Wie sieht Mobilität in der Zukunft aus?

26. Juni 2010 · von Wolfgang Lohbeck

Eine exakte Prognose über das nächste Jahrzehnt hinaus ist unmöglich und wäre unseriös. Hauptaufgabe heute sollte daher für alle, die sich mit dem Thema Mobilität beschäftigen, nicht die Frage sein, WAS genau man in 30 oder 40 Jahren einsetzen wird, sondern die Klärung, was man NICHT (mehr) will. Das bedeutet: Keine kurzfristige Interessenpolitik; offen bleiben für mögliche Innovationen; Festlegungen auf bestimmte Techologien und das Einrammen von Pflöcken zugunsten bestimmter Industrieinteressen vermeiden.

Unbestritten beim Blick in die Zukunft ist der anstehende Abschied vom Öl. Und das bedeutet: Wir werden eine Umstellung haben auf andere, sehr viel weniger leistungsdichte Energieträger.  Und es wird eine starke Differenzierung auf verschiedene Verkehrsträger nach individuellem Bedürfnis mit sich bringen. Das Auto als fast universelles Rückgrat der Mobilität hat ausgedient. Ein anderer Antrieb (elektrisch anstelle von fossil) ändert daran nichts.

Einer nachhaltigen und leistungsfähigen zukünftigen Mobilität stehen aber immer noch die Rahmenbedingungen unserer aktuell gelebten Mobilität und die Dominaz des Autos im Wege- unabhängig vom Antrieb:

  • Ein zu hohes Fahrzeuggewicht der Autos, zu hohe Leistung, zu hohe Geschwindigkeit und damit ein zu hoher Energieverbrauch,
  • das Auto als beherrschender Träger der Mobilität,
  • die Ausrichtung der Infrastuktur (Straßen, Stadtplanung) auf das Auto
  • strukturelle Benachteiligung des öffentlichen (Nah-) Verkehrs

Es gilt, diese Hemmnisse einer funktionierenden und nachhaltigen Mobilität, die nahezu alle mit der Rolle des heutigen Autos zusammenhängen, Schritt für Schritt zu beseitigen. Zusätzlich muss vermieden werden, dass noch weitere Hemmnisse dazu kommen, die die Vorrangstellung des individuellen Autos weiter verfestigen:

  • Weitere Betonierung einer PKW-orientierten Infrastruktur, basierend auf heutigen Vorstellungen von „Auto“ und Partialinteressen, nur übertragen auf einen anderen (elektrischen) Antrieb (etwa: spezielle Ladesäulen für Elektroautos, Parkplätze, Vorrangstellung von Elektroautos bei Steuern und im Straßenverkehr  etc.)
  • die Festlegung auf Zweitautos. Sie stehen  in Konkurrenz zu anderen Mobilitätsangeboten, insbesondere einem verbesserten ÖPNV und  Konzepten des „Nutzen statt besitzen“ und sie unterbinden den Aufbau intelligenter integrierter Mobilität.
  • Etablierung des Elektroautos als „Stadtauto“ als Konkurrenz zu einem Ausbau anderer Mobilitätsangebote

Zukünftige Mobilität muss entwickelt werden aus einem integrativen Ansatz, sie darf nicht durch die brachiale Durchsetzung einer einzelnen Technik und Nutzungsform (das Auto, egal mit welchem Antrieb) eingeschränkt werden. Wesentliche Träger der Mobilität werden neue, leichte und individuell angepasste Fahrzeuge wie Twike, Pedelec, Segway etc. sein,  natürlich werden auch Autos in geringerem Umfang dazu gehören. Das Schlüsselwort zukünftiger Mobilität heißt: Diversifizierung!

Es wird keinen einzelnen dominierenden Träger der gesamten individuellen Mobilität mehr geben, so wie heute noch das (all- purpose-) „Auto“. Hybridisierung in diversen Spielarten wird eine Rolle spielen.

„Offen bleiben“ für diese sich anbahnende Diversifizierung heißt aber auch: Die schrittweise Elektrifizierung des Antriebs darf nicht dazu führen, dass zukünftige Mobilitätsstrukturen abhängig werden vom Einfluss der Stromversorger (über Tarife, Ladezeiten, Zugang zur Batterie).

Funktionierende Mobilität, und auch die Wahl des Mittels, sind ein individuelles Grundbedürfnis und unabdingbarer Bestandteil der Gesellschaft. Sie ist zu wichtig, als dass man sie den Interessen einer Industrie unterordnen dürfte, gleichgültig ob Autoindustrie oder Stromversorger.

Kommentare

  • Energiesparfuchs

    Wer sich heute nicht festlegen will, welche Technologien im Mobilitätsbereich künftig eingesetzt werden sollen, verzögert den Aufbau einer alternativen Infrastruktur um viele Jahrzehnte. Die “Henne/Ei-Problematik” wird damit zementiert und alles bleibt beim alten. Die Menschen und die Firmen brauchen Planungssicherheit (auch finanziell). Am Wasserstoff auf Basis von Biomasse und Ökostrom führt kein Weg vorbei. Eine sinnvollere und effizientere Technologie als Brennstoffzellen für Fahrzeuge (Metro, Stadtbahn, Bus, Krankenwagen, Baumaschinen, PKW usw.) ist nicht in Sicht.

    In Ballungsräumen lassen sich die Verkehrsströme sicher durch eine Citymaut und attraktive ÖPNV-Angebote steuern.

    Wo bleibt eigentlich die nachhaltige Lösung des CO2-Problems ?. Jeden Tag werden beängstigende Nachrichten verbreitet, was alles passieren könnte. Uli Steins Cartoon “Dagegen” ist leicht verbreitet. Wofür man steht, halte ich für wichtiger, auch wenn die eigene Meinung Angriffspunkte bietet. Das Auto ist tot, lang lebe das Auto.

    26.6.2010 um 22:51 Uhr · Antworten

    • nicht entscheidend

      Der Weg über Wasserstoff ist sehr uneffizient. Und auch die Brennstoffzelle produziert das, was man von Anfang an haben könnte: die Elektrizität. Allerdings sofort und 100%, während der Umweg über Wasserstoff mindestens zwei Drittel der ursprünglichen Energiemenge wegen den Umwandlungsverluste einfach verloren gehen.

      02.7.2010 um 22:16 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Die Argumente von Wasserstoffgegnern wie Ulf Bossel werden nicht dadurch wahr, indem man sie nur oft genug wiederholt. Unter http://www.bio-wasserstoff.de kann jeder selber lesen, warum das so ist. Karl-Heinz Tetzlaffs Buch “Wasserstoff für alle” sei zur Vertiefung empfohlen. Entscheidend ist das Gesamtsystem der Energiebereitstellung und nicht der Baustein Mobilität allein. Reine E-Fahrzeuge haben nur theoretisch einen höheren Wirkungsgrad als Fahrzeuge mit BZ. Sobald Klimaanlagen oder Heizungen betrieben werden, ist der Vorsprung dahin. Die Abwärme der BZ lässt sich für solche Zwecke nutzen. Der elektrische Wirkungsgrad beträgt 60 Prozent, das reicht.

        03.7.2010 um 19:44 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:
        Ne, ich kann die Rechnungen von der Seite bio-wasserstoff.de nicht nachvollziehen. Also das, was ja vorgeschlagen wird, ist ja die Option “(C) Solare Wasserstoffwirtschaft”. Da wird in der Grafik gesagt, dass die Verluste (insgesamt?) nur 10% sein sollen. Aber wie sollen da nur 10% Verluste rauskommen? Allein die Elektrolyse sollte laut Wikipedia so im Wirkungsgradbereich von 70 bis knapp über 80% betragen, also alleine da verliert man ~20-30%. Dann aber hätte man Wasserstoff, was man speichern müsste (zuhause oder in irgendeinem Speicher, sonst müsste man einen verdammt großen Speicher verdammt dicht bauen), dafür müsste man es entweder verflüssigen oder Druckluft/Metallhydridspeicher benutzen, wo man wieder viele % Effizienz verlieren. Und dann geht dieser H2 zum Verbraucher, wo es dezentral mit Brennstoffzellen betrieben wird. Wirkungsgrad nur für den letzten Schritt 30-60%. Also ich sehe nicht, was da anders sein sollte, als bei Option (B). Da wird eigentlich nur noch die Biomasse als Option parallel geschaltet, aber man hat ja schon das Wissen, dass die Biomasse zu uneffizient ist, um da einen großen Anteil beizutragen…
        Also klär mich bitte auf, wie es denn möglich sein soll, den schlechten Wirkungsgrad bei der Elektrolyse, H2-Speicherung und H2->Stromkonvertierung überspringen zu können… ich sehe da keine Möglichkeiten diese Schritte zu überspringen und die Effizienz besser als ca. 30% zu gestalten.

        10.7.2010 um 02:07 Uhr

    • trailblazer

      Gegen Wasserstoff sprechen momentan eine ganze reihe von Dingen: immense Kosten der Herstellung, Ineffizienz der Erzeugung durch Elektrolyse und Ineffizienz bei Rückverstromung, Teurer und platzaufwendiger Transport. Die Erzeugung aus Biomasse ist zudem ebenfalls ineffizient, soweit ich weiß, weil man aus der selben Menge Biomasse mehr Methan gewinnen kann, als Wasserstoff herauszuholen ist.

      Wo soll im übrigen die Biomasse herkommen, um all den Wasserstoff zu erzeugen, wenn schon jetzt die Biodiversität extrem zurückgeht durch Monokultur-Anbau von Mais, der dann vergohren wird.

      02.7.2010 um 23:36 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Zur Information über die Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse und Ökostrom empfehle ich http://www.biowasserstoff-magazin.de. Mit Monokulturen auf den Feldern hat die Sache nichts am Hut (so etwas kann niemand unterstützen). Hungern muss deswegen auch niemand (das wäre eine Schande). Die Biomassevergasung zur Herstellung von Methangas (heute als Klimagas gebrandmarkt) verbraucht durch den zusätzlichen Wirbelschichtreaktor, der aus dem Biosynthesegas (H2, CO, CH4 u.a.) dann CH4 produziert, mehr Energie, als die H2-Produktion. Entscheidender ist aber noch, dass H2 stationäre Brennstoffzellen in Unternehmen, Wohnhäusern, etc.lastabhängig punktgenau regelbar macht. Die üblichen Heizkessel bzw. die den heutigen BZ-Versuchssystemen vorgeschalteten Wasserstoffabriken entfallen. KWK dezentral und extrem verlustarm. Die Abgabe von H2 an Tankstellen ist leichter zu bewerkstelligen, als überall im Land Millionen von Ladestationen für reine E-Fahrzeuge zu bauen. Das soll aber nicht heißen, dass es überhaupt keine E-Autos geben sollte.

        03.7.2010 um 20:02 Uhr

      • trailblazer

        OK, vielen Dank für die Infos. Werde mich bei Zeiten da mal durcharbeite :)
        Hört sich vielversprechend und es gibt ja in Österreich auch eine Gemeinde, die daran arbeitet Ihre Energieversorgung auf diese Art und Weise umstellen will. Wenn es also in der Praxis funktioniert, dann könnte das wirklich etwas großes werden.

        04.7.2010 um 12:42 Uhr

    • trailblazer

      Und vorhandene Gasleitungen zu nutzen ist auch nur begrenzt möglich, weil der Wasserstoff durch seine kleine Molekülgröße jedes kleinste Leck entweicht und auch das Leitungsmaterial angreift…so habe ich gelesen. Wenn mir jemand das Gegenteil zeigt würde ich mich natürlich freuen :) …denn jede Alternative wird gebraucht.

      02.7.2010 um 23:39 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Hierzu empfehle ich unter http://www.biowasserstoff-magazin.de die Ausgabe Nr. 18 des regulären Heftes. Dort gibt es Infos zum Erdgasnetz in einer Wasserstoffwelt. Der H2-Transport ist kein Problem. Stadtgas enthielt in der Vergangenheit auch bis zu 60 Prozent Wasserstoff, bevor das Rohrleitungsnetz auf Erdgas umgestellt worden ist.

        03.7.2010 um 20:09 Uhr

  • trailblazer

    Das die Mobilität in Zukunft andere Formen finden muss denke ich auch: sowohl aus praktischen (Stau, Lärm, Schmutz) als auch als ökologischen und finanziellen Gründen.

    Autos den Städten heraus nehmen (zunächst durch Maut und dann später Sperrúng). Stattdessen ÖPNV (Mit Strom, möglicherweise Wasserstoff), Fuß- und Fahrradwege aber auch Systeme wie diese, um sauberen, individuellen Massen-Verkehr ohne Staus, Lärm und Schmutz zu ermöglichen:
    http://www.youtube.com/watch?v=7UMvj2ZYnU8

    In Mazdar City und am London Airport wird das System aktuell gebaut.

    Außerhalb der Städte wird man aber weiter Autos benötigen, da fest installierte Systeme wie PRT oder ein dichtes ÖPNV-Netz dort nicht wirtschaftlich sind. Da kommen dann E-Autos und Wasserstoff-Technik ins Spiel.

    Auf kurze Sicht, wird sich die Mobilitätslandschaft aber nicht so radikal verändern. Zunächst wird erst einmal alle Welt vom Benziner auf das E-Auto konvertieren wollen. Man müsste also JETZT in Städten Maut zu erheben, um die Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken.
    “Twike, Pedelec, Segway”
    Elektrofahrräder sind sicherlich etwas Sinnvolles, aber das Twike und Segway o.ä. genutzt werden, halte ich eher für “Öko-Phantasien”. Sie sind nette Spielzeuge, haben aber keinen praktischen Nutzen bzw. die anderen Verkehrsmittel erlauben ebenfalls individuelle Bewegung plus Transport von Gepäck und mehr Komfort.

    27.6.2010 um 09:46 Uhr · Antworten

  • nicht entscheidend

    Ein wesentlich besserer Artikel (im Vergleich zu den vorigen, wo die Argumente gegen umweltfreundliche Technologien einfach aus den Fingern gesaugt wurden und die fossile Fahzeuge mit nicht nachvollziebaren Argumenten zum Himmel gelobt wurden), aber leider noch weit entfernt von dem, was man gut oder “mit Überblick beschrieben” bezeichnet.
    Ich gebe dem Author Recht, das das öffentliche Verkehrssystem wesentlich ausgebaut und verbessert werden sollte. In Richtung Kosteneffizienz, Schadstofffreiheit (Elektrifizierung), Verfügbarkeit. Die individuelle Mobilität wird aber trotzdem notwendig sein. Die sollte/könnte dann durch die “sportliche” Varianten teilweise umgesetzt werden, aber es ist klar dass das nicht überall anwendbar sein wird (nicht bei allen und nicht in allen Fällen).
    Ich denke hier muss man einsehen, dass:
    - doch viele den Komfort eines E-Autos bevorzugen werden. Nicht alle Menschen werden gerne (aus ihrer Sicht) so weit den Schritt zurück gehen, dass sie dann mit einem Pedelec oder öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Die Frage wäre dann zwischen einem E-Auto (mit Null lokalen Emissionen plus weiteren Vorteilen für die Umwelt), oder einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor (mit vielen Schadstoff-Emissionen, und insgesamt wohl mindestens 3 mal mehr globalen CO2-Emissionen).
    - die Problematik der Stromversorgung wurde z.B. noch gar nicht erkannt. Es wird die Herausforderung im nächsten (und weiteren) Jahrzehnten sein, die Erzeugung von Strom auf saubere und erneuerbare Quellen umzustellen. Das Problem wird aber dabei eher nicht (bzw. weniger) die Strommenge, sondern die Anpassung der Energiemenge von Angebot und dem Bedarf. Das Angebot von den wichtigsten Energieträgern, Sonne und Wind, kann man nicht anpassen, den “Konsum” dagegen teilweise schon. Deswegen sehe ich die Ladesäulen und flexible (an dem Angebot angepassten) Tarife/Ladezeiten sogar mehr als nur nützlich.
    Und das wird nicht nur für die E-Fahrzeuge relevant, sondern für alle Nutzer der Elektrizität, von den Haushaltsgeräten bis zu industriellen Anwendungen (da, wo es eben möglich wäre).

    Gruß

    02.7.2010 um 23:09 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Wozu das Stromnetz mit Riesenaufwand flexibilisieren ? Das heutige Erdgasnetz (zukünftig für Wasserstoff) ist unschlagbar flexibel. So kommen Wärme, Strom und Mobilität direkt zum Verbraucher und Lastspitzen sind kein Thema mehr. Also, neben Wasserstoff aus Biomasse wird Wasserstoff aus Ökostrom ins Gasnetz mit den großen Speichern eingespeist. Keine zentrale Rückverstromung unter Wegwurf der Abwärme. Jeder Verbraucher hat seine auf ihn abgestimmten BZ und produziert Strom und Wärme nach Bedarf selbst. Fahrzeuge können zu jeder Tages- und Nachtzeit betankt werden. Statt Smart Grid eben Smart Pipeline, nur viel billiger.

      03.7.2010 um 21:44 Uhr · Antworten

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:
        Also zu dem Wasserstoff als Gas und Speichermöglichkeit, bitte z.B. hier nachlesen:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffspeicherung#Problemstellung
        Zu den Effizienzen wurde auch schon vorher darüber geschrieben. Man wird die Umwandlungen “Primärenergie->H2″ UND “H2-Speicherung” UND “H2->Nutzenergie (oft Strom)” nicht umgehen können. Damit verliert man den Großteil der Energie.

        10.7.2010 um 02:16 Uhr

  • Jim Bob

    Zitat Lohbeck: “Hauptaufgabe heute sollte daher für alle, die sich mit dem Thema Mobilität beschäftigen, nicht die Frage sein, WAS genau man in 30 oder 40 Jahren einsetzen wird, sondern die Klärung, was man NICHT (mehr) will.”
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    Wie ich finde ein komplett falscher Ansatz, vor allem von einer Umweltorganisation wie Greenpeace !
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    Ich wünsche mir hier viel mehr positives Vordenken und die Erarbeitung von intelligenten Konzepten !
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    Sich hierbei darauf zu beschränken was man nicht mehr will, kann doch nicht zielführend sein. Vielmehr sollte man den Menschen gangbare Alternativen aufzeigen, mit reinen Verzichtserklärungen ist man noch nie weiter gekommen. Solch ein Vorgehen löst doch letztlich nur eine blockierende Abwehrhaltung aus.
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    Auch kann es nicht sinnvoll sein, sich nur noch auf öffentlichen Verkehr zu versteifen, so sinnvoll dieser in Ballungsräumen auch ist, so unsinnig kann er in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte sein.
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    Hier gilt es vielmehr überall das optimale einzusetzen und zu vernetzen wo das nur geht.
    Was spricht denn dagegen neben einem Car-Sharing auch einfach nur den Weg zu teilen ? Gerade die Elektroautos würden sich in Zukunft optimal dafür eignen, wird doch schon allein aus der Reichweitesituation heraus praktisch jedes E-Auto ein eingebautes Navi haben.
    Jeder der dies zulässt, könnte sein Fahrziel automatisch an eine Zentrale übermitteln lassen. Dort wiederum könnten einlaufende Mitfahrgesuche an entsprechende Autofahrer zur Anfrage weitergeleitet werden, bestätigt der Fahrer das Gesuch könnte dem Fahrer und Mitfahrer automatisch ein Treffpunkt übermittelt werden.
    In Zeiten von moderner Kommunikation und Navigationsgeräte eine ausgesprochen leichte Übung !
    Wichtig wäre hierbei noch die gesetzlichen Grundlagen für eine Vernünftige Absicherung des Fahrers und des Fahrgast nach Unfällen zu sorgen, dass sollte wohl am besten über die Zentralen geschehen und könnte finanziell über die Mitfahrgebühren abgedeckt werden.
    Die persönliche Sicherheit wäre durch die Organisation, schließlich wären alle Personen dort registriert, wohl auch sehr gut zu gewährleisten. Wahrscheinlich sogar noch besser als im öffentlichen Verkehr.
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    Letztlich geht es doch darum, den Einzelnen so effizient und intelligent als möglich fort zu bewegen und nicht nur stur auf Massenfortbewegungsmittel zu setzen, weil man glaubt diese würden dann schon ausgelastet, das ist pures Wunschdenken und geht an jeglicher Realität vorbei.
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    Zitat Lohbeck: “ Unbestritten beim Blick in die Zukunft ist der anstehende Abschied vom Öl. … Ein anderer Antrieb (elektrisch anstelle von fossil) ändert daran nichts.“
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    Eine Argumentation der man einfach nicht folgen kann !
    Wenn ich weg will vom Öl, dann muss ich sehen welche sinnvollen Alternativen es zum Öl gibt, ein einfaches „lasst uns die Verbrennungsmotoren sparsamer machen“ bringt uns genauso viel oder weniger vom Öl weg, wie ein Alkoholiker durch dass weniger trinken von Bier vom Alkoholtrinken weg kommt !
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    Es müssen grundlegend andere Energieträger eingesetzt werden und zwar welche die effizient und regenerativ sind und hierin ist der elektrische Strom, gespeichert über effiziente Batterien, unschlagbar.
    Alle Umwege über andere Energieträger, bzw. die Erzeugung von Bewegungsenergie durch Verbrennung sind immer weit ineffizienter, auch bei der Nutzung von nachwachsenden Energieträger. Diese lassen sich weit ergiebiger in Kombikraftwerken zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom nutzen, weil sie dort energetisch auch fast komplett ausgenutzt werden !
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    Also kann uns nur der komplette Umstieg auf die elektrische Mobilität, das gilt für alle Fahrzeugarten, vom Öl als Energieträger wegbringen, alles andere ist Augenwischerei und dient in der Argumentation nur den Verbrennungsmotor Verfechter in der Autoindustrie und letztlich auch den Ölkonzernen.
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    Dabei darf auch nicht übersehen werden welche neuen Möglichkeiten uns der elektrische Antrieb durch seine lokale Emissionsfreiheit bringt, werden hierdurch doch ganz neue Konzepte bei der Vernetzung von Auto und Bahn, praktisch auf dem Bahnsteig, möglich.
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    Auch bietet sich das Elektroauto als optimaler Anschluss an eine Bahnfahrt für den an, der ein abgelegenes Ziel trocken, oder mit viel Gepäck erreichen muss, für andere kann ein Elektroroller oder das Elektrofahrrad das ideale Weiterfahrmobil sein. Wie auch immer, aber auch hier würden alle individuellen Verkehrsmittel, ob nun mit 2, 3 oder 4 Rädern von der schnellen Einführung des Elektroauto profitieren. Schließlich wirkt sich der Skaleneffekt auch bei den Batteriepreisen für Elektrozweiräder aus.
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    Zitat Lohbeck: “Einer nachhaltigen und leistungsfähigen zukünftigen Mobilität stehen aber immer noch die Rahmenbedingungen unserer aktuell gelebten Mobilität und die Dominaz des Autos im Wege- unabhängig vom Antrieb:“
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    Ganz schlecht beobachtet Herr Lohbeck, gerade bei den Autos mit Elektroantrieb geht die Tendenz zum Leichtbau in weit größeren Schritten voran, als dies beim Verbrenner der Fall ist. Als Beispiele seien hier das Twike, TW4XP (Weiterentwicklung des Twike), das CityEl und ganz aktuell bei den großen Hersteller das Megacity Vehicle von BMW genannt.
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    Einer nachhaltigen und leistungsfähigen zukünftigen Mobilität stehen daher eher das alte Denken und die Beibehaltung ineffizienter Antriebe entgegen, hiervon sollte man sich am schnellsten lösen.
    Beim intelligenten Einsatz des Elektroantrieb hingegen, ist der Phantasie keinerlei Grenze gesetzt !
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    Zitat Lohbeck: “(etwa: spezielle Ladesäulen für Elektroautos, Parkplätze, Vorrangstellung von Elektroautos bei Steuern und im Straßenverkehr etc.)“
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    Was spricht denn gegen Ladesäulen ? Der Platzbedarf dafür ist vergleichsweise gering, zu dem ließen sich diese auch durchaus für elektrisch betriebene Zweiräder nutzen.
    Die „Vorrangstellung“ bzw. die Förderung von batteriegestützten Elektroautos ließe sich durchaus auch damit begründen, dass das Elektroauto ein sehr wichtiger Baustein in der Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom darstellt.
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    Warum sollten wir für viel Geld irgendwo fest stehende Stromspeicher hinstellen, die dann auch nur diesen einen Zweck erfüllen, wenn wir doch auch Möglichkeit haben das Gleiche mit dem Elektroauto zu tun ? Schließlich würden hier gleich zwei und noch mehr Bedürfnisse abgedeckt !
    Und es war schon immer so das für die Gesellschaft als nützlich erachtete Dinge bevorzugt, oder bezuschusst wurden, warum also nicht auch beim Elektroauto ?
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    Bei der Finanzierung dieser Förderung würde ich allerdings auf eine Umlage der Kosten auf die Mineralölsteuer pochen, es ist ja nicht einzusehen dass alle Bürger für die Kosten aufkommen. Hier sollte auf jeden Fall das Verursacherprinzip gelten.
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    Zitat Lohbeck: “die Festlegung auf Zweitautos. Sie stehen in Konkurrenz zu anderen Mobilitätsangeboten, insbesondere einem verbesserten ÖPNV und Konzepten des „Nutzen statt besitzen“ und sie unterbinden den Aufbau intelligenter integrierter Mobilität.“
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    Ich sehe die Zwangjacke des ÖPNV in allen Gebieten, oder Situationen als nicht zielführend an, es gibt sowohl wohnliche als auch persönliche Gründe bei der eine vernünftige Teilnahme, bzw. der Ausbau des ÖPNV definitiv nicht sinnvoll ist.
    Macht es denn Sinn in einem Gebiet mit geringer Bevölkerungsdichte einen Bus mit kurzer Taktung einzusetzen, in dem dann möglicherweise kein einziger, oder nur ganz wenige mitfahren ?
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    Intelligente Mobilität ergibt sich durch den intelligenten Einsatz passender Fahrzeuge und nicht durch den Zwang bestimmte, für den Anwendungsfall unpassende, Verkehrsmittel zu benutzen.
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    Zitat Lohbeck: “Etablierung des Elektroautos als „Stadtauto“ als Konkurrenz zu einem Ausbau anderer Mobilitätsangebote“
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    Würden Sie die Entwicklung im Bereich neuer Mobilität mit dem Elektroauto mit offenem Auge beobachten, würde ihnen auffallen, dass gerade hier ein Miteinander und nicht das Gegeneinander wie beim Verbrenner gesucht wird.
    Open your mind, please !
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    Zitat Lohbeck: “Wesentliche Träger der Mobilität werden neue, leichte und individuell angepasste Fahrzeuge wie Twike, Pedelec, Segway etc. sein, natürlich werden auch Autos in geringerem Umfang dazu gehören. Das Schlüsselwort zukünftiger Mobilität heißt: Diversifizierung!“
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    Na also, doch endlich mal ein Punkt bei dem ich mit ihnen übereinkomme !
    Nur, das Twike ist für meine Begriffe auch ein Elektroauto und wie man sehen kann ergeben sich durch den Elektroantrieb ganz neue Möglichkeiten.
    Das Spektrum der Fahrzeugarten wird breiter und damit für die Bedürfnisse passender.
    .
    Aus Wikipedia: Diversifikation steht für: Veränderung, Auffächerung, Abwechslung, Vielfalt (Spezialisierung auf mehrere Bereiche)
    .
    Wie können Sie also gegen das Elektroauto in der Form sein, wie Sie es meinem Gefühl nach sind ?
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    Zitat Lohbeck: “Funktionierende Mobilität, und auch die Wahl des Mittels, sind ein individuelles Grundbedürfnis und unabdingbarer Bestandteil der Gesellschaft. Sie ist zu wichtig, als dass man sie den Interessen einer Industrie unterordnen dürfte, gleichgültig ob Autoindustrie oder Stromversorger.“
    .
    Sorry Herr Lohbeck, Sie sollten ihre Beiträge von unabhängigen Menschen lesen lassen, bevor Sie diese veröffentlichen !
    Sprechen Sie sich noch ein paar Sätze zuvor für die Einschränkung der Individualität aus, betonen Sie hier das Grundbedürfnis der individuellen Wahl des Verkehrsmittel ?
    Das soll einer Verstehen, ich tue es nicht !
    .
    Dann befürchten Sie noch das der Mobilitätsbedürftige sich den Interessen der Industrie unter zu ordnen hätte, was ist den aktuell der Fall ?
    Ist es nicht so, dass ich mich als Autofahrer dem Diktat des Ölpreis unterwerfen muss ?
    Den Sprit für meinen Wagen kann ich mir nicht auf meinem Hausdach selbst erzeugen, den Strom für mein Elektroauto schon !
    Unterliege ich bei den öffentlichen Verkehrsmittel nicht auch dem Diktat der Anbieter, wo bleibt den hier meine Wahl ?

    05.7.2010 um 13:12 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    20 % Verlust bei der Elektrolyse von Ökostrom in H2 und der zentralen Rückverstromung unter Wegwurf der Abwärme, so hätte es gern die alte Energiewirtschaft. Nicht alles was in wikipedia steht, ist auch richtig. Mittlerweile billigen neuere Studien zur Versorgung mit erneuerbarer Energie zumindest 60 % Wirkungsgrad für diese energieverschwendende Variante zu. Anderer Blickwinkel. Elektrolyseure erreicht heute Wirkungsgrade (bezogen auf Ho) von 75 bis 90 % (Fallfilmzelle) bei der Umwandlung von Strom in H2. Biomassevergasung liegt ähnlich im Bereich 75 bisüber 90 % (bezogen auf Ho), je nach Technologie. Herstellung von H2 bei 20 bis 30 bar Druck, deshalb wird keine weitere Energie für den Transport zum Verbraucher (z.B. Wohnhaus) benötigt. Umwandlung in Strom und Wärme in der Brennstoffzelle (KWK-Anlage, Brennwerttechnik) mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent zu jeder Jahreszeit. Die 12 % Energieverlust beim Verdichten auf 700 bar an der Tankstelle können durch Nutzen der Abwärme für Heizung, Kühlung, Klimatisierung vor Ort minimiert werden. Wasserstoff ist genauso sicher wie Erdgas in der Handhabung. Lesen sie dazu http://www.biowasserstoff-magazin.de im Heft Nr. 18 alles über den Rohrleitungstransport von Wasserstoff. In einer echten Wasserstoffwirtschaft geht von der Energie des hergestellten H2 also nur sehr wenig verloren.

    10.7.2010 um 08:48 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Korrektur: 20 % Nutzenergie bei der… (nach wikipedia)
      so muss der erste Satz beginnen.

      10.7.2010 um 12:03 Uhr · Antworten

    • Funghi

      Hallo Fuchs,
      also du zweifelst die Infos in Wikipedia an (was ja grundsätzlich auch nicht verkehrt ist) und setzt diese “Biowasserstoff”-Seite dagegen.
      Die Rechnungen verstehe ich nicht und scheinen mir etwas “spekulativ”.
      Kannst du kurz erläutern, warum du dieser Seite vertraust?
      Nicht böse sein, aber für mich sieht das aus wie eine private Hobby-Seite.
      Ist es deine Homepage?
      Ausserdem postest du immer den gleichen Link.
      Wer sind diese Manfred Richey und Karl-Heinz Tetzlaff?
      Bist du einer davon?
      Verdienst du Geld mit Wasserstoff?
      Hast du vielleicht noch eine andere, wissenschaftliche, Quelle für deine Wasserstoff-Thesen?
      Viele Grüße

      10.7.2010 um 12:07 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Entscheidend ist das Hinterfragen von Infos aus allen Quellen. Es handelt sich bei den Links nicht um meine Webseiten.Kommerzielle Interessen an Wasserstoff habe ich nicht. Wer sich intensiv mit den angebotenen Quellen beschäftigt und darüber nachdenkt, kommt vielleicht auch darauf, dass wir im Energiebereich den Wald vor lauter Bäumen bisher nicht gesehen haben.Welche Rechnung ist denn das Problem ?

        10.7.2010 um 12:43 Uhr

      • Funghi

        Also bei einzelnen Rechnungen bin ich noch nicht. Die Sache ist, daß ich überhaupt keine Ahnung von Wasserstofftechnologie habe und mir ein Bild verschaffen will, ob das nur die spinnerte Idee von diesen zwei Leuten ist oder ob das wirklich so funktioniert, wie es da beschrieben ist. Und da würde mir eine zweite oder dritte Quelle weiterhelfen.
        Ohne den Herrschaften zu nahe treten zu wollen: Das sind jetzt nicht gerade rennomierte Wissenschaftler.
        Hast du noch ne Idee, wo ich noch anderernorts eine “objektive” Einschätzung zu dem Thema finden kann?
        Haben das seriöse Medien vllt. mal irgendwo aufgegriffen?
        Gibt es Forschungsprojekte von Universitäten?
        Da müsste doch auch die Industrie hellhörig werden, oder?
        Und ausser von Brennstoffzellenversuche z.B bei Daimler scheinen ja ziemlich eingeschlafen zu sein.
        Warum ist das so?
        Ich will das garnicht alles unbeding technisch nachvollziehen können – ich bin eh kein Naturwissenschaftler. Wenn aber mehrere unabhängige Stellen sagen “das ist ne super Idee” dann würde mir das schon reichen.

        Gruß,
        Funghi

        10.7.2010 um 12:59 Uhr

    • EE-Mitarbeiter

      @ Energiesparfuchs:
      Ich hätte gerne Deine Antworten zu den entscheidenden Fragen (vlg. auch den Beitrag von mir am 10.7.2010 um 02:16 Uhr und am 10.7.2010 um 02:07 Uhr?

      Und zu dem Argument: “Umwandlung in Strom und Wärme in der Brennstoffzelle (KWK-Anlage, Brennwerttechnik) mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent zu jeder Jahreszeit” – so könnte man für alle uneffektive Geräte argumentieren, aber als eine Ausrede. Auch die Glühbirne liefert insgesamt ca. 100% Lichtleistung PLUS Wärme, nur, Wärme bräuchte man nicht immer, selten so viel, schon gar nicht aus der weit entfernten Glühbirne an der Decke, und die Primär- (bzw. Zwischen-)Form Elektrizität (aus dem Ökostrom z.B.) ist dafür viel zu schade.

      Und so, wie ich es verstehe, geht es bei Dir (und diesen Links, die Du angibst) darum, ob man statt “Energiewährung” Elektrizität nicht besser Wasserstoff nehmen sollte? Naja, letzendlich benutzen alle Geräte am Schluss die Elektrizität als Energiequelle, und die nachhaltige (und in ausreichenden Mengen vorhandene) Primärenergie wäre aber auch die Elektrizität, Wasserstoff wäre nur ein Zwischenschritt in der Kette, der die Effizienz deutlich nach unten treibt…

      12.7.2010 um 17:28 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        ??? Ich bitte um das Lesen aller Informationen unter den von mir angegebenen Links. Der Hauptkonversionspfad ist Biomasse zu H2. Fluktuierender Ökostrom kann problemlos ins System in Form von Elektrolysestrom eingemischt werden. Der Vergleich BZ mit der Glühlampe passt nicht. Sie müssen KWK-Anlagen neu denken. Im Winter liefern diese Geräte z.B. in Haushalten Stromüberschuss, mit dem dann bedarfsgerecht mit Wärmestrahlern geheizt werden kann. Dazu muss die Anlage aber nicht mit maximaler Wärmeabgabe gefahren werden, weil ein Teil des erzeugten Stroms ja in Wärme umwandelt wird. Energiesparender geht es wirklich nicht. Im Sommer reicht die Abwärme der BZ gerade aus, um das benötigte Wasser im Haushalt zu erwärmen (stromgeführter Betrieb). Das ist alles auch im Buch “Wasserstoff für alle” von Karl-Heinz Tetzlaff ausführlich und zum nachrechnen dargelegt. Sorry, leider kann ich nicht unendlich hier Einzelfragen beantworten, es ist einfach zu umfangreich. Bitte selbst nachlesen und recherchieren.

        12.7.2010 um 18:50 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs
        Dein Zitat:
        “Der Hauptkonversionspfad ist Biomasse zu H2″
        Dies wird nie der Fall sein. Dazu ist sie (die Biomasse) viel zu uneffizient. Alleine schon die Biomasse würde ca. 1,5kWh pro m² und Jahr liefern, wenn man diese Biomasse 100% zu irgendwas verarbeiten könnte. Wenn man diese Biomasse erst zu H2 verarbeitet, dann verliert man wieder Energie.
        Im Vergleich: heutige Photovoltaik mit ca. 800 kWh pro Jahr und 1m² (eher schlecht, in Bayern gibt´s bis 1200kWh) hätte man bei 15% Wirkungsgrad der Solarzelle 120 kWh pro m² und Jahr (also fast 100 mal mehr).
        Die Biomasse wird eine Rolle spielen (und spielt auch jetzt schon eine), allerdings kann sie einfach NICHT den Hauptpfad darstellen.

        Bitte sich informieren, aber nicht auf diesen Seiten von Verschwörungstheoretikern, wo man gar nichts (aus wissenschaftlicher Sicht) bestätigen kann.

        15.7.2010 um 21:18 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Alle Fakten des Konzeptes halten einer Nachprüfung stand. Die Energieversorgung Deutschlands ist z.B. detailliert mit einem Zahlenwerk (Buch “Wasserstoff für alle”) hinterlegt. Im übrigen hat der Wasserstoffexperte Arno A. Evers, der viele Jahre auf der Hannovermesse den Gemeinschaftsstand “Wasserstoff und Brennstoffzellen” organisiert hat und international großes Ansehen genießt, das Vorwort zu diesem Buch geschrieben. Da müssen sie schon sehr konkret werden, was nicht stimmt. In den von mir genannten Quellen finden sie auch viel zum Thema Solarstrom und dessen Problemen.

        15.7.2010 um 21:51 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:
        Die Argumente von diesen Seiten halten gar nichts stand. Es wird nur versucht, den Leser so mit Informationen zu überfluten, dass er gar kein Überblick mehr hat.

        Um etwas Überblick zu bekommen musst Du die einfachen Sachen verstehen:
        - es gibt kein Perpetuum mobile. Wenn man in ein Energieumwandlungssystem A die Energiemenge X reinsteckt, dann kommt am Ende immer die Energiemenge Y raus, die KLEINER ist als X.
        D.h., egal, ob man die Elektrizität durch den Zwischenweg H2 schicken will, am Ende wird man immer weniger haben, als am Anfang. Das gleiche gilt für die Biomasse, der energetischer Wert, wenn man den Zwischenschritt H2 geht, wird am Ende insgesamt (z. B. Strom) immer geringer sein im Vergleich zu dem dirketen Weg.
        - Die Biomasse hat zwar ihre Vorteile (zeitunabhängige Nutzung, anders als z.B. bei der Photovoltaik), nur ist sie viel zu wenig effizient, dass sie nicht den Hauptbedarf decken kann. Und der (Um-)Weg über Wasserstoff wird die Effizienzbilanz nur noch mehr verschlechtern, und nicht verbessern.
        - Der Zwischenschritt, wo man dann in beiden Fällen anfangen würde (Stromwirtschaft vs. H2-Wirtschaft), wäre in erster Linie Elektrizität (und nicht die Biomasse, siehe oben). Die “Endenergie”, die man am Schluss haben will (Elektrogeräte, Industrie, …), ist aber ebenfalls Elektrizität (und zur zum Teil und manchmal Wärme). Würde man den unnötigen Zwischenschritt über H2 gehen, würde man immer Energie VERLIEREN (siehe Gründe in den Punkten davor).
        Und das will man ja nicht wirklich…

        Es werden wohl Anwendungen geben, wo der Zwischenschritt H2 nutzbar wäre, allerdings nur dann, wenn man viel Energie hat die man speichern müsste, und wo die Effizienz mehr oder weniger egal wäre.
        Und auch nur dann, wenn es keine (weitere) Fortschritte bei der Batterietechnik geben würde.

        17.7.2010 um 15:41 Uhr

      • Funghi

        Nachdem ich mich nun auch mal etwas mit den Ideen des Herr Tetzlaff auseinandergestzt habe, kann ich mich im Prinzip den Ausführungen von “nicht entscheident” anschließen. Scheint eher eine persönliche Passion als eine wirklich zukunftsfähige Idee zu sein. Deshalb beschäftigt sich auch sonst niemand damit.

        17.7.2010 um 16:33 Uhr

      • Energiesparfuchs

        @nicht entscheidend
        Ich wüßte nicht, dass wir irgendwie familiär miteinander verbunden sind. Gewisse Höflichkeitsregeln sind auch im Blog nicht außer Kraft gesetzt. Ich habe den Eindruck am Stammtisch einer Kneipe zu sitzen (du ???). Wenn sie alle Beiträge allein in diesem Blog lesen, dürfte ihnen auffallen, das hier und auch nicht auf den von mir genannten Seiten irgendetwas davon steht, dass mehr Energie aus der Technik herauskommt, wie hineingesteckt wurde. Keine Ahnung, wo sie das hernehmen. Über 55 Prozent der benötigten Endenergie in Deutschland ist Wärme. Strom hat nur einen Anteil von 17 Prozent. Solarzellen liefern bei uns ca. 1.000 Stunden und Windkraft 2.500 bis 3.000 Stunden im Jahr Energie (bezogen auf jeweils eine Anlage). Biomasse liefert 7.500 bis 8.000 Stunden. Warum beeilt man sich jetzt, aus überschüssigen Ökostrom Methangas zu produzieren, wenn es doch angeblich so effektiv ist, den Strom direkt zu verwenden ? Noch ein Punkt zum Schluss. Wenn irgendeine neue Studie zu Erneuerbaren Energien auftaucht, hat die 100 oder 200 Seiten Inhalt. So viel an Information zu Biowasserstoff ist es ja nun auch nicht. Bis auf allgemeine Statements kann ich Ihrer Antwort nicht entnehmen, welche konkreten Zahlenwerte sie anzweifeln. Mit sachlicher Diskussion hat das jedenfalls nicht viel zu tun.

        17.7.2010 um 21:43 Uhr

      • Funghi

        @E-Fuchs: Sorry, aber in der Blogosphäre ist es höchst unüblich sich nicht zu duzen. Wer gesiezt werden möchte, der möge doch bitte auch mit seinem Klarnamen antreten.

        18.7.2010 um 01:34 Uhr

  • Energiesparfuchs

    Sie werden zu dieser Idee keine wissenschaftlichen Arbeiten anderer Leute finden. Keine Uni würde für so etwas staatliche Forschungsgelder bekommen. Die Energiewirtschaft tut alles, um das Konzept zu behindern (klingt nach Verschwörung). Warum sollte jemand Interesse daran haben, die Energiepreise zu halbieren ? Warum sollte jemand Interesse daran haben, dass die Energieerzeugung im großen Stil in genossenschaftliche Hände kommt ? Dann kann auch nur noch die Häfte des heutigen Umsatzes rauskommen. Die Mainstream-Medien vermelden solche Dinge nicht, nur die Zeitschrift Ökotest hat es gewagt, darüber zu berichten. Die Folgen der Umsetzung der Idee wären umwälzend. Ein Billionen Dollar-Markt für fossile Energieträger in den nächsten Jahrzehnten würde innerhalb kürzester Zeit wegbrechen. Bisher weitgehend auf Einspeisevergütungen angewiesene grüne Energieträger wären mit einem Schlag ökonomisch konkurrenzfähig und könnten sich frei entfalten.

    10.7.2010 um 13:26 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Ach als Ergänzung noch, an der HTWK Leipzig lief zu diesem Thema eine Vortragsserie im Wintersemester 2009/2010

      10.7.2010 um 13:30 Uhr · Antworten

    • Funghi

      In der Tat, das klingt sehr nach Verschwörungstheorie. Aber ich denke, wenn die Idee gut ist, wird sich schon jemand finden. Mit allen guten Ideen ist Geld zu machen.
      Und es gibt ja nicht nur staatliche Forschungsprogramme.
      Wind und Solartechnologie setzen sich ja auch langsam durch, obwohl die Atom- und Kohleindustrie alles unternimmt, die Politik zu beeinflussen.
      Andererseits frage ich mich: Wenn es so ist, wie Sie sagen, und ein massives universelles Interesse daran besteht, diese Idee zu unterdrücken, dann sollte man vielleicht besser andere Strategien verfolgen.
      Denn was nützt die beste Idee, wenn es eh keine Chance gibt, sie zu verwirklichen?
      Dann sollte man sich vielleicht besser an die zweitbeste Idee halten, gegen die es aber nicht so viel Widerstand gibt.

      PS: Danke für den Tip mit der HTWK Leipzig, ich versuche über Google darüber mal was rauszufinden. Einen Link dazu haben sie nicht zufällig parat?

      10.7.2010 um 14:09 Uhr · Antworten

    • EE-Mitarbeiter

      @ Energiesparfuchs:
      Ne, dies entspricht nicht der Wahrheit. An der H2-Technologie wird geforscht, doch die Physik lässt sich nicht überlisten, und der Wirkungsgrad dieses Zwischenschritts bleibt immer unter 100% ;-)

      12.7.2010 um 17:35 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Ich hoffe, sie kennen den Unterschied zwischen Ho und Hu. KWK-Anlagen, die nach Hu im Wirkungsgrad berechnet werden, können über 100 % kommen. Bei Gasbrennwertkesseln wird genauso verfahren (kennt jeder). Bezogen auf Ho kommt natürlich unter 100 % raus.

        12.7.2010 um 18:53 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:
        Ich meinte die Aussage von Dir, dass:

        “Sie werden zu dieser Idee keine wissenschaftlichen Arbeiten anderer Leute finden. Keine Uni würde für so etwas staatliche Forschungsgelder bekommen.”

        Dies entspricht nicht der Realität, man versucht daran zu arbeiten (weil man eben dafür Geld bekommt), doch es kommt das raus, was man auch von vornerein wüsste: der Wirkungsgrad wird nicht besser, wenn man den Umweg über H2 geht (wo man den auch sparen könnte).

        15.7.2010 um 21:25 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Ich glaube, sie verwechseln da was. Die von ihnen zitierten Stellen beziehen sich auf das Biowasserstoff-Konzept, nicht auf einzelne Wasserstofftechnologien. Mir ist keine wissenschaftliche Arbeit außerhalb der bereits benannten Quellen bekannt, die das Zusammenwirken aller Bausteine untersucht hätte.

        15.7.2010 um 21:58 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:
        Also so wie hier auf dieser Seite dargestellt:
        http://www.bio-wasserstoff.de/h2/
        Da starten die von der Biomasse. Und wie war das mit dem Potential der Biomasse? ;)
        Und wird die nutzbare Energie größer, wenn man den Zwischenweg H2 geht, statt direkt zu Elektrizität zu gehen? (gleiche Fragen, aber immer noch keine direkte Antworten)

        21.7.2010 um 20:04 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Wir drehen uns im Kreis. Ich drehe gern noch ein paar Runden, die Sache ist es mir allemal wert.Biomassepotential: http://www.bio-wasserstoff.de/h2/Bio-Potenzial/bio-potenzial.html und ganz ausführlich im Buch “Wasserstoff für alle”. Dazu http://biowasserstoff-magazin.richey-web.de/sonderausgaben.htm und http://biowasserstoff-magazin.richey-web.de/, Heft Nr. 19

        Strom ist nicht alles, nur 17 Prozent des Endenergieverbrauchs in D ist Strom. Also ist die ausschließliche Foskussierung auf 100 % Ökostrom nicht zielführend. Aus Biomasse-H2 können Wärme, Strom und Mobilität zu 100 % in Europa erzeuigt werden. Und überschüssigen Ökostrom z.B. aus Windkraft müssen wir sowieso speichern, wenn er nicht sofort verbraucht werden kann. Jetzt habe ich aber auch mal eine Frage. Wie wollen sie die Wärmeversorgung in D zukünftig organisieren ?

        21.7.2010 um 21:31 Uhr

      • nicht entscheidend

        @Energiesparfuchs:
        Ja, wir drehen uns im Kreis, weil ich keine Antworten auf die ENTSCHEIDENDEN Fragen von Dir höre…
        Wird die nutzbare Energiemenge größer, wenn man die eh schon knapppe Biomasse zu H2 umwandelt? (also praktisch ein Perpetuum Mobile)
        Will man die zukünftige Probleme bei dem Wärmebedarf dermaßen lösen, dass man sich ein Perpetuum Mobile (siehe Satz oben) visioniert, oder man isoliert einfach besser und nutzt die verfügbare Wärme besser?

        Ich würde Dir einfach dringend empfehlen, mal kritisch diesen H2-Biowasserstoff-Fake zu betrachten, und einfach eine Effizienzbilanz aufzustellen. Z.B. heutige “Stromwirtschaft”, von den Quelle bis zum Einsatz, vs. diese Visionen von H2-Biowasserstoff-Aktivisten, und zwar ebenfalls von der Quelle bis zum Einsatz (und unter Annahme, es gäbe doch keine Perpetuum Mobile ;) ).

        Zitat:
        “Jetzt habe ich aber auch mal eine Frage. Wie wollen sie die Wärmeversorgung in D zukünftig organisieren ?”
        Zum Beispiel Solarthermie (im Winter auch z.B. mit Latentwärmespeicher), ist hunderte Male effizienter als Biomasse (und erst recht Bio-H2). Für höhere Temperaturen z.B. KWK der Bio-KW.

        29.7.2010 um 17:08 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Der Begriff Perpetuum mobile ist für Biowasserstoff völlig unzutreffend. Sie haben die von mir angegebenen Quellen nicht gelesen, sonst wäre ihnen aufgefallen, dass sie darin diese Energiebilanzen finden, die sie angeblich so händeringend suchen. Auf die abfälligen polemischen Bemerkungen von ihnen hinsichtlich des Vorschlages Biowasserstoff werden sie von mir keine weiteren Reaktionen bekommen. Wie eine Brennstoffzelle als KWK-Anlage am Ort des Energieverbrauchs funktioniert, ist ihnen offenbar völlig fremd. Latentwärmespeicher für Solarthermie wären im letzten Winter nicht mal ansatzweise in der Lage gewesen, den Bedarf zu decken. Die von ihnen angesprochenen Bio-KW (Kraftwerke ?) in Form von KWK laufen offenbar bei ihnen nicht mit Biomasse. Die Probleme der heute eingesetzten KWK-Technik (Gasmotoren etc.) kennen sie nicht mal ansatzweise.

        29.7.2010 um 17:30 Uhr

      • nicht entscheidend

        @Energiesparfuchs
        Noch immer keine Energiebilanz. :)
        Zu den Links: ja, ich habe die nicht durchgelesen. Für einen Physiker sind die genau so spannend, wie z.B. die Bibel oder eine Astrologieseite.

        Zu den angeblichen Bilanzen in den Links: in den letzten 3 finde ich keine, auf dieser Seite http://www.bio-wasserstoff.de/h2/, die übersät ist von der Polemik, finde ich genaugenommen auch keine. Was ich finde sind die Visionen von Perpetuum Mobile, Zitat:
        “Die Heizenergie von nasser Biomasse kann im Haushalt zu mehr als 100% in Form von Strom und Wärme genutzt werden. ”
        “Biomasse lässt sich mit geringen Umwandlungsverlusten zu Wasserstoff umarbeiten und dezentral nutzen. Die Energieausbeute beträgt dabei 100% bis 110% des Heizwertes der eingesetzten Biomasse, je zur Hälfte als Strom und Wärme.”
        Also wenn man die Biomasse zu H2 umwandelt, dann sollte man nachher wohl mehr haben als vorher. Auf diesen “Tatsachen” bauen die auf. Also bei DREI Umwandlungsschritten (Biomasse -> Vergasung -> H2 -> Nutzenergie) sollte angeblich insgesamt 110% Wirkungsgrad haben? Einfach “wow”, aber nicht wirklich realitätsnah. ;)
        Ist aber noch lange nicht alles.

        Später:
        “Das Potential der Biomasse hängt entscheidend davon ab, ob man die Biomasse in die bestehende Infrastruktur hineinzwängen will oder ob man die Biomasse in einer Wasserstoff-Infrastruktur verwendet. Im ersten Fall kann die Biomasse mit ca. 15% zu unserer Energieversorgung beitragen. Im zweiten Fall kann sich Deutschland (und Europa) zu 100% mit Energie ”
        Dann kommt eine Packung Polemik, ohne irgendwelche Erklärung, wie man aus den 15% plötzlich 100% bekommen soll. Mit schönen Zauberbildchen und Schlagwörtern wie DDR und Demokratie, oder Erde und Scheibe.
        Naja, kein Kommentar. :D

        29.7.2010 um 19:43 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Sie haben immer noch nicht begriffen, dass Ho (Brennwert) und Hu (Heizwert) zwei grundverschiedene Sachen sind. Das ist zwar erschreckend, aber leider nicht zu ändern. Aus Gasbrennwertkesseln kommen auch über 100 Prozent Energie (bezogen auf Hu) in Form von Wärme raus. Auf dieser Basis brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.

        An dem Verhältnis 15 % zu 100 % (Vollversorgung mit Wärme, Stom, Mobilität) mit Biomasse mögen sie nicht glauben. Da sie das System Biowasserstoff in seinem vollem Umfang gar nicht verstanden haben, glauben sie mit Hohn und Spott die Diskussion auf eine andere Bahn bringen zu können. Die angesprochene Internetseite ist sehr übersichtlich und mit den wichtigsten Informationen ausgestattet. Dazu muss man allerdings Interesse mitbringen, in 2 Minuten ist das nicht gelesen. Es wird alles Schritt für Schritt erklärt. Wer wirklich ganz tief eintauchen will, kann sich das Buch dazu besorgen. Wer liest, ist klar im Vorteil.

        29.7.2010 um 20:34 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs
        Noch immer keine direkte Antwort. Wird bei diesen 3 Umwandlungsschritten der Heizwert (oder Brennwert) erhöht? Ja, nein?
        Und ja, Heiz- und Brennwert sind verschiedene Sachen, doch in einer Energiebilanz mischt man normalerweise nicht die 2 verschiedene Paar Schuhe durcheinander ;) Und die zusätzliche Umwandlungsschritte wird man es eben nicht erreichen, dass der Brenn- oder Heizwert steigt, ohne dass man zusätliche Energie reinsteckt. Wenn man das endlich begriffen hat, dann sollte die Diskussion endlich ein Ende finden. ;)

        Zitat:
        “An dem Verhältnis 15 % zu 100 % (Vollversorgung mit Wärme, Stom, Mobilität) mit Biomasse mögen sie nicht glauben. Da sie das System Biowasserstoff in seinem vollem Umfang gar nicht verstanden haben, glauben sie mit Hohn und Spott die Diskussion auf eine andere Bahn bringen zu können. Die angesprochene Internetseite ist sehr übersichtlich und mit den wichtigsten Informationen ausgestattet. Dazu muss man allerdings Interesse mitbringen, in 2 Minuten ist das nicht gelesen. Es wird alles Schritt für Schritt erklärt. Wer wirklich ganz tief eintauchen will, kann sich das Buch dazu besorgen. Wer liest, ist klar im Vorteil.”

        Eine lange Ausweichrede, aber keine Erklärung. Warum betrachtest Du das nicht, und erklärst, wie es funktionieren soll? ;)
        Durch den Polemik-Wald will ich nicht durchkämfen (und Lust dazu hätte ich auch nicht wirklich), und die Diskussion mit Dir ist schon sehr lang, aber was konkretes hatte ich noch immer nicht gesehen, wie man diese Perpetuum Mobile konstruieren soll.

        Und ne, wenn man solche Polemik wie z.B. von Dir verlinkte Seiten liest, ist man nicht unbedingt im Vorteil (v.a. wenn man nicht vorher einen Durchblick in Physik/Umwandlungsprozessen hatte). Dies ist eher schädlich, man glaubt dann an die Sachen, an die man sehr fest klammert, sie aber nicht konkret erklären kann.

        30.7.2010 um 13:52 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Ihre Statements: “Wird bei diesen 3 Umwandlungsschritten der Heizwert (oder Brennwert) erhöht?….Und die zusätzliche Umwandlungsschritte wird man es eben nicht erreichen, dass der Brenn- oder Heizwert steigt, ohne dass man zusätliche Energie reinsteckt” zeigen mir, das sie die Begriffe und was dahintersteckt offenbar gar nicht einordnen können.

        Brennwert Ho:
        Da sie auch die Beiträge in diesem Blog nicht lesen, noch einmal eine kleine Wiederholung “Elektrolyseure erreicht heute Wirkungsgrade (bezogen auf Ho) von 75 bis 90 % (Fallfilmzelle) bei der Umwandlung von Strom in H2. Biomassevergasung liegt ähnlich im Bereich 75 bis über 90 % (bezogen auf Ho), je nach Technologie. Herstellung von H2 bei 20 bis 30 bar Druck, deshalb wird keine weitere Energie für den Transport zum Verbraucher (z.B. Wohnhaus) benötigt. Umwandlung in Strom und Wärme in der Brennstoffzelle (KWK-Anlage, Brennwerttechnik) mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent (bezogen auf Ho) zu jeder Jahreszeit. Die 5 bis 8 % Energieverlust (die ursprünglich hier erwähnten 12 % beziehen sich auf Flüssigwasserstoff) beim Verdichten auf 700 bar an der Tankstelle können durch Nutzen der Abwärme für Heizung, Kühlung und Klimatisierung vor Ort minimiert werden.

        Interessant ist die Betrachtung im Bereich Ho, weil Brennstoffzellen wie Gasbrennwertgeräte funktionieren. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie Wärme und Strom gleichzeitig produzieren (KWK-Anlage). Ho enthält die Kondensationswärme, die bei der Kondensation von Wasserdampf zu flüssigem Wasser frei wird. Auch Brennstoffzellen nutzen diese fühlbare Wärme für den Verbraucher.

        Heizwert Hu:
        “Biomasse lässt sich mit geringen Umwandlungsverlusten zu Wasserstoff umarbeiten und dezentral nutzen. Die Energieausbeute beträgt dabei 100% bis 110% des Heizwertes der eingesetzten Biomasse, je zur Hälfte als Strom und Wärme.”

        Die Aussage trifft auch auf jeden Gasbrennwertkessel zu der mit Biogas laufen würde. Die Kondensationswärme ist in dieser Kennzahl nicht enthalten, deshalb kommen dann 110 oder 116 % Nutzenergie (bezogen auf Hu) raus. Ausgedacht hat sich das die Energiewirtschaft und nicht eine einzelne Person. Das ist der Fakt, den sie als angebliches Perpetuum mobile bezeichnen.

        Wenn sie sowieso kein Interesse an der Sache haben, dann können wir das hier auch beenden. Reisende soll man nicht aufhalten.

        30.7.2010 um 15:48 Uhr

    • Moebi

      Hallo Energiesparfuchs,

      ich verfolge seit geraumer Zeit das Für und Wider auf dieser Seite.
      Das Thema “H2 aus Biomasse” interessiert mich sehr stark und gebe diesem Thema große Zukunftschancen, sofern die breite Öffentlichkeit dafür reif ist.

      Allerdings habe ich eine Frage zur Einspeisung des erzeugten H2´s.
      Gibt es eine Einspeiseverpflichtung der Gasversorger in das Rohrleitungsnetz für das erzeugte H2 oder wäre das ein weiteres Problem der Zukunft von H2?!

      26.7.2010 um 19:55 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Die Gasversorger wissen nicht so recht, was sie tun sollen. Das Projekt des Hybridkraftwerkes der Fa. Enertrag in der Uckermark zeigt es. Eine Zumischung von 5 Prozent Wasserstoff zum Erdgas wird bei einer Einspeisung erwogen (z.Z. keine Einspeiseverpflichtung). Andererseits ist eigentlich klar, dass damit das Ende der fossilen Energieträger eingeleutet wird. In allen Bereichen der Energie haben wir heute weitgehend monopolartige Strukturen, von echtem Wettbewerb kann keine Rede sein. Einige wenige Firmen sitzen auf allen Infrastrukturen. Deshalb können die Großen auch alles blockieren bzw. in eine für sie genehme Richtung lenken (siehe Stromnetz). Ein mutiges Stadtwerk oder ein regionaler Energieversorger mit eigenem Erdgasnetz muss gefunden werden, der die Sache für die Bürger durchzieht. Das können nur Bürgerinitiativen von unten her organisieren. Denkbar ist auch die Verlegung eines eigenen Verteilnetzes von einer Wasserstoffabrik aus. Das rechnet sich immer noch, wäre aber nicht unbedingt im Interesse der Ressourcenschonung. Wie sie sehen, ist es schwer den Damm zu brechen. Funktioniert erst einmal ein solches kleines System, dann wollen viele schon aus Wettbewerbsgründen das selber machen.

        Solarstrom und Windstrom haben auch einmal so angefangen. Niemand hat an einen Erfolg geglaubt. Warum sollte das bei Biowasserstoff nicht auch so sein ?

        27.7.2010 um 08:52 Uhr

  • Energiesparfuchs

    http://www.htwk-leipzig.de/ de/ presse/ aktuelle-nachrichten/ artikel/ detail/ krieg-oder-biowasserstoff/. Die Umsetzung der zweitbesten Idee bedeutet.mindestens drei bis vier Jahrzehnte massiven Abbau und Verwendung von fossilen Energieträgern und der Betrieb bzw. Neubau von Kernkraftwerken weltweit. China, Japan und Südkorea werden in Zukunft Wasserstoff für die Mobilität mit Kernkraftwerken erzeugen. Andere Länder folgen wahrscheinlich.
    Der Weg des geringsten Widerstands ist bequem, nur frage ich mich, ob z.B. Greenpeace mit Bequemlichkeit zu Erfolgen gekommen ist, Wer sagt denn, dass es gar keine Chance gibt.

    10.7.2010 um 14:26 Uhr · Antworten

    • Funghi

      Naja, aber die nach deiner Ansicht beste Idee ist ja wohl tot, so wie du das darstellst. Gibt es in Japan China und Südkorea denn keine Lobbys, die das Wasserstoffsystem verhindern wollen?
      Was sagt denn Greenpeace zu Wasserstoff?
      Haben die sich dazu schonmal geäußert?

      10.7.2010 um 15:15 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        In Asien gibt es keine mächtige AKW-Bewegung. Greenpeace hat sich mit dem Plan B zur zukünftigen Energieerzeugung festgelegt. Wasserstoff spielt darin keine zentrale Rolle. Biomasse ist ein sensibles Thema und wird bei Greenpeace zurecht immer als Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion gesehen. Mit der Biowasserstoff-Idee allerdings kann der Widerspruch gelöst werden. Nur ist das sehr schwer zu vermitteln, weil sich die bisherigen Lösungsvorschläge als nicht geeignet erwiesen haben. Mehr als über Blogs auf Biowasserstoff aufmerksam zu machen, kann ich leider nicht tun. Vielleicht reicht das, um intern eine Diskussion bei Greenpeace in Deutschland anzustoßen. Unabdingbar dafür ist das aufmerksame Lesen der genannten Quellen (Internetlinks und Buch) und die eigene Recherche, um die Informationen nachzuprüfen. Das ist der mühselige ergebnisoffene Prozess der Erkenntnis an dem niemand vorbeikommt. Erst danach kann man ein Urteil fällen.

        10.7.2010 um 16:15 Uhr

      • Funghi

        Danke, werd mich mal damit “ergebnisoffen” beschäftigen;-)
        Ich würd auf jeden Fall auch mal versuchen bei Greenpeace anzurufen oder einen Brief zu schreiben, das Blog lesen sicher nicht so viele…

        10.7.2010 um 17:14 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs:

        Wie sollte man z.B. das verstehen:
        “Biomasse ist ein sensibles Thema und wird bei Greenpeace zurecht immer als Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion gesehen. Mit der Biowasserstoff-Idee allerdings kann der Widerspruch gelöst werden.”

        Soll jetzt da doch ein Perpetuum mobile ausgedacht werden, wo bei dem Umwandlungsschritt Biomasse->H2 noch mehr Energie entsteht, als von Anfang an da war? ;)

        15.7.2010 um 21:29 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Wovor haben sie Angst ? Das es stimmen könnte ? Auch außerhalb der bisherigen Szene für alternative Energien gibt es Leute, die etwas zu bieten haben.

        15.7.2010 um 22:08 Uhr

      • nicht entscheidend

        @Energiesparfuchs:
        Vor Perpetuum Mobile hat niemand Angst.

        Ich finde es aber schade, dass ich dann auf die wichtigen kritischen Fragen dann doch keine Antworten von Dir finde.

        21.7.2010 um 19:59 Uhr

  • Jim Bob

    Die Meldungen über Ölkatastrophen reißen nicht ab !
    http://www.dailygreen.de/2010/07/29/usa-neue-olpest-bedroht-den-michigansee-7548.html
    .
    Wir müssen endlich ganz weg vom Öl, mit Greenpeace SmILE und Co wird das nichts !
    .
    Schnellstmöglicher Umstieg auf Elektromobilität !
    .
    Was muß denn noch alles passieren ?

    02.8.2010 um 10:18 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Sie werden sich schon noch dran gewöhnen, dass das eben immer mal wieder vorkommt. Shell, Exxon, BP und all die anderen wissen ganz genau, dass bei den Wachstumspotentialen in Asien, Südamerika und z.T. Afrika weiterhin Erdöl für nichtenergetische Zwecke (Kunststoffe usw.) gebraucht wird. Die Firmen haben das alles schon in ihre Planungen so einbezogen. Die Ölförderrrate bleibt mindestens gleich in den nächsten Jahrzehnten, die Preise werden immer so weit angehoben, dass es zu keinem Kaufboykott kommt und gleichzeitig gibt es eine Verschiebung des Ölverbrauchs von energetischen Zwecken hin zu nichtenergetischen Zwecken. Von Absatzflaute trotz “viel grünem Stroms” keine Spur. Daran ändern auch Smile und E-Autos nichts.

      Also nicht so viel aufregen, denn Bio-Synthesegas (als Rohstoffgrundlage für Kunststoffe) bzw. Biowasserstoff (als Energieträger) sind reine Phantasie und aus ideologischen Gründen (wegen angeblicher Konkurrenz zur Nahrung) unmachbar. Das stereotype Herunterbeten von angeblich gesicherten Weisheiten zeugt nicht unbedingt vom Willen, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.

      Greenpeace sollte auch mal drüber nachdenken, wie der geforderte Leichtbau bei Fahrzeugen eigentlich erreicht wird. Aluminium- und Magnesiumlegierungen sowie Karbon, Polycarbonat und GFK fallen nun mal nicht vom Himmel. Es tut weh zu sehen, wie wenig durchdacht Positionen für den Umweltschutz vorgetragen werden.

      15.8.2010 um 20:31 Uhr · Antworten

      • Peter Frankenfeld

        Hallo zusammen!

        Ok, lassen wir die Debatte um das Antriebskonzept mal kurz beiseite:

        Energiesparfuchs, was stört dich am Leichtbau?

        Ein Mittelklassewagen von 1970 wog etwa eineTonne, ein Mittelklassewagen von heute wiegt ungefähr 1,8 Tonnen. 1970 waren Magnesiumlegierungen und Carbon noch in weiter Ferne.
        Tu bitte nicht so, als sei Leichtbau ein Hexenwerk!
        Das ist ja auch keine Idee von Greenpeace, frag mal in den Motorsportabteilungen der Hersteller nach! Deren Positionen sind in der Regel sehr durchdacht, nur halt auf Leistung, nicht auf Umweltschutz optimiert;-)

        Die Autos sind doch deswegen so schwer und verbrauchsintensiv, weil wir immer mehr Platz und immer mehr Komfort verlangen (Natürlich spielt auch die Sicherheit eine Rolle) 10 Airbags, Klimaautomatik und Motoren mit 5 Litern Hubraum wiegen halt was.

        Die Beispiel, die JimBob an anderer Stelle gepostet hat, sind ja nicht nur deswegen zukunftsweisend, weil sie neue Antriebe haben, sondern weil sie klein und leicht sind. Und das ohne teueren Magnesium-Schnickschnack. Im Durchschnitt sitzen ja nur Einskommasoundso Menschen im Auto, was brauch ich da nen Kombi oder Van? Vier Sitze dürften es allerdings schon sein, sonst nehm ich die Vespa…

        15.8.2010 um 22:56 Uhr

      • Jim Bob

        Genauso ist es lieber Peter, der Tazzari Zero ist in erster Linie durch den ganz unspektakulären Einsatz von Aluminium so leicht.
        .
        Jetzt werden natürlich gleich wieder die empörten Aufschreie kommen, aber Alu ist doch auch sehr Energieintensiv bei der Herstellung !
        .
        Sicher, dass ist bei Alu der Fall, allerdings muss beim Beispiel Tazzari das folgende bedacht werden, es handelt sich um ein Auto mit Elektromotor.
        .
        Die Kombination Elektroantrieb und Aluminiumchassis macht durchaus Sinn, so kann man durch entsprechende Maßnahmen, eloxal und Lackierung, das Fahrzeug so herstellen das es weit länger als ein Auto aus Stahlblech hält.
        Der Elektromotor kann spielend Laufzeiten jenseits der 1 Mio. km erreichen und die aktuell beim Tazzari eingesetzten Batterien werden mit Zyklenzahlen 3000 bei 80% der Ladekapazität und 5000 bei immerhin noch 70% angegeben.
        Bei einer, mittlerweile durch einige Nutzer, nachgewiesener Reichweite von rund 120 km pro Ladung, kommt man bei 3000 Zyklen auf mehr als 300.000 km.
        .
        Ist dann die Reichweite für den Besitzer nicht mehr ausreichend, macht also ein Austausch der Akkus durchaus Sinn. Zumal die ausgebauten Akkus ja noch nicht kapput, sondern lediglich nicht mehr so leistungsfähig sind.
        Ein Einsatz in der lokalen Stromspeicherung macht also durchaus Sinn und somit sind die alten Akkus auch bei weitem noch nicht wertlos.
        .
        Werden also nach 10 bis 15 Jahren die Akkus ausgetauscht ist das Fahrzeug wieder über weitere Jahre hinweg nutzbar, zudem wird dann die Leistungsfähigkeit der Akkus noch weit höher sein. Sprich das Fahrzeug wird dann entweder noch leichter, oder erhält mehr Reichweite bei einer Ladung.
        .
        Das energieintensive Chassis aber wird vermutlich zumindest die zweifache, wenn nicht sogar dreifache und mehr Zeit im Einsatz sein und zudem wärend der Nutzung, auf Grund des geringeren Gewichtes, unmengen an Energie im Vergleich zu einem schwereren Stahlblechfahrzeug einsparen.

        16.8.2010 um 14:01 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Die “Leichtbaufahrzeuge” wie hier aufgezählt haben immer Masse, die bei einem Crash Tote und Verletzte hinterlassen. Ein massenweiser Einsatz ist für mich unvorstellbar, weil jedes spezielle Verkehrsmittel auch eigene Verkehrsräume benötigt. Schon der Einsatz von Elektrofahrrädern wird in naher Zukunft für eine Erhöhung der Verletzungen bei Fußgängern führen.

        Kunststoffe kann man nicht einfach aus der Luft zaubern. Ich bleibe bei meiner Aussage, dass in Zukunft die Ölfirmen keine fallenden Umsätze und Förderraten erleben werden. Greenpeace wird das bald merken.

        16.8.2010 um 17:11 Uhr

      • Peter Frankenfeld

        Ja, mit dem Argument “Sicherheit” verhält es sich ähnlich wie mit dem argument “Arbeitsplätze”. Zieht immer. Demnach müssten wir also alle mit diesen Panzern, die sich Cayenne und Q7 nennen, durch die Städte fahren. Das hört man ja auch immer als Rechtfertigung von den Fahrern solcher Monstren. An die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer denken sie dabei nicht.
        Die Formel “schwer = sicher” ist doch längst widerlegt. Dieses Argument ist unredlich! Es wäre der Sicherheit viel dienlicher, wenn es ein Tempolimit gäbe.
        Keine Ahnung, was das mit den Umsätzen von Ölfirmen in diesem Zusammenhang bedeuten sollen. Hab auch nirgends eine Prognose von Greenpeace in diese Richtung gesehen.

        Die meisten Fahradkuriere sind heutzutage übrigens wesentlich schneller unterwegs, als Pedelecs es überhaupt zulassen. Aber schon interessant, was alles für hilflose Argumente gegen den E-Antrieb vorgebracht werden.
        Die Zukunft ist leicht (da hat Greenpeace recht) und elektrisch (da hat Greenpeace unrecht).

        16.8.2010 um 21:36 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Sie verwechseln da was. Der E-Antrieb in Form der Brennstoffzelle bzw. von INCOX-Motoren wird uns allen ganz normale Fahrzeuge für den Alltag bescheren. Niemand kauft sich freiwillig für die Familie irgendwelche Fahrzeuge, die für den Alltag nichts taugen. Einskommairgendwas-PKWs nach einem statistischen Durchschnitt sind Nonsen. Entsprechender Zwang führt in eine diktatorische Gesellschaft, in der individuelles Reisen (und nicht nur das) nicht mehr existiert. Kann schon sein, dass sich bei Greenpeace einige das so wünschen. Nur ist halt die Frage, warum nach dem Willen einer Minderheit sich alle anderen danach richten sollen. Das wäre ja fast so, als habe eine “Ökoelite” die Weisheit für sich gepachtet. Mit Biowasserstoff ist das Energie- und C02-Problem vom Tisch Der Rest schon in diesen Blogs ausführlich diskutiert. Ich möchte mit “Leichtbaufahrzeugen”, die 500 kg wiegen, keinen Unfall erleben. Und würden sie ein Kleinkind damit transportieren ? Solche Vehikel benötigen über 50 Prozent des Verkehrsraumes, den ein heutiger PKW auch braucht und haben weder den nötigen Komfort noch entsprechende Knautschzonen. Klar können sie die Kisten wie Formel-1-Wagen mit Kohlefaserkabine bauen, nur wer soll das bezahlen ? Diese “Fahrzeuge” brauchen auch Straßen, Parkplätze, Ladestationen…Was ist dann anders gegenüber normalen Fahrzeugen mit BZ-Antrieb ?

        Tempolimits kann man machen, nur wo ist hier die Grenze ? In Deutschland gibt es sowieso kaum noch Strecken ohne Limit.

        Noch einmal. Der rasant steigende Bedarf an Kunststoffen weltweit wird dazu führen, dass Erdöl immer stärker dafür gefördert wird. Ökostrom kann das nicht verhindern. Warum muss eine Prognose immer von Greenpeace kommen um die Entwicklungen auf der Welt einschätzen zu können, schließlich ist der eigene Kopf auch zum Nachdenken da.

        18.8.2010 um 17:29 Uhr

  • Roll-Over

    Hallo, ich finde Eure Diskussion prima.
    Energiesparfuchs, Du möchtest “mit Leichtbaufahrzeug keinen Unfall erleben” Dazu merke ich an:” Erstens gibt es Airbags ; Zweitens Überrollkäfige (die tragende Teile der Karrosserie sein könnten) und Drittens -Was denkst Du über die Sicherheitslage all der Motorrad- und Rollerfahrer- Sind das alles Kamikaze? ” Sollche Fahrzeuge sind heuzutage für den Strassenverkehr zugelassen.
    Also Ich( und sicher auch Du) kann mir ,aus dem Stand, erheblich sichere Leichtfahrzeuge vorstellen.
    Vor meinem geistigen Auge sehe ich ein Leichtfahrzeug (mit heutiger Serientechnik) das innerhalb von 5 Jahren 10 Mio. PKW von deutschen Strassen verdrängt. Ich nenne es “Pendler 1″. Weil es all die Berufspendler und Studenten trocken sauber und SICHER zu ihren 30-50km entfernten Arbeitsorten bringt. Und das wäre erst der Anfang.

    20.11.2010 um 17:49 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Sie klammern sich zu sehr an das Gewicht, Leichtfahrzeuge mit drei oder vier Rädern brauchen auch Verkehrsraum und Parkplätze. Sie müssen im Verkehr “mitschwimmen” können, sonst gibt es zu viele Probleme mit normalen Fahrzeugen. Parkplätze sparen sie damit auch nicht massenhaft.
      Das größte Problem ist, dass sich hier die meisten nur am Sekundärenergieträger Strom festhalten, ohne ein schlüssiges und bezahlbares Gesamtkonzept zur Energieversorgung vorlegen zu können.

      21.11.2010 um 10:21 Uhr · Antworten

      • Sum

        Zum einen ist Gewichtersparnis sinnvoll, denn damit sparen wir auch Energie – und so lange wir die nicht unendlich haben, ist sparen immer sinnvoll, egal wie sie hergestellt wird.
        Beim Thema Verkehrsraum sprichst du aber noch einen anderen wichtigen Faktor an: Zersiedlung. Der Individualverkehr braucht immer mehr Platz. Immer mehr Umgehungsstraßen, Autobahnen, Parkhäuser, innerstädtische Schnellstraßen, weil es immer mehr Autos gibt. Nicht nur die Energie, auch die Stückzahl ist ein Problem.

        21.11.2010 um 15:23 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Wir haben unendlich viel preiswerte erneuerbare Energien, steht alles in diesem und in anderen E-Auto-Blogs.
        Leichtfahrzeuge sind auch Individualverkehr. Den Menschen können sie auch nicht einfach ihre Wohnhäuser wegnehmen, die wohnen nun mal dort im “Grünen”.
        Mag sein, dass in Großstädten und Ballungsräumen eine City-Maut oder die Förderung von Fahrgemeinschaften sinnvoll ist und ein leistungsfähiger ÖPNV attraktive Angebote machen kann – mehr ist kaum drin.
        Natürlich können sie auch alles von oben her “anordnen”, ob nun mit gesetzlichen Bestimmungen oder durch finanziellen Druck (Thema Verdichtung), Ein solches System werden die Menschen nicht lieben und auch nicht akzeptieren.
        Trennen sie sich von dem Gedanken, dass es zuviele Menschen auf der Erde gibt und wir deshalb alles zugrunderichten. Oder sind sie auch auf dem Trip der WWF-Gründer ?

        21.11.2010 um 19:30 Uhr

      • Sum

        @energiesparfuchs:

        war die antwort auf mich bezogen? falls ja, weiß ich nicht, wovon du redest (und bitte hör doch auf zu “siezen”. das nervt und ist extrem unüblich in der blogosphere).
        Unendlich Energie? Währe mir neu. (bitte ne kurze antwort, oder zumindest einen link zu dem betreffenden beitrag, denn ich durchsuche nicht das internet nach etwas, was du vielleicht meinen könntest.)
        Ich hab auch keine Ahnung wie du darauf kommst, ich wolle den Individualverkehr verbieten oder überhaupt irgendetwas “von oben her anordnen”, davon hab ich nämlich garnichts geschrieben. Und wenn du mir kurz verrätst, auf welchem “Trip” die WWF-Gründer sind und wen du meinst, kann ich die Frage auch beantworten. Abgesehen davon geht es auch nicht so sehr darum, was “die Menschen lieben werden”, sondern um das, was notwendig und vernünftig ist. Und da stelle ich mir ganz einfach die Frage, ob wir wirklich alle zehn Jahre die Autobahnen um eine Fahrspur erweitern sollen? Das “Wohnen im Grünen” ist auch nicht das größte Problem, wenngleich es ein viel größeres Problem würde, wenn es sämtliche 82 Millionen Deutsche anstreben würden.Mit attraktivem ÖPNV und konsequenter City-Maut wäre übrigens schon viel gewonnen.
        Ob die Menschen ein zubetoniertes Land lieben werden?

        21.11.2010 um 20:13 Uhr

      • Sum

        Ich finde es übrigens bemerkenswert, daß hier jeder scheinbar die ultimative Lösung parat hat und versucht, mit der Brechstange seine Idee zu verteidigen. Seid doch mal offen für neue Ideen und weicht von euren Dogmen ab. Es gibt für die meisten Probleme weder eine “ultimative” noch eine “schlechteste” Lösung. Alles hat Vor- und Nachteile. Erkennt das doch mal an.

        21.11.2010 um 20:18 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Das Problem liegt darin, dass auf alternative Vorschläge von der Greenpeace-Seite NULL REAKTION kommt. Interessant wäre ein offen geführter Dialog, um herauszufinden, welches Energiesystem tatsächlich welche Vor-/Nachteile hat und am Ende sollte die bessere Variante auch eine Chance haben. Ich jedenfalls stehe einer offenen Diskussion um Sachfragen aufgeschlossen gegenüber.
        Bisher läuft aber alles über den Sekundärenergieträger Strom und das wird bisher als “ultimativ” und “alternativlos” verkauft. Das Offensein gegenüber neuen Ideen dagegen vermisse ich.

        21.11.2010 um 21:38 Uhr

      • Sum

        Und auf meinen Beitrag davor möchtest du nicht antworten?

        21.11.2010 um 23:14 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Sie haben meine Beiträge in diesem Blog nicht gelesen. Dort stehen die entsprechenden Links zu Biowasserstoff. Das habe ich schon am 21.11. geschrieben !!! Wir haben viel mehr preiswerte EE, als wir je verbrauchen können.
        Wenn sie den Individualverkehr von der Stückzahl problematisch finden, bleibt nur die massive Einschränkung.
        Der WWF hat Pläne, die in den nächsten Jahren weltweit schrittweise umgesetzt werden sollen, um z.B. die Hälfte der Fläche der USA in Nationalparks bzw. besonders geschützte Gebiete umzuwandeln. Dort sollen auch keine Menschen mehr leben dürfen. Niemand hat etwas gegen Schutzgebiete, solche extremistischen Vorstellungen allerdings entbehren jeglicher Grundlage.

        22.11.2010 um 07:46 Uhr

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