Im Frühjahr haben viele tausend Greenpeace-Förderer und -Unterstützer Protestpostkarten an Shell geschickt, um den Konzern von Ölbohrungen in der Arktis abzubringen. Unter den Aussendenden war auch Greenpeace-Ölxperte Jörg Feddern. Als Antwort auf seine Karte erhielt er von Shell einen Brief, in dem sich das Unternehmen für seine Pläne rechtfertigt. Fedderns Antwort an den Chef von Shell Deutschland, Peter Blauwhoff, veröffentlichen wir hier im Blog:
Sehr geehrter Dr. Blauwhoff,
für Ihr Schreiben vom 23.05.2012 möchte ich Ihnen danken. Sie schreiben darin, dass Sie meine Sorge bezüglich eines Ölunfalls in der Arktis ernst nehmen. Doch nachdem ich Ihren Brief gelesen habe, habe ich daran Zweifel. Denn wenn Sie diese Sorgen wirklich teilen würden, würden Sie keine Ölbohrungen in der Arktis zulassen.

2004, Rua Cove Knight Island, Alaska: Meeresbiologe Dr. Rick Steiner von der University of Alaska untersucht 15 Jahre nach dem Unglück der Exxon Valdez Öl, das noch von dem Unfall stammt. - (c) Robert Visser / Greenpeace
Sie betonen in Ihrem Schreiben, dass die geplanten Ölbohrungen von Shell die Umwelt nicht nachteilig berühren und die Arbeiten “strikte Standards” zur Vermeidung und Bekämpfung von Ölaustritten einhalten. Jeder Eingriff in ein so sensibles Ökosystem wie die Arktis hat jedoch negative Auswirkungen. Als Wegbereiter für andere Ölkonzerne ist Shell für die Industrialisierung der Arktis hauptverantwortlich!
“Strikte Standards“ haben schon in der Vergangenheit keine schweren Ölunfälle verhindern können. Die „Exxon Valdez“-Havarie, der „Piper Alpha“-Blowout, die „Deepwater-Horizon“-Katastrophe: All diese Unglücke sind Folge von menschlichem Versagen – gepaart mit technischen Unzulänglichkeiten – und konnten trotz „strikten Standards“ passieren. Gerade das Beispiel „Exxon Valdez“ lehrt, in welchem Ausmaß ein Unfall in den arktischen und subarktischen Regionen langfristige Schäden nach sich ziehen kann.
Es hat sich bereits bei all den erwähnten Unfällen (und vielen mehr) gezeigt: Notfallmaßnahmen, so sie denn vorhanden sind, können das Austreten größerer Ölmengen nicht verhindern. Das US Geological Survey weist darauf hin, dass es bis heute keine umfassenden Methoden gibt, Öl aus mit Eis bedecktem Meer zu beseitigen. Die „US Coast Guard“ stellt fest, dass es so gut wie keine Infrastruktur in Alaska zur Bekämpfung von Ölunfällen gibt. Die von Shell entwickelte Technik ist unter den arktischen Bedingungen bis heute nicht getestet worden.
Hinzu kommt die „alltägliche“ Verschmutzung durch Ölförderung: Nur durch den Betrieb von Ölplattformen in der Nordsee, auch der von Shell, gelangen pro Jahr etwa 10.000 Tonnen Öl ins Meer. Freisetzungen durch Unfälle (wie den auf Ihrer Plattform „Gannet Alpha“ im August letzten Jahres) sind darin noch nicht einmal enthalten.

Eisbär an der Beaufortsee an der US-kanadischen Grenze. Shell plant in diesem Sommer Probebohrungen in der Beaufortsee und der Tschuktschensee durchzuführen. (c) Daniel Beltra / Greenpeace
Wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen, dann müssen wir den Ausstieg aus der Ölverbrennung zügig einleiten. Wir können es uns nicht leisten, so wie bisher weiterzumachen. Der neue Greenpeace-Report „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick“ zeigt, dass der Ölverbrauch bei konsequentem Ausbau Erneuerbarer Energien und der Nutzung von Effizienzmaßnahmen um 80 Prozent bis 2050 reduziert werden kann: Auf die Ausbeutung der Ölvorkommen in der Arktis kann damit verzichtet werden.
Aufgrund der besonderen Bedingungen in der Artkis, der dort herrschenden extremen Wetterverhältnisse und niedrigen Temperaturen ist das Risiko für einen Ölunfall in der Arktis hoch. Ein solcher Unfall hätte katastrophale und weitreichende Folgen für die Region. Shell geht es einzig und allein darum, möglichst viel Geld mit dem Verkauf von Erdöl zu verdienen. Um dieses Ziel zu erreichen, nimmt Shell die dauerhafte und großflächige Verschmutzung der Umwelt, die Zerstörung von Lebensräumen und die Vertreibung von indigenen Völkern billigend in Kauf.
Ich möchte Ihnen vor diesem Hintergrund folgende Fragen stellen:
Wie genau sieht Ihr Plan für die Ausführung von Notfallmaßnahmen für den Fall eines Ölaustritts in der Größenordnung der „Deepwater-Horizon“-Katastrophe für die Tschuktschensee aus?
Mit freundlichen Grüßen,
Jörg Feddern
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Kai Müller
Hallo,
ich würde gern die Antwort von Shell lesen.
Danke
13.6.2012 um 12:48 Uhr ·
Beate
@ Kai Müller: Der Shell-Brief ist oben im Teaser verlinkt. Aber hier gerne nochmal den Link: http://blog.greenpeace.de/wp-content/uploads/2012/06/shell-antwort.pdf
13.6.2012 um 12:54 Uhr ·
tamara
13.6.2012 um 12:49 Uhr ·
Erna
Und wieder die Pseudo-Diskussion Was Wäre Wenn. Nehmen wir uns doch mal mal einige Fakten vor:
Exxon Valdez Katastrophe
250.000 getötete Seevögel (andere Quellen sprechen von bis zu 675.000)
Deepwater-Horizon
8183 tot am Strand aufgefundene Seevögel
Allein die 18.000 spanischen WKA’s töten jährlich (!) bis zu 18 Millionen (zum Vergleich 18.000.000) Vögel und Fledermäuse. Wieviele kommen wenn von den dt. 24.000 Anlagen jährlich hinzu? Und wieviel tote Vögel und Fledermäuse sind es JÄHRLICH es bei rund 200.000 WKA’s weltweit?
Wie wäre es wenn wenn sich GP um dieses vorhandene Problem kümmert?
13.6.2012 um 14:09 Uhr ·
andersdenkender
Und nochmal:
In Deutschland dürfen WKAs nur gebaut werden wenn sie andere Tierarten nicht gefährden. Sie werden abgestellt bei Vogeldurchzügen.
Und ihre wilden Zahlen ohne jede Quelle sind wahrscheinlich eh wieder übertrieben, das sind die Fakten, so gut sie auch sind…
13.6.2012 um 15:15 Uhr ·
Erna
@andersdenkender
Tun Sie doch nicht wieder so. Den Link zum SEO/BirdLife kennen Sie genau so gut wie die Seite grennpeace.de. Welche Zahlen möchten Sie denn anzweifeln?
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Das einzelne (!) Anlagen bei Vogelzug und erst nach Gerichtsurteilen von Anwohnern auch Nachts abgeschaltet werden bestreite ich nicht nur nennen Sie doch mal Prozentzahlen!!! Noch immer wird in D das Märchen von 1-2 toten Vögeln je WKA/a verbreitet, was schon 1993 wiederlegt wurde. Zu Fledermäusen deren Lungen schon im Vorbeiflug platzen werden erst gar keine Angaben gemacht. Die besagten Gutachten zur “Unschädlichkeit” von WKA werden u. a. von den Experten des BUND gegen Cash erstellt und verweisen auch nur auf die geschönten unrealistischen Zahlen.
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Ebenso hält sich hartnäckig das Märchen, dass durch Autos in D 5-10 Mio. Vögel jährlich sterben würden. Vielleicht sollte man mal die persönliche Erfahrung zu Rate ziehen. Wieviel Wildunfälle hatten Sie oder Ihr Bekanntenkreis und wieviele Vögel haben sie bisher tot gefahren? Und dann vergleichen Sie dies mal mit den sehr gut dokumentierten rund 250.000 Wildunfällen pro Jahr. Aber da müsste man schon mal selber nachdenken und rechnen statt das Vorgesetzte immer nachzuklappern.
13.6.2012 um 15:43 Uhr
andersdenkender
Nur dummerweise helfen hier keine subjektiven Ehrfahrungen sondern Statistiken, und der Bund hat keinen Grund als Umweltorganisation irgendeine Umweltsache klein zu reden. Und wenn ihre Zahl um das 225fache abweicht sollten auch sie sich Sorgen machen
13.6.2012 um 15:58 Uhr
andersdenkender
Und das sie wie immer keine (wissenschaftliche) Quellen sondern nur ganze Anti-Windräder-Gruppen posten. Aber eine kleine Rechnung:
Wenn bei 18.000 Windrädern in Spanien angeblich 18.000.000 Vögel sterben müsste es in Deutschland ja (nach der Logik eines Mathematikers in die ich mich versetze um ihren Unfug klarzustellen) mit den laut ihnen 24.000 dt. Anlagen ein Drittel mehr sein. Das wären dann 24.000.000 tote Vögel in Deutschland. Das Jahr hat 31.536.000 Sekunden. 31.536.000 durch 24.000.000 sind 1,134.
Alle 1,134 Sekunden so wollen sie es uns weißmachen stirbt also ein Vogel, in der unmittelbarer Nähe stehen übrigens 5 (und trotzdem leide ich nicht unter irgendeinem Syndrom). Ich habe dort noch nie einen einzigen Toten Vogel gesehen – wie erklären sie sich das? Magie? Oder wurde die WKA doch kurzfristig abgeschaltet?
13.6.2012 um 16:08 Uhr
andersdenkender
Noch nicht ganz durch mit dem Rechnen
Wenn wir 24.000.000 durch 24.000 WKAs teilen kommen wir bei ihren Zahlen auf 1000 tote Vögel pro Jahr pro Anlage. Ich wiederhole: Ein Jahr hat 31.536.000 Sekunden. Also stirbt alle 31.536 Sekunden ein Vogel an jeder Anlage. Das sind bisschen weniger als 9 Stunden. Ich schrieb schon das in der Nähe zu mir 5 WKAs stehen also dürften wir die Sekundeanzahl theoretisch nochmal durch 5 Teilen.
Ich wiederhole noch nie hab ich ein zerfetzten Vogel dort gesehen.
Und sie können mir nicht erzählen dass die WKAs die Vögel in Staub zerfetzen. Bei 1000 toten Vögeln pro Jahr müsste selbst dort was zu sehen sein. Es sei denn ihre Zahlen sind bloß wild erfunden worden (von wem auch immer) und die WKAs werden abgestellt wenn “die Vögel kommen”
13.6.2012 um 16:18 Uhr
Erna
@andersdenkender
Erst einmal warte ich noch auf Ihre Prozentzahlen wie viele WKA denn freiwillig und gezwungen bei Vogelzug und in der Nacht abgeschakltet werden. Belegen Sie doch mal Ihre Aussage!!!
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…sondern nur ganze Anti-Windräder-Gruppen posten… Da sind sie mal wieder – Aufregung ob fehlender Gegenargumente – falsch informiert. Die Suchmaschine Google könnte Ihnen zu SEO/BirdLife durchaus weiterhelfen.
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Nur mal so, wir haben ein Schaltjahr;)
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Wenn Sie sich mit den aktuellen (!) Forschungsergebnissen beschäftigt hätten, würden Sie feststellen, dass bereits 1993 für dt. WKA 309 tote Vögel/a und in Schweden 895 tote Vögel je WKA/a festgestellt wurden. Und dies waren noch relativ langsam drehende Kleinanlagen.
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Vieleicht sollten sie sich auch mal dies durchlesen
http://www.vogelschutz-suedtirol.it/fileadmin/user_upload/pdf/2011_Windpark.pdf
Dort kommt man trotz der wenigen WKAs auf 30.000 tote Vögel je Zugzeit.
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Und das man Tests zur Auffindbarkeit von WKA-Opfern auch in D schon gemacht hat sollte Ihnen doch sicherlich bekannt sein. Was hat man denn da festgestellt? Das selbst die in der Nähe ausgelegten Versuchstiere nur zu einem Bruchteil von Menschen gefunden werden. Selbst speziell ausgebildete Hunde finden nicht alle Tiere. Füchse, Raaben etc. sorgen für eine “schnelle Entsorgung”. Und wie weit haben Sie denn nach toten Tieren gesucht? Wie weit fliegt denn der mit bis zu 400km/h getroffener Vogel? Wie groß ist denn das abzusuchende Gebiet bei einer WKA-Höhe von 150 m und nur mal ein Radius von 150m um die WKA angesetzt wird und was wenn es 300m sind? Kommen Sie, sie können doch rechnen. Und wahrscheinlich sind bei Ihnen die Aufstellungsgebiete unter der WKA betoniert, damit man die Opfer schon von weitem sieht?
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Wie gesagt..selber nachdenken und rechnen statt das Vorgesetzte immer nachzuklappern… Ist halt nicht so Ihre Sache. Kommen Sie, lassen Sie es raus, wie ist bei Ihnen das Verhältnis Wildunfall/Vogel überfahren??? Ich will es Ihnen leichter machen – Sie lieben ja Zahlen – laut Märchen kommen auf einen Wildunfall 40 durch den Verkehr getötete Vögel. Schon komisch das unser wahrlich großer Bekanntenkreis zwar einige Wildunfälle aber keinerlei getötete Vögel vorweisen kann. Aber anscheinend braucht es solcher Legenden um die Vogelhäcksler noch irgendwie zu rechtfertigen..
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14.6.2012 um 07:43 Uhr
andersdenkender
“Erst einmal warte ich noch auf Ihre Prozentzahlen wie viele WKA denn freiwillig und gezwungen bei Vogelzug und in der Nacht abgeschakltet werden. Belegen Sie doch mal Ihre Aussage!!!”
Da sie ihre um das 225fache Zahl (oder nein sie ist ja von Birdlife, na dann ist Organsisation top aufgestellt) nicht als offensichtlich sehr fragwürdig anerkennen zweifle ich an ihrem gesunden Menschenverstand.
) gibt es sie aber leider trotzdem. Ich bin gerne bereit ihnen mal auszurechnen wie wahrscheinlich es ist das ich ein Vogel dort tot sehe wie er stirbt (hatte ich erwähnt das ich dort jogge?!) und mit welcher Wahrscheinlichkeit er dann genau in der Mitte des Weges liegt – das mache ich aber nicht da es im Gesetzt verankert ist die natürlichen Lebensräume zu schützen, und WKAs dementsprechend abzuschalten. Ich will nicht darauf eingehen wieviel Vögel durch die Klimaerwärmung und den Abbau konventioneller Ernergie vertrieben und austerben, auch in Hinblick darauf das sich ihre Zahlen immer (meine subjektive Meinung wenn sie die respektieren können) letztendlich als ein ganz ganz kleines 225fache von anderen abheben.
Sie fordern gerade das erste mal welche ein, also sollten sie mal ein bisschen sich in Geduld üben. Falls sie sich schon jemals in die Nähe von diesen unglaublichen Monster-Vögel-Tötern waren haben sie sicherlich auch schon welche gesehen die abgeschaltet waren. Und ich muss ihnen das nicht beweisen dass ist so im Bundesnaturschutzgesetz verankert (wichtig dabei der Paragraph 5).
Und ja sie werden wirklich abgeschaltet, können sie gerne selbst beobachten denn laut ihnen ist ja nur die subjektive Meinung erforderlich.
Desweiteren ist der BUND auch eine Naturschutzorganisation, sie haben kein Grund irgendwelche Schäden klein zu reden. Und sie müssen nicht so tun als ob es ihnen hier um die Vögel geht
Der Bund ist zudem Partner von BirdLife International: Macht sie eine solche Abweichung bei ihrem Lieblings-Vogel-Verein nicht sorgenvoll, wollen sie dorthin wirklich weiter für den Schutz der vögel spenden?
Und das man Windkraftanlagen nicht bei Vogelrouten aufstellen sollte ist denke ich klar, aber leider fliegen Vögel normalerweise nicht in 150m Höhe, zumindest nicht wenn sie wie dort in der “Studie” beschrieben auf Durchzug sind. Aber da ihnen der Schutz der Vögel aller Wahrscheinlichkeit nach egal ist will ich hier nicht direkt weiter draufeingehen.
Und außerdem bringen ihre Spitzenwerte (normale Vögel treffen sicherlich nicht mit 400km/h auf ein Windrad) hier wieder niemanden den weiter – aber das ist ja anscheinend auch nicht ihr Ziel. Groß rumposaunen wie schlecht EE sind und bei konventioneller Energie ist dann Schweigen im Walde. Die Wahrheit ist so naheliegend dass wirklich nur jemand der sie nicht verstehen will leugnen kann.
Gerne diskutiere ich hier weiter aber sie sollten Besprochenes auch mal in Kontrast setzen können und ihre dermaßen übertriebene Zahlen zu ihrer Meinung (die um das bis zu 225fache abweichen – hallo?) eingestehen.
Und laut ihrer Meinung müsste ich ja anhand meinen subjektiven Ehrfahrungen ob pro Windkraftanlage 1000 Vögel im Jahr sterben. Und nein ich hatte noch nie ein Wildunfall (was daran liegt das ich in der Regel Fahrad fahre unter öffentliche Verkehrsmittel nutze) hab aber sowohl Vögel als auch Rehe und andere nichtindentifizierbare Dinge gesehen. Erlauben sie mir ihren Gedanken zuende zu führen und ein bisschen zuzuspitzen: Nur weil sie die Zerstörung ihres Öls im Tank nicht sehen können (das ist kein Angrif
14.6.2012 um 15:37 Uhr
andersdenkender
“Die Fakten sehen anders aus: Der BUND rechnet mit durchschnittlich 0,5 toten Vögeln pro (Wind-)Anlage und Jahr, derzeit also statistisch rund 8.000 jährlich. Jeweils ca. 5–10 Millionen Vögel sterben im Straßenverkehr und an Hochspannungsmasten pro Jahr in Deutschland. In den USA kommen 60 bis 80 Millionen Vögel jährlich durch Fahrzeuge und 10-40.000 durch Windanlagen um. Um Vögel vor dem Aussterben zu retten, wäre es also eher notwendig, den Autoverkehr einzuschränken.”
(http://arprin.wordpress.com/2012/03/26/die-politik-der-toten-vogel/)
8.000 und 18.000.000 sind in der Tat fast das gleiche, ihre Zahl weicht damit um das 225fache ab. Zufall? Oder nur billige Propaganda das ihrem Mund?
Ich tippe da auf letzteres
13.6.2012 um 15:55 Uhr ·
Energiesparfuchs
Problem ist doch, dass sich der ganze Ökostrom-Mist nicht rechnet. Auf Bard 1 (OFFSHORE) gehen grad die Lichter aus. Die Branche gibt selbst zu, die Ausbauziele bis 2020 nicht erreichen zu können. Damit sind natürlich auch alle “Abschaltpläne” reines Wunschdenken.
Ohne das System BioH2 von Tetzlaff schafft ihr die Umstellung nie.
14.6.2012 um 06:04 Uhr
Erna
Wie gesagt..selber nachdenken und rechnen statt das Vorgesetzte immer nachzuklappern… Ist halt nicht so Ihre Sache;). Kommen Sie, lassen Sie es raus, wie ist bei Ihnen das Verhältnis Wildunfall/Vogel überfahren??? Ich will es Ihnen leichter machen – Sie lieben ja Zahlen – laut Märchen kommen auf einen Wildunfall 40 durch den Verkehr getötete Vögel. Schon komisch das unser wahrlich großer Bekanntenkreis zwar einige Wildunfälle aber keinerlei getötete Vögel vorweisen kann. Aber anscheinend braucht es solcher Legenden um die Vogelhäcksler noch irgendwie zu rechtfertigen..
14.6.2012 um 07:45 Uhr
stefan
wer viel mit dem rad unterwegs ist, sieht solche zahlen etwas anders. ich versuche möglichst weniger befahrene straßen zu nutzen, und selbst da sehe ich vor allem im frühjahr ständig tote vögel am straßenrand. das verhältnis 40:1 scheint mir eher untertrieben.
14.6.2012 um 07:57 Uhr
Erna
Wollen wir mal eine Umfrage starten? Jeder achte D (Baby bis Greis) tötet pro Jahr im Starßenverkehr einen Vogel, wer kann dies bestätigen? Oder anders (nicht das es zu missverständlichen Ergebnissen wegen unklarer Fragestellung kommt) alle 8 Jahre tötet jeder D eine Vogel im Straßenverkehr, wer kann dies bestätigen? Oder noch anderes, wer kennt überhaupt jemanden, der bereits einen Vogel im Straßenverkehr tot gefahren hat?
14.6.2012 um 08:04 Uhr
Erna
@stefan
Dank gut ausgebauter Radwege fahre ich täglich an vielbefahrenen Straßen ins Geschäft. Komisch das ich da eigentlich nie tote Vögel sehe. Das öfteren schon mal einen toten Fuchs oder eine tote Katze, die durch Krähen/Raaben entsorgt werden. Aber scheint halt eine andere Gegend zu sein
14.6.2012 um 08:11 Uhr
stefan
an der gegend kann’s kaum liegen. ich habe allein in den letzten zehn jahren an vier völlig unterschiedlichen orten in d’land gelebt und bin auch sonst viel im land unterwegs: überall das gleiche bild.
14.6.2012 um 08:16 Uhr
peng
Stefan, bist du eigentlich real oder nur virtuel mit dem Fahrad unterwegs?
Denn so oft wie du hier Netz hängst und auf die Richtigstellung all der vielen falschen Meinungen achtest, dürfte fürs Fahradfahren eigentlich kaum noch so richtig Zeit da sein.
14.6.2012 um 08:34 Uhr
stefan
für dich mein heutiger tagesablauf: ich setz mich gleich auf’s rad, fahre 22 km, arbeite dann 7 stunden, denselben weg zurück – bin ich pünklich zum fussball gucken wieder daheim.
14.6.2012 um 08:42 Uhr
stefan
hallo erna. nochmal ein paar gedanken zu vögeln, um die du dir ja zu recht sorgen machst. in deutschland leben nach den optimistischsten schätzungen 100-200 mio einzelexemplare. geht man von der von dir angegebenen todesrate durch wka (incl. fledermäusen 1000/wka/a) aus, wären die in wenigen jahren ausgestorben.
sea life international listet die größten bedrohungen für vögel auf, wka spielen da nur eine sehr untergeordnete rolle: http://www.birdlife.org/datazone/sowb/pressure
15.6.2012 um 11:22 Uhr ·
Gabi Schön
Es ist einfach unvortsellbar das unsre eine Erde so für den Raubbau ihrer Schätze mißbraucht wird ! Der Industrie ist es einfach egal was in der Zukunft dann passiert, das kann nicht sein !!
Irgendwann muß auch ein Konzern wie Shell mal aufwachen und sein Profitdenken ändern – Nachhaltigkeit und Schutz unsrer Umwelt / Natur sind die Themen !! Und nicht Macht durch Zerstörung derselben !
WANN FÄNGT SHELL AN UMZUDENKEN ??????????
13.6.2012 um 14:14 Uhr ·
Sara Westerhaus
Liebe Gabi, hilf mit und protestiere unter https://service.greenpeace.de/themen/oel/mitmach_aktionen/aktion/protest_e_mail/rettet_die_arktis/. Dort kannst du eine Mail an Shell-Chef Peter Voser schreiben und ihn auffordern, sämtliche Pläne für Ölbohrungen in der Arktis sofort aufzugeben.
13.6.2012 um 15:51 Uhr ·
Axel Rupp
Wir haben viele Risiken im Leben auf der Erde.
Wir wollen keine künstlich erzeugten zusätzlichen Risiken.
Vor allem nicht im Ausmaß gigantischer nie mehr gut zu machenden
Katastrophen.
13.6.2012 um 14:30 Uhr ·
Lottina
Das ist der entscheidende Punkt.
14.6.2012 um 11:29 Uhr ·
Manfredo
Mein Rabattpunktekonto bei Shell war gut gefüllt. Seit Anfang des Jahres tanke ich jedoch nicht mehr beim Shell Konzern. Es juckt mich nicht, wenn Andere das nicht juckt. Aber der Blick in den Spiegel fällt etwas leichter.
13.6.2012 um 17:53 Uhr ·
Stephan
Respekt. Würden nur viele so denken, wär die Welt morgen schon viel besser!
Weiter so
14.6.2012 um 01:08 Uhr ·
peng
Stefan, schreibst du jetzt bei der Arbeit, oder sind es gerade deine 7 Stunden Arbeit?
14.6.2012 um 20:00 Uhr
andersdenkender
Er heißt stefan, soPHistoph (alias peng)
14.6.2012 um 21:10 Uhr
stefan
nachts um eins arbeite ich auch eher selten.
14.6.2012 um 21:49 Uhr
Erna
@Manfredo
Auch wenn der Blick leichter fällt. Das man woanders den von Shell geförderten/verarbeiteten Sprit tankt ist damit auch nicht ausgeschlossen. Damit wird dann primär der Pächter gestraft, der nun wahrlich nicht das große Geld verdient.
14.6.2012 um 07:49 Uhr ·
Lottina
Der Pächter der Freien will auch leben.
14.6.2012 um 11:30 Uhr
stefan
das beste wäre, so viel wie möglich auf das auto zu verzichten. neue studien, die z.b. auch in den nationalen radverkehrsplan 2020 (bmvbw) aufgenommen wurden, belegen, dass zumindest im städtischen raum bei strecken bis zu 6 km das fahrrad das schnellste fortbewegungsmittel darstellt.
14.6.2012 um 08:02 Uhr ·
Christoph
@ Stefan
Das merke ich selber immer wieder. Gerade in letzter Zeit fahre ich fast jeden Tag mit dem Rad. Dadurch bin ich sowieso schneller (20min für 6,3 km) als mit dem Bus (30min), mit dem ich sonst gelegentlich fahre. Mit dem Auto (15min für 6,1 km + Parkplatzsuche) brauche ich für dieselbe Strecke zwar weniger Zeit, muss dann aber in der Regel nach einem Parkplatz suchen, habe nervigen Stop&Go Verkehr in der Stadt und habe dadurch im Verhältnis viel Sprit verfahren. Seitdem ich mein neues Rad habe macht es noch viel mehr Spaß, ich bin schnell, leise und sehr bequem unterwegs, tue was für mich, meinen Geldbeutel, der Umwelt… was will man mehr. Zum Glück muss ich für diese Strecke nicht entlang der nervigen Hauptstraße fahren, sondern kann durch die Natur, das hebt meine Laune!
14.6.2012 um 10:56 Uhr
Lottina
Unsere Autos in der gesamten Familie fahren im Jahr 100000 km. (Notgedrungen, trotz Einsatz des Fahrrades der jüngeren, trotz Fußweg und öffentlich bei den Älteren. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch aller von 4-5 Litern ist das immer noch viel zu viel. Aber zumindest entgeht, liebe Rechenkünstler, der Firma Shell seit geraumer Zeit der Gewinn durch uns. Stattdessen sponsere ich den Pächter der freien Tankstelle, der auch leben will.
14.6.2012 um 11:10 Uhr
Erna
@Lottina
Woher weißt Du denn, dass der Sprit nicht von Shell kommt???
14.6.2012 um 13:55 Uhr
Manfredo
Da man nie ganz genau weiß, ob der Sprit von der Freien nicht auch mal vom Shell-Konzern kommt, ist es trotzdem eine erhebliche Verringerung der Wahrscheinlichkeit (S)Hell-Sprit zu tanken. Wenn man nichts ohne den letzten 100%igen Beweis ändern will: gute Nacht.
Der Umsatz ist die verletzlichste Stelle. Darauf reagieren sie ganz außerordentlich empfindlich, um nicht zu sagen: panisch!
14.6.2012 um 18:46 Uhr
Lottina
Was wäre, wenn car sharing verbreiteter wäre, E-Autos, Hybrid Fahrzeuge erschwinglich wären, wenn der Strom für E-Autos aus Erneuerbaren käme, wenn mehr Wald Schmutzstoffe filtern könnte, wenn Diesel(schädlich wie Asbest und Arsen) ersetzt wäre, wenn der Handel mit “zukünftigen Ölfeldern”(Pokern) durch die Börsenaufsicht wieder gedeckelt würde, wenn es nur noch Realgeschäfte gäbe, wenn Felder nicht mehr abgebrannt würden, wenn ich km weniger fahre. …wenn statt Flugreisen Videokonferenzen stärker genutzt würden, wenn nur Entwicklungen gefördert wären, die den Schutz der Umwelt beinhalten, ohne sich selbst dafür Gutachten zu schreiben…
14.6.2012 um 11:28 Uhr ·
peng
Lottina, bei einigen Punkten bin ich ja ganz bei ihnen, wie z.B bei der ungehemmten Spekulation mit Öl und Lebensmitteln, sowie dass die Realwirtschaft im Mittelpunkt unserer Ökonomie gestellt werden sollte.
Auch kann mich mit ihrer Forderung nach mehr Videokonferenzen ganz gut anfreunden, doch hier muss ich aber gleich wieder fragen, warum greift GP diese Forderung nicht auf und schickt stattdessen den Herrn Kaiser viele Tausende Km weit nach Brasilien?
Eine Videoschaltung hätte es doch auch gebracht.
14.6.2012 um 14:15 Uhr ·
Lottina
Es ist eben keine Viedeokonferenz.
16.6.2012 um 12:34 Uhr
Lottina
Auch nicht ohne mein e!
16.6.2012 um 12:35 Uhr
Dr. Peter Reinke
For outstanding efforts to help safeguard the Arctic, Barney will award you with a “Rescue the Arctic” pin (http://marty-creations.save-the-arctic.com/?p=444). Take care! We wish you all the best!
16.6.2012 um 11:20 Uhr ·
Detlef Ramisch
Es geht wie immer nur um´s Geld. Für wenige Jahre Gewinn verderben
Großkonzerne auf Jahrhunderte Lebensräume. Die “Politik” ist unfähig,
siehe (aktuell) Syrien, Arktis, Ölförderung in der ehemaligen UdSSR, Nigeria
und wo immer man hinguckt. Wir werden “dranbleiben”. Let´s hope for the best….
18.6.2012 um 22:14 Uhr ·