Ohne großes Tam-Tam hat das Bundesumweltministerium (BMU) am Montag eine Studie mit dem schönen Titel “Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global” (nachfolgend: LSAEEDEEG) auf seiner Homepage veröffentlicht. Das BMU hätte auf eine Veröffentlichung dieser “Leitstudie” vermutlich gerne verzichtet, doch die grüne Bundestagsfraktion war umsichtig genug, diese zu erbeten.
Definitiv nicht abgeschrieben haben die Verfasser dieser Studie (u.a. beteiligt: das renommierte Fraunhofer-Institut) beim Energiekonzept, das die Bundesregierung letztjährig zur Pseudo-Legitimation ihrer Laufzeitverlängerung vorgelegt hatte. Trotz wohl abwägender Worte ist die Kritik am Energiekonzept der Bundesregierung unüberlesbar. Auf den Seiten 165/166 etwa führt die Studie aus:
Die tendenziell notwendige Ausweitung flexibler Gaskraftwerke und der parallel angestrebte Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung werden aus heutiger Sicht ohne zusätzliche Anreize nicht in dem gewünschten Umfang erfolgen. Durch die beschlossene Laufzeitverlängerung und die bereits in Bau befindlichen Kohlekapazitäten von rund 12 GW wird der Raum für Investitionen in neue flexible Kraftwerkskapazitäten stark eingeengt. Dies kann sich zu einem Hemmnis für die Zielerreichung des Ausbaus von Erneuerbaren entwickeln.
Weiter heißt es auf Seite 166 der Leitstudie, dass durch “die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke (…) sich die schon jetzt schwierige Marktsituation für (KWK-)Anlagen weiter verschlechtern” werde. Das vom Energiekonzept beabsichtigte Nebenher von Atom- und Kohlekraft gefährdet somit den notwendigen Umbau der Versorgungsstruktur. Der Konflikt zwischen Grundlastkraftwerken und Erneuerbaren ließe sich zumindest mindern, indem “fossile Altanlagen in größerem Umfang stillgelegt werden”. An Merkels heißgeliebte “Brückentechnologie” lassen diese Passagen aus der Leitstudie nicht denken, vielmehr sorgt das System der Grundlastkraftwerke für seine eigene Selbsterhaltung – zum Schaden der Erneuerbaren. Was in der Leitstudie anklingt, ist von anderer Seite – namentlich vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) - daher wiederholt als schwelender “Systemkonflikt” bezeichnet worden: Atom- und Kohlekraftwerke machen den Ausbau der Erneuerbaren und den Umbau der Netze obsolet.
Die Leitstudie möchte sich komplementär zum Energiekonzept verstanden wissen und wird von ihren Autoren als “Blaupause” zum Erreichen “der generellen Ziele des EE-Ausbaus” im Energiekonzept bezeichnet. Sie ist jedoch nicht bloß Blaupause, sie ist außerdem Korrektiv falscher Berechnungen. So bemängeln die Verfasser der Leitstudie, dass das künftige Wachstum der Erneuerbaren im Energiekonzept massiv unterschätzt werde: Das “langsame Wachstum der EE-Stromerzeugung nach 2020 in den Szenarien zum Energiekonzept ist mit den Anforderungen eines stabilen Inlandsmarktes und daraus ableitbarer dynamischer Teilnahme an dem wachsenden globalen EE-Markt nicht vereinbar.” Die Studie plädiert nachdrücklich für eine Beibehaltung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) und empfiehlt, die “Vollkosten” bestimmter Stromerzeugnisse bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen, “wenn Erneuerbare faire Chancen auf den Energiemärkten haben sollen”:
Weiterhin ist anzustreben, dass diese Vollkosten weitgehend alle externen Kosten der Energiebereitstellung, insbesondere die Kosten des Klimawandels und die vollen Entsorgungs- und Risikokosten für die Kernenergie enthalten. Nur so ist gewährleistet, dass der Markt die korrekten Preissignale an die Akteure und Investoren sendet und erneuerbare Energien mittelfristig aus den derzeitigen Förderstrukturen entlassen werden können.
Was auch die Leitstudie lieber unerwähnt lässt: Wenn man die Vollkosten der Atomenergie konsequent auf den Strompreis umlegen würde, wäre Atomstrom kaum noch bezahlbar. Greenpeace hat nachrechnen lassen, dass sich die Fördergelder für Atomkraft bis heute auf 204 Milliarden Euro belaufen. Hinzu kommen noch 100 Milliarden bis zum Ausstieg – und das ohne die Laufzeitverlängerung durch Schwarz-Gelb. Den Erneuerbaren attestiert die Leitstudie dagegen ein überraschend hohes ökonomisches Potential: Der volkswirtschaftliche Vorteil durch eine Stromversorgung durch Erneuerbare anno 2050 könne rund 700 Mrd. Euro betragen. Bereits um 2035 könne man die aufgelaufenen Vorleistungen wieder kompensieren.
Nicht bloß in punkto Laufzeitverlängerung übt die Leitstudie Kritik am Energiekonzept der Bundesregierung. Auch für die umstrittene CO2-abscheiden-und-in-den-Boden-pumpen-Technologie, den Hoffnungsträger CCS, findet die Studie keine warmen Worte. Denn “neben offenen Fragen der Nachhaltigkeit und Akzeptanz” sei diese Technik auch “aus energiewirtschaftlicher Sicht in Deutschland zu hinterfragen”. Sollte CCS tatsächlich im Zeitraum zwischen 2025 bis 2035 Marktreife erlagen, könnte das bereits “zu spät sein, um in Deutschland nennenswerte Beiträge zum Klimaschutz zu erbringen”.
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Energiesparfuchs
Die hier vorgestellte Leitstudie ist genauso hahnebüchener Blödsinn wie die Energiestudie der Bundesregierung.
Allein schon die lächerlichen Passagen darin zum Wasserstoff und der Schutz der Infrastruktur im Erdgasnetz (bitte, bitte keinen Zähleraustausch wegen Wasserstoff) könnten auch aus der Feder eines bockigen Kindes stammen. Wer über Rückverstromung von in Wasserstoff gespeichertem Ökostrom über GuD-Kraftwerke über den Weg von künstlich hergestelltem Methangas fabuliert (Gesamtwirkungsgrad 40 Prozent), der hat auch nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Eine echte Wasserstoffwirtschaft kennt solche riesigen Energieverluste nicht. Wann hört endlich der Schwachsinn auf, den Ausbau der Stromnetze zu fordern. Wir brauchen hauptsächlich nur eine Verteilstruktur für Energie und die ist das bestehende Erdgasnetz. Strom und Wärme wird erst vor Ort beim Verbraucher in Brennstoffzellen erzeugt, das minimiert die Energieverluste durch echte KWK auf ein Minimum, siehe http://www.bio-wasserstoff.de/h2/Brennstoffzellen/Stationar/stationar.html
03.3.2011 um 20:51 Uhr ·
Bruno Staubehälter
Die Welt wird nicht umsatteln nur weils sie es unter jedem Blog setzen…
04.3.2011 um 19:01 Uhr ·
Energiesparfuchs
Wofür stehen sie eigentlich im Bereich der Energie ? Für rumlabern oder für Lösungen ? Bis jetzt habe ich keinen konstruktiven fachlichen Beitrag von ihnen hier gesehen.
04.3.2011 um 21:14 Uhr
Bruno
Warum sind immer die ersten Beiträge von Ihnen?
Bio-Wasserstoff kann ja gut sein nur denke ich mir dass bei so vielen Beiträgen mehr als nur die “gute” Lösung dahintersteckt.
Das mag für sie vielleicht der letzte “Quatsch” sein, für mich sieht es so aus.
06.3.2011 um 12:22 Uhr
Energiesparfuchs
Noch einmal, ein separater Blog, wo wir den Energieplan B von Greenpeace sachlich mit dem Biowasserstoff-Konzept vergleichend diskutieren können, wäre aus meiner Sicht das Beste.
Offenbar scheuen aber die Energie- und Mobilitätsexperten von GP so etwas, denn u.U. könnte das heiße Thema Klimaschutz dann wegfallen und die sonst so gültigen Aussagen zur Endlichkeit von Energie-, Wasser- und Nahrungsressourcen sich als nicht haltbar erweisen.
Ich persönlich glaube nicht, dass GP dann nichts mehr zu tun hätte, nur könnte sich die Organisation nach Lösung der Energiefrage anderen Feldern besser widmen, z.B. Überfischung der Meere, Gentechnik, chemische Industrie, Atommüll, Elektroschrott, Müll usw.
Bleiben sie von mir aus kritisch eingestellt wegen der vielen Einzelbeiträge über Biowasserstoff, ich jedenfalls habe persönlich nichts geschäftliches in dieser Richtung zu verbergen.
06.3.2011 um 19:37 Uhr
Arne Babenhauserheide
@Energiesparfuchs: Greenpeace hat auch ohne Klimakatastrophe genug zu tun. Ohne Kohle- und Atommkraftwerke bäbe es mehr Kapazitäten für die Rettung bedrohter Arten und des Regenwaldes. Und die Wahlfänger werden auch nicht einfach aufhören, nur weil in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr laufen. Also hören sie bitte mit dem Unfug auf.
PS: Nein, ich bin nicht bei Greenpeace. Jeder von uns hat nur begrenzte Zeit, und wer versucht, alles zu machen, hat kaum Chancen auch nur eins zu erreichen.
13.3.2011 um 23:27 Uhr ·
Erna
Schon mal geschaut unter http://www.transparency.eex.com was Wind + Solar Heute um 6:00 Uhr gebracht haben? Von rund 57000 MW gerade mal 541 MW, wirklich sehr überzeugend der “Erneuerbaren” mit 100000000000 Euro direkte Subventionen von den Kosten von Netzausbau, Schaffung von Speichern und Bau z. B. von Gaskraftwerken ganz zu schweigen.
04.3.2011 um 10:38 Uhr ·
Bruno Staubehälter
Außer Nullen nichts im Haus was?
04.3.2011 um 18:59 Uhr ·
Bruno Straub
Vornamensvetter Bruno, Nullen spielen leider eine große Rolle. Nicht nur in der Politik, sondern auch in den Zahlen. Erna könnte es uns viel einfacher machen, wenn sie schriebe: 100 Mia Euro direkte Subventionen. (Für Dich vielleicht einfacher: 100 E9 Euro…)
06.3.2011 um 01:19 Uhr
Energiesparfuchs
Die Zahlen sind mittlerweile so gigantisch, dass es offenbar niemanden in der Ökoszene mehr stört, wer das alles erwirtschaften soll.
Zitat: “Nach einer Studie der Unternehmensberatung Accenture und der Barclays Bank erfordert der Klimaschutz gigantische Investitionen. Um den Ausstoß an Treibhausgasen wie angestrebt in Europa um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 zu senken, müssten in dieser Zeit 2,9 Billionen Euro investiert werden, heißt es in dem Papier.”
Für Herrn Staubehälter konkret: das sind 2.900.000.000.000 Euro oder 2,9 E12 Euro.
Sie haben außer Nullen nichts im Haus und nicht die anderen, die hier mitdiskutieren. Und kommen sie bloß nicht mit dem Spruch “Wir müssen die Welt retten, da ist das alles egal.” Für Europa reichen 250 Mrd. Euro Investition in eine Wasserstoffwirtschaft, die 100 Prozent Ökoenergie liefert, anstatt nur 20 oder 30 Prozent unter Verschlimmbesserung der alten Stromwirtschaft. Das ist eine ganze Größenordnung (Faktor 1.000) kleiner.
06.3.2011 um 10:28 Uhr
Bruno Staubehälter
Ich bestreite nicht das EE “ihren Preis haben”, ich finde nur dass viele Nullen ein wenig hetzerisch wirken. Vor allem bei Zahlen die über unserer Vorstellungskraft liegen.
Erna könnte ja auch schreiben dass sie 100 Milliarden kosten dann würde sie aber wohl kaum so viele Menschen erreichen…
06.3.2011 um 12:12 Uhr
Bruno Straub
@Erna: Heute war halt kein Windtag. Dafür gab es aber etwas Sonne…
Und da das (doch) immer wieder vorkommt, haben wir ja für (fast) jedes Windrad/Sonnendach ein Gasturbinchen installiert. Oder korrekter: werden wir installieren müssen, wenn wir mit den EE gegen die 100% gehen und nicht bald leistungsfähige Speicher schaffen.
(Außer Gasspeichern mit Elektrolyse – H2/Methan wüßte ich übrigens keine bei uns realisierbaren “Stromspeicher”)
04.3.2011 um 22:32 Uhr ·
Arne Babenhauserheide
100 Milliarden Euro, oder auch 100000000000 Euro, das ist in etwa das Geld, das dem Deutschen Staat jedes Jahr durch Steuerhinterziehung verloren geht.
Damit wirkt das plötzlich nicht mehr so viel, oder? Wenn alle Vermögenden ihre Steuern rechtmäßig zahlen würden, wäre die gesamte Förderung der Erneuerbaren nach nur einem Jahr finanziert.
13.3.2011 um 23:42 Uhr ·
Bruno Straub
Die ziemlich oft und penetrant vorgetragene Feststellung “”Atomstrom wäre kaum noch bezahlbar. Greenpeace hat nachrechnen lassen, dass sich die Fördergelder für Atomkraft bis heute auf 204 Milliarden Euro belaufen”", geht mir langsam “auf den Wecker”. Ein paar Fragen dazu:
1.) Ihr habt “nachrechnen” lassen? – Klingt so, wie: Wir haben ein Geld in die Hand genommen und uns “wissenschaftlich” unser Wunschergebnis bestätigen lassen.
2.) Dieses “Institut” , das ihr beauftragt habt und dessen Aussagen ihr jetzt so locker/flockig wiedergebt, hat das irgendein Renommee? (http://www.foes.de/publikationen/studien/)
3.) Warum beauftragt ihr nicht eine Institution, die Rang und Namen hat?
4.) Frage als Bruno Normalverbraucher: (Nur Beispiele): Warum werden mir als “Atomstromverbraucher” die Sanierung der Wismut oder die natürlich nicht erhobenen Steuern auf die Rückstellungen für den Abriß der AKW angelastet? – Oder gar die weder erhobenen noch gerechtfertigten Kosten für Emissionszertifikate?
06.3.2011 um 23:34 Uhr ·
Sightseeing-Taxi
Die (Anschubs-) Subventionierung von Photovoltaik in Deutschland hat sehr viel gebracht:
Durch den gestiegenen Bedarf wurden mehr Solarzellen-Fabriken gebaut, und die Kosten für Solarmodule sanken stark, was wiederum deren Verbreitung befördert etc.. Die, die ein Solarmodul auf dem Dach installieren, entwickeln ein stärkeres Energieverbrauchsbewußtsein. Und durch die sichtbare Präsenz der Solarzellen wird an das Thema “umweltfreundliche Stromgewinnung” erinnert.
Aber trotz all diesen Punkten ist es wichtig und richtig, den Sinn und die Effektivität der Solarstromförderung zu hinterfragen. Denn eines ist klar: Man kann einen Euro nur EINMAL ausgeben, und es gäbe womöglich Alternativen, die gleich, wenn nicht sogar mehr förderungswert sind als der Solarstrom!
Einen Grund, warum es in diesem Bereich so viele Konflikte gibt sehe ich darin, daß sich das konservative politische Lager in Deutschland über Jahrzehnte in einer sträflich bornierten Art ALLEM verschlossen hat, was für sie “Hippie-Schiene” war: Man setzte ALLEIN auf das, was man schon kannte.
So versäumten es diese Menschen sich Fachwissen anzueignen, um OBJEKTIV urteilen zu können. Daß dann Entscheidungen, wenn sie getroffen werden mehr oder weniger stümperhaft ausfallen liegt auf der Hand – es fehlt einfach das Feingefühl, da die ganze Debatte auf “Öko oder nicht Öko” reduziert wurde.
Ein Beispiel: In Deutschland werden Jahr für Jahr tausende Heizkessel ausgetauscht. Meist werden diese ersetzt durch modernere Kessel, die vielleicht weniger Schadstoffe produzieren, und etwas effektiver sind.
Aber in vielen Fällen, meist insbesondere bei größeren Wohnanlagen, könnte man an Stelle des Heizkessels auch ein Blockheizkraftwerk errichten. Die Dinger sind kaum größer als Heizkessel, bestehen aus einem Verbrennungsmotor, der über einen Generator Strom erzeugt und in´s Netz einspeist sowie aus einem Modul, das mit dem “Abfall”, also den heißen Abgasen das Wasser erhitzt.
So wird eine Brennstoffersparnis von 40% gegenüber der SEPARATEN Strom- und Wärmegewinnung erreicht, und zwar, und jetzt kommt´s: Fast zum NULLTARIF!
Es wäre nun doch für die Bundesregierung ein Leichtes, per Verordnung dafür zu sorgen daß in allen Fällen, wo sinnlos auf den Einsatz von Blockheizkraftwerken verzichtet wird Strafzahlungen fällig werden. Die wiederum als Subventionierung von Blockheizkraftwerken rückgeführt werden!
So würde man die sinnlose Verschwendung von Ressourcen bekämpfen, und gleichzeitig sinnvolle Neuerungen fördern, ohne daß das einen Cent Geld kostet!
Selbst die Bevölkerung profitiert, denn Hauseigentümer und Mietshausbewohner brauchen weniger Geld für Öl und Gas auszugeben!
So stelle ich mir eine wirklich SINNVOLLE Subventionspolitik vor. Sozusagen an Stelle von Kraftmeierei ein “Anstupsen in die richtige Richtung”. Es ist jedoch klar, wer dem entgegensteht: Die Anbieter von Kraftstoffen. Die haben nämlich ein Interesse, möglichst viel zu verkaufen. Da wäre es auch einmal interessant, den Lobby-Einfluß dieser Gruppen in unsere Politik zurückzuverfolgen.
Das würde sicher auch eine Erklärung dafür liefern, warum sich Politiker, die auf der Gehaltsliste stehen von eben diesen Wirtschaftsvertretern hier zu wenig bewegen.
07.3.2011 um 15:53 Uhr ·
Energiesparfuchs
Die Anschubfinanzierung für Solarstrom hat bewirkt, dass wir bereits jetzt mehr Geld in diese bisher teure und uneffektive Energiequelle gesteckt haben, als uns der komplette Umbau in D auf Wasserstoff einschließlich der H2-Fabriken, der Ertüchtigung und Ausbau des Gasnetzes und die Installation von H2-Tankstellen am Gasnetz gekostet hätten (100 % Ökoenergie, 24 Stunden, 7 Tage in der Woche !!!)
Das Thema Solarstrom gehört in die Forschungslabore zurück, gern mit ordentlich Subvention (z.B. 1 Mrd. Euro), um preiswerte unhd wirkungsgradstarke Zellen mit Nano- und Schichttechnik aus Silizium herstellen zu können.
Die Probleme von erdgasbetriebenen BHKW`s sind ihnen völlig fremd, deshalb nur ein Hinweis dazu. Die Anlagen müssen wärmegeführt betrieben werden, d.h. sie kommen im Jahr auf max. 6.000 Betriebsstunden. Für 2.760 Betriebsstunden fehlt ihnen dann der Strom der Anlagen im Netz.
Wenn sie sich von der Pyromanie trennen, dann funktioniert die Sache besser. H2 in Brennstoffzellen werden im Sommer stromgeführt (Abwärme reicht im Privathaushalt gerade für Duschen und Abwaschen, Wärmespeicher im Keller) und im Winter wärmegeführt betrieben (Überschusstrom wird in Wärme per el. Wandstrahler in Wohnräumen umgewandelt). Dann passt die Sache, weil alle 8760 Stunden pro jahr die Anlage läuft und gleichzeitig Strom und Wärme produziert. Dadurch fallen so gut wir keine Energieverluste an. ‘Auch die Industrie profitiert, denn Überschusstrom von BZ kann immer auch in Prozesswärme umgewandelt werden.
Gleichzeitig entfallen alle Hampeleien, um das große Stromnetz irgendwie stabil zu halten und irgendwelche Zwangsabgaben.
Motoren sind zu laut und zu unflexibel, Brennstoffzellen sind leise und auch durch Modulbauweise leichter an die Energieabnahme anzupassen.
07.3.2011 um 17:05 Uhr ·
Sightseeing-Taxi
Was bitte soll ein “Umbau auf Wasserstoff” bringen? Wo soll denn der Wasserstoff herkommen? Aus umweltschädlicher und unverantwortlicher Kernenergie etwa?
Blockheizkraftwerke sind soweit mir bekannt erst ab einer gewissen Hausgröße sinnvoll (etwa Mietshäuser mit mehreren Parteien, oder etwa auch Krankenhäuser).
Diese Anwendungen gibt es aber, und hier kommen o.g. Vorteile auch zum Tragen. Das Betriebsgeräusch eines Blockheizkraftwerkes dürfte wohl kaum zum Tragen kommen. Erstens sind die verwendeten motoren so laut dann auch nicht. Und zweitens kann man sie bei großen Gebäuden irgendwo in die zweite Kelleretage packen, schön geräuschgedämmt. Da hört man dann gar nix mehr.
09.3.2011 um 01:35 Uhr
Energiesparfuchs
Da ich hier in den Blogs meine Links schon massenhaft gepostet habe, möchte ich zur Beantwortung ihrer Fragen mal darauf verzichten.
Den ersten Link zu KWK-Anlagen (hier Brennstoffzellen) finden sie in der ersten Meinung von mir hier in diesem Blog.
Wenn sie auf der entsprechenden Internetseite gelandet sind, dann können sie sich auch die anderen Informationen durchlesen.
Dort steht alles darüber woher, wie und zu welchen Kosten H2 erzeugt werden kann. Es gibt keine Limitierungen von Ressourcen hinsichtlich Energie, Nahrung und Wald, weder in der EU noch auf der Welt.
In Motor-BHKW`s geht jeder vernünftige Mensch eigenlich nur mit Gehörschutz rein. Die Dinger sind Technik von gestern und haben gegenüber BZ nur Nachteile.
Keine Ahnung wie sie darauf kommen, dass ich vorschlagen würde, Atomstrom für die Herstellung von H2 verwenden zu wollen.
09.3.2011 um 09:20 Uhr
Bruno Straub
Hallo SST,
nur was zum Nachdenken: Vielleicht sind die BHKW doch nicht so doll, wie sie uns immer dargestellt werden? Wenn sich zum Beispiel ein privat erschlossenes Baugebiet nicht dazu “durchringen” kann, ein BHKW zu errichten, obwohl das gefördert wird und die “Wärme” umsonst ist, könnte das ja auch durchaus daran liegen, “dass sich das vorne und hinten nicht rechnet”…
07.3.2011 um 23:55 Uhr ·
Maria
Wieder mal eine Unerhörtheit, was sich in dem Land teilweise abspielt… gut, dass man nicht alles so genau weiß.
10.3.2011 um 18:54 Uhr ·
Bette
eIFPsu Good point. I hadn’t tohguht about it quite that way.
21.4.2011 um 04:19 Uhr ·
vftnuvszf
4uBarM yoldlhtmbaws
21.4.2011 um 19:50 Uhr ·