Fragen zur Energiewende?

16. Oktober 2012

Die Energiewende ist in aller Munde, insbesondere durch die steigenden Strompreise. EEG-Umlage, Stromsteuerbefreiung, Netzausbau: Wer steigt da noch durch?  Oder ist schon alles klar?  Jetzt sind Sie gefragt: Welche Fragen haben Sie zur Energiewende? Was ist unklar?

Einige Fragen und Antworten haben wir hier schon einmal zusammen gefasst.

Wir freuen uns über rege Beteiligung!

Menschen bei Greenpeace: Mitmachen ist keine Frage des Alters

24. Mai 2012

Hans Jaehngen bei der Arbeit im Briefcenter

” Hans, kannst du kommen? Wir ersticken in Referatsanfragen.”

Wenn so ein Anruf erfolgt, macht Hans Jaehngen sich auf den Weg in den Elbspeicher, der Zentrale von Greenpeace. Hans ist seit 1995 ehrenamtlich für Greenpeace aktiv. Bis dahin war er in der Versicherungsbranche tätig. ” Ich wollte nach meiner aktiven Zeit auch im Ruhestand etwas Sinnvolles tun,” sagt der rüstige Rentner über seine Motivation, ehrenamtlich bei Greenpeace mitzumachen. ” Greenpeace fand ich schon immer gut und Umweltschutz war mir immer wichtig. Ein Bekannter erzählte mir, dass Greenpeace ehrenamtliche Helfer sucht. Dann habe ich nicht lange gezögert.”
Angefangen hat Hans im Team50plus, in dem sich Senioren zusammenfinden, die sich für Greenpeace engagieren – ohne auf Schornsteine zu klettern oder im Schlaubboot Walfänger zu verfolgen. Inzwischen greift Hans dem Briefcenter unter die Arme. Nicht regelmäßig und zu bestimmten Zeiten, sondern dann, wenn er gebraucht wird und Zeit hat. Denn was für viele Menschen im Ruhestand gilt, gilt auch für Hans: Er ist viel unterwegs und aktiv.
Im Briefcenter gehen täglich viele Briefe und E-Mails von Kindern ein, die Infos von Greenpeace haben möchten. Zum Beispiel, um ein Referat an der Schule zu halten. Atomkraft steht gerade auf dem Lehrplan und auch die Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Buchenwälder wird gern als Anlass genommen, den Kindern die Bedeutung der Wälder nahe zu bringen.
“Ich muss was schreiben über den Wald. Könnt ihr mir Infos und sowas schicken?” heißt es in einer E-Mail oder auch mal ernüchtert ” Ich will ein Referat über Atomkraft halten. Mein Lehrer ist  voll dafür! Das nervt mich total und ich will mal zeigen, dass Atomkraft gefährlich ist. Deswegen hab ich vorgeschlagen, ein Referat zu machen.”
Die Schülerinnen und Schüler bekommen Infopakete mit Broschüren und Postern zugeschickt, die Hans vorpackt. Für das Team des Briefcenters eine wertvolle Unterstützung. Zeit für einen Espresso und einen kleinen Plausch ist natürlich trotzdem und die Kekse, die Hans mitbringt, sind als Nervennahrung gern gesehen.
Wie finden Freunde und Familie sein Engagement? ” Sie finden das toll. Oft hören ich auch Sätze wie ” Das sollten wir eigentlich auch machen. ” Umgesetzt wird das aber leider kaum. Ich weise dann daraufhin, dass man ja zumindest spenden kann.”
Dass Hans Fördermitglied ist, versteht sich von selbst. Auch seine Enkel – 10 und 12 Jahre – finden es prima, dass der Opa bei Greenpeace mitmacht.

In zwei Jahren wird Hans Jaehngen 80 Jahre alt. ” Meine ehrenamtliche Hilfe möchte ich noch eine ganze Zeit machen. Es macht mir Spaß und solange es gesundheitlich geht, will ich dabei bleiben.”

Wenn Hans sich nach zwei bis drei Stunden Arbeit verabschiedet, will er übrigens  kein ” Danke ” hören.
” Das ist doch selbstverständlich,” findet er.

Deshalb danken wir ihm an dieser Stelle für seine Hilfe. Vielen Dank, lieber Hans!

Essen nach Zahlen – Radioaktivität in Lebensmitteln

05. April 2012

Obst und Gemuese (c) Cordula Gartmann / Greenpeace

Nach der Katastrophe von Fukushima, die andauert und noch längst nicht im Griff ist, erhalten wir viele Anfragen von Menschen, die nach Japan reisen wollen oder aus beruflichen Gründen reisen müssen und sich Sorgen machen, was Radioaktivät in Lebensmitteln angeht. Ebenso von Menschen, die wissen wollen, wie es denn in Deutschland mit Lebensmitteln aussieht – zum Beispiel mit Importen aus Japan. Aber auch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wirft nach wie vor ihre Schatten und kommt wieder mehr ins Bewußtwein, verbunden mit der Frage, ob denn unsere Lebensmittel immer noch davon betroffen sind? Um es gleich vorweg zu nehmen: Das ist leider der Fall.

In der Wochenendausgabe der TAZ vom 10. März haben wir eine interessante Graphik gefunden. Sie zeigt anschaulich  welche Lebensmittel betroffen sind, welche Grenzwerte es gibt und was Maßeinheiten wie Bequerel und Sievert eigentlich bedeuten.

Essen nach Zahlen (c) Taz Stefanie Weber u. Daria Hufnagel

Uns erreichen auch immer wieder Anfragen von Menschen, die einen Dosimeter anschaffen möchten, um selbst Messungen durchzuführen. Um Messungen durchführen und die Ergebnisse richtig einordnen zu können, sollte man ein Strahlenschutzseminar besucht haben, in dem  man  etwas über Messtechnik erfährt, über Arten und Eigenschaften von Dosimetern sowie über physikalische und strahlenbiologische Grundlagen.

Greenpeace besitzt viele verschiedene Dosimeter von verschiedenen Anbietern. Wir können daher keine Kaufempfehlung geben.