Müllmänner der Atomkonzerne

09. November 2010 · von Benjamin Borgerding

Am 9.11.2010 gegen halb zehn Uhr vormittags ist es soweit: Der zwölfte Castor-Transport nach Gorleben ist an seinem Bestimmungsort im Zwischenlager angekommen. Erst nach insgesamt über neunzig Stunden Transport schlossen sich die Tore hinter den Atommüll-Behältern. Vorausgegangen waren die heftigsten, kreativsten und zähesten Proteste der Anti-Castor-Bewegung. Mit einem als Getränkelaster getarnten LKW war es Greenpeace-Aktivisten in der Nacht gelungen, Zufahrtsstrassen zum Zwischenlager für über zehn Stunden unpassierbar zu machen. Der „Biertrojaner“ dürfte als eine der unverfrorensten Aktionen in die Greenpeace-Annalen eingehen.

Ein Polizeiaufgebot von am Ende rund 20.000 Einsatzkräften sicherte die Castor-Behälter während ihres Transports aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague. Doch nicht bloß diese hohe Zahl gibt zu denken: Das Blog „Wir Klimaretter“ gibt ein kurzes Gespräch zwischen einem ortsansässigen Demonstranten und einem Polizisten wieder, der vor der Haustür in dem Örtchen Grippel Wache hält. Darin fragt der Demonstrant den Polizisten, was dran sei an der Ausgangssperre, über die zur Stunde Gerüchte die Runde machen. “Ja, ich darf  Sie nicht von Ihrem Grundstück lassen“, erwidert der Uniformierte. Über Twitter kursieren unzählige Meldungen, dass auch im Dörfchen Quickborn die Bewohner unter Hausarrest gestellt worden seien. Außerdem gibt es Berichte über polizeiliche Hausdurchsuchungen – durchgeführt ohne richterlichen Beschluss. Denkwürdig an dem diesjährigen Polizeieinsatz war zudem das improvisierte “Gefangenenlager” vom Vortag, wo nach stundenlanger Räumung etwa 1400 Demonstranten in einem im Kreis angeordneten Polizeikorso interniert wurden – trotz immenser Erschöpfung und Eiseskälte über mehrere Stunden. Hängen bleiben werden auch die Bilder, in denen Journalisten der Zugang zu Aktionsorten verwehrt wird.

Ausgangssperren, Internierungen, massive Einschränkungen der Pressefreiheit und Hausdurchsuchungen. Diese Mittel stehen auch in den Medizinschränken totalitärer Regimes. In Deutschland herrscht kein totalitäres Regime. Doch das Land hat sich in den letzten Tagen de facto auf Maßnahmen verlassen, die sonst berechtigterweise tiefe Empörung auslösen. Was Nordkorea von Deutschland unterscheidet, ist der unterschiedliche Zweck, der mit diesen Maßnahmen beabsichtigt wird. Nicht der staatlichen Ideologie sollen sie einen trügerischen Frieden verschaffen. Sondern: Die Maßnahmen sind Kollateralschäden bei der Durchsetzung von Wirtschaftsinteressen.

Greenpeace-Paraglider über dem Castor-Zug (9.11.2010) - (c) Gordon Welter / Greenpeace

Greenpeace-Paraglider über dem Castor-Zug (9.11.2010) - (c) Gordon Welter / Greenpeace

Es gibt ein vielsagendes Bild von den Castor-Behältern auf ihrem letzten Streckenabschnitt – zwischen dem Verladebahnhof Dannenberg und dem Zwischenlager Gorleben. Darauf sieht man einen der Castor-Behälter, überflogen von einem Greenpeace-Aktivisten im Paraglyder, an seiner Außenwand prangt in dünnen Lettern: „www.kernenergie.de“. Tatsächlich: Der Lobby-Arm der Atomindustrie wirbt auf einem der Atommüll-Behälter. Es gibt vermutlich kein Argument, das Umweltminister Norbert Röttgens (CDU) standhafte Behauptung, die Laufzeitverlängerung habe nichts mit der Endlagersuche zu tun, schlagkräftiger ad absurdum führen könnte als dieses Bild. Natürlich – so schreit das Bild heraus – hängen beide Sachverhalte untrennbar zusammen. Sie hängen auf mindestens zwei Ebenen zusammen. Erstens: Längere Laufzeiten bedeuten rein mathematisch mehr Atommüll. Zweitens: Es steht zu befürchten, dass ein Endlager Gorleben so überstürzt durchgepeitscht werden soll wie zuvor die Laufzeitverlängerung – der Atomindustrie zum Gefallen. Deshalb ist das Erstarken der diesjährigen Anti-Castor-Proteste eine direkte Folge des parlamentarisch besiegelten Ausstiegs aus dem Atomkonsens. Deshalb gehen auch die Maßnahmen gegen den Protest zu einem Gutteil auf die Kappe von Schwarz-Gelb.

Womit wir beim eigentlichen Skandal angelangt wären. Repressive Maßnahmen zur Durchsetzung ideologischer Interessen sind in Demokratien aus gutem Grund geächtet. Repressive Maßnahmen zur Durchsetzung von Interessen der Wirtschaft sind jedoch ebenso skandalös. Deshalb bekommen heute in Gorleben und anderswo gerade die heftig Bauchschmerzen, die einen Eid auf ihre Staatstreue geschworen haben. „Ob in Stuttgart oder heute im Wendland, meine Kolleginnen und Kollegen kommen wegen politischer Fehlentscheidungen nicht mehr aus ihren Einsatzanzügen“, sagt so der Vizevorstand der Polizeigewerkschaft Bernhard Witthaut. Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, ist der Meinung, dass die schwarz-gelbe Laufzeitverlängerung gesellschaftliche Konflikte heraufbeschwört, die eigentlich schon gelöst waren. Kurzum: Die Staatsbediensteten fühlen sich zu Müllmännern der Atomkonzerne degradiert.

Was bei der Polizei für zusätzlichen Frust sorgt: Obwohl die Laufzeitverlängerung den Atomkonzernen Milliardengewinne im dreistelligen Bereich beschert, müssen sich die Konzerne nicht an den Kosten für den Transport beteiligen. Besonders vehement fordert der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, von den Konzernen eine „Sicherheitsgebühr“ in Höhe von 50 Millionen Euro – als Obulus für die Transportkosten. „Die Entsorgung von Brennstäben ist ein Teil des Betriebs von Atomkraftwerken, für den die Konzerne verantwortlich sind“, sagt Wendt. Doch den Vorstößen erteilen die verantwortlichen Politiker in durch nichts zu erschütternder Konzerntreue eine Absage: Gestern nacht erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen in der ARD-Talkshow Beckmann erneut (Minute 14:50 in dem Stream in der Mediathek), dass weiterhin keine Beteiligung der Konzerne vorgesehen sei. In derselben Sendung äußerte Polizeigewerkschafter Witthaut die Befürchtung, die Proteste würden dem Image der Polizei schaden. Kein Wunder: Viele Menschen projizieren ihren Wut und Frust über eine willkürliche, den Konzerninteressen dienende Staatsräson auf die Polizisten.

Der Castor-Transport 2010 ist vorbei. Es bleibt der Befund, dass eine Regierung, die darauf angewiesen ist, zur Abwicklung ihrer Beschlüsse und zur Durchsetzung von Konzerninteressen 20.000 Polizisten in Stellung zu bringen, ein ernstes Problem hat. Das Problem lässt sich nicht so einfach aus dem Sichtfeld schaffen wie elf Container. Es bleibt nach all den Protesten und Demonstrationen als riesengroßes Ausrufezeichen zurück. Ich möchte diesen Text mit einem Satz beschließen, der eine Mischung aus Forderung, Hoffnung und Prophezeiung enthält:

Der Castor 2010 war der letzte Castor-Transport nach Gorleben.

Kommentare

  • Jons

    Der Link zum LKW-Artikel ist falsch, sollte auf http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/greenpeace_aktivisten_fixieren_lkw_auf_castorstrecke-1/ zeigen :)

    Ansonsten gelungener Protest, allerdings wird das gewiss nicht der letzte Transport nach Gorleben gewesen sein. Nächstes Mal versuche ich dann auch auf der Straße zu sein!

    09.11.2010 um 15:05 Uhr · Antworten

    • Benjamin Borgerding

      Danke für den Hinweis!

      09.11.2010 um 15:10 Uhr · Antworten

    • Timo Herb

      ja, ich auch. ich vor vielleicht die strasse vorher zu zerstören und den zug entgleisen zu lassen. das wär doch mal was, oder? das ist doch das ziel, oder nicht?
      chaos und anarchie zu schaffen. also anti gegen alles zu sein…

      13.11.2010 um 01:37 Uhr · Antworten

  • Thomas

    Eigentlich halte ich einige Aktionen von Greenpeace fuer okay, aber diesmal gingen Sie zu weit. Kommen Sie doch mal mit vernuenftigen Alternativen anstatt nur zu meckern. Sie wollen doch auch, dass Strom aus der Steckdose kommt, oder? Ich hoffe, dass die AKWs noch solange laufen werden, bis es verlaessliche Alternativen gibt. Greenpeace spielt sich hier als Anti-Demokratischer Realitaetsverkenner auf! Was Sie machen ist nichts anderes als Lobby Arbeit fuer die Buerger, die in einer kleinen friedlichen relatitaetsfernen Welt leben.

    09.11.2010 um 15:13 Uhr · Antworten

    • thomas l.

      “ihr wollt doch auch das strom aus der steckdose kommt”
      Um jeden preis oder was.

      09.11.2010 um 17:11 Uhr · Antworten

    • Dr. Paulsen

      So eine Ignoranz und komplette Unwissenheit der Fakten kann man eigentlich nur damit erklären, dass naive Menschen der Propaganda der Bild-Zeitung glauben und völlig unkritisch abnicken, was einem die Atomkonzerne verzapfen, damit ihre Milliarden-Gewinne weiterhin fließen.

      Wer ernsthaft glaubt, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet würden, würde in Deutschland der Strom ausgehen, ist ein naiver Trottel und beweist damit, dass er NULL AHNUNG vom Thema hat.

      Deutschland muß schon seit vielen Jahren regelmäßig STROM INS AUSLAND EXPORTIEREN, weil wir in Deutschland mehr Strom produzieren als 82 Millionen Menschen und die gesamte Industrie in diesem Land jemals verbrauchen können! Extreme Stromspitzen (verursacht durch unflexible Atommeiler, die sich in der Stromproduktion nicht an die tatsächliche Nachfrage anpassen lassen) bringen uns jedes Jahr inzwischen zu dem irren Ergebnis, dass wir NEGATIVE STROMPREIS an der Strombörse haben! Ja negative Strompreise!

      2008 erzielte Deutschland einen Überschuss von 22,5 Milliarden Kilowattstunden. Und schon im ersten Vierteljahr 2010 hat die deutsche Energiewirtschaft doppelt so viel Strom exportiert wie importiert!! Allein der Ausfuhrüberschuss war größer als die gesamte Stromproduktion der 7 alten und besonders gefährlichen Atommeiler.

      An der Strombörse EEX in Leipzig lag der Handelspreis für Strom für volle 130 Stunden bei NULL oder einem NEGATIVEN PREIS!!! Tendenz steigend! Am 4. Oktober notierte sogar der für den gesamten Tagesdurchschnitt notierte Preis der am Spotmarkt gehandelten Strommenge negativ, nämlich bei MINUS 11,59 Euro pro Megawattstunde (entspricht MINUS 11,59 Ct/kWh)!!

      Acht Stunden hintereinander lag der Strompreis bei oder unter NULL EURO und erreichte in der Nacht sogar ein extrem von MINUS 500,02 Euro pro Megawattstunde!!!!

      Das bedeutet, dass die Stromkonzerne (die ihre unflexiblen Großkraftwerke auch dann weiterlaufen lassen, wenn die Erneuerbaren Engerien längst den Großteil des Strombedarfs decken) Geld dafür ZAHLEN, damit jemand ihre massive Überproduktion an Strom überhaupt noch abnimmt! Dafür zahlt man Geld an Abnehmer im Ausland, die dafür netterweise unseren Atomstrom “kaufen”. Besser gesagt unseren Strom geschenkt bekommen und noch Geld obendrauf. So muß man keine Atommeiler abschalten und glauben die naiven Bild-Zeitungsleiser und ungebildete Trottel in Deutschland weiter, wir würden die Atommeiler dringen benötiten, damit in Deutschland das Licht nicht ausgeht.

      Von den negativen Strompreisen hat der Verbaucher übrigens nichts, ganz im Gegenteil: Die zusätzlichen Kosten, welche die Atomindustrie den industriellen Stromabnehmern im Ausland zahlt, damit sie ihren Strom losbekommen, schlagen sie sogar auf die Stromrechnung der Verbraucher auf – und unsere liebe schwarz-gelbe Regierung schaut tatenlos zu wie ein paar Konzerne sich damit dumm und dämlich verdienen – auf Kosten der Umwelt und auf Kosten der Verbraucher!

      09.11.2010 um 17:16 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Oh, lieber Doktor,
        1.) 23 Mia kWh Exportüberschuß sind <5% unserer Produktion. Darüber muß man doch reden können!
        2.) Kann es sein, dass 11,59 Euro/MWh "Strafe" nicht 12 C/kWh, sondern 1,2 C/kWh sind?. Das ist zwar auch Geld, klingt aber weniger dramatisch….
        3.) Warum rechnest Du den Exportüberschuß in AKWs um? Abgeschaltete KohleKW wären doch für den Klimaschutz viel "zielführender"

        09.11.2010 um 19:44 Uhr

      • Timo Herb

        Gestern hat mir erst einer von greenpeace erzählt, dass es schon möglich ist einfach die AKWs von heute auf morgen abzuschalten und 100% CO2 freien strom zu haben. das nennt ihr realistisch? lasst mal die kirche im dorf! so einfach geht das nicht!
        und denk dran, wenn du das hier liest, dann verbraucht dein PC gerade strom aus einem AKW. Außer dein hamster sitzt im laufrad… das, mein lieber freund, wär tierquälerei und dafür würde ich dich anzeigen.
        sei mal ein bisschen realistisch. du bist auch nicht bereit jeden preis für strom zu zahlen. außer dem wird der dann eh eingkauft! und wo? in russland. und wie sicher das ist, das weißte ja. geh doch mal da demonstrieren. vlt. glühst du dann auch und machst deinen eigenen strom…
        WACH MAL AUF, alter!

        13.11.2010 um 01:43 Uhr

      • Benjamin Borgerding

        Lieber Timo, anstatt ein Klischee ans nächste zu reihen (“Billiger Strom!”, “Hamster!!”, “Russland!!!”) und dann auch noch die Dreistigkeit zu besitzen, die Leute aufzufordern aufzuwachen, möchten wir dir empfehlen, dich ein wenig mit der Position von Greenpeace, der Position der Bundesregierung und den verschiedenen kursierenden Gutachten zu dem Thema auseinanderzusetzen. Dann dürftest du mit Erstaunen feststellen, dass auch Greenpeace nirgends davon spricht, alle AKW jetzt auf einen Schlag abzustellen und dass sogar in den von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Energieszenarien eine Laufzeitverlängerung nicht automatisch für geringere Stromimporte sorgt. Hier, S.115.

        15.11.2010 um 12:06 Uhr

      • Bruno Straub

        “”—-Dann dürftest du mit Erstaunen feststellen, dass auch Greenpeace nirgends davon spricht, alle AKW jetzt auf einen Schlag abzustellen….”"
        Soso: Spricht doch der Greenpeace-Chef Kumi Naidoo auf der Castor-Demo in Dannenberg:
        “” ( …Frau Merkel) Steigen Sie bis 2015 aus der Atomkraft aus! “”

        15.11.2010 um 23:30 Uhr

      • Benjamin Borgerding

        @Bruno Straub Schlimm, dass Du es auf diese Weise erfahren musst: Wir haben 2010, es ist nicht 2015. Wobei: Ist doch eigentlich gar nicht so übel: Du bist fünf Jahre jünger, Du kannst nochmal studieren gehen!

        17.11.2010 um 12:12 Uhr

      • Bruno Straub

        Na, Benjamin, ich finde, dass “”zwischen AKW sofort abstellen und bis 2015 abschalten”", nur ein marginaler Unterschied besteht: Beide Forderungen sind zwar populistsch, aber irgendwie wirklichkeitsfremd, um nicht zu sagen “blöd”.
        Eigenartig finde ich, dass Herr Naidoo, der vor einem Jahr noch gegen den Klimawandel kämpfen wollte, und sogar Hungerstreiks nicht ausgeschlossen hat, heute “bis 2015 unsere AKW abschalten will”. Eigentlich müßte er doch den Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Klimawandel kennen! Oder hat man ihm nicht erzählt, dass wir in Deutschland riesige Kohlekraftwerke haben, von denen man locker die größten CO2-Schleudern abschalten könnte?
        Deinen Vorschlag für ein Zweitstudium werde ich prüfen. Was mir vorschwebt, sind ein paar Semester Theaterwissenschaften und dann ein Job als Multi -Purpose -Experte für Energie/Atom/Gene.
        (Mißversteh mich bitte nicht, bei mir wäre es nur ein Zweitstudium … das Basiswissen hätte ich bereits)

        22.11.2010 um 01:11 Uhr

    • Timo Herb

      richtig so!! mein reden!

      13.11.2010 um 01:38 Uhr · Antworten

  • Fabian Langhorst

    Sehr gute Aktionen! Schön wie tapfer die Aktivisten durchgehalten haben. Leider war ich nur Samstag da. Aber, wenn es nochmal einen Transport geben sollte, im Ärmel sind einige Trümpfe. Von beladenen Kieslaster, 6 Reiher-Rübenrodern und auch eine Betonnummer wurde Samstag schon überlegt.
    Nichts desto trotz muss sich jeder überlegen wie viel Strom man verbraucht und welchen Stromanbieter man wählt. Denn so ist es schwierig ohne Atomkraft! Machen wir uns nichts vor.

    09.11.2010 um 15:27 Uhr · Antworten

  • Arno

    Ihr solltet Euch lieber um gestrandete Wale etc. kümmern. Absolute Verschwendung von Steuergeldern…..Euch müsste man namentlich erfassen und sämtliche Harz IV Bezüge etc. streichen. Und vor Allem keine Ahnung haben und so einen Zirkus veranstalten….Greenpeace sollte man finanziell für diese Aktion belangen….

    09.11.2010 um 15:39 Uhr · Antworten

    • Kapuzi

      Bittebitte….nicht so polemisch…..wohl zuviel Bild gelesen,wa?

      09.11.2010 um 17:27 Uhr · Antworten

    • carl

      Ui toll, du bist dafür, Kosten dem Verursacher zu berechnen? Super, dann setz dich doch bitte bei deinem nächsten Treffen der Jungen Union dafür ein, dass die Atomindustrie, die der Verursacher des Mülls und damit der Verursacher dieses teuren und aufwändigen Großtransports ist, auch bezahen soll.

      Und schreib zur Sicherheit noch der verehrten Frau Merkel einen Brief und frag sich mal höflich, warum sie der Meinung ist, dass den Müll, den die Atomindustrie verursacht und mit dem sie jedes Jahr hunderte von Milliarden Euro an Gewinnen einfährt, nicht selbst auch entsorgen solle, sondern komischerweise die Drecksarbeit für die Konzerne die Regierung übernimmt und alle Kosten der Steuerzahler bezahlen soll?

      FAKT ist: Wenn ein normaler Bürger oder eine beliebige Firma Müll produziert, ist genau dieser Bürger oder dieser Firma auch für die ordnungsgemäße Beseitigung des Mülls verantortlich und hat auch zu 100% die Kosten hierfür zu tragen – ALLE BÜRGER und JEDE FIRMA ist dazu verpflichtet – nur die Atomindustrie nicht….die muß sich nicht selber um die Drecksarbeit kümmern und zahlen soll das alles der Steuerzahler. Fragt euch mal warum das so ist?

      09.11.2010 um 17:45 Uhr · Antworten

  • Karin Holzer

    Ich möchte mich herzlich bedanken. Leider konnte ich mich bei den Demonstrationen aus persönlichen Gründen nicht einreihen. Aber ich war dreieinhalb Tage mit dem Herzen bei euch.

    Und lasst eurer Kreativität auch in Zukunft genug Raum. Wir brauchen eine lebendige Demokratie.

    09.11.2010 um 16:08 Uhr · Antworten

  • Ingo

    Zu aller erst: Dickes Dankeschön an GP für die Aktionen, besonders der Bier-Trojaner war der Hit und hat ganz schön für Erstaunen und natürlich Wartezeit gesorgt!

    Für alle die hier gegen die Blockaden vom Wochenende wettern: Ich bin kein Linker, kein Grüner und kein Nazi. Ich bin ein ganz normaler Bürger, gehe arbeiten, trenne meinen Müll und pflege meinen Garten. Das Thema Atomstrom war mir bisher relativ egal. Ja, ist ziemlich gefährlich das ganze, aber die Abfälle werden ja sicher verwahrt… FALSCH! Durch die ganzen Aktionen am Wochenende haben mich die Anti-Atom-Aktivisten zum informieren und nachdenken animiert. Der Müll ist nämlich bei weitem nicht sicher verwahrt, eigentlich gar nicht! Sicherlich wollen wir alle Strom aus der Dose haben, aber muss es Atomstrom sein, nur weil er billig ist? Es gibt genug Alternativen neben Kohle und Atom, aber davon hätten ja die großen Energiekonzerne nicht unbedingt was. Die Gewinn-Marge zum Atomstrom ist nämlich bedeutend geringer.

    Fazit: Wenn schon Atomstrom sein muss, muss unsere Regierung auch in Kauf nehmen dass es Widerstand dagegen gibt. Und bezahlen sollte den Abfall auch der, der ihn produziert hat…nämlich E-ON, Vattenfall und Co. Ist mit meiner Mülltonne übrigens genauso!

    Einen schönen Tag noch!

    09.11.2010 um 16:33 Uhr · Antworten

  • Uli-E

    Sehr sachlicher Beitrag. Exakt das was ich wahrnehme.
    In Anbetracht der Vorfälle bin ich mir selbst zum Rätsel geworden wie ich trotz der Wut noch friedlich bleiben kann. Aber es funktioniert:

    Danke Greenpeace, das es euch gibt. Sonst würde wohlmöglich in mir die Stimmung zum Nachteil umkippen.

    - Uli
    P.S.: Den Hack, wer auch immer ihn auf kernerngie.de umsetzte, fand ich einfach Klasse. Eine weitere bunte Farbe des friedlichen Protest.
    http://uli-e.de/dl/kernenergie_gehakt.jpg

    P.P.S.: Wieso ist die französische Polizei beim Castor am prügeln gewesen?
    http://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/5158292879/sizes/m/in/photostream/

    09.11.2010 um 17:11 Uhr · Antworten

  • Kapuzi

    Mein dank gilt Greenpeace und allen anderen freien Menschen der nun endlich wieder geeinten Anti-AtomBewegung!!!Protest hat sehr vielfältige Gesichter-daß haben die letzten Tage gezeigt.Vom “Schottern” über Sitzblockaden, von Schafherden bis zum umgebauten Bielaster-ich erkläre mich solidarisch mit allen Protestformen.Wir laßen uns nicht spalten!!Another World is possible!!

    09.11.2010 um 17:23 Uhr · Antworten

  • Jens

    Auch ich möchte mich für die Unterstützung von Greenpeace bei uns im Wendland bedanken. Wirklich gelungen diese Aktionen, Respekt an die Umsetzung und Kreativität. Nichtsdestoweniger ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer von Demonstrationen, Blockaden und Aktionen. Querstellen und seine Meinung öffentlich machen.
    Für Greenpeace gilt, ein zahlendes Mitglied ist heute dazu gekommen.

    09.11.2010 um 17:29 Uhr · Antworten

  • claudia reinert

    Eine schöne Zusammenfassung über die tatsächlichen Stromkosten und was uns die Atomkraft wirklich kostet:
    http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-anti-akw/artikel/1/was-uns-die-atomkraft-kostet/

    Und für alle Ahnungslosen eine schöne Zusammenfassung der klassischen Atom-Lügen:
    http://umweltinstitut.org/atom-luegen

    09.11.2010 um 18:10 Uhr · Antworten

  • hagen

    Wer Bundespräsident Wulff auffordern will, keinen Verfassungsbruch für längere AKW-Laufzeiten zu unterschreiben, kann ihn hier dazu auffordern:
    http://www.campact.de/atom2/info/5min7

    09.11.2010 um 18:21 Uhr · Antworten

  • Maulwurf

    Hallo Greenpeace,
    herzlichen Glückwunsch, ihr habt es nach Jahre langer PR-Arbeit geschafft. Ihr spielt jetzt in der gleichen Liga wie Bohlen & Co.
    http://www.youtube.com/watch?v=AWjgtriqErI&feature=player_embedded

    09.11.2010 um 19:29 Uhr · Antworten

  • Maximilian Weigl

    Eine kurze Frage habe ich. Sie schreiben: “Obwohl die Laufzeitverlängerung den Atomkonzernen Milliardengewinne im dreistelligen Bereich beschert, müssen sich die Konzerne nicht an den Kosten für den Transport beteiligen.” Handelt es sich dabei um die eigentlichen (ursprünglichen) Kosten für den Transport, oder handelt es sich dabei um die Kosten, die durch den Polizeieinsatz entstehen?

    09.11.2010 um 20:13 Uhr · Antworten

    • Benjamin Borgerding

      Es handelt sich zusammengerechnet um alle durch den Transport verursachten Kosten.

      10.11.2010 um 13:37 Uhr · Antworten

  • Maulwurf

    @ Maximilian Weigl
    Den Castortransport und die Zwischen- und Endlagerung bezahlen die EVUs. Diese haben gültige Genehmigungen und damit einen Rechtsanspruch diese Transporte und Lagerungen durchzuführen.
    Die Aufgabe des Staates ist diesen Rechtsanspruch sicherzustellen und das kostet Steuergelder. Wenn man dieses Prinzip aufgibt, weil ein paar Menschen die Kernenergie nicht gefällt, dann wird sich bald nur noch der Recht leisten können, der dafür bezahlt. Solche Fakten verwirren aber die Leser nur, deshalb werden sie verschwiegen.

    09.11.2010 um 20:35 Uhr · Antworten

  • Frank Schott

    Ich hab gestern auch geschottert. Autos mit Greenpeace und Anti-Atom-Aufklebern die Reifen zerstochen und Spiegel abgerissen. War richtig cool. Mach ich jetzt häufiger. Schottern iss richtig geil.

    09.11.2010 um 20:58 Uhr · Antworten

  • daysie

    es geht ja nicht nur um den castor.sonder das die regierung einfach über unseren köpfen entscheidet (ähnliches beispiel stuttgart 21).wir müssen nach den gesetzen leben und dann müssen die damit rechnen das wir einspruch erlegen…wir haben GP und anderen organisationen einiges zu verdanken und wenn die jenigen das nicht wissen, sollen sie mal nachlesen.denn schließlich wird für die asse,für das ausbauen der anlagen auch bezahlt die der steuerzahler zahlen muss….GP rettet die welt…nicht nur GP hat demonstriert sondern normalos (alt bis jung) haben geschottert und protestiert.also nicht nur sie haben sich beteiligt.die DEUTSCHEN BÜRGER auch

    09.11.2010 um 21:41 Uhr · Antworten

  • Pierre

    Also Also… Tse tse tse herr Schott.
    Tut es nicht weh, so blind für die Wahrheit zu sein?

    09.11.2010 um 23:03 Uhr · Antworten

  • Ulrike Bickel

    Ich erhöhe meinen Greenpeace-Beitrag. Zivilgesellschaftlicher Protest bei Verletzung der Menschenrechte auf Gesundheit und Leben ist und bleibt nötiger denn je! Wie sollen wir die verbleibenden 3 (?) Jahre schwarz-gelb sonst überstehen? Wer noch nicht zu einem der 4 einzig glaubwürdigem Ökostrom-Anbieter gewechselt hat: spätestens jetzt! Unter http://www.oekostromwechsel.de & http://www.atomausstieg-selber-machen.de. WIR sind das Volk – auf der Straße bei jedem weiteren atompolitischen Blindflug, bis der Ausstieg aus dem Ausstieg rückgängig gemacht wird!

    10.11.2010 um 00:33 Uhr · Antworten

  • Marina

    Daß sich die Bundesregierung so immens vor den Karren der milliardenschweren
    Atomwirtschaft spannen läßt, ist anhand des mit dieser geschlossenen Atom-
    deals sehr bezeichnend für sie und zeigt einmal mehr, wie stark verquickt Politik mit Wirtschaft und Finanzwesen ist. Es ist wirklich so aus, als geben die betreffenden Lobbyisten – im ureigensten Interesse handelnd – den Ton an und haben im Land das eigentliche Sagen … Wo bleibt das Volk als Souverän? Es darf höchstens bei den Wahlen ein Kreuzchen machen, ansonsten soll es wie die drei Affen nichts sehen, hören und vor allem den Mund halten – so denken wohl die Politiker. Neoliberalismus, Nachtwächterstaat wie zu Biedermanns Zeiten, die Wirtschaft und Finanzwelt läßt man gewähren. Da ist mir klar, warum der Bürger in Deutschland als deutscher Michel karikiert wird: Im Nachthemd und Zipfel-
    mütze, schlafwandelnd … Typisch deutsch könnte man spöttisch sagen!
    Höchstens, daß er zuhause die Faust im Sack macht … —
    Umso freudiger mußte ich nun in letzter Zeit feststellen, daß die Demokratie doch tatsächlich zu leben scheint: Die Demonstrationen und Proteste in Stuttgart wie auch jetzt schließlich bzgl. des Castortransportes beweisen es!
    Es gibt also noch echte Demokraten, wenn man es so sagen dürfte …
    Diese Aktionen, aufgrund der unmöglichen Vorgehensweise seitens der Regierung
    hervorgerufen, sind ganz und gar berechtigt … und finden daher meine volle Unterstützung – für die wahre Demokratie und somit gegen die Oligarchie …
    Weiter so … —

    10.11.2010 um 01:46 Uhr · Antworten

    • Marina

      Zu obigem Kommentar noch folgende, kurze Anmerkung:
      Damit man mich nicht mißversteht, ich bin keine Aufrührerin. Jeder Bürger in diesem Lande aber darf und soll die Demokratie mitgestalten … mit einem Kreuzchchen auf dem Stimmzettel nämlich ist es allein bei weitem nicht getan!

      10.11.2010 um 02:11 Uhr · Antworten

      • Maximilian Weigl

        Ich verstehe unter “mitgestalten” nicht zwangsläufig den Marsch auf die Straße, das Anketten an Gleise und Bäume, das mutwillige Zerstören von Eigentum (Schottern), das Besetzen von Gebäuden, etc. Wäre die Mehrheit der Deutschen gegen den Atomstrom, dann wäre doch jetzt nicht die bürgerliche Koalition an der Macht, sondern Rot-Grün. Ich bin noch nicht bereit zu behaupten, dass unsere Demokratie nur noch über Demonstrationen und Zerstörung funktioniert.

        10.11.2010 um 12:40 Uhr

      • Benjamin Borgerding

        Dein Kommentar enthält zwei mehr als fragwürdige Pauschalisierungen: Niemand bei Greenpeace spricht von “zwangsläufig” und “nur noch”. Eine Debatte über das Für und Wider zivilen Ungehorsams kann ich mit Dir an dieser Stelle leider nicht führen. Falls Deine Meinung ist, dass ziviler Ungehorsam grundsätzlich unangebracht ist: Es dürfte schwierig werden, dich an dieser Stelle vom Gegenteil zu überzeugen. Nur eine Anmerkung: der “Marsch auf die Straße” fällt sicher nicht in dieselbe Kategorie wie das Anketten an Gleise. Das Demonstrationsrecht ist eine Errungenschaft der Zivilgesellschaft – und ein wichtiges Element funktionierender Demokratien. Deshalb fällt es mir schwer nachzuvollziehen, wie jemand, der viel auf demokratische Grundsätze zu halten vorgibt, gleichzeitig “Demonstrationen” eine Demokratieschädlichlichkeit attestieren will. Nicht anders kann ich deinen letzten Satz interpretieren. Dein Verständnis von Demokratie scheint sich mir etwas zu einseitig auf den Wahltag als Referendum über alle politische Entscheidungen der nächsten vier Jahr zu fokussieren. Als sei nach der Wahl ein Aufbegehren gegen die politschen Entscheidungen der Gewählten grundsätzlich zu verurteilen. Eine Mehrheit der Deutschen kann Schwarz-Gelb wählen und trotzdem gegen Atomkraft sein. Bei der Wahlentscheidung spielen noch andere Erwägungen eine Rolle. Würden die (energie)politischen Entscheidungen von Schwarz-Gelb einfach hingenommen werden, weil Union und FDP bei der letzten Wahl eine Mehrheit hatten, wäre das in Wahrheit das Indiz einer sterbenden Demokratie.

        10.11.2010 um 14:14 Uhr

      • Maximilian Weigl

        Da habe ich mich etwas zu pauschal ausgedrückt, entschuldige bitte. Ich habe nicht das geringste gegen Protestzüge (so lange sie wirklich etwas bezwecken wollen und nicht nur dem Selbstzweck dienen). Deswegen war es dumm und eigentlich auch nicht gewollt, Demonstrationen in einem Atemzug mit Zerstörungen zu nennen (der schwer interpretierbare letzte Satz). Es geht auch ohne, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Meine Beteiligung an der Demokratie oder an demokratischen Prozessen beschränkt sich auch nicht auf die Stimmabgabe an Wahltagen – es gibt jedoch andere Möglichkeiten neben Demonstrationen und Kundgebungen. Man kann auch innerhalb von Parteien und anderen Jugendorganisationen aktiv am demokratischen Prozess partizipieren und durchaus etwas bewegen. Natürlich selten so öffentlichkeitswirksam wie bei solchen Kundgebungen und Blockaden (ich weiß, das ist mitunter Sinn und Zweck solcher Aktionen).

        10.11.2010 um 20:03 Uhr

  • Tolle Aktion

    Danke für die tollen Aktionen – jetzt stehen Sie bitte auch dafür gerade und zahlen für die Sachbeschädigungen und Aufwendungen der Polizei.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass alle weiterhin daran interessiert sind immer Strom aus der Steckdose zubekommen, wenn man mag. Sonst funktioniert auch diese Seite nicht mehr…

    10.11.2010 um 08:47 Uhr · Antworten

  • Hans Dampf Steuerzahler

    Danke Greenpeace für 50 Mio. Euro Steuerlast!!!!

    10.11.2010 um 09:33 Uhr · Antworten

    • Juli

      Danke, Banken, für 51,8 Milliarden Euro Steuerlast!
      Danke, Steuerhinterzieher, für 25 Milliarden Euro Steuerlast!

      Ach ja, und Danke, RWE, für das tüchtige Sparen an der Brennelementesteuer in Höhe von 280 Millionen Euro…

      Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen – erspar ich dir :)

      Ich gebe dir aber recht in dem Punkt, dass man die Kosten für die Castor-Transport-Sicherung statt auf die Steuerzahler tatsächlich auf die Energiekonzerne, die den Müll auch verursachen, umlegen könnte – oder auf diejenigen Steuerzahler, die Atomstrom beziehen…

      10.11.2010 um 13:19 Uhr · Antworten

      • Phobos

        Wie wärs, wenn jeder Demonstrant einfach 20€ bezahlt und dann ist gut?

        10.11.2010 um 18:47 Uhr

    • Bruno Staubehälter

      26 Millionen (20 ct pro Bürger wenn man den eigtl. Transport abzieht).

      10.11.2010 um 19:08 Uhr · Antworten

  • Muecke4444

    Vielen, vielen Dank für Euren Bier-Trojaner. Ich hoffe, dass die AktivistInnen die Einbetoniererei gut überstanden haben, das war körperlich sicher eine Höchstleistung.

    Ich habe mich sehr über Eure geniale Idee und den Einsatz gefreut. Und wer auch immer hier meckern mag, 61% der Deutschen sind laut Umfrage (Politbarometer) gegen Atomkraft. Leider handeln unsere Politiker schon lange nicht mehr nach unseren Wünschen. Statt dessen werden über die Medien Lügen und Halbwahrheiten weitergegeben und es wird versucht, die Bevölkerung dumm zu halten. Es ist tatsächlich möglich, unsere AKWs abzuschalten, ohne dass es zu einem Engpass kommen würde (und auch ohne dass wir Atomstrom aus dem Ausland kaufen müssten).

    Was bleibt uns denn anderes übrig, als friedlich, aber lautstark zu demonstrieren? Die Gutachten und Diskussionen von Wissenschaftlern und Fachleuten werden doch nur noch zur Kenntnis genommen, wenn sie in das politische Konzept passen.

    Also: Weiter so!!!

    10.11.2010 um 14:12 Uhr · Antworten

  • TM

    Mir kommen große Zweifel an der ökologischen Ausrichtung der einzelnen Protestler. Wenn ich in den Medien den produzierten und dann zurückgelassenen Abfall der Anti-Atomkraftbewegung sehen muss, der dann durch die örtlichen Entsorgungsunternehmen beseitigt werden darf. Ist dies die Vorstellung von Protest für eine saubere Zukunft!? Dann bitte nochmal auf Anfang!

    10.11.2010 um 14:36 Uhr · Antworten

    • Muecke4444

      Der Müll wird von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg beseitigt. Bei dieser Gelegenheit: Besten Dank an die BI für die hervorragende Organisation!

      10.11.2010 um 14:50 Uhr · Antworten

  • hallo

    hi,

    ma ne andere frage.
    gibt es eigentlich ein symbol für die grüne bewegung? jede andere hat ja irgendwie ein symbol.

    danke und viele grüße

    10.11.2010 um 15:32 Uhr · Antworten

  • schotterer

    Dickes Dankeschön an euch für diese dreiste, glorreiche Aktion! Ihr habt den Transport massiv behindert und wieder einmal klar gemacht, dass sie mit ihrer menschenverachtenden Politik nicht einfach so durchkommen! Lasst euch nicht entmutigen, macht weiter! Nächstes Mal kommen sie nicht durch!!

    10.11.2010 um 15:39 Uhr · Antworten

    • Timo

      ja, wir sollten noch am besten leute töten…
      ich finds auch gut alles kaputt zu machen. ich fange gleich an gullideckel auf die autobahn zu werfen… scheiß CO2 autos.
      der LKW war doch ein Elektrolaster mit solarstrom betrieben, oder?…

      13.11.2010 um 01:51 Uhr · Antworten

  • Phobos

    Ich stelle mal ein Paar Fragen:

    Räumen die Aktivisten eigentlich auch alles wieder auf? Bei sovielen Menschen fällt doch bestimmt ne Menge müll an, vor allem Plastikmüll, der ja nicht unbedingt der Umwelt zugute kommt. Oder gehen alle nach den Demonstrationen nachhause und tun so, als wären sie nie dagewesen.
    Wer bezahlt eigentlich die Reparatur der Landstraße, wo der Bierlaster stand? Die Demonstranten selber? wird bestimmt nich grade billig.
    Finde Atommüll auch nich grade so prickelnd, aber Übertreibt ihr nicht ein wenig mit diesen Aktionen? Oder dienen die Aktionen dazu, endlich mal wieder das Kind im Menschen durchkommen zu lassen?
    Man merkt, das in Deutschland anscheinend viel Freizeit besteht, anders kann man sich die vielen Demonstranten nicht erklären.
    Kommen die ganzen Umweltschützer eigentlich mit dem Auto nach Dannenberg?
    Oder hat jeder Demonstrant ein Elektro-Auto oder zumindest eine Fahrgemeinschaft?
    Wenn die Demonstrationen noch wirksamer sein sollen, warum fangt ihr nich gleich in Le Hague damit an? Dann ist der Zug bestimmt 3 Monate unterwegs…
    Oder ist die Französische Polizei zu “Gewaltbereit”?

    Ein (Nicht ganz ernst gemeinter) Vorschlag für den Nächsten Transport:

    Wie Wärs, wenn ihr einfach alle 2km mal 10m Eisenbahnschienen rausflext?
    Oder Den Beton rechtzeitig über die Schienen drüberkippt, dauert ja eh n Paar Stunden, bis der Zug da ist, dann isser auch Hart :-)

    10.11.2010 um 18:44 Uhr · Antworten

  • Bruno Staubehälter

    Die Polizei schätz die Kosten auf 26 Millionen Euro – macht denke ich 20 Cent pro
    Bundesbürger wenn man gut 5 Cent für den eigentlichen Transport abzieht.

    10.11.2010 um 19:06 Uhr · Antworten

    • Daniel

      ich würde gerne mal bei dir zu hause alles kaputt machen und das dann auch zivilen ungehorsam nennen. aber ich denke mal bei dir zahlt eh alles der staat. also schade ich mir dann selbst… geh mal lieber arbeiten!

      13.11.2010 um 01:49 Uhr · Antworten

      • Bruno Staubehälter

        so, wohnst du an den schienen? oder gehören die etwa deinen vater?
        es wurde nichts (n-i-c-h-t-s) zerstört…
        ich weiß du würdest lieber uns überfahren oder abknallen nur leider ist das im gegenzug was wir machen strafbar…

        13.11.2010 um 15:01 Uhr

  • Maulwurf

    @Bruno Staubehälter
    Was verstehen sie nicht an der Aussagen (schon weiter oben): Der Castortransport und die Zwischen- und Endlagerung bezahlen die EVUs. Diese haben gültige Genehmigungen und damit einen Rechtsanspruch diese Transporte und Lagerungen durchzuführen.
    Das bedeutet die 26 Millionen gehen komplett für die Sicherung drauf.

    Auch haben hier einige ein seltsames Rechtsverständnis. Sachbeschädigung (auch die durch den “so lustige” Bierlaster) bleibt eine Straftat. Dies als ziviler Ungehorsam zu bezeichen ist nur dumm und gefährdet unseren Rechtsstaat.
    Und eines verstehe ich auch nicht. Die Regierungsparteien hatten eindeutig in ihrem Wahlprogramm vermerkt, dass sie verlängerte Laufzeiten für die Atomkraftwerke wollen. Trotzdem sind diese Parteien von der Mehrheit gewählt worden. (Nichtwähler zählen nicht, da diese zu faul sind ihrer Meinung zu äußern).
    Wie wäre es eigentlich mal mit der Anerkennung von Mehrheiten? Und nein, das Ergebnis von Umfragen sind keine demokratische Wahlen.

    10.11.2010 um 21:10 Uhr · Antworten

    • Bruno Staubehälter

      “Und eines verstehe ich auch nicht. Die Regierungsparteien hatten eindeutig in ihrem Wahlprogramm vermerkt, dass sie verlängerte Laufzeiten für die Atomkraftwerke wollen. Trotzdem sind diese Parteien von der Mehrheit gewählt worden.”
      Das stimmt zweifelsfrei.
      Wenn die CDU behauptet Atomkraft sei “nur” eine Brückentechnologie damit die Lichter nicht ausgehen und wenn das auch noch von den Kraftwerksbetreibern in den Medien erzählt wird -lassen es mich so formulieren- “kriegt der mündige Bürger Bammel um seine Glühbirne”.
      Aber sagen sie wählen sie nur eine Partei die ihren Vorstellungen komplett entspricht? Wohl kaum denn dann müssten sie der Chef sein…

      “Wie wäre es eigentlich mal mit der Anerkennung von Mehrheiten? Und nein, das Ergebnis von Umfragen sind keine demokratische Wahlen.”
      In den Umfragen erkennt man Mehrheiten ganz gut wenn diese nicht anerkannt werden muss die Partei entweder mit Steuersenkungen werben oder das Wort “christlich” in seinen Namen einfügen.

      12.11.2010 um 17:12 Uhr · Antworten

  • Marina

    Wenn ich manche Kommentare lese, denke ich, als wären Erbsenzähler am Werk … Da wird was vorgerechnet. Und was die Politik zur Zeit macht – ist das korrekt? Es wurde ein Amtseid geleistet, in dem es u.a. heißt, daß der/die Bundeskanzler/in und die Bundesminister geloben, Schaden vom gesamten deutschen Volk abzuwenden. Wie bitte soll das gehen bei dieser nicht bis ins Detail und zu Ende gedachten Atompolitik? Bei der zu leicht hingenommenen Endlagerlösung nimmt man nämlich billigend in Kauf, Daß irgendwann mit Sicherheit Schäden für Leib und Leben auftreten können. Kann man schon allein deswegen – bei einer so wichtigen Frage, die auch nachfolgende Generationen betrifft, – noch der Regierung vertrauen, die leichtfertig mit der ganzen Atomproblematik umgeht? Die Antwort liegt klar auf der Hand!

    11.11.2010 um 22:24 Uhr · Antworten

  • Thomas

    Nach insgesamt 92 Stunden Chaos erreichen die 123 Tonnen Atommüll um 9.48 Uhr ihr Ziel Nie dauerte ein Castor-Transport länger, nie war der Protest so heftig.

    Die Zeche allerdings zahlt der Steuerzahler: Die Gesamtkosten für den Castor-Einsatz werden auf rund 50 Millionen Euro geschätzt.

    12.11.2010 um 16:19 Uhr · Antworten

    • Daniel

      ist doch kein problem. dafür schließen wir einfach ein paar schulen…
      danke greenpeace!

      13.11.2010 um 01:46 Uhr · Antworten

  • Bruno Staubehälter

    gerecht ist das nicht…nur leider zahlt auch jeder für (deine) atomkraft
    wenn man von den 50 millionen 26 abzieht (die – wie man mir oben weismachen will -nur die sicherheitskosten berücksichtigen) komm ich auf 24 millionen die anders verwendet werden… die frage die sich mir jetz stellt ist:wo ist das geld “verschwunden”?
    an den Demonstranten kann es ja nicht liegen da diese (wenn sie laut euch “gefährlich” sind) unter die sicherheitskosten fallen…

    12.11.2010 um 16:58 Uhr · Antworten

    • Daniel

      ich würde mit dem zug über euch rollen. dann wär auch der normale müll weg… wenn ich euch so labern höre!!!

      13.11.2010 um 01:47 Uhr · Antworten

  • daysie

    ich glaube das wird alles jetzt zu persönlich und es entfernt sich langsam von dem eigentlichen thema worum es hier geht…..wir werden sehen von was die menschheit stirbt

    14.11.2010 um 17:54 Uhr · Antworten

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