Ökowatch will mit Gesang und Rotkäppchensekt die Umwelt retten

30. April 2010 · von Beate Steffens

Gegen halb vier Uhr bekommt Greenpeace ungewöhnlichen Besuch. Zehn bis 15 Vertreter und Vertreterinnen von der bislang völlig unbekannten ökowatch.org stehen am Eingang – in adretten, weißen Poloshirts gekleidet mit Namenszeichen der Organisation. Mit dabei haben sie einen Kameramann, einen Harmoniumspieler und Rotkäppchensekt.

Als ich zum Empfang herunter komme, schallt mir typisches hamburgisches Liedgut entgegen. Ich empfange sie freundlich und frage, was sie möchten. Sie stellen sich als eine neue Organisation vor, die heute ein Blogprojekt launcht. Die Fragen, die sie stellen, drehen sich rund um das Thema Klima. Ich weise sie freundlich darauf hin, dass ich Community-Managerin bin und mich zu Fachthemen nicht äußern kann. Wenn sie zum Thema Klima etwas wissen wollen, möchten sie einen Termin mit einem unserer Klimaexperten machen. Der werde gerne Rede und Antwort stehen. Darauf gehen sie aber nicht ein, weil sie scheinbar gar keine Auskunft vom Experten hören wollen. Jedenfalls läuft ihre kleine Vorführnummer nicht ganz nach Plan, daher verständigt man sich darauf, das lustige Klima-Quiz doch nicht zu machen.

Sie verteilten Flyer auf dem zu lesen ist: “ökowatch hinterfragt umweltpolitische Forderungen von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen kritisch und ideologiefrei und hinsichtlich der tatsächlichen Wirkung auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt …” oder “Wir sind die Guten.” Das ist schwer zu glauben, denn wenn man in eine Suchmaschine ökowatch eingibt, landet man erstaunlich oft auf FDP-nahen Webseiten. Wir sind nur halbwegs auf die Informationen gespannt, die demnächst auf der Homepage von ökowatch stehen.

Kommentare

  • Ingo Wendt

    Darauf, was dann auf ökowatch.org zu lesen sein wird, bin ich auch gespannt … Wenn ich FDP lese, ist mir alles klar …

    30.4.2010 um 17:26 Uhr · Antworten

  • Tobi

    “Ideologiefrei” soll in diesem Zusammenhang dann wohl heissen, “wir gucken mal ganz undogmatisch und vorurteilsfrei, ob Atomkraft wirklich gefährlich ist und ob das Mit dem CO2 auch wirklich alles stimmt.” Total objektiv, versteht sich;-)

    30.4.2010 um 19:32 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Tobi, wenn jemand in Deutschland ,”"ideologiefrei, undogmatisch und vorurteilsfrei guckt, ob Atomkraft wirklich gefährlich ist”", kann das m.E. nicht schaden.
      Dass “”Mit dem CO2 auch wirklich alles stimmt”" braucht man m.E. nicht mehr zu untersuchen, denn da ist sich ja wohl die internationale Fachwelt einig.

      30.4.2010 um 21:55 Uhr · Antworten

      • Tobi

        @Bruno: Naja, aber man sollte in der Regel doch erst gucken und dann nur machen, wenns für gut befunden wurde, oder?
        Wenn du das so meinst, würde ich dir zustimmen.
        FDP-nahe Kreise sind jetzt aber ja nicht nicht grade für besondere Neutralität bei wirtschaftlichen Themen bekannt;-)
        Und beim Thema CO2 tummeln sich ja leider (unter anderem auch hier) ne ganze Menge Spinner, die das anders sehen…

        01.5.2010 um 00:21 Uhr

      • Bruno Straub

        Nein Tobi, ich meine das ganz “brutal”: “”wenn jemand in Deutschland , ideologiefrei, undogmatisch und vorurteilsfrei guckt, ob Atomkraft wirklich gefährlich ist”", ist mir (zunächst) egal, ob das ein FDP?Mann, eine Caritasfrau oder ein GP-Dissident ist. Für mich ist nämlich ein absolutes Rätsel, weshalb wir es wieder einmal besser wissen wollen, als der Rest der Welt.

        01.5.2010 um 00:49 Uhr

      • Tobi

        Siehst du, und ich glaube nicht an das Märchen, daß jemand publiziert, ohne dabei ein Anliegen zu verfolgen. “Objektive Berichterstattung” gibt es nicht.
        Bei mir kommt hier schnell der Verdacht auf, daß der Begriff “ideologiefrei” dazu dienen soll, diejenigen, die für Meinungen stehen, die den “Ökowatchern” nicht so recht in den Kram passen implizit zu diskreditieren und als weltfremde Fundamentalisten und Öko-Sektierer hinzustellen. Mal ganz unabhängig davon, daß es letztere selbstverständlich auch gibt und die mir auch auf den Keks
        gehen.

        Im konkreten “Fall Atomkraft” wundere ich mich allerdings etwas, daß man nach Jahrzehnten dann plötzlich an Gefahren interessiert sein soll. Wer ernsthaft an Erkenntnissen über eventuell vorhandene Gefahren der Atomkraft von denen man nichts weiß interessiert ist, der würde die Dinger doch erstmal abschalten, dann untersuchen und bei festgestellter Gefahrlosigkeit wieder einschalten, denn sonst kann ich mir ja auch die Untersuchung sparen.
        Alles andere wäre nur scheinheilige Verzögerungstaktik zugunsten der Atomkraft.
        Aber ein Schelm wer böses dabei denkt, das sind natürlich alles nur Unterstellungen und Vermutungen meinerseits;-)

        01.5.2010 um 01:46 Uhr

  • Mathias Gerlach

    Eine neue Organisation, die sich kritisch und ideologiefrei mit Umweltpolitik beschäftigen ist nun wirklich nicht nötig. Die würde bei umweltpolitische Fragen doch sowieso zu den gleichen Antworten kommen wie Greenpeace, denn Greenpeace hat immer automatisch Recht, das sind doch die Guten!

    Ökowatch kann nur schlechtes im Schilde führen, denn immerhin wurde deren Webseite aus einem Blog verlinkt, deren Autoren Artikel 2, Absatz 1 des Grundgesetzes (persönliche Freiheit) wichtig ist. Das geht nun garnicht, denn dieses missliebige Grundrecht steht einer notwendigen Ökodiktatur zur Rettung des Planeten seit jeher im Weg.

    Doch ich habe mit Googels Hilfe noch mehr herausgefunden: Sucht man nach der Kombination “oekowatch adolf hitler” so erhält man kein passendes Suchergebnis – Kein Suchergebnis, das belegt eindeutig, dass die neue Organisation nicht nur Neoliberal sondern auch Neonazistisch ist und deshalb bewusst verhindert, dass die o.g. Suchbegriffskombination zu Suchergebnissen bei Google führt – Die sind schon geschickt die marktradikalen, neoliberalen, neonazistischen, FDP-nahen, freiheitsliebenden, lobbyistischen oekowatch-Leute (sollte ich einen negativ besetzten Begriff vergessen haben, bitte ergänzen).

    01.5.2010 um 12:49 Uhr · Antworten

    • Cardoso

      Und wenn ich “Mathias Gerlach” in die Suchmaschine tippe, bekomme ich auf der Trefferliste mehrfach den Hinweis “Achtung gefährliche Downloads”. Das ist der Beweis! Weiss nur noch nicht wofür.
      Mathias, mal im Ernst: Die von oekowatch machen ziemlichen Aufwand, aber ihr blog ist leer. Da steht nix über Finanzierung des ganzen “launch”, aber sie können einen shuttle service von Berlin nach Hamburg anbieten und ihr ganzes Tanz in den Mai Programm anbieten. Wer zahlt dafür? Die Transparenz, die sie selber fordern, ist bei ihnen nicht zu finden. Vielleicht hat ihr PR-Consultant ihnen gesagt “Macht es spannend”, ist trotzdem ziemlich flau.

      01.5.2010 um 15:54 Uhr · Antworten

      • Mathias Gerlach

        @Cardoso: Den Witz? “Achtung gefährliche Downloads” habe ich leider nicht verstanden. Aber egal.
        Ich kenne niemanden von Ökowatch, mal sehen, was die so machen werden, wer dahinter steckt usw. Dass auf deren Homepage noch wenig Infos zu finden sind (dort steht “Hier finden Sie ab 30. März Informationen zu…” dürfte sicherlich daran liegen, dass die noch in den Mai tanzen.
        Abgesehen von Ökowatch finde ich die Beschäftigung mit den den Auswirkungen oft hektisch getroffener umweltpolitischer Maßnahmen aber sehr sinnvoll. Niemanden ist gedient, wenn auf nicht oder nur schwacher Datenbasis oder aufgrund von Emotionen aktionistische Entscheidungen getroffen werden. Maßnahmen die unter guter Absicht zum Schutze der Umwelt getroffen werden haben nicht selten weitreichende Auswirkungen auf die Freiheit des Einzelnen, die Volkswirtschaft und die Umwelt. Deshalb sollten Entscheidungen wohlüberlegt getroffen werden.
        Nehmen wir nur mal das Glühlampenverbot. Selbstverständlich eine sehr gute Idee, Energie zu sparen, dem wird jeder (außer die Energieversorger) zustimmen. Aber die Umsetzung mittels eines Komplettverbots für Glühlampen führt nun dazu, dass an Stellen, wo Glühlampen absolut sinnvoll sind, teuere, schadstoffhaltige und bzgl. Lebensdauer und Lichtqualität mangelhafte Energiesparlampen eingesetzt werden müssen. Energiesparlampen sollte man überall dort einsetzen, wo sie sinnvoll sind und nicht aus ideologischen Gründen auch dort, wo sie fehl am Platze sind.
        Also: Nicht gleich neue Organisationen verteufeln, lächerlich machen oder mit Unterstellungen reagieren.
        Sondern abwarten, ob und was diese machen und sich bei Bedarf sachlich mit deren Argumenten auseinandersetzen.

        01.5.2010 um 21:44 Uhr

      • Tobi

        An welchen Stellen sind Glühlampen denn “absolut sinnvoll”?

        01.5.2010 um 22:15 Uhr

      • Simon Brücken

        Äh, moment:
        Du schriebst: “Aber die Umsetzung mittels eines Komplettverbots für Glühlampen führt nun dazu, dass an Stellen, wo Glühlampen absolut sinnvoll sind, teuere, schadstoffhaltige und bzgl. Lebensdauer und Lichtqualität mangelhafte Energiesparlampen eingesetzt werden müssen. Energiesparlampen sollte man überall dort einsetzen, wo sie sinnvoll sind und nicht aus ideologischen Gründen auch dort, wo sie fehl am Platze sind.”
        1. Energiesparlampen sind in der anschaffung pro Stück teurer, im gesamten (die Energieeinsparung einbezogen) allerding günstiger als herkömmliche Glühlampen.
        2. Energiesparlampen sind bei ordnungsgemäßer entsorgung trotz des geringen Quecksilbergehalts auch dort besser al Glühlampen. In Kohlekraftwerken entsteht auch Quecksilber. Die Glühlampen, die ich für eine ESL brauche, erzeugen durch den höheren Stromverbrauch letztlich mehr Quecksilber.
        3. Lebensdauer: Energiesparlampen haben eine deutlich höhere Lebensdauer als Glühlampen (fallen lassen gilt nicht.)
        4. Mangelhafte Lichtqualität: Puh, da können wir uns streiten, müssen wir aber nicht. ich lebe gut mit Energiesparlampen und stelle neben extrem langer Lebensdauer und Kostenersparnis (trotz günstiger ESL) nicht fest, dass ich das Licht qualitativ magelhaft fänd. Außerdem hat sich auch dort einiges getan, so dass das Licht für die menschliche Wahrnehmung nicht mehr unterscheidbar ist.

        Abgesehen davon musst du keine Energiesparlampen benutzen, Halogenlampen sind schließlich weiterhin auf dem Markt. Warum und wem wirfst du jetzt vor, Entscheidungen ohne Sachlichkeit sondern ausschließlich emotional zu treffen?

        01.5.2010 um 22:48 Uhr

  • Mathias Gerlach

    Glühlampen sind z.B. dort absolut sinnvoll, wo man nur kurzfristig sofort 100% der Helligkeit benötigt. Das habe ich z.B. bei mir in einem kleinen Flur zwischen Schlafzimmer, Kinderzimmern und Bad. Per Bewegungsmelder schaltet sich dort eine 40W Glühlampe für ca. 30 Sekunden ein und automatisch wieder aus. Da man oft durch den Flur geht, gibt es hier sehr viele Schaltvorgänge und man möchte, dass es sofort und nur kurzfristig hell ist. Der Stromverbrauch ist hier pro Jahr trotz Glühlampe extrem gering. Energiesparlampen haben an dieser Stelle nur Nachteile:
    1. Erheblich teurer in der Anschaffung
    2. Entsorgung teurer und mit mehr Schadstoffen
    3. Schneller defekt aufgrund vieler Schaltvorgänge (ja ja, einige ESL halten viele Schaltvorgänge aus, aber die sind noch teuerer und meiner Erfahrung nach sind die Angaben bzgl. Schaltvorgänge seitens der Hersteller völlig überzogen. Ich tausche ESL deutlich öfter als Glühlampen)
    4. ESL brauchen 1-2 Minuten bis sie die max. Helligkeit erreichen.
    Nächstes Beispiel ist ein Carporthäuschen. Dort gehe ich nur alle paar Tage oder sogar Wochen rein um kurz was rauszuholen oder reinzustellen. Da brennt dann für 30 Sekunden bis 2 Minuten eine 100W Lampe damit ich richtig Licht habe. Eine ESL hat keine ausreichende Helligkeit, braucht um ihre max. Helligkeit zu erreichen 1-2 Minuten und der Stromverbrauch der 100W-Glühlampe ist bei einer Nutzung von durchschnittler 1 Minute alle paar Tage in Summe pro Jahr extrem gering.
    Noch ein Beispiel: Habe in der Küche vier schöne Lampen mit kleinen Glühbirnen drinn, die ich als Zusatzbeleuchtung nur einschalte, wenn ich an dieser einen Stelle etwas Arbeite. Hier könnten sich ESL durchaus lohnen, aber ich habe bis heute keinen gefunden, die in die Lampen passen. Alle ESL sind mind. 1 cm zu lang, selbst diese kleinen, teuren von Megaman.
    Ich habe vor wenigen jahren ein Haus bezogen und mir dort viel Gedanken über die Beleuchtung gemacht. Wo immer möglich und sinnvoll habe ich ESL eingesetzt. An einigen Stellen musste ich (weil es kaum was anderes auf dem Markt gibt) Halogenlampen einsetzen, was ich ungern gemacht habe, denn diese haben wie Glühlampen einen sehr hohen Verbrauch.
    An einigen Stellen habe ich aber Glühlampen eingesetzt, weil ESL nicht passen oder nicht sinnvoll ist.
    Nach vier Jahren hat sich rausgestellt, dass wir die ESL an vielen Stellen nur selten an haben. Warum? – Das Licht ist sehr unnatürlich und wirkt besonders auf meine Frau sehr unangenehm. Ja, mir ist bekannt, es gibt verschiedene Lichtfarben. Das ändert aber nichts daran, dass das Licht der ESL ein sehr eingeschränktes Farbspektrum hat. Hier würde mich wirklich einmal die Langzeitwirkung auf den Menschen interessieren!
    Zur Entsorgung von ESL: Ja, natürlich kann man die anständig recyceln, aber momentan landen 80-90% (Quelle habe ich mir nicht notiert) im normalen Hausmüll, also in der Müllverbrennung oder auf der Deponie (bei der wir uns ja gefreut haben, dass der Quecksilberanteil in den 90ern reduziert werden konnte).
    Dies nur ein paar Aspekte, man könnte natürlich ewig weiterdiskutieren, ich muss aber hier abbrechen da ich jetzt weg muss und ein paar Tage unterwegs bin.
    Ich wünsche mir nur, dass man nicht in meine Freiheit (hier: Die Wahl der Beleuchtung) von staatlicher Seite eingreift. Ich bin mündiger Bürger und kann und möchte selbst entscheiden, wo ich welches Leuchtmittel einsetze. Ich mache dies mit einem Mix aus allen Leuchtmitteln und bin mir sehr sicher, dass ich damit erheblich weniger Energie verbrauche als der Bundesdurchschnitt (mein Nachbar z.B. hat ganz selbstverständlich knapp 20 35W oder 50W Halogendeckenstrahler im Wohn-/Eßzimmer-Bereich. 20*50W=1000W. Da wären zwei 60W Glühlampen nix gegen. Habe im selben Bereich aber, weil DORT sinnvoll, zwei ESL mit je 11W).

    02.5.2010 um 09:33 Uhr · Antworten

    • Tobi

      1. Da wo du die von dir erwähnten Nachteile nicht wünschst, steht es dir ja frei, Halogen- oder LED-lampen zu benutzen. Die sind sofort hell.

      2. Die von dir angeführte Preis- und Quecksilberbilanz ist nicht richtig. Simon hat das schon erläutert.

      3. Die “Freiheit” wie du es nennst (ich verstehe darunter etwas anderes), setzt vorraus, daß alle Menschen so weit denken wie du, denn du machst dir ja im Gegensatz zu deinem Nachbarn durchaus Gedanken über Energiebilanzen.
      Ich habe jedoch den starken Eindruck, daß der Mehrheit solchen Gedanken fremd sind. Daher brauchts Gesetze. Hätten wir die nicht, würden Viele heute vermutlich immer noch mit verbleitem Benzin fahren.

      02.5.2010 um 12:59 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Das Verbot von Glühlampen lenkt doch herrlich ab. Stellt Euch vor, die EU würde den 12-Liter-Autos an den Kragen gehen oder den Dom-Rep-Tourismus wenn schon nicht verbieten, dann wenigstens “pönalisieren”….

      02.5.2010 um 16:08 Uhr · Antworten

      • Tobi

        @ Bruno: Ablenkung war nicht meine Absicht. Also ein Eintreten für schärfere Verbrauchsregularien bei KFZ würde meine Zustimmung finden… höhere Besteuerung von Langstreckenflügen (Kerosinsteuer!) auch.

        02.5.2010 um 18:35 Uhr

      • Bruno Straub

        Tobi, entschuldige bitte, nicht DU lenkst ab, sondern unsere “Obrigkeit”. Statt sich an die wirklichen CO2-Schleudern (Straßenverkehr, Luftverkehr, Gebäudeheizung) heranzutrauen, werden die Glühlampen verboten. Das ist sehr publikumswirksam, aber eigentlich Aktionismus/Verarsche pur. Ich denke, das siehst Du genau so.

        03.5.2010 um 00:10 Uhr

  • Bruno Straub

    Ich finde, Energiesparlampen sind eine (leidlich) gute Sache. Leider sind sie nicht so toll, wie man uns weismachen will. Das hat sicher bei einigen Leuten Aversionen ausgelöst… (Bei mir auf jeden Fall, vielleicht bei Mathias auch?)
    1. Die “erste” Generation hat – auch Markenfabrikate! – teilweise entsetzlich gestunken
    2. Die Lampen sind dunkler, als die Pseudo-Wattangabe suggeriert.
    3. Die Lampen verlieren offensichtlich im Laufe der Zeit drastisch an Leuchtkraft.
    4. Die Lebensdauer wird, auch mit “trickigen” Definitionen, hochgejubelt.
    5. Sie passen nicht überall 100%tig rein. (Größe, Lichtfarbe)
    6. Es gibt “Lahmstarter”, die man eigentlich seriöserweise nicht verkaufen dürfte.
    7. Es gibt keine (offizielle) Produkteinstufung.
    Übrigens, die schon weiter oben erwähnten Halogenlampen, die es jetzt zunehmend im klassischen Schraubgewinde gibt, sind wirklich ein guter Tipp für Grenzfälle, die sich mit ESL nicht lösen lassen.

    02.5.2010 um 22:24 Uhr · Antworten

    • Tobi

      @Bruno:
      Was du zu 3. schreibst, habe ich persönlich noch nicht beobachten können, ansonsten stimme ich deinem Beitrag uneingeschränkt zu.
      Gerade was Lebensdauer, Abmessungen, “Geschwindigkeit” und Helligkeit angeht, fehlt es an vernünftigen und transparenten Industriestandarts.
      Die billigen Angebote vom Discounter oder des freundlichen schwedischen Möbelhauses z.B. sind der letzte Schrott.
      Das war früher bei den Glühlampen auch schon so.
      Ich glaube allerdings auch, daß viele Leute einfach bei allem, was von “denen aus Brüssel” kommt, grundsätzlich erstmal auf Stur schalten.
      —-
      PS: Was die Ablenkung abgeht: Ok, alles klar, das hatte ich missverstanden. Du hast vollkommen recht.

      03.5.2010 um 00:22 Uhr · Antworten

      • Simon Brücken

        Hmm, vielleicht bin ich nicht anspruchsvoll genug…aber ich komm mit den billo-Modellen aus Discounter und schwedischem Möbelhaus bislang gut klar. Benutze seit 9 Jahren ausschließlich ESL, davon sind bislang max. 3 an Altersschwäche eingegangen, drei weitere hab ich unachtsamerweise fallen lassen, bei einer beim eindrehen das gewinde gehunzt (minderwertige Verarbeitung). Nur eine Lampe braucht übermäßig lang bis sie hell ist…

        03.5.2010 um 09:27 Uhr

      • Tobi

        Also von Ikea sind mir schon zwei nach nur wenigen Betriebststunden abgeschmiert. Seitdem lass ich die Finger von. Gute Erfahrungen hab ich mit Megaman und Philips gemacht. Erstere sind auch in sehr vielfältigen und formschönen Ausführungen zu haben.

        03.5.2010 um 20:18 Uhr

  • Martina Vogt

    Guten Morgen Zusammen,

    ich finde die Kombination aus Rotkäppchensekt und ‘Wir sind die Guten’ in/bei der Resolutionsübergabe an Greenpeace einfach lächerlich, soll das heißen Greenpeace ist der böse Wolf? Und ich als Volk bin dann wohl die Oma die gegessen wird, na Danke für das platte Bild…..Wenigstens ist wundersamerweise über Nacht aus dem Impressum heraus der bescheuerte Zusatz ‘Weiße Westen’ verschwunden, mein Brechreiz bleibt.
    Generell bin ich beigeisterter Fan des kritischen Denkens, alles kann immer mehrere Blickwinkel abdecken, leider auch Umweltpolitik:
    Wenn ich bei mir die Restmülltonne aufmach, was meint ihr wieviel heimlich entsorgte Glühbirnen ich da seid Neuestem rausfisch….
    Ärgern, und zwar nicht mit dem Kopf, deshalb auch nicht ‘argumentierbar’ tu ich mich vor allem weil man mit der Energie die zum Überwachen gebraucht wird echt ne Menge proaktiv machen könnte…

    03.5.2010 um 09:30 Uhr · Antworten

    • Jan

      Sie durchsuchen den Müll Ihrer Nachbarn?

      08.5.2010 um 16:41 Uhr · Antworten

      • Martina

        Nö….Mülltonnen haben große Klappen, da liegt eh alles gut sichtbar vor einem ausgebreitet…

        02.8.2010 um 11:11 Uhr

  • Jürgen

    Mal sehen ob auch kritische Beiträge im Ökowatch Youtube Kanal gezeigt werden. Meine Antwort zum Video wird gerade noch geprüft;O)

    18.8.2010 um 17:58 Uhr · Antworten

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