Los geht’s – mit der Beluga II auf Tour

12. Juli 2010 · von Gastautor/in
Die Beluga auf Tour

Die Beluga auf Tour

Heute war der Beginn einer vierwöchigen Fahrt der Beluga. Wir starten in Husum, einer kleinen Stadt an der Nordseeküste. Unser Auftrag: über Greenpeace erzählen und Menschen wachrütteln.

Das machen wir natürlich gerne. Wir, das sind im Moment Wolfgang, Peter, Thomas und ich. Die drei kommen aus dem Bereich TfP (Team fünfzig Plus) und sind wie ich, Ehrenamtliche bei Greenpeace. Und mit Uwe und Marco, die dieses tolle Schiff auf für mich wundersame Weise steuern können, bin ich die einzige Frau an Bord.

Den Tag haben wir heute meist im Gespräch mit netten Menschen verbracht. Unsere Infomide (woher kommt dieses Wort eigentlich?) ist ziemlich auffällig und zieht die Passanten förmlich an. Wer dann noch das Schiff entdeckt, das die meiste Zeit im Watt versinkt, kommt sowieso nicht mehr weg. Wir waren also ständig in Bewegung: Infomaterial verteilen, Unterschriften sammeln, Leute durchs Schiff führen, Fragen beantworten und vor Bente’s Kamera fliehen. Sie hat aber leider eine Menge Tricks drauf und auf so ein nettes Lächeln kann man einfach nicht mit „Nein“ antworten.

Aufreger Tiefseebohrungen (c)Greenpeace

Aufreger Tiefseebohrungen

Auf dieser Tour geht es hauptsächlich um das Thema Öl, aber auch Wale und Fische sollen nicht zu kurz kommen. Denn alles gehört zum Schutz der Meere zusammen. Um den Menschen, die uns an Bord besuchen kommen, das Thema Öl näherzubringen, lassen wir in einer Endlosschleife eine Doku über Ölplattformen in der Nordsee laufen – in ein paar Tagen kann ich den Text auswendig. Denn nicht nur durch das Bohrloch im Golf von Mexico gelangt Öl ins Meer. Auch durch die alltägliche „unfallfreie“ Förderung von Öl strömen jährlich riesige Mengen ins Meer. Davon weiß kaum jemand!

Die Stimmung an Bord ist im Moment super entspannt. Liegt vielleicht auch an den vollen Unterschriftenlisten, dem guten Essen, das Marco gerade gekocht hat, und dem Öko-Feierabendbier. Fußball hätten wir gerne gesehen, aber leider ist unser Internet zu langsam. Also bereiten wir uns auf unser „Kino“ vor, denn für später (besser gesagt, nach dem Fußballspiel) haben wir alle Menschen hier in Husum eingeladen, mit uns den Film „Jagdzeit“ im Laderaum der Beluga zu sehen.

Bis bald,

eure Mona

Ramona Reichart arbeitet in Augsburg ehrenamtlich für Greenpeace. Zurzeit unterstützt sie die Besatzung der Beluga II auf ihrer Nordseetour. Beim Open Ship informiert die Crew über Umweltprobleme, wie Tiefseebohrungen und Überfischung. Darüber berichtet Mona hier im Greenpeace Blog.

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