E-Autos – ein Zukunftsgeschäft?

26. Juni 2010 · von Wolfgang Lohbeck

Kein Begriff wird in Zusammenhang mit E-Autos so oft verwendet wie „Geschäftsmodell“. Das hat einen guten Grund: Das Produkt selbst ist so unattraktiv, dass es sich ohne ein solches kaum auf den Markt bringen lässt. „Strahlt das Produkt nicht ganz so hell, dann braucht man ein Geschäftsmodell“.

Warme Semmeln verkaufen sich von selbst, für trockenes Brot braucht man eine Strategie. Aus Nutzersicht sind und bleiben E-Autos trockenes Brot. Die diskutierten Geschäftsmodelle haben eines gemeinsam: Sie verschleiern nicht nur den geringen Gebrauchsnutzen sondern vor allem die tatsächlichen exorbitanten Kosten. Und die meisten dieser sogenannten „Geschäftsmodelle“  verlagern diese Kosten einfach auf die Allgemeinheit.

Einfachstes Geschäftsmodell wäre der normale Verkauf. Aber wer kauft ein Auto, das meist nicht einsatzbereit ist, nur eine geringe Reichweite hat, für dessen Betrieb möglicherweise noch eine Art  Tankvertrag abgeschlossen werden muss, das das Dreifache kostet –  und dann noch nicht einmal Vorteile fürs Klima hat?

Dem soll das Modell des „Battery-swap“, wie es beispielsweise Better Place propagiert,  abhelfen. Es ist aber nur als eines unter vielen Nischenmodellen vorstellbar, auch denkbar als Nische für einzelne Flotten, Spezialfahrzeuge gleicher Bauart, auch für Car-Sharing etc. Als generelles Mobilitätsmodell ist es unrealistisch. Es erhöht den Bedarf an Batterien und damit die Kosten erheblich, so dass die Kostenseite kaum darstellbar ist. Deswegen rechnet es sich nur mit massiven staatlichen Zuschüssen. Als Basis für ein Mobilitätskonzept wäre es eher kontraproduktiv.

Flächendeckende Tanksäulen
Sie wären unabdingbar, da nur ein Bruchteil der Menschen im Eigenheim wohnt und auch nicht aus allen Mietshäusern Kabel auf die Straße hängen sollten. Sie sind aber nichts anderes als steuerfinanzierte Industriepolitik, denn sie dienen in erster Linie dazu, Autos und Mobilität eng an die Stromversorger zu koppeln, die allerdings dafür nichts zahlen wollen. Bei Kosten von 5 – 10.000 Euro pro Ladesäule wären das schon bei 100.000 Exemplaren – und das ist bei 11.500 Städten und Gemeinden in Deutschland eine durchaus realistische Zahl – Kosten von 500 Millionen bis eine Milliarde Euro. Und die sollen nach den Vorstellungen von RWE und anderen Versorgern selbstredend aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Schlimmer noch: Sie behindern zukünftige Mobilität, und sie zementieren den Weg in eine verhängsnisvolle Abhängigkeit.

Vehicle-to-grid („V2G“)
Das „V2G“- Modell ist heute nur ein Denkmodell von technikverliebten Phantasten, insbesondere bei den Stromversorgern. V2G ist aber vor allem der untaugliche Versuch, Probleme der Stromversorger auf Kosten der Autonutzer und zu Lasten der Flexibilität zukünftiger Mobilität zu lösen und auch Einfluss auf einen zusätzlichen Markt zu bekommen. Die Begründungen (Speicherung fluktuierender Energie und Stabilisierung der Netze) sind

a) nicht stichhaltig und

b) nicht das Problem der Nutzer.

Außerdem reichen diese Modelle so weit in die Zukunft, dass kurzfristig davon erst recht kein Beitrag zum Klimaschutz zu erwarten ist.

Nutzungssteuerung durch Tarifmodelle, der Verkauf von „Kilometern“ etc.
Dies alles ist sinnvoll, aber nicht abhängig von Elektromobilität. Der Sinn dieser Modelle liegt darin,  sich anderer Formen der Mobilität zu bedienen als des privat- eigenen PKW. Wenn es dabei aber um die Hebung der Attraktivität von Privat-PKW geht, steht dies in Konkurrenz zum Konzept „Nutzen statt besitzen“.  Für Car-Sharing und ähnliches macht es Sinn.

Das Geschäftsmodell Grundlastkraftwerk mit Braunkohle oder Atomkraft
Dieses Geschäftsmodell wird nicht offen propagiert. Doch die großen Energieversorger suchen für ihre Großkraftwerke nach Energie-Absatzmärkten für Zeiten geringer Auslastung. Dazu stellte E.ON ( MCC- Kongress für Elektromobilität in Düsseldorf) fest: „Der Absatz der Nachtspeicherheizungen bricht leider weg“. Das E-Auto soll -jenseits aller schönen Ankündigungen über die positive Rolle von Elektroautos für die Windkraft –  für den Stromabsatzmarkt der Großkonzerne die Nachtspeicherheizung der Zukunft werden – mit allen Konsequenzen für die Umwelt.

Ist das E-Auto dann aber zumindest ein Einstieg in innovative Entwicklungen?

Nein, im Gegenteil: Es werden Forschungsanstrengungen fehlgeleitet entsprechend der Durchsetzungskraft von Partialinteressen: Untaugliche Zwitter aus konventionellem Auto und Elektroantrieb sind kein sinnvoller Forschungsgegenstand. Sie behindern Forschung in die wirklich wichtigen Bereiche: Im Hinblick auf steigende Anteile fluktuierender Energie etwa aus Windkraft ist das  die Speichertechnik ganz generell, aber nicht in erster Linie bezogen aufs Auto. Der  Leichtbau ist ein weiteres wichtiges Zukunftsthema, und natürlich Forschung für vernetzte Mobilität. .

Wir brauchen Forschung und Entwicklung für ein Gesamtkonzept zukünftiger Mobilität sowie für die Speicherung von fluktuierender Energie. Die Vorstellung, dass beides mit dem Auto zu tun haben soll, ist kontraproduktiv und extrem voreilig. Forschung und Entwicklung sollte nicht allein definiert werden über Industrieinteressen zwecks Fortschreibung des Bekannten (schwere Autos mit anderem Antrieb) und deren Durchsetzung mit Hilfe fragwürdiger Geschäftsmodelle und unreifer Fahrzeuge.

Kommentare

  • trailblazer

    Das die Mobilitätslandschaft umgestaltet werden muss sehe ich auch so, doch ganz so fatalistisch sollten Sie Ihr Bild nicht zeichnen.

    Ein Wechsel der Fahrzeug-Antriebe muss jetzt erfolgen und wir müssen zunächst einmal mit dem arbeiten, was wir jetzt an Infrastruktur (Straßen, Stormnetz) haben. Elektro-Autos (ob mit oder ohne Wasserstoff) werden auch in Zukunft Teil der Mobilität sein (außerhalb der größeren Städte auf jeden Fall), auch wenn die führende Rolle hier möglichst bald durch ÖPNV, individuelle Verkehrsmittel und Systeme wie das PRT übernommen werden sollte. Das selbe gilt natürlich für den Frachttransport, aber auch hier gibt es schön Lösungen ähnlich dem PRT-System.

    Das Autos zur Zwischenspeicherung von Strom genutzt werden halte ich auch eher für Träumerei. Batterie-Tausch-Systeme und Stromtanksäulen werden jedoch aus meiner Sicht für Basis für Elektromobilität bilden. Irgendwo muss die Batterie ja aufgefüllt werden und jede Batterie ist irgendwann einmal leer. Dann möchte man möglichst in wenigen Minuten eine volle haben und dafür sind die Tauschstationen ideal. Für Wasserstoff-Technik gibt es keine flächendeckende Infrastruktur und die Technik ist noch um ein vielfaches teurer als die Batterie-Autos.

    Man kann nicht die ganze Welt auf einmal ändern. Darum müssen zunächst wir mit der vorhandenen Infrastruktur arbeiten. Dennoch müsste Folgendes konsequent vorangetrieben werden: Städte-Maut, Umbau hin zu regenerativem Strom, Installation neuer Verkehrssysteme, Förderung der Elektro-Mobilität.

    27.6.2010 um 10:02 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    Genauso wie es hier steht, ist es mit den E-Autos. Eine Anmerkung noch. Eine sehr wichtige Infrastruktur für Wasserstoff ist bereits vorhanden, es ist das existierende Erdgasnetz (Beweis: Regelwerk der Stadtgaszeit gilt noch/Modifikationen für Wasserstoff kostengünstig machbar). Nutzt man die unterirdischen Erdgasspeicher, hat man schon ein Energieverteilungsnetz, das viel einfacher auszuregeln ist, als ein Stromnetz. Jetzt fehlen nur noch Wasserstoffabriken am Einspeisepunkt und neue Betankungstechnik an der Entnahmestelle. Fertig ist das neue System. Und das beste ist, dass Haushalte und Unternehmen ihre Erdgasanschlüsse ebenfalls gleich weiternutzen und Brennstoffzellen dezentral vor Ort installieren. So werden Wärme und Strom verlustarm direkt beim Verbraucher erzeugt. Bleiben die derzeit hohen Kosten der BZ. Warum ist das so ? Kleinserien und Platin. Alles lösbare Probleme (Patente/Technologien vorhanden, Geld und Ingenieursstunden werden noch gebraucht).

    27.6.2010 um 20:27 Uhr · Antworten

    • trailblazer

      Nur die Hälfte der Haushalte hat in Deutschland einen Gasanschluss, in Entwicklungsländern so gut wie gar keiner. Stromkabel gibt es dagegen bereits überall, außer in den sehr ländlichen Gegenden in Entwicklungsländern.

      Von daher ist wahrscheinlich, dass eher die vorhandene Strominfrastruktur genutzt werden wird.

      Vom “Wasserstoffnetz” habe ich erst kürzlich gelesen und es klingt interessant, soweit denn die Erzeugung tatsächlich billig und effizient ist.

      Mit Geräten wie der “Bloombox”/Bloom Energy Server u.ä. werden Privathaushalte aber sowieso in der Lage sein, ihren eigenen Wasserstoff zu erzeugen – sei es zur Zwischenspeicherung von Strom der eigenen PV-Anlage, oder zum Tanken für das Auto.

      Wasserstofffahrzeuge kosten jedoch im Moment 2 Mio. pro Stück (z.B. Honda Clarity), von daher ist mit denen nicht vor 2030/40 zu rechnen.

      Aber bis dahin brauchen die Menschen zumindest in Städten vielleicht schon keine eigenen Autos mehr ;)

      27.6.2010 um 21:28 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Zunächst gilt es, die Probleme bei uns zu lösen. Gasleitungen liegen in Deutschland (und Europa) fast überall und die meisten Industriekunden haben einen. Der Ausbau des Gasnetzes ist viel kostengünsiger als ein Stromnetzausbau. Das Stromnetz ist keine Infrastruktur, die vom Himmel gefallen ist. Wie bei der Mobilität ist auch hier ein radikales Umdenken notwendig. Länder wie Indien und China können sich ein solches Versorgungssystem eher finanziell leisten, was man nicht aus den Augen verlieren sollte. Sie sollten nicht erst in die falsche Richtung loslaufen und unser unintelligentes System kopieren (Smart Grid macht die Sache auch nicht besser). Ob in der Sahara Gasnetze installiert werden, bezweifle ich. Niemand behauptet, dass es keine lokal angepassten Lösungen geben wird. Wasserstofferzeugung kann man sicher vor Ort im Kleinmaßstab betreiben, wirtschaftlich ist es nur in Großanlagen.
        Ein BZ-Bus von vanHool kostet heute ca. 1,5 Mio. Euro (Kleinserie). Daimler ist sich sicher, ab 2015 die BZ zum Preis eines Dieselmotors produzieren zu können. Die Serienfertigung von Stacks lässt die Preise purzeln, der Bedarf an Platin sinkt beständig. Mittelfristig kommen wir ohne dieses Edelmetall aus. Es ist doch gleich, ob Platin im Auspuff oder in den Membranen der BZ steckt. Insider bei Automobilhersteller geben offen zu “…Wir könnten schon, doch wir dürfen nicht…” Deshalb klotzen statt kleckern-auf in eine emissionsfreie Wasserstoffgesellschaft aus einem Guss mit Wärme, Strom und Mobilität.

        28.6.2010 um 18:39 Uhr

  • Jim Bob

    Quelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:zukunftsszenario-100-prozent-oekostrom-sind-moeglich/50140681.html
    .
    100 Prozent Ökostrom sind möglich
    Die komplette Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien galt bislang als frommer Wunsch. Laut Umweltbundesamt könnte das Ziel schon 2050 erreicht werden – trotz des Mehrbedarfs durch Elektroautos.
    .
    …Der Strom für Deutschland könnte ab 2050 nach Einschätzung des Umweltbundesamt (UBA) komplett aus Wind, Wasser oder Sonne kommen…
    …Voraussetzung seien aber frühzeitige politische Weichenstellungen: “Je früher und entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt und für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen”, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
    …Die Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass Kraft- und andere Brennstoffe durch Strom ersetzt werden. “So bewirken etwa die Einführung der Elektromobilität und der zunehmende Einsatz elektrischer Wärmepumpen, dass der Stromverbrauch im Jahr 2050 insgesamt kaum niedriger sein wird als im Jahr 2005″, heißt es in der Studie…
    …Zum anderen sind auch chemische Speicher wie etwa die Gewinnung von Wasserstoff mittels Ökostrom oder die Nutzung von Elektroautos notwendig.
    .
    Mein Fazit aus diesem Bericht:
    Mit der Elektromobilität starten statt warten !

    08.7.2010 um 09:16 Uhr · Antworten

  • Olli

    Die Bundesregierung hat ja angekündigt, dass bis 2020 mindestens eine Milllion Elektroautos in Deutschland unterwegs sein sollen.

    16.7.2010 um 14:44 Uhr · Antworten

    • Jim Bob

      Andere Schätzungen liegen bei 2,5 Millionen, aber ich glaube es werden noch viel mehr sein.
      Zum einen wird sich der Erdölpreis in den nächsten Jahren zumindest verdoppeln, möglicherweise sogar vervielfachen und zum anderen wird es beim Elektroauto genauso sein wie bei dem Computer.
      Anfänglich extrem hohe Kaufpreise auf Grund der hohen Batteriepreise, aber hierbei machen die Rohstoffpreise nur den geringsten Anteil aus. Preistreibend sind derzeit noch die Entwicklungskosten und die vergleichsweise geringen Stückzahlen.
      Abgesehen von den Batterien sind Elektroautos in Großserie gefertigt weit preiswerter als Autos mit Verbrennungsmotor.
      Gehen die Chinesen erst einmal richtig in Großproduktion, dann purzeln die Preise von Elektroautos schneller als es den deutschen Autohersteller lieb sein kann.
      .
      Autos mit Verbrennungsmotoren werden auf Grund der hohen Betriebskosten ganz schnell zu Ladenhüter, zumal wenn der Verbrauch zu hoch ist.
      .
      So wird das Elektroauto viel schneller als gedacht das Verbrennerauto ablösen und in der Übergangszeit dafür sorgen, dass Spritschlucker ganz schnell unverkäuflich werden !
      .
      Das Elektroautos ausgereift und alltagstauglich sind bewies gerade ein französisches Ehepaar mit einer Fahrt über 14.000 km von Shanghai nach Paris.
      Der serienmäßige Citroën Berlingo Electrique „powered by Venturi“ hatte lediglich zwei zusätzliche Akkupacks mit an Bord.
      Hiermit gelang sogar die Etappe durch die Wüste Gobi die 430km maß, obwohl die drei Akku-Pack eigentlich nur 360 km ermöglichen sollten hatte die Akkus nach der Strecke noch eine Restkapazität von 15 % !
      Einzige Panne auf dieser Strecke war ein platter Reifen.
      Quelle: http://www.auto-reporter.net/1383/2_1383_104_38827_1.php

      18.7.2010 um 17:58 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Reine E-Fahrzeuge werden auch mit Metall-Luft-Systemen niemals langstreckentauglich. Bis Italien in den Urlaub mit Millionen Wechselakkus an irgendwelchen Ladestationen, das kann ich mir nicht vorstellen. Der Kraftstoffverbrauch von LKWs muss trotz aller Einsparungsbemühungen irgendwie bereitgestellt werden. Das sind in Deutschland erhebliche Mengen des gesamten Absatzes. Die Hamburger Hochbahn AG setzt aus gutem Grund auf Busse mit Brennstoffzellen und Wasserstoff. Mit reinem Batterieantrieb funktioniert das Fahren einer normalen Tagesschicht gar nicht. Allein das Gewicht der Batterie würde 2,5 bis 3,5 t betragen. Ladestationen für E-Fahrzeuge sollen hauptsächlich mit Drehstrom betrieben werden. Einfach an eine Haushaltssteckdose anschließen ist zwar möglich, nur sind die Energieübertragungsraten nicht besonders hoch. Millionen von Drehstromanschlüssen (400 V) zu installieren ist einfach Wahnsinn.

        Aber vielleicht kommt es ja so, weil die deutschen AKW 8 bis 28 Jahre länger laufen dürfen. Den überschüssigen nächtlichen Atomstrom könnten die Versorger damit locker unters Volk bringen. Bei max. Laufzeit der Meiler gewinnen die großen Vier bis zu 225 Mrd. Euro (nach ZDF-Doku diese Woche). Davon wird der Staat sich noch einen größeren Anteil sichern. Und wir zahlen alles, Brennelementesteuer, zusätzliche AKW-Steuer (noch ohne Namen), Desertec-Strom zu Mondpreisen (Erzeugungskosten 10 bis 20 cent/kWh), Kohlendioxid-Steuern für Kohlestrom (viele neue Kohlekraftwerke laufen noch 40 Jahre !!! CCS-Technologie), Strom aus Erdgas und den nicht ganz billigen Offshore-Windstrom plus EEG-Abgaben usw.. Dazu kommt eine der Mineralölsteuer ähnlich hohe Abgabe für Strom, der in Fahrzeugen verwendet wird. Sonst geht der Staat noch schneller pleite, als bisher gedacht. Und Erdöl bzw. Kohle muss weitergefördert werden, um die Kunststoffe für Millionen von Elektroautos produzieren zu können. Was ist das für eine Zukunftslösung ?

        18.7.2010 um 21:01 Uhr

  • Jim Bob

    Lieber Energiesparfuchs,
    dass man heutzutage im Internet surft, Telefone hat mit denen man von nahzu überall aus telefonieren kann, Kameras die ohne Film funktionieren, 24 bändige Lexikas in der größe eines Taschenbuch, wer hätte sich das vor gerade mal 20 bis 30 Jahren vorstellen können ?
    .
    Metall/Luft Akkus sollen die 5 bis 10 fache Kapazität heutiger Akkus aufweisen, Reichweiten von 800 bis 1000 km pro Ladung sind absehbar.
    .
    Vielleicht muß auch einfach eine neue Reisekultur eintreten, wer auf einen Rutsch an sein Ziel kommen möchte, der kann schließlich auch den Zug benutzen.
    .
    Menschen, die den Weg als Ziel sehen werden sowieso öfter mal anhalten und rasten, da ist genug Zeit zum Energie Tanken. Sowohl für den Mensch als auch für die Maschine.
    .
    Das wir für all das weder Atom-, noch Kohlestrom brauchen habe ich hier auch schon mehrfach dargestellt. Solche Ängste zu schüren sollte man den Ölkonzernen überlassen.
    .
    Für Kunststoffe wird es so oder so Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen geben müssen und auch Autos mit Verbrennungsmotor brauchen Kunststoffe.
    .
    Wir sollten uns hier also nicht in allgemeines Gejammere hingeben, sondern lieber die besseren Alternativen aufzeigen !

    19.7.2010 um 10:29 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Auch wenn sie das nicht so sehen, eine Top-Alternative ist Biowasserstoff. Unkomplizierte Energiebereitstellung und -verteilung sowie die Option auf eine chemische Industrie, die auf natürlichen Rohstoffgrundlagen aufbaut. Wozu komplizierte Regeltechnik in die Stromnetze bringen, wenn die doch vollkommen überflüssig ist. Auch Kupfer muss gefördert und zu Kabel verarbeitet werden. Wenn wir riesige Mengen einsparen können, sollten wir das tun. Genauso ist es beim Lithium.
      Offenbar übersehen sie, dass mit dem neuen Vorstoß der Stromkonzerne die Weichen für die nächsten Jahrzehnte im Atomstrombereich gestellt werden. Sie werden diesen Strom nehmen müssen, ob sie wollen oder nicht. Verhindern können sie das nur, wenn sie heute Ökostrom und Wärme zum Preis von Atomstrom aus den abgeschriebenen Kraftwerken anbieten können und das in Masse. 2 bis 3 cent(kWh sind zu schlagen, ohne Subventionen. Das geht nur mit Biowasserstoff. Es ist die einzige konkurrenzfähige grüne Energie gegen dieses Kartell. Der Rest ist reines Wunschdenken.

      19.7.2010 um 19:27 Uhr · Antworten

      • Funghi

        Ich bin immer misstrauisch, wenn mir jemand was als “einzig wahre Lösung” verkaufen will und alles ander als “kompletten Unsinn” bezeichnet.

        19.7.2010 um 20:30 Uhr

  • Energiesparfuchs

    Keine Frage, sie dürfen mißtrauisch bleiben. Prüfen sie die Informationen, denn dafür sind sie da.

    19.7.2010 um 20:58 Uhr · Antworten

    • Funghi

      Ich kann sie leider nicht prüfen, da ich kein Physiker bin, da müsste ich mich auf das Urteil eines Fachmanns verlassen.

      19.7.2010 um 22:57 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    Lieber Energiesparfuchs, wie gelangt der Wasserstoff in meinen Keller? Und was macht er mit einer Gasbrennwertheizung Bj. 2009?

    19.7.2010 um 21:09 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Wasserstoff kommt per Rohrleitung (Erdgasnetz) in ihren Keller. Die neue Gasbrennwertheizung können sie nach Austausch der Brennerdüse weiterbetreiben und später gegen eine BZ austauschen. Alles zum Transport des Gases und der Sicherheit in Biowasserstoff-Magazin Nr. 18 und 19 unter den bereits angegebenen Links in diesen Blogs.

      20.7.2010 um 07:45 Uhr · Antworten

      • Jim Bob

        Und was ist wenn, wie bei uns im Ort der Fall, kein Erdgasnetz vorhanden ist ?
        Einen Stromanschluß hätte ich allderdings schon ! ;-)

        20.7.2010 um 09:10 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Das kommt durchaus vor. Meistens lässt sich das Rohrleitungsnetz von der nächstgelegenen Ortschaft aus erweitern. Einsiedlerhöfe können am Haus einen GFK-Tank (sind gasdicht bei H2 !, siehe mobile Lösungen) nutzen oder mehrere Anwohner teilen sich diese Infrastruktur mit einem Microgasnetz. Gefüllt werden kann der externe Tank z.B. durch Nutzung eines Teils des Gasvorrates an Bord des eigenen BZ-Fahrzeuges. Die Masse der Verbraucher indes lässt sich an das Erdgasnetz anschließen. Durch Nutzung der Pipeline wird auch eine Vollversorgung von Millionenstädten wie Berlin oder Köln mit Bioenergie möglich, von asiatischen Metropolen mal ganz zu schweigen. Es wird auf dem Globus auch Länder und Orte geben, für die andere Lösungen sinnvoll sind.

        In Europa liegen überall Erdgasleitungen und der massive Ausbau der Netze ist sowieso geplant (siehe Biowasserstoff-Magazin Nr. 18). Klar können sie auch Smart und Super Grid (für mind. 200 Mrd. Euro allein in D) installieren und mit Strom handeln. Dazu werden in unserer Republik dann weitere Schneisen für HGÜ von Nord nach Süd und von der Sahara aus gezogen. Weithin sichtbare Strommastentrassen und Elektrosmog sind die Folge. In der Nähe von Ortschaften müssen aus Akzeptanzgründen dann doch Erdarbeiten durchgeführt werden, um die Kabel zu legen (auch für Ladestationen E-Auto). Da ist die zusätzliche Verlegung von Rohrleitungen zu den Verbrauchern vom Eingriff her gesehen auch nicht schlechter. Nur mit einem Unterschied. Dann haben wir vier Verteilungsketten (Stromnetz, Gasnetz, evt. Fernwärmenetz oder Geothermie (3.000 bis 5.000 m tiefe Bohrungen !) , Biokraftstoffe) statt einer (Gasnetz). Und das Fernwärmenetz ausbauen oder Geothermie anschließen geht ohne Erdarbeiten auch nicht. Deutschland vollständig nur mit Ökostrom beheizen zu wollen ist sehr ambitioniert. Dazu gibt es noch keine mir bekannte ‘Studie.

        20.7.2010 um 17:59 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs
        Schade, dass Du noch immer die Argumente von diesen Biowasserstoffseiten nicht hinterfragt hast.
        Ich würde Dir dringend empfehlen, erstmal nur die Effizienzen anzuschauen und durchzurechnen. Allerdings auf der Basis von Mathematik und Wissenschaft, und nicht von Biowasserstoff-Seiten.

        21.7.2010 um 19:57 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Die Argumente sind bereits ausführlich hinterfragt. Rechnen kann jeder selbst. Probieren sie es aus und schreiben dann ganz konkret, was für ein Problem sie erkannt haben.

        21.7.2010 um 21:12 Uhr

      • nicht entscheidend

        @ Energiesparfuchs
        Zitat:
        “Die Argumente sind bereits ausführlich hinterfragt. Rechnen kann jeder selbst. Probieren sie es aus und schreiben dann ganz konkret, was für ein Problem sie erkannt haben.”

        Das die nutzbare Energie nicht größer wird, egal, ob man von Strom zu H2 und dann wieder zu Strom geht, oder von der (knappen) Biomasse erst zu H2 und erst dann zu Strom (oder manchmal Wärme) geht.

        29.7.2010 um 17:24 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Sie wollen gar nicht rechnen, sondern mit allgemeinen Statements sich hier durchschlagen. Das können sie gerne tun.

        29.7.2010 um 17:43 Uhr

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