Mich packt die Wut…

13. März 2011 · von Jan Haase

Darf man in diesen Tagen – mit Blick auf die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan – schon wieder über Atompolitik in Deutschland diskutieren? Eigentlich sollten alle unsere Gedanken bei den Menschen in Japan sein, die dort um ihr Überleben kämpfen und zum Teil schon alles verloren haben.

Wenn ich aber in den Nachrichten höre, wie deutsche Politiker und Atomlobbyisten auf den nuklearen Notstand in Japan reagieren, ist mir klar: Gerade jetzt muss über Atompolitik diskutiert werden. Denn bei dem was ich da höre, packt mich einfach nur die Wut. So viel Verlogenheit, Heuchelei und Volksverdummung ist mir schon lange nicht mehr untergekommen.

Das Schlimmste, was mir untergekommen ist, war dabei die CDU-Staatssekretärin im Umweltministerium Katharina Reiche. Im ARD Morgenmagazin stilisierte sie sich glatt zur Speerspitze der Anti-Atom-Bewegung:

Der Kernpunkt des Gesetzes [zur Laufzeitverlängerung] ist, dass wir ja schon jetzt einen Ausstieg beschlossen haben […]. Wir haben einen gesellschaftspolitisch gewollten und politisch bestätigten Ausstieg aus der Kernenergie.

Will diese Frau uns für dumm verkaufen? Der Atomausstieg ist Anfang dieses Jahres durch ein Gesetz, das vor allem die CDU so gewollt hat, um ein bis zwei Jahrzehnte verschoben worden. Genau damit hat Reiches Partei den vorhandenen gesellschaftspolitisch gewollten und politisch bestätigten Ausstieg aus dem Jahr 2001 aufgekündigt. Diesselbe Katharina Reiche, die sich heute als Befürworterin des Ausstiegs präsentiert, sagte übrigens vor genau zwei Jahren noch zum Thema AKW-Neubau:

Wenn europäische Länder den Neubau planen, kann Deutschland nicht abseits stehen.

Ja, wenn die Gefahr besteht, dass man in Kürze Wahlen verliert, dann macht man schon mal die schnelle 180-Grad-Wende. Und dann sagt Reiche noch im Morgenmagazin:

Die Situation in Deutschland ist im Gegensatz zu der in Japan nicht dadurch gekennzeichnet, dass wir eine Erdbebenregion sind oder eine Tsunami-Region.

Dass Atomkraftwerke, die im Landesinneren stehen, nicht von einem Tsunami betroffen sein können, ist eine Binsenweisheit. Aber dass es in Deutschland keine Erdbeben geben soll, ist mir neu. Einer Staatssekretärin im Ministerium für Reaktorsicherheit sollte doch bekannt sein, dass das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich auf richterlichen Beschluss 1988 vom Netz gehen musste, weil es in einem erdbebengefährdeten Gebiet gebaut worden war.

Aber die Kommunikationslinie ist nicht neu. Nach dem Unfall in Tschernobyl vor 25 Jahren hieß es auch: „Das kann bei uns SO nicht passieren, die Russen haben einen ganz anderen Reaktortyp.“

Klar. Ein Unfall mit genau dem Szenario wie in Japan (Erdbeben + Tsunami) kann bei uns nicht passieren. Aber so, wie die AKW in Japan für genau das jetzt eingetroffene Szenario nicht ausgelegt waren, so gibt es Szenarien, für die unsere AKW nicht ausgelegt sind.

Da stehen eine Reihe von Atomkraftwerken, deren Schutzhülle höchstens den Aufprall eines Sportfliegers aushält und dem Angriff mit Waffen, die zu ihrer Bauzeit in den 70er Jahren zu haben waren. Mit was müssen wir aber rechnen, wenn auch in Deutschland das passiert, was nicht vorgesehen ist: Der Absturz eines großen Flugzeuges auf einen dieser Reaktoren oder ein gezielter Angriff mit modernen Waffen?

Aber Reiche reicht es in ihrer abstrusen Argumentation noch nicht und sie legt im Morgenmagazin noch einen drauf:

Die Kernkraftwerke in Japan stehen ja tatsächlich an äußerst sensiblen Punkten und es gab zahlreiche Warnungen vor Ort.

Frau Reiche, da wird mir echt übel, wenn ich das höre. Das klingt für mich wie „selber Schuld, die Japaner, wenn ihnen jetzt ihre Atomkraftwerke um die Ohren fliegen. Hätten sie sich mal früh genug gegen ihre unsicheren Meiler gewehrt. Jetzt haben sie halt die Quittung bekommen.“

Warum nur sind für Sie dann Zweifel an der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke grundsätzlich parteitaktisch motiviert und ideologisch aufgeladen? Das müssen Sie mir mal erklären!

Kommentare

  • Thomas Pöppel

    Ich bin der Meinung es kann nur ein sofortiges Abschalten geben. Das hat eine von uns gewählte Regierung bereits schon beschlossen. Unsere (neue) Regierung war der Meinung sie kann dieses Gesetz wieder ausser kraft setzen.
    Die Bürger dieses Landes sind auf die Straße gegangen und haben gesagt wir sind mit eurer Entscheidung nicht einverstanden – wir wollen den Ausstieg -. Leider hat Frau Merkel und ihre Kollegen das nicht interessiert, denn sie schützen und fördern ihre Lobbiesten.

    Wir können posten, wir können Kommentare schreiben, wir können auf die Strasse gehen, wir können überzeugen, wir können unseren Stromanbieter wechseln – auch wir haben Macht.

    Ich bitte alle Baden-Württembergischen Wähler bei der Wahl Ende März zu zeigen so nicht – wir sind mündige Bürger und wollen, dass unsere Kinder auch morgen noch einen einigermassen intakten Lebensraum haben.

    13.3.2011 um 21:23 Uhr · Antworten

    • Agent

      Der Weg ist aus der Atomenergie ist mit Sicherheit der einzig richtige Weg. Allerdings möchte ich alle “temporären” Grünen daran erinnern, was ein sofortiger Austieg aus der Atomenergie bedeuten würde.

      Wer mit einem sofortigen Rückgang “seines” hohen Lebensstandard in Deutschland bereit ist, darf gerne einen sofortigen Ausstieg fodern. Alle anderen Billigstrom-Abnehmer sollten sich bitte vorher hinterfragen, was ein sofortiger Ausstieg für den Wirtschaftsstandort Deutschland bedeutet. (höhere Strompreise = höhere Kosten für Unternehmen –> Abwanderung ins Ausland –> weniger Arbeitsplätze, welche durch “grüne” Industrie nicht aufgefangen wird, da unsere “grüne” Industrie ihr Know-how nach China verkauft hat) Man kann alles fordern, sollte aber mit den Konsequenzen leben können.

      Deswegen Ausstieg “ja”…allerdings geordnet und wenn wir sicherstellen können, dass die andere “grüne” Technologie wirtschaftlich & technologisch vertretbar ist.

      Warum kann man dieses wichtige Thema nur “radikal” diskutieren? Dies gilt für beide Lager! Was ich aber nicht verstehen kann, warum mit dieser Katastrophe “Wahlkampf” macht. Hier geht es mal wieder nur um Macht! Dies gilt auch für beide Lager.

      14.3.2011 um 20:57 Uhr · Antworten

      • Maxi

        Weiß jemand ob es in Frankfurt am Main eine Anti-AKW Demonstration gibt?

        14.3.2011 um 21:21 Uhr

      • patrick

        sehr schön gesagt… und man sollte noch dazu aufklären, dass die grünen Alternativen eben nicht so grün sind, wie behauptet wird.
        Der Beton/Stahl/Kunststoff für Windkrafträder verbraucht unmengen an Strom, Wasserkraftwerke zerstören ebenfalls die Natur und beeinflussen Flüsse und Solarzellen bestehen aus lustigen toxischen Metallen.
        Von Energiesparlampen mit Quecksilber nicht zu reden.

        Aber das sind Dinge die man gern unter den Tisch kehrt und lieber “AKW abschalten” schreit ohne auch nur 1 Sekunde zu denken.

        Und das Stauseeen , Windkrafträder auch nicht ungefährlich für die Bevökerung im Betrieb sind, wird auch verschwiegen. Ja, ein AKW kann explodieren. Bisher 1x geschehen, je nach Experte 5- 100.000 Tote. Supi, in 10 Jahren sind 54.000 Bergarbeiter in Kohlebergwerken umgekommen. Die Alternative ist also auch net gerade Menschenlebenschonend.

        15.3.2011 um 14:47 Uhr

  • klugshiza

    Zitat: <>

    .. und Frau Reiche hat erwiesenermaßen FÜR eine Laufzeitverlängerung gestimmt (*).
    Man sollte sie nach Asse schicken – radioaktiven Dreck wegräumen.
    Oder anders: Verantwortung übernehmen – mitsamt der Atomlobby und dem Rest der willfährigen Erfüllungsgehilfen in Berlin.

    (*) http://t.co/ve1NF4Z

    13.3.2011 um 21:29 Uhr · Antworten

  • Achim

    Frau Reiche ist Mutter von drei Kindern: http://www.katherina-reiche.de/de/Zur_Person/Lebenslauf/ Ich frage mich, wie sie ihnen die aktuelle Situation erklärt und wie sie ihnen noch in die Augen schauen kann?!

    13.3.2011 um 21:36 Uhr · Antworten

  • Eric Louis

    Lieber Herr Haase,

    die Politiker verkaufen das Volk schon immer für dumm, weil es sich für dumm verkaufen lässt !Es steht jedem Stromnutzer frei ,Ökostrom zu beziehen,dann könnten wir auf Atomstrom verzichten ! ( Wenn das nur nicht so anstrengend wäre….)

    Lieber Herr Pöppel,

    wie viele waren denn auf der Straße? 95% der Strombezieher nutzen Atomstrom.Und wir wissen ja,daß es Alternativen gibt.

    13.3.2011 um 21:40 Uhr · Antworten

    • Guido Gallenkamp

      @Eric Louis
      Es gibt “produzieren” und “verbrauchen”. Sie können in einem Land, dass 100% “Öko”-Strom verbraucht (weil vertraglich alle Bürger auf Ökostrom wechseln), trotzdem 100% Atommeiler stehen haben. Elektrizität wird gehandelt.

      Verbrauch: http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/stromverbrauch.php
      Import: http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/strom-import.php
      Export: http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/strom-export.php

      13.3.2011 um 22:47 Uhr · Antworten

    • Aneas Nemorosus

      Was spielt denn der Verbraucher für eine Rolle? Wo werden denn die unmengen von Energie verbraucht? Von meiner A++ Waschmaschine? Es ist die Industrie, die die Unmengen von Strom brauchen.

      Da macht es gar nichts, wenn man selbst Ökostrom nutzt… Ein Tag in einem Aluminiumwerk verbraucht so viel Strom wie mein gesamte Dorf in der Woche…

      Was macht es für einen Sinn, wenn ich grünen Strom habe und mein tgl. Brot von einem Atom-Bäcker kommt?

      Wir müssen Strom sparen … aber nicht zuhause. In unserem Konsumverhalten müssen wir Strom sparen. Nur Produkte kaufen, die eine wirklich gute Ökobilanz haben…. etc… aber das wird den meisten Menschen zu kompliziert. Lieber einen schnellen aber einfachen Strahlentod als ein Leben nach ökologischen Prinzipien…

      Liebe Grüsse aus Italien…

      14.3.2011 um 20:37 Uhr · Antworten

  • ReKa

    Genau so soll Frau Merkel endlich die Verantwortung für Asse übernehmen. Sie war 1996 Umweltministerin im Kabinet Kohl und hat damals bereits die Probleme dort erfahren und totgeschwiegen!

    13.3.2011 um 21:43 Uhr · Antworten

    • Pu244

      Dann sollen Tritin und Gabriel auch zu ihrem Teil stehen, die haben es genauso verbrochen. Gabriel hat auch versucht es auszusitzen, es ist ihm dann allerdings um die Ohren geflogen.

      Atomkraft ist nunmal eine Technologie die nach dem Verusacherprinzip funktioniert und Dummheit hart bestraft.

      14.3.2011 um 04:41 Uhr · Antworten

  • Christoph Ahlers

    Die Laufzeitverlängerung ist bis heute nicht parlamentarisch legitimiert, da die schwarz-gelbe Koalition unter Mißachtung aller demokratischen Spielregeln die Verlängerung als “Vertrag” zwischen Regierung und Kraftwerksbetreibern auf den Weg gebracht hat. Eine solche Aushöhlung unserer Demokratie macht mich einfach nur wütend und ohnmächtig. So wie es aussieht wird das Verfassungsgericht in Karlsruhe mal wieder als Ersatzregierung mißbraucht werden. Die Väter und Mütter unseres Grundgesetzes haben sich das sicher anders vorgestellt.

    Erdbeben, Tsunami, Flugzeugabsturz oder Terroranschlag hin oder her. Die furchtbare Katastrophe von Tschernobyl wurde durch menschliches Versagen ausgelöst. Wollen wir unsere Techniker in deutschen KKW’s davon freisprechen?

    13.3.2011 um 21:59 Uhr · Antworten

  • Arno

    Es gibt Sehende, Blinde und solche die nicht sehen wollen, weil sie Opfer Ihrer Karriere-Geilheit geworden sind und als Marionetten am Faden von Lobbyisten hängen.

    13.3.2011 um 22:02 Uhr · Antworten

  • Ben Savo

    Merkel und Co. versuchen ja nicht erst seit heute uns für dumm zu verkaufen. Ich hoffe jedoch, daß die nukleare Katastrophe in Japan, so traurig und dramatisch das auch ist, bei uns die Menschen aufrüttelt und diese es nicht mehr zulassen, daß sie für dumm verkauft werden sollen. Denn auch bei uns ist es fünf vor zwölf. Auch wenn wir nicht in einer tektonisch sensiblen Region leben, so können doch auch unsere AKWs mit einer ebenso langen Laufzeit und insgesamt mehreren tausend Störfällen aufwarten. Wie lange lassen wir es zu, u.a. von der Energie(Atom)lobby regiert und von Merkel und Co. belogen und betrogen zu werden ?

    13.3.2011 um 22:09 Uhr · Antworten

  • wolfsrebellen

    Frau Reiche – wir brauchen so Weisheiten nicht – wir sind weder dumm noch ungebildet oder sonst was – wir sind das Volk und haben genug von einer CDU/FDP geführten Regierung, welche am Volk vorbei regiert. Ihr hättet mal auf uns hören sollen – nun kommt die Quittung – EUCH wählen wir nicht.

    13.3.2011 um 22:29 Uhr · Antworten

  • LiLa

    Das habe ich gerade in einer Greenpeace-Studie zum Risiko Restlaufzeiten Neckarwestheim gelesen. Dafür ist noch nicht mal ein Erdbeben nötig…

    “Schon 1988 hatte der Stuttgarter Geologe Behmel vor dem brüchigen Gestein und
    den Störzonen, auf dem die beiden Reaktorblöcke in Neckarwestheim stehen, gewarnt.
    An geologischen Orten, die eine Analogie zum Untergrund in Neckarwestheim
    aufweisen, seien Bauschäden wegen der Hohlräume unter der Erde offensichtlich.
    Der Geologe sah sich durch den Erdeinbruch auf dem Besigheimer Acker bestätigt.
    Der Boden unter dem Acker habe die gleiche Struktur wie der Untergrund am
    AKW Standort. In beiden Fällen werde eine Gipsschicht durch Grundwasser ausgelaugt.
    Dadurch entstünden Hohlräume, die spontan zusammenstürzen könnten.”

    Quelle: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/neue_greenpeace_studie_erhebliche_sicherheitsmaengel_bei_alten_atomkraftwerken/
    Seite 15

    13.3.2011 um 23:52 Uhr · Antworten

  • Till

    Unterweser, Brokdorf und Brunsbüttel stehen unmittelbar an großen Flüssen kurz vor deren Mündung in die Nordsee. Ihr Standort ist nur wenige Meter über dem Meeresniveau. Was passiert bei einer Jahrhundert-Sturmflut? Diese Situation wäre dann sogar schlimmer als in Japan, wo vor dem Wasserschaden die Reaktoren schon wegen der Erdbebenerschütterung vorher abgeschaltet wurden.
    Lassen wir nun bei der Sturmflut die Gerneratorenhalle auch noch absaufen, oder die Strommasten wegen Unterspülung umkippen. Wie kühlt sich dann der Reaktor? Auch aus Batterien?
    Und dann?
    Und Neckarwestheim 1 ist mit seinen 35 Jahren auch nie wirklich immer erneuert worden. Manche Teile eines Kernkraftwerks lassen sich eben nicht austauschen um sie zu erneuern oder auf den neusten so genannten Sicherheitsstandard bringen.

    Vielleicht werden durch die Ereignisse nun die schweigende Mehrheit in Sachen Atomtechnik und Wahlen mobilisiert. Dann kann sich noch was ändern. Hoffentlich rechtzeitig.

    13.3.2011 um 23:57 Uhr · Antworten

  • Schröder

    Mal abgesehen von dem ganzen parteipolitischen Geschwätz und der Lobbypolitik der CDU. Wie kann sich ein Umweltminister einem Risiko bewußt sein, nämlich dass die gefährlichste Technologie überhaupt – nicht kontrollierbar ist und Fehler Katastrophen nach sich ziehen (von Altlasten etc. ganz zu schweigen) und trotzdem Debatten über das Raufsetzen von Sicherheitsstandards anstossen. Die Titanic ist unsinkbar, dass haben damals alle gewusst – Atomkraft ist sicher (siehe Japan/Ukraine) wie wir heute leider auch besser wissen. Ich bin Naturwissenschaftler, manchmal frage ich mich was die einem eigentlich noch alles zumuten wollen? Atomaustieg – gekippt. E10 (Regenwälder/Biodiversität ade) – trotz breiter Ablehnung durchgedrückt. Atomendlager werden ergebnisoffen besichtigt – bullshitt!!! Die Liste ist schier unendlich und mein Durst nach direkter Demokratie wird immer größer. Alle Wähler müssen sich die Frage stellen, was Ihnen Ihr Leben und die Zukunft Ihrer Kinder wert ist. Und raus auf die Strasse Demos tun niemand weh!!!

    14.3.2011 um 00:53 Uhr · Antworten

  • Monsterwave

    Warum sind eigentlich die sonst in diesem Blog so eifrigen AKW-Befürworter wie “telematik2″ und “Bruno Straub” seit Freitag so still geworden?

    14.3.2011 um 02:47 Uhr · Antworten

  • Pu244

    Tja,
    die Meinung des Vokes ist eine tolle Sache, so lange sie mit der eigenen übereinstimmt.

    Tatsache ist das Schwarz-Gelb es im Wahlkamp angekündigt hatte, genau wie die senkung der Mehrwertsteuer für Hotels usw.. Trotzdem oder genau deshalb wurden sie gewählt, das sie die Laufzeitverlängerung nicht gleich am Anfang beschlossen haben kann man nur als Ergebnis geistiger Umnachtung sehen.

    Sollten Rot-Grün Erfolg haben hätten sie gegen den Willen des Volkes gehandelt, aber das ist seit der Regierung Schröder nichts neues.

    Wie gesagt, die Meinung des Vokes ist eine tolle Sache, so lange sie mit der eigenen übereinstimmt, und bei der Wahl 2009 hat sie das numal eben nicht, ihr solltet das akzeptieren.

    14.3.2011 um 04:51 Uhr · Antworten

    • Pu244

      Ihr solltet hier eine EDIT Funktion einführen, so spät häufen sich (leider ) Rechtschreibfehler.

      @ Moderator:
      falls möglich dem Volk fehlt oben ein “L”, der Wahlkampf hätte gerne noch sein”F” und die Senkung möchte groß geschirieben werden, danke.

      14.3.2011 um 05:12 Uhr · Antworten

  • Manfred E

    Liebe Grennpeacegemeinde,
    es ist gut un wichtig dies alles hier zu lesen. GP sollte aus meiner Sicht den Marsch der Millionen in Richtung Berlin organisieren. Es müssen deutliche Zeichen gesetzt werden, es macht keinen Sinnen einige tausend Menschen mit bunten Schildern händchendhaltend in Schlangen stehen zu lassen. Diese Regierung braucht jetzt einen massiven friedlichen Aufstand der Vernunft in Deutschland.

    14.3.2011 um 09:45 Uhr · Antworten

  • Beobachter

    Ja, dieses Interview habe ich auch gesehen und war ebenso verärgert über die Dreistigkeit dieser Dame, mit der sie die eigenen Wähler für dumm verkaufen will und mit der sie die Sicherheit Deutschlands weiterhin gefährdet.
    Diese Frau muß schnellstens abgeschaltet werden, politisch gesehen.

    Wichtig ist, diese Widersprüche immer wieder offen zu legen, damit die große träge Masse der Wähler, die erst wieder aufgewacht ist, nachdem etwas passiert ist und sich nun auch mal mit Atompolitik beschäftigt, die Lügen der schwarz-geleben Koalition erkennt und die richtigen Schlüsse daraus zieht.

    14.3.2011 um 09:55 Uhr · Antworten

  • Thomas Scharf

    Liebe Leute, jetzt ist es Zeit, den Stromanbieter zu wechseln.
    Wenn du es noch nicht getan hast – do it.
    Bei greenpeace energy ist es ganz leicht.
    Und an alle Christen: Bitte begleitet die Hilfs- und Rettungsaktionen im Gebet.
    Spendet, wenn ihr könnt…

    14.3.2011 um 12:17 Uhr · Antworten

  • Klaus

    Die Aussagen von Herr Röttgen und Herrn Brüderle dass jetzt die Zeit sei, anstelle von Atomkraft, die Kohlekraft und die Speicherung von CO2 mithilfe von CSS voranzutreiben, kann von den beiden doch nicht wirklich ernst gemeint sein. So weltfremd können gewählte, intelligente Volksvertrer,der eine davon auch noch Umweltminister (welch ein Paradoxon) doch wirklich nicht sein. Jetzt ist der Zeitpunkt auf regenerative Energien umzuschwenken.

    14.3.2011 um 12:30 Uhr · Antworten

    • Pu244

      Regenerative Energien schön und gut, allerdings sind wir erst bei 15%, solange die organischen Solarzellen nicht Einsatzbereit sind ist es ein langer und teurer Weg bis 100%. selbst die Grünen haben das erst für 2050 geplant.

      Bis dahin muß man sich entscheiden:

      a) man produziert haufenweise CO2 und setzt auf Kohle und Gas, so wie es z.B. Polen macht.
      b)man bedient sich der Atomkraft, so wie es Frankreich tut.
      c)man kauft sich Kohle und Atomstrom aus dem Ausland und sagt: das geht mich nichts, so macht es Italien (zu 33%)
      d)man verzichtet ernsthaft und beschleunigt so den Umstieg, das will wohl keiner

      Ich persönlich finde b) den besten Kompromiss, schön billig (ob Preiswert muß die Zukunft zeigen) und jeder muß sich mit seinem eigenen Müll rumschlagen und hann im Fall eines Super GAU haftbar gemacht werden. Natürlich ist auch a) interessannt da es bisher für alle eine gemeinsame Rechnung gibt und man selbst nur einen winzigen Bruchteil zahlt, assozial aber was wollen Banglasch und co machen, uns den Krieg erklären?

      14.3.2011 um 13:13 Uhr · Antworten

  • Christian

    Ich finde wir sollten eine Diskussion führen über die Sicherheit der Atomreaktoren in ganz Europa. Was hätten wir gewonnen, wenn wir hier unsere Reaktoren abschalten aber Frankreich und Tschechien ihre weiterbetreiben? Wenn diese Reaktoren in die Luft fliegen, dann bekommen wir auch Radioaktivität ab…

    Ein anderes Thema sind die Betreiber der Reaktoren, das sind alles Kapitalgesellschaften und die streben nach Gewinnmaximierung. Sicherheit ist ein Kostenfaktor, der mit statischtischen Wahrscheinlichkeiten betrachtet wird. Wir haben bereits im Golf von Mexiko gesehen wohin das führen kann. Wollen wir wirklich, dass unsere Atomkraftwerke nach solchen Gesichtspunkten betrieben werden?♦

    14.3.2011 um 13:02 Uhr · Antworten

  • Marten

    Also ich verstehe die Berichte nicht mehr.Wenn der Wasserstoff beim Verdunsten im Reaktorkessel entsteht,wie kann dann außerhalb des Kessels eine solch gewaltige Explosion entstehen,ohne dass das Reaktorgehäuse selbst dabei nicht zerstört wird?Und wer ist bei dieser Instabilen Lage des Reaktors im Reaktorgebäude um so sagen,das die stählerne Schutzhülle noch in Takt ist?Fliegen die da mit dem Hubschrauber rüber?
    Wenn die Stromversorgung zusammengebrochen ist,wird doch wohl kaum einer irgendwo noch hinter einer Kamera sitzen können um zu betrachten was im Reaktorgebäude passiert oder irre ich mich.Man hört bzw. liest zwar Berichte über den Zustand des Reaktors,aber wo sind Bilder oder Beweise dafür das da überhaupt noch jemand ist zur Kontrolle.Also wenn ich da arbeiten müßte hätte ich die Füße schon in die Hand genommen.
    Bildet sich der Wasserstoff nicht exakt im Gehäuse des Reaktors selbst?Wie verläßt eine solche Menge Wasserstoff das Gehäuse ohne es bei der Explosion zu zerstören.Vor allem wenn der Kühlwasserkreislauft eh gestört ist.Sind dort Ventile?Wer kontrolliert den Druck unter diesen Umständen?
    Bitte um Aufklärung.

    14.3.2011 um 13:39 Uhr · Antworten

  • Florian Pithan

    @Marten:
    Die Berichte sind auch teils falsch.
    Im Reaktor (ganz richtig! innendrin!) entsteht Knallgas, unter Anderem wegen der hohen Temperaturen. Gleichzeitig steigt der Druck, auch wegen der hohen Temperaturen. Man lässt nun über Sicherheitsventile (wie beim Dampfkochtopf) Druck ab, dadurch gelangt das Knallgas unter das obere Blechdach. Offenbar in Zusammenhang mit Nachbeben gab es dort dann Explosionen. Es kann auch sein, dass unter dem Blechdach Rohre Leck waren.

    Sollte das Druckgefäß Leck schlagen, sinkt der Druck im Reaktor auf Umgebungsniveau. Da es massig Drucksensoren gibt, kann man das messen und detektieren. Es ist auch davon auszugehen, dass die Stromversorgung der Instrumente funktioniert – die braucht nur wenig Strom verglichen mit den Pumpen.

    Allein aus der Tatsache, dass es noch regelmäßig Berichte gibt, ist abzuleiten, dass die Reaktordruckbehälter nicht explodiert sind (bislang!) was den worst-Case darstellen würde. Diese Explosion (oder ein Durchschmelzen) kann man nur durch Kühlung verhindern, um diese Kühlung in Betrieb zu nehmen etc. braucht es Menschen, also sind auf jeden Fall noch Menschen vor Ort.
    Es ist davon auszugehen, dass dort massig Fachleute alles Menschenmögliche tun, um die Kühlung so gut wie irgend möglich zu gestalten. Es ist zu hoffen, dass ihnen dies weiterhin gelingt.

    14.3.2011 um 13:56 Uhr · Antworten

  • Marten

    Super Danke,
    und wie stark ist die Radioaktive Strahlung des Wasserstoff verglichen mit der Kernschmelze?Auf ARD benutze ein Moderator das Wort “Wölkchen”.Da fallen mir die Haare auch schon ohne Strahlung aus.

    14.3.2011 um 14:02 Uhr · Antworten

    • Florian Pithan

      Der Wasserstoff selber ist nicht radioaktiv, in dem Gemisch aus Wasserdampf und Wasserstoff, das beim Druckablassen in die Umgebung entweicht, sind auch radioaktive Zerfallsprodukte.
      Ich tue mich jetzt sehr schwer mit Vergleichen, nur eins ist klar: Besser es wird Druck abgelassen, und Radioaktivität entweicht, als dass der Druckbehälter explodiert. Das wäre um ein Tausendfaches Schlimmer.

      14.3.2011 um 15:07 Uhr · Antworten

  • japanischGrün

    Danke für die Erklärungen.
    Als in Deutschland nun “Vollintegrierte- mit-Migrationshintergrund” möchte ich bemerken, dass die japanische Inselgemeinschaft in dieser rauhen Natur eine besondere Speicies geprägt hat: altruistisch, zugunsten des Überlebens der Gemeinschaft.
    Ich halte es für selbstverständlich anzunehmen, dass die Techniker, im Bewusstsein, ihr eigenes Leben zu opfern, versuchen das Beste zu tun, um die anderen zu retten. Rätselhaft vielleicht für Außenstehende – naheliegend (nicht nur) für Japaner.
    Das andere ist: Es scheint wenig Journalisten zu geben, die die vielen Informationen aus Japan korrekt wiedergeben.Viele scheinen nur voneinander abzuschreiben. Es gibt da wohl ein massives Sprachproblem…

    Heute um 17h gibt es vor dem Kanzleramt eine Mahnwache.

    Die Mahnwache wird von den Naturfreunden Deutschlands organisiert.
    Christoph Bautz von Campact wird dort als ein Vertreter überparteilicher
    Initiativen sprechen. Die Veranstalter haben sich entschieden, bei der
    Kundgebung auch prominente Parteivertreter/innen auftreten zu lassen.
    Gebt dies Info bitte weiter.

    Außerdem soll ich von meinen japanischen Kontakten weitergeben, dass sie sich ungemein durch die deutsche Anteilnahme unterstützt fühlen – vor allem, weil sie auch einen ungemeinen Respekt vor dem technisch, politisch-demokratischen Bürgersinn in diesem Lande haben. (Entschuldigt die Rührseligkeit- die jahrelang aufgestaute Erdbebenangst auf den Tag X und das unbewältigte Hiroshima-Trauma scheint zuzuschlagen)

    14.3.2011 um 14:45 Uhr · Antworten

  • Florian Pithan

    Ich muss mich in einem Aspekt korrigieren: Der Wasserstoff im Reaktor entsteht in einer Reaktion mit Zirkonium. Dabei wird das Metall oxidiert, so dass kein freier Sauerstoff zur Verfügung steht. Insofern ist auch kein Knallgas vorhanden. Erst ausserhalb des Reaktors kommt der Wasserstoff in Kontakt zu Sauerstoff, so dass es zur Explosion kommen kann.

    @japanischGrün:
    Die Informationen aus Japan werden meist (nicht von Physikern?) ins Englische übersetzt. Dann kommt ein deutscher Journalist, der in aller Regel von Atomkraft auch keine Ahnung hat, und schreibt einen deutschen Artikel. Da kommen natürlich viele Details unter die Räder.
    ich kann folgenden Artikel für Leute empfehlen, die sich für die physikalischen Hintergründe interessieren:

    http://www.heise.de/tr/artikel/Der-Alptraum-von-Fukushima-1207205.html

    Ich möchte aber darauf hinweisen, dass die genauen Details jetzt eigentlich egal sind. Mein Mitgefühl und meine Gedanken liegen bei den Opfern von Erdbeben und Tsunami, und ich hoffe inständig, dass es den japanischen Fachleuten gelingt, alle Reaktoren zu kühlen.

    Mahnwachen gibt es heute in fast allen deutschen Städten, Details gibt es unter http://www.ausgestrahlt.de
    Ich werde selber in Berlin bei der Mahnwache anwesend sein. Auch dort sollte meines Erachtens der Fokus auf der Mahnwache liegen, Innenpolitik kann man auch nächste Woche noch betreiben

    14.3.2011 um 15:04 Uhr · Antworten

  • Peter

    Alle Bemerkungen von Politikern zum Thema sind gelogen und extrem dumm. Was wir jetzt machen müssen, ist das Abstrafen bei den nächsten Wahlen. Und wir können schreiben und demonstrieren. Massiv demonstrieren. Es ist an der Zeit diese Regierung so schnell wie möglich abzuwählen und der sehr arroganten und dummen Frau Merkel zu zeigen: So nicht.
    Die Japaner und Tiere dort haben mein ganzes Mitgefühl. Ich hoffe inständig, daß die Katastrophe das einzig Richtige bewirkt: den Ausstieg aus der Atomenergie. Und zwar in Japan wie in Europa wie überall auf der Welt. Es sind schon so viele schlimme Katastrophen mit Kernenergie passiert. Die meisten von uns wissen darüber nur wenig:
    http://www.netzwerk-regenbogen.de/akwi07050102.html

    14.3.2011 um 15:18 Uhr · Antworten

  • Marten

    .@Florian Pithan
    Super.Vielen Dank für die Informationen.Jetzt lassen sich einige Meldungen deutlich besser verstehen.

    14.3.2011 um 15:30 Uhr · Antworten

  • japanischGrün

    Ja, wenn sie alle die Katastrophe überstanden haben werden, werden sie hoffentlich ihren Blick auf die Atompolitik wenden und aufstehen.
    Falls jemand die Möglichkeit sucht japanisches Fernsehen zu verfolgen : http://www.ustream.tv/channel/tbstv
    Die deutsche Außenpolitik muss Japan für den Atomausstieg, der ja nun einen gewissen Konsens trotz Laufzeitverlängerung bildet, gewinnen. Denn für China ist Japan bislang noch Vorbild in puncto Technologie.

    14.3.2011 um 15:40 Uhr · Antworten

  • Marten

    Obwohl eine Frage habe ich noch.Besteht die bisher außerhalb des Reaktors wahrgenommene Strahlung also nur aus diesen sogenannten radioaktiven Zerfallsprodukten?Es wurde ein Wert angegeben der das 400fache des Normalen überschreiten soll.Trifft diese Zahl dann auf die Zerfallsprodukte zu oder ist das ein Wert den man einer Kernschmelze zuordnen würde?

    14.3.2011 um 15:42 Uhr · Antworten

    • Florian Pithan

      Zunächst einmal muss eine Kernschmelze nicht unbedingt mit einer enormen Freisetzung von Radioaktivität verbunden sein. Solange Druckbehälter und Containment dichthalten, kann man trotz Kernschmelze Glück haben und es gelangt keine/wenig Radioaktivität in die Umgebung. Dafür ist es aber nötig, dass der Behälter gekühlt wird. In der Umgebung des AKW wurden bestimmte Isotope gemessen, die üblicherweise im Rahmen einer Kernschmelze entstehen. Man wertet dies als Indiz dafür, dass diese zumindest zeitweise in einem der Reaktoren eingesetzt hat. Die Stoffe könnten dann im Rahmen des Druckablassens in die Umgebung gelangt sein.

      Durch die Kernschmelze selber steigt auch nicht die Radioaktivität ausserhalb. Diese steigt wenn i) der Behälter undicht wird und radioaktive Partikel an die Umgebung gelangen oder ii) wenn im Rahmen einer Kernschmelze die Kettenreaktion wieder (unkontrolliert) in Gang kommt. Im ersten Fall verlassen strahlende Partikel den Reaktor, im zweiten Fall nur die Strahlung, welche ja teils durch die Wände durchgeht. Allerdings dürfte der zweite Fall sehr schnell zur Explosion führen, und dann hätten wir wieder Fall i).

      Dass das 400fache der Hintergrundstrahlung (die natürlichen Ursprungs ist) gemessen wurde, ist erstmal nur ein Beweis dafür, dass da was “schiefgegangen” ist, was wir aber eh schon wissen. Genaueres lässt sich nicht sagen, aber die Interpretation, dass diese Strahlung von den Spaltprodukten herrührt, die im Rahmen des Druckablassens in die Atmosphäre gelangt sind, liegt Nahe.

      14.3.2011 um 16:10 Uhr · Antworten

      • Marten

        ok,danke für Deine Zeit ;-)

        14.3.2011 um 16:18 Uhr

      • Frank

        Ich habe auch eine physikalische Frage : seit ich gestern gehört habe, daß es auch um Plutonium geht, welches den mischoxydbrennelementen zugemischt ist, denke ich darüber nach, was passiert, wenn dieser Anteil auch in Schmelze geht. Man weiss ja, dass bestimmte Mengen Plutonium auch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden können. Dazu muss eine bstimmte Menge zusammenkommen. In den Brennelementen ist dieser Anteil sehr gering. Aber in einem Reaktor befinden sich ja, wie jetzt gehört, eine Gesamtmenge an Brennelementen von ca. 60 Tonnen. Geht das alles in Schmelze, sammeln sich die einzelnen Elemente entsprechend ihrem spezifischen Atomgewicht in der Schmelze in Fraktionen an.
        Irgendwann kommt doch dann die für eine Kettenreaktion benötigte Menge zusammen. Plutonium ist das schwerste Element und würde sich so am Boden ansammeln. Wie sehen sie das?

        14.3.2011 um 21:05 Uhr

  • Heike

    RIchtig übel wird mir, wenn eine Frau Gönner heute sagt, dass sie noch vor den Wahlen Atomkraftwerke vom Netz nehmen kann, es aber abscheulich findet, dass andere Parteien dies als Wahlkampfthema benutzen. Für wie bescheuert hält die uns eigentlich?
    Was ist das anderes als Wahlkampf seitens der CDU wenn Frau Gönner heute genau das Gegenteil von dem von sich gibt wie letzte Woche.
    Die verlogenen, machtgeilen Regierungsmitglieder von CDU und FDP schrecken vor nichts zurück um Ihre Haut zu retten und die nächsten Wahlen zu gewinnen. Immer schön lächeln, genau das sagen, was man denkt, dass die Wähler hören wollen und nach den Wahlen wieder ohne mit der Wimper zu zucken den alten Stiefel weiter machen.
    Ich hoffe inständig, dass sich die Wähler nicht für so dumm verkaufen lassen.

    14.3.2011 um 18:49 Uhr · Antworten

  • Renate Hartmann

    Und unsere Politiker? Jetzt geht es los, noch während um Menschenleben gekämpft wird. Der Wahlkampf ist so aktuell wie nie zuvor. Jetzt wird “Klarheit”
    gesprochen von den “Jungs und Mädels” aus der Politik, nun wird gelogen was das Zeug hält, die Posten müssen ja gehalten werden.
    Wer nun glaubt, dass aufgrund der Ereignisse in Japan die Atomkraftwerke
    abgeschaltet werden, hat einen guten Glauben.

    14.3.2011 um 20:51 Uhr · Antworten

  • Florian Pithan

    @Frank:
    Ja und Nein. Man kann ja auch aus Uran Atombomben bauen.
    Allerdings ist Plutonium reaktiver. Es geht dabei genau um den Fall, den ich oben unter ii) geschildert habe: Durch die Kernschmelze sammelt sich der geschmolzene Klumpen am Boden des Druckbehälters, und dort ergibt sich eine “kritische Masse”, welche zu einer nuklearen Kettenreaktion führt. Das wäre dann quasi der “worst case”.

    14.3.2011 um 21:41 Uhr · Antworten

  • deviant

    Mal eine Frage an alle, die etwas Ahnung haben: Ist es nicht ziemlicher Schwachsinn, Salzwasser in einen Reaktorkern zu pumpen?
    Das Wasser verdampft an den Hitzequellen, Salz setzt sich ab und die Kühlung wird immer unmöglicher…dasselbe gilt ja für quasi alle anderen Inhaltsstoffe des Wassers auch.
    Kommt es damit nicht unweigerlich zum Super-GAU, während alles, was jetzt noch passiert, reine Beschäftigungstherapie und nur Handeln des Handelns Willen ist?
    Oder geht es überhaupt nur darum, die eigentliche Explosion zu verzögern und eventuell “abzudecken” und damit zu dämpfen, wie es in Tschernobyl mit Sandsäcken passierte?

    Habe dazu noch keine echten Informationen gefunden…

    14.3.2011 um 22:25 Uhr · Antworten

    • Marten

      Also ich bin absoluter Laie was das angeht aber ich vermute mal das Wasser da immer noch genug Wasser ist was die Funktionalität angeht.

      15.3.2011 um 00:17 Uhr · Antworten

      • deviant

        Der Gedanke ist der, dass letztlich etwas sehr ähnliches passiert, wie bei einem Wasserkocher, Tauchsieder oder auch bei einer Kaffemaschine, nur dass es hierbei eben nicht nur Kalk ist, sondern ein ganzer Haufen von Stoffen, angefangen beim Salz, endend bei Algen und Fischen…
        Wenn man die nicht regelmäßig entkalkt, funktionieren die auch nicht mehr richtig…

        15.3.2011 um 00:57 Uhr

      • Monsterwave

        Naja, die Fische werden schon noch rausgefiltert;-) Viel entscheidender als das Salz ist die Frage, ob man das Wasser schnell genug getauscht bekommt. Einmal reinpumpen und warten bis es kocht reicht wohl kaum…

        15.3.2011 um 01:21 Uhr

  • Florian Pithan

    Grundsätzlich hat Deviant recht. Die genaue Situation in den Reaktoren ist allerdings viel zu unklar, um eine Aussage treffen zu können. Das Phänomen würde ja nur eintreffen, wenn ausschliesslich durch die Verdampfung gekühlt wird. Die Tagesschau schreibt in diesen Minuten:

    14.03.2011 23:02 Uhr
    Radioaktiv verseuchtes Wasser wird ins Meer gepumpt#
    Aus den Reaktordruckbehältern im Atomkraftwerk Fukushima wird radioaktiv verseuchtes Wasser direkt ins Meer zurück geleitet. Das bestätigte die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA. Das Wasser wird zur Kühlung der Brennstäbe benutzt.

    Offenbar kühlen sie also auch durch Zirkulation. Damit werden die Salze regelmäßig aus den Reaktoren geschwemmt.

    15.3.2011 um 01:34 Uhr · Antworten

    • Marten

      Ok,das ist scheisse fürs Meer ( sry Wort) aber immerhin besteht die Hoffnung das die Japaner eine Kernschmelze umgehen können.Ich hoffe Greenpeace bleibt am Ball was das angeht

      15.3.2011 um 01:57 Uhr · Antworten

  • deviant

    Ganz aktuell: Nach der dritten Explosion und vermutlicher Beschädigung von Reaktor 2 zieht Tepco seine Arbeiter ab, 50 sollen noch dort sein.
    Wer die Mentalität der Japaner kennt, muss vermuten, dass diese ein freiwilliges letztes Aufgebot bilden, die bereit sind, in den Tod zu gehen, um den Abzug der anderen zu retten.

    15.3.2011 um 01:58 Uhr · Antworten

  • Marten

    Tjoar,dann fangen wir mal an zu beten

    15.3.2011 um 02:07 Uhr · Antworten

    • deviant

      Irgendwie ja zynisch Die Christenunion baut Atombomben an die Großstädte und Sie wollen beten, wenn eine hochgeht…

      15.3.2011 um 02:10 Uhr · Antworten

  • Marten

    Noch interressanter als der übliche Medienrummel ist das die ARD bewußt die Informationen über die Einträge im eigenen Kommentarbereich beeinflusst in dem sie “gewisse” Beiträge grundlegend nicht veröffentlicht.
    Die ARD betreibt in dieser Situation eine reine Qoutenmeinung,die sich dann ohne Rücksicht auf Aufklärung unter denen verteilt,die sich beim nächsten Wahlkampf gut verkaufen läßt.Das ist eine riesen große Schweinerei und zeugt genau davon was ein Kampf um Gerechtigkeit letzten Endes immer wieder bedeutet.Ein Kampf um die nackte Existenz

    15.3.2011 um 03:49 Uhr · Antworten

    • deviant

      Es ist Gang und Gäbe, dass die ARD, insbesondere bei tagesschau.de, Kommentare zensiert, gerade, wenn es um propagandistisch sensible Themen geht; habe im Kontext der aufziehenden Jasmin- und der Guttenberg-Diskussion bemerkt, dass immer wieder Kommentare nicht freigeschaltet wurden, und gar keiner derjenigen, die den propagandistischen Charakter der Berichte voll auf Regierungslinie kritisierten. Seitdem habe ich der Seite vollständig den Rücken gekehrt und auch die Tagesschau/Tagesthemen selbst (früher Pflichtveranstaltung, trotz der immer sehr tendenziösen Berichterstattung) sind nahezu vollständig aus dem Sendeschema entfernt. Inzwischen ist die einzige Nachrichtensendung, die ich noch konsequent schaue, die von arte, die man ja inzwischen auch extra gegen ZDF heute antreten lässt, um sie zu schwächen…
      Die öffentlich-rechtlichen sind eben leider in erster Linie Regierungsfernsehen und nicht kritische Begleiter, um den Schein aber zu wahren, werden immer wieder kritische und pseudokritische Sendungen gezeigt, wenn niemand hinsieht (siehe Diskussionen um zapp)…

      Was du also beschreibst, ist nicht eine aktuelle Entwicklung, sondern vielmehr der Normalzustand, der dir erst jetzt auffällt.

      15.3.2011 um 04:41 Uhr · Antworten

      • Marten

        Ja da muss ich Dir voll zustimmen

        15.3.2011 um 11:12 Uhr

  • icaneatcauliflower

    ATOM-MERKEL
    „Die Lage hat sich verändert“ vs. So ernst wie es heute ist, war es schon immer!

    Ich kann die Dummheit dieser Frau nicht mehr ertragen. Sie zweifelt die Studien an, die belegen, dass Kinder umso mehr Krebs haben, je näher sie an (sicheren, unbeschädigten !) AKWs leben.
    Wenn sie ihre akademischen Würden nicht à la Guttenberg erlangt hat, müßte sie in der Lage sein, Studien zu lesen – und adäquat zu bewerten. Ohne eine massive Beeinträchtigung des Wahrnehmungs- und Kognitionsvermögens ist es nicht möglich, die Validität dieser Studien zu anzuzweifeln.

    Ebenso müßte ihr nachvollziehbar sein, so wie jedem denkenden Menschen spätestens seit Jahrzehnten auch, dass „Atom nicht gesund ist“. Die „sichere“ Lagerung von Atommüll ist nicht möglich. Selbst Primaten sind in der Lage, Füllungszustände von Gefäßen prospektiv einzuschätzen, Vögel mit Hirnen von der Größe eines Reiskorns auch. Jede Hausfrau weiß, wenn die Rührschüssel ein Loch hat, läuft der Kuchenteig raus. „Ein Loch ist im Eimer…“. So einfach ist das. Und wird es immer bleiben. Nur „unsere“ Politiker, die – mindestens auf Umwegen – an der Kernenergie mitverdienen, verstehen nicht, dass ein undichtes Lager unvermeidlich und zwingend logisch, sein Füllgut verlieren wird. Es hat zudem noch sehr viel länger Zeit dazu, als diese Leute denken können. Die denken nicht von zwölf bis mittag.

    Stattdessen schwadroniert die Regierung herum „Sicherheit steht an oberster Stelle“. Atomkraft im gleichen Atemzug mit „Sicherheit“ zu nennen, ist schlicht insane. Das ist logisch unvereinbar. In ihrem Standpunkt, der die Bezeichnung nicht verdient, irrlichtert sie herum. „Die Lage ist verändert“, kolportieren sie und unser schätzenswerter Umweltminister. Nein! Das ist sie nicht! Die „Sicherheitslage“ deutscher AKWs ist vollkommen unbeeinflußt und unverändert, sie war vor Japan so, wie sie jetzt ist und in Zukunft sein wird. Wie soll denn ein Einfluß Japans auf deren Baumasse stattgefunden haben – das ist doch völliger Schwachsinn! Die Erkenntnis, die dieser hochbegabten Elite der Volksvertreter gerade (kurz vor den Wahlen) dämmert, hätte vor Jahrzehnten entstehen können, müssen und sollen…Jederzeit – jederzeit! – kann so etwas wie in Japan hier auch passieren, das konnte es immer, das kann es aktuell und das kann es in naher und ferner Zukunft. Wir brauchen kein Erdbeben dazu, zahllose andere Abläufe sind möglich, unverändert, von Anfang an.

    „Moratorium“ heißt faktisch, man legt die Hände in den Schoß und wartet mal ab. Und tut – nichts! Alles Makulatur…Ich will solche Politiker nicht mehr, die unfähig sind, einen verläßlichen Standpunkt einzunehmen, die damit unserer aller Gesundheit und Leben gefährden. Steht auf, ihr Eltern, deren Kinder Krebs haben, steht auch ihr auf, deren Kinder Krebs bekommen werden, und laßt uns alle an eurer Seite stehen. Erstattet Strafanzeige gegen die Verursacher, stellt Schadenersatzforderungen (§ 823 BGB) gegen die Verursacher, das Grundgesetz sieht es so vor. U.a. nach §§ 222-229 StGB ist es verboten, anderen Menschen Schaden an Leib und Leben zuzufügen. Bereits der Versuch stellt eine Straftat dar, ebenso wie die fahrlässige/billigende Inkaufnahme.
    Wie können Protestanten, die für Gesundheit und Leben ihrer Mitmenschen kämpfen, der „Gewaltanwendung und des Rechtsbruchs“ beschuldigt werden, und die Verursacher dieser Schädigungen n i c h t ?

    Diese Politiker haben bei Amtsantritt geschworen: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (Art. 56 Satz 2 GG) Hat dieser Eid auch Guttenberg-Qualität? Wieviel wiegt der Güterstand einzelner gegenüber dem im Grundgesetz garantierten Recht auf „Unversehrtheit an Leib und Leben“ aller (Art. 2 Abs. 2 GG)?

    Was die wissenschaftliche und physikalische Urteilsfähigkeit angeht, die Einnahme eines verläßlichen, begründbaren Standpunkts, die Umsetzung der Grund- und Menschenrechte auf Unversehrtheit an Leib und Leben jedes einzelnen Bürgers, die Ernsthaftigkeit ihres Amtseids, tanzen „unsere“ Politiker herum wie Rumpelstilzchen, auf der Nase des Volkes, von dem sie leben. „Ach wie gut, dass niemand weiß…“ Das ist eines „Volksvertreters“ unwürdig.
    Wieviel Kinder sollen noch mit ihrem Leben bezahlen für die Bequemlichkeit des Einzelnen? Was ist das Leben eines Kindes, vieler Kinder, noch wert in diesem Land ?!

    15.3.2011 um 10:55 Uhr · Antworten

    • Amflora

      Du begehst einen Denkfehler. Korrelation bedeutet nicht Kausalität.

      15.3.2011 um 11:36 Uhr · Antworten

      • icaneatcauliflower

        @Amflora
        „Du begehst einen Denkfehler. Korrelation bedeutet nicht Kausalität.“

        Meinst du mich? Und die angeführten Studien über erhöhte Krebsprävalenz bei Kindern im Umfeld von AKWs?
        „Du begehst einen Denkfehler.“
        Nein, ich nicht.

        „Korrelation bedeutet nicht“ zwingend „Kausalität.“
        Ja, genau. Das ist im Grunde trivial, nicht?

        Um daher die Kausalität bei gleichzeitiger Korrelation nachzuweisen, werden ja genau solche Studien durchgeführt.

        Und natürlich gibt es noch andere Faktoren, die karzinogen wirken können. D.h., wenn es keine AKWs gäbe, hätten auch einige Menschen Krebs. Aber nicht so viele. Es geht um Zahlen. In diesem Fall zeigte sich, dass sich die Zahl an Krebserkrankungen bei Kindern, die im Umfeld von AKWs leben, um 60% gegenüber dem Mittel erhöht. Auch dafür gibt es diese Studien. Man muss sie nur lesen können. Von Politikern, die die Entscheidung fällen, wieviele Kinder es letztendlich trifft, sollte man das jedenfalls erwarten dürfen.

        15.3.2011 um 14:26 Uhr

      • Amflora

        @icaneatcauliflower
        Bis jetzt schwafelst Du zwar viel, aber wo sind denn nun die Studien, welche angeblich die Kausalität nachweisen? Komm doch mal rüber damit.

        15.3.2011 um 17:06 Uhr

      • icaneatcauliflower

        http://www.gidf.de/

        15.3.2011 um 17:44 Uhr

      • Amflora

        Jo, schon klar. Viel bla bla, keine Quelle. Zeitverschwendung.

        15.3.2011 um 19:58 Uhr

      • Joe

        @Amflora:
        Ockham’s Razor: “Entia non sunt multiplicanda sine necessitatem.” Hast du eine einfachere Erklärung anzubieten?

        15.3.2011 um 22:08 Uhr

  • Besserwisser

    Die Kraft der ATOM-Lobby (neben anderen)!
    Japan ist viel näher aus wir glauben – oder wollen!
    Beiweise gibt es genug, es scheint so man möchte aller verheimlichen!

    Beweise und Fakten werden sogar von der SPD und den Grünen aus Schleswig Holstein aufgrund des GAU in der staatlichen Atomforschungsanlage GKSS aus Kümmel entwichen. Beweise: Es wurden Kugeln auch auf der Seite von Niedersachsen gefunden und viele Wissenschaftler bestätigen dieses!!!!

    Beweis: http://www.videogold.de/und-keiner-weiss-warum-leukaemietod-in-der-elbmarsch/ – Auf dem 3.Filmbeitrag für ganz ungeduldige!

    So ist der Staat der hat sogar ein Feuer in einer Feuerwache wohl ausgelöst oder geduldet, damit auch Beweise verschwinden!

    Deshalb kann man unsere Politiker auch die angelichen Atomgegner SPD und Grüne
    noch vertrauen, denn diese haben auch die Beweise des GAU vom 12.09.1986
    geduldet ein schweigen und die Aufklärung der Lobbyisten geduldet!

    Alles ebenfalls kleine oder größer Gaddafis hier in der angelich demokratischen Demokratie!

    15.3.2011 um 13:19 Uhr · Antworten

  • Dietmar Geister

    Die ganze Welt schaut voll Mitgefühl und Verzweiflung auf die unvorstellbare Katastrophe im fernen Japan. Naturgewalten wie Erdbeben und Tsunami sind von menschlicher Hand nicht abwendbar und man kann sich nicht grundlegend dagegen schützen. Die darauffolgende atomare Katastrophe ist aber von menschlicher Hand gemacht. Jeder Laie weiß um die gewaltigen Risiken, mit denen die Nutzung dieser Energieform behaftet ist, erst recht also jeder verantwortliche Politiker und Wirtschaftsboss. Trotzdem hält sie nichts davon ab, weil damit riesige Gewinne zu machen sind. Jetzt, nach dem in Japan das Unvorstellbare passiert ist, hört man hier diese erbärmlichen Erklärungsversuche. Alle deutschen Atomkraftwerke sollen noch einmal auf den Prüfstand. Es soll geprüft werden, ob ihre Sicherheitsanlagen auch dann noch standhalten, wenn Unvorhersehbares passiert. Was sind das für Worthülsen? Könnte das alles kontinuierlich geprüft werden, dann müsste das „Unvorhersehbare“ doch vorhersehbar sein! Jetzt noch diese „Rolle rückwärts“: Die Laufzeitverlängerung soll für 3 Monate ausgesetzt werden. Dann ist ein großer Teil der Landtagswahlen gelaufen und die alte Politik kann in Ruhe fortgesetzt werden. 4 Jahre haben gewählte Politiker ja Zeit, um genügend Geld und einflussreiche Posten in den Vorstandsetagen europäischer Konzerne zu ergattern. Sollten sie dann abgewählt werden, brauchen sie sich um ihr weiteres Leben keine Gedanken mehr zu machen. Und diese Zeit nutzen sie nach Kräften. Sollte sich dann das Unvorstellbare doch einmal ereignen, werden sie sicher der Opfer aus der Ferne mit einer Schweigeminute gedenken. Wir sollten uns nicht mehr auf Politiker verlassen und selber das Heft in die Hand nehmen. Gerade wir im Osten haben das doch schon einmal erlebt. Jede Woche an Intensivität stärker werdende Demonstrationen haben doch vor 22 Jahren ein ganzes Regime hinweggefegt, auch wenn dieses damals, im Gegensatz zur heutigen Atom-Lobby, schon marode war. Natürlich brauchte man dazu einen langen Atem. Wir sollten es aber wenigstens versuchen, auf diese Art dem Kernkraft-Spuk ein Ende zu bereiten, aus Respekt vor den Opfern die es schon gab und damit unsere Kinder und Enkel auch noch ein lebenswertes Leben in diesem Land führen können.

    15.3.2011 um 13:28 Uhr · Antworten

  • Prophet

    In Deutschland gibt es auch eine sehr hoch verstrahlte Zone – GKSS – Geesthacht.
    Japan bzw. eine Zone müßte es auch in Deutschland geben:

    Beweise: http://www.videogold.de/und-keiner-weiss-warum-leukaemietod-in-der-elbmarsch/

    Beweise: Eine Explosion mit einer undifinierten Feuererscheinung wurde dort gesehen, als die meisten Bürger noch schliefen.

    Die Bäume und im Erdreich kann man ebenfalls noch heute eine Verstrahlung erkennen! Kugeln die nicht natürlichen Ursprungs sind wurde nur in dem Bereich der
    Zone um der oben bezeichneteten staatlichen Forschungsinstitut gefunden – also können diese Kugeln nur durch den Vorfall vom 12.09.1986 stammen!!!

    Zu bedauern ist, dass sogar die SPD und die Grünen den anders lauteten Gutachten die eigentlich ich den wahren Grund der Häufung der KREBS-Fälle im Bereich
    des Bereichs Kümmel ect. untersuchten, sondern ein Urteil über alle AKWs abgeben.

    So wird in Deutschland gelogen – wir leben in keiner Demokratie!

    15.3.2011 um 13:30 Uhr · Antworten

    • Katrin

      ich bin in Geesthacht aufgewachsen und musste den Bau vom AKW Krümmel dadurch leider hautnah miterleben. Dadurch kam man auch in Kontakt mit den dortigen Bauarbeitern.
      Ich meine, es war englische Firma, die die dortigen Rohrleitungen verlegte und verschweisste. Danach kam eine holländische Firma, die diese Nähte mit einem “Röntgenverfahren” kontrollierte. Originalton dieser Leute: ” Wenn ich Du wäre, würde ich von hier ganz weit wegziehen. Diese Schweissnähte sind löcherig wie ein Käse!”

      Ich habe diese Informationen schon damals und auch später immer mal wieder weitergegeben. Niemand wollte davon wissen. Vielleicht greift man es ja jetzt mal auf.

      Vielen Dank

      P.S. Den Rat habe ich befolgt. Aber Krümmel &Co. sind überall und nie weit genug weg.- ABSCHALTEN !!!!!!!

      15.3.2011 um 14:59 Uhr · Antworten

  • Der letzte Mohikaner

    Es kann einen Angst machen, wenn man hier die angelichen Meinungen von Experten
    für Atom liest! Wie kann man nur ein einem gefährdeten Land überhaupt und dann noch
    nicht in ausreichender Höhe (Tusamiwelle) ein AKWs bauen? Dann noch die Notstromagreate in der unmittelbaren Nähe direkt am Meer! Dann nur ein Kreislauf
    zur Kühlung! Aber wie heißt es so schon Genie und Verrückheit liegen sehr nah nebeneinander und viele sind Selbstverherrlich auch hier in Deutschland!
    Bier und Fußball für das Volk!

    Es gibt eine Schicht von Menschen die Wissen wie man an die Macht, Geld und Einfluß kommt und damit bescherschen sie auch das Volk, jedenfalls den größten Teil davon.

    Viele lassen sich beeinflußen von den ausgebildeten Redner aus Politik und Wirtschaft ohne den wahren Grund der Message oder den Hintergrund zu erkennen und begreifen.

    Auch die Finanzkrise hat gezeigt, dass es den oberen 10Tds. nur um ihre eigene Kohle geht. Wenn man erkennt, dass der Schaden in Japan auf ca. 100 – 150 Mrd. Euro geschätzt wird und diese auch mit dem Fehlkalkulationen der HypoReal und HSH-Nord
    vergleicht, dann müsste einen Angst und Bange werden.

    15.3.2011 um 13:42 Uhr · Antworten

  • ´s.franz

    abschalten – alle akw´s in der brd so schnell wie es irgendwie möglich ist und des weiteren europaweit auf ein solches verhalten drängen, diese schreckliche katastrophe muss uns allen eine warnung sein…frau merkel, das moratorium reicht nicht aus und dient nur den anstehenden landtagswahlen…

    15.3.2011 um 14:21 Uhr · Antworten

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