Erste Tauchgänge vor Florida

14. August 2010 · von Regine Frerichs
Erste Tauchgänge (c) Greenpeace / Todd Warshaw

Erste Tauchgänge

Wind 0, Luft 35 °C, Wasser 30°C, See 0 Meter, Sonne, trocken, schwül
Der Tag begann um 6:30 Uhr, schnelles Frühstück in der Messe und um 7 Uhr fuhren wir schon zu unserem Tauchboot, das eine halbe Stunde entfernt lag. Mit unseren Booten dürfen wir die Keys nicht befahren. Um den ganzen Tag tauchen zu gehen, sind sie auch nicht geeignet.

Wo sind die Moskitos?

Unter dem Tauchboot hatten sich einige kapitale Langusten versammelt, die man leicht von der Wasseroberfläche aus sehen konnte. Mich wunderte, dass es hier so wenig Mücken und Ungeziefer gibt. Die Grillen veranstalteten allerdings ein grandioses Konzert. Aber dennoch, die Keys sind im Grunde ein einziges Sumpfgebiet. Hier müsste es von Moskitos wimmeln! Ich fragte unseren einheimischen Kameramann, der hier schon immer lebt. Er erzählte, dass hier gegen Moskitos gespritzt wird. Seit den fünfziger Jahren versuche man, der Moskitos Herr zu werden. Mit unterschiedlichsten Mitteln: Ansiedeln von Fledermäusen, Aufstellen von Bassins mit Fischen, die sich ausschliesslich von Moskitolarven ernähren etc.. Man ist dann irgendwann dazu übergegangen, zu spritzen. Das Mittel ist natürlich harmlos, und vernichtet nur Moskitos – heiß es. Es wird nur zu bestimmten Zeiten gespritzt, damit die Nachzucht unterbrochen wird und augenscheinlich klappt das hervorragend. Allerdings gibt es auffallend wenig Fliegen, keine Schmetterlinge, wenig Vögel… Es hat eben alles seines Preis. Florida wäre nicht der reichste Bundesstatt, wenn es dort Moskitos gäbe – meine Theorie!

Blick auf die Unterwasserwelt

Korallen, Looe Key (c) Greenpeace / Todd Warshaw

Korallen, Looe Key

So fuhren wir bei noch recht niedrig stehender Sonne zu unserem ersten Tauchplatz. Die Sicht lag bei circa zehn bis 15 Metern und die Unterwasserwelt der Keys darf nicht unbedingt mit dem Roten Meer, den Malediven oder dem Great Barrier-Riff verglichen werden. Es gibt vereinzelt Korallen, weniger Fische und weniger Vegetation. Trotzdem waren es drei interessante Tauchgänge, bei denen wir eine erste Bestandaufnahme der Biodiversität und des Gewässerzustands machen konnten.

Wieder an Bord angekommen, wurde es ein langer Tag: Alles musste aufgeklart und vor allem die Flaschen gefüllt werden. Ich glaube, ich muss unbedingt einigen anderen beibringen, wie man den Kompressor bedient…
Morgen geht es noch einmal in die Keys.

Grüße von Regine

Kommentare

  • Irene Marx

    Vielen Dank für die tolle Berichterstattung. Ich war selbst vor 2,5 Jahren in Key West, und verfolge gespannt eure Beobachtungen.

    17.8.2010 um 15:02 Uhr · Antworten

  • Florida Urlaub

    Vielen Dank für diesen tollen Bericht! Ob dieses Moskito-Mittel wirklich so harmlos ist, habe ich mich auch oft gefragt…

    20.8.2010 um 14:16 Uhr · Antworten

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