Design-Wettbewerb für “100 Prozent Erneuerbare bis 2050″

28. Juli 2010 · von Benjamin Borgerding

Grafiker, Kreative, Designer: Bitte einmal kurz herhören! Auf dem Kreativmarkt Jovoto.com sucht Greenpeace seit gestern ein Key Visual für seine Energiekampagne. Mit dem Bildmotiv wird Greenpeace eine absolute Kernbotschaft der Kampagne unterstützen: „Erneuerbare Energien können (bis 2050) unseren Strombedarf zu 100 Prozent decken.“ Ohne Laufzeitverlängerung, wohlgemerkt. Der Wettbewerb endet am 16. August. Auf die besten Entwürfe warten Ruhm, Ehre und Preisgelder. Das Gewinner-Visual wird die Kampagne zudem öffentlichkeitswirksam begleiten. Also nicht lang zaudern und ran an Zeichentisch und Illustrator!

Jedes Kind weiß: Die Zukunft gehört den Erneuerbaren. Was vielleicht nicht jedes Kind weiß und – wie es aussieht – ebensowenig die Herrschaften Merkel, Mappus und Brüderle:  Die Weichen in die Zukunft müssen jetzt in die richtige Richtung gestellt werden. Und die Schienen dahin führen nicht über die Brücke Atomkraft, wie uns eben jene Herrschaften immer wieder eintrichtern wollen. Das Energiekonzept “Plan B” von Greenpeace erklärt, wie die Energierevolution bis 2050 ohne Laufzeitverlängerung klappt. “Kein frommer Wunsch, sondern Realität!” bescheinigte dem kürzlich das Umweltbundesamt (UBA).

Wenn die schwarzgelbe Regierung aus dem 1990 beschlossenen Atomausstieg wieder aussteigt, wären die Folgen für den Ausbau der Erneuerbaren fatal. Gelder würden in die Sanierung alter AKW fließen – und nicht in die Erneuerbaren, wo sie hingehören. Außerdem sind AKW viel zu schwerfällig für die fluktuierenden Stromeinspeisungen aus den Erneuerbaren, wie zähe Melasse verstopft ihr Strom die Netze. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen sprach deshalb letztjährig von einem Systemkonflikt.

Während der Wettbewerb von Greenpeace Deutschland gerade startet, befindet sich ein anderer Greenpeace Design-Wettbewerb in der Endphase. Greenpeace UK hatte dazu aufgerufen, dem Logo von BP ein bitter nötiges Update zu verpassen, ein “Rebranding”. Über eine Auswahl der eingegangenen Vorschläge kann die Netz-Community noch einige Tage abstimmen.

Kommentare

  • Telematik2

    Ähem, die deutsche Industrie sieht das so’n bischen anders
    http://www.vik.de/fileadmin/vik/Stellungnahmen/24-2010.pdf
    aber die wollt Ihr ja gleich mit abschaffen, oder?

    Jetzt erstmal den letzten Pfeiler des Aufschwungs nach der Krise wegkloppen, die Autoindustrie und dann den Rest….

    Wenn die Harz4 Empfänger eines Tages merken wer sie ins Elend gestossen hat, dann könnte Ihr euch auch auf ein paar ganz anders ausgerichtete “Aktivisten” gefasst machen.

    28.7.2010 um 13:54 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Zitat aus der o.g. Quelle: “Der Ausbau erneuerbarer Energien muss mit gleichbleibender Versorgungssicherheit und gesamtwirtschaftlich vertretbaren Kosten realisiert werden.”

      Genau so ist es zu realisieren. Biowasserstoff (wie bereits in früheren Blogs angesprochen) wird die alte Energiewirtschaft ökonomisch hinwegfegen. Die Industrie wird es freuen.

      28.7.2010 um 18:31 Uhr · Antworten

  • kunstomat

    Genau Telenatik,

    dann lieber den Planeten weiter wissend brandschatzen bzw. verschmutzen, das tut der Autoindustrie genauso gut wie dem wirtschaftlichen Aufschwung. Wer braucht schon den Artenreichtum an Land und im Wasser. Es müsste endlich erlaubt sein, die Abfälle direkt und öffentlich ins Meer leiten zu können, so spart die Wirtschaft Unmengen an Entsorgungsgeldern wie auch bei anderen Müll.

    Kohlekraftewerke und Atomindustrie sind sehr wichtig für uns. So können wir in aller kürzester Zeit sehr viele Lebensräume optimal zerstören, damit Schwung in die Wirtschaft kommt und es auch unentlich so weiter läuft.

    Wenn dann die Harz4 Empfänger eines Tages merken, das es gar keine Resourcen mehr gibt mit denen man arbeiten kann und seinen Kindern erklären muss, dass wir mit unserer Gier nach immer mehr ganze Ökosysteme zerstört haben, ja dann können sie sich bestimmt an dich wenden.

    Ich bedauere sehr das es keine ZWEI Planeten gibt. Auf den anderen könntest du zusammen mit allen anderen profitgierigen Menschen in einer Betonwüste leben deren Wirtschaft so grandios boomt, dass selbst die Obdachlosen Campagner trinken können.

    Das die ein oder andere Stelle durch Atommüll verseucht ist ist sicher nicht so schlimm. An der Stelle trägt der intelligente Mensch selbstverständlich Atemmasken.

    28.7.2010 um 16:33 Uhr · Antworten

    • Telematik2

      du das überinterpretierst du jetzt etwas, jetzt mal ganz langsam, gaaaanz laaaangsam, Kernenergie ist gar nicht so gefährlich, du, der erste Reaktor ist sogar im Betrieb von Leuten durchwandert worden, es gab nicht mal eine Strahlenschutzwand und der Erbauer, Enrico Fermi, ist auch gar nicht dran gestorben, sondern leider an Magenkrebs, was in der Regel nicht die übliche Strahlenkrankheit ist…. jetzt lies dir den Wikipediaartikel vielleicht mal einfach durch
      http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Pile
      danach bist du bestimmt immernoch total skeptisch, aber was ja total entspannend wirken kann, und einem ein gutes Gefühl mit der Kernenergie machen kann ist der Lego-Bausatz des ersten Reaktors
      http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:NAS_-_LEGO_Chicago_Pile-1_(281349804).jpg

      und wenn der fertig ist, gibt es hier das Papp-Modell des sichersten und leistungsfähigsten Reaktors, der gerade zu haben ist:
      http://www.mtp-studio.de/epr-online/uebersicht.htm

      und wenn Du den auch selber gebaut hast, weisst Du warum das alles nicht eintreten wird mit der Verstrahlung, du, also entspannen, tief luft holen und einfach mal darüber nachdenken, wie schnell man verhungert ist, wenn man sich jetzt sofort nackt in den Wald setzt….

      29.7.2010 um 14:59 Uhr · Antworten

  • Amflora

    In der FAZ kann man heute lesen, welche Konsequenzen diese Art “Klimaschutz” für die Natur hat. Für die ist da nämlich kein Platz mehr.
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5F19673FE31148FF9118596627B0D6DC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    18.8.2010 um 21:23 Uhr · Antworten

  • ralle

    auto´s bestehen doch auch aus aluminium,richtig ?
    die deutschen bauen massenweise auto´s,also brauchen
    sie das aluminium aus ungarn. in D wird teuer reklame
    gemacht für umweltfreundliche auto´s und in ungarn
    gibt´s ne große umweltkatastrophe wegen der aluminium-
    produktion.die große nation D , die soviel umweltschutz
    propagiert ist also MITVERANTWORTLICH für eine
    RIESIGE UMWELTKATASTROPH in ungarn. ist DAS
    SCHIZOPHREN ???????????

    31.10.2010 um 18:54 Uhr · Antworten

    • SonneStrahltAuch

      Hey, ralle, es geht auch noch naheligender… die Rahmen der Solarpanele auf den Dächern der ökogläubigen besserverdienenden Hausbesitzer sind auch aus Aluminium, der Ausbau der erneuerbaren Energie ist “also AUCH MITVERANTWORTLICH für eine RIESIGE UMWELTKATASTROPH in ungarn. ist DAS
      ist in der Tat SCHIZOPHREN”!!!!!!!!!!!

      31.10.2010 um 19:40 Uhr · Antworten

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