Total warnt vor Ölbohrungen in der Arktis

26. September 2012 · von Gastautor/in
Werden Ölgiganten wie Shell und Gazprom bald auch zur Vernunft kommen? Das Bild zeigt eine Greenpeace-Aktion gegen Gazproms Ölplattform "Prirazlomnaya" in der russischen Petschorasee. (c) Denis Sinyakov/Greenpeace.

Werden Ölgiganten wie Shell und Gazprom bald auch zur Vernunft kommen? Das Bild zeigt die Greenpeace-Aktion gegen Gazproms Ölplattform "Prirazlomnaya" in der russischen Petschorasee. (c) Denis Sinyakov/Greenpeace.

«Konzerne sollten nicht in arktischen Gewässern nach Öl bohren.»

«Das Risiko einer Ölpest in einem derart ökologisch sensiblen Gebiet ist einfach zu hoch.»

«Ein Leck würde dem Image des Unternehmens großen Schaden zufügen»

Klingt vertraut? Diese Aussagen stammen nicht von Greenpeace sondern vom Ölkonzern Total.

Der französische Konzern warnt in einem Artikel der Financial Times vor Ölbohrungen in der Arktis. Dass Ölbohrungen in der Arktis gefährlich sind, ist nichts Neues. Genau das sagen wir ja schon seit langem. Neu ist, dass jetzt ein Ölmulti, der rein nach finanziellen Interessen handelt, genau dieselbe Meinung vertritt!

Will heißen: Wenn ein Konzern wie Total schon vor Ölbohrungen in der Arktis warnt, dann sollte spätestens jetzt die Welt wirklich aufhorchen! Angesichts der scheinheiligen Zusicherungen von Shell oder Gazprom sicher in der Arktis bohren zu können, sollten die Alarmglocken nicht nur bei Umweltschützern, sondern auch bei Politikern und Investoren in voller Lautstärke läuten. Die Arktis ist eine abgeschiedene Region mit langen Dunkelperioden, starken Stürmen und  in weiten Teilen (noch) ganzjährig mit Eis bedeckt.  Ölbohrungen in dieser extremen Umwelt sind in jeder Hinsicht hoch riskant! Zu riskant, wie selbst Total findet.

Total hat eben erst selbst erfahren müssen, welche Folgen eine Ölkatastrophe für ein Unternehmen haben kann. Gestern wurde durch das höchste französische Gericht ein Urteil wegen der Erika-Tankerkatastrophe von 1999 bestätigt und damit auch eine saftige Geldstrafe. Doch im Grunde handelt es sich hier einfach um einen Fall, bei dem ein Konzern zur Besinnung kommt und realisiert, dass die Risiken einfach zu hoch sind.

Knapp 2 Millionen Menschen unterstützen bereits unseren Kampf für den Schutz der Arktis. Dass ein großer Ölkonzern wie Total sich nun auf die Seite der ArktisschützerInnen schlägt, scheint im ersten Moment skurril. Doch wahrscheinlich haben wir es einfach bloß mit gesundem Menschenverstand zu tun.

(Autoren: Ben Ayliffe und Nadine Berthel)

Kommentare

  • Kim

    Könnte das nicht eher etwas mit “der Konkurrenz schaden” zu tun haben?

    27.9.2012 um 05:35 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Ölmulti würde dann erst recht in der Arktis bohren. Hier scheint mir eher Vernunft zu greifen.
      Es ist wirklich zu hoffen, dass Investoren und Politiker beginnen, ernsthaft nachzudenken und zu handeln.

      27.9.2012 um 13:54 Uhr · Antworten

    • Lottina

      Ein Ölmulti wie Total würde dann erst recht in der Arktis bohren. Hier scheint mir eher Vernunft zu greifen.
      Es ist wirklich zu hoffen, dass Investoren und Politiker beginnen, ernsthaft nachzudenken und zu handeln.

      27.9.2012 um 13:55 Uhr · Antworten

  • Nils

    Ich glaube eher, dass der Ölmulti verstanden hat, dass sich auch hier mit Geld verdienen lässt. Denn die Weltöffentlichkeit hat ein besseres Bild von Total, den sie handeln ja so verantwortungsvoll. Das heißt dass auch Umweltschützer ein besseres gewissen haben, wenn sie bei Total ihr Öl (Benzin und co) kaufen.
    Ich glaube nicht, dass irgendein Ölkonzern aus “Verantwortung” und “Menschenverstand” handelt!!
    Aber natürlich ist es positiv!

    27.9.2012 um 15:04 Uhr · Antworten

  • Techniker

    Vielleicht hat Total ja auch einfach keine Bourgenehmigungen oder Ölfelder in der Arktis bekommen? Oder sie haben kein Geld für arktische Bohrungen?
    Wenn man nicht selbst von etwas profitieren kann, dann versucht man wenigstens die Konkurenz davon abzuhalten davon zu profitieren!

    27.9.2012 um 17:23 Uhr · Antworten

  • Andersdenkender

    Hahaha, PR-”Falle” und Greenpeace hilft mit?!

    27.9.2012 um 19:01 Uhr · Antworten

  • stefan

    warum sind denn alle so negativ? da wird gp häufig dafür kritisiert, dass es unternehmen einseitig angreife. unternehmen wären ja gar nicht schuld an dem jeweiligen potentiellen desaster, sie bedienten ja nur einen markt, und die manager wären durchweg liebe menschen wie du und ich, schuld ist die gesichtlose masse an konsumenten – also auch du und ich – niemals aber entscheidungsträger auf wirtschaftlicher oder gar politischer ebene. hm. dann kommt ein unternehmen aus einer potentiell eher umweltbelastenden branche und äußert mal eine wirklich gute einstellung. punkt. mehr erst mal nicht: “in der arktis nach öl bohren ist nicht so gut.” das ist doch toll – diese erkenntnis. und hat dann auch lob verdient. aber nein: es ist ein böses unternehmen, genau so schlimm wie alle anderen (die plötzlich auch alle schlecht sind), um aus einer schwachen position heraus kühl kalkulierend mit einem klugen pr-schachzug doch noch profite abgreifen zu können. sind diese beurteilungen nicht etwas paradox?
    ich finde wir sollten uns für dieses jahr erst mal freuen, dass die arktis mindestens eine schonfrist bekommt: shell zieht den schwanz ein, gazprom versagt kläglich, und total als weiterer gobal player im geschäft äußert öffentlich generelle zweifel an derartigen unternehmungen. das ist doch super!
    (und selbst wenn total hier noch unterschwellige absichten und damit erfolg haben sollte, geht selbst dieser effekt zu gunsten des arktis-schutzes.)

    27.9.2012 um 19:32 Uhr · Antworten

    • Andersdenkender

      Die Frage ist immer was bringt diese Haltung?
      Für Total und für die Arktis!
      Da mit großer Wahrscheinlichkeit Total das nicht aus vorwiegend weitsichtigen Gründen macht, für die niemand ein Pfenning springen lässt, kann man auch ruhig ein kritischen Blick draufwerfen.

      27.9.2012 um 20:39 Uhr · Antworten

      • stefan

        oder es für sich instrumentalisieren.

        27.9.2012 um 20:47 Uhr

      • stefan

        und um es nochmal auf dich runterzubrechen, lieber andersdenkender: du nimmst hier an der falschen stelle (m)eine position ein, die du bisher mehrfach abgelehnt hast, indem du den einfluss der unternehmen auf den markt tendenziell stark negierst und ihnen lediglich die rolle desjenigen zuweist, der eine nachfrage bedient. das sehe ich völlig anders: der markt wird zu großen teilen gesteuert durch produkte, deren nutzwert dem verbraucher erst durch pr-kampagnen der jeweiligen produzenten unterschwellig suggeriert wird. nun äußert ein unternehmen mal eine wirklich gute einstellung, mag sie pr-bezüglich noch so geschickt plaziert sein, plötzlich gibt es von deiner seite kritik. ich hoffe, ich bekomme das einigermaßen klar!? nochmal: wenig nachhaltige einflussnahme seitens der unternehmen negierst du bzw. minimierst ihren effekt, oder gar lässt sie nicht gelten, eine inhaltlich eindeutig positive pr bekommt aber plötzlich dein fett ab. du zäumst das pferd von der falschen seite auf (sagt man das so?).

        27.9.2012 um 21:04 Uhr

      • Bruno Straub

        stefan,
        die “eindeutig positive PR” von der Du schreibst, bekommt doch schon ein paar Risse, wenn man die Gesamtumstände beachtet…..
        Ansonsten, man sagt nicht “”du zäumst das pferd von der falschen seite auf (sagt man das so?)”", sondern richtig muß es m.E. heißen: “Du zäumst das Pferd von unten auf” :=)

        28.9.2012 um 00:16 Uhr

      • stefan

        nee, man sagt “von hinten” oder “vom schwanz her” … und so richtig passt die redewendung hier auch nicht.

        28.9.2012 um 07:37 Uhr

      • stefan

        die risse in den äußerungen sehe ich auch ein, wenn man alles betrachtet, was der herr de margerie da von sich gibt. dennoch bleibt es ein positives signal (selbst wenn kalkül dahinter stecken sollte), dessen wirkung verstärt werden kann, wenn es von der richtigen seite unterstützung erfährt (instrumentalisiert wird).

        28.9.2012 um 07:46 Uhr

      • Andersdenkender

        Stefan,
        du hast geschrieben “der markt wird zu großen teilen gesteuert durch produkte, deren nutzwert dem verbraucher erst durch pr-kampagnen der jeweiligen produzenten unterschwellig suggeriert wird”. Der Markt bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage, soweit nichts neues. Und ja – Nachfrage kann man durch Werbung steigern. Das geht wieder in die Richtung “Durch Werbung kaufen die Menschen Sachen die sie nicht brauchen” und ich glaub das hatten wir schon mal, oder?
        Wenn du jetzt eine Werbung für ein Auto siehst wirst du jetzt auch bestimmt nicht sagen “Ja, so ein Auto braucht eigentlich niemand”. Ich glaub du würdest auch nicht behaupten das technische Geräte wie Tablets etc. kein Mehrwert für den Nutzer und auch für Unternehmen bietet. Wenn dieses “unterschwellige” nie zu Tage kommt würde ich einfach sagen das die Menschen es brauchen. Ein Mensch ein Produkt kauft mit dem er nichts anfangen kann, sollte es sich vorher vielleicht “etwas” genauer überlegen.

        28.9.2012 um 15:59 Uhr

      • stefan

        das würde eine grundsatzdiskussion, zu der mir zeit und lust fehlen, und die über’s internet wahrscheinlich wenig fruchtbar ist. daher nur ein beispiel: die wii. meine und viele andere generationen haben ihre kindheit im wald oder auf der wiese verbracht. vielerorts mag das heute nicht mehr möglich sein, da ist dies artifizielle ding als vermittelte wirklichkeit vielleicht sogar sinnvoll, wenn auch nur symptombekämpfung, die über die wahren probleme mit cool gestylter optik den schleier des fortschritts legt. ihre verbreitung auch im ländlichen raum dagegen ist durch “nutzwert” aber schon absolut nicht mehr zu erklären.

        29.9.2012 um 14:58 Uhr

      • andersdenkender

        Kann ich verstehen, aber ein Unterhaltungsmedium eine gewisse Nutzlosigkeit zu unterstellen ist keine große Leistung. Es geht hier aber aus meiner Sicht nicht um Grundsätze sondern einzig und allein darum dass Menschen (wie könnte es anders sein) frei in ihren Entscheidungen sind, kaufen können und von der “unterschwelligen” Droge Werbung zum kaufen gezwungen werden.

        29.9.2012 um 17:16 Uhr

      • stefan

        na dann such dir halt was anderes. geh mal zu ikea und sieh dir all die nützlichen wohnaccesoires an. oder begutachte schuh-, kleider- und taschenschrank eines großteils des schönen geschlechts. im bad kannst du auch nachschauen, das aber mittlerweile auch bei den jungs. oder geh mal durch ne loha-gegend und schau dir die fuhrparks an: jeweils eines für dame und herrn zur arbeit, eines, um die lieben kleinen in die schule drei straßen weiter zu fahren und eines für den spaß am wochenende (absichtlich übertrieben). dazu kommen unzählig viele weitere kleine und große ausrüstungsgegenstände, die für eine moderne freizeitgestaltung unerlässlich sind – man ist ja hip. und wenn dann richtig in den urlaub gefahren wird, ist das hotel längst von gestern. die plätze, die ich vor jahren mit zelt und rucksack mit dem nötigsten angesteuert habe, sind mittlerweile gefüllt mit ganzen wohnparks. fühlt sich an wie abenteuer – wir fahren campen! -, aber auf den notwendigen luxus kann da nicht verzichtet werden. und und und. all die dinge dürfen dabei natürlich nicht älter als ein, zwei jahre sein. und jetzt komm mir bitte nicht mit dem konsumenten-argument “wenn sie sich’s leisten können und wollen”. das ist unsere “moderne” konsumkultur, die definitiv durch das system gesteuert wird, bei der selbstverständlich auch politiker, manager und marktforscher nur ausführende marionetten sind, die aber dafür verantwortlich sind, dass produktion und absatz steigen, um verzinste kredite abzuzahlen und arbeitsplätze zu erhalten, obwohl wir die grenzen des notwendigen längst überschritten haben. wenn es nicht so traurig wäre – weil nur artifizielle, vermittelte wirklichkeit, wäre es noch gar nicht so schlimm. die ressourcen, aus dem wir den ganzen müll herstellen müssen, sind jedoch begrenzt, sodass wir uns langsam aber sicher die ganze erde oben reinschieben, um sie unten wieder rauszudrücken. wir haben mittlerweile mehr freude an der sch*** als am essen. dann kannst du versuchen, das ganze auf “nachhaltig” zu trimmen. damit erreichst du aber allenfalls, dass gründlicher verdaut wird, den imperativ des linearen wachstums durchbrichst du damit nicht. verdammt!

        30.9.2012 um 18:06 Uhr

      • andersdenkender

        Hmm, nachhaltiges Wachstum bedeutet Verzicht von vornherein den Konsumkritiker nur groß anpreisen (sich einer Lösung aber schuldig bleiben). Und ebenso wie die Natur wachsen kann, kann auch die Wirtschaft wachsen.
        Und was man mit seinem hart erarbeiteten Geld mach ist doch einem selbst überlassen!?
        Ich kann natürlich auch ein Leben lang in einer zerrissenen Jeans rumlaufen, für das gesparte Geld kann ich dann ja 10 Minuten eher Feierabend machen. Immer dieser Vorwurf das Geld zu irgendeinem Zwang führen würde, Geld eröffnet Möglichkeiten und ja macht frei und unabhängig.
        Linke sehen sich die Wirtschaft an und sagen “Öh die Wirtschaft wächst – das isn Zwang”, Ökonomen sehen sie sich länger an und wissen “Das ist wegen der Effizienz die zunimmt – höhere Effizienz bedeutet weniger Ressourcen für mehr Produkte”.

        30.9.2012 um 18:35 Uhr

      • stefan

        effizienz bedeutet, dass ressourcenverschwendung nur verzögert wird (längerer verdauung …). am ende des tages sind nicht weniger ressourcen verbraucht worden, sondern lediglich mehr produkte auf dem markt. rechne doch mal nach. und sieh dir an, wie das aktuell mit der effizienz bei der energiewende abläuft. am ende wird gespart: genau null.

        30.9.2012 um 19:29 Uhr

      • stefan

        und nebenbei: “links” und “rechts ” gibt’s schon seit jahr(zehnt)en nicht mehr. mittlerweile gibt es verschiedene soziologische theorien zu unterschiedlichen milieus, z.b. diese: http://www.sinus-institut.de/print/de/loesungen/sinus-milieus.html

        30.9.2012 um 19:33 Uhr

      • stefan

        und vorschläge bzw alternative modelle gibt’s genug. informier dich z.b. mal über das konzept der solidarischen landwirtschaft: http://www.solidarische-landwirtschaft.org/
        in anderen produktionszusammenhängen ist das ebenfalls möglich. aber solche konzepte werden eben von den entscheidungsträgern aus politik und wirtschaft nicht gerne gesehen, bedeuten sie doch wegbrechende absatzmärkte und sinkende abhängigkeit. am ende kann gar niemand mehr materiellen reichtum anhäufen? wie schrecklich!

        30.9.2012 um 19:41 Uhr

      • Andersdenkender

        Effizienz bedeutet erstmal, dass der Ressourcenverbrauch abnimmt. Das ist gut.
        Und was wird gespart wenn am Ende alles zu hundert Prozent Öko-Strom ist?
        Ganz einfach, der Strom weil er teurer geworden ist. Und natürlich erspart man der Umwelt die Produktion von Dingen die man mit dem Geld kaufen könnte.
        Aber sag doch mal genau warum Nachhaltiges Wirtschaften nicht möglich ist?

        30.9.2012 um 19:45 Uhr

      • Bruno Straub

        stefan, der solawi-Tipp ist klasse!
        http://www.solidarische-landwirtschaft.org/

        30.9.2012 um 22:20 Uhr

      • Andersdenkender

        Ich bin der Meinung jeder sollte das machen, was er kann. Ein Banker auf dem Gemüse-Bett kann vielleicht nicht so viel für die Wirtschaft tun?! Aber eigentlich ist das egal, solange es genügend Leute gibt denen es Spaß macht auf Äckern rumzukriechen und das nicht das Modell für alle ist…Weißt was so ein Konzept vor allen bedeutet? Ineffizienz (und die verschwendet die Ressourcen dann leider wirklich). Meine Lösung ist immer noch die gleiche: Wirtschaft mit erweiterten Rahmenbedingungen :)
        Und ich teile die Menschen gerne selber ein, die Linke sitzt links. So ist das doch?

        01.10.2012 um 13:50 Uhr

  • Bruno Straub

    Die FAZ schreibt heute ….
    “”.. allerdings ist auch der Total-Chef nicht komplett gegen Bohrungen in der Arktis: die Erdgasförderung dort sei wesentlich besser beherrschbar, sagte Margerie”"
    Er scheint es auch ernst zu meinen, denn weiter heißt es
    “”……… (Gasprojekt aus Kostengründen gestoppt) …..Bei dem Förderprojekt kooperierte Gazprom mit Total und Statoil”"
    Weiter heißt es in dem Artikel, dass Exxon, Statoil und Eni (Öl)Kooperationen mit Rosneft haben.
    Also sehen wir es positiv, wie stefan es empfiehlt: Das große Bohren beginnt frühestens 2013!

    27.9.2012 um 21:09 Uhr · Antworten

  • F.S. Eiler

    Klingt ganz gut, es kommt nur der Verdacht auf, ob sich dahinter nicht eine versteckte Image-Kampagne des Konzerns verbirgt. Warten wir mal ab.

    28.9.2012 um 19:03 Uhr · Antworten

    • andersdenkender

      Den Verdacht habe ich auch. Vielleicht ist es auch kleine Besänftigung für den neuen Sozialisten Hollande in Frankreich, der ja die Unternehmenssteuer erhöhen will. Oder einfach “Greenwashing” mit den Greenpeace ja eigentlich gut auskennt und regelmäßig aufdeckt. Oder es gab keine Genehmigung. Oder eine Kombination aus allen. Wer veraltete Ölfrachter durch die Gegend fährt bzw. fahren ließ, dem traue ich es auch zu nicht ganz aus Umweltgründen zu handeln. Zumal der Chef nun eher nicht der klassische Öko-Typen entspricht :D

      28.9.2012 um 19:54 Uhr · Antworten

  • Pu244

    Die Sache ist eigentlich recht durchsichtig:
    Total hat die Sache wohl entweder irgendwie verpennt und keine Ausrüstung dafür (so ein Bohrschiff zu bauen dauert etwa 7 Jahre) oder es fehlen die nötigen Bohrrechte.
    Die andere Möglichkeit ist das sich Total zurücklehnt und wartet bis die Technologie entwickelt ist, erst dann steigen sie ein und sparen die Entwicklungskosten (George W. Bushs Strategie bei den Erneuerbaren, könnte gar nicht so blöd sein wenn man ein Egoist ist).
    In Jedem Fall will Total gerne im Hintergrund operieren und was stört da mehr als eine Ölpest – erst recht eine an der man nicht verdient?
    Wenn die Menschheit nicht vom Öl loskommt wird als nächstes wohl irgendwann die Antarktis drankommen (die neuen Verträge laufen auch irgendwann aus oder können geändert werden). Bei der Gelegenheit wird man eventuell erkennen das sie sich hervorragend für Nuklear- und Giftmüll eignet…
    Wie ich immer sage, die großen Konzerne sind nur unsere Dealer, wir Konsumenten haben es in der Hand und müssen uns für unser tun und lassen verantworten. Ein Kokser sollte nicht allzu überrascht sein wenn in Südamerika Menschen für seinen Kick sterben, genauso wenig wir wenn für unseren Genuß die Welt verwüstet wird.

    29.9.2012 um 04:12 Uhr · Antworten

  • Marina

    Irgendwann sehr bald ist Schicht im Schacht, und es gibt KEINE fossilen Brennstoffe mehr. Warum nicht jetzt und gleich den Kopf zerbrechen für neue Techniken von EE?
    Und anstatt so viele Kosten in etwas stecken, was in nächster Zeit out ist, – lieber
    (diese) Kosten sparen und dann investieren für neue Dinge! Was brauchen wir die Dinos wie die Ölmultis oder AKW- und KKW-Betreiber? Und warum sollen nur die Verbraucher Energie sparen, die Wirtschaft allgemein ist auch gefragt, wozu die unnötige Lichterflut in den Großstädten (z.B. auch in Las Vegas!)? Warum z.B. fahren Politiker nicht spritsparende PKW oder gleich E-Mobils als Diesnstwagen? Warum gehen sie nicht als gutes Vorbild voran? Ähnliches gilt für wirtschaftlich Verantwortliche …
    Aber solange wir z.B. die derzeitige Bundesregierung haben, wird sich wohl nicht viel ändern!
    Wenn es nicht einzelne Organisationen gebe, die sich für Klimaschutz, EE o.dgl. einsetzen, wäre es wahrscheinlich um die Verfassung der Welt wesentlich schlechter bestellt. Es muss ENDLICH Schluss sein, die Erde weiterhin zu zerstören – nur wegen kurzfristigen Profits für einige Vermögende! Und viele andere wie auch Mittellose bleiben gewissermaßen auf der Strecke.
    Wir ALLE sind noch weit entfernt vom SOLL-Zustand.
    Nebenbei bemerkt:
    Mir graust es vor ESM und Fiskalpakt o.dgl.!
    Das ganze Geld fließt in die Euro-Rettung … Wozu? Die Währungsunion ist wohl gescheitert? Da einige Länder nicht wirtschaften können, wie mir scheint, auch in nächster Zukunft wird es wohl so bleiben.
    Nach Euro-Rettung, falls sie überhaupt gelingt (!), ist Europa insgesamt gesehen vielleicht ein Armenhaus, und dann gibt es ohnehin KEIN Geld mehr für Klima-schutz, EE u.dgl. oder für andere wichtige Projekte! UND DANN?!
    Und angefangen hat die ganze Krisenwelle mit der Bankenkrise … wie soll das noch enden?!
    Die Zukunft, ehrlich gesagt, sieht beileibe nicht rosig aus – vor allem für Gering-verdiener und regelrecht Arme wie auch für die öffentliche Hand. Gewinner sind und bleiben letztlich die Betuchten, insbesondere in der Wirtschaft, – wenn sie verlieren sollten, dann nur ihren Luxus.
    Traurig, aber wahr …
    - – -

    29.9.2012 um 18:27 Uhr · Antworten

    • Erna

      …Und anstatt so viele Kosten in etwas stecken, was in nächster Zeit out ist…Warum werden denn 5 Mrd. investiert? Weil der aktuelle Verkaufspreis bei rund 50 Mrd. liegt.
      …Irgendwann sehr bald ist Schicht im Schacht, …Was heißt denn sehr bald? Die aktuell wirtschaftlich mittels Fracking ausbeutbaren Lagerstätten sind größer als die bekannten “konventionellen” Lagerstätten. Also so schnell wird dort nicht Feierabend sein.

      29.9.2012 um 19:53 Uhr · Antworten

      • andersdenkender

        Naja Erna, externe Kosten bei Fracking:
        Grundwasser im Eimer, Landwirtschaft im Eimer…

        29.9.2012 um 22:06 Uhr

      • Erna

        @andersdenkender
        Wieder mal beim MÄRCHENERZÄHLEN? Wie wäre es denn mal mit der Realität
        http://www.nypost.com/p/news/opinion/opedcolumnists/for_his_next_escape_x46uFSONrAaCey67ZzZV0I
        Aber lügen und verdrängen der realität kennen wir ja von Ihnen.

        01.10.2012 um 10:00 Uhr

      • Andersdenkender

        Wieso Erna?
        Fracking schadet dem Grundwasser, was daran ist zu schwer für sie?

        01.10.2012 um 13:55 Uhr

      • Erna

        @Andersdenkender
        Ah sieh da, es harpert mal wieder am LESEN. Das die Vorurteile ziemlich ausgemachter Blödsinn ist sollte Ihnen doch eigetlich bekannt sein. Die Wahrscheinlichkeit das Grundwasser zu schaden ist in etwa so hoch, wie von einem durch eine WKA erschlagenen Vogel getroffen zu werden und zu sterben. Und wie hoch diese Wahrscheinlichkeit laut Ihrer Meinung ist kennen wir ja ;)

        02.10.2012 um 09:09 Uhr

      • Andersdenkender

        Erna, sehr wohl lese ich den Link, nur leider handelt es sich dabei um eine Filmkommentar (zwar mit Links aber ich bin genauso faul wie sie denken und habe mir nur die ersten beiden angeschaut).
        http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4346.html
        Das sollte helfen.
        Daraus:
        “Die Gutachter empfehlen aus wasserwirtschaftlicher Sicht, übertägige und un-
        tertägige Aktivitäten zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten für Erkundungs- und Gewinnungsbetriebe, in denen die Frack-Technologie eingesetzt wird, in Wasserschutzgebieten (I bis III), in Wassergewinnungsgebieten der öffentlichen Trinkwasserversorgung (ohne ausgewiesenes Wasserschutzgebiet), in Heilquellenschutzgebieten sowie im Bereich von Mineralwasservorkommen nicht zuzulassen und die genannten Gebiete für diese Zwecke auszuschließen.

        02.10.2012 um 17:21 Uhr

  • stefan

    die unabhängigkeit von öl rückt näher: http://www.cbp.fraunhofer.de/de/presse_und_medien/presseinformationen/plattformchemikalien-leuna.html

    03.10.2012 um 08:50 Uhr · Antworten

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