Rauchen ist gesund, Giftmüll macht schlank und die Klimaerwärmung findet nicht statt: Die Industriepropaganda schreckt vor den schrägsten Behauptungen nicht zurück. So wie uns in den sechziger Jahren die Tabaklobby einzureden versuchte, dass Zigarettenrauch nicht krebserregend sei, sollen jetzt die Abgase aus den Schloten der Kohlekraftwerke gar nicht so klimaschädlich sein. RWE-Manager Fritz Vahrenholt hat die alten Irrglauben der Klimaskeptiker neu zusammengefasst und zusammen mit dem RWE-DEA Geologen Sebastian Lüning einen über 400 Seiten dicken Wälzer über Sonnenfleckenzyklen verfasst.
Vahrenholt wiederholt die immer gleichen Behauptungen der Klimaskeptiker, die längst wissenschaftlich widerlegt sind. Ausführliche inhaltliche Auseinandersetzungen finden sich in der Zeit, im WissensLog vom Spektrum der Wissenschaft und auf der Informationsseite Klimafakten. Dem gibt es nicht viel hinzuzufügen. Interessant bleibt aber die Strategie, mit der Vahrenholt und RWE (mit über 165 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2010 Europas Klimakiller Nummer 1) gemeinsam versuchen, den Klimawandel zu leugnen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu torpedieren. Vahrenholts Buch ist Teil einer gezielten Desinformationskampagne, die aus einer Allianz zwischen Klimaskeptikern und einem großen deutschen Energiekonzern entstanden ist.
- In den neunziger Jahren unterstützte RWE die Desinformationskampagnen des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) der Windenergie als “rotierenden Wahnsinn” ansieht und ihre Nutzung als “Windkraft-Vandalismus” verunglimpft. Die Propagandaschriften gegen den Bau von Windkraftwerken werden über die damalige RWE-Tocher Hochtief verschickt.
- November 2005: Klimaskeptiker Chris Horner trifft sich auf der Foratom-Tagung in Brüssel mit dem RWE Chef-Lobbyisten Markus Becker, um ein brisantes internes Strategiepapier durchzusprechen. Zusammenfassung und Empfehlungen von Horners Präsentation:
Industrieorganisationen sind die falsche Plattform, um den Kurs der EU Klima-Agenda zu beeinflussen. Stattdessen sollte man ein aktives Team von Experten aufbauen, um der Kyoto-Agenda der Kommission etwas entgegen zu setzen. Eine solche Koalition hat bereits Erfolge in den USA genossen, und teilweise auch schon gute Dienste in der EU geleistet. RWE soll – zusammen mit anderen interessierten Konzernen – einen solchen Koalitions-Ansatz initiieren.
RWE bestreitet auf Nachfrage das Treffen nicht. Dieses geheime Strategiepapier der Klimaskeptiker entlarvt jetzt RWE.
- Selbst noch im Jahr 2006 behaupten die RWE-Manager allen Ernstes, der Klimawandel sei nur eine “subjektive Wahrnehmung einer angenommenen Gefahr, die weder konkret noch gegenwärtig” sei. “Ob es Klimaveränderungen geben wird, ist wissenschaftlich nicht bewiesen.” (Schriftsatz vom 30. August 2006)
- Im April 2011 nimmt Fritz Vahrenholt als spezieller Gast der Klimaskeptiker von EIKE an einer internen Diskussionsveranstaltung mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) teil. Auch auf dem vierten Klimaskeptiker-Kongress im November 2011 ist RWE-Mann Vahrenholt zu Gast. Als Referent mit dabei ist auch wieder Chris Horner.
- Und jetzt die Veröffentlichung von Vahrenholts Buch “Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet”. Damit ist genau das eingetreten, was Horner RWE im Jahr 2005 empfohlen hatte: RWE hat sich nach amerikanischem Vorbild mit den Klimaskeptikern verbündet. Mit RWE-Manager Vahrenholt haben sie den Provokateur gefunden, der lautstark und öffentlichkeitswirksam die kruden Thesen der Klimaskeptiker verbreitet.
RWE und Vahrenholt zielen darauf ab, Zeit zu gewinnen. Nur so lässt sich noch weiter die Kohleverstromung rechtfertigen. Mit ihrer Hinhaltetaktik verfolgen sie ein Ziel: Zweifel streuen und damit den notwendigen Umbau der Industriegesellschaft hin zu Erneuerbaren Energien zu verzögern. Denn eines macht Vahrenholt ganz geschickt: Er leugnet den CO2-bedingten Treibhauseffekt nicht, sondern er spielt ihn herunter. Dazu noch maßlos überhöhte Annahmen zu den Auswirkungen mehrerer Sonnenfleckenzyklen, deren Minima wie zufällig im Jahr 2030 allesamt zusammentreffen. Schon wird es in den Vahrenholt-Szenarien kälter.
Amerikanische Klimaskeptiker wie Chris Horner, finanziert von ExxonMobil und der Koch-Industrie, haben gezeigt, wie sich mit Desinformationskampagnen Stimmung machen lässt. Wird diese Meinungs-Manipulation Vahrenholt in Deutschland auch gelingen? Zweifelsohne hat er mit seinem Buch viel Staub aufgewirbelt, aber bislang hat sich die Öffentlichkeit in Deutschland von Industrielobbyisten im Auftrag von RWE nicht hinters Licht führen lassen.
RWE, Vahrenholt und die Klimaskeptiker
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Klemens
Da sind ja genau die Richtigen zusammengekommen. Ein profitgeiler Konzern Namens RWE, der über Leichen geht, ein profilierungssüchtiger etwas gealterter Fritz Vahrenholt und der von ExxonMobil bezahlte Klimaskeptiker Chris Horner. Dazu noch das Sammelbecken der Klimaskeptiker EIKE. Eine explosive Mischung. Sehr gut Herr Smid, dass Sie die perfide Strategie dahinter einmal auseinandernehmen. Weiter so!
13.2.2012 um 18:39 Uhr ·
sophistoph
Herr Smid was sie mit ihren polemischen Artikel treiben ist Desinformation in vollendeter Form.
Sie diffamieren und verdrehen bewusst objektive Tatsachen in unanständigster Art und Weise, dass einen übel werden kann. Daher darf die Frage erlaubt sein: Ist es bei ihnen lediglich Unwissenheit oder eine bewusste Verleumdungskampagne?
Wenn sie über Prof. Vahrenholt schreiben sollten sie wenigsten einmal sauber über die Person recherchieren und nicht ungeprüft möglichst viel Schmutz auskippen, in der Hoffnung irgend etwas wird schon hängenbleiben.
Warum verweisen sie eigentlich so sehr darauf, dass Vahrenholt, ein RWE Manager sei, ohne den zweiten Teil der Wahrheit zu benennen und zwar des Repower Systems und der RWE Innogy, also der erneuerbaren Sparte innerhalb des RWE Konzerns.
Vahrenholt ist einer der größten Verfechter der Erneuerbaren Energien und verdient eigentlich sein Geld mit Windrädern und steht auch heute noch voll zu dieser Art der Energiegewinnung, da er glaubt, dass die Kohlenstoffenergieträger endlich seien.
Was soll dieses ganze unaufrichtige Geschreibsel von dem Kohlenstofflobbyisten Vahrenholt? Er mag vieles sein, aber gerade dieses ist er nicht.
So gehörte Vahrenholt auch bis 20005 dem Rat für Erneuerbare Energien der Bundesregierung an und hat mehrere Bücher hierzu geschrieben.
Eigentlich war Vahrenholt immer ein Verfechter des AGW und bis dahin hochgeachtet in diesen Kreisen.
Aber irgendwie kam der Punkt, wie er es selbst beschreibt, an dem er die ganzen Lügen nicht mehr aushalten konnte und aus diesem Prozess heraus entstand das neue Buch „Die kalte Sonne“.
Sicherlich werden sie das Buch noch nicht gelesen haben und bestimmt auch nicht verstehen können, um so verwunderlicher ist daher ihr Artikel.
Doch ihr Beitrag ist lediglich ein Beispiel für angewandtes Agnotology, sie wollen mit dem was sie schreiben lediglich Unwissen erschaffen, so auch mit ihren Seitenhieb:Vahrenholt wiederholt die immer gleichen Behauptungen der Klimaskeptiker, die längst wissenschaftlich widerlegt sind.
Wenn es sich hier nicht um Satire handelt, ist es eigentlich nur noch peinlich.
Denn es sollte ihnen doch bekannt sein, wenn sie hier über dieses Thema schreiben, dass die Klimaskeptiker ihre Thesen mit einer Reihe von verifizierten Experimenten (Woods) belegten, aber gerade die AGWler bisher noch keine Quantifizierung und Belege beigebracht haben, die auch nur ein klitze kleines Detail ihrer Theorie verifizieren könnte. So sollte es auch ihnen wenigstens bekannt sein, dass es bereits über 450 wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen weltweit veröffentlicht wurden, die den AGW falsifizieren. Auch sollten ihnen die vielen nachgewiesenen Betrügereien und Fälschungen von Seiten des IPCC (Rahmstorf, Mann, Schelnhuber, Hansen) wenigsten bekannt sein und zu denken geben.
Und was sollen ihre ständigen diffamierenden Verlinkungen zu ExxonMobil und Kritikern des IPCC.
Ich will es ja überhaupt nicht abstreiten, dass auch Spendenmittel von diesen Konzernen hin zu den Kritikern fließt, aber diese sind lediglich kleine Trinkgelder zu den Milliarden die in die vielen Klimainstitute und Organisationen verklappt werden, denn aus welchen Mitteln finanziert sich GP, sagen sie mir bitte nicht, sie nehmen keine Spenden von ExxonMobil an. Was sie da betreiben ist schlicht unlauter und unehrlich.
Aber immer mehr Menschen erkennen dieses zum Glück und lassen sich von solchen Artikeln wie den ihrigen nicht hinter der Fichte führen.
Dieses zeigt sich auch gerade in einer Umfrage der FINACIAL TIMES
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:autor-von-die-kalte-sonne-fuerchtet-euch-nicht-vor-dem-klimawandel/60165812.html
Also:Fürchtet euch nicht vor dem Klimawandel!
13.2.2012 um 20:32 Uhr ·
Karsten
Hallo sophistoph,
Ihrer Kritik kann ich nicht folgen. Alle Aussagen sind mit Quellenangaben belegt.
14.2.2012 um 13:46 Uhr ·
sophistoph
@ Karsten
Das sie meine Kritik nicht folgen können, ist sicherlich durch ihre ideologische Sichtweise begründet, und dass sie ideologisch tendenzielle Quellen ungeprüft übernommen haben.
Bei einer solchen Arbeitsweise kommt eben das heraus, was sie hier mit ihren Beitrag abgeliefert haben.
14.2.2012 um 14:54 Uhr
He`s back ;)
@sophistoph:
Oder gibt es gar keine?
Nur eben zur Finanzierung:
Sollten Unternehmen wirklich Greenpeace unterstützen wie sie behaupten wären meine Fragen ganz einfach:
Wieso findet man dazu nichts im Internet?
Links bitte wenn man etwas behauptet
Wieso sollten die Unternehmen das tun?
Wie Klimainstitute bezahlt werden sollte ihnen klar sein, über den Staat oder die EU – also über den Bürger
Wenn es anders ist zeigen sie bitte einen Link der es besser weiß…
Übrigens kommt es vor das das Tagesblatt, das Wirtschaftsblatt und der Flyer von einer Umweltorganisation eine andere Meinung haben, aufbauend auf den Ehrfahrungen der Autoren. Deswegen halte ich auch die Zeit/ Süddeutsche dem Handelsblatt/ FT und selbst den Aussagen Greenpeace vor.
Den nur eine Zeitung die alle Meinungen zulässt kann wirklich produktiv sein für den Geist.
Ich respektiere grundsätzlich alles und jeden um das Niveau in solchen Themen mal zu heben, allerdings erwarte ich das dann auch.
Links helfen sehr weiter den “Anderen” die “fremde” Meinung zu überprüfen – deswegen wundere ich mich auch das sie sich auf eine Umfrage berufen aber “nur” den Artikel verlinken der oben auseinander genommen wird.
14.2.2012 um 18:58 Uhr ·
He`s back ;)
Auch wenn die Umfrage nun wirklich nichts zur Sache tut – das Verlinken des Artikels irritiert mich trotzdem
14.2.2012 um 19:00 Uhr
Realist
Das, was Sie da schreiben hat die Grenze zur Diffamierung überschritten. Vielleicht haben Sie auch einfach keine Argumente und die Aussagen von Prof. Vahrenholt sind doch nicht so einfach widerlegbar? Gehen Sie doch mal sachlich darauf ein, statt hier Polemik zu betreiben. Auch Ihre Referenzen auf ZEIT-Artikel machen das nicht besser, da in dem ZEIT-Artikel mindestens genauso viel Polemik und genauso wenig Inhalt steckt, wie in Ihrem Beitrag. Nein, Ihre Reaktion und die Reaktion vieler Journalisten, zeigt, wie notwendig es war, dass ein solches Buch mal erscheint.
Im Übrigen: 165 Mio Tonnen CO2, ist das das CO2 von RWE oder das CO2 der Bevölkerung, die ihre IPhones, Computer und Kühlschränke davon betreibt?
13.2.2012 um 21:09 Uhr ·
Energiesparfuchs
Genau das bisherige Strickmuster. Krude Thesen stellen immer die “Skeptiker” auf, die anderen nicht.
Wenn die nächsten Winter auch so werden wie dieser, dann ist an der Nordseeküste der Eisbär wieder zu sehen. Ob das dann lustig für uns wird ?
Und den Umbau der Energiewirtschaft hin zu einer echten H2-Wirtschaft schaffen wir auch ohne die Polemik von GP. Ohne Mehrkosten, neue Steuern und erzwungene Einschränkungen für die Bevölkerung.
13.2.2012 um 21:36 Uhr ·
He`s back ;)
Ach sie sind auch noch hier?
“Wenn die nächsten Winter auch so werden wie dieser, dann ist an der Nordseeküste der Eisbär wieder zu sehen. Ob das dann lustig für uns wird ?”
Wenn das Etwas ala “Hier ist es kalt – Klimawandel gibt es nicht” werden soll dann bin ich enttäuscht von ihnen. Die Wetterextreme häufen sich – nach beiden Seiten hin
Und letztendlich wird es wärmer gemäß dem Treibhauseffekt, stimmen sie mir da zu?
14.2.2012 um 17:58 Uhr ·
Energiesparfuchs
Wenn es zwei oder drei heiße und trockene Sommer hintereinander in D gibt, behauptet der Klima-Zirkus ja auch, dass das ein Beweis für “menschgemachten” Klimawandel ist. Warum soll das jetzt mit den kalten Wintern gerade andersrum sein ? Weil es nicht ins Konzept passt ?
15.2.2012 um 06:15 Uhr
supiflo
Nö, behauptet der “Klima-Zirkus” nicht. Behauptet evtl. die Bild-Zeitung.
15.2.2012 um 12:05 Uhr
He`s back ;)
Wieso nennen sie die Sachen nicht so wie sie heißen?
Ich denke dass sie es sehr wohl schaffen können das Nivau zu heben aber anscheinend wollen sie nicht.
Dass wäre so als würde ich schreiben dass sie und alle die nicht komplett meine Meinung teilen “Idioten” sind. (Oder sonstwas…)
Übrigens ist das genau das Muster das ich unten schon beschrieben hab, auf Fragen ausweichen – der Klassiker
Ich stell sie aber nochmal:
“Und letztendlich wird es wärmer gemäß dem Treibhauseffekt, stimmen sie mir da zu?”
Ich weiß das ist gemein, da alle mit Antworten mit “Ja,…” sofort in einer Sackgasse stecken.
15.2.2012 um 16:52 Uhr
Bruno Straub
Klimawandel ist immer und überall. Nicht nur da wo ihn die Bildzeitung verortet:
“”Die Zeit läuft uns davon. Schon heute spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Schauen Sie nach Osteuropa, wo aufgrund der Kältewelle zahlreiche Menschen sterben mussten. In mehreren Ländern fielen die Temperaturen auf einen historischen Tiefstand. Leider verstehen viele Leute Klimawandel immer noch falsch und denken, es handele sich nur um Erderwärmung.”" (Naidoo- 2012)
15.2.2012 um 20:58 Uhr
Troll
Cool – im wahrsten Sinne des Wortes – ist das Klima der Kommentare. Bei Greenpeace.de trollen sich die tollen Trolle. Da treff ich lieber Prolle.
13.2.2012 um 23:58 Uhr ·
Arne
I’m commenting in English because my German isn’t good enough.
Good luck battling the paid deniers!
You have an easy job with this book because of the blatantly obvious conflict of interest. It’s absolutely fundamental to tell the story described in ‘Merchants of Doubt’. When I understood we were being lied to, I turned from an environmentally aware but inactive person into a full-time climate activist. I’m sure many young people are slumbering agents of change waiting to be told about the largest and most criminal propaganda effort in human history.
For that, I think you should urgently replace the term ‘Klimaskeptiker’ with denier. Scientists are skeptics. People who are able to look at bucketloads of hard climate science and still deny human-caused global warming, are deniers. I know they will complain, but they don’t deserve to be granted the compliment of ‘skeptic’. Don’t give in.
This is really important!
The soft strategies have failed in the Anglosaxon world. Denial can only be defeated by shaming it ruthlessly.
If you want to have a good laugh at Chris Horner, watch: http://www.youtube.com/watch?v=IQHqgdvXTxE
By the way, I stumbled upon this story through WattsUpWithThat. You might get a tsunami of hateful drivel over the coming hours…
14.2.2012 um 00:22 Uhr ·
Erna
Nun hat es also doch noch den Greenpeace-Blog getroffen. Das der Autor so reagiert ist eigentlich nicht verwunderlich, vertritt er doch genau die selben – angelesenen – Thesen die im Buch diskuttiert werden. Die Diskussion darum ist mehr als müßig, da die Diskussion doch letztlich sich nur im Kreis dreht. Genau die selben Argumente, die man versucht im Buch zu wiederlegen werden erneut vorgebracht um das Buch zu kritisieren. Ich glaubte noch nie wurde so viel “gegutterbergt” und Copy/Paste in der Contra-Presse verwendet wie aktuell.
Argumente, Theorien, Hypothesen von 1000 Experten, Wissenschaftlern oder wen auf immer treffen auf Gegenargumente von 1000 anderen Experten, Wissenschaftlern, etc. die jeder so auslegt wie er es für richtig hält. Insofern hat das Buch ein Ziel dann schon erreicht.
Als Denkanstoß sollten sich mal einige hier fragen, warum von den letzten 10500 Jahren 9100 wärmer waren als die letzen 10 Jahre? Warum haben die Wikkinger in Grönland Ackerbau betrieben und die Engländer vor 800 Jahren erfolgreich Wein angebaut? Warum können die aktuell verwendeten Klimamodelle die letzten 150 Jahre nicht erklären, sollen aber die nächsten 100 Jahre vorhersagen können?
Zur Qualität der Contra-Experten der Zeitungen noch einige Anmerkungen:
ZEIT
Frank Drieschner hat Philosophie und Geschichte und Modernes Leben studiert. Es bewegen ihn besonders Fragen der Medizinethik – Sterbehilfe, Patientenverfügungen, Pflegenotstand.
Christiane Grefe studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Amerikanistik an der Deutschen Journalistenschule in München. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden ökologische und soziale Themen, wofür sie durch ihr “Studium” bestens ausgestattet ist. Eines ihrer bahnbrechenden Bücher “Allergien – Leiden an der Umwelt”, sollte in keiner Hausapotheke fehlen.
Christian Tenbrock studierte Volkswirtschaft und Sozialwissenschaften. Er war beim WDR-Radio und vier Jahre bei den Olympischen Spielen in Seoul. Heute bricht er zu Erkundungen auf im Osten.
FTD
Toralf Staud Jahrgang 1972, verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Umweltgruppen. Zum Journalismus kam er 1989/90 über das Informationsblatt des Neuen Forums in seiner Heimatstadt Salzwedel. Von 1991 bis 1998 studierte er Journalistik und Philosophie in Leipzig und Edinburgh, arbeitete nebenher als Nachrichtenredakteur und Korrespondent, u.a. für die tageszeitung. Von 1998 bis 2005 war er Redakteur der ZEIT, anfangs im Politikressort in Hamburg, später im Berliner Büro. Heute ist er freier Autor, unter anderem für das Greenpeace Magazin. Gemeinsam mit Nick Reimer veröffentlichte er 2007 bei Kiepenheuer & Witsch das Buch “Wir Klimaretter”. Im Mai 2009 erschien sein neues Buch: Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen
Süddeutsche
Christopher Schrader (*1962) ist ein deutscher Wissenschaftsjournalist und Autor. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Schrader vor allem durch sein Buch Darwins Werk und Gottes Beitrag (2007) bekannt, in dem er die Argumente der als christlich-fundamentalistisch eingeordneten Bewegung des Kreationismus sowie ihrem pseudowissenschaftlich gewerteten Pendant des Intelligent Design seine wissenschaftliche Argumente gegenüberstellt.
Anmerkung: Wer als Beruf “Autor” angibt, Jahrgang 1962 ist und sage und schreibe ein Werk veröffentlicht hat scheint ja nicht sonderlich erfolgreich zu sein.
14.2.2012 um 08:38 Uhr ·
He`s back ;)
Um ein Buch zu schreiben benötigst du locker ein ganzes Jahr (kannst ruhig Autoren da fragen) , wenn es sachlich ist und viel recherchiert wurde 2-3.
Okay, du bist also ungefähr 2-3 Jahre Busfahrer gewesen ansonsten seit Jahren/Jahrzehnten sehr aktiv in der “Busfahrer-Bewegung”. Schreibst du dann darein das du mit 15 3 Monate Werbung verteilt hast?
Ich hoffe nicht
Doch das nur zu deiner Anmerkung…
“Als Denkanstoß sollten sich mal einige hier fragen, warum von den letzten 10500 Jahren 9100 wärmer waren als die letzen 10 Jahre?”
Räusper, irgendwo einen Link der diese Behauptung unterstützt?
“Warum haben die Wikkinger in Grönland Ackerbau betrieben und die Engländer vor 800 Jahren erfolgreich Wein angebaut?”
Links? Und ja anscheinend war da anscheinend eine Warmzeit…
Hättest du diesbezüglich nähere Zeitangaben genannt und diese auch mit einem Link bewiesen wäre es mir möglich gewesen hier mit einem Link zu antworten.
Oder doch: http://www.deutschland-im-mittelalter.de/klima-wetter.php#klima
Auch wenn es bessere Quellen gibt
“Warum können die aktuell verwendeten Klimamodelle die letzten 150 Jahre nicht erklären, sollen aber die nächsten 100 Jahre vorhersagen können?”
Bitte einen Link, ansonsten sind es nur Behauptungen
Und nur mit Behauptungen kriegt man das Thema wohl nie durch…
14.2.2012 um 18:33 Uhr ·
Ollie
Hallo liebe Streitgemeinde,
ich als Umweltlaie mit angehäuftem Hobbywissen über das Klima finde die Argumente (ohne den Bericht zu kennen) der Verteter, dass der antropische CO2-Ausstoß keine wesentlichen Auswirkungen auf das Klimageschehen hat, zumindest erstmal einen Gedanken wert. Klimaforscher haben in der Artkis Eiskernproben entnommen, in denen sie messen konnten, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre mit einigen Jahrhunderten Verzögerung dem Temperaturanstieg folgte. Als Erklärung dafür wird vermutet, dass wohl die Ozeane, der größte CO2-Speicher, aber auch CO2-Emissionär, verantwortlich dafür sein müssen. Die Theorie: es wird wärmer in der Atmosphäre, was auf erhöhte Sonnenaktivitäten zurückzuführen ist, die Ozeane werden wärmer und geben mehr CO2 ab, die Konzentration steigt, die Temperaturen nehmen zu. Im Umkehrschluss: die Sonnenaktivität nimmt ab, die Ozeane kühlen sich ab, nehmen wieder CO2 auf (anstatt es abzugeben), die Temperaturen nehmen ab. Außerdem weiß man, dass Pflanzen ab einer bestimmten Temperatur nur noch verlangsamte bis garkeine Photosynthese mehr betreiben, was die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre wohl noch zusätzlich steigert.
Also ich bin kein Klimatologe und weiß auch nicht, wer der Finazier dieser Studie gewesen ist, aber ich finde die Idee, dass nicht die Menge an CO2 in der Atmopshäre, sondern die Aktivitäten der Sonne maßgeblich zur Klimaregulierung beitragen. Denn aktuell macht die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre ca. 0,05% aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Wert maßgeblichen Einfluss auf das Klimageschehen hat.
Ich finde die folgende (von mir erdachte) These zum Klima sehr aufschlussreich: nimmt die Aktivität der Sonne langfristig zu, erwärmen sich die Ozeane, wodurch sich die Atmosphäre erwärmt, was dazu führt, dass die Pole zu schmelzen beginnt. Ist ausreichend Süßwasser in die Ozeane geflossen, wird die Strömungszirkulation in den Ozeanen, welche von der Konzentration zwischen Süß-und Salzwasser geregelt wird, unterbrochen. Es werden keine Warmwassermengen mehr in die oberen und unteren Ozeanregionen mehr befördert, die Ozeane kühlen ab, die Atmosphäre kühlt ab und es die Pole schmelzen erneut zu, was dazu führt, dass mehr Sonnenstrahlen reflektiert werden und eine neue “Eiszeit” beginnt. Ein völlig autarker Prozess, der (ob nun bedingt von meinen vermuteten Kausalitäten ode rnicht) in der Erdgeschichte nachweislich schon etliche Male stattgefunden hat.
Ich habe auch von einer anderen Studie gelesen, in der man den Zusammenhang von Sonnenaktivitätszyklen und antropogenen Hochkultueren erforscht hat. Und interessanterweise stellte man fest, dass zu Zeiten Ägyptens, Roms, der Mongolen und der Maya die Aktivitäten der Sonne äußerst gering waren. Das muss wohl sowohl mit dem Einfluss der Sonne auf den Bioorganismus als auch auf das Wetter zu tun haben.
Ich denke, dass das Klima ein ein Prozess ist, den die Menschen wenn überhaupt, im Ansatz begriffen haben. Es spielen fabei soviele Faktoren eine Rolle, dass es derzeit unmöglich ist, genau Prognosen zu erstellen. Und da hilft nur forschen, forschen und nochmal forschen. Streiten, Zanken und Bocken wollen wir lieber den Kindern überlassen.
In diesem Sinne …
15.2.2012 um 11:29 Uhr ·
supiflo
Nein, der “antropische” CO2-Ausstoß hat ganz gewiss keinen Einfluss auf das Klima.
Ansonsten halte ich es so, daß ich, wenn ich Zweifel habe, wie es hinter der Kurve weitergeht, die Musik lauter drehe und einfach nochmal kräftig Gas gebe.
15.2.2012 um 11:58 Uhr
Ollie
Nachdem ich meinen Text mal wieder vorschnell angesendet und erst im Nachhinein nochmal gecheckt habe, sind mir natürlich wieder einige Textfehler aufgefallen. Besonders möchte ich die Passage, in der es um die Strömungszirkualtion geht, korrigieren: gemeint ist hier, dass das Wasser wieder beginnt zu gefrieren, sollten die Strömungszirkulation unterbrochen werden.
@ supiflo: Ich will damit ja nicht sagen, dass wir als Menschheit nicht schleunigst zusehen sollten, von den fossilen Rohstoffen wegzukommen. Ich persönlich bin vehementer Befürworter von der Erforschung, dem Ausbau und der langfristigen Nutzung erneuerbarer Energien. Dass sich Energiekonzerne in eine blockierende, polemische und zynische Haltung dieser Bewegung gegenüber stellen find eich genauso verwerflich wie jeder andere Naturfreund. Ich möchte damit nur sagen, dass es neue Forschungsstudien gibt, die darauf deuten, dass der Klimawandel nicht und nur sehr gering auf das Wirken der Menschheit zurückzuführen ist. Nichtsdestotrotz sollten wir, allein schon aus dem Grund, dass sich die fossilen Rohstoffen absehbar verbrauchen werden, zusehen, neue, effizientere Energiequellen zu nutzen. Und die Lösung liegt doch, interplanetar gesehen, direkt vor unseren Augen: die Sonne hat eine Leistung von 400 Quadrillionen Watt. Da muss doch langfristig auch was für die Mobbilität zukünftiger Generationen rauszuholen sein?!
Ich finde, wir sollten uns mehr auf die Abholzung der Wälder, die Überfischung der Ozeane, Ölsand und andere problematische Industrieabsichten konzentrieren. Da liegen die Fakten definitiv auf der Hand und wer hier ab- oder rumstreitet, sollte entweder in eine Psychiatrie eingewiesen oder gleich zum Abschuss freigegeben werden. Cheers
15.2.2012 um 13:05 Uhr
supiflo
Abgesehen davon das psychatrische Maßnahmen oder “Abschüsse” nur bedingt zum gesitteten Meinungsaustausch gehören, sind die von dir angesprochenen Probleme (Ölsand, Raubbau usw.) ja auch Teil des Klimaproblems. Aus welchem Grund du dich letztendlich für den Schutz der Wälder und Wiesen ausspricht, soll mir egal sein – nur, wenn wir uns ohnehin alle einig sind, die Natur zu schützen, dann habe ich nicht ganz verstanden, was du mit deinem Posting eigentlich sagen wolltest.
15.2.2012 um 13:27 Uhr
Ollie
??? Ich will damit sagen (wie ich schon sagte), dass es gut möglich ist, dass die vom Menschen erzeugte Menge an CO2 in der Atmosphäre keinen wesentlichen Einfluss auf das Klimageschehen hat und somit die Theorien von Menschen, die diese These vertreten, Gehör finden sollten. Es gab in der Erdgeschichte etliche, heftige Veränderungen des Erdklimas, die unterschiedlichste Ursachen hatten. Sonnenaktivität, die Präzession (Rotation des Neigungswinkels der Erde), selbst die Bewegung des Sonnensystems in der Galaxie hat Einfluss auf das Wettergeschehen auf der Erde. Das sind alles empirische Fakten. Ich sage nur: wenn es Menschen gibt, die behaupten, der antropische CO2-Ausstoß hat keinen maßgeblichen Einfluss auf das Erdklima, sollten wir uns mit dieser Tatsache auseinandersetzen und nicht blind irgendwelche ketzerischen und pseudoidealistischen Parolen brüllen. Es wäre gut vorstellbar, dass wir mit unserem Wirken auf der Erde einen unaufhaltsamen Prozess etwas beschleunigt haben. Aber das der Mensch den Klimawandel allein hervorgerufen haben soll, halte ich zumindest erstmal für bedenklich …
15.2.2012 um 14:16 Uhr
supiflo
Ja, möglich ist das. Aber wenn wir uns doch einig sind, dass es besser ist, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, bevor es zu spät ist, als zu warten, bis man auch die letzten Zweifel ausgeräumt hat, das der Mensch den Klimawandel verursacht hat, worauf möchtest du dann hinaus?
PS: Das Wort heißt anthropogen.
15.2.2012 um 14:24 Uhr
Ollie
Darin sind wir uns nicht einig, denn wie ich sage, ist es möglich, dass wir gegen den Klimawandel nichts tun können, da er Ursachen unterliegt, die vom Menschen nicht verändert werden können. Ich möchte darauf hinaus, dass wir eher das Beste tun sollten, um uns ihn anzupassen. Ich denke, der Grund, warum wir weg von fossilen Rohstoffen sollten ist nicht der, dass wir damit zuviel CO2 ausstoßen, sondern weil sie uns irgendwann ausgehen werden. Und wenn nicht rechtzeitig für eine Kompensation gesorgt wird, dann siehts duster aus.
Worauf willst du denn hinaus?
PS: Danke für die Unterrichtung in Rechtschreibung …
15.2.2012 um 14:45 Uhr
He`s back ;)
Alle fokussieren sich auf das CO², Treibhausgase gibt es aber auch noch andere die (auch) von den Menschen in verschiedenen Bereichen in die Luft abgegeben werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas
Es wird hier (wie so oft) vereinfacht – das bringt niemanden weiter.
Baustellen gibt es überall, und jeder Schritt für das Klima (um mal poetisch zu werden
) ist auch ein Schritt für die Umwelt im Allgemeinen.
Der Klimawandel schadet auch nicht direkt uns, wir werden immer was zu essen haben und Strom für den Ventilator, aber unsere Lebensweise wird teurer werden wenn wir weiterhin unsere Güter aus der Dritten Welt importieren.
Uns könnte alles vollkommen egal sein, ist ja nicht unsere Umwelt die wir verschmutzen – aber irgendwann kommt das auf uns zurück da bin ich mir sicher
Aber genug Moralapostel jetzt
15.2.2012 um 17:04 Uhr
Fangorn
Klimaskeptiker sind also dem Klima als solchem gegenüber skeptisch. Ich gehe noch viel weiter und sage:” Es gibt gar kein Klima.”
Die Sog. “Klimaskeptiker” verfolgen die immer gleiche Strategie, wie wir sie auch schon von den Neoliberalen kennen:
- Ausweichen d.h. heißt nie auf die Fakten und das Argument eingehen,
- Ausnahmen konstruieren, pseudoparadoxe Gegenbewegungen, wie die schon
lange bekannte Folge der Wetterextreme aus dem Zusammenhang nehmen
- Generalisieren und total populistisch übertreiben, auch mal verletzend
- Sich als Opfer darstellen
- Rationalität für sich beanspruchen (Naturalismus)
- Fokussierung auf die stärksten Argumente der Gegner, wie im ersten Fall auf die
vielen wissenschaftlichen UNtersuchungen. Damit wird paradoxerweise das Denken der Klimaskeptiker/Neoliberalen deutlich:
Fazit: Monokausales ich-bezogenes “Denken”. So sieht dann auch die Wirtschaft aus.
Wie langweilig.
14.2.2012 um 12:14 Uhr ·
Erna
@Klemens, @Fangorn
q.e.d.
Sie haben das Buch nicht gelesen sonst hätten Sie diesen Blödsinn nicht geschrieben.
14.2.2012 um 13:23 Uhr ·
Fangorn
Liebe Erna,
nein, so ein Buch lese ich auch nicht. Es ist Ihre Sache, wenn Sie das tun. Hoffentlich sind Sie schon volljährig. Zudem muss ich darauf hinweisen, dass meine Auflistung nicht explizit auf die inhaltliche Frage des längst bewiesenen, und vor allem menschlich verursachten, Klimawandels bezug nimmt, sondern auf die immer gleiche Struktur bestimmter ideologischer Propaganda. An diesen Mustern lässt sich ja grade das Vermeiden des irrationalen Kerns des Nicht-Wahr-haben-wollens feststellen.
Und wenn Sie das Buch gelesen haben, könnten Sie uns an dessen Denkanstößen doch teilhaben lassen. Leider erfährt man davon grade am wenigsten – sondern erhält eine diffuse Auflistung biograhpischer Details von sog. “Contra-Experten” (Contra gegen was? Gegen die Minderheit der Leugner der menschlich verursachten Ererwärmung vielleicht, lol) dessen thematische und beruflichen Details an sich schon diskriminierend zu sein scheinen.
Zu Ihrer inhaltlichen Argumentation:
1. Es gab in der Vergangenheit Klimaschwankungen.
2. Das Klima war meist wärmer als jetzt.
Damit schliessen Sie in keiner Weise die Erderwärmung durch menschlich produzierte Treibhausgase aus. Sie stellen noch nicht einmal einen Bezug her.
Und danke Erna, für Ihren Beitrag! Ich hab da ja noch den Klassiker in meiner Auflistung vergessen: Schuldverschiebung
Das was den Kontrahenten vorgeworfen wird, wird gerne im gleichen Atemzuge in der eigenen Argumentation selber getan.
Nach dem Motto: Sie sind irrational und unhöflich! Nur ich habe Recht: Die Welt ist flach, Sie *#%/!
14.2.2012 um 14:28 Uhr
Fangorn
Nachtrag Fokussierung auf die stärksten Argument der Gegner:
Die rationale, wissenschaftliche Argumentation wird als Hauptgefahr gesehen. Das korreliert selbstverständlich mit der für sich selbst beanspruchten individualistischen/egoistischen und “rationalen” Denkkultur – mit der sich im übrigen Prima rücksichtsloses Verhalten rechtfertigen lässt.
14.2.2012 um 12:19 Uhr ·
Hannah
@sophistoph: Zum Stichpunkt ‘Diffamierung’ und Ihrem Seitenhieb “sagen sie[sic] mir bitte nicht, sie nehmen keine Spenden von ExxonMobil an”: Greenpeace behauptet allerdings, keine Spenden von ExxonMobil anzunehmen. Oder von irgendeinem anderen Konzern oder irgendeiner Partei, oder auch nur von der Bäckerei nebenan. Absolute finanzielle Unabhängigkeit von Firmen und Politik ist eines unserer Grundprinzipien (die anderen sind Internationalität, Gewaltlosigkeit und Überparteilichkeit). Greenpeace hat sogar das Bündnis “Atomausstieg selber machen” verlassen, weil andere Trägerverbände Spenden von Ökostromanbietern annahmen. Wenn wir keine Spenden von Ökostromanbietern annehmen, nehmen wir ganz sicher keine von ExxonMobil.
Aber immerhin zeigt das, dass Sie sich tatsächlich mit Diffamierung auskennen.
14.2.2012 um 13:34 Uhr ·
sophistoph
@Hannah
Ob Greenpeace international auch Spenden direkt von ExxonMobil erhält kann ich natürlich nicht belegen, aber dass Greenpeace dagegen von der European Climate Foundation finanzielle Mittel erhält, ist sicher und bekannt.
Bekannt und sicher ist aber auch, dass die European Climate Foundation Spenden in beträchtlichen Größenordnungen bei der ExxonMobil einsammelt.
Nun ein bischen Verschleierung gehört halt mit zum Geschäft.
14.2.2012 um 14:25 Uhr ·
futzel bu
nö, das ist nicht “sicher und bekannt” sondern eine unterstellung von dir. greenpeace nimmt nur spenden von privatpersonen an. für deine komische behauptung möchte ich einen beleg.
14.2.2012 um 15:26 Uhr
He`s back ;)
Bekannt ist auch dass Exxon sog. “Klimaskeptiker” mal bezahlt hat – mehr dazu unter Lobbyarbeit (http://de.wikipedia.org/wiki/ExxonMobil#Kritik).
Das ein Ölkonzern nicht gut auf Menschen zu sprechen ist die auf die Umwelt achten erscheint mir schlüssig – aber warum sollten sie dann Greenpeace etwas spenden die ja oft genug Exxon (und auch andere Firmen) kritisieren?
Behauptungen brauchen Links – ohne kann niemand sie nachvollziehen
14.2.2012 um 18:12 Uhr
Hannah
Wenn es Sie wirklich interessiert, wie sich Greenpeace finanziert, dann können Sie hier sämtliche Jahresbilanzen der Jahre 2000-2010 (2011 ist noch nicht veröffentlicht) durchlesen: http://www.greenpeace.de/ueber_uns/finanzen_jahresberichte/
14.2.2012 um 19:13 Uhr
sophistoph
@ Hannah
Ja und?
Aus dem Rechenschaftsbericht kann ich nur entnehmen, dass GP mehr als 43 Mio Spendengelder, 3,1 Mio Erbschaften und dann noch Bußgelder sowie jede Menge sonstiger Erträge eingesammelt hat.
Jede Klimaskeptikerorganisation wäre dankbar wenn sie nur einen Bruchteil für ihre aufklärerischen Arbeit zur Verfügung hätte.
14.2.2012 um 20:45 Uhr
sophistoph
Sorry, ich hätte richtig schreiben müssen: Dass die European Climate Foundation über diverse Hedge Fonds, in denen auch ExxonMobil investiert ist, Spenden einsammelt.
Ja oftmals müssen auch Spenden große Umwege machen, um an das richtige Ziel zu gelangen.
14.2.2012 um 20:54 Uhr
He`s back ;)
@sophistoph:
GP beschränkt sich aber ganz im Gegensatz zu den “(Klima-)Skeptikern” nicht nur auf das Klima
GP legt die Spenden offen so weit ich das sehe, die “Skeptiker-Organsisationen” nicht. Deshalb weiß man nie wieviel bei denen auf dem Konto landet
Ich denke die großen Firmen korrumpieren nicht die halbe Bevölkerung um ihre Ziele zu erreichen.
Aber es wird hier und da eindeutig eine gegensätzliche Meinung verbreitet, was mich stutzig werden lässt wenn man doch eigentlich soooo viele Argumente hat.
14.2.2012 um 21:01 Uhr
He`s back ;)
@sophistoph: (teil 2)
Da die ECF eine Stiftung ist es auch möglich dorthin Geld zu spenden.
Das die ECF das Geld an GP “spendet” kann ich nirgendwo lesen (wo haben sie das denn her?) und selbst wenn stellt sich meinem logischen Geist die Frage warum Unternehmen absichtlich (!) an GP spenden sollten und dieses dann auch noch verschleiern. Es hört sich für mich an als ob sie das behaupten wollen
Schade das ich noch nichtmal wissen kann wer wen was überweißt, oder haben sie Links mit denen ich das nachprüfen kann?
Ich weiß das mit Links ist nervig aber so kann jeder alles sagen und niemand kommt weiter…
14.2.2012 um 21:19 Uhr
Energiesparfuchs
GP USA hat Rockefeller-Gelder noch mindestens bis zum Jahr 2001 angenommen. Fragen sie Herr Borgerding von GP. Hat er hier in einem anderen Blog schon bestätigt.
15.2.2012 um 06:21 Uhr
supiflo
Ah, und Rockefeller ist böse und ein Repräsentant des Schweinesystems, oder? Such mal noch ein bissel, du findest bestimmt auch noch Beweise, das Greenpeace Gelder von Mubarak, Pol Pot oder Hitler bekommen hat. Zumindest über Umwege. Die waren noch viel viel böser und gerade Nazivergleiche machen sich immer gut.
15.2.2012 um 12:03 Uhr
kleinerhobit
Es wäre besser gewesen, wenn Herr Vahrenholt sich mal hier infomiert hätte:
http://www.klimafakten.de Das sei auch allen empfohlen, die hier die Aufassung vertreten, das Herr Vahrenholt mit seinem Buch ein großes Werk gelungen wäre.
14.2.2012 um 16:57 Uhr ·
sophistoph
@ kleinerhobit
Oder hier:
http://www.biocab.org/Experimente_zum_Treibhauseffekt.pdf
wo mittels eines verifizierten Experimentes nachgewiesen wird, dass die Märchenstunde des Peter Lemke nur pseudowissenschaftlicher Humbug ist.
14.2.2012 um 17:27 Uhr ·
He`s back ;)
Zu einen Humbug gehört immer ein Motiv (verzeihen sie mir bitte wenn ich gerade nicht die Zeit hab einem mehr als 100 Jahre alten Experiment meine volle Glaubwürdigkeit zu schenken
) – das wäre?
Ich werde mir das PDF nochmal in Ruhe durchlesen – und Post-bezogen Antworten
14.2.2012 um 18:05 Uhr
sophistoph
@ He s back
Sie verfügen über eine treffliche Logik, einmal wollen sie einem mehr als 100 Jahre alten Experiment (Prof. Woods) keine Glaubwürdigkeit schenken , anderseits vertrauen sie blind eine mehr 110 Jahre mehrfach falsifizierte Theorie von Svante Arrhenius.
Dabei stört es sie nicht einmal, dass diese Theorie gegen den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik (Entropie) verstößt. Eine bewundernswerte Logik, aber vielleicht sollten sie es doch lieber einmal mit Astrologie oder so etwas ähnlichen versuchen.
Übrigens wurde dieses Experiment mehrfach wiederholt und verifiziert, ich hoffe sie wissen was das bedeutet.
Gerne freue ich mich auch auf ihre weitere Post, aber ich werde erst wieder ab den 28. in der Lage sein, diese zu beantworten – oder im Laufe des heutigen Abend nach zeitlicher Möglichkeit.
14.2.2012 um 19:44 Uhr
He`s back ;)
@sophistoph:
Das es den Treibhauseffekt de facto gar nicht gibt ist für mich ein völlig neuer Ansatz – alle “Skeptiker” die ich bis jetzt unter die Finger bekommen hab wichen der Frage aus und beschränkten sich beispielsweise auf die (angebliche) Messfehler, Spenden von Ölunternehmen an Forscher, eine Unterschriftenkampagne bei der “Forscher” großen Zweifel an der Erwärmung haben.
Letztendlich waren sie einfach nur absurd misstrauisch.
Argumente blieben auf der Strecke.
Ich nehme einfach mal an das beide Experimente wiederholt wurden, völlig blind
Die größte Frage die sich mir da stellt ist natürlich warum es dann völlig anders bei so einem laut ihnen wohl sehr offensichtlichen Verstoß völlig anders an dt. Bildungseinrichtungen gelehrt wird.
Ich arbeite mich ins Thema ein, da sind 2 Wochen wohl ausreichend
14.2.2012 um 20:48 Uhr
sophistoph
@ He s back
Sorry, aus Zeitgründen möchte ich auf meine bereits hier schon einmal in Netz gestellten Beiträge aus einer Diskussion mit dem User Stefan, zu diesem Thema zurückgreifen.
Hier die die Zusammenfassung aus drei Beiträgen:
1.
….. . Den Treibhauseffekt auf Grundlage einer „gefangenen“ Wärmeabstrahlung gibt es nicht.
Hier die allgemeinverständliche physikalische Erklärung:
Es ist richtig, die Erde strahlt einen Teil der von der Sonne eingefangenen Wärme wieder zurück in dem Weltraum.
Die Vertreter des Treibhauseffektes behaupten, übrigens ohne hierfür Beweise vorlegen zu können, dass diese Strahlung durch sogenannte Treibhausgase absorbiert und teilweise wieder zurück zur Erde gestrahlt werden. Dieses ist physikalisch gesehen blanker Unfug.
Die Infrarote Rückstrahlung, hier handelt es sich um gesichertes physikalisches Wissen und ist in jeden guten Physiklehrbuch nach schlagbar, kann nur im Wellenbereich von 8,5 bis 13 Mikrometer erfolgen.
Doch nehmen wir einmal das sogenannte Treibhausgas CO2. Auf Grund seiner molekularen Struktur kann dieses Spurengas nur infrarote Strahlung mit einer Wellenlänge von 15 bis 17 Mikrometer absorbieren. Auch hier handelt es sich um gesichertes physikalisches Wissen. Praktisch bedeutet es, die infrarote Wärmestrahlung von der Erde im Bereich von 8,5 bis 13 Mikrometer kann ein CO2 Molekül nicht in höhere Schwingungen versetzen und damit erwärmen. Die infrarote Rückstrahlung der Erde entweicht damit ungehindert in den Weltraum.
Dieser eigentlich einfache physikalische Sachverhalt und das allgemeingültige Prinziep wurde auch mit dem mehrfach wiederholten und VERIFIZIERTEN Experiment von Woods nachgewiesen.
Aber selbst wenn durch eine kaum erklärbare Strahlungsverschiebung (Nebenbande) es zu einer Schwingungsanregung und damit Erwärmung eines der sogenannten Treibhausgase kommen sollte, kann hieraus kein Treibhauseffekt abgeleitet werden, denn dieses widerspräche einfach den 2. Hauptsatz der Thermodynamik (Entropie).
Warum?
Unbestritten halten sich die Treibhausgase nicht am Erdboden auf, da könnten sie ja auch überhaupt nichts bewirken. Diese sogenannten Treibhausgase könnten erst in einer bestimmten Höhe zur Wirkung kommen. Aber wie jeder weiß, sinkt mit zunehmender Höhe die Temperatur. Daraus ist logisch zu schlussfolgern, die Treibhausgase befinden sich in einer wesentlich kälteren Umgebung.
Folglich müsste die infrarote Rückstrahlung der Erdoberfläche so stark sein, dass sie die „Treibhausgasmoleküle“ in der wesentlich kälteren Umgebung so weit aufheizt,
dass sie wärmer sein müssten, wie die Erdoberfläche um einen Treibhauseffekt bewirken zu können.
Alles andere wäre ein Verstoß gegen die Entropie, wonach es immer nur zu einen Energiefluss in einer Richtung kommen kann von Warm nach kalt – niemals umgekehrt. Wäre es anders, würde unsere ganzes atmosphärisches System nach den Prinzipien eines Perpetuum mobile ausgerichtet sein. Und glauben sie das wirklich?
2.
Aber kommen wir weiter zu den von ihnen angeführten zu ihren Absorptionsbanden und den Einfluss der Sonne auf unsere Atmosphäre.
Mit Verlaub, was sie da verbreiten ist einfach religiös – pseudowissenschaftlicher Unfug.
Das Albedo der Wärmerückstrahlung der Erde erfolgt in einer Wellenlänge des Infraroten Lichtes von 8,5 bis 13 Mikrometer und in keinen wie auch immer geartetes Kontinuum. Daher mein Tipp: Nehmen sie doch endlich einmal ein Physiklehrbuch in die Hand.
Aber wo sie recht haben, der Peak der Infraroten Wärmeabstrahlung wird tatsächlich in einem Bereich von 10 Mikrometer erreicht.
Weiter ist es gesichertes physikalisches Wissen, C02 kann bis zu einer Temperatur von – 273 bis ca. -75 C° eine Wärmestrahlung im Bereich von 15 bis 17 Mikrometer absorbieren. Daher sollten sie auch hier erst einmal einmal in einem Physikbuch nachschauen, bevor sie weiter diesen pseudowissenschaftlichen Unfug verbreiten. Diese von ihnen angeführten sogenannten Nebenbanden, die bei maximal 15 Mikrometer angesiedelt sind, können bei dem CO2 erst einen Effekt bei unter – 75 C° bewirken und bei diesen Temperaturen wäre es begrüßenswert, wenn das CO2 uns ein wenig erwärmen könnte.
Was sie dann über das von mir angeführte Perpetuum mobile anführen, zeigt lediglich, dass sie den 2.Hauptsatz der Thermodynamik (Entropie) bisher einfach noch nicht verstanden haben.
Der zweite Hauptsatz besagt, dass ein Energiefluss immer von dem höheren zu dem niedrigeren Energiezustand stattfinden kann. Konkret bedeutet es, Energie kann nur in einer Einbahnstraße von warm nach kalt fließen, niemals umgekehrt. Da aber ihre sogenannten Treibhausgase sich Grundsätzlich in einer kälteren Umgebung befinden, sonst könnten sie nach den Gesetzen der Entropie nicht aufgeheizt werden und wären damit auch keine Klimagase mehr, können diese auch keine Energie durch irgendwelche ominösen Rückkopplungen zur Erdoberfläche oder in wärmere atmosphärischen Schichten abgeben. Sollten die Moleküle eines ihrer sogenannten Treibhausgase durch irgendeine weitere ominöse Strahlung im Zustand einer erhöhten Schwingungsfrequenz versetzt worden sein, dann kann es diese „eingefangene“ Wärmeenergie selbst wieder nur an eine kältere Umgebung abgeben, und das wären die noch höheren und kälteren Schichten bis hin hin in dem Weltraum. Ein Umgekehrter Energiefluss wäre ein Verstoß gegen das Gesetz der Entropie. Wenn es nicht so wäre, dann könnten sie auf einen Bergkamm die Turbinen eines Wasserkraftwerkes aufstellen und auf das Wasser im Tal warten, dass es den Berg hinauf läuft und ihre Turbinen antreibt. Aber da wie bereits von mir angeführt, die Energie kann nur von einem höheren zu einem niedrigeren Energiezustand fließen, glauben sie sicherlich auch nicht, dass das Wasser aus dem Tal die Turbinen auf dem Bergkamm antreiben kann.
Und aus genau diesem Grunde (Entropie) kann es den, wie es ja auch das verifizierte Experiment von Woods bewiesen hat, den von ihnen postulierten Treibhauseffekt nicht geben, ansonsten müssten sie die gesamte Physik der Thermodynamik umschreiben.
Was sie dann noch weiter über die Bedeutung der Sonneneinstrahlung schreiben, sorry, ist gelinde gesagt lediglich potenzierter Unfug.
Denn einzig die Sonne liefert die Energie für alle thermodynamischen Vorgänge in unserer Atmosphäre und den Meeren (wenn wir die zu vernachlässigbaren vulkanischen Aktivitäten außer acht lassen).
Nur die Aktivität und die Konjunktion zur Sonne hin, ist zuständig für die warmen und die kalten erdgeschichtlichen Zeiten.
Den kosmischen und insbesondere den Einfluss der Sonne auf unser Wetter und unserer Klimabildung hat gerade Prof. Svensmark mit seinen Forschungsergebnissen und neuesten Experimenten in Cern an dem Elektronenbeschleuniger überzeugend nachgewiesen.
Denn was sie da von ihren angenommenen Rückkoppelungen anführen ist einfach schlichte Pseudowissenschaft, ähnlich wie die Astrologie und hat mit ernsthafter Wissenschaft kaum noch was gemeinsam. Genau wie in der Astrologie können auch sie keinerlei Beweise für die Richtigkeit ihrer Thesen beibringen.
Wenn sie sich dann noch weiter in weit zurückliegende erdgeschichtliche Gefilden verirren, die oftmals viel wärmer waren als das derzeitige Klima, sollten sie doch einmal darüber nachdenken wie konnte sich die Erde abkühlen, war doch in diesen erdgeschichtlichen Zeiten die CO2 Konzentration wesentlich höher. Nach ihrer Logik hätte es niemals zu einer Abkühlung kommen können, da nach ihren propagierten Treibhauseffekt und den damit verbundenen Rückkoppelungen sich das Klima hätte weiter aufheizen müssen. Aber genau das Gegenteil ist geschehen. Das Klima kühlte sich in verschiedenen erdgeschichtlichen Zeit ab, obwohl der CO2 Gehalt der Atmosphäre wesentlich höher lag. Ob dafür nicht die eingeschränkte Intensität der Sonne zuständig war?
3.
Ich möchte nochmals auf den von ihnen verlinkten Jochen Ebel und seinen Thesen zurückkommen.
Herr Ebel liebt es ja, immer, verkleidet im Gewand der Wissenschaft, mit großem Brimborium auf sich aufmerksam zu machen.
Aber ich möchte ihnen an Hand eines einfachen Gedankenexperimentes einmal aufzeigen, welchen Unsinn er eigentlich von sich gibt.
Nehmen wir einmal an, sie haben in ihren Kühlschrank eine gute Flasche Sekt stehen, die so richtig temperiert bei ca. 7 C° oder 280K° gekühlt ist.
Mit diesen eigentlich doch noch recht beachtlichen 280 K° stellt diese Flasche Sekt h eine beachtliche Quelle für die Abstrahlung von infraroten Licht, also Wärmeabstrahlung dar. Wenn sie diese 280 K° warme Flasche dann in einer Kühlbox stellen, die auf 270 K° herunter gekühlt wurde, wird zweifellos die Wärmeabstrahlung der Sektflasche die Kühlbox erwärmen, ich denke da werden sie mit mir einer Meinung sein.
Aber unser Experiment ist ja noch nicht beendet.
Jetzt stellen sie sich einmal vor, sie sitzen in ihrem Wohnzimmer bei einer guten Temperierung von ca. 22 C° oder 295 K° Zimmertemperatur und holen jetzt die auf 280 K° gekühlte Sektflasche und stellen diese auf ihren Wohnzimmertisch. Nach der Theorie von Jochen Ebel müsste jetzt die Wärmestrahlung der Sektflasche mittels Rückkopplungen die Temperatur in ihrem Wohnzimmer erhöhen. Glauben sie das wirklich?
Aber genau das ist genau die Kernaussage der These von Herrn Ebel.
Vieleicht verstehen sie es jetzt, warum es Herrn Ebel so schwer fällt, irgendeinen Beweis für seine Thesen zu liefern.
http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=glossar2.php?stichwort=Gegenstrahlung
14.2.2012 um 21:50 Uhr
Bruno Straub
Ob die Temperatur im Wohnzimmer steigt? – Das kommt darauf an!
Fall A: Flasche bleibt zu: Temperatur steigt. Die entweichende Kohlensäure (CO2) erhöht, wie 10000fach bewiesen, die Temperatur. (Treibhauseffekt)
Fall C: Die Flasche wird getrunken: > Temperatur steigt. Sekt wirkt auf den Kreislauf anregend, (Fett/Alkohol)verbrennung,…. Körper gibt Energie an Zimmer ab.
14.2.2012 um 23:50 Uhr
Bruno Straub
Da hat sich was verschluckt:
Fall B: Flasche wird geöffnet: > Temperatur steigt. Die entweichende Kohlensäure (CO2) erhöht, wie 10000fach bewiesen, die Temperatur. (Treibhauseffekt)
14.2.2012 um 23:56 Uhr
Fangorn
Es ist unlogisch, Jahreszahlen mit der Glaubwürdigkeit der Experimente zu vermischen. Und das Anführen logischer Logeleien, freilich aus dem Zusammenhang gegriffen und von den Fakten ablenkend, kennt man auch aus dem neoliberalen, hier aber “klimaskeptischen”, Gesangsverein…
Wer sich nochmal mit dem Thema (jaja, das böse Klima, vielleicht sollte es nicht besser ganz abgeschafft werden lol) beschäftigen möchte, kann sich hier über die falsche Interpretation der Graphen kaputtlachen:
http://www.biocab.org/Temperature_Variations_from_1979_to_2006.html
Mit sowas kommt man in der Schule auf jeden Fall nicht durch…
Dafür gibs hier nen netten Überblick über die Entwicklung des Klimas und drumherum,etwa auf der Hälfte der Seite unter IV. Treibhauseffekt
(wie auch Wissenswertes über wirtschaftliche und soziale (Fehl-) -entwicklungen):
http://www.jjahnke.net/umwelt.html
14.2.2012 um 20:30 Uhr ·
der Andere
@sophistoph
Ich hab ja echt kurz gedacht, in dem langen Absatz ist jetzt mal was Substantielles, das klang auf den ersten Eindruck schlüssig. Schließlich hat man das Wissen nicht parat, als Nichtphysiker. Aber leider Fehlanzeige. Ich weis ja nicht welches Physikbuch sie zur Hand nehmen, um sich den Strahlungshaushalt der Erde an Hand einer Sektflasche zu rekonstruieren. Aber mit nur wenigen Mausklicks und etwas Geduld bei der Lektüre, lässt sich der Inhalt ihres eingefügten Beitrags schnell in heiße Luft auflösen.
Falls sie mit google nicht zurechtkommen, nur eine der vielen Möglichkeiten:
http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/stellungnahmen/treibhauseffekt.pdf
Gerne können sich mich auch mit harten Quellen überzeugen, auf die sich ihr User Steffan bezieht. Denn nur weil sie das Wort Thermodynamik in ihrem Text verwenden ist es eben noch lange keine wissenschaftliche Beweisführung.
PS: Ich bin mir ihrer Antwort sicher, da sie schon als Nickname ihre Profession klar unterstreichen
14.2.2012 um 23:09 Uhr ·
sophistoph
Nun ich tue ihnen den Gefallen und antworte.
Nun auf diesen von ihnen erneut wieder aufgegriffenen Unfug habe ich bereits im Zuge meiner Auseinandersetzung mit dem User Stefan ausführlich geantwortet. Doch lesen sie einmal selbst wie diese Herren Professoren von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft herum eiern. Einmal wollen sie auf ihre wissenschaftliche Reputation achten aber zum Anderen wollen sie sich auf keinen Fall von den fetten und prall gefüllten Fördertöpfen der Forschungsgelder entfernen. Diese Herren Professoren prostituieren sich wieder besseren Wissens.
Ja und wie will ich etwas berechnen was ich nicht messen kann – Alice aus dem Wunderland lässt diese sonderbaren Pseudowissenschaftler grüßen.
15.2.2012 um 00:01 Uhr ·
sophistoph
Ach ja, was ich noch vergessen habe, Wissenschaftler genau dieser Couleur haben bereits in vergangenen Zeiten ernsthaft berechnet, wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz finden. Leider kenne ich das Ergebnis dieser ernsthaften wissenschaftlichen Berechnung nicht.
15.2.2012 um 00:13 Uhr ·
sophistoph
Da sie offensichtlich an dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik zweifeln, lassen sie sich von der Uni bayreuth überzeugen.
http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/umat/entropie/entropie.htm
15.2.2012 um 00:20 Uhr ·
sophistoph
Sorry, leider muss ich mich jetzt bis zum 28. verabschieden.
15.2.2012 um 00:25 Uhr ·
Hotte
Nicht so schlimm.
15.2.2012 um 08:33 Uhr ·
supiflo
Machs gut!
15.2.2012 um 12:06 Uhr ·
Lars Andersen
Für Euch zur INFO. Das RADIO BREMEN Regionalmagazin macht auf seiner Facebook Seite Werbung für RWE! Da wird einfach so eine Firmenvideo verlinkt!!
Herzliche Grüße,
Lars
buten un binnen
Es ist etwas ungewöhnlich, ein Firmenvideo zu posten – aber da könnt ihr sehen, wie in Korea ein spektakuläres Schiff gebaut wird, das heute in Bremerhaven vorgestellt wird. Es ist ein sogenanntes Errichterschiff. Diese Schiffe verankern sich auf dem Meeresgrund, um die riesigen Bauteile für die Windräder installieren zu können.
Spektakuläres Schiff in Bremerhaven
rwe-videoarchiv.com
15.2.2012 um 13:21 Uhr ·
Erna
Wenn wir schon bei Windrädern sind auch mal dieses Video anschauen http://www.epaw.org/multimedia.php?lang=es&article=b6. Aber VORSICHT, nichts für zarte Gemüter! Gott sei dank sehen wir ja soweit vor der Küste nichts davon und mit dem Auffinden der “Reste” wirds dann auch schwierig.
15.2.2012 um 16:00 Uhr ·
He`s back ;)
Totes wird generell angespült – Plastik, Holz, und Tiere wie man bei den Ölpesten auch sehr schön sehen kann
Und vergleichen sie bitte einen GAU oder eine Ölpest mit einen toten Vogel den es – laut ihnen – geben soll. Jede Energieform hat ihre Schwächen – aber jeder mit gesunden Menschenverstand sollte hier abwägen können.
Außerdem wird das Thema bereits angepackt, und nicht wie die Verschmutzung durch Öl nach Unfällen verharmlost/manipuliert. Bestes Beispiel BP letztes Jahr mit einer Fotomontage – finde gerade kein guten Link, einfach “BP fotomontage” googlen
15.2.2012 um 16:37 Uhr
Erna
@He`s back
Haben Sie das Vidoe sich angeschaut oder wieso reden Sie von Vöglen?
Und ich möchte Sie an Ihre Hausaufgaben erinnern! Die Links müssten ja fürs Erste (falls Sie es ernst meinen) reichen, bei einer vernünftigen Diskussion gibts auch “Nachschlag”.
15.2.2012 um 17:29 Uhr ·
He`s back ;)
@Erna:
Ok, es sind Fledermäuse – das ist natürlich was völiig anderes als wenn das Vögel wären. Oh mein Gott es sind Mäuse die fliegen – und keine Vögel, na dann sollte man wirklich keine Windräder bauen
Woher entnehmen sie dass es sich hierbei um Offshore handelt?
Völlig am Thema vorbei aber wenn es wichtig genug ist ob es Fledermäuse oder Vögel sind frage ich das
zur BP Montage biete ich ihnen Lektüre vom Spiegel, den ich nicht sehr schätze aber sie dürften es ja selbst mitbekommen haben – http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,707643,00.html
Sind die Folgen von Klimawandel, Atomkraft und Ölförderung nicht erheblich größer? Die EE sind einfach zu vielfältig um sie alle zu verteufeln, es tut mir leid.
Nennen sie mir mehr Gründe gegen WIndenergie – hier ein paar Argumente dafür:
1. “atomare Abfallprodukte” werden direkt ins Meer entsorgt (http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitungsanlage_La_Hague#Funktion_und_Betrieb, “…während die vorbehandelten schwachradioaktiven Abwässer unter Missachtung der festgelegten Grenzwerte ins Meer eingeleitet werden: Greenpeace stellte unter Aufsicht eines vereidigten technischen Sachverständigen fest, dass bis zu 63 Mikrometer große radioaktive Partikel eingeleitet würden, wobei laut Betriebsgenehmigung nur eine Größe von 25 Mikrometern erlaubt sei.[1] Über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr würden täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal gespült. Dieser Vorgang ist legal, da nur das Versenken von Fässern mit Atommüll im Meer verboten ist, die direkte Einleitung hingegen nicht.[2]“)
auch illegal entsorgt: http://de.wikipedia.org/wiki/Atomm%C3%BCll#Illegale_Entsorgung
Über die Folgen von Radioaktivität/ Verschmutzung des Wassers (und der Luft) durch die Ölförderung will ich jz nichts sagen, nur das sie deren eines Windkraftrades wohl bei weitem übertreffen.
15.2.2012 um 19:07 Uhr
der Andere
Da es reine Stromverschwendung ist, den Trollen hier weiter Futter zu geben, werde ich es bei diesem letzten post belassen.
Ich denke ich muss keinen überzeugen, der seinen Standpunkt unwiderruflich ein-zementiert hat und der Rest der Leser wird sich denke ich auch ohne weitere gegenseitige Argumetativschlachten seine eigene Meinung bilden können.
Trotzdem nett hier mal ein Bischen Staub auf zu wirbeln und zu sehen mit wie viel Engagement da in die Kommentarspalten gebuttert wird.
15.2.2012 um 21:49 Uhr ·
Bodo Bogatzki
Ist schon interessant zu lesen, welche “wissenschaftlichen Thesen” hier herangezogen werden, um keinen Wandel in seinem Lebensstil in Betracht zu ziehen.
Mein Liebling: supiflo
Zitat: “Nein, der “antropische” CO2-Ausstoß hat ganz gewiss keinen Einfluss auf das Klima.
Ansonsten halte ich es so, daß ich, wenn ich Zweifel habe, wie es hinter der Kurve weitergeht, die Musik lauter drehe und einfach nochmal kräftig Gas gebe.”
Und Sophistoph muss doch von Klimakillern bezahlt werden, bei so viel Unsinn wie er hier verbreitet!
Ein Lob an dieser Stelle an die BetreiberInnen des blog, dass hier nicht zensiert wird. Bei vielen der Kommentatoren wundert mich allerdings, dass sie die Seite von Greenpeace überhaupt aufrufen. Bleibt allerdings die Hoffnung, dass vielleicht doch das eine oder andere bei ihnen hängenbleibt.
16.2.2012 um 14:53 Uhr ·
stefan
den supiflo hast du sicher missverstanden …
16.2.2012 um 15:45 Uhr ·
He`s back ;)
So sehe ich das auch
16.2.2012 um 18:04 Uhr ·
Bruno Straub
Bodo, was vestehst Du unter einem “Klimakiller”?
Einen (Un)menschen, der immer noch meint, in den Urlaub fliegen zu müssen? Oder einen (Gut)menschen, der lieber AKW statt KohleKW abschaltet?
16.2.2012 um 23:58 Uhr ·
Bartholomäus
Bruno, was verstehst du unter einem Gutmenschen? Ein vernünftiger Mensch fängt natürlich bei sich selbst an und verzichtet nach Möglichkeit aufs Fliegen. Urlaubsflüge sind so eine Möglichkeit.
20.3.2012 um 21:14 Uhr
Bruno Straub
Bartholomäus, ….was verstehe ich unter einem Gutmenschen? Das sind Menschen, die weniger an sich denken, sondern an das Wohl der Allgemeinheit (bzw. ihrer Kinder). Wie z.B. 99 % der Greenpeacer, denke ich mal.
20.3.2012 um 22:25 Uhr
Bartholomäus
Das währe ja dann etwas positives. Bruno, dann solltest du aber einen anderen Begriff verwenden. “Gutmensch” klingt in den Ohren der Meisten wohl eher wie “naive Hippies”, also so, wie z.B. Jan Fleischhauer den Begriff “Gutmensch” verwendet. Als Schmähung.
20.3.2012 um 22:48 Uhr
Hägar
An alle Greenpeace Leute
Es ist für uns nicht nachvollziehbar, daß GP auf seiner eigenen Seite, massenweise Kommentare von Klimaleugner zulässt, die zumeist von rechtsradikalem Gesocks, ideologisch verblendeten sowie Koppverlag und PI-news, FDP Schnößeln und ewig gestrigen stammen.
Wir sind entsetzt und enttäuscht das dies möglich ist.
Mit diesen Heinis darf man sich gar nicht erst einlassen, die sind so verblendet, da helfen keine Argumente, dass sind unbelehrbare Fanatiker.
Seit rund 30 Jahren spenden wir für eine gute Sache, angagieren uns in Sachen Umwelt und leben danach und jetzt soll dies alles umsonst gewesen sein weil sich diese Pest diese Seuche , diese Gehirnwäsche und Tatsachenverdrehungen auch noch auf unseren eigenen Seiten ausbreitet.
NEIN, NEIN, NEIN !!! Das machen wir nicht mit.
Wir werden deshalb unsere allmonatlichen Spenden an GP umgehend einstellen.
Wenn ihr diesen Dreck nicht löscht, gibts keine Spenden mehr.
Ein Schreiben an den Vorsitzenden folgt.
eure schwer entäuschten Mitaktivisten
18.3.2012 um 03:56 Uhr ·
Greenpeace Moderator
@Hägar Wir erwarten von allen Blog-Teilnehmern einen fairen und höflichen Umgang miteinander. Das Greenpeace Blog soll Besuchern die Möglichkeit zum Diskutieren geben, das schließt ausdrücklich Meinungen mit ein, die nicht unseren Positionen entsprechen. Wir sind der Meinung, gute Argumente wirken immer besser als Zensur. Nur bei schweren Verstößen gegen unsere Blogregeln behalten wir uns das Löschen von Kommentaren vor.
20.3.2012 um 17:24 Uhr ·
Bartholomäus
… eigentlich kann man doch über diese Verschwörungsheinis doch nur schmunzeln. Bei Rechtsradikalen sieht die Sache allerdings anders aus. Das würde ich auch löschen. Habe ich hier allerdings noch nicht gesehen. Höchstens indirekt, indem verlinkte Seiten wiederum auch zu rechtem Gedankengut verlinken. Links zu Seiten wie Kopp-Verlag oder crash-news oder so ein Blödsinn finde ich auch grenzwertig, dürften aber beim GP-Publikum kaum geistigen Schaden anrichten;-) Das Netz treibt halt so seine Blüten…
20.3.2012 um 21:07 Uhr ·
Bartholomäus
PS: Meinungsfreiheit beinhaltet halt auch die Freiheit, blöd zu sein.
20.3.2012 um 21:08 Uhr ·
Lottina
Es ist allerdings wirklich schwierig, noch eine einigermaßen sachliche Diskussion zu führen, wenn in einigen Themen immer wieder diese Art Beiträge kommen, die jeden anderen Beitrag – oft ohne inhaltliche Prüfung- abqualifizieren, selbst aber teils Wissenschaftlichkeit, die angemehnt wird vermissen lassen. Auch beim online-Bürgerdialog hatte ich den Verdacht, dass hier Teilnehmer nach diesem Prinzip verfahren, um unpassende Meinungen (z.B. bei der Energie) “unterzubuttern”. Da nützen auch gute Argumente nicht.
20.3.2012 um 19:20 Uhr ·
Lottina
Allerdings finde ich, das das kein Grund ist, die Spenden anGP einzustellen. Eher sollte man überlegen, wie diesen (vom Heartland Institut gestützten?) noch besser begegnen kann. Auswüchse wie anderswo, wo man auf den Lehrplan in Schulen Einfluss zu nehmen versucht (s. Evolutionstheorie und Klima im Unterricht verhindern) möchte ich nicht erleben.
20.3.2012 um 19:30 Uhr ·
stefan
… und man sollte sich auch nicht aus dem blog drängen lassen … willkommen zurück, lottina! hab deine nachdenkliche sachlichkeit vermisst.
20.3.2012 um 19:54 Uhr ·
Bruno Straub
Ich kann die Lektüre von Fahrenholt: “Die kalte Sonne” nur empfehlen! Ich will ja nicht sagen, dass der Mann mich überzeugt hat.
Man muß ihn ja auch nicht gleich heiraten.
Nachdenklich hat er mich allerdings gemacht!
20.3.2012 um 23:01 Uhr ·
stefan
dann hast du dich mit der diskussion um den klimawandel noch nicht viel beschäftigt. varenholt hat eigentlich nix neues eingebracht, sondern nur einige thesen aufgewärmt, die an anderer stelle längst ausdiskutiert und – auch wenn’s dem sophi und anderen nicht gefällt – überwiegend abgelehnt wurden.
20.3.2012 um 23:17 Uhr ·
Bruno Straub
stefan, wenn Du den Vahrenholt nicht gelesen hast … die 19,99 Euro lohnen sich!
Ansonsten: In diesem Blog-Beitrag wurden doch die Vahrenholtthesen in keinster Weise diskutiert!
21.3.2012 um 00:09 Uhr
stefan
das ganze buch hab ich nicht und werde ich nicht lesen, dazu ist mir meine zeit zu kostbar. mir reicht ein querlesen, um zu wissen, worüber diskutiert wird. und das ist eben nix neues, wobei vieles auch schon in diesem blog irgendwo angesprochen wurde.
zusammengefasst: varenholt verwechselt wie viele skeptiker kurzfristige temperaturschwankungen mit langfristigen klimatrends. die durchschnittliche erwärmung der letzten jahrzehnte kann man sich wie das ersteigen eines berges vorstellen, wo einige passagen des weges tatsächlich abwärts verlaufen. am ende kommt man aber dennoch immer höher.
seine hauptthesen beziehen sich auf einfluss von sonnenaktivität und kosmischer strahlung. das ist seit svensmark (1997) wirklich nix neues. dessen arbeit haben mittlerweile rund 300 wissenschaftliche (!) quellen zitiert. in der überwiegenden anzahl kommen sie zu dem schluss, dass svensmark diese effekte überschätzt. eine übersicht über diese studien liefern z.b. gray et al (2010). (beide hier angesprochenen artikel sind frei im netz. ich werde sie aber erst in meinem nächsten post verlinken, da dass mit der freischaltung immer etwas dauert.)
dann kommt varenholt – wie nicht anders zu erwarten – auf die politische ebene, und greift das beliebte ziel ipcc an. die meisten der vorwürfe sind schlichtweg falsch, aber bei skeptikern sehr beliebt. hier im blog diskutiert haben wir z.b. über “hockeystick”, wobei in wissenschaftskreisen mittlerweile eigentlich über ein ganzes hockeyteam diskutiert wird, “climate-gate”, meeresspiegelanstieg etc pp.
dass varenholt am ende seine (die eigentlich nicht seine sind) kruden thesen benutzt, um gegen die energiewende zu wettern, sei ihm als nicht unbedeutender teil von z.b. RWE verziehen.
viel heiße luft also. was lässt dich nachdenken, bruno?
21.3.2012 um 07:45 Uhr
stefan
die versprochenen links:
svensmark http://kbar.sitecore.dtu.dk/upload/institutter/space/forskning/05_afdelinger/sun-climate/full_text_publications/svensmark_96_variations%20of.pdf
gray http://scostep.apps01.yorku.ca/wp-content/uploads/2010/07/Gray_etal_2009RG000282.pdf
21.3.2012 um 07:48 Uhr
Till E.
@ sophistoph u.a.:
Ich würde die Erwärmungswirkung durch “Treibhausgase” mal so erklären:
Treibhausgase absorbieren einen Teil der Wärmestrahlung der Erde (also ihrer Wärmeabstrahlung ins All) und erhöhen die Temperatur des Systems Erde solange, bis die abgestrahlte Wärmeleistung (die mit der Temperatur rasch ansteigt) trotz der Absorption der Treibhausgase wieder den Wert der aus dem All (von der Sonne) aufgenommenen Wärmeleistung erreicht.
Natürlich ist das nicht alles und es wird auch andere Effekte geben, die der erwärmenden Wirkung der “Treibhausgase” mehr oder weniger entgegenwirken (das Ganze ist ja sehr komplex), aber am genannten Effekt selbst ändert das nichts.
Woods mag bewiesen haben, daß die Erwärmung von menschlichen Treibhäusern nicht mit der Absorption der Wärmestrahlung durch das Glasdach erklärt werden kann. Aber der Fall Erde ist ja anders geartet, da Konvektion (und Wärmeleitung) hier keine Rolle spielt. Für den Effekt der “Treibhausgase” beweist das also m.E. garnichts.
Ich möchte auch endlich mal verstehen, warum die Temperaturen nach den Warmzeiten immer wieder gesunken sind und ob wir auch diesmal wieder damit rechnen können. Falls der Umschwung durch vermehrte CO2-Festlegung durch Festlandspflanzen während der Warmzeiten und dadurch absinkende CO2-Gehalte ausgelöst worden wäre, könnten wir z.B. wohl eher nicht damit rechnen, weil wir unsere vermutlich effektivsten CO2-Senken (ich nehme an: die Wälder) schon ziemlich abgeholzt haben.
06.4.2012 um 02:25 Uhr ·
sophistoph
Da ich momentan nicht über die Zeit verfüge um ausführlich antworten zu können, verweise ich auf einen Link von Klaus Ermecke der diesen Sachverhalt sehr gut darlegt und beschreibt
http://www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf
06.4.2012 um 09:46 Uhr ·
Till E.
@ sophistoph:
Danke für den von Ihnen gennanten Verweis, der leider alle meine Vorurteile bestätigt: Verzeihung für die Aufregung, aber das ist unlogisches, falsches, dummdreistes, pseudowissenschaftliches Gefasel, bei dem einem Physiker (bin auch einer von der Sorte) die Haare zu Berge stehen!
So weit ich das beurteilen kann ist rein gar nichts von dem, was da angeblich alles über die Nichtexistenz des Treibhauseffektes bewiesen wird wahr!
Die auf Seite 3 genannten “Ergebnissen” sind m.E. leider nur Ergebnisse falschen Denkens… Die Punkte 3 bis 6 sind unbewiesene und falsche Behauptungen, was ich im folgenden an einigen Punkten wohl oder übel näher erläutern werde.
1. Das auf den Seiten 4 bis 5 gemachte Gedankenexperiment zur Wirksamkeit von Treibhausgasen z.B. hat leider einen ganz entscheidenden Haken: in ihm kommen überhaupt keine Treibhausgase vor!!! Deshalb kann dieses Gedankenexperiment leider auch nicht die Unwirksamkeit der Treibhausgase beweisen!!! Bezieht man die Treibhausgase in die Betrachtung ein, so muß man feststellen, was ich in meinem vorigen Beitrag erklärt habe:
“Die Treibhausgase absorbieren einen Teil der Wärmestrahlung der Erde (also ihrer Wärmeabstrahlung ins All) und erhöhen die Temperatur des Systems Erde solange, bis die abgestrahlte Wärmeleistung (die mit der Temperatur rasch ansteigt) trotz der Absorption der Treibhausgase wieder den Wert der aus dem All (von der Sonne) aufgenommenen Wärmeleistung erreicht.”
Für die “Verfechter des Treibhausdogmas” stellt sich gar nicht, wie von Herrn Ermecke behauptet, ein unlösbares Problem. Eine erhöhte Wärmeabstrahlung, für die das CO2 “zusätzliche Energie auf die Erde schaffen” muß, ist eine reine Erfindung des Verfassers. Tatsächlich vermindert (absorbiert) ja das CO2 die Wärmeabstrahlung und diese Minderung wird durch Erhöhung der Temperatur (und folglich Erhöhung der Wärmeabstrahlung) ausgeglichen. Das von Herrn Ermecke deduzierte “Ergebnis” des Gedankenexperiments ist falsch.
2. Angeblich widerlegt das Experiment von Wood den Treibhauseffekt. Tatsächlich beweist es ihn eher!
Wenn man die Sache sehr genau betrachtet ist der Begriff “Treibhauseffekt” für die Wärmwirkung der klimawirksamen Gase zugegebenermaßen irreführend, weil die Wärmwirkung in Glashäusern tatsächlich (wie Woods nachweist) andere physikalische Ursachen hat, nämlich hauptsächlich die Behinderung der sehr viel effektiveren Abgabe der aufgenommenen Sonnenenergie an die Umgebung durch Konvektion.
Nur leider beweist das im Hinblick auf klimawirksame Gase gar nichts, weil das System Erde Wärme nicht durch Konvektion sondern nur in Form von Wärmestrahlung an das Weltall abgeben kann. Ich glaube nicht, daß jemals jemand behauptet hat, daß die Treibhausgase den konvektiven Wärmeaustausch mit dem Weltall behindern! Der Fall Erde liegt anders.
Daß im ersten Experminent von Wood der Behälter mit dem Salzfenster wärmer wurde als der mit dem Glasfenster liegt an der Wärmestrahlung der Atmosphäre an der Erdoberfläche (die der kurzwelligen Sonnenstrahlung an Leistung vergleichbar ist, siehe http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Treibhauseffekt). Diese Wärmestrahlung der Atmosphäre kann den Behälter mit dem Salzfenster aufheizen, den mit dem Glasfenster nicht. Da das System Erde als ganzes im luftleeren Raum liegt, muß man die atmosphärische Wärmestrahlung wie im 2. Experiment von Woods aussperren, um Verhältnisse zu schaffen, die dem System Erde vergleichbar sind. D.h., nur das 2. Experiment von Woods hat einen Aussagewert für die Frage nach dem klimatischen “Treibhauseffekt”!!! Und was ist das Ergebnis des 2. Experiments von Wood? Daß der Behälter mit dem (infrarotabsorbierenden, den Treibhausgasen entsprechenden) Glasfenster etwas wärmer war als der mit dem IR-durchlässigen Salzfenster. Eben!!! Fällt jetzt der Groschen? Der Effekt war klein, so wie ja auch der Effekt der Treibhausgase eher klein ist.
Ich hoffe, meine Erklärungen waren keine Zeitverschwendung. Was tut man nicht alles für einen guten Zweck…
Schönen Karfreitag noch!
06.4.2012 um 13:23 Uhr ·
Till E.
Hier noch ein Verweis auf ein gelungenes Experiment zum “Treibhauseffekt”:
http://www.espere.net/Germany/water/dewatexpgreenhde.htm
06.4.2012 um 15:01 Uhr ·
Till E.
… und hier noch eine ausführliche Erläuterung zum “Treibhauseffekt”, die ich empfehlen kann, die aber leider schon recht umfangreich ist:
http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Treibhauseffekt_Lue_Li_01.pdf
06.4.2012 um 15:18 Uhr ·
Till E.
@ sophistoph:
im zuvor genannten Dokument bitte die Seite 13, Abschnitt “Der Treibhauseffekt und „Klimaschutz“-Protokolle” beachten. Der dürfte Ihnen gefallen.
06.4.2012 um 15:38 Uhr ·
sophistoph
@ Till E
Danke für das Kompliment:“das ist unlogisches, falsches, dummdreistes, pseudowissenschaftliches Gefasel, bei dem einem Physiker (bin auch einer von der Sorte) die Haare zu Berge stehen!“
Aber leider wird dadurch ihr hier vorgebrachter Unfug auch nicht richtiger, auch wenn sie sich im im Besitzzustand des richtigen Denkens wähnen!
Ihre ganze Formulierungskunst erinnert sehr an den Physikclown Jochen Ebel, der sich auch im Besitzzustand des richtigen Denkens glaubt und wähnt, dabei gerne Wissenschaftler mit echter internationaler Reputation wie z.B den Prof. Claus Meier http://clausmeier.tripod.com/u-wert.htm von seiner richtigen Denkweise überzeugen möchte.
Aber bekanntlich kommt wähnen von dem Wort Wahn – nun ich möchte mich aber nicht über ihre weiteren Vorstellungen auslassen.
Erstaunlich ist auch ihre rhetorische Zirkusnummer, indem sie die altbewährten Techniken des Jochen Ebels benutzen, indem sie mehr verwirren als klären.
Wie sie die weltweit verifizierten Experimente von Woods umdeuten – ein Laie mag ja darauf hereinfallen, zumal sie sich hier als Physiker outen um Fachkompetenz damit zu signalisieren, ist einfach atemberaubend. Doch wer zu solch einer Zirkusnummer greift, kann eigentlich kaum noch ernsthaft wahrgenommen werden.
Doch lassen sie uns lieber zu den Inhalten ihres hier proklamierten Unfuges zurückkommen.
Sie behaupten hier:“Ich würde die Erwärmungswirkung durch “Treibhausgase” mal so erklären:Treibhausgase absorbieren einen Teil der Wärmestrahlung der Erde (also ihrer Wärmeabstrahlung ins All) und erhöhen die Temperatur des Systems Erde solange, bis die abgestrahlte Wärmeleistung (die mit der Temperatur rasch ansteigt) trotz der Absorption der Treibhausgase wieder den Wert der aus dem All (von der Sonne) aufgenommenen Wärmeleistung erreicht.“
Das hört sich so allgemein daher gesagt erst einmal für einen Laien nachvollziehbar gut an. Doch schauen wir einmal ob es sich wirklich so verhält.
Um nicht in die Beliebigkeit zu entgleiten, nehmen wir einmal das „bitterböse“ Treibhausgas CO2 um ihre Aussage zu überprüfen.
Nun müssten wir zuerst wissen, in welcher Wellenlänge die Strahlung von der Erde reflektiert wird, weiter in welcher Höhe sich dieses Klimagas aufhält und welche Temperaturen dort oben herrschen. Auch dürfte es ihnen als Physiker nicht unbekannt sein, dass Moleküle verschiedener Stoffe nur einen ganz bestimmten Bereich der Strahlung absorbieren können und diesen sollten wir auch für die CO2 Moleküle benennen.
Weiter sollten wir einmal schauen was die Planckschen Strahlungsgesetze aussagen und hier insbesondere über die Abstrahlung von Körpern mit niedriger Temperatur.
Und bei all diesen dürfen wir nicht den 2. Hauptsatz der Thermodynamik (Entropie) vergessen, der eindeutig den Energiefluss als Einbahnstraße, in diesem Fall von warm nach kalt beschreibt.
Also beginnen wir bei dem Albedo, der Wellenlänge der Strahlung die von der Erdoberfläche reflektiert wird.
Als Physiker werden sie wissen, dass die Rückstrahlung von der Erde lediglich im Wellenbereich von 8,5 – 13 Mikrometer erfolgt.
Weiter werden sie als Physiker es auch wissen müssen, dass CO2 Moleküle lediglich Strahlung im Wellenbereich von 15 – 17 Mikrometer absorbieren können.
Jetzt werden sie sogleich das Zwischenbandenargument einwenden wollen. Aber das geht auch fehl.
Richtig ist es schon, dass auch das CO2 Absorptionzwischenbanden besitzt, die bis zu 13 Mikrometer reichen – aber erst bei einer Temperatur von – 75 °C.
Weiter ist es auch bekannt, wirken die sogenannten Treibhausgase in einer Höhe von 5 – 11 Km Höhe. Hier kann, bei Beachtung der Temperaturgradienten, die Temperatur in 10 Km Höhe durchaus bei – 50° C liegen, aber kaum bei – 75° C.
Und nun kommen wir zu dem zweiten Problem mit der Entropie.
Da ja bekanntlich nach den Gesetzen der Entropie ein Energiefluss nur von einem höheren zu einen niederen Energieniveau möglich ist, erklären sie es doch bitte einmal, ohne den 2. Hauptsatz der Th. zu verletzen, wie sie mit CO2 Moleküle die eine Temperatur von – 50 ° C aufweisen, die Temperaturen in Erdnähe von 15° C erwärmen wollen.
Wenn sie dieses Vermögen – herzlichen Glückwunsch, sie haben das erste funktionierende Perpetuum Mobile beschrieben.
Denn richtig ist, im Einklang mit der Entropie können die CO2 Moleküle eine möglicherweise absorbierte Energie nur an den wesentlich kälteren Weltraum wieder abgeben
Zumal nach den Planckschen Strahlungsgesetzen die Energiedichte der Strahlung von der Temperatur eines Körpers abhängig ist und diese mit der Temperatur des Körpers gleichfalls sinkt. Die Strahlung kalter Körper besitzt daher einfach eine sehr geringe Energiedichte.
Gleichzeitig möchte ich hier noch auf mein Gedankenexperiment mit der Sektflasche, welches den Unfug mit den Strahlungsrückkopplungseffekten offenbart, verweisen.
Richtig ist, bei dieser sogenannten Rückkoppelungen handelt es sich nur um eine These die bisher nicht belegt oder gemessen werden konnte.
Und wie wollen sie eigentlich etwas berechnen, was sie nicht messen können weil es offensichtlich nicht existiert?
So etwas bezeichnet man lediglich als grenzwertige Glaskugelschau und hat mit ernsthafter Wissenschaft kaum noch etwas zu tun.
Erstaunt war ich auch über ihre Verlinkung zu diesem seltsamen Experiment. Nun einmal im Ernst, wenn sie wie behauptet Physiker sind, frage ich mich was sie mit dem in der Verlinkung geschilderten Experiment eigentlich beweisen wollen.
Diese Experiment zeigt doch lediglich auf, was jeder einigermaßen naturwissenschaftlich gebildeter Mensch weiß:Das reines CO2 einen anderen Gradienten bei der Energieaufnahme besitzt, als das uns bekannte Luftgemisch.
Wie wollen sie aus einem Experiment, in dem mit reinen Kohlendioxid gearbeitet wurde, Rückschlüsse auf das Verhalten des CO2 ziehen, welches sich eigentlich nur in einer homöopathisch niedrigen Konzentration von 0,0385 % in der Luft befindet.
Dieses Experiment passt natürlich ausgezeichnet zu ihrer altbewährten Technik: Verwirren statt aufklären.
Interessant ist auch ihre Verlinkung zu dem von mir verehrten Herrn Professoren Lüdecke.
Dabei frage ich mich, was sie eigentlich mit dieser Verlinkung bezwecken wollten.
Sicherlich besteht unter den Skeptikern keine festgelegte Einheitsmeinung und in diesem Fall weicht Herr Lüdecke um Nuancen von der Meinung ab, die die meisten Skeptikern vertreten, was ja auch kein Beinbruch darstellt, denn auf der Seite 13 gelangt Herr Lüders doch zu folgender eindeutigen Aussage: „…. unter der Voraussetzung, dass die in den Arbeiten von Lindzen et al, sowie Pultrige et al mitgeteilten Messergebnisse und Schlussfolgerungen korrekt sind, bedeutet dieses nicht mehr und nicht weniger als das wissenschaftliche Ende einer von Menschen verursachten Klimakatastrophe.
Der temperatursteigernde Einfluss des anthropogenen CO2 wird dann zu dem, was bereits schon seit längeren viele Klimaforscher vermuteten – einen Nulleffekt“
Eine klare und eindeutige Aussage von Herrn Lüdecke, oder finden sie nicht?
Ach so, ich vergaß, hier werden sie wieder anfügen, der Herr Prof. Lüdecke befindet sich nicht im Besitz des richtigen Denkens.
09.4.2012 um 23:01 Uhr ·
Deti
Zitat Hägar: An alle Greenpeace Leute
Es ist für uns nicht nachvollziehbar, daß GP auf seiner eigenen Seite, massenweise Kommentare von Klimaleugner zulässt, die zumeist von rechtsradikalem Gesocks, ideologisch verblendeten sowie Koppverlag und PI-news, FDP Schnößeln und ewig gestrigen stammen.
Und von solchen Leuten nehmt ihr wirklich Geld an ??????? Bitte erklärt mir mal, was der Unterschied zwischen Hägar und einem Fascho ist.
Zitat Hägar: Mit diesen Heinis darf man sich gar nicht erst einlassen, die sind so verblendet, da helfen keine Argumente, dass sind unbelehrbare Fanatiker.
Das nennt mal wohl ein Paradoxum.
Zitat Hägar: weil sich diese Pest diese Seuche , diese Gehirnwäsche und Tatsachenverdrehungen auch noch auf unseren eigenen Seiten ausbreitet.
Na, da da spricht doch der zukünftige Capo des neuen Klim- Gulag.
Ihr merkt schon selbst, dass ihr gefährlichere Mitglieder habt, als Exxon Mobil je werden könnte ?
08.4.2012 um 15:51 Uhr ·
Till E.
Sehr geehrter Sophistoph!
Sie dürfen sich ruhig über die das Zitat von Seite 13 freuen, so hatte ich das ja auch gedacht. Denn ich behaupte ja nicht die Erderwärmung, sondern nur, daß es den sogenannten Treibhauseffekt tatsächlich gibt, d.h. daß abgesehen und unabhängig von anderen physikalischen Effekten die Treibhausgase eine Erwärmung zur Folge haben. Herr Lüdecke kommt zu dem Schluß, und ich widerspreche dem nicht, daß in der Summe der Effekte die Erde durch Treibhausgase nicht erwärmt wird.
Ansonsten kann ich Ihren Ausführungen leider nicht ganz folgen. Z.B.:
Sie zitieren oft den 2. Hauptsatz: “Und bei all diesen dürfen wir nicht den 2. Hauptsatz der Thermodynamik (Entropie) vergessen, der eindeutig den Energiefluss als Einbahnstraße, in diesem Fall von warm nach kalt beschreibt.”
Aber es ist ja nicht das CO2, welches die Erde wärmer als die Atmosphäre macht, sondern die Sonnenstrahlung. Und das CO2 sorgt für Beiträge zur Strahlungsbilanz, die man nicht vernachlässigen kann.
Daher ist auch Ihre folgende Aussage unrichtig: “Denn richtig ist, im Einklang mit der Entropie können die CO2 Moleküle eine möglicherweise absorbierte Energie nur an den wesentlich kälteren Weltraum wieder abgeben.”
Nein, die CO2-Moleküle geben ihre Energie in allen Richtungen, auch zur Erde hin wieder ab.
Wie erklären Sie eigentlich mit Ihrer Betrachtungsweise, daß in einem Mikrowellenofen die Speisen von den kälteren Wänden erhitzt werden?
Sie schreiben: “Als Physiker werden sie wissen, dass die Rückstrahlung von der Erde lediglich im Wellenbereich von 8,5 – 13 Mikrometer erfolgt.”
Nein, die Wärmestrahlung der Erde hat ein kontinuierliches Spektrum mit einem Maximum bei etwa 10 µm.
usw.
Übrigens habe ich voraussichtlich nicht die Zeit, mir hier einen ausführlichen Schlagabtausch mit Ihnen zu liefern. Ich hatte gehofft, Sie mit physikalischen Argumenten überzeugen zu können, aber Sie wissen anscheinend sowieso alles besser.
10.4.2012 um 08:31 Uhr ·
sophistoph
@ Till E
Sehr geehrter Herr Till E,
ihr letzter Hinweis mit der Mikrowelle in Verbindung mit der Entropie zeigt doch wohl, dass es sich bei ihrer Aussage: „ bei dem einem Physiker (bin auch einer von der Sorte)“ wohl nur um eine kleine Eulenspiegelei handeln kann.
Denn als Physiker wüssten sie, dass eine Mikrowelle ein Magnetron als Leistungsoszillator verfügt, der wiederum mit elektrischer Energie betrieben wird.
Hierbei werden mittels elektromagnetischer Wechselfelder die Moleküle durch Dipolmomente in Schwingungen gesetzt, wobei die Effektivität der Energie durch dielektrische Verlustfaktoren bestimmt wird. Oder einfacher ausgedrückt, die Wärmeentwicklung in der Mikrowelle erfolgt direkt durch eine dielektrische Erwärmung der Moleküle im zu erwärmenden (Schwingung) Körper selbst und hat mit irgendwelcher Absorption von Wärmestrahlung überhaupt nichts zu tun. Auch die Gesetze der Entropie werden hier eingehalten, da der Energiefluss vom elektrischen Strom mit einer unstrittig hohen Energiedichte zu den, zu erwärmenden Körper mit geringerer energiedichte stattfindet. Als Physiker müssten sie dieses aber doch wissen, aber na ja, ein wenig Eulenspiegeln gehört wohl mit zum Geschäft.
Auch ihr nächster Punkt zeigt nicht gerade auf, dass sie in der Physik tatsächlich sehr Sattelfest sind.
Wenn sie da behaupten, das Albedo der Erde findet nur in einem Strahlungsbereich von 10 µm statt, ist das einfach Unfug.
Die Rückstrahlung erfolgt in einem Spektrum von 8,5 – 13,5 teilweise werden auch 14 µm angegeben. Lediglich das Optimum der infraroten Strahlung liegt tatsächlich bei 10 Mikrometer.
Und hier kommt ihnen dann weiter einfach die Logik ein wenig durcheinander.
Wenn sie behaupten: …“Nein, die Wärmestrahlung der Erde hat ein kontinuierliches Spektrum mit einem Maximum bei etwa 10 µm“. Dann erklären sie doch bitte gleich einmal, wie soll eine Rückstrahlung von 10 µm von einem CO2 Molekül absorbiert werden können, wenn dieses Molekül nur eine Strahlung im Bereich von 15 – 17 µm absorbieren kann?
Merken sie jetzt, was für einen Unfug sie von sich geben?
Verwundert bin ich auch über ihre folgende Aussage: …“Daher ist auch Ihre folgende Aussage unrichtig: “Denn richtig ist, im Einklang mit der Entropie können die CO2 Moleküle eine möglicherweise absorbierte Energie nur an den wesentlich kälteren Weltraum wieder abgeben.”
Nein, die CO2-Moleküle geben ihre Energie in allen Richtungen, auch zur Erde hin wieder ab.“
Die Konsequenz ihrer Aussage bedeutet, dass der 2. Hautsatz der Thermodynamik (Entropie) für CO2 Moleküle nicht zutrifft und daher umgeschrieben werden müsste.
Wollen sie diesen Schwachsinn tatsächlich weiter aufrecht erhalten?
Eine weitere Meisterleistung lieferten sie mit ihren zwei nachfolgenden Aussagen ab:
…..“Ich würde die Erwärmungswirkung durch “Treibhausgase” mal so erklären:
Treibhausgase absorbieren einen Teil der Wärmestrahlung der Erde (also ihrer Wärmeabstrahlung ins All) und erhöhen die Temperatur des Systems Erde solange, bis die abgestrahlte Wärmeleistung (die mit der Temperatur rasch ansteigt) trotz der Absorption der Treibhausgase wieder den Wert der aus dem All (von der Sonne) aufgenommenen Wärmeleistung erreicht.
OK, damit erklären sie die angebliche Wirkung der Treibhausgase aus der gängigen Sicht der AGW, jedoch in ihrem letzten Posting klingt es wieder ganz anders, da schreiben sie: …“Denn ich behaupte ja nicht die Erderwärmung, sondern nur, dass es den sogenannten Treibhauseffekt tatsächlich gibt, d.h. daß abgesehen und unabhängig von anderen physikalischen Effekten die Treibhausgase eine Erwärmung zur Folge haben. Herr Lüdecke kommt zu dem Schluß, und ich widerspreche dem nicht, daß in der Summe der Effekte die Erde durch Treibhausgase nicht erwärmt wird.“
Toll finden sie es nicht auch? Und genau an dieser Stelle frage ich ich mich, wollen sie lediglich nur verwirren oder haben sie von dieser Materie überhaupt keine Ahnung. Wie kann eigentlich ein Gas ein Treibhausgas sein, wenn es überhaupt nicht zur Erwärmung durch dieses sogenannte Treibhausgas kommt. Diesen offenbar höheren Sachverhalt sollten sie doch einmal allgemeinverständlich erklären.
In meinen vorherigen Posting habe ich bereits mein Erstaunen ausgedrückt, mit welcher Dreistigkeit sie das in der Wissenschaftsgemeinde allgemein anerkannte Experiment von Woods, das mehrfach verifiziert wurde, umgedeutet haben.
Aber genau die gleiche Meisterleistung legen sie zu Tage, wenn sie nachfolgendes Behaupten:….“Für die “Verfechter des Treibhausdogmas” stellt sich gar nicht, wie von Herrn Ermecke behauptet, ein unlösbares Problem. Eine erhöhte Wärmeabstrahlung, für die das CO2 “zusätzliche Energie auf die Erde schaffen” muß, ist eine reine Erfindung des Verfassers. Tatsächlich vermindert (absorbiert) ja das CO2 die Wärmeabstrahlung und diese Minderung wird durch Erhöhung der Temperatur (und folglich Erhöhung der Wärmeabstrahlung) ausgeglichen. Das von Herrn Ermecke deduzierte “Ergebnis” des Gedankenexperiments ist falsch.“
mit dieser Aussage unterschlagen sie in einer kaum noch zu überbietenden Dreistigkeit, dass die Ergebnisse von Herrn Ermeckeauf auf die Auswertung von objektiven Satelittendaten beruhen und nicht wie sie es behaupten eine reine subjektive Erfindung darstellen.
Hier stellt sich wirklich die Frage, können sie eigentlich Wissenschaft von Pseudowissenschaft überhaupt unterscheiden oder agieren sie nur aus rhetorischen Gründen mit diesen Begriffen.
Denn Herr Ermecke arbeitete mit wissenschaftlich ausgewerteten objektiven Daten, doch sie halten mit seltsamen Rückkoppelungsargumenten dagegen, die lediglich eine unbewiesenen These darstellen und auch nicht gemessen werden können. Eigentlich sollte der Grundsatz gelten, was nicht messbar ist, entzieht sich damit auch jeglicher wissenschaftlicher Deutung. Aber dieses scheint nicht für AGW Glaskugeldeuter zu gelten, daher stellt sich wirklich die Frage wer da …….“ unlogisches, falsches, dummdreistes, pseudowissenschaftliches Gefasel,….“ von sich gibt, mir jedenfalls sträuben sich bei ihren Beiträgen wirklich alle Haare.
Nun dass sie bestimmt keine Zeit mehr haben Argumente auszutauschen, ist ja eigentlich nichts Neues und habe ich eigentlich auch so erwartet.
10.4.2012 um 15:03 Uhr ·
sophistoph
Denke sie machen jetzt bestimmt einen auf “Quaschning”
Oder?
10.4.2012 um 21:39 Uhr ·
Till E.
@ Sophistoph
Sehr geehrter Herr Sophistoph,
ich glaube, daß doch eher Sie das Woodsche Experiment mißdeuten.
Wenn ich es richtig verstehe, wollte Wood beweisen, daß die Erwärmung eines Treibhauses nicht von der “Einsperrung” der Wärmestrahlung herrührt. Und das stimmt ja auch. Da ist meine Deutung genauso wie Ihre und die von Wood. Sie jedoch deuten die Experimente auch so, daß sie die Erwärmungswirkung von Treibhausgasen auf die Erde widerlegen. Das ist aber Ihre Deutung und vermutlich nicht die von Wood (der doch vermutlich nicht an Treibhausgase in der Erdatmosphäre dachte).
Das 1. Experiment von Wood zeigt, daß Treibhäuser nicht (zumindest nicht hauptsächlich) vom eingesperrten IR geheizt werden (sonst wäre das Glashaus wärmer geworden) und daß sie nicht nur dem sichtbaren Licht sondern auch einer Wärme-/IR-strahlung ausgesetzt sind (weswegen das IR-absorbierende Glashaus kälter als das “Salzhaus” blieb). Ermecke sagt, daß diese Wärmestrahlung die direkte Wärmestrahlung der Sonne ist. Ist sie auch, aber nicht nur. Der Großteil der Wärmestrahlung entstammt nämlich (nach den überall zu findenden Strahlungsbilanzen) der Erdatmosphäre. Das 1. Experiment sagt daher nichts über die Wärmewirkung der Treibhausgase auf die Erde aus, weil das System Erde/Atmosphäre von außen nur den geringen IR-Anteil des direkten Sonnenlichtes erhält. Glashaus am Erdboden und Sytem Erde/Atmosphäre im Weltall sind nicht vergleichbar.
Filtert man die Wärmestrahlung vorher aus, was nun dem Fall Erde mit Atmosphäre im Weltall entspricht (2. Experiment), werden beide Häuser etwa gleich (aber nicht mehr ganz so sehr) warm (sie erhalten ja auch weniger Wärmestrahlung…), aber das IR-absorbierende Glashaus wird geringfügig wärmer als das Salzhaus. Warum wird das Glashaus geringfügig wärmer als das Salzhaus? Ermecke schweigt zu dieser spannenden Frage. Dabei dürfte die Antwort einfach sein: das Glasdach hält die Wärmestrahlung (wie die Treibhausgase) teilweise zurück und bewirkt dadurch eine leichte Temperaturerhöhung.
Bitte widerlegen Sie, was Ihrer Meinung nach an meiner Deutung nicht stimmt.
Auf den Rest Ihrer schier endlosen und nicht besonders freundlichen Ausführungen kann ich augenblicklich leider nicht eingehen, auch wenn ich das gerne täte.
10.4.2012 um 23:00 Uhr ·