind für die Wahrnehmung der Aufgaben zuständig, die zur Auftragsverwaltung gehören. Sie allein handeln gegenüber Dritten. Dagegen steht die Sachkompetenz der Länder bei der Auftragsverwaltung grundsätzlich unter dem Vorbehalt der Inanspruchnahme durch den Bund. Die Verlängerung von KKW-Laufzeiten führt zu einer Verlängerung der Vollzugsaufgaben mit entsprechendem Personal- und Kostenaufwand der Länder, was die Zustimmungsbedürftigkeit auslöst.”

        Aber das Telematik2 auf dem Holzweg ist, ist ihm sicher genauso bekannt wie dem stillen Mitlesern hier…

        26.4.2010 um 10:24 Uhr

      • Tobi

        Naja, ich sagte ja, du bist schlecht informiert…
        Du wolltest wohl auch einen Beleg haben, wenn ich behaupten würde, daß Konrad Adenauer der erste Bundeskanzler war, oder? ;-)

        Aber ich hab da was für dich:
        http://www.bmu.bund.de/pressearchiv/14_legislaturperiode/pm/3478.php

        26.4.2010 um 10:25 Uhr

      • Telematik2

        ich habe diesen Artikel gelesen…
        “Informationsmüll” verstösst glaube ich gegen die Netiquette…
        http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitaege/keine-laenderzustimmung-warum-akw-laufzeiten-problemlos-verlaengert-werden-koennen;2564437

        Lügt das Handelsblatt also, okay…

        26.4.2010 um 10:57 Uhr

      • Tobi

        @Telematik:
        Lügen würde ich es nicht nennen. Eher Fahrlässigkeit. (Ein Schelm, wer böses dabei denkt) Übrigens schein das Handelsblatt sein eigenes Archiv nicht zu kennen. Damals haben sie nämlich ganz korrekt über die Zustimmung des Bundesrates berichtet:
        http://www.handelsblatt.com/archiv/bundesrat-billigt-atomausstieg;499627

        Ja Telematik, das war wohl nix. “Fakten” immer doppelchecken bevor man sie verbreitet. Mann wird halt nicht zum Experten, weil man mal eine Zeitung in der Hand gehalten hat…

        26.4.2010 um 11:15 Uhr

      • Telematik2

        Aua, lieber Tobi, das war aber ein Schuss ins Knie, gerade-
        lies mal “Deinen” Artikel durch – ich zitiere (=kopiere)

        “Das im Bundesrat nicht zustimmungspflichtige Ausstiegsgesetz begrenzt die Laufzeiten der Atomkraftwerke durch Festschreibung einer Reststrommenge, die jedes Kraftwerk bis zum Erlöschen der Betriebsgenehmigung noch produzieren darf. Es billigt den Betreibern aber Spielraum bei der Abschaltung zu, da sie ältere Kraftwerke vorzeitig von Netz nehmen und mit deren Reststrommenge neuere Atommeiler länger betreiben können.”

        Ich habe Recht und Herr Pithan beleidigt mich fröhlich, weil er ja auf der richtigen Seite sitzt….

        26.4.2010 um 12:01 Uhr

      • Telematik2

        Billigen != Zustimmen, ich denke das ist das Problem.
        So wie der Bundespräsident jedes Gesetz unterschreibt und es höchst umstritten ist, ob er sich weigern darf, muss der Bundesrat Gesetze billigen, denen er nicht zustimmen muss, und billigt er sie nicht, muss die Zuständigkeitsfrage geklärt werden… Na das wird dann aber ein Showdown, wenn Merkel im Oktober das Gesetz kassiert und die rot-rot-grünen anfangen herumzuklagen…. Ihr solltet euch alle schon mal Urlaub buchen für die Zeit, für neue Antiatom-Trecks :-)

        26.4.2010 um 12:11 Uhr

      • Tobi

        @Telematik:
        Du hast behauptet, “Der Atomausstieg wurde ohne Beteiligung des Bundesrates beschlossen.”
        Ich habe Dir nachgewiesen, daß es nicht so gewesen ist.
        Andernfalls frage ich mich, was die Damen und Herren in der Sitzung vom 01.02.2002 gemacht haben.
        Zur Einschätzung, ob eine Zustimmung zur einer abermaligen Novelle notwendig ist, habe ich auch gesagt, was zu sagen ist.

        Wenn das Handelsblatt sich selbst wiederspricht, kann ich es auch nicht ändern. Ich habe die Debatte damals verfolgt und weiß, wovon ich rede. Wenn du es nicht wissen willst, ist es mir auch egal. An Kasperltheater habe ich kein Interesse.
        Thema für mich damit abgeschlossen.

        PS: Einen Fehler habe ich übrigens tatsächlich gemacht. Das Datum der Bundesratszustimmung war der 01.Februar 02.
        Im Dezember (2001) hatte es der BundesTAG beschlossen. Steht aber auch in dem Link zum Pressearchiv des BMU http://tiny.cc/wvtqs

        26.4.2010 um 12:29 Uhr

      • Telematik2

        Ähem, in Deinem Link steht
        .
        “Das im Bundesrat nicht zustimmungspflichtige Ausstiegsgesetz ”
        .
        Das stimmt mit meinem Link überein. Der Rest erübrigt sich.
        Dass das BMU eine Meinung zur Kernenergie hat, wissen wir ja wohl alle.
        .
        Die Sache bleibt einfach, das Ausstiegsgesetz war nicht zustimmungspflichtig, seine Abschaffung ist es auch nicht…. Aber ich betrachte mit Humor, dass die Experten schon nach Paragraphen suchen, wie man den Wählerentscheid der letzten Bundestagswahl für die Kernenergie doch noch umgehen kann….

        26.4.2010 um 12:48 Uhr

      • Tobi

        Als ob die Frage des Atomausstiegs entscheidend gewesen ist für den Wahlausgang… und der Rest – naja: Geschenkt!

        Pippi Langstrumpf macht sich die Welt ja auch, wie sie ihr gefällt.

        26.4.2010 um 13:13 Uhr

      • Tobi

        @Tele:
        Eins noch: Du schreibst “Dass das BMU eine Meinung zur Kernenergie hat, wissen wir ja wohl alle.”

        Willst du damit sagen, daß BMU stellt ausgedachte Pressemitteilungen über imaginäre Bundesratssitzungen ins Internet, weil ja acht Jahre später mal irgendein Quatschkopf auf die Idee kommen könnte, die Zuständigkeiten in der Bundesrepublik durcheinanderzuwirbeln?
        Und das Handelsblatt ist dann womöglich der letzte Hort der Wahrheit in in dieser Welt?

        Keine Angst: War ne rhetorische Frage. Habe fertig.

        26.4.2010 um 13:20 Uhr

      • Jan Haase

        Hallo Telematik2,

        über die Frage, ob eine Laufzeitverlängerung vom Bundesrat verpflichtend genehmigt werden muss oder nicht, werden sich die unterschiedlichsten Juristen mit Sicherheit noch über den Tag der Abstimmung hinaus auf Fachebene streiten.
        In der politischen Auseinandersetzung ist interessant, was die CDU-Politiker Koch und Oettinger in ihrem eigenen (von Greenpeace veröffentlichten) Strategiepapier unter dem Punkt “5.3.6. Zustimmung des Bundesrates” auf S. 16 schreiben (https://service.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Strategiepapier_Kernenergie_Oettinger___Koch.pdf):
        Kurz zusammengefasst: Wird eine Atomgesetzänderung nicht dem Bundesrat vorgelegt, werden die Bundesländer, die keine Laufzeitverlängerung haben wollen dagegen klagen. Das führt zu unkalkulierbaren Verzögerungen und der juristischen Angreifbarkeit des Gesetzes.

        26.4.2010 um 13:44 Uhr

      • Jan Haase

        Eine Ergänzung: Der frühere Ausstiegsbeschluss kann juristisch und politisch nicht mit einer möglichen Laufzeitverlängerung gleichgesetzt werden. Bei der Laufzeitverkürzung wurden bestehende Sicherheitsregelungen im Atomgesetz nicht angefasst. Bei längeren Laufzeiten als bisher, betrifft das aber sicherheitsrelevante Fragen, für die die Länder als jeweilige Aufsichtsbehörden der Kraftwerke zuständig sind.
        Es ist daher keine zulässige Schlussfolgerung zu sagen: Wenn der Beschluss zum Atomausstieg nicht im Bundesrat war, dann wird die Laufzeitverlängerung auch nicht dort abgestimmt werden.

        26.4.2010 um 13:49 Uhr

      • Telematik2

        Vielen Dank für die Aufklärung, dass eine Laufzeitverküzung nicht Sicherheitsrelevant ist… Ich wusste es ja immer, aber das Ihr das auch jetzt sagt :-)

        Ich glaube das wird ein heisser Oktober…..

        NRW ist eh’ rot, das mit Herr Rüttgers war nen Ausrutscher…

        26.4.2010 um 14:34 Uhr

  • Felix

    es war saucool bei der Aktion mit der Menschenkette, die Stimmung war unübertreflich und wir konnten auch leute mitnehmen die eigentlich nur herumgelaufen sind. besonders niedlich war eine familie mit einem kleinen mädchen die dann mitgemacht hat. erst hat es ganz verdutzt geschaut, aber dann wollte es garnichtmehr weg… :-)
    super sache gewesen!!!!!!!

    25.4.2010 um 13:22 Uhr · Antworten

  • Luisa

    Die KettenReAktion war absolut genial! Ich war natürlich dabei am AKW Krümmel. Ich habe selbst nicht mit so vielen Menschen gerechnet, 120.000 ist einfach unglaublich! Letzten September in Berlin waren wir schließlich “nur” 50.000. Ich glaube, wir können noch viel bewegen! Vielleicht sieht man sich im Herbst in Gorleben? ;)

    25.4.2010 um 16:39 Uhr · Antworten

  • Uli aus Stuttgart

    Danke, danke, danke,
    an an Alle, die diese tolle KETTENreAKTION organisiert und möglich gemacht haben.
    Dies ist nach Berlin 2009 ein starkes Zeichen an die Politiker der CDU + FDP
    und Atommülldreckstrom-Manager, die nun ein noch schlechteres Gewissen bekommen, wenn sie überhaupt eins haben.
    Hamburg war toll, es war genial. Meine private Kettenumfrage mit ca. 300 Personen ergab 98% Okostromkunden ! Wir werden es schaffen, wenn wir zusätzlich viele zum Ökostromwechsel überzeugen können, wobei es dabei auch um Geldströme umlenken geht !
    Dank auch für Ihre Teilnahme an die Oma auf dem Stuhl neben mir.

    Uli aus Stuttgart, …. einer der 126.000. :-)

    25.4.2010 um 17:38 Uhr · Antworten

  • Gero aus Berlin

    Ich war in Elmshorn dabei und habe mich gefreut, dass jede Menge “Nachwuchs” unterwegs war. Ist gut so, denn dann haben die “Alten” Hoffnung, dass ihr Tun nicht für umsonst war. Bleiben wir alle gemeinsam dran am Thema.
    Die Elmshorner, die ich gesprochen habe, waren ganz entspannt und haben sich über den bunten Haufen gefreut.
    Nur eines habe ich mich gefragt, wie ernst meint es denn die SPD tatsächlich? Mich beschleicht da ein sehr komischer Gedanke, wird hier vielleicht auf Kosten der Umweltbewegung versteckter Parteienkampf betrieben. Leider gab es ja in der Vergangenheit immer mal wieder ein Kippen von umweltfreundlichen Meinungen ins Gegenteil.
    Gero aus Berlin

    25.4.2010 um 18:22 Uhr · Antworten

  • Erna56

    Organisatorisch war das Ganze doch ein ziemliches Desaster und ich bin bitter enttäuscht. Wenn man 120.000 mobilisiert muss es möglich sein ein Kette Hand in Hand zu Stande zu bringen. Tatsächlich sah es außerhalb von Hamburg mehr als dünn aus und ohne Schals und Transparente wären die Lücken noch größer gewesen. Wenn man 2000 Helfer hat, braucht man doch nur alle 60 m jemanden postieren, der die Leute vernünftig einweist. Aber selbst ein Herr Gabriel war ja unfähig seinen eigentlich vorgesehenen Standort zu finden.

    26.4.2010 um 05:46 Uhr · Antworten

  • Carlo

    Niemand will die Atomkraft!?
    Da scheint der Hr. Riedl aber schlecht informiert zu sein.
    Es gibt mindestens ganuso viele Menschen, die diese Technologie für sinnvoll halten in Deutschland.

    26.4.2010 um 15:03 Uhr · Antworten

  • Stalking Wolf

    @Georg und Tobi: Wacker argumentiert, ich muss zugeben, nun hab ich Kopfschmerzen! xD

    Ich musste leider am Samstag arbeiten, insofern konnte ich nicht dran teilnehmen. Fand es aber klasse, dass auch in der Tagesschau (die meines Wissens meinst genutzte Nachrichtenquelle in Deutschland) ein (wenn auch leider nur recht kurzer) Bericht zeigte.

    146.000 Menschen… wenn ich mir überlege, pro Spieltag in der Fußball-Bundesliga kommen über 41.000 Menschen durchschnittlich ins Stadion, dass an 34. (je nach Sicht 17.) Spieltagen im Jahr, da sind nur die Ligaspiele mit inbegriffen oder wenn ich die Zahlen der Zuschauer beim Hamburg-Marathon mir ansehe… da wird mir schwindelig. Für 90 Minuten gute Stimmung, etwas Adrenalin und teilweise grottenschlechtem Kick werden teure Karten gekauft und für eine vergleichsweise günstige Fahrkarte zur Demo für einen guten Zweck wird gespart. Nicht zu vergessen, dass wohl bei der Demo die Stimmung auch nicht schlecht war und meines Wissens länger als 90 Minuten ging!

    In diesem Sinne: Brot und Spiele bzw. FastFood und PC-Spiele!

    Wenn jeder einen Sandkorn in das Getriebe wirft, vllt. kriegen wie die Atomkraftwerke (und Kohlekraftwerke) ja zum Stillstand!

    Schönen Tag noch!

    26.4.2010 um 17:26 Uhr · Antworten

  • michi

    darf ich mal fragen, wie Greenpeace sich die energieversorgung Deutschlands vorstellt?
    keine Atomkraft,
    keine Kohlekraftwerke.
    obendrauf sollen ja alle Autos elektrisch fahren.

    wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind geht,
    muessen unsere kleinen Elektroautos und
    haesslichen Energiesparlampen halt aus bleiben.

    Tolle vorstellung
    da hab ichs lieber ein bischen waermer

    26.4.2010 um 18:57 Uhr · Antworten

    • Tobi

      Hallo Michi, setz Dich doch erstmal mit der Antwort auf deine Frage auseinander, bevor Du moserst:
      http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Klimaschutz_PlanB.pdf

      26.4.2010 um 19:22 Uhr · Antworten

      • michi

        erstens: das sind alles sachen die noch gebaut werden muessen, selbst nach den schaetzungen waere Kohle- und Atomstrom fuer die naechsten 15-20 jahre unverzichtbar.

        zweitens: das durchsetzen dieser Massnahmen wuerde eine erhebilche einschrenkung der lebensqualitaet bedeuten, da immer davon ausgegangen wird, den Stromverbrauch zu senken aber: eine Gluehbirne macht einfach besseres licht wie eine energiesparlampe. Ein SUV ist einfach besser wie ein smart.

        und drittens: Atomkraft ist sauber. Moderne technologien, z.B atomar waste recycling helfen 1: aus der gleichen menge uran DEUTLICH mehr strom zu produzieren und 2: die schaedlichkeit und das halbwertsdatum auf ein paar hundert jahre zu reduzieren. Aussserdem ist die endlagerung nicht sooo ein grosses problem, da das uran ja vorher auch irgendwo in der erde (natuerlich) gelagert war(auch wenn es da nicht gantz so stark strahlte wie der abfall, aber imerhin gibt es auch hoehlen, in denen aufgrund von natuerlichem uran radioaktivitaet herscht. Auch das magma der erde waere noch lange nicht so heiss, wenn nicht im inneren der erde, um den erdkern herum viel uran, quasi ein natuerliches AKW, das magma erhitzen wuerde.

        Aber dass ist wie mit dieser Bruecke oder dem Flugzeug: ihr greenpeace-leute goennt der Menschheit ihre errungenschaften halt einfach nicht.

        26.4.2010 um 20:02 Uhr

      • michi

        und was Einspaarmasnahmen bei der Industrie angeht:
        die Wirtschaft wird wohl von selbst drauf kommen wie sie kosten spaaren kann, da wird euer “Befund” wohl nichts neues sein, offensichtlich geht dass doch nicht einfach so druckluftwaermespeicherung oder energiespaarlampen zu instalieren, da haben die unternehmen wohl noch angst, dass das auf die Qualitaet (schlechter motivierte mitarbeiter bei e-spar-lampen) oder zuverlaessigkeit (noch ein geraet bei der drucklufterzeugung was ausfallen und die produktion lahmlegen kann)

        aber wie man geld spaart muesst ihr der wirtschaft echt nicht beibringen. hahaha

        26.4.2010 um 20:10 Uhr

      • Tobi

        @michi: Wenn wir in 15-20 Jahre Kohle und Atom los sind, würde glaube ich niemand bei Greenpeace widersprechen;-) Aber sei beruhigt: Es wird länger dauern.

        Eine “erhebliche Einschränkung der Lebensqualität” kann ich nicht feststellen. Ich habe schon vor Jahren sämtliche Glühbirnen entsorgt und vermisse sie nicht.
        Die Lebensqualität geht allerdings bei denjenigen verloren, auf deren Kosten wir leben. Also z.B. den Staaten wie Tuvalu, die demnächst absaufen, weil wir die Energiewende nicht gebacken kriegen.

        “Ein SUV ist einfach besser wie ein Smart”
        naja… das kommt sicher immer drauf an, wofür man das Auto braucht. Sicher würde eine Familie sich mit Recht dagegen wehren, in einen Smart gestopft zu werden, aber ich habe bei Greenpeace auch noch nirgendwo die Forderung gehört, SUV durch Smart zu ersetzen. Soo dolle Sparsam ist Letzterer nämlich auch nicht. Passt ja auch nix rein;-)
        Es ist nur total blödsinnig, mit Zweiteinhalbtonnern zum Einkaufen zu fahren. Leichtbau und sparsamere Motoren sind das Mittel der Wahl, und das geht auch mit größeren Autos als dem Smart. Und so Dinger wie den Audi Q7 finde ich persönlich völlig überflüssig und unpraktisch.

        Naja, und beim Thema Sicherheit und Endlagerung Atomkraft bin ich anderer Auffassung. Es gibt weltweit kein sicheres Endlager, und die von Dir erwähnten Technologien existieren höchstens in den Köpfen von Leuten, die noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.

        Den Satz mit der Brücke und dem Flugzeug habe ich nicht verstanden.

        Dein zweites Posting kann ich komplett nicht nachvollziehen…
        “Schlechter motivierte Mitarbeiter bei Energiesparlampen”???
        Soll ich das noch ernstnehmen? Hahaha.

        @Greenpeace Online-Redaktion: Kann man das Video nicht so einstellen, daß es NICHT immer automatisch bei Aufruf des Blog startet? Das nervt ein bissel…

        26.4.2010 um 22:08 Uhr

      • Bruno Straub

        Lieber Tobi, wenn wir Staaten wie Towalu helfen wollen, müssten wir dann nicht zuerst unsere Kohlekraftwerke abschalten? Und die CO2-Sparwunder AKW zunächst weiterlaufen lassen?

        26.4.2010 um 22:29 Uhr

      • Tobi

        Nein, der weltweite Anteil der Atomkraftwerke reicht beiweitem nicht aus, um zu einer hinreichenden CO2-Reduktion beizutragen. Und Neubau im relevanten Umfang würde (selbst wenn man die übrigen bekannten Nachteile mal kurz Beiseite lässt) erheblich zu lange dauern.
        Als CO2-Sparwunder würde ich AKW auch nicht bezeichnen. Der CO2-Ausstoß liegt (unter Berücksichtigung aller begleitenden Prozesse) etwa auf dem Niveau eines Gaskraftwerkes.

        26.4.2010 um 22:55 Uhr

      • Bruno Straub

        Lieber Tobi, bevor wir uns hier in die Untiefen des Weltalls verirren: Wir hier haben doch die Wahl, sagen wir 100 Mia kWh durch Kohle (=”CO-reich”) oder Atomstrom (=”CO2-arm”) “einzusparen”. Du kannst ja mal ausrechnen, wieviel Tonnen das Delta ausmacht!

        26.4.2010 um 23:17 Uhr

      • Bruno Straub

        …und da ich weiß, daß Du gut rechnen kannst, leg doch mal das Delta der nächsten 10 Jahre auf die 146000 “Teilnehmer” vom Samstag um!

        26.4.2010 um 23:32 Uhr

      • Telematik2

        Hallo Tobi,
        das ist doch ganz einfach: Die Kenkraftwerke, wie bei uns herumstehen sind vielleicht insgesamt 80 Mrd Euro wert! Wer die vernichten will, muss zahlen – also rechnen wir mal 140.000 Gegner sollen 80.000.000.000 Euro aufbringen, dann kommen wir auf 571.428,57 € pro Nase, das sollte doch machbar sein, wenn ihr allen nen Kredit aufnehmt und auf den Hausbau verzichtet oder das Eigenheim veräußert. Dann können wir alle AKWs hier abreissen und in Tschechien oder Frankreich oder Holland wieder aufbauen, denn der Strom wird ja trotzdem gebraucht und kann anders gerademal nicht beigebracht werden…
        Also -auf!- nicht immer Geld von andern abziehen für irgendwelche EE-Himmelfahrtsprojekte, selber sparen!!!!!

        27.4.2010 um 08:20 Uhr

      • Simon Brücken

        Telematik,

        was für eine unsinnige Rechnung, aber auf die Kommastelle genau. Super. Hast Du die Milliarden von Steuersubventionen, die externen Kosten, die Kosten für jahrtausende sicherer Endlagerung wenigstens vorher Abgezogen. Dann müssten die 140.000 vermutlich noch Geld kriegen, wenn wir die Dinger schließen.

        27.4.2010 um 08:44 Uhr

  • kina

    danke!

    27.4.2010 um 08:44 Uhr · Antworten

  • Tom

    Das war ein toller Tag mit einer guten und gelungen Aktion!
    Ich versteh nicht wieso immer noch Menschen gegen Atomkraft auf die Straße gehen müssen. Von der technik sind wir lange weiter. Und wenn es dann noch heißt es gibt mehr als 146 000 Menschen in Deutschland…dann schlag ich demjenigen vor mal eine Pro Atom Demo zustarten und ich bin gespannt aber er die restlichen bewegen kann zu kommen :D

    27.4.2010 um 15:09 Uhr · Antworten

    • michi

      ich wuerd kommen!

      denn: der Atomstrom ist eins der sichersten energietraeger die wir haben,
      und ja, natuerlich waere es besser strom zu 100% aus umwetltneutralen quellen zu gewinnen, aber dann wuerde der strom nicht mehr 20ct/kwh sodern eher 1eur/kwh kosten, und dass ist dann auch wieder ein Risiko, was es wert ist auf sich genommen zu werden.

      27.4.2010 um 15:23 Uhr · Antworten

      • michi

        p.s. an greenpeace:

        euere uhr geht falsch

        27.4.2010 um 15:24 Uhr

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