Genau 20 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio, der als Meilenstein in der internationalen Umweltpolitik gefeiert wurde, begann am 20. Juni die Folgekonferenz Rio+20. Martin Kaiser berichtet in der Blogreihe Rio+20 täglich von dem politischen Ringen und twittert von der Konferenz.
Der Hammer hat das Kapitel Rio+20 beendet. Hillary Clinton hat heute in ihrer Rede die Welt erklärt. Eine Welt aus der Sicht eines Landes, das fest in der Hand der großen Unternehmen liegt und sich aufgrund einer antiquierten Verfassung einer veränderten Welt nicht anpassen kann. Wir sollen pragmatisch sein, sagt Clinton.
Pragmatismus heißt, mit kleinen Projekten zufrieden zu sein, während wir weiter dabei zusehen, wie der Planet geplündert wird. Ganz anders war der Auftritt der Staatschefs von Bolivien und Ecuador, die der Bewahrung der Mutter Erde Verfassungsrang gegeben haben. Gestern war ich zu einem Hearing beim Präsidenten von Ecudor, Rafael Correa, eingeladen. Dieser setzt sich sehr engagiert für einen Paradigmenwechsel ein.
Apropos Paradigmenwechsel: Bundesumweltminister Altmaier hat in seiner ersten großen Rede gestern die Beschlüsse von Rio als “grundlegenden Wendepunkt” bezeichnet. Was für eine Fehleinschätzung! Die Beschlüsse von Rio+20 sind weder ein Wendepunkt noch der Start eines Wirtschaftsmodells, das dem Klima- und Naturschutz hilft. Rio+20 ist Greenwashing statt der Start in eine Green Economy. Die Arbeit des deutschen Umweltministers fängt spätestens hier in Rio erst richtig an.
Und dann hat Minister Altmaier auch noch die Umweltorganisationen beschuldigt, zu spät die Forderungen formuliert zu haben. Mutig für einen Newcomer. Die zentralen Forderungen der Umweltverbände sind seit langem bekannt und orientieren sich an dem, was die Wissenschaft für unabdingbar hält, um die Klimakatastrophe und das Artensterben abzuwenden.
Greenpeace hat vom ersten Entwurf des Abschlussdokuments an den Prozess begleitet und immer wieder Forderungen eingebracht. Statt die Umweltverbände zu kritisieren, gilt es jetzt für den neuen Umweltminister, das Engagement der Regierung Merkel neu an den Grenzen unseres Planeten auszurichten. Die Konferenz ist zu Ende und die umweltzerstörenden Unternehmen haben gewonnen. Aber ich erinnere mich an ein Zitat von Mahatma Gandhi: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.”
20 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio ist vom damaligen Optimismus und Veränderungswillen nur noch wenig zu spüren. Einen Rückblick auf 1992 und worauf es jetzt ankommt, ist auf unserer Webseite nachzulesen. Mehr zum Thema Rio+20 und viele Hintergrundpapiere gibt es bei Greenpeace International.
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Andreas Losert
Die Netzwerk übergreifende Unterstützung des UN Paradigmenwechsels, bedingt zunächst eine gemeinsam getragene und allgemein verständliche oekonomische Zielperspektive. Es muss noch besser gelingen, dass die großen Kapitalströme dieser Welt auf einen neuen, zukunftsträchtigen Kapitalmarkt ausgerichtet werden, dem einerseits ein oekosoziales Qualitätlevel als Wertegrundlage offenbart wird und der auch und gerade den Umsteuerungsprozess für Unternehmungen ermöglicht, die derzeit leider noch in die falsche Zielrichtung laufen. Nicht zwangsläufig Fronten aufbauen ist angesagt, sondern überzeugen und mitnehmen. Neben einer nachhaltig sicheren Kapitalrendite für Investoren der global unterschiedlichsten ETHISCHEN INVESTMENT Bereiche, muss die Rendite durch gelebten und weiterentwickelten Umwelt-/Klimaschutz auch medial an vielen positiven, erreichten “Greenpeace Beispielen” noch stärker verdeutlicht werden.
27.6.2012 um 09:17 Uhr ·
Lottina
Sollte es möglich sein, dass viele Firmen “mitgenommen” werden, wenn sie Perspektiven für langfristige Ziele sehen? Mir gefällt, dass Audi ein Windgaskraftwerk baut und den TCNG.
01.7.2012 um 16:28 Uhr ·
geno
du musst beginnen ! wenn du nicht beginnst, wer soll es dann tun ?
Wir wollen eine bessere Welt und warten dass sie sich verändert und Unbequemes wird verdrängt aus Frust und Angst. Wenn wir es aus höherer Ebene betrachten, dann liefert uns ja gerade das „Dunkel“ der Welt jetzt die perfekte Lösung um dem „Licht“ zum Sieg zu verhelfen, um diese Welt zu verändern.
Die ganze „Dunkelheit“ ist doch nur dazu da, um uns zu zeigen was nicht geht, was uns und der ganzen Erde schadet und erweist uns damit einen großen Dienst. Wir können uns von den „BlaBla“ vieler Channelings, der Politiker und Medien weiterhin einlullen oder Angst machen lassen (ist auch Absicht) .. .. oder wir nehmen das Ruder endlich mal selber in die Hand und reagieren darauf, anstatt immer nur alles hinzunehmen, anzuklagen oder ignorieren.
http://genoland.wordpress.com/2012/06/24/du-musst-beginnen/
27.6.2012 um 17:58 Uhr ·
peng
Paul Driessen and David Rothbard
Rio+20 ist die größte Bedrohung für die Biodiversität
UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung in Rio de Janeiro: 20 Jahre nach dem ersten „Erdgipfel“ in Rio dämpfen diesmal tausende Politiker, Bürokraten und Umweltaktivisten Zusammenhänge mit der „gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimaänderung“, um eine Wiederholung der Bitterkeit und des Scheiterns zu verhindern, die die jüngsten Klimakonferenzen in Kopenhagen, Cancun und Durban gekennzeichnet haben.
Stattdessen versucht „Rio+20” die Aufmerksamkeit auf die „Biodiversität“ zu lenken sowie auf die vermuteten Bedrohungen für Pflanzen- und Tierspezies, die die neue „größte Bedrohung“ des Planeten Erde darstellen. Diese Änderung des Images erfolgt den Organisatoren der Konferenz zufolge „durch Konstruktion“ („by design“). Sie sagen, dass nachhaltige Entwicklung und Biodiversität sich dieser Tage „leichter verkaufen lassen“ als die Klimaänderung: ein einfacherer Weg, um die gleichen radikalen Ziele zu erreichen.
Unter diesen Zielen sind auch erweiterte Machtbefugnisse und erweiterte Finanzierungen für die Vereinten Nationen, das UN-Umweltprogramm, die Environmental Protection Agency EPA in den USA sowie für andere Regierungsagenturen und deren alliierte grünen Gruppen; eine neue Finanztransaktionssteuer (um die immer währende unabhängige Finanzierung der UN und der UNEP sicherzustellen); und mehr Vollmachten und Geld für „saubere, grüne, erneuerbare“ Energie.
Ihre Wunschliste enthält auch Myriaden Gelegenheiten, um die Energie- und Wirtschaftsentwicklung, den Gebrauch von Hydrokarbon, Abholzung, die Landwirtschaft, die Größe von Familien und die rechte individueller Staaten, Nationen, Gemeinden und Familien, ihre eigenen entwicklungsbedingten und wirtschaftlichen Entscheidungen zu treffen, zu verzögern, zu verhindern und zu kontrollieren.
Nicht nur, dass man immer mehr Macht an nicht gewählte Bürokraten, die niemandem Rechenschaft ablegen müssen, und Aktivisten vergibt, sondern es gibt auch zwei wesentliche Gründe, dieses versuchte, auf Biodiversität basierende Machtstreben zu stoppen.
1) Es gibt keine wissenschaftliche Basis für Behauptungen, dass Hunderte und Tausende Spezies gefährdet sind.
Viele, bis zur Hälfte aller Spezies könnten bis zum Jahr 2100 aussterben, vermutet der Astronom und Alarmist der globalen Erwärmung James Hansen, und zwar infolge des Klimawandels, des „nicht nachhaltigen“ Verbrauchs von Kohlenwasserstoff, des Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung. Auf der Rio+20-Konferenz posaunen Aktivisten diese hysterischen Behauptungen in Berichten, Reden und Presseerklärungen hinaus. Glücklicherweise gibt es dafür keine sachliche Basis.
Von den 191 Vogel- und Säugetierarten, deren Aussterben seit dem Jahr 1500 registriert worden ist, stammen 95% von Inseln, wo Menschen und vom Menschen eingeschleppte Raubtiere und Krankheiten ursächlich für diese Zerstörungen waren, schreibt der Ökologieforscher Dr. Craig Loehle. Auf Kontinenten sind lediglich sechs Vogel- und drei Säugetierarten ausgestorben, und von keiner Vogel- oder Säugetierart ist bekannt, dass sie wegen eines Klimawandels ausgestorben wäre.
Die massiven Verluste an Spezies, wie sie von Hansen, Greenpeace, dem WWF und anderen behauptet werden, basieren auf Extrapolationen von den Aussterberaten auf den Inseln. Einige sind einfach willkürliches Raten oder blanke Angstmache ohne jede stützende wissenschaftliche Analyse. Andere Extrapolationen basieren auf unbegründeten Vermutungen über die Anfälligkeit von Spezies für lang- und kurzfristige Klimaverschiebungen – was dann in plumpe, simplizistische, nicht validierte Computermodelle gesteckt wird, die davon ausgehen, dass der steigende Kohlendioxidgehalt die planetarische Temperatur so stark steigen lässt, dass Pflanzen, Habitate und folglich Vögel, Reptilien und andere Tiere irgendwie ausgerottet werden. Es gibt keinerlei Beweise, die diese Aussterbe-Szenarien stützen.
Tatsächlich gibt es keinen empirischen Beweis, die Behauptungen stützen, dass die mittlere globale Temperatur überhaupt seit 1998 noch gestiegen ist, oder dass wir den von Hansen, Gore und Anderen proklamierten Kataklysmen der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung oder Klimaänderung gegenüber stehen.
2) Die größten Bedrohungen für Spezies sind genau die politischen Maßnahmen und Programme, für die man in Rio eintritt.
Diesen politischen Maßnahmen zufolge sollen fossile Treibstoffe verbannt und der Verbrauch erneuerbarer Energie massiv gefördert werden, sollen Arbeitsplätze und der Lebensstandard in reichen Nationen reduziert werden; sollen Armut, Krankheiten, Tod und Verzweiflung in armen Ländern aufrecht erhalten werden.
Heute haben 1,5 Milliarden Menschen immer noch keinen elektrischen Strom bzw. lediglich wenige Stunden pro Tag oder Woche. Fast 2,5 Milliarden Menschen müssen mit 2 Dollar pro Tag auskommen. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an Krankheiten, die bei Zugang zu verlässlichem und bezahlbarem Strom zum Kochen und Kühlen, für Kliniken und Hospitäler, sanitäre Anlagen sowie für Arbeitsplätze, Wohlstand und Gesundheit schaffende Industrie weitgehend verschwunden wären.
Die Gegnerschaft zu Stromerzeugung in großem Umfang zwingt die Menschen dazu, sich auf offenes Feuer zum Kochen und Heizen zu verlassen – was zu Lungenkrankheiten und vorzeitigem Tod durch Einatmen von Rauch und anderen gefährlichen Stoffen führt. Er zerstört außerdem Wildtier-Habitate, wenn die Menschen Bäume fällen, um Feuerholz und Holzkohle zu gewinnen.
Windturbinen erschlagen Vögel und sprengen die Lungen von Fledermäusen. Sie fordern einen unhaltbaren Zoll von Adlern, Habichten, Falken und anderen seltenen und bedrohten geflügelten Tierarten.
Windturbinen und Solarpaneel-Felder bedecken und verbrauchen zehntausende Quadratkilometer (million acres) Ackerland und Wildnis, um städtische Gebiete mit teurem und nicht immer verfügbarem Strom zu versorgen. Sie erfordern Generatoren als Backup sowie lange Überlandleitungen und verbrauchen Millionen Tonnen Beton, Stahl, Kupfer, Fiberglas, Polymere und seltene Erden – extrahiert aus der Erde, oftmals in Ländern, in denen die Umweltstandards weit unter dem Standard der USA, Kanada, Europa und Australien liegen.
Ethanol aus dem Maisanbau erfordert weitere zehntausende Quadratkilometer Ackerland, Milliarden Gallonen [1 Gallone = ca. 4 Liter] Wasser, Millionen Tonnen Dünger und Insektizide sowie gewaltige Mengen herkömmlicher Treibstoffe.
Und doch hat Präsident Obama den Ghanesen im Jahr 2010 nahe gelegt, dass sich arme, nicht über elektrischen Strom verfügende und mangelernährte Afrikaner auf Biotreibstoffe verlassen sollten, auf Wind- und Solarkraft – und nicht einmal Gaskraftwerke bauen sollen.
Die Jagd, das Leben am Existenzminimum und Armut sind Teil der größten Risiken für Spezies. Armen Familien den Zugang zu verlässlichem und billigem Strom zu verwehren ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Link: http://wattsupwiththat.com/2012/
27.6.2012 um 19:44 Uhr ·
andersdenkender
Der Link hätte gereicht, deine Meinung wäre mir da wichtiger.
Ich nehme morgen Bezug zu den Link, da sie nur hetzerische Seiten kopieren eilt es leider nicht.
27.6.2012 um 22:47 Uhr ·
andersdenkender
Menschen wird nichts verwehrt, jeden Land steht es “frei” zu bauen was es für richtig hält. Aber so tun als sei konventionelle Energie billig ist ein in der Tat “billiger” Trugschluss ohne externe Kosten miteinzubeziehen.
Das nur zu “ihrem” letzten kopierten Absatz.
27.6.2012 um 22:50 Uhr
peng
Irgendwie möchten sie sich wohl mein Mitleid verdienen, so hilflos wie sie sich hier mit der immer gleichen denunzierenden Masche abstrampeln. Ja sie sind schon ein sehr glaubwürdiger Typ!
28.6.2012 um 18:50 Uhr
andersdenkender
Wie zu den externen Kosten unseres jetzigen Wirtschaftens wollen sie sich nicht äußern? Inwiefern denunziere ich sie im oigen Beitrag?
Was sie schreiben ist gelinde gesagt einfach nicht wahr, da hilft auch Wiederholen nichts mehr.
28.6.2012 um 18:59 Uhr
andersdenkender
Themen in den ich schon eine Meinung von ihnen zum Thema “externe Kosten/ Folgekosten” erfahren wollte sie aber leider nur ausgewichen sind:
http://blog.greenpeace.de/blog/2012/06/12/dunkle-wolken-uber-brasilien-als-gastgeber-von-rio20/
und
http://blog.greenpeace.de/blog/2012/06/05/greenbites-der-podcast-von-greenpeace-33-%E2%80%93-strompreise/
und
http://blog.greenpeace.de/blog/2012/06/08/greenpeace-bei-der-world-gas-conference-in-kuala-lumpur-malaysia-tag-2/
Das macht mich traurig, bestimmt über 10 Aufforderungen schon. Vielleicht klappt es heute?
28.6.2012 um 19:13 Uhr
andersdenkender
…oder heute?
02.7.2012 um 20:09 Uhr
andersdenkender
…oder jetzt vielleicht?!
Oder zumindest eine kleine Rückmeldung das sie zur Kenntnis genommen haben für welche Organssationen ihre Autoren arbeiten?!
04.7.2012 um 20:06 Uhr
andersdenkender
Nein?
08.7.2012 um 16:04 Uhr
andersdenkender
Peng, nach Jahren könnten sie nun wirklich Stellung nehmen, oder?
20.7.2012 um 12:14 Uhr
andersdenkender
Das ist ja wirklich traurig – sie glauben an diese Stimmungsmache?
Die Autoren sind so verrückt offensichtlich mit der Wirtschaft verbunden – “Paul Driessen (born January 21, 1948) is an American author and lobbyist.”
Die erste Organsation:
“CFACT steht in Umweltkreisen stark in der Kritik, da es sich aus Spenden amerikanischer Lobbygruppen und Think Tanks finanziert und beispielsweise von ehemaligen Mitarbeitern der Kohleindustrie in Beiräten vertreten wird. Allein bis zum Jahr 2008 erhielt CFACT fast 600.000 Dollar vom Ölkonzern ExxonMobil.”
Über zweite sagt man sich folgendes:
“Its goal is not protecting the environment. Its goal is power – political power.”
Die dritte Organsation hat ihre Geber überall (zu knapp 3 Vierteln kommt es aber aus anderen mysteriösen Foundations). Die Nähe zu liberalen aus der Wirtschaft finanzierten “Think Tanks” ist hier besonders offensichtlich.
Aber kommen wir zum zweiten Autor:
Dieser ist der Präsident des CFACT, einen Verein der offenichtlich Geld von ExxonMobil erhalten hat. Das lässt zumindest mich an der Glaubwürdigkeit zweifeln. Interressant finde ich noch das letztes in diesem kurzen Artikel:
“Rothbard received his Bachelor of Arts degree from Fairfield University.”
Das qualifiziert ihn auf alle Fälle.
Alle Angaben basieren auf den englischen Wiki-Artikeln der beiden liberalen Autoren und deren Verlinkungen (bis auf den “CFACT”-Artikel, dieser war in deutscher Sprache vorhanden).
Das war soweit zu den Autoren, vielleicht hab ich später noch Lust etwas zu deren wilden Behauptungen was zu schreiben
28.6.2012 um 16:26 Uhr ·
Bruno Straub
Es wäre schön, wenn Du “”später noch Lust hättest, zu deren wilden Behauptungen was zu schreiben
“”
Mich würde z.B. interessieren, ob es stimmt, dass die Umweltverbände jetzt gezielt auf das Thema “Biodiversität” umschwenken, wie es diese Unpersonen behaupten…
Wenn man sich vor Augen hält, welches Fass Greenpeace Deutschland zum Thema “Rettet unsere Buchenwälder” aufmacht, könnte man glatt meinen, daß da was Wahres dran ist. Aber Du weißt es sicher besser.
29.6.2012 um 00:23 Uhr
stefan
den artikel hab ich nicht gelesen, aber deinen beitrag, bruno. und da kann ich nur sagen, dass die umweltverbände selbstverständlich “gezielt” biodiversität thematisieren (hab erstmal keine ahnung, was mit “umschwenken” gemeint ist). da es ein immer drängenderes problem wird, wird es auch immer nötiger, daran zu arbeiten. ich weiß nicht – bei dir hört es sich so verwerflich an -, was daran falsch ist. übrigens ist es immer so, dass umweltverbände gezielt bestimmte themen aufgreifen.
so wie ich cfact kenne, und wenn ich “umschwenken” lese, unterstellen sie wieder ein künstlich geschaffenes problem, mit dem schäfchen gesammelt werden sollen. eine argumentation, die – so lebensverachtend sie auch ist – doch immer wieder erfolg hat (siehe klimawandel) …
29.6.2012 um 07:50 Uhr
stefan
und wer nicht glaubt, dass artensterben ein problem ist, bzw. wer den bösen wissenschaftlern, die manipulierte daten als beweis anführen wollen, kein vertrauen schenkt (ich hab die ersten absätze des artikel gerade überflogen …), braucht sich – anders als vielleicht beim klimawandel – diesmal doch nur vor der eigenen haustür umsehen … also ich erinnere mich an meine kindheit …
29.6.2012 um 08:00 Uhr
stefan
angesprochen wird auch: “Ethanol aus dem Maisanbau erfordert weitere zehntausende Quadratkilometer Ackerland”. ich bin weit davon entfernt, dieses problem kleinzureden und ein absoluter gegner der “bio”-kraftstoffe. da dieses argument jedoch oft verallgemeinernd gegen erneuerbare energien benutzt wird, hier mal ein paar zahlen, die zeigen sollen, wo ein viel größeres problem des flächenverbrauchs liegt: in deutschland wird 0,5% der fläche für energiepflanzen genutzt, aber 10% für anbau von futtermitteln (landwirtschaft gesamt ca. 50%, siedlung/verkehr ca. 15%, wald ca. 30%, wasserfläche ca. 2,5%, sonstige … quelle: statistisches bundesamt 2010). dabei wird mit 10-20 kg getreide nur ein kg fleisch produziert. rechnet man die globale getreideproduktion hoch, so stehen bezogen auf die weltbevölkerung jedem menschen 325 kg jährlich zu. in europa werden jedoch rund 5-600 kg pro kopf genutzt, und davon – jetzt kommt’s – über 350 kg für viehfutter eingesetzt! der immense und stetig steigende fleischkonsum ist also eine viel größere ursache für das welthungerproblem, als der flächenverbrauch für erneuerbare energien jemals sein kann.
29.6.2012 um 08:47 Uhr
Bruno Straub
Also stefan,
ich bin wie Du ein erklärter Gegner von Biokraftstoffen, aber auch von “Biostrom”, soweit aus Energiepflanzen gewonnen.
Mit Deinen Zahlen komme ich nicht zurecht: Die 0,5% Flächenbedarf für E-Pflanzen, die Du pfiffigerweise auf die Gesamtfläche beziehst, dürften viel zu wenig sein.
Wir haben in Deutschland 12 Mio ha Ackerland. Davon bebauen wir ca. 4 Mio ha mit Mais und Raps. Das wären ca. 33 % der Ackerfläche. Die 4 Mio ha sind natürlich nicht ausschließlich für “Energiezwecke”, aber schätzungsweise die Hälfte ist es wohl schon. Und das wären immerhin bereits 15% der Ackerfläche, Tendenz (stark) steigend!
29.6.2012 um 20:55 Uhr
andersdenkender
Naja, bei dem E10 Verbrauch ist die Tendenz eher stark fallend
29.6.2012 um 21:29 Uhr
stefan
yep, bruno, du hast vollkommen recht. hab nochmal recherchiert: 15% der ackerfläche, also 7-8% der gesamtfläche (pfiffig minimiert …) – und nicht 0,5%! – werden für energiegewinnung verbaut, weitere 3% (der ackerfläche) für pflanzliche rohstoffe für die industrie. aber auch bei den futterpflanzen hab ich mich vertan: 60% der ackerfläche (rund 30% der gesamtfläche – soviel wie wald!).
wir sind also konform, dass die 15% deutlich zu hoch sind. meine kernaussage oben bleibt aber bestehen. hast du da auch eine ähnliche meinung, oder muss es jeden tag steak – oder von mir aus burger – geben?
30.6.2012 um 08:31 Uhr
peng
Da stimme ich dir zu, man sollte aus vielen Gründen nicht jeden Tag Fleisch essen, einmal in der Woche sollte völlig ausreichend sein. Aber dennoch glaube ich, dass Welthungerproblem mit dem zu großen Fleischkonsum in der westlichen Welt zu begründen, zu einfach gedacht ist. Es gibt eine Reihe von Gründen für den Hunger in der Welt, ein wesentliche Grund sind die völlig unethischen Spekulationsgeschäfte mit Lebensmittel aller Art. Diese Spekulationsgeschäfte werden noch zusätzlich angetrieben, weil eine Reihe von Agrarprodukte für die Energieherstellung genutzt werden. Es gibt genügend Getreide auf der Welt um alle Menschen satt zu machen, auch die Steakesser, wenn wir die Spekulationen mit Lebensmittel verbieten würden. Aber auch vorhandenes Missmanagement in vielen Teilen der Welt trägt mit zum Hunger bei. So habe ich vor kurzen einen interessanten Beitrag über Indien gelesen und war völlig überrascht. Denn von Indien hatte ich ich immer die Vorstellung es sei ein Land, in dem Getreideanbau nicht so recht möglich sei und sie daher gezwungen sind Getreide für ca. 1 Milliarde Menschen importieren zu müssen.
Aber genau das Gegenteil ist der Fall, in Indien wird soviel Getreide produziert, das es nicht nur für den Eigenverbrauch locker reichen würde, sondern sie könnten in weite Teile Afrika noch mit versorgen.
Aber durch Missmanagement wie nicht vorhandene Getreidespeicher usw. vergammelt oder verschimmelt der größte Teil des in Indien geernteten Getreides auf feuchten Wegen, Straßen und Lagerflächen schon kurze Zeit nach der Ernte.
30.6.2012 um 09:53 Uhr
stefan
ja, hast du recht, gibt ne menge gründe, warum so viele menschen hungern müssen. und einer der fiesesten ist sicherlich die nahrungsmittelspekulation.
30.6.2012 um 09:57 Uhr
Lottina
Oh, furchtbar, die ganze Welt scheint wieder gegen Dich und EIKE verschworen. Mehr würde mich interessieren, was Andreas Losert hier alles meint, wenn er vom neuen zukunftsträchtigen Kapitalmarkt spricht und von Rendite bei ethischem Investment.
Das könnte vielleicht eine kreativere , nicht kreationistische, Diskussion werden, die weiter führt.
04.7.2012 um 14:32 Uhr ·
stefan
passiert denn hier gar nix? sommerloch?
02.7.2012 um 13:49 Uhr ·
andersdenkender
Wieder da
02.7.2012 um 16:48 Uhr ·
Bruno Straub
stefan, Sommerloch?
Die Zeiten sind schwierig: Kein Gorleben, keine Castortransporte, keine AKW-Abschaltungen, die Asse ist immer noch nicht abgesoffen, kein CCS, keine BASF-Gentechnik mehr…..
Die Buchenwälder sind gerettet, der böse Winterkorn ist “gescholten” worden.
stefan, wüßtest Du denn ein Thema?
06.7.2012 um 00:30 Uhr ·
stefan
momentan wird weltweit alles mobilisiert für save the arctic.
06.7.2012 um 00:39 Uhr
stefan
und bei mir zu hause muss mal aufgeräumt werden.
06.7.2012 um 00:42 Uhr
Bruno Straub
…messie? – Dann bewerbe Dich bei VOX!
Ansonsten: Save the icebear- orphans…….
06.7.2012 um 00:51 Uhr
Michse
Bruno Straub:
Hier sollte eigentlich zum Thema des Blogeintrages diskutiert werden (Rio+20?).
Wenn dich aber aktuelle Greenpeace Themen interessieren dann gäbe es noch Arktisschutz, Entgiftung der Kleiderindustrie, Überfischung und Wälder sind auch noch nicht abgehackt.
06.7.2012 um 09:32 Uhr
Bruno Straub
Ja lieber Michse, Rioplus20 war ja wohl Nichse….
Aber wenn Du einen Diskussionsbeitrag leisten kannst, tue Dir keinen Zwang an!
Als Trost: Die Karawane zieht weiter: Im November ist Weltklimakonferenz in Doha. Hoffentlich nicht mit 50 Tausend Teilnehmern wie in Rio. Aber vielleicht gibt es ja da den großen Durchbruch. – Martin wird es schon richten!
07.7.2012 um 00:43 Uhr
stefan
@bruno
da geht’s um ein bisschen mehr als knuddelige eisbär-babys.
07.7.2012 um 08:27 Uhr
Galadriel
Welche Buchenwälder sind gerettet?
07.7.2012 um 09:29 Uhr
Bruno Straub
…zumindest mal die in und um Heigenbrücken(?) herum! – Oder habt ihr da ein paar Douglasien übersehen und nicht herausgerissen?
07.7.2012 um 23:51 Uhr
Waldschrat
@peng
Aber genau das Gegenteil ist der Fall, in Indien wird soviel Getreide produziert, das es nicht nur für den Eigenverbrauch locker reichen würde, sondern sie könnten in weite Teile Afrika noch mit versorgen.
( Was sie praktisch auch tun)
In Hafenanlagen werden gleichzeitig Hilfsgüter angelandet und Exporte verschifft.
Indien ist ein Nettoexportland von Reis unf Getreide.
Trotzdem leben dort 50% der weltweit hungernden Bevölkerung
http://aei.lu/sites/default/files/faits__mythes-37all_internetfile.pdf
02.7.2012 um 22:41 Uhr ·
Lottina
Vielleicht müssten die Medien noch stärker in die Informationsarbeit einbezogen sein. Bezogen auf die Nahrungsmittel fällt mir unser hoher Fleischkonsum ein. Es ist schwierig, Menschen zu überzeugen, weniger Fleisch zu essen. Die Entwicklung von Trends, die Konsum abwerten und anderes an dessen Stelle setzen, wäre hier hilfreich. Die politischen Reaktionen folgen, wenn allgemeine Forderungen da sind. Und die nach reichlich Fleisch etwa ist keine sinnvolle. Also gilt es einerseits Bewusstsein zu verändern und andererseits politisch sinnvolle Forderungen zu stellen.
Dabei (Vorrangig?) ist meiner Meinung nach ein zukunftsträchtiger Kapitalmarkt zu entwickeln, auch hier ist Flexibilität sofort einzufordern und zu unterstützen, damit am Ende nicht alle “bezahlen”. Ohne Regelungen wird das nicht gehen, umso wichtiger ist eigentlich deshalb eine vorzeigbare gelungene Energiewende, die Kapitalströme in die richtige Richtung leitet.
04.7.2012 um 14:49 Uhr ·
andersdenkender
Der Verbraucher muss wissen was er kauft, mehr nicht. Solange man ihm vergauckelt umweltfreundlich und vorallem human (grüne Wiese auf Verpackung, Alpenlandschaft) zu produzieren wirds nichts. Die Energiewende ist für mich nicht zufriedenstellend, die Umwelt sollte generell in den Preis miteinbezogen werden, so würde der Umstieg vielen von ganz alleine einfallen.
)
Hier noch eine Studie zu den externen Kosten verschiedener Energieträger:
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=0CGgQFjAF&url=http%3A%2F%2Fwww.pvaustria.at%2Fupload%2F548_Studie_externe%2520Kosten%2520Stromerzeugung_Vergleich.pdf&ei=smP0T9PkCMnasgbkvayFBQ&usg=AFQjCNHNHKErZifdSXcy5aVOYQvor130KQ&sig2=pDmq2AHb0DMf8dgrLObPDg
(langer Link aber seis drum
04.7.2012 um 17:46 Uhr ·
Lottina
So weit stimme ich Dir zu, aber ich fürchte, dass es mit dem Versuch, Verbraucherverhalten zu verändern, so nicht reicht, weil viele sich gar nicht interessieren, weil theoretisch einige zwar Bescheid wissen, aber Verhalten nicht ändern. Fang bei der Plastiktüte an, stell Dich mal an eine Supermarktkasse. Und dann guck mal, welche Preise die verschiedenen Tüten haben (Papier teurer als Polyäthylen). Ich fürchte, ganz ohne Gesetzesregelungen wird es nicht gehen, daher muss man sie einfordern.Es ist doch erstaunlich, wie bereits das Rauchen negativ besetzt ist, nachdem es vielerorts nicht mehr erlaubt ist.
Leider hat man immer wieder beim Umweltschutz, also auch bei der Energiewende, den Eindruck, dass Politik diesen Dingen halbherzig entgegensteht und sogar hofft, dass es der Mehrheit zu teuer wird. Anders kann ich das Nichteinsteigen bei z.B. Netzausbau Tenett (Stadtwerke, die beteiligt sind, rechnen mit höheren Kosten u.a. wegen späterem Ausbau((erst 2013)) nach Komplikationen, was Städte sehr belasten kann) der Bundespolitik nicht erklären. Stattdessen werden CCS… entschieden, man kniet vor den Falschen. Zahlen sollen das dann auch Verbraucher, die durch die Preispolitik der Energieriesen (die gar nichts mit der Energiewende zu tun hat) schon jetzt Probleme mit den Preisen haben. Oder kannst Du Dir vorstellen, wie eine Rentnerin mit 500 Euro Preissteigerungen in ihrem Geldbörschen auffangen soll? Und dann höre ich so undemokratische, menschenverachtende Sätze wie ” Da kann es schon mal zu Umzügen kommen”.
06.7.2012 um 13:56 Uhr
andersdenkender
“…weil viele sich gar nicht interessieren…”
Gewinne auf Kosten von morgen gehen von mir aus gar nicht, zumal es immer schwieriger wird in einer Gesellschaft mit immensen Wohlstandswünschen ein Innehalten (und auch Verzicht) durchzusetzen wenn diese mit jeden Tag gefordert wird für nachhaltiges Wirtschaften auf immer mehr zu verzichten. Langer aber wie ich hoffe doch noch verständlicher Satz
Eben deswegen eine Umlegung solcher externer Kosten auf die Verbraucher, dass muss natürlich mit dessen Wissen geschehen. Im dem Sinne das ist die erste Schwierigkeit, dass der Verbraucher einer solchen nachhaltigen Politik gewillt ist und lernt zu verzichten. Die zweite Schwierigkeit ist die Erfassung der der Kosten die durch konventionelles Wirtschaften entstehen. Die Umlegung auf den Verbraucher ist sofern er zustimmt, ein leichtes. Letztendlich profitieren von Umweltzerstörung immer zwei – der, der ein Produkt kauft und der, der es verkauft. Um das zu verhindern setzt man einfach beim ersten an und der Rest ändert sich. Das ist nachhaltiges Wirtschaften, ob man jetzt alle bestrafen möchte die mit konventionellen Wirtschaften je Geld verdient haben ist zum einem Typfrage, zum anderen unmöglich (den die mit Geld haben meist den besseren Rechtsbeistand).
Aber zu zu ihrem Plastiktüten-Beispiel: Warum sollte die ganzen Kosten für die Umwelt, die bei der Produktion “draufgegangen ist” nicht mit einberechnen?
So schwer sie auch zu erfassen sind, ich halte das (bis jetzt) für die einzige Maßnahme die greifen könnte und die Menschen bewegt mehr nachzudenken.
Politische Maßnahmen wie man in solchen Fall weniger Betuchte abfangen will, kommen mir grad nicht in den Sinn, aber auch da wird man Mittel und Wege finden
08.7.2012 um 17:34 Uhr
Bruno Straub
@andersdenkender,
derartige (Ab)sätze sind doch ziemlich unverständlich. Jedenfalls für so einfache Menschen wie mich. Vielleicht solltest Du Deine “Satzgebilde” mit noch mehr Grinsaffengesichtern strukturieren.
09.7.2012 um 00:11 Uhr
andersdenkender
Was verstehst du den nicht?
Die Fachbegriffe halten sich für mich in Grenzen…
09.7.2012 um 10:15 Uhr
Lottina
Ja, andersdenkender, da kann ich folgen.
09.7.2012 um 17:36 Uhr
plöpp
Hat jemand eine Quelle dafür? Ich hab es nicht finden können…
“Und dann hat Minister Altmaier auch noch die Umweltorganisationen beschuldigt, zu spät die Forderungen formuliert zu haben. Mutig für einen Newcomer.”
07.7.2012 um 18:47 Uhr ·
Lottina
Das finde ich nicht mutig, sondern frech. Schließlich haben die Umweltverbände ihre Forderungen von Anfang an formuliert.
Wofür suchst Du eine Quelle?
08.7.2012 um 13:34 Uhr ·
Sara Westerhaus
Hallo Plöpp, das war eine Meldung der dpa (Deutsche Presse-Agentur).
09.7.2012 um 14:29 Uhr ·
Plöpp
Hallo nochmal. Danke dir, ich bin nicht misstrauisch, ich möchte mich nur an anderer Stelle darauf beziehen und will Quellenfest sein
Hat jemand die Quelle von dpa zufällig parat?
15.7.2012 um 20:05 Uhr
Bruno Straub
@Sara Westerhaus,
ich bin, wie Du vielleicht schon gemerkt hast, ein neugierig/kritischer Mensch….
Mich würde interessieren, wieviele Vertreter/Teilnehmer Greenpeace Deutschland e.V. bzw. Greenpeace International nach Rio geschickt haben.
Weiter würde mich interessieren, welche Funktion Martin Kaiser und Daniel Mittler hat bzw. hatte.
Darf man doch fragen? – Oder?
10.7.2012 um 00:34 Uhr ·
Sara Westerhaus
Hallo Bruno,
Greenpeace hat mit Martin Kaiser hat genau eine Person geschickt, als political advisor and spokes.
Daniel Mittler war der Leiter der politischen Delegation von Greenpeace International. Die Delegation war mit 15 aus aller Welt relativ klein.
10.7.2012 um 14:23 Uhr ·
Bruno Straub
Hallo Sara,
ich muß ehrlich sagen, daß ich gedacht hätte, daß Greenpeace mit viel mehr Teilnehmern in Rio “aufgeschlagen” ist.
Nur 15, und das Greenpeace weltweit, das ist Spitzenklasse!
10.7.2012 um 21:54 Uhr