Die Lage in Fukushima

19. Juli 2011 · von Benjamin Borgerding

Vier Monate ist es nun her, seitdem sich die Aufnahmen explodierender Reaktorgebäude in Japan tief in das kollektive Bildergedächtnis eingebrannt haben. Obgleich der Schockmoment immer noch gegenwärtig ist, bleibt medial weitgehend unbeachtet, dass die Katastrophe tatsächlich immer noch fortdauert. Ein kurzer Überblick soll an dieser Stelle über aktuelle Entwicklungen informieren:

Reparaturarbeiten

Wären in Fukushima nicht Atomkraftwerke betroffen, könnte man mit ein paar Bulldozern und Raupen anrücken, das Areal plattmachen und wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Doch weil sich in den beschädigten Gebäuden hochradioaktives Material befindet, entwickeln sich die Aufräumarbeiten zu einer Herkulesaufgabe.

Banner zum Atomausstieg vorm Bundeskanzleramt - © Mike Schmidt/Greenpeace

Banner zum Atomausstieg vorm Bundeskanzleramt - © Mike Schmidt/Greenpeace

Den Stall des Augias auszumisten dürfte dabei noch um einiges leichter von der Hand gehen, als vier havarierte Atomkraftwerke unschädlich zu machen. Nach eigenen Angaben wird sich Betreiber TEPCO zunächst darauf konzentrieren, abgebrannte Brennelemente aus den jeweiligen Becken in den Reaktorblöcken 3 und 4 zu schaffen, was einen Zeitraum von drei Jahren in Anspruch nehmen wird. Früher als geplant wird TEPCO mit den Arbeiten an einem 30 Meter tief ins Erdreich eingelassenen Schutzschild beginnen, der verhindern soll, dass radioaktives Material ins Grundwasser gerät.

Außerdem ist TEPCO dabei, eine behelfsmäßige Abdeckung über den Löchern im Containment von Reaktor 3 zu installieren, die die Wasserstoffexplosion in die Hülle gerissen hatte. Die Zeit eilt, da sich über dem Nordwestpazifik derzeit ein Supertaifun zusammenbraut, der bald Japans Küste erreichen könnte.  Das neue Dach ist fünf Meter lang und 16 Meter breit und soll dafür sorgen, dass weniger radioaktives Wasser in das Gebäude gerät.

Kühlversuche

Immer noch müssen die Reaktoren ständig gekühlt werden. Und immer noch ist das keine besonders leichte Aufgabe. So ist in diesem Monat die Wasserkühlung von Reaktorblock 1 bereits drei Mal ausgefallen. Auch der Betrieb des Systems zur Reinigung des verstrahlten Wassers in Fukushima I, bestehend aus vier Kilometer Rohrleitungen zwischen den Unglücksreaktoren und einer Dekontaminationsanlage und Wassertanks, läuft alles andere als reibungslos ab – knapp einen Monat nach Inbetriebnahme des Systems ist es bereits zu 10 größeren Zwischenfällen (Wasserlecks, Abschaltungen) gekommen.

Goshi Hosono, für den Ministerpräsident Kan Ende Juni ein eigenes Ministeramt für die Atomkrise schuf, hat erklärt, dass Bewohner der Evakuierungszone erst nach einem erfolgten “cold shutdown” in das 20 Kilometer-Sperrgebiet rund um die Unglückreaktoren zurückkehren dürfen. Ein “cold shutdown” ist dann erreicht, wenn die Temperatur des Kühlwassers unter 95 Grad Celsius gesunken ist. Nach Angaben der Regierung, könnte es möglicherweise im Januar so weit sein.

Messungen

Während TEPCO bei Meerwassermessungen in der Nähe des Kraftwerks bislang keine erhöhten Werte festgestellt hat (möglicherweise aufgrund fragwürdiger Messmethoden), sind bei Pilzen aus Gewächshäusern in sechzig Kilometer Entfernung von Fukushima Daiichi Strahlenwerte festgestellt worden, die die zulässigen Grenzwerte um das Dreifache überschritten. Besonders betroffen von Kontaminationen ist außerdem Rindfleisch. In ebenfalls sechzig Kilometern Entfernung vom Unglücksreaktor wurden bei Kühen erhöhte Strahlenwerte gemessen, die auf das Verfüttern von Reisstroh zurückzuführen sind. Die Regierung hat nun breit angelegte Tests für Rindvieh angeordnet.

Nachdem Japans Ministerpräsident Kan kürzlich erklärt hatte, dass Japan nach dem Vorbild Deutschlands aus der Atomkraft aussteigen würde, ruderte er nun zurück: Bei der Erklärung habe es sich lediglich um seine persönliche Ansicht gehandelt. Atomkrisenminister Hosono hat allerdings bekräftigt, dass der Bau neuer AKW in Japan nach Fukushima unrealistisch sei. Die Pläne für einen sogenannten “schnellen Brüter” in Monju in der Fukui-Präfektur werden daher hoffentlich ad acta gelegt.

Außerdem: Die japanische Atombehörde NISA soll, um unabhängiger agieren zu können, vom japanischen Wirtschaftsministerium getrennt werden. Die Behörde hat derweil Details zu den bevorstehenden 2-Stufen- Stresstests für japanische AKW bekannt gegeben, mit denen die Widerstandsfähigkeit der Meiler gegen Erdbeben, Tsunamis und Stromausfall getestet werden soll.

Kommentare

  • Heiko Birkholz

    Danke für das Update. In den Nachrichten liest man immer nur einzelne Teile vom Puzzle und mal die Gesamtsituation im Überblick ist da hilfreich.

    19.7.2011 um 17:37 Uhr · Antworten

  • Michi

    Die Japaner treffen die falsche Entscheidung… Es ist gut verständlich dass sie erschüttert sind von dem, was passiert ist, und es ist schrecklich, aber sie ziehen die falschen schlüsse… Deswegen ausgerechnet den schnellen brüter auf Eis zu legen muss wirklich nicht sein…
    Was wird jetzt passieren? Japan wird wieder auf die fossilen Energieträger Kohle, Öl, Gas usw setzen… Die Ölpreise werden steigen, es wird wieder in tiefen Regionen des Meers nach Öl gebohrt werden, katastrophen die Deepwater Horizon werden sich wiederholen, all das was gerade Greenpeace sehr gut kennen sollte wird verstärkt auftreten… Von den verstärkten CO2 emmisionen und deren Auswirkungen gar nicht zu sprechen…
    Ich mein, was ist denn schon passiert? Ein Erdbeben und ein Tsunami hat weite Teile Japans verwüstet… Dabei ist ein AKW beschädigt worden, und es ist Radioaktivität ausgetreten. Wieviele Menschen sind dadurch gestorben? Durch den Tsunami? Tausende. Durch das AKW? Naja… Niemand. Anscheinend ist die ausgetretene Menge sogar so gering, dass die Bewohner sogar schon im januar wieder in ihre Häuser zurückkehren können (soweit diese nach dem Tsunami überhaupt noch existieren)
    Aber jetzt soll mir doch mal jemand erklären, was daran so viel schlimmer ist als wenn menschen in Kohleminen sterben, wenn ganze Landschaften verändert werden durch Kohleaubbau, oder sogar nur durch einen Staudamm, der für ein Wasserkraftwerk errichtet wurde (und was ist wenn der Damm bricht?). Oder alternativ, wa ist weniger schlimm an Hungerkatastrophen, die zum Teil auch durch den Klimawandel verursacht werden? Was ist weniger schlimm an einer Ölpest?
    Genau sowas kann man nämlich durch die Kernkraft verhindern! Bitte denkt doch mal nach!!!!
    Vorallem sind die modernen Reaktoren, die jetzt anscheind nicht mehr gebaut werden um Welten sicherer als Fukuschima Daiichi, und können, im Falle des schnellen Brüters sogar sogenannten Atommüll als Brennstoff verwenden…

    19.7.2011 um 18:30 Uhr · Antworten

    • Heiko Birkholz

      Hey Michi,
      ich verstehe nicht so genau worauf du hinaus willst:

      Kernkraft wird weltweit eingesetzt und daran hat sich auch mit Fukushima nichts geändert. Die Reaktoren laufen weiter wie vor der Katastrophe.

      Alles was sich geändert hat, insbesondere in Deutschland und zum Teil eben auch in Japan, ist die Erkenntnis, dass man keine weiteren Kernkraftwerke mehr bauen möchte.

      Die Restlaufzeit der Reaktoren reicht aus um die Energiesysteme entsprechend auf einen Wegfallen der Kapazitäten vorzubereiten und ebnet nebenbei auch noch den Weg in eine wirklich liberalisierte Marktstruktur.

      In Deutschland müssen in den nächsten 10 Jahren ungefähr 40 GW Kapazität nachgebaut werden. Dazu kommen noch weitere 20 GW die durch die Kernkraft wegfallen. Sicherlich ist das eine große Zahl und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass die neuen Kraftwerke komplett emissionsfrei laufen, aber das ist auch nicht das kurzfristige Ziel:

      Es gilt die Emissionen weitestgehend zu verringern und nicht auf Null zu bringen zumindest im Planungshorizont der nächsten 20 Jahre. Die Tatsache, dass jetzt vermehrt Steinkohlekraftwerke im Gespräch sind, liegt vor allem an den fehlenden Anreizen (durch politische Maßnahmen) für Gaskraftwerke.

      Deine Rechnung jedenfalls, dass ein Abwenden von Atomkraft gleich dem Hinnehmen des Klimawandels sei, kann ich nicht nachvollziehen.

      20.7.2011 um 17:47 Uhr · Antworten

      • Heiko Birkholz

        Japan ist zudem prädestiniert für den Einsatz erneuerbarer Energietechnologien, da es sich um ein extrem rohstoffarmes Land handelt, was sicherlich nicht Kohle & Gas zusätzlich zu dem notwendigen Bedarf einzukaufen will.

        20.7.2011 um 17:54 Uhr

      • Bruno Straub

        Klar, die Japaner wissen, was EE sind. Ist nicht Sharp sogar ein Pionier der PV-Zellen-Entwicklung? Dass die Japaner ihre Dächer noch nicht mit PV pflastern, hängt vermutlich damit zusammen, dass PV-Strom etwa 6 bis 10 mal so teuer ist, wie Atomstrom. (Und dass es nicht, wie bei uns, ein EE- Gesetz gibt, mit dem diese “Feinheiten” kaschiert werden…)

        21.7.2011 um 00:54 Uhr

  • Marco

    Auch ich sage “Danke” für die detaillierten Neuigkeiten zu Fukushima. Wie so oft ist aus dem medialen Drama das übliche “Medienrauschen” geworden. Da scheint man doch immer wieder nach dem Motto zu handeln, dass nur eine aktuelle Katastrophe auch interessant ist.

    Und an Michi:
    Beim Atomausstieg sollte es nicht darum gehen, Atomkraft durch fossile Energiequellen zu ersetzen. Uns allen dürfte klar sein, dass das im großen Maßstab nur ähnlich fatale Folgen für die Umwelt haben dürfte.
    Als langfristiges Ziel muss am Ende der sog. Energiewende ein MIx aus Wind- und Solarparks, Gezeitenkraftwerken und dezentraler Energieversorgung aus Kleinstkraftwerken stehen, die ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen setzt.

    Und da längst klar ist, dass Atomkraftwerke keine Brückentechnologie sind, ist der Impuls, Pläne für den Neubau von Atomanlagen zur Seite zu legen, völlig richtig. Nur so werden auch langfristig und nachhaltig die nötigen Investionen zur Entwicklung einer alternativen Energieversorgung fließen.

    19.7.2011 um 21:10 Uhr · Antworten

    • Michi

      Also soweit ich weiß, wird in Deutschland im Zusammenhang mit dem Atomausstieg der Neubau von knapp 10.000 MW an Braun- und Steinkohle geplant… Weil es einfach noch nicht technisch möglich ist direkt auf erneuerbare umzusteigen. Natürlich sollte das das langfristige Ziel sein, aber auf dem weg dahin muss die Atomkraft helfen… Meiner Meinung nach sollte man als aller erstes die Fossilen Kraftwerke abschalten, dann als aller letztes die AKWs…
      Und ich verstehe immernoch nicht wieso AKWs jetzt ausgerechnet die Energiewende blockieren sollten… Wer mir jetzt mit unflexibilität kommt, dem kann ich nur sagen: in Frankreich werden fast alle AKWs lastfolgend betrieben, und selbst in Deutschland darf (durfte muss man leider sagen, aber vll wird dieser ganze ausstiegswahnsinn doch noch gekippt) Biblis A pro Stunde die Leistung um bis zu 15% variieren… Das klingt zwar nach wenig, ist aber auch nicht weniger als die Kohlekraftwerke imstande sind, die ja jetzt die AKWs ersetzen… Und selbst wenn: das AKW produziert den Strom auch in der Nacht CO2-frei :-)
      Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn der immer wieder mal nicht ganz so effizient genutzt wird/weggeschmissen wird…

      19.7.2011 um 21:33 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      @Marco
      Du siehst am Ende der Energiewende “”einen MIx aus Wind- und Solarparks, Gezeitenkraftwerken und dezentraler Energieversorgung aus Kleinstkraftwerken”"
      Das klingt großartig, aber darf ich Deine Vision ein bißchen sezieren?
      Also, die Gezeitenkraftwerke kannst Du für Deutschland wohl knicken… Was sind Kleinstkraftwerke? Klar: Windrad, PV-Dach, Wasser (nicht ausbaubar), Müllverbrennung/Deponie (nicht ausbaubar), Biomasse (Irrweg), Geothermie (für Gläubige).
      Also: Greifbar: Wind, PV. Und das ist es!
      (Und an Tagen wie heute, versorgen wir uns dann aus den immer noch nicht gebauten Speichern)

      19.7.2011 um 23:38 Uhr · Antworten

  • Viktor

    Wer sagt, dass Atomkraft CO2-frei sei,
    Der berücksichtigt leider nicht den ganzen
    Weg. Das Uran muss in Bergwerken
    abgebaut werden und zu seinem
    Bestimmungsort transportiert werden.
    Und ist da noch der Transport des
    entstandenen Mülls, der zudem noch strahlt.

    19.7.2011 um 22:17 Uhr · Antworten

    • Michi

      Waahnsinn, da versorgt man eine Millionenstadt Jahrelang mit Energie, aber dann ist da ja der eine LKW, der alle 3 Jahre das Uran aus der Anreicherungsanlage in das AKW transportiert…
      Nee ehrlich, das gleiche gilt für Windanlagen, die müssen schließlich auch gebaut und gewartet werden.
      Unter Berücksichtigung der Lebenszyklusemissionen sind AKWs (unter Berücksichtigung von allen emissionen bei der Planung, Bau, Versorgung mit Uran, Anreicherung des Urans, entsorgung des Urans, und schlußendlich Rückbau des Kraftwerks) gleichauf mit Windenergie und Wasserkraft, und sogar deutlich besser als Photovoltaik
      Das ganze ist natürlich pro KWh gemessen, sicher ist ein AKW deutlich CO2 aufwändiger in der Produktion als eine Windmühle, aber das AKW produziert ja auch über 1000 mal so viel Strom….
      Quelle: http://www.eon-kernkraft.com/pages/ekk_de/Presse_und_Wissenswertes/Kernenergieinfos/FAQ/index.htm

      19.7.2011 um 22:45 Uhr · Antworten

    • Spicky

      @michi
      Wenn du so für Atomkraftwerke bist, dann können die Unternehmen sicher dir den ganzen angefallen Atommüll zu dir in den Garten stellen, dann ist das Problem mit dem Endlager ja geklärt!

      20.7.2011 um 09:21 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Spicky, wenn Michi Dir den Atommüll nicht abnimmt, nehme ich ihn. Du müßtest mir dann aber im Gegenzug die BASF anehmen. Deal?

        20.7.2011 um 20:40 Uhr

  • Herbert

    Warum schickt man nicht einfach alle Atomkraftbefürworter nach Fukushima zum aufräumen, wenn das alles so ungefährlich ist?! Oder : Der Atommüll könnte doch bei den Befürwortern im Keller als Atommüllager dienen!;-)

    Was immer wieder bei der Debatte vergessen wird: Atomkraftwerke wurden nicht für die Produktion von Strom gebaut, sondern um Waffen herzustellen…

    Was nicht sichtbar ist, muss noch lange nicht ungefährlich sein…

    Wer sich mit den Folgen von Tschernobyl auseinandergesetzt hat, der weiß, was Sache ist. Und in Fukushima haben wir es mit viel größeren Mengen zu tun. Es wurden bewusst Zahlen gefälscht zur Verharmlosung. Wer den Medien unkritisch und unreflektiert Glauben schenkt, an dem ist wohl die Aufklärung im Kantschen Sinne vorbeigegangen.

    It´s time to wake up- now!

    20.7.2011 um 08:04 Uhr · Antworten

  • Tim

    @Spicky
    @Herbert

    Diese Argumentation von euch kann ich nicht mehr hören. Warum stellen wir im Gegenzug nicht alle benötigten Windräder und Solarkraftwerke in euren Garten?
    Keiner hier hat behauptet, dass die Kernenergie keine Risiken birgt, was von euch beiden aber fälschlicherweise so hingestellt wurde. Konzentriert euch lieber auf das wesentliche: Wie ersetzen wir die Kernkraftwerke wirkungsvoll?
    Da muss eine Reserve in Form von Kohle und Öl-Kraftwerken vorhanden sein, eben wie Phasen wie die vergangenen Tage.
    Was gefälschte Zahlen angeht kann ich das auch ohne Probleme von Greenpeace behaupten, was ich hiermit nicht mache, da ich keine Belege dafür habe, genauso wie du, Herbert, keine Belege dafür hast, dass Zahlen gefälscht wurden, und schon gar nicht bewusst.

    20.7.2011 um 10:04 Uhr · Antworten

  • Michi

    Ja erstmal kann ich nur das unterschreiben was Tim gesagt hat… Ich habe nie bahauptet dass Kernkraftwerke ungefährlich sind, und natürlich muss man auch den Müll fachgerecht behandeln… Alles was ich behaupte ist dass die Kernkraft beherrschbar ist, und Chancen birgt…
    Übrigens würde ich vorschlagen, nicht die Windräder in den Garten der AtomGEGNER zu stellen, sondern die Braunkohlekraftwerke, die jetzt gebaut werden um die AKWs zu ersetzen nebenan zu stellen… Und die giftigen (und ironischerweise sogar leicht radioaktiven) Reste aus den Filteranlagen dürfen wir doch bestimmt in euerem Garten deponieren? Immerhin sind wir dann die Atomkraft los…
    @Herbert
    Das stimmt nur für manche AKWs… Der RBMK z.B (u.A. Tschernobyl) und einige US-Amerikanische Modelle sind für die Produktion von Plutonium geeignet, moderne Druck- und Siedewasserreaktoren hingegen sind NICHT in der Lage Plutonium in ausrechender Qualität herzustellen, weil der Abbrand zu hoch ist…
    .
    Und zu der ausgetretenen Menge bei Fukuschima:
    Auch wenn es in 4 Reaktoren zur Kernschmelze gekommen ist, hat das Containment größtenteils das gemacht, wofür es gebaut wurde… Insgesamt haben wir es mit 5-10% der Menge zu tun, die bei Tschernobyl ausgetreten ist… UND ein Großteil davon ist glücklicherweise auf das Meer getrieben worden…
    Ich möchte nochmal wiederholen: Fukuschima gehörte zu der ältesten Generation von AKWs, die in Japan gebaut wurden. Eigentlich dürfte es schon lange kein Strom mehr produzieren… Und die modernen Reaktoren haben diese Probleme NICHT….

    20.7.2011 um 11:36 Uhr · Antworten

  • Heinrich

    @Michi
    Sie existieren doch gar nicht. Hinter Ihrem Namen verbirgt sich doch ganz offensichtlich so eine Art Marketingabteilung eines Stromkonzerns, welches sich in Meinungsmache versucht ;-) Übrigens, an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in China sollte generell etwas grundsätzlich geändert werden und nicht nur bei deren Kohleabbau.

    20.7.2011 um 12:12 Uhr · Antworten

    • Heiko Birkholz

      Schwer vorstellbar, dass ein Konzern im deutschsprachigen Raum tatsächlich noch Geld dafür ausgeben würde.

      20.7.2011 um 17:50 Uhr · Antworten

  • Andreas

    Ich kann auch echt nicht nachvollziehen wie diese Regierung noch an der Atomenergie festhalten kann. Unvorstellbar!

    20.7.2011 um 15:41 Uhr · Antworten

  • MArtin

    @Michi
    Wer bezahlt mir mein Haus, meine Habseligkeiten, mein Grundstück und meine kleine Firma wenn uns ein AKW um die Ohren fliegt und ich nicht dorthin zurückkehren kann und alles verstrahlt und unbrauchbar geworden ist. Wer erklärt meinem Kind dann:”Hey Mäuschen, es tut mir echt Leid das du Leukämie hast und bald daran stirbst, aber sieh es mal so… wir haben alle Strom”
    Wenn uns nur ein AKW um die Ohren fliegt, wird auf einen Schlag einer großer Teil unseres Landes unbrauchbar, wohin mit den Leuten? Wer bezahlt das? Haben die großen Energieversorger diese Summe schon angespart? Die lachen sich tot!
    Es gibt auch scheinbar keine Lösung für so einen Unfall – nirgendwo auf dieser Welt. Fragt doch mal unsere AKW Betreiber was sie tun wenn eines unserer AKW so wie in Japan hoch geht. Wo ist der Plan? Brauchen wir dann auch etwa 20, 30 oder 100 Jahre bis wie den Schutt beseitigt haben? Danach kann man wahrscheinlich das Land nach wie vor nicht gebrauchen. Also nochmal: Wo ist der Plan? Ach ja: Wer solls machen? Michi? Du?
    Es heisst immer, die Deutschen sind sehr schlau, korrekt, vorrausschauend, innovativ und fleißig. Das haben sie wieder bewiesen durch den Atomausstieg. Andere Länder rümpfen jetzt noch die Nase aber auch diese werden dann irgendwann mal erkennen, dass sie diese hochgefährlichen Einrichtungen besser nicht gebaut hätten und die Deutschen mal wieder schlauer waren.
    Ich spreche dabei immer von unserem Land, weil wir wohl erstmal vor der eigenen Tür kehren muss. In unserem Land habe ich wenigstens das Gefühl noch einigermaßen sicher zu sein. In anderen Ländern ist der Sicherheistgedanke der Menschen oft nicht so ausgeprägt wie bei uns.
    Und Michi: Atomkraft ist beherrschbar… solange man ALLE Faktoren kennt die zu einem solchen Unfall führen könnten. Leider kennen wir sie NICHT und werden sie auch nie ALLE kennen. Es heißt dann wieder:”Äh, das.. äh… haben wir nicht mit in unsere Berechnungen aufgenommen. Sorry. Kann man nix machen. War höhere Gewalt oder so. Ihr geht alle Leer aus.”

    Die Dinger müssen weg – nicht sofort – aber Sie müssen weg, sobald es möglich ist und ohne Ziel, kein Weg, Das Ziel ist der Ausstieg. Wir haben selbst wenn Sie weg sind noch genug mit dem Erbe der AKWs zu tun. Schießt das ganze Zeug in die Sonne!

    20.7.2011 um 18:48 Uhr · Antworten

    • Michi

      Die Warscheinlichkeit eines Unfalls is in einem Reaktor der 3+/4. Generation ungefär ein Tausenstel dessen, was Reaktoren der 2. und 1. Generation (Tschernobly, Fukuschima und TMI) haben…
      Natürlich, die Gefahr besteht, das ist ganz klar, aber ich lebe lieber bewusst mit dieser kleinen Gefahr, als mit den (auf jeden fall auftretenden) Folgen der nutzung fossiler Energien bzw anstatt doppelt so viel für den gleichen Strom aus EE zu zahlen…
      Und auch wenn ein AKW hochgeht, geht deswegen noch lange nicht die Welt unter… wenn man schnell und gut handelt, müssen dabei auch keine Menschen in Gefahr kommen… Es wird halt eine, im verhältniss zur Gesamtfläche des Landes immernoch kleine, Fläche unbewohnbar… Und das wie gesagt nur in dem seltenen Fall, das es tatsächlich zu einem Unfall kommen sollte… Um mal ein paar Zahlen ins Spiel zu bringen, der wohl sicherste Reaktor to date, der ESBWR, wird mit einer Unfallfrequenz von etwa einmal alle 300 Millionen jahren beziffert… Würden also 300 von diesen Reaktoren auf der Welt gebaut werden, hätten wir statistisch gesehen alle Million jahre einen Unfall… Oder anders gesagt, die Warscheinlichkeit, dass eine Person in seinem 100 Jährigen Leben einen Unfall (irgendwo auf der Welt) erlebt ist 0,01%, was glaub ich vertretbar ist, da die meisten ja schon 2 davon (in entsprechend deutlich weinger sicheren Anlagen) erlebt haben und trotzdem noch leben… Die Technik wird halt auch immer besser…
      .
      Dann sprichst du noch das Atommüllproblem an. Es gibt konzepte von Reaktoren (s. Brutreaktor, insbesondere der Schnelle Brüter) die nur anfangs, un die Kettenreaktion zu starten angereichertes Uran benötigen, und danach mit jeder belibeigen Uransorte laufen können, auch mit abgereichertem Uran oder eben Atommüll. Aufgrund der höheren Neutronentemperatur werden unerwünschte, langlebige Transurane (insbesondere Pu-240) transmutiert und anschließend gespalten. Damit bleiben am ende (fast) nur mehr Spaltprodukte übrig, die langfristig kein Problem darstellen, da sie eine Halbwertszeit von maximal 30 Jahren haben. Es kann gut sein, das wir in 50 Jahren den ganzen Atommüll wieder ausgraben, um ihn in solchen Anlagen zu verwerten. Dafür muss aber weiter geforscht werden, und die Reaktoren müssen natürlich auch noch gebaut werden…

      20.7.2011 um 19:58 Uhr · Antworten

      • MArtin

        Wenn es nach Zahlen und Statistiken und Aussagen unserer Atomkraftbetreiber geht, dann sollte bis heute nicht ein einziges AKW havariert sein. … komisch nun sind es schon drei. Also irgendwas stimmt da noch nicht mit den Berechnungen hab ich das Gefühl. Wenn das nächste hochgeht kommt mit Sicherheit die gleiche Leier – AKWs sind sicher, das war eine Ausnahme, es wurden Sicherheitsstandards nicht eingahlten die für alle unverbindlich sind, etc.
        Wenn ein AKW hochgeht ist es für mich ein kleiner Weltuntergang. Scheinbar kann niemand schnell und gut handeln, sonst würde man das in Japan tun. Wir haben nicht viel Platz auf unserem kleinen Planeten, da muss man schon um jedes bisschen Land kämpfen. Unvorstellbar, das es bei uns ein Fleckchen Land geben würde das niemand betreten darf – für immer! Solche fatalen Ereignisse vererben wir an unsere Kinder – die werden sich bedanken.

        Zitat:
        “Es kann gut sein, das wir in 50 Jahren den ganzen Atommüll wieder ausgraben, um ihn in solchen Anlagen zu verwerten. Dafür muss aber weiter geforscht werden, und die Reaktoren müssen natürlich auch noch gebaut werden…”

        Es kann auch sein das es nicht so ist. Und deswegen dürfen keine weiteren gebaut werden und die alten müssen abgebaut werden. Ich habe nichts gegen Forschung an der Atomkraft, aber dafür brauchen wir nicht tausende Reaktoren auf der Welt, bei denen wir wissen das Sie hochgefährliche Stoffe produzieren. Da reichen auch ein oder zwei Reaktoren an einem Platz der bestmögliche Sicherheit bietet (totale Sicherheit gibts ja nicht, das haben wir ja schon gelernt). Da kann man dann solange forschen bis Atomkraft sauber ist. Dann hätte evtl. auch ich kein Problem damit. Ich behaupte in den stromerzeugenden Reaktoren wird nicht geforscht, da wird produziert bis der Arzt kommt… und nach mir die Sinnflut.

        Ich verstehe auch nicht warum du so scharf auf AKWs bist. Dir scheint diese Art von Technik und deren funktionsweisen viel Spaß zu machen. Wo ist das Problem bei Windrad und Co. Wir haben bei uns auch tonnenweise Windräder stehenu und ich freue mich wenn ich sie sehe.

        Hier geht es wieder einzig und allein ums Geld… und dafür wird auch das Leben, die Lebensqualität, unser Land, unsere Erde und die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel gesetzt – skrupellos.

        Das schlimmste daran ist, selbst die Befürworter – da bin ich mir sicher – wissen in ihrem tiefsten innern, dass das Spiel mit dem Atom hier und da ins Auge gehn WIRD und das billigend in Kauf nehmen nach dem Motto, das will ich unbedingt haben auch wenn es nicht nötig und gefährlich ist. Gefahren werden einfach ignoriert.

        21.7.2011 um 11:26 Uhr

      • Michi

        Die Energieerzeugungsmethode aus dem Mittelalter, die Windmühle, hat mehrere fundamentale Nachteile:
        1. Die Versorgung ist unsicher. An einem Tag geht massiv viel Wind, am nächsten Tag geht gar kein Wind. Demzufolge können selbst alle Windräder der Welt keinen einzigen Haushalt sicher mit Energie versorgen. Allgemein ist es abwägig, eine Energieform zu nutzen, bei der nichtder Mensch in Form des Reaktorfahrers entscheidet, wie viel Strom produziert wird, sondern das Wetter. Wir brauchen die Garantie, dass 365 Tage im Jahr, 7 Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag die Garantie, dass Strom verfügbar ist, und das ist ohne Backup bei Wind nicht möglich.
        2. Strom aus Wind ist viel zu teuer, absolut konkurrenzlos im Vergleich zu billigem Atomstrom.
        3 Zusätzlich zu den hohen Erzeugungskosten muss man noch die Netze ausbauen, un die ungünstige Verteilung der Energie zu kompensieren.
        4.. Windräder sind laut und häßlich.
        5. Bei der Windenergie entsteht der Crowding-Out Effekt, das bedeutet, das der am besten geeignete Ort als erstes besetzt wird, und man für den weiteren Ausbau entsprechend weniger geeignete Standorte wählen muss… Es nutzt nichts, wenn es tatsächlich einen Standort gibt, wo fast immer ein konstant starker Wind geht und ausnahmsweise die Erzeugungskosten vergleichbar sind mit der Atomkraft, wenn dieser Standort bereits 1980 besetzt wurde… Generell kann man behaupten dass die letzten 50% erneuerbar deutlich teuerer sind als die ersten 50%… Das weiß auch Greenpeace, auch wenn sie es nicht gern hören… Und wir haben erst 15% erneuerbar, und in der Grundlast noch deutlich weniger…..
        .
        Über Solar braucht man eigentlich gar nicht reden, so unrentabel und verschwenderisch wie diese Energieform ist…
        Ich glaube eigentlich nicht (mehr) daran, dass eine komplett erneuerbare Energieversorgung möglich ist, außer durch massive Einschnitte in die Lebensqualität (Energiesparen) und daher denke ich das wir auf die Atomkraft setzen müssen, da sie wohl die beste in großen Mengen verfügbare Energieform ist, auf jeden Fall umweltfreundlicher als Kohle…

        21.7.2011 um 14:59 Uhr

  • Christian

    Kleine Gefahr… ??? Ohje, dass erzähle mal den Menschen in Three Mille Island, Tschernobyl, Fukushima… ich kann diese unverschämte und absurde Verharmlung, diese Märchen und Lügen echt nicht mehr hören !!!

    Wenn ich sehe wie wenig (verhältnismäßig) Atomkraftwerke es auf der Welt gibt, wie oft es aber zu einem schrecklichen Unfall gekommen ist (andere umstrittene Gesundheitsgefährdungen lassen wir mal außen vor), wenn ich mir anschaue welchen Ländern man alles die gefährliche Technologie verkauft hat, wenn ich mir die Atommülllagerdesaster anschaue und dann die vielen vielen Jahren sehe in denen mega viele (Steuer-)Gelder in diese tödliche Technologie geflossen sind… Tut mir Leid, ich komme nur zu einem Urteil: Abschalten und zwar so schnell wie möglich !!!

    Es gibt genug überzeugende Energiekonzepte, die sagen: ein schneller Atomausstieg ist möglich – ohne den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Ich empfehle (a) lesen oder (b) Ignoranz und Arroganz abschalten, liebe Atomkraftlobby. Eure Zeit der maßlosen Gewinne ist vorbei! Euer Kampf um Laufzeitverängerungen vergeblich und schädlich für unsere Gesellschaft und Umwelt.

    20.7.2011 um 20:57 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Richtig!

      26.7.2011 um 00:27 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    Greenpeace war doch mit der rainbow warrior vor Fukushima…
    Ist da nichts “Schlimmes” herausgekommen?
    (Immerhin soll ja der halbe Nordpazific verstrahlt sein…)

    20.7.2011 um 22:52 Uhr · Antworten

  • Heiko Birkholz

    @Bruno Staub: Ja, damit Radioaktivität auch wirklich gefährlich wird, brauchen Menschen wie du wahrscheinlich mutierte 16-armige, fluroszierende Riesenkraken die das ganze Schiff vor laufender Kamera versenken. Ansonsten: Das bisschen Strahlung bringt schon keinen um oder?

    Zu deinem merkwürdigen Solar+EEG Kommentar: Das EEG legt die Kosten für die Einspeisevergütung um und liegt momentan so bei 2,5 cent/kWh. Wo ist das Problem?

    21.7.2011 um 09:49 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Statt der Krake würden mir ein paar seriöse Messergebnisse reichen. Immerhin hat die Rainbow Warrior ja diese nach eigenen Angaben gefährliche Mission auf sich genommen. Und da gibt es keine Ergebnisse für die “Verstrahlung” des Pazific???
      Die EE-Umlage, sie beträgt übrigens 3,5 Cent, verbilligt ja den PV-Strom nicht wirklich. Und um auf die Japaner zurückzukommen, es macht schon einen Unterschied, ob man mit Strom mit Herstellkosten von 4 Cent/kWh oder 40 Cent/kWh z.B. Autos produzieren will……

      21.7.2011 um 21:42 Uhr · Antworten

  • Boris

    Moin

    Die Energiewende wird einen dicken Dämpfer bekommen, wenn Herr Kretschmann in Baden Würtenberg auf Grüne Ortsvereine stößt, die keine Pumpspeicherkraftwerke haben wollen. Die Energiewende, wird von einzelnen Greenpeace aktivisten verhindert, weil diese sagen, da lebt ein Grottenolm, da darf kein Pfeiler für eine Überlandleitung gebaut werden.
    Die Energiewende wird von den Grünen und Greenpeace behindert. Das meine ich sehr ernst.
    Ich stehe den Grünen sehr nah (kein Parteimitglied, ich bin Pirat).
    Ich bin zahlendes Mitglied bei Greenpeace (auch die muss es geben, irgendwer muss ja die Transparente bezahlen).

    Jeder Grüner, jeder Greenpeace aktivist, muss sich die Frage stellen. Ja oder Ja

    Wenn wir aus der Atomenergie aussteigen wollen, müssen wir “unbequeme Entscheidung” treffen.
    Die Frage muss lauten, was ist wichtiger: der Grottenolm oder den Deutschen Michel Atomfrei zu bekommen?

    Denkt mal darüber nach.

    21.7.2011 um 10:05 Uhr · Antworten

  • Marina

    Die Kommentare waren wieder einmal hochinteressant …
    Zu Herbert und Christian: Stimme vollkommen zu.
    Zu Michi insbes.: Vielleicht kennen Sie die Sendung “Die Unverbesserlichen”
    zumindest vom Hörensagen? Da befinden Sie sich in bester Gesellschaft.
    Ich muß leider aus der aktuellen und mancher vergangenen Diskussion die Schlußfolgerung machen:
    Da kann uns allen ernsthaft die Welt um die Ohren fliegen, es gibt doch tatsächlich immer noch bis zum letzten Atemzug welche, die allen Ernstes hartnäckig behaupten, die Atomkraft sei sauber und sicher o. dgl.!
    Für meine Begriffe sind solche Leute hoffnungslos verloren …
    Ich glaube es wirklich nicht!
    Ergo:
    Es muß noch mindest ein SuperGAU stattfinden, und zwar vor deren Nase, vielleicht fällt dann hoffentlich gewissermaßen der Groschen, wenn sie am eigenen Leib erfahren müssen, was es heißt, aufgrund dieser Katastrophe alles Hab und Gut wie auch womöglich auf Dauer gesehen ihre Gesundheit zu verlieren?!
    Das sind typische ungläubige Thomasse!
    Es genügen bei weitem nicht die Medienberichte, NEIN, sie müssen es selbst zu spüren bekommen!
    Wenn Atomkraft und deren Strahlung SO ungefährlich sein sollen, warum meldet Ihr
    Atomenergieverteidiger Euch nicht gleich zum Aufräumen in Fukushima oder in Tschernobyl zum Errichten des neuen Sarkophags?!
    Dann könnt Ihr den Atomkraftgegnern weltweit allen Ernstes beweisen, wie HARMLOS die Atomkraft im Großen und Ganzen ist!
    ALSO, WAS IST?!
    Denn, wie sie doch tatsächlich meinen, gab es bei den Atomkatastrophen so gut wie KEINE Tote!
    Bitte, fahrt nach Tschernobyl und laßt Euch erzählen, wie es WIRKLICH ist entgegen Eurer Meinung! Und vergeßt ja nicht die Menschen aufzusuchen, die
    wegen des SuperGAUs schwerkrank geworden sind – u.a. die vielen mißgebildeten und behinderten Kinder AUFGRUND DER GENMUTATION – denn sie müssen ZEITLEBENS DARUNTER LEIDEN – in jeglicher Hinsicht!
    Wenn diese Menschen manche obige Kommentare lesen würden, ich glaube,sie hätten das Gefühl, nochmals verstrahlt zu werden … das wäre für sie wie ein Schlag ins Gesicht!
    Pah, ich kann die Haltung mancher einfach nicht verstehen … NEIN, beim besten
    Willen nicht!
    UNVORSTELLBAR diese Denke … – - -

    21.7.2011 um 22:32 Uhr · Antworten

    • Michi

      Nein, sie haben mich nicht verstanden.
      Ich behaupte nicht das die Atomkraft harmlos ist. Ganz im gegenteil. Ich weiß wie gefährlich ionisierende Strahlung für den menschen ist.
      Ich behaupte nur, dass man die Atomkraft, in entsprechen deutlich sichereren Anlagen, verantwortungsvoll nutzen kann.
      Sie würden ja auch nicht die Radionukleoidmedizin verteufeln, die Jährlich tausenden menschen das leben retten… Naja, diese Radionukleodie werden in Atomreaktoren hergestellt. Zwar in speziellen Reaktoren, die nicht oder nur nebenher für die Stromerzeugung genutzt werden, aber trotzdem, theoretisch könnte es auch in so einem Reaktor zu einem SuperGAU kommen…
      Und ganz ehrlich, wenn ich mir anschaue was für Folgen die anderen Energieformen so haben, wenn ich mir anschaue was grad in Ostafrika so passiert, da überlege ich mir doch ob man sich die Atomkraft nicht doch noch mal anschauen sollte… Zwar nicht so komplett sorgenlos wie es die Sovjetunion gemacht hat, aber dennoch…
      Und ja: der Ausbau der Erneuerbaren ist wichtig, aber bis 2022 ist das unmöglich. Wir hätten bis dahin ja auch 17 Braunkohlekraftwerke abschalten können ;-)
      Ich finde nur, dass das Atom in der Öffentlichkeit und in den Medien extrem verteufelt wird… Wenn in einer Aufbereitungsanlage ein Mitarbeiter “verstrahlt” wird (d.h. er überschreitet seine maximal zulässige dosis) dann steht das IMMER relativ weit vorne in der Zeitung. Wenn in einer Metzgerei jemand in den Fleischwolf fällt, oder ein Dachdecker vom Dach fällt (das ist der gefährlichste Beruf in D wenn man nach den Versicherungsbeiträgen geht) dann interessiet das niemanden. Wenn in einem Chemiewerk durch einen Unfall irgendwelche ätzenden Stoffe austreten (passiert fast jedes Monat irgendwo) dann wird das so nebenher erwähnt, und bis auf die Leute die betroffen sind kriegen es 98% der Bevölkerung nicht mit… Im verhältniss zu der Erzeugten Energiemenge gibt es bei der Kernkraft die wenigsten Unfälle und die weingsten Toten — aber die meiste Medienaufmerksamkeit.
      Aber ich frage nochmal: warum ist es besser vergiftet zu werden als verstrahlt?
      Ich mein ja: Strahlung IST gefährlich — aber es ist auch nur ein Teil des normalen lebens. Strahlung ist auch nicht “teufelisch” — – –

      21.7.2011 um 23:44 Uhr · Antworten

  • Hook

    @Michi (insbesonders)
    Ich bin FÜR Atomkraft unter folgenden Voraussetzungen:
    -Der Betreiber MUSS das Risiko eines SuperGAU versichern */**
    -Der Betreiber MUSS für die Entsorgung sorgen und zahlen *

    * ohne staatliche Hilfe, Subventionen etc
    ** Wenn sich überhaupt ein Versicherer findet, der dieses Himmelfahrtskommando annimmt.

    So, jetzt rechnen wir mal den WIRKLICHEN Atomstrompreis cent/kWh aus.

    => Ups unrentabel! Noch unrentabler als EE ohne Subventionen, Blockgaskraftwerke etc.

    22.7.2011 um 07:16 Uhr · Antworten

    • Michi

      1. Dann bin ich aber auch dafür, dass die Kohlekraftwerksbetreiber für die Gefahr eines Klimawandels versichern… Gewissermaßen ist der Versicherer der Staat, schließlich zahlen die Kraftwerksbetreiber massig Steuern…
      2. Nein, ich weiß nicht woher das kommt… Fakt ist, die Kraftwerksbetrieber ZAHLEN für ihren Müll… Sie zahlen sogar ein bisschen für die Sanierung der Asse, obwohl sie daran keine Schuld haben… Aber sonst… Beim Schacht Konrad werden die Kosten direkt vom Volumen her aufgerechnet, die Erschließung von Gorleben, die Jahrelange Erhaltung von Gorleben, sogar die Zwischenlagerung, wird alles seit Jahren zu 100% von den Kraftwerksbetreibern gezahlt… Nur das erwähnt Greenpeace nicht gerne… Was die viel lieber erwähnen, ist das Asse, was ein Projekt des Staates war, wo auch nicht direkt Abfälle aus den Kernrkraftwerken gelagert wurde, sondern Abfälle die bei der Wiederaufbereitung anfallen (damals dachte man noch die Wiederaufbereitung wäre einfach, und das staatliche Forschungsinstitut hat bei den Kraftwerksbetreibern darum gebettelt, das sie ihnen doch bitte, bitte, etwas Atommüll schenken) Die Endlagerung wurde dann noch total schlampig gemacht und dann, in der logischen konsequenz, muss der Müll geborgen werden. Nun wird das zwar unterstützt, aber nicht vollständig von den Kraftwerksbetreibern bezahlt… Und GP liebt es, das so hinzustellen, als wären die Betreiber schuld…
      .
      Aber meine meiung ist immernoch: wir dürfen etwas, was eine wertvolle Resource und einen potentiellen weiteren Brennstoff (schneller Brüter) darstellt, nicht vergraben, sondern müssen es lagern bis es verwertet werden kann…

      22.7.2011 um 09:54 Uhr · Antworten

      • Hook

        1. Warum man aufgrund von Steuern ein Versicherung erhalten soll ist mir schleierhaft. Kriegt keiner, Du nicht, ich nicht, kein Unternehmen. Nur AKW Betreiber, aha. Der Staat zieht Steuern ein, um den Staat am Laufen zu halten, alles andere ist doch Unsinn. Jeder Betreiber von großen technischen Einrichtungen versichert sich, da sonst im Großschadenfall pleite, nur AKWs nicht. Warum? Weil es nicht bezahlbar ist!
        2. a. Ich glaube nicht, dass das die tatsächlichen Kosten sind. Wer betreibt es, wo kommt das Geld her etc.
        b. “etwas Atommüll schenken”: Hunderttausende Fässer geschenkt, das stinkt doch. Klar war der Staat doof/korupt/atomgläubig, sich erstens mehr als nur “etwas” Atommüll schenken zu lassen und sich zweitens nicht – wenn schon – dafür fürstlich entlohnen zu lassen. Aber auch hier sieht man doch: Die Kosten der Atomkraft werden auf die Allgemeinheit abgeschoben, die wahren Kosten NICHT vom Betreiber bezahlt

        22.7.2011 um 11:30 Uhr

      • Michi

        Ok erstmal zu dem mit der Versicherung. Rechnerisch gesehen (Entstandener schaden / Warscheinlichkeit) wäre es möglich ein AKW zu versichern, es würde den Strom auch nur unwesentlich teuerer machen. Dummerweise sind die Kosten, die entstehen würden sehr groß, so groß das die meisten Versicheungen nicht genug Geld dafür haben… Weltweit wäre es vll möglich, Aber dafür braucht man viel internationale Zusammenarbeit… Der Staat tritt eigentlich auch so schon für jeden als Versicherer ein, sogar für Leute die nie eingezahlt haben (Griechenland z.B) Und die AKW Betreiber zahlen sogar Sonderbeiträge an den Staat…
        .
        Und zu dem mit Asse:
        Die AKW Betreiber haben den Staat nie “hunderttausende Fässer” Atommüll geschenkt. Höchstens ein oder zwei Ladungen abgebrannter Brennelemente. Zu hunderttausenden Fässern wurde dieser erst, als die Wissenschalfter mit den versuchen zur Wiederaufbereitung begonnen haben… Denn womit man nicht gerechnet hat: Alles, was in kontakt mit dem Strahlenden Müll gelangt ist danach schwach radioaktiv… Der Müll wurde sozusagen auf hunderttausende Fässer “verdünnt”…
        Aber auch daraus hat man gelernt… Die heutigen Wiederaufbereitungsanlagen sind so gemacht, dass so wenig Müll wie möglich entsteht…

        22.7.2011 um 12:38 Uhr

  • thomas

    Erst wenn wen die Befürworter der K.-Energie selbst von den folgen und auswirkungen betroffen sind in kosten und gesundheit , werden sie ihre Ansicht ändern
    So wie jetzt langsam in Jp schaut mal auf twitter ,das sterben geht schon los !
    Haustiere und kleine kinder werden krank ( Immunschwächen Nasen bluten ect…
    Und es werden täglich mehr . obwohl die Japanische regierung alles versucht um solcher nachrichten zu unterdrücken
    Sagt mal den verantwortlichen von Tepco und dem Jp gov. Sie müssen jetzt alle in die 40-50 meilen- Zone ziehen , wenn die ersten eigenen Familien, Kinder.. krank werden, werden sie wahrscheinlich etwas Bewusstsein entwickeln für den scheiss den sie verbrechen !!!!

    22.7.2011 um 09:25 Uhr · Antworten

  • shorai

    die kommentare hier sind schon ganz nett, wer ist an den kindern interessiert, welche, hier in unserem sooooooooo sicheren land seit jahren und jahren verstrahlt werden???? leukämie im umfeld der soooooo sicheren kraftwerke nur mal als beispiel, dann ist da noch,weil ja soooooo sicher le hau#gue zu nennen, wo
    die pipelines für das abwasser, das radioaktive, kilometerweit ins meer gehen, die ach so tolle anlage windscale und ihre ereignisse, die liste könnte weitergeführt werden, bis die finger abfallen. unsere versorger stecken sich die taschen vol, was
    so ein meiler pro tag abwirft, dürfte hinlänglich bekannt sein, wie kämen sonst die
    gehälter diser leute zustande??????? und dann werden die erforderlichen arbeiten zur wartung der hochenergienetze einfach vergessen? wenn ich in meiner firma sicherheitsrelevante arbeiten vergesse und es passiert daraufhin etwas, yo, ich bin bis in der steinzeit und drei meilen weiter am ende. wie wäre es denn gewesen, die
    irren kosten für die nukleartechnik in erneuerbare energien zu stecken, oder zumindest in die erforschung derselben? steckt diese bande einfach mal mit der zahnbürste zur renigung in die werke, unter minimalstbedingungen, und dann sehen wir mal, wie es denn schmecket. allerdings ist zu bemerken, das sicherheitsgewerbe blühet auf…….

    22.7.2011 um 12:09 Uhr · Antworten

    • Michi

      Ein Kohlekraftwerk emittiert mehr Radioaktive Stoffe in die Umwelt als ein Kernkraftwerk.
      Ich will diese “Diese Kraftwerke verstrahlen unsere Kinder” Argumentation nicht mehr hören.
      Die meisten Leute haben ja nur Angst vor der Kernkraft, weil sie es nicht verstehen.
      Würdet ihr euch mal informieren, würde die Zustimmung für die Atomkraft deutlich steigen.
      Wie kann man sich eigentlich ganz sicher sein, das man etwas nicht haben will, wenn man gar nicht weiß was das ist?

      22.7.2011 um 12:49 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Du verbreitest Unwahrheiten. Kinder und Leukämie im Umfeld von AKWs wird auch hinsichtlich der Kikk studie offiziell nicht bestritten. Und die Spitzenwerte beim Brennstabwechsel sind nun auch eine Erklärung. Und die gibt es bei jedem AKW.

        26.7.2011 um 00:33 Uhr

    • Tim Schmitt

      @shorai:
      Bitte mal die KiKK-Studie lesen!
      Hier wird berichtet, ich zitiere: “Vor diesem Hintergrund ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand das Ergebnis unserer Studie nicht strahlenbiologisch erklärbar” (KiKK-Studie, Kapitel 4.3.1 Seite 73 unten)
      Vorher werden die erhaltenen Strahlendosen einer 50jährigen Person genannt, welche in 5 km Entfernung zum KKW lebt (ich gehe hierbei von der Nennung der gefundenen Maximalwerte aus!)
      Emission: 0,0000019 mSv
      Direktstrahlung: 0,00032 mSv

      natürliche Strahlenbelastung laut dieser Studie: 1,4 mSv pro Jahr!
      Jetzt soll mir bitte jemand erklären, wie aus dieser mickrigen Dosis aus Emission und Direktstrahlung eine signifikante und nachweisbare Erhöhung der Krebsraten einhergehen soll.

      24.7.2011 um 10:58 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Hinsichtlich der Kinderkrebsrate in der Kikk Studie anders

        26.7.2011 um 03:16 Uhr

      • Michi

        Die KiKK Studie ist alles anderes als eindeutig… Sie sagt nur, das in der Region, wo das AKW steht, eine leicht erhöte lekämierate ist. Einerseits gibt solche erhöten raten auch da wo kein AKW weit und breit steht, andererseits sagt es nicht aus, dass diese durch das Atomkraftwerk bedingt ist, was, wie Tim sagt durch die nahezu nicht vorhandenen Emmisionswerte auch nicht rational erklärbar wäre… Es könnte auch daran liegen, das AKWs meist in der Nähe von Industriegebieten gebaut werden, oder sogar nur daran, dass Gesundheitsbewusste Eltern (aus welchem Grund auch immer) meist nicht in die unmittelbare Umgebung von AKWs ziehen…

        26.7.2011 um 10:22 Uhr

  • Erik

    Eine Technik kann doch nur zur Spitzentechnolgie sein, wenn sie auch beherrschbar ist…..wie sieht es denn aus am Montessouri oder in Fukushima? Dazu die unglaublichen Kosten der Entwicklung (war ja eh nur fürs Militär) und die kaum lösbare Frage der Entsorgung (außer für Munition).
    Hier geht es doch nicht um Angst….hier geht es doch vielmehr um Eitelkeiten der Macht ohne Rücksicht auf alle, die noch nach uns hier leben sollen….

    22.7.2011 um 19:40 Uhr · Antworten

  • Erik

    ….stimmt übrigens mit den Kohlekraftwerken…und nicht nur radioaktive Stoffe, sondern leider auch sonst noch was….z.B. der Neubau in Hamburg Moorburg (Vattenfall) ist dicht an einem Verbrechen an der Menschheit…in Kenntnis der negativen Auswirkungen.
    mal was anderes: was ist eigentlich mit den unglaublichen Mengen an Kühlwasser, welches da durch die Kraftwerke (natürlich wieder Kernkraft, aber auch andere)wabert und dann die Flüsse über Gebühr erwärmt?
    …und warum ist wohl im näheren Umkreis von Bonn oder Berlin kein AKW gabaut worden? Schiss?

    23.7.2011 um 12:13 Uhr · Antworten

    • Michi

      Ja die Flüsse werden halt wärmer… Es gibt da halt gewisse Grenzwerte, die nicht überstiegen werden dürfen… Deshalb baut man AKWs ja nach Möglichkeit ans Meer… Ist aber bi jedem thermischen Kraftwerk so…
      Übrigens gibt es auch ganz lustige auswirkungen von z.B windanlagen… Nicht nur das sie laut sind, das Radar blockieren und Vögel umbringen, eine Studie des MIT hat sogar festgestellt, das, sollten wir im Jahr 2100 10% unseres Energiebedarfs durch Wind decken, dass dann teilweise erhebliche Klimaveränderungen zu erwarten wären… Durch das blockieren des natürlichen Wärmeaustauschs wird es am Land wärmer, und am Meer kälter, bzw am Land wird der Unterschied zwischen Tag und Nacht krasser… Nur mal so als Anregung…

      23.7.2011 um 12:33 Uhr · Antworten

  • Erik

    ….und Grenzwerte kann man ja so schön bequem hin und her verändern,wie es grad so passt….siehe radioaktive Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan…
    …und was ist mit den Auswirkungen des Abbaus und dem Transport von z.B. Uran? …und der immer noch nicht geklärten wirklich sicheren Entsorgung?
    dann doch lieber die etwas fragwürdigen Ergebnisse einer MTI-Studie (die uns sicher mal wieder nur Angst machen soll)

    23.7.2011 um 17:16 Uhr · Antworten

    • Michi

      Das mit den Grenzwerten für die Flüsse kann man aber nicht als Argument gegen Atomkraft verwenden, da die Kohlekraftwerke, die die AKWs ersetzen, diese auch erhitzen… Zum Abbau und Transport von Uran: vll haben sie den Film Uranium-is it a Country? gesehen. Dieser Film zeigt, was für negative Auswirkungen der Australische Olympic dam so hat… Was sie nicht erwähnen, ist das Uran gerade mal 2% des Gewinns des bergbauunternhmens darstellt, und das es sozusagen ein Nebenprodukt aus der cupferherstellung ist…

      23.7.2011 um 19:23 Uhr · Antworten

  • Erik

    genau….sowohl ein Argument gegen Atomkraft- als auch gegen Kohlekraftwerke! Vielen Dank!
    übrigens ging es nicht nur um Grenzwerte für Erwärmungen von Flüssen (ist ja eigentlich auch ein Wahnsinn, dass es das geben muss)
    wie auch immer mit dem Bergbau….die Vorgehensweise ist mehr als nur rücksichtslos
    zurück zur Atomkraft….die Effizienz eines Atomkraftwerks ist nicht so hoch wie von Kraftwärmekopplungskraftwerken. Das kann man bei den AKWs wegen der einzuhaltenden Sicherheitsabstände zu den besiedelten Gebieten weitgehend vergessen…und…warum muss dieser Abstand denn so groß sein (wobei er ja meist nicht groß genug ist, wie uns Tschnernobyl und Fukushima ja gezeigt haben)
    warum muss es trotzdem Atomkraft sein? weil man mit den Erzeugnissen so super effektive Waffen bauen kann?

    23.7.2011 um 19:40 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Erik, das Unschöne an der Kraftwärmekopplung ist, dass es im Sommer meist wenig zu koppeln gibt. Das heißt, auch KWK-Kraftwerke müssen ihre Verluste irgendwie loswerden…..Rate mal, wie!

      23.7.2011 um 23:22 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Erik, Du magst ja offensichtlich keine AKWs. Wäre denn Hamburg Moorburg was für Dich?: Siedlungsnah (siehe oben), Auskopplung von Fernwärme (siehe oben) – Herz, was willst du mehr?
      Ich habe übrigens eine ganz andere Lösung für unsere Energieversorgungs -Probleme: Ökostrom kaufen und den Strom von österreichischen Wasserkraftwerken beziehen!!!

      23.7.2011 um 23:57 Uhr · Antworten

  • Michi

    Aus den Erzeugnissen der deutschen AKW (und der meisten anderen AKW weltweit) kann man keine Waffen produzieren… Der Abbrand ist dafür zu hoch…
    Warum es AKW sein sollten: weil sie den Strom CO2-frei (im gesamtzyklus vergleichbar mit Windkraft) produzieren.
    Die Erneuerbaren lassen sich nicht schnell genug ausbauen, daher brauche wir die Atomkraft. Deutschland hat zwar im Moment 15% aus erneuerbaren, aber davon sind 12% Wasserkraft, die nicht mehr ausbaubar sind und schon vor langer Zeit gebaut wurden. Man muss sich nur vorstellen, all diese PV-Anlagen, und all diese Windräder, die schon jetzt vielerorts die Landschaft verschandeln, produzieren zusammen nur 3% des deutschen Stroms. Wer jetzt noch denkt, dass es möglich ist bis 2022 auf die Atomkraft (immerhin 20% des Stoms und 50% der Grundlast) zu verzichten, OHNE die Kohlekraftwerke hochzufahren bzw. neue zu bauen, der ist hoffnungslos verloren…
    Jetzt haben wir die Wahl zwischen milliarden tonnen CO2, welches wir jahrtausendelang in der Atmosphäre haben werden, oder Ein paar Tonnen Atommüll, der zwar auch gefährlich ist, aber mit der Zeit abklingt, und vor allem nicht frei in der Luft ist, sondern in behältern, tief unter der Erde…
    .
    Übrigens find ich Sachen wie z.B. die Dürre in Ostafrika, die vom Klimawandel verstärkt werden, schlimmer als Tschernobyl und Fukuschima zusammen. Ich mein, waren jemals 12 Millionen Leute von Tschernobyl betroffen? Nein.

    24.7.2011 um 12:15 Uhr · Antworten

  • Erik

    ….nun mal nicht so eingeschränkt denken und mehr Vertrauen in die Forschung haben….es ist sogar möglich, vor 2022 ohne Atomkraft auszukommen…Tipp: da gibt es sogar eine Ausarbeitung von greenpeace dazu
    Lektüretipp von mir für Michi: Elmar Träbert: Radioaktivität -was man wissen muss- KiWi-Verlag Nr.: 1245
    und für die menschliche Seite empfehle ich folgenden link: http://www.japanfocus.org/-Murakami-Haruki/3571

    ….und der Querverweis auf das Horn von Afrika ist nicht nur sachfremd sondern mehr als zynisch….so ganz nach dem Geschmack der Atomlobby

    an Bruno Straub: Kohlekraft mag ich auch nicht!

    24.7.2011 um 12:37 Uhr · Antworten

    • Michi

      Sicher ist’s möglich bis 2015 aus der Atomkraft auszusteigen – schließlich haben wir genug Reserve – nur muss man dafür halt auf die Kohlekraft setzen… Die Frage ist, ob das eine Besserung oder ein Rückschritt ist…
      Und der Verweis zum Horn von Afrika ist nur ein Verweis auf die Folgen des Klimawandels – Sozusagen der Dauer-GAU der Kohlekraft…

      24.7.2011 um 13:19 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Die menschliche Seite ist wirklich auch zu empfehlen.

      26.7.2011 um 00:16 Uhr · Antworten

  • Erik

    es ist schlichtweg verkehrt, dass ein Atomausstieg bis 2015 nur mit Kohlekraft funktioniert……steht u.a. in der oben erwähnten Greenpeacestudie!
    zurück zur Atomkraft: es ist doch u.a. nicht zu verantworten, dass wir mit Energieerzeugung ein Müllerbe für viele tausend Jahre hinterlassen und wir immer noch keine gute Idee der Entsorgung haben…

    24.7.2011 um 20:36 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Erik, ein Atomausstieg bis 2015 kann doch, wenn er überhaupt realisierbar ist, nur mit “Kohlekraft” funktionieren….

      24.7.2011 um 21:46 Uhr · Antworten

    • Michi

      “der Plan” (soviel zum thema Greenpeace ist nur grün lackierter Kommunismus) beinhaltet, das man zuerst Atomkraft abschaltet, dann erst Kohle. Würde man anders verfahren (zuerst Kohle dann Atom) würde man den Zukümftigen generationen viele Millionen Tonnen an CO2 ersparen…
      Die endlagerung ist technisch möglich… es ist vielmehr ein politisches problem (man braucht sich ja den komplett sinnlosen “Erkundungstopp” bei Gorleben anschauen)… Dazu kommt ja noch, dass Atommüll eine menge wertvolle Radionukleoide enthält, die villeicht mal in zukumft eine wertvolle resource darstellen… Und dann gibt ja noch den Schnellen Brüter…
      Und es ist auch unverantwortlich, die deutsche Wirtschaft, die Haushalte und den Steuerzahler milliardenschwer mit diesem EE-Wahnsinn zu belasten…

      24.7.2011 um 21:47 Uhr · Antworten

    • Lottina

      So ist es!

      26.7.2011 um 00:36 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Das so ist es, ihr scheint Spaß zu haben, gehört nicht zu Michis Kommentar.

        26.7.2011 um 00:37 Uhr

  • Erik

    aha Bruno….lässt sich ja so leicht behaupten…nun lies doch mal die eigentlich recht verständliche Studie von greenpeace dazu
    mag sein Michi, aber Atomkraft ist nun mal um ein vieles gefährlicher, wissen wir ja spätestens seit Tschernobyl…
    der ach so wertvolle Atommüll ist aber saugefährlich….und da ist es ja nach den Erfahrungen von Asse nur richtig, sorgfältig zu schauen…
    und was aus dem schnellen Brüter kommt, wünscht sich auch keiner
    es war auch Wahsinn, die deutschenSteuerzahler mit Atomforschung, Atomaufsicht und was sonst noch alles zu belasten….
    …aber da es ja hier um die Lage in Fukushima geht…..empfehle ich folgenden Link:
    http://www.tokyomango.com/tokyo_mango/2011/07/video-fukushima-residents-address-government-official-about-radiation.html

    25.7.2011 um 21:28 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      DER PLAN von GP ist wirklich leicht verständlich, und ich weiß wirklich nicht, warum Du Dich so schwer tust.
      Bis 2015 die AKW abschalten UND auf Kohle verzichten, kann doch nie und nimmer funktionieren. Das behauptet noch nicht einmal GP!

      25.7.2011 um 22:32 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Erik, nur für den Fall, dass Du es nicht realisiert haben solltest…
        Wir schalten die AKW ab, müssen dafür die KohleKW zwangsläufig weiterlaufen lassen, und bejammern dann im Nachbarblog die Klimakatastrophe.

        25.7.2011 um 22:59 Uhr

    • Michi

      Das, was aus dem Schnellen Brüter kommt, ist um ein vielfaches weniger gefährlich wie normaler Atommüll, da es nahezu nur Spaltprodute enthält, die eine Halbwertszeit von max. 30 Jahren haben, und eben keine langlebigen Transurane…

      25.7.2011 um 22:38 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Schon 1986 habe ich gelernt, was ein Tlöffelchen aus dem schnellen Brüter kann, aber Trolle werden auch das bestreiten, obwohl ich es von Fachleuten weiß, die damals sogar nicht gegen AKWs waren.

        25.7.2011 um 23:55 Uhr

      • Lottina

        Michi, Deine kernphysikalischen Kenntnisse sind die eines gerade werdenden masters. Vielleicht nimmst Du Dir in Deiner Technikgläubigkeit nach der Ausbildung mal eine Auszeit, um Dich wirklich zu informieren, oder bist Du hier ein fake? Du ignorierst alle Dinge und Infos, die nicht in Dein System passen. Aber verantwortlicher Umgang mit Atomenergie kann so nicht gehen. Solange Du nicht quer denkst, bleibst Du ein Instrument der Leute, die ohne Querdenken finanzielle Vorteile suchen. Es gilt, Wissen zu erweitern, auch auf Gebieten, die mit Deinem kollidieren.

        26.7.2011 um 00:07 Uhr

      • Michi

        Hey, ich habe nicht gerade eine Meinung die EVU unterstützen würden…
        Ich bin (und war schon lange) der Meinung, dass die alten AKWs wie u.a. Krümmel (und traurigerweise auch Fukuschima) vom Netz müssen. Dafür bin ich für den Neubau von Anlagen… (EVUs wollen die Anlagen so lange wie möglich laufen lassen)
        Und ich frag mich warum ausgerechnet du alles so viel besser wissen solltest… Ich weiß sehr gut, wie Atomkraftwerke funktionieren, und was für Potenzial diese Anlagen haben, WENN sie gescheit gemacht werden. Und vor allem denke ich, dass die langzeitigen Auswirkungen der Kernenergie weniger schlimm sind, als die langzeitigen Auswirkungen der Kohlekraft… Das ist alles. Ich habe keine Angst um mein Job oder so, da ich sowiso vorhabe in die Medizin zu gehen (außerdem spreche ich fließend Französich ;-) ) Da ist aber leider eine Denksperre in den meisten eingebaut. Du bist wohl (wie viele) der Meinung das Atomkraft GRUNDSÄTZLICH schlecht ist. Egal was. Aber dem ist nicht so

        26.7.2011 um 00:20 Uhr

  • Lottina

    Und während hier diskutiert wird kommt es zu einem Zwischenfall in Gronau….
    Aber natürlich wird auch hier kein Schaden sein….. Und so geht das weiter…
    Videotext NTV 23.50

    25.7.2011 um 23:52 Uhr · Antworten

    • Michi

      Liebe Lottina,
      Ich verstehe wirklich nicht, was sie wollen.
      Kernenergie erzeugt knapp 20% des menschlichen Energiebedarfs…
      Da wird es schon mal immer wieder zu kleinen Zwischenfällen kommen.
      Solange die richtig großen Unfälle verhindert werden ist es ja kein problem.
      Ich reg mich ja auch nicht über jeden Zwischenfall in bei der Produktion und Montage von Windrädern auf…
      .
      Und zu dem mit dem Telöffelchen aus dem Schnellen Brüter:
      ich sagte, sie haben eine halbwertszeit von max. 30 Jahren.
      War das Teelöffelchen etwa 120 Jahre alt?
      Mir ging es dabei eher um das Problem der Endlagerung, was ich als einziges Argument gegen die Atomkraft wirklich verstehen kann. Denn der Abfall aus dem Schnellen Brüter ist nach spätestens 300 Jahren ein mix aus allen möglichen (nicht-radioaktiven) Elementen.

      26.7.2011 um 00:06 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Ich könnte Dir eine Menge antworten, aber es ist verschwendete Energie. s.u.

        26.7.2011 um 00:08 Uhr

      • Bruno Straub

        Michi, ich glaube, ich muß Dich korrigieren: Deine Aussage “”Kernenergie erzeugt knapp 20% des menschlichen Energiebedarfs”" ist nicht korrekt. Es sind 15-20% des Strombedarfs. Das ist aber auch nicht von Pappe….

        26.7.2011 um 01:01 Uhr

    • Bruno Straub

      Lottina, bevor Du uns hier mit “Gronau” strubbelig machst, erzähle doch mal, was aus “Fort Calhoun” geworden ist, das Du hier in mehreren Kommentaren kurz vor dem GAU gesehen hast…

      26.7.2011 um 00:12 Uhr · Antworten

      • Lottina

        Scherzkeks!

        26.7.2011 um 00:18 Uhr

      • Lottina

        Schon Videotext geguckt? Ist nicht schlimm, aber wieder mal ein Beleg für die Restrisiken!

        26.7.2011 um 00:36 Uhr

      • Bruno Straub

        Quatsch

        26.7.2011 um 00:39 Uhr

      • Bruno Straub

        Was glaubst Du, was gestern in der Nachtschicht bei der BASF alles “passiert” ist?

        26.7.2011 um 00:41 Uhr

      • Lottina

        Rohaphtalin?

        26.7.2011 um 00:55 Uhr

      • Bruno Straub

        Genau.
        Es wurden aber nur 2 Arbeiter leicht “verstrahlt”

        26.7.2011 um 00:59 Uhr

      • Lottina

        BASF, schlimm, s. Grüne 2010,Zwischenfälle BASF

        26.7.2011 um 01:41 Uhr

    • Lottina

      Quelle : nicht NTV, sonder WDR

      26.7.2011 um 02:15 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Korrekte Quelle: Videotext WDR

      26.7.2011 um 02:16 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Mäuse

      26.7.2011 um 02:18 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Fort Calhoun wird im September wohl überprüft. Es standvor 3 Tagen noch mitten im Wasser. Der Alarm ist aus der “Bürgerseite” entfernt worden. Gestern! Aber alle schlauen Leute wissen, dass auch kleine events manchmal (s.Japan) später große sind. Hier vielleicht nicht. Aber ich finde das nicht lustig.DenochIhr dürft ruhig scherzen, vielleicht denkt iIhr noch mal an die Mäuse, oder wie Ihr sie nennt.

    26.7.2011 um 00:24 Uhr · Antworten

  • Michi

    Manche Leute wird man wohl nie überzeugen können…

    26.7.2011 um 01:54 Uhr · Antworten

  • Michi

    Manche Leute sind schon so verbaut, dass sie gar nicht mal nachdenken können…

    26.7.2011 um 01:57 Uhr · Antworten

  • Lottina

    22.7./25.7.2011 fire supression pumps inoperable- water levels too high for serveillance tests/
    ( ENE news) ?? zu Ft. Calhoun event / What daoes that mean?

    26.7.2011 um 03:13 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Enenews who is behind this

      26.7.2011 um 03:48 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Der Troll überliest immer das Entscheidende. Ich habe auf den durchaus ernst genommenen Teil der KIKKstudie hingewiesen, der klar ist: Es gibt einen Zusammenhang von erheblich erhöhtem Krebsrisiko bei Kindern, je näher sie an einem AKW wohnen. Das weiß man auch in Strahlenschutzbehörden und leugnet es nicht.

    26.7.2011 um 12:39 Uhr · Antworten

    • Michi

      Ja das mag schon sein. Ich finde aber, man sollte solch eine Studie auch für Kinder in der Nähe von Kohlekraftwerken machen… Ich Wette, da kommen auch dramatische Ergebnisse heraus. Auserdem ist es immer noch fraglich, ob diese erhöte krebsrate wirklich auf das Kernkraftwerk selbst zurückzuführen ist…
      .
      Aber ich bin nicht hier, um die Kraftwerksbetreiber zu verteidigen, ich glaube halt nur daran dass die Kernkraft eine Option ist… Wenn so eine Scheiße wie das mit den Kinderkrebsraten wirklich stimmen sollte, dann lasse ich mich da gerne auch eines besseren belehren. Ich bin ja bitte kein Atom-Fanatiker und kein Atom-Troll sondern einfach nur ein realistisch denkender Mensch. Man sollte halt auch das in Relation sehen, ein Krebsfall durch Luftverschmutzung ist bitte genausoschlimm wie ein Krebsfall durch Strahlung… Dann sieht das Bild wieder anders aus…
      .
      Aber persönlich habe ich wenig damit zu tun, ich Gewinne nix von dem Weiterbetrieb der Kraftwerke. Ich will ja in der Forschung tätig sein, und genau dass ist die Idee der Forschung: Sachen zu verbessern. Dinge die jetzt scheiße sind, besser zu machen. Die Sicherheit eines Kraftwerks zu verbessern. Die Emissionen eines Kraftwerks zu verringern. Die Gefährlichkeit des Atommülls zu verringern. Die Effizienz zu steigern. Das ist meine Aufgabe. Wenn das mit der Leukämie stimmen sollte, dann muss man nach einer Lösung suchen. Und die kann auch sein, dass diese Anlagen abgeschaltet werden sollen.

      26.7.2011 um 13:27 Uhr · Antworten

  • gabi

    Hallo Michi,

    wenn es, wie Du behauptest, um die Verbesserung der Sicherheit von Atomkraftwerken geht – dann erkläre mir bitte nachfolgenden Link:

    http://www.anti-atom-piraten.de/2011/03/seit-1971-versagen-des-notkuhlsystems-beim-reaktortyp-fukushima-als-designfehler-bekannt/

    Oder ist es nicht vielmehr so, dass alle entscheidenden bzw. notwendigen Verbesserungen zu Lasten der Wirtschaftlichkeit gehen bzw. den Betrieb dieser
    “Hoch-Technologie” unrentabel machen?

    Und ein Gau scheint schon immer eingeplant gewesen zu sein, wie dieses Video aus Japan zeigt:

    http://enenews.com/report-undated-animation-shows-japan-govt-nuke-experts-melt-corium-melts-concrete-floor-video

    Was ist darn jetzt noch zu verbessern?

    26.7.2011 um 13:54 Uhr · Antworten

    • Michi

      Ja anscheinend haben die Japaner das als nicht so schlimm eingeschätzt… In Deutschland gibt es keine keine Siedewasserreaktoren von GE…
      .
      Und sicher rechnet man mit einem GAU… Man wäre ja dumm, wenn man nicht alle Möglichkeiten durchrechnen würde…
      .
      Aber jetzt zu deiner letzten Frage: Was ist daran jetzt noch zu verbessern?
      Ne Menge. Zum Beispiel könnte man, wie es bei dem in den USA geplanten ESBWR der Fall ist, den Reaktor und die Zu- und Ableitungen so auslegen, dass die Natürliche Konvektion maximal verstärkt wird, und d.h. im Notfall der Kern auch ohne laufende Pumpen genügend gekühlt wird. man könnte den Reaktor statt in einem Gebäude, in ein Loch in den Boden bauen (das verbessert auch den Schutz vor Flugzeugabstürzen) und drüber einen großen Pool oder Gewässer, um sicherzustellen das immer genug Kühlwasser vorhanden ist (und die Schwerkraft ist eine sehr zuverlässige Pumpe) Als letzte Option gibt es noch den Core-Catcher, wie er z.B bei dem Französischen EPR eingebaut wird. Das ist ein Keramisches Becken, das nachgewiesenermaßen auch noch bei 2500 Grad dichthält, und dabei auf vielen kleinen Rippen den Krenbrennstoff verteilt, und so sicherstellt, das die Kettenreaktion auf jeden Fall nicht wieder aufflammt.
      Es gibt VIEL was man machen kann… Und all dass wird auch gemacht.

      27.7.2011 um 12:18 Uhr · Antworten

  • Erik

    ja klar…..man könnte für viel viel Geld immer weiter in die falsche Richtung forschen und ständig nachbessern und den unliebsamen ‘Abfall doch in eines der schwarzen Löcher im Sternenhimmel schießen….

    warum sollten wir uns auch in die Richtung Wind-, Sonne- und Wasserkraft bewegen, hin zu dezentralen aber vernetzten Einheiten? natürlich gibt es auch hier noch Verbesserungspotential, aber das wäre wohl zu sauber und würde den großen Geldmaschinen die Macht versauern….

    27.7.2011 um 17:05 Uhr · Antworten

  • Michi

    Warum sollte das die ‘falsche’ Richtung sein? Wer gibt hier bitte vor, was ‘falsch’ und was ‘richtig’ ist? Warum kann Atomkraft nicht die richtige Richtung sein? Wer bestimmt dass?
    Ein Großteil der Kosten trägt übrigens die Privatwirtschaft, also Konzerne vie Areva, GE Westinghouse oder Fratome… Die werden wohl wissen, was sich lohnt… Der Staat zahlt eigentlich nur die Grundlagenforschung, aber da braucht sich auch niemand aufregen, Forschung wird im Allgemeinen unterstützt, des Staat gibt auch ne Menge Geld z.B. für die Trilopitenforschung aus… Und sobald man die Grundlagen erforscht hat, man weiß nie wofür man diese gebrauchen könnte… Wissen schadet im allgemeinen nie…
    .
    Übrigens sind die Kosten für die EE so wahnsinnig hoch, da wird das Steuergeld erst wirklich verschwendet… Die einzig wirklich lohnenswerte Form von Energie ist die Wasserkraft – leider wurde die schon in den 80ern vollständig ausgebaut… Zieht man die Wasserkraft von den EE ab, so erfährt man, das Wind, Sonne und das alles nur 3% unserer Energie bereitstellt… Jetzt überleg dir mal, wie viel Geld da schon ausgegeben wurde… Für ganze 3%! Dazu kommt, das Wind immer teuerer wird, deszumehr man davon baut… Die Besten Standorte werden schließlich als erstes belegt… Dann kommen die weniger Ertragreichen Standorte (der Flächenverbrauch der Windkraft ist enorm)
    Dann kommen wir mal zur Solarkraft… Es ist ja schon schlimm genug, dass der Steuerzahler jeden Hippie, der sich eine Solaranlage auf’s Dach baut für jede KWh mehr Geld geben muss, als der Strom überhaupt wert ist. (Solarstrom ist fast 10x so teuer wie herkömmlicher Atomstrom) es geht aber noch schlimmer. Aufgrund der unregelmäßigen Einspeisung von Solar Anlagen (und auch Wind) muss man OBENDRAUF noch Milliarden ausgeben für Speicher (ganz davon abgesehen, das diese auch riesige Flächen verschwenden und erhebliche Umweltauswirkungen haben) DANN muss man nochmal Milliarden ausgeben, um die ungünstige örtliche Verteilung der Einspeisung auszugleichen (ausbau der Übertragungsnetze) Dazu kommt, das man Solarstrom nicht gerade als umweltfreundlich bezeichnen kann… Bei der Produktion der Solarzellen (hauptsächlich China, soviel zum Thema stärken der deutschen Wirtschaft) fallen erhebliche mengen an Schadstoffen an (aber die werden wieder einmal ignoriert, genauso wie das Quecksilber in Energiesparlampen) Zudem braucht die Herstellung der Zellen ne Menge Energie… Zieht man den Gesamtlebenszyklus in Betracht, so produzieren Solarzellen etwa 100g CO2 pro KWh… Das ist zwar weit besser als Kohle (etwa 1 Kg pro KWh) aber der umweltfreundlichen Atomkraft weit unterlegen ( durchschnittlich 10-30g) (und dabei ist alles, von Uranabbau bis Enlagerung und Rückbau des Kraftwerks mit einberechnet)
    Des weiteren wird der Stromverbrauch in Zukumft nicht sinken… Da macht es sich GP ja leicht, da sie in ihrem (Fünfjahres-)’PLAN’ einfach davon ausgehen, das der Stromverbrauch sinken wird… Das wird nur dann der Fall sein, wenn die Grünen oder gar die linken an die macht kommen… Warum? Weil dann alle großen, internationalen Unternehmen aus Deutschland rausgeekelt werden… Dann haben wir zwar weniger Energieverbrauch, aber auch kein Geld mehr, dann kann man die Energiewende auch Knicken… Die Einsparmöglichkeiten sind nicht so groß, schließlich kostet der Strom ja auch Geld, da haben die Unternehmen schon alles versucht um zu sparen… (da muss auch niemand jemanden zu etwas zwingen, das machen die freiwillig). Und wie man sieht: der Stromverbrauch steigt stätig von Jahr zu Jahr… Warum sollte sich das ändern?
    Atomkraft ist die einzig Richtige Entscheidung, wenn wir die Umwelt schützen wollen, und gleichzeitig nicht auf unseren Wohlstand verzichten wollen! — – –

    27.7.2011 um 18:12 Uhr · Antworten

  • Marina

    Mit den Kosten für EE wäre es längst kein Problem mehr, wenn man bedenkt,
    was man allein zur Errettung der Abzockerbanken u. dgl., die erst die Krise heraufbeschworen haben, verbraten hat!
    Dann mit Irland, Griechenland und was weiß ich noch!
    Mit diesem Geldsegen hätten wir bestimmt schon einen Teil der Energiewende mit Leichtigkeit bewältigen können. Aber immer müssen Gelder vergeudet werden für die feinen Nadelstreifenanzugleuten bei den Banken – Gewinne privatisiert, für Verluste aber darf die Allgemeinheit den Kopf herhalten.
    Und Griechenland – was ist das für ein Staat, der nicht haushalten kann, und vorher
    durch falsche Angaben die EU-Gemeinschaft bewußt getäuscht hat, um dort Mitglied zu werden!
    Und jetzt das große Geschrei und Theater, weil es wie viele notwendige Einsparungen machen muß. Klar, Einschnitte tun weh, aber vielleicht haben die
    Griechen auf allzu großem Fuß gelebt – mehr ausgeben, als man hat.
    Müßte Bundesaußenminister Westerwelle nicht schon fast behaupten, wie dekadent die Gesellschaft da gelebt – nicht nur die Römer in früheren Zeiten?!
    Vorbei mit den alten Zeiten, sonst geht das weiter wie bisher!
    Die Euro-Krise ist noch lange nicht vorbei! Vielleicht ereilt sie auch noch unser
    Land, wenn es in der EU so weitergeht wie bisher? Wer weiß es schon?!
    Nun ja – - -

    27.7.2011 um 19:05 Uhr · Antworten

    • Marina

      Auch wenn mein Kommentar durch manche Äußerungen ziemlich scharf und hart
      ausgefallen sein mag, er sollte jedoch nicht als Polemik verstanden werden.
      Das ist im Grunde nicht meine Absicht, aber vieles ist, wie es ist, und das dürfte doch gesagt werden, oder?!

      27.7.2011 um 19:11 Uhr · Antworten

  • Michi

    Immer sind die Banken und Großkonzerne schuld… An den positiven Seiten der Banken ist keiner interessiert… Das zeigt mal wieder in allerDeutlichkeit, dass es vielen hier leider nicht mehr um Umweltschutz geht, sondern einfach nur um Antikapitalismus. Deswegen bin ich auch aus Greenpeace ausgetreten…
    .
    Übrigens sind die Kosten für die Energiewende um Größenordnungen höher als die Kosten für die Rettung von Banken oder Griechenland… Und wir haben schon nach diesen vergleichsweise geringen Kosten kein Geld mehr…

    27.7.2011 um 19:53 Uhr · Antworten

    • Marina

      Ja, hätten besagte Banken und auch Griechenland entsprechend gewirtschaftet,
      dann hätte es wohl kaum eine Krise gegeben! Was heißt Antikapitalismus?
      Das Kapital ist doch das goldene Kalb, um das sich alles dreht!
      Immer mehr und noch mehr – bis zum Abwinken. Durch diese Maßlosigkeit ist doch erst alles zum Rutschen gekommen, und meinen Sie, diese besagte Banken interessiert auch nur ein klein wenig Umweltschutz und soziale Aspekte o. ä.!
      Zinsen, Rendite, Aktien und trallala – da liegt doch der Hauptaugenmerk für Banken, Börse, einfach nur auf ihre Geld-Geschäfte – Mensch, Tier, Pflanze – eben die Natur – rangiert doch nur unter ferner liefen! Können wir Geld u. ä. essen? -
      Braunkohle ist auch zu erwähnen, die Bundeskanzlerin hat dies im Visier …
      noch mehr CO2- Ausstoß. Vielleicht müssen manche angestammte Ortschaften
      weichen für den Tageabbau. So viel zum klimaschädlich? Und was ist mit der Bevölkerung? -
      NEIN, was ich sagen wollte, ist, wäre die Finanz- und Eurokrise nicht, dann hätten wir doch ein stattliches Sümmchen für EE?
      Und jetzt sieht es eher bescheiden aus, nur weil es immer wieder Leute gibt, die den Hals nie voll kriegen – deshalb folglich u.a. die besagte Krise, die aber jetzt der allgemeine Steuerzahler gradebiegen muß, weil es die Politik so will, anstatt die Verursacher für ihr selbstverschuldetes Fiasko gradestehen zu lassen, haftbar zu machen, aber vor den Großkonzerne knickt man lieber ein, als sich mit ihr energisch auseinanderzusetzen, Tacheles zu reden und dementsprechend zu handeln. – - -

      28.7.2011 um 11:30 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    Die Lage in Fukushima……
    Nochmal, auch wenn es nervt, aber immerhin soll ja der halbe Nordpazific verstrahlt sein!
    Greenpeace war doch mit der rainbow warrior in einem halsbrecherischen Einsatz vor Fukushima…
    Wie “verstrahlt” ist denn der Ozean? Was hat man denn da gemessen? Oder ist da nichts “Schlimmes” herausgekommen?

    27.7.2011 um 23:09 Uhr · Antworten

  • gabi

    Was für ein Zynismus!

    Reicht es nicht, besser gesagt ist es nicht schlimm
    daß bis jetzt schon 100.000 ihre Existenz verloren haben
    35.000 Kinder mit Dosimetern in die Schule müssen
    Grenzwert einfach angehoben werden
    medizinische Gutachten unterdrückt werden
    die gesamte Nahrungskette in Japan verstrahlt ist – einschließlich des Fisches
    die Selbstmordrate nach oben geht
    Mill. in Angst vor der immer noch austretenden Radioaktivität leben
    die Pressefreiheit stirbt und demokratische Grundrechte eingeschränkt werden
    usw.usw ?

    Clearly, nuclear is just another nightmare problem. It’s time to wake up to that awful reality and start focusing on better answers.

    http://www.huffingtonpost.com/erich-pica/waking-up-to-a-nuclear-ni_b_907421.html

    Wir sollten überlegen, wie wir den Betroffenen helfen können diesen Alptraum zu überstehen – anstatt über eine Energieform zu diskutieren die eigentlich niemand mehr will. Außer der Atomlobby!

    28.7.2011 um 14:18 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Genau, Gabi, das ist Zynismus pur: Erst das (unwahre) Statement: “”die gesamte Nahrungskette in Japan ist verstrahlt – einschließlich des Fisches”" und dann die Feststellung, dass “”die Selbstmordrate nach oben geht”".

      28.7.2011 um 23:39 Uhr · Antworten

  • erik

    genau Gabi….
    und wen es noch wundert, dass er nur bei globaler Internet-Recherche an einigermaßen verwertbare Infos kommt, der lese bitte folgende Nachricht, die in Europa (auch bei greenpeace?)wohl schon praktiziert wird:
    http://www.examiner.com/civil-rights-in-jersey-city/japan-passes-law-to-cleanse-internet-of-bad-fukushima-radiation-news#ixzz1TPov79oton

    28.7.2011 um 19:04 Uhr · Antworten

  • gabi

    ja, glaube mittlerweile auch an Zensur!

    Und wir können den Japaner u. a. helfen, in dem wir soviel wie möglich der noch wenigen Nachrichten über die entsetzliche und skandalöse Lage in Fukushima verbreiten.

    http://www.bloomberg.com/news/2011-07-28/fukushima-teacher-muzzled-on-radiation-risks-for-school-children.html

    Ich finde Greenpeace sollte auf jeden Fall wieder selbst recherchieren und umfangreich über Fukushima berichten. Oder wird auch hier Druck von offizieller Seite aufgebaut dies nicht zu tun?

    28.7.2011 um 19:20 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Richtig, GP sollte ruhig die Daten über die “Meerwasserverstrahlung” veröffentlichen. Die Messungen sind ja gemacht…

      28.7.2011 um 23:38 Uhr · Antworten

  • Michi

    Naja Leute, jetzt übertreibt mal nicht…
    Die meisten von den 100.000 Menschen, die ihre Existenz verloren haben, haben diese durch das Erdbeben oder den Tsunam verloreni… Das wird oft vergessen.
    Und wenn der Grenzwert für Kinder mit dem für Atomkraftwerksarbeiter angehoben wird: Der Grenzwert für Arbeiter ist so ausgelegt, dass der Arbeiter 35-40 Jahre lang arbeiten kann, und das ohne Bedenken und ausrechend Puffer… Da ist es schon in Ordnung wenn das Kinder dem ein paar Tage ausgesetzt sind… (ein großteil der Aktivität klingt schnell ab). Sicher, schön ist es nicht, aber was soll man machen?
    Und wenn dann jemand, der Panik verbreitet (die Angst verursacht oft viel schlimmere Schäden als die Gefahr selbst) ermahnt wird, er solle doch nicht so viel Panik verbreiten, dann schreit man gleich Zensur…
    .
    Aber das ist natürlich nicht der Normalzustand eines AKW. Das sollte nicht passieren, und wird hier auch nicht mehr passieren. Und Kohlekraft verursacht viel schlimmere Schäden als das. Aber das ist ja anscheinend nicht so schlimm, das strahlt ja nicht so schön. Da kann man nicht so wunderschön Panik verbreiten…

    28.7.2011 um 19:57 Uhr · Antworten

  • erik

    ja……alle müssen Ihre Heimat wegen dem Tsunami verlassen, aber einige zehntausend können wegen zu hoher Strahlung die nächsten Jahrzehnte nicht zurück in Ihre Heimat…..bitte auch nicht unterschlagen, denn da schlummert die noch viel größere Tragödie

    und wer so über Kinder spricht, der hat keine und denkt auch nicht darüber nach, was das bei den im Aufbau befindlichen jungen Geschöpfen so anrichtet…
    einen oben draufsetzend wurde in einige japanischen Schulen radioaktv verseuchtes Rindfleisch für die Mittagessen verwendet…..aus welcher Not heraus das wohl geschehen konnte?

    das mit den Schäden eines Kohlekraftwerkes stimmt ja so pauschal gesagt gar nicht, aber so ganz ohne ist das auch nicht und deswegen gehört Kohlekraft nach der noch viel gefährlicheren Atomkraft auch abgeschafft…..

    28.7.2011 um 21:07 Uhr · Antworten

  • Michi

    Also wenn du den Artikel lesen würdest, den wir hier kommentieren, wirst du draufkommen, das das Gebiet voraussichtlich im Januar wieder freigegeben wird… Es sind ja (im Vergleich zu Tschernobyl) nur geringe Mengen ausgetreten, die Klingt schnell wieder ab.
    Die Dosis macht Gas Gift… Definiere “radioaktiv verseucht”
    .
    Der Unterschied zwischen Kohle und Atom ist, das es bei Atom in einem unwahrscheinlichen Fall zu einem Unfall kommen könnte, bei der Kohlekraft hingegen wird STÄNDIG (auch wenn in nicht so großem Ausmaß) die Umwelt verpestet… Deswegen gehören die KohleKW durch AKWs ersetzt… Nur meine Meinung… Nur ist es natürlich viel öffentlichkeitswirksamer, wenn alle 25 Jahre ein GAU passiet, bei dem tausende Menschen betroffen sind, als wenn jede Woche ein paar Menschen sterben… Das führt dann dazu, das Atom als gefährlicher wargenommen wird… Dem ist aber nicht so. Im Verhältnis zur erzeugten Energiemenge gibt es bei Atom die wenigsten unfäle und Tote… THAT’S A FACT

    28.7.2011 um 21:21 Uhr · Antworten

  • Michi

    Und ich weiß, es klingt etwas zynisch, aber wenn mein Haus sowieso vom Erdbeben/Tsunami zerstört wurde, ist es mir doch egal, ob ich das neue auf der Ruine des alten baue, oder woanders…

    28.7.2011 um 21:25 Uhr · Antworten

  • Marina

    Aber genügend Genmutationen – bei allen im verstrahlten Gebiet lebenden Lebewesen – Mensch, Tier und Pflanze, Behinderungen an Körper und Geist, auch
    Seele, sonstige schwere Krankheiten — — —- und damit müssen die durch radioaktive Verstrahlung betroffenen Menschen zeitlebens mehr oder weniger dahinvegetieren!
    Diese Leute haben auch Lebensträume wie wir alle, die aber leider nicht in Erfüllung treten werden, sie sind und bleiben wegen ihrer Behinderung immer ausgegrenzt.
    Sie Können NICHT WIE SIE ein NORMALES Leben FÜHREN.
    Haben SIE denn SO WENIG MITGEFÜHL für DIESE, ihre Mitmenschen, wenn auch DIESE an anderer Stelle der Welt lebend —- frage ich SIE ganz ernsthaft und
    EINDRINGLICH?!
    Wo haben Sie denn IHR HERZ?!
    Zahlen, Zahlen … was sollen diese blöden Berechnungen usw. usw.!
    Es geht hierbei um IHRE MITGESCHÖPFE aus Fleisch und Blut, die leiden, und die sich sicherlich manchmal wünschten, auf der Stelle zu sterben, tot zu sein, obwohl sie es im Grunde gar nicht wollten, weil sie vielleicht noch so jung sind und deshalb im Grunde noch das ganze Leben vor sich haben, was sie
    wie viele andere auch im Rest der Welt —- SO NORMAL, GLÜCKLICH und ZUFRIEDEN, ohne schreckliche Schmerzen, WIE MÖGLICH leben wollen!
    Ist es ENDLICH bei IHNEN angekommen?! Hat es sie in IHREM HERZEN betroffen gemacht?
    ———————————————————————
    Die Atom- und Kohlelobby denkt nur an eins: Gewinnmaximierung — Geld, Geld,
    immer mehr Geld! Wenn man Geld und Gold oder andere Wertgegenstände essen könnte, müßte die Welt vielleicht doch nicht hungern?
    Das Risiko aus Atomkraft geht an die Allgemeinheit über, die ganzen Verluste finanzieeler, gesundheitlicher Art usw. hat die Gesellschaft zu tragen und haftet voll und ganz dafür!
    UND DIE GEWINNE? Heimsen sich die BETREIBER EIN!
    SO IST DAS UND NICHT ANDERS! Wo bleibt die Gerechtigkeit?! Umwelt?
    Klima?
    Wenn das so weitergeht, sehe ich ehrlich schwarz!
    Die POLITIK SOLL ENDLICH IHRE HAUSAUFGABEN MACHEN und für das GESAMTVOLK DA SEIN UND AUCH DEMENTSPRECHEND HANDELN!
    Andernfalls – ja, — bleibt schließlich die Hoffnung, denn sie stirbt ZULETZT! – - -

    29.7.2011 um 10:59 Uhr · Antworten

  • panikgabi

    ja, es ist nicht nur ein bisschen zynisch sonder….

    1. Die Leute werden nie wieder zurückkommen, auch wenn die Regierung versucht mit gegenteiligen Meldungen die aufgebrachte Bevölkerung solange wie möglich zu beruhigen
    2. Immer mehr Gebiete werden evakuiert, immer mehr Menschen fordern sogar ihre Evakuierung
    3. Es ist eben nicht egal ob das Haus von einem Tsunami zerstört wurde und es an der Stelle, in meiner Heimat, wieder aufbauen kann. Da besitzte ich ja noch das Grundstück! Oder ob ich völlig mittellos in der Fremde, ohne Job und Freunde im Auffanglager leben muss.

    Aber egal, es geht anscheinend manch einem hier nicht um die Lage in Fukushima – sondern nur um Pro-Atom-Propaganda! Für mich sehr verwunderlich in einem Greenpeace-Blog

    29.7.2011 um 12:41 Uhr · Antworten

    • Harris Schmidt

      Haben Sie eine Ausbildung als Physiker, welcher sich auf Kenrenergie spezialisiert hat und die Lage in Fukushima so beurteilen können?

      Warscheinlich nicht, denn das war ja auch der Grund warum Greenpeace Mitbegründer Patrick Moore aus Greenpeace ausgetreten ist.

      Beim einen Besitzt man das Grundstück, hat aber alle persönlichen Gegenstände, Autos usw. verloren, beim anderen kann man möglicherweise für Jahrzente das Gebiet nicht mehr bewohnen oder Landwirtschaft betreiben(die Zukunft wird es zeigen), hat aber noch seinen persönlichen Besitz.

      Nun ist die Frage, was wertvoller ist.

      31.7.2011 um 12:42 Uhr · Antworten

  • panikgabi

    hier noch ein kleiner Nachtrag zum Thema – wie wenig Radioaktivität ausgetreten ist und wie schnell das wieder weg ist:

    http://ex-skf.blogspot.com/2011/07/professor-tatsuhiko-kodama-of-tokyo.html

    Der Redner ist Prof und Head of the Radioisotope Center at the University of Tokyo
    und scheint jetzt nicht ganz so fröhlich mit der Situation und vorallem mit dem Verhalten der japan. Regierung

    29.7.2011 um 12:54 Uhr · Antworten

  • Laura

    @Andreas Ich kann es auch nicht verstehen, vorallem da es nun wirklich schon genügend Alternativen in Form von Öko Strom gibt.

    Gruß
    Laura

    30.7.2011 um 01:34 Uhr · Antworten

  • erik

    noch einmal zu von Michi betriebenen Verharmlosung von Folgen der Nutzung von Atomkraft u.s.w.:
    http://www.epochtimes.de/726440_was_tun_im_atomaren_ernstfall.html

    …..natürlich kann so etwas ja doch eigentlich nicht passieren…..oder etwa doch?

    31.7.2011 um 20:39 Uhr · Antworten

  • Michi

    Wer etwas sucht, das ihm Angst macht, der wird etwas finden…
    Wer nicht weiß, wie die Kernenergie funktioniert, der sollte auch nicht mitreden dürfen. Meine Meinung.

    31.7.2011 um 21:05 Uhr · Antworten

  • Erik

    achja? ……dann zieht doch um nach Tschernobyl oder Fukushima…..bitte keine Angst….alles nur Panikmache….
    …..und die Entsorgung von dem ganzen Dreck ist ja auch überhaupt kein Problem und die Behälter sind ja ach so sicher….für wie lange eigentlich?
    ….und ….. habe ich das nicht schon einmal vor der Einlagerung in Asse gehört? achso…verhört…ahja….neue Entwicklung….natürlich…alles bestens….

    01.8.2011 um 17:29 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Manches, was hier bestritten wird, ist doch schon bekannt. Heute ist ein erschreckender Beitrag über Fukushima… in der Süddeutschen zu lesen.

      01.8.2011 um 17:52 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Was die Süddeutsche schreibt, mag ja schlimm sein!
        Viel schlimmer finde ich aber die Geschichte von dem NullOhrHasen, der die SZ einen eigenen Link gewidmet hat. Die Story ist doch viel aufrüttelnder! Das ist wahrer Qualitätsjournalismus!!
        http://www.sueddeutsche.de/video/12714.html

        01.8.2011 um 23:45 Uhr

      • palama

        wo ist das Problem?

        02.8.2011 um 21:28 Uhr

  • gabi

    ja, aber der Artikel ist auch nur sehr oberflächlich – wirklich recherchiert wird gar nicht und kritische Fragen werdern schon gar nicht gestellt. Es werden einfach nur die Verlautbarungen von Tepco kritiklos übernommen.

    Aber was passiert wirklich in Fukushima? Das wissen wahrscheinlich noch nicht mal die japanische Regierung und Tepco. Oder sie versuchen mit aller Macht die Wahrheit zu vertuschen:

    http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/japan-japan-bestreitet-vorwurf-der-zensur-zur-atomkatastrophe-in-fukushima_aid_650487.html

    http://globalcooperative.wordpress.com/2011/05/05/lies-from-every-official-mouthpiece/

    01.8.2011 um 19:35 Uhr · Antworten

  • gabi

    und wer kein Mediziner ist, sollte sich nicht so leichtfertig über die angeblich so geringe und zu verharmlosende radioaktive Verseuchung Japans auslassen.

    Zum nachlesen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=226933

    01.8.2011 um 20:08 Uhr · Antworten

  • erik

    Sehr informativ!

    Das widerspricht den meisten Behauptungen aus diesem Blog.

    Einfach seine Meinung als Fakten darstellen kann jeder – aber dieser Mann muss es ja wissen und kann es auch glaubhaft Laien vermitteln und begründen.

    Und mit Panik hat das auch nichts zu tun…..

    01.8.2011 um 20:49 Uhr · Antworten

  • gabi

    Und hier ebenfalls ein sehr lesenswerter Artikel!

    Da werden jetzt doch sogar die hartgesottenden und stockkonservativen Veteranenvereine in den USA wegen Fukushima nervös, kaum zu glauben:

    http://www.veteranstoday.com/2011/04/22/fukushima-2000-atomic-bombs/

    01.8.2011 um 20:58 Uhr · Antworten

  • gabi

    @bruno

    der Blog trägt doch den Titel “Die Lage in Fukushima, oder? Hat man Deiner Meinung nach schon ein selektives Wahrnehmungsvermögen, wenn man auf das Thema eingeht und dazu Infos austauscht? Oder sind die Fakten aus Japan zu furchteinflößend für Dich, so dass Du ganz schnell lieber ein anders Fass aufmachst?

    02.8.2011 um 12:54 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Bruno: Das mit dem Keinohrhasen könnte so sein, ist aber nicht bestätigt.
    Aber es gibt Studien zu Tschernobyl, wo auch noch Informationen nicht von der IAEO aufgegriffen wurden. IPPNW weist darauf hin:
    Nach Tsch. kam es zu 15,8% erhöhter Säuglingssterblichkeit in Skandinavien, in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg der Trisomie 21 Fälle.
    Forscher gehen von 240000 zusätzlichen Krebsfällen bis 2056 in Europa aus.
    In Süddeutschland häuften sich die bei Kindern sonst seltenen Neuroblastome.
    Ein Zusammenhang zwischen Tsch. und der Zunahme von Diabetes konnte hergestellt werden.
    Das Tschernobylministerium der Ukraine publizierte, dass 1996 nur noch 18% der evakuierten Bevölkerung gesund war.Bei Kindern, die selbst nicht vom Fall out betroffen waren, deren Eltern aber erhöhter Strahlung ausgesetzt waren, sank der Anteil der Gesund von 81% 1987 auf 30% 1996.

    02.8.2011 um 17:13 Uhr · Antworten

  • Erik

    da müssen wir doch gar nicht so weit ins Ausland schauen, in Deutschland gibts da auch schon was:
    http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/krebs-um-atomkraftwerke/krebs-um-atomkraftwerke-50.html
    und wenn so ein Atomkraftwerk “platzt”, dann sind ein paar km plötzlich sehr relativ

    03.8.2011 um 08:25 Uhr · Antworten

  • gabi

    hier noch ein interessanter Artikel über Fukushima – von wegen alles wird gut.

    Mich wunderst nur, dass auch Greenpeace keine Messung im Meer mehr vornimmt – oder dürfen die nicht?

    03.8.2011 um 09:21 Uhr · Antworten

    • Michi

      Greenpeace WAR vor Ort, und sie haben gemessen. Das war ja angeblich eine richtig gefährliche Aktion unter Einsatz des eigenen Lebens (jeder normale Flugbegleiter ist höheren Strahlenwerten ausgesetzt) Interesanterweise wurden die Daten bisher noch nicht veröffentlicht und GP hält erstaunlich still… Warum? Passen die Messwerte nicht in das Angstkonzept von GP? Vielleicht liege ich falsch, aber zutrauen würde ich es dieser Organisation, die tricksen und übertreiben ja sonst auch immer wo’s geht…

      03.8.2011 um 11:04 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Vielleicht sollte man die Meßwerte, die es ja offensichtlich gibt, einfach mal veröffentlichen…
      Oder zumindest mal erklären, weshalb man es nicht tut….

      08.8.2011 um 01:09 Uhr · Antworten

  • gabi

    Gut dass dieser Punkt angesprochen wurde – obwohl ich sonst keine Lust mehr habe auf die Propaganda der Atomlobby zu reagieren.

    In diese vorläufige Analyse von IPPNW über die Auswirkungen der immer noch laufenden Reaktorkatastrophe in Fukushima sind die Greenpeace Messungen u. a. eingeflossen.

    http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Zu_den_Auswirkungen_der_Reaktorkatastrophe_von_Fukushima_auf_den_Pazifik_und_die_Nahrungsketten.pdf

    Ich hielt die Lage bisher schon für schlimm – nach Durchsicht dieses Papieres bin ich zutiefst geschockt und wütend. Hoffe Auszüge daraus werden von den Medien aufgegriffen

    03.8.2011 um 14:50 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Gabi, das ist ein Beitrag, den man jedem Ignoranten vorsetzen müsste. Es ist aber zu befürchten, dass wie auch bei Tsch. niemand, der mit der Atomlobby Geld verdient, das wahrnehemen wird .(s. die Nichtabfragung von verlässlichen Daten nach Tsch. durch die IAEO, obwohl man in der Ukraine inzwischen begonnen hatte, die Daten anzubieten.) Auch die sarkastische Art der Diskussion und das statistische Herunterrechnen von Befürwortern scheint weiterzugehen. Ich finde es gut, durch den Hinweis auf solche Beiträge (IPPNW) Erinnerung und Kritik wachzuhalten.

      03.8.2011 um 18:08 Uhr · Antworten

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