Greenpeace hat auf seiner CO2-Protesttour „CO2-Endlager: Keine Lösung – sondern Risiko“ durch Brandenburg über die unkalkulierbaren Risiken der CO2-Verpressung im Boden informiert. Zum Abschluss der Tour errichteten wir vor dem Haupteingang der brandenburgischen Staatskanzlei ein Mahnmal: Eine geologische CO2-Zeitbombe von drei Metern Durchmesser. Wir ließen sie dort stehen, damit sie die Politiker, die in den kommenden Wochen ein Gesetz für die CO2-Verpressung auf den Weg bringen wollen, auf die ungelösten Fragen der CO2-Endlagerung, die potentiellen Risiken und offenen Haftungsfragen erinnert. Doch mit dem Mahnmal gehen die Beamten genauso um, wie mit dem Problem selbst: Sie kehren es unter den Teppich oder – in diesem Fall – verstecken es im Gebüsch.
Denn nachdem wir gegangen waren, kam in der Staatskanzlei ungewohnte Hektik auf. Das Mahnmal musste weg – so schnell wie möglich. Die Politiker wollten sich nicht mit den unangenehmen Fragen konfrontiert sehen. Und wie wurde das Problem gelöst? Mitarbeiter der Staatskanzlei versteckten die CO2-Bombe im Gebüsch. Und damit auch wirklich keiner über die Risiken der CO2-Verpressung nachdenken muss, wurde die Bombe mit einer Plane überdeckt und zugeschnürt. So schnell kann die Staatskanzlei also Probleme lösen – oder eben „unter den Teppich kehren“. Nur leider ist die Plane nicht ganz dicht, es gibt einen kleinen Spalt, durch den das „CO2“ zu sehen ist.
Parallelen zur Strategie der Brandenburger Landesregierung mit den CO2-Emissionen von Vattenfall umzugehen sind selbstverständlich rein zufällig. Ob die CO2-Verpressung wirklich funktioniert weiß noch niemand. Hauptsache, das CO2 ist erst einmal weg und die Probleme und Risiken für das Klima sind auf zukünftige Generationen abgewälzt. Ob Ministerpräsident Matthias Platzeck oder Wirtschaftsminister Ralf Christoffers das Greenpeace-Mahnmal vor der Staatskanzlei gesehen haben, weiß ich nicht. Doch sie könnten einmal vor ihre Tür gehen und ein Blick ins Gebüsch hinter Hausnummer 8 werfen. Dann erkennen vielleicht auch sie: Manche Deckschichten sind nicht ganz dicht.
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Klaus
Ja, so entlarvt sich die Brandenburger Staatskanzlei selbst. Risiken der CO2-Verpressungen werden verleugnet. Doch der Widerstand in Brandenburg gegen Vattenfall und ihrem Handlanger Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke!!!) wächst. Stoppt das CO2-Endlager. Gute Aktion – Weiter so!
03.7.2010 um 09:35 Uhr ·