Morgen zeigt sich, ob der EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki ein großer Wurf gelingt.
Denn morgen stellt die 59-jährige Griechin ihre Reform der Gemeinsamen Europäischen Fischereipolitik (GFP) vor. Eine Politik, die bislang für Überfischung, zerstörte Meere, Korruption und zunehmende Armut beispielsweise vor Westafrika steht. Damanaki hat sich also einiges vorgenommen. Greenpeace arbeitet seit Jahren zur GFP. Teil dieser Arbeit ist es auch, dass wir die Auswirkungen Europäischer Politik auf andere Staaten betrachten. Im Senegal gibt es deshalb seit einigen Monaten ein Greenpeace-Büro. Dort arbeiten meine Kollegen Oumy, Prudence und Raoul zum Schutz der Meere auch mit einheimischen Fischern zusammen.
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Die EU-Fangflotten vor der westafrikanischen Küste haben eine fatale Auswirkung.
Riesige Fabrikschiffe fischen Hering, Sardine, Anchovis, Thunfisch, Shrimps etc.. Die EU hat eine lange Historie von Fischereiabkommen mit westafrikanischen Staaten, wie Mauretanien oder den Kap Verden. Die Abkommen sind weder nachhaltig noch fair. Oft bekommen die Staaten unter zehn Prozent des Wertes des verarbeiteten Fisches für die Vergabe der Fischereilizenz. Selbst dieser geringe Betrag landet meist nicht dort wofür er laut Abkommen bestimmt sein sollte. Wie zum Beispiel in der Modernisierung der lokalen Flotte oder Förderung der Fischerei/Meereswissenschaften.
Die Folgen für die Fischer und Bevölkerung der Küstenstaaten sind dramatisch.
Die lokalen Fischer konkurrieren mit den fremden Flotten in einem ungleichen Kampf. Denn ihre Pirogen sind längst nicht so effektiv wie die großen Trawler der EU. So fehlt den lokalen afrikanischen Fischern zunehmend der Fisch im Netz. Sie verlieren immer mehr Einkommen und Nahrung. Die (artisinale) Fischerei mit kleinen Booten ist ein Hauptarbeitgeber in West-Afrika und die Basis der traditionellen maritimen Wirtschaft. Neben rund 1,5 Millionen artisinalen Fischern, sind Millionen von Menschen in der Fischverarbeitung, Transport, Schiffsinstandhaltung etc. beschäftigt.
In unserem Online-Magazin zeigen wir, wie unsere Kollegen in Afrika arbeiten und begleiten Oumy und Fischer aus Senegal, Kap Verde und Mauretanien auf einer Reise nach Europa. Blättern Sie weiter oben durch die pdf-Version oder schauen Sie sich das Fischereimagazin mit Video-Elementen an!!











