In einem der letzten Blogs wurden ja einige Fragen zum Essen an Bord gestellt…
Hier in Moskau konnten wir zum Einkauf von Lebensmitteln erst gegen 22:00 Uhr losfahren, da wir sonst vier Stunden im Stau stecken würden. Sergej, der Geschäftsführer von Greenpeace Russland, führt mich durch die Stadt und ich kann die Wohnsilos und die vierspurigen Straßen an mir vorbeiziehen lassen.
Biolebensmittel sind nicht erhältlich, also versuche ich möglichst regionales Gemüse einzukaufen, aber schon bei den Äpfeln aus Deutschland werde ich schwach. Immer noch besser als die geschmacklosen Äpfel, die dann nicht gegessen werden. Vegetarische Gerichte dominieren unsere Bordkombüse, aber da die russischen Lotsen so gerne Würstchen essen, soll ich auch Fleisch einkaufen. Mit der russischen Wurst kann ich mich gar nicht anfreunden. Irgendwann gegen 01:00 Uhr verlassen wir den Supermarkt und die Nachtwache hilft mir beim Verstauen der Lebensmittel, sodass ich gegen 02:00 Uhr endlich in die Koje fallen kann.
Sergej hat zu Sowjetzeiten andere Probleme gehabt, die Expeditionen auszustatten. Die benötigte Astronautennahrung konnte nicht einfach so gekauft werden, denn ohne die erforderlichen Papiere bewegte sich da nichts. Da gefällt mir die Geschichte von den Bären, die im Basis Camp alles aufgegessen haben, sodass es 3 Wochen lang nur Pilze aus dem Wald zu essen gab, schon besser.
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[...] sehen, dass ich schon auf unserer Rundfahrt auf der Mockwa, der Fluss in Moskau, davon genug habe. Nachdem die Verpflegung an Bord sichergestellt ist, kann ich mir für den nächsten Tag ein paar Stunden Freizeit aushandeln. Um 10:00 Uhr beginnt [...]