Christines Praktikum bei Greenpeace (Teil 1)

01. Juni 2011 · von Annette Buhmann

Viele junge Menschen möchten ein Praktikum bei uns machen. Auch am Telefon habe ich immer wieder interessierte Fragen dazu und höre den starken Wunsch, dass es doch bitte klappen möge. Und dann gibt es diesen Moment – die Person steht am Empfangstresen, manchmal noch scheu, manchmal selbstbewusst, aber doch immer mit einer Portion Spannung verbunden und sagt: “Ich beginne heute mein Praktikum!”

Wie ergeht es aber einem Praktikanten, der die Hürde geschafft hat? Christine fragt mehrere Praktikantinnen, ob sie nicht auch mitmachen wollen. Vielen Dank, diese Spontanität ist toll, denn so gibt es gleich mehrere Praktikumsberichte.

Seit wann bist Du im Praktikum – und wie lange dauert Dein Praktikum?

Ich bin seit dem 2. Mai bei Greenpeace und werde vier Monate bleiben, also bis Ende August.

Hattest Du vorher schon Kontakte zu uns – warum wolltest Du hier ein Praktikum machen?

Ich kenne Greenpeace schon, seit ich denken kann. Meine Mutter war Fördermitglied, die Zeitschrift lag bei uns zu Hause rum, es wurde immer mal was von Greenpeace gekauft – T-Shirts, Poster und Geschenke. Ich bin seit drei Jahren selbst Fördermitglied und habe ein Abo für das Magazin. Ich bin einfach ein großer Fan von Greenpeace, weil sich die Organisation konkret und drastisch für den Umweltschutz einsetzt, provokativ und bunt mit seinem Engagement sehr viel erreicht, mehr als die meisten anderen Umweltorganisationen. Da ich auch gerne konkret Umweltschutz betreiben möchte, ist hier die beste Adresse für mich. Ich hoffe einfach, dass mir das Praktikum hilft, herauszufinden, was ich konkret beruflich machen kann und mir hilft, mit meiner Studienkombination einen Platz im Umweltschutz zu finden. Ich habe Philosophie, Biologie und Ethnologie auf Magister studiert und mein Studium Ende Januar diesen Jahres beendet.

War es schwierig diesen Platz zu bekommen – hast Du lange warten müssen?

Beides nein. Ich habe mich beworben und wurde in der Woche darauf angerufen. Das Bewerbungsgespräch war dann zwei Wochen später, aber auch nur so spät, weil ich zu dem Zeitpunkt sowieso in Hamburg war und wir die Termine kombiniert haben. Eine Zusage habe ich gleich am nächsten Werktag bekommen.

Wo wohnst Du hier in Hamburg – und woher kommst Du?

Ich komme aus Potsdam und wohne in der Greenpeace-WG in Wilhelmsburg.

Hast Du Kontakt zu anderen Praktikanten?

Ja, natürlich, durch die WG. Wir gehen auch ab und zu, wenn es passt, auf der Arbeit zusammen Mittag essen.

Fühlst Du Dich sinnvoll eingesetzt – was lernst Du – was machst Du – wie ist es – bist Du zufrieden?

Ich fühle mich definitiv sinnvoll eingesetzt, da meine Chefin sehr viel zu tun hat und ich sie entlasten kann. Wir organisieren die Aktionstage von Greenpeace in Stralsund im Ozeaneum, unseren Messestand  beim Kirchentag und sind maßgeblich an der Planung des Umzugs von Greenpeace beteiligt. Alles sehr konkrete, interessante und sinnvolle Projekte. Ich kann praktisch arbeiten: telefonieren, Infomaterial zusammenstellen, mit vielen verschieden Leuten Absprachen treffen. Ich lerne immer wieder  andere Greenpeacer kennen, weil wir so viel kommunizieren. Man lernt unheimlich viel über die Arbeit bei Greenpeace und es bringt Spaß dort zu arbeiten, weil alle so aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich sind. Zudem ist es sehr angenehm, dass kein Fachchinesisch gesprochen wird, sondern man bei Besprechungen versteht, worum es geht.

Natürlich können auch mal etwas langwierige Schreibtischjobs auf einen zukommen, aber das gehört ja überall dazu. Insgesamt finde ich es bis jetzt sehr abwechslungsreich!

Was gefällt Dir besonders gut – was könnte besser laufen?

Ich finde es besonders gut, dass zwar eine arbeitssame, aber trotzdem sehr lockere, lustige Atmosphäre herrscht und die Leute einfach so nett und freundlich sind. Man kann einfach jeden alles fragen. Zwischen Vorstellungsgespräch und Arbeitsbeginn lagen nur zwei Wochen, das war etwas sehr spontan, lag aber auch an meiner persönlichen Planung.

Was möchtest Du anderen Interessierten sagen, was ist wichtig aus Deiner Sicht?

Bring Selbstständigkeit und Interesse an Greenpeace-Themen mit, dann kann nicht so viel schief gehen.

Danke schön, Christine!

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