Was ist das Waldcamp?

17. Oktober 2012 · von Sara Westerhaus

Bereits im vergangenen Winter waren wir mit einem sechswöchigen Camp im bayerischen Spessart aktiv. Damals haben Greenpeace-Aktivisten die unglaubliche Anzahl rund 20.000 Laubbäumen erfasst und aus den Daten 17 Karten und Grafiken erstellt. Diese Karten dokumentieren die Besonderheit des Gebiets und decken auf, wie sehr die industrielle Forstwirtschaft diese Wälder bedroht.

Seit Dienstag setzen Greenpeace-Aktivisten die Kartierung im bayerischen Spessart fort. Mit Maßband und GPS-Geräten nehmen sie erneut Bäume mit über 50 Zentimeter Durchmesser in digitale GIS-Karten auf. Diese sollen den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, wo die Naturschätze ihrer Region liegen. Außerdem wollen die Umweltschützer die zunehmende Industrialisierung der öffentlichen Wälder dokumentieren. Denn Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) verweigert weiterhin den Schutz von zehn Prozent der öffentlichen Wälder und hält die zugehörigen Daten zurück. Mit unserer Kartierung schaffen wir so weitere Transparenz in Bayerns öffentlichen Wäldern, die der Forstminister noch immer verweigert.

Deutschland und auch Bayern haben eine internationale Verantwortung für den Schutz der selten gewordenen alten Wälder. So wie wir von Brasilien und Indonesien erwarten, ihre tropischen Regenwälder zu erhalten, so müssen wir auch in Deutschland unseren Beitrag zum Erhalt der Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und zum Klimaschutz leisten. Denn auch bei uns sind Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel die Mopsfledermaus vom Aussterben bedroht und unsere Wälder verlieren aufgrund des gestiegenen Holzeinschlags zunehmend ihre Funktion als Klimaschützer.

Greenpeace setzt sich dafür ein, dass es in Deutschland wieder mehr Wälder von ursprünglicher, natürlicher Schönheit gibt und zehn Prozent unserer Bürgerwälder nur für uns Menschen, die Natur und den Klimaschutz zur Verfügung stehen. Die restlichen 90 Prozent sollen ökologisch und sozial gerecht genutzt werden.

Die Aktivisten übernachten  – wie auch schon im letzten Winter – in Zelten am Ortsrand von Heigenbrücken beim Kelterhaus und starten von dort aus täglich in den Wald zu Kartierungsarbeiten. Als Basisstation für die technische Infrastruktur dient ein Container.
Dort sind auch unsere Campaigner vor Ort und beantworten gerne Fragen. Gerne erzählen wir euch mehr über unsere Arbeit zum Waldschutz in Deutschland oder in den Regenwäldern. Wie auch im letzten Jahr freuen wir uns über Besuch – solltet ihr also in der Nähe sein, kommt vorbei!

Weitere Informationen zu der Kampagne “Schützt unsere alten Buchenwälder!”

Kommentare

  • Erna

    Vielleicht sollte sich GP mal ein Beispiel am NABU nehmen. Denn wie heißt es: Wie es in den Wald hinein schallt….
    http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/wald369.html
    Der Wald vereint Naturschützer und Förster
    Naturschutz und Wirtschaft müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Dass im Wald ökologische mit wirtschaftlichen Zielen vereinbar sind, haben am Freitag Förster und Naturschützer in Springe gezeigt. Dort hat der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen mit den Niedersächsischen Landesforsten nach eigenen Angaben einen bundesweit einmaligen Vertrag geschlossen, in dem sich beide Seiten zu einer “multifunktionalen Waldwirtschaft” bekennen. Durch die Vereinbarung könne die Entwicklung des niedersächsischen Landeswaldes sowie seine Verankerung in der Gesellschaft positiv beeinflusst werden, sagte der NABU-Landesvorsitzende Holger Buschmann.

    17.10.2012 um 13:48 Uhr · Antworten

    • gudrun becker

      Hallo,
      es gibt sowohl von GP als auch vom BUND ein Waldnutzungskonzept. Beide Organisationen schließen waldwirtschaftliche Nutzung nicht aus.
      Die derzeitig laufenden Klagen richten sich auch nicht gegen die Waldnutzung, sondern zielen auf Herausgabe der Informationen über den Waldbestand.
      LG
      Gudrun

      18.10.2012 um 09:56 Uhr · Antworten

  • Laszlo Maraz

    Einmaliger Vertrag? Was nutzt es der Artenvielfalt? Warum weigern sich die Verantwortlichen, Schutzgebiete auszuweisen und mehr alte Bäume zu erhalten?

    Was sollen solche Verträge zeigen? Das man bereit ist miteinander schöne Erklärungen abzugeben. Taten sind gefragt, nicht schöne Worte.

    Wie Experten diese PR Maßnahme einschätzen, ist hier nachzulesen:

    http://www.facebook.com/Waldwahrheit

    17.10.2012 um 22:53 Uhr · Antworten

    • Franziska

      Laszlo. Der Märchenonkel aus Helmstedt hat hier auch grad noch gefehlt. Versuchen Sie erst mal Profilneurose von Expertenwissen zu trennen

      20.10.2012 um 20:56 Uhr · Antworten

    • Martin

      Zitat Laszlo Maraz: “Warum weigern sich die Verantwortlichen, Schutzgebiete auszuweisen und mehr alte Bäume zu erhalten?”

      Welche Verantwortlichen weigern sich denn, mehr alte Bäume zu erhalten?

      Im Bayerischen Staatswald werden heute konsequent Biotopbäume und gerade sehr alte und dicke Bäume markiert und dauerhaft erhalten. Dazu zählen nicht nur Höhlen- und Horstbäume (die gemäß der Gesetzeslage ohnehin nicht gefällt werden), sondern insbesondere auch Bäume, die durch besondere Strukturmerkmale wie z. B. Stammverletzungen mit intensiver Holzfäule auffallen. Auch liegendes Totholz wird in einem mehr als ausreichenden Maße gegen private Brennholzinteressenten “verteidigt” (siehe auch Stichwort “Kronennutzungskarte”, LWF usw.).

      Früher wurde das in den verschiedenen Waldbesitzarten nicht so intensiv getan wie heute. Diesbezüglich, wäre es für Greenpeace mal einen Blick wert, was im Privatwald mit solchen Strukturmerkmalen geschieht. Ich habe die Vermutung, dass mit diesen dort nicht immer so vorblidlich umgegangen wird, wie im bayerischen Staatswald.

      Aber es ist natürlich einfacher, auf die bösen Staatsförster zu schimpfen und von dann von der öffentlichen Hand weitere Stillegungsflächen zu fordern. Obwohl mittlerweile allgemein bekannt sein sollte, dass die Nutzung unserer hohen Holzvorräte dem Klimaschutz dienlich ist und noch weitere Stillegungen weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoller sind, als die Bewirtschaftung nach den mittlerweile praktizierten Naturschutzkonzepten. Diese werden auch in Gebieten beachtet, welche nicht explizit als Schutzgebiete ausgewiesen sind.

      Also, dann geht es wohl wieder weiter mit der pressewirksamen winterlichen Schlotterei in den Zelten und am Buchenholzfeuer… viel Spaß dabei.

      22.10.2012 um 09:02 Uhr · Antworten

  • Lottina

    Vielleicht sollte man Menschen wie die Präsidentin Dillma Roussev in Brasilien hier mehr unterstützen. Die hat jedenfalls wieder durch ein Veto Lobbyisten eine Absage erteilt.(Nachzulesen in spiegel online , Schlagzeilen) Durch ihr Veto bleibt es unter anderen Dingen weiterhin möglich, illegalen Holzfällungen und Regenwaldschädigungen beizukommen.

    18.10.2012 um 12:35 Uhr · Antworten

  • astrid

    Hallo,
    das Erstellen der Karten ist ganz gewiss sehr aufwendig und es ist schade, wenn die Daten nur wenige Einzelne erreichen. Da die GPS Koordinaten vorhanden sind dürfte es nicht so aufwendig sein, sie in OSM hinzuzufügen. So erreichen sie sicherlich eine noch breitere Öffentlichkeit: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tree

    19.10.2012 um 10:53 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Hallo
    wie ich schon ausgeführt hatte, wurde von GP behauptet, dei kartierungsaktion
    sei abgeschlossen und Zitat:Damals haben Greenpeace-Aktivisten die unglaubliche Anzahl von 23.844 alten Buchen und Eichen erfasst und aus den Daten 17 Karten und Grafiken erstellt.
    ——————–
    Dies war glatt gelogen denn es waren keine 23844 alte Buchen.
    Nochdazu wachesn dort Buchen wie Unkraut und müssen in keiner Weise geschützt werden. Das der Wald zunehmend industrialisiert wird?
    Ein Ammenmärchen!
    Unseren Wäldern geht es super !!!
    Was soll also dieser Unsinn schon wieder?

    20.10.2012 um 18:25 Uhr · Antworten

    • Andersdenkender

      Also das Zitat von Greenpeace ist völlig richtig, keine Ahnung warum sie hier von “lügen” schreiben :)

      20.10.2012 um 19:37 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    wieder gespickt mit Lügen:
    Zitat:
    Der Lebensraum seltener Urwaldarten geht für immer verloren, wenn die Holznutzung der 140 Jahre alten Buchen nicht sofort gestoppt wird.

    Im Spessart gibt es keinen Urwald.
    Also kann dort auch kein Urwald geschützt werden.
    Die Buchen und Eichen wurden gepflanzt und Schweine gehalten.
    Dort ist NULL Prozent Urwald!
    Aber 100% GP Unsinn!

    20.10.2012 um 18:37 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      Ja, Waldschrat, das hast du ganz richtig erkannt. Im Spessart gibt es keinen Urwald und deshalb muss 10% unter Schutz gestellt werden, damit daraus wieder ein Urwald entstehen kann.

      21.10.2012 um 08:58 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @Galadriel

        wenn noch nie ein Urwald da war kann auch nicht wieder einer werden.
        Und eine Buche stirbt nach 200 300Jahren von alleine.
        Also warum nicht vorher umschneiden?
        http://de.wikipedia.org/wiki/Bavaria-Buche.

        Besser fürs Klima ist ein junger Wald!
        Was soll der GP Unsinn also?

        P.s: Das Kartenmaterial das GP veröffentlicht hat, ist für jede vermessene Buche/Eichen ein Punkt zu sehen.
        Sind dort 23000 Punkte?

        21.10.2012 um 13:02 Uhr

      • Andersdenkender

        Vielleicht zählst du mal nach oder liest die Legende ;)

        21.10.2012 um 17:22 Uhr

      • Sara Westerhaus

        @Galadriel und @Waldschrat:
        Bei der Kartierung haben die Umweltschützer urwaldtypische Bäume erfasst, die als Lebensraum für Spechte, Käfer und Pilze dienen. Diese Laubwälder eignen sich als Urwälder von morgen. Die vielen alten Waldbestände sind ein einzigartiger Lebensraum für urwaldtypische Tiere und Pflanzen. Als großer CO2-Speicher sind sie enorm wichtig für den Klimaschutz. Denn Urwälder speichern nach Berechnungen von Greenpeace mehr als doppelt so viel CO2 wie Industriewälder. Die Bestände, die bisher weitgehend von industriellem Einschlag verschont blieben, haben eine große Bedeutung für die Zukunft.

        22.10.2012 um 13:58 Uhr

      • Bruno Straub

        Da ist es wieder…
        Das Märchen vom Spessart-Urwald, der das Klima schützt.

        22.10.2012 um 18:46 Uhr

  • Bruno Straub

    @ Sara Westerhaus,
    ich habe euer (Winter)Waldcamp für reinen Aktionismus gehalten…
    Vielleicht tue ich euch Unrecht.
    Mögen sich doch mal “Benutzer” des von GP erarbeiteten Materials melden und hier berichten, was sie KONKRET mit den Daten gemacht haben.
    (Aber bitte nicht “schummeln”, gell!)

    20.10.2012 um 23:53 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Die Karten von Greenpeace zeigen Kahlschlagflächen der vergangenen 50 Jahre, frische Pflanzstandorte nichtheimischer Nadelbäume in alten Laubwäldern und die Abholzung unmarkierter Biotopbäume. Außerdem dokumentieren sie, wo Forstwege Naturschutzgebiete zerschneiden und wo unangemessen viel Buchenholz in den alten Wäldern abgeholzt wird. Damit soll Transparenz über den Zustand des Spessarts geschaffen werden und den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit gegeben werden, sich an forstwirtschaftlichen Planungsprozessen zu beteiligen.

      22.10.2012 um 14:02 Uhr · Antworten

      • Bruno Straub

        Um die
        “”Kahlschlagflächen, illegalen Pflanzstandorte, Abholzstellen von Biotopbäumen, illegalen Forstwege usw.”"
        zu ermitteln, braucht man wohl kein “Waldcamp”. Dafür gibt es Karten, Infos und Tipps von Insidern. Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. Herr Kunkel euch mehr bieten konnte, als Unterschlupf und gute Fotos…
        Hilfreich könnten auch Luftaufnahmen sein oder die zielgerichtete Befahrung von “heißen” Stellen mit einem geeigneten Fahrzeug. (Und Kameramann).
        Also Sara, warum habt ihr 60 bis 90 Aktivisten 6 Wochen in einem sog. “Waldcamp” bei Minus 25 Grad campieren lassen? Was bringen die 23000 BHD- Messungen?
        (- Sage bitte nicht, jetzt wissen wir wo die Bäume mit “Verurwaldungspotenzial” stehen, denn das hätten euch die “Profis” auch so sagen können…)

        23.10.2012 um 22:02 Uhr

      • Bruno Straub

        Hallo Sara,
        leider habe ich in Deinen Links keine Antwort gefunden…
        Versuche es doch mal mit Deinen Worten. So schwer dürfte das doch nicht sein.

        24.10.2012 um 23:57 Uhr

      • Andersdenkender

        Bruno,
        ich hab die Antwort gefunden. Vielleicht solltest du gründlicher suchen oder die “Auf dieser Seite suchen”-Funktion nutzen. Aber solange man auf GP rumreiten kann is ja jut, gell? :D

        25.10.2012 um 19:20 Uhr

      • Bruno Straub

        Andersdenker,
        schön, dass Du die Antwort gefunden hast. Dann gib sie doch mit Deinen Worten.
        Lese Dir aber bitte vorher die Frage durch. Sonst gibt es wieder einen Deiner Schnellschüsse! :)

        25.10.2012 um 21:45 Uhr

      • andersdenkender

        Bruno, man bekommt generell nichts an sein Bett geliefert. Vielleicht musste das noch lernen.

        26.10.2012 um 06:16 Uhr

  • Waldschrat

    Noch was:
    Diese Karten dokumentieren die Besonderheit des Gebiets und decken auf, wie sehr die industrielle Forstwirtschaft diese Wälder bedroht.

    Diese Wälder sind durch die Forstwirtschaft erst entstanden.
    GP baut eine Kampagne aus lauter Unwahrheiten.

    21.10.2012 um 13:11 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    GP:
    Diese Laubwälder eignen sich als Urwälder von morgen.

    Vor wenigen Monaten hat GP noch behauptet, dies wären die letzten Urwälder von gestern.

    GP
    Die Karten von Greenpeace zeigen Kahlschlagflächen der vergangenen 50 Jahre, frische Pflanzstandorte nichtheimischer Nadelbäume in alten Laubwäldern und die Abholzung unmarkierter Biotopbäume.

    Scho wieder ein völliger Unsinn:
    Kahlschlag ist verboten!
    Ihr habt Eichensaaten gezeigt.

    GP:
    Die vielen alten Waldbestände sind ein einzigartiger Lebensraum für urwaldtypische Tiere und Pflanzen.

    Unsinn Buchenwälder sind invarsiv und verdrängen Arten.
    Eichenwälder sind viel Artenreicher.

    GP:
    Als großer CO2-Speicher sind sie enorm wichtig für den Klimaschutz. Denn Urwälder speichern nach Berechnungen von Greenpeace mehr als doppelt so viel CO2 wie Industriewälder.

    1. ist der Spessart kein Industriewald eine GP Worthülse.
    2. Die Berechnungen von GP sind bewiesenermassen falsch und stammen aus falschzitierten Quellen.
    3. Junger Wald ist viel besser fürs Klima.

    Also was soll diese Aktion?

    23.10.2012 um 13:21 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Den Unsinn auch noch in der Übersicht:

    http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/kurzinfo_buchenaktuell.pdf

    23.10.2012 um 13:30 Uhr · Antworten

  • Johanna

    Sg Frau Westerhaus: Ich bin interessiert an einer Definition des Wortes “Industriewald”. Was genau verstehen Sie darunter? Hat es dieses Wort früher schon gegeben oder ist es von Greenpeace eingeführt worden?

    23.10.2012 um 16:28 Uhr · Antworten

  • wenztout

    Wie sehr habe ich euch alle vermisst, in den GP-freien Spessartmonaten.
    Freue mich über all die bekannten Diskussionsteilnehmer mit den beiderseits altbekannten Argumenten. Werden sicher wieder lustige Blog-Wochen, mit der allseits beliebten “Waldexpertin” Gesche und Ihren fachlich genauso versierten Camp-Jüngern.
    An dieser Stelle noch herzliche Glückwünsche an Horst Stern zum 90.Geburtstag.
    Obwohl er -meines Wissens- keine einzige Buche kartiert hat, schaffte er es mit einem einzigen Film (Bemerkungen über den Rothirsch) dem deutschen Wald größere Dienste zu erweisen als Greenpeace Deutschland in den letzten 20 Jahren mit allen Kampagnen zusammen.

    24.10.2012 um 08:53 Uhr · Antworten

  • Franz

    Wo gibts denn im Staatswald bitteschön “illegale Forstwege”?!
    Sowas ließe sich vor den Aufsichtsbehörden (AELF/StMELF, falls Euch das was sagt) sicher nicht verheimlichen.Also macht’s mal halblang!

    Und wie kann ein 3-4m breiter, wassergebundener Forstweg ein Naturschutzgebiet “zerschneiden”? Wie soll das möglich sein?

    Wege sind teuer und werden nicht einfach so irgendwo zum Spaß gebaut.

    24.10.2012 um 10:12 Uhr · Antworten

    • Miniermotte

      Hallo Franz, danke für den Kommentar. Dazu ein paar weitere Anmerkungen an GP:
      1. Um welches NSG handelt es sich denn? Vielleicht war ja der Weg zuerst da…und dann? Weg rückbauen oder was? Falls er später gebaut wurde, musste er meines Wissens nach geltendem Recht von diversen Behörden genehmigt werden…der Kommentar von Sara Westerhaus impliziert, dass ein Weg an sich in einem NSG ja schon schlecht und böse ist…
      2. Der Status NSG bedeutet übrigens nicht, dass dort keine Bewirtschaftung statfinden darf. Was dort erlaubt ist und was nicht, findet sich in der jeweiligen Schutzgebietsverordnung.
      3. Kümmert Euch um die wirklich wichtigen Probleme im Umgang mit den Wäldern dieser Welt: Brandrodung und Umwandlung von Naturwäldern in Palmölplantagen in Sumatra, schleichende Vernichtung der borealen Nadelwälder…..
      4. Euer ganzer Aktionismus erinnert mich an eine Textzeile in einem Lied von den Toten Hosen:..”kommt mit uns, verschwendet Eure Zeit…..”. Habt Ihr mal überlegt, wieviel Zeit ihr damit bei euch selber, aber auch bei allen anderen Beteiligten verschwendet (und damit übrigens auch Steuergelder bei denen, die beruflich Eure Anfragen etc. bearbeiten müssen)? Zeit, welche die Beteiligten, die in der Forstbranche (egal ob in Bayern, Niedersachsen, BaWü oder sonstwo) arbeiten, besser im Wald verbringen sollten als mit dem Sammeln von sinnlosen Daten für sinnlose Anfragen.

      24.10.2012 um 14:20 Uhr · Antworten

      • Miniermotte

        P.S. eigentlich wollte ich ja meine Zeit hier nicht weiter verschwenden, aber eins ist mir doch noch eingefallen. Liebe Greenpeacler, wenn ihr schon den deutschen Wald retten wollt, dann kümmert Euch um die überhöhten Wildbestände, die in Teilen unserer Republik das Aufwachsen eines baumartenreichen und strukturierten Mischwaldes verhindern. Aber ich befürchte, da ist die Angst vor dem Gegenwind der konservativen Jagdlobby einerseits und eurer tierschützenden Unterstützer andererseits (jaja, das arme Bambi muss sterben) zu groß. Ist ja auch ein undankbares Thema, mit dem sich keine Spendengelder generieren lassen.

        24.10.2012 um 16:31 Uhr

      • Waldschrat

        Du verschwendest nicht Deine Zeit.
        Willst Du in einer völlig wertfeien Welt leben, in der jeder Schwachsinn unkommentiert durchgeht?
        Willst Du in einem Land leben, in dem GP Lügen ungestraft und unkommentiert verbreitet?

        Willkommen daheim.

        WO UNRECHT ZU RECHT GEMACHT WERDEB SOLL WIRD WIDERSTAND ZUR PFLICHT

        GP ist nichts als ein multinationaler Konzern der Spenden einsammelt:
        GP hat seine Unschuld schon lange verloren.

        24.10.2012 um 20:27 Uhr

      • Andersdenkender

        Gähn, GP ist und bleibt ein gemeinnütziger Verein.
        Schrats “Anti-Lügenkapagne” fruchtet noch nichtmal bei der Anzahl der Bäume die kartiert wurden – so muss man um 20 Meter zurückzulegen 7 Minuten gehen?
        Ich frag mich wie er sich fortbewegt – selbst mit Robben dürfte man viel Schneller sein :D

        25.10.2012 um 19:18 Uhr

  • Waldschrat

    Es wurden also unglaubliche 20000 Bäume vermessen, genau 23.844 .
    Mit 20 Leuten. Wer einmal…
    Nehmen wir pro Baum 3 Minuten und von Baum zu Baum 7 Minuten Weg.
    Nehmen wir 8 Arbeitsstunden ohne Pause und nehmen wir 20 Mann.
    Diese müssten dann knapp 25 Wochen jeden Tag SA SO usw Bäume vermessen.
    Natürlich unter der Annahme 20 GPS Geräte sind immer gleichzeitig im Einsatz.

    Es waren nur 15 Aktivisten Gp srach selber von bis zu 20.

    http://www.seiten.faz-archiv.de/rmo/20120204/fab201202043390922.html

    Das sagt GP selber:

    Bereits seit letzter Woche sind Greenpeace-Aktivisten mit einem Camp im unterfränkischen Spessart aktiv. Bis zu 20 Aktivisten erfassen mit GPS-Geräten den Bestand der ökologisch wertvollen, alten Buchen und Eichen.

    http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/greenpeace_aktivisten_protestieren_gegen_zu_viel_holzeinschlag/

    24.10.2012 um 14:29 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      Würden die Bäume 7 Minuten auseinander liegen, hätte es wogl definitiv keine Ähnlichkeit mehr mit einem Wald ;)

      25.10.2012 um 12:27 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @sara ;-) !

        Ne die 50cm dicken Buchen stehen so 20 Meter auseinander.
        Um 10 zu vermessen musst Du also 200 Meter gehen.
        Um 400 zu vermessen musst Du also 8000 Meter gehen.
        Dann bist du Aber 8 Km weg und musst eine Stunde zurücklaufen.
        Dann brauchst Du für den 400 dersten 63 Minuten.
        Für den 401 ten am nächsten Tag aber schon 60 Minuten bis Du dort bist.
        Jeden Morgen brach GP zu Fuss auf um die Bäume zu vermessen…

        Ha ha wo findet Ihr euere Spender eigentlich?

        25.10.2012 um 14:35 Uhr

      • Sara Westerhaus

        Lieber Waldschrat, du bist herzlich eingeladen, beim Kartieren zu helfen. Dann kannst du dich ganz einfach selbst überzeugen, wie wir das machen. Und es geht dann auch noch etwas schneller :)

        25.10.2012 um 14:45 Uhr

      • Waldschrat

        @Sara

        ist ja nur ein Teil der Ungereimtheiten. 100 ha Wald kannst Du nicht im Flug vermessen.

        Und dann noch der Schenkelklopfer schlechthin.
        Die völlig erfundene Doppellüge Klima und Artenvielfalt.
        Eichenwald hat doppelt so viele Arten!
        Junger Wald ist viel besser fürs Klima!

        GP:
        Ungenutzte Buchenwälder tragen zum Schutz der Artenvielfalt bei und leisten zudem als CO2-Speicher einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

        http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/CO2-Aufnahme-Wald-Dt-2_big.jpg

        25.10.2012 um 16:24 Uhr

      • Andersdenkender

        Das interessiert mich Waldschrat! Hast du auch Belege?

        25.10.2012 um 19:15 Uhr

      • Waldschrat

        @Andersdenkender

        Belege für was? Die Quellen sind von GP-
        Natürlich ist diese Quelle nicht zitierfähig.
        Wie dumme Fragen kann man stellen?
        Also im ernst ;-) !

        25.10.2012 um 21:37 Uhr

      • andersdenkender

        Eichenwald ist artenreicher und ein Forstwald schützt das Klima besser. Dafür möchte ich Belege.

        26.10.2012 um 06:14 Uhr

    • Bruno Straub

      Sara,
      stelle doch einfach die Daten der 23800 Bäume ins Netz, wenn das nicht schon längst geschehen ist….
      So als leicht zu bedienende Datenbank, oder noch viel einfacher, als .XLS Datei zum Abruf. Kostet nichts, und kannst Du bis 17h erledigen :)

      25.10.2012 um 15:37 Uhr · Antworten

      • Sara Westerhaus

        Hier gibt es die erstellen Karten und Grafiken: http://de.scribd.com/doc/86101763/Karten-Baumbestand-Spessart.

        Die Daten selbst sind in einem speziellen GIS-Programm erstellt, nicht in Excel.

        25.10.2012 um 16:05 Uhr

      • Martin

        Kommt da noch was auf meine Antwort an Herrn Maraz vom 22.10.2012 um 09:02 Uhr ?

        25.10.2012 um 16:09 Uhr

      • Bruno Straub

        Sara,
        ich glaube, Du willst mich veräppeln….
        Egal womit ihr die 23800 Datensätze erfasst habt, es muß doch bei Greenpeace jemanden geben, der sie in eine “geläufige” Datenbank “transformieren”
        kann. :)

        25.10.2012 um 16:27 Uhr

      • Andersdenkender

        So nachdem nun klar ist das es die Daten gibt (anders als von einigen hier behauptet) wird bemängelt in welchen Format sie dargestellt werden – große Leistung ;)

        25.10.2012 um 19:14 Uhr

      • Bruno Straub

        Andersdenker,
        Natürlich gibt es Daten….. Wer würde das bezweifeln? Sonst hätte man den Bestand doch nie in die Karten einmalen können!
        Aber was spricht gegen ein Veröffentlichung der kompletten Datensätze? Doch bitte nicht das GIS System! Klingt für mich irgendwie nach Ausrede!

        25.10.2012 um 21:47 Uhr

  • Johanna

    @Frau Westerhaus.
    Eine Frage:
    Was ist das Merkmal eines “industriellen Einschlags”
    Wie unterscheidet er sich von einem “nichtindustriellen Einschlag”?

    25.10.2012 um 21:21 Uhr · Antworten

    • Waldfreund

      @ Johanna

      Gute Frage! Vielleicht wäre ja die gute alte “2-Mann-Schrotsäge”, die Axt und das brave Rückepferd als “omnipotente Allzweckwaffe” die Lösung aller forstwirtschaftlichen Probleme im “renditegetriebenen Industrieforst Spessart”.
      Peter Wohlleben, der “GP- Vorzeigeförster” aus der Eifel oder die Verantwortlichen des “GP-Musterforstbetriebes” Stadtwaldes Lübeck, können bestimmt Ihren diesbezüglichen Wissensdrang mehr als befriedigen.

      25.10.2012 um 23:13 Uhr · Antworten

      • Johanna

        Ich kann Ihre Irritation zwar verstehen, aber wer zu früh höhnt, kriegt keine Antwort. Und ich will wirklich eine präzise haben.

        26.10.2012 um 09:34 Uhr

  • Waldfreund

    @ Johanna

    Meine kurze Einlassung ist mehr vom Frust getriebenen und sollte nicht als Hohn oder sonst etwas interpretiert werden. Im Übrigen warte ich genauso wie Sie gespannt auf eine präzise und fachlich fundierte Antwort auf Ihre Frage.

    26.10.2012 um 13:14 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Bleibt festzuhalten.

    GP erstellt Daten und behauptet über 23000 Bäume vermessen zu haben.
    Nun verlangen hier etliche die Herausgabe der Daten, denn dafür sind sie wohl aufgenommen worden.
    Aber keine Stellungnahme zu irgendwelchen Vorwürfen.

    28.10.2012 um 11:37 Uhr · Antworten

  • Waldbummler

    Sie haben die Daten ja veröffentlicht in ihrer Studie. Wollt ihr euch durch rund 23000 Excelzeilen scrollen? What for?

    29.10.2012 um 16:29 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Waldbummler,
      “”…Daten veröffentlicht”", wie Du schreibst, ist köstlich. Zu sehen sind auf ein paar Karten in lausiger Auflösung ein Haufen von Markierungen, so dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Um diese Bilder herzustellen, bzw. die Botschaft zu vermitteln: Hier stehen “Dicke Bäume”, hätte man nicht 60 Leute 6 Wochen dem Kältetod aussetzen müssen…
      Die Kartierungsaktion war ja offensichtlich bis ins Kleinste geplant. Und die Strippenzieher hinter den Kulissen wußten natürlich genau, wo die dicken Bertas stehen, die die Aktiven dann detailliert vermessen durften.
      Umso erstaunlicher ist es, dass, wenn man nach den Detaildaten fragt, reichlich blöde Antworten kommen (aus meiner Sicht)…. Als wenn es ein Problem wäre, aus einem (Welt-GIS?) Programm die einschlägigen Eingabedaten herauszuholen und z.B. als .CSV oder .XLS Datei darzustellen!
      Lachplatte!!
      (Waldbummler, als Trost, ich würde nicht in den 23000 Datensätzen herum scrollen. Ich würde mal kurz nach den Zeitstempeln und Ortskoordinaten sortieren, nur um sehen, ob hier jemand “kreativ” gewerkelt hat. (Ich zweifele übrigens nicht an den 23800 Vermessungen….)
      Und dann würde ich mir die dickste Eiche und die 8 dicksten Buchen raussuchen und für meinen nächsten Spessartbesuch vormerken…. :D )

      30.10.2012 um 22:16 Uhr · Antworten

  • Sonja

    @Waldbummler warum die Herren Waldschrat und Co eine Excel-Tabelle haben möchten? Um sie dann als ihre eigenen auszugeben.

    29.10.2012 um 17:22 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Sonja, Du hast mich durchschaut, – und mir ein schönes Geschäft vermasselt.
      Ich wollte die Datensätze an den BUND verkaufen und nebenbei bei EBAY versteigern….

      29.10.2012 um 22:44 Uhr · Antworten

  • Johanna

    @Frau Westerhaus
    Noch einmal meine Frage, bevor sie untergeht:
    Was unterscheidet einen industriellen Einschlag von einem nicht industriellen Einschlag?
    Ebenso würde ich gerne wissen,ob der Terminus “Industrieforst” irgendwo früher oder von Greenpeace geprägt wurde.

    29.10.2012 um 22:02 Uhr · Antworten

  • Rhett

    Unter Industrieforst stelle ich mir die FSC- zertifizierten und chemisch rein gehaltenen Holzplantagen in Südamerika vor. Ist FSC nicht das Lieblingslabel von greenpeace?

    30.10.2012 um 13:51 Uhr · Antworten

    • Andersdenkender

      Vor allem ist FSC der höchste Standard, der mir bekannt ist.
      Das ist noch nicht der soziale Öko-Himmel?
      Tja, “der Apfel fällt nicht weit vom Stamm” ;)

      30.10.2012 um 18:08 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        Zitat
        Vor allem ist FSC der höchste Standard, der mir bekannt ist.
        Genau !!!

        Tropenholz sind besser als Douglasien.
        Denn die wachsen ja hier.
        Soweit sind wir schon.

        30.10.2012 um 21:30 Uhr

  • Waldschrat

    SUPER Tropenholz-
    Super Ökobilanz!
    http://www.swr.de/blog/umweltblog/2011/02/14/okoholz-fsc-siegel-in-der-kritik/

    30.10.2012 um 21:33 Uhr · Antworten

    • andersdenkender

      Selbst der Autor wird zugeben müssen dass FSC das strengste Siegel ist. Die Welt ist grausam und Probleme lösen sich nicht von selbst. Wenn das alles ist was du sagen willst finde ich erübrigt es sich weiter darüber auszutauschen.

      30.10.2012 um 22:18 Uhr · Antworten

  • Rhett

    Trotzdem steht noch die Antwort von Sara auf Johannas Frage aus, die mich doch jetzt auch sehr interessieren würde.

    31.10.2012 um 10:18 Uhr · Antworten

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