“die herren machen das selber, dass ihnen der arme mann feyndt wird!”

05. Februar 2013 · von Mathias Edler

Ein Nachruf auf Adi Lambke aus Lüchow-Dannenberg von Mathias Edler. Und hier geht es zu einem kleinen Videointerview mit Adi Lambke zum Castortransport 2005.

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Am 7. Mai 1996 rollt ein Castorzug mit 28 verglasten Kokillen hochradioaktiver Abfälle aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in Richtung Castorverladekran im niedersächsischen Dannenberg. 4000 Menschen hatten drei Tage zuvor auf einer gemeinsamen Kundgebung protestiert. Für die letzten 19 Kilometer Straßentransportstrecke in das Zwischenlager Gorleben muss der Castorbehälter von der Schiene auf einen LKW-Tieflader in Dannenberg umgeladen werden.

Im ersten Tageslicht erreicht mich – damals noch als Sprecher der lokalen Bürgerinitiative – die Nachricht, dass der leere LKW-Tieflader aus Richtung Lüchow kommend ebenfalls nach Dannenberg unterwegs ist. Ein ortsunkundiges ARD-Kamera-Team im Schlepptau, mache ich mich auf den Weg. Die Nachricht von der Ankunft des leeren Tiefladers hat sich schnell herumgesprochen.

Als wir im ersten fahlen Tageslicht in Jameln, sieben Kilometer vor Dannenberg eintreffen, blockieren bereits 50 Menschen friedlich die Bundesstraße – fast alle Einwohner des kleinen Dorfes, die gerade aufgestanden sind. Als der Tieflader sich nähert, werden die protestierenden Bürger sofort mit scharfem Wasserwerfer-Einsatz angegriffen, mit Knüppelschlägen traktiert und nicht wenige an den Haaren von der Straße geschliffen. Die ARD-Reporter filmen aufgeregt und sind gleichzeitig fassungslos über die Brutalität des Polizeieinsatzes. Deeskalation war 1996 noch ein Fremdwort bei vielen Polizeibeamten.

Wir kannten die Folgen vor allem dieser Wasserwerfereinsätze bereits vom ersten Castortransport 1995 ein Jahr zuvor. Die Dannenberger Augenärzte Barbara und Gerhard Goder: “Wir stellten eine Einblutung ins Augeninnere mit Zerreißung des Pupillenmuskels fest. Wir (…) versuchten die Polizeieinsatzleitung auf die Folgenschwere ihres leichtsinnigen Tuns aufmerksam zu machen (…), jedes mal unter Vortrag unserer Bitte, den Wasserstrahl  (…) so zu regulieren, dass unsere Praxis nicht zum Feldlazarett würde.”

Was dann am 7. März 1996 in Jameln passierte, ging  - gefilmt von den ARD-Reportern – um die Welt. Danach war auch im demonstrationserprobten Wendland nichts mehr wie es vorher war. Denn dann kam Adi Lambke, damals 65 Jahre alt und Landwirt in Jameln. Adi gehört zu der Sorte Menschen, die nicht tatenlos zu sehen können.

Der Polizeibericht schildert die Situation lapidar: “In Jameln wurde die Fahrbahn von ca. 200 militanten Störern besetzt. Aus der Menge fuhr ein Traktorfahrer der Bäuerlichen Notgemeinschaft heraus und wollte einen Wasserwerfer blockieren. Der Landwirt verhinderte zunächst durch Zuhalten der Tür, dass Einsatzkräfte in das Fahrzeug gelangen konnten. Als es Beamten gelang, die Tür zu öffnen, widersetzte sich der Landwirt mit einer Eisenstange und stieß in Richtung der Beamten. Um den aktiven Widerstand zu beseitigen, wurden die Scheiben des Führerhauses von Einsatzkräften eingeschlagen, der Landwirt wurde aus dem Führerhaus geholt, der Traktor von der Straße entfernt.”

Adi war mit seinem größten Fendt-Traktor aus einer Hofeinfahrt mitten auf die Bundesstraße gefahren und hatte sich schützend zwischen Wasserwerfer und die friedlich sitzenden Demonstranten gestellt. Adi versucht verzweifelt von innen beide Türen zu zuhalten, während wild gewordene Polizeibeamte versuchen, die Türen des Schleppers aufzureißen und die Scheiben einzuschlagen. Schließlich zertrümmern die Beamten sämtliche Traktorscheiben des Schleppers und traktieren Adi mit Faust-, Ellbogen- und Knüppelhieben. Blutüberströmt, von Glassplittern übersäht, mit zerrissenem Hemd wird Adi vom Trecker gezogen – wie ein Stück Vieh. Diese Bilder gehen mit den Abendnachrichten um die Welt.

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie schreibt in seinem Bericht: “Die meisten empfanden die Tatsache, dass dieser leere Castor-Transport durchgeprügelt worden war, als ginge es um Leben und Tod, als eindeutige Warnung für den realen Transport am kommenden Tag.” Tatsächlich war der Umgang mit Adi Lambke das Menetekel für einen der gewalttätigsten Castortransporte nach Gorleben – von staatlicher Seite ging jene Gewalt aus.

Gleichzeitig waren die Bilder vom buchstäblich zusammengeschlagenen Bauern aus dem Wendland aber ein Pyrrhussieg für jene Staatsgewalt. Die mutige Aktion eines einzigen Landwirtes und noch viel mehr die blutige Reaktion der Polizei führen zu einer ungeahnten Solidarisierungswelle mit den Atomkraftgegnern in der Provinz. Beim darauffolgenden Castortransport 1997 stellen sich 20.000 Menschen der Atommüllfuhre in den Weg. 517 Traktoren führen den Protest in einem schier endlosen Zug an. An einem der Frontlader hängt ein Banner: “die herren machen das selber, dass ihnen der arme mann feyndt wird!”

Adi Lambke hat bewiesen, dass der einzelne mit einer mutigen Tat in der Lage ist, die Geschichte zu verändern – auch wenn es manchmal etwas dauert. Vorneweg zu gehen, gehört zu Adi’s Lebensgeschichte. Er ist Mitbegründer der Bäuerlichen Notgemeinschaft und schon 1979 einer der Anführer des legendären Hannover-Trecks aus Gorleben in die Landeshauptstadt, der den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht (CDU) zur Aufgabe der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage im Gorlebener Forst zwingt.

Als Adi und einige wenige Mitstreiter am 25. März 1979 in Gedelitz aufbrechen, besteht der Treck nur aus 40 Traktoren. Doch während die Bauern aus dem Wendland im Schritttempo und Dauerregen Richtung Hannover rollen, meldet die Tagesschau den Größten anzunehmenden Unfall (GAU) im nagelneuen US-amerikanischen Atomkraftwerk Harrisburg. “Vielleicht doch keine so spinnerte Idee, für seine Sache zu kämpfen”, mögen sich viele zuvor skeptische Bürger entlang der Strecke nach Hannover gedacht haben. Am 31. März 1979 erreichen über 300 Schlepper in einem nicht enden wollenden Protestzug begleitet von 100.000 Menschen die Landeshauptstadt.

Adi Lambke hat immer als einer der ersten erkannt, wo Recht zu Unrecht wird und Widerstand zur Pflicht. Er hat 1980 die Bewohner des Hüttendorfes “Republik Freies Wendland” unterstützt, als viele seiner Nachbarn im Einklang mit der CDU-geführten Kreisverwaltung und weiten Teilen von Polizei und Verfassungsschutz wegen der langhaarigen Hippies und Kommunisten noch die Übertragung von Seuchen befürchteten.

Beim großen Treck nach Berlin gegen die AKW-Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Bundesregierung 2009 konnte Adi aus gesundheitlichen Gründen schon nicht mehr mitfahren. Umso mehr hat es uns alle gefreut, als bei unserer Ankunft eine jener wendländischen Blockadepyramiden aus Beton, die sonst auf wundersame Weise die Castorstrecken versperren, ausgerechnet vor dem Bundeskanzleramt auftaucht: Mit den Armen in der Pyramide festgekettet Adi mit seinen Enkelkindern!

Adi Lambke, dessen Familie seit 1711 den Hof in Jameln bewirtschaftet, ging aber auch bei der Landwirtschaft vorneweg. Er hat die Interessengemeinschaft gegen Nachbaugebühren angeführt und jahrelang gegen Großkonzerne gekämpft, die das Recht am Saatgut allein für sich beanspruchen – bis zum Bundesgerichtshof. Als Pionier war er einer der ersten Neulandbetriebe. Er war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und hat sich weit über die Grenzen des Wendlandes hinaus für die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe und für eine lebenswerte Umwelt eingesetzt.

Adi Lambke ist am 30. Januar 2013 im Alter von 82 Jahren gestorben. Seine Frau Elli hat heute bei der Beerdigung auf dem Dorffriedhof den “Atomkraft-Nein-Danke”-Sticker selbstverständlich am Revers getragen. Auf der Mütze eines ihrer Enkel leuchtete im Schneetreiben ein großes “X”, das Zeichen der Atomkraftgegner im Wendland. Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft mit einem Trauerflor am Spiegel säumen den Weg zum Friedhof. Hunderte sind gekommen, um sich von Adi Lambke zu verabschieden – nicht nur aus Lüchow-Dannenberg.

Hinter jeder Bewegung stehen Menschen mit Namen. Adi Lambke ist einer derjenigen, die immer wieder einen neuen Anfang gewagt haben und die auch in aussichtslosen Situationen vorne weg gegangen sind. Mittlerweile stellt Adi’s Enkelgeneration dem Castor im Wendland noch größere und mehr Traktoren in den Weg. Aufgewachsen ist diese Generation mit Vorbildern wie Adi Lambke aus Jameln. Auch vielen von uns Älteren – gerade im Atom- und im Landwirtschaftsbereich von Greenpeace – wird dein Vorbild auch in Zukunft Antrieb und Verpflichtung sein, weiterzumachen. Danke dafür, Adi!

Kommentare

  • Waldschrat

    Ich finde es Mies mit grossen Namen Werbung in eigener Sache zu machen,
    aber da ernte ich bei GP vielleicht wieder nur Verwunderung.
    Das gehört sich nicht.

    Mit mehr als hundert Treckern sind sie 14 Stunden von Lüchow nach Berlin getuckert, um ihre einstigen Kampfgefährten Gerhard Schröder und Jürgen Trittin auf Transparenten zu verachten: “Der Trog bleibt der gleiche, nur die Schweine wechseln.

    05.2.2013 um 19:59 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    SO GEHÖRT SICH SOWAS GESCHRIEBEN.

    http://wendland-net.de/post/adi-lambke-in-frieden-gehen-wenn-es-zeit-ist-30060

    05.2.2013 um 20:04 Uhr · Antworten

    • Beate Steffens

      @Waldschrat Wie ein Nachruf geschrieben wird, musst du wohl dem Verfasser überlassen. Wenn du einen Nachruf schreibst, kannst du das gerne machen wie du das für richtig hälst.
      Außerdem reicht es mit deinen Unterstellungen Greenpeace würde sich mit fremden Federn schmücken. Wir erinnern an einen Widerstandkämpfer aus dem Wendland, der für die Anti-Atom-Bewegung viel erreicht hat. Und Mathias sagt auch klar für welche Organisationen er sich engagiert hat.
      Zudem sei hier nochmal an die Blogregeln erinnert, die hier nachzulesen sind: http://blog.greenpeace.de/verhaltenskodex/

      06.2.2013 um 11:04 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    GP hat da höhstens ein Schild hochgehalten.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8923347.html

    05.2.2013 um 20:39 Uhr · Antworten

  • stefan

    @admin: könnte nicht eine funktion in den kommentarbereich eingebracht werden, mit der jeder individuell beiträge bestimmter user für sich von vorneherein als spam markieren kann?

    05.2.2013 um 22:02 Uhr · Antworten

    • Andersdenkender

      gewisse User haben halt ein sehr hohes Mitteilungsbedürfnis, sei ihnen ein eigener Blog gegönnt!

      @Topic:
      Bäh, hier wird das Feindbild Polizei aufgebaut. Wer mal da war weiß wie es da abgeht. “Friedlich” mal weeeeeeeeeit ausgedehnt.

      05.2.2013 um 22:20 Uhr · Antworten

  • Pu244

    ” Wie er sich noch mit einer Eisenstange zu wehren versucht”
    Friedlich war er damit nicht und bei Waffen würde bei mir wohl auch der Spaß aufhören. Aber so ist das: ein einfaches Weltbild, ein paar einfache Opfer und das Leben hat Struktur. In einer gewissen Art und Weise verachte, bemitleide und beneide ich ich solche Leute um ihren einfachen Frieden, egal ob Atom-/Gentechnikgegener (oder was sonst so aktuell ist), religöse Fanatiker, Faschisten, Kommunisten und was es so alles gibt. Problematisch ist das ganze nur für die amen Opfer die den ganzen Hass abbekommen.

    06.2.2013 um 02:07 Uhr · Antworten

  • kina

    Ich ziehe den Hut vor Adi und seinem Engagement!
    Es mag Menschen geben, die da anders denken, aber ist ein Nachruf wirklich ein geeigneter Rahmen dies kundzutun? Schade.

    06.2.2013 um 12:00 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Greenpeace hat die Menschen doch nur benutzt Das Zwischenlager werden die die
    nächsten 100 Jahre haben. Und da schmückt sich GP eben mit falschen Federn.
    Und den völlig überzogenen Polizeieinsatz kann keiner gutheissen.
    Vor Leuten wie Adi ziehe ich auch meinen Hut.
    Vor GP graut mir mitlerweile richtig.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Transportbeh%C3%A4lterlager_Gorleben

    06.2.2013 um 12:23 Uhr · Antworten

    • Pu244

      Ich denke mal er oder die Angehörigen hätten es Greenpeace wissen lassen wenn kein Nachruf gewollt wäre…

      07.2.2013 um 04:20 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @ Plutonium

        Darum geht es nicht natürlich freuen sich die Angehörigen, wenn man an ihn denkt.

        Adolf Lambke wollte kein End- oder Zwischenlager, oder Teil eines Atomkompromisses werden. GP unterstützt aber die Leute gegen das Zwischenlager dort überhaupt nicht, also verrät GP seine Sache und schmückt sich mit fremden Federn.
        Oder gibt es Vorschläge zum Zwischenlager wo anders?
        Wendland hat seine Schuldigkeit getan Wendland kann gehen.

        07.2.2013 um 11:51 Uhr

      • Hotte

        Hä? Hallo @Waldschrat? GP ist in der Vergangenheit sehr oft im Wendland aktiv gewesen und hat die Wendländer unterstützt, auch gegen das Zwischenlager. Dazu gibt es auch etliche GP-Publikationen aus den letzen Jahren und Jahrzehnten. Worauf stützt du denn deine Behauptungen bitte? Oder moserst du hier einfach immer mal an allem rum?

        07.2.2013 um 20:06 Uhr

  • Beate Steffens

    @Waldschrat
    Was soll das ständig verbreiten von Unwahrheiten?

    07.2.2013 um 13:06 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Beate
    Was bitte stimmt daran nicht?

    07.2.2013 um 14:26 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Das wiess niemand besser als Du:
    http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/zwischenlager_gorleben_nicht_terrorsicher/

    Und jetzt alles gut oder was?
    Na also Ausstieg beschlossen alles ruhig.

    07.2.2013 um 14:29 Uhr · Antworten

    • Galadriel

      Jetzt spamt der Waldschrat hier in seinem blinden Hass gegen GP sogar mit seinen Lügen einen Nachruf voll. Was muss er noch alles machen, um endlich gesperrt zu werden?

      08.2.2013 um 10:12 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    @Galadriel

    Du willst es einfach nicht verstehen oder?
    Gorleben wird zur Atom Zwischenlager Müllkippe Deutschlands.

    Dagegen und genau für seinen Widerstand dagegen wurde der konservative damals
    FDP Anhänger Adi Lambke zum Symbol. Zum Symbol des Widerstandes einer atomaren Müllkippe im Wendland.
    Genau das passiert aber jetzt. Kein Bundesland will sich diese Last teilen.
    Fair wäre genau dieses. Um die Lastenverteilung aber fair zu regeln müssten aber weitere Zwischenlager eingerichtet werden.
    Und genau darum geht es.
    Wer im Geiste von Adi Lambke und dem Wendland agieren will muss genau dies fordern. Und zwar sofort.
    Darum steht es GP nicht zu sich in diesem Nachruf zu sonnen.
    Denn sonst müsste die GP Forderung lauten:
    “Solidarität mit dem Wendland wir fordern weitere dezentrale atomare Zwischenlager in Deutschland”
    Die Kampagne möchte ich sehen!
    Also dämmerts?
    Für den Atomausstieg waren die Menschen im Wendland noch zu gebrauchen.
    Jetzt haben sie einfach Pech gehabt.

    08.2.2013 um 13:02 Uhr · Antworten

    • Hotte

      Also sag mal… Du weist schon, wer Mathias Edler ist und hast dir seine letzten Blog-Einträge durchgelesen? Deine Vorwürfe sind da schon arg haltlos, erst recht gegen Edler.

      08.2.2013 um 15:45 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    Ok explizit nehme ich ihn als Person aus der Kritik.
    Dies wäre ja absurd seiner Person zu unterstellen, nicht gegen Gorleben als
    Platz für ein End oder Zwischenlager zu sein. Mir wurde auch berichtet das Markus Edler höchstes Ansehen im Wendland geniesst. Die möchte ich auch ausdrücklich hier festhalten.
    Warum geht es mir dann?
    Es geht darum daß GP als Organisation sich sicher nicht für die Lagerung der Brennelemente in den verschiedenen Bundesländern einsetzt.
    Oder liege ich da etwa falsch?
    Deshalb halte ich es nicht für legitim, daß sich GP mit Adi Lamke schmückt.
    Gegen die Castoren im Wendland wird niemand mehr gross protestieren, könnte ja sonst sein, daß diese dann woanders landen, sagen wir in Badenwürtenberg oder Bayern, oder Hamburg oder oder.
    Das ist doch der springende Punkt!
    Niemand wird sich für das Wendland einsetzen, denn dies bedeutet Zwischenlager anderswo. (fair genug, wenn jedes Bundesland seinen Dreck auch behält)
    Aber die allerletzte Organisation die dies unterstützen wird ist, wohl doch GP.
    Ich gehe sogar davon aus, daß jedes neue Zwischenlager auf massiven Protest von GP stossen wird.
    Dies ist eben die Janusköpfigkeit von GP und dies ärgert mich masslos.

    08.2.2013 um 17:12 Uhr · Antworten

    • stefan

      @waldschrat
      erstens: es mangelt dir an pietät. würdest du auch bei einer beerdigung einen redner ausbuhen, weil er dir nicht gefällt? das ist absolut inakzeptabel!
      zweitens: du beweist erneut, überhaupt keine ahnung von greenpeace (sowie der debatte um gorleben) zu haben. gp setzt sich seit den 80ern gegen ein atommülllager in gorleben ein und wird dies bis zur entscheidung gegen gorleben tun. in jüngster zeit hat die debatte überhaupt erst wieder an brisanz gewonnen, weil gp (neben dem magazin frontal 21) die entscheidenden dokumente zur von beginn an unbegründeten auswahl gorlebens recherchiert und in die öffentlichkeit gebracht hat. und nicht nur in jüngster zeit hättest du allein hier dutzende blogeinträge zu dem thema lesen können.
      bevor du also an unangemessenen orten und überhaupt deine mit unkenntnis gespickten anfeindungen herausbrüllst, solltest du zunächst benehmen lernen und dich dann informieren, hier kannst du anfangen: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/

      08.2.2013 um 17:57 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @Stefan

        Pietät? Genau DiesenMangel werfe ich ja gerade GP vor.
        Dies ist auch hier keine Pietät Veranstaltung, und wenn Du genau liest, wirst
        Du feststellen,daß es um das Zwischenlager in Gorleben geht.
        Und weitere Zwischenlager an anderen Standorten sind wohl nicht Ziel
        von GP in der nächsten Zeit oder?
        Also Wendland entlasten ja oder nein.Im Gedenken an Adi Lamke?
        Das liegt GP fern, also solltet Ihr hier seinen Namen nicht misbrauchen!
        Stefan, ich glaube Du hast hier etwas durcheinander gebracht!
        Es geht nicht um den Nachruf, es geht darum, daß er ausgerechnet
        hier veröffentlicht wird!

        08.2.2013 um 19:04 Uhr

      • stefan

        sag mal, wie beschränkt bist du eigentlich (sry, blogregeln, ich weiß, aber … mann!)?! hast du meinen kommentar auch nur bis zum zweiten satz gelesen? nochmal deutlich für dich: gp war, ist und wird sein einer der motoren für den protest im wendland! jetzt klar?!

        08.2.2013 um 19:10 Uhr

      • Waldschrat

        @Stefan
        Klar habe ich den gelesen, keine Sorge.
        Aber einer der Motoren bei dem Widerstand in Gorleben
        ist GP sicher nicht, eher einer der größten finanziellen Nutzniesser
        der Atomkraftdebatte. Das schreibt Ihr euch doch einfach auf die Fahnen.
        Aber Du glaubst da echt dran, oder?

        08.2.2013 um 19:40 Uhr

      • stefan

        da gibt’s nichts zu glauben. warst du schon mal wendland, hast du schon mal einen castor-transport erlebt oder gar in irgendeiner form begleitet? die antwort erübrigt sich, sonst wüsstest du über gp’ präsenz bescheid. hast du dich schon mal kritisch mit der diskussion um gorleben auseinandergesetzt? auch hier hast du die antwort bereits gegeben, denn dir ist nicht bewusst, welche fülle an material in verschiedenster form gp dazu beigetragen hat.

        08.2.2013 um 19:54 Uhr

      • Andersdenkender

        @Waldschrat:
        Geh da mal hin, frag selber nach und sag mir dann ohne zu Blinzeln das man Greenpeace dort nicht kennt.
        Du gibst echt sonderbares Zeug von dir – um es mal nett zu formulieren ;)

        08.2.2013 um 19:58 Uhr

  • Waldschrat

    Sorry der Link zur Jobbörse funtzt nicht:
    Hier der Text:
    Greenpeace Infoservice GmbH arbeitet ausschließlich für
    Greenpeace Deutschland e. V.

    Bundesweit beschäftigen wir ca. 80 Mitarbeiter/-innen im Alter von 21 bis 66 Jahren.

    Wir suchen kurzfristig
    eine/-n Direkt-Dialoger/-in für Frankfurt am Main und Umgebung (Rhein-Main-Gebiet)

    Ihre Aufgaben:
    Dialogen bei Greenpeace Infoservice ist der ideale Job für überzeugende, kommunikative und ausdauernde Menschen, die mit sinnvoller Arbeit Geld verdienen wollen. Wir informieren interessierte Menschen über die Ziele und die Arbeit des Vereins Greenpeace und möchten sie als Förderer gewinnen.
    —————————————————————————————–
    80Mitarbeiter machen bezahltes Telefonmaketing.

    Da ist es doch besser ins Wendland zu fahren und 25000 auf einen Streich zu
    erreichen!!!

    Infoservice, diese Stellenanzeige ist natürlich nicht auf der GP Homepage.
    http://www.greenpeace.de/ueber_uns/jobs/

    08.2.2013 um 20:58 Uhr · Antworten

  • Waldschrat

    P.s.:
    Das stimmt natürlich nicht, daß dort nur Telefonmaketing gemacht wird.
    Die laufen auch durch die Stadt und werben Geld ein!
    Noch Fragen?
    Wendland bei Castortransporten ! ein Paradies für Spendensammler.
    Dagegen ist eine Fußgängerzone eine Wüste.

    08.2.2013 um 21:27 Uhr · Antworten

    • Waldschrat

      GP schämt sich nicht:

      Mehrere Tage haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten vor den Koalitionsverhandlungen in Hannover protestiert. Neben mehr Waldschutz und der Förderung des Ökolandbaus forderten sie die zukünftigen Regierungsparteien auf, den Salzstock Gorleben endlich endgültig als Atommüllstandort aufzugeben. Nun können sie einen Erfolg verbuchen.
      ………………….
      Mehrere Tage demonstriert!
      Jetzt können sie einen Erfolg verbuchen!!!
      Seid Ihr eigentlich völlig schmerzfrei.
      Ich zitier noch die Meldungen…
      Und GP schreibt das wie eine Parodie???
      Genauso kann GP am 1.1. drei Monate gegen den Winter
      demonstrieren….
      Jetzt können Sie einen Erfolg verbuchen.
      Schmerzfrei…

      09.2.2013 um 21:02 Uhr · Antworten

  • stefan

    ich erinnere mich wieder, warum ich vor ein paar wochen entschieden habe, mich hier größtenteils zurückzuhalten: manche kommentare sind aus so vielerlei hinsicht so … dämlich, dass ich gar nicht weiß, an welcher stelle eine erwiderung ansetzen könnte. schlimmer: impliziert ist eine so verquere weltanschauung, dass eine diskussion von vorneherein absolut sinnlos ist.

    08.2.2013 um 21:44 Uhr · Antworten

    • Waldschrat

      @Stefan

      GP benutzt in meinen Augen alles um sich ins rechte Licht zu rücken.
      Das ist für Dich eine verquere Weltanschauung.

      Und wenn ich den Text sointerpretiere, daß GP schreibt der Geist von
      Adi Lambke lebt in GP weiter?
      Zitat:
      “Aufgewachsen ist diese Generation mit Vorbildern wie Adi Lambke aus Jameln. Auch vielen von uns Älteren – gerade im Atom- und im Landwirtschaftsbereich von Greenpeace “….
      So und ich finde das ist falsch hier.

      08.2.2013 um 22:28 Uhr · Antworten

      • Andersdenkender

        Das wird jetzt traurig.
        Das gleiche Gefühl hab ich empfunden als NRA gewisse pietätslose Dinge gesagt hat.

        08.2.2013 um 22:32 Uhr

    • Andersdenkender

      jedoch muss man waldschrat loben – er hat gelernt das man nur irgenwie beweisen muss dass menschen (das zum leben notwendige) geld verdienen.
      so lässt sich jeder dumme überzeugen. und bei solchen geschichten stirbt der glaube an die menschheit ein weiteres mal.

      08.2.2013 um 22:30 Uhr · Antworten

      • Waldschrat

        @Andersdenkender
        Das was Du mir unterstellst, habe ich nie geschrieben.
        Ich habe noch nie behauptet, daß irgendjemand bei GP
        zuviel Geld verdient.
        GP in Summe hat zu viel, das war das Ende der Glaubhaftigkeit

        08.2.2013 um 23:09 Uhr

      • Andersdenkender

        @Waldschrat:
        Dann versuch doch gar nicht es so darzustellen?!
        Schön auch wie deine Sätze im Gegensatz stehen – liest du dir das vorher durch?

        09.2.2013 um 10:43 Uhr

      • Waldschrat

        @Andersdenkender

        ich versuche nicht es so darzustellen.
        Du hast gefragt was GP im Wendland macht.
        Ich habe gesagt Spendengelder einsammeln.
        Ich glaube ebenan diese Version von Henne Ei.
        GP ist eine gigantische Spendensammelmaschine
        die in Deutschland so gut läuft wie nirgendwo sonst.
        WELTWEIT!
        Das war meine Antwort auf die Frage von Stefan
        und Dir was GP so im Wendland treibt.
        Das dazu eine eigene Spendebeinsammel Gmbh
        existiert, die GP Infoservice, steht weiter oben.
        So kann zum Beispiel die Verwaltungskostenquote
        bei GPeVerein grüngewaschen werden.
        Dann habe ich auch darauf hingewiesen, daß im
        Wendland bei Castortransporten mehr Geld
        eingesammelt werden kann, als in einer
        Fußgängerzone ohne Mega Event. Obwohl es bei
        Großereignissen wie einem Castortransport dort
        wohl auch mehr Spenden anfallen.
        Es bleibt der Umstand, daß es zwei zentrale Zwischenlager in
        Deutschland gibt, gegen beide protestiert GP.
        Um Gorleben zu entlasten, müssten aber weitere ZENTRALE
        Zwischenlager her. (Logisch oder?)
        Um den Leuten im Wendland zu helfen müsste GP dies aber
        unterstützen. Macht GP aber NIEMALS.
        Also werden die Menschen im Wendland verarscht.PUNKT
        Und wenn schon spenden dann dahin!!!!
        http://www.bi-luechow-dannenberg.de/links

        09.2.2013 um 12:30 Uhr

      • Hotte

        …die BI Luechow Dannenberg veröffentlicht auf ihrer Homepage obigen Nachruf.
        http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/%E2%80%9Cdie-herren-machen-das-selber-dass-ihnen-der-arme-mann-feyndt-wird%E2%80%9D#more-8079

        Was veranstaltest du hier eigentlich Waldschrat?

        “Es bleibt der Umstand, daß es zwei zentrale Zwischenlager in
        Deutschland gibt, gegen beide protestiert GP.
        Um Gorleben zu entlasten, müssten aber weitere ZENTRALE
        Zwischenlager her. (Logisch oder?)”

        Nicht logisch! Wir haben in Deutschland insgesamt 16 Zwischenlager. GP hat beim letzten Castortransport nach Gorleben gefordert, den Müll im Zwischenlager beim AKW Philippsburg einzulagern. Wir brauchen keine weiteren zentralen Zwischenlager, wir müssen nur die AKWs abschalten und die Kapazitäten der bestehenden Lager nutzen. (Logisch, oder?)
        Natürlich wird sich GP nicht für ein weiteres Zwischenlager einsetzen, weil Zwischenlagerung das Problem verschiebt. GP fordert die AKW abzuschalten, sobal die Abklingbecken voll sind. Dann brauchst du auch kein (weiteres) Zwischenlager. Wer verarscht hier eigentlich wen?

        09.2.2013 um 15:20 Uhr

  • Waldschrat

    @Hotte,

    schön das Du meinen Link gelesen hast.
    Hier gehört ja der Nachruf hin nicht auf die Seite von GP.
    Hotte ich werfe dir ja nicht vor, daß es Dir um Spendengelder geht.
    Du glaubst wahrscheinlich wirklich dies ist die richtige Sache.
    Wenn genügend Castoren da sind kommen die Brennstäbe in
    zentrale Zwischenlager.
    (Castorenmangel)http://www.taz.de/!89641/
    Das muss Dir doch klar sein. Das mit Phillipsburg glaubst Du doch
    selber nicht. Da passen 152 Castoren rein.

    09.2.2013 um 17:00 Uhr · Antworten

    • jameln

      Ich habe nicht alles gelesenwas der Waldschrat geschrieben hat. Aber sowas kann nur jemand schreiben der Adi nicht gekannt hat. Bei dem geschreibsel kann ich nur das kotzen kriegen.!!!

      17.4.2013 um 20:04 Uhr · Antworten

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