Interview mit meinem Kollegen “Wolo”

11. August 2010 · von Kristine Läger-Kiehne
Wolfgang Lohbeck

Wolfgang Lohbeck

Anlässlich unseres 30jährigen Geburtstags dachten wir uns, es wäre nett, wenn ihr “da draußen”, mal ein bisschen mehr über uns, die MitarbeiterInnen von Greenpeace erfahrt.
In diesem Sinne unter dem Motto 30 Jahre Greenpeace – 30 MitarbeiterInnen von Greenpeace, gibt es jetzt bis ca. Ende September eine Serie von Interviews mit KollegInnen von uns.

Ich mache den Auftakt und interviewe meinen Kollegen Wolfgang Lohbeck , genannt Wolo, der bei uns als Kampaigner für die Themen Auto und Verkehr zuständig ist.
1. Wolo, was machst du bei Greenpeace?
Ich denke mir Projekte aus, vornehmlich im Bereich Verkehr, technische Lösungen und versuche die umzusetzen, Berufsbezeichnung: Kampaigner

2. Was bist du eigentlich von Beruf? Was hast du vor deiner Zeit bei Greenpeac gemacht?
Diplom-Ingenieur, Architekt und Master (Politologe) und ich habe vor Greenpeace zwölf Jahre als Architekt gearbeitet und Gewerbe- und Wohnbauten entworfen.

3. Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Musik, ich spiele Trompete in einer Jazz-Band. Die Band heißt Toute sweet und wir spielen in Kneipen etc.

4. Wie war dein Arbeitstag heute? Was hast du gemacht?
Ich habe zwei Artikel für ein Wirtschaftsmagazin und einen Gastkommentar für den Blog eines Autohersteller geschrieben, mehrere Telefonate geführt und unter anderem dieses Interview gegeben.

5. Wie würdest du entscheiden?

Freizeit: Buch oder Fernsehen: Buch
Städtereise: London oder Paris: Paris
Essen: Hackbraten oder Tofu: Hackbraten

6. Was spornt dich an?

Vieles, vor allem der mögliche Erfolg eines Projektes.

7. Wie gehst du mit Mißerfolgen um?

Ich leide darunter und trage lange daran.

8. Was war dein größter persönlicher Erfolg?

Der Greenfreeze. Damals habe ich vor hunderten chinesischen Technikern in Peking den FCKW- freien Kühlschrank erklärt und dann dessen Durchbruch auf dem Weltmarkt erlebt. Das war mein größter persönlicher Erfolg.

9. Wie verlaufen internationale Meetings bei Greenpeace? Gibt es Sprachbarrieren? Hakt es wegen kultureller Unterschiede?

Internationale Meetings finde ich meistens eher langweilig. Es geht sehr wesentlich um procedurale Fragen, die mich nicht so sehr beschäftigen, und natürlich um längerfristige Strategien, die mich aber auch weniger elektrisieren als konkrete kurzfristige Aktivitäten. Sprachbarrieren gibt es keine, alle sprechen sehr gut englisch.

Ein wesentlicher und für Greenpeace glaube ich einzigartiger Aspekt ist aber: Leute aus ganz unterschiedlichen Ländern zu treffen, mit denen man zum Teil über viele Jahre an ähnlichen Themen zusammen gearbeitet hat und die man sehr gut kennt, oder sogar befreundet ist. Das ist schon einzigartig.

10. Wieviele Stunden arbeitest du durchschnittlich die Woche?

Etwa 40 Stunden, aber wenn ich meine permanenten Bahnreisen dazu zähle, einiges mehr.

11. Was machst du um von Greenpeace/der Arbeit abzuschalten?

Musik

12. Wie lange brauchst du für deinen Arbeitsweg? Wohnst du auf dem Land oder in der Stadt?

Ich wohne am Stadtrand und brauche 50 Minuten zur Arbeit.

13. Wo siehst du dich in 10 bis 15 Jahren?

In Berlin in einer Altenwohngemeinschaft mit hoffentlich einigen Musikern.

14. Wie hat sich deine Arbeit bei Greenpeace auf dein Privatleben ausgewirkt?

Das ist kaum zu trennen – unter anderem habe ich meine Frau bei Greenpeace (genauer gesagt beim Bergwaldprojekt) kennengelernt.

15. Wozu kannst du nicht nein sagen?

Bitterschokolade und Currywurst.

16. Was bringt dich auf die Palme?

Ignoranz gepaart mit Selbstbewusstsein

Vielen Dank Wolo!

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