Goldgräberstimmung in Kuala Lumpur. Ich nehme dort seit gestern als Beobachter an der ‘World Gas Conference 2012′ teil. Das ist die alle drei Jahre stattfindende internationale Messe der Gasindustrie. Im Schatten der 450 Meter hohen Twin-Towers des malaysischen Ölkonzerns Petronas verhandeln und debattieren 3.000 Teilnehmer über die Zukunft des Erdgases. All diese miteinander konkurrierenden Erdgasmanager haben eines gemeinsam: Das Leuchten in ihren Augen. Denn: Sie profitieren von dem Phänomen, das Wirtschaftsexperten seit etwa einem Jahr den Beginn eines „goldenen Zeitalters für Erdgas“ („golden age for gas“) nennen. Gründe dafür sind
- der sprunghafte Anstieg der Entdeckung und Förderung von „unkonventionellem“ Erdgas („shale gas revolution“), vor allem in den USA,
- die durch Fukushima entscheidend verschärfte Krise der Atombranche,
- die Notwendigkeit flexibler Erdgaskraftwerken für einen forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Staaten wie Deutschland,
- die wachsende Besorgnis über die klimaschädliche Kohleverstromung
aber auch:
- die bevorstehende Erschließung gigantischer Erdgasreserven in der Arktis.
Die Erdgas-Revolution, die lange im Schatten der Erneuerbaren-Revolution stand, verschiebt die Gewichte in der globalen Energiewirtschaft: Erdgaspreise, die seit Jahrzehnten den Schwankungen des Ölpreises unterworfen waren, haben sich in den USA bereits dauerhaft von den Erdölpreisen abgekoppelt und sinken auf Rekordtiefen. Investitionen in Erdgaskraftwerke verdrängen in den USA den Bau von Kohle- und Atomkraftwerken. In Staaten des forcierten Ausbaus der Erneuerbaren Energien wie Deutschland sind Erdgaskraftwerke eine willkommene Brückentechnologie, mit deren Hilfe der Übergang zu einer Vollversorgung im Stromsektor durch Erneuerbare Energien bis 2050 erreicht werden kann.
Die Dynamik dieses Prozesses wirft aber auch neue Fragen auf: Wie „sauber“ ist das Erdgas wirklich? Wie umweltschädlich ist „Fracking“, also der Prozess, mit dessen Hilfe das „unkonventionelle“ Erdgas aus seinen Lagerstätten herausgespült wird? Wie viel gewinnt der Klimaschutz auf der einen Seite, wenn durch Erdgas Kohle und Öl ersetzt werden – und wie viel verliert der Klimaschutz auf der anderen Seite, wenn Erdgas-Investitionen Erneuerbare-Investitionen blockieren wie z.B. in Großbritannien? Und von wachsender Bedeutung ist die Frage: Macht die Erdgasindustrie – ebenso wie die Ölindustrie – Ernst mit der Ausbeutung des fragilen Ökosystems Arktis?
Was sagen die Konzerne zu ihren Plänen?
Das Schöne an einer solchen Konferenz ist, dass man all jene Leute, die einem solche Fragen beantworten können, direkt dort treffen kann. Ich bin der Frage nachgegangen, wie unmittelbar die Ausbeutung der Arktis bevorsteht:
Zuerst gehe ich zu Shell, da kennt man Greenpeace ja ganz gut. Der Firmenvertreter am riesigen Shell-Stand ist ein ganz bodenständiger Engländer vom Typ „Fish & Chips“, mit Bierbauch und ein bisschen Öl noch unter den Fingernägeln (oder bilde ich mir das ein?). „Ich war selbst an vielen Bohrungen unmittelbar beteiligt. Ich kann Ihnen sagen, das ist immer ein großes Risiko. Technisch und ökonomisch. Und wissen Sie was: Der Mut, eine Bohrung zu beginnen, ist umso größer, je weiter man von der Bohrplattform entfernt ist. (lacht) Verstehen Sie? Das ist ein Witz. Aber es ist wirklich so: Die Leute in der Konzernzentrale, die die Entscheidungen treffen, meinen immer, ganz genau Bescheid zu wissen. Aber wir Ingenieure vor Ort dürfen’s dann ausbaden. Denn was dann da unten rauskommt, weiß vorher kein Mensch. Die Geologen? Die haben keinen blassen Schimmer. Etwa neun von zehn Bohrungen gehen daneben. Wenn Wasser rauskommt, ist das Scheiße, wenn’s Erdgas ist, ist es gut, aber in Wirklichkeit sind alle hinter dem Öl her. Eine Trennung von Öl- und Gasindustrie geht gar nicht. Wir werden in der Tschuktschensee vor Alaska bohren. Nicht einfach: Eisschollen, Eisberge, Dunkelheit, Temperaturen um die -40 Grad Celsius – oh Mann, aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“
Die Leute beim US-Konzern Chevron sind dagegen etwas zugeknöpft: Fragen zur Arktis? „Schauen Sie auf unserer Website nach, unter ‚Internationale Projekte’“. Chevron bereitet sich auf Projekte in der Beaufort-See nördlich von Kanada und vor der Südwest-Küste von Grönland vor. Die Leute sind beschäftigt und konferieren lieber mit ihren kanadischen Geschäftspartnern.
Dann gehe ich eben ‘rüber zu den Leuten von Exxon Mobil und steuere einen älteren Herren mit Vollbart und Nickelbrille an, der wie der Chef aussieht. „Oh, von Greenpeace? Patricia, komm doch mal her. Dieser junge Mann ist von Greenpeace. Darf ich vorstellen, Patricia ist meine Pressesprecherin.“ Patricia: „Hi, wie großartig, dass Sie gekommen sind.“ „Ich interessiere mich für Ihre Pläne in der Arktis.“ „Ja, wir haben da einiges vor. Aber es wird nicht einfach sein. Wir engagieren uns jetzt gemeinsam mit dem russischen Konzern Rosneft in der Karasee, außerdem wollen wir vor der Südwest-Küste von Grönland dabei sein und wir machen natürlich weiter vor der Nord-Küste von Alaska.“ „Erdgas oder Öl?“ „Was kommt. Niemand kann das vorher genau sagen, auch die Geologen nicht. Wir nehmen was kommt.“ „Und die Bedingungen?“ „Die sind hart, aber wir haben viel gelernt in den vergangenen Jahren. Wir setzen auf Sicherheit.“ „Und wenn es doch zu einer Öl-Katastrophe kommt?“ „Dann haben wir ein Problem. Aber, wissen Sie, es war wirklich großartig, Sie getroffen zu haben. Kommen Sie wieder. Unbedingt.“
Der französische Öl- und Gaskonzern Total setzt voll auf die Erneuerbaren Energien – zumindest in der Gestaltung seines aufwendigen Präsentationsstandes. Ich frage nach der Arktis und bekomme einen sehr eleganten Herren zugewiesen, der betont höflich und diskret auftritt. „Das ist richtig, wir sind mit 20 Prozent beteiligt, gemeinsam mit Gazprom, nördlich von Sibirien, sowohl im Shtokman-Feld, als auch im Jamal-Gebiet. Aber: Das kann noch dauern. Die Russen haben gerade gestern entschieden, doch keine Pipeline für das Shtokman-Feld zu bauen, sondern auf Gasverflüssigung zu setzen. Die Bedingungen sind extrem schwierig, auch im Jamal-Projekt. Noch nie ist eine Gasverflüssingungsanlage auf Permafrost-Boden gebaut worden.“ „Aber ist es dann nicht verantwortungslos, in diese fragile Region vorzustoßen, wenn man weiß, dass es so viele Gefahren gibt?“ „Die Welt braucht Energie: Öl, Gas, Kohle, Erneuerbare, Atomkraft. Wir brauchen alles. Wir sollten nicht konkurrieren, sondern den Menschen alles zur Verfügung stellen, finde ich.“ „Aber sollte man nicht die gefährlichsten Technologien zugunsten der nachhaltigen Technologien stoppen?“ „Monsieur Münchmeyer, darf ich Ihnen unser neues Solar-Projekt in Abu Dhabi vorstellen? Das wird Sie interessieren.“
„Greenpeace? Das ist aber spannend.“ Sagt ein eilfertiger Mitarbeiter am BP-Stand. „Sie wollen etwas zur Arktis wissen? Ich hole gleich mal unseren Chefexperten für Ölförderung,“ sagt der wendige Mann und läuft zum Eingang der Messehalle. Dort spricht er mit einem fülligen Mann mit Hakennase und deutet auf mich. Es wird gestikuliert. Der Dicke macht eine ruckartige horizontale Handbewegung und ich verstehe: Er hat bedauerlicherweise jetzt gerade überhaupt keine Zeit für mich. Alles klar. Auch BP ist vor Alaska aktiv, droht aber, ein bisschen den Anschluss zu verpassen, seit BP im vergangenen August von Rosneft (bzw. der russischen Regierung, da Rosneft ja ein Staatskonzern ist) als Partner aus dem Karasee-Projekt geschmissen wurde und durch ExxonMobil ersetzt wurde. Harte Bandagen gelten im Arktisgeschäft.
Beim norwegischen Staatskonzern Statoil dagegen hat man Zeit. „Ja, die Arktis, wir sind in der Barentsee, zusammen mit Gazprom, auch im Shtokman- Projekt,“ sagt ein junger Mann im Designer-Anzug und mit stechend blauen Augen. „Ganz schön kompliziert, Eisberge und so. Wir haben nicht einmal Hubschrauber, die bis zu der 600 Kilometer entfernten Förderstation fliegen können. Das kann auch noch dauern mit dem Förderbeginn im Shtokman-Feld.“ Und wenn es zu einem Unfall kommt? „Wenn’s eine Gas-Bohrung ist – ok, aber wenn’s Öl ist, dann haben wir echt ein Problem („reeeaaaaaaaally a problem“). Aber was sollen wir tun: Diesen Prozess kann niemand stoppen. Die Wirtschaft braucht diese Rohstoffe – und wir liefern sie. Das ist alles.“
Fazit des ersten Tages: Die Gasindustrie kennt die Risiken der Arktis-Ausbeutung. Und sie wird sie sehenden Auges bewusst eingehen. Denn die Ölkatastrophen der Exxon-Valdez und von Deep Water Horizon haben die Industrie vor allem einiges gelehrt: Dass man sich – wenn’s brenzlig wird – aus dem Staub machen kann und die Haftung für die Schäden auf andere abwälzen kann.
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Energiesparfuchs
Warum eigentlich diese Gas-Panik hier ? Der geniale “Club of Rome” hat uns doch das baldige Ende der Erdöl- und Erdgasförderung geweissagt. Woher kommt/kam eigentlich die ganze Biomasse für solch ungeheure Vorräte einschließlich der gigantischen Methanhydrate in der See ? Soviel Biomasse, die dazu auch noch ganz schnell unter Luftabschluss und Druck gekommen ist, kann es logischerweise nie gegeben haben.
Und komischerweise sind Öl und Gas immer zusammen in den Lagerstätten. So ein Mist aber auch. Dabei propagiert doch GP immer die saubere “Brückentechnologie” Erdgas.
Bei diesen Vorräten kann man allerdings auch von einer RIESENBRÜCKE sprechen.
07.6.2012 um 18:38 Uhr ·
andersdenkender
Öl und Gas immer zusammen?
Ne: “Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas
Und außerdem ist der Club of Rome ja nicht Greenpeace oder hab ich da was verpasst?
07.6.2012 um 19:07 Uhr ·
Energiesparfuchs
Darum ging es doch gar nicht. Der Club hat es behauptet und GP hat sich diese Aussage zu eigen gemacht, um den Leuten untaugliche EE aufzuschwatzen. Motto – “Bald ist alles zu Ende, deshalb jetzt schnell zu EE wechseln.”
Na und der Shell-Mann hier im Beitrag des “Klimaschutzreisenden” ist offenbar völlig senil, wenn er behautet,- “Eine Trennung von Öl- und Gasindustrie geht gar nicht.”
07.6.2012 um 19:17 Uhr
peng
.Nein GP ist nicht der Club of Rome sondern lediglich seit Paul Watson ein Erfüllungsgehilfe
07.6.2012 um 20:06 Uhr
peng
Vergessen sie den Unfug den Wikipedia über die Entstehung von Erdöl schreibt, hhttp://de.rian.ru/science/20090727/122475717.htmlier werden lediglich Lobbyisteninteressen verbreitet.
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=149419
07.6.2012 um 20:16 Uhr
Christian Dittmayer
Man könnte nach diesem Blogbeitrag auch sagen, so wirklich hat hier keiner eine Ahnung. Oder wird das nur als Ausrede vorgeschoben, vielleicht möchte man Dinge die man schon weiß gar nicht erst bekannt geben!?
Immer mehr Menschen wollen einen immer besseren Lebensstandard, was gleichzeitig bedeutet, dass mehr Energie verbraucht wird. Ich sehe nirgends wirklich langfristige Pläne zur Deckung des Energiebedarfes, die wirklich nachhaltig sind! Kann mir diese Frage jemand beantworten, oder täusche ich mich vielleicht wegen schlechtem Informationsstand?
07.6.2012 um 19:56 Uhr ·
Sara Westerhaus
Hallo Christian,
Der Klimawandel bedroht uns alle. Wir müssen dringend handeln, um katastrophale Folgen der Erwärmung zu verhindern. Einen sorglosen Umgang mit Energie können wir uns nicht mehr leisten. Wir dürfen keine kostbare Energie mehr verschleudern, sondern müssen alle Einsparmöglichkeiten und Effizienzpotenziale ausnutzen und gleichzeitig die klimafreundlichen Erneuerbaren Energien ausgebauen. Denn je weniger Energie benötigt wird, desto schneller können wir aus der klimaschädlichen Kohle- und Ölverbrennung und der gefährlichen Atomkraft aussteigen.
08.6.2012 um 12:26 Uhr ·
Peng
@ Sara Westerhaus
Glaubwürdiger wären sie, wenn sie die Charakterstärke aufbringen würden, sich für die doch recht unglaubwürdige Kampagne „Buchenwälder“ bei dem Waldschrat für all ihre wahrheitswidrigen Behauptungen zu entschuldigen, anstelle gleich mit der längst widerlegten Jahrhundertlüge vom AGW erneute Angstszenarien aufzubauen
08.6.2012 um 13:45 Uhr
andersdenkender
@Peng:
Leider ist sie eben nicht widerlegt – das können sie noch so oft schreiben.
08.6.2012 um 14:24 Uhr
Peng
wer ist nicht widerlegt, Frau Westernhaus oder die AGW These?
08.6.2012 um 16:30 Uhr
andersdenkender
Es ist nicht das was sie meinen
08.6.2012 um 17:09 Uhr
peng
Nun da wäre ich einmal neugierig was ich meine.
10.6.2012 um 17:32 Uhr
andersdenkender
Das wissen sie nicht? Ich fürchte dann kann ich ihnen auch nicht mehr weiterhelfen
11.6.2012 um 19:08 Uhr
Bruno Straub
Ja Tobias,
da hat Greenpeace ein echtes Problem: War nicht der Bau von Gaskraftwerken gefordert worden, um funktionstüchtige(!) KohleKW abschalten zu können? Und jetzt stellt sich heraus, daß Gas auch nicht “so ohne ist”.
(Vielleicht veröffentlich GP mal eine Liste, aus welchen Quellen GrünGas gefördert, bzw. in deutschen KW verbrannt werden darf…)
08.6.2012 um 00:29 Uhr ·
Sara Westerhaus
Hallo Bruno,
Raus aus der Atomkraft bis 2015, raus aus der Kohlekraft bis 2040. Die Energiewende ist machbar, Deutschland ist erneuerbar. Wie, das zeigt Greenpeace mit dem Energiekonzept “Der Plan”, der hier nachzulesen ist: http://www.greenpeace.de/themen/energie/
Bis 2050 soll auch der Ausstieg aus Gas geschafft sein (zu lesen ab Seite 22).
08.6.2012 um 12:30 Uhr ·
Bruno Straub
Hallo Sara,
ich habe auch ein Energiekonzept: Der S-Plan.
Die Eckdaten sind folgende:
1.) Raus aus der Atomkraft bis 2013
2.) Ende Kohle 2020
3.) 125% Erneuerbare bis 2035
Könntet ihr euere “Malsoftware” zum Downloaden ins Netz stellen? Ich würde den S-Plan gerne zu Papier bringen….. Ich würde auch ein paar Hochspannungsleitungen, Pumpspeicherwerke und Windgasfabriken einmalen.
08.6.2012 um 15:05 Uhr
Peng
Unglaublich, für wie dumm haltet ihr die Menschen, so etwas als Konzept zu bezeichnen und unter die Leute zu bringen. Eigentlich spricht es Bände über GP, dass dieses euch nicht peinlich ist.
08.6.2012 um 19:54 Uhr
andersdenkender
@Peng:
Was genau ist ihnen denn an diesem Konzept nicht geheuer oder wollen sie nur grundsätzlich Greenpeace in den Dreck ziehen?
08.6.2012 um 20:03 Uhr
Peng
z.B. mit welchen Kraftwerken wollen sie die Grundlasten der neuen Windräder und Solarflächen abdecken, wer soll die benötigten Gaskraftwerke bauen und wo wollen sie die Energiespeicherwerke errichten. Haben sie dabei auch die doppelten Wirkungsgradverluste solcher Speicheranlagen bedacht?
Aber vor allen, woher nehmen sie die vielen Billionen Euro, die mit ihren Plan vernichtet werden würden eigentlich her?
Und wie hoch wird der Anteil der Bevölkerung sein, die sich dann überhaupt noch Strom leisten können. Die heutigen Harz IV Empfänger würden dabei sicherlich durch die “Rosten” fallen, wenn dieser Plan umgesetzt werden würde.
Das sie Politiker für diesen Plan überzeugen können ist allerdings durchaus denkbar, aber kaum Menschen die sich nicht von der Wissenschaft und Logik verabschiedet haben.
Dieser Plan ist lediglich eine ideologische Utopie, ohne tragende wissenschaftliche Basis.
08.6.2012 um 20:32 Uhr
andersdenkender
Tja ich fürchte niemand wird ihnen sagen wo jeder einzelne Speicher steht oder welches Bauunternehmen welche Schraube für das Gaskraftwerk herstellt – damit muss man leben können. “Haben sie dabei auch die doppelten Wirkungsgradverluste solcher Speicheranlagen bedacht?” Diese Frage müssen sie wohl an Greenpeace stellen

Und diese “Billionen Euro” sind mal wieder wild aus der Luft gegriffen, oder? Vllt. kommen sie auf diese Zahl wenn sie die Solarmodule mit Diamanten besetzen
Und weiterhin wird sich noch der größte Teil der Bevölkerung Strom leisten können, wir sparen an den Folgekosten konventioneller Energie. Und wegen der EEG-Umlage ist noch kein Mensch allein in Existenznöte gestürzt.
Ja und ich weiß ich hab keine Logik, eigentlich sind Erneuerbare sogar viiiiiiiieeeeeel umweltschädlicher und noch vieeeeel unkalkulierbarer in den Folgekosten, aber ich möchte sie trotzdem
08.6.2012 um 20:48 Uhr
Bruno Straub
Die “Billionen” sind natürlich übertrieben. Oder hat Peng schon die Inflation miteingerechnet?
Ich bräuchte auch noch nicht zu wissen, wo die Speicher hinkommen. Mir würde schon reichen, zu erfahren, wieviele Gas-kWH denn langfristig gespeichert werden sollen, – und was so eine kWh kostet.
(Steht natürlich nicht in “Der Plan”, obwohl man es doch wissen müßte, wenn man vollmundig weiß, daß die EE billiger sind/werden als die KonventionellenE)
08.6.2012 um 21:57 Uhr
andersdenkender
Peng klingt bei solchen Sachen immer ziemlich ernst, daher gehe ich eigtl. immer davon aus dass er meint was er sagt. Das was sie wissen wollen fände ich auch interessant aber ich denke nicht dass Greenpeace solche weitreichenden Prognosen stellen kann (es ist und bleibt eine Umweltschutzgruppe). Selbst wenn Greenpeace die Möglichkeiten hätte? Würden sie (@Straub) diese Zahlen nicht anzweifeln? Würde Greenpeace damit die Energiewende mit einem “Powerplan” beschleunigen?
Ich glaube nicht, wie immer auch hier – wozu die gesamte Energie vergeuden wenn man mit der halben auch ganz gute Ergebnisse liefern kann auch wenn sie nicht ganz so detailliert sind. Des weiteren sind Prognosen auf einen so langen Zeitraum schwierig zu erstellen, den Gaspreis in 30 Jahren? Damit könnten sie 20 Ökonomen ein Jahr beschäftigen und die Zahl würde auch nicht besser werden…
08.6.2012 um 22:57 Uhr
Bruno Straub
Hallo andersdenkender,
Du tust so, als wenn das Speicherthema erst in ein paar Jahrzehnten ernst würde.
War nicht in diesem Blog (richtigerweise) festgestellt worden, dass in ein/zwei Jahren Wind/Sonne an bestimmten Tagen 100% des Energiebedarfes decken können? Was dann logischerweise bedeuten würde, dass wir in zwei/drei Jahren teuer produzierte Wind/Sonnenenergie wegschmeißen müßten, wenn wir sie nicht speichern können?
Ich weiß, das Speicherthema ist extrem unbeliebt: Richtige Lösungen gibt es nicht, bzw. die sind so teuer, dass man sie dem Publikum nicht vermitteln kann. Und wer will uns schon reinen Wein einschenken? Am Ende könnte man ja noch “nachdenklich” werden….
08.6.2012 um 23:49 Uhr
Peng
Zugegeben, Billionen mag etwas übertrieben sein, aber ein paar hundert Milliarden werden da mit Sicherheit zusammenkommen, bedenken sie nur einmal, wie teuer Windanlagen im Meer sind, ganz zu schweigen von den Stromtrassen.
Auch sollte man sich im klaren sein, dass es bei den sogenannten Energiespeichern eigentlich nur Pumpspeicherwerke gemeint sein können, denn alle anderen Lösungen schließen sich auf Grund des Wirkungsgrades und der nicht ausgereiften Technik eigentlich aus. Aber für Pumpspeicherwerke benötige ich einmal sehr viel Fläche und die richtigen topographischen Bedingungen und die finde ich wiederum nur in Süddeutschland. Jedoch die meisten Windräder erzeugen den Strom in Norddeutschland, das heißt, ich muss den Strom mehrerer hundert Kilometer zu den Energiespeicherwerken transportieren, mit einem garantierten Leitungs- und Transformationsverlust von über 10%.
Wobei ich mit den Energiespeicherwerken gleich zweimal einen Wirkungsgradverlust von ca. 50% mit einplanen muss, so dass ich nur ca. 25 % ,abzüglich der 10% Leitungsverluste, der erzeugten Energie nutzen kann.
Welch ein ökonomischer Irrsinn.
09.6.2012 um 00:08 Uhr
Bruno Straub
Hallo Peng,
ich muß Dich leider etwas korrigieren, bevor es brutaler ein Anderer tut:
90% Deiner Ausführung sind korrekt. Beim Wirkungsgrad eines Pumpspeicherwerkes hast Du Dich etwas vergallopiert. Das hat ein Eta von (bis zu) 80%, und zwar für Rauf UND Runter. Das heißt zwar immer noch, dass man 125 kWh reinstecken muß, um 100 kWh raus zu holen. Aber das ist in “Speicherkreisen” ein Top- Ergebnis. Das Problem bei den Pumpspeicherwerken ist, dass man sie nicht hat. Die existierenden sind bis zum Kragen ausgelastet.
Und neue?
Vielleicht sucht Greenpeace statt nach gefährdeten Buchenwaldbeständen mal nach geeigneten Standorten für Pumpspeicherwerke? Das könnte die Nation sicher voranbringen!
09.6.2012 um 00:46 Uhr
Peng
@Bruno Straub
Danke!
Mag duraus möglich sein, dass ich mich hier im Detail irre,
Aber ich bin davon ausgegangen, dass bei einer Pumpleistung ungefähr ein Wirkungsgradverlust von 50% der eingestzten Energie entsteht, gleichzeitig aber auch, eine Wasserturbine kaum einen höheren Wirkungsgrad von 50 % erreicht.
Aber ich kann mich auch durchaus hier irren.
09.6.2012 um 01:11 Uhr
stefan
ihr müsst euch mal updaten. beschäftigt euch z.b. mal mit ringwallspeichern oder lagenergiespeichern.
09.6.2012 um 07:55 Uhr
stefan
und das sind sicher nicht die letzten worte bei speichertechnologien. hinzu kommt die gewünschte dezentrale versorgung zumindest im ländlichen raum, solange die derzeitigen energiemonopolisten mitspielen bzw. die politiker genügend eier (entschuldigung) haben. die energiewende ist viel mehr als nur der wechsel der energieträger, sie ändert (oder sollte zumindest) die gesamte struktur bzw. organisation der energieversorgung. dass das nicht zum nulltarif zu haben ist, sollte klar sein. ebenso klar ist aber auch, dass sie über kurz oder lang notwendig ist, und es umso teurer geworden wäre, je länger wir gewartet hätten. wartet ein paar jahre – oder wahrscheinlicher – jahrzehnte ab, und die welt wird mit bewunderung und neid auf deutschland schauen, das in der zukunft angekommen sein wird. glaubt ihr ernsthaft, unser land wird von den verantwortlichen bewusst vor die wand gefahren, nur damit ein paar turbinenbetreiber ihre subventionen einstreichen können? wogegen wehrt ihr euch eigentlich so vehement, die wende ist beschlossen und wird nicht mehr aufgehalten werden. nutzt doch diesen umstand lieber konstruktiv und bringt euer hintergrundwissen ein zum nutzen aller, anstatt rückwärtsgewandt zu lamentieren zum nutzen niemandes – auch euch nicht.
09.6.2012 um 08:22 Uhr
Peng
@Stefan
Sorry, was du da schreibst ist einfach Unfug, denn mittlerweile belächelt man Deutschland, da wir ohne zwingende technische Gründe, ein gut funktionierendes System der Stromerzeugung auf Grund einer fatalistischen Ideologie selbst zerstören und damit auch die Grundlagen der eigenen Volkswirtschaft.
Nur ein Beispiel, in Deutschland ist in den letzten zwanzig Jahren der Strompreis um 100 % gestiegen, der größte Anteil der Preissteigerung geht auf die Einführung des EEG zurück. In Frankreich dagegen ist Strompreis im gleichen Zeitraum leicht gesunken und ist nur halb so teuer wie in D.
Hinzu kommt noch, worüber sich gleichfalls alle unsere Nachbarn amüsieren, unser Stromerzeugungssystem ist so organisiert, dass wir zu bestimmten Zeiten gezwungen sind, Strom an diesen regelrecht zu verschenken um dann gleichfalls einige Stunden später diesen wieder zurückzukaufen.
Dieses führt gleichzeitig dazu, dass gegenwärtig weit mehr Atomstrom in Deutschland verbraucht wird, als vor der Abschaltung der ersten AKW – nur jetzt kommt der Atomstrom aus Frankreich und anderer Nachbarländer.
Und da sich ja nach Deutschland so gut Atomstrom verkaufen lässt, bauen die Polen gleich ein riesiges AKW unmittelbar an der deutschen Grenze – toll.
Welch ein gigantisches Narrenschiff hat da nur die Fahrt aufgenommen.
09.6.2012 um 09:02 Uhr
stefan
“ein gut funktionierendes System der Stromerzeugung auf Grund einer fatalistischen Ideologie selbst zerstören und damit auch die Grundlagen der eigenen Volkswirtschaft” – das z.b. halte ich für unfug. aber gut, warten wir’s ab – du nörgelnd in der ecke, ich eher neugierig teilnehmend – mal sehen, wer am ende auf der strecke bleibt.
09.6.2012 um 09:27 Uhr
Bruno Straub
stefan,
“”neugierig teilnehmen”", wie Du so schön schreibst, kann ja wohl nicht jeder. Der Durchschnitts- Altersrentner (Mann, Westen) hat monatlich 975 Euro … Aber so ab A14+ kann man sich wohl ruhig “zurücklehnen”….
Oder liege ich da falsch?
10.6.2012 um 20:31 Uhr
stefan
yep, da liegst du falsch. und du? durchschnitts-rentner? nee, oder?
10.6.2012 um 23:03 Uhr
Bruno Straub
stefan, ich meine ja nicht Dich oder mich, sondern den Durchschnitts- Grünen: aufgeschlossen, intelligent, gutverdienend, sehr oft verbeamtet. Also Leute, die es zu was gebracht haben und denen es nichts ausmacht, sagen wir ca. 500 Euro p.a. a konto der EE zu berappen.
(Stand heute, bei 20% EE -Anteil im Strom)
10.6.2012 um 23:38 Uhr
andersdenkender
@Bruno Straub:
Ich will ganz sicher nicht die Notwendig der Speicher runterspielen, viel mehr ging es mir darum zu zeigen was Greenpeace eine detaillierteren Plan gebracht hätte (sofern sie die Wege dazu haben). Man ist generell schlecht in Prognosen, eine von Greenpeace wäre auch nicht neutral, würde bis zum Verderben angegriffen werden.
Ein detaillierterer Plan würde die Wende nicht beschleunigen, weil er eben nicht neutral ist. Neutrale Pläne von Umweltgruppen gibt es nunmal nicht.
Zu den Speichern müsste ich noch bisschen was lesen, aber ich sehe Stefan ist schon voll eingestiegen
09.6.2012 um 10:37 Uhr ·
Waldschrat
Forderung:
die Notwendigkeit flexibler Erdgaskraftwerken für einen forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Staaten wie Deutschland,
Fazit:
Fazit des ersten Tages: Die Gasindustrie kennt die Risiken der Arktis-Ausbeutung.
So GP fliegt also für dieses Fazit rund um die Welt.
Oder meint GP im Ernst auf der Word Gas Conference wirklich etwas neues zu erfahren?
Aber ich bin auch dafür, daß GP seinen Quellen aufdeckt und endlich Veröffentlicht:
(Vielleicht veröffentlich GP mal eine Liste, aus welchen Quellen GrünGas gefördert, bzw. in deutschen KW verbrannt werden darf…)
Grüne Jacken grün hinter den Ohren Taschen voller Geld DP!
08.6.2012 um 09:58 Uhr ·
Energiesparfuchs
Frau Westerhaus,
der “Klimawandel” bedroht vielleicht sie in ihrer Phantasie. Ich jedenfalls lasse mir keine Angst einjagen durch solche Ansagen. Wir müssen hier gar nichts deswegen machen.
Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht nach saubereren und billigeren Methoden der Energieerzeugung und -verteilung Ausschau halten sollten. Genau das aber verhindert GP in großem Stil durch die Propagierung einer Landschaft voller “Intelligenter Stromnetze”. Damit verhindern sie heute schon eine Wasserstoffgesellschaft, in der die Masse der Energie von Gasleitungen zum Endkunden gebracht und erst dort je nach Bedarf in eine Nutzform umgewandelt wird. Selbst mit einem Mix aus “schwarzem und grünem” Wasserstoff würden wir den Primärenergiebedarf in D auf nur noch ein Drittel des heutigen Wertes senken können. Damit wäre natürlich auch die Speicherproblematik vollkommen entschärft. Auf die Konzepte, die das Realität werden lassen könnten, habe ich hier sehr häufig hingewiesen.
GP ist wie der WWF, hinter der Fassade sieht es schrecklich aus. Letztere versuchen jetzt sogar die Veröffentlichung eines kritischen Buches zu verhindern. Der Meister vom WWF, Prinz Charles, durfte sich in einer jüngeren Ausgabe des GP-Magazins über zig Seiten mit seinen Ansichten ausbreiten. Heute ist er weniger mitteilsam, wie es aussieht. Eines Tages werden auch Journalisten kommen und GP genau unter die Lupe nehmen. Das wird dann nicht lustig.
09.6.2012 um 07:49 Uhr ·
stefan
@esf und andere, die peak oil anzweifeln, weil sie denken, damit würde nur künstlich der ölpreis in die höhe getrieben: warum meint ihr werden immer mehr unkonventionelle quellen erschlossen, was für die betreiber eine immense aufwands- und kostensteigerung bedeutet? wenn noch genügend konventionelle quellen vorhanden wären, könnten sie ihren gewinn doch vervielfachen, wenn sie einfach da weiterfördern. oder ist das nur ein versuch der vertuschung dieser groß angelegten verschwörung?
09.6.2012 um 08:52 Uhr ·
Peng
@ Stefan
du solltest einfach nicht über Themen schreiben, von denen du keine Ahnung hast.
Die Peak Öl Theorie wurde von dem Club of Rome ins Leben gerufen. Diese insbesondere von russischen Wissenschaftlern und der Realität längs widerlegte Theorie dient letztendlich alleinig nur um den hohen Ölpreis zu begründen und aus politischen Zwecken.
Denn vieles spricht dafür, das Erdöl in der Erdkruste durch hohe Drücke und Temperaturen kontinuierlich entsteht. Nur so ist es erklärbar, das bereits erschöpfte Lagerstätten nach einiger Zeit wieder Öl führen.
Übrigens, wenn sie sich auf die Förderkosten beziehen, im Durchschnitt kostet die Förderung von 1 Barrel Öl ca. 7 Dollar, hinzu kommen noch die Transportkosten, alles andere ist dann Gewinn. Nicht zuletzt ist der Club of Rome ein Verein von globalen Milliardären – und GP deren Erfüllungsgehilfe.
09.6.2012 um 09:24 Uhr ·
stefan
ach sophi, streich doch einfach mal deine persönlichen angriffe (unfug, keine ahnung, narrenschiff …).
und dann lies z.b. mal das: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37025/1.html
und dann beschäftige dich mit den tatsächlichen förder- bzw. produktionskosten: konventionell sogar nur 3-5 us-$ je barrel, tiefseeförderung, ölsande, kohleverflüssigung etc. ca. 20-30 us-$ je barrel, also das 4-10fache.
und dann leg doch mal deine allergie ab, die dich zurückzucken lässt, sobald du nur club of rome hörst.
und wenn wir schonmal dabei sind: du beschwerst dich ständig, dass es hier keine echte diskussion gäbe, weil deine gegenposition keine argumente brächte sondern nur – wie war das? “oktroyierende polemik”? diese wahrnehmung mag daran liegen, dass gerade du eine sehr festgefahrene (und oftmals scheinbar unreflektierte) einstellung zu den dingen hast. dir zu widersprechen oder gegen deine ausführungen bedenken zu äußern ist nahezu unmöglich, ohne dass du sofort in aggressive abwehr gehst und den – zunächst nur – gesprächspartner diffamierst sowie seine argumente lächerlich machen versuchst. versuch doch mal – ganz abgesehen vom jeweiligen inhalt – objektiv aus dem system auszutreten und dir die gegenargumente wirklich durch den kopf gehen zu lassen. in meiner wahrnehmung ist es nämlich eher so, dass es hier im blog sehr viele beteiligte gibt, deren position ich nicht unbedingt teile, mit denen ein austausch jedoch meist konstruktiv verläuft. nahezu der einzige, mit dem man nicht diskutieren kann, weil eine diskussion meist auf anfeindungen hinausläuft, bist eigentlich du.
09.6.2012 um 09:50 Uhr
peng
Stefan, lasse bitte deine scheinheilige Art einfach stecken, vor zwei Tagen wurdest du völlig ohne Grund sehr persönlich beleidigend und teiltest unter die Gütelinie kräftig aus, gut du hasst dich entschuldigt und ich habe die Entschuldigung angenommen. Aber ganz ehrlich, sag einmal, wie bist du denn gestrickt, langst selber immer wieder richtig zu und reagierst wie eine Mimose bereits bei solchen Äußerung wie Unfug oder Narrenschiff.
Für mich wäre es schon Ok wenn ich in der Hitze des Gefechtes über die Strenge schlage und mich jemand, egal wer, darauf aufmerksam macht, denn ich bin nicht unfehlbar und behaupte es auch nicht von mir. Ich wäre dann auch nicht der Letzte der sich für einen Fehler oder unterlaufenen Irrtum entschuldigt.
Doch was du hier abziehst hat einfach einen sehr faden Beigeschmack, aber egal kommen wir zu den Fakten.
Ersteinmal sprach ich von den durchschnittlichen Förderkosten, wobei es klar sein dürfte, dass die Förderung im Meer je nach Tiefe wesentlich kostenintensiver ist, als wie in geologisch günstigen Lagen auf dem Festland.
Doch zur Hauptsache, wenn du tatsächlich über den Peak Oil qualifiziert ohne die übliche Rummelpropaganda mit diskutieren willst, sollten du dich zuerst einmal ein wenig Basiswissen hierüber aneignen. Ein erster Schritt wären diese Beiden von mir verlinkten Beiträge.
http://blip.tv/wahrheiten/der-energie-irrtum-3464769
http://www.youtube.com/watch?v=lQKAcJu62Rs
Bei Bedarf kann ich dir gerne auch noch weitere wissenschaftliche Quellen zugänglich machen, die deine Wissenslücke schließen könnten.
09.6.2012 um 17:48 Uhr
Energiesparfuchs
Vom Wiederauffüllen (Refilling) haben die Truppen noch nie was mitbekommen. Selbst der Chef von Esso-Deutschland (Schult-Bornemann) gibt zu, dass Erdöl und Erdgas nicht biologischen Ursprungs sind.
Die Russen holen das Zeug tausende Meter tief aus Granitformationen raus. Alles Dinosaurier, die da offenbar früher verrottet sind.
09.6.2012 um 20:36 Uhr
stefan
das refilling bleibt irgendwie euer einziges argument, ja? auf meine obige frage habt ihr keine antwort?
09.6.2012 um 21:37 Uhr ·
Energiesparfuchs
Na doch. http://www.plichta.de/pp24/index.php?option=com_content&task=view&id=14&Itemid=17
Ölsande werden dadurch logischerweise sehr wettbewerbsfähig.
09.6.2012 um 23:48 Uhr
stefan
das wär ja okay, wenn das z.b. in kanada angewandt würde. ist aber leider nicht der fall. und die tiefseebohrungen oder die erschließung der arktis erklärt das auch nicht. meine frage bleibt also im raum.
noch einige gedanken zum refilling: könnte es nicht ganz einfach sein, dass man sich bei der ursprünglichen fördermenge der felder schlicht verschätzt hat? ich meine mich zu erinnern, dass z.b. ein größeres ölfeld irgendwo im nahen osten allein aufgrund einer einzigen, laienhaften probebohrung abgeschätzt wurde
10.6.2012 um 08:28 Uhr
Energiesparfuchs
Allein die Ölsande in Kanada, Jordanien und Venezuela sind unvorstellbar groß. Wenn es gelingen sollte Methanhydrate jemals zu fördern, haben wir hunderte von Jahren genug Energie. Das hilft auch beim Recycling von anderen Rohstoffen, denn ohne billige Energie geht das sonst nicht.
10.6.2012 um 16:41 Uhr
stefan
ich geb’s auf zu fragen …
10.6.2012 um 16:57 Uhr
peng
Hättest du dich mit meinen Links ernsthaft beschäftigt, würdest du diese einfältige Frage nicht stellen.
10.6.2012 um 17:24 Uhr
stefan
mit welchen links? und wenn die frage so einfältig ist, hast du sicherlich eine antwort!?
10.6.2012 um 17:35 Uhr
peng
Lass bitte deine billige Polemik stecken und arbeite die Links einfach einmal ab oder durch und melde dich dann wieder qualifiziert zu Wort.
http://blip.tv/wahrheiten/der-energie-irrtum-3464769
http://www.youtube.com/watch?v=lQKAcJu62Rs
10.6.2012 um 17:54 Uhr
Energiesparfuchs
Warum aufgeben ? Auf diese Weise läuft doch der Dialog der GP-Kampaigner hier mit den Blog-Nutzern auch ab. Berechtigte Kritik wird nicht aufgegriffen, vielmehr an den aufgeworfenen Fragen vorbeiargumentiert. Habe ich alles hier von GP gelernt. Ist das jetzt falsch gewesen ?
Zum Refilling gibt es klare Vorstellungen. Thomas Gold: “Biosphäre der heißen Tiefe” heißt die entsprechende Literatur. Sogar der Boss von Esso-Deutschland liest solche “Randliteratur”. Hat der nichts Besseres zu tun ? Die Frage muss erlaubt sein.
10.6.2012 um 18:14 Uhr
Bruno Straub
Wenn das mit dem “Refilling” nicht so richtig weitergeht, könnten wir uns über das Refilling von Druckerpatronen unterhalten. Da könnte ich mitreden.
10.6.2012 um 21:16 Uhr
peng
Ja Bruno, ich auch, habe mir einen neuen HP Drucker gekauft. Zuerst wunderte ich mich über die Spams von HP, dass die wußten, dass meine Patronen leer waren. Aber richtig dumm habe ich aus der Wäsche geschaut, als ich feststellte, dass mein Drucker keine nachgefüllten Patronen akzeptiert und ich einige Stunden später Angebote von HP bekam
10.6.2012 um 21:59 Uhr
Lottina
blip- alpenparlament- Pseudowissenschaftler und Wunderheiler?
Es gibt sicher wissenschaftlichere Quellen,peng!
11.6.2012 um 21:44 Uhr
stefan
sophi, deine kommentare mit den links werden erst jetzt bei mir angezeigt. wenn du mehr als einen link in einen kommentar steckst, dauert das mit dem freischalten anscheinend länger. deswegen hatte ich auch nochmal nachgefragt (“welche links?”). werd mir deine links dann beizeiten mal anschauen, hoffe nur, dass ich dabei nicht wieder irgendeinem irre langem vortrag folgen muss.
11.6.2012 um 21:54 Uhr
peng
@Lottina
Ja 3Sat auch und an allen russischen Universitäten lehren nur Wunderheiler. Oder sollten sie es einfach nicht wissen, die Mehrheit aller geologischen Fakultäten in Russland lehren die abiotische Entstehung des Erdöls schon seit Jahrzehnten. Lottina, sie sind wirklich ein kleines Wunder – aber ach lassen wir es, dreschen sie weiter ruhig ihre Phrasen.
12.6.2012 um 10:07 Uhr
Lottina
Ach peng, lenk doch nicht von Deinen Pseudowissenschaftlern ab, auf die Du verweist.. Über russische Universitäten habe ich gar nichts Negatives gesagt.
12.6.2012 um 11:48 Uhr
stefan
jetzt wollte ich gerade dem alpenparlament (http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Alpenparlament ) eine chance geben und selbst mal dem zillmer ein wenig zuhören (mein favorit von ihm: die menschheit wurde von außerirdischen erschaffen, die vor langer zeit die erde besuchten), auch wenn der rechtspopulistische (um nicht zu sagen -extreme) spießer michael vogt das gespräch führen soll. da es letzterer aber schafft, gleich in der ersten minute mit wenigen sätzen so viele unwahrheiten und verdrehungen anzubringen, ist da bei mir schon ende:
“ich weiß nicht, ob sie sich noch erinnern. es sind inzwischen einige jahrzehnte her, da hatten wir zumindestens [allein diese sprache … und dann vorgetragen mit gutmütiger rührseligkeit, brr …] in der bundesrepublik zwei autofreie wochenenden. öl sollte zur neige gehen, club of rome hatte eine umfangreiche studie vorgelegt, dass wir wahrscheinlich bis zur jahrtausenwende über kein erdöl mehr würden verfügen können, und um das ganze so ein bisschen aufzuhalten, musste dann deutschland – westdeutschland damals – auf den autoverkehr verzichten an zwei wochenenden.”
ein paar richtigstellungen:
- es gab 1973 neben anderen maßnahmen keine zwei autofreie wochenenden sondern vier autofreie sonntage.
- meadows (“limits to growth”) hat ähnlich wie hubbert nicht das ende des erdöls prognostiziert, sondern das fördermaximum. offizielle daten bestätigen diesen sogenannten peak oil je nach quelle zwischen 2005 und 2010.
- der zusammenhang zwischen den autofreien sonntagen und dem bericht des club of rome ist völlig daneben: die maßnahmen hingen mit der ölkrise 1973 zusammen. einige opec-staaten hatten ihre fördermengen gedrosselt, um die westlichen industrienationen bzgl ihrer pro-israel-haltung im jom-kippur-krieg unter druck zu setzen. der ölpreis stieg damals binnen weniger tage um 70 %.
das ist also schon mal keine “wissenschaftliche quelle”.
hitec halte ich für eine gute sendung, kann auch sein, dass ich die folge mal gesehen habe, jetzt hab ich aber keine zeit dazu – später dann.
12.6.2012 um 13:13 Uhr
stefan
bei mir hapert’s momentan irgendwie mit den links. wahrscheinlich wegen eines links wird mein kommentar nicht angezeigt. daher hier vorab der kommentar ohne link, hoffe so klappt’s.
jetzt wollte ich gerade dem alpenparlament (hier wäre der link zu esowatch) eine chance geben und selbst mal dem zillmer ein wenig zuhören (mein favorit von ihm: die menschheit wurde von außerirdischen erschaffen, die vor langer zeit die erde besuchten), auch wenn der rechtspopulistische (um nicht zu sagen -extreme) spießer michael vogt das gespräch führen soll. da es letzterer aber schafft, gleich in der ersten minute mit wenigen sätzen so viele unwahrheiten und verdrehungen anzubringen, ist da bei mir schon ende:
“ich weiß nicht, ob sie sich noch erinnern. es sind inzwischen einige jahrzehnte her, da hatten wir zumindestens [allein diese sprache … und dann vorgetragen mit gutmütiger rührseligkeit, brr …] in der bundesrepublik zwei autofreie wochenenden. öl sollte zur neige gehen, club of rome hatte eine umfangreiche studie vorgelegt, dass wir wahrscheinlich bis zur jahrtausenwende über kein erdöl mehr würden verfügen können, und um das ganze so ein bisschen aufzuhalten, musste dann deutschland – westdeutschland damals – auf den autoverkehr verzichten an zwei wochenenden.”
ein paar richtigstellungen:
- es gab 1973 neben anderen maßnahmen keine zwei autofreie wochenenden sondern vier autofreie sonntage.
- meadows (“limits to growth”) hat ähnlich wie hubbert nicht das ende des erdöls prognostiziert, sondern das fördermaximum. offizielle daten bestätigen diesen sogenannten peak oil je nach quelle zwischen 2005 und 2010.
- der zusammenhang zwischen den autofreien sonntagen und dem bericht des club of rome ist völlig daneben: die maßnahmen hingen mit der ölkrise 1973 zusammen. einige opec-staaten hatten ihre fördermengen gedrosselt, um die westlichen industrienationen bzgl ihrer pro-israel-haltung im jom-kippur-krieg unter druck zu setzen. der ölpreis stieg damals binnen weniger tage um 70 %.
das ist also schon mal keine “wissenschaftliche quelle”.
hitec halte ich für eine gute sendung, kann auch sein, dass ich die folge mal gesehen habe, jetzt hab ich aber keine zeit dazu – später dann.
12.6.2012 um 13:39 Uhr
stefan
mir geht’s nicht um’s refilling, sondern um die frage zum peak oil oben vom 9.6. 8:52. antworten darauf erwarte ich allerdings – wie gesagt – nicht mehr.
10.6.2012 um 22:58 Uhr ·
Energiesparfuchs
Förderkosten sind doch ein durchlaufender Posten für die Fördergesellschaften. Vergleichen sie die Gewinne der “Sieben Schwestern” der letzten Jahrzehnte miteinander. Das ist aufschlussreicher. Was wäre denn mit dem Preis an der Tankstelle, wenn alle wüssten, dass Öl und Gas gar nicht endlich sind ?
11.6.2012 um 06:19 Uhr
stefan
abgesehen davon, dass das wieder an der frage vorbeigeht – die sieben schwestern gibt’s schon lange nicht mehr. übrig sind exxon, shell, bp und chevron.
11.6.2012 um 08:34 Uhr
stefan
selbst wenn wir vom zutreffen der abiotischen theorie ausgehen, scheint das refilling auch zu begrenzt zu sein für den derzeitigen ölkonsum, was also auch unter diesen bedingungen bedeutet, dass das fördermaximum überschritten ist, und wir uns einschränken sollten bzw. alternativen fördern sollten. warum z.b. haben die usa seit dem hubbert-peak in den 1970ern nie ihre vormachtstellung als fördernation nummer eins zurückgewinnen können?
11.6.2012 um 09:17 Uhr
Energiesparfuchs
Wir brauchen doch ein massives Refilling im Moment gar nicht wegen der ungeheuren Reserven an unkonventionellen Brennstoffen (stehen ja alle schon hier in diesem Blog) und der ständigen Neuentdeckung weiterer konventioneller Ressourcen. Später kann man die bereits erschlossenen und zwischenzeitlich stillgelegten Bohrlöcher ja wieder nutzen, wenn der Druck in der Lagerstätte wieder größer geworden ist.
Natürlich würden auch die Amis und Briten gern die Tiefbohrtechnik der Russen anwenden. Hat leider nicht geklappt. Deshalb sitzt auch der frühere russische Öl-Prinz jetzt im Knast.
Wie mehrfach gesagt, ich brauche nicht unbedingt Öl und Gas. BioH2 würde mir voll ausreichen.
Aber Förderhöhepunkte und baldiger Energiemangel sind insgesamt kaum zu erwarten.
11.6.2012 um 18:24 Uhr
peng
@Stefan
Stefan nach heutigen Wissen ist gerade das Refilling nicht begrenzt, lediglich die Füllzeiten variieren voneinander, das ist unbestritten.
Fakt ist jedoch auch, es werden im Jahresmittel immer mehr Öllagerstätten mit einem Volumen nachgewiesen, welches größer wie die jährliche Fördermenge ist.
Mit der Frage nach dem Hubbert-Peak kommen sie der Peak Öltheorie keinesfalls näher, da hier kaum durchschaubare strategische Gründe eine wichtige Rolle spielen und dass neben den 7 großen Schwestern auch eine Reihe kleinerer Geschwister, in Form von nationalen Ölgesellschaften, von dem großen Kuchen ein paar Krumen ergattern wollen.
Aber über eines sollte Klarheit herrschen, wer für die Peak Öl Theorie eintritt, betreibt in radikalster Form Lobbyismus für die Ölmultis.
Diese These lässt sich auch ökologisch nicht begründen, sie dient einzig nur der Profitmaximierung zu Gunsten der Ölmultis. Aus diesem Grunde wurde diese Theorie auch von dem Milliardärsverein Club of Rome erfunden.
Wer diese These vertritt sollte sich nicht scheinheilig über Mängel bei der Förderung aufregen, das dient nur einer Alibifunktion.
Wer wirklich diese Ölmultis bekämpfen will, der sollte sich entschieden gegen diese Peak Öl Theorie und Energiespekulationsgeschäfte positionieren.(Siehe den Beitrag von 3Sat)
Wer dieses nicht macht, sollte auch nicht aus reinen Aktionismus Kampagnen führen, denn dieses ist lediglich reine Heuchelei.
Wer weiter die Peak Öltheorie verteidigt und vertritt, macht sich mitschuldig an die vielen Kriege mit tausenden von Toten die auf Grund dieser Peak Öl Theorie bisher geführt wurden und werden.
Und er macht sich mitschuldig an der weltweiten Abzocke aller Menschen zugunsten einiger Ölmilliardäre und der Armut großer Bevölkerungsteile und an vielen Hungerstoten.
Darüber sollte jeder einmal selber nachdenken und die Dinge hinterfragen.
Das ist einfach die derzeitige Faktenlage
So, bestimmt werden jetzt einige User hier wieder ihre polemischen Breitseiten und Strohmännerargumente auf mich abschießen, doch ich werde mich bewusst nicht daran beteiligen!
Aber einer sachlichen Diskussion und Auseinandersetzung stehe ich natürlich zur gerne zur Verfügung.
12.6.2012 um 15:00 Uhr
stefan
vieles von dem, was du schreibst, sehe ich anders. entscheidend ist die perspektive und die schlussfolgerungen. am besten wird das deutlich an diesem satz von dir: “wer für die Peak Öl Theorie eintritt, betreibt in radikalster Form Lobbyismus für die Ölmultis”. ich ziehe andere konsequenzen: wir müssen unsere abhängigkeit vom öl aufweichen und v.a. im kraftstoff- bzw energiesektor, in dem wir weltweit 70 % des ölkonsums verfeuern, alternativen finden. öl ist ein so vielseitiger rohstoff, der uns in vielen bereichen der täglichen gebrauchsgüter gute dienste leistet und leisten könnte. wenn öl wegfallen sollte, hätte das die konsequenzen eines großen paradigmenwechsels für unser gesamtes leben. allein aus diesem grund sollten wir sorgsam damit umgehen. das ich auch andere gründe für genauso wichtig halte, dürfte dir genauso bekannt sein wie mir, dass du in dem zusammenhang meine ansichten nicht teilst. hinter der warnung vor ölknappheit steht also kein lobbyismus für ölmultis, sondern im gegenteil, uns von ihnen unabhängiger zu machen zum wohle unserer umwelt sowie zum fortbestehen unserer – ja, von mir aus – zivilisationsform.
12.6.2012 um 15:47 Uhr
peng
@Stefan
Nun Stefan, dass du viele anders siehst, begründet sich in der Natur der Sache.
Da GP lediglich ein Erfüllungsgehilfe des Milliardärsverein Club of Rome ist und du deine täglichen Brötchen mit den GP freundlichen Kommentaren verdienst, kannst du einfach aus existenziellen Gründen keine andere Meinung vertreten – irgendwie verstehe ich dich schon und daher möchte ich dich auch nicht weiter anfeinden, wie ich es in der Vergangenheit getan habe.Aber gut, lassen wir das und kommen zu den Fakten.
Es gibt keine Knappheit von Erdöl
Jährlich werden mehr Öllagerstätten nachgewiesen, wie Öl gefördert wir.
Eine Ölverknappung resultiert lediglich aus spekulativen Gründen.
Die derzeitig bekannten Lagerstätten reichen, ohne Berücksichtigung des Refillingsfaktors, für eine Ölversorgung für mehrere hundert Jahre, bei Berücksichtigung der derzeitigen Förderwachstumsraten.
Daher entlarvt sich eine Warnung vor eine möglichen Ölknappheit als Lobbyismus für die Ölmultis in reinster Form und dient lediglich einer globalen Abzocke zugunsten dieser Milliardäre, die sich im Club of Rome zu einer recht unheiligen Allianz zusammengerottet haben.
Und wer ist der Erfüllungsgehilfe dieses Clubs? Diese Frage kannst du selbst beantworten
12.6.2012 um 20:20 Uhr
andersdenkender
“Jährlich werden mehr Öllagerstätten nachgewiesen, wie Öl gefördert wird.”
Und das steht wo genau? Leeeereeeee Woooorteeeee in meineeeen Ohhhhreeeen
12.6.2012 um 20:32 Uhr
Waldschrat
Welch ein gigantisches Narrenschiff hat da nur die Fahrt aufgenommen.!
Ja das trifft es am besten
Aber wenn man zwischen den Zeilen liest wird eines klar.
Egal ob Wald oder Wal.
Das Schema ist immer gleich.
Längst steht fest:
Fazit des ersten Tages: Die Gasindustrie kennt die Risiken der Arktis-Ausbeutung.
Diese neue Erkenntnis wurde in einem Gespräch gewonnen.
ZITAT:
„Ich war selbst an vielen Bohrungen unmittelbar beteiligt. Ich kann Ihnen sagen, das ist immer ein großes Risiko. Technisch und ökonomisch. Und wissen Sie was: Der Mut, eine Bohrung zu beginnen, ist umso größer, je weiter man von der Bohrplattform entfernt ist. (lacht) Verstehen Sie? Das ist ein Witz. Aber es ist wirklich so: Die Leute in der Konzernzentrale, die die Entscheidungen treffen, meinen immer, ganz genau Bescheid zu wissen. Aber wir Ingenieure vor Ort dürfen’s dann ausbaden. Denn was dann da unten rauskommt, weiß vorher kein Mensch. Die Geologen? Die haben keinen blassen Schimmer. Etwa neun von zehn Bohrungen gehen daneben. Wenn Wasser rauskommt, ist das Scheiße, wenn’s Erdgas ist, ist es gut, aber in Wirklichkeit sind alle hinter dem Öl her.
ZITAT Ende.
Skandal in Wirklichkeit sind alle hinter dem Oel her!
Dafür fliegt er rund um die Welt, denn er kann dann seine Thesen,
die schon lange fertig sind mit pseudo realität hinterlegen!
09.6.2012 um 12:00 Uhr ·
Marina
Bezugnehmend zum fettgedruckten letzten Absatz:
Ich kann nur eins bemerken:
Wenn die Regierungen es eben zulassen, bleiben sie oder besser gesagt – die Allgemeinheit , die Steuerzahler, – auf den Kosten für Umweltschäden sitzen, die andere – wie die oben genannten Ölkonzerne – verursacht haben!
Die Politik lässt sich halt gerne vorführen und vor den Karren der Wirtschaft spannen — es ist eben kein Kraut gegen so viel Dummheit gewachsen!
Und wir aus dem Volk sind wohl zu dumm, diese Politiker – Volksvertreter (!) – zu wählen, die nicht in der Lage zu sein scheinen oder sogar sind, sich gegen die Wirtschaft entsprechend stark zur Wehr zu setzen!
Ja, was soll ich da sonst noch sagen?! – - -
09.6.2012 um 13:51 Uhr ·
Tscheernach Hubert
Die Wirtschaftsmacht in den verschiedensten Ländern ist so dominannt, da ja auch die meisten Arbeitsplätze damit gesichert werden.
Speziel China dominiert den halben Erdball, wo jede Woche ein neues Kohlekraftwerk gebaut wird. Es müssen auf unseren Planeten mitlerweile 7 miliarden Menschen ernährt werden, Außerdem wird jetzt auch in der Antarktis nach Bodenschätzen gebort.
10.6.2012 um 18:14 Uhr ·
Marina
Ja, immer wird das Argument Arbeitsplätze angeführt, wenn ein bestimmtes, nicht ganz unstrittiges Projekt durchgeboxt werden soll.
Von Wachstum in jeglicher Hinsicht halte ich nichts. Für mich zählt Qualität mehr als Quantität. Ich glaube, je mehr jemand hat, umso weniger weiß er die vielen Dinge zu schätzen! Mehr bringt mehr und wird dadurch besser, das ist aber ein gewaltiger Irrtum.
Weniger ist mehr und bringt auf Dauer mehr Qualität und ein intensiveres Bewusstsein von den Dingen wie auch von den Mitkreaturen um uns herum …
Wir lernen dadurch, sie alle besser wertzuschätzen, als es jetzt zur Zeit der Fall ist!
Durch das Massenphänomen erfährt alles mehr oder weniger eine Art Abwertung, denn es scheint ja alles irgendwie ersetzbar, gewinnt jedoch die Qualität mehr an Gewicht, dann erhält alles eher eine Aufwertung, es wird nicht mehr alles so leicht weggeworfen, wie vorher, weil ja alles vielmehr ersetzbar war.
Wir leben derzeitig in einer Wegwerfgesellschaft, allerdings gehen wir nicht nur mit den meisten Dingen so um, sondern auch mit unseren Mitgeschöpfen.
Eine enorme Zerstörungswut herrscht überall weltweit!
Das kann nur zu Katastrophen führen, an denen wir Menschen letztendlich leiden werden.
Ändern wir also unsere Sichtweise: Aus Quantität wird Qualität, dann brauchen wir in gewisser Weise insgesamt gesehen auch weniger Energie.
Denn wenn wir so weiter machen wie bisher, dann stehen wir eines Tages sehr bald
vor dem NICHTS!
UND DANN?!
- – -
11.6.2012 um 09:05 Uhr ·
andersdenkender
Perfide ist es dass die Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage und die die nach uns kommen derart zerstört und heruntergewirtschaftet wird das es sie um so härter treffen wird. In Kombination mit einem radikalen Denken dass wieder Aufschwung erfährt führt das zu nichts Gutem.
11.6.2012 um 19:06 Uhr ·
stefan
da passt ganz gut das: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnewstt_news=139860&cHash=87c564df061a942407bf02ac3897e803
11.6.2012 um 20:23 Uhr
andersdenkender
“Keine News-Id übergeben” – welchen Artikel meintest du den?
11.6.2012 um 22:11 Uhr
stefan
link ist wohl veraltet, hoffe mit dem klappt’s: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnewstt_news=139860&cHash=87c564df061a942407bf02ac3897e803
(artikel heißt “zu spät?” und bezieht sich auf eine review-studie in der nature)
11.6.2012 um 22:52 Uhr
stefan
oh mann, beim hochladen werden immer eckige klammern geschluckt. so sollte es in der mitte aussehen: … id=5020&tx_ttnews[tt_news] …
ansonsten bei der “keine news-id”-seite rechts der artikel vom 8.6.
11.6.2012 um 22:57 Uhr
andersdenkender
Hab ihn auch so gefunden – ganz interessant
12.6.2012 um 15:39 Uhr