[Aktualisiert am 09.01.2012]
Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, und wenn die ganze Welt zusammenfällt.
Gehen Greenpeace die privaten Freundschaften eines Bundespräsidenten etwas an? Normalerweise nicht. Aber die Freundschaft dieses Bundespräsidenten Christian Wulff zu diesem Freund, dem RWE-Chef Jürgen Großmann, stellt einen Sonderfall dar. Jürgen Großmann ist nicht irgendein Unternehmer, sondern der Boss des Konzerns mit den höchsten CO2-Emissionen in Europa. Er ist der Mann, der im Jahre 2010 die Laufzeitverlängerung u.a. für die beiden ältesten und gefährlichsten deutschen Atomkraftwerke durchboxte: Biblis-A und Biblis-B. In Kraft gesetzt wurde die Laufzeitverlängerung damals durch eine Unterschrift unter das Atomgesetz von Freund Christian Wulff. Die Entscheidung des Naturschutzbundes Deutschland, Jürgen Großmann im Jahre 2010 den Negativ-Preis “Dinosaurier des Jahres” zu verleihen, war und ist vor diesem Hintergrund gut nachvollziehbar.
Natürlich kann der Bundespräsident sich seine Freunde aussuchen, wo und wie er will. Aber in diesem besonderen Fall einer engen Freundschaft ausgerechnet mit Jürgen Großmann muss sich eine Umweltorganisation wie Greenpeace mit der Frage beschäftigen, inwieweit die Gefahr besteht, dass sich der Bundespräsident in umweltpolitischen Fragen von diesem “Dinosaurier”-Freund hat beeinflussen lassen bzw. beeinflussen lässt. Die folgende Chronologie zeigt die enge Verzahnung von Privatem, Politischem und Geschäftlichem zwischen Wulff und Großmann. Sie stimmt zumindest sehr nachdenklich. Ob es weitere Verbindungen zwischen Christian Wulff und Jürgen Großmann gegeben hat, werden die Antworten auf die Kleine Anfrage der niedersächsischen Grünen vom 6. Januar 2012 zeigen. Deren Fragen Nr. 51 bis Nr. 55 sind möglichen weiteren geschäftlichen Beziehungen zwischen Wulff und Großmann gewidmet.
Herbst 2005: Auf Einladung und in Anwesenheit von Jürgen Großmann ist Christian Wulff Gastredner bei der achten Unternehmertagung der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe. “Sein Vortrag und die sich anschließende Diskussion waren für alle ein fesselndes Ereignis.” (Unternehmenszeitung “glückauf” 4/2005.) Tagungsort ist das Schlosshotel Münchhausen, in dem Wulff drei Jahre später seine Hochzeit feiert.
Oktober 2005: Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff führt Gespräche mit dem Chef des Stahlwerks Georgsmarienhütte, Jürgen Großmann, über die mögliche Übernahme des Aluminiumwerks Stade.
29. Oktober 2005: Christian Wulff und Jürgen Großmann sind Gastredner bei der Eröffnung des Neubaus der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers in Hannover.
30. Oktober 2005: Jürgen Großmann gibt zu Ehren der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel einen Empfang in Osnabrück. Unter den Gästen auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.
Januar 2006: Volkswagen-Aufsichtsrat und Ministerpräsident Christian Wulff empfiehlt die Aufnahme Jürgen Großmanns in den Volkswagen-Aufsichtsrat.
1. Mai 2006: Jürgen Großmann wird Aufsichtsrat im Volkswagen-Konzern.
8. September 2006: Jürgen Großmann empfängt Bundeskanzlerin Merkel und Christian Wulff zur Jubiläumsfeier “150 Jahre Stahl aus Georgsmarienhütte”.
5. Juni 2007: Christian Wulff hält die Laudatio für die Verleihung des Vernon A. Walters Award der Atlantik-Brücke im mondänen Metropolitan Club in New York:
I would like to congratulate you, Jürgen Großmann, with all my heart. You are an exceptional entrepreneur and an exceptional person. (…) As Minister President of Niedersachsen, a Federal State with companies such as Volkswagen, Continental, and Jägermeister, I cannot imagine a better transatlantic ambassador for our country than you, Jürgen Großmann.
1. Oktober 2007: Jürgen Großmann wird Vorstandsvorsitzender der RWE AG.
4. Oktober 2007: Jürgen Großmann stellt die Christian-Wulff-Biographie “Besser die Wahrheit” bei einer Buchpräsentation in der Norddeutschen Landesbank Hannover vor, obwohl er an diesem Tag eigentlich in Essen sein Amt als Chef der RWE antreten muss. Anzeigen für das Buch sind von Carsten Maschmeyer finanziert. 2.500 der 15.000 Buch-Exemplare kauft Jürgen Großmanns Unternehmen, die Georgsmarienhütte Holding GmbH. An die Buchvorstellung schließt sich eine Podiumsdiskussion mit Großmann und Wulff an, die auf Phoenix live übertragen wird.
22. März 2008: Hochzeit von Christian und Bettina Wulff im engsten Familien- und Freundeskreis im Schlosshotel Münchhausen. Mit dabei: Jürgen Großmann und Carsten Maschmeyer. Christian Wulff gegenüber der Bild-Zeitung: “Ich bin glücklich, dass ich mit so tollen Freunden und unseren Verwandten unsere Vermählung so privat und ausgelassen feiern konnte”.
28. April 2008: Jürgen Großmann lädt den “Club2013″ genannten informellen Spendensammel-Verein der niedersächsischen CDU nach Georgsmarienhütte und Osnabrück ein. Nach einer Besichtigung der Georgsmarienhütte GmbH begrüßt Jürgen Großmann die Besucher im Historischen Rathaus von Osnabrück. Daran schließt sich eine Rede von Christian Wulff an mit dem Titel “Meilensteine 2008 – 2013 – Perspektiven für Niedersachsen”. Den Abend lässt man gemeinsam in Großmanns eigenem Osnabrücker Nobel-Restaurant “la vie” ausklingen. An der Veranstaltung nehmen u.a. auch der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende David McAllister, Finanzminister Hartmut Möllring und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen teil. Die Veranstalter wünschen einen “angenehmen Verlauf mit vielen neuen Kontakten und interessanten Gesprächen”.
5. August 2008: Jürgen Großmann lädt Ministerpräsident Christian Wulff auf eine Schiffsfahrt zur Besichtigung der Bohrinsel Mittelplate ab Cuxhaven ein, um ihn von der Ölförderung im Wattenmeer zu überzeugen.
2009: Jürgen Großmann spendet 15.600 EUR an die CDU (s. Bundestags-Drucksache 17/4800, S. 26)
8. Mai 2009: Feier zum 50. Geburtstag von Carsten Maschmayer in dessen Villa in Hannover. Mit dabei: Christian Wulff und Jürgen Großmann.
5. Juni 2009: Ministerpräsident Christian Wulff und RWE-Chef Jürgen Großmann eröffnen die die Ideen-Expo in Hannover. Haupt-Sponsor: RWE.
5.-24. Oktober 2009: Christian Wulff vertritt die Bundesländer in den Koalitionsverhandlungen, in denen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschlossen wird.
2. Dezember 2009: RWE-Chef Jürgen Großmann und Vertreter der Firma “ELV/eQ-3″ geben bei einer Veranstaltung in Hannover im Beisein von Ministerpräsident Christian Wulff ihre zukünftige Zusammenarbeit bekannt.

(c) Friso Gentsch / dpa - Jürgen Großmann und Christian Wulff bei der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage in Lingen
14. April 2010: Ministerpräsident Christian Wulff und RWE-Chef Jürgen Großmann nehmen in einer Eröffnungszeremonie das Gaskraftwerk in Lingen in Betrieb.
4. Juni 2010: Einen Tag nachdem Merkel Christian Wulff zum Bundespräsidenten vorgeschlagen hat, trifft sie sich mit Wulff und den anderen CDU-Ministerpräsidenten, um sich mit ihnen über die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke abzustimmen, die für Jürgen Großmann einen zusätzlichen Milliardengewinn verspricht.
28. Juni 2010: Christian Wulff lädt zum Sommerfest in die niedersächsische Landesvertretung nach Berlin. Gast: Jürgen Großmann.
30. Juni 2010: Wulff wird zum Bundespräsidenten gewählt. Unter den ersten Gratulanten: Jürgen Großmann.
11. August 2010: In der FAZ erscheint der Artikel: “Die Erbfreundschaften von Hannover”. Darin heißt es:
Atomkraftwerke an der Bar – Dass nicht jeder anfällig ist für Charme und Chuzpe, musste just der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann erfahren, der ebenfalls zum “engen” Freundeskreis von Schröder wie auch Wulff zählt. Bei der China-Reise McAllisters – unmittelbar nach dessen Amtsantritt – versuchte Großmann dem Ministerpräsidenten kumpelhaft-herablassend an der Bar zu “erläutern”, dass dieser sich nun für eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken einsetzen möge. Es kam anders: Eine der ersten bundespolitischen Festlegungen McAllisters war, für eine nur kurze Laufzeitverlängerung zu werben, abweichend von der Mehrheitsmeinung seiner Partei und dem Werben des Erbfreundes seiner Vorgänger.
12. bis 15. Oktober 2010: Bundespräsident Christian Wulff wirbt bei seinem Staatsbesuch in Moskau für die Idee des Elite-Netzwerks “Deutschland-Russland – die neue Generation e.V.”, deren Vorsitzende Anne-Marie Großmann ist, die Tochter von Jürgen Großmann. Eines der drei Mitglieder des Board of Trustees von Frau Großmanns Verein ist die Wulff-Vertraute und niedersächsische Staatssekretärin Martina Krogmann, die Christian Wulff am 1. April 2010 zur Leiterin der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin ernannt hatte.
4. November 2010: Bundespräsident Christian Wulff schreibt einen offiziellen Brief an Anne-Marie Großmann, in dem er sie ermuntert, Ministerpräsident Putin zu ihrem Moskauer Treffen im Mai 2011 einzuladen. Dazu heißt es im Artikel “Vorläufige Ergebnisse in Sachen Wulff – Bundespräsident in der Kritik” in der FAZ vom 24.12.2011:
… So schrieb Christian Wulff, nun schon Bundespräsident, am 4. November 2010 einen offiziellen Brief an die Tochter des RWE-Chefs, Anne-Marie Großmann, in deren Eigenschaft als Vorsitzende einer Organisation “Deutschland-Russland – Die neue Generation”. Deren Sinn ist “der Aufbau langfristiger persönlicher Bindungen zwischen Young leaders” aus Deutschland und Russland, wie es in einem Papier des Vereins heißt. Dafür treffen sich die jungen Führungskräfte abwechselnd einmal im Jahr in Russland und Deutschland. Wulff aber würdigte das geplante Elite-Netzwerk als eine Art Jugendaustausch. “Ich finde Ihre Idee, den Austausch zwischen jungen Deutschen und jungen Russen zu fördern, sehr unterstützenswert. Deshalb habe ich Sie auch in Russland angesprochen. Ich darf Sie ermuntern, nach meinen Gesprächen in Moskau Ministerpräsident Putin zu Ihrem Moskauer Treffen im Mai 2011 einzuladen”, heißt es in dem Brief an Anne-Marie Großmann. Mit Bezug auf Wulff schickte Anne-Marie Großmann dann wenig später einen Brief an Wladimir Putin mit der Bitte, beim nächsten Jahrestreffen des Vereins im Mai 2011 in Moskau eine Ansprache zu halten. Auch bei dem Staatsminister im Auswärtigen Amt Werner Hoyer wurde Frau Großmann vorstellig. In einem Brief vom 22. Januar 2011 dankte sie ihm für seine Unterstützung des Projekts, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass bei seinem letzten Staatsbesuch in Russland “Bundespräsident Wulff bei Ministerpräsident Putin für unser Projekt geworben” habe. Nur zwei Tage später schrieb ein Unterstützer des Vereins an Hoyers Büroleiter, den er persönlich kennt. Der Bundespräsident unterstütze die Initiative wie auch die Einladung an Putin. Nun wolle man an Putin und an Präsident Dmitrij Medwedjew eine Einladung “in Form einer Verbalnote über den offiziellen Kanal der Deutschen Botschaft in Moskau folgen lassen”. Die Russland-Fachleute im Auswärtigen Amt waren entsetzt. Ein Mitarbeiter schrieb in einer internen Mitteilung, er könne es schwer nachvollziehen, “warum die Initiative ein solche breite Unterstützung im BPräsAmt” (Bundespräsidialamt) erfährt.
8. Dezember 2010: Christian Wulff unterschreibt – trotz zweier angekündigter Verfassungsklagen von Rot-Grün und von Greenpeace (und trotz Massenprotesten und trotz des Beischlafangebots von Charlotte Roche) – ohne intensivere Prüfung schon fünf Wochen nach dem Bundestagsbeschluss das Gesetz zur Laufzeitverlängerung und setzt diese damit in Kraft. Freund Jürgen Großmann winken dadurch zusätzliche Milliardengewinne. Greenpeace kommentiert an diesem Tag: “Damit hat sich Wulff als Präsident der Konzerne geoutet.”
19. Januar 2011: Christian Wulff empfängt den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaftzum Abendessen im Schloss Bellevue. Mit dabei: Jürgen Großmann, Mitglied im Vorstand des Stifterverbandes. Prof. Claus Leggewie, Gastredner an diesem Abend, erinnert sich in seinem Kommentar “Wulff ist überall” vom 9. Januar 2012 für die Financial Times Deutschland an dieses Treffen:
TweetWer den Bundespräsidenten einmal in Schloss Bellevue in trauter Tischrunde mit Wirtschaftskapitänen wie Jürgen Großmann (RWE) und Martin Winterkorn (VW) beieinandersitzen sah, der konnte förmlich spüren, dass hier niemand eingeladen hatte, der von den Herren Respekt bekam und sie notfalls zur Ordnung rufen würde – sondern jemand, der auch ohne direkte Vorteilsnahme von ihnen ausgehalten und für Fototermine gebraucht wurde.












Divad
Tja und die Uni Hannover fördert statt Wissenschaft, lieber ihre Unternehmenskontakte… “Karmarsch-Denkmünze für Dr.-Ing. Jürgen Großmann. Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder spricht Laudatio.
Mit ihm hat der Freundeskreis der Leibniz Universität Hannover eine außergewöhnliche Unternehmerpersönlichkeit ausgezeichnet: Dr.-Ing. Jürgen Großmann hat am 13. Dezember 2011 im Beisein von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder die Karmarsch-Denkmünze erhalten. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode überbrachte Grüße der Niedersächsischen Landesregierung. Gleichzeitig feierte der Freundeskreis an diesem Abend im Lichthof des Welfenschlosses sein 90-jähriges Bestehen. Außerdem wurden Preise der Firmen E.ON, Deloitte und KPMG an insgesamt sechs Studierende bzw. Absolventinnen und Absolventen verliehen.
Mit der Karmarsch-Denkmünze werden alle zwei Jahre Persönlichkeiten geehrt, die sich besondere Verdienste um die Förderung von Technik und Wirtschaft erworben haben; diese Verdienste können sowohl auf dem Gebiet wissenschaftlicher Forschung als auch in einer Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung liegen. Erster Preisträger war 1925 Oskar von Miller, der als Vater der deutschen Stromwirtschaft gilt. Seitdem wird die Auszeichnung, die nach dem ersten Direktor der heutigen Leibniz Universität benannt ist, alle zwei Jahre vergeben. Zuletzt war im Jahr 2009 der Unternehmer Prof. Dr. Jörg Sennheiser ausgezeichnet worden. Jürgen Großmann ist der 52. Preisträger. “Ich bin stolz, in den Kreis aufgenommen worden zu sein“, sagte er. Der Ingenieur erhielt die Karmarsch-Denkmünze insbesondere für sein Engagement bei der Sanierung der existenzbedrohten Georgsmarienhütte GmbH. Aktuell ist er Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Die Laudatio hielt Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der seit vielen Jahren mit dem Geehrten befreundet ist. Großmann sei ein “beinharter Malocher und ein warmherziger Mensch“.” [Quelle: http://www.uni-hannover.de/de/aktuell/online-aktuell/news/11249/
Das ist echt nicht nur eine Frechheit, sondern ein Skandal!!!
23.12.2011 um 12:32 Uhr ·
Sven
Tja, der Bundespräsident der lieber “Besser die Wahrheit” gesagt hätte, wäre wenn er ehrlich wäre, auch ohne Großmann und Maschmeyer ausgekommen.
Was lernt man daraus? Selbst ein Bundespräsident ist raffgierig ohne Ende.
Und dann soll man als kleiner Mensch im Getriebe noch ehrlich sein?
Weitergedacht heißt das: der Klimawandel ist auch so nicht mehr in den Griff zu bekommen. Weil alle, selbst Vorbilder, nur noch raffen.
Zum Glück habe ich keine Kinder, denen ich das alles erklären soll…
Und Herr Wulff? Haben Sie Hr. Großmann zu Weihnachten eingeladen? Oder doch den Maschmeyer?
23.12.2011 um 16:12 Uhr ·
Tim
Gott sei Dank hat keiner von euch mal einen Freund um Rat gefragt, einen persönlichen Kontakt zu beruflichen Zwecken getroffen oder einen Bekannten zu Weihnachten eingeladen.
Wenn irgend ein Grüner den Preis bekommen würde, würde hier jeder jubilieren, wie verdient der Preis doch wäre. Leider bekommt ein Grüner Fortschrittsverweigerer einen solchen Preis nie. Wie schade.
Der Fall Wulff wird wie in Deutschland üblich von den Medien und der politischen Opossition gehyped um der Regierung zu schaden. Leider ist das in der Politik gängige Praxis. Besser wäre es doch, wenn man versuchen würde, das Land und Europa nach vorne zu bringen. Nur zu dumm, dass kein einziger Politiker ein Interesse daran hat…
23.12.2011 um 17:40 Uhr ·
supiflo
Wenn du dir den komplett unsachlichen Satz mit den “grünen Fortschrittsverweigerern” gespaart hättest, hätte ich dir sogar zugestimmt. So kann ich dich aber leider nicht ernstnehmen, weil dein Post doch ein wenig ideologisch gefärbt scheint.
PS: Ist immer Ansichtsache, was man so als Fortschritt bezeichnet.
PPS: Bundespräsident & Regierung sind zwei verschiedene Dinge. Auch aus der CSU kamen kritische Stimmen, die “politische Opposition” hat sich dagen ziemlich zurückgehalten. Zwei zurückgetretene Präsidenten innerhalb so kurzer Zeit wären schließlich für das ganze Land peinlich.
23.12.2011 um 17:54 Uhr
Tim
Ist nur meine Meinung gegenüber der Partei.
Hat die Opossition nicht auf der Entschuldigung von Wulff herumgehackt, oder verwechsle ich grad was? Ich meine Frau Künast insbesondere hat doch ziemlich darüber gelästert.
23.12.2011 um 18:06 Uhr
Georg Weber
Greenpeace ist überparteilich und hat mit den Grünen nichts zu tun. Daher ist es Greenpeacern auch egal, wer wann welchen Preis bekommt. Für Greenpeace zählen Taten. Hier geht es darum, dass ein Bundespräsident ein Gesetz durchwinkt, dass gegen die Interessen der Menschen in Deutschland geht (Mehrheit gegen Atomkraft, Gefahren und Folgen der Atomkraft), der Umwelt und mittelständischen Firmen schadet und lediglich vier Großkonzernen nützt und dass solcherlei Handel durch Vermischung von Privatem und Dienstlichem angebahnt und abgesichert wird. Herr Wulff ist da nur ein Rädchen im Politik-Getriebe.
Zustimmen möchte ich allerdings der Einschätzung, dass Umweltschützer und Menschen, die das Gemeinwohl und soziale Schieflagen im Blick haben, weniger in Gefahr geraten, solcherlei Begünstigungen im Amt angetragen zu bekommen. Um in den Kreis der sich gegenseitig Vorteile zuzuschusternden “Eliten” zu gelangen, muss man schon auf rücksichtslose Profitinteressen im egoistischen Rampenlicht stehen, was man bei den Grünen u.U. vielleicht tatsächlich seltener antrifft. Allerdings gibt es auch in anderen Parteien zum Glück Menschen, denen ich ein ehrliches Politik-Interesse untrstellen möchte und auch bei den Grünen sicherlich den einen oder anderen Raffzahn. Herr Wulff scheint dem persönlichen Vorteil allerdings weniger abgeneigt, als er selbst von sich behauptet.
27.12.2011 um 12:50 Uhr
Energiesparfuchs
Interessant ist doch der Verein ATLANTIK-BRÜCKE und eher nicht ob Wulff ein Verhältnis mit Großmann hat. Dort hüpfen doch die ganzen Netzwerker rum. Programm “Young Leaders” z.B., aus dem die DIE JUNGE GARDE DER HOCHFINANZ hervortritt (von Rösler, Lindner, zu Guttenberg, Özdemir usw., usf.). Eine solche Recherche dürfte bei den meisten bekannten Politikern egal welcher Farbe so ausfallen. Ich traue keinem Einzigen von diesen Ziehkindern über den Weg. Sucht doch da mal weiter, ihr werdet staunen, was da noch alles hochkommt.
23.12.2011 um 18:53 Uhr ·
Hoffmann
NEU
DAS wird die Konservativen mehr schockieren, leider…
http://www.firstlady-skandal.com/
23.12.2011 um 20:06 Uhr ·
Bruno Straub
Was will uns denn der Tobias Münchmeyer mit seine Wulff-Attacke sagen?
Will GP ein neues “Geschäftsfeld” namens PB (Politiker-Bashing) eröffnen?
Wäre verständlich, denn der Standard (Atom, Wal, Gen, Klima) ist ja ziemlich abgelutscht, bzw. wird auch von der Konkurrenz erfolgreich abgedeckt….
23.12.2011 um 22:11 Uhr ·
13rh07
Was will uns denn der Bruno Straub mit “seinen Fragen” aus dem aktuellen CDU-Agitationsmaterial sagen? Wahrscheinlich will er uns nur mitteilen, wie verärgert die CDU-Bonzen sind, dass denen das mit der Energiewende nicht eher eingefallen ist – damit hätte man sicherlich die Spätzle-Connections noch ein Bissel auf Vordermann und die Wähler bei der Landtagswahl im März mal wieder um den Verstand bringen können, gell? Aus Betonköpfen kommt eben kein Gedanke – deshalb: Mir ist ein steinewerfender Grüner tausendmal lieber als die geölten Kleiderpuppen aus der Spätzle-Mafia.
Außerdem: Herr Münchmeyer führt keine Wulff-Attacke, denn das sähe ganz anders aus und würde für unser Bundes-Wülffchen mit den Nehmerqualitäten keine Schlupflöcher mehr bieten! Kommt aber gewiss noch… . Nur Geduld, Bruno Straub.
28.12.2011 um 16:03 Uhr ·
Bruno Straub
Hallo Möchtegern-Anonymous-Verschnitt, das ist ja genau das Problem: GP kann auf den klassischen Geschäftsfeldern Atom, Wal, Gen, Klima wenig reißen…. da sind andere besser, und versucht sich jetzt im Politiker- Bashing. M.E. nicht “zukunftsfähig”. Könnte “nach hinten” losgehen.
28.12.2011 um 23:49 Uhr
Bruno Straub
Sieh mal, wie erfolgreich der NABU mit seiner Aida-Aktion ist…. Ein Schiff entspricht 5 MIO PKW!!!!
Kommt in der ARD und im ZDF!
Und GP tourt mit dem Herrn Lohbeck und dem Darth Vader durch die VW- Niederlassungen. Kommt nocht nicht mal im NDR5…. (Oder doch?)
29.12.2011 um 00:28 Uhr
Tim
Was hier bei aller Diskussion und Meinungsverschiedenheiten aber noch gesagt werden muss:
Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest allen.
24.12.2011 um 17:42 Uhr ·
friese
wenn ich mir in meinem Job alleine die Geldleihgeschichte geleistet hätte….dann wäre ich jetzt arbeitslos! Würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen: wer so etwas macht, ist dumm, aber…..lieber Herr Wulff….Hochmut kommt vor dem Fall!
28.12.2011 um 14:16 Uhr ·
Marina
Ich kann nur eins sagen:
EINE HAND WÄSCHT DIE ANDERE …
Vielleicht ist das die gängige Praxis bei den oberen Zehntausend?
Und diese Lobhuddeleien … diesbezüglich geradezu überall ein Stelldichein!
Nun ja, bei der “Elite” gibt es ja nur – im Vergleich zur übrigen Bevolkerung – recht wenige:
Da kennt wirklich jeder jeden und nennt sich leichtfertig Freund oder
AMIGO (?). – - -
28.12.2011 um 19:15 Uhr ·
schwabe
Interessant wäre auch zu erfahren, wie sich der Herr Öttinger, der Held der Atomlobby, zu diesem Gespann verhält?
Vielleicht genau wie im Film “die Drei von der Tankstelle” – nur das hier der Steuerzahler angezapft wird!
Oder noch besser über den Herr Marschmeyer – von der hiesigen Presse und Staatsanwaltschadft wird er geschont, während in Östereich die Staatsanwaltschaft wegen schwerem Betrug ermittelt.
Das nenne ich Freundschaft!
28.12.2011 um 19:31 Uhr ·
neuling
interessante beiträge…..wie war das jetzt noch einmal? Herr Wulff lernt als big point von VW über den dortigen Hostessendienst ein Mädchen namens Tattoobetsy kennen, lässt sich scheiden, will Betsy für sich allein und lässt sich von der ehedem zweiten Frau vom reichen Kumpel aus der Unternehmerschaft mal kleine 500 T€ auszahlen. Dass fliegt auf….schnell zurückgezahlt, aber für den Hausbau muss doch Geld her….wer hilft? Herr Öttinger mit einer Landesbank aus Süddeutschland….ohne große Absicherung und zu richtig guten Konditionen….habe ich gehört! Wer ist denn jetzt eigentlich der allerbeste Freund von Herrn Wulff?
29.12.2011 um 16:08 Uhr ·
Peter Kowalski
Konservativ sein, daß bedeutet bewährtes zu bewahren und weiter zu fördern. Damit positive, gewachsene Strukturen zum Wohle aller (Konservativen) erhalten und nutzbar bleiben. Was ist also falsch am Handeln Wulffs? Er pflegt bewährte Traditionen. Das macht doch jeder Verein, der länger besteht als 20 Jahre. Die Älteren unter uns kennen noch den König der Amigos: F.-J.-Strauß. Gegen Franz-Josef erscheint Italiens Bunga-Bunga-Greis wie ein Clown! Es gibt eine lange Liste von Traditionsfreunden, die bewährte Praktiken, wie „Zu Gast bei Freunden!“, Schmiergeld per Zinsnachlass und vieles mehr als Brauchtum bewahren möchten. Aus dem Füllhorn der konservativen Traditionen zur Vorteilsgabe wurden und werden sicher viele gespeist. Da fallen mir spontan viele Traditionsbewahrer der noch nicht zur bildenden Kunst erhobenen Schmiergeldverschleierungskunst ein. Geber und Nehmer. Geber – so ganz spontan: der Industrielle Flick, der Bäderkönig Zwick, der Makler Schreiber.
Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Zeitungsarchive voll mit den heren Bewahrern der Tradition der Bestechung im Amt, die fast so etwas wie einen Hegering der deutschen Füllhörner aufrecht halten! Da fallen mir, ohne weiter nachzudenken Streibel und Kohl ein. Also gute deutsche Namen. Da wäre Wulff doch in guter Gesellschaft! Oder?
31.12.2011 um 03:01 Uhr ·
ANDREAS KAISER
SEIT DER FLICK AFFÄRE – DIE HERR KOWALSKI ERWÄHNT HAT – WISSEN WIR DOCH ÜBER GELEITZÜGE BESCHEID — ZUMINDEST DAS ES SIE GIBT UND DAS
SIE AUCH PARTEI ÜBERGREIFEND EXISTIEREN
ES VERWUNDERT ALSO NICHT BESONDERS – DAS DAS EINE ODER ANDERE ZWISCHENZEITLICH ANS LICHT KOMMT
ALS BASIS-DENKER ODER AUCH URSACHEN-DENKER KÖNNTE MAN DENKEN DAS HINTER ALLDEM METHODE STECKT UND AUCH UNSER BUNDESPRÄSIDENT WULFF EINE FIGUR IST DIE FUNKTIONIEREN MUSS
VIELLEICHT TRÄGT DIES ALLES DAZU BEI – UNSEREN
EX-BUNDESPRÄSIDENTEN HORST KÖHLER BESSER ZU VERSTEHEN WENN MAN IHM LOYALITÄT DEM DEUTSCHEN VOLK UNTERSTELLT – ER WAR JEDENFALLS DER ERSTE DER SEIN AMT VORZEITIG ABGEGEBEN HAT
WENN MAN EINE STUDIE DER AMERIKANER AUS DEN 80ZIGERN ZUGRUNDE LEGT DIE PROPHEZEIT DAS EUROPA ZUM ENDE DES JAHRTAUSENDS SICH ALS KRIEGSSCHAUPLATZ DARSTELLT – KANN MAN VIELLEICHT BESSER VERSTEHEN WARUM IN DEN LETZTEN 30 JAHREN UNSER TAFELSILBER
PRIVATISIERT WIRD UND DIE RAFFGIER KEINE GRENZEN MEHR KENNT
MIT SICHERHEIT IST DER SKANDAL UM UNSEREN BUNDESPRÄSIDENTEN NUR DIE SPITZE EINES EISBERGES UND EIN GUTES INSTRUMENT UM ABZULENKEN
WENN MAN DAVON AUSGEHT
DAS UNSER BUNDESPRÄSIDENT WULFF IN SEINER AMTSZEIT GENÜGEND DAZU BEIGETRAGEN HAT UNSERER ELITE ZU NOCH MEHR REICHTUM ZU VERHELFEN
KANN MAN AUCH DAVON AUSGEHEN
DAS ES IHM NACH SEINER AMTSZEIT NICHT SCHLECHT GEHT
AUSSER ER HÄLT SICH NICHT AN DIE SPIELREGELN UND PACKT AUS
10.1.2012 um 18:58 Uhr ·
stefan
jaja, aber musst du so schreien?
10.1.2012 um 19:01 Uhr ·
sophistoph
Dazu ein interessanter Link-
http://www.youtube.com/watch?v=qGgBXgZq4vg&feature=player_embedded
29.1.2012 um 21:47 Uhr ·
Mappus
ja bei euch muss man das
29.1.2012 um 20:39 Uhr ·
schwabe
der hat anscheinend viele sehr gute Freunde! Aber der Öttinger hat ja ganz ganz sicher nichts unrechtes getan.
wo hast Du denn das Gerücht mit der Tattoobetsy gehört?
29.12.2011 um 17:58 Uhr ·