Greenpeace protestierte in 24 Städten gegen bayerische Waldpolitik

27. Februar 2012 · von Sara Westerhaus

Greenpeace-Aktivisten protestierten am Samstag, den 25. 2., in Süddeutschland gegen die Waldpolitik des Landes Bayern. Dazu haben sie in 24 Innenstädten in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg Infostände eingerichtet. Passanten konnten sich an dem Protest beteiligen und Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) für den Preis der Goldenen Kettensäge nominieren. Auf Postern war der bayerische Ministerpräsident mit einer Kettensäge in der Hand zu sehen. Die abgebildete Kettensäge wurde von Passanten mit goldenen Aufklebern versehen. Die ehrenamtlichen Umweltschützer sammelten zudem hunderte Unterschriften für einen sofortigen Einschlagstopp in öffentlichen Buchen- und Laubwäldern, die über 140 Jahre alt sind.

Wir haben für euch einige Impressionen aus verschiedenen Städten zusammenstellt (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken):

Ansbach (c) Christine Burger / Greenpeace

Ansbach (c) Christine Burger / Greenpeace

Regensburg (c) Leonie Schäfer / Greenpeace

Regensburg (c) Leonie Schäfer / Greenpeace

Weilheim (c) Tobias Windhör / Greenpeace

Weilheim (c) Tobias Windhör / Greenpeace

Marburg (c) Achim Gresser / Greenpeace

Marburg (c) Achim Gresser / Greenpeace

Kempten (c) Marieke Burger / Greenpeace

Kempten (c) Marieke Burger / Greenpeace

Mannheim-Heidelberg (c) Philipp Sommer / Greenpeace

Mannheim-Heidelberg (c) Philipp Sommer / Greenpeace

Kaufbeuren (c) Wolfgang Bauer / Greenpeace

Kaufbeuren (c) Wolfgang Bauer / Greenpeace

Chiemgau (c) Edmund Halletz / Greenpeace

Chiemgau (c) Edmund Halletz / Greenpeace

Kassel (c) Andreas Ploss / Greenpeace

Kassel (c) Andreas Ploss / Greenpeace

Aschaffenburg (c) Josefine Höfler / Greenpeace

Aschaffenburg (c) Josefine Höfler / Greenpeace

Augsburg (c) Martin Jobst / Greenpeace

Augsburg (c) Martin Jobst / Greenpeace

Bayreuth (c) Antje Ober / Greenpeace

Bayreuth (c) Antje Ober / Greenpeace

Deggendorf (c) Thomas Krampfl / Greenpeace

Deggendorf (c) Thomas Krampfl / Greenpeace

Coburg (c) Brigitte Sauer / Greenpeace

Coburg (c) Brigitte Sauer / Greenpeace

Kommentare

  • Waldfreund

    @ Sara Westerhaus

    Zu der publikumswirksamen GP – Aktion in 24 Städten über angebliche “skandalöse Verstöße” gegen bestehende Gesetze durch die Bay. Staatsforsten, füge ich einen Link bei, der die Situation im “Skandalwald Spessart” von einer anderen Seite beschreibt.

    Der geneigte Leser sollte sich dann bitte selbst ein Bild über die Seriösität der verschiedenen Informationen zu diesem Thema machen.

    http://www.baysf.de/de/home/unternehmen_wald/aktuelles/detailansicht/article/18/greenpeace-macht-sich-unglaubwuerdig.html

    Ferner ist noch ein weiterer Link des örtlichen CSU – Lanttagsabgeordneten Herrn Eberhard Sinner und ehemaligen Forstdirektors angehängt, in dem er als ein ausgewiesener Kenner der Waldverhältnisse im Spessart ebenfalls Stellung bezieht.

    http://www.baysf.de/de/home/unternehmen_wald/aktuelles/detailansicht/article/18/greenpeace-macht-sich-unglaubwuerdig.html

    Greenpeace, die Schaffung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen geht anders.

    27.2.2012 um 15:36 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Sara Westerhaus

    Entschudigung, da hat der Fehlerteufel zugeschlagen.

    Der Link des Herrn Sinner sollte lauten:

    http://www.eberhard-sinner.de/main/index.php?webcode=news_details&news_id=837&PHPSESSID=fg7p39to8kqhmluv5jq2uuid8ldkrf15

    27.2.2012 um 15:43 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Der Link auf H. Sinner ist m.E. empfehlenswert.
      (Ich weiß, H. Sinner spricht pro domo … als Forstdirektor a.D. hat er natürlich auch viel weniger Kompetenz/Erfahrung als eine junge Dipl. Forstwissenschaftlerin …)

      27.2.2012 um 22:40 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    Eigentlich warten wir auf Antworten und nicht auf eine Bilderflut.

    27.2.2012 um 21:23 Uhr · Antworten

  • Sonja

    WOW!
    Herzlichen Glückwunsch zu diesen gelungenen Aktionen.

    28.2.2012 um 11:19 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Danke schön, wir geben das Lob gern an die beteiligten Ortsgruppen weiter!

      28.2.2012 um 16:31 Uhr · Antworten

  • Weimaraner

    Ich verfolge die Diskussion hier nun schon seit einiger Zeit aber irgendwie blicke ich nicht mehr ganz durch.
    Vielleicht kann ich Landwirt, der auch ein wenig Wald bewirtschaftet, ohne forstlich akademischen Hintergrund die Komplexität der Aktion auch einfach nicht mehr durchschauen…

    Die Aktion wurde doch so schön verständlich eröffnet mit klaren Aussagen wie “der Freistaat zerstört die Buchenwälder, verstößt gegen Gesetze, rodet profitorientiert den Spessart, verheimlicht Daten, etc..”
    Die Förster haben Gegenargumente angeführt, warum die Vorwürfe ihrer Meinung nach nicht zutreffen und das mit ihren Daten zu belegen versucht.
    Fachlich kann ich die Einzelheiten zwar nicht beurteilen aber zumindest die Präsentationen von GP und BaySF schienen mir verständlich.
    http://www.baysf.de/fileadmin/user_upload/Unternehmen_Wald/Aktuelles/Pressemittteilungen/Buchenkampagne_Greenpeace/120224_Praesentation_Buchenwaelder_Spessart.pdf

    Fachliche Reaktion von GP – auf keine konkreten Daten oder Argumente eingehen, den Ministerpräsidenten mit Kettensäge abbilden und pauschal ein Nutzungsverbot für starkes Laubholz im Staatswald fordern.

    Persönlich gefällt mir der Gedanke recht gut, wenn der Freistaat als wohl größter Anbieter für Holz, dass für die Möbelherstellung geeignet ist, wegfällt (ein Möbelstück kann nunmal nicht aus einer kleinen, jungen Buche hergestellt werden) würde sich das sicher auch positiv auf den Preis auswirken, die Nachfrage ist ja bereits beim jetztigen Angebot hoch.

    Was die konkreten Vorwürfe der letzten Tage und Wochen betrifft würde mich aber durchaus interessieren ob GP konkret auf die Gegendarstellungen eingehen wird und die Verstöße auf dem Rechtsweg geahndet werden sollen oder ob das Thema wieder mit einer einfachen Korrekturmeldung wie bei der Falschbeschuldigung gegen Frosta abgetan wird?

    28.2.2012 um 19:49 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Zu der Präsentation der BaySF: Unsere zentrale Forderung ist die Herausgabe der Informationen zu den einzelnen Beständen. Hier pickt sich die BaySF Rothenbuch heraus, weil diese im Zehnjahresvergleich noch gut dastehen. Die Zunahme der Buchenfläche ist für alle Alter aufgeführt, nicht für die alten Buchen über 140 Jahre. Das Grundproblem bleibt: die BaySF präsentieren Zahlen, ohne die Grunddaten für die Bürger öffentlich zu machen.

      01.3.2012 um 14:58 Uhr · Antworten

      • Aushilfsfoerster

        @westerhaus
        nicht nur Rothenbuch, steht gut da, glauben Sie mir! Wozu wollen Sie denn die Einzelbestandesdaten denn nutzen?

        04.3.2012 um 19:18 Uhr

      • Sara Westerhaus

        Wenn wir wissen, wo die besonders wertvollen alten Buchen stehen, kann dieses Wissen genutzt werden, um ein Konzept zu entwickeln, wo Schutzgebiete entstehen sollen.

        05.3.2012 um 11:09 Uhr

      • Bruno Straub

        …und dann entwickeln wir ein Konzept, stimmen darüber im Internet ab und zeigen den Bayern, wo sie ihre Urwälder wachsen lassen müssen…

        05.3.2012 um 20:42 Uhr

      • Bruno Straub

        Ich dachte eigentlich, dass ich für den vorstehenden Kommentar Prügel beziehen würde.
        Aber irgendwie scheine ich den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben…
        (Vielleicht sollten wir die Abstimmung im Internet noch weglassen)

        08.3.2012 um 23:03 Uhr

  • Sara Westerhaus

    @ alle: Die Antworten auf die Fragen der letzten Wochen sind in den älteren Blogbeiträgen beantwortet. Wir beantworten die Fragen direkt zu den dazugehörigen Posts, so dass auch die Leser, die den Beitrag später lesen, die Antwort finden können. Bitte lest dort noch einmal nach.

    29.2.2012 um 11:57 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @Sara Westerhaus,
    ich weiß, das habe ich schon gesagt: Es wäre für die Diskussion hier hilfreich, wenn die Diskussion zum Thema und zu den Blogs übersichtlich wie in einem Forum dargestellt würde. Manche Forenteilnehmer nutzen den Umstand, dass mit jedem neuen Blogeintrag eine leere Kommentarseite entsteht, um GP vorzuwerfen, Sie beantworteten keine Fragen, auch wenn die Fragen von Ihrer Seite schon beantwortet wurden. So gehen viele gute Beiträge verloren (natürlich sind sie noch da, man muss aber suchen).
    Ich persönlich finde die GP-Aktion greift ein Thema auf, welches vielen lokalen Umweltgruppen und auch vielen Menschen auf den Nägeln brennt. Selbst Menschen in meinem Umfeld, die sich sonst um derartige Probleme nicht so kümmern, fällt mittlerweile auf, dass Wälder in ihrer Region stärker genutzt und vor allem industrieller genutzt werden. Dabei leidet auch das Waldbild und das stösst vielen, auch Nicht-Naturschützern, dann doch sauer auf.
    Über weitere Aktionen für unsere Buchenwälder würde ich mich freuen.

    04.3.2012 um 20:01 Uhr · Antworten

    • saruman

      !!!!

      04.3.2012 um 21:38 Uhr · Antworten

    • waldfreund

      @ Ralf

      Prima!

      Aber dann bitte bei Ihnen im Hochsauerland wo die Buche bald auf die Rote Liste gehört!

      04.3.2012 um 22:14 Uhr · Antworten

      • Ralf

        @Waldfreund,
        es würde mich freuen, wenn sich das Problem auf den HSK beschränken ließe. Ihre Polemik bringt diese Diskussion jedenfalls nicht weiter. Ich weiß, dass es Förster nicht gewohnt sind, kontrolliert oder kritisiert zu werden. Das wird sich schon ändern, glauben Sie mir.

        04.3.2012 um 22:42 Uhr

      • sophistoph

        @ Waldfreund

        Danke für ihre fachlichen konstruktiven Beiträge die sie meiner Meinung nach sehr sachlich und vor allen überaus informativ hier dargelegt haben.

        @ Ralf

        Ja sie reagieren wie es hier leider oftmals üblich ist, gehen die Argumente aus, wird sogleich unterhalb der Gürtellinie nachgeschlagen.

        04.3.2012 um 23:40 Uhr

    • wenztout

      leider sprechen sie ein problem der forstwirtschaft an, welches als schlachthausparadoxum seit längerem bekannt ist. jeder will holz und daraus hergestellte produkte nutzen, aber die säge im wald gehört verboten.
      sie kritisieren in ihrem beitrag die stärkere und industriellere nutzung.
      ist es nicht vielmehr so, dass sich mit der weiterentwicklung der mechanisierten holzernte (harvester/forwarder) und dem gewandelten freizeitverhalten im wald (was absolut zu befürworten ist) der blick des einzelnen auf die waldarbeit geändert hat.
      auf die bayerische (und brd) waldfläche gesehen wird nachwievor nicht mehr geerntet als nachwächst und mit den modernen maschinen geschieht dies i.d.R. deutlich bestands- und bodenschonender als noch vor 20-30 jahren.
      dass das waldbild unter der holzernte leidet, ist eine frage des blickpunktes und des zeitraums. nur da wo genutzt wird ist auch platz für neuere und stabilere/angepasstere bestände. und auch ein bewirtschafteter wald darf und kann ein schöner und ökologisch wertvoller wald sein.

      04.3.2012 um 23:29 Uhr · Antworten

      • Galadriel

        @ Buntsandstein
        “mit den modernen maschinen geschieht dies i.d.R. deutlich bestands- und bodenschonender als noch vor 20-30 jahren.”
        Soll das ein Witz sein, oder ist es tatsächlich ernst gemeint? Ca. alle 30 m werden Rückegassen in den Wald gehauen, damit die schweren Maschinen hineinkommen und der Boden wird durch die Harvester so verdichtet, dass er kein CO2 mehr aufnehmen kann.

        05.3.2012 um 08:24 Uhr

      • wenztout

        @galadriel
        ja das ist mein ernst.
        Gegenfrage was ist ihnen dann lieber:
        flächige (kreuz und quer) befahrung der waldböden, denn irgendwie muss ja dass holz aus dem wald kommen.
        Oder alternativ mit dem hubschrauber ausfliegen
        Oder bei jedem hieb eine seilkrananlage aufstellen (auch hier müsste ein trasse in den wald geschlagen werden)
        oder mit dem rückepferd über hunderte von metern durch den wald ziehen ( was wiederum verletzung der noch im bestand stehenden bäumen nach sich ziehen wird).
        sollte unsere gesellschaft bereit sein, auf die machanisierte holzernte zu verzichten, ist dies gleichbedeutend mit einem DEUTLICHEN anstieg der holzpreise. was wiederum papier, möbel, holzhäuser und alle weiteren produkte die aus dem rohstoff holz produziert werden nach sich zieht.
        dies wird leider nie der fall sein, denn in der vorherschenden geiz ist geil mentalität wird dann auf günstigeres und weitaus unökologischer produziertes holz aus dem rest unserer globalisierten welt zurück gegriffen.
        das kann doch wohl nicht ihr ernst sein

        05.3.2012 um 09:35 Uhr

      • wenztout

        @galaddriel
        Fehlerteufel, es muss heißen:
        was wiederum eine verteuereung von papier, möbel, holzhäuser und alle weiteren produkte die aus dem rohstoff holz produziert werden nach sich zieht.

        05.3.2012 um 09:37 Uhr

      • Klaus

        @wenztout: Ich finde zwar so ziemlich jeden Ihrer Beiträge HAre sträubend, aber nur zum Thema Rücke mit dem Pferd: Vor Kurzem war ich bei einem Vortrag von Peter Wohlleben, der als innovativer Förster sicher weiß, wovon er spricht. Und nicht nur deshalb, sondern v.a. weil er den Mut hat, etwas anders zu machen und nun schon auf einige empirisch gewonnene Ergebnisse blicken kann. Aber zurück zum Thema: Peter Wohlleben lässt mit dem Pferd rücken. Das kostet ihn bzw. seine Gemeine 1€/m³ mehr als die Ernte mit Harvestern. Und gerückt wird nicht über Hunderte Meter, sondern lediglich wenige Meter bis zur Rückegasse. Der Vorteil ist ja nicht, daß es überhaupt keine Rückegassen mehr braucht, aber die Abstände von inzwischen zum Teil nur noch 20-40m auf 80-100m erweitert werden können, was eine riesige Einsparung ist. Laut P.W. wird lediglich 1/3 des eingeschlagenen Holzaes überhaupt gerückt. Denn bei intelligenter Fällung in Richtung der Gassen bleibt nur ein kleiner Teil zu rücken.

        05.3.2012 um 23:36 Uhr

      • jennerwein

        Ich wiederhole meine Aussage. Peter Wohlleben hantiert hier mit Halbwahrheiten. Ja er rückt mit dem Pferd. Aber ihnen sollte bekannt sein, wie der Stadtwald Hümmel im Rheinland Pfälzischen Teil der Eifel aussieht. Auch hier praktizierten Wohllebens Vorgänger, nach der Weisheit der Reinertragslehre “Willst du deinen Wald vernichten, pflanze Fichten nichts als Fichten!” Will sagen, der Fichtenanteil ist unnatürlich hoch.JEtzt müssen sie aber wissen, dass bei der Fichte schon wesentlich früher Erträge abfallen.Sie hat wesentlich kürzere Umtriebszeiten als die Buche im Spessart. Dies hängt vom Standort ab. Die Fichte kann unter idealen Bedingungen schon nach 80 Jahren ihren Umtrieb erreichen, die Buche dagegen 40-80 Jahre später (120-160!!!!!). Das Leitsortiment 2b (25-29 cm) kann dank moderner Technologie (Profilzerspaner) schon wesentlich früher einer wertvollen Nutzung (z.b.Bauholz) zugeführt werden als das Buchenholz.
        http://vonzengen.jimdo.com/holzmarkt-aktuelle-preise/
        Wenn ihnen das Lesen der Seite auffällt, so kann ihnen sicherlich auch Peter Wohlleben sagen, dass sich mit der Fichte wesentlich früher mehr Geld verdienen lässt. Da kann er es sich mit dem Eifeltypischen hohen Fichtenanteil schon erlauben, sich vor die doofen Kollegen zu stellen, welche nicht ganz soviel Glück hatten bei der Revierzuteilung. Ich freue mich, dass Wohlleben den zweifelsfrei sinnvollen WAldumbau in der Eifel vorantreibt. Jeder Waldbauer weiß, wieviel Geld das kostet. Wohlleben auch. Jedoch verschweigt er sowohl in seinen Büchern als auch in seinen Vorträgen, dass der Mist seines Rückepferdes auffälllig nach Fichtennnadel stinkt.
        Desweiteren weckt es starke Zweifel an der Informationspolitik des GP Unterstützers Wohllebens http://www.gemeinde-huemmel.de/ wenn er nicht mal eine Baumartenverteilung in seiner Homepage einfügt. Aus welchen Gründen dies geschieht, stelle ich hier mal frei. Ähnliche Tendenzen sind zu erkennen.

        Ich breche den Harvestern und Forwardern keine Lanze, wenn ich sage dass sieteilweise eingesetzt werden sollten .Man sollte dies aber nur in den angepassten Sortimenten tun.

        @Ralf, Galadriel, Sauron, Elrond, Bilbo Beutlin, kleiner Hobbit, Fähnlein Fieselschweif und Co
        Ja ich weiß, Wohlleben hat einen Buchenwald aus der Bewirtschaftung genommen… Aber Fichtenanteil und Vorgängerfehlern sei dank kann er sich diese Maßnahme erlauben.

        06.3.2012 um 08:36 Uhr

  • Buntsandstein

    @Ralf:

    An unseren Wäldern wir Raubbau betrieben im Ausmaß vergleichbar mit dem Amazonas Gebiet?

    Da hat sie Greenpeace schön geblendet. Kommen sie doch in unsere Region und machen sie sich Selbst ein Bild.

    Vor allem industrieller Genutzt werden?

    Na welcher Geistesblitz hat sie den getroffen, ihren Rasen bearbeiten sie bestimmt noch mit der Sense oder!

    MfG

    04.3.2012 um 23:47 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      Ja, da haben Sie recht, unseren Garten bearbeiten wir tatsächlich zwei mal im Jahr mit der Sense.

      05.3.2012 um 08:09 Uhr · Antworten

  • jennerwein

    Herrschaften aus dem Auenland,hier wird schon wieder mit weltfremder Argumentation gearbeitet, welche jeder Beschreibung spottet.

    Fakt 1: Ja Harvester und Forwarder verdichten die Böden. Jedoch in ganz anderen Maßstäben als noch vor 20 Jahren.Gleitschutzketten, Boogiebänder und Niederquerschnittsreifen, Hydrostatantriebe (Weniger SChlupf=Weniger Erosion) sei dank. Die Forstwirtschaft zeigt hier, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und daran arbeitet, die Boden und Umweltbelastung weitestgehend zu reduzieren.Das dies nicht Knall auf Fall geht ist klar. Desweiteren werden die Flächen nicht komplett befahren, sondern lediglich auf den Gassen. Desweiteren wird angestrebt, die Gassen nur im harten (Gefrorenen oder Ausgetrockneten) Zustand zu befahren, um eine Verdichtung weitestgehend zu Vermeiden. Das die Forstwirtschaft auf den Klimawandel (kürzere Frostperioden in der Haupteinschlagszeit) hier nur reagieren kann dürfte klar sein. Weder sie noch ich sind Hellseher… (Wobei Galadriel laut Tolkien als Elbenkönigin über Hellseherische Fähigkeiten verfügt… Entschuldigung) Es sei ihnen versichert, es wird fiebernd daran geforscht, auf diesen Tatsache zu reagieren.
    Fakt 2: Sie können mir glauben, sobald mir das Rückepferd ausreichend bezahlt wird, und ich mit einem positiven Deckungsbeitrag wirtschaften kann, werde ich sofort auf das Pferd zurückgreifen. Ja ich bin profitorientiert. Denn anders als GP finanziere ich mich nicht aus Spenden anderer. Trotzdem probiere ich den Wald gemäß den Richtlinien der ANW und Zertifizierung schonend und unter Berücksichtigung natürlicher Ablaufprozesse zu bewirtschaften.
    Viele meiner Vorgänger, welche noch nach den Lehren der Reinertragslehre bis zu 15000 Fichten auf einen Hektar pflanzen ließen, machten es dank mangelnder verpasster Pflege auch unmöglich ein Pferd einzusetzen. Diese Stangenhölzer sind so dicht, dass sich Pferd und Rücker die Augen ausstechen würden.
    Desweiteren kann das Pferd in solchen Beständen garnicht positiv wirtschaften, da schlichtweg die Durchmesser fehlen. Das von GP-freundliche Buch “Im Würgegriff der Forstwirtschaft” erzählt hier schlichtweg Halbwahrheiten, wenn Wohlleben erzählt, dass es im jeden Betrieb möglich ist, mit einem positiven Deckungsbeitrag naturnah- und schonend zu arbeiten. Dem ist nicht der Fall. Es kommt auf die Baumart und den Baumdurchmesser an. GP-Unterstützer Wohlleben hatte Glück.

    Vorschlag: Die Gesellschaft zahlt mir augenblicklich mehr Geld für mein Holz und ich werde sofort alles mit dem Pferd rücken.
    Wir haben doch das Problem, sobald ich mehr Geld für mein Holz verlange, wird der Kunde dahin gehen, wo er es billiger bekommt. Das ist bei der aktuellen Verflechtung der Märkte einfach so. Es ist ein Marktgesetz. Wer etwas daran etwas ändern möchte, sollte unsere Kinder wieder das Kapital, Das rote Buch etc.pp. lesen lassen.

    Ich würde mir wünschen, wenn viele der hier schreibenden einfach mal ein Praktikum in einem Forstbetrieb machen würden, um zu sehen, dass die Forstwelt nicht nur nach Zahlen geiert, sondern sehr wohl auf das Wohl der Umwelt bedacht ist.

    05.3.2012 um 10:19 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      Mae govannen, Jennerwein!

      Da erwähnen Sie wirklich ein sehr gutes Buch zum Thema; “Wald ohne Hüter” von Peter Wohlleben sollte sich jeder mal durchlesen. P. Wohlleben beweist ja nun, dass es auch anders geht. Oder sich mal im Lübecker Stadtwald umschauen http://www.luebeck.de/bewohner/umwelt_gesundheit/stadtwald/
      Für kleine Privatwaldbesitzer ist auch noch das Buch “Der eigene Wald: Privatwald optimal bewirtschaften” von Peter Wohlleben sehr zu empfehlen.
      Zu Ihren modernen Maschinen schreibt Wohlleben übrigens: “Fahrspuren sieht man daher nicht mehr so oft, jedoch wird durch die Vibration des gewaltigen Motors ein Effekt wie von einer Rüttelwalze erzielt. Das schnelle Zittern bewirkt eine Bodensetzung, der Boden kann auf bis zu zwei Meter Tiefe in seiner Beschaffenheit verändert werden. Luftkanäle und Poren fallen in sich zusammen…..

      Cuio vae !

      06.3.2012 um 09:00 Uhr · Antworten

      • trivial

        @Galadriel
        Wohlleben verzichtet zwar auf Vollernter aber in seinem Revier werden auch die Rückegassen (40 m) mit schwerem Gerät befahren. Denn die Rücketraktoren sind auch nicht gerade leicht.
        Auch wurden diese Verfahren zur Waldbewirtschaftung nicht von ihm entwickelt sondern er vermarktet diese nur am lautesten.

        06.3.2012 um 11:03 Uhr

      • Galadriel

        @trivial
        Das schrieb Klaus doch oben schon, dass die Rückegassen bei P. Wohlleben 80 – 100 m auseinander liegen.

        06.3.2012 um 11:20 Uhr

  • waldfreund

    @ Ralf

    Sie beweisen mit Ihren Feststellungen, dass Sie sowohl über die örtlichen Verhältnissen im Spessart als auch über die Verwaltungsabläufen eines Forstbetriebes recht unzureichend informiert sind.

    Aber Sie haben ja auch in einem Ihrer zurückliegenden Blogbeiträge selber eingeräumt, dass Ihnen die Verhältnisse im Spessart bisher nicht bekannt seien.

    Deshalb hatte ich Ihnen ja auch schon den Vorschlag gemacht, jetzt im Frühjahr mal den Spessart und seine schönen Laubwälder zu besuchen. Danach könnten wir erneut gerne darüber diskutieren, ob Ihre Erfahrungen und Eindrücke im HSK mit den unsrigen Wäldern etwas zutun hat.
    (Zu Ihrer Information: Die örtlichen Waldverhältnisse des HSK sind mir durchaus nicht unbekannt.)

    Haben Sie schon einmal etwas über Forsteinrichtung, Zwischenrevisionen, Jahresbetriebspläne, div. Rechnungsprüfungen, Zertifizierung und Betriebsrevisionen, Betriebsleitung, Vertragsnaturschutz, Förderrichtlinien etc. gehört? Wenn ja, dann wären Ihre Vorwürfe einer mangelnden Kontrolle m. E.sachfremd und nicht nachvollziehbar.
    Wenn nein, dann wäre es m. E. für Sie hilfreich, sich über diese Kontrollelemente
    eines Forstbetriebes einmal vertraut zu machen. Danach kämen Sie vermutlich in Sachen unzureichender Kontrollen zu einer anderen Einschätzung.

    05.3.2012 um 18:36 Uhr · Antworten

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