Sind E-Autos klimafreundlicher als Konventionelle?

26. Juni 2010 · von Wolfgang Lohbeck

Die Reaktionen reichen von Zustimmung über kontrovers diskutiert bis offen abgelehnt. Meine Darstellung der Greenpeace-Position zu Elektromobilität hat in den letzten Wochen nicht nur hier im Blog eine Menge Kommentare und auch Fragen ausgelöst. Da ich viel unterwegs war, komme ich leider erst jetzt zum Antworten – dies möchte ich aber in mehreren Beiträgen ausführlich tun (Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? / E-Autos – ein Zukunftsgeschäft?) und unsere Position noch einmal anhand der häufigsten Fragen und Einwände detailliert ausführen.

Aber zunächst zu den offenbar stark umstrittenen Vergleich von CO2-Werten von E-Autos mit konventionellen Autos. Immer wieder wird behauptet, auch heute schon seien E-Autos CO2-sparsamer als konventionelle Autos. Dies ist eindeutig falsch.

Alle Vergleiche, die zu diesem Ergebnis kommen, basieren auf Vergleichen zwischen „Äpfeln und Birnen“ – also zwischen kleinen elektrischen „City-Mobilen“ und normalen Autos, zum Beispiel der Kompaktklasse. Sie sind – durch das Weglassen wichtiger Parameter – teilweise auch offen manipulativ.

Im Detail: Es ist wohl unbestritten, dass ein heutiges konventionelles Auto nicht mehr als 100g CO2/km emittieren muss. Auch 80g CO2/km sind technisch kein Problem. Und zwar  HEUTE, nicht in 10 oder 20 Jahren! Zur Erinnerung: Greenpeace hatte schon 1996 den SmILE (einem Akronym aus „Small, Intelligent, Light, Efficient“) vorgestellt, einen serienfähigen Viersitzer-Benziner, der – Entwicklungsstand 1993 ! -  mit 76 g CO2/km auskommt. Auf heutigem Entwicklungsniveau wären das um die 60g CO2/km. Im Jahr 2020 müssen auch Massenautos nicht mehr als 60 g CO2/km emittieren. Und wenn sie in Leistung und „Performance“ einem E-Auto entsprechen, sogar nicht mehr als 45 bis 50 Gramm.

Auch wenn die realen Alltagsverbräuche – mit Ausnahme des SmILE – um 10 bis 15 Prozent höher sind als der Normzyklus, kann man davon ausgehen, dass ein Massenauto (mit erheblich höherem Gebrauchsnutzen als ein E-Auto) um 2020 mit 60g CO2/km (vom technischen Standpunkt aus) die Regel sein kann.

Und was emittiert ein Electric Vehicle heute?

Nach Herstellerangaben verbraucht der E-Smart 12 kWh/100 km. Bei 575 g CO2/kWh im deutschen Strommix von 2009 ergibt das demnach 69 Gramm CO2/km. Die entsprechende Dieselversion braucht 3,3 Liter Kraftstoff und emittiert demnach 86 Gramm CO2/km.

Sieht erst einmal gut aus für das Elektroauto – aber man muss etwas genauer hinschauen. Ein leicht verändertes Bild zeigt sich, wenn der Energieverbrauch betrachtet wird. Der E-Smart braucht 142 Megajoule (MJ)/100 km, der Diesel nur 125 MJ (A.Friedrich/ R.Petersen: Der Beitrag des Elektroautos zum Klimaschutz, 2009).

Gerade bei E-Autos weichen die realen Verbräuche aber um ein Vielfaches stärker von den Herstellerangaben ab als bei den Verbrennern: Statt 10 bis 15 Prozent höhere Realverbräuche sind dies beim E-Auto unter Einbeziehung von Ladeverlusten und dem beschleunigungsbedingt extremen Anstieg des Verbrauchs durchweg an die 100 (hundert) Prozent!

Das führt dazu, dass die derzeit bekannten realen Verbräuche sich wie folgt darstellen:

Smart e-drive (nach AutoBild): 26,5 kWh/100km

Mitsubishi i-Miev (nach AutoBild): 21,2 kWh/100km

E-Mini (nach auto motor und sport): 25 kWh bzw. knapp 30 kWh/100km (nach Süddeutsche Zeitung, Langzeittest 4 Monate)

Mit dem durchschnittlichen deutschen Strommix ergibt das CO2-Emissionen von 151, 120, 142 und 171 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. Bezogen auf den  Kohlestromanteil eines Energieversorgers sind dementsprechend die Emissionswerte noch höher.

Fazit: Unter derzeit realistischen Bedingungen emittieren Elektroautos, durchweg Klein- und Kleinstwagen (selbst ohne Berücksichtigung ungünstiger Bedingungen wie Kälte oder Klimaanlage) das Eineinhalbfache eines konventionellen vergleichbaren Verbrenners und das Doppelte eines Verbrenners mit fortschrittlicher (aber bereits existierender) Technik.

Sind Elektro-Autos also besser oder schlechter bei den CO2- Emissionen?

Derzeit, und auf mittlere Sicht, sind E-Autos beim CO2-Ausstoß eindeutig und erheblich schlechter als vergleichbare Verbrenner. Das ändert sich erst langfristig durch die Veränderung des Strommixes und (eventuell) durch Verringerung des Stromverbrauchs dieser Autos.

Fazit: Die immer wieder behauptete „Verbesserung“ im Vergleich zu konventionellen Autos ist manipulativ. Sie wird nur erreicht durch geschönte Verbrauchswerte und durch einen Vergleich zwischen nicht vergleichbaren Fahrzeugen.

Eine Überlegenheit der E-Autos über Verbrenner kann sich erst ergeben, wenn es zu drastischen Verbrauchsminderungen kommt, verbunden mit einem Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix von rund 50 Prozent (und damit einem CO2- Ausstoß im Mix unter ca. 300 Gramm CO2/kWh, also kaum vor dem Jahr 2030).

Und wie wird der Stand 2020 sein?

Bei einer positiven Prognose, die für 2020 einen durchschnittlichen CO2Ausstoß pro Kilowattstunde von 400g erwarten lässt, einer Verbrauchsreduzierung der E-Autos auf real 15 kWh/100 km und einem Verbrauch von rund 2,5 Litern bei einem Verbrenner-Kleinwagen, kommt man auf dann 60g CO2/km sowohl für das Elektroauto wie für den dann „real existierenden“ konventionellen Kleinwagen, aber auf rund 50 Gramm für einen fortgeschrittenen Verbrenner. Die Klimabelastung durch ein Elektroauto ist auch im Jahr 2020 – für einen Kleinwagen – immer noch  höher als bei einem dann vergleichbaren Verbrenner.

Fazit: Auch 2020 ergibt sich für das E-Auto noch kein Klimavorteil, bei gleichzeitig mehrfach höheren Kosten sowie erheblich eingeschränkter Nutzungsmöglichkeit.

Dazu muss auch gesagt werden, dass das Gegeneinanderrechnen von CO2-Gramm letztlich irrelevant ist. Denn in den nächsten 15 bis 20 Jahren werden ohnehin – im Vergleich zum Gesamtbestand – nur sehr wenige E-Autos auf die Straßen kommen. Die Behauptung eines kurzfristigen Klimavorteils ist jedenfalls abwegig. Natürlich wird immer wieder behauptet und unterstellt, der Strom für Elektroautos käme natürlich aus regenerativen Quellen, und dann sähe die Sache anders aus. Diese Behauptung entbehrt allerdings – zum einen-  jeder Grundlage und ist nichts anderes als ein geschicktes Marketing- Argument.

Zum anderen wäre die theoretische Einsparung infolge dieser geringen Menge an Elektroautos -wenn sie denn aus “grünem Strom“ gespeist würden -  nicht nur eine der teuersten Wege, CO2 einzusparen, sondern auch äußerst gering: maximal ein Drittel dessen, was zum Beispiel durch ein Tempolimit einzusparen wäre, und nur ein winziger Bruchteil dessen, was durch Einsatz der heute schon vorhandenen Technik beim konventionellen Auto möglich ist – und zwar nahezu kostenlos.

Kommentare

  • BioBauer

    Da wir momentan ohnehin eine Stromüberproduktion haben, könnte auch eine praktisch Co2-neutrale Elektromobilität organisiert werden, oder etwa nicht?

    Weiterhin sollte wohl außer Frage stehen, dass Elektromobilität langfristig eben doch klimafreundlicher ist, der Abhängigkeit vom Öl entgegenwirkt und die Feinstaubbelastungen in Städten zu bekämpfen hilft. Darum ist es sinnvoll, heute schon möglichst viele E-Fahrzeuge auf die Straßen zu bringen…

    26.6.2010 um 23:23 Uhr · Antworten

  • Thorsten

    Also ich denke mal es macht trotzdem Sinn wenn man das Geld hat mit einem Elektroauto zu fahren und Ökostrom zu kaufen bzw. vllt. sogar mit den eigenen Solarzellen zu “betanken”.

    Denn zum einen treibt man ja den Anteil von Regenerativen Energien am Markt schneller hoch wenn man Ökostrom nutzt und außerdem unterstützt man die Entwicklung von Elektroautos wenn man sich eins kauft.

    Übrigens würde mich mal der CO2 Vergleich zur Bahn interessieren. Die tun ja immer so sie wären so grün. Dabei hab ich letztens irgendwo gelesen die DB will sich ein neues Kohlekraftwerk bauen oder so.

    26.6.2010 um 23:57 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    “…CO2- Ausstoß im Mix unter ca. 300 Gramm CO2/kWh, also kaum vor dem Jahr 2030….” Warum nicht viel weniger oder schon null ? Die Zeit drängt, jeder Tag ist kostbar. Schleunigst muss das Versorgungssystem auf 100 Prozent Ökoenergie umgestellt werden (Vorschlag: http://www.bio-wasserstoff.de). Wer eine bessere Idee (schneller umsetzbar, kostengünstiger, energieeffizienter) hat, bitte schön. Kein Problem. Dann soll eben die umgesetzt werden. Die Mobilitätsproblematik getrennt von der Versorgung mit Strom und Wärme zu betrachten, führt nicht zum Ziel.

    27.6.2010 um 09:15 Uhr · Antworten

  • trailblazer

    Einige kritische Anmerkungen im Text stimmen, aber obwohl hier anscheinend versteckte Wahrheiten “entlarvt” werden, schafft der Artikel selber ein verzerrtes Bild und erinnert – überzeichnet gesagt – an einen Lobbyisten der Öl-Industrie…

    Zunächst einmal:
    “Smart e-drive (nach AutoBild): 26,5 kWh/100km
    Mitsubishi i-Miev (nach AutoBild): 21,2 kWh/100km”

    …diese Angaben lassen sich aus den angegebenen Quellen nicht nachvollziehen.

    Wenn die E-Autos tatsächlich so viel verbrauchen, dann sind sie momentan in der Tat klimaschädlicher als konventionelle Autos. Wer aber Kunde bei einem Ökostrom-Anbieter ist, der löst dieses Problem. Dort kostet der Strom genau soviel oder sogar weniger als bei den Großversorgern.
    Ja – dieser Preis des grünen Strom wird durch eine Einspeisevergütung geschaffen. Aber die ist beständig am sinken und Windkraft beispielsweise wird in ca. 5 Jahren ohne jede Vergütung auskommen und den selben Preis wie Kohlestrom haben.

    Der zentrale Vorteil der E-Autos ist, das Strom aus jeder Quelle kommen kann. Öl leider nicht. Der Strommix wird sich ändern, das ist ja beschlossene Sache und bereits in der Umsetzung und von daher werden auch E-Autos mit jedem Jahr sauberer.
    Irgendwann muss eine Technologie ja mal eingeführt werden und die Technik dafür ist jetzt da.

    Also nicht lammentieren, sondern für einen Wandel hin zu 100% EEs bei der Stromerzeugung sorgen, dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.

    27.6.2010 um 09:32 Uhr · Antworten

  • Christoph

    Ich empfinde diesen Artikel ebenfalls als Text eines Öllobbyisten.
    Ganz klar gegen E-Autos gerichtet!

    Ich bin der Meinung auch Greenpeace muss mal umdenken und sich dem Neuen öffnen indem man ein autarkes E-Auto fordert. Mit Solarzellenfolie auf Dach und Motorhaube wäre ein großer Schritt getan.

    Ich möchte jedem die Doku “Warum das Elektroauto sterben musste” ans Herz legen:

    http://www.youtube.com/watch?v=RF8ajdgdHck

    27.6.2010 um 10:09 Uhr · Antworten

  • Wolfgang Lohbeck

    Wir haben drei übergeordnete Prioritäten: 1. Wir müssen weg vom Öl, 2. wir müssen die CO2 – Emissionen senken, und wir müssen 3. eine nachhaltige und für alle erschwingliche Mobilität sichern. Für alle drei Ziele eignet sich das Elektro- “Auto” nicht. Denn:

    Um , erstens, weg vom Öl zu kommen, müssen und können wir den Ölverbrauch der heutigen Autos verringern. Das geht am wirkungsvollsten NICHT mit dem Elektroauto, sondern mit drastsichen Verbrauchssenkungen beim konventionellen Auto. Dafür müssen die Autos vor allem erheblich LEICHTER werden. Leichte und mit neuester (aber bereits heute erhältlicher!) Technik ausgestattete Fahrzeuge könnten problemlos bereits heute (und nicht erst in 10 jahren) mit 2 bis 2,5 Liter Kraftstoff auskommen. Das ermöglicht sofort (oder in sehr sehr kurzer Frist) eine Einsparung von 2/3 des Öls im Verkehrssektor (PKW und leichte Nutzfahrzeuge). Hierzu muss allerdings die vorhandene Technik tatsächlich generell eingesetzt und die Autos müssen modifiziert werden.

    Dies ist dann ,zweitens, zwangsläufig auch verbunden mit eine CO2 Einsparung in gleicher Größenordnung, und auch dies in kürzester Zeit, nicht -wie beim Elektroauto- zunächst mal gar nicht (weil e-autos im heutigen Mix mehr CO2 erzeugen), und dann erst sehr sehr langsam, parallel zum Einsatz von mehr “grünem” Strom.

    Und , drittens, eine nachhaltige Mobilität ist vor allem abhängig davon, dass man sich die Zukunftspfade nicht mutwillig verbaut durch unsinnige und teure Infrastruktur (Ladesäulen), dass man die Mobilität auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse anpasst, und dass sie auch für alle Verkehrsteilnehmer erschwinglich ist. Das Rückgrat der zukünftigen Mobilität wird also nicht das heutige “Auto” sein, gleichgültig ob fossil oder elektrisch. Die Elektrifizierung bringt nur Vorteile in Verbindung mit einer Mobilitätskultur, in der das Auto nicht mehr die dominierende Rolle spielt. Dafür ist die Elektromobilität eine Chance, aber sie ist verbunden mit einer Entwicklung “weg vom Auto”, und das geht nicht von heute auf morgen. Auf jeden Fall dauert das länger als die konsequente Anwendung von verbrauchssenkenden Maßnahmen an normalen Autos, jetzt sofort.

    Die dümmste Anwendung von Strom im Verkehrssektor ist dessen unreflektierter Einsatz in heutigen, übergewichtigen, Autos. Leider wird genau das propagiert. Dies führt zu mehr Energieverbrauch, (kurzfristig) mehr CO2, und dem verbauen von Zukunftschancen für nachhaltige Mobilität.

    Zum Verbrauch: Die von mir zitierten Verbräuche stammen aus allgemein zugänglichen Quellen, unter anderem der Süddeutschen Zeitung (E- mini), Auto Motor und Sport (E- mini), und der AutoBild vom 26.2.2010 (Smart e- drive und Mitsubishi i- Miev).

    Wolfgang Lohbeck

    28.6.2010 um 17:00 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      Ich stimme Ihnen eigentlich in allen Punkten zu. Sparen ist immer die beste Variante um Umwelt und Geldbeutel zu schonen – sei es Gebäudedämmung oder eben Effizienz bei Geräten und Fortbewegungsmitteln jeglicher Art.

      In letzter Konsequenz brauchen wir aber auch Autos, die eben nicht mehr mit Benzin/Diesel fahren. Autos werden auch in ferner Zukunft Teil der Mobilität sein, man solch 100% individuelle Fortbewegung eben braucht. ÖPNV, PRT u.ä. sollten nach Möglichkeit den bei weitem größten Anteil am Transport haben (ist aber nur in Ballungsgebieten wirtschaftlich), aber in ländlichen Gegenden wird man wahrscheinlich immer Autos benötigen. Sie werden also weiter bestehen – wenn auch hoffentlich in geringerer Zahl. Die Entwicklung von Elektro-Autos jetzt generell zu stoppen ist also auch falsch – diese Aussage entnimmt man Ihrem Artikel aber.

      Das eigentliche Problem ist aber nicht die Elektro-Technik im Auto, sondern die Bauweise der Autos und das Verkehrskonzept generell – wovon die Probleme der E-Autos wiederum nur eine Facette sind. Das hätten Sie vielleicht betonen sollen, um Missverständnisse zu vermeiden ;)

      Interessen halber: Was unternimmt Greenpeace, um einen Strukturwandel der Mobilität zu unterstützen?

      28.6.2010 um 18:23 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Ich denke, wir sollten uns hier nicht nur am Auto festhalten. Auch die Verkehrsmittel des ÖPNV verbrauchen fossile Brennstoffe. Busse, Dieseltriebwagen der Bahn, Personenfähren und selbst der Intercity, die S-Bahn und die Straßenbahnen verbraten (wenn auch über den Umweg Strom) unsere Umwelt. Ölplattformen im Meer verschwinden nur, wenn der Energie-Input ins System massiv und schnell zurückgefahren sowie gleichzeitig noch gespart wird. Ein vorwärts mit viel sparsameren Motoren greift zu kurz. Wir brauchen Verkehrsmittel, die 100 % von den alten Energien unabhängig sind. Und für diese Technik müssen heute die Pflöcke eingeschlagen werden und nicht in einigen Jahrzehnten.
      Wie Sie schon richtig bemerken, Mobilität muss erschwinglich bleiben.

      28.6.2010 um 19:00 Uhr · Antworten

      • trailblazer

        Völlig richtig. Verkehrsmittel jeglicher Art müssen 100% umweltfreundlich werden. Strom oder Wasserstoff, jeweils generiert auf sauberem Wege – sind dafür wahrscheinlich die besten “Treibstoffe”. Darum müssen beide Techniken JETZT weiterentwickelt werden. Man darf sich nicht an der Auto-Problematik aufhängen, sondern die Technik, die dort entwickelt wird, kann dann ja auch für Maschinen und Verkehrsmittel jeder Art, vom Auto, über das Flugzeug, Bus, bis hin zum Schiff genutzt werden. Die Entwicklung dieser Techniken zu stoppen wäre also unsinnig, denn wir brauchen Sie – auch bei einem Strukturwandel der Mobilität.

        29.6.2010 um 17:29 Uhr

    • nicht entscheidend

      Hallo Wolfgang,

      Zitat: “1. Wir müssen weg vom Öl, 2. wir müssen die CO2 – Emissionen senken, und wir müssen 3. eine nachhaltige und für alle erschwingliche Mobilität sichern. Für alle drei Ziele eignet sich das Elektro- “Auto” nicht.”

      Die überprüfbare Argumente zeigen aber genau das Gegenteil bei 1. und bei 2.
      Bei 1. ist es sogar mehr als nur offensichtlich, bei 2. sollten bei Ihnen doch schon zahlreiche Belege vorhanden sein (z.B. i-MiEV vs. i, aber aus Links in Ihrem Blog).

      Zitat: “Um , erstens, weg vom Öl zu kommen, müssen und können wir den Ölverbrauch der heutigen Autos verringern. Das geht am wirkungsvollsten NICHT mit dem Elektroauto, sondern mit drastsichen Verbrauchssenkungen beim konventionellen Auto. Dafür müssen die Autos vor allem erheblich LEICHTER werden. Leichte und mit neuester (aber bereits heute erhältlicher!) Technik ausgestattete Fahrzeuge könnten problemlos bereits heute (und nicht erst in 10 jahren) mit 2 bis 2,5 Liter Kraftstoff auskommen.”
      Erstens: damit widerlegen Sie nicht den Punkt 1 (bei 1. 2. 3.), sondern machen “eine neue Spielwiese” auf. Also die optimierung der Fahrzeuge, wobei es wohl noch kaum möglich sein wird, den Verbrennungsmotor noch nennenswert zu optimieren, es würde dann eher Richtung Optimierung der Karosserie gehen.
      Mit der gleichen Karosserie, wo das Auto mit Verbrennungsmotoren 2-2,5 Liter Kraftstoff verbrauchen würde, würde ein baugleiches E-Auto (allein aus den Wirkungsgrad-Betrachtungen) unter 6 kWh pro 100 km verbrauchen (das wären energetisch äquivalent 0,6 Liter Benzin).

      Zitat: “Dies ist dann ,zweitens, zwangsläufig auch verbunden mit eine CO2 Einsparung in gleicher Größenordnung, und auch dies in kürzester Zeit, nicht -wie beim Elektroauto- zunächst mal gar nicht (weil e-autos im heutigen Mix mehr CO2 erzeugen), und dann erst sehr sehr langsam, parallel zum Einsatz von mehr “grünem” Strom.”
      Ein E-Auto mit ähnlicher Karosserie und 6 kWh pro 100 km (siehe Argument weiter oben) würde unter 35 g CO2/km für die gesamte Kette ausstoßen (lokal NULL), das vergleichbares (imaginäres) Auto mit Verbrennungsmotor und 2-2,5 Liter 46,6-66 g CO2/km, aber nur lokal, nicht für die gesamte Kette (Ölförderung, Transport, Raffinierie). Außerdem ist zu bemerken, dass der CO2-Ausstoß für das E-Modell immer weiter sinken wird (für das gleiche Modell), für das ölbasierte Modell dagegen immer weiter steigen wird (immer schwerer zu förderndes Öl).

      Die Argumente, die Sie später aufführen, rechtfertigen nicht die Unwahrheiten, die sie davor über die E-Autos geschrieben haben.

      Zum letzten Absatz: der E-Mini war, ist, und wird nie ein kaufbares Fahrzeug sein, es war ein FELDVERSUCH von BMW. Man sollte die Vorserienmodelle nicht mit Fahrzeugen vergleichen, an den schon über 100 Jahre gearbeitet und optimiert wird.
      Zu i-MiEV und E-Smart: die Links, die Sie hier öffentlich in diesem Thema aufführen, zeigen ganz andere Werte, als sie angeblich “zitieren”. Und diese (angeblich zitierte) Werte berücksichtigen Sie GAR NICHT, also schmeißen das raus, was Ihnen nicht passt (selbst wenn diese Werte, die Sie erwähnen, tatsächlich irgendwo geben sollen). Objektivität ist etwas anderes.

      Gruß

      03.7.2010 um 01:22 Uhr · Antworten

      • trailblazer

        So siehts aus :) …richtig, die falschen Werte hatte ich auch schon bemerkt und es angesprochen.

        03.7.2010 um 08:54 Uhr

    • Jim Bob

      Sie schreiben: “Um , erstens, weg vom Öl zu kommen, müssen und können wir den Ölverbrauch der heutigen Autos verringern. Das geht am wirkungsvollsten NICHT mit dem Elektroauto, sondern mit drastsichen Verbrauchssenkungen beim konventionellen Auto.”
      .
      Der Satz wiederspricht sich doch selbst, wenn ich vom Öl wegkommen möchte dann hilft nicht der verringerte Konsum des Öles, sondern nur der Verzicht !
      Und wie kann ich am besten auf Öl verzichten ohne auf die Mobilität komplett zu verzichten ?
      .
      Ich muss für ölfreie Alternativen sorgen !
      .
      Folgende Alternativen gibt es:
      .
      Wie gehabt der Verbrennungsmotor,
      aber betrieben mit nachwachsenden Energieträger. Tolle Idee, hat nur einen ganz entscheidenden Haken, für den durchschnittlichen deutschen Autofahrer bräuchte man 5000 m² Anbaufläche pro Fahrzeug.
      Bei 40 Mio PKW´s also die gigantische Fläche von 200.000.000.000 m².
      Nur mal so als Größenvergleich, Afrika hat eine Gesamtfläche von 30.300.000.000 m²
      .
      Wie gehabt Verbrennungsmotor,
      aber mit Wasserstoff betrieben, hier gibt es gleich mehrere Faktoren die dagegen sprechen, da ist zum einen der enorme Energieverlust bei der Erzeugung von Wasserstoff, ähnlich schlechter Wirkungsgrad im Motor, der notwendige Aufbau einer neuen und teueren Infrastruktur zum Betanken der Fahrzeuge und zudem diffundiert Wasserstoff durch die Lagertanks der Automobile.
      .
      Elektroantrieb mit Brennstoffzelle,
      vom Wirkungsgrad her besser als der Verbrenner, aber sonst gleiche Problematik wie oben.
      .
      Elektroantrieb Batterie gestützt,
      einziger “Nachteil“ die aktuell erzielbare Reichweite. Langfristig ist dieses Problem (ist es denn wirklich eines) technisch über diverse Ansätze zu lösen.
      Wobei genau dieser Nachteil eigentlich auch ein Vorteil ist, schließlich ist der Elektroautofahrer dazu angehalten energiesparend zu fahren, möchte er seine Reichweite erhalten !
      .
      Ansonsten gibt es nur Vorteile beim batteriegestützten Elektroantrieb, die da wären:
      Einzige Antriebsart die direkt und ohne Umwege mit regenerativ erzeugter Energie betrieben werden kann und das mit einer sehr hohen Effizienz.
      .
      Generelle lokale Emissionsfreiheit.
      .
      Ganz neue Fahrzeugkonzepte sind möglich, vor allem bei Leichtfahrzeugen, Beispiel Twike ( TW4XP )
      .
      Durch intelligent gesteuerte Ladung lassen sich Stromschwankungen ausgleichen, gerade in Hinsicht auf den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung ein wichtiger Punkt. Später ist sogar eine aktive Integration in das Stromnetz möglich, Stichwort Stromspeicher für die schwankende regenerative Stromerzeugung.
      .
      Elektrofahrzeuge haben eine erheblich höhere Laufleistung, ein Elektromotor kann problemlos 1 Mio. km laufen, bei entsprechender Konstruktion der Karosserie sind Lebenszyklen von mehr als 20 Jahren also problemlos möglich.
      Die Akkus werden dabei auch kein Problem sein, zum einen kann man aktuell schon von 150.000 bis 200.000 km Laufleistung bei modernen Lithium Akkus ausgehen, zum anderen wird die Entwicklung in rasenden Schritten vorangehen.
      Laufleistungen von mehr als 500.000 km für einen Akkusatz sind schon absehrbar.
      Zudem ist ein Akku nach Abbau der gewünschten Ladekapazität noch lange nicht wertlos, eine Zweitnutzung in stationären Speicherstationen oder in der häuslichen Photovoltaikanlage sind durchaus eine jetzt schon erkennbare Option.
      Letztlich werden komplett verbrauchte Batterien auf Grund der Rohstoffpreise durchaus noch einen hohen Schrottwert haben, recycelt werden sie sicher werden.
      Wobei es aber auch schon Entwicklungen gibt bei denen nur das verbrauchte Elektrolyt ausgetauscht wird ( google Ogron Elektrolyt wechseln ) bei einem solchen Akku wird alle 10 Jahre das Elektrolyt ausgetauscht, so werden Lebenszyklen von 30 Jahren erwartet.
      .
      Ein weitere Vorteil ist die einfachere Reglung der Geschwindigkeit, so wäre es ein Einfaches Elektroautos von extern per Funk so zu steuern das Geschwindigkeitsbeschränkungen automatisch eingehalten werden.
      Zudem sind die meisten Elektroautos elektronisch bei 130 bis 140 elektronisch abgeregelt, einige sogar noch darunter. Ein automatisches Tempolimit also !
      .
      Weiter schreiben Sie “ Dafür müssen die Autos vor allem erheblich LEICHTER werden. Leichte und mit neuester (aber bereits heute erhältlicher!) Technik ausgestattete Fahrzeuge könnten problemlos bereits heute (und nicht erst in 10 jahren) mit 2 bis 2,5 Liter Kraftstoff auskommen“
      .
      Genau diese Maßnahme würde auch bei Elektroautos den Verbrauch senken, wobei die Gewichtsreduzierung beim Elektroauto, auf Grund der möglichen Energierückgewinnung beim Bremsen, bei weitem nicht die Rolle spielt wie das beim Verbrenner der Fall ist.
      Hier ließe sich also das Maß der Gewichtsersparung so finden, dass das Auto dadurch nicht, auf Grund teuerer Leichtbaumaterialien, gleich wieder extrem teuerer würde !
      .
      Sie schreiben “Das ermöglicht sofort (oder in sehr sehr kurzer Frist) eine Einsparung von 2/3 des Öls im Verkehrssektor (PKW und leichte Nutzfahrzeuge). Hierzu muss allerdings die vorhandene Technik tatsächlich generell eingesetzt und die Autos müssen modifiziert werden.“
      .
      Das mag wohl sein, auch wenn ich eine 2/3 Einsparung für kaum realisierbar halte, da hier schon der Faktor Mensch ( wer erreicht schon die angegebenen Verbräuche ? ) ein Strich durch die Rechnung macht.
      Und 1/3 oder ½ so viel Öl wie heute ist eine Einsparung aber nicht der Verzicht auf den Erdölverbrauch !
      .
      Sie schreiben “Dies ist dann ,zweitens, zwangsläufig auch verbunden mit eine CO2 Einsparung in gleicher Größenordnung, und auch dies in kürzester Zeit, nicht -wie beim Elektroauto- zunächst mal gar nicht (weil e-autos im heutigen Mix mehr CO2 erzeugen), und dann erst sehr sehr langsam, parallel zum Einsatz von mehr “grünem” Strom.“
      .
      Was den CO2 Ausstoß betrifft, ich ja schon wiederlegen konnte, sogar mit ihren Quellen !
      Was ist also mit:
      Den Emissionen von der Erdölquelle bis zum Autotank ?
      Dem steigenden Energiebedarf bei der Förderung und beim Raffinieren des Öl ?
      Der immer stärker werdenden Umweltverschmutzung bei der Erdölförderung, aktuelles Beispiel Golf von Mexico, oder der tägliche Wahnsinn in Kanada oder Nigeria usw. ?
      Der Endlichkeit des Öles ?
      Dem unausweichlichen Anstieg des Ölpreis ?
      .
      All diese Faktoren sind auch bei geringeren Verbräuchen ausschlaggebend und dass gerade auch auf lange Sicht betrachtet.
      Also was wollen wir, eine kurzfristige Minderung des Ölverbrauch mit all seinen Auswirkungen die trotzdem auf die Umwelt einwirken, oder eine langfristige komplette Abkehr vom Öl ?
      .
      Sie schreiben “Und , drittens, eine nachhaltige Mobilität ist vor allem abhängig davon, dass man sich die Zukunftspfade nicht mutwillig verbaut durch unsinnige und teure Infrastruktur (Ladesäulen)“
      .
      Die von Ihnen als unsinnige dargestellten Ladesäulen sind so teuer nun auch wieder nicht und können neben dem Laden von Autos ja auch für Zweiräder mit Elektroantrieb genutzt werden, das zukünftige Fortbewegungsmittel schlechthin !
      Außerdem gibt es ja schon Millionen von Ladeanschlüssen, jede Garage hat einen, bei vielen Autostellplätzen gibt es schon eine Steckdose, Stellplätze lassen sich mit Photovoltaikanlagen überdachen, viele Geschäfte und Gaststätten werden einfache Steckdosen als kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden anbringen lassen.
      Generell sollte der Fokus auf einen Strommengenzähler im Fahrzeug gelegt werden, Ladesäulen würden hierdurch zu billiger Massenware werden.
      .
      Sie schreiben “Das Rückgrat der zukünftigen Mobilität wird also nicht das heutige “Auto” sein, gleichgültig ob fossil oder elektrisch. Die Elektrifizierung bringt nur Vorteile in Verbindung mit einer Mobilitätskultur, in der das Auto nicht mehr die dominierende Rolle spielt“
      .
      Egal ob nun das Auto oder ein anderes Verkehrsmittel das Rückgrat unserer zukünftigen Mobilität wird, die zukünftige Mobilität muss und wird elektrisch sein !
      .
      Sie schreiben “ Die dümmste Anwendung von Strom im Verkehrssektor ist dessen unreflektierter Einsatz in heutigen, übergewichtigen, Autos. Leider wird genau das propagiert. Dies führt zu mehr Energieverbrauch, (kurzfristig) mehr CO2, und dem verbauen von Zukunftschancen für nachhaltige Mobilität.
      Zum Verbrauch: Die von mir zitierten Verbräuche stammen aus allgemein zugänglichen Quellen, unter anderem der Süddeutschen Zeitung (E- mini), Auto Motor und Sport (E- mini), und der AutoBild vom 26.2.2010 (Smart e- drive und Mitsubishi i- Miev).“
      .
      Gerade die von Ihnen aufgeführten Quellen beweisen genau das Gegenteil !

      06.7.2010 um 11:09 Uhr · Antworten

    • Christian Dötsch

      (teilweiser) Widerspruch sehr geehrter Herr Lohbeck:
      aus meiner längeren praktischen Erfahrung mit einem Think II und Nickel Sodium Batterie, bzw. einem Think I mit LiPo Batterie kann ich geringere Verbräuche angeben, als die hier zitierten smart und Mini. Wir verbrauchten gemessene 13-18kWh / 100km bei Reichweiten von bis zu 160km und Höchstgeschwindigkeit 110 km/h für den IIer. (Die Nickel Batterie braucht auch immer etwas stand-by Energie). Erzeugt wird dies teilweise auf dem heimischen Firmendach, wodurch also die Bilanz ganz ordentlich sein sollte. Der Mini von BMW ist übrigens mit einem schon recht in die Jahre gekommenen Antriebssystem von AC-propulsion aufgehübscht worden und eigentlich nicht mehr Stand der Technik und vergleichsfähig.
      Auch stellt die “Vision” des Herrn Ramsauer von 1Mio E-Autos, wie Sie richtig bemerken, nur marginale 2% des Bestandes dar – dies hätte also tatsächlich wenig Wirkungskraft. Die reale Entwicklung wird aber nun schneller verlaufen. Wer einmal elektrisch (probe)gefahren ist, will nicht mehr in die “Dampfmaschine”. Die Schallplatte verschwand gegenüber der “teuren und klinischen CD” auch schneller als viele Vinyl-Fans dachten. Lokale Abgasfreiheit, Lärmreduktion, Grün-Energiefähigkeit etc. – dies alles fordert den Einstieg in die Emobilität jetzt. Sicher wird das “unmerkliche Fahren” auch zu noch mehr Gebrauch von Fahrzeugen aller Art animieren und hier liegt ohnehin der Knackpunkt, den Sie auch formulieren, aber ohne das Kind Mensch ganz beim Namen zu nennen: kleiner, leichter, bewußter – sind die korrekten Schlagworte, die die eigentliche Wendung bewirken müssen. Aber ehrlich – wer will das alles, welcher Zeitgenosse sieht so aus (langbärtig, Lappenmütze, Leinenhose, Lehrer)? Nur um das Klischee mal wieder aufzuziehen. Dies erfordert einen, besser DEN Bewußtseinswandel und eben keinen besonderen Technikwandel. Als leidenschaftlicher Radler weiß man, daß man mit einer menschlichen Bio-kWh etwa 150-200km weit fahren kann. Da ist das effizienteste Mobil schon erklärt. Aber auch der so gern zitierte radelnde Chinese fährt inzwischen lieber mit E-Motor oder gleich in der clean-gefilterten S-Klasse durch den smog. Hier bleibt also vorerst wenig Hoffnung auf Veränderung ohne katastrophale Notwendigkeit. Traurig aber wahr. Wobei das CO2 in der Nebenrolle in meinen Augen ohnehin nur eine weitere Episode in “Des Kaisers neue Kleider” ist. Ein unsichtbarer aber bewert- und bespekulierbarer Markt ist eröffnet worden. Cui bono? Mir wäre Ressourceneffizienz oder Lärmreduktion wichtiger, als ein unsichtbares aber lustigerweise in Tonnen verhandeltes Spurengas. Wer Bewußtseinswandel verschenken will, dem sei das – zwar schon etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch lesenswerte – Buch “So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen – es ist soweit” von Hoimar von Ditfurth ans Herz gelegt. Hier wird in einfachen Sätzen, so daß man es auch einem Kind erklären könnte, das Dilemma menschlicher Verhaltensmuster erklärt. Bis dahin fahren wir uns also in allen Formen beräderter Freiheit in den “Untergang”. Denn, wie auch die Hobby-Philosophen wissen: Alles übel der Welt rührt nur daher, daß es der Mensch nicht in den eigenen vier Wänden aushält.

      Mit nachhaltigen Grüßen

      Christian Dötsch

      11.11.2010 um 18:13 Uhr · Antworten

  • Bernd

    Also ich muss sagen, das ich nicht wirklich an E-Autos glaube.
    Die geringe Reichweite halte ich für ein echtes Problem, und nach meinen Erfahrungen mit allen Akkubetriebenen Geräten, ist es eigentlich immer der Akku der so nach und nach an Leistung verliert und damit manche Geräte unbrauchbar macht (sofern z.B. der Akku nicht mehr austauschbar ist).
    An ein E- Auto das nach 2 oder 3 Jahren dann einen Akkutausch erfordert mag ich gar nicht denken.

    Eigentlich bin ich sehr davon angetan, dass z.B. Opel mit einem Hybriden kommt, der mit “kleinen” Akkus für eine normale Stadtreichweite sorgt und mit einem Verbrennungsmotor für längere Strecken auch geeignet ist.
    Wenn hier dann auch noch eine Leistungsreduzierung stattfindet (mehr wie 30 – 50 kW halte ich für ein zukünftiges Mobilitätskonzept für unnötig) könnte man eine wirklich sparsame Mobilität erreichen die nach meiner Einschätzung der Kraftstoffverbrauch locker halbieren könnte ohne wirklich “furchtbare” Einschränkungen der Mobilität zu verursachen – ein Szenario das ja auch im Text oben ganz gut dargestellt wird.

    Im Gegensatz zum Vorkommentator finde ich aber, dass “erschwinglich” ein durchaus interpretierbarer Begriff ist. Gerade die eigentlich billigen Kraftstoffpreise veführen eben dazu, sich um Verbrauch nicht wirklich Sorgen zu machen.
    Und vieles von der “Mobilität” ist eben wirklich nicht nötig, sondern eine Folge der dieser Kraftstoffpreise. Als Besitzer eines Mittelklasseautos weiß ich, dass ich es slbst in der Hand habe mit 190 und 15 l /100 km über die Autobahn zu hetzen oder gemütlich mit 120 und 7 l / 100 km (wobei selbst dieser Wert sicher nochmal bei optimierten Motoren / Autos halbierbar wäre).
    Also ich war zu Zeiten als die Grünen 5 Mark / Liter gefordert haben durchaus davon begeistert. Nur auf diese Weise hätte ein Verbrauchsumdenken wirklich erfolgen können.
    Und bei einer Resource die irgendwann eben wirklich knapp wird (auch wenn dieser Zeitpunkt durch immer intensivere Bohrungen hinausgeschoben wird – die Effekte sieht man leider auch im Golf von Mexiko oder die Ölsandausnutzung in Kanada) muss irgendwann doch ein Umdenken erfolgen. Zumindest die Hoffnung sollte man nicht aufgeben – aber ich befürchte es wird definitiv NUR über wirklich hohe Kraftstoffpreise steuerbar sein.
    Und für die STADT ist ein “schwaches” E-Antriebskonzept für Reichweiten von 50 Km mit Sicherheit optimal.

    28.6.2010 um 19:47 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Hohe Energiepreise haben einerseits Vorteile (Sparen wird befördert), sie spülen andererseits den etablierten Energieunternehmen (Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran usw.) so viel Geld in die Kasse, dass sie damit ihre marktbeherrschende Stellung immer weiter zementieren können. Auch die passen sich den Entwicklungen an und fahren bestimmte Strategien. Windstrom Offshore oder Desertec laufen nur mit Milliarden-Krediten, die kein Mittelständler zusammenbekommt. Und genossenschaftliche Strukturen haben auch keine Chance. Deshalb ist den Großen der Branche das fragile Stromnetz so wichtig (auch wenn sie die eigenen Netze jetzt teilweise verkaufen müssen). Nur wer starke Kapazitäten von Ökostrom (plus Strom aus Kernkraftwerken, die 18 Jahre länger laufen) einspeisen kann, kontrolliert das ganze System. Den Ölunternehmen ist es auch egal, weil bei sinkenden Verbräuchen in Europa eben dann China und Indien die Lücke schließen. Die Förderung kann dadurch auf einem hohen Niveau verbleiben. Und jedes Jahr werden neue Ressourcen entdeckt. So läuft das Spiel. Verlieren werden wir alle dabei.

      28.6.2010 um 21:53 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      Früher oder später brauchen wir Autos bzw. Verkehrsmittel, die komplett ohne Benzin/Diesel auskommen. Verbrenner-Autos, bei denen der Verbrennungsmotor beispielsweise nur niedrigtourig als Generator für einen viel effizienteren E-Motor läuft, wären z.B. eine Maßnahme, um den Benzinverbrauch stark zu reduzieren.
      Wir werden E- und Wasserstoff-Autos früher oder später brauchen. Geschäftsmodelle, bei denen die Batterien einem Anbieter gehören – z.B. das System von Betterplace -, lösen das Kosten- und Technikproblem für den Autobesitzer, da man nur für verbrauchte Akku-Meilen und nicht für den Akku selber zahlt.
      Herr Lohbeck kann E-Autos und Betterplace so stark kritisieren wie er möchte. Im Moment ist es das beste was wir haben und wir brauchen die Technik – auch für eine Welt mit weniger Autos und anderen Verkehrsstrukturen. Darum sollte man die Entwicklung im Moment ruhig fördern, aber gleichzeitig mit City-Maut, höheren Kraftstoffpreisen (Steuerliche Aufpreise gehen an den Staat und nicht an die Öl-Konzerne) den Strukturwandel unterstützen.

      29.6.2010 um 17:38 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Vielleicht sind hohe Steuern auf Energie sinnvoll, vielleicht auch nicht. Wer Energie teuer bezahlt, hat weniger Geld für andere Sachen übrig. Ich denke, es ist besser, wenn sich alle 100 % preiswerte grüne Energie, Biolebensmittel und umweltfreundliche Urlaubsquartiere gleichzeitig leisten können. Mit dem Biowasserstoff-Konzept ist das möglich. Damit lassen sich die Menschen begeistern und es werden mehrere Probleme gleichzeitig gelöst.

        30.6.2010 um 18:22 Uhr

  • Jim Bob

    Sehr geehrter Herr Lohbeck, es freut mich das Sie endlich hier offen Stellung nehmen.
    Es gibt durchaus Punkte bei denen ich ihnen zustimmen kann, aber bei den Kernaussagen komme ich zu anderen

    Erkenntnissen.
    Fangen wir also mal an:

    Zitat von Ihnen “Alle Vergleiche, die zu diesem Ergebnis kommen, basieren auf Vergleichen zwischen „Äpfeln und

    Birnen“ – ”

    Vergleiche die ich in ihrem Blog aufgeführt habe waren stets auf dem gleichen Fahrzeug mit identischen Fahrwerken

    basierend ( Smart und Mini ) also bessere Grundlagen gibt es wohl nicht ! Auch bin ich nie manipulativ vorgegangen und

    habe im Gegensatz zu ihnen stets meine Quellen offengelegt, dass sie dies nun auch tun ist sehr erfreulich und dient der

    sachlichen Disskusion.

    Zitat von Ihnen “Im Detail: Es ist wohl unbestritten, dass ein heutiges konventionelles Auto nicht mehr als 100g CO2/km

    emittieren muss. Auch 80g CO2/km sind technisch kein Problem. Und zwar HEUTE, nicht in 10 oder 20 Jahren! Zur

    Erinnerung: Greenpeace hatte schon 1996 den SmILE (einem Akronym aus „Small, Intelligent, Light, Efficient“)

    vorgestellt, einen serienfähigen Viersitzer-Benziner, der – Entwicklungsstand 1993 ! – mit 76 g CO2/km auskommt”

    Da gebe ich ihnen erstmal Recht was die direkten Emissionen des Fahrzeuges betrifft, bloß und das fällt mir leider auch

    bei Ihnen negativ auf, Sie verschweigen immer wieder die Emissionen die von der Ölquelle bis zum Tank entstehen,

    manipulativ ?
    Das wären im Falle ihres bemergenswerten SmILE derzeit immerhin eine Beaufschlagung von 17%, der SmILE hat also

    in Wirklichkeit eine Gesamt CO2 Emission von knapp 98g.

    Das es bei diesem Wert in Zukunft aber nicht bleiben wird, habe ich hier belegt:
    http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/was-wird-besser-was-wird

    Aus diesem Beitrag wird ganz klar, dass das Elektroauto von Jahr zu Jahr besser, das Auto mit Verbrennungsmotor

    hingegen jedes Jahr schlechter wird.

    Was mich zudem äußerst stört ist die Vereinfachung auf die CO2 Thematik, was ist mit all den anderen Emissionen

    eines Verbrennungsmotor ?

    Die Stickoxide, die zur Bildung von bodennahen Ozon beitragen, neben den negativen Auswirkungen auf die Atemwege,

    gilt auch das bodennahe Ozon als Klimagas.

    Das Kohlenmonoxid, auch hier ein toxisches Gas, bei dem der Austoß des Verbrenners höher liegt als beim Elektroauto

    (auch bei Zugrundlegung des dt. Strommix)

    Das Schwefeldioxid, Verursacher des sauren Regen.

    Die Kohlenwasserstoffe, auch nicht unbedingt gesund !

    Die Feinstäube, trotz Filter gelangen hier nach wie vor Anteile in die Umwelt und belasten Umwelt und Klima.

    Und schlußendlich die Lärmemissionen, auch hier das Elektroauto im klaren Vorteil !

    Zitat von Ihnen “Und was emittiert ein Electric Vehicle heute?”

    Auch hier könnte ich Ihnen Manipulation vorwerfen, nehmen Sie hier doch Schätzungen des bmu aus 2008 für das Jahr

    2009, falls es ihnen entgangen ist, wir schreiben das Jahr 2010 ! Ich halte mich dann eher an glaubwürdigere Daten wie

    die von Greenpeace Energy http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strommix/stromkennzeichnung.html , welche

    ich ihnen im übrigen auch schon per mail habe zukommen lassen !

    Demnach ist der aktuelle Wert 506g/kWh und damit ergeben sich bei 12 kWh Emissionen von knapp 61g CO2/km.

    Zitat”Die entsprechende Dieselversion braucht 3,3 Liter Kraftstoff und emittiert demnach 86 Gramm CO2/km.”

    Und auch hier wieder das Versäumniss der Well To Tank Beaufschlagung, ein vergleichbarer Diesel müsste unter 2,8

    Liter Verbrauch liegen um die Gesamtemissionen von 86g (Well To Wheel) einzuhalten !

    Um auf 61g Gesamtemissionen zu kommen, müsste der Verbrauch unter 2 Liter liegen !

    Zitat “Ein leicht verändertes Bild zeigt sich, wenn der Energieverbrauch betrachtet wird. Der E-Smart braucht 142 Megajoule (MJ)/100 km, der Diesel nur 125 MJ (A.Friedrich/ R.Petersen: Der Beitrag des Elektroautos zum Klimaschutz, 2009).”

    Sorry, aber was sollen diese unsinnigen hin und her Rechnereien ?

    Der Verbrauch eines Elektroauto wird in der elektrischen Arbeit gemessen also in kWh.
    Benzin hat in etwa einen Brennwert von 10kWh, das ist usus im Vergleich von Verbrauchswerten Verbrenner gegen Elektroantrieb, alles andere dient wohl eher dazu zu irritieren, Manipulation ?

    Zitat “Das führt dazu, dass die derzeit bekannten realen Verbräuche sich wie folgt darstellen:

    Smart e-drive (nach AutoBild): 26,5 kWh/100km

    Mitsubishi i-Miev (nach AutoBild): 21,2 kWh/100km

    E-Mini (nach auto motor und sport): 25 kWh bzw. knapp 30 kWh/100km (nach Süddeutsche Zeitung, Langzeittest 4 Monate)”

    Zum Smart e-drive, haben Sie da einen anderen Bericht gelesen?
    In dem zu ihrem Link steht, ich zitiere:
    In Saint-Tropez stehen 138 Kilometer auf dem Zähler, der Akku zeigt 24 Prozent Rest-Kapazität, 40 Kilometer wären noch drin.
    Bei einer Akkukapazität von 16,5 kWh und einer angenommenen Reichweite von 178 km komme ich auf einen Verbrauch von knapp 9,3 kWh, in CO2 Ausstoß ausgedrückt, rund 47g pro km !

    Nun zum i-Miev, auch hier komme ich auf ganz andere Ergebnisse.
    Angaben laut Autobild, Tag1: 7,91kWh auf 54,4km, ergibt meiner Rechnung nach rund 14,55 kWh auf 100.
    Tag 2: 15,49 kWh auf 127 km, ergibt knapp 12,2kWh/100km.

    Zum E-Mini, auf dem ersteren Link kann ich keine ermittelten Verbrauchswerte entdecken, bei dem Test des SZ Journalisten war zum einen, ich zitiere: Von Volltanken zu Volltanken gerechnet verbrauchte der Mini an kalten Tagen Mitte Oktober 34 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Also ist mit Sicherheit die Heizung gelaufen und in Benzin umgerechnet entspräche das 3,4 Liter. Den Mini mit 150 kW Benzinmotor möchte ich sehen, der im Winter 3,4 Liter braucht.

    So jetzt muss ich erst mal etwas essen !

    29.6.2010 um 20:22 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      Richtig, die zahlendrehereien und die anscheiend falsche Rechnung bei den E-Autos war mir eben auch aufgefallen, wie ich weiter oben schrieb.

      Laut Regierung-Statistik aus England beträgt der CO2-Ausstoss eines Mittelklasse wagens – gemessen von der Quelle, Verfeinerung des Öls etc, bis zum Auspuff – über 500g CO2. Ich habe die Werte leider mehr als Nachweis, aber das sind schon mal ganz andere Dimensionen als bei den E-Autos.
      Der Artikel scheint mir ebenfalls sehr verzerrend und manipulativ.

      30.6.2010 um 13:19 Uhr · Antworten

    • Jim Bob

      Noch mal zum Mini, ziehen wir doch mal zum korrekten “Apfel mit Apfel” Vergleich reale Verbrauchswerte eines vergleichbaren Benziner Mini heran !

      Gute Daten, da im realen Verkehr ermittelt, findet man im Spritmonitor: http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/30-Mini/0-Alle_Modelle.html?fueltype=2&power_s=150&power_e=200

      Der durchschnittliche Verbrauch der 50 Autofahrer die einen leistungsmäßig mit dem e-Mini vergleichbaren Benziner Mini fahren, haben einen durchschnittlichen Verbrauch von 10,1 Liter ermittelt und dass über eine Aussagefähige Strecke von über 100.000 Kilometer.

      Die CO2 Bilanz würde demnach wie folgt aussehen:

      e-Mini im deutschen Strommix 506 x 34 = 17204, also rund 172 g als Spitzenwert.

      Bei einem gemittelten Wert, die Spanne des SZ Journalisten ging ja von 22 bis 34, von sagen wir 28 kWh komme ich auf CO2 Emissionen von knapp 142g.

      Nun der Benziner, mit einem Verbrauch von 10,1 Liter, entspricht das Fahrzeugemissionen von 235,3 g pro km.
      Plus der “Well To Tank” Beaufschlagung komme ich auf 275,3 g CO2 Gesamtemissionen pro km !
      Also fast das doppelte des Elektroauto !

      05.7.2010 um 20:47 Uhr · Antworten

  • joerg dirksen

    Das Ende der Verbrennungsgeneration sollte möglichst bald vollzogen werden -
    siehe BP,…..

    Natürlich sind Tesla und co. keine Massenalternativen aber Kewet,…. also Fahrzeuge mit ca. 500kg schon.
    Und natürlich öffentl. Verkehrsmittel soweit im ländl. Raum vorhanden
    Und natürlich E-autos nur mit reg.Energie.
    Bei mir am Hof , 7 km von der nächsten Stadt und Bahnhof entfernt und 35 km von Regensburg entfernt besteht eine Fotovoltaikanlage 27 KW am Dach. Ich bin Stromkunde bei greenpeace energy.
    In der Zeit der Überproduktion der Fotovoltaikanlage kann das E-auto geladen werden.
    Ich habe lange nach einem 1,5l – 3l – Auto gesucht aber im Moment erhältich ist meiner Meinung nach max . ein 5l -Auto.
    Da erscheint mir ein Umbau mit Blei akku und in 3-4 Jahren Lithium nachrüsten der beste Weg kurze Strecken im Alltag zu bewältigen.
    Zukunft : MIX 15 % E-autos , 25 % 1,5L autos , 20 % verbesserter Nahverkehr , 10% Wasserstoff , 30 % andere Lebensinhalte entdecken – fahr mal Rad

    29.6.2010 um 23:12 Uhr · Antworten

    • Jim Bob

      Es gibt neben dem Kewet ja auch durchaus schon sehr brauchbare Fahrzeuge, mit dem Tazzari Zero z.B. hat man einen ernst zu nehmenden Smartersatz, der auch schon wie ein richtiges Auto daher kommt. Mit einem Verbrauch von rund 12 kWh auf 100km, liegen die CO2 Emissionen auch beim dt.Stromix unter 61g pro km.
      Mit Greenpeace Energy geladen reduzieren sich die Emissionen auf nahe Null !
      Ich bin den Tazzari auch schon gefahren, noch nie hat es so viel Spaß gemacht umweltfreundlich zu sein ! ;-)
      Skeptikern der Elektromobilität sei eine Probefahrt empfohlen !
      .
      Auch bei den Elektroautos mit mehr Sitzplätzen tut sich einiges, so kommt z.B. am Jahresende der Mia Electric von Heuliez mit drei Sitzplätzen, Dieser soll schon ab 15.000 Euro zu haben sein.
      .
      Als Viersitzer wird dieses Jahr noch der bluecar von Pininfarina auf den Markt kommen, vorerst zu einem Leasingpreis von 330 Euro im Monat.
      Die Reichweite dieses Autos wird schon 250km betragen, die Geschwindigkeit ist elektronisch auf 130km/h begrenzt.
      Diese Begrenzung wird, um eine hohe Reichweite zu erreichen, bei den meisten E-Autos werksmäßig sein, praktisch ein automatisches Tempolimit !

      30.6.2010 um 17:36 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Im Auge haben sollte man bei allen alternativen Fahrzeugen, dass hier immer Masse bewegt wird. Hoffentlich hält die Entwicklung der Sicherheit (Crashverhalten, gute Sicht für den Fahrer usw.) Schritt damit. Wie schon an anderer Stelle gesagt, CO2 spielt in einer Wasserstoffgesellschaft keine Rolle mehr. Das Aufrechnen von irgendwelchen Emissionen entfällt.

        30.6.2010 um 17:57 Uhr

  • Jim Bob

    Noch ein “Apfel mit Apfel” Vergleich.
    Auf der Grundlage des Daihatsu Cuore (Mira) gibt es in Japan einen Umbau auf Elektroantrieb mit einem 74kWh Akku. Dem Japan Electric Vehicle Club ist damit gelungen mit einer Ladung 1003 km weit zu kommen.
    Das entspricht also einem Verbrauch von 7,4 kWh auf 100 km, was für einen Benziner 0,74 Liter auf 100km bedeuten würde.
    Der aktuelle Coure hat einen Verbrauch von 3,8 Liter außerorts,
    Mit Motoroptimierungen, bei konstanter Fahrt und einem sehr guten Fahrer könnte ich mir einen Verbrauch von 2,5 Liter vorstellen, was aber immer noch das dreifache an Energiemenge wäre !

    06.7.2010 um 08:52 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Alle Rohstoffe auf der Erde sind nicht unendlich vorhanden. Reine E-Fahrzeuge brauchen mehr viel Lithium in der Batterie als BZ-Fahrzeuge (serieller Hybrid mit kleiner Speicherbatterie). Klimaanlagen (Sommer) und Heizungen (Winter) sind in vielen Gebieten weltweit mittlerweile unverzichtbar. Rechenübungen mit Einzelfallbeispielen bei Reichweite und CO2 sind nett. Praxistauglich für LKW (die verbrauchen viel von dem heute verkauften Diesel in Deutschland) oder für PKW (Langstrecke) ist das alles nicht. Null Kohlendioxid zusätzlich und zu heutigen Modellen konkurrenzfähige Reichweiten sind machbar. Die Fokussierung auf reine E-Fahrzeuge ist zu einseitig.

      06.7.2010 um 21:42 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Nie mehr billiges Öl oder Benzin
    Schon früher hatte die IEA befürchtet, dass sich der Ölpreis in den nächsten Jahren verdreifachen könnte.
    http://www.sonnenseite.com/Politik,Nie+mehr+billiges+Oel+oder+Benzin,95,a16390.html

    11.7.2010 um 12:12 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Das Spiel läuft weiter. Auch die meisten Entwicklungsländer sind nach wie vor vom Erdöl abhängig. Um es zu kaufen, brauchen sie Dollar. Da sie meist keine Dollarreserven dafür haben, betteln sie um Kredite. Anschließend zahlen sie Zinsen auf die Kredite, bis sie über beide Ohren in den Schulden versinken. Dann kommt der IWF und verordnet seine “Pillen”. Daraufhin muss das Tafelsilber des jeweiligen Schuldnerlandes privatisiert werden.
      Niemand sollte glauben, dass in den nächsten 20 bis 3o Jahren die heute angebotenen alternativen Energien die Versorgung dieser Länder unabhängig vom Erdöl machen können. Teure Energie wird oft als Hebel zur Veränderung angesehen. Das wird den armen Staaten dieser Welt aber nichts nützen, denn aus dem Schuldenkarussel kommen sie nicht raus. In Deutschland angezogene Preisschreiben pressen zwar die Bevölkerung aus, aber eine Turboentwicklung hin zu grüner Energie findet auch hier nicht statt. Das dauert nach den jetzt vorgestellten Zukunftsplänen Jahrzehnte. So werden wir alle ärmer – außer ein paar wenige Superreiche. Greenpeace muss aufwachen aus dem Traum von der teuren Energie.

      11.7.2010 um 20:20 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Wir alle sind abhängig vom Erdöl und es ist allerhöchste Zeit, dass wir uns schnellstens davon unabhängig machen !
        .
        Genau so schnell sollte das bei der Atomenergie der Fall sein, die Alternativen gibt es zu Hauf, leider ist die Atom- und Öllobby sehr stark und unsere derzeitige Regierung ausgesprochen dumm !
        .
        Es ist schon bald nicht mehr zum aushalten und dann plädiert auch noch jemand von Greenpeace für die Weiterführung der Erdölmobilität.
        Das soll einer verstehen, ich tu´s nicht !

        12.7.2010 um 08:33 Uhr

      • trailblazer

        Entwicklungsländer können sich keine AKWs leisten und Kohlekraft geht zum einen wegen des Umweltschutzes schon bald nicht mehr, zum anderen auch finanziell nicht. Mit steigenden Preisen bei den Emissionszertifikaten wird das spätestens 2020 unwirtschaftlich.
        Selbstverständlich helfen EEs auch Ländern in der Dritten Welt sich unabhängiger zu machen – denn der “Rohstoff” bei den EEs kostet nichts. Solaranlagen, Windturbinen, Biomasse: all das ist überall möglich und gerade für diese Länder billiger als alles andere.

        .

        …und selbstverständlich führen steigende Energiepreise (durch Markt und Steuern) zu beschleunigtem Wandel bei uns. Wir sind den meisten Ländern um einiges voraus und das sollte auch so bleiben. Die Ölpreise werden steigen, Kohle wird unrentabel: wir haben dann zumindest zu einem hohen Prozenzsatz schon umgestellt, während die, die sich nicht wandeln den Preisen ausgeliefert sind.

        12.7.2010 um 09:34 Uhr

  • Jim Bob

    Die Wahrheit über Elektroautos:
    http://www.youtube.com/watch?v=YfTiRNzbSko&feature=channel

    13.7.2010 um 15:38 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      ja, das ist ein netter Channel ;)

      13.7.2010 um 21:57 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Greenpeace sollte eher Konzepte und Fahrzeuge wie im nachfolgenden Link unterstützen, anstatt weiter Erdölverbrenner zu focieren:
    http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/tum-praesentiert-fahrzeugkonzept-fuer

    14.7.2010 um 20:19 Uhr · Antworten

    • Beate Steffens

      Hallo Jim Bob,
      Greenpeace forciert keine Erdölverbrenner, sondern zeigt einen Weg auf, wie wir schnell den CO2-Ausstoß von Autos verringern können. Der erste Schritt, die Hälfte Sprit. Also, die Autoindustrie sollte schnellstens die SmILE-Technologie umsetzen und die Politik ein ein Tempolimit einführen.Dann hätten wir schon einiges erreicht.
      Natürlich ersetzt das nicht die Suche nach Alternativen, aber das ist für mich selbstverständlich und muss m. E. nicht tagtäglich nochmal heraufbeschworen werden.
      Viele Grüße, Beate

      14.7.2010 um 20:33 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Sorry liebe Beate,
        aber das bevorzugen von Erdölverbrennern mit welchem Verbrauch auch immer, mit gleichzeitigem Schlechtreden der Elektromobilität, zudem mit alten, bzw. nachweißlich nicht korrekt wiedergegeben Daten, ist für mich ein klares Focieren der Erdölverbrennung.
        .
        Ein Focieren der Elektromobilität, auf zwei, drei oder vier Rädern hingegen, würde gleich mehrere Probleme auf einmal anpacken !
        .
        1. Sofortige Senkung des Erdölverbrauch, jedes Elektroauto mehr ist ein Verbrenner weniger. Der durchschnittliche dt. Autofahrer verbraucht derzeit rund 7,9 Liter Kraftstoff auf 100 km. Quelle: http://www.spritmonitor.de/
        Bei einer durchschnittlichen Jahreskilometerstrecke von 12.000 km, sind das pro Auto 948 Liter.
        Auch bei einer Halbierung des Verbrauches sind das immer noch 474 Liter pro Fahrzeug, bei der für 2020 geplanten Zahl von einer Mio. Elektroautos könnten jedes Jahr so immerhin zumindest 474.000.000 Liter Kraftstoff und somit Erdöl eingespart werden.
        Zu erwähnen wäre noch die immense Energieersparniss die damit verbunden wäre. Selbst wenn es der Autoindustrie gelingen würde ein Auto mit 2,5 Liter Dieselverbrauch auf den Markt zu bringen, es wären mehrere Faktoren die diesen Wert in die Höhe treiben. Da ist z.B. die unrealistische Messmethode bei der Ermittlung der Herstellerangaben. Hierbei werden alle zusätzlichen Verbraucher abgeschaltet, dass diese Werte also nie in der Realität erreichbar sind hat selbst Greenpeace in Eigenversuchen herausgefunden.
        Dann ist da noch der Faktor Mensch, nur wenige beherrschen eine spritsparende Fahrweise. Letztlich ist da noch der Faktor Energieeinsatz von der Erdölquelle bis zum Autotank, hier müsste derzeit bei einem Diesel mit 2,5 Liter Verbrauch noch mal 19% hinzu gerechnet werden, also werden aus den 2,5 Liter fast 3 Liter.
        .
        Bis zum Jahr 2030 wird dieser Energiebedarf von der Quelle bis zum Tank vermutlich zwischen 64 bis 100% ansteigen, im Extremfall würde dann also der 2,5 L Diesel in Wirklichkeit knapp 3,5 Liter verbrauchen.
        .
        Aktuelle Elektroautos hingegen liegen je nach Fahrzeugklasse zwischen 6 bis 25 kWh/100km Verbrauch, was in etwa vergleichbar mit 0,6 bis 2,5 Litern Benzin wäre. Beim Elektroauto ist der Faktor Mensch bei weitem nicht so entscheidend wie beim Verbrenner, da hier wieder einiges an Energie beim Bremsen zurückgewonnen wird. Aber was viel entscheidender ist, der Verbrauch ist ab Steckdose und die Verluste über die Stromleitungen sind vernachlässigbar. Zu dem habe ich beim E-Auto die Möglichkeit direkt erneuerbaren Strom zu “Tanken”, beim Verbrenner geht das nicht.
        .
        2. Das automatische Tempolimit durch das E-Auto !
        Hier wird der Nachteil des Elektroauto, die eingeschränkte Reichweite, zum Vorteil ! Nahezu alle E-Autos, bis auf Sportwagen wie der Tesla, sind deshalb elektronisch um 130 km/h herum abgeregelt.
        .
        3. Die generelle Entschleunigung des Verkehrs !
        Genau das Problem mit der Reichweite bringt alle die bereits ein E-Auto fahren, oder eines über ein paar Tagen fahren konnten, dazu langsamer und vor allem flüssiger zu fahren und damit natürlich auch sparsamer.
        Falls Du noch kein E-Auto gefahren bist kann ich dir diese Erfahrung nur empfehlen.
        .
        4. Konkurrenz belebt das Geschäft !
        Hier mal in anderer Form, die großen Ersparnisse beim Verbrauch des E-Autos und die garantiert steigenden Ölpreise werden die Autohersteller geradezu dazu zwingen noch sparsamere Verbrenner zu bauen, wollen sie denn nicht darauf sitzen bleiben.
        Gibt es hingegen keine extrem sparsameren Elektroautos, wird man sich auch bei den Verbrennern nicht so anstrengen.
        .
        Jetzt noch eine ausgesprochen positive Aussicht für 2011, dann möchte der Besitzer eines deutschen Pharmaunternehmens und das Energieberatungsunternehmen con|energy ein bezahlbares Elektroauto auf den deutschen Markt bringen. http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~E5E92D019D07F4010A9B76270DA776E8C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
        .
        Besonders erwähnenswert finde ich hierbei die Idee den Kauf eines solchen Autos mit dem Neubau von regenerativen Stromerzeugern zu koppeln, so wird sichergestellt, dass die erforderliche Energie für das Fahrzeug gleich aus regenerativen Quellen bereitgestellt wird.
        .
        Ein Konzept, bei dem ich mir auch die Unterstützung von Greenpeace wünschen würde !

        16.7.2010 um 13:05 Uhr

  • Jim Bob

    Der Verkehrsclub Schweiz VCS ist in Punkto ehrliche Informationen zum Elektroauto schon etwas weiter als Greenpeace.
    .
    Aus http://www.verkehrsclub.ch/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=/uploads/tx_frpredakdata/1-10d_AUL_Korr.pdf&t=1279705883&hash=3ad679bbed67a0ef7bcaa7ad49c01134 Seite 39:
    .
    Der Stromverbrauch von Elektroautos wird in Kilowattstunden pro 100Kilometer (kWh/100 km) angegeben. In Pressetexten und Prospekten wird meist der Verbrauch ab Batterie publiziert. Dieser entspricht aber nicht der Realität, fällt doch
    auch für das Laden der Batterie selbst ein gewisser Stromverbrauch an. Die Auto-Umweltliste rechnet daher mit dem Verbrauch ab Steckdose.
    .
    Für den Tesla sind das 14.3 anstatt 13.3 kWh. Die Fiat- und Renault-Modelle
    arbeiten mit einer Zebra-Batterie, die dauernd auf einer Betriebstemperatur
    von rund 300Grad Celsius gehalten werden muss. Ein Teil des getankten
    Stroms wird also nicht zum Fahren, sondern für die Selbsterhitzung gebraucht. Die Lieferfirma kamoo kommt gestützt auf langjährige Messungen (1 Insasse), auf einen Verbrauchswert von etwa 13.1 kWh auf 100 km inkl. Standby-Verbrauch
    (Batteriebetriebstemperatur).
    .
    13,1 und 14,3 kWh, dass sind die Verbrauchswerte die hier für aktuelle Elektroautos angegeben werden und nicht Werte jenseits 20 oder gar 30 kWh.
    .
    Der Sportwagen von Tesla hätte demnach selbst bei den CO2 Emissionsangaben für den dt. Strommix von Herrn Lohbeck gerade mal rund 82g CO2 pro km und das ab Verbrauch an der Ladesteckdose !
    .
    Zur Erinnerung der Smart Diesel hat 86g Fahrzeugemissionen, ab Erdölquelle sind es 102g pro km !

    20.7.2010 um 11:53 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Greenpeace wird für mich immer unglaubwürdiger im Kampf gegen die Umweltverschmutzung !
    .
    Wie kann es sein das hier im Blog des Greenpeace Verkehrsexperten, nach wie vor der Verbrennungsmotor und damit der Durst nach Erdöl gefordert wird und zugleich von Greenpeace Ölunfälle, wie in den USA und jetzt auch in China angeprangert werden ? http://www.greenpeace.de/themen/oel/nachrichten/artikel/china_neues_oelunglueck/
    .
    Das passt für mich irgendwie nicht zusammen !

    26.7.2010 um 11:24 Uhr · Antworten

  • Tobi

    Es wird lediglich der Behauptung der Automobilindustrie widersprochen,
    der E-Motor (und zwar zum jetzigen Zeitpunkt mit dem heutigen Strommix) sei klimafreundlicher und auf absehbare Zeit eine sinnvolle, massentraugliche Alternative.Das kann man natürlich diskutieren, ob das so ist, aber Greenpeace zu unterstellen, sie würden “Verbrennungsmotoren fordern”, ist ja nun mal ausgemachter Quatsch.

    26.7.2010 um 15:35 Uhr · Antworten

    • Tobi

      Bei Greenpeace hätte bestimmt niemand was dagegen, wenn die Menschen ihre Autos gegen Fahrrad und Bahn tauschen würden.
      Motorisierter Massenindividualverkehr ist so oder so Unvernünftig, ob mit Verbrenner, elektrisch oder sonstwie.
      PS: Ja, ich weiß, daß es oft genug keine vernünftige Alternative gibt.

      26.7.2010 um 15:40 Uhr · Antworten

    • Jim Bob

      Sorry Tobi, aber die Aussage von Herrn Lohbeck, dass das Elektroauto mit dem aktuellen Strommix schlechter ist als das konventionelle Auto, habe ich doch hier belegbar, schon mehrfach wiederlegt.
      .
      Herr Lohbeck geht ja sogar so weit zu behaupten, dass das selbst im Jahr 2020 noch so wäre, obwohl bis dahin ein regenerativer Stromanteil von 278 TWh herrschen soll und damit natürlich auch die CO2 Emissionen des deutschen Strommix entsprechend sehr stark reduziert haben.
      .
      Auch auf die in seiner Rechnung fehlenden Emissionen bei der Erdölföderung, dem Transport und die Herstellung des Sprit ist Herr Lohbeck bisher in keiner Silbe eingegangen.
      .
      Es handelt sich hierbei um Emissionen die genauso zu berücksichtigen sind wie die des deutschen Strommixes und bei der Erdölförderung werden diese Emissionen, auf Grund der immer schwierigeren Bedingungen, immer mehr werden, ganz im Gegensatz zum Strom, der immer sauberer werden wird.
      .
      Wenn dann jemand, wie hier bei Greenpeace Herr Lohbeck, die Fortführung des Autos mit Verbrennungsmotor mit weniger Verbrauch fordert und alle anderen Alternativen verteufelt, zugleich aber den Ausstieg aus der Erdölgesellschaft fordert.
      Dann binn ich im höchsten Maße irritiert von solch einer Einstellung.
      .
      Was den Individualverkehr betrifft muss man doch auch einmal die Realitäten erkennen, hier wird man durch gutes Zureden überhaupt nichts erreichen.
      Einzig durch gute und passende Angebote wird man die Menschen in größerem Maße zu den Öffentlichen Verkehrsmittel bringen.
      Außerdem gibt es dann auch noch Situationen, wo ein öffentlicher Nahverkehr die Mobilitätsbedürrfnisse, aus Effizienzsicht, schlicht nicht bedienen kann. Auch hier kann man nicht einfach über die Bedürfnisse der Menschen hinweg entscheiden.
      .
      Das aber generell die Mobilität hin leichteren und effizienteren Fahrzeugen gehen muss ist unbestritten. Schaut man sich aber auch hier die Alternativen an so ist der elektrische Antrieb unschlagbar. Fahrräder und Roller mit Elektroantrieb sind jetzt schon für viele Menschen eine gute Alternative.
      Nur was macht die Familie mit Kinder die in jwd irgendwo auf dem Land wohnt, vielleicht in hügeligem oder bergigem Gebiet ?
      Hier kann das E-Auto eine energiesparende Alternative sein, zudem eine die sich aus regenerativen Stromquellen speisen lässt.
      .
      Aber es ist letztlich auch egal wie sich Herr Lohbeck hier mit aller Gewalt gegen das Elektroauto wehrt, es wird so oder so mit Sicherheit kommen. Wenn die deutschen Hersteller es verpennen dann kommen halt die Chinesen zum Zug. Nur schade um die vielen Arbeitsplätze in Deutschland.
      .
      Greenpeace hat sich in meinen Augen einfach nur unglaubwürdig gemacht und da geht es nicht nur mir so !

      27.7.2010 um 15:26 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Mobilität: Fahren unter Strom
    http://www.wwf.de/themen/klima-energie/modell-deutschland-klimaschutz-2050/modell-deutschland-klimaschutz-2050-zentrale-ergebnisse/modell-deutschland-klimaschutz-2050-daten-und-fakten-mobilitaet/
    .
    Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050
    Vom Ziel her denken
    http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Factsheet-Verkehr_FINAL.pdf
    .
    Beim WWF scheint man gedanklich weiter zu sein als bei Greenpeace !

    27.7.2010 um 16:48 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Der elektrische Strom fasziniert sie, wie ich sehe. Der WWF ist leider nicht innovativ. Das Denken in den alten Schienen führt nicht weiter. Wie bereits in den Blogs hier dargestellt, ist Biokraftstoff der zweiten oder dritten Generation in Fahrzeugen reine Energieverschwendung (und damit Verschwendung von Ackerfläche !!!). Ganz klar gibt es absehbare Alternativen zu flüssigen Kraftstoffen. LKWs fahren zukünftig mit Biowasserstoff, wie die niederländische Firma Hytruck (www.hytruck.nl/index_EN.htm) zeigt. Genauso verhält es sich bei Schiffen, wie die FCS Alsterwasser in Hamburg beweist (http://www.proton-motor.de/zemships.html?&L=1). Aus der Abgasanlage kommt nur sauberer Wassersdampf und nichts anderes. Der Lärmpegel sinkt stark (auch ein Umweltaspekt). Bei Flugzeugen könnte Wasserstoff als Turbinenantrieb eine Rolle spielen. Brennkammerversuche mit richtigen Triebwerken hat es schon gegeben. 83 Prozent Emissionsreduzierung für den Verkehr ist zu wenig, 100 Prozent sind mit Biowasserstoff zu erreichen. Die Brennstoffzelle ist dreimal effektiver als ein heutiger Verbrennungsmotor mit mechanischem Antriebsstrang. Sechs Btl-Fahzeuge gegen 30 bis 40 Fahrzeuge bei Biowasserstoff von 1 Hektar Ackerfläche sprechen eine eindeutige Sprache. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

      28.7.2010 um 17:37 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Klar lieber Energiesparfuchs fasziniert mich der elektrische Strom, schließlich ist es die Energieform die sich nachweislich am einfachsten regenerativ erzeugen lässt. Die Verteilung der Energie über bestehende Infrastruktur ist auch gesichert und zudem kann ich Strom auch auf meinem eigenen Hausdach erzeugen.
        .
        Elektrischer Strom ist schon weit über 100 Jahre etabliert und funktionert einwandfrei und mit hoher Effizienz, zumal wenn er regenerativ erzeugt wird.
        .
        Bei dem von dir focierten Biowasserstoff steht dieser Beweis in all diesen Punkten noch aus.
        Nicht dass ich was gegen Biowasserstoff hätte, aber noch Jahre darauf warten, bis die Zuverlässigkeit und Effizienz von elektrischem Strom erreicht oder bewiesen ist, das möchte ich dann doch nicht.
        .
        Die Zeit dazu haben wir nicht, wir müssen jetzt handeln, mit dem was wir haben !
        .
        Wenn irgendwann dann Biowasserstoff so verfügbar ist wie Du das hier propagierst bin ich voll bei dir.

        29.7.2010 um 10:54 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Es stimmt, dass wir jetzt handeln müssen. Allerdings dauert der prognostizierte Umbau der Stromerzeugung bis 2050 (auch Greenpeace-Studie). Das sind 40 Jahre ! Einige von uns werden das gar nicht erleben. Übertriebene Hektik ist fehl am Platz. Erst sollten alle alternativen Energiekonzepte in Ruhe miteinander verglichen werden, sonst laufen wir womöglich in eine falsche Richtung.

        29.7.2010 um 17:51 Uhr

  • Jim Bob

    Verbrauchsdaten der deutschen Energiemeisterschaft für Elektrofahrzeuge
    http://www.facebook.com/photo.php?pid=244250&id=124133610953125
    .
    Erster Platz in der Kategorie Auto, das Serienfahrzeug der Firma Tazzari mit einem Verbrauch ab Steckdose von 5,89 kWh / 100km ab Steckdose.
    Das entspricht beim derzeitigen Strommix einem CO2 Ausstoß von knapp 30 g !

    29.7.2010 um 14:25 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Noch etwas zu den Angaben von Herrn Lohbeck ist mir aufgefallen !
    Er schreibt:
    “E-Mini (nach auto motor und sport): 25 kWh bzw. knapp 30 kWh/100km (nach Süddeutsche Zeitung, Langzeittest 4 Monate)”
    .
    Schaut man auf der Seite der SZ nach, ist dort von 4 Wochen die Rede und das in der kälteren Jahreszeit der Energieverbrauch durch die Elektroheizung beim E-Auto höher ist, ist absolut normal.
    .
    Allerdings ist dann auch der Verbrauch des Verbrennungsmotor um einiges höher als normal.
    .
    Leider gibt es noch keinen echten Vergleichstest, auf der gleichen Strecke zwischen dem E-Mini und einem leistungsmäßig vergleichbaren Mini Benziner.

    02.8.2010 um 14:19 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Verbrauchswert des Tesla Roadster während der e-miglia Rally, 560 km über die Alpen.
    Auszug aus dieser Internetseite:
    http://www.kle-point.de/aktuell/neuigkeiten/eintrag.php?eintrag_id=35479
    .
    … Viel wichtiger als ein Sieg war uns jedoch, mit Belastungsmessungen und eruierten Kennzahlen die Elektromobile auf Alltagstauglichkeit hin zu bewerten. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 144 Wh/km (umgerechnet 1,44 l Verbrauch je 100 km) und lokal Null Schadstoffausstoß geräuscharm über die Alpen gilt dieses Zwischenergebnis schon jetzt aber als eine kleine Sensation.“
    .
    Also mit einem Serien Elektroauto unter realen Bedingungen, dazu noch über diverse Alpenpässe in einem Wettbewerb ermittelte Daten von 14,4 kWh / 100km.
    Das entspricht bei dem aktuellen dt. Strommix von 506 g/kWh, einem Emissionswert von knapp 73g !
    .
    Was hätte wohl ein Verbrennungsmotor bei einer Fahrt über die Alpen verbraucht ?

    10.8.2010 um 13:40 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    “Öl wird sehr viel teurer”
    Sendung Frontal21 heute abend 21:00 Uhr im ZDF.
    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,8096950,00.html
    .
    …Fatih Birol schlägt Alarm: “Alle müssen sich darauf vorbereiten: Regierungen, Industrieunternehmen, und sogar die Verbraucher sollten sich gut überlegen, was für ein Auto sie sich kaufen”, so Birol. Seine Behörde berät die westlichen Industrienationen. Die müssten jetzt schnell handeln. “Heute stammen 95 Prozent des Nachfragewachstums aus dem Transportsektor – Autos, Lkw und Flugzeuge. Hier müssen wir Alternativen zum Öl finden. Wir müssen das Öl verlassen, bevor es uns verlässt.”

    10.8.2010 um 14:59 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Neue Studie des schweizer Institut EMPA beweist, ein Elektroauto ist über einen Lebenszyklus von 150.000 km dem Verbrenner aus Umweltsicht überlegen, selbst bei einem hohen fossilen Anteil in der Stromversorgung.
    http://www.empa.ch/plugin/template/empa/*/89314/—/l=1

    11.8.2010 um 15:21 Uhr · Antworten

    • Jim Bob

      Der Link funktioniert hier leider nicht, das nachfolgende in die Browser Adresszeile kopieren und die Entertaste drücken, dann sollte es funtionieren.
      empa.ch/plugin/template/empa/*/89314/—/l=1

      11.8.2010 um 15:25 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        funktioniert leider auch nicht da Zeichen nicht korrekt übertragen wurden.
        So funktioniert es auf jeden Fall, in Google folgende Suchbegriffe eingeben:
        .
        empa vergleich ice bev
        .
        Dann sollte es der erste Eintrag sein.

        11.8.2010 um 15:28 Uhr

  • Jim Bob

    Ein weiterer Beweis für die Effizienz von Elektroautos:
    http://myevblog.blogspot.com/2010/08/die-ersten-1000-km-mit-dem-tazzari-zero.html
    .
    Der Fahrer des Tazzari gibt einen Verbrauch von 7,75 bis 8,5 kWh auf 62 km an und das bei einer Höhendifferenz von über 900 Meter über die komplette Strecke.
    .
    Aus den Angaben ergibt sich ein Durchnschnittsverbrauch zwischen 12,5 bis 13,7 kWh auf 100km ab Steckdose.
    Das entspricht einer CO2 Emission zwischen rund 63 bis 70g beim aktuellen dt, Strommix.
    .
    Ein Wert den ein Verbrenner bei diesem Höhenprofil mit Sicherheit nie erreichen könnte !

    15.8.2010 um 14:12 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Hallo Jim Bob. Eigentlich hielt ich die Blogs hier für abgeschlossen. Wie ich sehe, kämpfen sie immer noch während von der Greenpeace-Seite keine Reaktion mehr kommt. Sie werden gegen verrammelte Tore rennen, denn es geht gar nicht mehr um die Lösung eines Problems, sondern um Umwelt-Ideologie. Greenpeace hat nicht den Mut, sich einer Diskussion zu stellen, an deren Ende vielleicht herauskommen könnte, dass zumindest z.T. individuelle Mobilität in Zukunft noch machbar auf der Erde ist.

      Wir sollen alle doch bitte schön nur noch Radfahren (was ja in der Freizeit sehr schön sein kann und manchmal auch auf dem Arbeitsweg geht) oder mit Bussen (Biokraftstoffe oder Biogas ?) und Bahnen fahren. Das wird die Mehrzahl der Menschen so niemals akzeptieren, aber das ist wohl egal. Eines Tages wachen wir alle auf und merken, dass die Welt nur noch ein Kohlendioxid-Steuer-Gefängnis ist. Es ist alles ein Wahnsinn. Nur eins ist auch klar, ihr dort in Hamburg werdet mit in diesem Knast sitzen und dann feststellen, dass das Leben so auch keine Freude mehr macht.

      15.8.2010 um 20:00 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Es mag sein das Herr Lohbeck und Greenpeace das Thema abgeschlossen hat, was mich aber nicht aufhalten kann, die Unwahrheiten die hier verbreitet werden zu wiederlegen.
        .
        Das Absurde ist ja gerade das Herr Lohbeck hier den Antrieb mit Verbrennungsmotor regelrecht glorifiziert.
        .
        In diesem Fernsehbetrag vom SWR http://www.youtube.com/watch?v=FtbtOX5D3tI&playnext=1&videos=nIbFVhiDK9k sieht man Herrn Lohbeck naserümpfend an den E-Autos entlang laufen.
        Erst beim Ölverbrenner bekommt er regelrecht glänzende Augen und fantasiert über kleine und leichte Autos mit 1,5 Liter Verbrauch.
        .
        Sicher gibt es eine Studie von VW zu einem Auto das 1,38 Liter Diesel verbrauchen soll, nur, erstens ist es ein Kabinenroller für zwei Personen und zudem ist der Verbrauch nur durch die Unterstützung eines E-Motors und dem extremen Leichtbau mit speziellen Materialien möglich.
        .
        Ein vergleichbares Fahrzeug mit reinem E-Antrieb würde unter dieser Vorrausetzung noch weit weniger Energie benötigen, ein Verbrauch von unter 6 kWh ( 0,6 Liter vergleichbar) dürfte unter diesen Bedinungen kein Problem darstellen.
        Existierende Beispiele wie den CityEl und das Twike gibt es ja schon und Besitzer dieser Fahrzeuge bestätigen diese Verbräuche ab Steckdose durchweg.

        16.8.2010 um 14:27 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Ihr Link ist nicht schlecht. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das ist haarsträubend. Autos, die im Normzyklus 1,5 bis 2 l (Benzin oder Diesel ?) verbrauchen sind also vorerst angesagt, so wie es bereits angeklungen ist hier in den Blogs. Den Normzyklus können wir sowieso für die Praxis wegwerfen, die ‘Fahrzeuge verbrauchen auf jeden Fall mehr. Das sagen selbst Carsharing-Unternehmen. Deshalb ist auch jeder Grenzwert wie 120 g CO2 auf 100 km vollkommener Schwachsinn und rein willkürlich. Die begrenzten Lithiumvorräte sehe ich auch als Problem an, deshalb ist Biowasserstoff besser als reiner Ökostrom (viel leichtere Batterien !) geeignet. Recyling ist möglich, zu welcher Quote noch ungewiss. Aber es geht auch ohne Lithium. Bei einem Verzicht auf die Rückgewinnung von Bremsenergie fahren dann halt nicht 40 BZ-Fahrzeuge von den Erträgen auf 1 ha Ackerfläche, sondern nur 36. Das wirft niemanden um. Wir hätten dann immer noch genügend Anbauflächen zur Versorgung mit Lebensmitteln. Super-Kondensatoren könnten zumindest teilweise anstelle der Batterie treten – auch eine Variante für die Praxis.

        Noch ein Wort zur Problematik Lebensmittel kontra Energie vom Acker. Wer objektiv einschätzen will, warum Grundnahrungsmittel in letzter Zeit unglaublichen Preisschwankungen ausgesetzt waren, sollte einmal schauen, wer den globalen Markt beherrscht. Die Vorräte werden immer mehr in immer weniger Händen privatisiert (Auflösung staatlicher Reserven). Es gibt keinen Mangel an Nahrungsmitteln weltweit und schon gar nicht wegen Bioenergie. Hunger wird als Waffe gebraucht und missbraucht. Von den falschen Leuten.

        16.8.2010 um 21:06 Uhr

  • Jim Bob

    Es wird immer deutlicher das Herr Lohbeck sich auf dem Holzweg befindet, aktuell der Testbericht des Fiat 500 Umbau der Firma Karabag.
    http://adacemobility.files.wordpress.com/2010/08/microvett-testmwe.pdf
    .
    Angaben dort zum Verbrauch, 14 kWh im Schnitt, 11,8 kWh Stadt, 13,9 Landstraße, 16 kWh BAB.
    .
    Mit dem Strommix von 2009 mit 506g CO2 pro kWh kommt man auf CO2 Emissionen von knapp 71g pro km.
    Der 500er mit dem geringsten Ausstoß ist der Diesel mit 104g am Fahrzeug plus 19g von der Ölquelle bis zum Autotank, also gesamt 123g pro km.
    .
    Das heißt der 500er Fiat mit Dieselmotor erzeugt 52g mehr CO2 Emissionen pro km mehr als der mit E-Motor !

    27.8.2010 um 12:49 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Ihr Engagement für E-Autos verdient Respekt. Allerdings sollten sie ruhig dazu die CO2-Brille absetzen. Ich glaube das alles nicht mehr so richtig.
      http://www.youtube.com/watch?v=2MJrVanzb_U, leider werden Gegenstimmen heutzutage mit allen Mitteln mundtot gemacht.

      27.8.2010 um 14:06 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Hallo Energiesparfuchs, wenn Du meine Beiträge gelesen hast, kannst Du durchaus erkennen das ich schon darauf hingewiesen habe, dass das Auto weit mehr Emissionen hat wie CO2 und das es fatal ist die Diskussion darauf zu beschränken.
        .
        Bei dem Beispiel mit dem Fiat 500 Elektro ging es mir vielmehr darum Herr Lohbeck´s absurde Behauptungen bezüglich Energieverbrauch eines Elektroauto zu widerlegen.
        .
        Leider verbreitet Herr Lohbeck nach wie vor seine Unwahrheiten in der Öffentlichkeit, http://www.zeit.de/auto/2010-08/elektroauto-mobilitaet
        Was er genau damit bezwecken möchte bleibt mir schleierhaft.

        28.8.2010 um 18:19 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Herr Lohbeck vertritt nur das, was Greenpeace insgesamt will. Eine starke Deindustrialisierung unserer Gesellschaft. Wenn Daimler verkündet, dass die Brennstoffzelle technisch jetzt schon serienreif ist, wird das natürlich ignoriert. 5.000 Euro Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Diesel-Fahrzeug sind nicht schlecht bei Produktionsbeginn. Aber Daimler ist für Greenpeace ein Feind, genauso wie der normale PKW. Wie schon gesagt, es geht nicht um die Lösung des Energie- und Mobilitätproblems, sondern um Ideologie.

        29.8.2010 um 09:01 Uhr

  • Roberto Schirru -Sardinien- Italien

    Hallo,

    ich finde was Sie geschrieben haben richtig, aber was sagen Sie zu Leute wie mich die ein 8 kW PV-Alage auf dem Dach haben, und das E-Auto (ein Reva und ein City El) nur wess es Sonne gibt aufladen? Abgesens von den Co2-Ausstosse fuer den Baus des Autos, ich fahre Co2-Frei.
    Nich nur das: Sie vergessen dass die 25-bzw. 30 kW/100 km sind mit schweren Batterien zu Rechnen und mit schweren, wobei kleine, Autos. Warum nehmen Sie fuer Ihre Beispiel fuer ein E-Auto das Twicke?
    Wenn man ueber E-Autos spricht, soll auch das jetztige Auto voellig vergessen, das es ist schwer und oft eine Nachmachung des Verbrennes.
    E-Autos werden -muessen!- wie Fluegzeuge konzipiert, also viel leichter.
    Aber, noch mal, wenn man an PV-Anlage anzapft, dann sie die E-Autos zero emission.

    28.8.2010 um 22:50 Uhr · Antworten

  • PVStromerzeuger

    Hallo Herr Lohbeck,
    Unabhängig vom CO2 Ausstoß macht ein E-Auto mehr Sinn als ein Verbrenner, weil wir den Strom aus unterschiedlichsten Ressourcen gewinnen können. Wir gewinnen dadurch (auf jeden Fall langfristig) die Unabhängigkeit von einzelnen Energieträgern. Das ist sowohl politisch als auch umwelttechnisch ein riesen Fortschritt (wie schon gesagt auf lange Sicht). Außerdem zwingen E-Autos die Hersteller eher mit dem Gewicht runterzugehen – alleine schon aus Gründen der Batteriekosten – wodurch der Gesamtenergiebedarf sinkt. Eine kurzfristige Änderung des CO2 Ausstoßes werden weder mit neuen Verbrenennungsmotoren noch mit E-Fahrzeugen erreicht. Das sollte jedem klar denkenden Menschen eigentlich bewußt sein. Schließlich werden Autos in D ca. 8 Jahre gefahren. Selbst wenn ein Null-Emissionsfahrzeug plötzlich auf den Markt kommt und jeder Neuwagenkäufer sich dieses zulegt, wird es mindestens 8 Jahre dauern, bis nur noch diese Fahrzeug auf der Straße ist. Vollkommen unrealistisch!
    Außerdem reichen mir langsam die Bilder von Ölkatastrophen wie aktuell im Golf von Mexico. Da hat Greenpeace ja auch aktiv Unterschriften gegen Tiefseebohrungen gesammelt. Verglichen mit der Umweltzerstörung durch Erdölförderung (Tiefseeförderung, Ölsande usw.) und Transport ist Braunkohletagebau fast schon als minimal invasiv zu bezeichnen. Wir werden das Rad der Zeit nur sehr langsam zu weniger Mobilität und mehr ÖPNV zurückdrehen können. Daher müssen wir beim Verbrauch von Energie effizienter werden. Deswegen aber E-Autos als den falschen Weg zu bezeichnen ist schlicht und ergreifend dumm und kurzsichtig! Im Übrigen kenne ich niemand, der mit einem Smart die 3,3 Liter wirklich schafft. Die meisten brauchen 4l – 4.5l mit dem Smart und das sind auch rund 30 % mehr als angegeben. Der Durchschnittsverbrauch bei Spritmonitor liegt bei 4.2l für den Diesel. Bei 1200 Nutzern ist das in meinen Augen als repräsentativ zu bezeichnen. Kurzfristig wird sich nichts ändern ob mit E-Autos oder weniger Verbrauch! Da friert eher die Hölle zu.
    Zu ihrem I-Miev Vergleich aus der Autobild: Der Redakteur kam im Schnitt mit 15kWh/100 km aus. Wie kommen sie auf die 21,2 kWh/100km???
    Genauso beim Smart 88 km bei 80 Prozent Ladungsausnutzung macht einen Testverbrauch(!) von 16.5 kWh/100 km. Auch hier die Frage wie kommen sie auf über 20 kWh/100 km?

    Schöne Grüße! Ich gehe jetzt weiter an meinem Passivhaus bauen.

    02.9.2010 um 17:51 Uhr · Antworten

  • Bruno Staubehälter

    Was ich viel interressanter finde wie das mit den “Geräuschen” ausgeht- hat jemand dazu zufällig einen Artikel zur Hand?

    11.11.2010 um 18:34 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Der Test des iMiev beim ADAC hat endlich gezeigt, dass die Behauptungen des Herrn Lohbeck zu den Verbrauchswerten von Elektroautos ziemlich daneben liegen.
    http://www.adac.de/_ext/itr/tests/Autotest/AT4517_Mitsubishi_i_MiEV/Mitsubishi_i_MiEV.pdf
    Testverbrauch Schnitt pro 100 km (E) 16,94 kWh
    Testverbrauch/100 km Stadt/Land/BAB 11,30/15,03/ 24,64 kWh

    Dies sind real ermittelte Verbrauchswerte !

    Beim dt. Strommix von 2009 mit 506g CO2/km ergeben sich somit Emissionen von knapp 86g/km mit in Zukunft abnehmender Tendenz.
    Wollte man dies mit einem Benziner aus der Well To Whell Betrachtung erreichen müsste der Verbrauch um 3,2 Liter im Schnitt liegen. Ein Wert den kein mir bekanntes Auto in der Realität erreicht.

    21.1.2011 um 14:09 Uhr · Antworten

    • Wolfgang Lohbeck

      Der deutsche Strommix beträgt nicht 506, sondern 575 Gramm (http://www.umweltbundesamt.de/energie/politik.htm ). Der CO2-Ausstoß des iMiev auf der Basis des kWh-Verbrauchs nach ADAC (16,94 kWh/100) ist demnach nicht 86, sondern 100 Gramm. 100 Gramm CO2 sind für einen Kleinstwagen dieser Kategorie ein ausgesprochen miserabler Wert. Bekanntlich erreichen schon heute (bzw. schon seit längerem) große Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die hinsichtlich Leistung, Performance und Gewicht weit über dem iMiev liegen, unter 100 Gramm (Polo Bluemotion 89 Gramm).
      Ein Eagen in der Kategorie des iMiev auf dem HEUTIGEN Stand der Technik braucht nicht mehr als 60 Gramm, auch wenn ihn derzeit noch niemand anbietet. Der SmnILE von Greenpeace benötigte schon vor 16 Jahren (!) nur 3,3 Liter Benzin und kam damit auf etwa 70 Gramm, ohne Start Stop und andere heute übliche Spar- Features. 60 Gramm sind für einen Kleinwagen heute kein sehr ambitionierter Wert, 100 Gramm wie beim iMiev hingegen eine mittlere Katastrophe.
      Außerdem macht es wenig Sinn, mit dem (deutschen, europäischen etc.) “Mix” zu rechnen: Darin spiegelt sich immer der jeweilige Atomanteil. Unter der (selbstverständlichen) Prämisse eines Ausstiegs aus AKW liegt ein iMiev nicht bei 100, sondern 170 Gramm! Großartig! Oder besser: Der absolute Unfug, gerade unter Klimagesichtspunkten.
      Gruß

      W. Lohbeck

      21.1.2011 um 18:19 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Es ist der Streit um des Kaisers Bart. Die Brennstoffzelle und aus Biomasse sowie Ökostrom erzeugter Wasserstoff lassen sich nicht aufhalten von untauglichen Technologien wie Verbrennungsmotoren und die Scheindiskussion um eine ausschließlich batteriebetriebene Mobilität in der Zukunft, siehe http://www.zeit.de/auto/2011-01/elektroantrieb-akku?page=all

        21.1.2011 um 19:18 Uhr

      • Jim Bob

        Sehr geehrter Herr Lohbeck, es ist mir unverständlich warum Sie nach wie vor mit den veralteten Daten des Umweltbundesamt arbeiten. Wenn Sie sich die Internetseite einmal genau anschauen, werden Sie entdecken, dass dort die Daten von 2008 zu Grunde liegen und für 2009 lediglich eine Hochrechnung vorgenommen wurde. Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten, wir schreiben bereits das Jahr 2011 !
        Aktuellere Daten aus 2010 finden Sie hier http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_Datenplattform_Stromkennzeichnung/$file/Bundesmix%202009_Stromkennzeichnung_14.09.10.pdf Hierbei handelt es sich um die Datenerhebung 2009 – Bundesmix 2009 (Stand 14.09.2010) des bdew ( Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ). Der dort angegebene Wert von 508 g CO2/kWh liegt somit in etwa bei dem Wert von 506 g der von Stromanbietern wie Greenpeace-Energy und Naturstrom in 2010 basierend auf den Daten von 2009 angegeben wurden.
        Aber auch mit 508g pro kWh verändert sich die Rechnung nur unwesentlich, hier komme ich dann auf rund 86g CO2 pro km.
        Nun zu dem von ihnen aufgeführten Polo Bluemotion, dieser Verbraucht nach Angaben der Autobild mit einem normalen Fahrer 4,72 Liter Diesel auf 100km http://www.autobild.de/artikel/vw-polo-bluemotion-im-verbrauchstest-1146150.html , ein speziell geschulter Spritsparfahrer verbrauchte immerhin noch 3,76 Liter.
        In CO2 ausgedrückt, normaler Fahrer 125 g und der Spritsparfahrer 99,6 g.
        Diese beide Werte sind aber nur der Wert den das Fahrzeug selbst erzeugt, in der Vorkette entstehen beim Diesel nochmal rund 19% zusätzliche CO2 Emissionen.
        Die Gesamtemissionen liegen also real zwischen 118,5 bis rund 149 g !

        Auf ihre lächerlichen Angaben im Falle eines Atomaustieges ( man gewinnt fast den Eindruck sie sind ein Atomkraftbefürworter ) möchte ich erst gar nicht eingehen. Solch Milchmädenrechnungen können doch nun wirklich nicht ernst genommen werden !

        21.1.2011 um 21:49 Uhr

      • W. L. ist destruktiv für GP

        Danke Jim Bob für die Richtigstellungen. Man muss sich schon ernsthaft fragen, warum der Herr Wolfgang Lohbeck nicht die Tatsachen einsehen kann oder will, und weiterhin die Öllobby betreibt. Und warum die Organisation Greenpeace den Mann, der gegen alle Grundsätze verstößt, weiterhin die Ölpropaganda verbreiten darf.
        Selbst BP oder Chevron mogelt nicht so offensichtlich zugunsten der Ölmobilität.

        26.3.2011 um 10:09 Uhr

  • Jim Bob

    Das neue sogenannte 1 Liter Auto von VW zeigt überdeutlich wo die Grenzen des Verbrennungsmotor liegen.
    http://www.heise.de/autos/artikel/Volkswagen-zeigt-das-0-9-Liter-Auto-1176929.html
    .
    Wie aus dem Bericht von heise Online zu entnehmen ist, verbraucht die Konzeptstudie von VW im rein elektrischen Betrieb 6,2 kWh, bei aktuellem Strommix 2010 würden CO2 Emissionen von 31,5g entstehen. Im Verbrennerbetrieb soll das Fahrzeug bei knapp 2 Liter Diesel liegen, Nehmen wir mal 1,9 Liter an dann stößt das Auto selbst rund 50g aus. Die Vorkette von der Ölquelle bis zur Tankstelle hinzu gerechnet kommen wir auf 59,5g, also fast das doppelte wie im rein elektrischen Betrieb.
    Selbst mit den veralteten Daten von Herrn Lohbeck kommt das Auto im E-Betrieb gerade mal auf 35,65 g !

    Und jetzt kommen Sie mir nicht damit, dass sich da im Verbrennerbetrieb noch nennenswert etwas verbessern ließe !

    26.1.2011 um 16:09 Uhr · Antworten

  • Monsterwave

    Na wenn die Autozeitung das schreibt, wirds wohl stimmen.

    26.1.2011 um 21:40 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    Greenpeace aufwachen !!!
    Wasserstoff revolutioniert unsere Mobilität genauso wie die Kraft-Wärme-Kopplung für Endverbraucher.
    Im Fahrzeugbereich ergänzen Elektromobile für kurze Strecke die bisherigen Systeme – die Brennstoffzelle erledigt den Schwerlast- und Langstreckenverkehr, siehe u.a. die neue Welt-Tour von Daimler
    http://blog.mercedes-benz-passion.com/2011/02/mercedes-benz-f-cell-world-drive-paris-erreicht/

    20.2.2011 um 12:38 Uhr · Antworten

  • Jim Bob

    Immerhin benutzt Herr Lohbeck im aktuellen Greenpeace Magazin wohl nicht mehr die total veralteten Daten des dt. Strommix von 2008, wie er allerdings auf über 92g CO2 beim Mitsubishi iMiev kommt, bleibt schleierhaft.
    Der Wert für 2010 liegt jedenfalls vor und wird von offizieller Seite mit 508g pro kWh angegeben. Legt man nun die vom ADAC ermittelten Verbrauchswerte zu Grunde, kommt man auf nachfolgendes Ergebnis:
    Testverbrauch Schnitt pro 100 km (E) 16,94 kWh = 86g CO2 pro km
    Testverbrauch/100 km Stadt/Land/BAB 11,30/15,03/ 24,64 kWh = 57g/76g/125g CO2 pro km

    Dazu zu bemerken wäre auch noch, dass der Strommix definitiv von Jahr zu Jahr ärmer an CO2 wird, da der Anteil der Erneuerbaren Energie zunimmt.

    Der Energiebedarf und damit die CO2 Emissionen bei der Bereitstellung des Benzin und Diesel hingegen werden immer mehr steigen. So müssen jetzt schon zu den Emissionen die am Fahrzeug entstehen beim Benziner eigentlich nochmal 17% und beim Diesel 19% hinzu gerechnet werden, der sogenannte Whell to Tank (Quelle bis Tank) Anteil.
    Interessant das diese Emissionen von Herrn Lohbeck mit einer unerklärlichen Vehemenz verheimlicht werden und damit neben der schlecht Rechnerei des E-Auto im gleichen Zug die Verbrenner schon gerechnet werden.
    Man gewinnt mit der Zeit den Eindruck Herr Lohbeck setze sich geradezu für die Mineralölwirtschaft und den weiteren Verbrauch von Erdöl ein, anstatt davon weg zukommen. Das soll einer verstehen ich verstehe das nicht.

    25.2.2011 um 13:37 Uhr · Antworten

  • 1 ist größer als 0,3

    @ Energiesparfuchs:
    Wann schaffen Sie es endlich, lieber “Energiesparfuchs”, dass der Umweg über Wasserstoff Sie mindestens das 3-fache kosten wird bei der Effizienz?
    Dann werden Sie endlich einsehen, warum Sie nicht ernst genommen werden.
    Viel Erfolg!

    26.3.2011 um 09:54 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Welchen “Umweg” meinen sie denn ? Vielleicht den Umweg, den Greenpeace Energy jetzt gerade mit Windgas (H2 ins Erdgasnetz einspeisen) gehen will ? Oder den “Umweg” über Biomasse (Herstellung eines Biosynthesegases), den dutzende reale Projekte weltweit gehen ?
      Sie haben zuviel abgeschriebene Meinungen des angeblichen Energieexperten Ulf Bossel gelesen. Ist leider nicht viel wahres dran, siehe http://biowasserstoff-magazin.richey-web.de/klarstellungen.htm#klar1

      16.4.2011 um 19:49 Uhr · Antworten

  • Brockhoff Heinz

    Grundlage der Diskussion ist doch die Physik. Wofür benötigt das Auto Energie :
    - potentielle Energie ( Lageenergie ” Berg hinauf )
    - kinetische Energie ( Bewegungsenergie, Beschleunigung )
    - “Reibungsenergie” ( Lager, Reifen usw. )
    Diese Energieformen beinhalten die Masse ( mgh, 0.5mv^2, mgf ). Der “Luftwiderstand” ist nicht von der Masse abhängig ! ( 0.5xcwxrhoxAxv^2 )
    cw kann verändert werden, rho nicht, A kann verändert werden und vor allen Dingen kann man langsamer fahren !
    Wenn wir Energie ( Sprit ) sparen wollen, müssen wir “LEICHTER” bauen !!

    Die Zukunft sollte nach meiner Meinung der Wasserstoff sein, der durch alternative Energie erzeugt wird.

    hb

    16.5.2011 um 07:32 Uhr · Antworten

  • StromerBodo

    Jim Bob, da ist bei Greenpeace und insbesondere W. Lohbeck offenbar eine Beton-Schranke, da führt kein Argument, kein Nachweis, nichts zur Einsicht, dass die aktuell vertretene Position zu E-Autos einfach nicht haltbar ist. Wenn ich mir diesen Blog ansehe, da gibt’s nur einen, der auf der GP-Position beharrt, und das ist Lohbeck, alle anderen haben das längst abgeschrieben !

    Überhaupt die ständigen Beteuerungen, was denn mit Verbrennungsmotoren alles MÖGLICH sei – wenn ich die Realität auf den Straßen sehe, dann sehe ich dort nur einen kleinen Anteil an vebrauchsarmen Kleinfahrzeugen – und einen immensen Anteil an VANs und SUVs, die mit Spritsparen reichlich wenig am Hut haben (und die zu allem Überfluss auch noch jede Sicht in der Stadt verstellen). Vor 10 Jahren, als Greenpeace den SMILE präsentierte, war diese Flut noch nicht über uns hereingebrochen, und da kann man auch sehen, was denn die bloße Forderung nach solchen Fahrzeugen gebracht hat – selbst als man’s mit dem SMILE vorgemacht hat, habe sich’s die Autokonzerne am A… vorbeigehen lassen und sind mit den fettesten je gebauten Kisten auf den Markt gekommen.

    Und dann mutet es mich ja auch etwas seltsam an, dass ausgerechnet Greenpeace auf Dieselmotoren setzt – wo gerade die mit ihrem Ruß für zusätzliche Gesundheitsgefahren und sogar ein verstärktes Abschmelzen der Eisflächen der Erde sorgen und gerade die kleinen Diesel kaum mal einen Rußfilter haben.

    Mir ist auch überhaupt nicht verständlich, warum Greenpeace und Herr Lohbeck nach wie vor nach leichten Fahrzeugen ruft – und da, wo sie tatsächlich existieren, einfach die Augen verschließt, nämlich im Elektromobilsektor: TWIKE, City-EL, Tazzari Zero, SAM-EV, Think – alles Leichtfahrzeuge, die jedem Greenpeacer das Herz höher schlagen lassen sollten – doch nein, es sind “böse” Elektroautos, “Nischen-” oder “Sparten-” Fahrzeuge, die man nicht einmal zu erwähnen wagt, geschweige denn solche Fahrzeuge als Stachel im Fleishc der Auto-Industrie benutzt, um diese endlich zur Produktion kleiner, leichter Autos anzuhalten.

    Man beschäftigt sich stattdessen ausschließlich mit Standard-PKWs, die halt mal auf Elektroantrieb umgepfriemelt wurden, MINI, i-MIEV oder SMART sind ja nichts anderes. Und wenn Opel/GM jetzt mit dem Ampera einen Stromer auf den Markt bringt, dann muss der natürlich auch gleich mal 1,7 Tonnen auf die Waage bringen (mit etwa 280 kg Zuladung – schlichtweg lächerlich !) und mit 110 E-kW auch noch sowas von übermotorisiert sein.

    Ich befürchte, dass der Trend weg vom Verbrenner und hin zum E-Mobil erst richtig einsetzen wird, wenn der Ölpreis ungeahnte Höhen erklettert, womit ja schon bald zu rechnen ist anbetrachts wachsender Nachfrage bei rückläufiger Förderung. Von dem damaligen “Horror” von 5 DM/l Sprit wird man in ein paar Jahren vielleicht schon träumen !

    Vom Wasserstoffauto halte ich rein gar nichts – wenn Lohbeck schon beim E-Auto über zusätzliche Infrastruktur in Form von ein paar Ladesäulen jammert, dann wird’s bei Wasserstoff schon eine vollkommen neue Versorgungskette brauchen – und das bei einem Stoff, der bei gigantischen Drücken gelagert werden muss und so ziemlich überall durchdiffundiert – das würde ein verdammt teurer Spaß ! Von der Ineffizienz der Erzeugung ganz abgesehen…

    Bodo – seit 5 1/2 Jahren im TWIKE 783 unterwegs !

    04.9.2011 um 23:17 Uhr · Antworten

    • Pulli

      Ihr redet aneineinander vorbei. Die einen diskutieren E-Motor vs. V-Motor und die anderen diskutieren “herkömmliches Auto” vs. “Twike & Co.” Nur mal so am Rande. Ich verstehe die Position von Herrn Lohbeck übrigens so, daß er garnichts gegen das E-Auto hat, den Hype darum aber für übertrieben bzw. verfrüht hält.

      Ich persönlich finde, es ist vollkommen egal, welches Antriebskonzept rein theoretisch effizienter/besser ist, solange die Leute “dicke” Autos statt “vernünftige” Autos wollen.

      04.9.2011 um 23:30 Uhr · Antworten

  • Horst

    Ach, was war ich blauäugig! Das hier schrieb ich als Reaktion auf einen Artikel bei Greenpeace:
    *************************
    Sehr geehrter Herr Totz,

    Ihr Artikel ist grundsätzlich nicht falsch. Jedes Auto braucht jede Menge Energie zum Bewegen – und es sind nun mal die zwei Features, die den Braten fett machen: Gewicht und Geschwindigkeit.

    Ein gutes Gegenbeispiel ist da das hier in Japan weit verbreitete, kostengünstige Elektro-Velo (oder Pedalo): Kleines Gewicht, kleiner Aku in Standard-Technologie (unseres hat NiMH), einige km Reichweite, max. 20km/h, kleiner Preis (unseres war vor 8 Jahren etwa 50.000 Yen = unter 500Euro). Super für den Stadtgebrauch, zum Einkaufen und Leute treffen. Sonst recht anstrengende Steigungen nimmt es spielend leicht.

    Nun schreiben Sie über E-Autos, als seien die Ansprüche Gottgegeben. Reichweite = Batteriegewicht und –kosten, Geschwindigkeit = Autogrösse und Gewicht schon wegen des Sicherheitsgefühls, Anschaffungskosten = der Killer, und CO2-Einsparung = 0 wegen all dieser Ansprüche.

    Auch Sie bei Greenpeace unterstellen sich also diesem Diktat! Wer kann das verstehen?

    Faktor 5, publiziert vom Club of Rome, hat sich da weit ehrlicher positioniert. Zwar haben auch die bereits in gewisser Weise aufgesteckt, indem sie die Ansprüche all dieser Verschwender weitgehend anerkennen – aber wenigstens ein langes Kapitel wird dort noch der Genügsamkeit gewidmet (Ernst von Weizsäcker).

    Was ist los mit euch, Greenpeace?

    Gegen Atomkraft könnt ihr schimpfen, gegen Grosskonzerne, gegen Kohlekraftwerke etc. – eben gegen alles, auf das man so schön mit dem Finger zeigen kann.

    Herrn und Frau „Jedermann“ aber, die durch ihre Kaufentscheidungen und durch ihre Ansprüche letztendlich für all das verantwortlich sind, die nehmt ihr in Schutz? Kein Sterbenswörtchen – dabei wäre es doch sooooo einfach, z.B.:

    „Fahrt 50% weniger mit eurer Kiste, dann spart ihr 50% Benzin = 50% weniger Diebstahl an unseren Kindern und Enkeln, bringt 50% weniger zu eurem Auspuff raus = 50% CO2-Ausstoss-Reduktion und braucht gar nicht erst auf die neue Technologie zu warten und zu hoffen!“

    Klar ist damit noch nicht alles getan – man denke nur an die immensen Mengen grauer Energie schon nur in jedem Auto – aber es wäre doch ein grosser Schritt in die richtige Richtung.

    Und jeder kann es, der heute nennenswert zu den etwa 7500km Autofahrleistung pro Person und Jahr beiträgt.

    Und damit es nicht so weh tut:
    Wie wäre es mit folgender Greenpeace Aktion für Mitglieder?
    Bewusst fahren =
    1. Sich bewusst machen, wie viel km der (die??!!) eigene(n) Wagen in 2009, 2010 und bisher in 2011 zurückgelegt haben,
    2. wenn es (total) mehr als 2000km sind, dann
    3. persönlichen Plan machen: Wie spare ich in 2011 noch 5% ein
    4. persönlichen Plan für 2012: weitere 10% einsparen
    5. und weiter pro Jahr -10%

    Wie sehen Sie das?
    Meinen Sie, die Freunde von Greenpeace könnten sich dem anfreunden?

    Mit herzlichen Grüssen!
    ********************
    Eine ganz liebe Reaktion erhielt ich sogleich von
    Kathrin Schmiedeke, redaktion, greenpeace magazin. Sie werde meine Vorschläge weiter reichen.
    Und nun höre ich nichts mehr!

    So habe ich mal weiter gesucht …und euren Blog hier gefunden.
    “Was ist los mit Greenpeace” – das war meine Frage zuvor.
    Jetzt stehe ich nur noch fassungslos!
    Die Diskussion hier hört sich ja gerade so an wie die Diskussion mit einem typischen Linken im Jahr 1972!
    Damals begann ich mein Studium. Erfahrene haben damals berichtet, man könne diskutieren mit denen, man könne ihre Argumente Schritt für Schritt widerlegen – und wenn man dann ganz im Kreis rum sei und sie würden merken, dass sie im Widerspruch gefangen seien, dann würden sie ruppig.

    Lasset uns beten!
    Für Greenpeace; dass sie den Verstand wieder erlangen.

    02.10.2011 um 01:04 Uhr · Antworten

  • Matthias B

    Unglaublich, welcher Unsinn von der Öl-Lobby hier verzapft wird. Tatsache ist doch: E-Autos verursachen genau so viel CO2, wie Benziner, WENN sie tagsüber dem Strommix unterliegen. Aber…

    Fahrzeugbatterien werden nachts geladen, zu Zeiten, wenn Windstromanlagen sonst reihenweise abgeschaltet werden, weil deren Strom dann niemand abnimmt.

    Die vermehrte Abnahme von Nachtstrom erhöht die Rentabilität von Ökostrom

    E-Fahrzeuge zwingen die Hersteller zu niedrigen Fahrzeuggewichten, weil sonst die Batterien unbezahlbar werden. Endlich ein Zwang zu weniger Gewicht (Beispiel Tesla, Smart, Twike…) !

    E-Fahrzeug-Käufer sind umweltbewusst und lassen sich leicht von Ökostromanbietern gewinnen. Deren Gewinne werden in neue Anlagen reinvestiert.

    Der Strom aus zeitweise ungenutzten Fahrzeugen führt zu ungeahntem Potential an Überbrückungsmöglichkeiten für Engpässe beim Windstrom. Theoretisch ein Massen- Stromspeicher.

    Grundlastkraftwerke (Braunkohle/ Kernkraft) können nicht mit Windstrom kooperieren, weil sie zu träge reagieren. Massen an Batterien könnten das und würden so die Grundlage für eine größere Ökostromversorgung überhaupt erst schaffen.

    06.2.2012 um 00:24 Uhr · Antworten

    • sophistoph

      Ja sicherlich und die KW/h ist dann ganz preiswert schon für einen Euro zu haben.
      Träumen sie ruhig weiter ihren schönen grünen Traum.

      06.2.2012 um 00:54 Uhr · Antworten

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