
Marieke, Praktikantin im Energiebereich
Viele junge Menschen möchten ein Praktikum bei uns machen. Auch am Telefon habe ich immer wieder interessierte Fragen dazu und höre den starken Wunsch, dass es doch bitte klappen möge. Und dann gibt es diesen Moment – die Person steht am Empfangstresen, manchmal noch scheu, manchmal selbstbewusst, aber doch immer mit einer Portion Spannung verbunden und sagt: “Ich beginne heute mein Praktikum!”
Wie ergeht es aber einem Praktikanten, der die Hürde geschafft hat? Christine fragt mehrere Praktikantinnen, ob sie nicht auch mitmachen wollen. Vielen Dank, diese Spontanität ist toll, denn so gibt es gleich mehrere Praktikumsberichte.
Marieke ist die Dritte in der “Runde”. Sie berichtet formlos von ihrem Erleben:
Seit Anfang April mache ich ein dreimonatiges Praktikum bei Greenpeace in Hamburg, im Rahmen meines Studiums. Ich studiere in Maastricht Psychologie und mache gerade meinen Master in Sozial- und Gesundheitspsychologie. Die Verbindung zwischen dem Fachbereich Psychologie und Greenpeace ist wahrscheinlich eher nicht direkt offensichtlich. In dem Master der Gesundheitspsychologie geht es darum, wie man effektive Kampagnen und Interventionen plant, um menschliches Verhalten zu beeinflussen. Hauptsächlich werden dabei Beispiele aus dem Gesundheitswesen besprochen, aber man kann diese Schemen auch auf andere Themen übertragen, wie z.B. dem Umweltschutz.
Generell fällt mir auf, dass sowohl die anderen Praktikanten als auch die Mitarbeiter von Greenpeace aus den unterschiedlichsten Fachbereichen kommen. Eine interessante Mischung.
Mein Praktikum absolviere ich im Themenbereich Klima und Energie. Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig. Es fallen Dinge an von kopieren, recherchieren bis zu eigenen kleinen Projekten, die ich betreue. Die Leute im Team sind alle supernett und helfen einen bei allen möglichen Fragen sofort weiter. Zurzeit arbeite ich an einer Briefdeklaration für erneuerbare Energien. Dabei habe ich einen Briefentwurf übersetzt, suche passende Firmen heraus und schreibe sie an. Die Arbeitsatmosphäre hier im Speicher in Hamburg ist sehr locker und offen und man hat das Gefühl von Allen freundlich aufgenommen zu werden.
Was die Wohnsituation betrifft: Ich teile mir mit anderen Praktikanten eine Wohnung von Greenpeace in Wilhelmsburg.
Die Lage ist zwar etwas außerhalb (mit der Bahn braucht man zum Teil 50 Min. bis zur Arbeit) und die Wohnung schon recht chaotisch, aber dafür ist die Stimmung in der WG top. Wir kochen oft zusammen oder relaxen einfach nur nach der Arbeit in dem großen Gemeinschaftswohnzimmer.
In Wilhelmsburg selber ist nicht ganz soviel los, aber die ein oder andere Kneipe haben wir schon entdeckt und mit dem Rad kann man sonst auch in 30 Min. in der Stadt sein.
Alles in allem gefällt mir mein Praktikum sehr gut und ist eine tolle Erfahrung. Verglichen mit anderen Praktika hat man hier auf jeden Fall das Gefühl, seine Zeit sinnvoll zu nutzen und nicht einfach nur die Stunden abzusitzen.
(Marieke, 25)
Ganz herzlichen Dank auch Dir, Marieke!