Kontrollen bei der Holznutzung sind nötig

18. April 2012 · von Oliver Salge

Auf der Homepage des bayerischen Landtagsabgeordneten Sinner lese ich heute, dass Herr Sinner an Bundesministerin Aigner schreiben will. Er deutet an, sich um den Verbraucher kümmern zu wollen, der seiner Meinung nach von Greenpeace getäuscht wird.

Herr Sinner ist der Meinung, Greenpeace betreibe Verbrauchertäuschung, weil Greenpeace Mitglied des Forest Stewardship Councils ist. Diese international anerkannte Organisation wurde Anfang der 90er Jahre aus der Taufe gehoben, um ökologische,  sozial gerechte Waldwirtschaft zu dokumentieren und diese gegenüber Dritten unabhängig zu beglaubigen.

Greenpeace ist in der Tat Mitte der 90er Jahre Mitglied des FSC geworden, weil wir damals wie heute überzeugt davon sind, dass Holz ein ökologischer Baustoff sein kann, wenn es aus einer ökologisch nachhaltigen und sozial gerechten Waldwirtschaft stammt. Führende Unternehmen ihrer Branche haben sich ebenfalls zu ökologisch nachhaltigem und sozial gerechtem Waldbau bekannt und sind Mitglieder des FSC geworden. Da der normale Mensch im Baustoffhandel aber nicht erkennen kann, woher das Holz kommt, das er oder sie vielleicht für Fenster oder den Gartenbereich kaufen möchte, bedurfte es einer Lösung.

Den Aussagen der Verkäufer oder vieler Waldbesitzer konnte man schon damals keinen Glauben schenken. Diverse Umweltverbände, auch Greenpeace, haben dann ja oft etwas genauer nachgeschaut und festgestellt, dass illegale Rodungen, zerstörte Lebensräume für Leopard, Orang-Utan, Gorilla etc. stattfanden, es also massive Probleme mit vielen Hölzern auch in Deutschland gab.

Eine Reaktion waren Boykottaufrufe gegen Tropenholz. Diese diskriminierten aber jene Unternehmer, die Lösungen anbieten wollten, die Holz nachhaltig ernten und nicht mehr den Regenwald zerstören wollten. Der FSC war eine Lösung in diese Richtung. Nur durch eine Überprüfung unabhängiger Dritter konnte der Käufer im Geschäft glaubhaft erfahren, ob angebotenes Holz aus einer ökologisch nachhaltigen Waldwirtschaft stammt. Der FSC ist derzeit das einzige internationale Zertifizierungsorgan, das diese Kontrollen durchführt.

Mit Greenwashing hat die Mitgliedschaft von Greenpeace also nichts zu tun. Im Gegenteil. Greenpeace kritisiert negative Entwicklungen und fordert Lösungen ein. Bereits 2008 haben wir mit dem Report „FSC – Holding the line“ auf Missstände hingewiesen. Wir sagen offen: es gibt Probleme, die behoben werden müssen. Dies haben wir zuletzt sowohl auf der Jahreshauptversammlung in München als auch auf der internationalen Generalversammlung in Borneo im Sommer 2011 getan. Trotzdem verbleibt die Feststellung: FSC ist derzeit das beste Wald-Zertifizierungssystem, das es gibt.

Wenn Herr Sinner Verbrauchertäuschung nachgehen will, muss er gar nicht so weit gehen. Direkt vor seiner Haustür wird im Bürgerwald Bayerns, seit 2005 gemanagt von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF), bei der Bewirtschaftung der Wälder gegen europäische Richtlinien und gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen.

Die Bayerischen Staatsforsten behaupten, nachhaltige Forstwirtschaft zu machen. Doch was wirklich passiert, wird unter den Tisch gekehrt. Nach wie vor verweigert der Vorstand der BaySF, Herr Freidhager, die nötigen Unterlagen, die den Bürgern und Bürgerinnen einen Einblick geben könnten, wie der größte Waldbesitzer in Deutschland mit seinem Wald umgeht.

Sich damit zu beschäftigen, wäre eine gescheitere Aufgabe für unsere Ministerin und auch für einen Landtagsabgeordneten. Er könnte Frau Aigner beispielsweise daran erinnern, dass der damalige Bundesminister Seehofer im Kabinett Merkel mit der Verabschiedung der Nationalen Biodiversitätsstrategie dem Schutz von zehn Prozent der Staatswälder zugestimmt hat.

Kommentare

  • Waldschrat

    ZITAT:
    Die Bayerischen Staatsforsten behaupten, nachhaltige Forstwirtschaft zu machen. Doch was wirklich passiert, wird unter den Tisch gekehrt. Nach wie vor verweigert der Vorstand der BaySF, Herr Freidhager, die nötigen Unterlagen, die den Bürgern und Bürgerinnen einen Einblick geben könnten, wie der größte Waldbesitzer in Deutschland mit seinem Wald umgeht.
    Wie bitte?
    Doch was wirklich passiert, wird unter den Tisch gekehrt.

    Der Freiburger Stadtwald mit über 20% Douglasien ist ein Vorbild.
    Und es heisst Bürgerinnen und Bürgern Ihr Chauvis!!!
    Die Wälder in Bayern privat oder staatlich sind ein weltweites Vorbild.

    Ökologie und Ökonomie seit Jahrhunderten gelebt.

    18.4.2012 um 17:57 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Zitat:
    Die Bayerischen Staatsforsten behaupten, nachhaltige Forstwirtschaft zu machen.

    Wer darf hier im Namen von Greenpeace alles schreiben?
    Seit 200 Jahren existiert Forstwirtschaft in Bayern.
    Forstwirtschaft macht man nicht man betreibt sie.

    18.4.2012 um 18:37 Uhr · Antworten

    • Marina

      … nur ruhig … lassen Sie mal die Kirche im Dorf und halten bitte den Ball flach!
      Da wäre einmal die Frage zu klären, was gilt vorrangig – das, was die Bundesregierung oder das, was die Landesregierung in München, sagt.
      Bundes- oder Länderkompetenzen …
      Fällt die staatliche Forstwirtschaft darunter oder hierunter? Was ist maßgebend?
      Fragen zielen in Richtung auf Waldschrat und Herrn Salge … Also?!
      Hier will niemand den Wald – ach, wer hat dich, du schöner Wald … – romantisieren!
      Es geht allein um Ökologie, auch gepaart mit Ökonomie in einem ausgewogenen Verhältnis, für die nahe wie auch für die ferne Zukunft.
      Und nun?!
      - – -

      20.4.2012 um 13:09 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @Marina
        Zitat:
        Fragen zielen in Richtung auf Waldschrat und Herrn Salge … Also?!
        Hier will niemand den Wald – ach, wer hat dich, du schöner Wald … – romantisieren!
        Es geht allein um Ökologie, auch gepaart mit Ökonomie in einem ausgewogenen Verhältnis, für die nahe wie auch für die ferne Zukunft.
        Und nun?!:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
        Da bin ich ganz Deiner Meinung.
        Und ich finde, daß deutschen und besonders die bayrischen Wälder inernational ein Musterbeispiel für eine vorbildliche Lösung sind.
        Mischwald vor Monokultur!!

        20.4.2012 um 15:16 Uhr

  • Nur mal so gesagt

    Trotz der Zustimmung zur Nationalen Biodiversitätsstrategie kann man nun auf der Website der BaySF folgendes lesen:

    “Die Forderung nach Flächenstilllegungen in Höhe von 10% der öffentlichen Waldfläche ist eine Forderung aus der nationalen Biodiversitätsstrategie des Bundes. Die genauso wie die Bundesregierung demokratisch gewählte und legitimierte Regierung des Freistaats Bayern hat eine eigene, bayerische Biodiversitätsstrategie beschlossen. Diese (und nicht die von der Bundesregierung beschlossene Strategie) ist für Bayern maßgeblich.

    Konrad Prielmeier (Bayerische Staatsforsten)”

    Quelle: http://www.baysf.de/de/home/unternehmen_wald/aktuelles/detailansicht/period/1325372400/31622399/archived/article/47/prima-fuer-das-klima.html (Kommentar von Konrad Prielmeier vom 18.04.2012 – 17:33 Uhr)

    So hält man sich also in Bayern an Zusagen.

    18.4.2012 um 20:32 Uhr · Antworten

    • Waldschrat

      @Nur mal so gesagt

      Wald und Wild in Bayern ist ein Modell für die Welt.
      Darum finde ich es schade dass Greenpeace hier Buchenwälder schützen will
      die wie Unkraut wachsen.
      Es gibt zig seltene Bäume. Aber Buchen und alte Buchen, die sind geschützt
      erfasst und sicher.
      Aber pauschal eine Fläche nicht zu bewirtschaften.
      Das ist nicht zielführend.
      http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf
      Es gibt weltweit kaum ein Beispiel wie Ökonomie und Ökologie Hand in Hand
      über Jahrhunderte zu einem Gleichgewicht geführt haben.
      Natürlich findet man in einer Douglasien Monokultur weniger Arten als
      in einem Buchenwald aber werden einige ha mit Douglasien aufgeforstet
      steigt insgesamt die Artenvielfalt. Dies gilt insbesonders für Eichensaaten.
      Buchenwälder werden in keiner Weise verdrängt.
      Den Wald romantisch zu instrumentalisiern halte ich für demagogisch.
      Und dies ist strikt abzulehnen.
      Bitte googeld mal Deutscher Wald Romantik.

      19.4.2012 um 17:53 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Bayern ist ein Freistaat. Die könnten aus dem Bund auch austreten, wenn sie wollten. Zuviel Zentralismus führt in DDR-Zeiten zurück.

      21.4.2012 um 07:16 Uhr · Antworten

  • Waldmichl

    Zum Thema FSC
    http://www.fsc-watch.org/

    FSC führt zu einer Entmündigung des Waldbesitzers, da das Gremium praktisch verbändegesteuert ist und die Zertifizierer von den Waldbesitzern nur Kohle abgreifen. Deshalb haben sich die allermeisten Waldbesitzer für das PEFC-Zertifikat entschieden.
    Wie in diesen FSC-Wäldern hantiert wird, kann man auf der o.a. Homepage gut verfolgen.

    19.4.2012 um 08:10 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Pauschal eine Fläche stillzulegen finde ich falsch.

    http://www.stmug.bayern.de/umwelt/naturschutz/biodiversitaet/

    19.4.2012 um 14:28 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Und hier zum Nachlesen.

    http://www.naturpark-spessart.de/docs/baumriesen.pdf

    19.4.2012 um 14:34 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Für den der zu faul zu lesen ist hier ein Auszug:

    Da seit 80 Jahren kein
    Eingriff zu Gunsten der Eiche stattfand, hat hier die Buche
    die Eichen jedoch stark zurückgedrängt. Die absterbenden
    Bäume werden nicht entnommen, da das Alt- und Totholz
    Lebensgrundlage für spezifi sche, seltene Arten und Lebensgemeinschaften ist.

    So und was will Greenpeace genau an diesem Konzept verbessern.
    Zitat Greenpeace unmerklich werden die alten Buchenwälder von den Staatsforsten
    vernichtet….

    19.4.2012 um 18:06 Uhr · Antworten

  • kristina heuken-goossen

    @treedude: wie war das? wenn du einen von gp im wald triffst, wird das für den keine angenehme sache und eine sehr deutlich und einleuchtende begegnung?
    mal ganz ehrlich: DU BEDROHST UND DAS ALLEN ERNSTES UND ERWARTEST EINE ENTSCHULDIGUNG?
    wo sind wir hier?
    überdenke bitte mal deine worte und deine allgemeine einstellung zu den dingen und dem menschen im besonderen.
    einfach nur traurig, wer hier alles versucht, sich gehör zu verschaffen.
    einfach nur AUTSCH!

    21.4.2012 um 17:24 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Lasst Ihn doch und seid etwas toleranter maybe it was lost in translatiobn

    Zitat
    Wenn ihr diese Dankbarkeit in euch nicht finden kann dann bleib lieber weg aus den W ;_(äldern und treib ihr Unsinn in den Gullys der Städten, verrecke und verrotte so das ihr wenigstens zur Biomasse umgewandelt wird.

    If you don´t find this Grace in you, than rather stay out of the the woods and throw this
    (nonsens that was planted in the cities) to kill it and let it get rotten so it is at least
    biomass,
    ……………………………………………………………………………….
    ALSO ETWAS MEHR TOLERANZ

    21.4.2012 um 20:35 Uhr · Antworten

    • Johanna

      Sehr geehrter Waldschrat,
      Fachlich dürften wir schon teilweise einer Meinung sein, aber was die Frage von Toleranz angeht nicht. Es ist nett, dass Sie vorschlagen, dass Treedude lost himself in translation. Aber was die physische Bedrohung von Leuten angeht, hat er sich klar ausgedrückt.
      Greenpeace hat Setzlinge ausgerissen aber keine Leute verklopft. Lassen wir die Kirche beim Dorf.

      21.4.2012 um 21:09 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Vielleicht tun wir dem Treedude(n) furchtbares Unrecht? Wieso “bedroht er physisch Leute”. Er schreibt doch nur:
        “”Wenn ich einmal auf so einem sau dummen GP Aktivisten in Wald treffe wird er/sie den Begegnung mit mir nie vergessen und es wird sicherlich kein angenehme Begegnung aber ein sehr deutlich ein Einleuchtende Begegnung”"
        Treeduden sind äußerst variantenreich: Die aktuelle Spessartform soll so aussehen:
        http://farm4.static.flickr.com/3238/2304091438_5daab54753.jpg
        Das könnte doch auch einen Greenpeaceaktivisten das Fürchten lehren! -Odr?

        21.4.2012 um 22:29 Uhr

  • kristina heuken-goossen

    @waldschrat:
    tolles deutsch…ebenso tolle übersetzung…^^
    “findest du diese gnade/anmut/schönheit nicht in dir, so trete/gehe/ hinaus aus den wäldern/gehölzen und wirf das nichtssagende, was in denn städten gepflanzt ist weg, damit es stirbt und verendet, so das es im ende biomasse ist.”
    hm, da könnte auch was ganz anderes mit gemeint sein, nämlich geistiges gut.
    das erschliesst sich aber scheinbar nicht jedem. :)
    vielleicht liege ich da ja auch falsch…wer weiß

    21.4.2012 um 21:16 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @ Krista

    Also jeder hier mag den Wald.
    Manche(r) aus einer Romantik heraus, da er erkennen muß das immer mehr ursprüngliches, wesentliches und elementar zum eigenen Empfinden
    gehörendes verloren geht.
    Und oft ist es auch das reale Leben das diese Sehnsüchte nach Ursprünglichkeit
    vielen fast aufzwingt.
    Wesentlicher Bestandteil dieser Wahrnehmung ist der Umstand, das
    Ökonomie in diesem Kontext meist oder sogar ausschliesslich so belegt ist,
    das eben dafür Ökologie/ Leben/ Menschen in internationaler Ausbeutung
    leiden. Unter Ökonomie leidet also Mensch Tier Natur.
    Wenn sich diese Erfahrung manifestiert und im eigenen Empfinden einem Naturgesetz gleichgesetzt wird, ist eine nachhaltige ökonomische und ökologische
    Bewirtschaftung eines Waldes nicht mehr verständlich.
    Aber das die die den Wald (aus nicht immer eheren Motiven) seit hunderten
    Jahren aufgebaut und gepflegt wurde muss einfach berücksichtigt werden.
    Vor Jahrhundertmitten entstand der Laubwald für die Jagt.
    In vielen jahrhunderte alten Diskussionen wird das Motto Wald vor Wild diskutiert.
    Diese dauert an….

    Aber warum auf die losgehen die Pflegen und hegen Biodiversität umsetzen?

    100% keine Ausrede!!!

    nicht 10%

    21.4.2012 um 23:32 Uhr · Antworten

  • Treedude

    yea yea schon okay. habe mich abgelassen. bin von den zerstörischen Aktionen von GP angesteckt worden. Habe mich mitterweil in wenig berühigt unter:

    http://blog.greenpeace.de/blog/2012/04/12/waldcamp-danksagung/trackback/

    22.4.2012 um 19:58 Uhr · Antworten

  • Treedude

    @waldschrat, Vielen Dank für die richtige und Aufklärende Übersetzung. Du hast mich verstanden. Und @Bruno auch, ich habe kein Bedrohen wollen.

    Manchmal gibt es Situationen indem ich mich so gefühlsmäßig hinein begebe das meine schreibweise spiegelt alles was in mir in den Moment Gefühls abgeht

    Da ich die Deutsche Sprache eigentlich nie gelernt habe passiert eben das manchmal was kosmisches raus gespukt wird. Ich versuche die dinge so darzustellen das jeder Irgendwie mitkommt.

    Deswegen habe ich vorab geschrieben Sensibleschens sollte besser nicht lesen. Ich hatte besser schreiebn sollen die meine Wörter auf die Golden Waage legen und nicht den nicht manchmal den Inhalt meine Wörter suchen sollte besser nicht weiter Lesen.

    22.4.2012 um 20:19 Uhr · Antworten

  • Waldmichl

    Schade, dass GP diese Regeln nicht gegen sich selber gelten lässt.

    23.4.2012 um 10:11 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @sara
    3. Keine Ermutigung zu verantwortungslosem Handeln
    Ermutigung und Werbung für verantwortungsloses, gesundheitsgefährdendes, gewalttätiges, illegales oder ethisch bedenkliches Handeln, werden nicht geduldet und führen zum Ausschluss.

    Warum ist dann der Blog über die Vernichtung der Douglasien nicht gelöscht?
    eindeutig illegal und ethisch bedenklich!

    23.4.2012 um 13:59 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Die Douglasien wurden nicht vernichtet, sondern an Herr Nüsslein (Referatsleiter F1, Forstpolitik und Umwelt) des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übergeben. Und zwar unbeschädigt, eingepflanzt und gegossen. Der Beweis: https://www.youtube.com/watch?v=IiwFGmONAhM&feature=player_embedded

      23.4.2012 um 15:16 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @Sara
        es geht um 2 von 6700 ha.
        Die Douglasien habt Ihr getötet.
        Auch ein Baum ist ein beseeltes Wesen, der nicht zur Propaganda missbraucht werden darf.
        Sie auszurupfen und Sie dann zu übergeben, hunderte km von Ihrem Standort weg.
        Skandal das die Bayrischen Forsten diese überhaupt angenommen haben.
        Die Buchensetzlinge haben längst Reh Hirsch und Wildschein gefressen, die noch Schonzeit hatten.
        Die Aktion war eindeutig rechtswidrig.
        Und wenn das nicht Greenpeace im Wald gemacht hätte sondern ich
        wäre der Förster zu Recht mit vorgehaltener Flinte auf mich losgegangen.
        Der hat im Wald nämlich Hoheitsrechte.
        In diesem Zusammenhang mit Greenwar zu sprechen ist wohl angebracht.
        Ein Weltkulturerbe Buchenwald gibt es deshalb, da Buchen auf vorbildliche
        Weise geschützt sind. Stand heute.

        Weltnaturerbe wird für Vorbilder vergeben schon vergessen???
        http://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de/

        23.4.2012 um 19:16 Uhr

      • Adi

        AAAAAAAAAAAAAhhh,

        hatten wir das nicht schon mal????

        ZITAT von Sara Westerhaus:
        Die Douglasien wurden nicht vernichtet, sondern an Herr Nüsslein (Referatsleiter F1, Forstpolitik und Umwelt) des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übergeben. Und zwar unbeschädigt, eingepflanzt und gegossen.

        UND habe ich Ihnen nicht schonmal sachlich erklärt, dass GP die Douglasien NIE und NIMMER “unbeschädigt” übergeben haben kann?!
        Muss ich Ihnen, Frau Sara Westerhaus, nochmals erklären, warum man junge Bäume nicht aus dem Boden reißen und dann behaupten kann: “Die kleinen Bäumchen sind unbeschädigt!”!?!?!
        Aber ich tue es gerne nochmals, Sie lassen mir ja keine Wahl!

        Adi

        @ Sara Westerhaus

        ZITAT:
        Auch in diesem Beitrag ist nur zu sehen, wie die Douglasien vorsichtig entnommen werden. Von “Ausreißen” kann keine Rede sein. Zudem belegen die Bilder, die Greenpeace bei der Übergabe an das Ministerium gemacht hat, den einwandfreien Zustand der Douglasien.
        ANTWORT:
        Keine Ahnung was Sie von Beruf sind, aber ich bezweifle Ihre fachliche Kompetenz, nach dieser Aussage! Einen jungen Baum aus der Erde zuziehen ist kein “Pfleglicher Umgang”. Zuvor haben Sie in diesem Blog noch behauptet die Douglasien wären mit dem Hohlspaten ausgegraben worden!!! Und auf den Bilder sieht man wie die Bäume aus dem Boden gezogen oder gerissen (für den Baum ist das kein Unterschied!) werden!!! Also, sagen sie bitte nicht, dass die Douglasien gut behandelt wurden.
        Junge Bäume, welche eingepflanzt werden, bilden wie jeder Baum Feinwurzeln aus. Wenn die jungen Bäume, so wie auf dem Video zu sehen ist, “herausgezogen” werden, werden diese Feinwurzeln beschädigt oder abgerissen und verbleiben im Boden. Auch das Befreien der herausgezogenen Pflanzen vom anhaftenden Mineralboden beschädigt und zersört Feinwurzeln! Von einer solche Beschädigung kann sich die junge Pflanze nicht erholen und stirbt ab. Das lernt jeder Baumschulengärtner, Forstwirt, Förster und jeder Biologe der sich mit Bäume beschäftigt.
        Wenn GP diese Douglasien wirklich ausgegraben hätten, würde ich Ihnen keinen Vorwurf machen. Aber da GP diese Pflanzen selber unsachgemäß und schädigend behandelt hat, kann GP der Regierung nicht vorwerfen, dass diese die beschädigten Pflanzen wegwirft. Und Sie können hier nicht dastehen und einfach behauptet GP hat die Douglasien pfleglich behandelt! Sie demontieren Ihre Glaubwürdigkeit!

        23.4.2012 um 22:50 Uhr

  • Sara Westerhaus

    In diesem Blog wird durchaus kontrovers diskutiert. Das finden wir gut und richtig. Dennoch behalten wir uns vor, Kommentare wie denjenigen von dir zu löschen, wenn sie gegen die Blogregeln verstoßen, etwa weil sie beleidigend sind oder Gewaltandrohungen beinhalten. Wir möchten deswegen noch einmal darauf hinweisen Auch wenn wir hier in einer virtuellen Welt des Internets sind, sollten wir die allgemeinen Regeln des anständigen Umgangs miteinander nicht vergessen oder vernachlässigen. Bitte achtet auf ein faires Miteinander.

    24.4.2012 um 17:27 Uhr · Antworten

    • Treedude

      Wenn du die Freiheit nimmst und meine Beiträge Löschst und dann nur auf die Allgemeine Regeln dich berufst, mich fordert diese nachzulesen. Dann nimm ich mir die gleiche Freiheit lasse protokollieren das mir die Allgemein Blogregeln die du darauf berufen hast mich genau soviel Interessiert wie die GP mein Aufforderung zur Entschuldigung über Ihren von Dummheit zeugend Verhalten im Spessart interessiert.

      Um wieder bei thema zurück zu kommen bitte ich dir höflichst um Folgendes:

      Bitte die Zitaten bzw. Auszügen indem ich “unmissverständlich“ jemanden Persönlich, eine Gruppe oder sonstige Kreaturen angegriffen bzw. Beleidigt oder Bedroht habe mir enthüllen.

      Und bei Erforderlichkeit wurde ich diese Auswuchs meine Zunge (in diesem fall Tipsfinger) ausführlich erklären und fall erwunscht an den/der/die Jenige mich Aufrichtig entschuldigen.

      Treedude

      24.4.2012 um 21:46 Uhr · Antworten

  • Waldmann

    Es ist schon sehr traurig was Greenpeace hier veranstaltet. Ihr verhandelt hier über unseren Wald und eine lange Tradition von Förstern, die diesen wertvollen Wald geschaffen haben. Ich kenne viele, die sind bitter enttäuscht vom modernen Naturschutz mit Kampagnenmethoden. Es waren Forstleute die vor 300 Jahren die Nachhaltigkeit erfunden haben, die sich heute Industrieunternehmen anheften.
    Und die kritisiert ihr nun – die letzten Mohikaner.

    …und rechts oben leuchtet der “Spendenbutton”

    Stimmt es eigentlich, dass die Grünen diese Aktion gegen den Staatsforst gesponsored haben um hier Parteipolitik zu machen?

    Nein,sagt mir das dass nicht wahr ist….so bitte nicht!

    Die Urbanisierung der Gesellschaft und ihre Folgen. ….
    und am Ende war alles nur gut gemeint!
    Der Schaden am Image des Naturschutzes und an gp ist jetzt schon groß

    sehr schade!

    24.4.2012 um 22:25 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Hallo Waldmann, Greenpeace ist generell unabhängig – auch von Parteien!

      25.4.2012 um 13:21 Uhr · Antworten

  • Sara Westerhaus

    Nun äußert sich auch der FSC zu den Vorwürfen von Sinner:

    “Offener Brief des FSC® Deutschland an Eberhard Sinner zum Streit zwischen Greenpeace und den Bayerischen Staatsforsten
    Quelle: FSC Deutschland http://www.fsc-deutschland.de/index.php?option=com_content&view=article&id=541:fsc-newsletter-2012-05art8&catid=118:newsletterblog&Itemid=218
    Seit einigen Wochen streitet sich Greenpeace mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySf) über Waldbewirtschaftung im Spessart. Für uns unvermittelt und überraschend äußert sich Eberhard Sinner (MdL) und Forstamtsleiter a.D., der seinen Wahlkreis im Bereich der Greenpeace-Aktion hat. Er formuliert, ohne, dass FSC bisher Thema der Diskussion zwischen Greenpeace und BaySf war, scharfe Kritik gegenüber dem FSC. Auf diese Kritik reagiert der FSC Deutschland mit einem offenen Brief, den Sie hier finden:

    Offener Brief: Greenpeace auf den Bäumen und was der FSC damit zu tun hat
    Sehr geehrter Herr Sinner,
    seit einigen Wochen kritisiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Bayerischen Staatsforsten. Sie als Forstmann und örtlicher Landtagsabgeordneter scheinen dabei unmittelbar betroffen, was Sie durch öffentliche Äußerungen wiederholt unterstreichen. Es ist nichts neues, dass Greenpeace eine FSC-Zertifizierung für Waldbewirtschaftung fordert. Greenpeace tut dies seit vielen Jahren für Wälder weltweit. Aus unserer Sicht ist es die Rolle eines kritischen Umweltverbandes Kritik zu üben, wo dieser dies für gerechtfertigt hält. Wir bewerten dies in aller Regel inhaltlich nicht und tun dies auch nicht im vorliegenden Fall. Grundfalsch in Ihrer Darstellung ist allerdings, dass hier wirtschaftliche Interessen und Zusammenhänge bestehen. Wir sind in die Aktionen von Greenpeace ebenso wenig involviert wie in die Reaktionen der Bayerischen Staatsforsten (BaySf). Entsprechende Aussagen entbehren jeder sachlichen Grundlage.
    Ob mit der Greenpeace-Forderung nach „ökologischer Bewirtschaftung” eine FSC-Zertifizierung gemeint ist, wissen wir nicht. Wir verstehen uns nicht als ausgesprochenes „Öko-Zertifikat” sondern bilden soziale, wirtschaftliche und naturschutzfachliche Anforderungen an Waldwirtschaft gleichberechtigt in unseren Standards ab. Aus meiner Erfahrung gehen die Forderungen an „ökologische Bewirtschaftung” von Greenpeace über die Anforderungen des FSC-Standards häufig hinaus.
    Sollte Greenpeace aber die Zertifizierung von BaySf nach FSC fordern, würden wir das selbstverständlich begrüßen. Aus unserer Sicht bildet ein jeder nationaler FSC-Standard den kleinsten gemeinsamen Nenner der drei erwähnten Gruppen ab, er bildet also sozusagen einen „Mindeststandard”, dem ein öffentlicher Waldbesitzer aus unserer Sicht entsprechen sollte.
    Wir halten es für polemisch, wenn Sie dem FSC Verbrauchertäuschung vorwerfen. Mit dem FSC-Siegel hat der Verbraucher die Möglichkeit ein Holz- oder Papierprodukt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft zu erwerben. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche und öffentliche Institutionen, die diese Sichtweise teilen und regelmäßig kritisch überprüfen. Mit ihrem Vorwurf im Bayerischen Rundfunk „Greenwashing für Tropenholz und Großunternehmen zu betreiben” diskreditieren Sie nicht nur FSC-zertifizierte Waldbesitzer in den Tropen, die sehr anspruchsvollen Standards genügen müssen und in vielen belegbaren Beispielen aktiv zum Walderhalt beitragen, sondern auch zahlreiche FSC-zertifizierte Waldbesitzer in Deutschland, darunter zahlreiche öffentliche Forstverwaltungen und prominente private und kommunale Betriebe.
    Bei allen von Ihnen aufgezählten Kritikfällen konnte der FSC im Rahmen sehr gründlicher Untersuchungen nachweisen, dass keine Verstöße gegen FSC-Regularien vorliegen. Durch die jährliche Kontrolle aller FSC-zertifizierten Forstbetriebe gibt es weltweit immer wieder Fälle, in denen Zertifikate zeitweise oder dauerhaft entzogen werden. Dieses gewissenhafte Vorgehen schützt Forstbetriebe weltweit vor zum Teil unberechtigter Kritik und ist einer der Gründe, warum sich Waldbesitzer nach FSC zertifizieren lassen. Zertifizierungsergebnisse sind in Zusammenfassungen von Prüfberichten für alle Forstbetriebe weltweit im Internet veröffentlicht. Es gibt kein vergleichbares Zertifizierungssystem weltweit, das eine vergleichbare Transparenz zum Überprüfungsvorgang vorhält.
    Vorwürfe zu finanziellen Vorteilen durch Greenpeace oder den FSC durch die FSC-Zertifizierung haben wir bereits mehrfach öffentlich dementiert und richtig gestellt, wiederholen die Zusammenhänge aber gerne nochmals an dieser Stelle für Sie: Die Kosten, die bei einer Zertifizierung entstehen, sind an den zuständigen Zertifizierer zu entrichten, der unabhängig vom FSC agiert. Von jedem Zertifikat fließt eine „Verwaltungsgebühr” an den FSC International, diese ist abhängig von der Größe des Betriebes. Bei umfassender Zertifizierung der Bayerischen Staatsforsten mit etwa 720.000 Hektar, würde die Gebühr an den FSC jährlich 2.880€ betragen. Dies ist in einer für jedermann öffentlich zugänglichen Gebührenordnung hinterlegt. Von diesem Betrag würden derzeit etwa 250€ pro Jahr an den FSC Deutschland weitergeleitet.
    Gerne sind wir bereit uns mit Ihnen intensiv inhaltlich auszutauschen zu Fragen weltweit unterschiedlicher Forstpraktiken und FSC-Anforderungen, die den lokalen Gegebenheiten Rechnung tragen. Ebenso würden wir mit Ihnen Themen wie Douglasienanbau in FSC-zertifizierten Betrieben diskutieren oder Fragen zum Wettbewerb. Den Rahmen dieses Briefes würden diese Debatten sprengen.
    Wir bitten Sie allerdings höflich, weiterhin von polemischen oder sogar falschen Aussagen zum FSC und von öffentlichen Vermutungen in der weiteren Auseinandersetzung mit Aktivitäten von Greenpeace abzusehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Sayer
    Geschäftsführer”

    25.4.2012 um 13:20 Uhr · Antworten

  • Johanna

    Treedude,
    I am not for this action of GP. But your aggressive stance is not helpful in any way. It is not a matter of being “empfindlich”, but of simply respecting human beings. Maybe you should rather concentrate on learning grammar than on words such as “verrecken”.

    21.4.2012 um 12:41 Uhr · Antworten

  • Sara Westerhaus

    Hallo Treedude,

    wir haben deinen Kommentar gelöscht.
    Unsere Verhaltenskodex für unseren Blog regeln eindeutig, dass keine beleidigenden Inhalte gepostet werden dürfen – ebensowenig ist hier Androhung von Gewalt erwünscht. Hier sind unserer Blogregeln nachzulesen http://blog.greenpeace.de/verhaltenskodex/.

    23.4.2012 um 08:41 Uhr · Antworten

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