Heute Mittag sind unsere Greenpeace-Kollegen in Dumai aktiv. Die Hafenstadt in der Provinz Riau ist der wichtigste indonesische Exporthafen für Palmöl. Wir sind mit unserem großen Segelschiff, der “Rainbow Warrior” vor Ort, um einen Palmölfrachter am Ablegen zu hindern.
Indonesien ist der weltweit größte Palmölexporteur. Nach Greenpeace-Recherchen gehört die Fracht der Firma Permata Hijau Sawit, einem der größten Palmölexporteure des Landes. Er bezieht nachweislich auch Palmöl von Firmen, die in die Zerstörung von Torfwäldern verstrickt sind. Diese Fracht war für Indien bestimmt. Sie hätte aber genauso gut auch nach Europa verschifft werden können. Palmöl wird derzeit vor allem als Lebensmittel, Zutat für Kosmetika und als Agrotreibstoff verwendet.
Mit der Aktion wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die palmölverarbeitende Industrie, zum Beispiel Unilever, Nestlé und Procter & Gamble eine Mitverantwortung an der Zerstörung der Torfwälder hat. Solange sie Palmöl beziehen, ohne zu wissen von welchen Plantagen es kommt, kann Öl aus zerstörerischem Anbau weiterhin verkauft werden. Solange ein Markt dafür besteht, wird es weiter produziert und es werden weitere Millionen Hektar Torfwald gerodet und trockengelegt. Wenn nur die Torfwälder der Provinz Riau zerstört sind, werden so viel Treibhausgase freigesetzt, wie sonst weltweit in einem Jahr ausgestoßen werden: ganze 14,6 Milliarden Tonnen. Einerseits eine riesige Bedrohung, andererseits aber auch eine große Chance für Indonesien, vom Klima-Saulus zum Klima-Paulus zu werden (zugegeben eine etwas wackelige Analogie für ein moslemisches Land). Die Bewahrung der verbleibenden Torfwälder hat für den Klimaschutz oberste Priorität.












