Wer hat’s erfunden? Oder: Ist nur ein bewirtschafteter Wald ein guter Wald?

04. April 2012 · von Gastautor/in

Von Sandra Hieke, Dipl. Forstwissenschaftlerin und Waldexpertin für Greenpeace

Sicherlich kann man viel darüber diskutieren, ob die  Pizza in Italien oder den USA erfunden wurde. Und der Hamburger, kommt der aus Hamburg? Es ist alles eine Frage des Standpunktes.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Nachhaltigkeit. Da wäre zunächst einmal Hans Carl von Carlowitz, der seinerzeit im Jahr 1713 von der „nachhaltigen“ Nutzung der Wälder schrieb, ohne näher darauf einzugehen, wie diese zu erreichen sei. Näher umschrieben wurde der Begriff dann 1795 vom Forstwissenschaftler Georg Ludwig Hartig - auch wenn er selbst mit diesem Begriff nicht gearbeitet hat. Damals wurde von „Nachhaltigkeit der Nutzung“ gesprochen, wenn bei der Bewirtschaftung „immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann“. Massennachhaltigkeit. Erstaunlich, dass sich an dieser Sichtweise bis heute wenig geändert hat: Bis heute will sich niemand darauf festlegen, geschweige denn gesetzlich festschreiben, was eine nachhaltige „ordnungsgemäße“ Waldwirtschaft eigentlich heißt.

Trotzdem rufen viele deutsche Förster seit Carlowitz  „Wir haben’s erfunden!“ (heute lauter denn je) und ruhen sich seit 300 – in Worten: DREIHUNDERT – Jahren darauf aus, dass in Deutschland „die Nachhaltigkeit erfunden wurde“. In der forstlichen Unterwelt halten sich sogar noch immer hartnäckig Relikte aus grauer Vorzeit, die behaupten, dass nur ein nachhaltig bewirtschafteter Wald ein guter Wald sei.

Erlauben wir uns dazu einen kurzen Rückblick: Noch einige Jahrzehnte, bevor Hans Carl von Carlowitz den Begriff der „nachhaltigen“ Nutzung „erfand“, glaubte die Menschheit noch daran, die Sonne drehe sich um die Erde. Jeder, der etwas anderes behauptete, wurde zunächst gnadenlos als Ketzer verfolgt. Seitdem hat sich zumindest im Bereich der Astronomie viel verändert. Wenngleich auch Galileo Galilei im Oktober 1992 vom Vatikan offiziell „rehabilitiert“ wurde (manchmal dauert es halt ein bisschen…) – heute weiß man: Die Erde dreht sich unaufhaltsam um die Sonne. Und ähnlich verhält es sich mit dem Wald: Er wächst, ob mit oder ohne unser Zutun. Wer es nicht glaubt, möge einen Zaun ziehen und die nächsten paar hundert Jahre beobachten, was innerhalb des Zaunes wächst.

Wirtschaftswald statt Urwald

Zu glauben, die Wälder heute seien in einem solch guten Zustand, weil Generationen von Förstern sie bewirtschaftet haben, ist nicht nur eitel, sondern auch veraltet. Eine Bestandsaufnahme: Deutschland wäre natürlicherweise zu zwei Dritteln mit Buchenwäldern bedeckt. Heute gibt es in Deutschland lediglich auf zwei bis drei Prozent der Waldfläche noch Buchenwaldgesellschaften, die älter als 140 Jahre alt sind. Die Buche könnte natürlicherweise jedoch über 300 Jahre alt werden. Wo aber sind die restlichen alten Buchenwälder geblieben? Und vor allem: was passiert mit den restlichen alten Buchenwäldern, vor allem denen in öffentlicher Hand, die eigentlich den Bürgern gehören?

Der letzten Frage ist Greenpeace auf den Grund gegangen und hat verschiedene Landesregierungen diesbezüglich schriftlich um Auskunft gebeten. Da Bayern bis heute keine Bestandsdaten geliefert hat, kartierte Greenpeace in den vergangenen Wochen eine Fläche von rund 6800 Hektar im Spessart selbst. Das Ergebnis: Ein Großteil der dort noch verbliebenen Wälder ist schützenswert, aber hochgradig gefährdet. Auch die von den BaySF praktizierte Eichenwirtschaft, bei der ganze Flächen kahlgeschlagen werden, um der Eiche Licht zu geben, gefährdet den Fortbestand der in diesem Gebiet beheimateten Rotbuchenwälder. Und das, obwohl im FFH-Gebiet der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der großflächigen beschlossenen bodensauren Buchenwälder des Buntsandsteins als Ziel im Vordergrund stehen.

Die noch verbliebenen vergleichsweise alten Buchenwälder sind keine Urwälder mehr, denn unsere Urwälder wurden durch die intensive Bewirtschaftung in den letzten 150 Jahren vernichtet. Sie haben aber durch ihr im Vergleich zu den übrigen Wäldern hohes Alter zumindest das Potential, noch natürliche Alters- und Zerfallsphasen auszubilden und damit große Mengen an Kohlenstoff zu speichern und Überlebensinseln für selten geworden Pflanzen- und Tierarten zu werden. Alte Wälder sind im Kampf gegen den Klimawandel unersetzlich. In ihnen werden riesige Mengen Kohlenstoff gespeichert, die durch den Holzeinschlag und die Herstellung überwiegend kurzlebiger Produkte zeitnah freigesetzt werden: Über 40 Prozent des eingeschlagenen Buchenholzes werden als Brenn- und Energieholz genutzt, also verfeuert und in die Luft geblasen. Weitere 30 Prozent werden als Industrieholz zur Herstellung von Span- und Faserplatten sowie zur Zellstoffherstellung in der Papierindustrie verarbeitet, lediglich ein Fünftel des eingeschlagenen Buchenholzes wird noch als Stammholz, also für die Herstellung langlebigerer Produkte genutzt.

Deutschland hat eine internationale Verantwortung

Interessant ist, dass sich durch die Greenpeace-Kampagne vor allem private Waldbesitzer auf den Schlips getreten fühlen, obwohl unsere Forderung nach einem Einschlagsstopp in den Buchenbeständen, die älter als 140 Jahre sind, nur für den öffentlichen (also nicht für den Privat-) Wald gilt. Der Einschlagsstopp soll für alle öffentlichen Forstbetriebe gelten, die noch keine zehn Prozent ihrer Flächen langfristig aus der Nutzung genommen haben und soll so lange gelten, bis ein bundesweites Schutzkonzept umgesetzt ist. Im Rahmen der nationalen Biodiversitätsstrategie haben im Übrigen alle Fraktionen bereits beschlossen, zehn Prozent der öffentlichen Wälder bis 2020 aus der Nutzung zu nehmen. Nun müssen sie es nur noch umsetzen. Taten statt warten. Wo ist das Problem?

Wir haben eine internationale Verantwortung für die einzigartigen noch verbliebenen alten Rotbuchenwälder in Deutschland. Das sieht auch die UNESCO so. Erst letztes Jahr hat die UNESCO fünf kleinere Buchenwaldgebiete in Deutschland als Weltnaturerbe ausgezeichnet. Leider noch zu wenig, um langfristig den Erhalt der natürlichen Buchenwaldgesellschaften in Deutschland zu garantieren. Greenpeace wird sich deshalb auch in Zukunft für den Schutz der Rotbuchenwälder in Deutschland einsetzen.

Und wer dennoch lieber auf die alten Meister vertraut, der nehme sich wenigstens den berühmten Forstwissenschaftler Heinrich Cotta zu Herzen, der in seinen Anweisungen zum Waldbau 1817 schrieb: „Wälder bilden sich und bestehen also da am besten, wo es gar keine Menschen und folglich auch gar keine Forstwissenschaft gibt; und diejenigen haben demnach vollkommen recht, welche sagen: Sonst hatten wir keine Forstwirtschaft und Holz genug, jetzt haben wir die Wissenschaft, aber kein Holz.“

Kommentare

  • Waldschrat

    Zitat:
    Die noch verbliebenen vergleichsweise alten Buchenwälder sind keine Urwälder mehr, denn unsere Urwälder wurden durch die intensive Bewirtschaftung in den letzten 150 Jahren vernichtet.
    Falsch die Wäldflächen wachsen die letzen 50 Jahre.

    04.4.2012 um 12:37 Uhr · Antworten

    • Bartholomäus

      Unsere Urwälder wurden schon vor 500 Jahren zerstört. Und wachsen tut hierzulande nur die Siedlungs- Industrie- und Verkehrsfläche. Dann kann die Fortwirtschaft allerdings nix für.

      04.4.2012 um 13:28 Uhr · Antworten

    • Nur mal so gesagt

      Die Zunahme der Waldfläche sagt erst mal gar nichts über den Wald (speziell über den Zustand des Waldes) aus. Auch Waldwege, Holzlager etc. gelten als Wald. Auch die Fläche eines Kahlschlags zählt weiter als Wald…

      Wer regelmäßig im Wald unterwegs ist, kann deutlich sehen, dass derzeit die Zahl alter Bäume abnimmt. Speziell dicke alte Buchen werden gefällt, so dass in Kürze nur noch Buchen mit einem maximalen Durchmesser von 30 cm zu finden sind … ich habe allmählich den Eindruck, dass bis zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe (10% der öffentlichen Waldfläche bis zum Jahr 2020 aus der Nutzung zu nehmen) noch schnell so viel als möglich gewinnbringend „geerntet“ werden soll.

      05.4.2012 um 09:34 Uhr · Antworten

  • kleinerhobit

    @Waldschrat: Könnten Sie freundlicherweise eine Quelle für Ihre Behauptung nennen?

    04.4.2012 um 15:15 Uhr · Antworten

    • Steffen

      Hat mich auch interessiert, ich habe das hier gefunden:

      http://www.lwf.bayern.de/wald-und-gesellschaft/forstpolitik-wildtiermanagement-jagd/aktuell/2009/33738/index.php

      Zumindest seit 30 Jahren nimmt die Waldfläche in Bayern zu, vielleicht auch schon länger.

      04.4.2012 um 20:38 Uhr · Antworten

    • Waldschrat

      Vielen Dank für diese Nachfrage.
      Aber dies ist Allegemeinbildung.

      Aber es gibt frei zugängliche Quellen.
      Ich bin kein Teil einer Partei in dieser Auseinandersetzung.
      Aber bitte selber suchen und dann hier posten.
      Die Entwicklung der Waldflächen in Deutschland ist dokumentiert.
      Die Waldflächen wachsen.

      04.4.2012 um 20:57 Uhr · Antworten

      • Sara Westerhaus

        Nicht der Buchenwald an sich ist bedroht, sondern alte Buchenwälder. Sie können zeitnah hohe Anteile an wertvollen Tot-, Biotop- und Altholzstrukturen erreichen. Diese sind ein wichtiger Schlüssel für Artenreichtum. Die Intensivierung der Buchenwald-Nutzung verhindert, dass Buchenwälder alt werden.

        05.4.2012 um 10:04 Uhr

      • trivial

        Frau Westernhaus, sie sollen doch nicht lügen, die Bestände wachsen sogar! (siehe z.B. link in steffens Beitrag)
        Desweiteren wurde ihnen von der UF nicht mitgeteilt das O-Ton “In keinem einzigen der von Greenpeace geschilderten Fällen waren Verstöße gegen wald- und naturschutzrechtlichen Vorgaben festzustellen” !
        .
        Nach dem Greenpeace sehr deutlich gemacht wurde das diese Aktion einen Schuss in den Ofen war muss halt eine neuausrichtung der Propaganda (siehe obigen Blogeintrag) erfolgen.

        05.4.2012 um 10:38 Uhr

  • Waldfreund

    @ Sandra Hieke

    Sie machen mich irgendwie sprachlos, wie Sie als “GP – Waldexpertin und Diplom Wissenschaftlerin (?)” ein solches ziemlich “unreflektiertes Zeug” zusammenschreiben können.

    Ihre vergangenen und auch Ihr jetziger Gastbeitrag sind nicht dazu geeignet, sich ernsthaft mit Ihren Thesen auseinanderzusetzen. Man muss sich wirklich fragen, ob Sie z.B. in den Vorlesungen über Fostgeschichte oder Forstnutzung während Ihres Studiums anwesend waren oder aber einfach nicht richtig aufgepasst haben.

    Ich erspare mir hier ein konkretes Engehen auf Ihren Gastbeitrag, weil hierzu in diversen Blogbeiträgen der letzten Wochen zahlreiche Informationen von verschiedensten “Waldexperten” gepostet wurden.
    Die ständige Wiederholung der Argumente ist ermüdent und birgt langsam die Gefahr, dass sich die Leser gelangweilt abwenden.

    04.4.2012 um 16:28 Uhr · Antworten

    • sophistoph

      @ Waldfreund

      Frau Hieke erfüllt nur ihre Pflicht und arbeitet gewissenhaft den Punkt Nr. 14 der von mir angeführten Liste aus dem Handbuch für Propagandisten und Agitatoren ab.

      04.4.2012 um 21:07 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldfreund
      Eines muss ich Ihnen lassen: Sie sind hartnäckig und verfolgen immer dieselbe Strategie. Ich persönlich finde den Artikel inhaltlich und stilistisch sehr gut. Er enthält wohl einige Aspekte, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Aber: Wenn Sie schon Kritik üben, dann bitte konkret.

      Übrigens geht einem die ständige Selbstbeweihräucherung der Förster hier im Forum und in der Öffentlichkeit wirklich auf dem Keks. Ich war gerade noch in einem FFH-Gebiet hier in der Nähe: Großschirmschlag, Altbestand Buchen weg! Die Waldwege mit großen Mengen Asphaltbrocken befestigt und unter den abgelagerten Stämmen liegen wieder einmal Höhlenbäume. Jetzt werden Sie natürlich sagen: Wenn es ein Rechtsverstoss gibt, dann zeigen Sie ihn doch an.
      Das Problem ist, und Sie wissen das sicher genau, dass die meisten Vorschriften zum Artenschutz übergangen werden können.

      Nehmen wir mal das Beispiel Höhlen-/Habitatbäume: Eigentlich ja nach BNatSchG geschützt, aber wenn es um die Verkehrssicherheit oder den Arbeitsschutz geht, dann dürfen sie gefällt werden. Ich verstehe ja den Sinn dieser Reglung. Aber wenn man, wie hier in den letzten Jahren mehrfach passiert, wieder vor gefällten Schwarzspechthöhlen steht und der Förster (ohne die Förster würde natürlich auch der Schwarzspecht niemals existieren) sich permanent rausredet, dann platzt einem eben der Kragen.
      Die Regelungen sind so butterweich, dass die meisten Förster so davonkommen. Und sie wissen das!

      Mittlerweile markiert dieser Förster hier und da auch Habitatbäume, auf Druck von uns, behaupte ich. So war ich gestern noch in einem NSG: Eine einzige abgestorbene Eiche von 35cm Durchmesser (BHD) wurde als Habitatbaum ausgewiesen! Die im Gebiet auch vorkommenden Großhöhlenbäume und alten Buchen (bis 108cm Durchmesser!) wurden nicht markiert. Man könnte vermuten, um der Öffentlichkeit auf Nachfrage einen Habitatbaum präsentieren zu können, wurde diese mickrige Eiche markiert.
      Auch wurden hier vor Ort kleine Waldwege durch Schutzgebiete massiv ausgebaut, mit Kyrillmitteln und ohne Erlaubnis der hierfür zuständigen Unteren Forstbehörde. Folgen hatte dies Vorgehen für den Förster nicht, obwohl es den zuständigen Behörden bekannt ist.

      Anderes Beispiel: Nach § 44 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungszeit … erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert (Nr. 2).
      Jetzt sagen Sie mir: Wie soll man als Naturschützer nachweisen, dass die Entnahme alter Buchen aus den NSGs den Erhaltungszustand der lokalen Grauspecht-Population (VS-Anh. I) verschlechtert? Dazu müsste man wohl ein langfristiges Monitoring durchführen (Wissenschaftlich betreut? Und: Was genau versteht man unter lokaler Population?).

      Kein Wunder, dass die Förster in diesem Forum selbstbewusst fordern, man könne sie bei Gesetzesverstössen ja anzeigen. Das soll wohl suggerieren: Wenn keine Anzeige erfolgt, dann ging alles mit rechten Dingen zu.

      So, jetzt muss ich noch Daten eingeben: Auch wir erfassen mittlerweile die Habitatbäume in öffentlichen Wäldern. Wir haben die Erfahrung machen müssen: Ohne Kontrolle verschwinden die Habitatbäume. Aber ohne Förster gäbe es diese wohl auch nicht, oder?

      PS: Es gibt natürlich auch richtig gute Förster. Aber mein Förster-Bild hat in den letzten drei Jahren doch sehr unter den Eindrücken vor Ort gelitten.
      PPS: @Sandra Hieke. Schreiben Sie mehr Artikel! Dieser ist ausgesprochen gelungen!

      04.4.2012 um 22:00 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Ja, bitte noch mehr! Ich finde z.B. doll, wie “wissenschaftlich” Sandra den armen Galileo Galilei in ihre Beweisführung einbaut….

        04.4.2012 um 22:24 Uhr

      • Nur mal so gesagt

        @Ralf:
        Vielen Dank für Ihren wirklich lesenswerten Kommentar.

        05.4.2012 um 09:10 Uhr

      • Lottina

        Ein lesenswerter Kommentar, der endlich wieder mal zu einer Sachauseinandersetzung beiträgt!

        08.4.2012 um 12:24 Uhr

      • Malbaum

        Asphaltbrocken auf den Waldwegen? Im Staatswald hab ich sowas noch nie gesehen, das ist eher der Stil der Kommunen und Privatwaldbesitzer von denen in der Diskussion nie die Rede ist!

        09.4.2012 um 00:00 Uhr

      • trivial

        @Ralf,
        jetzt übertreiben sie nicht so unverschämt.
        Für viele die mit und in der Natur arbeiten hat sich mittlerweile eine Vorgehensweise zum Schutz von geschützten Lebewesen als optimal herauskristallisiert.
        Falls man geschützte Tier oder Pflanzenarten sieht/findet auf keinen Fall diesen Fund an die selbsternannten Naturschützer vom Nabu, Greenpeace, BUND, UNB oder ähnlichem weiterleiten.
        Denn dadurch entfacht man eine Völkerwanderung zu diesen seltenen Tierarten durch diese Natur(zerstörer)schützer die idR zu einer 100%igen Vertreibung der Tierarten und eine Vermüllung dieses Gebietes bewirken.
        Diesen traurigen Vorfall musste ich schon dreimal beim Schwarzstorch beobachten. Seither erzähle ich den Naturschützern immer wieder das ich diesen nicht mehr sehe (und erfreue mich daran das ich weis das dieser schöne Vogel einen Nistbaum in meinem Wald hat).

        Deshalb könnte für die nichtauszeichnung der Habitatbäume auch ein Grund darin liegen dass die selbsternannten Naturschützer mal nicht zum verlassen der Forstwege animiert werden und durch ihr rumtrampeln im Wald diese geschützten Tiere vertreiben und die Pflanzen zertreten.

        09.4.2012 um 16:15 Uhr

      • Ralf

        Wenn Sie Fremden bereits dreimal den Standort eines Schwarzstorchhorstes verraten haben, dann ist dies, nun ja, blauäugig. Man muss sich in einem solchen Fall schon vorher überlegen, was man tut.
        Wir kartieren hier Habitatbäume via GPS. Sie werden vermessen und fotographiert, so dass man genau belegen kann, wo im Gelände der Baum stand und anschließend werden via QGIS (tolle, freie Software) Karten erstellt.
        Die Markierung ist für Besucher also nicht erkennbar, aber wir können dann nachweisen, wenn in einem Gebiet wieder Höhlenbäume gefällt wurden. Für Jeden erkennbare Markierungen bringt nur unser Förster an (wie gesagt öffentlichkeitswirksam) und nur er, seine Mitarbeiter oder die von ihm beauftragten Lohnunternehmer schlagen geschützte Habitatbäume auch um.
        Herumzuposaunen, wo Hostbäume stehen, wie Sie es getan haben, führt bei so spektaukären Arten wie dem Schwarzstorch zu dessen Vertreibung.

        09.4.2012 um 21:31 Uhr

      • trivial

        @Ralf
        Ich habe Fremden kein einziges Mal den Standort eines Schwarzstorchhorstes verraten. Das einzige was ich jemals machte war einmal (die anderen zwei mal waren es ein anderer Waldbesitzer/Förster) einen örtlichen Vertreter des Nabus(Greenpeace diesen mitzuteilen. Da offentsichtlich dieser den Standort bei Mitgliederversammlungen bekanntgegeben hatte und darauf hin alle “Naturschützer” meinten diesen anschauen zu müssen entstand eine Völkerwanderung zu diesen Horsten.
        Nach diesen schlechten Erfahrungen habe ich (und auch die anderen in der Natur arbeitenden Menschen) beschlossen dies nicht mehr an irgendwelche Naturschützer weiterzugeben. Um einen noch weiteren Schutz zu gewährleisten haben wir die Forstwege die durchs aktuellen Nistplatzgebiet führen etwas Spaziergänger unfreundlich gestaltet.
        Effekt seit zwei Jahren wurde der Storch nicht wieder vertrieben und die örtlichen Naturschützer hoffen immer noch das er wieder kommt.

        Ihre Kartierung mittels GPS ist so etwas von unsinnig. Oder haben sie schon mal versucht ihre kartieren Habitatbäume wieder zu finden.
        Habe das Osterwochenende genutzt um mit meinem GPS-Empfänger (mit Kostenpflichtigem Korrektursignal) ein paar Bäume (alter zw. 100 und ca. 200 Jahren) zu katieren und gestern hat ein Bekannter diese versucht zu finden. Ergebnis. Keiner der Bäume wurde exakt gefunden. Grund die Abschirmung fürs Signal ist zu groß und das obwohl ich ein etwas besseres Gerät als üblich verwendete. Ihre GPS-Katierung ist somit stuß.
        Im übrigen bringen Markierungen nur dann etwas wenn der Bewirtschafter diese auch bei der Auszeichnung für eine Durchforstung findet. Deshalb ist ihre Auszeichnung ein noch größerer Unsinn.
        Vielleicht sollten sie sich noch etwas über die Markierungen im Wald vertraut machen. Denn es gibt schon einen Unterschied zwischen zu fällenden Bäumen, Z-Bäume und Habitatbäume (auch wenn Fachkenntnis offentsichtlich nicht eine Stärke von Greenpeace ist).

        11.4.2012 um 12:27 Uhr

      • Ralf

        @trivial
        Sie haben recht: Die normalen GPS-Empfänger, auch meiner, sind relativ ungenau. Daher wird der Baum im Gelände fotographiert, evt. mit Details wie der Schwarzspechthöhle. Ich finde ihn, oder was von ihm übrig geblieben ist, dann schon wieder, muss aber suchen, da er evt. 10m neben der angezeigten Position steht. Zum Nachweis, dass der gerade gefällte Baum ein Höhlenbaum war, reicht das schon aus. Ich will ja keine hochgenauen Karten für unseren Förster erstellen, warum auch?
        Wichtig ist: Ich streue meine Erfassungen, die wichtigen Altbestände zuerst. Der Förster darf ruhig wissen, was ich mache, aber er soll nicht wissen, welche Flächen ich schon erfasst habe.

        11.4.2012 um 13:02 Uhr

      • trivial

        @Ralf
        10 m? Diese Varianz bekommen sie aber nur im Winter (geringe Abschirmung) und bei geeigneter Lage (Flachland bzw. “freie Sicht” Richtung Süden). Ansonsten kann es schon mal vorkommen das sie 20 m bis 50 m im Umkreis suchen können.
        Desweitern scheinen sie vergessen zu haben das ein Schutz nur mit den Bewirtschaftern zustande kommt und nicht gegen diese.
        Wie sie vom Boden aus erkennen das es sich um eine Schwarzspechthöhle handelt bleibt mir auch ein Rätsel. Beobachten sie für mehrere Stunden (so lange kann es schon mal dauern bis man sich sicher sein kann) ein Gebiet?
        Meinen sie dann nicht das es wert wäre diese Erkenntnisse dann den Bewirtschaftern zukommen zu lassen die nicht die Zeit haben über mehrere Stunden einen Bereich länger zu beobachten?
        Glauben sie ernsthaft jeder Bewirtschafter hat so viel Zeit?
        Aus meiner bisherigen Erfahrung mit Naturschützern musste ich jedoch lernen das Behauptungen sehr schnell aufgestellt werden, aber wenn man tatsächlich dann mal an einem schönen Sonntagmittag sich die Zeit nimmt um diesen Beobachtungen auf den Grund zu gehen dann musste ich feststellen das hier mehr der Wunsch der Vater/Mutter der Beobachtung war.
        So hat sich ein angeblicher Uhu als ein abgebrochener Tannenzweig in der Buche herausgestellt. Sumpfdotterblumen entpuppten sich nach näherer Betrachtung als eine Züchtung die im Gartenfachhandel gekauft und gepflanzt wurde. Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen und hat bei mir jede Illusion über die selbsternannten Naturschützer geraubt.
        Seither handel ich (und viele Bekannte von mir auch) nach dem Motto: Nur nichts den Naturschützern sagen denn dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten das diese Arten auch noch in ein paar Jahren dort zu finden sind.
        Denn ohne diesen Willen der Eigentümer/Bewirtschafter wäre heute nichts mehr da was die selbsternannten Naturschützer tot/wegschützen könnten.

        12.4.2012 um 00:19 Uhr

      • Ralf

        @trivial
        Ich kartiere im Winter, dann sind die Höhlen besser zu erkennen und die Genauigkeit ist höher. Schwarzspechthöhlen lassen sich aber schon recht gut identifizieren, ansonsten wird es als Groß- oder Kleinhöhle eingetragen, denn die kartieren wir mit.
        Wichtig ist bei dem Projekt, dass man sie wiederfinden könnte. Wir wollen damit unserem Förster zeigen: Wir schauen hin, was du machst. Ich wünschte, dies wäre nicht nötig, aber unsere Angebote zur Zusammenarbeit wurden abgelehnt und, wie schon gesagt, hier sind viele Dinge gelaufen, die nicht hätten passieren dürfen.
        Was Artenkenntnis angeht, so stecke ich unseren Förster bei Weitem in die Tasche. Der Mann hat so gut wie keine (!) Ahnung, was in seinen Wäldern lebt. So werden z.B. in der Brutzeit von Waldlaubsänger und Co. städtische Kolonnen mit Laubbläsern durch die Naturschutzgebiete gescheucht, um bestimmte Wanderwege freizublasen, das Laub muss weg. In den letzten Jahren haben sie das im Mai gemacht, in diesem Jahr im März. Vielleicht ändert sich da etwas, aber erst nach unserer Eingabe. Im selben NSG werden im geschlossenen (!) Waldbestand die Wegränder der Wanderwege (Weg hier nur 1 m breit, unbefestigt) mit Frischneidern 1-2x pro Jahr breit gemäht. Das geschieht teilweise im Frühling (z.B. Leberblümchen, Waldplatterbse, usw.), und teilweise im Juni/Juli (z.B. Weißes Waldvögelein, versch. Epipactis-Arten, Blaurote Steinsame). Ich könnte so weitermachen: Der Mann weiß nicht, was er tut, und ich war mehrfach mit ihm unterwegs: Er kennt viele Arten nicht.

        12.4.2012 um 08:39 Uhr

      • stefan

        @ralf
        für wen arbeitest du eigentlich? gp oder jemand anderen? falls letzteres – habt ihr eine webseite?
        (falls du diese informationen preisgeben möchtest)

        12.4.2012 um 09:16 Uhr

      • trivial

        @Ralf
        Da sie bei ihre Katierungsaktion laut ihren aussagen genügend Baumhöhlen finden kann die Forstwirtschaft in dem von ihnen “kontrollierten” Wald ja nicht so schlecht sein. Vorallem da es ja Bäume mit einem BHD von 108 cm gibt die nicht innerhalb von 20 Jahren von null auf diesen Umfang wachsen können.
        Das man an keiner Zusammenarbeit mit ihnen und ihrer Gruppe interessiert ist/war kann ich sehr gut nachvollziehen nachdem ich mehrere ihrer Ausführungen hier gelesen habe.
        Über die anderen Aussagen – vorallem die Wege und die Verkehrssicherungspflicht äußere ich mich nicht da sie offentsichtlich keine Ahnung von den gesetzlichen Regelungen haben.
        Vorallem ist nicht für der Förster verantwortlich sondern wird in genügend anderen Ämtern veranlasst.
        Aber schön das sie ein nettes Feindbild gefunden haben..

        13.4.2012 um 17:24 Uhr

      • Ralf

        @trivial
        Na, Sie scheinen die Situation vor Ort ja genau zu kennen.
        Was mein Nichtwissen angeht: Was genau meinen Sie? Seien Sie doch nicht so unkonkret, oder haben Sie solche Angst davor, ich könnte Sie widerlegen?

        13.4.2012 um 17:35 Uhr

    • Nur mal so gesagt

      @Waldfreund:
      Ist es Ihnen nicht peinlich permanent mit unsachlichen Kommentaren obiger Art aufzufallen?
      Da Sie die Qualifikation Anderer derart in Frage stellen, würde es mich schon interessieren, welche Qualifikation Sie vorzuweisen haben?

      05.4.2012 um 09:43 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    Agenda 21 mit der Brechstange – nur ungenutzte Natur ist “gute Natur”. Dadurch werden bald auch die bewirtschafteten Magerwiesen (sehr artenreich) verschwinden. GP blickt einfach fachlich nicht mehr durch.

    04.4.2012 um 19:46 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Energiesparfuchs
      Wo sagt Greenpeace das? Reine Polemik!

      04.4.2012 um 22:12 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Zitat von ganz oben:
        “Im Rahmen der nationalen Biodiversitätsstrategie haben im Übrigen alle Fraktionen bereits beschlossen, zehn Prozent der öffentlichen Wälder bis 2020 aus der Nutzung zu nehmen. Nun müssen sie es nur noch umsetzen.”
        DAS IST DIE AGENDA 21. Und die muss der Bevölkerung nun aufgedrückt werden.
        Na und der letzte Satz des Artikels als Zitat von Cotta ist offenbar die dahinterstehende Denkweise.
        Nix mit Polemik.

        05.4.2012 um 05:17 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Das Lesen der Zitate im Text von Frau Hieke einschließlich ihrer Einbettung in die Argumentation scheint nicht ihre große Stärke zu sein.

        05.4.2012 um 16:44 Uhr

      • saruman

        @efuchs: Es kann halt nicht Jeder so durchblicken und von Biowasserstoff über Atomkraft, Gentechnik, Klimawandel bis hin zu Forstwirtschaft so allumfassend sachverständig sein wie Sie.

        09.4.2012 um 10:13 Uhr

    • Ralf

      @Energiesparfuchs
      Noch einmal: Wo genau sagt GP, dass Magerwiesen nicht mehr gepflegt werden sollen? Wo, dass nur ungenutzte Natur gute Natur ist? Weichen Sie nicht meiner Frage aus!
      Zur den 10% Waldfläche, die aus der Nutzung genommen werden sollen oder, wie Sie sagen, eine Entscheidung, die der Bevölkerung aufgedrückt werden soll:
      Erstens soll sie den Förstern öffentlicher Wälder aufgedrückt werden. Zur ihrer Information: Diese Wälder gehören eben nicht den Förstern! Wenn dies politisch entschieden wurde, dann müssen diese sich eben fügen. Sie sind schließlich angestellt oder verbeamtet, aber keine Eigentümer.
      Tur mir leid, aber die Bevölkerung ist beim Thema Artenschutz schon viel weiter.
      Auffallend: Sie weichen Fragen aus und werfen Vieles durcheinander.

      05.4.2012 um 12:26 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    Was ist denn schlimmes daran wenn, (O-Ton Sandra)
    “”über 40 Prozent des eingeschlagenen Buchenholzes als Brenn- und Energieholz genutzt, also verfeuert und in die Luft geblasen werden”"??
    Das ist doch genau das, was man den Leuten “eingetrichtert” hat: Verbrennt Holz/Pellets/Hackschnitzel….. dann schützt ihr das Klima!
    Hat Greenpeace da nicht fleißig mitgemacht?

    04.4.2012 um 20:33 Uhr · Antworten

    • Waldschrat

      Noch eine kleine Denkhilfe.
      Ein Baum wächst und bindet CO2.
      Ein junger Wald mehr als ein alter Wald.
      Bedauerlicher Weise stirbt auch eine Buche.
      Warum soll mann denn eine 150 Jahre alte Buche nicht fällen un jungen Wald
      anbauen?????
      Ein im Wald vermodernde Baum bindet wieder Sauerstoff.
      Ein Balken in einem Haus nicht.
      Lernen was ist Wald wo kommt er her ?
      Was war vor 500 Jahren?
      Was vor 50 Jahren?

      04.4.2012 um 21:35 Uhr · Antworten

      • Ralf

        @Waldschrat
        Es gibt eine Reihe von Studien, die zeigen, dass alte Wälder netto noch Kohlenstoff binden können. Alte Wälder sind also noch Kohlenstoffsenken (http://www.nature.com/nature/journal/v455/n7210/abs/nature07276.html).
        Besonders wertvoll sind die alten Wälder aber für den Artenschutz. Leider ein Aspekt, um den sich die meisten Kritiker der GP-Aktion herumdrücken. Argumentativ wird ständig auf die wachsende Waldfläche in Deutschland hingewiesen, was für den Artenschutz praktisch keinen Wert hat, oder auf den Effekt als Kohlenstoffsenke, der von den Kritikern einfach bestritten wird, oder auf die “Tatsache”, dass Wälder ohne Förster nicht wachsen können.
        Zum Artenschutz, also zum Thema “Wie schaffen wir es, dass die Roten Listen der Arten im Wald kürzer werden” von den Kritikern (fast) kein Wort. Ich eröffne einmal diese Diskussion, die ja der eigentliche Grund ist, 10% des öffentlichen Waldes aus der Nutzung zu nehmen.
        Interessant dabei: Es wird hier behauptet, dass der Anteil alter Wälder zugenommen hat. Ich bestreite das nicht, wenn man den passenden Zeitrahmen wählt, so stimmt das. In den letzten Jahrzehnten war de Holzpreis nicht lukrativ genug um die Wälder intensiv zu nutzen. Der daraus folgende Teilverzicht der Nutzung hat sicher zur verbesserten Altersstruktur beigetragen und für die Förster war es leicht, sich in der Öffentlichkeit als Artenschützer zu profilieren. Jetzt, bei steigenden Preisen, wird die Nutzung intensiviert. Jetzt kommt es zur Nagelprobe: Ist der Förster ein Artenschützer, oder war der Alterszuwachs der Wälder in den letzten Jahrzehnten nur ein Kollateralschaden der niedrigen Holzpreise? Meine eigenen Erfahrungen in den letzten Jahren sprechen für den letzte Annahme.

        05.4.2012 um 13:21 Uhr

    • Sara Westerhaus

      Mit Holzpellets zu heizen ist prinzpiell okay – wenn ein paar Bedingungen erfüllt sind:

      Die Pellets sollten nur aus Sägenebenprodukten wie z.B. Spänen hergestellt sein (sog. Kaskadennutzung). Damit soll sichergestellt werden, dass Bäume nicht ausschließlich für die energetische Verwendung geschlagen werden und für das Ökosytem Wald wichtiges Totholz auch dort verbleibt.

      Holzpellets sollten darüber hinaus regional erzeugt und verwendet werden. Das heißt in der Konsequenz: Pellets sollten vor allem in waldreichen Regionen genutzt werden, Importe, vor allem aus Übersee, sind tabu. Wenn man Pellets kauft, sollte man dies bei den Produzenten bzw. Verkäufern nachfragen.

      Pellets und Biomasse im Allgemeinen werden oft als die Allzweckwaffe im Kampf gegen den Klimawandel gepriesen. Aber Vorsicht: Biomasse ist im Gegensatz zu Sonne und Wind ein begrenztes Gut, dass daher auch im Wärmemarkt nur eine Nischenfunktion einnehmen kann. Daher lehnt Greenpeace auch die Verfeuerung von Biomasse in großen Kraftwerken, wie z.B. auch als Beifeuerung in ineffizienten Kohlekraftwerken, ab. Effiziente und emissionsarme Pelletheizungen können z.B. in waldreichen Regionen die Ölheizungen in Einfamilienhäusern ersetzen.

      Generell gilt als Voraussetzung für die nachhaltige Nutzung jeglicher Holzprodukte: die verarbeiten Bäumen sollten aus zertifizierter ökologischer Waldnutzung, wie in Deutschland Naturland oder FSC, stammen.

      05.4.2012 um 14:34 Uhr · Antworten

      • sophistoph

        Liebe Frau Westerhaus,
        entschuldigen sie bitte, sicherlich werden sie jetzt richtig böse auf mich sein, aber wenn ich ihr Posting lese, habe ich das Gefühl gerade Radio Jerewan eingeschaltet zu haben.

        05.4.2012 um 14:44 Uhr

      • Lottina

        Gut, dass Sie den Zusammenhang zwischen Holzpellets (ohne nachhaltige Forstwirtschaft) und Biomasseenergie hinweisen! Auch bei der Energiewende ist eine differenzierte Betrachtungsweise und Wissen um diese Dinge wichtig, damit neue Fehler vermieden werden können.

        08.4.2012 um 12:31 Uhr

  • Laszlo

    Sandra Hieke hat leider Recht. Und die Hinweise darauf, dass die Waldfläche zunimmt, hat leider mit dem Problem, dass wir keine Urwälder mehr haben, gar nichts zu tun. @Waldfreund und @Waldschrat sollten dann doch lieber ihren Forumsnamen in Forst- oder Holz…umändern, denn von Wald scheinen sie doch recht wenig Ahnung zu haben. Oder wirklich sprachlos bleiben, wie angekündigt. Habe selten so viel Unfug in Kommentaren gelesen wie von den selbsterklärten Gegnern von umweltfreundlicherer Waldnutzung. Ich zumindest habe beim Studium der Forstwissenschaften mehr über Holzproduktion als über den Wald erfahren müssen, Waldwissen musste man sich anderswo aneignen, wenngleich heute einige modernere Lehrstühle wie in Freiburg und Eberswalde sich doch in eine gute Richtung bewegen.

    Dass gerade im Land, in dem angeblich die Nachhaltigkeit erfunden wurde, sich die Verbänder der Forst- und Holzwirtschaft, sowie Waldbesitzerverbände (das ist nicht automatisch die Mhehrheit der Waldbesitzer!) so vehement gegen die Unterschutzstellung von gerade einmal 5% des gesamten Waldfläche wehren, und dass diese Zunft sich nicht einmal für die Massennachhaltigkeit eingesetzt hat, als das Bundeslandwirtschaftsministerium BMELV in den Planungen zur Waldstrategie 2020 empfehlen wollte, für einige Jahrzehnte deutlich mehr Holz einzuschlagen als nachwächst, ist ein Armutszeugnis für diese Zunft. Dies zu verhindern, blieb uns Umweltverbänden überlassen. Zumindest für die Verantwortlichen, denn es gibt in der Tat viele Förster, die sich für ihren Wald und auch für mehr Naturschutz engagieren (möchten).

    Für alle die es nicht glauben können, Sie dürfen gerne mal Urwälder besichtigen, die es in vielen Ländern noch gibt, obwohl dort keine Förster oder Holzfäller jemals unterwegs waren (bzw. gerade deswegen!). Kommt es Ihnen nicht auch merkwürdig vor, dass es solche Wälder gibt? Wie haben das nur die Bäume angestellt, so ganz ohne forstliche Anleitung?

    05.4.2012 um 06:34 Uhr · Antworten

  • Erna

    Und die Kuh wird nochmal durchs Dorf getrieben. Neue Nahrung gibts nicht und sie wird immer dünner, mal sehen wie lange noch unf wann sie tot umkippt.

    Es wäre schön wenn sich GP mal um die tatsächlichen Probleme im Wald kümmert. So sollen in immer mehr Bundesländern in den Wäldern Rodungen für WKA einschließlich den Anfahrstraßen erfolgen. Wo ist dort der GP Protest? Von den Problemen wie Brand von WKA (und damit dann des Waldes), Unlöschbarkeit der WKA, Tötung von Vögeln und Fledermäusen (vor allem im Wald), Störung der Waldbewohner und Besucher durch Lärm mal ganz zu schweigen.

    05.4.2012 um 06:47 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Hallo Erna, wie Windkraft und Waldschutz zusammenpassen, haben wir auf unserer Homepage erläutert: http://www.greenpeace.de/themen/energie/erneuerbare_energien/artikel/wie_windkraft_und_waldschutz_zusammenpassen/

      05.4.2012 um 11:46 Uhr · Antworten

      • Erna

        Ja wenn das so ist, frage ich mich doch wo GP war, als WKA in Wäldern errichtet wurden die laut GP auszuschließen sind? Ich habe diesbezüglich von nicht einem einzigsten (!) Protest seitens GP in den letzen Jahren etwas gehört oder gelesen.

        Wie steht denn GP z. B. zu den geplanten Anlagen im Soonwald. Dort wurde selbst ohne Genehmigung schon kräftig gerodet und die örtlichen BIs wären über jede Unterstützung seitens GP sicher froh gewesen. Oder wo war GP als in Lieberose 650 Hektar Wald für einen Solarpark gerodet werden sollten? Das die Politik es zumindest vorerst verhindert hat, heiß noch lange nicht, dass es nicht doch noch umgesetzt wird.

        05.4.2012 um 14:33 Uhr

      • Sara Westerhaus

        Zum Thema Soonwald hat Greenpeace im Januar festgestellt: “Eingeschränkt weist auch der Soonwald Nationalpark-Qualitäten auf. Ein über 5.700 Hektar großes Natura 2000-Gebiet könnte hier den Kernbereich eines Nationalparks bilden.”
        http://www.greenpeace.de/themen/waelder/presseerklaerungen/artikel/pfaelzerwald_am_besten_geeignet_als_buchen_nationalpark/
        Wir fordern ja auch eine nachhaltige Nutzung in allen Teilen Deutschlands, was die genannten Wälder natürlich einschließt. Die Forderungen von Greenpeace beziehen sich nicht nur auf den Spessart!

        05.4.2012 um 14:52 Uhr

  • Laszlo

    sorry @Erna, aber es ist eine verbreitete Unsitte, diejenigen, die sich für etwas engagieren, mit dem Hinweis auf andere Probleme abzukanzeln. Abgesehen davon, dass sich Greenpeace sicher auch dafür engagiert, Probleme mit Windkraftanlagen zu vermeiden, wäre es begrüßenswert diejenigen zum Engagement aufzufordern, die noch nichts tun. Energiesparen zum Beispiel, damit wir erst gar nicht soviel davon erzeugen müssen. Damit wäre uns allen geholfen. Auch dem Wald, denn je weniger Heizenergie und Papier wir verbrauchen, desto mehr Holz kann auch mal im Wald bleiben oder für die Erzeugung der guten langlebigen Holzprodukte (v.a. Bauholz) eingesetzt werden. Frohe Ostern :-)

    05.4.2012 um 07:20 Uhr · Antworten

  • sophistoph

    @ Laszlo

    Engagement ist gut, aber Engagement sollte nicht mit ideologischen Aktionismus verwechselt werden und gleichzeitig zur Akquirierung neuer Spendenmittel benutzt werden, eine Vorgehensweise die leider immer mehr bei GP im Vordergrund rückt.

    05.4.2012 um 08:38 Uhr · Antworten

    • stefan

      seh ich anders: gp leistet nach wie vor gute und wertvolle umweltschutzarbeit, und wenn es gp nicht gäbe, läge einiges mehr im argen. insofern ist deine als faktum formulierte aussage nur eine persönliche, tendenziöse sichtweise.

      05.4.2012 um 08:55 Uhr · Antworten

      • sophistoph

        @ Stefan

        Ja, und eine Menge Lügen wären auch ohne GP in der Welt, so wie die von Brent Spar. Diese Lügen führten sogar zu einem Brandanschlag in Hamburg auf eine Tankstelle von fanatischen GP Anhängern. Oder ist das auch lediglich nur eine tendenziöse Sichtweise ohne Faktum?

        05.4.2012 um 09:37 Uhr

      • stefan

        1.lüge ist mal wieder das falsche wort. ein paar eckdaten zur damaligen kampagne:
        erste besetzung der plattform am 30.4.1995, danach bald eine breite politische und öffentliche diskussion.
        veröffentlichung der falschen zahlen zur rohölmenge am 18.6., also zwei monate später und zwei tage vor
        einlenken von shell und aufgabe am 20.6.
        öffentliche und schriftlich an shell gesandte entschuldigung für die falschen zahlen, die auf eine falsche bewertung der messergebnisse zurückzuführen waren am 4.9.
        es war also erstens keine lüge, denn so etwas ist bewusste täuschung, sondern ein fehler, und zweitens hatten diese zahlen kaum einfluss auf den hintergrund sowie den erfolg der kampagne.

        2.zum zeitpunkt des anschlags hatte die kampagne längst eine breite öffentlichkeit erreicht. im zusammenhang der täterschaft von gp-anhängern zu sprechen ist falsch. gp reagierte schon am nächsten morgen mit der verurteilung jeglicher gewalt, dies auch gemäß der grundprinzipien von gp.

        05.4.2012 um 10:07 Uhr

      • sophistoph

        @ Stefan
        Sorry, da ich neben meiner Arbeit die die Kommentare schreibe und für diese nicht die notwendige Konzentration abrufe, unterlaufen mir zuweilen immer wieder recht blöde Fehler. Richtig sollte der Text lauten: Ja, und eine Menge Lügen weniger gäbe es ohne GP in dieser Welt, so wie die von Brent Spar. Diese Lügen führte sogar zu einem Brandanschlag in Hamburg auf eine Tankstelle inmitten eines Wohngebietes, von fanatischen GP Anhängern verübt. Oder ist das auch lediglich nur eine tendenziöse Sichtweise ohne Faktum?

        05.4.2012 um 10:15 Uhr

      • stefan

        wenn du meine antwort gelesen hättest, hättest du gemerkt, dass ich über diesen fehler hinweggesehen habe, und deiner behauptung so, wie sie von dir intendiert war, entgegengetreten bin. und überhaupt – wie sollen diese 17 jahre alten und 1000mal richtig gestellten geschichten deine obige behauptung bzgl. spendenakquise stützen?

        05.4.2012 um 10:37 Uhr

      • sophistoph

        @ Stefan

        Es war eine GP Kampagne die wissentlich auf eine falsche Faktenlage beruhte und mit der bewusst die Öffentlichkeit getäuscht wurde.
        Dieses Faktum wurde auch am 5. September 1995 von GP zugegeben, dass man mit den Fakten grob fahrlässig umgegangen sei.
        Dieses Verhältnis zur Wahrheit zieht sich eigentlich wie ein roter Faden durch beinahe alle GP Aktivitäten, wobei immer stark polarisiert wird. Dieses Polarisierung von Seiten GP führt in der Regel immer zu einer einseitigen Sichtweise und trägt damit zwangsläufig zur Verdummung vieler Menschen bei.
        Und genau dieses Faktum ist auch bei dieser unseligen Kampagne um den bayrischen Wald im Spessart zu beobachten.

        05.4.2012 um 11:06 Uhr

      • stefan

        deine behauptungen werden durch wiederholung nicht richtiger. hier der originaltext der richtigstellung vom 5.9. und der brief an shell vom 4.9.: http://archive.greenpeace.org/comms/brent/sep04.html

        05.4.2012 um 11:17 Uhr

      • stefan

        nebenbei: ich unterstelle dir genauso viel oder wenig wissen zu forstwirtschaft und nachhaltigem umgang mit wald wie mir. vielleicht solltest du dich mit aussagen zu der kampagne daher genauso zurückhalten.

        05.4.2012 um 11:21 Uhr

      • sophistoph

        @ Stefan
        Ja frei nach dem Motto: Schuld für meine offensichtlich gewordenen Lügen haben die anderen, ich konnte es ja nicht besser wissen, weil irgendwer etwas verkehrt ausgemessen oder übermittelt hat. Alles klar, wenn ich Lüge haben die Anderen schuld, weil sie mir nicht alles erzählt haben – ein typischer Fall von GP Logik
        Zur Forstwirtschaft, es ist richtig, hiervon verstehe ich nicht viel, aber die hier geführte fachliche Argumentation auf Grundlage einer starken Faktenlage von Seiten solcher Fachleute wie den Waldfreund und eine Reihe seiner Forstkollegen sind für mich nachvollziehbar und durch ihre innere Logik durchaus schlüssig und überzeugend.
        Dagegen entdecke ich bei den GP „Experten“ immer wieder diese polarisierenden Argumentationsstrukturen, die letztlich nur dazu dienen sollen, Menschen ohne spezielle Fachwissen, so wie es hier bei mir der Fall ist, zu manipulieren und zu verdummen.
        Dieses Verhalten ist leider bei GP Kampagnen übergreifend zu beobachten.

        05.4.2012 um 12:49 Uhr

      • stefan

        nochmal: die mengenangabe war nicht zentral bei der kampagne, kam erst kurz vor erfolgreichem abschluss, war auf einen messfehler zurückzuführen, wurde später richtiggestellt, … ein derart transparentes verfahren hätte man sich damals von shell gewünscht. du verwechselst lügen mit fehler. wenn du da mal nicht nach deiner liste verfährst … ;)
        zur forstwirtschaft: aus meinem blickwinkel stellt sich die argumentation von gp sowie einiger forstleute hier im blog wie ralf oder laszlo zwingender dar, obwohl mich einige argumente von z.b. waldfreund auch ansprechen. betrachtet man die ganze kampagne von den grundzielen von gp aus, nehme ich klar deren position ein. du siehst: es kommt immer auf die vorab eingenommene perspektive an. dies zu erkennen und auf dieser basis zu urteilen und handeln, nennt man ausgewogenheit. der gegenteiligen position “lüge, propaganda, agitation, manipulation, verdummung …” vorzuwerfen zeugt wenig davon. obwohl du genau diese ausgewogenheit immer wieder forderst. hm. in meinen augen argumentierst du meistens auf einer gewissen metaebene richtig, konkret verhältst aber gerade du dich am wenigsten nach deinen maßgaben. das ist, was ich übergreifend beobachte.

        05.4.2012 um 13:32 Uhr

      • sophistoph

        @ Stefan

        Wenn du eine Kampagne von den Grundzielen aus betrachtest, sollte dein Blickwinkel auch die Grundziele von GP erfassen und dabei fragen, wer hinter diesen Zielen steht. Wenn du dann nicht gerade unsehend (Blind könnte dich vielleicht beleidigen) sein willst, wirst du unschwer erkennen müssen, hinter all diesen Zielen stecken die Vorgaben des Clubs of Rome, nach deren Musik und Takt letztendlich GP tanzt.
        Aber es geht ja eigentlich auch nicht um deinen Blickwinkel, denn du sollst ja nicht manipuliert oder verdummt werden, weil du ja bereits auf der „richtigen Seite“ angekommen bist.
        Denn es geht letztlich darum, wie eine Kampagne in der Öffentlichkeit von GP betrieben wird. Und hier wird polarisiert und nur die Sichtweise von GP als die einzig Richtige dargestellt. Gerade aber diese Verhaltenweisen zeigen die primären Manipulationsabsichten von GP auf. Diese objektiven Fakten kannst du auch nicht mit deiner propagandistischen Rhetorik hinwegreden.
        Dass du rhetorisch und propagandistisch gut geschult bist, ist unbestreitbar und mittlerweile hier schon vielen aufgefallen.Scheinbar ist es einfach nur dein Job in diesem Blog alle kritischen Kommentare rhetorisch zu verdrehen oder suggestiv zu beeinflussen, daher habe ich auch keine Lust mich über deine weiteren Auslassungen, hinsichtlich deiner „Metaebene“, einzulassen, denn dieses würde letztendlich nur so wie das „Hornberger Schießen“ enden.
        Also sehe es als eine Art der Arbeitserleichterung von mir.

        05.4.2012 um 14:37 Uhr

      • stefan

        qed

        05.4.2012 um 14:43 Uhr

    • Laszlo

      @sophistoph, das ist eine noch üblere Unsitte, Leuten “ideologischen Aktionismus” vorzuwerfen, die sich aus Überzeugung und mit viel Fachwissen für eine Sache einsetzen. Erst mal bitte erläutern, das das sein soll, in den meisten Fällen ist das nämlich ein Totschlag”argument”.

      Und was ist dagegen zu sagen, dass Menschen Geld an GREENPEACE spenden? Neidisch? Verdient man bei GREENPEACE etwa solche horrenden Gelder wie die Vorstände der Bayerischen Staatsforsten? Kriegen die Aktivisten Geld dafür, dass sie wertvollste Bäume des Bürgerwaldes verhökern, anstatt ihren gesetzlichen Auftrag, den Wald auch wegen seiner anderen Fuktionen als Holzproduktion zu bewahren? Natürlich können die Grünfrieds nicht nur im Büro sitzen und Spendenbriefe schreiben, sind wir doch froh dass sie vor Ort aktiv werden und sich mit der Materie und auch mit denjenigen auseinandersetzen, die anderer Meinung sind? Und sie beschimpfen Sie übrogens auch nicht.

      Wäre nett, sachlich zu bleiben und Argumente auszutauschen, denn selbst dann bleibt noch genug Stoff für engagierten Austausch.

      06.4.2012 um 04:44 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Kaum ist Sophistoph dabe, wird nicht mehr über das Thema gesprochen, sondern eine Kampagne gegen Greenpeace eröffnet.

      08.4.2012 um 12:37 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Zitat Greenpeace:

    Dieser Raubbau in den alten Buchenwäldern vernichtet unsere wirksamsten natürlichen Klimaschützer. Denn Laubwälder mit alten, dicken Bäumen speichern besonders große Mengen des schädlichen Kohlendioxids (CO2). Noch 1990 konnten die Wälder in Deutschland 80 Mio. Tonnen CO2 aufnehmen. Heute sind es nur noch zwei Mio. Tonnen.
    …………………………………………………………………………..
    Dies steht immer noch neben dem Spendenaufruf.
    Faktisch falsch und haltlos. Hier soll der Einduck entstehen das das Fällen
    alter Bäume die mögliche Aufnahme von CO2 um 97% gesenkt hat.

    Und hier im Beitrag wird suggeriert, daß der Bestand an Wald die letzten Jahre
    abgenommen hat.
    Ist das eigentlich nur Provokation oder tatsächliche Dummheit???

    05.4.2012 um 11:41 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @Waldschrat
    Wenn Sie mt dieser Aussagen nicht einverstanden sind, so widerlegen Sie sie doch!
    Und wo findet sich im Artiekl die von Ihnen kritisierte Suggestion? Und wo findet sich in Ihrem Beitrag ein Argument?

    05.4.2012 um 13:02 Uhr · Antworten

    • sophistoph

      @ Ralf

      Hören sie doch bitte mit ihren propagandistischen Spielereien auf. Merken sie denn überhaupt nicht, wie klassisch sie hier nach dem Leitfaden aus dem Handbuch für Propagandisten und Agitatoren wiedereinmal handeln?
      Was wollen sie den Waldschrat eigentlich unterstellen, bringen sie doch bitte einfach ein wenig mehr Substanz in ihrer Argumentation hinein.

      05.4.2012 um 13:19 Uhr · Antworten

      • Ralf

        @sophistoph,
        ich warte auf Argumente!

        05.4.2012 um 13:25 Uhr

      • sophistoph

        @ Ralf

        Die liefern sie doch gerade selbst.
        Danke!

        05.4.2012 um 13:47 Uhr

      • Erna

        @Ralf
        Wenn Sie die letzen Wochen verschlafen haben sollten Sie bei Anderen nicht die Schuld suchen sondern ihre geforderten Argumente in den zahlreichen vorhergehenden Blog-Beträgen sich selber suchen. Das GP sich hier hoffnungslos verrannt hat sieht ein Blinder. Letzlich wird die Kuh in regelmäßigen Abständen weiterhin durchs Dorf getrieben in der Hoffnung, dass doch irgend etwas hängen bleibt. Ach ja und im übrigen auch ohne GP ist die Waldfläche in D gewachsen.

        05.4.2012 um 14:45 Uhr

      • Ralf

        @Erna
        Dieser Artikel, auf den sich Waldschrat und meine Antwort bezieht, ist von gestern! Wenn er behauptet, der Artikel suggeriere etwas, nämlich dass GP bestreitet, die Waldfläche in D sei gewachsen, dann möchte ich den Beleg dafür. Welche Stelle könnte er meinen? Dazu muss ich nicht die Blogs der letzten Wochen zu Rate ziehen.
        Lesen Sie einfach meine Beiträge sorgfältiger und argumentieren Sie, wenn Sie an einem Diskurs zum Thema interessiert sind!

        05.4.2012 um 15:06 Uhr

  • Waldschrat und wer hats erfunden? die Deutschen

    http://www.zeit.de/1999/48/Der_Erfinder_der_Nachhaltigkeit

    Die deutsche Forstwissenschaft und damit das Konzept der Nachhaltigkeit erlangten im Laufe des 19. Jahrhunderts weltweite Geltung. Absolventen der Forsthochschulen wirkten in Russland und Skandinavien, in Frankreich, selbst in Indien und anderen britischen Kolonien und in den USA. Sie machten sustained yield forestry, zu einem Schlüsselbegriff.

    05.4.2012 um 13:10 Uhr · Antworten

  • Waldschrat und wer hats erfunden? die Deutschen

    Und hier für den geneigten Leser:

    http://www.ieg-ego.eu/de/threads/hintergruende/natur-und-umwelt/bernd-stefan-grewe-wald/?searchterm=Wald&set_language=de#DashlzerneZeitalter

    05.4.2012 um 13:25 Uhr · Antworten

  • stefan

    die forstleute berufen sich nach wie vor auf den ursprünglichen begriff der “massennachhaltigkeit”. dass der begriff in den letzten jahrhunderten viele weitere aspekte gewonnen hat, und heute wesentlich differenzierter betrachtet wird, bleibt außen vor. wird sich analog dazu in gewissen fachkreisen bei der waldbewirtschaftung ebenfalss auf jahrhundertealte konzepte berufen?

    05.4.2012 um 13:42 Uhr · Antworten

    • Waldfreund

      @Ralf

      So, so……. DIE FORSTLEUTE BERUFEN SICH NACH WIE VOR AUF DEN URSPRÜNGLICHEN BEGRIFF DER MASSENNACHHALTIGKEIT – so Ihr Zitat.
      Woher haben Sie diese Erkenntnis, dass Sie hier eine so verallgemeinernde Aussage posten?

      Ich glaube eher, dass Sie entweder in Ihrer eigenen Sichtweise eines im Naturschutz tätigen gefangen sind oder aus Ihnen vielleicht ein gewisser “Frust” eines insbesondere im Sauerland mit seinem hohen Fichtenanteil tätigen spricht.

      Viele meiner Forstkollegen und ich brauchen keinen belehrenden Nachhilfeunterricht in der von Ihnen schon geposteten Weise, dass angeblich erst auf Druck des Naturschutzes wir “Naturschutzignoranten” uns erst seit neuestem mehr oder weniger bequemen, Habitatbäume, Höhlenbäume etc. zu markieren und zu schützen.

      Wir machen das hier bereits seit mehr als 30 Jahren! Bei uns sind z. B. sämtliche heimischen Spechtarten zu beobachten – und das soll auch trotz Bewirtschaftung “auch der Laubholzaltbestände” so bleiben. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit als Ergänzung der ökonomischen sind uns durchaus bekannt, weil erst dieser harmonische Dreiklang ein tragfähiges Waldbewirtschaftungskonzept ergibt.

      Die Verhältnisse hier im Spessart (siehe GP – Kampagne) sind mit den Ihrigen im Sauerland nicht vergleichbar – bitte überzeugen Sie sich davon vor Ort. Ich glaube zu wissen wo von ich rede, denn ich kenne beide Gebiete aus jahrelanger persönlicher Erfahrung und Anschauung. In diesem Zusammenhang mache ich Sie auf unsere beiderseitigen älteren Blogbeiträge aufmerksam.

      Anbei noch der Link auf einen offenen Brief der Mitarbeiter der BaySF – Betriebe im Spesart. Daraus wird m. E. deutlich, wie diese “Waldexperten” wirklich “ticken” und warum sich diese hier zu Unrecht an den öffentlichen Pranger gestellt fühlen.

      http://www.baysf.de/de/home/unternehmen_wald/aktuelles/detailansicht/article/46/offener-brief-an-greenpeace.html

      05.4.2012 um 21:15 Uhr · Antworten

      • Ralf

        @Waldfreund
        Auch wenn Sie es hartnäckig ständig wiederholen: In meinem näherem Umfeld gibt es hauptsächlich Laubwald. Das habe ich Ihnen in einem anderen Beitrag bereits gepostet. Und auch wenn es Ihnen nicht in den Kram passt: Wenn ich in einem reinen Fichtenforst leben würde, dürfte ich mich ebenfalls hier äußern, oder wie sehen Sie das?
        Zum Artenschutz: Schön, dass Sie die Fauna der Buchenwälder auf die Spechtarten reduzieren, was das argumentieren für Sie leichter macht. Diese sind längst nicht so spezialisiert wie z.B. die Urwaldreliktarten der Käfer. Warum sind die wohl so gut wie weg? Aber auch dazu habe ich hier bereits einiges geschrieben. Zum Artenschutz schweigen die Forstmänner hier.
        Einen Nachtrag zum Schwarzspecht im HSK: In der 50er Jahren fast verschwunden, breitete er sich infolge der günstigeren Altersstruktur der Buchenwälder in den letzten 60 Jahren wieder aus. Jetzt beobachten wir aber massive Verluste bei den alten Buchen und er wird garantiert wieder zurückgehen, wenn sich der jetzt zu beobachtende Trend fortsetzt. Schwieriger ist die Situation bei Grauspecht, der hier bereits jetzt spürbar abnimmt.
        Trotzdem erwarte ich Vorschläge zum Artenschutz von Ihnen für die Arten, die von dem Nutzungsverzicht profitieren sollen. Das sind auch die Spechte, die sind aber nicht so extrem betroffen wie andere Artengruppen.

        05.4.2012 um 23:19 Uhr

    • stefan

      das war mein post, nicht der von ralf. vielleicht war das tatsächlich zu verallgemeinernd formuliert. ich bin kein fachmann und kann mir nur von außen ein urteil bilden. der post resultiert allerdings daher, dass zum zweiten mal innerhalb weniger wochen (tage?) im zusammenhang mit nachhaltigkeit hans carl von carlowitz angeführt wurde, und dessen konzept ist ja nun wirklich ein wenig angestaubt.

      05.4.2012 um 22:06 Uhr · Antworten

      • Waldfreund

        @ Stefan

        Pardon, und danke für den Hinweis. Bei den “hin und her brandenden Beiträgen”
        ist mir diese Panne passiert.

        Gleichwohl treffen meine Einlassungen im Wesentlichen auch auf die letzten Beiträge des @ Ralf zu.

        @ Stefan

        Carlowitz hat 1713 erstmalig die forstliche Nachhaltigkeit beschrieben – zu der damaligen Zeit und dem Hintergrund des damaligen vorherrschenden katastrophalen Waldzustandes eine bahnbrechende Erkenntnis.
        Heute wird dieses ökonomische Gebot durch die ökologische und soziale Nachhaltigkeit ergänzt. Dies ist Stand einer geregelten vorbildlichen Forstwirtschaft.

        05.4.2012 um 22:37 Uhr

  • Waldschrat

    @stefan

    Greenpeace demonstriert irrtümlicher Weise gegen eine Eichesaat.
    Ohne Forstleute keinen Forst
    quod erat demonstrandum

    05.4.2012 um 14:01 Uhr · Antworten

  • stefan

    ganz allgemein: ne menge spiegelfechtereien und strohmann-argumente unterwegs heute …

    05.4.2012 um 15:10 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @ Stefan
    Ich sehe die persönlichen Anfeindungen und Spiegelfechtereien nur als Versuch eine Diskussion zu unterbinden. Das sollten denen nicht gelingen.

    05.4.2012 um 15:21 Uhr · Antworten

    • sophistoph

      Lustig, lustig wenn sich da die Spiegelfechter über ihre eigene Kampfkunst beschweren.
      Ralf kennen du eigentlich den Unterschied zwischen diskutieren und oktroyieren?

      05.4.2012 um 17:59 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @stefan:
    Zitat:
    gewissen fachkreisen bei der waldbewirtschaftung ebenfalss auf jahrhundertealte konzepte berufen?

    Da liegt der Denkfehler Greenpeace weiss seit 8 Wochen was eine
    Eichensaat ist.
    Die forstwissenschaften forschen seit gut 200 Jahren.
    Wo ist unser Wald besser aufgehoben?

    05.4.2012 um 16:37 Uhr · Antworten

    • stefan

      genau, nur werden die erkenntnisse auch umgesetzt? so wie ich das verstanden habe, gibt es genügend förster, die mit erfolg andere wege eingeschlagen haben, und deren konzepte dann auch eher den vorstellungen von greenpeace entsprechen. oder gibt es innerhalb dieses wissenschaftszweiges keine kontroversen ansichten und diskussionen? das wäre schade und würde wiederum ein schlechtes bild auf innovationspotential und -bereitschaft werfen.

      05.4.2012 um 16:49 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Ralf:

    hier Schreibt Greenpeace:
    Keine Zeile ohne Lüge…

    Alte Buchenwälder schützen

    Der weltweit gestiegene Rohstoff- und Energiebedarf führt dazu, dass selbst Buchenholz als Brennholz in Kraftwerken verfeuert wird. Allein in den vergangenen 20 Jahren hat sich der Holzeinschlag in Deutschland verdoppelt. Dieser Raubbau in den alten Buchenwäldern vernichtet unsere wirksamsten natürlichen Klimaschützer. Denn Laubwälder mit alten, dicken Bäumen speichern besonders große Mengen des schädlichen Kohlendioxids (CO2). Noch 1990 konnten die Wälder in Deutschland 80 Mio. Tonnen CO2 aufnehmen. Heute sind es nur noch zwei Mio. Tonnen.
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Raubbau vernichtet
    Alter Wald ist besserals junger
    Das veramschen nach China fehlt noch.

    05.4.2012 um 16:44 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @stefan
    Zitat:die mit erfolg andere wege eingeschlagen haben, und deren konzepte dann auch eher den vorstellungen von greenpeace entsprechen……

    Ja eine Eichensaat, damit wertvolle Bäume nachwachsen.
    Aber wenn man es nicht weiss und nicht fragt??
    Dann wird von illegale Rhodungen gesprochen und dass Buchen zu Dumpingpreisen nach China exportiert werden.
    Und wertvoller Wald wie die letzten Buchen werden vernichtet.
    Ausgebucht. 97% CO2 wird weniger gebunden wenn die alten Buchen
    gefäkllt werden. Die alten Buchen!!!

    Wer führt hier eine Lügenkampagne?
    Wer verhindert eine ernsthafte Diskussion.
    Jetzt sind es nicht mehr die Douglasien sondern die bösen Eichensaaten.
    ZITAT:Auch die von den BaySF praktizierte Eichenwirtschaft, bei der ganze Flächen kahlgeschlagen werden, um der Eiche Licht zu geben, gefährdet den Fortbestand der in diesem Gebiet beheimateten Rotbuchenwälder.
    Ganze 2ha von 6700ha.
    Greenpeace hat ein neues Feindbild.
    Die schnellwachsende agressive deutsche Eiche.
    Ruck zuck 200 Jahre später sind die auch groß.

    Und die Buchen im Eichenwald wachsen von allein.

    Natürlich nicht bei der agressiven bayrischen Staatseiche.
    Die Eichen gefährden den Buchenwald??

    Weiter oben steht dies im Beitrag.

    So und das kann man vernünftig nennen???
    Ausgewogen? Fachlich fundiert?
    ZITAT
    Eine Bestandsaufnahme: Deutschland wäre natürlicherweise zu zwei Dritteln mit Buchenwäldern bedeckt.
    Ja gäbe es nur die Bevölkerung nicht.
    Denn die hat die Waldbestände im 18/19 Jahrhundert auf 10% der jetzzigen
    Fläche dezimiert.
    Die Forstwirtschaft hat diese Flächen wieder aufgeforstet.
    NICHT DIE LETZTEN 150 Jahre Raubbau betrieben.

    Der Wald braucht Greenpeace so dringend wie den Borkenkäfer.

    05.4.2012 um 18:11 Uhr · Antworten

    • sophistoph

      Wobei der Borkenkäfer, der so wie ich hörte nur krankes oder totes Holz befällt, sicherlich das kleinere Übel für den deutschen Wald sein könnte.

      05.4.2012 um 20:10 Uhr · Antworten

  • Laszlo

    oh mei Leute, ihr schreibt euch hier nen Ast ab mit einer Anhäufung von Unterstellungen, Beschimpfungen und irreführenden Behauptungen, als ob ihr die Umweltschützer von der Bildfläche wegschreiben wolltet. Durch Wiederholungen und euere in vielen Fällen grandiosen Übertreibungen wird kein Baum und kein Arbeitsplatz gerettet.

    Eigentlich geht es hier um eine verantwortungsvollen Umgang mit Forsten, Wäldern und dem Naturerbe Wald in Deutschland. 5% für die Natur, 95% für die Forstwirtschaft, ja reicht das den Holzverarbeitern nicht? Wie armselig ist dieses reiche Land Deutschland eigentlich, dass wir es nicht mal schaffen, fünf Prozent unserer Wälder mal sich selbst zu überlassen? Wer soll euch das glauben, euch, denen 95 Prozent nicht genug sind, dass euch 100% reichen?

    Wisst ihr eigentlich, dass 80% der Urwälder westlich des Urals in Rumänien und der Ukraine (v.a. in den Karpaten) überlebt haben? Und dass das ach so reiche und fortschrittliche Westeuropa immer noch so unsäglich geizig ist, dass es unseren Nachkommen nur ein paar winzige Fleckchen Natur überlassen will?

    Wir wollen doch den Förstern den Forst nicht wegnehmen. Sie sollen doch auf den bewirtschafteten Flächen einen guten Job machen, weil unsere Gesellschaft auch das Holz braucht, na klar doch. Aber wie wollen wir auch den Ländern südlicher Gefilde klar machen, dass auch der Erhalt von Tropenwäldern wichtig ist, wenn uns günstige Benzinpreise und billiges Brennholz wichtiger sind als die Bewahrung der biologischen Vielfalt.

    Einige von euch sollten mal darüber nachdenken, bevor sie hier so eine Menge unbedachten Mist reinschreiben. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie sollte aber nicht mit Meinungspflicht verwechselt werden.

    05.4.2012 um 22:12 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Zitat:
    Einige von euch sollten mal darüber nachdenken, bevor sie hier so eine Menge unbedachten Mist reinschreiben. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie sollte aber nicht mit Meinungspflicht verwechselt werden.
    Das solllte sich Greenpeace auf die Fahnen scheiben!!!!
    Fassen wir doch einmal nüchtern zusammen.
    Gefordert wird:
    Sofortiger Einschlagstopp in den Buchenwäldern.
    Denn die Forstwirtschaft vernichet wertvollen Buchenwald.
    Holz wird nach China verramscht
    Buchenwälder werden gerodet und Monokulturen gepflanzt.
    Die Buchenwälder sind gefährdet.
    Unbewirtschafteter Wald ist besser für die Ökobilanz.
    Am schlimmsten sind die Staatsforsten in Bayern, deren Vorsitzender
    nicht sensibel genug für seinen Job ist.
    Ausgebucht!!
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Wie kann sich auf dieser Argumentationskette Greenpeace auf die Wahrheit berufen?
    Zitat:
    Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie sollte aber nicht mit Meinungspflicht verwechselt werden.

    06.4.2012 um 09:29 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    P.s.: 10% der Waldes sich selber zu überlassen ist schlicht Unfug
    der Niemandem und auch nicht der Natur irgendetwas bringt.

    Um diese Forderung durchzudrücken wird einfach die böse
    Forstwirtschaft erfunden.

    06.4.2012 um 09:33 Uhr · Antworten

    • Laszlo

      puuuhhh, warum soll es Unfug sein, Wälder sich selbst zu überlassen und warum soll dies den Wäldern nichts bringen?

      Als Holznutzer kann man das nur als Unfug bezeichnen, wenn einem die biologische Vielfalt völlig wurscht ist, weil dann etwas weniger Holz da ist, das man verbauen oder zu Papier verarbeiten oder verheizen kann. Egoistische Gründe, andere Prioritäten, durchaus verbreitete Ansicht, die aber dann auch so ehrlich zugegeben werden sollte.

      Aber warum dies den Wälder schaden sollte, kann niemand erklären. Natürlich würden die standortfremden und unangepassten Kunstforsten aus Fichte (und bald auch Douglasie) irgendwann zusammenbrechen und sich in einem langen Prozess zu Naturwald entwickeln. Für die Forstwirtschaft, die für diesen Fehlentwicklungen verantwortlich ist, kein schöner Anblick, zumal es der Beweis dafür ist, dass es die Natur doch besser kann.

      Also, die “Argumentation” gegen Schutzgebiete nehme ich gerne zur Kenntnis, aber nicht unter dem Deckmantel eines “Holznutzung ist besser für den Wald, das Klima und die natürliche biologische Artenvielfalt”.

      Der Bock bleibt Bock und sollte dem Gärtner nicht ins Handwerk pfuschen.

      11.4.2012 um 08:38 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Ralf

    Am Besten wir stellen große Teile oder noch besser sämtliche Bewirtschaftung der Laubwälder ein und freuen uns darüber, dass der Wald sich in den folgenden Jahrhunderten zum Urwald entwickelt. Das benötigte Holz holen wir uns dann halt irgendwo auf der Welt, wo der Wald zu scheinbar umweltfreundlicheren Bedingungen bewirtschaftet wird ,oder noch besser aus den vorhandenen Ur- u. Tropenwäldern.
    Die nachweislich artenreichsten Eichenwälder (ca. 900 Käferarten an Eiche) werde ich dann halt laut Ihrer Handlungsmaxime zu Gunsten der bedrohten Buche (ca. 600 Arten) umbauen oder umwandeln – ein Hoch auf den Artenschutz.
    (Diese meine Aussage ist genauso vereinfachend, töricht und abgehoben wie die Ihrige in Ihrem Beitrag.)
    Weitere Einlassungen hierzu bzw. meiner beschränkten und einseitigen Sichtweise
    auf “nur die Spechtarten im Buchenwald” erspare ich Ihnen, mir und dem jeweils geneigten Publikum.

    Näheres zu Totholz als Lebensraum wertvoller Arten können Sie aber z.B. folgenden Publkationen entnehmen:

    Ammer, U. (1991): Konsequenzen aus den Ergebnissen der Totholzforschung flit die forstliche Praxis. Forstwlssenschaftliches Centralblatt, 110, 149-157.

    Samuelsson, J., Gustafsson, L. & Ingelög T. (1994). Dying and dead trees, a review of their importance for biodiversity. Uppsala: Swedish Threatened Species Unit.

    06.4.2012 um 09:55 Uhr · Antworten

    • Laszlo

      Am besten wir stellen 5-10 Prozent der Waldfläche unter Totalschutz, das unterschreibe ich auch. Das Holz, das uns dann fehlt, holen wir uns dann nicht aus anderen Ländern, wo Urwälder zerstört würden oder anderweitig Raubbau betrieben wird. So etwas tut man nicht. Wenn weniger Holz verfügbar sein sollte, steigt der Preis und der Verbrauch muss sich eben dem Angebot anpassen.

      Man raubt ja auch keine Bank aus, wenn man sich nen Porsche kaufen will. wenns Geld nicht reicht, muss man auf das Statussymbol verzichten (was mir nicht schwer fällt).

      Zusätzliche Holzmengen ließen sich übrigens durch eine Anpassung der Schalenwildbestände erzeugen, da weniger junge Bäume gefressen würden und Waldverjüngung schneller vonstatten ginge. Luftschadstoffe reduzieren Bodenversauerung durch Stickstoffverbindungen ebenfalls reduzieren und mehr Holz wäre für wichtige Dinge verfügbar, wenn wir weniger Papier verschwenden würden.

      Da ist also einiges möglich, man muss es nur umsetzen.

      11.4.2012 um 08:49 Uhr · Antworten

      • Ralf

        Und, nicht zu vergessen:
        Den Boden als Standortfaktor der Wälder schonend behandeln. Dazu gehört ein zurückhaltender, schonender Maschineneinsatz und der Verzicht auf Ganzbaum- oder Vollbaumnutzung. Dadurch werden dem Boden einfach zu viele Nährstoffe entzogen und die Produktivität nimmt wegen fehlender Nährstoffe und/oder der Bodenverdichtung ab.
        Das die moderne Forstwirtschaft dabei ist, ihr Produktionskapital (Boden) nachhaltig zu schädigen, diskutieren die Gegner eines Nutzungsverzichts hier nicht. Auch das führt mittelfristig zu Einbußen bei der Holzernte.

        11.4.2012 um 09:03 Uhr

  • Ralf

    @Waldschrat
    Werfen Sie infach einmal einen Blick in die roten Listen. Zahlreiche Tier- und
    Pflanzenarten, die in Wäldern vorkommen, sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben (vgl. Indikatorenbericht 2010 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, Herausgeber: Bundesumweltministerium (BMU)).
    Diese Listen sind ein guter Indikator für die Naturnähe ihrer Forstwirtschaft. Diese hat das in den letzten Jahrzehnten durchaus erkannt und versuchte ja auch umzusteuern. Dies geschah aber zu halbherzig und nur bedingt erfolgreich. Im Moment scheint das Ziel Biodiversität im Wald zu fördern jedoch aufgrund hoher Holzpreise wieder vergessen zu werden (s. meinen Beitrag oben), daher gibt es die Vereinbarung, 10% der öffentlicher Wälder aus der Nutzung zu kommen. Diese Vereinbarung ist das politische Ergebnis der Erfahrung, dass die Forstwirtschaft die Ziele ohne Vorgaben im Bezug auf den Artenschutz nicht erreichen wird.
    Ich versuche es jetzt das dritte Mal bei der Diskussion zu diesem Artikel: Wie verbessern wir die Biodiversität im Wald? Wie erhalten wir z.B. die Urwaldreliktarten? Oder wollen Sie diese nicht erhalten?
    Keine Allgemeinplätze mehr (“…hat die Natur nichts davon…”), sondern Argumente! Weichen Sie einer Diskussion nicht immer aus!

    06.4.2012 um 10:16 Uhr · Antworten

  • Ralf

    @Waldfreund
    Ich bitte Sie: Das ist jetzt wirklich zu flach.
    Wo habe ich gesagt, die Buche sei bedroht? Nirgendwo! Wo habe ich gesagt: Alle Wälder dürfen nicht genutzt werden? Nirgendwo!
    Ihnen gehen wohl die Argumente aus. Was soll mit einem Hinweis auf Literatur zum Thema Totholz, wenn ich Sie frage, wie die Biodiversität im Wald erhalten werden soll? Man argumentiert inhaltlich und belegt das mit Publikationen. Soll ich als Gegenreaktion jetzt auch mit Literaturverweisen antworten. Können wir machen, wäre aber absurd.
    Also noch einmal: Was ist Ihre Antwort auf die Roten Listen? Wie muss sich der Waldbau verändern?
    Zu guter Letzt verweise ich auf die Seite des Bund Naturschutz in Bayern http://www.spessart-wald.de. Die dort veröffentlichten Bilder gefällter Habitatbäume und sonstiger Missstaände gleichen meinen hier vor Ort. Das zum Thema, dass ja alle Förster im Spessart Habitatbäume markieren (s. Ihr Beitrag oben). Wohl eher zur Fällung, als zum Erhalt!

    06.4.2012 um 10:30 Uhr · Antworten

  • Wild

    Zu den oben im Text der Frau Sandra Hieke genannten Herren sollte vieleicht auch gesagt werden , das zur damahligen Zeit die Wälder durch extensieven Holzeinschlag und Raubbau immer mehr an Fläche verlohren , und man Angst hatte das ein dringend benötigter Rohstoff zur neige geht.Hätten sich diese Herren mit ihren Ideen nicht durchgesetzt , würde es in
    Deutschlands Wäldern etwas anders aussehen ,wenn überhaupt noch Wälder übrig währen.
    Hier einige links zur nationalen Biodiversitätsstrategie , leider habe ich auf der gesammten Homepage keine Hinweise darauf gefunden , das wie im Gastbeitrag behauptet alle Fraktionen bereits beschlossen haben , zehn Prozent der öffentlichen Wälder bis 2020 aus der Nutzung zu nehmen.
    Vieleicht habe ich es aber auch überlesen .
    http://www.biologischevielfalt.de/einfuehrung_nbs.html
    http://www.biologischevielfalt.de/fileadmin/NBS/documents/Bundesprogramm/FoeRiLi/BPBV_FoeRiLi_Abgestimmt_neu_mit_Logo_20110211.pdf
    http://www.biologische-vielfalt.de/fileadmin/NBS/documents/Indikatoren/Indikatorenbericht-2010_NBS_Web.pdf
    Übrigens : Man sollte doch vieleicht mal eine gerade Linie verfolgen , einmal heist es 10% der Wälder , dann 10% der Buchenwälder ,ein anderes mal 10% der alten Buchenwälder aus der Nutzung nehmen , was denn nun ?
    Da hier auch ständig auf die Förster eingehauen wird , die Förster sind Arbeitnehmer und müssen (sollen , dürfen) nach den Interessen und Vorgaben ihres Arbeitgebers arbeiten . Was im Spessart bestimmt nicht einfach ist , da hier auch noch andere Interessen ( Öffentliche ,Touristische , Ökologische)
    von belang sind.Das ein großteil der Förster sehr viel für den Schutz der Tier und Pflanzenwelt auch mit den regionalen Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen (zu denen auch sehr viele Förster gehören ) im Spessart tun ging leider bei der ganzen Aktion unter.
    Auf jeden fall hat sich Greenpeace mit ihrer Aktion keinen Gefallen getan , in der Region in der man die Bäume vermessen hat ist Greenpeace bei einem
    großteil der Bevölkerung unten durch und im rest des Spessarts ist die Meinung gegenüber Greenpeace auch nicht besser , was auch leider den regionalen
    Verbänden und Initiativen schadet.Die Bevölkerung im Spessart möchte keinen Urwald !
    @ Ralf
    Welchen Vorteil bringt ein über Deutschland verteilter Flickenteppich kleiner sich selbst überlassener Waldstücke (Buchenwälder ,nach Wunsch von Greenpeace)
    für die bedrohte Tier und Pflanzenwelt ? Meiner meinung nach keinen ,denn die Tiere und Pflanzen sitzen auf ihren kleinen Inseln fest.
    Zumahl in einem reinen Buchenwald und sollte er auch zu einem Urwald werden , nur die Tiere und Pflanzen überleben werden die davon profitieren .
    Deshalb sollte die Vielfalt unserer Landschaft erhalten werden und dazu ist leider auch manchmal der eingriff des Menschen nötig .
    (Was er , seit er seßhaft wurde ohne unterlaß tut ! )
    Übrigens tun auch die Bayerische Staatsforsten etwas für den Naturschutz .
    http://www.baysf.de/de/home/erlebnis_wald/naturschutz.html

    06.4.2012 um 13:27 Uhr · Antworten

  • waldfreund

    @Ralf

    Sie werfen mir eine flache Argumentation vor? Ich kann das so nicht erkennen. Im Gegenteil: Sie schließen doch aus Ihren persönlichen Erfahrungen im Sauerland mit dem Schwund der Altbuchen (?) verallgemeinernd auf den so bedrohten deutschen Buchenwald wie z.B. bei uns im Spessart.

    Ich reduziere Ihrer Einschätzung nach den Lebensraum Buchenwald einfach nur auf alle hier vorkommenden heimischen Spechtarten? Wenn z.B. der Mittelspecht als Leitart in Eichen-o. Hainbuchenwäldern oder auch angrenzender Obstwiesen oder insbesondere der hier häufig vorkommende Schwarzspecht als Leitart des Biotoptypes Rotbuchenwald bei uns seine Heimat haben, dann bin ich “Douglasien pflanzender und profitorientierter Naturschutzignorant” schon erfreut darüber, dass dies trotz unserer angeblichen “Forstwirtschaftsmethoden von vorgestern” möglich ist (Übrigens: Bei uns im Betrieb haben wir einen geringeren Douglasienanteil an den vorhandenen Baumarten als lt. Internetauftritt im FSC Vorzeigeforstbetrieb Stadtwald Lübeck [2%]).

    Nochmals abschließend: Wir haben seit Jahrhunderten in Deutschland keine Urwälder mehr. Alle unsere Wälder und auch die naturnahen sind durch menschliche Einflusse entstanden oder geprägt.

    Jeder Eingriff in die Natur oder die Landschaft verursacht mehr oder weniger anthropogene Umweltprobleme. Deshalb beinhaltet der erweiterte Begriff der Nachhaltigkeit nicht nur die ökonomische, sondern auch die ökölogische und soziale Komponente – das ist nicht nur bei GP oder den engagierten Naturschützern, sondern auch bei uns Förstern seit langer Zeit in der Ausbildung und in der Praxis angekommen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Es geht bei unserem Handeln im Wald letzlich um eine verantwortbare Güterabwäng in einem ständig notwendigen Bewertungs- u. auch Lernprozeß. Und da hat keiner – weder Sie als Vertreter des Naturschutzes noch ich als “uneinsichtiger Vertreter der profitorientierten Forstwirtschaft lt GP” – einen Alleinvertretungsanspruch. Und in einer solchen Güterabwägung ist es z.B. auch leider mal notwendig, ab und zu einen ökologisch wertvollen Höhlenbaum zu entnehmen (Gründe: Verkehrssicherung, Arbeitsschutz ,Stromleitungstrassen etc.). Das war auch in der “guten alten Zeit” nicht anders, wo es noch keine Rote Liste gab.

    Übrigens: Da kann man gegebenenfalls natürlich als engagierter Naturschützer vor Ort mit Fotos mit solchen “Skandalbäumen” im Holzpolter an den Forstwegen in der Öffentlichkeit für seine Sache gut punkten! Selbstverständlich kommen hier auch Fehler durch Tätige vor, die sind bedauerlich und gehören abgestellt – aber wo Menschen handeln, da passieren leider auch Fehler!

    Ich hoffe, dass Sie mir jetzt nicht wieder verallgemeinernd eine Art von “Feigenblattargumentation” unterstellen.

    Unsere “profitorientierte Bewirtschaftungsmethode” (GP – Zitat) mit einem integrierten Nutzungsansatz im Wald hat aber bisher auch rein praktisch bewiesen, dass Ihr vielleicht berechtigter pessimistischer Blick auf die Dinge bei Ihnen vor Ort keinen Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit hat.

    06.4.2012 um 16:15 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldfreund
      Ich muss Sie noch einmal korrigieren:
      “Der Mittelspecht ist eine Spechtart, die durch ihre Nahrungsökologie auf grobborkige Laubbäume und Totholz spezialisiert ist. Er bewohnt alte, reife Buchen-, Eichen-, Au- und Bruchwälder. Oft als charakteristische „Mittelwaldart“ oder „Eichenart“ bezeichnet, liegen seine ursprünglichen Lebensräume in
      verschiedenen Laubwaldtypen. (…)
      Die von Natur aus dominierenden Buchenwälder weisen diese wichtigen Strukturen (Totholz, grobe Rinde) aber erst in älteren Entwicklungsstadien auf, welche allerdings bei der derzeitigen Waldwirtschaft aufgrund von Erntealtern von 120-140 J. i.d.R. nicht erreicht werden.
      Einen Sekundärlebensraum hat der Mittelspecht vor allem in lichteren, von der Mittelwaldwirtschaft geprägten Eichenwäldern gefunden (Jöbges & König 2001).”
      So viel aus dem Artenhandbuch der auch von Ihnen so geschätzten LWF, dass ich an anderer Stelle schon einmal empfohlen habe.
      Der Mittelspecht ist keine Leitart der Eichenwälder, obwohl man das früher einmal gedacht hat. Er kommt aber heute hauptsächlich dort vor, da Buchenwälder nicht mehr das nötige Alter erreichen, um eine großrissige Borke auszubilden. Damit sind wir wieder beim Problem: Es fehlen die alten Wälder.
      Auch wenn es nervt, möchte ich trotzdem noch einmal wissen: Wie erhalten wir die hochbedrohten Urwaldreliktarten, z.B. unter den Käfern? Sie wissen ganz genau: Dazu muss man auf Nutzung in einigen Bereichen verzichten. Daher vermeiden die hier Diskutierenden auch mir dazu zu antworten, oder weichen auf weniger spezialisierte Arten, wie die Spechte, aus.

      09.4.2012 um 21:57 Uhr · Antworten

      • Waldfreund

        @ Ralf

        Entschuldigung, aber lansam zeigen Ihre Einlassungen des Öfteren ziemlich akademische und manchmal schon fast haarspalterische Züge.

        Verstehe ich Sie da falsch oder ist es Ihrer Einschätzung nach nun ein Nachteil, dass z.B. der seltene Mittelspecht und andere Arten bei uns an und in Eichenwäldern heimisch sind oder müssen wir, damit er Ihrer Einschätzung nach zukünftig auch an Buchen vorkommt, die Eichen zugunsten der Buchen zurücknehmen, damit er auch irgendwann an Buchen zu finden ist? Ich glaube kaum, dass das Ihren natuschützerischen Überzeugungen entsprechen würde.

        Übrigens: Ich könnte Ihnen ca. 300 Jahre alte Buchen zeigen, die am Ende ihres Lebenszykluses angekommen sind und trotzdem eine glatte Rinde haben wie eine
        deutlich jüngere Buche. Soviel zur groben Rinde an älteren Buchen und deren Attraktivität für den seltenen Mittelspecht.

        Die unterschiedlichen Rindenmerkmale (grob bzw. fein) und der damit verbundenen “Mittelspechttauglichkeit” dürften wohl eher in der genetischen oder phänotypischen Variabilität oder in Folge ehemaligen Wollschildlausbefalles begründet sein und nicht vorrangig eine Alterserscheinung sein.

        Zu dem von Ihnen geforderten Nutzungsverzicht in unseren Wäldern – wie bereits des Öfteren von div. Kommentatoren in der Vergangenheit gepostet: Der Totholzanteil steigt lt. der Inventurergebnisse der BaySF seit Jahren und dient damit den hieran gebundenen Arten. Habitat-, Methusalem- u. Horstbäume sowie Altkronen werden der forstlichen Nutzung bewußt entzogen. Die bay. Wälder werden laubholzreicher zulasten insbesondere der problematischen Fichte.
        Ich denke, dies ist eine Entwicklung in unseren bayerischen Wäldern, die doch wohl auch den Wünschen engagierter Naturschützer entsprechen sollte.

        Verbesserungsmöglichkeiten wird es wie überall geben, aber die grundsätzliche Entwicklungsrichtung stimmt.

        M.E. wird seitens interessierter Kreise (GP u. Anhänger) ein Zerrbild der Wirklichkeit unserer heimischen bayerischen Wälder gezeichnet, das wohl nur mit politischen Interessen zu erklären ist.

        10.4.2012 um 21:59 Uhr

      • Ralf

        @Waldfreund
        Ich habe natürlich prinzipiell nichts gegen die Eiche, und ich freue mich über jeden Mittelspecht, den ich dort höre. Das mit der groben Borke alter Buchen habe ich häufiger gelesen, u.a. in dem von mir zitierten Artenhandbuch. Aber sie haben recht: Beim Kartieren sind mir immer wieder recht junge Buchen mit auffällig rauher Borke aufgefallen. Es würde mich daher interessieren und sie scheinen da mehr zu wissen: Führt Wollschildlausbefall zu einer solchen Borke? Ich nehme an das mit der phänotypischen Variabilität vermuten Sie nur, oder gibt es hier auch Untersuchungen?
        Tendenziell -und ich denke, Sie stimmen hier zu- stimmt das mit der rauhen Borke bei der alten Buche aber, und ich nehme auch an, dass die Autoren des Artenhandbuchs keine GP-Leute waren ;-)
        Den von Ihnen angeführten Mittelspecht halte ich für das falsche Beispiel. Klar hat die Spechtdichte immer auch mit dem Totholzreichtum eines Waldes zu tun. Wenn wir aber das gesamte Spektrum der im Wald heimischen Arten erhalten wollen, dann müssen auch hier und da Flächen aus der Nutzung genommen werden, sonst kann man zahlreiche Arten nicht erhalten. Die Urwaldreliktarten, z.B. unter den Käfern, sterben dann aus, Mittelspecht hin oder her. Die sind nicht einfach so verschwunden!
        Der Totholzanteil alleine ist auch nicht aussagekräftig genug. Nehmen wir als Beispiel die Bockkäfer, eine sehr artenreiche Gruppe: Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist es für die Besiedlung von Totholz durch eine bestimmte Bockkäferart ein riesiger Unterschied, ob es sich um eine Eiche oder Buche, um einen dicken Stamm oder einen dünnen Ast, ob der Ast noch im besonnten und trockenen Kronenbereich hängt oder bereits auf dem feuchten Waldboden liegt. Baumstubben werden je nach Art, Alter, Feuchtigkeit, Temperatur von verschiedenen Arten besiedelt. Für andere Organismen wie z.B. Pilze gilt dasselbe. Wenn man das Totholz zahlenmäßig einfach zusammenrechnet, so verschwinden diese Unterschiede: Buchen sterben ja meist stehend. Irgendwann bricht die Krone ab und es bleiben zunächst die mächtigen Stämme stehen. Diese werden dann weiter zersetzt, wobei wieder bestimmte Arten im Stamm vorkommen. Diese mächtigen, toten Stämme sieht man im Wirtschaftswald aber so gut wie nie, denn die Bäume werden vorher entnommen. In der Totholzstatistik sieht man dies nicht, denn es werden einfach Baumstubben, tote Äste, usw. zusammengezählt. Totholz ist aber nicht gleich Totholz, d.h. für den Artenschutz muss auch mal ein Baum natürlich sterben dürfen.
        Ich kenne die Situation im Spessart nicht und argumentiere vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen vor Ort. Da ich aber auch etwas rumkomme und mit auch mit Menschen aus anderen Regionen austausche, kann ich mir aber ein Urteil bilden: Die von Greenpeace angestossene Diskussion ist sehr wichtig und eigentlich überfällig. Die kritisierte Nutzungsintensivierung der Wälder ist auch in Schutzgebieten keine Einbildung von Naturschützern. Sie stösst hier vor Ort mittlerweile selbst einigen Jägern sauer auf und fällt sogar meinen sehr konservativen Schwiegereltern auf. Das Schutzgebietsnetz, muss weiterentwickelt werden, sonst erfüllt es seine Funktion nicht. Der Forst blockiert diese gesellschaftliche Aufgabe und behauptet, dass Artenschutz im Kielwasser der Forstwirtschaft hinreichend praktiziert wird. Die langen Roten Listen widerlegen diesen Standpunkt.

        10.4.2012 um 23:51 Uhr

  • Bruno Straub

    Also, wenn wir 5% …x% unserer Wälder sich selbst überlassen, dient das dem Artenschutz, schadet aber dem Klima.
    Kann das mal jemand “seriös” gegeneinander abwägen?

    06.4.2012 um 20:25 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Bruno Straub
      Seriös muss man sagen, dass dem Klima natürlich nicht geschadet wird, denn alte Wälder sind Kohlenstoffsenken. Ich habe weiter oben eine seriöse Quelle angegeben (nature), es gibt aber auch andere Studien.
      Artenschutz und Klimaschutz lässt sich seriös niemals gegeneinander aufrechnen und man sollte die Bereiche nicht gegeneinander ausspielen, nur um eine Position zu schwächen. Beide Probleme muss unsere Gesellschaft nämlich lösen.

      06.4.2012 um 21:15 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Ralf,
        dem von Dir zitierten “nature” Beitrag würde ich entnehmen, dass alte Wälder (entgegen offenbar gegenteiliger Lehrmeinungen) doch CO2 absorbieren. Dass junge Wälder “schlechter” sind, steht da aber keineswegs. Und das Thema: “Sinnvolle Nutzung des geschlagenen Holzes entlastet die CO2- Bilanz” spielt dort überhaupt keine Rolle. (Mein Englisch ist allerding nicht so gut)
        Ich glaube ja, dass in einem alten Wald “riesige” Kohlestoffmengen gespeichert sind, logischerweise mehr, als in einem jungen Wald. Ein junger Wald scheint aber einem alten Wald in seinem aktuellen CO2- Absorptionsvermögen keineswegs unterlegen zu sein- Oder?
        Und selbst wenn: Die “Kohlenstoffernte” aus einem alten Wald würde ja, vernüftig investiert, das Klima entlasten.
        Was wäre eigentlich Schlimmes daran, wenn Artenschutz zu Lasten des Klimaschutzes gehen würde?
        Die GP-Gleichung: 10% Urwald = Arten- plus Klimaschutz ist natürlich eingängiger, ist aber m.E. falsch!

        06.4.2012 um 22:47 Uhr

      • Ralf

        @Bruno Straub
        Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass junge Bäume mehr Kohlenstoff in Form von Holz/Cellulose festlegen als alte Bäume. Der Grund ist einfach und ich vereinfache mal stark: Die Blätter produzieren mit Hilfe der Fotosynthese Traubenzucker. Dieser Traubenzucker dient u.a. der Energieversorgung der Zellen. Grüne Zellen versorgen sich meist selbst, aber das Gewebe in Wurzel und Stamm muss von ihnen mitversorgt werden. Was zum Schluss übrig bleibt, dass kann die Pflanze ins Wachstum stecken. Im Laufe des Alters eines Baumes nimmt das Verhältnis von grünen Zellen zu solchen, die mitversorgt werden müssen, zu Ungunsten der grünen Zellen ab. Diese müssen immer mehr Gewebe “mitfüttern” und es bleibt weniger übrig für den Holzzuwachs. Durch den Holzzuwachs wird aber Kohlendioxid gebunden und das nimmt im Laufe des Baumlebens ab. Junge Wälder können mit ziemlicher Sicherheit mehr Kohlendioxid binden als alte. Daher ist das Klimaargument von GP für mich auch nicht ganz nachvollziehbar, auch wenn -was man früher nicht wusste und heute noch in vielen Lehrbüchern steht- alte Wälder nach wie vor Kohlendioxidsenken sind.
        Früher ging man davon aus, dass sich ein Gleichgewicht zwischen Kohlendioxidbindung durch die Pflanzen und -freisetzung durch das Verrotten abgestorbener Biomasse ergibt. Moore sind aber viel effektivere natürliche Kohlendioxidsenken, kommen aber auf nicht so große Flächen wie unsere Wälder. Andererseits sind alte Wälder flächenmäßig bei uns auch nicht so weit verbreitet. Vielleicht kann GP die Diskussion hier ja weiterbringen.
        Was mich an dieser Diskussion stört: Wälder haben mehr als eine Funktion (Klimaschutz der Artenschutz). Wenn man so argumentiert, dass jede Unterschutzstellung von Wald zum Verlust von “klimafreundlichen” Brennholz führt, dann müsste man in der Landwirtschaft auch alle Naturschutzgebiete umpflügen und dort nachwachsene Brennstoffe anbauen. Auch die Landwirte könnten uns sicher vorrechnen, wie viel Brennstoff theoretisch durch die Nichtnutzung von Flächen verloren geht, und wie dadurch das Klima “belastet” wird.
        Oder, ein absurder Gedanke: Brennstoff durch Fotosynthese zu erzeugen ist eine bewährte, aber nicht gerade effektive Ausnutzung der Sonnenenergie. Der Wirkungsgrad liegt unter Laborbedingungen bei 0,5-1%. Solarzellen sind da viel effektiver. Betrachtet man Wälder nur unter diesem energetischen Aspekt, so wäre es vielleicht besser, wir wandeln Wälder zu Fotovoltaikfarmen um. Der Wirkungsgrad wäre viel höher. Vielleicht sollte man mal berechnen, wie stark das Klima durch die Existenz von Wäldern belastet wird.
        So zu argumentieren führt m.E. nicht weiter.

        07.4.2012 um 09:27 Uhr

  • Waldfreund

    @ Bruno Straub

    Wenn Du mit den Klimaauswirkungen bei der Bewirtschaftung unserer Wälder die CO2 – Speicherung/Senkenwirkung bzw. die von GP befürchtete CO2 – Quelle meinst, dann findest Du interessante Informationen unter folgendem angehängtem Link:

    http://www.waldwissen.net/wald/klima/wandel_co2/fva_holznutzung_kohlenstoffspeicher/fva_holznutzung_kohlenstoffspeicher.pdf

    Die dortigen Ergebnisse sind der Grund, warum die meisten Forstleute dem bewirtschaften Wald im Ergebnis einen größeren Gesamtnutzen in der Klimadebatte attestieren.
    Vielleicht hilft Dir die angehängte Information ein wenig weiter.

    06.4.2012 um 21:19 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldfreund
      Nur mal schnell mit den Zahlen aus ihrem Artikel deutschlandweit hochgerechnet, damit man den Nutzen für das Klima größenmäßig abschätzen kann:
      Waldfläche D 110758 qkm
      Waldfläche BW 14000qkm
      angenommene CO2-Einsparung auf 10% der Waldfläche BW 380000t
      CO2-Emissionen D 2010 830000000t
      Ich komme auf eine CO2-Einsparung von 0.36%, oder habe ich mich verrechnet? Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass die 44% Privatwald von dieser Maßnahme ausgeschlossen sind, so erhält man 0.16%. Wenn man ihrer Argumentation folgt, so würde, wenn man auf 10% der öffentlichen Waldflächen die Nutzung einstellt, der CO2-Ausstoß um 0.16% in die Höhe schnellen. Wie schon gesagt: Schnell mal überschlagen, evt. nicht ganz genau, da ich z.B. nicht weiß, ob die 10% Nutzungsverzicht in BW auf den gesamten Wald bezogen war. Das könnte die Prozentzahl aber nicht wesentlich verändern (Hunderstel?).
      Mal ehrlich: Dafür sollen wir den Artenschutz opfern?

      07.4.2012 um 12:16 Uhr · Antworten

      • Ralf

        Man sollte nicht zu schnell rechnen: Es sind nach meiner Rechnung oben 0.20% und nicht 0.16%!

        07.4.2012 um 12:18 Uhr

  • Waldschrat

    Fakt ist das GP in allen Argumentationsketten nur Lügen
    verbreitet.
    Der Forst wurde die letzen 250 Jahr durch die Forstwirtschaft wieder aufgebaut.
    Viele Länder lernen von der deutschen Forstwirtschaft.
    as beste Testimonial ist England!
    Warun also die angreifen, die den Forst aufgebaut haben?
    Schlicht fehlt dort der Sachverstand.

    Aber vielen Dank für die Diskussion.
    Geschichte ist ein Schulfach.
    Da fehlt was im Lehrplan.
    GP sollte von allen Himmelsrichtungen Leute nach Deutschland fliegen.

    :-(

    07.4.2012 um 21:41 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    leute, leute!
    zunächst, ich gebe zu, absolut noch nicht viel plan zu haben was das waldthema angeht.
    aber wenn ich mir hier teilweise einige blogbeiträge so ansehe, drängt sich mir extrem der verdacht auf, dass einige nur ihr profil aufpuschen wollen.
    mag sein, dass ihr mit einigen fakten teils richtig liegt. kann es aber nicht auch sein, dass man dennoch auf einen nenner kommt, wenn hier einige mal mit ihrer besserwisserei und ihrer geltungssucht zurück schrauben würden!?
    diese art trägt nicht gerade dazu bei, dinge zu klären. eher ist es nervig und ziemlich deplaziert.
    keiner kann sagen, dass er/sie ohne fehler ist und das solche nicht auch mal vorkommen kommen. keiner hier hat das wissen mit löffeln gegessen…
    aber der umgang und der ton miteinander…der macht die musik miteinander aus.
    scheint das viele hier ziemlich unmusikalisch sind :)

    07.4.2012 um 22:13 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Immerhin habe ich in der Diskussion viel Neues gefunden, das nach dem Lesen der Quellen zu Neugier auf das Thema führt. Ich finde, einen Teil dr Kontroversen hier wesentlich interessanter als die auch vorhandenen Vereinfachungen.

      08.4.2012 um 13:13 Uhr · Antworten

  • naturschützer

    eine naturnahe Waldwirtschaft sichert am besten die gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald:Naturschutz,Holznutzung und soziale Aspekte.Eine naturnahe Waldwirtschaft muss auch Prozessschutzflächen integrieren,da Zusammenbruchs-und Zerfallsphasen mit hohem Anteil spezialisierter Arten im reinen Wirtschaftswald fehlen.Diesen Ansatz verfolgt z. b. das Naturschutzkonzept der Baysf.Mir hat allerdings bis heute noch niemand schlüssig erklären können,wie gross diese Flächen sein müssen-5%,10% oder 20% des öffentlichen Waldes.
    Und bevor man auf den Wirtschaftswald im grossen Stil zurückgreift,sollte man in den bereits existierenden Grosssschutzgebieten seine Hausaufgaben machen.Und da liegt vieles im Argen,da in diesen Gebieten nicht mal ansatzweise die gesetzlich vorgeschriebenen nutzungsfreien Flächen ausgewiesen werden.Beispiel die Nationalparke Harz oder Bayer.Wald.Im letzeren gibt es-dank des Borkenkäfers.die bundesweit grössten Grosskahlschläge(unter Einsatz von Grossmaschinen mit extremen Bodenschäden).
    Greenpeace kennt die traurige Situation in vielen deutschen Grossschutzgebieten-aber das passt natürlich nicht in das Feindbild dieser Organisation.

    09.4.2012 um 18:42 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    feindbild?! wow, du haust ziemlich gross um dich.
    wie kommst du darauf, dass greenpeace feindbilder
    baut?
    mal ganz ehrlich…feindbilder bauen nur organisationen
    auf, die versuchen, ihre im argen liegenden situationen
    zu vertuschen. das lenkt nämlich bestens von eigenem mist ab.
    greenpeace selbst ist mit grosser sicherheit zum feindbild
    vieler organisationen auf der welt geworden, weil sie den finger in
    die wunde legen und aufdecken.
    da gilt dann bei den organisationen:
    wer sich ertappt fühlt, beißt um sich.

    09.4.2012 um 19:20 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Kurz mal am Abend noch vorbeigeschaut und was muss ich lesen:
    Zitat:
    wie kommst du darauf, dass greenpeace feindbilder
    baut?
    so jetzt schnaufe ich 5 Minuten durch und dann antworte ich!
    so und nun die Fakten:
    ZITATE von Greenpeace

    Illegale Rodungen im Wald
    Buchenholz wird nach China verramscht.
    Die Ökobilanz der Waldes wird um 97% gesenkt
    wenn der Wald bewirtschaftet wird.
    Die Forstverwaltung ist zu unsensibel um den Wald zu bewirtschaften.
    Insbesondere der Vorsitzende der Staatsforsten ist nicht moralisch in der Lage…
    (ich arbeite nicht bei den Staatsforsten aber dies ist reine Polemik)
    Die Forstwirtschaft treibt seit 150 Jahren Raubbau an Wald.
    Helfen Sie die letzten Buchen zu schützen!
    Ausgebucht!

    Polemik Lügen und Feindbilder.
    Das verbreitet Greenpeace über den Wald in Deutschland.

    Das ist sachlich und fachlich richtig!!

    09.4.2012 um 21:19 Uhr · Antworten

  • Bruno Straub

    So Sprüche wie “”Wer den Wald zerstört… zerstört das Klima”"
    http://www.flickr.com/photos/greenpeacede/6891182787/
    sind ja schon ganz schöner Tobac, zumal wenn sie nicht stimmen.
    Da Sandra wieder einmal meint, siehe oben, das Märchen von den “”alten, im Kampf gegen den Klimawandel unersetzlichen Wäldern”" verbreiten zu müssen, möchte ich doch mal anfragen, wie sich diese Behauptung an der Situation im Spessart belegen läßt.

    09.4.2012 um 22:39 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Bruno Straub

    Genau hatte ich vergessen.
    Die Bayrischen Staatsforsten zerstören den alten Buchenwald und damit das Klima!
    Zitat:kristina heuken-goossen
    feindbild?! wow, du haust ziemlich gross um dich.
    wie kommst du darauf, dass greenpeace feindbilder
    baut?
    Ja wie wohl!
    Das ist ja schwarzer Humor vom Feinsten!!!
    Aber leider skandalös.

    10.4.2012 um 13:04 Uhr · Antworten

  • jennerwein

    äääääääääää greenpeace rupft gerade gepflanzte douglasien aus und ersetzt sie durch buchen… Sachbeschädigung? Selbstjustiz? Hallo? Der geschriebene Artikel seitens GP zeigt nicht das wahre Bild! GP hat sich an Demokratische Prozesse und Rechtliche Rahmen zu halten!

    10.4.2012 um 14:18 Uhr · Antworten

    • wenztout

      @jennerwein
      ja und zudem wurde meines Wissens bisher auch kein Lieferschein über die Buchen vorgelegt.
      Haben die Rotbuchen die richtige Herkunft und wurden sie gemäß den Richtlinien von FSC auch ZÜF-Zertifiziert gekauft? oder pflanzt GP gar NICHT STANDORT GERECHTE Buchen?

      10.4.2012 um 16:28 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      GP hat nur illegal gepflanzte Douglasien im FFH-Gebiet entfernt, oder muss sich die BaySF nicht an bestehende Gesetze halten?

      10.4.2012 um 17:17 Uhr · Antworten

      • Weimaraner

        Soso nur illegal gepflanzte Douglasien entfernt…
        Dazu würden wären 2 Kleinigkeiten doch interessant.
        1. In welchen Gesetz unter welchen § steht ein derartiges konkretes Verbot?
        2. Wann wurde GP eigentlich zu einer exekutiven Staatsmacht?

        Fichtenmonokulturen werden von allen verteufelt, Douglasien von GP vernichtet und Eichensaaten durch Demonstrationen verhindert – denn nur die Buche, der Urwald von Morgen, ist es wert zu wachsen…
        Da fehlen mir langsam die Worte, der Journalist Wolfgang Herles hat derartiges Verhalten kürzlich ganz treffend und in aller Deutlichkeit als “grünen Faschismus” beschrieben.

        10.4.2012 um 18:01 Uhr

      • Waldschrat

        Völlig absurde Unterstellung.
        Ich arbeite nicht bei den Forsten. Wald gehört zur Allgemeinbildung.

        Aber die Forstämter hegen und pflegen seit über 200 Jahren die Bayrischen Wälder
        und dann kommen einige falsch informierte aufgehetzte und reissen die
        Setzlinge aus. Da wünsche ich mir das Mittelalter zurück.

        Da fällt mir was zu GP ein:

        Gute Nacht Freunde es wird Zeit für euch zu gehen.
        Nur noch eine Zigarette und ein letzes Glas im stehen

        Für die Freiheit, die als steter Gast bei euch wohnt,habt Dank, daß ihr nie gefragt, was es bringt, ob es lohnt,vielleicht liegt es daran, daß man von draußen meinte, daß in euren Fenstern das Licht wärmer scheint.

        Gute Nacht Freunde jetzt habt Ihrs verspielt dahin geht nun eure Unschuld voll
        von Lügen falsch zitiert.

        Gute Nacht Freunde!!!

        GP provoziert mich.

        10.4.2012 um 18:18 Uhr

  • Waldschrat

    GP hat sich an Demokratische Prozesse und Rechtliche Rahmen zu halten!

    Wieso?
    Anscheinend ja nicht.
    Drama ist alles!!!

    10.4.2012 um 14:43 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    ok ok…dann her mit haltbaren fakten und bildern die eure ganzen andeutungen und unterstellungen beweisen und gp-arbeit widerlegt.
    also auch hier im forum verhält sich gp demokratisch und rechtlich.
    denn eure reisserischen meinungen gegen gp werden hier dennoch abgedruckt und nicht gelöscht.
    akzeptanz könnte manchem von euch auch nicht schaden.
    hört euch eigentlich sonst keiner mehr zu, dass ihr hier eure schlechte laune ablasst?
    konstruktives findet sich bei euch nun echt nicht.
    und im gegensatz zu euch scheine ich ja humor zu haben…wenn er von euch auch als schwarz betitelt wird…und dann noch auf eure kosten geht ;D

    10.4.2012 um 15:21 Uhr · Antworten

    • wenztout

      @kristina heuken-goossen
      dem nickname nach zu urteilen haben sie sich erst in den letzten tagen hier im ausgebucht-blog eingeloggt, die von ihnen geforderten fakten wurden über die letzten 4-5wochen von den unterschiedlichsten usern in vielen vorangegangenen diskussionen geliefert. bei den HIER teilweise geblogten aussagen kann man leider nur die bitterkeit über die tauben ohren seitens GP wiederfinden.
      Ich empfehle ihnen einige stunden zeit um sich in ruhe die vorangegangenen Blogeinträge durchzulesen und auch die angeführten links zu betrachten, vielleicht erklärt sich daraus die ein oder andere reaktion von uns kritikern

      10.4.2012 um 16:39 Uhr · Antworten

      • kristina heuken-goossen

        uh…da hat einer genau nachgeguckt, wann ich mich hier eingelogt habe?
        gruselig :) damit ist dir sicher auch mein erster satz nicht entgangen.
        wie kommst du überhaupt darauf, dass ich mich hier vorher in den aussagen nicht schlau gemacht habe und nicht die ganzen links angeklickt habe?
        stell dir vor…hab sie auch gelesen und mir meine eigene meinung gemacht.
        für dich scheinbar nicht vorstellbar.
        und noch einmal..mir fehlen hier die fakten …sorry, dass was teilweise eingebracht wurde, klingt nach beleidigten “förstern”.
        HALLO!!!!!!!!!!!!!!!! wir wollen eigentlich alle das selbe … hoffe ich doch.
        nämlich diese erde lebenswert erhalten.
        glaubst du allen ernstes, dass das mit kleinkariertem, beleidigtem bzw frustriertem kleinkrieg zu schaffen ist?
        für mich geht das nur gemeinsam.
        doch wenn aufeinander rumhacken an der tagesordnung steht, dann wird das nix!
        da bleib ich beim anpacken und beim demonstrieren und plakate hochhalten. andere verhäddern sich da scheinbar lieber in kleinkriegsstatuten…
        viel spass dann noch in der schmollecke

        10.4.2012 um 17:54 Uhr

    • Wild

      Hallo
      1.Warum eigentlich der Spessart , warum eigentlich die Bayerische Staatsforsten ?
      2. Die Förster machen im Spessart einen guten job und viele engagieren sich auch für den Naturschutz in regionalen Naturschutzverbänden oder Bürgerinitiativen .
      3.Ein Großteil der Bevölkerung im Spessart möchte keinen Urwald , auch keine kleinen Flächen ,denn was bringen kleine über ganz Deutschland verteilte verwilderte Waldflächen , nichts, denn die Tiere und Pflanzen sitzen auf ihren Inseln fest .Und es überleben nur Arten die von Buchenwäldern profitieren .
      4.Greenpeace hat sich mit seiner Aktion im Spessart keine Freunde gemacht !
      In der Region in der die Buchen vermessen wurden ist Greenpeace bei einem Großteil der Bevölkerung unten durch und im Rest des Spessarts sieht es auch nicht besser aus . Und den örtlichen Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen hat man auch geschadet !
      Aber ein paar wenige wollen wieder über den großteil der Bevölkerung hinweg ihre
      Ideen und Ansichten mit aller Gewalt??durchsetzen !
      Mit freundlichen Grüßen

      10.4.2012 um 19:05 Uhr · Antworten

  • sophistoph

    @ Kristina heuken-goossen

    Sorry, ich hoffe du glaubst selbst an die Salven, die du hier als scheinbares diensthabendes Maschinengewehr von Gp s abfeuerst.
    Wenn ich deine Kommentare lese, ist aus deinen polarisierenden Beiträgen eine kaum zu verbergende Tendenz und Ziel erkennbar.
    Du willst mit deiner Polarisierung lediglich die Leser manipulieren und am Ende verdummen.
    Glauben du wirklich, dass wir alle das Selbe wollen?
    Ich glaube es nicht, denn hinter GP stehen die Netzwerke solcher Organisationen wie der Club of Rome und die wollen mit Sicherheit keine menschenwürdige Welt schaffen, denn die Umsetzung ihrer (Club of Rome) menschenverachtenden Ideen bedeutet für viel von uns Faschismus bis hin zur brutalsten Sklaverei und das möchte ich meinen Kindern und Enkelkinder ersparen.
    Solange die Führungspositionen von GP durch Mitglieder des Club of Rome besetzt werden und die Organisation nach den vorgegebenen Takten dieses unheilvollen Club tanzt, sollte man bei GP darauf achten, dass man nicht für falsche Ziele missbraucht wird.

    10.4.2012 um 18:54 Uhr · Antworten

    • stefan

      sophi in bestform

      10.4.2012 um 19:26 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        Zitat:
        stefan
        sophi in bestform
        10.4.2012 um 19:26 Uhr · Antworten
        ———————————————————————-

        Vielleicht ist er einfach nur verwundert über Greenpeace?
        Ich habe von der Waldaktion auf einem Stand von Greenpeace erfahren.
        Und war wirklich erschüttert.
        Was jetzt passiert ist skurril.
        Aber im Plan der Agitation.
        Oder?

        10.4.2012 um 19:57 Uhr

  • Naturschützer

    Ich habe die Spessartkampagne von GP von Anfang an verfolgt und bin entsetzt über den fachlichen Background der GP-Waldexperten.Wenn andere Kampagnen ähnlich fachlich fundiert laufen,dann “gute Nacht”
    In Sachen Waldnaturschutz sollte GP das Feld qualifizierten Naturschutzorganisationen wie BN oder LBV überlassen,da ist wenigstens eine fundierte fachliche Diskussion möglich

    10.4.2012 um 19:07 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    wunderbar, was du nicht willst, weiß ich jetzt und das achte ich.
    ich weiß, was ich will und an was ich glaube und wem ich mein leben verdanke.
    ich lasse mich von niemanden und auch von keiner organisation benutzen.
    ich bin gegen gewalt und demnach auch gegen alles was tötet bzw töten kann in jeglicher form sei es körperlich, geistig oder seelisch.
    also bitte keinen vergleich als scheinbar diensthabendes maschinengewehr. das ist beleidigend und zeugt von mangelndem respekt.
    prima nun, da du mit grosser sicherheit mir dafür links geben kannst, was den club of rome angeht und vor allem dessen verbindung mit greenpeace..wäre ich dir äusserst dankbar, wenn du diese mal geben könntest.
    deine unterstellung, dass ich hier ziele verfolge, manipulieren will oder verdummen möchte sind schlichtweg unwahr. auch hoffe ich darauf, dass jeder erwachsen und klug genug ist, eigene meinungen zu verfolgen.
    ich warte nun auf die links.
    danke.

    10.4.2012 um 19:19 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    hey, und wie ich die leute an-rühren kann.
    allerdings gehört das wohl kaum hierhin ;P

    10.4.2012 um 20:04 Uhr · Antworten

  • Energiesparfuchs

    Was hat GP eigentlich mit den 1.500 rausgerissenen Bäumchen (die bösen Douglasien !!!) gemacht ? Auf den Müll geworfen ?
    Wieviele Kinder wurden für diese Aktion missbraucht ?

    10.4.2012 um 20:40 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Mein Vorschlag: Jeder GP-Teilnehmer an der Konferenz Rio+20 nimmt 16 Setzlinge mit. (Falls die 1600 nicht reichen, wird vor Ort nachgekauft)
      In Rio werden die Bäumchen in einer schlichten Zeremonie ausgepflanzt…

      10.4.2012 um 21:25 Uhr · Antworten

  • sophistoph

    @ Kristina heuken-goossen

    entschuldige bitte, beleidigen wollte ich dich mit meinen Vergleich nicht.
    Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass bei jeden Thema immer einer oder mehrere Blogger von GP, Kommentatoren die eine andere Meinung vertreten, provozieren und das Thema bewusst Polarisieren.
    Diesen Part hast du offenbar gerade übernommen.
    Doch kommen wir zu dem Club of Rome, du willst doch nicht ernsthaft die engen Verflechtungen beider Organisationen bestreiten, oder?
    Denke doch bitte nur einmal an die DESERTEL – Initiative.
    Hierzu könnte ich eine lange Reihe von Verlinkungen anbieten die dieses aufzeigen, doch möchte ich mich auf diesen unverdächtigen Link beschränken, der offensichtlich das gemeinsame Handeln aufzeigt. http://www.clubofrome.de/schulen/schulen/presse/0402_ndr.pdf
    Kommen wir zu den Führungsmitgliedern bei GP. Um nur einige zu benennen, GP Aufsichtsrat Wolfgang Sachs sollte dir kein unbekannter sein, oder auch Hans Peter Martin wie auch der Schauspieler Hannes Jaenicke. Das sind z.B Mitglieder dieses dubiosen Clubs. Auch der Co Gründer von GP Paul Watson und das GP Idol Al Gore sind Mitglied des Club of Rome.
    Dann solltest du dir auch diese Verlinkung ruhig einmal anschauen. http://archiv.unsere-neue-erde.net/printthread.php?tid=648
    Ansonsten möchte ich dir beileibe nichts unterstellen, aber da du angibst sehr gläubig zu sein, solltest du auch wissen was es bedeutet; An den Taten werdet ihr sie erkennen.

    10.4.2012 um 21:22 Uhr · Antworten

    • kristina heuken-goossen

      entschuldigung angenommen ;)
      hm, da ich von diesen verbindungen gar nichts wusste, konnte ich weder dagegen, noch dafür argumentieren.
      daher die bitte um die links.
      bin aber in der zwischenzeit selbst tätig geworden und hab mir infos reingeholt und angelesen.
      das du mir hier mit meinem glauben kommst ist recht billig.
      denn das hättest du ohne diesen wirklich kranken eintrag von waldschrat ja gar nicht wissen können. zeigt mir aber auch, aus welchen quellen du teils deine infos herbeziehst.
      mein gegenargument dann:

      wer ohne sünde ist werfe den ersten stein!

      und zu meinem part, den du mir wieder unterstellst:
      ich habe hier weder part noch sonstiges.
      ich bin in einem forum, in dem eigentlich meinungen und fakten ausgetauscht werden können.
      allerdings ist das net auch voll mit krankem und denen, die zwar fakten vorbringen, aber diese, und das tust du auch, nicht nur als ihre meinung stehen lassen können. also, ich vertete meine meinung. bin dankbar für neues. doch was ich mit diesem neuerworbenen anstelle…
      das bitte ich doch mir zu überlassen.
      denn auch das ist ein part der freien meinungsäusserung.

      so und nu gut damit und zurück zum thema buchen sollst du suchen….
      und immer das grüne nach oben… :D

      11.4.2012 um 12:03 Uhr · Antworten

      • kristina heuken-goossen

        an den moderator:
        DANKE fürs rausnehmen von waldschrats unverschämten eintrag!

        11.4.2012 um 12:15 Uhr

      • sophistoph

        @ Kristina heuken-goossen

        Bitte atme doch erst einmal tief durch und bedenke doch einmal was du sagst.
        Du diskreditierst so locker meine verwendeten Quellen und siehst dabei überhaupt nicht, dass meine Quelle eben dieser Blog in dem du selber schreibst ist. Das ist doch eine seltsame Logik oder nicht?
        Weiter habe ich mich in keinster weise in irgend einer Form mich zu deiner Person negativ geäußert. Mein Verweis auf deine Gläubigkeit war weder wertend noch beleidigend, im Gegenteil, da ich mich selbst als ein Mensch sehe, der den Glauben positiv gegenüber steht und Achtung vor Menschen hat, die Diesen auch offen vertreten.
        Warum ich dich kritisiert habe, begründet sich lediglich in der polarisierenden Form in denen du deine Kommentare schreibst. Diese Form der Polarisierung führt automatisch zur Verschlechterung des Umgangstones bis zu gegenseitigen Beleidigungen nach dem bekannten Schema Aktion – Reaktion, ja ich weiß worüber ich schreibe, denn ich habe des öfteren selbst diese Probleme.
        Vielleicht sollten wir nur einmal nur tief Luft holen und uns durchgehend um Sachlichkeit bemühen und auf bewusste Provokationen verzichten.

        11.4.2012 um 18:10 Uhr

      • stefan

        amen.

        11.4.2012 um 18:46 Uhr

  • Marina

    … nur gut, dass ich mich bei dem Austausch von SCHLAGENDEN Argumenten
    nicht beteilige, denn es handelt sich hier schon lange nicht mehr um eine überwiegend SACHLICHE DISKUSSION! – - -

    11.4.2012 um 13:08 Uhr · Antworten

    • Laszlo

      da stimme ich zu, ist leider so, dass es schwierig ist, einige Diskutanten für eine sachliche Diskussion zu gewinnen. Auch auf meine Argumente und Anregungen kommt nichts Konstruktives von den gegnern, obwohl es doch Aspekte betrifft, bei denen man Gemeinsamkeiten erkennen und mittragen könnte.

      Es trifft aber dies für die wald- und forstpolitische Diskussion insgesamt zu. Ich war jahrelang an der Erarbeitung des Nationalen Waldprogramms beteiligt, viele Handlungsempfehlungen wurden damals sogar im Konsens beschlossen. Doch die Akteure der Forst- und Holzbranche und des Waldbesitzes weigerten sich, diese Empfehlungen auch umzusetzen bzw. deren Umsetzung zu fordern, obwohl da vieles dabei war, was beiden “Seiten” und letztlich sogar dem Wald wirklich etwas gebracht hätte. Natürlich war nicht alles toll, aber das ist beim Konsens nun mal so.

      Aber anstatt die gemeinsamen Baustellen anzupacken, wurde das Programm auf Eis gelegt und nicht weiter verfolgt.

      Ich sehe gerade, dass das nwp-online.de inzwischen nicht mal mehr im Netz ist. Einiges davon ist nachzulesen unter http://www.forumue.de/themen/waelder/ag-waelder-hintergrund/appell-fuer-ein-nationales-waldprogramm-in-deutschland/

      Stattdessen erarbeitete man hinter verschlossenenen Türen die Waldstrategie 2020, mit der man allerdings eine grandiose Bauchlandung hinlegte.

      So bleibt es eben Umweltorganisationen wie GREENPEACE überlassen, Fortschritte für den Wald anzumahnen, denn die Förster bzw. die Verantwortlichen (denn viele Förster würden gerne mehr Natur wagen, sie dürfen aber nicht) tun das leider nicht (abgesehen von wohlfeilen Reden, Behauptungen und bunten Broschüren).

      Schade, denn wir hätten viele gemeinsame Ziele und die Differenzen könnte man sicher auch klären.

      11.4.2012 um 16:40 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        Stimmt, GP reißt Bäumchen raus und bestimmt die Buche zum Baum des Jahrhunderts. Nur die Natur würde vielleicht ganz anders entscheiden. Auf ehemaligen Truppenübungsplätzen der Roten Armee (roter Stern- vor 1994) wuchsen aufgrund des enormen Jagddrucks (vor allem gegenüber Rotwild und Wildschweinen) der ausgehungerten Truppe die sogenannten “Russeneichen” heran. Kann jeder heute vor Ort bewundern.
        Von “Amerikanerbuchen” im Spessart oder anderswo in den “alten Bundesländern” war dagegen noch niemals die Rede. Ich bezweifle bei den vielen Milliarden Bäumen in D, dass der Ersatz der 1.500/1.600 Douglasien gegen Buchen irgendetwas mit Umwelt- oder Naturschutz zu tun hatte.
        Was kommt noch alles bei der Kampagne ???

        11.4.2012 um 16:55 Uhr

      • Bruno Straub

        … was man bei der Kampagne noch “bringen” könnte?
        Wie wäre ea mit einem Auftritt des Darth Vader nebst 20 Stormtroopern auf dem Marktplatz in Aschaffenburg?
        Die Stormtrooper könnten neben Handzetteln Buchensetzlige verteilen und den Franken erklären, wie man die einpflanzt….

        11.4.2012 um 20:58 Uhr

  • waldfee

    Ich habe gestern den Beitrag über die “Greenpeace-Douglasien-Rausreiss-Aktion” im Spessart gesehen und hab mich köstlichst amüsiert- zum einen über die Dramatik – “die massenhaft angepflanzten Douglasien gefährden alte Buchenbestände” – so ein Quatsch hab ich im ersten Moment gedacht, aber gut jedem seine Meinung – da drüber können sich die obigen “Experten” die Köppe einhauen – zum anderen – und noch viel witziger – die Buchen Pflanzaktion. Früher hieß eine überflüssige (und vorallem unsinnige) Tätigkeit “Eulen nach Athen tragen” seit der GP Aktion gestern plädiere ich für die Einführung des Satzes “Buchen im Spessart pflanzen”!!

    11.4.2012 um 17:39 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    sophistoph, mein letzter eintrag war in keinster weise polarisierend und diskreditiert habe ich auch nichts.
    nach der geschmacklosigkeit von waldschrat, hatte ich längst den fuss aus
    dieser diskusion gemacht.
    du magst es so sehen wie du es geschrieben hast.
    das bleibe dir hier vorbehalten…
    und ansonsten…..
    viel spass noch beim selbstbeweihräuchern

    11.4.2012 um 19:34 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Jetzt haben wir wieder die gegen Greenpeace donnernden Propagandisten, die nicht einmal davor zurückschrecken, allgemein Bekanntes zu diffamieren, statt sich auseinanderzusetzen.
    Unerfreulich, da der Sinn des Forums eigentlich ein Austausch auf der Sachebene sein könnte, durch den man -mit seriösen QUellen, die man aber zum Glück auch findet- in Themen tiefer einsteigen kann.
    Mir ist übrigens die Grafik, in der die Korrelation zwischen Holzeinschlag und der abnehmenden Fähigkeit des Waldes, CO2 einzulagern, als eins von vielen eindrucksvollen Bildern besonders wichtig geworden.
    Das ist für mich in dem Ausmaß nicht klar gewesen.

    11.4.2012 um 22:56 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Lottina, vergiß doch mal diese Grafik, schalte Deinen eigenen Verstand ein, und frage Dich, warum die Fällung einer 139 Jahre alten Buche das Klima schädigt. Unterstellt, dass sie nachgepflanzt wird und zudem ihre Holzmasse “sinnvoll” verwendet wird.
      (Notfalls sogar für eine Pelletsheizung!)

      11.4.2012 um 23:28 Uhr · Antworten

      • Laszlo

        in der Tat hilft der Verstand weiter.

        139 Jahre braucht der Baum, bis er wieder so viel CO2 gebunden hat.

        So lange ist das CO2 (natürlich von Jahr zu Jahr immer weniger davon) in der Atmosphäre, über den Klimawandel entscheiden aber die kommenden 2-3 Jahrzehnte. In 2-3 Jahrzehnten hat der Baum zwar wieder einen Teil des Klimagases aufgenommen und darum schneidet Holz etwas besser ab als Heizöl. Viel besser aber wäre es, Energie zu sparen.

        Übrigens: Auf den “restlichen” 90-95% der Waldfläche Deutschlands darf weiterhin Holz genutzt werden, leider wird es vor allem für kurzlebige Produkte wie Papier, Paletten und Brennholz verwendet, und somit gelangt der Großteil des Kohlenstoffes ziemlich schnell wieder in der Luft.

        Selbst beim Hausbau oder Möbeln wird der Kohlenstoff nicht lange eingelagert, weil ja auch Häuser abgerissen und Möbel (v.a. Spanplattenprodukte) recht schnell wieder in der Verbrennung landen. Wer einen Kleiderschrank oder Tisch kauft, muss ja in der Regel einen alten entsorgen und die Papiertonne wird auch wöchentlich geleert.

        Dazu muss man dann noch rechnen, dass bei der Produktion solcher Holzprodukte viel Energie verbraucht wird – viel besser als Beton, Stahl und Kunststoffe sind Holzprodukte aber allemal, darum sollte ja auch der größte Teil des Holzes zu langlebigen Produkten verarbeitet werden.

        Und auf den von GREENPEACE, anderen Umweltverbänden und der Bundesregierung geforderten 5% Schutzgebietsflächen können die Wälder endlich mal alt werden und zusätzlichen Kohlenstoff v.a. auch in den Waldböden bunkern. Schöner Nebeneffekt, jedes Jahr aufs Neue.

        12.4.2012 um 07:23 Uhr

      • Bruno Straub

        Laszlo, Du hast gekonnt/professionell meine Frage nicht beantwortet. Da hast natürlich recht: “”Wir sollten viel mehr Energie sparen” …und “”die Papiertonne wird wöchentlich geleert”".
        Aber meine Frage war: Warum schädigt die Fällung einer 139 Jahre alten Buche das Klima, unterstellt, dass sie nachgepflanzt wird, und zudem ihre Holzmasse “sinnvoll” verwendet wird? (Notfalls sogar für eine Pelletsheizung!)

        12.4.2012 um 20:51 Uhr

      • Bruno Straub

        Laszlo, Du bist ja wieder aktiv…
        Wie wäre es mit einer Antwort?

        15.4.2012 um 19:21 Uhr

  • Stoanaringa

    Griaß Eich !

    Zur Beruhigung der Gemüter eine E-Mail von mir an Greenpeace ohne daß ich vorher den Blog gelesen habe und davon wußte!!

    Betreff:

    “Greenpeace-Aktivisten pflanzen junge Buchen – Greenpeace, Nachrichten zum Thema Wälder ! ”

    Grüß Gott !

    Provokant gefragt, was soll die Aktion bringen?

    Eingeführte Nadelbaumart von der nordamerikanischen Westküste durch Buchen unbekannter Herkunft ersetzt??!!

    Weder mit Douglasien in Massen noch mit den gesetzten Buchen ist dem alten Buchenwald gedient. Auch die Buchen dürften Fremdlinge sein, die in dem Natura 2000 Gebiet überhaupt nichts zu suchen haben. Die vorhandenen Buchen haben sich durch die natürliche Auslese über die Jahrtausende genetisch an die vorhandenen Boden- und Klimaverhältnisse optimal angepasst. Was bei den gesetzten Buchen wohl kaum der Fall sein dürfte.

    Soweit auf den Fotos zu sehen ist, stehen rundum die schönsten Buchen. Diese erzeugen normalerweise in Massen Bucheckern, die wohl auch auf den Douglasien befreiten Flächen aufgehen werden.

    Gesetzt den Fall, die Douglasien wären stehen geblieben. Was wäre die nächsten Jahre passiert? Wie geschildert wären neben den Douglasien auch die Buchen aufgegangen und wahrscheinlich nach einigen Jahren nur noch ein Bruchteil der Setzlinge da gewesen. Die Buche ist eine herrschende Baumart und duldet auf optimalen Standorten auf Dauer so gut wie keine andere Baumart.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Douglasie eine ganz empfindliche Baumart ist. Im ersten Jahr nach dem setzen, reagiert Sie empfindlich auf Trockenheit, hat Probleme mit dem Rüsselkäfer und quittiert dies ziemlich schnell mit dem absterben. Ausfälle bis zu einem Viertel der Jungbäume im ersten Jahr sind als normal zu betrachten. In den ersten 20 – 25 Jahre hat die Douglasie auch massiv Probleme mit der Standfestigkeit, weil sie bis dahin noch nicht den optimal ausgebildeten Wurzelstock hat. Kleinste Fehler beim Setzen (z. B. Entenfuß, Pfahl-/Herzwurzel gestaucht) wirken sich ebenfalls auf die Verwurzelung aus. Weiter hat die Douglasie Probleme mit der Forsttrocknis und den verschiedenen Arten der Schüttekrankheiten. Als nächstes muss der Standort luftig sein. Stauluft wird ebenfalls nicht vertragen.

    Zum Thema Gefährdung der Buchenwälder. Mir ist bis jetzt kein Douglasienaltbestand bekannt der sich unkontrolliert vermehrt. Im Vergleich mit der Fichte verjüngt sich auf natürliche Art die Douglasie im Verhältnis dazu nur im Promillebereich.

    Soviel zum Thema massenhaft und was davon übrig bleibt. Wenige Douglasien (pro ha höchstens fünf) in einem Natura 2000 Gebiet sind mit Sicherheit nicht schädlich, da spätestens nach 80 – 100 Jahren diese hiebsreif sind. Buchen dagegen frühestens nach 120 – 150 Jahren gefällt werden können. Am Schluß bleibt bei vorbildlicher Bewirtschaftung für Jahrzente nur die Buche als Baumart übrig. Wo wir wieder beim Thema alter Buchenwald wären.

    Bin aber mit ihnen einig, daß in einem Natura 2000 Schutzgebiet möglichst wenig an den Pflanzengesellschaften durch den Menschen geändert und Eingriffe in den Bestand nur maßvoll erfolgen sollten (Plenterwirtschaft).

    Anderes Thema. Am Klimawandel wird der deutsche Wald nicht vorbeikommen. Es darf erlaubt sein, darüber nachzudenken, wie damit umgegangen wird. Mit den Mitteln von Gestern (Stichwort Fichtenmonokulturen) werden wir die Probleme von Morgen mit Sicherheit nicht lösen.

    Wieviel naturbelassenen Wald verträgt unser Land? Natürlich möglichst viel wird gefordert. Was zur Folge hat, daß die Fläche der nutzbaren Waldfläche abnimmt und der Nutzungsdruck auf den Rest der Waldfläche zunimmt. Was mit Sicherheit nicht am ökologischsten ist. Durch mehr naturbelassenen Wald verringert sich die Inlandsnachfrage nach Holz nicht. Mit der Folge daß Holzimporte aus den tropischen und nordischen Urwäldern mit den entsprechenden Folgen vor Ort (Verwüstung) zunehmen werden.
    Festzustellen ist, daß in den letzten Jahrzehnten die Ansprüche an den ” Wald ” massiv gestiegen sind. Stichwort Freizeitgesellschaft und was diese vom Waldbesitzer alles unengeltlich erwartet.
    Waldbesitz verpflichtet, das heißt, dass man damit auch was verdienen darf, um eine verantwortliche Bewirtschaftung im Sinne aller auf Dauer leisten zu können.
    Sprich der Waldbesitzer ist nicht der Leibeigene von der Anspruchsgesellschaft die alles besser weiß als der Betroffene. Auch hier gibt es einen zivilen Ungehorsam. Insbesondere wenn keine staatlichen Subventionen in Anspruch genommen werden.

    Zum Schluß eine Weisheit von einem Bayer. Staatsförster zum Waldumbau und Forstpolitik der letzten 20 Jahre in Bayern: Buchen setzen und Fichten ernten.

    Am Holzmarkt wird Nadelholz verlangt und nicht die Buche. Diese ist momentan nicht als Schnittware, sondern nur als Brennholz gefragt.

    Nix für unguat

    Hermann B.

    Begeisterter und engagierter Kleinwaldbesitzer aus dem sonnigen Inntal in Oberbayern. Besitzer von 2 Hektar Natura 2000 Flächen (genannt Innau) und mehreren Hektar Fichtenmonokultur. Derzeit beschäftigt Zug um Zug Sünden in den Natura 2000 Flächen zu beseitigen und die Fichtenmonokultur in einen artenreichen Mischwald, auch mit Buche, umzubauen.

    11.4.2012 um 23:03 Uhr · Antworten

    • Lottina

      So sollten Beiträge, die mit Aktionen von GP nicht einverstanden sind, aussehen, damit ein Miteinandernachdenken entsteht.

      11.4.2012 um 23:11 Uhr · Antworten

      • kristina heuken-goossen

        lottina, kurz mal reingeschaut und muss sagen, es ist ein angenehmes lesen
        und ich hoffe, der austausch bleibt jetzt so.
        wirklich prima :)

        12.4.2012 um 13:00 Uhr

    • Lottina

      Allerdings würde ich hier auf die Folgen des Einschlags verweisen und die Grenzen, die dabei für die Holzwirtschaft notwendig werden. Da geht es vielleicht nur zum Teil um die privaten Wälder?

      11.4.2012 um 23:14 Uhr · Antworten

    • Nur mal so gesagt

      @ Stoanaringa:
      Ich stimme Ihnen in soweit zu, dass das Pflanzen von Buchensetzlingen nicht notwendig gewesen wäre, sondern es ausgereicht hätte, die Douglasiensetzlinge zu entfernen.

      Ihrer Theorie, dass die gepflanzten Douglasien im Laufe weniger Jahre weitgehend von selbst verschwunden wären, stimme ich insoweit zu, dass ich dies – ohne weitere Eingriffe – ebenfalls für wahrscheinlich halte.

      Nicht bedacht haben Sie jedoch, dass eine Unterpflanzung üblicherweise dazu dient, denn Altbestand (in diesem Fall Buchen) durch den Neubestand (untergepflanzte Douglasien) zu ersetzen. Um den Jungpflanzen (Douglasien) mehr Licht zu geben, wäre die nächste forstliche Maßnahme wohl die Entnahme (Fällung) der Altbäume (Buchen) gewesen.

      Mittels dieser Vorgehensweise werden derzeit in vielen bayerischen Wäldern (Staatswald) Buchenbestände Schritt für Schritt in Douglasienbestände umgewandelt.

      13.4.2012 um 10:33 Uhr · Antworten

      • Christoph

        Wo er recht hat, hat er recht! Die Douglasie würde ich in der deutschen Waldwirtschaft keinesfalls verteufeln, man muss nur “maßvoll” mit ihr arbeiten können. Dass Buchenaltbestände auf größerer Fläche (>0,1 ha) mittelfristig für Douglasien-Voranbau weichen müssen kann nicht das waldbauliche Bestreben sein. In bestehende, nichtüberschirmte Lücken gepflanzt (max. Gruppengröße) ist sie in begrenztem Umfang eine in allen Bereichen interessante Beimischung. Bestätigen kann ich auch, dass eine Douglasienpflanzung im Buchenoptimum und mit einhergehender flächiger Buchennaturverjüngung ohne Pflegeeingriffe schlichtweg keine Chance hat.

        19.4.2012 um 20:44 Uhr

  • Waldschrat

    @kristina heuken-goossen

    ja schade dass hier gelöscht wird.

    http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/59/lwf-wissen-59-11.pdf

    Hier nochmals nüchtern betrachtet.
    Die Bayrischen Forsten wollen den Douglasienbestand von
    1% auf 3% der Waldfläche aufforsten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversit%C3%A4t

    Schade ich fands lustig :-(

    11.4.2012 um 23:03 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Ist die Diffamierung des Club of Rome eigentlich wirklich noch eine Meinungsäußerung?

    11.4.2012 um 23:08 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Übrigens ist der BFN auch dafür, das die Douglasien, die dort illegal angepflanzt werden, entfernt werden müssen.

    11.4.2012 um 23:25 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Oder soll jetzt das Bundesamt für Naturschutz auch als unterwanderte Institution bezeichnet werden?

      11.4.2012 um 23:31 Uhr · Antworten

  • Erna

    @Lottina

    Das Nachdenken sollte vorher stattfinden und nicht wie bei GP zu Straftaten führen (ja genau das ist es). Übrigends gab es schon Zeiten als unliebsame Bücher verbrannt wurden, das die Steckling vermutlich kompostiert werden macht es nicht besser.

    Ist die Diffarmierung der BaySF und seiner Mitarbeiter eigentlich wirklich noch eine Meinungsäußerung?

    Wo steht, dass die BFN für das Entfernen der Douglasien-Stecklinge ist? Wer außer GP sagt, dass die Anpflanzung illegal ist?

    12.4.2012 um 07:20 Uhr · Antworten

  • Erna

    @Galadriel

    Die Meinung von GP (oder deren finanzierter Gutachter) kann wohl kaum als neutral betrachtet werden. Die Meinung der BaySF und Ihrer Gutachter akzeptiert ihr ja wohl auch nicht.

    @stephan
    …sollte nicht angebaut werden… ist kein Verbot zumal man sich auf max. 3% festgelegt hat
    …waldbaulicher Eingriffe…adäquater Pflegemaßnahmen… Hat nichts mit rausreißen zu tun zumal – wie gesagt – die 3% als Maximum festgelegt wurden.

    Aber lesen wir doch mal etwas weiter:

    …Eine Risikoabschätzung des Douglasienanbaus aus naturschutzfachlicher Sicht gestaltet sich jedoch auf Grund der Lückenhaftigkeit des Wissens zur Ökologie der Douglasie und den langfristigen Folgen für Flora und Fauna schwierig…
    Wer hat hier Lücken? Wie lange gibt es diese Baumart?

    …Langfristig werden in Deutschland Douglasienanteile von über zehn Prozent erwartet (Kowarik 2003)..
    Welchen Anteil hat und wollten die BaySF doch nochmals und wo stehen wir 2012?

    …Die Douglasie verjüngt sich in Deutschland natürlich…dass die Konkurrenzkraft von Buche..von Natur aus so hoch wäre, dass die Douglasie unter ungestörten Verhältnissen langfristig wieder verdrängt werden würde…
    Ach her je, ich dachte sie verdrängt die Buche?

    …Seit August 2007 ist darüber hinaus die Wiederaufforstung geschädigter Flächen ausschließlich mit Douglasie mit einem Höchstsatz von 3.200 Euro/Hektar förderfähig. (MUNLV, Pressemitteilung vom 15.08.2007)…
    Ach da scheinen ja einige sogar der Meinung zu sein, das Ganze noch zu fördern. Aber was für Ahnung hat schon solch ein Ministerium.

    …Nach Ammer und Utschick (2004) verhält sich die Douglasie…ähnlich wie die Fichte, so dass bei einzelbaum- bzw. kleingruppenweiser Mischung in Laub- oder Nadelholzbeständen…auch für naturschutzfachlich wertvolle Waldzönosen keine negativen Folgen zu befürchten seien. Auch Fritz (2006) empfiehlt…den Anbau von Douglasien lediglich kleinflächig…

    …Vor und Schmidt (2006) kommen…zu dem Ergebnis, dass Arten- und Strukturdiversität in älteren Douglasienbeständen ebenso gut bzw. besser ausgeprägt waren als in vergleichbaren naturnahen Buchen-…Beständen…
    .
    .
    .

    Offensichtlich ist die Meinung der BaySF also keine Einzelmeinung sondern Stand der Mehrheit der Wissenschaftler (nicht mit den Ideologen zu verwechseln). Bei der nächsten Diskussion zum angeblichen Klimawandel werde ich darauf zurückkommen.

    12.4.2012 um 12:08 Uhr · Antworten

    • stefan

      @ärna
      bei dieser frage geht es ausschließlich um natura 2000-gebiete. alle anderen angaben zur douglasie sind in diesem zusammenhang zweitrangig. ich gebe dir jedoch recht, dass in diesem abschnitt die aussage recht offen formuliert ist, und nicht von einem verbot gesprochen wird, wie ich oben schon angedeutet habe. vielleicht äußert sich das bfn an anderer stelle eindeutiger? die gp-entfernungs-aktion dazu finde ich im übrigen auch zweifelhaft. was das ganze dann jedoch mit der diskussion um den klimawandel zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

      12.4.2012 um 14:09 Uhr · Antworten

  • Wild

    Heute eine Meldung in der regionalen Tageszeitung gelesen , das ein Teil der durch
    Greenpeace gepflanzten Buchensetzlinge mitlerweile duch Wildschweine gefressen
    wurde . Scheint die Natur schlägt zurück !

    12.4.2012 um 19:11 Uhr · Antworten

  • Waldfreund

    @ Erna + Stefan

    Anbei als Information zum von GP skandalisierten Anbau der Douglasie im Spessart eine auszugweise Ausführungen aus der WALDKONVENTION des nach dem von “GP FAVORISIERTEN FSC” zertifizierten Stadtwald Freiburg:

    ZIELSETZUNG; GRUNDSÄTZE DER WALDWIRTSCHAFT UND BETRIEBSFÜHRUNG IM STADTWALD FREIBURG

    Zitat 1:
    ” Besonders zu erwähnen sind die Anteile von 24 % Fichte (Schwerpunkt in den Hochlagen) und die “”"”"” DOUGLASIEN mit 21 %”"”"”!!!!.
    Die als Gastbaumarten zu bezeichnenden Fichten und besonders die DOUGLASIEN sind im Stadtwald Freiburg das wirtschaftliche Rückgrat. Diese beiden Baumarten mit 15% bzw 14% Flächenanteil (bezogen auf die Gesamtwaldfläche von 5138 ha) erzeugen etwa 60 % der wirtschaftlichen Wertleistung, die durch Holzverkaufserlöse zum Ausdruck kommt (Anlage 4).”

    Zitat 2:
    “Grundsätzlich ist die Orientierung an der Naturwaldgesellschaft die beste Gewähr für ÖKOLOGISCHE und damit auch langfristig ÖKONOMISCHE Stabilität des Waldökosystems. Bei den gegebenen Voraussetzungen der besonderen, bei der DOUGLASIE extremen, wirtschaftlichen Überlegenheit, der “”"”"umfangreichen, über 100 jährigen positiven Erfahrung mit der Erkenntnis der WALDÖKOLOGISCHEN VERTRÄGLICHKEIT und der hervorragenden Eigenschaften und Wertschätzung des Douglasienholzes”"”"”"”, sieht die Betriebsleitung des Forstamtes die zwingende Notwendigkeit der weiteren maßvollen Beteiligung von Fichte und Douglasie”.

    Als weiteres empfehle ich zu diesem Thema noch folgenden Link:

    http://www.eberhard-sinner.de/main/index.php?PHPSESSID=0601r9eso19q4v0i7tgcptp280

    Im Ergebnis wird für mich hier immer deutlicher, dass GP hier mit zweierlei Maß misst und Gefahr läuft, wegen der “paar Douglasien” nicht mehr den vorhandenen und wachsenden Buchenwald zu erkennen (FSC – Forstbetrieb Freiburg: 21% Douglasienanteil, PEFC – BaySF-betrieb: 1% Douglasienanteil [angestrebt 3% in den 50 nächsten Jahren]).

    Näheres über das FSC – Zertifikat des Stadtwaldes Freiburg und auch den dortigen Douglasienanbau finden Sie im anhängenden FSC – Report

    http://www.imo.ch/portal/pics/documents/FSC/reports/de-freiburg-2006-de.pdf

    12.4.2012 um 21:45 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldfreund
      Zugegeben: FSC und FFH beginnen beide mit “F”, aber Sie werfen wieder einmal bewußt Themen durcheinander. Es geht hier nicht um die Qualität von FSC, sondern das Ersetzen einheimischer alter Buchen durch fremdländische Douglasien mitten in wichtigen Schutzgebieten.
      Das FSC-Holz fremdländischer Bäume zertifiziert (Eukalyptus aus Indonesien) ist bekannt, hat aber mit dieser Diskussion rein gar nichts zu tun, bis eben auf den ersten Buchstaben, das “F”.

      15.4.2012 um 16:21 Uhr · Antworten

      • Waldfreund

        @ Ralf

        …… ich habe den Eindruck, dass es mit uns zweien nichts mehr wird. Wir sprechen irgendwie eine unterschiedliche Sprache und kommen hier leider auf keinen gemeinsansamen Nenner.

        Wenn Sie einerseits keinen gewaltigen Unterschied erkennen können zwischen einem vorhandenen, aber anscheinend vollkommen problemlosen Douglasienanteil von 21% in einem “FSC-VORZEIGEBETRIEB” (Stadtwald Freiburg) und andererseits dem angstrebten, aber von GP skandalisierten Douglasienanteil von 3% (!) in den nächsten 50 Jahren (!) bei der BaySF, dann verstärkt sich für mich mein Eindruck über Ihre schon des Öfteren gezeigte ziemlich verengte Argumentationsweise.
        Wenn GP in dem Anbau von Douglasien im Spessart (FFH-Gebiete) oder bei angeblichen Kahlschlägen – in Wahrheit Eichensaaten – i.E. div. Verstöße gegen bestehende Naturschutzgesetze entdeckt hat, dann sollten sie das entsprechend rechtsaufsichtlich oder besser noch juristisch klären lassen.

        Da sollte dann auch der Umstand keine Rolle spielen, dass GP kein anerkannter Umweltverband ist. Da GP ja des öfteren sich der Rückendeckung z.B. vom BUND oder des NABU bei der “Spessartkampagne” versichert hat (siehe div. GP – Beiträge), könnten diese doch als anerkannte Umweltverbände problemlos im Zuge einer Kooperation den GP-Part vor Gericht im Rahmen einer Verbandsklage übernehmen.
        Herr Kunkel als örtlicher Vorsitzender des Bund Naturschutz in Heigenbrücken hat doch bei der GP-Spessartkampagne lt. div. Blog- und Fotobeiträge und Danksagung tatkräftig geholfen.
        Insofern könnte er doch hier GP erneut “behilflich” sein.

        15.4.2012 um 22:46 Uhr

      • Ralf

        @Waldfreund
        Sie weichen wieder aus:
        Es gibt einen Unterschied zwischen den Schutzgebieten, wo der Schutz der einheimischen Biodiversität ein anerkanntes Ziel ist und einfachen Wirtschaftswäldern. Meine Position zur Douglasie ist etwas differenzierter: Ein bestimmter Douglasienanteil in bewirtschafteten Wäldern macht mir keine Kopfschmerzen, aber in Schutzgebieten konterkariert dies die Ziele der Schutzgebiete.
        So schwer ist das doch nicht zu verstehen. Ich beobachte bei einigen Teilnehmern in diesem Blog, vor allem bei der “Betonförsterfraktion”, dass, gehen die Argumente aus, argumentativ sofort ausgewichen wird. Fällt einem nicht mehr zum Thema Erhalt der Biodiversität ein, so wird schnell das Thema FSC und seine Unzulänglichkeiten aufgemacht. Oder man behauptet eben, dass Douglasien das Klima schützen, oder, oder, oder.
        Ich habe diese Frage schon ‘zigmal gestellt: Wie erhalten wir die Arten im Wald, die auf die Zerfallsstadien angewiesen sind? Ich frage das immer wieder, erhalte aber nur ausweichende Antworten. Haben Sie keine? Ich schon!

        16.4.2012 um 06:15 Uhr

      • Ralf

        @Waldfreund
        Ich muss noch einmal auf Ihre Antwort eingehen:
        Im ersten Absatz wiederholen Sie ihren Vorwurf, ohne auf mein Argument einzugehen (FSC ist nicht FFH). Dabei ersetzt der inflätionäre Gebrauch von Großbuchstaben die Argumente.
        Anschließend kommt wieder mal die Eichensaat, der Nabu, der BUND, die Verbandsklage. Aber zur Unterscheidung von FFH und FSC sagen Sie nichts!
        Ich verenge Diskussionen nicht, ich bringe sie auf den Punkt! Sie versuchen dagegen die Diskussion so auszuweiten, damit Sie auf meine Fragen nicht antworten müssen.

        16.4.2012 um 07:11 Uhr

  • Johanna

    Hier bei mir in Oberbayern verteilen GP AktivistInnen Flyer auf denen sie Bürger auffordern, Buchen über 50BHD zu “melden”, damit sie geschützt werden.
    Ich bin einfach sprachlos. Dies bedeutet, dass es für Waldbesitzer in Zukunft nicht mehr politsch opportun ist ihre Bäume dick und alt werden zu lassen. Am besten sie hauen gleich alle Bäume runter, bevor sie hundert werden, damit keiner mit einem GPS reinmarschiert und ihnen das Waldhandwerk legt. Was eine Umtriebszeit ist oder ein Wirtschaftsziel interessiert niemanden, es ist ja böse Forstwirtschaft.

    Die Polemik zielt gegen Forstwirtschaft überhaupt (nur ein Wald ohne Menschen ist ein guter Wald), und das in Zeiten des Atomausstiegs, generiert damit hauptsächlich Totalschutzkonzepte und desavouiert naturnahe Forstwirtschaft, die eine beachtliche kulturelle Leistung darstellt. Revoluzzerattitüde des Forstnachwuchses in Ehren, so ist es aber! In China z.B. sind deutsche Forstconsulenten gefragt, um die eintönigen Aufforstungen zu naturnäheren Mischwäldern umzugestalten, Im Gegensatz zu amerikanischen und kanadischen Experten gelten sie als äußerst ökologisch orientiert. Im eigenen Lande bläst der vom Saulus zum Paulus gewandelte Nachwuchs zur Attacke.

    Nun, die Geschichte hat immer ihre eigene Ironie

    13.4.2012 um 15:41 Uhr · Antworten

    • kristina heuken-goossen

      johanna, du weißt schon, dass saulus der böse war, der sich in paulus den guten verwandelt hat.
      für/als das gute lohnt es sich immer aufzustehen.
      auch bei gegenwind oder vielleicht gerade deswegen…

      13.4.2012 um 16:11 Uhr · Antworten

      • Johanna

        Ich vermisse ein Eingehen auf meine Argumente.
        Hier wird die Haltung von GP pauschal als “Gut” definiert, und das Deuten eines Gleichnisses als ausreichende Antwort.
        Bitte lies doch nochmal die Fakten und meine Argumentation.

        13.4.2012 um 19:50 Uhr

      • Johanna

        Christina: hier noch zur Ergänzung:
        Soweit mir bekannt, beträgt die Umtriebszeit für Eiche bei der BaySF 180 Jahre. Das heißt, einen Einschlagsstopp für 140 jährige zu verhängen bedeutet ein nachhaltiges Bewirtschaftungsmodell in Frage stellen. Ein kluger Waldbesitzer wird künftig alles runterhauen bevor es 100 wird, damit kein “Experte” kommt und ihm sagt, dass ein böser Hirbl ist, weil er einen Baum umschneidet.
        Eine dynamische Sichtweise würde erkennen, dass das eigentliche Problem in den Staatsforsten die Senkung der Umtriebszeit für Eiche von 240 auf 180 ist. Warum wird das nicht thematisiert? Ist das zu kompiziert zu verstehen? Oder widerspräche ein solches Vorgehen der Polemik “nur ein Wald ohne Mensch ist ein guter Wald”? Die Erkenntnis, dass der Wald auch ohne Förster wächst scheint bei einigen Forstleuten zu einem solchen Kulturschock geführt zu haben, dass sie den Umkehrschluss gezogen haben, dass mit Förstern überhaupt keiner wächst.
        Es gehört zur Ironie der Geschichte, dass zu Zeiten des Atomaustiegs ein allgemeines Försterbashing anhebt, und die forstgeschichtliche Tatsache, dass die Flächen, auf denen jetzt Bäume gerettet werden, schon seit sehr langer Zeit bewirtschaftete Wälder waren und sind, ist einfach völlig aus dem Focus gefallen.
        Ich habe nichts gegen ein Biodiversitätskonzept mit Hand und Fuß. Aber hier ( bei mir in Oberbayern) Bürger per Flyer zum alte Bäume retten in die Wälder schicken ohne die geringste Ahnung über Besitzverhältnisse und Wirtschaftskonzepte halte ich für völlig kontraproduktiven Populismus.

        13.4.2012 um 20:02 Uhr

    • Stoanaringa

      Griaß de Johanna !

      Wo in Oberbayern verteilt GP Flugbladl (Flyer) zum Alte-Buchen-retten??

      Danke und Servus

      15.4.2012 um 11:09 Uhr · Antworten

      • Johanna

        Lieber Stoanaringa
        War in der Murnauer Fußgängerzone

        15.4.2012 um 13:24 Uhr

    • Sara Westerhaus

      Hallo Johanna, Greenpeace fordert von der Bayerischen Staatsregierung einen sofortigen Einschlagstopp in alten Buchenwäldern. Er soll so lange gelten, bis zehn Prozent des öffentlichen Waldes geschützt sind und die übrigen 90 Prozent ökologisch bewirtschaftet werden. Diese Forderungen beziehen sich zudem auf den ÖFFENTLICHEN Wald, nicht auf den Privatwald.

      16.4.2012 um 14:48 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    johanna, erst einmal sorry. wollte dich nicht ärgern.
    paulus war ein apostel und ist kein gleichnis.
    zu den fakten…ich werde mit k geschrieben.
    hey..ist zwar so, aber das war jetzt ein scherz. ok!
    du möchtest mehr fakten …
    in diesem blog hier bin ich nur sehr selten, denn es gibt zu dem thema noch wesentlich interessantere. aber scroll doch mal hoch…da sind ettliche links angegeben und in den anderen blogs zu diesem thema findest du auch vieles.

    13.4.2012 um 20:26 Uhr · Antworten

    • Johanna

      Kristina,
      Du ärgerst mich nicht. Du weichst mir nur ständig aus und jetzt soll ich woanders rumklicken, wo ich irgendwelche Gegenargumente finde – die Dir nicht einfallen?
      Nochmal: Deutlich: Unbedarfte Bürger zum Alte-Buchen-retten in beliebige Wälder schicken (und das macht GP hier in Oberbayern) bedeutet, den Waldbesitzern Bewirtschaftungskonzepte mit hohen Umtriebszeiten zu verleiden. Total kontraproduktiv.
      Des Weitern war mein erster Einwand dazu gedacht, die Selbstgeisselung von Frau Hieke etwas zurechtzurücken. Ich beharre nach langjähriger Erfahrung im Ausland darauf, dass die Entwicklung der naturnahen Forstwirtschaft eine Kulturleistung war und ist.

      13.4.2012 um 21:03 Uhr · Antworten

      • kristina heuken-goossen

        johanna, ist doch ok. du beharrst auf deinem standpunkt.
        ich akzeptierte deine einstellung. ich hab eine andere meinung.
        so einfach kann das sein. ;)

        16.4.2012 um 16:41 Uhr

  • Waldschrat

    Ja so ist das Gewaltmonopol hier verteilt
    Und das Rede monopol.
    GP darf kriminell werden und Beiträge zensieren und verschwinden lassen.
    Und Greenpeace darf Lügen verbreiten und Damit Spendengelder einwerben,

    Beweis::
    https://www.google.de/#hl=de&sugexp=frgbld&gs_nf=1&cp=7&gs_id=n&xhr=t&q=Greenpeace&pf=p&output=search&sclient=psy-ab&oq=Greenpe&aq=0&aqi=g4&aql=&gs_l=&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&fp=ae3d0a2a11f59d7e&biw=1024&bih=433

    15.4.2012 um 16:52 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      Beweis wofür?

      15.4.2012 um 16:59 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Noch genauer:
    https://service.greenpeace.de/specials/buchenwald_01/?bannerid=011210201503387&match=b
    1.Lüge:
    Dieser Raubbau in den alten Buchenwäldern vernichtet unsere wirksamsten natürlichen Klimaschützer. Denn Laubwälder mit alten, dicken Bäumen speichern besonders große Mengen des schädlichen Kohlendioxids
    2.Lüge
    Noch 1990 konnten die Wälder in Deutschland 80 Mio. Tonnen CO2 aufnehmen. Heute sind es nur noch zwei Mio. Tonnen.
    3.Lüge:
    Buchenwälder machen heute nur noch knapp fünf Prozent der Landfläche Deutschlands aus. Und sogar diese sind in Gefahr.
    4.Lüge
    – während die Forstwirtschaft Woche für Woche die urigen Buchenwälder unauffällig, aber stetig, vernichtet.
    5.Lüge
    Für den Schutz der deutschen Buchenwälder sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Sie trägt dazu bei, durch Aktionen und Kampagnen diese faszinierenden Naturräume zu retten und damit auch das Klima zu schützen! Helfen Sie uns – am besten direkt online.

    So und das sind die Fakten!!!

    15.4.2012 um 16:59 Uhr · Antworten

    • Ralf

      @Waldschrat
      Fakt ist: Sie benutzen drei Ausrufezeichen, sonst nichts. Sie müssen ihre Behauptungen auch belegen. Sie schreiben sehr viel, behaupten sehr viel, widerlegen aber nichts. Ihr Ziel ist es, viel zu behaupten, nach dem Motto: Wirf mit viel Dreck, etwas bleibt schon haften.

      15.4.2012 um 17:12 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        1.Lüge:
        Bewirtschfteter und verjüngter Wald bindet mehr CO2.
        Besonders wertvoll ist Bauholz wie Douglasien, denn die speichern das CO2
        für viele hundert Jahre. Vermodert der Baum im Wald verbraucht er Sauerstoff
        den er erzeugt hat.
        2.Lüge
        Noch 1990 konnten die Wälder in Deutschland 80 Mio. Tonnen CO2 aufnehmen. Heute sind es nur noch zwei Mio. Tonnen.
        Die Zahlen sind erfunden
        http://www.waldwissen.net/wald/klima/wandel_co2/lwf_kohlenstoffspeicher_wald/index_DE
        3.Lüge:
        Buchenwälder machen heute nur noch knapp fünf Prozent der Landfläche Deutschlands aus. Und sogar diese sind in Gefahr.
        Die Waldbestände wachsen.
        4.Lüge
        – während die Forstwirtschaft Woche für Woche die urigen Buchenwälder unauffällig, aber stetig, vernichtet.
        Dies ist eine glatte Lüge.Es geht um eine Zielfläche von 3% in 50 Jahren.
        Vgl Freiburg 21% Douglasien.

        5.Lüge
        Für den Schutz der deutschen Buchenwälder sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Sie trägt dazu bei, durch Aktionen und Kampagnen diese faszinierenden Naturräume zu retten und damit auch das Klima zu schützen! Helfen Sie uns – am besten direkt online.
        Buchen wachsen von alein und werden von keiner Art zurückgedrängt.
        Buchen wachsen gut im Schatten und die kleinen Buchen wieder im
        Schatten der großen
        Buchen sind in keiner Weise auch nicht im Ansatz bedroht.

        Quod erat demonstrandun!

        Gruß
        Thom

        15.4.2012 um 17:27 Uhr

      • Ralf

        @Waldschrat
        Ich erkläre es Ihnen noch einmal: Es geht nicht pauschal um Buchenwälder, sondern um die Alters- und Zerfallsphasen von Buchenwäldern. Daher ist es z.B. irrelevant, wenn die Gesamtfläche der Buchenwälder wächst, die Altholzbestände mit ihren spezialisierten Arten aber gefällt werden.
        Übrigends: Wiederholungen machen Behauptungen nicht wahrer!

        15.4.2012 um 18:33 Uhr

  • Waldschrat

    Und wers immer noch nicht glaubt:
    In 175 Jahren wurde durch diesen kein Gleichgewicht gestört.
    http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Niedersachsen/247244/Die-Aelteste-Douglasie-Europas.html

    16.4.2012 um 10:06 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Kristina,

    gut abgehakt:
    Aber was ist mit den Lügen von Greenpeace?
    Stückweit 5?

    BITTE!
    Das sind alles Fakten.

    16.4.2012 um 18:37 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Ralf
    @Waldschrat
    Ich erkläre es Ihnen noch einmal: Es geht nicht pauschal um Buchenwälder, sondern um die Alters- und Zerfallsphasen von Buchenwäldern. Daher ist es z.B. irrelevant, wenn die Gesamtfläche der Buchenwälder wächst, die Altholzbestände mit ihren spezialisierten Arten aber gefällt werden.
    Übrigends: Wiederholungen machen Behauptungen nicht wahrer!
    15.4.2012 um 18:33 Uhr
    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Das war ein wichtiges Posting
    Dies ist völliger Humbug und durch keine Quelle belegt.
    Auf einem zerfallendem Buchenwald entsteht keine einzige neue Art.
    Dies im Vergleich zu einem bewirtschaften Wald.
    Ein Wald in dem Douglasien wachsen hat mehr Arten als ein reiner
    Buchenwald.

    16.4.2012 um 19:14 Uhr · Antworten

  • Laszlo

    Hallo @Bruno Straub

    stelle fest, dass ich hier schon vermisst werde … ;-)

    Hier die Beantwortung Deiner Frage “Laszlo, Du hast gekonnt/professionell meine Frage nicht beantwortet. Da hast natürlich recht: “”Wir sollten viel mehr Energie sparen” …und “”die Papiertonne wird wöchentlich geleert””.
    Aber meine Frage war: Warum schädigt die Fällung einer 139 Jahre alten Buche das Klima, unterstellt, dass sie nachgepflanzt wird, und zudem ihre Holzmasse “sinnvoll” verwendet wird? (Notfalls sogar für eine Pelletsheizung!)”

    Das Fällen einer 139 Jahre alten Buche schädigt das Klima natürlich nicht, dazu braucht es schon mehr… Hauptursache sind ja die Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger, die Degradierung von Wäldern und anderen Ökosystemen aber macht auch etwa ein Fünftel aller Emissionen aus (Pi mal Daumen).

    Dazu gehören historisch auch die Emissionen aus der Vernichtung der Wälder Deutschlands, an der die heutigen Förster natürlich nicht schuld sind. Aber damals waren pro Hektar locker 600 bis 800 Kubikmeter Holz auf dem Hektar gestanden, und zwar auf des gesamten Fläche Drutschlands (paar Prozent Gewässer und andere vegetationsfreie Flächen ausgenommen). Heute haben wir auf 31%der Fläche weniger als die Hälfte des natürlichen Holzvorrates stehen, das heisst, im Wald sind heute weniger als ein Sechstel des Kohlenstoffes gebunden, der früher einmal da war, wenn man die Degradierung der Waldböden mit einberechnet, sieht die Bilanz noch schlimmer aus.

    Die Forstwirtschaft hat aber verbessernd gewirkt, denn die Wälder wurden ja wieder aufgebaut nachdem sie weitgehend ausgeplündert waren. Auch in den letzten Jahrzehnten habendie Vorräte zugenommen, sind aber immer noch auf einem zu geringen Niveau, weil v.a. Biotopholz knapp ist und unsere Wälder recht jung sind.

    Darum wäre es gut, wenn auf mindestens 5% der Waldfläche Schutzgebiete bestünden, in denen die Holzvorräte und Kohlenstoff im Boden über viele, viele Jahrzehnte weiter gesteigert werden könnten. Und die Fällung der Buche mit 139 Jahren… führt dazu, dass auch dieser Kohlenstoff in die Atmosphäre entweicht und erst nach langer Zeit wieder aufgenommen ist. Nur ein kleiner Anteil des Holzes wird sehr klimaschonend eingesetzt und macht einen Teil der Emissionen wieder “wett” weil Schlimmeres verhindert wird ( Buchenmöbel statt Stahl oder Plastik).

    Also:

    Schutzgebiete: Ja!
    Holzverwendung auf der “Restfläche” von 90-95% für langlebige Produkte: Ja!
    …aber der Hauptjob besteht darin, die fossilen Emissionen drastisch zu reduzieren.

    17.4.2012 um 06:53 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Lebe Kristina.
    Hier was für dich.
    Vielleicht bin ich aufgebracht. Aber mit Recht.
    Der Schulterschluss zwischen Wald und Wirtschaft!
    Mustergültig! Seit Jahrhunderten.
    Wirklich schön und lesenswert:

    http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf

    19.4.2012 um 19:24 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    endlich mal einer hier, der aufmerksam genug ist, mitzukriegen, dass waldschrat extrem zu weit geht. danke, nur mal so gesagt!

    10.4.2012 um 22:48 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Laufe ich in den Wald und zerstöre fremdes Eigentum?
    Ökologisch besser!
    Für die Artenvielfalt besser!
    So und das ist nicht meine Meinung dies sind Fakten.

    Viele Grüße
    Thom

    15.4.2012 um 17:04 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Ich poste hier Fakten, denen keiner widerspricht.
    Überdenke bitte Deine persönlichen Angriffe!!!

    15.4.2012 um 17:40 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Kristina
    Jetzt erwarte ich eine Entschuldigung von Dir.

    15.4.2012 um 17:42 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    guck mal auf das datum..da ging es um deinen geschmacklosen eintrag mit meinen
    daten von einem profil von mir und deinen kommentaren dazu.
    dazu hab ich von dir keine entschuldigung bekommen…^^

    15.4.2012 um 18:43 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Kristina
    also im Ernst. Ich dachte jemand hat Dein Profil gestohlen.
    Ich fande das wirklich sehr sympatisch.
    Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ist mir sehr wichtig.
    Wenn Du das in den falschen Hals bekommen hast möchte ich mich in aller Form
    entschuldigen.

    Die 5 glatten Lügen auf der Greenpeace Seite, (siehe oben) gibt es nach wie vor
    im Netz.
    Ich arbeite nicht mit oder im Wald.
    Der Schulterschluss, der im deutschen Wald schon vor 200 Jahren mit Ökologie und Ökonomie geschlossen wurde ist weltweit vorbildlich.
    Und Buchen muss man nicht schützen, die sind in keiner Weise bedroht.

    Lese die Fakten und über eine entschuldigung von Dir würde ich mich aufrichtig freuen

    Viele Grüße
    Thom

    15.4.2012 um 18:59 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    lieber thom, hier im blog fanden das einige neben mir auch total unangebracht.
    daher wurde es auch gelöscht. für mich war und ist das abgehakt.
    daher, belassen wir es doch nun dabei

    16.4.2012 um 11:40 Uhr · Antworten

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