Waldcamp im Spessart: Besuch von den Grünen

23. Februar 2012 · von Martin Kaiser

Am 20. Februar haben Dr. Christian Magerl, grüner Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags sowie Simone Tolle, grüne Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Main-Spessart, die über 20 Greenpeace AktivistInnen bei der Kartierung besucht.

V.l.n.r.: Simone Tolle, Dr. Christian Magerl, Wolfgang Sadik, Martin Kaiser

Sie hatten die Gelegenheit, sich die genaue Methodik für die Erfassung von alten Buchen-Baumindividuen sowie für ganze Bestände genau erklären zu lassen. Greenpeace Kartierungsleiter Wolfgang Sadik führte die beiden Abgeordneten auch in Bestände, in denen im Auftrag des BaySF-Vorstands wertvolle alte Buchenwälder übernutzt oder gar mit Douglasie unterbaut werden. Das alles passiert in einem europäischen Schutzgebiet für bodensaure Buchenwälder.

Greenpeace Campaignerin Gesche Jürgens und ich wiesen auch auf den Schaden für die Spessart Region hin. Wenn hier alte Buchenwälder, die europaweit einmalig sind, schleichend in Mischwälder mit der nordamerikanischen Baumart Douglasien umgewandelt werden, verschwindet ein Alleinstellungsmerkmal für die Region, denn der Spessart ist mit seinen alten Buchen- und Laubholzbeständen einmalig in Europa und Deutschland.

V.l.n.r.: Wolfgang Sadik, Simone Tolle, Martin Kaiser, Gesche Jürgens, Dr. Christian Magerl

Die beiden Grünen brachten uns eine Überraschung mit in den Spessart. Die Weigerung von Ministerpräsident Seehofer, – derzeit amtierender Bundespräsident – Walddaten über den Bürgerwald an ein Bundesprojekt heraus zu geben, wird nun im Landtag über eine Anfrage behandelt. Klasse! Da gehört die Debatte um die Geheimniskrämerei über Bürgerwalddaten auch hin. Es wird spannend, ob Ministerpräsident Seehofer sich nur im bundespolitischen Glanze sonnen will oder an bundespolitische Institutionen und deren Relevanz für die Bundesländer auch glaubt, denn die nationale Biodiversitätsstratgie wurde mit ihm am Kabinettstisch 2007 von der Regierung Merkel verabschiedet. Heute weigert sich die Bayerische Regierung, diese umzusetzen.

Die Arbeit im Wald geht weiter. Tägliche Berichte aus unserem Waldcamp könnt ihr in unserer Blogreihe lesen. Und wer sich in der Nähe von Heigenbrücken aufhält, darf auch gerne mal vorbeischauen. Ihr könnt auch selbst einen Beitrag  dazu leisten, den Wald zu schützen und bei unserer Protestmailaktion mitmachen!

Kommentare

  • Waldfreund

    @Greenpeace
    Gesche Jürgens

    Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass die GP-Argumente sich im Kreise drehen. Ständig wird eine “neue Sau durchs Dorf getrieben” ohne das sich ein neuer Erkenntnisprozess abzeichnet.

    Die aktuell ins Netz gestellten Bilder der “Waldexpertin” Gesche Jürgens thematisieren den gleichen Vorgang wie bei den ersten Bildern bzw. Video. Nur hat der/die Fotograf/in diesmal versucht, durch eine geschicktere Perspektive weniger Angriffsfläche für Kritiker zu bieten.

    Gleichwohl, der aufmerksame Beobachter entdeckt wie bei den ersten Bildern sowohl Saatrillen und auf einem Bild an dessen Rand einen Forstkulturzaun zum Schutz der Saat vor Wildverbiss. Hier schließt sich der Kreis und wir fangen wieder von vorne an.

    Es handelt sich um eine Eichensaat und nicht um einen Kahlschlag etc.,etc…..
    Weitere Einlassungen hierzu und anderer angeblicher Missstände können älteren Blogbeiträgen div. Kommentatoren entnommen werden.

    Gleichzeitig stehen seitens GP nach wie vor die Beantwortung zahlreicher kritischer Kommentare aus.

    Es wäre der GP – Glaubwürdigkeit dienlich, wenn diese Fragen mal dem Versuch einer Beantwortung zugeführt würden.

    23.2.2012 um 20:18 Uhr · Antworten

    • Bilbo Beutlin

      Damit die Eichen in fein säuberlichen geraden Rillen ausgesät werden konnten, musste die Fläche doch wohl vorher erst kahl geschlagen werden.

      24.2.2012 um 11:15 Uhr · Antworten

  • jennerwein

    Liebe GP-Gemeinde,
    auf Grund der Tatsache, dass ich zu dem Bildreport von Frau Jürgens und Frau Erbrich, keinen Kommentar veröffentlichen kann, schreibe ich meine Gedanken unter diesen aktuellen Blog-Eintrag von Herrn Kaiser. Ich fände es im übrigen schön, wenn die Möglichkeit Bestände direkt zu diesen Bildern Stellung zu beziehen. Zu den von Frau Jürgens kritisierten Punkten, wurde in den vergangenen Tagen auch schon ausführlichst und heftig argumentiert. Jedoch wurde meines Erachtens nach seitens GP keine Berücksichtigung für die Argumente der Gegenseite ernsthaft gelesen. Wäre dies der Fall, so wäre aus fachlicher Sicht die Diskussion um Neophyten, Kahlschläge, Saatflächen und kaputte Waldwege nicht mehr nötig. Mehrere studierte Fachleute haben hier ihr Fachwissen erläutert.

    Zu Punkt 1: Die BaySf missachten ihre eigenen Schutzkriterien…
    Dies ist eine Unterstellung welche man m.E.so nicht stehen lassen kann. Die Bestände welche sie kontrolliert haben, wurden teilweise aus der Nutzung genommen. Desweiteren ist nur noch eine Einzelstammnutzung angestrebt. Ein Besuch dieser Flächen und Gespräche mit Fachleuten unterstreichen dies. Der Heisterblock weißt trotz “profitorientierter” Nutzung einen sehr hohen Eichen und Buchentotholzanteil auf. Sowohl stehend als auch liegend. Würde die Forstwirtschaft den Naturschutz aus ökonomischen Gründen mit Füßen treten, wie sie es hier permanent beschreiben, wären sehr viele der nun verrottenden Eichenabschnitte auch noch nutzbar gewesen. Dies geschah aus Artenschutzaspekten nicht.

    Zu Punkt 2: Es wäre selbstverständlich möglich, die Bestände mit der heimischen Fichte zu bepflanzen. Dies ist nicht nötig, da sich diese sehr oft natürlich verjüngt. Somit bedarf sie keiner Pflanzung. Die Douglasie ist sicherlich eine fremde Baumart welche nicht natürlich in unseren heimischen Wäldern aufwächst. Warum die Forstwirtschaft dennoch auf sie setzt ,hat u. a.auch natürlich zum Grund Geld zu verdienen. Warum auch nicht? Es sollte jedem Verantwortlichen klar sein, dass die Douglasie nicht in Monokulturen wie früher bei der Fichte üblich, gepflanzt werden sollte; aber schon als Beimischung. Ich gehe mit ihnen überein, dass dies unter Überwachung geschehen muss. Weder sie noch ich wissen aber, wie die heimische Fichte auf den Klimawandel reagieren wird. Wird sie in niederschlagsarmen Regionen ausfallen, so muss ich als Waldbauer u.a. auch um finanzielle Einbußen fürchten. Das Prinzip der Risikostreuung hat hier oberste Priorität. Ein Mischwald, kann Ausfälle durch den Klimawandel besser verkraften, als eine Monokultur. Ein viel kritisierter Punkt ist der, dass die heimische Flora und Fauna nicht an die Dgl angepasst ist. Neueste Untersuchungen der LWF beweisen, dass über 300 Arten an eingebürgerten Douglasien leben.

    Erneut führe ich folgendes Beispiel an.
    Beispiel 1 : Die Welternähungshoffnung Soja würde auch nicht in Südamerika auf abgeholzten Primärwäldern wachsen. Es wurde dort eingebracht, weil die asiatischen Anbauflächen den weltweiten Bedarf nicht decken und die einheimischen Bauern auf hohe Erträge hoffen. Ich hoffe sie berücksichtigen Aspekte wie diesen, wenn sie den einheimischen Waldbesitzer dafür verdammen. Meines Erachtens aus ökonomischen Gründen
    Beispiel 2:
    Auch Greenpeace ist auf ökonomisches Handeln angewiesen. Frau Westerhaus beschrieb sehr schön, warum die sterbende spessartsche Tourismusbranche nicht von GP Aktivisten gestützt werden kann. Greenpeace fehlt einfach das nötige Geld um alle Zeltbewohner in Pensionen und Hotels unterzubringen. Sind sie Profitorientiert? Weil sie daran interessiert sind mit ihrem geringen Kapitalansatz den maximalen Ertrag zu erzielen?

    Zu Punkt 3: Die Bilder zeigen wieder keine Kahlschläge. Sondern Saatflächen…
    Die Bilder welche unter Frau Jürgens Beitrag kursieren, wurden abermahls sachlich falsch ins Netz gesetzt. Diesmal fast sogar geschickter als letztes mal. Gott sei dank nur fast. Auf allen 4 Bildern ist wieder keine Kahlschlagswirtschaft zu sehen, welche Greenpeace verzweifelt versucht der BaySf anzudichten. Definition Kahlschlag: Vollständige Räumung der Bestandesfläche. Quelle: Jedes Waldbaubuch. Auf allen Bildern sind immer noch Samenbäume und Überhälter zu sehen. Desweiteren sind die Flächen Saatflächen. Bild 4 beweist dies. Auf diesem ist am unteren Bildrand eine Zäunung zu sehen. Wieso zäunt die BaySf diese Fläche? Wer genau hinsieht, sieht eine Eichensaat. Bzw. viel mehr die Saatrillen Die kostspieligste Variante einer Bestandesbegründung. Die Eiche benötigt dieses Licht um aufzuwachsen. Deshalb wurde der Bestandesschirm in dieser Art und Weise aufgelichtet. So langsam beschleicht mich ernsthaft der Eindruck, dass sie überhaupt kein Interesse haben, ihre waldbaulichen Defizite öffentlich zuzugeben.

    Fazit: Der von ihnen zu Recht als besonders beschriebene Spessart, ist seit Jahrhunderten ein Wirtschaftswald, welcher nach klaren Prinzipien genutzt wird. Die von ihnen geforderten Flächenstilllegungen, sind auch aus Gründen der Biodiversität als sehr fragwürdig zu sehen. Legen wir die Flächen still, so wird sich ein Buchenwald durchsetzen. Mit dem verschwinden der Eiche und ihrer aus naturschutzfachlicher Sicht interessanten Bewohner, wird es vorwiegend Arten geben, welche vorwiegend an die Buche angepasst sind.Eremit, Balkenschröter Hirschkäfer, Nashornkäfer etc.pp werden Hand in Hand mit der Eiche nahezu verschwinden. Allesamt Rote Liste Arten. Desweiteren setzen sie permanent jeder fachlichen Argumentation Totschlagargumente wie die CO² Senke, “zerfahrene Waldwege”entgegen und loben das aus ihrer Sicht über allen Dingen stehende FSC-Zertifikat.(Herr Cetinköprülü hat hier durchaus kritische Aspekte zum Besten gegeben) entgegen. Legen wir die Wälder still und bewirtschaften wir die Wälder nicht mehr, so stimmt es, dass Totholz im Bestand verbleibt. Jedoch gebe ich ihnen zu bedenken, dass dieses Holz auch verrottet und während dieses Prozesses auch wieder CO² in die Atmosphäre gelangt. Wäre es nicht sinnvoll, dieses Holz zu nutzen und zu verarbeiten? So bindet langfristig gebundenes Bauholz mit Sicherheit nachhaltiger CO² als jede vermodernde Baum im Wald. Das soll jetzt kein Aufruf sein, die Wälder leer zu fegen um CO² zu binden…
    Sie gehen in keinster Weise in ihren Forderungen darauf ein, wie sie die wegfallenden Holzmengen des Spessarts substituieren wollen. Deutschland ist Holzimportland. Der Holzmarktbericht des BmELV beweißt dies. Darüber sollte man sich vor dem Lostreten der Lawine schon mal Gedanken gemacht haben.
    Seit Tagen warten wir auf die Ideen zur Holzsubstitution von Greenpeace welche seitens Frau Westerhaus versprochen wurden.
    Permanent wird seitens GP Fakten und Transparenz gefordert, jedoch bewegt sich GP selber nicht im Rahmen der von ihnen geforderten Verhaltensweisen.
    Aus waldbaulicher, argumentatvier und menschlicher Sicht, hat GP wesentliche Blößen gezeigt, welche meiner Meinung nach mit aggresiver, populistischer Meinungsmache nivelliert werden sollen.

    23.2.2012 um 20:20 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Jennerwein, Du redest von 4 Bildern. Ich sehe nur 2 (und keine Saatrillen, sondern nur schöne Menschen)

      23.2.2012 um 21:48 Uhr · Antworten

    • Volker

      @ Jennerwein
      zu Punkt 1 – Wo sind denn genau die aus der Nutzung genommen Bestände im Spessart, von denen Sie reden? Das Anstreben einer Einzelstammnutzung ist doch keine aus der Nutzung nehmen geschweige denn eine Unterschutzstellung. Die Details zu den dokumentierten Fällen sind doch in dem heutigen veröffentlichten Report nachzulesen http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/Report_Zerstoerung_alter_Buchenwaelder_in_Bayern.pdf

      23.2.2012 um 22:29 Uhr · Antworten

      • jennerwein

        Die Fläche Eichhall ist über 400 Jahre alt und wurde 2002 aus der Nutzung genommen.
        http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf

        Fall 1-3 sind komplett Eichensaatflächen. Es wird seitens GP erwähnt dass die BaySf auf diesen Flächen die teuerste Verjüngungsmethode überhaupt gewählt hat.
        Um diese Pflanzung FLÄCHENDECKEND aufwachsen zu lassen ist es zwingend notwendig dieser soviel Licht wie möglich zu geben. Jedes Waldbaubuch gibt dem Praktiker hier recht. Eiche ist eine Lichtbaumart welche diesen Grad der Freistellung benötigt. Unsere Vorväter, denen Greenpeace diese heutigen Wälder mit hohen Eichenanteil zu verdanken haben, handelten exakt so um die Eiche zu den heutigen Dimensionen zu erziehen. In ca. 40 Jahren werden unter die Eichen wieder Buchen eingebracht , um einen Unterbau mit all seinen dienenden Funktionen nutzen zu können.

        Fall 4-6 Douglasienpflanzung
        Ich verweise auf die Broschüre der L’WF
        http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/59/59.pdf
        Für mich als Waldbewirtschafter sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen

        Fall 7:

        Die Schäden welche durch ein Seilzugverfahren im “geschützten” Bestand entstehen können, sollte den Waldexperten bei Greenpeace bekannt sein. Desweiteren würde mich interessieren, ob GP eine Zählung des Verkehrsaufkommen an der Staatsstraße gemacht hat. D.h. Auslegungssache. Die Verkehrssicherungspflicht geht vor Naturschutzaspekten. Ich bin gespannt, wie die Beteiligten schauen, wenn sie je nach Ziel einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen dürfen.
        Ich bin zutiefst erschüttert, wie einseitig hier die Berichterstattung seitens GP abläfut.

        23.2.2012 um 23:12 Uhr

    • Sara Westerhaus

      @ alle: Sandra Hieke hat für euch Fragen beantwortet:

      Frage: Wie soll unserer Ansicht nach das in den Laubwäldern eingeschlagene Holz, gegen dessen Einschlag wir protestieren, ersetzt werden?

      Greenpeace protestiert nicht gegen den Einschlag in Laubwäldern: wir fordern einen Einschlagstopp in Buchenwäldern über 140 Jahre (lediglich 2-3% der deutschen Waldfläche sind Buchenwälder, die im Bestandesmittel älter als 140 Jahre sind). Zudem gilt die Forderung nach einem Einschlagstopp lediglich für Wälder in öffentlicher Hand, also insgesamt für einen BRUCHTEIL der Wälder in Deutschland!
      Ein Großteil des Buchenholzes aus unseren Wäldern wird exportiert. Nur rund 20% des eingeschlagenen Buchenholzes werden als Stammholz genutzt, rund 40% werden energetisch genutzt. „Unser Buchenholz“ dient also schon heute kaum dem eigenen Bedarf, sondern vorwiegend dem Export – wenn es nicht sogar verfeuert wird.
      Deutschland ist somit ein Nettoausfuhrland und exportiert mehr Holz, als importiert wird. (vgl. http://literatur.vti.bund.de/digbib_extern/bitv/dn049040.pdf).
      Während 2010 schätzungsweise 128,2 Mio m³ (r) Holz- und Papierprodukte aus Deutschland exportiert wurden, wurden im Gegenzug 122,9 Mio m³ (r) importiert, um unseren Bedarf zu decken. Der Einschlagstopp in Buchenwäldern, die älter als 140 Jahre sind, wird also nicht zu einem Engpass in der Holzversorgung führen!
      Laut Angaben des vti (Quelle Seintsch 2011, http://www.forstliches-bildungszentrum.nrw.de/10_Aktuelles/Arnsberger_Waldforum_2011/06_Seintsch_Buchenurwaelder.pdf) sind rund 20% des inländischen Rohholzaufkommens (ohne Außenhandel) Laubholz (etwa 13,7 Mio m³), davon werden rund 10% als Stammholz, 20% als Industrieholz und 70% energetisch genutzt. Eine Entwicklung, die großen Einfluss auf die Forswirtschaft hat: wird doch der Stammholzpreis erheblich durch die verstärkte Nachfrage nach Energieholz gedrückt!

      Frage: Wie wollen wir vorbeugen, dass vor dem Hintergrund Ihrer Forderung die Waldbesitzer in Zukunft ihre Laubwälder einschlagen, bevor die 140 Jahre erreicht sind?

      Integrative Naturschutzkonzepte (die das Belassen von Biotopbäumen, Prozesschutzflächen, Altholzinseln,…beinhalten) auf 90 Prozent der Waldfläche Deutschlands sollten insbesondere für den öffentlichen Wald eine Selbstverständlichkeit sein.
      Unsere Forderungen nach einem Einschlagstopp in den Buchenwäldern, die über 140 Jahre alt sind, sowie 10% der Wälder der öffentlichen Hand aus der Nutzung zu nehmen betreffen die privaten Waldbesitzer nicht.

      Die weiteren Fragen liegen unseren Waldexperten vor und werden alsbald beantwortet. Wie bereits mehrfach gesagt, sind diese oft im Wald unterwegs, so dass es manchmal etwas dauern kann – wir danken für euer Verständnis!

      Weiterhin finden sich viele Antworten auch in unserem neuen Report “Zerstörung alter Buchenwälder in Bayern – Der Fall Spessart: Wie ein einzigartiger Bürgerwald verschwindet” http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/Report_Zerstoerung_alter_Buchenwaelder_in_Bayern.pdf

      27.2.2012 um 15:32 Uhr · Antworten

      • Waldfreund

        @ Sara Westerhaus

        Sehr geehrte Frau Westerhaus,

        leider funktionieren die von Ihnen angebenen Links außer dem GP – Link z. Z. nicht.
        Insofern kann ich die von Ihnen angebenen Quellen nicht nutzen.

        In zweien meiner zurückliegenden Kommentare habe ich bereits auf den “offiziellen”
        Link

        http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/Wald-Jagd/Holzmarktbericht-2010.pdf?__blob=publicationFile

        zum Holzmarktbericht des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hingewiesen.

        Daraus geht doch klar hervor, dass Deutschland ein Holzeinfuhrland ist.

        Die von Frau Hieke angeführten Zahlen halten einer Überprüfung kaum stand.
        Im deutschen Wald wurden im Jahr 2010 lt. Holzmarktbericht (Seite:6) 54.418 Mio m³ Holz eingeschlagen.
        Die Einfuhren von Rohholz (und nur darum geht es bei einem sauberen Vergleich) lagen im Jahr 2010 für Nadelholz bei 6.488 Mio m³ und 341 Tsd für Laubholz.
        Die Ausfuhren lagen beim Rohholz für das Jahr 2010 beim Nadelholz bei 2.408 Mio
        m³ und beim Laubholz bei 903 Tsd m³ (siehe Tabelle 8+9 des Holzmarktberichtes). Im Saldo ergibt das einen IMPORTÜBERHANG von 3.518 Mio m³!!!!!!!!!!!!!!

        Ihre Rechenart hat u.a. deshalb einen Fehler, weil bei Ihnen die Entwicklung von Lagerbeständen z. B. aus Vorjahren nicht berücksichtigt werden.
        Nochmals: In der Diskussion über die strittig diskutierte Leistungskraft unserer Wälder sind doch nur zwei Werte von Bedeutung: Wird in Deutschland mehr Holz
        verarbeitet oder verbraucht als durch den Holzeinschlag aus deutschen Wäldern bereitgestellt wird? Und danach steht fest – Deutschland ist ein Importland!!!!!!

        Die Behauptung von Frau Hieke, dass “kein Holzengpass bei der Herausnahme von 10% der öffentlichen Wälder aus der Bewirtschaftung zu befürchten wäre” ist
        ganz einfach sachfremd.
        Ihnen geht es doch ausweislich der “GP – Spessartaktion” insbesondere um die Unterschutzstellung der Laubwälder – hier speziell der Altbuchenwälder. Nach der von Ihnen angegebenen Fläche von “nur” 2 – 3% der deutschen Waldfläche für Totalschutz würde das eine Fläche von ca. 220.000 – 330.000 Hektar Wald bedeuten – und das hauptsächlich Buchenalthölzer!

        Der Ausfall an in der Hauptsache Buchen- oderEichenstarkholz läge überschläglich bei 1.32 – 1.98 Mio m³/a. Das wäre ein absoluter Engpass und müsste durch Einfuhren kompensiert werden. Wo kommen alternativ diese ausgefallenen Holzmengen her?
        Ich frage mich wirklich, wo bei Ihnen oder Frau Hieke eigentlich größere Holzmengen anfangen?

        Starkes Stammholz kann man auch nicht einfach durch Schwachholz ersetzen.
        Aus Brennholz oder Industrieholz kann man nun mal keine Möbel oder Fußböden machen!

        Ich habe auch noch eine Anmerkung zu Ihren Ausführungen hinsichtlich der anfallenden Buchenstammholzmengen und deren Holzpreise:

        Der z.Z. niedrigere Stammholzpreis für Buchen ist nicht durch die Nachfage nach Brennholz beeinflusst! Vielmehr verhalten sich die Waldbesitzer marktzyklisch beim Holzeinschlag. Weil die Nachfrage nach Stammholz z.Z. niedriger ist als in den Vorjahren, wird dementsprechend auch weniger Stammholz eingeschlagen. Stattdessen wird in die Pflege der jüngeren und damit schwächeren Buchenbestände investiert, in dem sie verstärkt durchforstet werden. Und das ist deshalb wirtschaftlich interessant, weil die Holzpreise durch die Nachfrage nach Brenn- u. Industrieholz gestiegen ist. Deshalb ist auch in der Holzmarktstatistik 2010 der Brenn- u. Industrieholzanteil gestiegen und der Stammholzanteil gesunken – so wird ein Schuh draus!!!!!!!

        Letztlich noch eine Anmerkung zu dem von Ihnen kritisierten Buchenstammholzexport:
        Haben Sie eigentlich Zahlen darüber parat, wieviel dieses exportierten Holzes als
        Fertig- oder Halbfertigprodukte wieder auf unseren oder europäischen Märkten auftaucht? Stichwort zu China: “Werkbank der Welt”

        27.2.2012 um 18:13 Uhr

  • jennerwein

    ps: ich habe noch eine Frage bezüglich ihres ortstermins… Wäre es nicht im Sinne einer Diskussion Sinnvoll, den verantwortlichen Forstamtsleiter einzuladen? Er hätte den beiden Abgeordneten sicherlich sehr gerne seine Gedanken vorgetragen.

    23.2.2012 um 20:33 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @jennerwein,

    Eremit, Balkenschröter und Nashornkäfer sind nicht an die Eiche gebunden. Bitte nachlesen!
    Zur Douglasie: Sie gehört nicht in Schutzgebiete, genauso wenig wie der Nandu in unsere Vogelschutzgebiete, auch wenn der fetter ist und sich besser nutzen ließe!
    Die Veröffentlichung mit den 300 Arten möchte ich sehen: So weit ich weiß, haben wir einige Schädlinge aus Nordamerika importiert (z.B. Douglasienwolllaus), die uns vielleicht bald andere Probleme bereiten. Wie leichtfertig man fremdländische Arten und ihre Schädlinge verbreitet hat und welche Folgen das hatte, lasst sich überall nachlesen. Lesenswertes und wenig bekanntes Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanische_Kastanie
    Sonst geht der Hallimasch daran und ein paar Arten haben bereits daran genagt und sich z.T. den Magen verdorben. Ich brauche einen Link oder die Quelle! Außerdem ist es naiv zu glauben, die Douglasie beeinträchtige das jeweilige Waldökosystem nicht. In Schutzgebieten sollte man -dem Schutzzweck zuliebe- auf unnötige Beeinträchtigungen verzichten. Wir, ein reiches Land, schaffen das nicht einmal in unseren paar sogenannten Schutzgebieten, tauchen aber auf irgendwelchen Konferenzen auf und erzählen anderen Ländern, sie sollen doch ihre Schutzgebiete unberührt lassen.

    23.2.2012 um 21:51 Uhr · Antworten

    • Ralf

      Eine ergänzende Frage: Sind die auf Douglasien auf dem Bild eingezäunt? Ohne Schutz geht es bei uns nicht, denn die werden gerne verbissen.

      24.2.2012 um 05:51 Uhr · Antworten

      • jennerwein

        Stachelschutz…

        24.2.2012 um 08:18 Uhr

  • jennerwein

    @ralf: na mal sehen, was das unwissenschaftliche wikipedia dazu sagt…
    Nashornkäfer
    Das Männchen der Nashornkäfer trägt ein nach hinten gebogenes Horn, während die Weibchen ein kleineres glattes Hornschild aufweisen. Die Farbe des soliden, in der Mitte zweigeteilten Panzers ist rötlich-braun. Die erwachsenen Käfer sind zwischen 20 und 40 Millimeter lang und können fliegen. Die bis zu 12 Zentimeter langen Larven entwickeln sich in EICHENwäldern in vermodernden Baumstümpfen, zuweilen befinden sich Entwicklungsstätten aber auch in Sägemehl oder Kompost. Dieses Stadium dauert, abhängig von den Lebensumständen, bis zu fünf Jahre. Danach verpuppen sich die Larven in hühnereigroßen Kokons aus Lehm und Sägemehl.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nashornkäfer

    Eremit:
    Die primären Lebensräume des Käfers sind Auwaldreste (Hart- und Weichholzaue) sowie EICHEN und HAINBUCHENWÄLDER. Es ist anzunehmen, dass entsprechend der Ausdehnung dieser Auwälder das Tier ursprünglich in ganz Mitteleuropa in tieferen und mittleren Höhenlagen überall verbreitet war. Durch den Einfluss des Menschen wurden diese Lebensräume umgewandelt und zerschnitten, so dass der Käfer als Sekundärbiotope Friedhöfe, Parks, Alleen, Obstgärten usw. bezog, die in seinem ursprünglichen Ausbreitungsgebiet entstanden sind. Die heute bekannten Fundorte sind isoliert. Dank des Interesses an diesem Käfer auf europäischer Ebene sind sie gut dokumentiert.[3] Auf der Webseite Eremit-Net [11] sollen in Zukunft alle aktuellen Daten veröffentlicht werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eremit_(Käfer)

    Ja und wikipedia ist nicht wissenschaftlich und jeder kann was reinschreiben und sicherlich kommen die beiden auch mal in den buchenwäldern vor wobei ab und an von einem Forscher gefangen wird…
    Und jetzt sagst du mir was die böse Douglasie in unseren Wäldern macht.. Selbst in Natura 2000 Gebieten ist es nicht verboten Douglasie zu pflanzen… Sicherlich nicht in Monokulturen und Bestandesbildend…. Das Zauberwort ist eine Durchmischung der Bestände auf den richtigen Standorten…
    Was ist denn mit den Sojabohnen, welche auf ehemaligen Primärwaldflächen in Südamerika angebaut werden, anschließend mit Schweröl betriebenen Frachtern über das Meer gefrachtet werden, hier auf den LKW umgeladen und in den Spessart gefahren werden nur um 20 hungrige “Klima- und waldschützer” zu sättigen. Da könnten sie auch zum Bauern gehen, den es dort zu 100% gibt und äpfel kartoffeln etc.pp einkaufen…

    1. Soja gehört nicht nach Brasilien,Argentinien
    2. Der ökologische Rucksack dieses alternativen Nahrungsmittel ist durchaus überdenkenswert
    3.Gibt es mit Sicherheit auch Untersuchungen zu Invasiven Schädlingen, welche von Asien nach Brasilien verfrachtet wurden…

    Naja und ich könnte hier prompt eine Organisation nennen welche sich auf genannte Konferenzen begibt, den Teilnehmern was zum Schutz der Wälder erzählt, ein FSC Audit befürwortet und fordert. Die wenigsten wissen, dass auch das hochgelobte FSC seine Lücken hat. Die Fehler wurden hier schon mehrfach beschrieben. Hören sie auf dauernd den Forstwirtschaftlern den schwarzen Peter zustecken zu wollen.

    23.2.2012 um 22:36 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @jennerwein,
    ich halte fest: Sie behaupten, dass bei uns bereits 300 Arten an Douglasie leben, aber Sie können mir die Quelle nicht nennen. Ich kann das nicht glauben, denn eine so hohe Artenzahl erreichen selbst viele heimische Baumarten nicht. Ich möchte einen Beleg in For einer seriösen Literaturangabe sehen.

    Jetzt zu den Käfern: Den Balkenschröter haben Sie weggelassen, denn ich habe Recht.

    Zum Eremiten möchte ich eine Quelle zitieren, die Sie sicher kennen: Das Artenhandbuch der Bayrischen Forstverwaltung LWF (4. aktualisierte Fassung, Juni 2006). Dort heißt es zum Eremiten auf S. 59:
    “Baumartenwahl
    Die Entwicklung dieses Strukturspezialisten erfolgt ausschließlich in stehenden, lebenden Bäumen. Er ist ein Bewohner großer Mulmhöhlen verschiedener Baumarten, z.T. sogar Nadelholzarten. Bei uns findet er sich vor allem im Mulm alter hohler Laubbäume der Gattungen Quercus, Tilia, Salix, Populus, Ulmus u. von Obstbäumen, genannt werden aber außerdem zahlreiche weitere Laubbaumarten der Gattungen Aesculus, Fagus, Fraxinus, Betula, Alnus, Carpinus, sowie auch Taxus). In Frankreich kommt der Eremit besonders in Mulmhöhlen alter Starkbuchen vor. Er wurde
    zwar in Deutschland bisher eher selten Funde an dieser Baumart gefunden, kann aber durchaus als typische Art sehr alter Buchenwälder gelten, auch wenn die allermeisten deutschen Funde von Eichen und Linden, sowie von Kopfweiden stammen.”
    Das Artenhandbuch behandelt nur wenige Arten der FFH-/Vogelschutzrichtlinie, verweist aber auf viele wissenschaftliche Arbeiten und ist eine sehr gute Quelle, sicher besser als wikipedia. Ich lese da allerdings auch oft etwas nach. Wenn es Sie interessiert, das Artenhandbuch gibt es auch Online:
    http://www.lwf.bayern.de/publikationen/daten/sonstiges/p_34538.pdf

    Zum Nashornkäfer:
    “Vorkommen und Lebensweise: In Mitteleuropa ein Kulturfolger, der z.B. in Gärtnereien, in Gärten und auf Holzplätzen vorkommt. Die sehr große (bis 12 cm), engerlingsähnliche Larve entwickelt sich in Kompost-, Laub- und Sägemehlhaufen, die durch Gärungsprozesse eine ausreichende Wärmeversorgung bieten. Freilandfunde in Deutschland wegen der niedrigen Temperaturen eine Ausnahme.” aus: Möller, Grube, Wachmann (2006), Der Fauna Käferführer I; Fauna Verlag.
    Ich finde Nashornkäfer, wenn ich sie finde, z.B. in der Nähe gemulchter Wege. Ich bezweifele daher, dass er mit der Eiche verschwindet, da er bei uns in Eichentotholz wegen des Klimas nicht zu finden ist.

    Schlimer noch: Ich bezweifle, dass die Eiche ohne Förster verschwindet. Dazu später mehr, mein Hund muss erst einmal raus.

    Übrigens: In NRW ist es in FFH-Gebieten nicht erlaubt, Buchenlaubwald it Douglasie zu bepflanzen (Erlass des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz).

    24.2.2012 um 16:08 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @jennerwein,
    zur Douglasie hat ihre LWF Bayrische Forstverwaltung ein Dossier herausgegeben, in dem es heißt:
    “In Gebieten mit langer Laubholztradition, z. B. Spessart und Odenwald, ist das Einbringen von Douglasien in Buchenwälder (z. B. Luzulo-Fagetum, LRT 9110 gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie) kritisch zu sehen. Sofern die Ausgangsbedingung eine weitgehend standortsheimische Baumartenzusammensetzung aufweist, führt der Douglasienanbau zum Verlust der spezifischen biologischen Vielfalt. Die dann naturfernere Bestockung gefährdet die Biotoptradition. Er verstößt damit gegen die Vorgaben der Waldgesetze und ist abzulehnen.
    []… Der Bestockungsanteil einer fremdländischen Baumart darf nach normativer
    Festlegung maximal 20 Prozent betragen, denn sie läuft den Bemühungen zum Erhalt der angestammten Lebensraumtypen, Arten- und genetischen Vielfalt zu-
    wider.”
    Der Anbau der Douglasie wurde daher in Natura 2000-Gebiete beschränkt und ist in vielen Waldgesellschaften auch verboten.
    Zum Nachlesen aus: http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/59/59.pdf

    24.2.2012 um 23:19 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @jennerwein,
    zum Thema Eiche (Stiel-/Traubeneiche). Da Sie immer wieder erwähnen, dass die Eiche ohne den Förster verschwindet. Grundlage ihrer Behauptung ist wahrscheinlich die potentielle natürliche Vegetation Deutschlands bzw. des Spessarts, oder? Dann wäre Deutschland Buchenland. Das stimmt so aber nicht ganz. Hier wo ich wohne ist auch Buchenland, trotzdem gibt es an einigen Stellen natürliche Traubeneichenwälder, z.T. mit Elsbeere, die wohl auch ursprünglich hier vorkam. In diesen Wäldern ist der Boden und das Kleinklima (z.B. südexponierte Hänge) für die Buchen zu ungünstig. Entlang der Flüsse haben wir z.B. auch andere Waldgesellschaften als reine Buchenwälder usw. (Auwälder/azonale Vegetation), auch mit Eiche. Die konkret vor anzutreffenden Standortbedingungen führen eben nicht zu reinen Buchenwäldern.

    Das Konzept der potentiell natürlichen Vegetation ist gut und brauchbar, aber hat seine Schwächen: Es berücksichtigt nicht den Einfluss der Sukzession auf den Standort. Daher darf man nicht annehmen, dass dort, wo die Bodenbedingungen passen und das Klima hinhaut automatisch Buchen stehen. Sie herrschen vielleicht vor, aber nicht überall. Sie werden die Eiche je nach Standort also in bestimmten Anteilen in ihren Beständen haben. Die konkret vor anzutreffenden Sukzessionsbedingungen führen eben nicht zu reinen Buchenwäldern.

    Das Problem ist doch, dass die Forstwirtschaft Eichen auf Flächen anbaut, die optimale Buchenstandort und damit auch sehr produktiv sind. Mit der Eiche habe ich nicht nur kein Problem, sondern ich sehe sie gerne, bietet sie doch reichhaltigen Artengemeinschaften einen Lebensraum.
    Problematisch wird es, wenn die wirklich alten Buchenwälder, von denen nicht mehr so viele erhalten sind, wie hier durch Eichen ersetzt werden, noch dazu mit diesen radiaklen Eingriffen. Die Eiche als Förster zu fördern ist gut, aber doch nicht in den alten Buchenwäldern.

    24.2.2012 um 23:42 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Ralf
    An über 200.000 Inventurpunkten im Bay. Staatswald werden ständig nach wissenschaftlichen Kriterien Daten erhoben. Ferner gibt es ständig laufende Forsteinrichtungen.
    Alle Daten belegen, dass sowohl der Buchenanteil, deren Starkholzanteil als auch deren Totholzanteil stetig steigt.
    Diese über Jahre erhobenen Daten bieten eine zig – fach höhere Genauigkeit als das lokal begrenzte GP – Montoring (?) im Spessart.

    Im Übrigen werden in den Wäldern der BaySf erhebliche Fichtenanteile in Eichen- oder Buchenbestände umgebaut.

    Wenn die GP – Kampagne z. B. im Sauerland, Harz, Thüringer Wald oder Brandenburg mit deren hohen Anteil an Nadelholzmonokulturen laufen würde, dann hätte ich damit deutlich weniger Probleme.

    Aber im Spessart läuft die GP -Aktion Gefahr ein Flop zu werden..

    Der Energiesparfuchs hat zurecht auf den entscheidenden Einfluss des Wildverbisses auf die Baumartenanteile in unseren Wäldern verwiesen. Der nachfolgende Link belegt mehr als augenscheinlich, wo die wirklichen Gefahren für die Zukunft unserer Wälder liegen.

    http://wald-wild-forum.de/wp-content/uploads/2012/02/W-W-F12-KF09-Knoke1.pdf

    25.2.2012 um 11:28 Uhr · Antworten

    • Volker

      @waldfreund
      Ist Waldschutz immer nur bei anderen und nicht bei einem selber notwendig?
      Warum ist Greenpeace in Bayern? Wohl aufgrund der beharrlichen Weigerung in Bayern die Biodiversitätsstrategie umsetzen zu wollen und der fehlenden Transparenz über den Umgang mit dem Wald des bayerischen Bürgers.

      25.2.2012 um 18:28 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldfreund,
      was den Wildverbiss angeht, da sind wir einer Meinung.
      Die Daten des Bayrischen Staatswaldes mögen sehr gut sein, man könnte sie aber dann auch ruhigen Gewissens veröffentlichen. Es gäbe keinen Grund für dieses Misstrauen gegenüber der Öffentlichkeit, der dieser Wald ja gehört.
      Mit dieser mangelnden Transparenz schlage ich mich im Sauerland leider auch herum. Was haben die Forstbehörden zu befürchten? Kennen sie das Umweltinformationsgesetz?

      25.2.2012 um 23:20 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Vielleicht sind die Behörden GP gegenüber skeptisch?
        Sie kennen GP als Kämpfer gegen CO2, Atom, Walfang, Gentechnik, (Urwald)rodung. Und dass sich GP jetzt des deutschen Waldes anzunehmen zu müssen meint, verwirrt natürlich. (Mich übrigens nicht)

        25.2.2012 um 23:43 Uhr

  • jennerwein

    Lieber Ralf ich stelle schmunzelnd fest das ich mit meiner Angabe 9 Arten unter meiner Zahlenangabe. Es sind 291 Arten. Ziemlich viel, für eine ökologische Wüste…
    http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-aktuell/45/lwf-aktuell_45-04.pdf
    Die Untersuchungen der LWF beweisen das.Über 90% der Fauna, welche auf Fichten und Tannen angewiesen ist, nutzt die Douglasie als Lebensraum.
    Schmecken ihnen eigentlich Kartoffeln und Tomaten und Mais? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie nicht auf diese drei Grundnahrungsmittel verzichten. Alle drei wurden nach aus den Amerika nach Deutschland gebracht. Und die Kartoffel ist nichtmehr aus unseren heimischen Gefilden wegzudenken. Gerade die Kartoffel wurde aus der neuen Welt eingeführt um den Hunger zu bekämpfen. Wenn wir uns als Waldbesitzer mit der Douglasie auf einen möglichen Klimawandel vorbereiten, verfehlen wir die Chance mit einer höchst klimatoleranten Baumart und ein Standbein zu schaffen. Sie investieren ihr Geld am Aktienmarkt auch nicht ausschließlich in eine Aktie. Tun sie dies gegen jede Regel der Vernunft, sollten sie wissen, dass im Falle eines Kurseinbruchs ihrer EINEN Aktie welches ihrem Kapital entspricht, verloren geht. Wenn sie dies vermeiden wollen, dann streuen sie ihr Kapital in mehrere unterschiedliche kleinere Aktienpakete. Somit besteht eine höhere Chance, dass zumindest ein Teil ihres Geldes gut angelegt ist. Ich wiederhole nochmal, die Douglasie soll nicht wie früher bei der Fichte üblich flächendeckend, sondern vereinzelt in Gruppen eingebracht werden.
    Und deine an vielen Orten berechtigten Sorgen mit dem Wildverbiss, habe ich glücklicherweise bestens im Griff… Eichen, Tannen und Douglasien wachsen fröhlich ohne Zaun und ohne nennenswerten Verbiss… Das da im Sauerland Handlungsbedarf besteht ist mir durchaus bekannt. Wieso greifst du den Förstern im Sauerland nicht mal helfend unter die Arme, um einen “kostengünstigeren” Waldumbau zu gewährleisten…Ohne Bleihaltige Luft gehts nicht. Aber das ist ein anderes Thema.
    Wenn GP die Douglasie nicht will. Bitte. Seien sie doch so konsequent und verzichten aus ökologischen Gründen bitte auf Bratkartoffeln, Soja aus Brasilien,Tomatensalat oder Grillmais…

    Deine Eichengeschichte ist schlichtweg lächerlich. Die Fläche des Naturschutzgebietes Metzgergraben beweißt meine These mehr als überdeutlich. Hier wird es sogar schon auf Seite 8 angedeutet:
    http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf
    Machen sie sich nicht lächerlich. Eine Eiche stirbt, wenn man ihr das Licht nimmt. Die Buche wächst die Eiche schlichtweg kaputt. Sicherlich wird mal ein Eichenpflänzlein gedeihen, aber einfach nichtmehr in der Dichte.

    Deine Käferthesis zum Eremithen, finde ich ebenfalls sehr amüsant . Zum einen schreibst du mir hier etwas zum Eremithen, dass er auch auf allen Baumarten zu finden ist, aber dann wieder sein Meistvorkommen in Eichenwäldern zu finden ist.
    Was denn nun… Warum hat er denn gerade auf der Eiche sein Hauptverbreitungsgebiet… Eventuell liegt es daran, dass er vielleicht doch eine Vorliebe für die Eiche entwickelt hat…

    Wenn ich GP weiter den ökologisch (un)korrekten Ernährungsplan zerlege, verhungert die Truppe ja bald. Vielleicht kauft man dann ja doch ökologisches Wildfleisch, dazu gibts dann Semmelklöße… Dann wäre auch das Problem mit der Kartoffel als Beilage geklärt…
    Guten Appetit

    Grüße Jennerwein

    25.2.2012 um 15:34 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Volker

    Ihre Frage ist berechtigt. Sie ist m. E. aber schon in den letzten Tagen in div. Beiträgen dieses Blogs beantwortet worden.

    Deshalb habe ich keine Lust mehr, mich zu engagieren, wenn GP sich weigert oder nicht in der Lage ist, zentrale Fragen von Kritikern zu beantworten..

    Ich bin ob dieses Verhaltens irritiert und enttäuscht.

    25.2.2012 um 21:43 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    Klärt mich auf!
    Es gibt div. Biodiversitätsstrategien. Die EU hat eine, die Bundesrepublik hat eine, jedes Bundesland, zumindest Bayern, hat auch eine. Welche haben Gesetzeskraft? Und wogegen hat Bayern explizit verstoßen?

    25.2.2012 um 23:58 Uhr · Antworten

    • Volker

      es geht hier um die nationale Biodiversitätsstrategie (NBS) http://www.bfn.de/0304_biodivstrategie-nationale.html die 2007 vom Bundestag beschlossen und 2010 von der aktuellen Regierung bestätigt wurde. Sie ist im Rahmen der Convention on Biological Diversity (CBD) beschlossen worden. Weltweit sollen hier 17 % der Landfläche prioritär für Naturschutz ausgewiesen werden. Der Deutsche “Anteil” hierfür ist die NBS. Hier soll u.a. 5 % der deutschen Waldfläche (=10% des öffentlichen Waldes) bis 2020 aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen werden. Bayern hat bislang keine Anstalten gemacht dieses erfüllen zu wollen.,

      26.2.2012 um 01:04 Uhr · Antworten

      • Aushilfsfoerster

        @Volker
        man kann leicht etwas fordern, wenn es einem nicht gehört – ich wenn ich an einer Konferenz teilnehme und beschließe, dass sie gefälligst 10% ihres Sparschweininhalts an die Konrad Adenauer Stiftung überweisen sollen, würden Sie mit Recht mal nachhaken, ob ich Kontovollmacht habe. So verhält es sich auch mit der Zustimmung der Bundesregierung zu dem CBD. Leider (oder zum Glück) ist Naturschutz Ländersache, das BundesNaturschG ist nur eine Rahmengesetzgebung.bayern hat sich fortschrittlich wie sie sind, dafür entschieden einen integrativen Biodiversitätsansatz zu verfolgen und den Käseglockenblödsinn nicht mitzumachen.

        26.2.2012 um 20:04 Uhr

  • waldfreund

    @Volker, Bruno Straub

    Wir haben in Deutschland aber einen föderalen Staatsaufbau. Und hier stellt sich die Frage, welches Recht im jeweiligen Bundesland Gesetzesvorrang hat, oder ob es sich bei der NBS um eine alte Rahmengesetzgebung durch den Bund handelt oder um eine ausschließliche oder konkurrierende Gestzesgebung zwischen Bund und Land?

    Eine Klärung dieses Sachverhaltes durch “sachkundige und unabhänige” Experten (nicht GP) würde mich auch interessieren.

    Im Übrigen – wenn GP so “massive Verstöße” gegen den Naturschutz im Spessart bei der BaySf entdeckt hat, dann steht ihnen doch jederzeit in Deutschland der Gerichtsweg offen, dies überprüfen zu lassen – sogar in Bayern!

    26.2.2012 um 11:24 Uhr · Antworten

  • waldfreund

    @ Ralf

    Weder sie noch ich kennen die Daten, die GP seitens der BaySf überlassen wurden – oder kennen Sie die?

    Deshalb würde ich mir wünschen, wenn GP die kompletten Daten der BaySf bei sich ins Netz stellen würden, damit interessierte Personen wie Sie und ich sich darüber ein eigenes und kein gefiltertes Bild machen könnten.

    Dieser Vorschlag gilt i.Ü. in gleicher Weise für die BaySf. Wenn diese Daten auf deren Internetseite veröffentlicht wären, würde dies m. E. zur Transparenz beitragen. Wenn GP die Daten besitzt, dann sind diese auch nicht mehr geheim und könnten somit veröffentlicht werden.

    26.2.2012 um 11:43 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @Waldfreund,
    ich glaube nicht, dass GP die Daten der BaySf veröffentlichen darf. Ich denke, Daten aktuell zu halten und immer auf dem neuesten Stand sofort zu veröffentlichen ist auch sehr aufwändig. Eine einsicht in die Daten auf Anfrage muss aber möglich sein.

    26.2.2012 um 22:22 Uhr · Antworten

  • Heisterpflanzer

    @ Ralf:Da ich hier schon etwas auf die Antwort des Jennerweins warte, war ich mal so frei, mich über seine Aussage zu informieren. Nach sehr kurzer Suche wurde ich hier fündig.
    http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-aktuell/45/lwf-aktuell_45-04.pdf
    Hier wird überaus anschaulich beschrieben, dass auf der Douglasie über 90% der Bewohner von Fichten und Tannen vorkommen. Um genau zu sein, bis zu 291 Arten. Dies ist meines Erachtens sehr viel, für eine Baumart, welche als “Faunenfeindlich” bezeichnet wird.Somit fällt sowohl ihrer als auch der Argumentation von Greenpeace, einer der wichtigsten Pfeiler in der Antidouglasien-Bewegung weg. Waldbaulich ist sie eine durchaus interessante Baumart, welche es uns ermöglicht, die erwarteten Ausfälle der Fichte im Rahmen des Klimawandels abzudämpfen. Das vereinzelte aufkommende Argument, die Forstwelt würde den Klimawandel hierbei nur als Deckmantel nutzen, um schnellstmöglichen Ertrag mit der schnellwachsenden Douglasie zu erzielen, ist schlichtweg falsch. Die Douglasie wird Gruppenweise und nicht Flächendeckend eingebracht. Sie ist zu beobachten, aber nicht als Neophyt zu ächten. Herr Eberhard Sinner hat einen sehr guten Kommentar veröffentlicht, welcher ein interessantes Beispiel beinhaltet.(Nachzulesen auf seiner Homepage) Die Kartoffel wird hier als Beispiel einer geglückten Integration genannt, welche ohne jegliches Murren in Deutschland angebaut wird. Sie ist aus der heimischen Landwirtschaft nichtmehr wegzudenken. Was halten sie davon?
    Sie argumentieren hier mit einer Fläche von 20% welche maximal mit fremdländischen Baumarten bestockt werden darf. Der Douglasienanteil in Bayerns Wäldern ist weit weg von den 20 % Der Forstbetrieb Heigenbrücken ist Bayerns Größter “Douglasienbesitzer” mit 5% Douglasienanteil im Forstbetrieb.
    http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/59/lwf-wissen-59-07.pdf
    Im Staatswald bestockt sie gerade mal 0,7% der Waldfläche. Sie tun gerade so, als ob unser Wald nurnoch aus Douglasien besteht, und die Forstwelt nicht aus den Fehlern der Reinertragslehre gelernt hat. Es sind lediglich 2% der Gesamten Waldfläche für die Douglasie vorgesehen. Da wäre ja noch genug Platz für 18% Ausländer. Roteichen, Robinien, Japanlärche& Co Jucheee

    Ich frage mich, welche Spessarteichen im Bezug auf Licht der Schattbaumart Buche, die Stirn bieten soll. Sicherlich haben sie Recht, dass hier und da mal eine Eiche im Buchenoptimum vorkommen wird, aber das passiert sehr selten. Sie schreiben hier was von Kleinklimatischen Unterschieden und Standörtlichen Besonderheiten. Und ich sage ihnen, die Buche macht im Spessart die Buche schlichtweg nieder.
    http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf
    Das “Kleinklima” des Spessarts scheint offenbar nur der Buche zu bekommen. Die Eiche wird hier ohne menschliche Hilfe verschwinden. Sie vergleichen mit Sauerland und Spessart waldbauliche Äpfel und Birnen.

    Ich hoffe, der Jennerwein übernimmt hier bald wieder die Führung, da mir das auf Dauer zu langwierig wird mich mit derartigen fachlich unkorrekten Auswüchsen von Idealismus herumzuärgern. Ich hoffe mal, dass er hier nicht gesperrt wurde, da er GP evtl zu “offensiv” vorgegangen ist. Sollte dies der Fall sein, macht sich Greenpeace welche immer DEmokratie in allen Bereichen fordern, schlichtweg angreifbar. Das Greenpeace, keine Förster zum Ortstermin eingeladen hat, als Martin Kaiser und Frau Jürgens die Landtagsabgeordneten der Grünen empfingen entspricht nicht der Kommunikationskultur, welche ich in einer demokratischen Gesellschaft erwarte.

    26.2.2012 um 22:40 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @Ralf

    Das kann mit der Veröffentlichung der BaySf – Daten schon so sein wie Sie schreiben. Allerdings würde mit einer Veröffentlichung dieser Daten nicht nur die von GP eingeforderte Glaubwürdigkeit der BaySf steigen, sondern auch insbesondere die von GP gegenüber ihren Kritikern.

    Meine Skepsis gegenüber der Vorgehensweise von GP mit der BaySF und deren betroffenen Beschäftigten vorort, dem Umgang mit GP- Kritikern und der Herstellung von Öffentlichkeit und ihrer Art der Meinungsbildung ist bei mir in den letzten Tagen deutlich gestiegen.

    Meine gewachsene Skepsis würde wieder weniger, wenn GP sich bald einer offeneren Dikussionskultur stellen würde und auf noch ausstehende Fragen zumindest mal versucht, zufriedenstellende Antworten zu finden.

    26.2.2012 um 23:09 Uhr · Antworten

  • Douglasien-Freund

    Ich bin gespannt, wann die Greenpeace-Leute zu den schönsten Stellen im Spessart kommen, wo sehr alte, wunderschöne Douglasien seit Jahrzehnten vollkommen harmonisch neben der Buche wachsen. Diese Douglasien sind wunderschöne, beeindruckende Bäume – sie werden dort bis über 60 Meter hoch und überragen die Buchen erheblich. Da sie dort schon so lange wachsen, kann man sich ja auch ansehen, dass sie eben keine Faunenverfälscher sind. Die Buche verjüngt sich neben der Douglasie völlig unproblematisch. Sonst würden sie dort auch gar nicht angebaut. Die Förster vor Ort lieben ihren Wald und bauen eben nur das an, was dort auch hinpasst und sich harmonisch integriert.

    Die Douglasie gehört genauso mit bemessenen Anteilen in diese Buchenwälder, wie auch die wunderbare Lärche, Eiche, auch die Fichte in frischeren Bereichen. Die passenden Bäume auf den passenden Standorten statt artenarmer, uniformer Buchenbestände. Ich kann den erstaunlichen, hartnäckigen Rassismus der sonst doch eigentlich toleranten GP-Leute gar nicht verstehen.

    Und um noch mit einer Lüge aufzuräumen: Selbstverständlich darf die Douglasie auch in FFH/SPA-Gebieten eingebracht werden. Es kommt dort darauf an, ein gesundes Maß nicht zu überschreiten. Und, da wir auf der Fläche viele qualifizierte Förster haben die den Wald mit Augenmaß bewirtschaften kann man sich sicher sein, dass alles seine Richtigkeit hat. GP behauptet zwar gerne etwas anderes, aber jedermann kann ja im Wald selbst nachschauen, wer im Recht ist.

    29.2.2012 um 19:28 Uhr · Antworten

  • Douglasien-Freund

    …und noch eine Ergänzung: Oben ist zu lesen, dass “wertwolle alte Buchenwälder übernutzt” werden. Das ist schlichtweg eine dreiste Lüge.
    Alle eingeschlagenen Bäume werden erfasst. Der Einschlag folgt einem nach den Regeln der forstlichen Nachhaltigkeit ausgearbeitetem Betriebsplan. Es wird genau überlegt, wann und wo welcher Baum eingeschlagen wird. Zudem findet eine regelmäßige Inventur im Wald statt. Daher kann auch genau nachgesehen werden, ob und wann übernutzt wurde. Die Bayerischen Staatsforsten veröffentlichen die Einschlagszahlen in jedem Jahr.

    Ergebnis: Eine Übernutzung findet eben nicht statt. Das wäre auch gar nicht mit dem forstlichen Selbstverständnis der Bewirtschafter in Einklang zu bringen.

    Greenpeace setzt hier unwahre Behauptungen in die Welt und macht gezielt Stimmung – an der Realität vorbei. Das ist unseriös und macht auf lange Sicht unglaubwürdig. Eine schlechte Strategie, finde ich.

    29.2.2012 um 19:35 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Douglasien-Freund

    Ich danke Ihnen für Ihre Klarstellungen zum Thema Douglasieanbau und der sonstigen GP – Unterstellungen.

    Allerdings müssen Sie jetzt damit rechnen, dass der @ Ralf sich mit Ihnen zum Thema “Douglasienanbau” auseinandersetzen wird.

    29.2.2012 um 22:18 Uhr · Antworten

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